Pfarrbrief Weihnachten 2013 - St Mariä Himmelfahrt

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Pfarrbrief Weihnachten 2013 - St Mariä Himmelfahrt

8. Jahrgang · Ausgabe Dezember 2013

WeihnachtsPfarrbrief

Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt

St. Josef Graes • St. Josef Ahaus • St. Marien Ahaus

Kinderbetreuung

Qualifizierte U3 S.8

20 Jahre Once again

Jubiläum S.14

Krippe aus der Krankenhauskapelle

31 neue Messdiener

Messdienergebet S.18

Foto: Janny Heisterborg

Frohe Weihnachten


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 3

Editorial

Liebe Leserin ,

lieber Leser,

sind Sie gespannt, was Sie auf

den folgenden Seiten finden

werden und ob sich etwas findet,

das Sie anspricht – oder gar

überrascht? Allemal scheinen

Sie interessiert zu sein, was der

Pfarrbrief zu bieten hat – oder,

im Gegenteil, gerade gelangweilt

und „alternativlos“. Ich

hoffe aber auf ersteres…

Spannung und Anspannung

haben mit Erwartung zu tun.

Und Erwartung passt natürlich

wunderbar in die Adventszeit

hinein, denn wir erwarten das

Fest der Geburt Christi: Weihnachten.

Aber die vergangenen Jahre

haben gelehrt, dass Erwartung

für die Kirche

auch in anderer

Hinsicht wichtig ist: Viele

Menschen haben nämlich aufgehört,

von der Kirche noch

etwas zu erwarten, geschweige

denn eine Wende zum „Besseren“

oder „Guten“ hin (wobei

das wiederum Begriffe sind, die

sehr unterschiedlich mit Haltungen,

Richtungen und Ideologien

gefüllt werden können).

Auf Papst Franziskus, der im

Frühjahr dieses Jahres gewählt

wurde, projizieren sich viele

Erwartungen: Es scheint plötzlich

wieder möglich – und wird

durch seine Person und Ausstrahlung

erfahrbar –, dass in

der Kirche etwas in Bewegung

gerät: Wandel… Veränderungen…

scheinen (ist) möglich!

Vielleicht werden wir aber

gerade in seiner Person erfahren,

dass Kirche eine weltweite

Kirche ist, mit vielen

unterschiedlichen Fragen und

Problemen… und Papst Franziskus

aus seinen Erfahrungen

heraus Prioritäten setzen

wird, die zunächst einmal

manche Fragen der deutschen

Kirche ins Hintertreffen

geraten lassen.

Doch verknüpfen sich Erwartungen

insbesondere mit der

Barmherzigkeit, die Papst Franziskus

immer wieder in den

Mittelpunkt seiner Verkündigung

rückt: Sie sei der Kern der

christlichen Botschaft und Ausdruck

der Zärtlichkeit Gottes.

Was wird das bedeuten für die

Menschen und Gruppen, die

sich bislang ausgeschlossen

erleben von der Kirche… von

einer Gemeinde… oder abgeurteilt

von einzelnen Christen?

Ob wir uns wohl noch wundern

werden, wohin das führen wird:

die Bewegung, die plötzlich

möglich scheint… die Barmherzig,

wieder verstärkt und

nachhaltig in den Mittelpunkt

kirchlichen Lehrens und Handelns

gestellt… eine neugierige,

vielleicht auch faszinierte

Erwartung, die erwacht…?

Aber ja, ich glaube daran, dass

wir uns noch werden wundern

können über unsere Kirche…

die alte junge Kirche!

Und so wünsche ich Ihnen eine frohe Erwartung auf

das Weihnachtsfest hin – und noch darüber hinaus!

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

EInladung zu den Gottesdiensten

Weihnachtsgottesdienste

Herzlich willkommen.

Eucharistie, Wortgottes-Feiern, Krippenspiele, Familienmessen und vieles mehr. Das

Angebot an Weihnachtsgottesdiensten ist vielfältig. Hier alle Zeiten im Überblick:

Familienmessen im Advent

Um als Familie den Advent mitzufeiern bieten sich die Familienmessen in

unserer Gemeinde an. Sie finden statt am 3. Advent (15.12) um 09:30 Uhr in

der Josefkirche in Ahaus und am 4. Adventssonntag (22.12.) um 11:00 Uhr in

St. Marien.

Heiligabend

14:30 Uhr Krippenspiel in St. Marien mitgestaltet vom

Kinderchor St. Mariä Himmelfahrt

14:30 Uhr Krippenspiel in St. Josef, Graes

mitgestaltet vom Graeser Kinderchor

16:00 Uhr Krippenspiel in St. Josef, Ahaus

16:00 Uhr Familienmesse in St. Marien

16:00 Uhr Festmesse in St. Josef Graes mitgestaltet vom Kirchenchor Graes

und den Graeser Dorfmusikanten

16:00 Uhr Heilige Messe im Heinrich-Albertz-Haus

16:00 Uhr Weihnachtliche Wortgottesfeier im Krankenhaus

18:00 Uhr Festmesse in St. Marien

mitgestaltet vom Weihnachtsorchester

18:00 Uhr Heilige Messe auf dem Bauernhof bei Familie Mönkediek, Fleehook

22:00 Uhr Christmette in St. Josef

22:30 Uhr Christmette in St. Marien mitgestaltet vom Chor Once again

Erster Weihnachtstag

08:00 Uhr Heilige Messe in St. Marien

09:00 Uhr Heilige Messe im Krankenhaus

09:30 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Ahaus

10:30 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Graes

11:00 Uhr Heilige Messe in St. Marien mitgestaltet von der Chorgemeinschaft

18:00 Uhr Heilige Messe in St. Marien

Zweiter Weihnachtstag (Fest des Hl. Stephanus)

09:30 Uhr Familienmesse in St. Josef, Ahaus

10:30 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Graes

mitgestaltet vom Kirchenchor Graes

10:30 Uhr Heilige Messe im Holthues Hoff

11:00 Uhr Heilige Messe in St. Marien

Dienstag, 31. Dezember – Silvester

17.00 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Ahaus

17.00 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Graes

18.30 Uhr Heilige Messe in St. Marien

Mittwoch, 1. Januar – Neujahr

09.00 Uhr Heilige Messe im Krankenhaus

09.30 Uhr Heilige Messe in St. Josef, Ahaus

11.00 Uhr Heilige Messe in St. Marien

18.00 Uhr Heilige Messe in St. Marien

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Editorial ........................................2

Weihnachtsgottesdienste .......................3

Inhaltsverzeichnis ..............................3

Gewachsen, nicht vom Himmel gefallen ...........4

Die Leitbilder von Heinrich Plaßmann .............4

Denn ich verkünde euch eine große Freude .....5

Anneliese Vortkamp und ihre

Pfarrgemeinderatsarbeit ........................6

Ein neuer Pfarreirat .................................7

Haushalt und Finanzen

unserer Pfarrgemeinde ......................... 8 / 9

Betreuung in unseren fünf Kindergärten ..... 8 / 9

Das schönste Geschenk ........................10

Der Wunschkalender ...........................11

Diakon mit Herz und Zivilberuf ................12

Schwester Bernhildis geht .....................12

Ahauser an den heiligen Stätten ...............13

20 Jahre Once Again .........................14

Kirchenmusik in St. Mariä Himmelfahrt ........15

Taizé in Ahaus ..................................16

Aktiv für Menschen mit Behinderung ..........16

Senioren erinnern sich .........................17

Neues Gotteslob ...............................18

Messdienergebet ..............................18

Weihnachtspakete .............................19

Kaffee im Turm .................................19

Gemeinsam statt einsam .......................19

Zehn Jahre Internetseelsorge –

www.kirchensite.de ............................20

„Räuber“ überfallen Ahauser Reisebus .........21

Interview mit Pfarrer Olaf Goos ................21

Weihnachtsgrüße von

Father Uche aus Nigeria ........................22

Impressum .....................................23

Familienpädagogische Ski-Woche ..............23

Katholisches Bildungswerk .....................23

Veranstaltungen 2014 ..........................24


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 5

Projekt leitbild

Gewachsen, nicht vom Himmel gefallen

Es war das große Projekt, das der Pfarrgemeinderat in seinem

letzten Jahr in Angriff genommen hat: Die Erstellung

des Leitbilds!

Die Leitbilder

Im Januar, beim Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde

in Graes, fiel der Startschuss: Das Projekt Leitbild wurde

vorgestellt und erläutert. Zwischenzeitlich hatte sich

eine Arbeitsgruppe gebildet, die von zwei Referenten

aus Münster – Christa Bischoff und Martin Wichert – begleitet

wurde. Das Leitbild ist weder vom Himmel gefallen

noch am grünen Tisch entstanden: Beobachtungen

und Wahrnehmungen aus dem Gemeindeleben flossen

ein, die Gruppen, Vereine und Verbände wurden befragt

und im Josef-Cardijn-Haus ein Visionstag veranstaltet,

der offen für alle Interessierten war. Die Ergebnisse

dieser „Sammelphase“ wurden dann verschriftlicht und

sortiert. Daraus erwuchs schließlich durch mehrere Veränderungen

hindurch die Textfassung, die der Pfarrgemeinderat

auf seiner letzten Sitzung am 14. Oktober

2013 als Leitbild beschlossen hat.

Papier ist geduldig. Ist das Leitbild

für die Schublade gemacht?

Wir finden uns darin wieder: Wer wir sind –

und mehr noch, wer wir sein möchten.

Unser Leitbild – Katholische Kirchengemeinde

St. Mariä Himmelfahrt Ahaus

Denn ich verkünde euch

eine große Freude (Lk 2,10)

>> Jesus Christus ist unsere Freude. Sein Leben und seine Frohe

Botschaft begeistern und motivieren uns. Er ist ein wunderbarer

Schatz, den wir durch die Taufe in uns tragen. Diesen Schatz möchten

wir mit anderen Menschen teilen.

>> Wir sind offen für Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und Lebenssituation,

für Frauen und Männer in gleicher Weise. Wir nehmen

wahr, was sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation von uns erwarten

und benötigen.

>> Den Kontakt zu ihnen suchen wir sowohl im persönlichen Gespräch

als auch mit den Kommunikationsmitteln unserer Zeit. Wir

sind aufmerksam für ihre Begabungen und Talente und machen

Mut, sie einzubringen.

>> Die Weitergabe des Glaubens liegt uns am Herzen. Dafür möchten

wir Menschen begeistern und befähigen.

>> Quelle und Mittelpunkt unseres Glaubens ist die Liturgie, die Feier

des Glaubens. Die lebendige Gestaltung der Gottesdienste und die

aktive Beteiligung der Gemeinde sind uns ein Anliegen.

>> Die Musik ist ein wertvoller Bestandteil unseres Gemeindelebens.

Daran müssen wir uns messen lassen.

Daran werden uns andere messen.

>> Unsere Kirchengemeinde steht zu ihren vielfältigen Aufgaben und

Verantwortungen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie in Erziehung,

Bildung, Politik und Gesellschaft.

Es ist uns nun an die Hand gegeben.

Es soll zum roten Faden werden.

>> Die gelebte und gefeierte Ökumene mit unseren evangelischen

Schwestern und Brüdern ist für uns selbstverständlich.

>> Gemeinsam setzen wir uns insbesondere für die Bewahrung der

Schöpfung ein.

Papier ist geduldig. Und die Menschen, die auf uns

schauen als die Gemeinde – Kirche – vor Ort?

>> Auch Menschen anderer Religionen haben in Ahaus Heimat gefunden.

Auf Grundlage des Glaubens an den Einen Gott suchen wir

mit ihnen das Gespräch.

Ihr

Heinrich Plaßmann

Eine Grundlage unseres künftigen Handelns,

Maßgeblich für die Menschen und Gruppierungen

in unserer Gemeinde.

>> Es ist leichter, mehr und Neues zu wollen als Altes zu lassen: Wir

gehen verantwortungsvoll mit den Ressourcen von Ehren- und

Hauptamtlichen um.

>> Wir wissen um unsere Möglichkeiten und Grenzen und vertrauen

auf Gottes Geist.


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 7

Rückblick

Anneliese Vortkamp und ihre

Pfarrgemeinde ratsarbeit

Ein neuer Pfarreirat

867 Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Es gibt einen neuen

Pfarreirat. 19 Kandidaten und Kandidatinnen standen zur Wahl,

zwölf Personen konnten gewählt werden. Allen Kandidat/innen,

dem Wahlausschuss und den Wahlhelfer/innen herzlichen Dank!

Mit meinem Ausscheiden aus dem

Pfarrgemeinderat ziehe ich gerne ein

Resümee über die Arbeit im PGR.

Seit 13 Jahren arbeite im Pfarrgemeinderat

mit: zunächst 5 Jahre in

der damals noch selbstständigen

Pfarrei St. Josef Graes, dann 2 Perioden

in der fusionierten Gemeinde

St. Mariä Himmelfahrt. Ich habe diese

Arbeit immer sehr gerne gemacht.

Nie vorher habe ich so viel über

die Aktivitäten der Pfarrgemeinde

mitbekommen. Ich habe in diesen

Jahren viele sehr nette Menschen

kennen und schätzen gelernt, habe

erleben dürfen, wie aus den vielen

Befürchtungen, Sorgen und Ängsten

vor der Fusion eine große Bereicherung

entstand.

In einem Artikel „Wie ich die Fusion

erlebe“, der im Weihnachtspfarrbrief

2006 veröffentlicht wurde, habe ich

bereits über die Vor- und Nachteile

der Fusion gesprochen. Die Befürchtungen

von damals sind – meiner

Meinung nach – nicht eingetreten.

Wir Graeser sind als kleinster Teil der

Gemeinde mitten dazwischen in der

Gesamtgemeinde, wir haben viel

dazu gewonnen und können viel zur

Gemeinde beitragen; die Aktivitäten

„vor Ort“ im Pfarrbezirk sind eher

intensiver geworden. Das gleiche

können sicher auch die beiden anderen

Pfarrbezirke St. Josef Ahaus und

St. Marien Ahaus bestätigen. Mein

Motto: POSITIV denken und handeln.

Natürlich wird es schwieriger, für das

ehrenamtliche Engagement Menschen

zu gewinnen, doch durch

persönliches Ansprechen gelingt es

immer wieder, viele Gemeindemitglieder

für eine Sache zu begeistern.

Dies hat nicht zuletzt der DANKE-

Abend für die Ehrenamtlichen gezeigt.

Wie viele Menschen sind dort

zusammengekommen und haben

sich miteinander gefreut über das

gelungene Fest. Dieses Fest zu organisieren,

war sicher eines der großen

Highlights der letzten PGR-Periode.

Weitere Highlights waren die Marktpräsenz,

die jetzt bereits 4 Jahre

besteht und auf jeden Fall weitergeführt

werden sollte und die Erstellung

des Leitbildes, das der scheidende

PGR dem neuen Pfarreirat mit

auf den Weg gibt, um es mit „Leben“

zu füllen.

Faires Miteinander

Die neue Gottesdienstordnung, die

sicher nicht spurlos an manches

PGR-Mitglied vorbeigegangen ist,

hat uns viel Geduld und Kompromissbereitschaft

abverlangt. Ich

kann aber im Rückblick sagen, wir

haben sehr fair miteinander gerungen

und sind zu einer Kompromiss-Regelung

gekommen, die

keinen Pfarrbezirk benachteiligte.

Diesen Wunsch habe ich übrigens

2006 geäußert: Ich zitiere: „Wenn

bei (fast) allen Gemeindemitgliedern

Interesse und Engagement,

aber mindestens Verständnis

und Geduld, besser noch Mitarbeit

und Impulsgeber vorhanden

sind, (anstatt Nörgler ohne eigene

Ideen) dann wird Fusion gelingen.“

In der neuen Pfarrgemeinde St. Mariä

Himmelfahrt habe ich erlebt, wie

gegenseitiges Aufeinander-achten,

gemeinsame Planungen, Verständnis

für die anderen und ein fester Wille

zu harmonischer und guter Arbeit

von allen gewollt war und mitgetragen

wurde.

Aus meiner Sicht waren die beiden

Perioden im (fusionierten) Pfarrgemeinderat

auch deshalb erfolgreich,

weil wir uns auf den Klausurtagungen

zu Beginn jeder Periode

genug Zeit gegeben haben, die Ziele

für die nächsten Jahre zu finden und

sehr strukturiert die Planungen dazu

angegangen sind. Trotz dieser für

mich positiven Erfahrungen habe ich

mich für den neuen Pfarreirat nicht

wieder als Kandidatin aufstellen lassen,

weil ich mich zurzeit beruflich

neuen Herausforderungen gestellt

habe, die mir nicht die nötige Zeit

für das Ehrenamt lassen. Vielleicht

ergeben sich in einigen Jahren andere

Perspektiven – dann bin ich sicher

wieder dabei!

Zum Schluss möchte ich mich an dieser

Stelle ganz herzlich bedanken bei

den Mitstreitern im Pfarrgemeinderat,

Pfarrbezirksrat, Kirchenvorstand

und den Ausschüssen, ob ehrenamtlich

oder hauptamtlich. Ich habe

eine sehr bereichernde Zeit erlebt!

Dem neuen Pfarreirat wünsche ich

alles Gute für die zukünftige Arbeit.

Norbert Nienhaus

Bautechniker

50 Jahre

Elisabeth Woltering

Hausfrau

67 Jahre

Werner Große Lembeck

Krankenpfleger

56 Jahre

Lydia Hintemann

Steuerfachangestellte

34 Jahre

Roswitha ter Steege

Altenpflegerin

59 Jahre

Christian Kappenstiel

Lehramtsanwärter

25 Jahre

Benedikt Schmeing

Tischler

47 Jahre

Paul Heying

Krankenpfleger

48 Jahre

Sabine Uppenkamp

freiberufl. Hebamme

48 Jahre

Deine Meinung

ist uns wichtig!

Jeder kann in vielfältiger

Weise seine Meinung zu allen beliebigen Themen des

Gemeindelebens äußern. Eine Möglichkeit bietet der Briefkasten in der Turmkapelle, in dem

Wünsche, Kritik, Anregungen etc. gegeben werden könne. Er wird einmal wöchentlich entleert

und die eingegangene Post wird im Pfarreirat vorgelesen und falls nötig diskutiert.

Heike Heynk

Altenpflegerin

34 Jahre

Heike Mönkediek

Polizeibeamte

43 Jahre

Hermann Lenting

Landwirt

46 Jahre


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 9

HaushaltsPläne 2013

Haushalt und Finanzen

unserer Pfarrgemeinde

In allen Medien wurde in jüngster Zeit kritisch zu den Finanzen

der Kirchen Stellung genommen. Nachdem ich in den

letzten Jahren in den Pfarrbriefen über die besonderen Investitionen

unserer Pfarrei berichtet habe, sollen im Nachstehenden

die Haushaltssituation der Pfarrei, grundsätzliches

zum Haushalt und die dafür geltenden Regelungen dargestellt

werden.

Schlüsselzuweisungen

Die Kirchengemeinde verfügt über keine eigenen Steuereinnahmen,

sondern ist in das Schlüsselzuweisungssystem

des Bistums eingebunden. Dieses Schlüsselzuweisungssystem

berücksichtigt die Größenordnung der

Pfarrgemeinden, vorhandene Gebäude, sowie Miet- und

Pachteinnahmen nach bestimmten Regeln. Weiter Einnahmen

sind: Zuschüsse Kollektenerträge, Spenden, Opferkerzenerlöse,

Zinsen und Kostenerstattungen. Für die

fünf von der Pfarrgemeinde getragenen Kindergärten

(heute: Kindertagesstätten bzw. Familienzentren) gilt ein

eigenes Finanzierungssystem.

Der Haushaltsplan

Es ist Aufgabe des Kirchenvorstandes, über die Haushaltspläne

zu entscheiden. Dabei ist darauf zu achten,

dass es sich um einen ausgeglichenen Haushalt handelt.

Bei seinen Entscheidungen hat der Kirchenvorstand immer

zu bedenken, welche Auswirkungen sich daraus für

die Gemeindeseelsorge in den drei Pfarrbezirken ergeben

können. Nach dem Beschluss über den Haushaltsplan

wird der Plan im Pfarrbüro für 14 Tage öffentlich

ausgelegt. Hier besteht also für die Pfarrangehörigen die

Möglichkeit, sich über den Haushalt der Kirchengemeinde

einen Überblick zu verschaffen.

Haushalt 2012

Am Beispiel des letzten Haushaltsrechnung sollen nun

einige konkrete Zahlen unsere Haushaltslage verdeutlichen:

Der Haushalt des Jahres 2012 konnte nur durch einen

Griff in die Bauerhaltungsrücklage ausgeglichen werden.

Ein großer Kostenblock des Haushaltes 2012 ergibt

sich mit rund 564.000 € aus den Aufwendungen, die

sich durch die drei Kirchengebäude, drei Pfarr- bzw. Jugendheime,

das Bücherei- und Kaplaneigebäude und für

fünf Kindergärten ergeben. Davon entfallen allerdings

242.000 € auf den Ahauser Josefskindergarten, bei dem

sich ein erheblicher Nachholbedarf ergeben hatte, dessen

Beseitigung im Zusammenhang mit der Erweiterung

für die Versorgung der unter 3-jährigen Kinder Kosten in

Höhe von 227.000 € verursachte.

Allein die Energiekosten für die Gebäude der Pfarrei betragen

121.500 €. Daher wurden in den letzten Jahren in

den Kirchen der drei Pfarrbezirke die Heizungsanlagen

erneuert.

Kindergärten

Wie bereits eingangs erwähnt, gilt für den Bereich der

Kindertagesstätten/-Familienzentren ein eigenes Finanzierungssystem.

Daher wird dafür ein Sonderhaushalt

geführt. Die Entwicklung dieser Einrichtungen bildet

einen Schwerpunkt in der Kirchenvorstandsarbeit. In ihnen

findet ein wichtiger Teil der Seelsorge statt, die den

Generationen der Zukunft gilt. Ein vom Kirchenvorstand

gebildeter Personalausschuss widmet sich besonders

dieser Aufgabe.

Der Gesamtaufwand für diese Einrichtungen der Kirchengemeinde

lag im Jahr 2012 bei 2,964 Millionen €.

Die Schlüsselzuweisungen des Bistums für diesen Bereich

betrugen gut 210.000 €. Das Jugendamt der Stadt

leistete knapp 2,13 Millionen €, der Landschaftsverband

knapp 95.000 €. Außerdem übernahm die Stadt rund

97.000 €. Zu den Kosten der Übermittagverpflegung trugen

die Eltern knapp 15.000 € bei. Die Gesamtaufwendungen

für die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen

zugunsten der Kinder unter drei Jahren (U3-Erweiterung)

betrugen bisher 1.633.071 €. Davon wurden 771.677 €

den für die Kindergärten angesammelten Rücklagen

entnommen. Das Bistum und die Stadt beteiligten sich

mit je 101.897 €. Die übrigen Mittel steuerten der Landschaftsverband

und der Bund mit 657.598 € bei. Damit

beträgt der Eigenanteil gut 53 %.

Soziale Zwecke

Einer besonderen Erwähnung bedürfen die Kassen, die

für besondere soziale Zwecke geführt werden. Sie werden

in der Regel ehrenamtlich geführt. Dabei handelt

es sich um die Mittel für Familie in Not, für die Partnergemeinden

Nova Iguacu und Rosario in Brasilien, sowie

für Nigeria, Mittel die durch das Sozialbüro der Pfarrei

für Menschen in Notlagen zur Verfügung gestellt werden

und die Mittel, die für die Ferienspiele der Mariengemeinde

eingesetzt werden. Dadurch wird sichergestellt,

dass diese Mittel vollständig für den vorgesehen

Zweck verwandt werden und nicht in den Haushalt

einfließen. Dass es auch in Ahaus zahlreiche Menschen

in Notlagen gibt, zeigt allein die Tatsache, dass in mehr

als 100 Fällen durch Gutscheine und Barmittel geholfen

werden konnte.

Die Gesamtverantwortung für alle Finanzmittel liegt

beim Kirchenvorstand, der einen Rechnungsprüfungsausschuss

beauftragt hat, die korrekte Verwendung

zu prüfen. Diese Kontrolle findet bei Investitionsmaßnahmen

ständig statt. Für den Verwaltungshaushalt wird

dieser Ausschuss tätig, wenn die Jahresrechnung erstellt

ist. Darüber hinaus wird die rechtmäßige Verwendung

der Mittel durch Prüfer des Bistums überwacht.

Die dargestellte Haushaltssituation dürfte deutlich

machen, dass die Pfarrgemeinde und damit der Kirchenvorstand

allen Grund hat, sorgfältig mit den Haushaltsmitteln

umzugehen und dass keine riskanten Entscheidungen

getroffen werden sollten.

Rudolf Elsebusch

Haushaltsbeauftragter

Freunde St. Josef Graes

Schlafpodest

St.Nikolaus

Krabbelburg St. Hildegard

Qualifizierte U3

Betreuung in unseren

fünf Kindergärten

Freunde St. Hildegard

Nach Abschluss der Bauphasen der Kindertageseinrichtungen

St. Nikolaus und

Marien, können wir nunmehr in all unseren

fünf kath. Einrichtungen ein qualifiziertes

und flexibles Betreuungsangebot

in entsprechend ausgestatteten Räumen

auch für die unter-Dreijährigen anbieten.

Ruheräume, Wickel-und Pflegemöglichkeiten,

kindgerechte Sanitärräume und

entsprechend große Speiseräume komplettieren

das Raumangebot. Seit August

2013 besteht ein Rechtsanspruch auf

Tagesbetreuung auch für Kinder unter

3-Jahren. Eltern können zwischen einer

Betreuung von 25, 35 oder 45 Stunden

wählen. Die steigenden Anmeldezahlen

in unseren fünf Einrichtungen im U3 Bereich,

als auch im Bereich der 45-Stunden

Betreuung, bestätigen diesen Bedarf.

In gemeinsamer Verantwortung mit dem

Jugendamt der Stadt Ahaus, werden jährlich

die Betreuungsbedarfe und Platzkapazitäten

für über- und unter-Dreijährige

Kinder im Rahmen der Jugendhilfeplanung

verhandelt und aufeinander abgestimmt

, um für die Familien möglichst

wohnortnah ein bedarfsorientiertes Angebot

vorhalten zu können.

Dass es unseren „Kleinen“ in den Einrichtungen

an nichts fehlt, zeigen die Bilder.

Jutta Brüggemann

Große und Kleine

St. Josef Graes

Schlafplatz St. Nikolaus


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 11

Das schönste

Geschenk

Laura, Lukas und ihre Freunde sprechen

im Religionsunterricht über

Weihnachtsgeschenke. „Ich habe

noch kein einziges!”, ruft Anna.

„Wenn du weißt, was du kaufen

kannst, ist das doch super. Ich habe

keine Idee, was ich Mama oder Papa

schenken könnte”, beklagt sich Felix.

Prompt zeigen weitere vier Kinder

auf. „Fällt Ihnen nichts ein?”, fragt Jonas

die Religionslehrerin.

Frau Schneider lacht: „Auf Anhieb

bestimmt nicht! Aber ich erzähle

euch eine Geschichte. Wer aufmerksam

zuhört, dem geht vielleicht ein

Licht auf.” Und sie beginnt zu erzählen:

„Vor einer Woche hatte Stefan Geburtstag.

Auf dem Frühstückstisch

lag ein großes Paket mit einem

echten Lederfußball. Den hatte der

Junge sich schon lange gewünscht.

Doch richtig freuen konnte er sich

darüber nicht. Denn der Papa war

schon fort.

Am Abend konnte Stefan es kaum

erwarten, bis der Papa heim kam.

“Papa, Papa, danke für den tollen

Fußball! Sollen wir zusammen zum

Bolzplatz gehen und ihn einweihen?

Ich habe extra auf

dich gewartet!”, bettelte

Stefan. „Am Wochenende,

ganz bestimmt! Ich

muss leider wieder fort“,

sagte der Vater. Doch

am Wochenende klappte

es mit dem Fußballspielen

auch nicht.

Heute kommt Stefans Papa wieder

sehr spät aus seiner Firma heim.

Da sieht er vor der Kinderzimmertür

den Fußball und einen Zettel.

„Wunschzettel”, liest der Vater und

lächelt. Doch dann wird sein Gesichtsausdruck

immer trauriger.

Der Vater denkt lange nach. Dann

beschließt er, nicht bis Weihnachten

zu warten und sich jetzt schon

Zeit für seinen Jungen zu nehmen.

Bestimmt könnt ihr euch vorstellen,

wie sich Stefan freute, als sein Papa

am nächsten Tag mit ihm zum Bolzplatz

ging.

Die Kinder in der Klasse überlegen.

Dann meint Laura: „Zeit ist eigentlich

das schönste Geschenk.” “Da hast du

recht”, antwortet Frau Schneider. Lukas

lächelt verschmitzt und meint:

“Dann habe ich ja wohl das richtige

Was sagt der Hase

zum Schneemann?

„Möhre her oder

ich fön dich!“

Liebes Christkind,

hier ist der Fußball, den mein Papa mir

zum Geburtstag geschenkt hat. Nimm ihn

und schenke ihn einem Kind, dessen Papa

mit ihm zum Bolzplatz geht. Denn ohne

meinen Papa macht mir Fußballspielen keinen

Spaß. Bitte, liebes Christkind, schenke

meinem Papa einen Sack voll Zeit. Dann geht

er mit mir zum Bolzplatz. Und dann spielen

wir mit meinem alten Ball. Denn Zeit

ist besser als alle Fußbälle der Welt.

Dein Stefan .

Geschenk für meine Eltern ausgesucht.”

Die anderen Kinder werden

neugierig. Sie möchten wissen, was

Lukas seinen Eltern schenkt.

„Viel Zeit”, sagt Lukas. “Du spinnst

ja!”, meint Felix. „Sagst du etwa deinen

Eltern am Heiligen Abend, dass

sie diesmal nichts bekommen, sondern

dass du ihnen Zeit schenkst?”

Lukas lacht: „Nein, ich bastle etwas.”

„Was denn?”, möchte Anna wissen.

„Ich schenke meinen Eltern einen

Wunschkalender”, antwortet Lukas.

„Das hört sich schön an. Ich möchte

auch einen Wunschkalender für

meine Eltern basteln”, meint Laura.

Frau Schneider lächelt Lukas aufmunternd

zu. „Erzählst du uns, wie

ein solcher Wunschkalender gebastelt

wird?”, fragt sie. Lukas lässt sich

nicht lange bitten und erklärt.

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Der Wunschkalender

Zwölf Briefumschläge, zwölf Bögen Briefpapier, weißes Tonpapier,

einen Kalender vom neuen Jahr mit Monatsblättern, Schere,

Klebstoff und Malstifte.

Fix!

erraten

Elfenschweinchen Schnuffeline hat

heute Geburtstag und Elfenmaus

Fipsi ist zum Feiern eingeladen.

So wird der

Kalender

gemacht:

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© Elfenschwein Kinderbilder

www.elfenschwein-kinderraetsel.de

Alle acht Schneemänner sehen sich ähnlich.

Welche beiden sind vollkommen gleich?

Beklebe die Bilder des Kalenders mit weißem

Tonpapier. Den unteren Teil mit der

Monatseinteilung lässt du frei.

Klebe auf jede der zwölf Seiten einen

Briefumschlag so auf, dass die Öffnung

nach oben zeigt.

Um den Briefumschlag herum malst du

Dinge, die jeweils zum Monat passen: im

Januar Glücksschweinchen, Schornsteinfeger

und Kleeblätter, im Februar Luftschlangen

und Clowns ...

Nun schreibst du auf jeden Bogen Briefpapier

ein paar nette Zeilen für deine

Mutter und deinen Vater: was du an ihnen

magst, was du ihnen schon immer

einmal sagen wolltest. Vielleicht schreibst

du auch ein Gedicht oder eine kleine lustige

Geschichte.

Und nun kommt die Hauptsache: Du

musst dir etwas ausdenken, womit

du deinen Eltern eine Freude machen

kannst. Hier ein paar Beispiele: „An einem

Tag in diesem Monat, den du selbst bestimmen

darfst, putze ich dein Fahrrad”.

Oder: „Ich übernehme einen Tag lang

den Abwasch.” Oder: „An einem schönen

Sommertag lade ich dich zu einem Eis

ein.”

Lösung: B + H

Grafik: Karin Cordes, Paderborn; Quelle: Heft „Die Sternsinger“ 4/2012

Stecke die zwölf Briefe in die entsprechenden

Umschläge. Immer am ersten

Tag eines neuen Monats dürfen deine Eltern

einen Brief öffnen.


12

Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 13

Beliebt bei Jung und Älter: Ein denkwürdiges

Abschiedsfest bereitete die

Gemeinde auf dem Kirchplatz von

St. Josef ihrem in den Ruhestand scheidenden

Diakon Josef Korthues.

Zwar hatte keinerlei offizielle oder

kirchliche Stelle etwas dergleichen

verlauten lassen, doch der Trubel,

der enorme Menschenandrang und

die ausgelassene Stimmung auf dem

ABschied

Nach sechsjähriger „Dienstzeit“ im

Haus Abraham wurde Sr. Bernhildis

Strothmann im Oktober verabschiedet.

Diese zwei Begriffe gehörten in den

vergangenen Jahren untrennbar

zusammen: Haus Abraham und Sr.

Bernhildis. Das stellte auch Bürgermeister

Felix Büter fest, der zugleich

in seiner Funktion als Mitglied im

Vorstand der Krankenhausstiftung

St. Marien anwesend war, die das

Haus vor 12 Jahren für „Männer in

Not“ erworben hat. Sie wohnt seit

September 2007 im Haus Abraham,

in einer kleinen, eigenständigen

Wohnung im Obergeschoss. 132

Josef Korthues verabschiedet

Diakon mit Herz

und Zivilberuf

Kirchplatz konnten bei

dem einen oder anderen

Gemeindemitglied

durchaus für leichte

Verwirrung sorgen.

Denn schließlich war

es doch ein Abschiedsfest, das man

dort zu Ehren des Mannes beging,

der mehr als drei Jahrzehnte sein

ganzes Herzblut, seinen unermüdlichen

Elan und vor allem seine Lebensfreude

in die Gemeindearbeit

investiert hatte. Doch wer Josef

Korthues kennt – und wer kennt ihn

nicht – , der weiß zwei Dinge: Erstens

geht ein Josef Korthues vielleicht offiziell

in den Ruhestand, aber inoffiziell

geht er natürlich „niemals so

Schwester Bernhildis geht

Menschen mit ganz unterschiedlichen

Schicksalen hat sie in dieser

Zeit kommen und gehen sehen.

„Manchmal findet man morgens nur

noch den Zimmerschlüssel, einen

kleinen Zettel, und der Bewohner

ist weg“, erzählt sie. Andere „Mieter“

halten noch Jahre nach dem Auszug

Kontakt zu der Schwester des Franziskanerordens.

„In den letzten Jahren haben wir

verstärkt jüngere Menschen aus

zerrütteten Verhältnissen im Alter

von 17 bis 23 Jahren aufgenommen.

Aber das ist kein Problem – dadurch

bleibt man jung“, so die 78-Jährige.

ganz“. Selbst von kirchlicher Stelle

hatte man den ehemals „ständigen

Diakon“ zum „Diakon mit Zivilberuf“

ernannt.

Und zweitens ist selbst ein Abschied

für einen Mann wie Josef Korthues

kein Grund zu trauern, sondern zu

feiern. Deshalb hatte er alle Gemeindemitglieder

und Freunde zu

seiner „Mitbringparty“

eingeladen, die

im Anschluss an

die Dankmesse

der Ferienmaßnahmen

gefeiert

wurde.

Nun stellt sich das Haus Abraham

neu auf, u.a. durch die Einstellung

von Frau Gabi Raus als Hauswirtschafterin

und durch Unterstützung

aus dem Antoniusheim in Vreden.

Mit vereinten Kräften wird künftig

bewältigt, was Sr. Bernhildis zu

großen Teilen allein geschultert hat.

Im Haus Abraham bricht die Zeit

„ohne Schwester“ an, doch ein guter

Anfang ist gemacht.

ISRAEL

Ahauser an den heiligen Stätten

Die goldene Stadt Jerusalem begeistert, fasziniert,

macht nachdenklich, stimmt traurig. Das alles erlebte

die 44-köpfige Reisegruppe, die auf Einladung des Vereins

zur Förderung der Jugend- und Familienarbeit St.

Josef Ahaus unter Leitung von Birgit Levi und Diakon

Josef Korthues zehn Tage Israel besuchte.

Am Flughafen Ben Gurion begrüßt Dr. Shmulik Lahar

die Gäste und fährt gleich mit ihnen nach Jerusalem.

Nach einer kurzen Nacht geht es zu Fuß zu den Heiligen

Stätten: Unter anderem besucht die Ahauser

Gruppe die Klagemauer, den Westerntauerntunnel,

die Grabeskirche, den Garten von Gethsemane, den

Saal des letzten Abendmahles, und, und, und …

Christian Strauch gibt im folgenden seine Eindrücke

von der Reise wieder:

„Die Informationsflut, begründet durch das dichte

Tagesprogramm, ließ im Verlauf immer mehr den

Wunsch aufkeimen etwas mehr Zeit an dem einen

oder anderen Punkt zuhaben, um das Gesehene auf

sich wirken lassen zu können. Aber was hätte man

streichen können, um zu entzerren – eigentlich nichts.

Durch unseren Reiseleiter Shmulik Lahar wurden

wir stets umfassend informiert, ob wir wollten oder

auch nicht. Ob es sich um israelische, jüdische oder

auch deutsche Geschichte handelte. Vergleiche und

Schilderungen musste man schon relativieren. An der

Gedenkstätte Yad Vashem gab es allerdings nichts zu

relativieren. Beim Schreiben dieser Worte merke ich

plötzlich meinen Puls. Eine bedrückende nachdenkliche

Stimmung herrschte, als die Gruppe wieder im

Bus saß.

Die Reise ging weiter: Totes Meer, die Wüste, die Golan

Höhen, der See Genezareth, das Treffen von Angehörigen

der Familie Lebenstein, Zeitzeugen und

Nachfahren von Hertha Lebenstein, Namenspatronin

der Realschule in Stadtlohn. Deutsche Geschichte

hautnah, wieder mal bedrückend, emotional aber

hintergründig informativ. Es konnte nachgefragt werden.

Die Eindrücke die man während der Reise neben

den ganzen „holy places“ bekam, die Blickwinkel und

Einblicke die sich einem boten, waren vielschichtig.

Die verschiedenen Kulturen, die in den Mauern von

Jerusalem zusammen vom Tourismus leben, sich außerhalb

aber das Leben schwer machen. Die erzkonservativen

orthodoxen Juden, deren Lebensweise

selbst in der jüdischen Gesellschaft umstritten ist. Der

Israelische Staat, der eine Infrastruktur in die Wüste

„kloppt“, dass man nur staunen kann. Die Einfachheit

der Begründung, in Jerusalem hat man beschlossen,

dass dies jetzt alles zu Israel gehört und dann bleibt

es auch so. Das stimmte mich nachdenklich.

Ich wollte die Reise unter anderem dazu nutzen, das

eine oder andere Fragezeichen in ein „Ah, so ist das.“

umzuwandeln. Eigentlich bin ich mit neuen Fragezeichen

wieder zurück gekommen. Ich kann mir jetzt auf

alle Fälle vorstellen, wenn es aus dieser Region heißt,

Die Nahost Verhandlungen sind festgefahren. Zugeständnisse

werden dort nur mit einer Gegenleistung

im Verhältnis 1 : 1 gemacht – von allen Seiten.

Trotz Allem: Sich einen eigenen Eindruck vom Ganzen

zu machen, dazu kann ich jeden mit Nachdruck nur

ermuntern. Ich war mit der besten Reisegruppe, die

man sich vorstellen kann, in einem Land unterwegs,

voller Widersprüche, Gegensätze und Ungereimtheiten,

politisch, gesellschaftlich und religiös. Aber

mit einer Natur, von einer teilweise atemberaubenden

Schönheit, an der ich mich kaum satt sehen konnte.

Ausblicke, die einfach überwältigten. Und dann noch

die ganzen „holy places“. …

Schließen möchte ich meinen Bericht mit einem

nochmaligen „Danke schön“ an Birgit Levi für ihre

starke Reiseleitung.“

Kristin Scharnowski / pixelio.de


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 15

Foto: Heinz Duttmann

Foto: Heinz Duttmann

Jubiläum

20 Jahre Once Again

Der Gemeindechor ONCE AGAIN feiert in diesem Jahr sein

zwanzigjähriges Bestehen. Für die Festmesse sind im Kurzprojekt

einige neue Sänger dazugestoßen. Seit dem Ursprung

steht das neue geistliche Liedgut im Vordergrund.

Der Chor ONCE AGAIN ist ein gemischter Chor. Die Chormitglieder

kommen aus beinahe allen Altersgruppen.

Alle Sängerinnen und Sänger haben Spaß am Singen,

aber auch am geselligen Beisammensein. Regelmäßig

werden größere Chorwerke mit Orchestern aufgeführt.

Der Chor ONCE AGAIN wurde im August 1993 gegründet.

Es begann mit einer kleinen, aber überzeugten Gruppe

von Sängerinnen und Sängern, die Gottesdienste und

Liturgie in unserer Gemeinde lebendiger und mit einem

neuen Liedgut bereichern wollten. Im Laufe der Jahre

kamen viele neue Chormitglieder dazu. Andere mussten

den Chor aus beruflichen oder familiären Gründen aufgeben.

Als Chorleiterin konnte Ursula van der Linde-Bancken

aus Ahaus gewonnen werden, die den Chor mit einigen

Unterbrechungen bis heute leitet. Sie hat es verstanden,

aus begeisterten Anfängerinnen

und Anfängern einen homogenen,

stimmlich und musikalisch

geschulten Chor zu entwickeln.

Zum Liedgut zählten

mittlerweile neben dem neuen

geistlichen Liedgut Spirituals,

Gospels, Gesänge aus Taizé, internationale

neuere Kirchenliteratur

und auch Werke der klassischen

Literatur.

Höhepunkte im

Jubiläumsjahr

>> die Gestaltung der Osternacht und viele

andere Messen

>> das große Konzert in der St. Mariä Himmelfahrt

Kirche mit den Chisterster Psalms von

Bernstein und Karl Jenkins Mass for Peace in

Zusammenarbeit mit dem Schüler-Lehrer-

Eltern-Chor der Canisiusschule

>> der Chorausflug nach Köln mit Besichtigung

des Columbia Museums und der Dombesichtigung

mit Schatzkammer

2003 wurde die Stelle des Kirchenmusikers in der Gemeinde

mit Ralf Borghoff neu besetzt wurde, er übernahm

er auch die Chorleitung. Nach einem erneut erforderlich

gewordenen Wechsel übernahm Hans Küblbeck

Anfang 2004 den Chor. 2008 übernahm Ursula van der

Linde-Bancken wieder den Chor.

Seit dem Jahre 2000 führt der Chor teilweise zusammen

mit dem Lehrer-Eltern-Schülerchor der Canisiusschule

unter der Leitung von Andrea und Norbert van der Linde

immer wieder größere Projekte auf:

»»

Im Jahre 2000: Drei-Tage-Oratorium

»»

Im Jahre 2004: Emmaus-Oratorium

»»

Im Jahre 2005: Mass of Joy

»»

Im Jahre 2007: CARMINA BURANA von Carl Orff

»»

Im Jahre 2008: Mitgestaltung des Diakon Weihegottesdienstes

im Paulusdom zu Münster

»»

Im Jahre 2009: Simeon-Oratorium und Magnificat

»»

Im Jahre 2011: Oratorium Prince of Peace

Ein Thema, das uns immer wieder beschäftigt

Kirchenmusik in

St. Mariä Himmelfahrt

Seien sie mal ehrlich! Blicken sie noch

durch, wer im Moment hauptamtlicher

Kirchenmusiker in der Pfarrgemeinde

ist? Das ist auch schwierig,

daher möchten wir mit diesem Artikel

über den derzeitigen Stand berichten!

Nachdem die seit 2009 beschäftigte

Kirchenmusikerin Frau Anne-Katrin

Vogel im Sommer diesen Jahres eine

unbefristete Stelle in der Nachbargemeinde

Alstätte antrat, konnte

zunächst Herr Markus Reidegeld

aus Nottuln als vorübergehender

Kirchenmusiker eingestellt werden,

er übernahm den Orgeldienst und

die Leitung der beiden Chorkreise.

So konnten schließlich die Sommermonate

überbrückt werden, da eine

Neueinstellung nach dem Bewerbungsverfahren

um die Stelle erst

offiziell zum 1. September erfolgen

sollte. Herrn Reidegeld gebührt an

dieser Stelle noch einmal ein herzliches

Dankeschön, er leistete wirklich

gute Arbeit in den Monaten!

Zwischenzeitlich hatten sich in Absprache

mit Herrn Pfarrer Plaßmann

Frau Ursula van der Linde-Bancken,

Chorleiterin des Once-Again Chores

und Frau Kirstin Meng-Vormweg,

bislang Leiterin der Familienband,

bereit erklärt, die

Leitung der Erwachsenenchöre,

hier Chorkreis 1 und

2, und des Kinderchores

St. Marien zu übernehmen.

Die Stelle wurde dann mit

dieser Option als reine Organistensstelle

ausgeschrieben! Da die

Stelle aber wieder nur für zwei Jahre

ausgeschrieben werden konnte, die

vor 2009 tätige Kirchenmusikerin

Frau Fischer hat nach ihrer Elternzeit

rein rechtlich immer noch Anspruch,

fiel die Resonanz eher bescheiden

aus. Schließlich konnte aber der

niederländische Organist Herr Gijs

van Schoonhoven zunächst für die

Besetzung gewonnen werden. Da er

aber evangelisch ist, musste erst ein

Antrag in Münster gestellt werden,

dem aber stattgegeben wurde.

Herr van Schoonhoven wird nun bis

Anfang Januar schon einige Gottesdienste

gestalten und ab Januar

eine von ihm gewünschte einmonatige

Probezeit absolvieren, um für

sich klären zu können, ob er seine

Stellen, er arbeitet als Organist in

Enschede, unterrichtet Orgel- und

Kirchenmusik am Konservatorium

Enschede und ist

zudem freiberuflich tätig,

vereinbaren kann. Bleibt

zu hoffen, dass in seinem

Interesse und zum Wohl

der Gemeinde er die Stelle

wirklich antreten kann.

Es ist sicherlich nicht befriedigend,

dass einige

Gottesdienste nicht musikalisch

begleitet werden,

aber das Pfarrbüro

bemüht sich, Aushilfsorganisten

zu bestellen!

Die Gemeinde freut

sich auch über Instrumentalgruppen,

die vielleicht

einmal Lust haben, Gottesdienste

musikalisch zu gestalten. Bei

Interesse melden si sich gerne im

Pfarrbüro!

Ein Dank gebührt vor allem auch

den ständigen Aushilfen Herrn Karl-

Heinz Gerdemann, Herrn Werner

Kirchhoff, der als Rentner immer

wieder zur Stelle ist und Herrn Norbert

Nienhaus, der als nebenamtlicher

Organist des Pfarrbezirkes

St. Josef Graes auch die anderen

Pfarrbezirke unterstützt. Danke

auch den nicht namentlich aufgeführten

Organisten.

Ein lieber Gruß geht mit diesem Artikel

auch an die nebenamtlich tätige

Organistin von St. Josef, Frau Sophia

Untiedt, die krankheitsbedingt leider

ausfällt. In der Hoffnung auf Genesungsfortschritte

wünschen wir

ihr Gottes Segen, möge sie die Musik

dabei begleiten.

„Musik drückt aus, was nicht gesagt

werden kann, und worüber

zu schweigen, unmöglich ist!“ In

diesem Sinne wünschen wir ihnen

viele musikalische Momente, Frau

Sophia Untiedt sagte einmal: „ …die

Orgelmusik ist für mich eine ideale

persönliche Form, mit Gott in Verbindung

zu treten!“

Heike Mönkediek

Foto: Janny Heisterborg

Nähere Informationen rund um die Kirchenmusik, können sie der Homepage der Pfarrgemeinde entnehmen.

www.st-marien-ahaus.de


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 17

Aufbruch der Jugendlichen

Taizé in Ahaus

Am 15.11. fand in der Ahauser Josefskirche ein Gottesdienst

mit Taizé-Liedern statt. Unter der Leitung von Andrea van

der Linde sang der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor des Canisius

Gyrnnasium, flankiert von Instrumentalisten.

Andrea van der Linde charakterisierte diese Lieder folgendermaßen:

Kennzeichnend sind oft kurze Lieder von

8 Takten, die durch ständige Wiederholung sich schnell

wie Mantras einschleifen. Eine ausgeglichene Stimmung

wird durch ständiger Wechsel zwischen Dur und Moll,

zwischen Spannung und Entspannung und durch weiche

Dissonanzen erreicht – nie ganz froh und nie ganz

traurig. Oft wird das Licht thematisiert wie in den Liedern

,,Christus, dein Licht, verklärt unsere Schatten...“ oder ,,Im

Dunkel unserer Nacht, entzünde das Feuer.“

Die Folge dieser Art von Liedern war, dass alsbald viele

mitgesungen haben. Erfreulich war auch die große Anzahl

von Jugendlichen. Sollte man so etwas nicht öfter

wiederholen? Die Atmosphäre in der Kirche sollte den

Geist von Taizé einfangen.

600 Kerzen leuchteten – und außerdem die Erfahrung

von Stille. Zum Betrachten konnte man Auswählen: Ikonen,

in denen nach orthodoxer Vorstellung das Heilige

anwesend ist, zum Teil jahrhunderte alt, Bilder

von Menschen, in denen Christus

erkannt werden kann, lndische Meditationsbilder,

die daran erinnern, dass

Gott überall ist.

Eltern- und Freundeskreis der Menschen mit Behinderung Ahaus e.V.

Aktiv für Menschen mit Behinderung

Der Eltern- und Freundeskreis der Menschen

mit Behinderung Ahaus e.V. bemüht

sich seit vielen Jahrzehnten um

die Integration von Menschen mit Behinderung

in unsere Gesellschaft.

Zahlreiche Angebote im Verlauf des

Jahres sollen dabei helfen dieses

Ziel zu erreichen. Auch im Jahr 2013

konnten wieder viele Aktivitäten angeboten

werden. So wurden Eltern,

Angehörige und weitere Interessierte

durch Informationsabende über

aktuelle Themen informiert. Im vergangenen

Jahr fanden diese Abende

erstmals in Zusammenarbeit mit dem

FUD des Caritasverbandes statt.

Ein Höhepunkt war, wie in jedem

Jahr, das Sommerfest auf dem Ferienhof

Eilers in Barle. Dieses Fest wird

von vielen Menschen mit und ohne

Behinderung besucht. Es ist ein Fest

der Begegnung – hier wird Integration

gelebt.

Weitere Angebote für die Menschen

mit Behinderung sind gemeinsame

Kinobesuche, Bastelnachmittage

Tagesfahrten und eine Adventfeier.

Besonderer Beliebtheit erfreut

sich auch seit einiger Zeit die in Zusammenarbeit

mit dem Ahauser

Logo angebotene Disko.

Dank der Unterstützung

zahlreicher ehrenamtlicher

Helfer und durch

Spenden der Ahauser

Bevölkerung können diese Veranstaltungen

für die Menschen mit

Behinderung kostenfrei angeboten

werden. Dafür allen Unterstützern

herzlichen Dank.

Für das kommende Jahr hat der Eltern-

und Freundeskreis wieder viele

Angebote geplant.

Zu diesen Terminen sind alle Interessenten

– ob mit oder ohne Behinderung

– herzlich eingeladen. Über

jede Form von Unterstützung freuen

wir uns.

Wie haben die Zeiten sich doch verändert

Erinnerungen

Senioren erinnern sich ...

Hermann Volmer ist öfter Gast im Heinrich-Albertz-Haus.

Er besucht dort die alten Leute, erzählt alte Geschichten,

zeigt Bilder von seinen Reisen und singt mit ihnen die alten

Lieder.

Das letzte Mal ging es auch wieder um die alten Zeiten.

Aber diesmal bat Hermann einige Senioren zu erzählen,

wie sie früher in ihrer Kindheit Weihnachten erlebt haben.

Bereitwillig gaben fünf Senioren Auskunft. Früher

waren die Familien größer. Die Kleinen trugen die Sachen

von den Großen auf. Spielzeug war wertvoll, und

es hielt über Generationen.

Anneliese Gräbener, Jahrgang 1931, erinnert sich: „Die

Geschenke waren alte Spielsachen, die nur neu angestrichen

waren. Der Kaufladen zum Beispiel. Die kleinen

Päckchen wurden wieder mit Liebesperlen aufgefüllt.

Das war ganz wichtig, denn die Pappschachteln mussten

rappeln, wenn man sie schüttelte“.

Elfriede Frehe, Jahrgang 1922: „Eine einzige Puppe hatte

ich, bei der aber bald alles wackelte.“

Maria Woike, 1938 geboren in Gelsenkirchen: „Es gab

meistens gestrickte Sachen und Klumpen – Spielsachen

gab es nicht.“

Auch Friederike Schultenjan, Jahrgang 1930, erinnert

sich: „Auch bei uns wurde aus alt wieder neu, so bekam

meine Puppe „neue“ Kleider. Es waren aber nur die, die

meine große Schwester für ihre Puppe nicht mehr haben

wollte.“

Erwin Schtilz, 1928 geboren in Brandenburg, beantwortete

die Frage sehr einfach: „Was hat es an Geschenken

gegeben? Neue Schuhe, neue Hose, neues

Hemd – das war alles.“

Einige Eltern, so

wurde berichtet,

waren sehr

schlau. Im Sommer,

wenn die

Kinder draußen

spielten, sammelten

die Eltern die Spielsachen ein, und – oh Wunder – Weihnachten

tauchten sie frisch gestrichen und poliert wieder

auf, und das nächste Kind freute sich.

Friederike Schultenjan wusste zu berichten: „Wir Kinder

verglichen immer die Geschenke. War das andere

vielleicht teurer oder schöner? So gab es manchmal

Streit unter uns.“

Heiligabend war es früher wie noch heute in manchen

Familien: Das Essen am Heiligabend war dürftig, es gab

bei einigen nur Würstchen mit Kartoffelsalat, weil es

schnell gehen musste. Die Mutter hatte keine Zeit für

ein anderes Mahl, musste sie doch das Festessen vorbereiten.

Irgendwann war sie auch immer verschwunden.

Die Kinder durften das Wohnzimmer eine Zeit lang

nicht betreten und mussten bei der Oma in der Küche

bleiben, bzw. früh ins Bett gehen.

Anneliese Gräbener wuchs auf einem Bauernhof in

Franken auf. Sie erzählte: „Am Heiligabend mussten wir

mittags ins Bett, während unser Vater den Baum ins

Wohnzimmer holte und schmückte. Natürlich waren wir

neugierig und wollten wissen, was draußen passiert. Ich

war aber noch zu klein, um aus dem Fenster zu schauen.

Doch meine große Schwester schaute hinaus und rief:

„Ich habe einen Engel gesehen!“ Dann schlief ich beruhigt

ein. Aber um Mitternacht stapfte die ganze Familie

zwei Kilometer weit durch den tiefen Schnee ins nächste

Dorf zur Christmette, wobei ich im Gehen einschlief.“

104Jahre

Elisabeth Höwener ist nicht nur das älteste Gemeindemitglied, sondern

auch die älteste Ahauserin. Im Oktober gratulierte ihr Pfarrer

Wiching persönlich zum 104 Geburtstag. Sie wohnt noch in ihrem

eigenen Haus und ihr Garten ist ihr Lebenselixier.

Wir gratulieren Frau Höwener von Herzen


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 19

Aktuelles aus der Kirche

Neues Gotteslob

Seit dem 1. Advent gibt es neue Gesangbücher.

Die Gemeinde hat noch nicht so viele anschaffen

können, dass für jeden Besucher ein Gotteslob

bereitliegt. „Vielleicht wäre das ja eine gute Idee

für ein Weihnachtsgeschenk“, so Pfarrer Plaßmann.

Da die neuen Bücher aber größer sind als

die alten, meinte er, müsste 'Frau' auch die passende

Handtasche dazu geschenkt bekommen.

Außer Liedern und Gebeten enthält das neue

Gotteslob auf seinen rund 1300 Seiten auch

Begriffserklärungen, meditative Bilder und Vorlagen

für häusliche Andachten. Das ,,Gotteslob"

wurde völlig neu konzipiert. Im ersten Teil werden

als ,,Geistliche

Impulse für das tägliche

Leben“ Gebete

und Feiern für die Familie

aufgeführt. Der

zweite Teil, ,,Psalmen,

Lieder, Gesänge“, enthält Kirchenlieder, darunter

viele neue Stücke, und Litaneien. Der dritte

Teil beinhaltet ,,Gottesdienstliche Feiern“. Für

den Gottesdienst ist das alte ,,Gotteslob“ nach

Einführung der neuen Ausgabe nicht mehr verwendbar,

da sich im neuen Gebet- und Gesangbuch

alle Liednummern geändert haben und

viele neue Lieder hinzukamen.

für einen guten Zweck

Weihnachtspakete

Die Pfarrcaritas ist da zu spüren, wo es um direkte

Hilfe für Menschen geht. Über das Haus Abraham

wurde schon oft berichtet, die Kleiderstube in der

Marienstraße ist sicher auch vielen bekannt. Aber in

der Zeit vor Weihnachten gibt es etwas Besonderes.

Ein paar fleißige Helfer, die an vielen Stellen in

unserer Gemeinde aktiv sind, wollen einigen bedürftigen

Menschen etwas Gutes tun. Zusammen

mit der Christusgemeinde packen sie Pakete mit

allerlei Leckereien. „Da kommen nur gute Sachen

rein“, verriet eine unbekannte Helferin. Und das ist

typisch für diese Männer und Frauen: Sie wollen

nicht genannt werden, sie wollen in Ruhe ihre Arbeit

für den Nächsten tun. Und sie wissen, wo der

Schuh drückt. Da sie schon lange für „Familien in

Not“, im Sozialbüro oder in der Kleiderstube mithelfen,

wissen sie, wem so ein Weihnachtspaket

gut tut.

Die Idee

Kaffee im Turm

„Vielleicht riechen Sie

ja schon den Duft von

frisch gebrühten Kaffees,

der aus der Sakristei

kommt“, so Pfarrer

Plaßmann am Ende

der 11-Uhr-Messe am

Sonntagmorgen. „Sie

sind herzlich eingeladen

noch einen Augenblick

bei einer Tasse Kaffee im

Turm zu verweilen und

zu plaudern.“ So oder

ähnlich werden seit einem halben Jahr die Kirchgänger in

die Turmkapelle eingeladen. Etwa zwanzig bis dreißig Gläubige

nehmen jeden Sonntag das Angebot an. Auch Kaplan

oder Pastor stellen sich für eine Weile dazu. Und wenn alle

gegangen sind, sieht man sie in der Sakristei beim Abtrocknen.

Messdienergebet

31 neue

Messdiener

Lachend und laut redend kommen ein

paar Jungen in die Sakristei. Es ist Sonntagmorgen,

zwanzig vor 11. Sie ziehen ihre

dicken Wintersachen aus und holen sich

ihre Gewänder aus dem Kleiderschrank.

Freundlich werden sie von Küster Gregor

Frankemölle begrüßt. Auf dem Messdienerplan

hakt er ihren Dienst ab. Nun

kommt der Pastor in die Sakristei und

die Kinder werden ruhiger. Auch er zieht

sich, nachdem er den Küster und die

Messdiener begrüßt hat, um.

Kurz vor 11 stellen

sich alle vor das Kreuz in

der Sakristei und beten gemeinsam.

Erst dann öffnet

sich die Tür zur Kirche, ein

Messdiener zieht am Glockenstrang

neben der Tür,

die Orgel beginnt zu spielen,

und der Gottesdienst kann

beginnen.

Am Christ-Königs-Fest sind wieder 31 neue Messdienerinnen

und Messdiener aufgenommen worden.

Der feierliche Gottesdienst stand unter dem

Motto “Lasst euch als lebendige Steine zu einem

geistigen Haus aufbauen”. Gemeinsam mit der Gemeinde

beteten sie nun zum ersten Mal das Messdienergebet.

Dann bekamen sie zum Zeichen ihrer

Aufnahme ein schlichtes Holzkreuz von Kaplan

Hanno Rother umgehängt.

Die Pakete sind jetzt schon gepackt. Da braucht

keiner mehr helfen. Aber wer die Aktion finanziell

unterstützen will, kann das Spendenkonto für „Familien

in Not“ im Pfarrbüro erfahren.

Gemeinsam statt einsam

Die Idee zum „Kaffee im Turm“ entstand an einem Samstagmorgen

nach dem Marktcafé. „So etwas wäre doch auch

gut für sonntagmorgens“, meinte ein Helfer. „Machen Sie‘s!“

forderte Pfarrer Plaßmann den Sprecher auf. Gesagt, getan.

Und mit der tatkräftigen Hilfe von Küster Gregor Frankmölle

ging´s los. Seit dem gibt es jeden Sonntag Kaffee im Turm.

Auch Besucher von außerhalb, die zufällig die Kirche besuchen

wollen, werden eingeladen. „So etwas wollten wir auch

schon immer in unserer Gemeinde machen“, so eine Frau

aus dem Emsland die mit einer Fahrradgruppe unterwegs

waren. Aber wir kriegen das nie organisiert. Wie machen Sie

das denn hier?“ „Einfach machen“, war die freundliche Antwort

des Mannes mit der Kaffeekanne. Mittlerweile helfen

auch andere Pfarrmitglieder mal aus, helfen aufräumen oder

spülen. Ein Anfang ist gemacht.

Einen gemeinsamen Einstieg ins Weihnachtsfest

möchten die Pfarrgemeinde St. Mariä-Himmelfahrt in

Ahaus und der Caritasverband für die Dekanate Ahaus

und Vreden – wie im letzten Jahr – am 24.12.2013 im

Zeitraum zwischen 16 und 18 Uhr für alle Interessierten

im Cafe Fair im Caritaszentrum, Coesfelder Str. 6 in

Ahaus anbieten. Neben einer gemütlichen Kaffeetafel

mit selbstgebackenen Plätzchen und Kuchen werden

Geschichten vorgelesen und Lieder gesungen.

Auch das Weihnachtsevangelium und eine musikalische

Begleitung fehlen nicht. Wer mitfeiern möchte,

kann sich unter Tel.: 02561/896160 oder per mail

stmariaehimmelfahrt-ahaus@bistum-muenster.de bis

zum 16. Dezember 2013 im Pfarrbüro anmelden.


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Weihnachtspfarrbrief 2013 Weihnachtspfarrbrief 2013 21

Frauen aus unserer Gemeinde

Zehn Jahre

Internetseelsorge

Ich heiße Christa Sicking-Schürmann. 1958 bin ich als

zweites von sechs Kindern in Essen geboren. In Münster

habe ich Psychologie und einige Semester Theologie

studiert. Seit 1988 arbeite und lebe ich mit einer Familie

in Ahaus. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene

Söhne.

Was ich beruflich mache

Ich bin Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin.

Seit 1992 leite ich die kathatolische Ehe-,

Familien- und Lebensberatungsstelle in Ahaus. Dort

berate ich Einzelpersonen, Paare und Gruppen. Meine

besondere berufliche Leidenschaft gilt der Sexual- und

Onlineberatung.

Was ich sonst noch tue

Ich lebe in einer Familie, in der Neugier auf andere Menschen

und Kulturen, starkes Interesse an anderen Lebensformen

und ausgesprochene Reiselust von allen

geteilt wird. Wenn es irgendwie möglich ist, erkunden

wir andere Länder (auch gerne weit entfernte) und haben

oft Gäste aus aller Welt. Mein Mann und ich nehmen

leidenschaftlich gern (wenn auch völlig unbegabt) an

einer Tanzsportgruppe teil. Besonders gerne entspanne

ich mich bei der Gartenarbeit, beim Sport und einem anschließenden

Saunagang.

Was mir der Glaube bedeutet

Für mich ist der Glaube am besten mit meiner Ursprungsfamilie

zu vergleichen: Da gehöre ich hin, da komme ich

her, das ist ein Teil von mir. Er ist Wurzel und Kraftquelle,

ich darf vieles nehmen, muss aber auch etwas geben.

Meistens ist es warm und vertraut. Es gibt aber auch sozusagen

pubertäre Zeiten mit vielen Fragen, Suche nach

dem eigenen Standpunkt und dem Wunsch, Verbundenheit

auch anders zu erleben (als durch Anpassung).

Ehe-, Familien- und Lebensberaterin

Christa Sicking-Schürmann

Frauen aus unserer Gemeinde

„Räuber“ überfallen Ahauser Reisebus

Die Frauen der KFD St. Mariä-Himmelfahrt Ahaus fuhren

gerade durch den schönen Spessart, als Räuber durch

Warnschüsse den Bus im tiefsten Wald zum Anhalten zwangen.

„Alles raus! Aber schnell!“ riefen die Räuber. Nachdem

diese zwei Frauen als Geiseln gefesselt hatten, überließen

die restlichen 53 Frauen den Räubern ihre Uhren. Danach

bekamen sie Likör und Äppelwoi von den nun freundlichen

Räubern.

Glück für die Frauen: Den Überfall hatte Hanni Weiß

schon bei der Organisation der Reise eingeplant. Die

Frauen der KFD hatten in diesem Jahr den Spessart als

Reiseziel gewählt. In Heimbuchenthal fanden sie in

einem guten Hotel Unterkunft.

Mit ortskundiger Reiseleitung fuhren sie an drei Tagen

kreuz und quer durch den Spessart. Höhepunkte waren

Schloss Mespelbrunn und Schloss Johannisburg in

Aschaffenburg. Es wurde auch gebetet und gesungen; so

in den Wallfahrtskirchen Hessenthal und Engelberg, der

Jakobuskirche in Miltenberg, der Stiftskirche Wertheim

und St. Michael in Lohr am Main. Vor dem historischen

Rathaus in Michelstadt brachten sie einem soeben getrauten

Ehepaar ein Ständchen. Wie in jedem Jahr brachte

der Bunte Abend den Akteuren und Zuschauern viel

Freude.

Wie lang die Wege auf einem Flugplatz sein können erfuhren

die Frauen in Frankfurt. Während einer 4-stündigen

Rundfahrt entlang der Rollbahnen sahen sie unter

anderem auch den Superjumbo A 380 und erfuhren dass

der Fraport 75.000 Personen beschäftigt. Auf der Rückfahrt

musste unbedingt die kürzlich eingeweihte Autobahnkirche

in Wilnsdorf besucht werden.

Haus der Seelsorge

www.kirchensite.de

Christa: Der Chat ist ein offener Gesprächsraum, wo sich

die Teilnehmer mit einem Nickname anmelden. Sie kennen

sich nicht und können offen über verschieden Fragen

reden. Da die User aber wissen, dass ich Ehe-und Familienterapeutin

bin, gibt es in meinem Chat auch meistens

andere Themen als bei den Kollegen. Manchmal kehren

Corinna Dumat / pixelio.de

Von Beginn an war es ein fester Bestandteil in kirchensite.de: Im

„Haus der Seelsorge“ bieten seit zehn Jahren Seelsorger aus verschiedenen

Arbeitsfeldern Lebenshilfe über das Internet. Per E-

Mail oder im Chat können sich die User mit ihren Fragen an sie

wenden, um vor einem christlichen Hintergrund Antworten zu finden.

Christa Sicking-Schürmann ist Psychologin und Psychotherapeutin

in der katholischen Ehe-, Familien- und Eheberatungsstelle

in Ahaus. Sie engagiert sich seit Jahren auch im Seelsorgerteam

von kirchensite.de

Was passiert da eigentlich mittwochs im Chat?

bekannte Namen wieder und auch bekannt Themen. Am

Abend sind meistens so fünf bis zehn User online. Es gibt

da immer sehr angeregte Gespräche, wo die User auch

untereinander ihre Meinungen zu den Problemen des

anderen austauschen. Manchmal fühle ich mich nur als

Moderator.

Aus der Nachbarschaft

Interview mit Pfarrer Olaf Goos

Die evangelische Kirchengemeinde Ahaus hat seit September

einen neuen Pfarrer. Neben Pfarrer Willy Bartkowski

ist jetzt auch Pfarrer Olaf Goos in der Gemeinde tätig. Mit

freundlicher Erlaubnis drucken wir einen Artikel aus dem

Gemeindebrief ab. Wir heißen den neuen Pfarrer in Ahaus

willkommen.

In der Münsterlandzeitung haben Sie von Ihren Interessen

erzählt. Singen und Reisen!? Waren Sie schon

einmal mit einer Gemeinde unterwegs?

Einige Male schon. Darunter waren zwei Familienfreizeiten

nach Borkum und eine Wanderfreizeit in Osttirol, an

die ich gerne zurück denke. Doch der Höhepunkt war für

mich bislang eine Ökumenische Gemeindefahrt nach Israel.

Zwei Wochen haben wir die Heimat Jesu bereist, die

Karwoche in Jerusalem erlebt und den Ostermorgen am

See Genezareth. Das ist jetzt genau 20 Jahre her. Wenn in

der Gemeinde Interesse besteht, würde ich diese Reise

sofort noch einmal machen. Aber ich kann mir auch andere

reizvolle Ziele vorstellen.

Welches Buch packten Sie heute in Ihren Koffer?

„Das Recht auf Rückkehr“ von Leon de Winter. Das habe

ich gerade zu Lesen begonnen. Eine recht düstere, aber

packende Geschichte über die Zukunft des Nah-Ost-

Konfliktes.

Sie haben einige Jahre an der Schule unterrichtet. Was

haben die Schüler/innen Ihnen beigebracht?

Vielleicht das Wichtigste, was ich gelernt habe, dass Lernen

in Beziehung geschieht. Interessante Themen und

Methoden sind das eine. Doch viel wichtiger ist die Beziehung

zu den Schülerinnen und Schülern. Sie wollen

wissen, wer du als Mensch bist. Und sie erwarten, dass du

dich für sie interessierst. Wenn du authentisch und ehrlich

bist, hören sie dir zu. Meistens zumindest. Außerdem

wissen sie es zu schätzen, wenn du Humor zeigst und

auch mal über ein eigenes Missgeschick lachen kannst.

Ansonsten habe ich wohl gelernt, etwas geduldiger und

gelassener zu sein.

Helen van Almsick


22

Weihnachtspfarrbrief 2013

Weihnachtspfarrbrief 2013

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WeihnachtsgrüSSe von Father Uche aus Nigeria

„Indeed, the Messiah has come!“

Wahrhaftig, der Messias ist gekommen!

Father Uche sendet herzliche Weihnachtsgrüße und verbindet damit einen

Bericht zur Situation in seinem Bistum Nsukka.

Sein Brief drückt eine tiefe geschwisterliche Dankbarkeit gegenüber

den Menschen unserer Gemeinde aus, die ihn in seiner Arbeit in den

vergangenen Jahren großzügig unterstützten und liebevoll begleiteten.

Die Verbundenheit mit unserer Gemeinde stellt für ihn etwas ganz Besonderes

dar. Die jährlichen Weihnachtsgrüße bedeuten ihm sehr viel.

(Aus Platzgründen nachfolgend nur eine stark gekürzte Zusammenfassung

mit Auszügen aus seinem umfangreichen Brief. Bei Interesse

ist der komplette Brief im Pfarrbüro erhältlich.)

Osterferien 2014

Familienpädagogische

Ski-Woche

Kreis Borken – Das Katholische Bildungswerk Kreis Borken bietet unter

der Leitung von Claudia Laurenz eine Familienpädagogische Ski-

Woche vom 12.04. – 19.04.2014 in den Walliser Alpen an.

Teilnehmen können Familien mit Kindern – insbesondere auch

Anfänger. Diese erhalten Skiunterricht. Als Unterkunft dient das

Gruppenhaus Arizona, ein einfaches Gruppenhaus mit Familienzimmern.

Es liegt am südlichen Dorfrand von Saas-Grund. Das

Skigebiet Saas-Grund ist sehr familienfreundlich, hochgelegen

und daher auch im April schneesicher. Das Wallis ist eines der

sonnigsten Kantone der Schweiz. Die Anreise erfolgt in eigener

Regie. Die Teilnehmergebühr beträgt je nach Alter:

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Erwachsene (ab Jg.: 1993) 488,- €

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Jugendliche (ab Jg.: 1994-1997) 429,- €

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Kinder (ab Jg.: 1998-2007) 374,- €

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Kinder (ab Jg.: 2008) 235,- €

Impressum

Herausgeber:

Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt

Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit

Marienstraße 5

48683 Ahaus

8. Jahrgang, Ausgabe Dezember 2013

Redaktion:

Rudolf Schmitz, Heike Mönkediek, Hanno Rother

Layout:

Martina Hemling

Hamalandstraße 22

48683 Ahaus

Druck:

Lensing Druck Ahaus

Auflage:

3.000 Stück

Geliebte Freunde, Schwestern und

Brüder in Christus, wieder ist ein

Jahr vergangen. Ich beginne diese

besondere Weihnachtsbotschaft für

Euch mit einem kleinen Bericht zur

Situation in Nigeria. Trotz einer Reihe

von Versprechungen seitens der

Regierung, und obwohl es in verschiedenen

Bereichen auch positive

Entwicklungen gab, setzte sich das

Leiden der Bevölkerung fort. Allerdings

trat ein Bewusstseinswandel

ein. Die über lange Jahre unterdrückten

Menschen akzeptieren heute

die Situation nicht mehr einfach so;

sie fürchten sich nicht länger davor,

Fragen zu stellen, ihre Stimme zu

erheben gegen ihre Unterdrückung

und den Entzug ihrer Rechte. Die

Ressourcen werden besser geregelt

und verteilt. Eine große Hoffnung

auf ein besseres Leben ist in Sicht.

Hier sehe ich die Bedeutung von

Weihnachten. Die Tatsache, dass

Jesus, der Retter, geboren wurde,

macht uns Mut, unserer Situation

mit Stärke zu begegnen. Weil er mit

uns ist, sind wir in der Lage, für uns

selbst zu sprechen. Sein Kommen

macht uns stark und hoffnungsfroh.

Wir sind optimistisch! Und das ist die

Grundwahrheit von Weihnachten:

Mit dem Kommen Jesu wendet sich

die Situation zum Besseren. Wir sind

lebendige Zeugen für diese Wandlung.

Meine Weihnachtsbotschaft für euch

ist einfach: Die Geburt Jesu, des

Messias, schenkt neues Leben und

verändert die Welt. Sie führt zu einer

neuen Lebenseinstellung, einer

neuen Ausrichtung. Die Situation in

unseren Familien und Ländern kann

dadurch nicht dieselbe bleiben. Er

ist gekommen, um eine Vision und

eine neue Art zu leben zu bringen.

Seine Gegenwart in unserer Mitte

zu Weihnachten ist die Erfahrung

von Menschlichkeit, verwandelt auf

eine erhabene Weise. Es geschehen

wunderbare Dinge, wenn Gott zu

uns kommt.

Und so, liebe Freunde, ungeachtet

vieler leerer Versprechungen unserer

Politiker und der Armut in unserem

Leben, sind wir in Nigeria sehr

dankbar dafür, dass sich ein neues

Bewusstsein von größerer persönlicher

Verantwortung füreinander

entwickelt. Wir sind auch dankbar,

dass die Zeiten sich geändert haben.

Das Alte ist vergangen, wir können

nicht weiter im Dunkeln leben. Mit

der Menschwerdung des Messias

kommt das Licht in unsere Welt.

Ich bin sicher, dass sich auch unter

euch ein neuer Geist ausbreiten

wird. Auch in Situationen von Einsamkeit

und Kälte, die z.T. durch extremen

Individualismus entstehen,

kann dieser Geist der Weihnacht in

mitfühlender Wärme erfahrbar werden.

Eure Lieben, eure Arbeitskollegen

und Nachbarn werden mit euch

diese große Wärme der Liebe und

Zuneigung teilen. Das ist der Sinn

von Weihnachten, die Aktualität der

Menschwerdung des Messias. Möge

diese besondere Zeit dauerhaften

Frieden und Freude in eure Familien

tragen!

Herzlich grüße ich euch und freue

mich auf unser Treffen im Sommer

2014.

Euer Uche Obodoechina

Nsukka Nigeria,

im November 2013

Darin sind Skipass, Unterkunft und Vollverpflegung

enthalten. Anmeldungen ab sofort

beim Katholischen Bildungswerk Kreis Borken,

Johanniterstr. 40 - 42, 46325 Borken, Telefon

0 28 61 / 8 04 09 20.

Katholisches Bildungswerk

Interessantes Programm

Ahaus. Das Katholische Bildungswerk Ahaus bietet im neuen

Jahr ein interessantes Programm für Ahaus und Umgebung.

Durch die Kooperation mit den beiden Familienzentren

der Pfarrgemeinde St. Marien wird die Ausbildung von

Wortgottesdienstleiterinnen und -leitern durch Christiane

Hölscher, Pastoralreferentin in Gronau fortgesetzt.

Auch in Graes laufen Angebote des KBW. Einzelheiten

zum Programm lassen sich dem aktuellen Programmheft

entnehmen, oder im Internet unter www.kkbw.de. Sowohl

in Graes als auch in Ahaus sind schon seit längerem

die Positionen der Leitung des jeweiligen KBW vakant.

Ehrenamtliche, die mitarbeiten wollen, sind herzlich willkommen

und können sich bei Franz-Josef Plesker, Leiter

des Kreisbildungswerkes, melden.

In diesem Jahr haben auch mehrere Teilnehmer aus der

Pfarrgemeinde St. Marien an der Radtour teilgenommen,

die in drei Teilen 2013 bis 2015 nach Rom führt. Die 20 Pilger

sind in diesem Jahr im August in Nienborg gestartet.

Teilnehmer der Schweizer Wanderwoche

In 8 Fahrradtagen ging es bis nach Basel. Täglich standen

ca. 100 km auf dem Programm, dazu Besichtigungen

der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Strecke führte

über Duisburg, Köln, Koblenz, Biebelnheim, Lingenfeld,

Rheinau und Freiburg.

Der Wormser Dom war ebenso Ziel wie der Speyerer Dom

und das Straßburger Münster. Im nächsten Jahr wird die

Radtour fortgesetzt. Vom 1. bis 13. September geht es

von Basel über die Alpen und die Apenninen bis nach

Lucca in der Toskana. Das Katholische Bildungswerk hat

im Herbst sowohl die Frauenexerzitien auf Wangerooge

unter Leitung von Jutta Feldmann organisiert als auch

eine meditative Wanderwoche in den Schweizer Alpen.

Franz-Josef Plesker

Pilgergruppe in Basel an der Aussichtsterasse

des Münsters hoch über dem Rhein


Veranstaltungen

2013

/ 14

01.01.2014 Neujahrsempfang

Wie schon im vergangenen Jahr lädt die KFD

St. Josef Ahaus wieder alle interessierten Frauen

herzlich zu einem Neujahrsempfang ein. Die Teamfrauen

haben sich schon ein buntes und abwechslungsreiches

Programm überlegt. Also seien Sie

neugierig und kommen zu unserer Veranstaltung

am Freitag, dem 10.01.2014 um 16.30 Uhr ins Josef-

Cardijn-Haus. Auch Frauen, die nicht der KFD angehören,

sind herzlich willkommen. Um besser planen

zu können, bitten wir um eine Anmeldung bis zum

7. Januar 2014 bei Cornelia Peters, Tel. 02561 / 41376

Firmtermine 2014

18.01.2014 Samstag, um 15.30 Uhr in der

Marienkirche

18.01.2014 Samstag, um 18.30 Uhr in der

Marienkirche

Erstkommunionfeiern 2014

04.05.2014 St. Josef

29.05.2014 St. Josef Graes

25.05.2014 St. Marien (Aabachschule)

01.06.2014 St. Marien

(Pestalozzi

Helene-Helming-Schule)

Diverse Angebote

Adventsfeiern der KFD

Statt einer Adventsfeier lädt die KFD St. Josef Ahaus

im neuen Jahr, am Freitag, 10.01.2014, 16:30 Uhr, zu

einem gemütlichen Beisammensein ein.

Friedenslicht-Aktion

Die Pfadfinder der DPSG Ahaus verteilen das Friedenslicht

nach den Messen am 4. Adventswochenende

(21./22.12.) in allen drei Kirchen.

Musikalische Angebote

Musik zur Marktzeit

Jeweils am Samstagvormittag von 11:30 Uhr bis

12:00 Uhr werden in der Marienkirche Musik und

Texte zum Advent angeboten: 14.12. / 21.12. Die

Mitwirkenden werden noch bekanntgegeben.

Kirchenmusikalische Andacht

Am 2. Advent, 08.12., laden in Graes der Kinderchor,

der Kirchenchor sowie der Chor Singsation und die

Graeser Dorfmusikanten um 17 Uhr zu einer kirchenmusikalischen

Andacht in die Josefkirche Graes ein.

Anschließend findet ein Glühwein- und Plätzchenverkauf

statt.

Gemeinsam gegen Kälte: Beckmann spielt Cello

Am 3. Advent, dem 15.12.2013, findet in der Marienkirche

um 19.30 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten

obdachloser und armer Menschen statt (für das

Haus Abraham, das Haus für Männer in Not): Thomas

Beckmann spielt Cello. Das Konzert findet im Rahmen

der NRW-Benefiztournee 2013 statt.

Adventsblasen

Am 4. Advent, dem 22.12.2013, spielen die Graeser

Dorfmusikanten ab 14:00 Uhr an verschiedenen Örtlichkeiten

in Graes. Auch hier werden nähere Einzelheiten

noch bekannt gegeben.

Gottesdienstliche Angebote

Adventsfenster in Graes

In der Adventszeit wird jeweils montags um

19:30 Uhr an einem Haus in Graes ein Fenster geöffnet:

Mit besinnlichen Texten und Liedern stimmen

wir uns auf den Advent ein. Die Orte werden rechtzeitig

veröffentlicht.

St. Josef Graes

Die Exerzitien im Alltag finden jeweils Mittwoch

(11.12. / 18.12.) um 8:00 Uhr im Graeser Pfarrheim

statt. Anschließend sind alle Teilnehmer/-innen zum

Frühstück eingeladen.

Frühschicht der Jugend

Die Frühschicht für Jugendliche und junge Erwachsene

findet am Freitag, 6. Dezember, um 6:00 Uhr in

der Kirche St. Mariä Himmelfahrt statt. Anschließend

sind alle zum Frühstück in das Karl-Leisner-Haus eingeladen.

Frühschichten St. Josef Ahaus

Die Frühschichten finden jeweils am Montag (16.12./

23.12.) um 6:00 Uhr in der Turmkapelle der Josefkirche

statt. Anschließend sind alle zum gemeinsamen

Frühstück in das Jugendheim eingeladen.

Meditatives Abendgebet

Die Abendgebete finden jeden Sonntagabend

(15.12./22.12.) um 19:30 Uhr in der Turmkapelle der

Josefkirche Ahaus statt.

Vesper im Turm

An den Mittwochabenden in der Adventszeit sind

alle Interessierten herzlich zur abendlichen Gebetszeit

mit Psalmen und Liedern eingeladen. Die Termine:

11.12. und 18.12. um 19.15 Uhr

Zeit für Stille – Zeit für Gebet

Die Gebetseinheiten finden vom 17. - 20.12.2013 jeweils

um 6.30 Uhr in der Turmkapelle St. Marien und

um 20:30 Uhr in der Turmkapelle St. Josef statt. Sie

bauen nicht aufeinander auf, so dass man jederzeit

dazu stoßen kann.

Krabbelgottesdienst

Alle Mütter und Väter mit Kleinkindern sind herzlich

zu einem Krabbelgottesdienst am Sonntag, dem

08.12.2013, um 10:00 Uhr in das Karl-Leisner-Haus

eingeladen.

Spätschicht

Die KFD Graes sowie die Graeser Landfrauen laden

am 10.12.2013 um 19:30 Uhr in der Josefkirche Graes

zu einer Spätschicht ein.

Beichtgelegenheiten

St. Marien

Am Mittwoch, dem 18.12.2013, gibt es in der Marienkirche

die Möglichkeit zur Beichte bzw. zum Empfang

des Sakramentes der Versöhnung:

10:00 - 12:00 Uhr Beichtzeit

16:00 - 18:00 Uhr Beichtzeit

19:15 Uhr Bußandacht

anschl. bis 21 Uhr Beichtzeit und Gesprächsangebot

St. Josef Graes

Am Freitag, dem 20.12.2013, gibt es in der St. Josefkirche

Graes ein Beichtangebot:

16:30 - 17:30 Uhr Pfr. Plaßmann

Bußgottesdienste

Mittwoch, 18.12. um 19:15 Uhr in St. Marien

Sonntag, 15.12. um 17:00 Uhr in St. Josef Graes

Dienstag, 17.12. um 10:00 Uhr in St. Marien

Bußandacht für Senioren

Rorate-Messen in St. Marien

Jeden Montagabend (09.12. / 16.12. / 23.12.) feiern

wir um 19:15 Uhr in der Marienkirche eine entsprechend

gestaltete Messe im Kerzenschein.

Besondere Gottesdienste und

Veranstaltungen nach Weihnachten

Kindersegnung

Am Samstag, 28.12.2013, findet um 9:00 Uhr ein

Wortgottesdienst mit Kindersegnung in Graes statt.

In diesem Gottesdienst folgen wir der alten Tradition

der Kindersegnung am Fest der unschuldigen Kinder.

Alle Eltern und Kinder unserer Gemeinde sind

dazu eingeladen.

Jahresrückblick-Gottesdienst für Jugendliche

Meine Menschen, meine Bilder, meine Emotionen

Am Montag, 30.12.2013, findet um 18 Uhr in St. Josef

Ahaus ein Jugendgottesdienst statt, in dem ganz

persönlich auf das vergangene Jahr geschaut werden

kann. Insbesondere sind die Firmandinnen und

Firmanden dazu eingeladen.

Sternsinger

Wie in jedem Jahr ziehen auch 2014 wieder die

Sternsinger durch unsere Gemeinde. Kinder sammeln

für Kinder. Das Leitwort der Sternsingeraktion

lautet diesmal: Segen bringen – Segen sein.

Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit.

Ein Teil des Erlöses kommt aber auch unseren

Partnergemeinden in Nova Iguacu und Rosario zugute.

Die Aussendung der Sternsinger in St. Josef

Graes und in St. Josef Ahaus findet am 04.01.2014

statt, anschließend ziehen sie von Haus zu Haus.

Die Sternsinger aus St. Marien machen sich bereits

am 03.01. auf den Weg. Am 05.01. finden die Dankgottesdienste

in St. Marien und in St. Josef Graes

statt.

Weihnachtsbaumaktion

Am Samstag, dem 12. Januar 2014, startet die KLJB

Graes um 10:30 Uhr zur Tannenbaumaktion: Die

alten Weihnachtsbäume können entsorgt werden.

Die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt lädt am

Sonntag, 12.01.2014, im Anschluss an die Messfeier

um 11:00 Uhr in der Pfarrkirche herzlich zum Neujahrsempfang

ins Karl-Leisner-Haus ein. Unter anderem

wird dort das neue Leitbild der Gemeinde

vorgestellt.

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