Seniorenratgeber Görlitz 2014-2016

MediaLight

Ratgeberbroschüre für Senioren und deren Angehörigen.

von der Region

– für die Region

Seniorenratgeber

Görlitz 20142016

Informations- und Ratgeberbroschüre

für Senioren und deren Angehörige

für die Region Görlitz


Informationsbroschüre

1. Vorwort des Oberbürgermeisters

Görlitz

Liebe Seniorinnen und Senioren, liebe Angehörige

und Familien,

ich freue mich, dass eine neue Auflage des „Seniorenratgebers Görlitz

erschienen ist.

Mein Dank gilt allen Beteiligten, die das Erscheinen dieser Broschüre

ermöglicht haben.

Das Heft ist als Orientierungshilfe für das tägliche Leben gedacht.

Enthalten sind Kontaktadressen öffentlicher Stellen und sozialer

Einrichtungen in Görlitz und der Umgebung, in denen Sie, liebe

Leserinnen und Leser, Informationen erhalten und sich beraten lassen

können.

Ebenfalls stellen sich in dieser Publikation der Seniorenbeirat der

Stadt Görlitz sowie der Kreisseniorenrat des Landkreises Görlitz vor.

Darüber hinaus liefert Ihnen dieser Seniorenratgeber auch Anregungen

für die Freizeitgestaltung. Er enthält Informationen zu altersspezifischen

Vereinen und Treffpunkten.

Neben einer Übersicht von Sozial- und Pflegeeinrichtungen sowie

betreutem Wohnen in Görlitz werden auch die möglichen Formen

des Wohnens im Alter präsentiert. Bei Bedarf finden Sie Kriterien

zur individuellen Wahl eines Pflegedienstes oder Pflegeheimes, die

Ihnen hilfreich sein könnten.

Wichtig ist die Lebensfreude, dann spielt das Alter keine Rolle.

Ursula Andress (*1936), deutsch-schweizerische Schauspielerin

ein familienfreundliches und altersgerechtes Leben weiter verbessern

und sich die Seniorinnen und Senioren in Görlitz gut versorgt

und wohlfühlen. Kurze Wege in der kompakten Innenstadt, ein gut

ausgebautes ÖPNV-Netz, vielseitige Bildungs- und Kulturangebote,

ein bedarfsentsprechendes und individuelles Wohnungsangebot in

verschiedenen Preislagen, optimale medizinische Versorgung sowie

zahlreiche Parks und Grünanlagen sind Vorzüge, die Ihnen Görlitz

bietet.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für

Ihr Wohlergehen

Ihr

Siegfried Deinege

Oberbürgermeister

© Stadt Görlitz

Unsere Stadt fühlt sich gerade auch gegenüber ihren älteren Bewohnerinnen

und Bewohnern in einer besonderen Verantwortung

und ist sehr daran interessiert, dass sich die Wohnbedingungen für

1


Seniorenratgeber Görlitz

2. Inhaltsverzeichnis 3. Wichtige Kontakte und

Rufnummern

1 1. Vorwort des Oberbürgermeisters Görlitz

2 2. Inhaltsverzeichnis

3. Wichtige Kontakte und Rufnummern

3 Impressum

4 4. Der Kreisseniorenrat

6 5. Zu Gast beim Kreisseniorenrat – Herr Hermann

Winkler, Abgeordneter des Europäischen Parlaments

7 6. Kreisseniorenmesse 2013

8 7. Seniorenbeirat in der Stadt Görlitz

10 8. Sozialleistungen und Hilfen

8.1. Das Pflegenetzwerk im Landkreis Görlitz

12 8.2. Wo kann ich mich informieren und beraten lassen

18 8.3. Pflegestufen und Leistungen der

Pflegeversicherung

19 8.4. Weitere Tipps und Hinweise zur Pflege,

Betreuung und Versorgung

21 9. Bürgerbüros

22 10. Übersicht von Sozial-, Pflegeeinrichtungen und

betreuten Wohnens in Görlitz und Umgebung

26 11. Wachsamkeit und Vorsicht

28 12. Computer, Internet und Senioren – ein Tabuthema?

31 13. Sicher und unbeschwert wohnen im Alter

34 14. Steuern auf meine Rente?

35 15. Was Sie sonst noch wissen sollten

15.1. Dokumentenmappe und Notfallkoffer

15.2. Was ist im Todesfall eines Angehörigen oder Bekannten

zu erledigen?

36 15.3. Das Testament

15.4. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung –

rechtzeitig daran denken

Landratsamt Görlitz

Bahnhofstraße 24, 02826 Görlitz

Postanschrift

Postfach 30 01 52, 02806 Görlitz

Telefon: 03581 663-0

Fax: 03583 72-1100

Mail: info@kreis-gr.de

Stadtverwaltung Görlitz

Untermarkt 6-8, 02826 Görlitz

Telefon: 03581/670

Amtsgericht Görlitz

Postplatz 18, 02826 Görlitz

Telefon: 03581/469-0

Polizeirevier Görlitz

Gobbinstraße 5/6, 02826 Görlitz

Telefon: 03581/6500

Fax: 03581/650108

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle

Otto-Müller-Straße 7, 02826 Görlitz

Tel.: 03581/ 403773

Notruf:

Polizei 110

Feuerwehr 112

Bundespolizeiinspektion: 0800 6888000

An der Autobahn 10, 02828 Görlitz OT Ludwigsdorf

Telefon: 03581 362-60

2


Informationsbroschüre

Bundespolizeirevier Görlitz, Parkstraße 2, 02826 Görlitz

Telefon: 03581 4817-0

Rettungsleitstelle Görlitz

Krankentransport, Kassenärztlicher Notdienst: 03581 / 19222

Giftinformationsdienst: 0361/ 730730

Apothekennotdienst: 03581/22833

Telefonseelsorge:

0800/1110111 oder

0800/1110222

Bankkartensperrung: 116 116

Infos für behinderte Menschen 030 221 911 006

Gehörlosen/Hörgeschädigtenservice

E-Mail

info.gehoerlos@bms.bund.de

Fax 030 221 911 017

Meine Nummern

Hausarzt

Apotheke

Krankenkasse

Bürgertelefon des Bundesministerium

für Arbeit und Soziales (Mo bis Do 8 – 20 Uhr)

Rente 030 221 911 001

Unfallversicherung/Ehrenamt 030 221 911 002

Arbeitsrecht 030 221 911 003

Teilzeit/Altersteilzeit/Minijobs 030 221 911 005

Impressum

Herausgeber: Werbeagentur Media-Light Löbau, Ernst-Thälmann-Str. 63,

02708 Großschweidnitz, Tel.: 03585 40 19 67, Fax: 46 88 87,

E-Mail: media-light-loebau@gmx.de, www.media-light-loebau.de

Texte: Arnd Krenz S. 26–34; Lutz Namokel S. 6, S.10–12, S. 18–20

Karikaturen: Michael Westphal

Fotos: siehe Bildunterschriften, Titelfotos: Fotolia, MEV Verlag, Titelfoto Görlitz: Lutz Namokel

Satz und Gestaltung: Werbeagentur Media-Light Löbau, Sharon Hille

Anzeigenakquise: Werbeagentur Media-Light Löbau, Hans-Peter Schulz, Hans-Henner Niese

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen übernimmt die Werbeagentur keine Gewähr. Haftungsausschluss besteht auch für redaktionelle und technische Fehler. Der Nachdruck, auch auszugsweise,

sowie die Nutzung der Broschüre zu werblichen und kommerziellen Zwecken ist nicht zulässig.

Wir danken für die Unterstützung durch das Landratsamt Görlitz, Seniorenbeirat Herr Lehmann, der Stadtverwaltung Görlitz und den hier mit einem Eintrag veröffentlichten Einrichtungen und

Vereinen.

3


Seniorenratgeber Görlitz

4. Der Kreisseniorenrat

Mit der Neubildung des Landkreises Görlitz wurde durch den Kreistag

die Bündelung der bisherigen Seniorenvertretungen der alten Landkreise

und der Stadt Görlitz im Kreisseniorenrat für den Landkreis

Görlitz festgelegt. Das Gründungsstatut und die Mitglieder für den

Kreisseniorenrat Görlitz wurden auf dem Kreistag am 28. Januar 2009

bestätigt.

Infolge der Größe des neuen Landkreises Görlitz und um die bislang

aufgebauten Strukturen der Seniorenarbeit in den Regionen zu erhalten,

bildet der Kreisseniorenrat drei regionale Seniorenvertretungen.

Am 3. März 2009 erhielten die 30 Vertreter auf der 1. Sitzung des Rates

aus den Händen von Landrat Bernd Lange ihre Berufungsurkunden. In

der Sitzung wurde der Vorstand berufen und die wichtigsten Aufgaben

festgelegt.

Der Vorstand besteht aus den Vorsitzenden der Regionalvertretungen

und deren Stellvertreter. Daniel Mosmann ist Vorsitzender des Kreisseniorenrates.

Der Kreisseniorenrat möchte sich besonders auf folgende Gebiete

konzentrieren und tätig sein:

• Gesellschaftliche und politische Betätigung älterer Bürger, Ehrenamt,

Hilfe zur Selbsthilfe, Bildung

• Öffentlichkeitsarbeit zu Belangen älterer Bürger

• Wohnen im Alter

• im Bereich der Verkehrspolitik, der Weiterbildung und der kulturellen

Freizeitgestaltung

• in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den polnischen

und tschechischen Seniorenvertretern

Vorsitzende und Stellvertreter der regionalen Seniorenvertretungen:

1. Seniorenvertretung Löbau/ Zittau:

Vorsitzende: Heidemarie Fischer

Mitglieder des Kreisseniorenrates Görlitz: v.l.n.r.: Herr Mosmann, Herr Neumann,

Herr Tempel, Frau Fischer, Herr Winfried Reiche und Herr Kolbe Foto: Jens Böhme

Stellvertreter: Winfried Reiche

2. Seniorenvertretung Görlitz:

Vorsitzender: Jochen Tempel

Stellvertreter: Karl-Heinz Neumann

3. Seniorenvertretung Niederschlesische Oberlausitz:

Vorsitzender: Hans-Jürgen Kolbe

Stellvertreter: Daniel Mosmann

Sprechzeiten Seniorenvertretung

1. Seniorenvertretung Görlitz

Sprechzeiten: jeden 4. Donnerstag im Monat 09.30 – 11.30 Uhr

in Görlitz, Jägerkaserne, Hugo-Keller-Str. 14, Raum 58

2. Seniorenvertretung Löbau/ Zittau

jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 09 – 10 Uhr

in der Außenstelle Zittau des Landratsamtes Görlitz, Hochwaldstr. 29;

jeden 2. Dienstag im Monat von 14 – 15 Uhr

4


Informationsbroschüre

Bilanz

Seite 2

Seite 3

Seite 4

Seite 5

Seite 7

Seite 8

im Wechsel in der Ebersbacher Altstadt-DRK Wohnanlage und im

Stadtteil Oberland-Treff Nr. 47

3. Seniorenvertretung Niederschlesische Oberlausitz

Sprechzeiten: jeden 1. Dienstag im Monat 09.30 – 11.30 Uhr

im Wechsel in Markersdorf, Gemeindeamt und in Reichenbach, Rathaus

jeden 2. Mittwoch im Monat 10 – 12 Uhr

in Weißwasser, Rathaus, Karl-Marx-Str.

jeden letzten Dienstag im Monat 10 – 12 Uhr

in der Außenstelle Niesky des Landratsamtes Görlitz,

Robert-Koch-Str. 1

Haben Sie Anregungen, Wünsche, Meinungen oder benötigen Sie

Auskünfte wenden Sie sich bitte an das Landratsamt, Dezernat IV

Tel. (03581) 663-2001 oder Sozialamt (03581) 663-2101.

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5


Seniorenratgeber Görlitz

5. Gast beim Kreisseniorenrat – Herr Hermann Winkler,

Abgeordneter des Europäischen Parlaments

Auf Einladung des Kreisseniorenrates nahm am 04. November 2013

das Mitglied des Europäischen Parlaments und Staatsminister a. D.,

Hermann Winkler, an einer erweiterten Tagung teil. Zugegen war

auch die 2. Beigeordnete und Dezernentin, Frau M. Weber sowie der

Stadtrat und Kandidat für die Landtagswahl 2014, Herr Octavian Ursu.

Zur Person: Herr Winkler war von 2004 bis 2007 Staatsminister und

Chef der sächsischen Staatskanzlei. Von 1990 bis 2009 war er Mitglied

des Sächsischen Landtages. Seit 2009 ist er Mitglied im Europäischen

Parlament. Hier ist er im Ausschuss für regionale Entwicklung (REGI)

und im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) tätig.

Im Mittelpunkt der Tagung des Kreisseniorenrates stand die Thematik:

„Mehr Sachsen in Europa – Chancen und Herausforderungen für

alle Generationen.“ Herr Winkler erklärte das „Haus Europa“, wie es

funktioniert, was erreicht wurde und wo es Grenzen gibt. Auch die

Bedeutung der regionalen Entscheider, bis hin zu den kommunalen

Behörden, wurde deutlich gemacht. Nicht alles muss in Brüssel geregelt

werden. Aber grenzüberschreitende Dinge durchaus. Das betrifft

vor allem die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, die

Wirtschafts- und Währungspolitik. Die Europäische Binnenmarktpolitik

und für die Zuwanderung muss eine europäische Lösung gefunden

werden.

In der anschließenden Diskussion antwortete

Herr Winkler auf viele interessante

Fragen der Zuhörer. Mitgegeben

wurde ihm die Bitte, sich persönlich für

die Beendigung der Sommerzeit einzusetzen.

An dieser Stelle möchte der Herausgeber

auf die Web-Seite von Herrn

Winkler hinweisen: www.hermannwinkler.eu.

Hier kann man wissenswerte

und hilf-reiche Dinge nachlesen.

So erscheint monatlich ein Europabrief

von ihm gemeinsam mit Dr. P. Jahr.

Außerdem wird über EU-Programme für kleine und mittelständische

Unternehmen und das Förderhandbuch der Sächsischen Kommunen

informiert, um nur einiges zu nennen.

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Informationsbroschüre

6. Kreisseniorenmesse 2013

Die 6. Kreisseniorenmesse hat am 24. September 2013 stattgefunden.

Durchgeführt wurde sie im Oberlausitzer Kultur- und Veranstaltungshaus

(OKV) in Ebersbach-Neugersdorf.

Das Motto in diesem Jahr : „Voll im Leben”. Die Messe wurde

von der Ebersbach-Neugersdorfer Bürgermeisterin, Frau Hergenröder,

eröffnet. Viele Firmen, Einrichtungen, die Bundespolizei und auch

Händler stellten sich vor, gaben Einblicke in ihre Tätigkeiten und

informierten über Aktuelles. Insgesamt haben sich 50 Aussteller zu

Themen des Alltags, der Mobilität, Gesundheit und Pflege präsentiert.

Außerdem bereicherten Fachvorträge und kulturelle Beiträge die Veranstaltung.

Das alles zeugt von einer durchdachten und umfassenden

Vorbereitung zu einer an Bedeutung gewinnenden Thematik. Das ist

beachtlich und wurde von vielen Besuchern gern in Anspruch genommen.

Organisatoren dieser Messe waren das Deutsche Rote Kreuz, das

Pflegestift Oberland, dem Deutschen Frauenring und die Seniorenvertretung

Löbau-Zittau im Landkreis Görlitz.

Die 7. Seniorenmesse wird Ende August/Anfang September

in Ebersbach-Neugersdorf stattfinden.

Eröffung der Seniorenmesse durch Frau Hergenröder (BM der Stadt Ebersbach-

Neugersdorf) und Herr Heinicke

7


Seniorenratgeber Görlitz

7. Der Seniorenbeirat in der Stadt Görlitz

Im vorigen Jahr feierte der SB der Stadt Görlitz sein 20. jähriges Bestehen.

Die Jahre waren angefüllt vom Wirken für die älteren Bürger unserer

Stadt. Im Jahr 2014 wird ein neuer SB von den älteren Görlitzern

gewählt. Ein Beschluß des Stadtrates wird dem SB eine neue Struktur

geben. Der SB kommt damit in eine engere Bindung zum Stadtrat der

Stadt Görlitz. Der Vorsitzende des SB, Herr Lehmann, ist der Überzeugung

das damit der Einfluß der älteren Bürger auf die Entwicklung der

Stadt sich verbessert.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Seniorenbeirates wünscht sich der Vorsitzende

das Bemühen um das gegenseitige Helfen der älteren Bürger,

da diese Altersgruppe ein umfangreiches Spektrum (von toppfitt bis

bettlägerig und dement) umfaßt.

Als Motto frei nach Kenedy: Frage nicht nur was die Stadt für die Älteren

tut, sondern was können die Älteren füreinander tun.

Mit den Wahlen zum Seniorenbeirat im Mai 2014, werden die neuen

Mitglieder dann durch die Stadtverwaltung bekannt gegeben und im

Internet veröffentlicht..

Kontakt:

Vorsitzender SB: Hans-Ulrich Lehmann

Gladiolenweg 8a, 02827 Görlitz

Tel. (03581) 31 15 35

E-Mail: Hans-Ulrich.Lehmann@iwdweb.de

Sprechstunden des Seniorenbeirates der Stadt Görlitz finden in der

Jägerkaserne, Hugo-Keller-Straße 14, Raum 58, jeden 4. Donnerstag

im Monat von 9.30 Uhr – 11.30 Uhr statt. Der Seniorenbeirat berät

und vermittelt bei Ihren Fragen an die zuständigen Ämter und Institutionen

und gibt Ihnen Informationen zu Standorten und Leistungsangeboten

von Seniorengruppen und Vereinen und bemüht sich um

Hilfe bei der Bewältigung Ihrer Probleme.

Weitere Kontakte zu Senioren in Görlitz

SeniorKompetenzTeam (SKT) GörlitZgorzelec

Internet: www.senioren-goerlitz.jimdo.com

Auf der Homepage informiert das SKT über sein Anliegen, über

Fachkompetenzen der Mitstreiter, über Aktivitäten, vergangene Veranstaltungen,

Senioren-Links sowie Neues von Partnern. Im Gästebuch

können Interessenten auch ihre Meinung äußern, Vorschläge unterbreiten,

Ideen einbringen und Kontakt aufnehmen. Monatlicher Treffpunkt

ist jeweils am 3. Mittwoch das Jugendhaus Wartburg (Dietrich-

Heise-Raum) auf der Johannes-Wüsten-Straße.

E-Mail: kompetenzteam_gr@gmx.de

Seniorenkolleg der Hochschule Zittau/Görlitz

Herr Schneider

www.hszg.de/lebenslanges-lernen/seniorenkolleg.html

Grenzüberschreitende Universität des

3. Lebensalters Zgorzelec

Rektorin Frau Sliwinska

www.tutw.com.pl

Güsa e.V. – Deutsch-Polnisches Erzählcafé

Frau Professor Thiele

www.guesa.net

8


Informationsbroschüre

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Seniorenratgeber Görlitz

8. Sozialleistungen und Hilfen

8.1. Das Pflegenetzwerk im Landkreis Görlitz

Seit dem 1. Januar 2009 haben alle Bürger einen individuellen Rechtsanspruch

auf eine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Seit 2009 gibt es

deshalb einen virtuellen sächsischen Pflegestützpunkt im Internet.

Staatsministerin Christine Clauß und Vertreter der Pflegekassen

unterzeichneten 2009 bei der ersten landesweiten Netzwerkkonferenz

eine Kooperationsvereinbarung. Inhalt: Aufbau einer vernetzten

Pflegeberatung.

Der Freistaat Sachsen hat sich demnach entschieden, keine

Pflegestützpunkte im Sinne des § 92c SGB XI einzurichten. Dieser Rechtsanspruch

wird mittels einer vernetzten Pflegeberatung realisiert.

Das geschieht über die Vernetzung der vorhandenen Strukturen und

deren weiteren Ausbau.

Der Landkreis Görlitz war eine von drei Modellregionen, in der die

vernetzte Pflegeberatung getestet wurde und seit März 2010 weiterentwickelt

wird.

Als Partner des Netzwerkes zählen insbesondere:

› die Kranken- und Pflegekassen

› der Landkreis und die Stadt Görlitz

› weitere Sozialleistungsträger

› die Leistungserbringer (z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser,

Reha-Einrichtungen) und deren Verbände

› die Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sowie

› die Anbieter niedrigschwelliger Betreuungsangebote.

Im Vordergrund der trägerübergreifenden Beratung steht dabei der

Grundsatz „ambulanter vor stationärer Versorgung“. Nun gilt es, das

Internetportal „Pflegenetz“ inhaltlich weiter zu komplettieren. Die

genaue Bezeichnung lautet: www.pflegenetz.sachsen.de

Diesbezüglich gibt es einen Rahmenplan Integrierte Sozialplanung

(ISP) – vom Kreistag 2010 beschlossen. Dieser ist handlungsleitend

für das gesamte Dezernat für Gesundheit und Soziales und darüber

hinaus. Die direkte Verbindung zwischen Rahmenplan und Pflegenetz

besteht durch die Handlungsschwerpunkte neue Wohnformen und

Inklusion.

Betagte Patienten sollen zukünftig medizinisch in geriatrischen Zentren

behandelt werden.

Das beschloss der Freistaat Sachsen in Absprache mit den Krankenkassen

und dem Landesverband Geriatrie 2012. Das Görlitzer Geriatriezentrum

am Städtischen Klinikum Görlitz ist eine von vier Modellregionen

Sachsens. Über 100 Partner (Krankenhäuser, Hausärzte,

Pflegedienste, Sozialdienste, Altenheime und Krankenkassen) haben

sich hier für die Behandlung betagter Patienten zusammengeschlossen.

Hilfe für Ratsuchende und Pflegebedürftige

Wer sich nicht im Internet über das Pflegenetzwerk informieren kann,

für den stehen in erster Linie die Pflegeberater der Kassen zur Verfügung.

Diese müssen auch die Mitglieder anderer Krankenkassen

beraten.

10


Informationsbroschüre

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Seniorenratgeber Görlitz

8.2. Wo kann ich mich informieren

und beraten lassen?

Diese Übersicht soll es Ihnen erleichtern, bei dem großen Umfang der

bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und der Vielzahl der sozialen

Leistungen, Dienste und Einrich tungen herauszufinden wofür

und durch wen Sie Hilfe, Beratung und Information zu Ihren Fragen

und Problemen in Görlitz und Umgebung erhalten können.

Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises

Frau Ines Fabisch

Tel. 03581 663-9009

E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@kreis-gr.de

Sprechzeiten Di, Do, Fr - bitte Termin vereinbaren

Behindertenbeauftragte

Frau Elvira Mirle

Tel. 03581 663-9008

E-Mail: behindertenbeauftragte@kreis-gr.de

Sprechzeiten Di, Do, Fr – bitte Termin vereinbaren

Ausländerbeauftragte

Frau Olga Schmidt

Tel. 03581 663-9007

E-Mail: auslaenderbeauftragte@kreis-gr.de

Sprechzeiten dienstags und donnerstags – bitte Termin vereinbaren

Gesundheitsamt

Amtsarzt Dr. med. Christoph Ziesch

Reichertstraße 112, 02826 Görlitz (0 35 81) 663-2600

Sozialamt

Das Sozialamt arbeitet mit allen Trägern der Sozialhilfe zusammen,

insbesondere den Freien Trägern, der Wohlfahrtspflege, einschließlich

der Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Grundlage für diese Leistungen ist das Sozialgesetzbuch, Zwölftes

Buch (SGB XII). Eine Leistungsgewährung erfolgt grundsätzlich unter

der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen. Sie ist darauf

ausgerichtet, die Grund bedürfnisse und damit die Führung eines

menschen würdigen Lebens nach dem Grundgesetz zu sichern.

Das Sozialamt im Landkreis Görlitz

Das Sozialamt ist auf vier Verwaltungsstandorte verteilt und in sechs

Sachgebiete mit 63 Mitarbeitern untergliedert, um für die Bürger

weitgehend die Ortsnähe zu gewährleisten.

Amtsleiter Sozialamt ist Matthias Schmidt. Sein Sitz ist in der Außenstelle

des Landratsamtes in Görlitz, Bahnhofstr. 24. Er ist erreichbar

unter Tel.: 03583 721700,

E-Mail: Matthias.Schmidt@kreis-gr.de

Ansprechpartner, Ortsangaben und Öffnungszeiten zu den Aufgabengebieten

sind auch im Internet unter der Rubrik Landratsamt/

Verwaltung/Amtsbereich zu finden.

Sachgebiet Hilfe zum Lebensunterhalt/Grundsicherung

Hilfe zum Lebensunterhalt

Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) erhalten nach dem SGB XII

vollerwerbsgeminderte Personen, die keinen Anspruch auf Leistungen

der Grundsicherung im Alter oder Erwerbsminderung gemäß 4. Kapitel

SGB XII haben und ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht oder

nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln bestreiten können,

vor allem aus ihrem Einkommen, Eigentum und Vermögen sowie

aus Zahlungen anderer Sozialleistungsträger. Diese Hilfe wird durch

laufende Leistungen gewährt. Die laufenden Leistungen werden nach

entsprechenden Regelsätzen, die für den Haushaltsvorstand und die

Haushaltsangehörigen gelten, bemessen. Zum notwendigen Lebensunterhalt

gehören darüber hinaus auch die laufenden Leistungen für

die Unterkunft und die Heizung.

Hilfe in anderen Lebenslagen

Zu den Leistungen der Hilfe in anderen Lebenslagen zählen u. a.

Bestattungskosten, Blindenhilfe sowie die Hilfe zur Weiterführung

des Haushaltes.

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Informationsbroschüre

Sachgebiet Eingliederungshilfe

Das Sachgebiet Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist

Ansprechpartner in allen Fragen der sozialen Rehabilitation behinderter

Menschen im Landkreis Görlitz. Im Rahmen ihrer wird umfassend

zu den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes

Buch (XII) beraten und bei Bedarf konkrete Hilfe eingeleitet.

Krankenhilfe bzw. Hilfen zur Gesundheit

Zu den Leistungen der Krankenhilfe zählen z. B. stationäre Behandlung,

Rehabilitationsmaßnahmen, Arztkosten und Medikamentenabrechnung

für bis zum 31.03.2007 nicht krankenversicherte Hilfeempfänger,

die laufende Sozialhilfe erhalten. Die Kosten werden

von den Krankenkassen bewilligt und verauslagt. Nach SGB V sind

diese Kosten den Krankenkassen zu erstatten.

Grundsicherungsgesetz

Die bedarfsorientierte Grundsicherung ist seit 2005 eine Leistung des

Sozialgesetzbuches XII. Sie hilft Bürgern, die im Alter oder bei voller

und dauerhafter Erwerbsminderung keine oder nur geringe Einnahmen

haben. Mit der Grundsicherung soll die sogenannte „verschämte

Armut“ von Menschen in Notlage verhindert werden.

Antragsberechtigt auf Leistungen der Grundsicherung sind:

- Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben,

- Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und aus medizinischen

Gründen dauerhaft vollerwerbsgemindert sind und bei denen

es unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben

werden kann.

Kontakt SG Lebensunterhalt/Grundsicherung:

Rosemarie Neumann, Tel.: 03583 721710

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

iStock © Kondoros Eva Katalin

Das Leistungsangebot:

• Beratung zu Hilfsmitteln und notwendigen Gebrauchsgegenständen,

ohne die infolge einer Behinderung die Teilhabe am Leben in der

Gemeinschaft nicht möglich wäre,

• Beratung und Unterstützung zur heilpädagogischen Förderung im

Vorschulalter,

• Unterstützung bei der Auswahl und Einleitung geeigneter Hilfen zur

Realisierung einer angemessenen Schul- und Berufsaubildung bzw.

Weiterbildung,

• Beratung und Hilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft,

• Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Wohn form, der Betreuung

im gewohnten Umfeld und der Bean tragung notwendiger

Anpassungsmaßnahmen in einer eigenen Wohnung.

Kontakt:

Kerstin Aye, Tel.: 03581 663-2173

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Hilfe zur Pflege

Im Sachgebiet Hilfe zur Pflege wird zu Fragen der Pflege beraten und

finanzielle Hilfe an leistungsberechtigte Personen geleistet. Hilfe zur

Pflege erhalten Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen

oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder

höherem Maße für die gewöhnlichen und wiederkehrenden Verrichtungen

im Ablauf des täglichen Lebens in den Bereichen Körperpflege,

Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftlicher Versorgung

voraussicht lich für mindestens 6 Monate der Hilfe bedürfen.

Darüber hinaus haben Personen, die:

• keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben,

• einen geringeren Hilfebedarf als Pflegestufe 1, oder

13


Seniorenratgeber Görlitz

• vorübergehend hilfebedürftig (6 Monate) sind,

• Anspruch auf diese Hilfe.

Die Hilfe umfasst häusliche Pflege, Hilfsmittel, teilstationäre Pflege,

Kurzzeitpflege und stationäre Pflege. Stationäre Pflege wird nur

gewährt, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich

oder ausreichend sind oder wegen der Besonderheit des einzelnen

Falles nicht in Betracht kommen.

Da Leistungen der Pflegeversicherung vorrangig haben vor Sozialhilfeleistungen,

ist immer auch ein Antrag bei der Pflegekasse zu stellen.

Ob die Voraussetzungen für die Zuge hörigkeit zum Personenkreis

der Pflegebedürftigen erfüllt sind, wird vom Medizinischen Dienst der

Kranken versicherung oder im Falle einer fehlenden Krankenversicherung

durch das Gesundheitsamt begutachtet.

Kontakt SG Hilfe zur Pflege:

Rosemarie Neumann, Tel.: 03583 721710

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Schwerbehindertenrecht

Menschen sind behindert, wenn die körperliche Funktion, geistige

Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit

länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand

abweichen und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

beeinträchtigt ist. Die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der

Gesellschaft werden als Grad der Behinderung nach Zehnergraden

abgestuft festgestellt.

Seit dem 01.08.2008 ist für die Feststellung des Grades einer Behinderung

(GdB) der Landkreis zuständig. Im Landkreis Görlitz erfolgt

diese Feststellung auf Antrag im Sozialamt, Sachgebiet Schwerbehindertenrecht.

Dazu werden von den jeweils behandelnden Ärzten

Befunde abgefordert, Gutachten eingeholt und ausgewertet und so

der Grad der Behinderung festgestellt. Die Schwerbehinderteneigenschaft

entsteht mit dem Eintritt einer Behinderung, die mit einem

Gesamt-GdB von mindest 50 zu bewerten ist.

Personen, bei denen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50

festgestellt ist, erhalten einen Schwerbehinderten ausweis mit dem

sie ihre Rechte und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen können.

Sie stehen unter einem besonderen rechtlichen Schutz.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Merkzeichen, die bei besonderer

Ausprägung der Schwerbehinderung erteilt werden:

• „G“ – erheblich gehbehindert

• „aG“ – außergewöhnlich gehbehindert

• „B“ – die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist

nachgewiesen

• „H“ – hilflos

• „BL“ – blind

• „RF“ – Rundfunkgebührenbefreiung/Sozialtarife

• „GL“ – gehörlos

Diese Merkzeichen sind neben dem Grad der Behinderung auf den

Schwerbehindertenausweisen dokumentiert.

Das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht stellt den Schwerbehindertenausweis

und alle erforderlichen Bescheinigungen (z.B. Steuerbescheinigung)

aus. Auf Wunsch des Antragssteller werden die Ausweise

an die Gemeinde zur Abholung zugesandt.

Zudem ist das Sachgebiet Schwerbehindertenrecht dafür zuständig,

Ansprüche nach dem Landesblindengesetz (LBlindG) und die Zahlung

der entsprechenden Leistungen festzustellen.

Blinde, hochgradig Sehschwache, Gehörlose und schwerstbehinderte

Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben und im Freistaat

Sachsen ihren Wohnsitz haben erhalten zum Ausgleich ihrer behinderungsbedingten

Mehraufwendungen Leistungen nach diesem Gesetz.

Kontakt SG Schwerbehindertenrecht

Elisabeth Keil, Tel.: 03583 721740

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Wohngeld

Wohngeld ist die Unterstützung von Bund und Land an Bürger, die auf

Grund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss)

oder zu den Kosten selbstgenutzten Wohneigentums (Las-

14


Informationsbroschüre

tenzuschuss) erhalten.

Wohngeld als Mietzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Mietzuschuss ist jede natürliche Person,

die Wohnraum gemietet hat, diesen selbst nutzt und die Miete

dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

• mietähnliche Nutzungsberechtigte, insbesondere Inhaber eines

mietähnlichen Dauerwohnrechts,

• Personen, die Wohnraum im eigenen Haus bewohnen, das mehr

als 2 Wohnungen hat,

• Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes oder

entsprechender Gesetze der Länder, die nicht nur vorübergehend

aufgenommen sind.

Wohngeld als Lastenzuschuss

Wohngeldberechtigt für einen Lastenzuschuss ist jede natürliche Person,

die Eigentum an selbstgenutzten Wohnraum hat und die Belastung

dafür aufbringt. Ihr gleichgestellt sind:

• Personen mit einer Erbbauberechtigung,

• Personen mit einem eigentumsähnlichen Dauerwohnrecht,

• ein Wohnrecht oder ein Niesbrauchinhaber und

• Personen, die Anspruch auf Bestellung oder Übertragung des Eigentums,

des Erbbaurechtes, des eigentumsähnlichen Dauerwohnrechtes,

des Wohnungsrechts oder des Niesbrauchs haben.

Antragstellung

Anträge erhalten Sie in der Wohngeldstelle des Landratsamts sowie

in den Stadt und Gemeindeverwaltungen.

Der Antrag muss vom Wohngeldberechtigten gestellt werden.

Wohngeldberechtig ist, der den Mietvertrag unterschrieben hat bzw.

der Eigentümer eines Eigenheims oder Eigentumswohnung ist und

diese Wohnung oder Eigenheim selbst bewohnt. Haben mehrere

Personen den Mietsvertrag unterschrieben oder sind mehrere Personen

Eigentümer und sind sie zugleich Haushaltsmitglieder, ist der

Wohngeldberechtigte durch diese zu bestimmen.

Ablauf des Bewilligungsbescheides weiter Wohngeld in Anspruch nehmen

wollen, müssen Sie es erneut beantragen (Wiederholungsantrag).

Stellen Sie aber den Wiederholungsantrag möglichst etwa 2

Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes. So können Sie unter

Umständen vermeiden, dass die Wohngeldzahlung unterbrochen wird.

Die Verwaltung wird Sie nach Prüfen ihres Gesamteinkommens und

aller Belastungen schriftlich in einer angemessenen Frist über das

Ergebnis durch einen Bescheid in Kenntnis setzen.

Kontakt SG Wohngeld:

Erika Freund, Tel.: 03585 44-1760,

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Verbände – Vereine

Verstärkt bearbeiten Vereine allgemeine soziale Probleme mit Randgruppen.

Oft wird der gleiche Personenkreis betreut, der auf Sozialleistungen

angewiesen ist. Hierfür werden Zuwendungen auf Antrag

entsprechend der Förderrichtlinien bewilligt. Die Dienste haben sich

besonders in der Betreuung und Beratung für existenzgefährdete

Menschen bewährt.

Kontakt:

Matthias Schmidt, Tel.: 03581 663-2100

E-Mail: Matthias.Schmidt@kreis-gr.de

Bearbeitung – Bewilligungsbescheid

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Wenn Sie nach

15


Seniorenratgeber Görlitz

Anzeige

Stiftung Diakonie Görlitz-Hoyerswerda

Wir betreiben verschiedene Einrichtungen der ambulanten und stationären

Altenpflege, eine Wohnstätte für behinderte Menschen, Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe, eine Frühförderstelle sowie Praxen

für Ergo- und Physiotherapie.

Die Stiftung Diakonie Görlitz ist im Jahr 2001 aus der Zusammenlegung

der Evangelischen Stiftung Bethanien und der Evangelischen Stiftung

Wichernhaus hervorgegangen. Das ehemalige Diakoniewerk Martinstift

e.V. mit seinen Einrichtungen in Reichenbach und in Sohland a. R. gehört

seit dem 1. Januar 2003 zur Stiftung Diakonie Görlitz und das ehemalige

Diakoniewerk Salem e.V. seit dem 1. Januar 2004. Am 1. Januar

2014 wird die Zusammenlegung von der Stiftung Diakonie Görlitz und

dem Diakonischem Werk Hoyerswerda, zur Stiftung „Diakonie Görlitz-

Hoyerswerda“, wirksam.

Im Bereich Altenhilfe betreibt die Stiftung fünf Altenpflegeheime, vier

davon befinden sich in Görlitz.

• Das Altenpflegeheim Wichernhaus auf der Johannes-Wüsten-Straße

23 hat eine Kapazität von 41 Plätzen.

• Im Altenpflegeheim Bethanien auf der Landeskronstrasse 57 werden

36 Bewohner betreut.

• Das Altenpflegeheim Salem-Haus Gottessegen auf der Schlaurother-

Strasse 14 bietet 51 Bewohner ein zu Hause.

• Im Luisenstift auf der Biesnitzer Straße 90–93 bieten wir 95 Pflegeheimplätze

an.

• In Reichenbach befindet sich auf der Nieskyer Straße 12 das

Altenpflegeheim Martinstift mit 80 Plätzen.

Im Bereich der Behindertenhilfe wird

• in Sohland am Rotstein eine Wohnstätte für behinderte Menschen

mit 54 Plätzen vorgehalten.

Ambulante Hilfen

• Über die Diakoniestation Reichenbach werden im Ort und der Umgebung

ambulante pflegerische Leistungen und hauswirtschaftliche Dienste

angeboten.

• Die Sozialstation in Hoyerswerda bietet ebenfalls ambulante pflegerische

Leistungen und hauswirtschaftliche Dienste in der häuslichen

Umgebung an.

• Auf der Schlaurother Straße 12 in Görlitz, gibt es eine interdisziplinäre

Frühförder- und Beratungsstelle. Sie bietet Hilfe für Kinder mit Entwicklungsverzögerung

und für Kinder, die von Behinderung bedroht sind.

• Ebenfalls befinden sich eine eigene Ergotherapiepraxis sowie eine Physiotherapiepraxis

im Haus. Beide sind besonders auf die Bereiche der

Frühförderung und Heilpädagogik spezialisiert und arbeiten mit diesen

eng zusammen. Die beiden Praxen bieten ihre Dienste selbstverständlich

auch für Patienten aller Krankenkassen sowie Privatpatienten an.

• Im Bereich des ehemaligen Diakonischen Werkes Hoyerswerda gibt es

umfangreiche Angebote von Beratungsdiensten sowie Einrichtungen

und Projekte der Kinder- und Jugendhilfe.

Seniorengerechtes Wohnen

• In Reichenbach, im Gebäude Oberreichenbach 8 stehen insgesamt 15

seniorengerechte Wohnungen zur Verfügung.

Ebenfalls betreibt die Stiftung Diakonie Görlitz-Hoyerswerda folgende

Kindereinrichtungen in Görlitz:

• Das Kinderhaus Bethanien auf der Jochmannstraße 12 bietet im Erdgeschoss

in vier Gruppen Platz für 48 Krippenkinder. Im Obergeschoss

werden in fünf Gruppen 74 Kindergartenkinder betreut.

• Auf der Schlaurother Straße 12 gibt es die Kindertagesstätte mit

heilpädagogischem Profil, die derzeit insgesamt 43 Plätzen anbietet.

• Die Integrative Kita Salem auf der Schönberger Straße 2 verfügt über

die Kapazität von 36 Plätzen, wobei in zwei altersgemischten Gruppen

jeweils ein Integrationskinder betreut wird.

Küchen / Essen auf Rädern

• Wir bewirtschaften in Görlitz zwei eigene Küchen in Salem und in

Reichenbach.

• Neben der Versorgung unserer Einrichtungen sowie verschiedener

Kindertagesstätten, bieten wir das so genannte Essen auf Rädern für

Menschen in Reichenbach, Sohland und Görlitz an.

• Menüs für jede Feier, kalte Platten usw. können gern über unsere

Küchen bestellt werden.

Informationsangebote:

Hausprospekte, Flyer

Internet

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Informationsbroschüre

Diakonie Görlitz-Hoyerswerda

Mitglied im Diakonischen Werk Berlin – Brandenburg – Schlesische Oberlausitz und im Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V.

Wir sind da für Menschen von 0 bis 99 – für Menschen mit und ohne Behinderungen

in Görlitz, Hoyerswerda, Reichenbach und Umgebung

Kindertagesstätten

Kinderhaus Bethanien 03581 / 428682

Salem ̶ Integrative Kindertagesstätte 03581 / 7049604

Salem – Kindertagesstätte mit

heilpädagogischem Profil 03581 / 735-441

Wohnstätte für Behinderte

Martinstift – Sohland a R 035828 / 760-30

Ambulante Angebote

Martinstift –

Diakoniestation Reichenbach 035828 / 760-271

Sozialstation Hoyerswerda 03571 / 913577

Salem – Interdisziplinäre

Frühförder- und Beratungsstelle 03581 / 735-454

Praxis für Physiotherapie 03581 / 735-450

Praxis für Ergotherapie 03581 / 735-452

Essen auf Rädern 035828 / 760-260

̶

Seniorengerechtes Wohnen

Reichenbach 035828 / 760-0

Bethanien 03581 / 3841-0

Wichernhaus 03581 / 640-0

Altenpflegeeinrichtungen

Bethanien 03581 / 3841-0

Salem Haus Gottessegen 03581 / 735-3

Luisenstift 03581 / 4288-0

Martinstift Reichenbach 035828 / 760-0

Wichernhaus 03581 / 640-0

Zentrale Verwaltung

Nieskyer Straße 12 Telefon Fax Mail info@diakonie-goerlitz.de

02894 Reichenbach 035828 / 760-0 035828 / 760-108 Internet www.diakonie-goerlitz.de

17


Seniorenratgeber Görlitz

8.3. Pflegestufen und Leistungen der

Pflegeversicherung, Fördermittel

Das am 29. Juni 2012 vom Deutschen Bundestag beschlossene Pflege-

Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) schafft für Pflegebedürftige und ihre

Angehörigen viele Verbesserungen. Diese erhielten ab dem 1. Januar

2013 mehr Leistungen in der häuslichen Versorgung. Das wird durch

höhere Versicherungsbeiträge finanziert. So erhöhte sich ab 01. Januar

2013 der Beitragssatz in der gesetzlichen Pflegeversicherung von

1,95 auf 2,05 % (Kinderlose 2,3 %) des Bruttoeinkommens.

Erstmals haben auch Menschen mit Pflegestufe 0 Anspruch auf

Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Ziel der Reform ist auch, pflegenden

Angehörigen zu helfen. Diesen soll es mit verschiedenen

Maßnahmen erleichtert werden, eine Auszeit von der Pflege zu

nehmen. Weitere Inhalte des Gesetzes sind unter anderem Verbesserungen

bei Beratung und Begutachtung, die Förderung alternativer

Wohnformen sowie die Förderung privater Vorsorge.

Förderung von Wohngruppen

Damit Pflegebedürftige möglichst lange in der gewohnten Umgebung

leben können, kann die Gründung ambulanter Wohngruppen (WG)

gefördert werden. Als Anreiz für die Gründung einer Pflege-WG ist ein

einmaliger Betrag von bis zu 2.500,– € pro Person und max. 10.000,– €

je Wohngruppe vorgesehen.

Das Geld soll z.B. in den Umbau der Wohnung fließen. Unter bestimmten

Umständen – etwa bei Einstellung einer Präsenzkraft, die koordinierte

Tätigkeiten für die WG übernimmt – sind zusätzlich 200,– €

im Monat pro WG-Mitglied vorgesehen.

Auszeit für Angehörige

Nehmen pflegende Angehörige eine Auszeit, können die Pflegepflichten

wie bisher an einen Pflegedienst oder an eine andere Person

übertragen werden (Verhinderungspflege). In diesem Fall wird das

Pflegegeld seit Oktober zur Hälfte weiterbezahlt.

Private Vorsorge

Die zusätzliche private Vorsorge soll ab 2013 gefördert werden. Versicherte

der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten eine Zulage in

Höhe von 60,– € jährlich, wenn sie eine freiwillige private Pflege-Zusatzversicherung

abschließen. Die Angebote der Versicherungen müssen

jedem zugänglich sein (keine Ablehnung wegen Alter/Krankheit)

und weitere gesetzlich vorgegebene Bedingungen erfüllen (wie

Mindestbeitrag 10,– € pro Monat). Vor einem Abschluss sollte man

sich genau informieren und etwa Vergleiche der Stiftung Warentest

zurate ziehen.

Pflegestufen 0 1 2 3 Härtefall

Pflegegeld an Versicherte

pro Monat (zur Weitergabe an

Famililenangehörige)

Pflegesachleistungen an

ambulante Pflegedienste

pro Monat

Pflegesätze für die

stationäre Pflege pro Monat

mit Demenz* mit Demenz* mit Demenz*

120 235 305 440 525 700 1918

225 450 665 1100 1250 1550 1918

– 1023 1023 1279 1279 1550 –

Monatliche Auszahlung in Euro

* gilt für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, besonders für Demenzkranke (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

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Informationsbroschüre

8.4. Weitere Tipps und Hinweise zur Pflege,

Betreuung und Versorgung

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz

auf Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und Fähigkeitsstörungen

maßgebend:

1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)

2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen

3. Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder

potenziell gefährdenden Substanzen

4. Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der

Situation

5. Im situativen Kontext inadäquates Verhalten

6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder

Bedürfnisse wahrzunehmen

7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen

oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten

Depression oder Angststörung

8. Störungen der höheren Hirnfunktion (Beeinträchtigung des

Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen

bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben

9. Störungen des Tag- /Nacht-Rhythmus

10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren

11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in

Alltagssituationen

12. Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten

13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilf- oder

Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression

Stellt der Gutachter beim Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Bereichen,

davon mindestens einmal aus den Bereichen 1 – 9; dauerhafte

und regelmäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen fest,

ist die Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser zusätzlichen

Betreuungsleistungen erfüllt. Es kommt nicht auf den individuellen

zeitliche Umfang der Hilfeleistungen an!

Stationäre Versorgung

Welche Anträge muss ich vor Heimaufnahme stellen?

Bei der Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen für vollstationäre

Pflege stellen. Bitte unbedingt vor dem Einzug in ein Pflegeheim die

schriftliche Zustimmung der Pflegekasse einholen, weil sonst nicht sichergestellt

ist, dass Ihre Pflegekasse die vollen Leistungen gewährt.

Beim Sozialamt einen Antrag auf Sozialhilfe (falls Leistungen der

Pflegekasse, Pflegewohngeld und eigenes Einkommen nicht ausreichen,

um die Kosten zu decken). Sozialhilfe wird nicht rückwirkend

gewährt. Deshalb muss auch ein solcher Antrag möglichst vor der

Heimaufnahme gestellt werden. Bei der Antragstellung sind sämtliche

Unterlagen über das Einkommen und Vermögen und möglichst

die Entscheidung der Pflegekasse vorzulegen. Sind Sie nicht sicher, ob

das eigene Einkommen ausreicht, stellen Sie vorsorglich einen Antrag

auf ergänzende Leistungen zu den Heimkosten.

Bei Antragstellung werden folgende Unterlagen

benötigt:

» aktuelle(r) Rentenbescheid(e)

» Girokontoauszüge der letzten sechs Monate (mindestens der letzten

drei Monate)

» Nachweis über Vermögen (Sparbücher, Sparbriefe, Festgelder oder

sonstige Vermögensunterlagen)

» Notwendigkeitsbescheinigung für vollstationäre Pflege; Diese Bescheinigung

muss bei der Pflegeversicherung der Krankenkasse

beantragt werden.

» Mitteilung der Pflegekassen über eine Pflegeeinstufung

» Schwerbehindertenausweis

» Versicherungsbescheinigungen (beispielsweise Lebensversicherung,

Sterbeversicherung, Hausratsversicherung)

» Nachweis über Kreditverpflichtungen

» Nachweise/Rechnungen, wenn von Sparbüchern oder Konten

größere Beträge abgehoben wurden

» Gegebenenfalls Vollmacht oder den Betreuungsausweis

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Seniorenratgeber Görlitz

Amtliche Dokumente für eine Aufnahme in einem

Altenpflegeheim

» Personalausweis

» Versicherungskarte der Krankenkasse und Befreiungskärtchen

» Kopie der Geburtsurkunde

» Kopie der Heiratsurkunde

» Kopie des Scheidungsurteils

» Kopie der Sterbeurkunde des Ehepartners

» Kopie des letzten Rentenbescheids (Alters-, Witwen-, Unfallrente)

» Kopie der Pflegestufenanerkennung durch die Pflegekasse

» Arztkurzbericht

» Medikamente und Medikamentenplan

» kurzer Lebenslauf mit Passbild (evtl. Negativ)

» Nachweis über letzte Tetanusimpfung

» Nothilfepass bzw. Blutgruppe

» evtl. Betreuernachweis (wenn vorhanden oder notwendig)

Was müssen meine Kinder bezahlen?

Töchter und Söhne (Verwandte 1. Grades) müssen ihren Eltern Unterhalt

bezahlen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Unterhaltshöhe

wird nach dem Nettoeinkommen und dem Vermögen der Kinder individuell

berechnet.

Welches Pflegeheim kann ich auswählen?

Die Wahl des Pflegeheimes ist frei. Öffentliche Leistungen (Sozialhilfe/Pflegewohngeld)

werden allerdings nur für Pflegeheime gezahlt,

die entsprechende Versorgungsverträge mit den Pflegekassen abgeschlossen

haben. Erkundigen Sie sich vor Ort in der Einrichtung danach.

Erhalte ich auch Taschengeld (Barbetrag)?

Bezieher von Sozialhilfe erhalten Taschengeld (Barbetrag) in Höhe

von mindestens 82,83 € monatlich und höchstens 124,24 € monatlich.

Selbstzahler erhalten kein Taschengeld aus der Sozialhilfe.

Wird mein Vermögen angerechnet?

Bei Sparvermögen gilt für Alleinstehende ein Freibetrag von

2.300,81 € und für Verheiratete von 2.914,36 €.

Fotolia © deanm1974

Wer ein eigenes Haus oder Grundstücke besitzt, kann das Haus

verkaufen oder einen Bankkredit aufnehmen.

Sollte dies nicht möglich sein, erteilt das Sozialamt weitere Auskünfte.

Auch für Selbstzahler kann Pflegewohngeld zur Finanzierung der Investitionskosten

sowie „normales“ Wohngeld gewährt werden.

Was muss ich im Zusammenhang mit der Heimaufnahme

sonst noch veranlassen?

» Rechtzeitige Kündigung der Wohnung, sofern eine Rückkehr in die

Wohnung nicht mehr möglich ist.

» Ummeldung beim Einwohnermeldeamt

» Nachsendeauftrag bei der Post abgeben

» ggf. Kündigung von Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen

bei der Bank

» Weitere Schritte sollten beim Verwaltungsbüro des Pflegeheimes

erfragt werden.

20


Informationsbroschüre

9. Bürgerbüros

Bürgerbüro Rathaus

Untermarkt 6–8

02826 Görlitz

Telefon: 03581/ 67-1235

Fax: 03581/ 405135

E-Mail: buergerbuero@goerlitz.de

Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch, Donnerstag

Dienstag

Freitag

Bürgerbüro Jägerkaserne

Hugo-Keller-Straße 14

02826 Görlitz

Telefon: 03581/ 67-2727

E-Mail: buergerbuero@goerlitz.de

07 Uhr – 18 Uhr

07 Uhr – 19 Uhr

07 Uhr – 14 Uhr

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag

Freitag

Stadtbibliothek Görlitz

Jochmannstr. 2 – 3

02826 Görlitz

03581 / 7672730

03581 / 7672752

stadtbibliothek@goerlitz.de

Öffnungszeiten:

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

07 Uhr – 19 Uhr

07 Uhr – 14 Uhr

14.00 – 19.00 Uhr

10.00 – 18.00 Uhr

10.00 – 18.00 Uhr

geschlossen

10.00 – 19.00 Uhr

09.00 – 12.00 Uhr

Betreuungsverein Görlitz e.V.

Lindenweg 11

02826 Görlitz

Telefon:

(03581) 87 75 58-0

Telefax:

(03581) 87 75 58-88

Fotolia © Mitarart

E-Mail: Betreuungsverein.Goerlitz@web.de

21


Seniorenratgeber Görlitz

10. Übersicht von Sozial-, Pflegeeinrichtungen und

betreuten Wohnens in Görlitz und Umgebung

Seniorenresidenzen und Betreutes Wohnen

Telefon

Seniorengerechtes Wohnen, Oberreichenbach 8a, 02894 Reichenbach (035828) 76 00

Seniorengerechtes Wohnen „Bethanien“, Bautzener Str. 38, 02826 Görlitz (03581) 38 41 20

Seniorengerechtes Wohnen im Wichernhaus, Johannes-Wüsten-Str. 23, 02826 Görlitz (03581) 64 00

Seniorenwohnanlage, Konsulstr. 26–28, 02826 Görlitz

Seniorenresidenz Görlitz, Betreutes Wohnen, Bahnhofstr. 59–61, Blockhausstr. 1–2,

(03581) 400 03 46

Goethestr. 55, Sattigstr. 2; 02826 Görlitz

Wohnanlage G22, Windmühlenweg 16–28, 02828 Görlitz (035891) 38 123

Ambulante Pflegestationen

Telefon

Arbeiter-Samariter-Bund, Grenzweg 8, 02827 Görlitz (03581) 73 51 01

Caritas-Kreisstelle, Wilhelmsplatz 2, 02827 Görlitz (03581) 42 00 20

Deutsches Rotes Kreuz, Lausitzer Str. 9, 02828 Görlitz (03581) 36 24 40

Diakonie-Sozialstation e. V., Windmühlenweg 26, 02828 Görlitz (03581) 64 92 69

Malteser Hilfsdienst, Mühlweg 3, 02826 Görlitz (03581) 48 000

Volkssolidarität, Pomologische Gartenstr. 10, 02826 Görlitz (03581) 42 58 21

Caritas-Sozialstation „St. Hedwig“ im Malteser-Krankenhaus „St. Carolus“, Carolusstr. 212, 02827 Görlitz (03581) 47 13 22

Tagespflege im Martinshof, Mühlgasse 3b, 02929 Rothenburg (035891) 779 84

Pflegedienste – privat

Telefon

BS-Hauskrankenpflege GmbH, Jakobstr. 6, 02826 Görlitz (03581) 30 49 22

Hauskrankenpflege „Flora“, Käthe-Kollwitz-Str. 22, 02827 Görlitz (03581) 75 02 53

Hauskrankenpflege & Seniorenbetreuung Stumm, Konsulstr. 60, 02826 Görlitz (03581) 31 39 02

Hauskrankenpflege Gabriele Wünsch, Mühlweg 21, 02826 Görlitz (03581) 41 45 66

Herzliches Betreuungsteam, Konsulplatz 3, 02826 Görlitz (03581) 76 46 70

Pflegedienst Cathrin Gutsche, Elisabethstr. 29, 02826 Görlitz (03581) 40 99 00

Pflegedienst Lemberg, Christoph-Lüders-Str. 6, 02826 Görlitz (03581) 44 85 65

Alten- und Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes gGmbH, Grenzweg 8, 02827 Görlitz (03581) 73 51 01

Pflegedienst Petra Hamann, James-von-Moltke-Str. 6, 02826 Görlitz (03581) 87 99 61

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Informationsbroschüre

Senioren- und Pflegeheime

Telefon

Altenpflegeheim „Am Stadtpark“, Dr.-Kahlbaum-Allee 31, 02826 Görlitz (03581) 42 180

Altenpflegeheim „Bethanien“, Stiftung Diakonie Görlitz e.V., Landskronstr. 57, 02826 Görlitz (03581) 38 410

Altenpflegeheim „Das Wichernhaus“, Stiftung Diakonie Görlitz e.V., Johannes-Wüsten-Str. 23, 02826 Görlitz (03581) 64 00

Altenpflegeheim „Hildegard Burjan“, Caritasverband der Diözese Görlitz e.V., Elsternweg 8, 02827 Görlitz (03581) 76 110

Altenpflegeheim „Luisenstift“, Biesnitzer Str. 90–93, 02826 Görlitz, Stiftung Diakonie Görlitz e.V. (03581) 42 88 500

Altenpflegeheim „Martinstift“, Nieskyer Str. 12, 02894 Reichenbach/OL, Stiftung Diakonie Görlitz e.V. (035828) 76 00

Altenpflegeheim „Salem Haus Gottessegen“, Stiftung Diakonie Görlitz e.V., Schlaurother Str. 12–14, 02827 Görlitz (03581) 73 53

ASB – Alten- und Pflegeheim, Grenzweg 8, 02827 Görlitz (03581) 73 52 00

AWO Altenpflegehaus Zentralhospital Görlitz, Krölstr. 46, 02826 Görlitz (03581) 46 41 13

DRK Altenpflegeheim „Dr. Dorothea Christiane Erxleben“

(03581) 36 25 00

Görlitz Stadt und Land e.V., Lausitzer Str. 7, 02828 Görlitz

St. Josefhaus Schwesternaltenheim, Carolusstr. 212, 02827 Görlitz (03581) 74 43 00

„Francke- und Fliedner-Haus“, Martinshof Rothenburg Diakoniewerk, Mühlgasse 10, 02929 Rothenburg/OL (035891) 380

Familienpflege (Kurzzeit- und Verhinderungspflege)

Telefon

Caritas-Sozialstation „St. Hedwig“ im Malteser-Krankenhaus "St. Carolus", Carolusstr. 212, 02827 Görlitz (03581) 47 13 22

Diakoniewerk „Martinshof Rothenburg“, Mühlgasse 10, 02929 Rothenburg/ OL (035891) 380

23


Seniorenratgeber Görlitz

Fahr- und Begleitservice

Telefon

ASB e. V., Grenzweg 8, 02827 Görlitz (03581) 73 51 28

DRK e. V., Ostring 59, 02828 Görlitz (03581) 36 24 80

Malteser Hilfsdienst gGmbH, Mühlweg 3, 02826 Görlitz (03581) 48 000

Essenausgabestellen

Telefon

DRK e.V. Bahnhofsdienst (Frühstück, Mittag, Abendbrot, ÜN), Bahnhof Südausgang/Sattigstr., 02826 Görlitz (03581) 40 69 15

DRK (Mittagstisch), Lausitzer Str. 7, 02828 Görlitz (03581) 32 564

Salem Zentralküche in den Altenpflegeheimen Gottessegen und Luisenstift, Schlaurother Str. 12–14, 02827 Görlitz (03581) 73 54 90

Stephanushaus (Mittagstisch), Emmerichstr. 79, 02826 Görlitz (03581) 40 68 42

Görlitzer Tafel e.V., Scultetusstraße 16, 02828 Görlitz (03581) 64 95 56

Essen auf Rädern

Telefon

ASB e. V., Grenzweg 8, 02827 Görlitz (03581) 73 52 41

Caritas-Sozialstation „St. Hedwig“ im Malteser-Krankenhaus „St. Carolus“ Carolusstr. 212, 02827 Görlitz (03581) 47 13 22

DRK (Mittagstisch), Lausitzer Str. 7, 02828 Görlitz (03581) 36 25 64

Stiftung Diakonie Görlitz, Nieskyer Str. 12, 02894 Reichenbach /OL (035828) 76 02 60

Malteser Hilfsdienst gGmbH, Mühlweg 3, 02826 Görlitz (03581) 48 000

Salem Zentralküche in den Altenpflegeheimen Gottessegen und Luisenstift, Schlaurother Str. 12-14, 02827 Görlitz (03581) 73 54 80

Volkssolidarität Görlitz e. V., Pomologische Gartenstr. 10, Wielandstr. 14–15; 02826 Görlitz (03581) 42 380

Martins Küche, Diakoniewerk „Martinshof Rothenburg“, Mühlgasse 10, 02929 Rothenburg/ OL (035891) 381 37

– kein Anspruch auf Vollständigkeit –

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Seniorenratgeber Görlitz

11. Wachsamkeit und Vorsicht

Gerade auf ältere Menschen haben es Gauner und Trickbetrüger häufig

abgesehen. Die Palette reicht von völlig überteuerten Notruftelefonen

über neue Sicherheitstüren bis hin zu immer neuen Variationen

des „Enkeltricks“ bis zu teuren Verträgen an der Haustür oder bei Kaffeefahrten.

Es wird sicherlich in den nächsten Jahren immer wieder

neue Variationen der Betrugsmaschen geben.

Hier einige Tipps der Polizei:

Wenn es an der Wohnungstür klingelt:

› Keine Fremden in die Wohnung lassen (Oft geben sich Betrüger als

Vertreter der Rentenversicherung oder der Stadtwerke, des Vermieters

bzw. von Krankenkassen aus). Man kann nach dem Namen und

dem vermeintlichen Auftraggeber fragen, die Tür wieder schließen

und telefonisch nachfragen. Tatsächliche Behördenvertreter oder

seriöse Sammler werden diese Rückfrage nicht fürchten, sondern

warten oder wiederkommen.

› Nicht auf Mitleidsmaschen oder vermeintliche Umfragen hereinfallen

(Als Tierschützer oder Vertreter von Behinderteneinrichtungen

tarnen sich Betrüger insbesondere um die Weihnachtszeit).

Auch hier gilt: solche Leute niemals in die Wohnung lassen und

nichts an der Wohnungstür unterschreiben! Wenn man bedrängt

wird, kann man eine Visitenkarte oder vermeintliche Unterlagen

fordern und sollte diese immer in Ruhe mit Vertrauenspersonen

durchsehen.

Wenn „Verwandte“ in Not sind:

› Die „Enkeltrickbetrüger“ wissen nicht einmal, wie die Enkel oder

Neffen heißen. Aber sie bekommen es bei einem ersten, geschickt

geführten Telefonat oft heraus und verstehen es dann, dramatische

Geschichten zu erzählen. Doch ehe man mit der „Freundin“ oder

einem „Abgesandten“ des vermeintlichen Verwandten zur Bank geht

oder zur Geldkassette greift, sollte man bei dessen Eltern rückfragen.

Und muss man wirklich innerhalb einer Stunde jemanden aus der

Patsche helfen, der seine Oma schon Jahre nicht mehr besucht hat

und ihr nicht vertraut ist?

Wenn Gewinne und Geschenke locken:

› Im Briefkasten oder auf dem Computer kommen sie immer wieder

an – die tollen Nachrichten, dass man eine Reise, ein Auto oder einen

Batzen Geld gewonnen hat. Doch Vorsicht! Im „besten“ Fall geben

arglose Verbraucher bei der Antwort nur Ihre persönlichen Daten

für kommerzielle Adresssammler preis. Im schlimmsten Fall unterschreibt

man mit seinem Namen eine kostenpflichtige Bestellung

oder gar eine Einzugsermächtigung für die ebenfalls (zur Gewinnauszahlung)

abgefragten Konten.

› Die fiesen Fallen lauern im Kleingedruckten. Auch hier gilt: Kontrolle

ist besser als Vertrauen! Laut Gesetz müssen angekündigte Gewinnversprechungen

zwar erfüllt werden, aber wenn die Firma nur eine

Postfachadresse aufweist oder im Ausland sitzt, ist das kaum ein-

26


Informationsbroschüre

klagbar. Also nehmen Sie sich vorher die Zeit und prüfen genau, wer

da Gewinne verspricht.

› Einen netten kostenlosen Ausflug per Bus oder Schiff, dazu Wasserkocher,

ungarische Salami oder ein neues Federbett als Draufgabe

– das versprechen die Anbieter von Kaffeefahrten. Und das gibt es

zuweilen auch. Bei diesen Fahrten oder (durchaus auch ins Ausland

führenden) Reisen, geht es um nichts anderes als um den Verkauf von

Waren. Dagegen spricht nichts, solange Teilnehmer nicht in einsamen

Gasthöfen zum Kauf oder zum Erwerb völlig überteuerter Dinge

genötigt werden. Wer an Kaffeefahrten oder Werbereisen teilnimmt

und die angebotenen Waren kaufen möchte, sollte prüfen, ob auf

dem Kaufvertrag die Adresse der Firma vollständig ist, eine Widerrufsbelehrung

im Vertrag enthalten ist und die Kunden ein Duplikat

des Vertrages bekommen. Nur für deutsche Firmen gilt das deutsche

Widerrufsrecht! Und nur per Einschreiben mit Rückschein kann

man den auf einer Kaffeefahrt geschlossenen Vertrag widerrufen.

Kann ich am Telefon oder an der Haustür abgeschlossene Verträge

widerrufen? Einheitlich gilt: Ja!

Grundsätzlich sind Telefonanrufe zu Werbezwecken ohne Einwilligung

des Verbrauchers nach dem „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“

(UWG), einschließlich der Unterdrückung der Rufnummer, in

Deutschland verboten. Verstöße dagegen können der Bundesnetzagentur

gemeldet werden.

Doch trotzdem sind am Telefon zustande gekommene Verträge gültig!

Es gilt jedoch eine Widerrufsfrist von zwei oder vier Wochen, ab Erhalt

der Widerrufsbelehrung. Der Widerruf kann durch das Zurückschicken

der Ware oder schriftlich geschehen. Machen Sie das per Brief, dann

befördern Sie diesen bitte per Einschreiben mit Rückschein, um sicher

zugehen, dass Ihr Wille auch ankommt.

Das gilt natürlich auch für an der Haustür abgeschlossene Verträge.

Hier gilt eine Widerrufsfrist von zwei Wochen. Achtung! Das Widerrufsrecht

gilt neuerdings auch für Zeitschriften Abonnements, Wettund

Lottoverträge!

Sollten sie also doch einmal in eine Falle getappt oder dem Charme

einer Stimme, beziehungsweise dem Anblick eines Menschen erlegen

sein, keine Panik! Beraten sie oder infor-mieren Sie sich bei einer

Verbraucherschutzzentrale in Ihrer Nähe. Lassen Sie aber auf keinen

Fall die Widerrufszeit ungenutzt verstreichen! Denn dann wird es sehr

schwierig aus diesen Verträgen herauszukommen und Sie müssen

zahlen, ob sie wollen oder nicht!

Die Polizei im Landkreis

Die Polizei im Landkreis ist für

die Aufklärung und Verfolgung

ordnungswidriger Handlungen

und straftaten verantwortlich.

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27


Seniorenratgeber Görlitz

12. Computer, Internet und Senioren – ein Tabuthema?

„Schön und gut mit dem ganzen Internet, den SMS, Mails, iPads oder

weiß der Deibel wie das alles heißt“, hört man hin und wieder einen

in die reifen Jahre gekommenen Zeitgenossen mehr oder weniger resignierend

sagen. „Computer, dass ist doch mehr was für die jungen

Leute. In meinem Alter brauche ich so was nicht, habe schließlich die

Zeitung, das Radio, den Fernseher – das reicht! Lasst mich bloß mit

solch modernem Zeug zufrieden, begreifen tu ich den ganzen Kram

doch eh nicht mehr!“

Er spricht’s, setzt sich wieder in den Sessel und „pampert“ vielleicht so

in den Tag hinein, ohne zu ahnen, was er sich mit solch einer Einstellung

eigentlich antut. Denn die Zeit ist schnelllebig, Informationen

rasen in Echtzeit um die Erde, die Menschen nehmen immer mehr

Wissen auf und, das ist gerade das Schöne, wir werden immer älter,

profitieren demzufolge länger davon.

Nicht ausschließen, sondern mitgehen, heißt ergo die Devise, fit und

up to date bleiben und das vor allem im Kopf. Was ist also naheliegender,

sich aktiv mit den Herausforderungen des Alltages auseinanderzusetzen,

mitzugehen, seinen Grips zu trainieren und sich mit

Mut und Trotz dem Unvermeidlichen zu stellen – nun erst recht! Wer

rastet, der rostet! Wer seinen kleinen grauen Zellen Dampf macht, der

wird auch länger leben. So ist das nun mal – sogar wissenschaftlich

erwiesen!

Und mal Hand aufs Herz liebe Seniorinnen und Senioren (oder sollte

man besser jung gebliebene sagen?), sind Sie nicht diejenigen, die

am meisten Lebenserfahrung haben, die über einen reichen Wissensschatz

verfügen, die wissen wie der Hase läuft? Weshalb also sein

Licht unter den Scheffel stellen? Menschen, auch das hat die Wissenschaft

bereits erkannt, sind bis ins hohe Alter hinein (es sei denn man

ist krank) lern- und zu hohen geistigen Leistungen fähig. Allerdings

nur unter einer Voraussetzung: Man muss seinen Körper, und da gehört

das Gehirn ja wohl dazu, trainieren, trainieren und nochmals

trainieren. Dabei kommt solch ein Spruch: „Ich begreif das eh nicht

mehr“ bei jüngeren Menschen gar nicht gut an. Er zementiert bei ihnen

lediglich die Auffassung von den sowieso daddeligen Alten. Und

so was geht doch an die Ehre! Oder?

Also kann es doch auch für die gesetztere Generation nur heißen:

Hinein in die schöne virtuelle Welt! Lassen Sie sich, vielleicht sogar

vom Fachmann beraten und legen sich einfach mal so ein Ding zu

… so einen „Computer“.

Sie werden bald sehen, welch interessante Sphären, welch ungeahnte

Möglichkeiten sich Ihnen mit einem Mal öffnen.

Das fängt nach den ersten „Mausklicks“ schon mit der schillerbunten

und äußerst bequemen Einkaufswelt an. Man will es kaum glauben,

wie viele große und kleine Geschäfte – die jetzt ja eigentlich Shop

genannt werden – ihre Waren über das Web (so wird gelegentlich

das Internet auch genannt) anpreisen. Da sind die Riesen, wie Klingel,

Otto, Aldi oder Lidl gleichermaßen vertreten wie eventuell ihre

Boutique um die Ecke. Aus ist´s mit den dicken fetten Katalogen, mit

dem Rumblättern, den Bestellscheinen, mit Briefmarken drauf kleben

und dem tagelangen Warten. Einfach den Artikel in Ruhe aussuchen,

per Abbuchung bezahlen und schwupps – bei den meisten Onlineshops

ist die Ware schon am nächsten Tag bei ihnen – direkt an der

Haustür. Komfortabler geht’s nicht! Das erkennen mittlerweile immer

mehr Menschen und da das Netz inzwischen schon fast flächendeckend

in ausreichender Qualität zur Verfügung steht, nutzen viele

Leute, selbst verständlich auch ältere, diese großartige Möglichkeit,

einkaufen zu gehen. Man muss schon fast Angst haben, dass unsere

Innenstädte in einigen Jahren, ohne die beliebten Einkaufsmeilen,

bald wie leergefegt wirken.

Doch keine Angst – soweit wird es sicher nicht kommen, denn das

wochenendliche Einkaufserlebnis werden wir Deutschen uns so schnell

nicht nehmen lassen. Aber das Internet ist eben eine nicht mehr

wegzudenkende Konkurrenz für die Einzelhändler geworden. Immerhin

werden hierzulande im Jahr über 15 Milliarden Euro Online

ausgegeben – Tendenz rasant steigend, was natürlich auch diversen

Logistikunternehmen, allen voran DHL, Riesenumsätze beschert.

28


Informationsbroschüre

über den Computer erledigt werden können, jede Menge Zeit, Lauferei

und (gegenwärtig ganz wichtig) so manchen Liter Benzin.

Ebenso einfach ist es, sich über das Internet Informationen jeder Art

zu beschaffen. Google weiß alles, heißt es (stimmt zwar nicht ganz,

aber fast). Man muss also schlicht nur ein Stichwort eingeben und

schon wenige Minuten später ist man schlauer. Selbst Meyers bewandertes

Lexikon erfüllt auf diese Weise mit der Zeit nur noch (s)eine

Zierfunktion im Bücherregal.

Übrigens, das sei an dieser Stelle noch mit bemerkt, auch das Fernsehen

revolutioniert sich Stück für Stück durch die gewachsenen Möglichkeiten

des Internets.

Fast alle größeren Sender haben heute auf ihrer Internetseite eine

Mediathek, in der sich jeder die bereits ausgestrahlten Sendungen

noch einmal anschauen kann – egal zu welcher Zeit.

Fotolia © Paul Michael Hughes

Es ist aber nicht nur der Shoppingbereich, der das Internet für alle

Altersgruppen so anziehend macht. Es greift im Prinzip in all unsere

Lebensbereiche ein, egal ob von der privaten oder der wirtschaftlichen

Seite aus gesehen. So hat sich zum Beispiel die gesamte Kommunikationskultur

grundlegend geändert.

Man schreibt sich vergleichsweise viel weniger Briefe als in früheren

Zeiten, sondern schickt einfach eine Mail in Echtzeit um die Erde oder

holt sich das kostenlose Kontaktsystem Skype auf seinen PC. Hier

können unbegrenzt Nachrichten geschrieben oder Videotelefonate

geführt werden. Und das Schöne bei all diesen Systemen: Bilder, Videos

bzw. andere Dokumente können auch gleich mit gesendet werden.

Selbst viele Behörden und Ämter, und das dürfte gerade für Senioren

wichtig sein, bieten inzwischen Formulare zum Herunterladen an.

Man füllt sie aus und schickt sie unkompliziert auf umgekehrtem

Wege wieder zurück. Das spart, wie bei so vielen anderen Sachen, die

Für alle diejenigen unter Ihnen, liebe Seniorinnen und Senioren, die

jetzt neugierig geworden sind, die bisher noch nichts mit Computer

und Internet am Hut hatten und sich Rat suchend fragen: „Gut und

schön, aber was brauche ich denn nun alles, um zu starten? Welches

Gerät ist das geeignete für mich? Wo muss ich mich anmelden, damit

ich überhaupt ins Internet komme?

Ihnen sei geraten, jetzt bloß nichts zu überstürzen, sich gar einen PC

über den Versandhandel zu bestellen, sondern sich erst mal gründlich

beraten zu lassen.

Wir meinen, dass Computer und Internet für ältere Menschen in der

heutigen Zeit keinesfalls Tabuthema bleiben muss, vielmehr die Betriebssysteme

der Geräte immer bedienfreundlicher aufgebaut sind,

was heißt, dass sie relativ leicht erlernbar sowie für jedermann einfach

zu handhaben sind. Am Anfang sieht eben alles viel komplizierter

aus, als es in Wirklichkeit ist und wenn man sich einmal eingefuchst

hat, will man von der neu gewonnen „Freiheit Internet“ gar nicht mehr

lassen.

In vielen Fachgeschäften können Sie sich nämlich erst mal in Ruhe

29


Seniorenratgeber Görlitz

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umschauen und abklären, welcher PC (Personal Computer) für Sie der

Richtige wäre. Soll es zum Beispiel ein stationäres oder mobiles Gerät

sein? Wollen Sie sich Spiele herunterladen oder über den Computer

fern sehen bzw. Videos in hoher Qualität anschauen u.s.w.?

Es wird den älteren Kunden geraten nicht gleich einen PC in der

oberen Preisklasse, mit allen möglichen Schnickschnack zu kaufen.

Ein ganz normaler PC, vielleicht mit einem etwas größeren Bildschirm,

erfüllt seinen Zweck meist hervorragend.

Haben Sie ihren Wunsch-PC bei Ihrem PC-Fachmann dann gefunden,

erfahren Sie noch im Laden, bei welchen Anbietern Sie zu welchem

Preis einen Internetzugang (möglicherweise sogar mit Fernsehempfang)

sowie ein Virenschutzprogramm bekommen können. Die

nötigen Formulare werden schon hier vor Ort ausgefüllt, damit Sie zu

Hause auch gleich starten können.

Selbstverständlich wird Ihr neuer PC anschließend direkt in Ihre Wohnung

geliefert und auch angeschlossen. Der Monteur weist Sie dann

auf Bitten sogar in die Bedienung des Gerätes ein, wünscht Ihnen

noch viel Spaß mit dem neuen Teil – und schon kann’s losgehen, das

Abenteuer in der unglaublichen Welt des „World Wide Web“.

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Informationsbroschüre

13. Sicher und unbeschwert

wohnen im Alter

Kommt man so langsam über die 60 und das Rentenalter rückt näher,

stellen sich viele ernsthaft die Frage: Wie kann ich in Ruhe, sicher und

unbeschwert meinen Lebensabend genießen?

Wie kann ich noch aktiv werden, wie werde ich meine Freizeit verbringen,

welche Hobbys kann ich pflegen und vor allem: Wie und wo

werde ich angemessen und gemütlich wohnen können?

Für jeden Bedarf die passende Wohnform im Alter

Wenn das Treppen steigen beschwerlicher wird und sich gesundheitliche

Einschränkungen bemerkbar machen, wird es Zeit, einige

Jahre voraus zu denken. Wie möchte man leben, wenn sich vom

Einkauf bis zur Hausarbeit immer mehr Hürden im Alltag auftun

oder nach dem Tod des Partners Einsamkeit droht? Auch wer eigentlich

nicht umziehen oder zumindest in der vertrauten Wohngegend

bleiben möchte, sollte sich rechtzeitig umschauen, welche Wohnmöglichkeiten

für Senioren im Raum Bautzen geboten werden. Gelegenheiten

dazu sind Tage der offenen Tür oder Eröffnungen von

Wohnanlagen und Heimen, aber auch individuell lässt sich eine

Besichtigung mit ausführlicher Beratung vereinbaren. So kann man

sich ein Bild machen, vergleichen und vielleicht eigene Wünsche

rechtzeitig umsetzen.

Im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben

Über Zuschüsse bei schon bestehender Pflegebedürftigkeit und Kredite

können altersgerechte Umbauten von der Badewanne mit Einstiegstür

über Treppenlifte bis zur Beseitigung von Türschwellen finanziert

werden. Allerdings erfordert die Suche nach unterschiedlichen Fördermöglichkeiten

und deren Beantragung viel Kraft und Aufwand. Gut

dran ist jeder ältere Hausbesitzer, der dabei auf die Unterstützung von

Familienangehörigen zurück greifen kann und im Idealfall danach

nicht nur von breiteren Türen und der ebenerdigen

Dusche profitiert, sondern die Alltagshilfe der Familie dazu bekommt.

Wo Alt und Jung unter einem Dach wohnen, wird es

auch nicht einsam. Mieter hingegen sollten sich nicht scheuen,

iStock © STEEX

mit ihrem Vermieter zu sprechen. Viele Wohnbaugesellschaften

oder -genossenschaften sind durchaus zu kleineren Umbauten

bereit oder haben alternativ schon altersgerechte Wohnungen

oder sogar betreute Wohnungen im Angebot. Zum

Service gehören meist auch die Unterstützung für den Umzug und

Hilfe bei Behördenanträgen.

Verfallen Sie nicht in Hektik und treffen übereilte Umzugsentscheidungen,

sondern setzen sich zunächst einmal in Ruhe hin und

prüfen an Hand einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Checkliste,

ob und wo Änderungen in der Wohnung notwendig sind und ob die

Infrastruktur der näheren Umgebung ein angenehmes Wohnen für die

nächsten Jahrzehnte möglich macht.

Alternative Wohnformen

Außerdem wird in unserem Land, angesichts einer immer älter werdenden

Gesellschaft, natürlich auch über alternative Wohnformen für

Senioren nachgedacht.

Die wohl traditionellsten Formen kann man unter dem Begriff Altenund

Seniorenheime zusammenfassen. Hierher ziehen Menschen in

31


Seniorenratgeber Görlitz

eigens eingerichtete Wohnanlagen um, in denen sie, entsprechend

ihren Bedürfnissen, entweder Hilfe im Alltag oder eine komplette

Pflege erhalten. Hier steht also das Wohnen im Vordergrund und die

Menschen bestimmen ihren Tagesablauf selbst und bekommen dabei

Unterstützung in vielen Bereichen. Zu dieser Art zu wohnen zählen

auch sogenannte Seniorenresidenzen, wo die Anforderungen an Unterbringung

und Pflege höher sind – die Kosten dementsprechend

auch.

Demgegenüber spielt in Pflegeheimen die stationäre Pflege älterer

Menschen die größere Rolle. Träger dieser Einrichtungen sind in der

Regel staatliche, kirchliche, karitative oder private Institutionen.

Außerdem kann man auch die verschiedenen Möglichkeiten des Betreuten

Wohnens in Betracht ziehen. Hier unterstützen professionelle

mobile Pflegedienste ältere Menschen im Alltagsleben. Gewählt

werden kann dem Grundsatz nach zwischen:

» dem Betreuten Wohnen in einer extra angemieteten altersgerechten

Wohnung,

» dem Betreuten Wohnen zu Hause und

» dem Betreuten Wohnen in Wohngemeinschaften.

Das Ausmaß der Betreuung ist flexibel und orientiert sich bei diesen

Wohnformen an den jeweiligen individuellen Bedürfnissen. Die Bewohner

erhalten sich so eine weitgehend selbstständige Lebensführung.

Eine besondere Form des alternativen Wohnens wird in sogenannten

Mehrgenerationenhäuser praktiziert. Die Bundesregierung misst diesen

Wohnprojekten große Bedeutung zu und fördert dieses Konzept.

Hier soll die fundamentale Regel „Jung hilft Alt und umgekehrt“ wiederbelebt

werden.

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Seniorenratgeber Görlitz

14. Steuern auf meine

Rente?

Mit dem Alterseinkünftegesetz hat die Bundesregierung den ersten

Schritt zur „Nachgelagerten Besteuerung“ vollzogen. Ab 2005 werden

Renten und ähnliche Einnahmen zu 50 Prozent und mehr der Besteuerung

unterworfen.

Müssen nun alle Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Der überwiegende Teil der Rentner ja – früher oder später. Nachdem

die Finanzämter sich einen groben Überblick über die Einkommensverhältnisse

der Rentner geschafft haben, werden sie die entsprechende

Aufforderungen versenden. Je nach Rentenhöhe und evtl.

hinzuzurechnender anderer Einkünfte, ist schnell der Grundfreibetrag

erreicht, über dem der Eingangssteuersatz wirksam wird. Da möchte

der Fiskus nicht leer ausgehen, sondern hält die Hand auf.

Woher weiß ich, was zu tun ist?

Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Bereits jetzt sollten auch

Rentner sorgfältig alle Belege aufheben, die mit ihren Einkünften

(z.B. Hinzuverdienst zur Rente, Zinsen oder Einnahmen aus Vermietung

und Verpachtung) im Zusammenhang stehen. Wenn Sie also zur

Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert werden, suchen Sie am

besten eine Beratungsstelle auf. Dort werden Ihnen hervorragend

ausgebildeten Beratungsstellenleiter und Mitarbeiter mit größtem

Sachverstand zur Seite stehen und dafür sorgen, dass Ihre Steuerlast

so gering wie möglich ausgfällt – im besten Fall 0,00€.

Berliner Lohnsteuerberatung für Arbeitnehmer e.V.

Lohnsteuerhilfeverein

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Wer kann mir helfen?

Wenn die Beratungsbefugnis* gegeben ist, sind Sie in unserem

Lohnsteuerhilfeverein genau richtig. Für einen vergleichsweise

geringen Jahresbeitrag sind Sie im Rahmen einer Mitgliedschaft

das ganze Jahr lang gut und umfassend beraten. Besuchen Sie

jetzt schon einmal ganz unverbindlich eine unserer Beratungs stellen

und lassen klarstellen, ob Sie steuerpflichtig sind und ob wir

Ihre steuerliche Betreuung übernehmen können, wenn es soweit

ist. Sollten Sie vom Finanzamt aufgefordert werden, eine Steuererklärung

zu erstellen, können Sie dann ganz beruhigt sein.

*Beratungsbefugnis ist gegeben für Arbeitnehmer/in, Angestellte/r, Rentner/

in, oder Pensionär/in, Unterhaltsempfänger/in oder Arbeitslose mit keinen anderen

als folgende Einkünften: Einkünfte aus Lohn oder Gehalt, Einkünfte aus

Renten/Pensionen, Unterhalt, Abfindungen, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe,

Krankengeld, Kurzarbeitergeld, Mutterschaftsgeld, und andere Lohnersatzleistungen

sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden u.ä.), aus

Vermietung und Verpachtung und aus privaten Veräußerungsgewinnen – wenn

diese zusammen jährlich 13.000€ (alleinstehend) bzw. 26.000€ (zusammen veranlagte

Eheleute) nicht übersteigen.

Torsten Klein

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Telefon 03581 66 17 01

Telefon 03581 66 17 02

34


Informationsbroschüre

15. Was Sie sonst noch

wissen sollten

15.1. Dokumentenmappe und Notfallkoffer

Für wichtige Unterlagen, auf die man im Notfall oder zur Regelung von

Behördenangelegenheiten sofortigen Zugriff haben muss, empfiehlt

es sich, eine Dokumentenmappe anzulegen. Die nächsten Verwandten

oder andere Vertrauenspersonen sollten den Aufbewahrungs ort

dieser Dokumentenmappe kennen.

Dokumentenmappe:

Es sollten folgende Dokumente oder Kopien bzw. der Nachweis ihrer

Aufbewahrung enthalten sein:

› Wichtige Telefonnummern und Adressen

› Persönliche Daten, Gesundheitszustand – medizinische Daten

› Liste der aktuellen Medikamenteneinnahme

› Notfall-Ausweise, Organspende-Ausweis

› Im Notfall zu benachrichtigende Personen

› Geburtsurkunde / Stammbuch / Heiratsurkunde / Scheidungsurkunde

› Testament in häuslicher Aufbewahrung oder bei notarielle Aufbewahrung

mit Name und Anschrift des Notars und Aufbewahrungsnummer

bzw. Testament in Aufbewahrung beim Nachlassgericht mit

Adresse des Nachlassgerichts und Aufbewahrungsnummer

› Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

› Versicherungsunterlagen mit Name und Anschrift der Versicherungen,

der zuständigen Vertreter, Versicherungsnummer

› Bankunterlagen / Bankvollmacht / Verträge

› Wertpapiere und Sparbücher

› Verbindlichkeiten

› Rentenbescheide und Anpassungsbescheide

› Das Grundbuch bei Haus- oder Eigentumswohnungsbesitz

› Hausverwaltung / Mietvertrag

› Zeitungen / Zeitschriften / Radio / Fernsehen / Telefon / Mobil

› Bestehende Mitgliedschaften

Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und

sollte bei entsprechendem Bedarf ergänzt werden.

Notfallkoffer

Die nachfolgenden Gegenstände / Unterlagen sollten sich für den

Notfall in der Wohnung an einem genau definierten Platz in einem

Koffer oder einer Tasche befinden:

› Liste und Dosierung der Medikamente

› Angabe über Allergien

› Kopien von Personalausweis, Organspende ausweis,

› Impfpass, Blutspendepass

› Wasch- und Rasierzeug

› Morgenrock / Bademantel

› Unterwäsche, Strümpfe, Schlafanzug

› Haus- oder Jogginganzug, Hausschuhe,

› Ersatzbrille, Ersatzwohnungsschlüssel

› Kopie der Telefonliste aus der Dokumentenmappe

› Briefpapier, Briefmarken, Briefumschlag, etwas Bargeld

› Weiter Dinge des persönlichen Bedarfs

15.2. Was ist im Todesfall eines Angehörigen

oder Bekannten zu erledigen?

Trotz der empfundenen persönlichen Trauer für den Verstorbenen

sollten Ihre Gedanken für die zu erledigenden Formalitäten

klar gefasst werden, um sie schrittweise zu erledigen.

» Beim Tod zu Hause müssen Sie einen Arzt verständigen und sich von

ihm einen Totenschein ausstellen lassen

» Benachrichtigen Sie das Bestattungsunternehmen und halten Sie

Datum und Uhrzeit der Überführung fest

» Organisieren Sie die Bestattung/Kostenplanung

» Folgende Erledigungen nimmt Ihnen der Bestatter ab:

› Terminabstimmung mit Friedhof, Redner/Pfarrer, Musiker usw.

› Zeitungsanzeige

› Meldung beim Standesamt

› Folgende Unterlagen werden dort benötigt: Totenscheine, Personalausweis,

Geburtsurkunde (bei Ledigen) / Familienstammbuch,

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Seniorenratgeber Görlitz

(Heirats- / Scheidungsurkunde), ggf. Sterbeurkunde des Ehepartners

» Benachrichtigen Sie Verwandte, Freunde, Arbeitgeber etc.

» Informieren Sie die (Lebens-) Versicherung

» Veranlassen Sie eine Testamentseröffnung beim Amtsgericht / Notar,

wenn ein Testament vorliegt

» Beantragen Sie einen Erbschein

» Fertigen Sie die Steuererklärung für den Verstorbenen an und holen

Sie sich ggf. Rat bei einem Notar.

» Information der Lebens- u./o. Unfallversicherung (mit Sterbeurkunde)

» Widerrufen von Bankvollmachten

» Kündigen von Versicherungen, die auf den Verstorbenen laufen

15.3. Das Testament

Im Falle des Todes ist

schließlich auch der persönliche

Nachlass zu klären. Was

geschieht mit dem Vermögen

oder auch mit eventuellen

Schulden? Der Erbe tritt die

Nachfolge für beide an. Die

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nachstehenden Erläuterungen

sind als allgemeine Hinweise zu verstehen. Mit dem Testament

wird sichergestellt, dass bei der Aufteilung des Nachlasses nach den

Wünschen des Verstorbenen verfahren wird.

Testamente können entweder zur Niederschrift bei einem Notar erstellt

oder eigenhändig geschrieben werden.

Gemeinsames Testament von Ehegatten

Das Gesetz ermöglicht es, Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament,

das für den Tod eines jeden Ehegatten gilt, entweder in öffentlicher

oder eigenhändiger Form zu verfassen. Es reicht aus, wenn

ein Ehegatte das Testament eigenhändig niederschreibt und beide

Eheleute mit Vor- und Zunamen unterschreiben.

15.4. Vorsorgevollmacht und Patienten-

verfügung – rechtzeitig daran denken

Irgendwann kommen vielleicht auch Sie in die Lage, Ihre Angelegenheiten

ganz oder teilweise nicht mehr selbst erledigen

zu können. Bevor eine Betreuungsperson vom Gericht bestellt

werden muss, können Sie durch eine sogenannte Vorsorgevollmacht

einen Familienangehörigen, Bekannten oder einen sozialen Dienst

Ihres Vertrauens bevollmächtigen, Ihre Angelegenheiten zu regeln.

Beachten Sie: Im Ernstfall dürfen weder Ehepartner / Lebenspartner

noch Kinder automatisch für Sie Entscheidungen treffen. Auch Sie

benötigen eine Vorsorgevollmacht.

Wegen der weitreichenden Folgen sollten Sie sich aber vorab beraten

lassen. Der Tipp der Deutschen Rentenversicherung: Das Bundesministerium

der Justiz hat unter dem Titel „Betreuungsrecht“ eine kostenlose

Broschüre zum Thema Vorsorgevollmacht herausgegeben.

Zusätzlich zur Vorsorgevollmacht können Sie eine Patientenverfügung

erstellen. Auch hierzu wird eine kostenlose Broschüre angeboten.

Beide Broschüren stehen mit allen notwendigen Vordrucken im

Internet unter www.bmj.bund.de zur Verfügung.

Soweit Druckausgaben vorhanden sind, können diese beim

Publikationsversand der Bundesregierung telefonisch unter:

01805-778090 (14 Cent/Minute / Festnetz) oder per E-Mail an:

publikationen@bundesregierung.de bestellt werden.

Görlitz

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Informationsbroschüre

Caritasverband der Diözese Görlitz e.V.

Regionalstelle göRlitz

Wilhelmplatz 2, 02826 Görlitz

Telefon: 03581 / 42 00 20

Fax: 03581 / 42 00 29

regionalstelle@caritasgoerlitz.de

www.caritasgoelitz.de

Behindertenhilfe

▶ Sozialtherapeutische Wohnstätte

Mengelsdorf und Außenwohngruppe

Reichenbach / OL

Tel.: 035825 / 76 30

Caritasheim „J.-Negwer“

Außenwohngruppe für

geistig Behinderte

Tel.: 03581 / 66 13 940

▶ Ambulant betreutes Wohnen

Tel.: 03581 / 66 10 60

Tel.: 03576 / 40 09 20

Beratungsdienste

Dienststelle Görlitz

▶ Allg. soziale Beratung

▶ Ehe-, Familien- und

Lebensberatung

▶ Familienferienförderung

▶ Migrationsberatung

▶ Schuldnerberatung

▶ Insolvenzberatung

▶ Schwangerschaftsberatung

▶ Mutter-Kind-Kuren

Gefährdetenhilfe

▶ Tagestreff und

„Weißwasseraner Tafel“

Tel.: 03576 / 40 09 20

Altenhilfe

▶ Sozialstation „St. Hedwig“

Tel.: 03581 / 47 13 22

▶ Wohngemeinschaft und Tagesbetreuung

für Mernschen mit

dementieller Erkrankung

Tel.: 03581 / 76 11 555

▶ Altenpflegeheim „Hildegard Burjan“

Tel.: 03581 / 76 11 0

Jugend- und Familienhilfe

▶ Fortbildung und

Lernen in Projekten

Tel.: 03581 / 40 10 36

▶ Familientreff „Cari-fe“

Tel.: 03581 / 66 10 13

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