Auf gute Zusammenarbeit - Hochschule Kehl

hs.kehl.de

Auf gute Zusammenarbeit - Hochschule Kehl

Klartext 2/13

Liebe Leserin, lieber Leser

40 Jahre Hochschule Kehl

30 Jahre Hochschulorchester

25 Jahre Mensa Kehl

die letzte Ausgabe von KLARTEXT war unsere Jubiläumsbroschüre

anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Hochschule Kehl. Wir erlebten

eine ganze Reihe von interessanten Veranstaltungen im Jubiläumsjahr.

Höhepunkt war ein großer Festakt am 12. April 2013 mit vielen Gästen

aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Einzelheiten können Sie dieser

Ausgabe von KLARTEXT entnehmen.

Es wurde im letzten halben Jahr an unserer Hochschule aber nicht

nur gefeiert, sondern auch viel gearbeitet. Wir befinden uns derzeit in der

Reakkreditierungsphase unseres Bachelorstudiengangs Public Management.

Unser Selbstbericht wird Ende des Jahres an die Akkreditierungsagentur,

die ZEvA in Hannover, abgegeben. Die Begehung durch die

Gutachter wird voraussichtlich im April 2014 in unserer Hochschule

stattfinden.

Zurzeit läuft auch eine inhaltliche Diskussion zur Reform des Bachelorstudiums

und zur Zusammenlegung von Modulen.

Durch die Änderung der Laufbahnverordnung des Innenministeriums

ist der Quereinstig in den gehobenen Dienst erleichtert worden. Die Hochschulen

für öffentliche Verwaltung werden das von den Bewerberinnen

und Bewerbern zu absolvierende Trainee-Programm künftig durchführen

und im Rahmen ihrer Weiterbildungsangebote konzipieren. Überhaupt

soll der Bereich „Weiterbildung“ an der Hochschule Kehl neu geordnet

und ausgeweitet werden. Dazu gibt es eine Arbeitsgruppe, die unter der

Leitung von Frau Prof. Charlotte Schulze tagt.

40 Jahre Hochschule in Bildern

Vernissage

2013 war für die Hochschule DAS Jubiläumsjahr. Viele Ereignisse in den

letzten vier Jahrzehnten wurden zum Glück auch fotografisch eingefangen.

Diese zweidimensionalen Eindrücke werden in einer Bildergalerie in der

Hochschule Kehl zu sehen sein. Zur Vernissage am Donnerstag, 5. Dezember,

um 17.00 Uhr in der Hochschule Kehl, laden wir Sie herzlich ein. Vielleicht

entdecken Sie sich ja selbst auf einem der „Schnappschüsse“!

Sie sehen, es gibt viel zu tun im Jubiläumsjahr der Hochschule und

darüber hinaus.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich an alle Autorinnen und Autoren

der Beiträge in diesem Heft richten. Allen voran an Pressereferentin

Vanessa Schmidt für die redaktionelle Bearbeitung dieser Ausgabe.

Sie erscheint in einem neuen, modernen Layout, das an den neuen Internetauftritt

der Hochschule angepasst ist, der auch noch in diesem Jahr

online gehen soll.

Ich freue mich auf viele weitere Aktivitäten in unserer Hochschule und

wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieser Ausgabe von KLARTEXT.

Wenn ich Sie dann auch bei der einen oder anderen Veranstaltung in Kehl

begrüßen könnte, wäre das sehr schön.

Herzlichst Ihr

Paul Witt

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impressum

Verantwortlich

Rektor Prof. Paul Witt

Hochschule Kehl

Kinzigallee 1 · 77694 Kehl

21 „Eurokraten“ verabschiedet

22 Hochschulprojekte sind Vorbild

23 INTERREG-Antrag genehmigt

23 Netzwerk-Experten

23 Internationale Clusterkonferenz

Redaktion

Vanessa Schmidt

Weitere Redaktion

Seite 1 Prof. Paul Witt

Seite 8 Dr. Dr. Jürgen Louis

Seite 12 Prof. Dr. Jürgen Kegelmann

Seite 14 – 15 Prof. Dieter Brettschneider

Seite 16 – 17 Thomas Gossner

Seite 18 – 19 Michaela Schmidt

Seite 20 Prof. Dr. Gert Fieguth,

Rainer Ehmann, Jonas Schneider

Seite 28 – 29 Prof. Dr. Hansjörg Drewello

Seite 34 – 35 Margot Bonnafous

Seite 38, 44 Prof. Dr. Kay-Uwe Martens

Seite 39 Prof. Dr. Jürgen Fischer

Seite 40 – 41 Clemens Schweizer

Seite 48 Felix Kaiser, Michael Greineck

Seite 52 Christoph Karcher,

Prof. Dr. Josef Rauschecker

Seite 53 Prof. Dr. Bernd Brenndörfer

Seite 60 Katharina Hagel,

Prof. Dr. Beatrice Hurrle

Fotos

Seite 1 – 6 Rolf Hoffmann

Seite 2 Bruno Krupp, Vermögen und Bau BW

Seite 12 Privat

Seite 14 – 15 Prof. Dieter Brettschneider

Seite 17 Thomas Gossner

Seite 23, 44 Prof. Dr. Kay-Uwe Martens

Seite 26 Prof. Dr. Michael Frey

Seite 34 – 35 Margot Bonnafous

Seite 41 Clemens Schweizer

Seite 45 Pia Kipp

Seite 47 Staatsministerium

Seite 48 Felix Kaiser, Michael Greineck

Seite 52 Christoph Karcher

Seite 53 Prof. Paul Witt

Seite 53 Prof. Dr. Bernd Brenndörfer

Seite 59 Jan Sachs

Weitere Fotos

Seite 9 – 11, 13, 21 – 23, 28 – 33, 36 – 37, 42,

46 – 47, 50 – 51, 54 – 58

Hochschule Kehl

Gestaltung

Claudia Bienmüller · Grafic Design

Herausgeber

Hochschule Kehl mit

dem Verein der Freunde

Erscheinungstermin

zweimal jährlich

Auflage 3.700

ISSN 0943 - 7193

10

11

Inhalt

editorial

01 Grußwort des Rektors

titel

04 Festakt zum Jubiläum

08 Jubiläumsband

09 Talkshow mit Rückschau

10 Hochschulorchester wird 30

11 Gut gestärkt seit 25 Jahren

aktuell

12 Integration in den Arbeitsmarkt

13 Hochschulrat neu besetzt

13 In Vorstand gewählt

14 Professionelle Steuerung

master

16 Fordern und fördern

18 Masterthesis:

Interkommunale Zusammenarbeit

20 Your Europe 2013

20 UN-Planspiel

04

forschung

24 Publikationen

28 Code24: Zugmessung per Infrarot

28 Neues Projekt, neuer Mitarbeiter

29 Eröffnung Europäisches Kompetenz- und

Forschungszentrum Clustermanagement

menschen

30 „Gute Seele“ verabschiedet

31 Mitarbeiter geehrt

32 Dienstjubiläen und neuer Professor

partner

34 30 Jahre Euro-Institut

36 Kooperation mit Führungsakademie

37 Flirten beim Staatsanzeiger-Kongress

38 Einsteigerschulung für Datenschützer

39 Save the Date: 18. Kehler Forum

international

40 Zusammenarbeit mit Mali

42 Verwaltungssystem Vorbild für Russland

44 Studienreise Bulgarien

45 Pia Kipp trifft Ministerin

45 Viele internationale Gäste

campus

46 Bachelorstudenten verabschiedet

48 Exkursion: Festspielhaus Baden-Baden

50 6. Bachelorjahrgang startet

52 Exkursion: Herzzentrum Lahr

53 Zapfkurs bei Rothaus

53 Sommerfakultät in Meißen

54 Engagiert und zukunftsorientiert –

Hochschultag 2013

56 Freibier und Dosenstapeln

58 Grenzrose:

Mahnmal deutsch-französischer Geschichte

59 Bundestagswahl: Student kandidierte

60 Absolventin in Uganda

60 Grenzerfahrungen: Ausstellung und Finissage

60 Aufruf: Online-Umfrage demografischer Wandel

U3

verein der freunde

Beitrittserklärung

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40 JAHRE

wir feiern mit

Doppelgeburtstag

Hochschule Kehl und Ortenaukreis

feiern 40. Jubiläum

Zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt waren zum

Hochschulgeburtstag angereist

6 Feierlich, wissenschaftlich, international. Am Freitag,

den 12. April, feierte die Hochschule Kehl mit dem Ortenaukreis

ihren 40. Geburtstag. Rund 150 Teilnehmer hatten sich für

die sechs Arbeitskreise des Symposiums angemeldet.

Zum feierlichen Festakt war hoher Besuch aus Stuttgart angereist.

Innenminister Reinhold Gall MdL gratulierte zum Jubiläum.

Symposium mit sechs

Arbeitskreisen

„Wir wollen heute auch wissenschaftlich

arbeiten“, begrüßte Rektor

Prof. Paul Witt die Teilnehmer

des Symposiums, das tagsüber im

Vordergrund der Jubiläumsveran-

staltung stand. Gisela Erler, Staatsrätin

für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung,

machte mit ihrem

Vortrag „Bürgerbeteiligung – vom

Helfen zum Mitentscheiden“ den

Anfang.

Anschließend tauschten sich die

Experten der Hochschule gemeinsam

mit Fachleuten des Landratsamts

Ortenaukreis und den Teilnehmern

in sechs verschiedenen

Arbeitskreisen aus. Energiepolitik,

Finanzen, Europa, Bürgerengagement

oder Personalmanagement

im demografischen Wandel waren

dabei die zentralen Themen. Oft

wird die Hochschule als „Bürgermeisterschmiede“

bezeichnet, und

so durfte auch dieses Thema beim

Symposium nicht fehlen. Die rund

60 Teilnehmer des Bürgermeisterforums

tauschten sich mit Referenten

wie dem sogenannten Bürgermeister-Papst

Prof. Dr. Hans-Georg

Wehling über die Vorzüge und

Schwierigkeiten dieses Amtes aus.

Glückwünsche und

Ehrungen beim Festakt

Der Hochschulratsvorsitzende

Prof. Stefan Gläser, Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied des Städtetags

Baden-Württemberg, und

Landrat Frank Scherer begrüßten

am Abend die zahlreichen Gäste

zum Festakt in der Aula. „Die Hochschule

Kehl ist unsere Kaderschmiede“,

betonte Landrat Scherer. Das

war mit ein Grund dafür, den 40. Geburtstag

von Landkreis und Hochschule

gemeinsam zu feiern.

„40 Jahre – und noch keine Alterserscheinungen,

reich an Erfahrung,

an den Umgang mit Herausforderungen

gewöhnt, stets bereit

für Neues, für Innovatives, voller

Tatendrang und Schaffenskraft.“

Kaum hätte man die Entwicklung

der Hochschule besser beschreiben

können, als es Innenminister

Reinhold Gall MdL in seiner Festansprache

tat.

„Es tut gut, gelobt zu werden“,

bedankte sich Rektor Witt bei den

Rednern. Schließlich konnte auch

er Lob aussprechen. Im Namen der

Hochschule verlieh er dem ehemaligen

stellvertretenden Hochschulratsvorsitzenden

und Regierungspräsidenten

a.D. Dr. Sven von

Ungern-Sternberg und Ministerialdirektor

Dr. Herbert O. Zinell die

Ehrensenatorenwürde. Der langjährige

Lehrbeauftragte Thomas

Maier, stellvertretender Leiter des

Offenburger Finanzamts, wurde

mit einer Honorarprofessur für

sein außerordentliches Engagement

für die Hochschule vor allem

im Bereich der Lehre geehrt.

v.l.: Rektor Prof. Paul Witt, Innenminister Reinhold

Gall MdL, Harald Gentsch (VdV)

v.l.: Der Gründungsrektor Prof. Dr. Hermann Wunsch,

Edmund Köchlin, Prof. Hartmut Kübler

In Feierlaune: Staatsrätin Gisela Erler fühlte sich

wohl und blieb noch ein bisschen

Für Verdienste ausgezeichnet: Honorarprofessur

und zwei Ehrensenatoren-Titel verliehen

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Internationale Gäste

und Projekte

Auch viele internationale Gäste

aus Frankreich, Russland, Polen,

Südafrika, den USA und der

Schweiz waren der Einladung gefolgt.

Die Hochschule Kehl führt

mit ihren Partnern internationale

Projekte durch (siehe ab Seite 42).

Früher und heute

1971 begann der Lehrbetrieb

in Kehl mit 186 Studierenden. Am

1. April 1973 erhielt die Bildungseinrichtung

schließlich den Hochschulstatus.

Im März 2014 werden

aufgrund der Erhöhung der Zulassungszahl

erstmals 403 Studierende

das Bachelorstudium beginnen.

Insgesamt sind im Bachelor- und

den drei Masterstudiengängen rund

1020 Studierende immatrikuliert.

Derzeit lehren 36 hauptamtliche

Professoren und mehr als 250 Lehrbeauftragte

an der Hochschule.

Gelassene Stimmung bei der Pressekonferenz

mit Innenminister Reinhold Gall MdL

Sechs Arbeitskreise, sechs Themenschwerpunkte,

rund 150 Teilnehmer

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Kaum ein anderer Begriff wird

in politischen Diskussionen derart

inflationär verwendet wie der der

Nachhaltigkeit. So ist beispielsweise

von einer nachhaltigen Energiepolitik

oder einer nachhaltigen

Entwicklungshilfepolitik die Rede.

Es gibt kaum ein Politikfeld, bei

dem das Voranstellen des Adjektivs

nachhaltig einer Argumentation nicht

zu einer höheren Legitimität verhelfen

soll.

Während in der Forstwirtschaft

seit Jahrhunderten allgemein anerkannt

ist, dass eine Waldbewirtschaftung

dann nachhaltig ist, wenn

die jährlich eingeschlagene Holzmenge

nicht höher als der jährliche

Zuwachs des Waldes ist, sind die

Konturen des Begriffs Nachhaltigkeit

außerhalb dieses engen Bereichs

der Forstwirtschaft weitgehend

unscharf geblieben.

Was nun Nachhaltigkeit für den

kommunalen Bereich bedeuten kann

und was Kommunen zur Entwicklung

einer nachhaltigen Gesellschaft

beitragen können, diesen

Fragen gehen 30 Autoren auf gut

400 Seiten in dem von den beiden

Kehler Hochschulprofessoren Dr.

Jürgen Kegelmann und Dr. Kay-Uwe

Martens herausgegebenen Sammelband

zur kommunalen Nachhaltigkeit

nach. Erschienen ist das

Werk anlässlich des 40. Jubiläums

Kommunale Nachhaltigkeit

6 Buchbesprechung des Sammelbandes Kommunale

Nachhaltigkeit. Jubiläumsband zum 40-jährigen

Bestehen der Hochschule Kehl und des Ortenaukreises;

hrsg. von Prof. Dr. Jürgen Kegelmann und Prof. Dr.

Kay-Uwe Martens. Baden-Baden: Nomos, 2013.

der Hochschule für öffentliche

Verwaltung Kehl und des Ortenaukreises

im renommierten Nomos

Verlag.

Entsprechend der auf die UN-

Umweltkonferenz von Rio de Janeiro

im Jahr 1992 zurückgehenden

allgemeinen Zielbestimmung der

Nachhaltigkeit nach dem Drei-Säulen-Konzept,

wonach das Erhalten

der natürlichen Ressourcen, die

wirtschaftliche Entwicklung und

das Herstellen sozialer Gerechtigkeit

gleichrangige Ziele sind, die

dauerhaft und generationsübergreifend

zu verwirklichen sind,

gliedert sich der Sammelband in

Beiträge zur ökologischen, finanziellen

und sozialen Nachhaltigkeit

im kommunalen Bereich. Abgerundet

wird der Band mit zwei Überblicksaufsätzen

zur Geschichte des

Ortenaukreises und der Hochschule

Kehl sowie Beiträgen zu nachhaltigen

Verwaltungsstrukturen und

Beteiligungsprozessen auf kommunaler

Ebene und zu „nachhaltigen

Akteuren“ in den Kommunen. So

zeichnet etwa der Kehler Rektor

Prof. Paul Witt die Erfolgs- und

Misserfolgskriterien bei Bürgermeister-

und Oberbürgermeisterwahlen

in Baden-Württemberg auf.

Stehen bei den Artikeln zur ökologischen

Nachhaltigkeit rechtliche

Fragestellungen des städtebaulichen

Planungs- und Umweltrechts

im Mittelpunkt, befassen sich die

Beiträge zur finanziellen Nachhaltigkeit

mit den Möglichkeiten, die

das (neue) Haushaltsrecht den

Kommunen zur Politikgestaltung

und einer für den Bürger transparenten

Kommunalpolitik gibt.

Schließlich gehen die beiden Aufsätze

zur sozialen Nachhaltigkeit

der Vereinbarkeit von Beruf und

Familie nach.

Der Vorzug dieses Sammelbandes

liegt in der großen thematischen

Bandbreite der Aufsätze.

Studierende der Verwaltungswissenschaft

werden bei der Suche

nach einem Thema für ihre Bachelorarbeit

Anregungen erhalten, der

ein oder anderen offenen Frage

vertiefend nachzugehen.

Die Autoren dieses Sammelwerkes,

die zumeist als Professoren

oder Lehrbeauftragte der Hochschule

Kehl verbunden sind, geben

einen eindrucksvollen Nachweis

der Vielfalt und Qualität der Lehrund

Forschungstätigkeit an der

Kehler Hochschule. Zu Recht hat

sich die Hochschule Kehl in den

vergangenen 40 Jahren ihres Bestehens

den Ruf erarbeitet, zu den

führenden Verwaltungshochschulen

in Deutschland zu zählen. Der

vorliegende Jubiläumsband zur

kommunalen Nachhaltigkeit ist ein

bemerkenswerter Beleg dafür.

Dr. Dr. Jürgen Louis

Gesprächsrunde

4 Rektoren, 4 Dozenten, 4 Absolventen

Es war schon etwas Besonderes, alle Rektoren zu

dieser Jubiläums-Talkshow einladen zu können.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Kay-Uwe Martens und

Vanessa Schmidt produzierten Studierende eine Jubiläums-DVD

bzw. Blu-ray in HD. In drei Runden saßen

jeweils die vier Rektoren, vier amtierende oder ehemalige

Dozenten und vier ehemalige Studierende zusammen.

Prominentester Gast war sicher Dr. Herbert

O. Zinell. Der heutige Ministerialdirigent war einer der

Absolventen des allerersten Abschlussjahrgangs und

konnte sich noch gut an die Zeit vor über 40

Jahren an der Hochschule erinnern.

Sie haben Interesse an dieser

besonderen Jubiläums-DVD? Dann

schreiben Sie eine E-Mail an Vanessa

Schmidt (presse@hs-kehl.de).

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30 Jahre Hochschulorchester 1987), Silke Brugger (Altsaxophon,

25 Jahre Mensa Kehl

Sonne zum Jubiläum

6 Das Hochschulorchester feierte 30. Geburtstag.

Mit Musikern der ersten Stunde wurde das diesjährige

Open-Air-Konzert zu etwas ganz Besonderem.

30 Jahre Hochschulorchester: 12 ehemalige

Orchestermitglieder ließen es

sich nicht nehmen, beim Jubiläumskonzert

mitzuspielen. Edmund Köchlin

(Mitte) gründete das Orchester 1983 mit

dem damaligen Studenten Günther Hotz

(links außen). Ein Dutzend Musiker aus

verschiedenen Abschlussjahrgängen:

Günther Hotz (Dirigent, 1984), Helga

Jöchle (Baritonsaxophon, 1984), Michael

Mohrlock (Fagott, 1985), Uwe Grüner

(Bariton, 1985), Günther Straub (F-Horn,

1991), Michael Rais (Tenorsaxophon,

1991), Andreas Friedmann (Trompete,

2000), Miriam Martin (Posaune, 2003),

Sascha Enßlin (Tenorhorn, 2008),

Benedikt Mayer (Posaune, 2008),

Birgit Pitz (Saxophon, 2011)

Rund zwei Millionen Gäste

6 40 Jahre Hochschule und Ortenaukreis, 30 Jahre

Hochschulorchester. Die Mensa ist nun mit 25 Jahren

„die Jüngste im Bunde“.

Gute Zusammenarbeit honoriert:

Rektor Prof. Paul Witt (rechts) und

Renate Heyberger (links) bedankten

sich bei Mensa-Chef Wolfgang Vogler

(Mitte) und Elke Finkbeiner (unten)

Mit dem Studenten Günther Hotz

hat der damalige Hausmeister

Edmund Köchlin das Hochschulorchester

1983 ins Leben gerufen.

Als Günther Hotz das „Hoch Badnerland“

beim diesjährigen Jubiläums-

Open-Air-Konzert dirigierte, lugte

auch die Sonne hinter den Wolken

hervor. Getreu dem Motto 㤠40

VwGO … der Weg zum Sommer ist

eröffnet“. Danach übernahm wieder

Studentin Dorothee Seidl den Dirigierstock.

Der Hochschulchor unter

Leitung von Patricia Kammerer

sorgte mit „Waka Waka“, dem Song

der Fußball-Weltmeisterschaft 2010,

für gute Stimmung. Mit Hits wie

„Summer of ’69“ rockte die Hochschulband

den Campus.

Ohne Edmund Köchlin

gäbe es kein

Hochschulorchester

Obwohl sich dessen Besetzung

ständig ändert, konnte das

Hochschulorchester bereits über

drei Jahrzehnte hinweg fortbestehen.

Während die Studierenden

kommen und gehen, blieb einer

stets dabei: Edmund Köchlin.

Die Musik verbindet den 75-Jährigen

noch heute mit der Hochschule

Kehl. Auch die Unterstützung

durch die Rektoren hatte

den Fortbestand des Orchesters

gesichert. Prof. Paul Witt hofft, dass

Edmund Köchlin noch mindestens

so lange bleibt, wie Witt Rektor der

Hochschule ist. Die nächsten sechs

Jahre musikalische Freuden sollten

damit gesichert sein.

Seit seiner Gründung war das

Hochschulorchester nicht mehr wegzudenken.

Die Studierenden musizierten

beim Richtfest und der Einweihungsfeier

für das neue Lehrsaalgebäude

und vielen anderen

offiziellen Veranstaltungen. Sogar

im Weißen Saal im Neuen Schloss

der Landeshauptstadt Stuttgart

sorgten die Kehler Musiker 1987

bei einem Festakt für einen stimmungsvollen

Rahmen. Im ganzen

Ländle hatte sich das Hochschul-

Blasorchester damit bekannt gemacht.

Zu den prominenten Fans

zählen Erwin Teufel, Ministerpräsident

a.D. und Ehrensenator der

Hochschule, Hochschulratsvorsitzender

Prof. Stefan Gläser und

einige aktuelle Landespolitiker.

Dass die Studierenden immer

jünger werden und Edmund Köchlin

nun mal immer älter wird, ist

allerdings für beide Seiten kein

Problem. „Im Gegenteil, irgendwie

habe ich das Gefühl, dass sie sich

aufgehoben fühlen. Sie freuen sich

riesig, dass so jemand wie ich dabei

ist. Einer, der sich hier auch

mit allem auskennt“, freut sich der

75-Jährige. Edmund Köchlin mache

die Hochschule mit dem Orchester

zu einem Ort, an dem man sich

wohlfühlt, so ein Student.

Mehr als 100.000 Schnitzel, 30.000

Kilogramm Nudeln und doppelt so

viele Kartoffeln wanderten in den

vergangenen 25 Jahren über die

Ausgabetheke der Kehler Hochschulmensa.

Insgesamt etwa zwei

Millionen Gäste hat das Mensateam

seit 1988 verköstigt, so Renate

Heyberger. Die stellvertretende

Geschäftsführerin des Studentenwerks

Freiburg hat die Bauphase

der Mensa damals begleitet. Das

Studentenwerk betreibt rund 20

Mensen und Cafeterien von Freiburg

bis Villingen.

Anlässlich des 25. Jubiläums der

Mensa gab es Jägerschnitzel mit

Spätzle für einen Euro. Das gab es

damals bei der Eröffnung nämlich

auch, erinnerte sich der damalige

Mensa-Chef Wilfried Bläsi. Seit 14

Jahren schwingt Chefkoch Wolfgang

Vogler den Kochlöffel. 15 Mitarbeiter

in Voll- und Teilzeit unterstützen

ihn dabei. Rund 600 Mahlzeiten

bereitet das Team täglich zu.

„Zuvor gab es hier einen Getränkeautomaten

und ein Abo-Essen

im Foyer, das angeliefert wurde“,

erinnerte sich Gründungsrektor

Prof. Dr. Hermann Wunsch. Er hatte

damals die Initiative ergriffen und

dafür gesorgt, dass die Beamtenanwärter

gut gestärkt die Vorlesungen

besuchen konnten. Wunsch

saß damals im Verwaltungsrat

des Studentenwerks Freiburg. Das

ist ein Kontrollorgan, in dem alle

Hochschulen und Universitäten

des Bezirks Freiburg vertreten sind.

Die Alternative zu einer Mensa wäre

die private Versorgung durch einen

Zulieferer gewesen. „Ich bin mit

Herrn Wunsch einer Meinung, dass

der Bau der Mensa damals eine

sehr gute Entscheidung war. Die

Versorgung durch das Studentenwerk

läuft hervorragend“, freute

sich Rektor Prof. Paul Witt. Er bedankte

sich für die gute Bewirtung

bei Chefkoch Vogler und auch bei

Elke Finkbeiner, die in der Cafeteria

für Kaffee und Snacks sorgt.

Doch bevor sich die Gäste auf

Einladung des Studentenwerks ein

Glas Sekt gönnen konnten, wurde

die Mensa zum Tanzlokal. Mit einem

Flashmob überraschten einige

Studentinnen die Mensabesucher

und sorgten ordentlich für Stimmung.

Schon damals verbrachten

die Studierenden viele gesellige

Abende in den Kantinenräumen.

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NACHGEFRAGT

Prof. Dr. Jürgen Kegelmann

Diesen Fragen hat sich ein interdisziplinäres Team

des Instituts für angewandte Forschung (IAF) der

Hochschule Kehl gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe

gestellt. Das Team konnte rechtliche Spielräume ausmachen.

Die Stadt Karlsruhe hat nun ein Konzept mit

konkreten Maßnahmen, die sie als Kommune ergreifen

kann. Wie die Experten dabei vorgingen, verraten sie

im Klartext.

In einem ersten Schritt erarbeitete der Sozialrechtsexperte

Prof. Dr. Andreas Pattar eine profunde

rechtliche Stellungnahme über die Möglichkeiten

kommunaler Arbeitsmarktpolitik. In einem zweiten

Schritt wurden die organisatorischen und finanziellen

Grundlagen „kommunaler Arbeitsmarktpolitik“ in

Karlsruhe erhoben. Wer sind die wichtigsten Akteure

und Träger? Wie sind sie organisiert und finanziert?

Im Ergebnis stand ein Überblick über die Träger- und

Hilfsinfrastruktur „kommunaler Arbeitsmarktpolitik“

in Karlsruhe. Prof. Dr. Aribert Kopnarski, ehemaliger

Sozialamtsleiter und versierter Sozialplanungsexperte,

wertete darüber hinaus wichtige arbeitsmarkt- und

sozialpolitische Daten aus.

Mit Hilfe dieser „analytischen“ Grundlagen wurde im

Rahmen von Workshops über Stärken und Schwächen

und die sich daraus abzuleitenden Ziele, Handlungsfelder

und Maßnahmen diskutiert. So wurde beispielsweise

sehr deutlich, dass es in einem Stadtteil einen

weit überproportionalen Anteil an alleinerziehenden

Hilfeempfänger gibt. Die gemeinsam erarbeiteten

Ergebnisse wurden abschließend vom Projektteam

der Hochschule Kehl gebündelt und in „Vorschläge

Zurück auf

den Arbeitsmarkt

Kann eine Kommune kommunale Arbeitsmarktpolitik

betreiben? Kann sie versuchen, Leistungsempfänger

der sozialen Sicherungssysteme in den Arbeitsmarkt

zu integrieren? Darf sie das überhaupt? Sind ihr da

nicht die „Hände gebunden“ durch andere Zuständigkeiten

und Finanzierungen? Ist das nicht Sache der

Bundesanstalt für Arbeit?

und Handlungsempfehlungen“ gegossen, die in der für

das Projekt gebildeten Lenkungsgruppe und im Sozialausschuss

vorgestellt wurden.

„Wir haben nun ein klareres Verständnis über die

Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Arbeitsmarktpolitik

und über die nächsten Schritte, die wir gehen

können. Auch wurden, gemeinsam mit Verantwortlichen

und Mitarbeitern, viele konkrete Umsetzungsmöglichkeiten

diskutiert, die uns nun als Grundlage dienen.

Die Unterstützung des Instituts für angewandte

Forschung der Hochschule Kehl hat uns hierbei sehr

wertvolle Dienste geleistet. Insbesondere, dass die Unterstützung

„aus einer Hand“ war und rechtliche, inhaltliche

und organisatorische Dimensionen umfasste,

war hilfreich.“ – Alfred Dietz, Stadt Karlsruhe

Vorgehen im Projekt

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Kegelmann Telefon 07851/894-101

Geschäftsführer IAF kegelmann@hs-kehl.de

Hochschulrat verabschiedet Mitglieder

Der Hochschulrat ist das wichtigste

Entscheidungsgremium der

Hochschule. Er trägt die Verantwortung

über die Entwicklung der Hochschule.

Vier der insgesamt sieben

Mitglieder verabschiedete Hochschulratsvorsitzender

Prof. Stefan

Gläser Ende des letzten Jahres.

Dr. Sven von Ungern-Sternberg

durfte acht Jahre lang über Maßnahmen

zum Wohl der Hochschule

mitentscheiden und war zuletzt

stellvertretender Vorsitzender im

Hochschulrat. Unter anderem als

Baubürgermeister hat sich Ungern-

Sternberg in der Region Freiburg

einen Namen gemacht. Neun Jahre

lang war der Jurist und Volkswirt

bis 2007 Regierungspräsident in

Freiburg.

Verband hat gewählt

Prof. Witt neues Vorstandsmitglied

Die Vertreter des Verbands der Verwaltungsbeamten

in Baden-Württemberg (VdV) wählten in ihrer

Versammlung im Oktober 2012 Rektor Prof. Paul Witt

zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden. Neuer Verbandsvorsitzender

ist Jochen Müller, Bürgermeister

der Stadt Korb. Als weitere Stellvertreterin wählten

die Verbandsmitglieder die Rektorin der Hochschule

für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg,

Dr. Claudia Stöckle.

Der 19-köpfige Vorstand besteht aus Vertretern aus

der Beamtenschaft des Landes und der Kommunen,

Bereits seit 30 Jahren ist Dr.

Heinz-Joachim Peters Professor an

der Kehler Verwaltungshochschule.

Sechs Jahre war der Jurist nun Mitglied

im Hochschulrat. Zu seinen

Aufgaben an der Hochschule zählt

neben der Lehre die Weiterentwicklung

des Faches Europäisches

Umweltrecht.

Drei Jahre lang waren auch Prof.

Dr. Jürgen Fischer und Diplom-

Verwaltungswirtin Christina Jenne

Mitglied im Hochschulrat. Der

Psychologe war bereits an mehreren

Universitäten wissenschaftlicher

Angestellter, bis er vor mehr

als 15 Jahren als solcher nach Kehl

kam. Heute ist der Hochschulprofessor

Studiendekan des Masterstudiengangs

Public Management.

Prof. Stefan Gläser verabschiedete Prof. Dr. Jürgen Fischer,

Prof. Dr. Heinz-Joachim Peters, Christina Jenne und Dr. Sven

von Ungern-Sternberg, Regierungspräsident a.D. (v.l.n.r.)

Christina Jenne war selbst Studentin

der Kehler Hochschule und arbeitete

nach ihrem Abschluss ein

Jahr lang im Studierendenbüro

und Prüfungsamt. Seit November

2012 arbeitet sie bei der Gemeinde

Eichstetten.

Mit der Verabschiedung der vier

Hochschulratsmitglieder begann die

erste Amtszeit der neuen Mitentscheider

im Hochschulrat. Regierungspräsidentin

Bärbel Schäfer

vom Regierungspräsidium Freiburg

übernimmt die Funktion der stellvertretenden

Vorsitzenden. Neue

interne Mitglieder sind Prof. Dr.

Kathi Gassner, Prof. Dr. Roland

Böhmer und Verwaltungsmitarbeiterin

Marlene Krech.

aus Hochschulvertretern und auch aus zwei Studierendenvertretern.

Die Vorstandschaft tagt in der

Regel alle zwei Monate in Stuttgart und trifft die für

den Verband der Verwaltungsbeamten wesentlichen

Entscheidungen. Besonderer Gast der Versammlung

in Wernau (Neckar) war Staatssekretär und Chef der

Staatskanzlei Klaus-Peter Murawski. Die Vertreterversammlung

findet alle vier Jahre statt.

Rektor Prof. Paul Witt, der Verbandsvorsitzende

Jochen Müller und Dr. Claudia Stöckle freuen sich

über das Vertrauen.

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Steuerungsgrundlage

Basis erfolgreicher Kommunalpolitik

6 Der Gemeinderat der Stadt Rastatt entwickelte eine umfassende,

wirkungsorientierte Steuerungsgrundlage.

Das neue Kommunale Haushalts-

und Rechnungswesen (NKHR)

in Baden-Württemberg muss bis

zum 1. Januar 2020 in den Landkreisen,

Städten und Gemeinden

eingeführt werden. Die Mitarbeiter

der kommunalen Landratsämter

und Rathäuser arbeiten bereits mit

den neuen Instrumenten oder sind

gerade dabei, die Umstellung auf

das NKHR vorzubereiten. Damit

wird dem ersten Teil des Reformbeschlusses

der Innenministerkonferenz

(IMK) zur Umstellung auf das

NKHR zunächst genügend Rechnung

getragen, weil die bislang

zahlungsorientierte (Kameralistik)

durch eine ressourcenorientierte

Darstellungsform (Doppik) ersetzt

wird.

Der zweite Teil des Reformbeschlusses

der IMK ist damit jedoch

noch nicht erfüllt. Zusätzlich wird

gefordert, die Steuerung der Kommunalverwaltungen

von der herkömmlichen

Bereitstellung von Ausgabeermächtigungen

(Input-Steuerung)

über die Vorgabe von Zielen

für die kommunalen Dienstleistungen

(Output-Steuerung) bis

hin zu einer wirkungsorientierten

Steuerung (Outcome-Steuerung)

auszubauen, um einen zielorientierten

Einsatz knapper Ressourcen

zu ermöglichen. Die IMK erwartet

damit einen grundlegenden

Wandel der kommunalen Haushaltswirtschaft,

da die Umstellung

des Rechnungswesens allein nicht

genügt, um die Steuerungsqualität

der doppischen Haushaltspläne zu

verbessern. Die Instrumente unterstützen

politische Gestaltung,

ersetzen sie aber nicht.

Vor diesem Hintergrund hat der

Gemeinderat der Stadt Rastatt, unter

Vorsitz von Oberbürgermeister

Jürgen Pütsch, die strategischen

Ziele, die als Grundlage der Haushaltsplanung

dienen sollen, in

einem zweitätigen Seminar erarbeitet.

Hierzu wurde das betriebswirtschaftliche

Instrument der

„Balanced Scorecard“ (ausgeglichene

Zielkarte) verwendet, um abgestimmte

Ziele als Grundlage für

Weiß, wie erfolgreiche Kommunalpolitik möglich wird:

Prof. Dr. Roland Böhmer

die Haushaltsplanung zu entwickeln.

Als Zeithorizont wurden die nächsten

fünf bis acht Jahre gewählt.

Nach einem einführenden Vortrag,

in dem der bestehende Haushaltsplan

analysiert und die Vorteile

der neuen haushaltsrechtlichen

Instrumente verdeutlicht

wurden, haben die Gemeinderäte,

mit Unterstützung der Verwaltung,

zunächst in Kleingruppen die angestrebten

Wirkungsziele (Effektivität)

in den Zielfeldern „Aufgabenerfüllung“,

„Bürgerorientierung“,

„Mitarbeiterorientierung“ und „Wirtschaftlichkeit“

erarbeitet. Die einzelnen

Besprechungsergebnisse

diskutierten die Teilnehmer anschließend

und fassten die jeweils

wichtigsten Ziele in einer gemeinsamen

Zielkarte zusammen. Dies

war ein wichtiges Resultat, da diese

Ziele die Grundlage zukünftiger

Haushaltsplanungen sein sollten.

Zum Schluss dieser steuerungsrelevanten

Arbeit wurden noch Zielverflechtungen

und -hierarchien

herausgearbeitet, bevor schließlich

die fünf wichtigsten Wirkungsziele

von den Gemeinderäten ausgewählt

wurden.

Das jährliche Entwickeln, Hinterfragen,

Aktualisieren und Priorisieren

der angestrebten Wirkungsziele

(Frage: „Was wollen wir

erreichen?“) im Rahmen des NKHR

ist die bedeutendste Aufgabe des

Gemeinderates zur Vorbereitung

der Haushaltsplanung. Durch die

Vorgabe dieser mittelfristigen Ziele

konzentriert sich der Gemeinderat

auf die steuerungsrelevanten Aufgaben

bzw. Dienstleistungen, und

die Verwaltung entwickelt hieraus

konkrete („SMARTE“) Vorschläge,

die in den Haushaltsplanentwurf

eingebracht werden. Der Gemeinderat

entscheidet schließlich im

Rahmen der Haushaltsplanberatungen

bzw. beim Beschluss der

Haushaltssatzung über die von

der Verwaltung zur Umsetzung

der ausgewählten Wirkungsziele

vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen.

Im Rahmen des Berichtswesens

berichtet die Verwaltung

regelmäßig unterjährig über die im

Sinne der Zielerreichung durchgeführten

Maßnahmen.

Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge

wurde in der Klausurtagung

der Gemeinderat ausnahmsweise

auch mit der Erarbeitung

konkreter Maßnahmen und

Kennzahlen in Zusammenarbeit

mit der Verwaltung betraut. Hierbei

wurde ebenfalls die Handhabung

mit dem neuen Haushaltsplan

eingeübt.

In Kleingruppen erarbeiteten die Rastatter Gemeinderäte ihre

Ziele. Prof. Dieter Brettschneider gab Anregungen

Zukünftig sollen die Zielvorgaben

des Gemeinderates jährlich

zu Beginn der Haushaltsplanung

im Rahmen einer Strategieklausur

mittels der „Balanced Scorecard“

(BSC) festgelegt werden. Als Einstieg

in die Diskussion dient dann

jeweils die im Vorjahr erarbeitete

BSC.

Eine derartige Klausurtagung

zur Erarbeitung von Wirkungszielen

wurde ebenfalls in den Städten

Emmendingen, Rheinfelden,

Bretten, Bad Krozingen und verschiedenen

Gemeinden erfolgreich

durchgeführt.

Ansprechpartner:

Prof. Dieter Brettschneider

(brettschneider@hs-kehl.de)

Prof. Dr. Roland Böhmer

(boehmer@hs-kehl.de)

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aktuell | klartext_0213_15


Master Public Management

Führungsmaster fordert und fördert

6 Der berufsbegleitende Masterstudiengang Public Management

wird seit 2010 parallel an den Hochschulen in Kehl und

Ludwigsburg angeboten. Er startet in Kehl jährlich zu Beginn

des Wintersemesters mit einer achttägigen Präsenzphase, die

dieses Jahr vom 6. bis 14. September stattfand. Der erste Jahrgang

beendete in diesem Jahr das fünfsemestrige Studium.

Die 23 Absolventen des ersten Jahrgangs des Masterstudiengangs Public Management

haben mit ihrer Abschlussurkunde auch das nötige Rüstzeug für Führungsaufgaben in

der öffentlichen Verwaltung in der Tasche

Auswahlverfahren

Dem Masterstudium geht ein

Bewerbungsverfahren voraus, das

im Mai und Juni an den Hochschulen

stattfindet. Die Bewerbung umfasst

neben einem detaillierten

Lebenslauf sowie den Abschlussund

Arbeitszeugnissen ein Motivationsschreiben

und gegebenenfalls

ein Empfehlungsschreiben des derzeitigen

Arbeitgebers. Bewerbungsschluss

ist am 10. Mai eines

Jahres. Zwingende Voraussetzung

ist zudem ein bereits mit 180 ECTS-

Punkten abgeschlossenes Studium

und eine anschließende mindestens

zweijährige Berufserfahrung.

Von den mehr als 50 eingegangenen

Bewerbungen hatten über 30 Personen

einen „Kehler Hintergrund“

(Studium zum Diplom-Verwaltungswirt

bzw. Bachelor Public Management).

Beim ebenfalls im Mai

durchgeführten Auswahlverfahren,

das die Motivation und Leistungsbereitschaft

der Bewerber feststellen

soll, wurden 50 Bewerber nach

Kehl zu einem Einzelgespräch eingeladen.

Das Alter der Interessenten

lag zwischen 24 und 52 Jahren.

Jahrgang 2013

Das Durchschnittsalter der 25 zugelassenen

Teilnehmer des Jahrgangs

2013 liegt bei 32 Jahren.

Zehn Studenten und 15 Studentinnen

mehrheitlich aus Baden-Württemberg,

aber auch aus Rheinland-

Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-

Westfalen und Bayern starteten am

6. September mit dem sogenannten

Propädeutikum. Unter den

Studierenden befinden sich auch

15 Absolventinnen und Absolventen

aus Kehl. Die übrigen haben

unterschiedliche Studien absolviert:

Finanzverwaltung in Ludwigsburg,

Forstwirtschaft, Bibliothekswesen,

Soziologie und Literaturwissenschaften

an verschiedenen Universitäten

und Hochschulen. Aber

auch eine Dipl.-Betriebswirtin, ein

Dipl.-Sozialpädagoge, ein Dipl.-Kulturwirt

und eine Absolventin der

Verwaltungshochschule in Meißen

befinden sich unter den Teilnehmern.

Teilweise haben die Studierenden

bereits Führungspositionen als

Leiter oder stellvertretende Leiter

von Abteilungen oder Sachgebieten

inne, sind Controllerin, Kämmerer,

wissenschaftlicher Mitarbeiter oder

Sachbearbeiter.

Kehl berufsbegleitend

In den ersten Kehler Tagen

haben sich für das künftige Studium

Kleingruppen von je fünf Personen

gebildet, da im Rahmen von

drei Modulen Gruppen-Präsentationen

als Leistungsnachweis abzulegen

sind. In der ersten Woche gab

es neben den Kursen im Rahmen

des Moduls Selbstmanagement,

Führung und Ethik auch einen

gemeinsamen Abend in Straßburg

mit Studiengangleiter Prof. Dr.

Jürgen Fischer, Lehrbeauftragten

sowie den Mitarbeitenden des Studiengangmanagements,

Michaela

Klein, Thomas Gossner und Dr.

Stephan Peters. Künftig werden

die Studierenden während der Vorlesungszeit

durchschnittlich einmal

im Monat für ein zweitägiges

Seminar nach Kehl kommen (10

Lehrstunden pro Tag).

Fünf abwechslungsreiche

Semester

Die Studierenden erhalten während

des fünfsemestrigen Studiums

vertiefte Einblicke und Kenntnisse

in die Kernkompetenzen der Hochschule

Kehl: anwenderorientierte

Forschung und Praxis im Bereich

Verwaltungsführung. Hierzu stehen

den Teilnehmern für jeden Kurs

Studienbriefe zur Verfügung, die

in die einzelnen Themen der über

20 Kurse einführen. Vor der Veranstaltung

müssen die Studierenden

Aufgaben im Studienbrief

beantworten und im Rahmen der

Leistungsnachweise weiterführende

Lektüre mit spezifischeren Themenfeldern

vorbereiten. Die Modulinhalte

zielen darauf ab, heutige

Managementkenntnisse fachbezogen

zielgerichtet einzusetzen. Das

Fächerspektrum reicht von Organisationsmanagement,

E-Government

über Verwaltungs-, Verfassungsund

Europarecht, Arbeits- und

Dienstrecht, aber auch BWL und

VWL, Öffentlichkeitsarbeit bis hin

zu Politikwissenschaft und Wirtschaftsförderung.

Das Studium erfordert

daher neben Durchhaltevermögen

vor allem die Bereitschaft,

sich in die vielfältigen

Themen der Verwaltungspraxis einzuarbeiten

und diese zu vertiefen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt

dabei jeweils auf den Führungskompetenzen.

Aufstiegschancen

erhöhen sich

Die ersten vier Semester umfassen

Kurse in neun verschiedenen

Modulen. Das 10. Modul schließen

die Masterstudierenden nach dem

5. Semester mit der Masterarbeit

ab. Die Leistungsnachweise umfassen

neben Klausuren das Erstellen

von Hausarbeiten und Essays

sowie Präsentationen mit anschließenden

mündlichen Prüfungen.

Nach Abschluss winkt neben dem

zu erwartenden Erkenntniszuwachs

und der Masterurkunde vor allem

die Aussicht auf eine berufliche

Veränderung in Form einer anspruchs-

und verantwortungsvolleren

beruflichen Tätigkeit. Die

ersten Absolventen des Masterstudiengangs

Public Management

profitierten nicht nur von einer

lehrreichen Kehler Zeit, sondern

können nachweislich einen Karrieresprung

verzeichnen. Nach zweieinhalb

Jahren war es am 2. März

soweit. Die ersten 23 Absolventinnen

und Absolventen des berufsbegleitenden

Masterstudiengangs

Public Management nahmen ihre

Abschlussurkunden entgegen. Ein

erfolgreicher erster Jahrgang, bei

dem die Durchschnittsnote bei 2,1

lag.

„Es braucht junge Leute, die ihre

Chance und Möglichkeit ergreifen

und fachlich gut gerüstet Führungspositionen

in der öffentlichen

Verwaltung einnehmen“, betonte

Ehrensenator Willi Stächele und

forderte die frischgebackenen

Master dazu auf, Verantwortung

zu übernehmen. Einige Studierende

schafften bereits im Lauf

des Studiums mit einem Stellenwechsel

einen Karrieresprung. So

ist ein Studierender zum Bürgermeister

einer Gemeinde gewählt

worden.

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Information und Ansprechpartner unter: www.mpm-kehl.de

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Aus der Masterthesis von Michaela Schmidt

Interkommunale Zusammenarbeit

6 Was können Kommunen von privatwirtschaftlichen Unternehmen lernen?“

Das Organisationsmodell „Interkommunale Zusammenarbeit“ ist ein oft

genanntes Handlungskonzept für kleine, ländliche Kommunen, um langfristig

die zukünftigen Herausforderungen bewältigen zu können.

Die offensichtlichen Vorteile sowie

die Tatsache, dass Kommunen

schon seit dem 19. Jahrhundert in

unterschiedlichsten Formen zusammenarbeiten,

haben jedoch nicht

dazu geführt, dass die Kooperationsform

„Interkommunale Zusammenarbeit

in ausreichendem Maße

umgesetzt wird. So kam eine Studie

über den ländlichen Raum 2011 zum

Ergebnis1, dass eine zukunftsgerichtete

Entwicklung die Überwindung

der immer noch verbreiteten Kooperationsskepsis

lokalpolitischer Milieus

erfordere. Andere Wissenschaftler

berichten, dass die als sinnvoll

und nützlich bewerteten kommunalen

Kooperationen immer wieder

aufgrund spezifischer Besonderheiten

der Institution Gemeinde scheitern.

Daraus abgeleitet scheint es in

der kommunalen Praxis Hemmnisse

und Umsetzungsschwierigkeiten bei

„Interkommunaler Zusammenarbeit

zu geben. Im Fokus standen Erfolgsfaktoren

für das Eingehen und die

Umsetzung von Kooperationen.

Bei der Suche nach Antworten

zeigte sich, dass wissenschaftliche

Erkenntnisse über Erfolgsbedingungen

für die Zusammenarbeit zwischen

Kommunen bislang nur vereinzelt

vorliegen. In der Literatur

überwiegen Praxisberichte oder auf

Erfahrungen beruhende Handrei-

1) IREUS (Institut für Raumordnung und Entwicklungplanung)

Universität Stuttgart & Forschungsgruppe

Stadt+Umwelt (FGSU) Ludwigsburg (2011).

Der Beitrag der ländlichen Räume Baden-Württembergs

zu wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und

sozialer Kohäsion – Positionsbestimmung

und Zukunftsszenarien.

chungen von kommunalen Institutionen

und Verbänden. Demgegenüber

wird in der Privatwirtschaft

seit vielen Jahren über die Effizienz

und den Erfolg von Kooperationen

geforscht. Gleichzeitig kann die

Privatwirtschaft auf eine große Anzahl

an Kooperationen zurückgreifen.

Was können also Kommunen von

Privatunternehmen lernen? Gibt es

durch Studienergebnisse belegte

Erfolgsfaktoren, die auf Kommunen

übertragbar sind? Und wenn ja,

welche Schlussfolgerungen können

daraus gezogen werden?

Grundsätzliche Schwierigkeiten

bei der Beantwortung der Fragestellung

bereitete die Feststellung, dass

in der Wissenschaft unterschiedliche

Erfolgsbegriffe für Kooperationen

existieren. Dies galt es bei der Bewertung

der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Außerdem zeigen unabhängige

Studien für privatwirtschaftliche

Kooperationen eine hohe

Misserfolgsrate auf. So hatten Untersuchungen

der Beratungsunternehmen

McKinsey und Coopers & Lybrand

in den 80er Jahren zum Ergebnis,

dass 70 Prozent der untersuchten

Joint Ventures scheiterten. Knapp

20 Jahre später kam eine Nachfolge-

Studie zum selben Ergebnis. Ein

grundsätzliches Argument gegen

das Eingehen von Kooperationen?

In der Privatwirtschaft ist ein Trend

in diese Richtung nicht zu erkennen.

Daraus abgeleitet, schließt die hohe

Misserfolgsrate Kooperationen nicht

aus, insbesondere keine Kooperationen

zwischen Kommunen.

Inhalte der Untersuchung

Der Untersuchung lagen zwei Annahmen

(Hypothesen) zu Grunde.

1. Erkenntnisse über privatwirtschaftliche

Kooperationen können

auf kommunale Partnerschaften

übertragen werden.

2. Interkommunale Zusammenarbeit

ist nicht 1:1 mit privatwirtschaftlichen

Kooperationen vergleichbar.

Als Grundlage für die Untersuchung

wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten

zwischen Kommunen

und Privatunternehmen herausgearbeitet.

Als zentrale Unterscheidungsmerkmale

sind der politische

Einfluss auf die Ziele und Aufgaben,

die hierarchische Prägung des Steuerungssystems

sowie der Organisationskultur

und die größere Anzahl

an Entscheidungsträgern und Interessengruppen

in Gemeinden zu

nennen.

Welche grundlegenden Erkenntnisse

aus der Privatwirtschaft über

erfolgsbestimmende Faktoren bei

Kooperationen können für Kommunen

benannt werden?

Ergebnis der qualitativen Inhaltsanalyse

waren folgende Faktoren:

Gleichheit und Kompatibilität der

Ressourcen, ähnliche (Organisations-)

Kulturen, geringe Größenunterschiede,

langjährige Geschäftsbeziehungen,

redundante Aufgaben,

Abstimmung über die Koordination

der Zusammenarbeit (Verfügungsrechte,

Kontrolle, Formalisierung),

Abbildung 1:

Ablaufmodell der Untersuchung

Transparenz, Kooperationskompetenz,

Vertrauen, Commitment, Kommunikation

und Einbindung der

Mitarbeiterschaft.

Die Faktoren bildeten die Basis

für die Untersuchung der beiden

Kernfragen:

1. Sind die jeweiligen Erfolgsfaktoren

auf Kommunen übertragbar?

2. Welche hemmenden und fördernden

Faktoren in Bezug auf die

herausgearbeiteten Erfolgsfaktoren

können für kommunale Kooperationen

benannt werden, und

welche Schlussfolgerungen leiten

sich daraus ab?

Die gewonnenen Erkenntnisse

dienten als Basis dafür, mittels Argumentation

für jeden Erfolgsfaktor

Schlussfolgerungen für Gemeinden

ziehen zu können. Darüber hinaus

wurden jeweils ein für die Privatwirtschaft

und ein für Kommunen

vorgeschlagenes Vorgehensmodell

verglichen und Empfehlungen für

Gemeinden abgeleitet.

Ergebnisse

Nahezu alle Erfolgsfaktoren konnten

als übertragbar bewertet werden.

Es ließen sich im Vergleich zur

Privatwirtschaft besonders förderliche,

aber auch hemmende Bedingungen

aufzeigen, welche spezifische

Handlungsempfehlungen für

Kommunen zulassen. So scheinen

besonders Aufgaben und Ziele mit

geringem kommunalpolitischem

Einfluss bzw. Diskussionsbedarf

und wenigen unmittelbaren Auswirkungen

für die Interessengruppen

geeignet (bspw. verwaltungsinterne

Arbeiten, Pflichtaufgaben oder

Aufgaben mit klarer wirtschaftlicher

Zielsetzung). Neben der Organisationskultur

der Verwaltung sollte

ebenfalls die Kultur der Gemeinde

als Gesellschaft sowie die der Gemeinderatsmitglieder

vor Eingehen

einer Kooperation in den Blick genommen

werden. Insbesondere sind

langjährige Partnerschaften mit

gleich starken Gemeinden, Commitment,

die Einbindung der Mitarbeiterschaft

und eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit zu empfehlen. Es

bedarf einer offenen Zusammen-

Abbildung 2: Vorgehensmodell

bei Kooperationsprozessen –

Vorbereitungs- und Planungsphase

(Privatwirtschaft)

arbeit, Beziehungsmanagement, dem

Aufbau von informellen Strukturen

sowie der Verständigung über klare

Zielsetzungen. Nachbesserungsbedarf

stellte sich hinsichtlich der

Kooperationskompetenz sowie der

Managementinstrumente in Kommunen

heraus. Die Partnerwahl

sollte ähnlich wie in der Privatwirtschaft

(siehe Abbildung 2) strategisch

bedacht und nicht aufgrund

der örtlichen Nähe der Kommunen

getroffen werden. Als besonders

hemmend im Vergleich zur

Privatwirtschaft kristallisierten sich

die gesetzlichen Rahmenbedingungen

von „Interkommunaler Zusammenarbeit

heraus. Zu nennensind

das Steuerrecht, das Vergaberecht

sowie das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.

Die Ergebnisse

sind nicht verallgemeinerbar,

geben jedoch wichtige Anhaltspunkte

für Erfolgsbedingungen

von kommunalen Kooperationen

und zeigen weiteren Forschungsbedarf

auf. Es bleibt zu hoffen, dass

in Zukunft verstärkt auf dem Feld

„Interkommunale Zusammenarbeit

geforscht wird. Denn es handelt sich

hier um ein Organisationsmodell,

das für die Zukunftsfähigkeit insbesondere

kleiner, ländlicher Kommunen

von großer Bedeutung ist.

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Forum für Bürgerthemen in Brüssel

Your Europe 2013

6 2013 ist das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Anlass

führte der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) in Brüssel zu

Jahresbeginn ein Forum zum Thema „Your Europe 2013“ durch.

Die Teilnehmer waren überwiegend

Mitglieder des EWSA. Doch

auch einige Abgesandte von anderen

EU-Institutionen, staatlichen

Interessenvertretungen und zivilgesellschaftlichen

Organisationen

nahmen teil. Ziel der Veranstaltung

war es, wichtige europäische Themen

aus Bürgersicht zu identifizieren

und anschließend ausführlich

zu diskutieren. Der EWSA, der sich

als Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft

in Europa versteht

und ein Recht auf Anhörung bei Gesetzgebungsverfahren

auf europäischer

Ebene hat, erwies sich nicht

nur durch seine zentrale Lage im

Brüsseler EU-Viertel als geeigneter

Veranstaltungsort. Das inhaltliche

Programm wurde – anders als in

EU-Institutionen sonst üblich – getreu

dem Titel des Events nicht

vor Beginn des Treffens festgelegt.

Mehr als ein Plan-Spiel

MONUDS – UN Simulation

Gegenstand der diesjährigen UN-Simulation

Monuds Simulation war der andauernde Konflikt im

Kongo. Im rohstoffreichen Osten des Landes stehen

sich Regierungstruppen und Rebellengruppen gegenüber.

Ethnische Rivalitäten sowie Spannungen mit dem

Nachbarn Ruanda sorgen immer wieder für Konflikte.

Aus vielen unterschiedlichen Nationen kamen die

insgesamt 60 teilnehmenden Studierenden. Jedes Jahr

führen Prof. Dr. Gert Fieguth (Hochschule Kehl) und

Prof. Dr. Madjid Bouzar (Universität Straßburg) diese

Simulation gemeinsam durch. Die Präsidentin der

Generalversammlung, Elodie Nunes, eröffnete die

Generalversammlung, bei der jeder Delegierte eine

Minute Zeit hatte, um den Standpunkt seines Landes

Mit der sogenannten Open Space-

Methode erarbeiteten die Teilnehmer

das Programm im Laufe der

Veranstaltung selbst. Prof. Dr. Gert

Fieguth führte die Teilnehmer als

Moderator durch die beiden Tage.

Die Methode eignet sich insbesondere

für produktive Veranstaltungen

mit vielen Teilnehmern. Zunächst

erklärte Professor Fieguth die

Regeln der Open Space-Methode,

die für kreative Kommunikationsprozesse

von besonderer Bedeutung

sind. Anschließend durften die

Teilnehmer die Themen vorschlagen,

die ihnen besonders am Herz

lagen. So entstand eine Sammlung

unterschiedlichster thematischer

Workshops, für die sich die Teilnehmer

anmelden konnten. Das

Besondere am Open Space war die

Tatsache, dass man während den

Diskussionen in den Workshops

einfach zum nächsten Workshop

gehen durfte. Auf diese Weise war es

möglich, an mehreren Workshops

teilzunehmen. Die angeregten Diskussionen

führten die Teilnehmer

am kalten Buffet fort. Am Ende der

Workshops des ersten Tages erstellten

die Teilnehmer Dokumentationen,

die am Folgetag in gedruckter

Form verteilt wurden. Die Teilnehmer

konnten danach in einem

Workshop ihrer Wahl interessante

Themen noch intensiver besprechen.

Zu diesen Themen gehörten

unter anderem die Erziehung von

Schülern zu EU-Bürgern, die steigende

Jugendarbeitslosigkeit in

einigen EU-Mitgliedstaaten oder

die Kosten für ein Scheitern der EU.

Interessierte können die dokumentierten

Ergebnisse in englischer und

französischer Sprache unter www.

eesc.europa.eu/citizens nachlesen.

zum Konflikt im Kongo zu erläutern. Im Anschluss an

die Vollversammlung kamen die Delegierten in drei

Komitees zusammen, um Resolutionsvorschläge auszuhandeln.

Die drei Komitees befassten sich mit der Lage

der Menschenrechte, Abrüstung und Sicherheit sowie

Handel und Ressourcen. Innerhalb von drei Tagen

entwickelten die Studierenden Resolutionsentwürfe,

über die sie abstimmten. Mit vereinzelten Gegenstimmen

wurden alle drei erarbeiteten Resolutionen

verabschiedet. Bei der anschließenden Exkursion nach

Brüssel konnten die Studierenden das erlangte Wissen

zum Konflikt im Kongo mit Experten des Auswärtigen

Dienstes der Europäischen Union vertiefen.

„Mit unserer generalistischen

Ausbildung sind wir für die Zukunft

gewappnet“, freute sich Justyna

Laskowski, die das beste Abschlussergebnis

erreicht hat. Ihr und ihren

zwölf Kommilitonen stehen nun

viele berufliche Türen offen. „Die

Berufsaussichten sind heute besser

Frisch gebackene „Eurokraten“. Die Absolventen des Masterstudiengangs Europäisches

Verwaltungsmanagement haben gute Berufschancen. Justyna Laskowski (2. von links)

erreichte das beste Abschlussergebnis

Masterstudierende verabschiedet

Sehr gute Berufsaussichten

6 Noch immer gebe es vereinzelt Ressentiments zwischen den Deutschen und

ihren französischen Nachbarn. Umso wichtiger sei der europäisch ausgerichtete

Masterstudiengang Europäisches Verwaltungsmanagement. Oberbürgermeister

Dr. Günther Petry war Gastgeber für die Feier des diesjährigen Abschlussjahrgangs.

als damals“, erinnerte sich Norbert

Lins. Er hatte 2004 den Master mit

dem zweiten Jahrgang abgeschlossen.

Lins ist Kandidat für die Europawahl

2014. „Sie können getrost

mit viel Elan in die Zukunft blicken“,

betonte auch David Fenner,

der erste Vorsitzende der European

Masters Association e.V..

Trotz des Optimismus solle man

jedoch den Blick auf die Peripherie,

also die Grenzen Europas, nicht

verlieren, erinnerte Studiendekan

Prof. Dr. Gert Fieguth von der Hochschule

Kehl. Wie ein Krümelkäse

sehe Europa aus. Mit vielen Löchern

in der Mitte und Krümeln am äußeren

Rand. Die Peripherie aus diesem

Blickwinkel betrachtet sind

angrenzende Staaten wie die Türkei

beispielsweise. Die Absolventen

sollen sich somit vor allem auch als

„Architekten und Maurer sehen,

die Europa mitgestalten und ausbauen

können“, ermunterte Rektor

Prof. Paul Witt. Er gratulierte

zudem dem Absolventen Fabian

Kiehlmann, der als akademischer

Mitarbeiter an der Hochschule Kehl

tätig ist. Bereits seit Februar unterstützt

er das internationale Projekt

„Management von Clustern und regionalen

Netzwerken“ (Siehe Seite

24).

Besonders ergriffen war der

ehemalige Studiendekan Prof. Dr.

Dieter Kies von der Hochschule

Ludwigsburg. „Ich bin stolz darauf,

was aus Ihnen geworden ist“, sagte

Kies. Sein Amt als Studiendekan

gab Kies an Prof. Dr. Volkmar Kese

ab.

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Information und Ansprechpartner unter: www.euro-mpa.de

menschen | klartext_0213_21


Vorbild

Trinationales Projekt Clustermanagement

6 Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat in der

Oberrheinregion eine große Bedeutung. Dass diese hier

besonders gut funktioniert, davon ist der Präsident der

Vereinigung Europäischer Journalisten und Universitätsprofessor

Dr. Paolo Magagnotti aus Italien überzeugt.

INTERREG-Förderantrag für Master und

Kompetenzzentrum genehmigt

Seit dem Wintersemester 2012/2013 bietet die Hochschule Kehl gemeinsam mit

der Universität Straßburg den deutsch-französischen Masterstudiengang Management

von Clustern und regionalen Netzwerken an. Durch die Bewilligung des Förderantrags

können die Studiengebühren im zweiten bis vierten Semester erlassen

werden. Interessierte, die ihr Französisch noch verbessern möchten, erhalten Unterstützung

durch Sprachkurse vor und während des viersemestrigen Studiums. Auch

das Europäische Kompetenz- und Forschungszentrum Clustermanagement ist Teil

dieses INTERREG-Förderprogrammes. Das Zentrum wird am 14. November eröffnet.

Über dessen Aktivitäten werden wir regelmäßig berichten.

Zweiter Master-Jahrgang startet

Netzwerk-Experten von morgen

Dieses Projekt wird von der Europäischen

Union kofinanziert – Europäischer Fonds

für regionale Entwicklung (EFRE)

Besonders das trinationale Projekt

Management von Clustern und

regionalen Netzwerken (Clustermanagement)

hat es ihm angetan. Er

sieht es als Vorbild für die Europaregion

Tirol-Südtirol-Trentino in Norditalien.

Mit dem Projekt Clustermanagement

möchten die Hochschule

Kehl, die Universität Straßburg und

die Fachhochschule Nordwestschweiz

die grenzüberschreitende

Zusammenarbeit in der Oberrheinregion

fördern. Um mehr darüber

zu erfahren, traf sich Magagnotti

mit dem Kehler Projektleiter Prof.

Dr. Hansjörg Drewello und Prof. Dr.

Kay-Uwe Martens an der Hochschule.

Magagnotti beschäftigt sich seit

langem mit der Cluster-Thematik,

ist Professor an der University of

Trento in Italien und der West University

Timisoara in Rumänien, wo

er unter anderem Europapolitik

lehrt.

Der deutsch-französische Masterstudiengang

Management von

Clustern und regionalen Netzwerken

ist Teil des Projekts am Oberrhein.

Ein Austauschprogramm

von Studierenden und Dozenten

zwischen den Hochschulen in

der Oberrheinregion und Norditalien

könnte für beide Seiten

bereichernd sein. Zum trinationalen

Projekt gehört zudem

das Europäische Kompetenz- und

Forschungszentrum Clustermanage-

Vorbild für andere Grenzregionen. Prof. Dr. Paolo Magagnotti

(links) informierte sich über das trinationale Projekt Clustermanagement

an der Hochschule Kehl. (Rechts) Projektleiter

Prof. Dr. Hansjörg Drewello, Hochschule Kehl

ment. Das Institut befasst sich mit

der Qualität von Clustern, deren

Evaluation und entwickelt Weiterbildungsmaßnahmen

im Bereich

der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Drewello bot an, den

Italiener bei dessen Initiativen

mit den bisherigen Erfahrungen

aus dem Projekt zu unterstützen.

Das Projekt Clustermanagement

wird von der Europäischen

Union im Rahmen des Programms

Interreg IV Oberrhein gefördert.

Spannende Einblicke in die Wissenschaft und Praxis

von internationalen Netzwerken und Clustern erwartet die

Studierenden des zweiten Jahrgangs im deutsch-französischen

Masterstudiengang Management von Clustern und

regionalen Netzwerken. Die französische Bezeichnung

„Animateur de Cluster“ sollen die Studierenden durchaus

wörtlich nehmen, meinte Prof. Dr. Madjid Bouzar. Der

Leiter des Instituts für Übersetzer, Dolmetscher und internationale

Beziehungen (ITIRI) begrüßte gemeinsam mit

Studiengangleiter Prof. Dr. Hansjörg Drewello (Hochschule

internationale cluster-konferenz

Exkursion nach Fribourg (CH)

Nach dem ersten Semester in Ludwigsburg bzw. Straßburg setzten die Studierenden

der Masterstudiengänge Europäisches Verwaltungsmanagement und Management

von Clustern und regionalen Netzwerken im Sommersemester ihr Studium an

der Hochschule Kehl fort. Im Rahmen des Wahlpflichtfaches Clustermanagement

besuchten die Studierenden in Begleitung von Studiengangleiter Prof. Dr. Hansjörg

Drewello und Prof. Dr. Kay-Uwe Martens die internationale Cluster-Konferenz

„Clusters as Drivers of Competitiveness: Policy and Management Issues“ in Fribourg

(CH). Dort erhielten sie einen ersten Vorgeschmack auf das, was sie möglicherweise

nach ihrem Studium erwartet.

Kehl) die Studierenden an der Universität Straßburg.

Als „Animateure“ sollen die künftigen Cluster-Experten

Unternehmer animieren und motivieren, sich auch über

die Landesgrenzen hinweg zu vernetzen. So kann das

Innovationspotential beispielsweise im Bereich der Biotechnologie

oder der erneuerbaren Energien noch besser

ausgeschöpft werden. Im ersten Semester besuchen die

Studierenden die Vorlesungen an der Straßburger Uni.

Ab März 2014 studieren sie auf der anderen Rheinseite an

der Hochschule Kehl. Praktika ermöglichen den Studierenden

erste Kontakte mit der Praxis. Das Angebot an Praktikumsplätzen

in Unternehmensnetzwerken ist groß.

Bei einer Exkursion zur Europäischen Kommission nach

Brüssel lernen die Studierenden die Clusterpolitik der

Europäischen Union kennen. Die Masterarbeiten der

Studierenden werden zukünftig über das Europäische

Kompetenz- und Forschungszentrum Clustermanagement

koordiniert. Die Ergebnisse der Masterarbeiten sollen so

den Netzwerken in der Region zu Gute kommen.

22_klartext_0213 | master

Information und Ansprechpartner unter: www.master-clustermanagement.eu

master | klartext_0213_23


Neue Veröffentlichungen

der Professorenschaft

Böhmer, Roland

Ökonomische Nachhaltigkeit

durch Integration der

strategischen Planung in

die Haushaltsplanung, in:

Kommunale Nachhaltigkeit

Jubiläumsband zum

40-jährigen Bestehen der

Hochschule Kehl und des

Ortenaukreises, S. 150 –

162, Kegelmann/Martens

(Hrsg.), Nomos Verlag,

Baden-Baden 2013

Nachhaltige Integration

der strategischen Planung

in die Haushaltsplanung,

in: Rechnungswesen und

Controlling in der öffentlichen

Verwaltung (Loseblattsammlung,

Heft 4),

Gruppe 4, S. 191 – 208,

Kegelmann/Böhmer/

Willmann (Hrsg.), Haufe

Verlag, Mai 2013

Dietrich, Antje

„Unter Strom“: Ontologiebasierte

Wissensbasis für

Agenten innerhalb einer

Marktplattform für den

Handel von dezentral erzeugtem

Strom; IRIS 2013:

Internationales Rechtsinformatik-Symposium.

Salzburg, Tagungsband

Drewello, Hansjörg

Drewello, H.; Dittrich, I.;

Gütle, S. (2013): Kapazitätsbelastung

der Rheintalbahn

– Zugzahlmessung

mit Infrarottechnik.

In: Internationales Verkehrswesen,

4/2013

Drewello, H. (2013): Capacity

and use of capacity

of railway infrastructure

in the Upper Rhine Valley.

Proceedings of the European

Transport Conference.

Frankfurt a.M.

Drewello, H.; Gütle, S.

(2013): The need for investment

on the ‘Rheintalbahn’

in the Upper

Rhine Valley. Results of a

railway capacity analysis

by the town of Lahr. 2nd

Code24 report of action 9,

August 2013, Kehl

Drewello, H.; Bihler, P.

(2013): Das Konnexitätsprinzip

in der Praxis am

Beispiel des Kinderförderungsgesetzes

– Die Gemeinden

Trossingen und

Willstätt; in: Kegelmann,

J.; Martens, K.-U. (2013):

Kommunale Nachhaltigkeit,

Baden-Baden, 135 –

152

Drewello, H.; Grubert, U.

(2013): Identification of

hindrances, bottlenecks

and important location

factors for logistic companies

along the corridor

Rotterdam-Genoa. Results

of an internet survey in

2012. 1st Code24 report of

action 9, May 2013, Kehl

Drewello, H.; Günther,

H. (2012): Bottlenecks in

Railway Infrastructure –

Do they really exist? Proceedings

of the European

Transport Conference,

Glasgow/London

Fischer, Edmund

Finanzmanagement im

öffentlichen Sektor –

Budgets, Produkte, Ziele,

gemeinsam mit Hansjürgen

Bals, 3. Auflage,

München und Heidelberg

2013

Europäische Standards

zur Rechnungslegung des

öffentlichen Sektors!?,

in: Rechnungswesen und

Controlling in der öffentlichen

Verwaltung, Loseblattwerk,

hrsg. von J.

Kegelmann, R. Böhmer, H.

Willmann, Freiburg 2011,

Heft 9/2013, Freiburg

2010

Frey, Michael

Die Planung von Konzentrationszonen

nach § 35

Abs. 3 Satz 3 BauGB in

Landschaftsschutzgebieten,

VBlBW 2013, 241

Ausbau der Windkraft und

Bürgerbeteiligung, VBlBW

2013, 417

Problemkreise bei der

kommunalen Windkraftplanung

und Lösungsansätze:

Substantialität,

Zurückstellung und

Vorwirkung des Planvorbehalts,

DÖV 2013, 547.

Aktuelle Fragestellungen

bei der Normenkonrolle

gegen Windkraft-Flächennutzungspläne:

Antragsgegenstand,

Antragsbefugnis,

Rechtsschutzbedürfnis

und Präklusion,

NVwZ 2013, 1184

Hesselbarth, Thorsten

„Terrorismusbekämpfung

durch Ausweisung – von

der Überflüssigkeit eines

subjektiven Elements im

Tatbestand des § 54 Nr.

5 AufenthG“ in der ZAR

2013, Heft 9, S. 325 – 329

Hock, Klaus

Bremecker, D. & Hock, K.

(Hrsg.) (2013). TVöD – Lexikon

Verwaltung, Heft 2 –

8. Haufe Verlag, Freiburg

Bremecker, D. & Hock, K.

(Hrsg.) (2013). TVöD – Lexikon

Krankenhaus, Heft 2

– 8. Haufe Verlag, Freiburg

Bremecker, D. & Hock, K.

(Hrsg.) (2013). TVöD Office

Professional, Update Nr. 2

– 4. Haufe Verlag, Freiburg

Bremecker, D. & Hock, K.

(Hrsg.) (2013). TVöD Office

Verwaltung, Update Nr. 2

– 4 Haufe Verlag, Freiburg

Bremecker, D. & Hock, K.

(Hrsg.) (2013). TVöD Office

Krankenhaus, Update

Nr. 2 – 4. Haufe Verlag,

Freiburg

Hock, Stefanie/Hock,

Klaus: Die Berechnung

des pfändbaren Betrages

nach der Nettomethode,

ZTR 2013, S. 471 ff.

Hurrle, Beatrice

Hurrle, B. (2013) Steuerungsmodell

für ein

demografieorientiertes

Personalmanagement. In

Kegelmann/Böhmer/Willmann

(Hrg.): Rechnungswesen

& Controlling in der

öffentlichen Verwaltung.

Haufe, S. 405 – 420

Hurrle, B. / Fischer, J.

(2013). Organisationsund

Personalmanagement im

demographischen Wandel.

In Kegelmann/Martens

(Hrg.): Kommunale

Nachhaltigkeit. Haufe, S.

315 – 342

Kepert, Jan

Kommentierung zu § 34

SGB X, in juris-pk, ca. 15

Druckseiten

Rezension zu Kießling,

Die Abwehr terroristischer

und extremistischer Gefahren

durch Ausweisung,

Nomos 1. Auflage, Die

Rezensenten, Oktober

2012, http://dierezensenten.

blogspot.com

Staatliche Sozialleistungen

für Salafisten und

andere Extremisten, in

ZAR 2013, 19 – 24

Kommentierung von §§

6, 8b, 42, 90 SGB VIII, in

Lehr- und Praxiskommentar

SGB VIII, Hrsg.:

Kunkel, 5. Auflage Nomos,

erscheint Herbst 2013

Kommentierung von §§

1, 2, 8, 27, 33, 36, 74, 79a,

86, 86a, 86b, 86c, 86d, 87,

88, 91, 92, 93, SGB VIII,

Anhang 4 und 5 Verwaltungsverfahren,

§§ 1, 3

KKG in Lehr- und Praxiskommentar

SGB VIII,

Hrsg.: Kunkel, 5. Auflage

Nomos, erscheint Herbst

2013 (mit Peter-Christian

Kunkel)

Kientz, Jürgen

Ökonomische Nachhaltigkeit

durch Integration der

strategischen Planung in

die Haushaltsplanung, in:

Kommunale Nachhaltigkeit,

Jubiläumsband zum

40-jährigen Bestehen der

Hochschule Kehl und des

Ortenaukreises, S. 150 –

162, Kegelmann/Martens

(Hrsg.), Nomos Verlag,

Baden-Baden 2013

Nachhaltige Integration

der strategischen Planung

in die Haushaltsplanung,

in: Rechnungswesen und

Controlling in der öffentlichen

Verwaltung (Loseblattsammlung,

Heft 4),

Gruppe 4, S. 191 – 208,

Kegelmann/Böhmer/

Willmann (Hrsg.), Haufe

Verlag, Mai 2013

Martens, Kay-Uwe

Zivilrechtliche Verkehrsfähigkeit

von kommunalen

Leerrohren für Breitbandnetze,

BWGZ 2012, 456

Buchbesprechung von

Erkens, Andre; Der öffentlich-rechtliche

Rundfunk

und exklusive Sportberichterstattung,

UFITA

Archiv für Medien- und

Urheberrecht 2012, 590

Digitale Nachhaltigkeit

in: Kegelmann/Martens,

Kommunale Nachhaltigkeit,

Baden-Baden 2013

Buchbesprechung von

Grau, Tobias; Das Recht

der Gegendarstellung im

öffentlich-rechtlichen

Rundfunk, UFITA Archiv

für Medien- und Urheberrecht

2013, 304

Pattar, Andreas

Erstattungsansprüche bei

rechtswidrigen Ein-Euro-

Jobs. Zugleich Kommentierung

und Besprechung

der Urteile des BSG vom

13. 4. 2011 – B 14 AS 98/10

R und B 14 AS 101/10 R

sowie vom 27. 8. 2011 –

B 4 AS 1/10 R. Die Sozialgerichtsbarkeit

(SGb.)

2012, S. 631 – 640 und

699 – 704

In: Berlit, Uwe/Conradis,

Wolfgang/Sartorius, Ulrich

(Hrsg.): Existenzsicherungsrecht.

SGB II/SGB

XII/AsylbLG/Verfahrensrecht.

Handbuch. Baden-

Baden: Nomos, 2. Auflage

2013:

- Kapitel 10: Aktualitätsgrundsatz

und Leistungen

für die Vergangenheit.

S. 134 – 150

- Kapitel 49: Datenschutz

und Existenzsicherung.

S. 1004 – 1024

In: Kunkel, Peter-Christian

(Hrsg.): LPK-SGB VIII,

Baden-Baden: Nomos,

5. Aufl. 2013, in Vorbereitung:

- Kommentierungen zu

§ 2 KKG (Anhang 1 zu § 16

SGB VIII) und zum Betreuungsgeldrecht

(§§ 1, 4a,

4b, 4c, 4d, 5, 6, 7, 8, 10, 12,

13, 14, 27 BEEG, Anhang 2

zu § 16 SGB VIII) sowie

- Kommentierungen zu §§

9, 16, 36a, 89-89h, 95 SGB

VIII (mit Peter-Christian

Kunkel)

In: Mutschler, Bernd/Palsherm,

Ingo (Hrsg.): juris

Praxiskommentar SGB X.

Saarbrücken: juris-Verlag,

1. Aufl. 2013:

- Kommentierungen zu §§

33, 37 und 104 SGB X

Rechtsprechungsübersicht

zum Sozialrecht:

- 2. Halbjahr 2012. Zeitschrift

für Anwaltspraxis

(ZAP) 2013, Fach 18,

S. 1303 – 1318 (mit Ulrich

Sartorius)

- 1. Halbjahr 2013. ZAP

2013, Fach 18, in Vorbereitung

(mit Ulrich Sartorius).

24_klartext_0213 | forschung

forschung | klartext_0213_25


Peters, Heinz-Joachim

Nachhaltigkeit durch

Umweltplanungsrecht, in:

Kegelmann, Jürgen/

Martens, Kay-Uwe: Kommunale

Nachhaltigkeit,

Baden-Baden 2013

Der praktische Fall - Die

Demonstration am Bauzaun,

apf 2013/6

Der praktische Fall:

Tanz um die Behindertentoilette,

apf 2013/8 (mit

Stefan Stehle)

Schlabach, Erhard

Bodenschutzrecht in

Baden-Württemberg,

Kapitel 3.3.4 Flurbereinigung;

Kapitel 3.3.7 Bau,

Änderung, Unterhaltung

und Betrieb von Verkehrswegen;

Kapitel 3.3.18

Waldrecht. Im Handbuch

Bodenschutzrecht, in:

Fachzugang Recht – Fachdokumente

der Landesanstalt

für Umwelt, Messungen

und Naturschutz in

Baden-Württemberg

Fundstelle: http://www.

fachdokumente.lubw.

baden-wuerttemberg.de/

servlet/is/102234/Fachzugang_Recht.pdf&

Stephan, Günter

Bericht der US State Budget

Crisis Task Force, in:

Rechnungswesen und Controlling

in der öffentlichen

Verwaltung (Hrsg. Kegelmann/Böhmer/Willmann),

20.9.2012, und in: KGSt-

Journal Nr. 12 – Dez. 12

Bericht der US State Budget

Crisis Task Force;

in: Rechnungswesen und

Controlling in der öffentlichen

Verwaltung (Hrsg.

Kegelmann/Böhmer/Willmann)

Nr. 8/ Sept. 2012

Megaprojects and risk;

an Anatomy of Ambition -

Buchbesprechung; in: dto.

Nr. 2/Febr. 2013

Haushaltsmanagement

– Internationale Erfahrungen,

Herausforderungen

und Trends – Buchbesprechung;

in: dto. Nr. 5/Juni

2013

Einführung eines Berichtswesens

im Neuen Kommunalen

Haushalts- und

Rechnungswesen (NKHR)

- dargestellt anhand der

Produktgruppe 36.50

„Förderung von Kindern

in Tageseinrichtungen

und in Tagespflege“ bei

der Stadt Offenburg (gemeinsam

mit Jennifer

Kininger) in: dto. Nr. 8/

Aug. 2013

Buchbesprechung „How

effective are your community

services – Procedures

for performance measurement“,

in: Rechnungswesen

und Controlling in der

öffentlichen Verwaltung

(Hrsg. Kegelmann/Böhmer/Willmann),

12.7.2012

Buchbesprechung „Corporate

Governance in

Non-Profit-Unternehmen“,

in: Rechnungswesen und

Controlling in der öffentlichen

Verwaltung (Hrsg.

Kegelmann/Böhmer/Willmann),

30.3.2012

Buchbesprechung „Kommunales

Finanzmanagement

in Baden-Württemberg

- Neues Kommunales

Haushalts-Rechnungswesen

(NKHR)“, in Rechnungswesen

und Controlling

in der öffentlichen

Verwaltung (Hrsg. Kegelmann/Böhmer/Willmann)

20.9.2012

Stehle, Stefan

Der praktische Fall: Tanz

um die Behindertentoilette,

apf 2013/8 (mit Stefan

Stehle)

Kommentierung des § 76

Bundespersonalvertretungsgesetz

(Mitbestimmung

in Angelegenheiten

der Beamten und in

sonstigen allgemeinen

Angelegenheiten) in:

Online-Kommentar zum

BPersVG (TVöD Office,

Haufe-Verlag, Freiburg)

ca. 100 Druckseiten, i.E.

Thedieck, Franz

Öffentliche Verwaltung –

ein institutionalisiertes

ethisches Dilemma?! In:

Verwaltung und Management,

2012, S. 255 – 266

Trippel, Claudia

Selbstwirksamkeit von

selbststeuernden Teams

und ihren unmittelbaren

Vorgesetzten: Zusammenhänge

mit Konflikten,

Zusammenarbeit, Führung

und Leistung. Universität

Mannheim (2012)

Witt, Paul

Erfolgs- und Misserfolgskriterien

bei Bürgermeister-

und Oberbürgermeisterwahlen

in

Baden-Württemberg,

in: Kegelmann, Jürgen/

Martens, Kay-Uwe: Kommunale

Nachhaltigkeit,

Baden-Baden

Veröffentlichungen von Studierenden

Elf Bachelorstudierende eines Fachprojekts unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Frey

publizierten ihre Projektergebnisse zum Thema Erneuerbare Energien

(hier: Vor der Windkraftanlage auf dem Schillingerberg in Freiamt)

Bruckert, Felix / Lechleiter,

Nele: Windenergie – Steuerungsmöglichkeiten

baden-württembergischer

Kommunen im Licht der

Bürgerakzeptanz, VR 2013, i.E.

Franco, Vasili / Daam, Oliver:

Netzausbau und die Herausforderung

der Energiewende, VBlBW

2013, 327

Herbst, Markus: Erneuerbare

Energien: Solaranlage, VR 2013,

336

Holzapfel, Sandra / Müller,

Marco: Erneuerbare Energien:

Die Biogasanlage, VR 2013, 233

Knobelspies, Fabian / Kaufmann,

Carina: Wasserkraft –

Die Erneuerbare Energie der

Zukunft?, ZNER 2013, 250

Pusch, Sara / Witzig, Rico:

Wirtschaftliche Vorteile durch

erneuerbare Energien, IV 9/2013,

S. 41

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Hochschulen Kehl und Offenburg kooperieren

Zugzahlmessung im Raum Lahr

Zugzählung mit Infrarotmessungen zwischen Offenburg und

Lahr. Zeitweise Streckenüberlastung ermittelt

Seit Jahrzehnten plant die Bundesregierung

den Ausbau der zweigleisigen

Rheintalbahn zwischen

Karlsruhe und Basel auf vier Gleise.

Lediglich der Abschnitt Rastatt-Süd

bis Offenburg und der zehn Kilometer

lange Katzenbergtunnel zwischen

Freiburg und Basel sind bisher

fertiggestellt. Regionale Akteure

diagnostizieren schon seit Jahren

einen Engpass auf der Schiene

und fordern den beschleunigten

Ausbau, um Verlagerungen im Güterverkehr

von der Straße auf die

Schiene zu ermöglichen. Die Deutsche

Bahn hingegen erklärt regelmäßig,

es gäbe keinen Engpass

im Güterverkehr auf der Rheintalbahn.

Gleichzeitig steigt jedoch das

Güterverkehrsaufkommen auf den

Autobahnen und damit die Lärmund

Schadstoffbelastung im Oberrheintal

kontinuierlich.

Die Professoren Dr. Hansjörg

Drewello von der Hochschule Kehl

und Dr. Ingo Dittrich von der

Hochschule Offenburg wollten es

genauer wissen. Im Rahmen des

INTERREG-geförderten Projekts

Corridor Development Rotterdam-

Genoa (Code24) untersuchten

sie im Februar die Zugzahlen auf

dem zweigleisigen Abschnitt zwischen

Offenburg und Lahr. Eine

Studierendengruppe der Technikausbildung

um Prof. Dr. Walter

Großhans (Hochschule Offenburg)

unterstützte die beiden Forscher.

Bei winterlicher Witterung und

Temperaturen um den Gefrierpunkt

installierte das Team auf dem Dach

eines Lahrer Hochhauses mit freiem

Blick auf die Gleisanlagen eine

Hochleistungsinfrarot-Kamera. Mit

dieser ließen sich die vorbeifahrenden

Züge zählen und nach den

Zuggattungen Güter-, Personen-

nah- und Personenfernverkehr unterscheiden.

Dieses Vorhaben war

notwendig, da die Deutsche Bahn

die Herausgabe jeglicher Zugzahlen

mit dem Hinweis auf das Betriebsgeheimnis

verweigert.

Die Ergebnisse der Studie zeigen

ein viel differenzierteres Bild der

Auslastung der Rheintalbahn als

bisher bekannt. Insbesondere an

den Wochentagen Montag bis Freitag

lassen sich keine größeren Gütermengen

mehr über die Schiene

transportieren. In einzelnen Tagesabschnitten

konnten die Forscher

sogar eine deutliche Überauslastung

im Vergleich zur theoretischen

Kapazitätsgrenze ermitteln. Dies

erhöht die Wahrscheinlichkeit für

Verspätungen der verkehrenden

Züge. Am Wochenende, insbesondere

am Sonntag, gibt es allerdings

noch freie Kapazitäten. Nach

Aussagen von Vertretern der DB

Netz muss allerdings damit gerechnet

werden, dass die Belastung

der Schienenverbindung in den

Monaten Mai bis Juli und September

bis November noch deutlich

höher ausfällt, als im Messzeitraum

Februar. Im Ergebnis konstatieren

die Forscher, dass das verkehrspolitische

Ziel einer Verlagerung

von Güterverkehren von der Straße

auf die Schiene unter den derzeitigen

Gegebenheiten utopisch ist.

Detaillierte Ergebnisse der Studie

finden Sie unter http://www.hskehl.de/DE/Hochschule/Forschung/

Forschung_aktuell/code24/Seiten/

code24_download.aspx

Cluster in der Metropolregion Oberrhein managen

Fabian Kiehlmann ist seit Februar akademischer Mitarbeiter der

Hochschule Kehl. Er arbeitet für das INTERREG-Projekt Management

von Clustern und regionalen Netzwerken unter der Leitung von Prof.

Dr. Hansjörg Drewello. Die Hochschule Kehl ist Projektträger und

koordiniert die Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnereinrichtungen

Universität Straßburg/ITIRI, Fachhochschule Nordwestschweiz,

BIOPRO Baden-Württemberg und der Wirtschaftsregion Offenburg-

Ortenau. Der neue deutsch-französische Masterstudiengang Management

von Clustern und regionalen Netzwerken und das Europäische Kompetenz-

und Forschungszentrum Clustermanagement sind Teil des Projekts.

Fabian Kiehlmann hat an den Universitäten Mannheim, Heidelberg

und Lille Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert und sich

anschließend für den Masterstudiengang Europäisches Verwaltungsmanagement

entschieden. In seiner Masterthesis, mit der er im September

sein Studium erfolgreich beendete, untersuchte er das Qualitätsmanagement

von Clustern und regionalen Netzwerken am Oberrhein.

Feiern Sie mit uns die Eröffnung des

Europäischen Kompetenz- und Forschungszentrums

Clustermanagement

Anmeldung online unter http://www.

research-clustermanagement.org/de/

anmeldung/

Die Teilnahme ist für Sie kostenlos.

Besuchen Sie auch unsere Website

www.research-clustermanagement.org

der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl,

der Universität Straßburg und der

Fachhochschule Nordwestschweiz

am 14. November 2013 um 16.00 Uhr

Hochschule Kehl

Kinzigallee 1 · 77694 Kehl

28_klartext_0213 | forschung

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Mitarbeiter geehrt

Die Hochschulleitung ehrte im Rahmen der

Weihnachtsfeier im Dezember 2012 vier langjährige

Mitarbeiter der Hochschule. In ganz unterschiedlichen

Arbeitsbereichen sind Pia Kipp, Viola Sanders, Erwin

Förster und Torsten Hass tätig.

Oben: Bereits während seiner eigenen Studienzeit in Kehl kennengelernt:

Rektor Prof. Paul Witt verabschiedete sich im Namen aller Hochschulmitglieder

von Ursula Fournier

Rechts: Die Kollegen lassen Ursula Fournier ungern gehen. Personalratsvorsitzender

Bernd Schillinger verabschiedete sich im Namen aller Mitarbeiter

Ursula Fournier verabschiedet

Die „gute Seele“ der Hochschule

Seit nunmehr 20 Jahren ist Pia Kipp Leiterin des

Akademischen Auslandsamts. Viola Sanders ist ebenfalls

bereits so lange in der Hochschulverwaltung tätig,

vorwiegend im Fakultätssekretariat. Erwin Förster

sorgt seit 1992 als Mitarbeiter des Rechenzentrums für

funktionierende Computertechnik an der Hochschule.

Torsten Hass ist Leiter der Hochschulbibliothek.

In den 15 Jahren an der Hochschule war er zeitweise

auch als Pressereferent tätig.

v.l. Prorektor Prof. Dr. Jürgen Kegelmann, Pia Kipp,

Torsten Hass, Viola Sanders, Erwin Förster

38 Jahre lang war Ursula Fournier

der Hochschule Kehl treu und ist

damit die dienstälteste Mitarbeiterin.

Im Oktober verabschiedete sie

sich in die dreijährige sogenannte

Freistellungsphase vor dem Ruhestand

(Altersteilzeit im Blockmodell).

Hochschulleitung, Personalrat

und Kollegen verabschiedeten

sich bei der geschätzten Mitarbeiterin.

Mit nur einem Jahr Unterbrechung

durch eine Baby-Pause war

die Kehlerin ab 1974 zunächst im

Vorzimmer von Prorektor und Kanzler

tätig, bis sie 1981 ins Studierendenbüro

wechselte. Die gelernte Einzelhandelskauffrau

arbeitete schon

immer gerne mit Menschen zusammen.

Zudem war Ursula Fournier,

die mit einem Franzosen verheiratet

ist, damals die einzige französisch

sprechende Mitarbeiterin der

Hochschule. Noch heute hat die

freundliche Dame aus dem Studierendenbüro

Kontakt zu ehemaligen

Studierenden. In den baden-württembergischen

Verwaltungen, in

denen ein Großteil der Kehler Absolventen

arbeitet, erkundigt man

sich immer wieder nach der „gefragten

Ansprechpartnerin“, berichtete

Rektor Prof. Paul Witt. Auch er hatte

Ursula Fournier bereits während

seiner eigenen Studienzeit in Kehl

kennengelernt. Witt beschrieb seine

Mitarbeiterin als ruhig, hilfsbereit,

kompetent, kollegial und

humorvoll. „Sie wusste alles, was

wir als Studenten wissen wollten“,

so Witt weiter. Kanzler Arnold Heitz

schätzte vor allem ihre gründliche

und sorgfältige Arbeit. Auch die

Kollegen lassen Ursula Fournier

nur ungern gehen. Im Namen aller

Mitarbeiter sprach Personalratsvorsitzender

Bernd Schillinger seinen

Dank und viele gute Wünsche

für den neuen Lebensabschnitt

aus. Marion Sexauer verabschiedete

ihre langjährige Kollegin mit einer

kleinen, poetischen Rede, die auch

einige der Anwesenden rührte.

In den nun fast vier Jahrzehnten

an der Beamtenschmiede hat Ursula

Fournier alle drei Hochschulreformen

miterlebt. Die Letzte war

die Umstellung vom Diplom- auf

das Bachelorsystem. Bis in den

achtziger Jahren der erste Computer

eingeschaltet wurde, war alles

noch „echte Handarbeit“ gewesen.

Um für ihren Beruf fit zu bleiben,

besuchte sie zahlreiche Weiterbildungen.

So manche kuriose

Geschichte hatte Ursula Fournier

während der fast 40 Jahre an der

Hochschule miterlebt. Besonders

an die „verrückte Zeit“ der siebziger

Jahre erinnert sich die Hochschulmitarbeiterin.

„Heute sind die

Studierenden zurückhaltender und

vielleicht auch etwas braver“,

meinte sie. Doch auch die freundliche

Mitarbeiterin hatte ausgefallene

Ideen. Beispielsweise entschied

sie sich, die Einschreibung

der neuen Studierenden bei schönem

Wetter einfach ins Freie zu

verlegen.

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25 Jahre öffentlicher Dienst

Eine Kehler Karriere

Studium, Bürgermeister, Hochschulprofessor.

An der Kehler Hochschule begann vor 25 Jahren die

berufliche Karriere von Prof. Dieter Brettschneider.

Bereits sieben Jahre nach seinem Abschluss zum

Diplom-Verwaltungswirt war der heutige Hochschulprofessor

Bürgermeister der Gemeinde Rheinhausen.

Seit 2006 lehrt der 50-Jährige kommunales Wirtschaftsmanagement

und Abgabenrecht an der Kehler

Bürgermeisterschmiede. Damit kehrte er an seine

frühere Ausbildungsstätte zurück. Der Finanzexperte

ist nun seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst tätig.

An der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie

Freiburg absolvierte Brettschneider zudem ein Zweitstudium

zum Diplombetriebswirt. Vor seiner Wahl zum

Bürgermeister arbeitete er bei der Gemeinde Gundelfingen

und als Rechnungsamtsleiter bei der Gemeinde

Riegel. In Murg war der BWLer Leiter des Rechnungs-

Neu im Amt – Prof. Dr. Michael Frey

amtes bevor er sein umfangreiches Wissen aus der

Verwaltungspraxis nun in der Hochschullehre einsetzen

konnte. Prof. Dieter Brettschneider ist Mitglied im

Senat, einem der wichtigsten Gremien der Hochschule.

Dekan Prof. Dr. Aribert Kopnarski (links) und Hochschulrektor

Prof. Paul Witt (rechts) gratulierten.

Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften

in Speyer Verwaltungswissenschaften und spezialisierte

sich dort auf die Bereiche grenzüberschreitende

Zusammenarbeit und Kommunalrecht.

40 Jahre öffentlicher dienst

über 20 Jahre Hochschule Kehl

Prof. Dr. Annette Bernards

Prof. Dr. Annette Bernards hat zum Wintersemester 1992 ihren Dienst

als Professorin an der Hochschule Kehl begonnen. Am 1. September 2012

feierte sie ihr 20. Jubiläum als Professorin. Engagement spielt im Leben

der 60-Jährigen eine große Rolle. Sie ist Prodekanin der Fakultät Rechtsund

Kommunalwissenschaften und mittlerweile Ethik-Beauftragte der

Hochschule Kehl. In dieser Funktion ist sie verantwortlich für die Organisation

der Veranstaltungsreihe Studium Generale/Forum Zukunftsfragen.

Prof. Bernards unterrichtet fast alle Bereiche des Zivilrechts, beispielsweise

Zivilprozess- und Familienrecht. Einige Studierendengenerationen

hat die erfahrene Professorin bereits miterlebt. Und noch einige weitere

Generationen wird sie während des Studiums begleiten.

Prof. Martin Trockels feiert Dienstjubiläum

Im April feierte auch Prof. Martin Trockels (links). Seit 40 Jahren ist

der Jurist im öffentlichen Dienst tätig. 1986 wurde er an die Hochschule

Kehl abgeordnet. Prof. Trockels lehrt seitdem in den Bereichen Öffentliches

Recht, einschließlich Kommunalrecht, und im Vertiefungsbereich

Ordnungsverwaltung. Während seiner Kehler Zeit war Prof. Trockels

zwischenzeitlich zur Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in

Meißen und zum Verwaltungsgericht Freiburg abgeordnet. Prof. Trockels

studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg. Danach war

der heute 61-Jährige als Richter am Verwaltungsgericht in Stuttgart tätig.

Von dort wurde er als Dezernatsleiter zum Landratsamt Tübingen abgeordnet,

bevor er schließlich an die Hochschule Kehl kam.

Seit 1. April ist Dr. Michael Frey Professor an der

Hochschule Kehl. Zuvor war er Leiter des Kompetenzzentrums

Energie im Regierungspräsidium Freiburg.

Prof. Dr. Frey hat an der Universität Freiburg Jura

studiert. Nach dem Referendariat studierte er an der

Die öffentliche Verwaltung mit ihren vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten

reizt den 38-Jährigen. Er freut

sich darauf, „den Studierenden das Denken in Möglichkeiten

und Lösungen beizubringen und gerade nicht

beim Erkennen eines Problems stehen zu bleiben“.

Das lehrt Prof. Dr. Frey die Studierenden im Bereich

Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Europa. Wichtig

sind dabei die Grundlagen wie Staats- und Verwaltungsrecht

oder Europarecht sowie seine Spezialbereiche

„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

und „Erneuerbare Energien“. Zum Thema Erneuerbare

Energien haben Studierende unter seiner Leitung bereits

ihre ersten Aufsätze veröffentlicht (Siehe Seite 27).

(Links) Dr. Michael Frey wird von Hochschulrektor

Prof. Paul Witt herzlich willkommen geheißen.

25 Jahre öffentlicher Dienst

Prof. Dr. Jörg Meuthen, Studiendekan der Fakultät Wirtschafts-, Informations-

und Sozialwissenschaften, ist seit 25 Jahren im öffentlichen

Dienst tätig. Seit 1996 lehrt der promovierte Diplom-Volkswirt an der

Hochschule Kehl Volkswirtschaftslehre mit den Spezialgebieten Finanzwissenschaft

und Europäische Integration. Seit 2003 ist er gemeinsam

mit Prof. Dr. Fieguth auch Senatsbeauftragter für die Hochschulkooperation

mit Südafrika. Zudem nimmt er seit 2005 ständige volkwirtschaftliche

Lehraufträge an den Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien in

Karlsruhe und Offenburg wahr. Vor seiner Tätigkeit für die Hochschule

und nach Studium und Assistentenzeit an den Universitäten Münster,

Mainz und Köln arbeitete Prof. Meuthen mehrere Jahre als Referent für

Grundsatzfragen der Finanz- und Geldpolitik in der Haushaltsabteilung

des Hessischen Ministeriums der Finanzen.

32_klartext_0213 | menschen

menschen | klartext_0213_33


Mit Blick auf neue Herausforderungen

Das Euro-Institut in Kehl feiert

sein 20-jähriges Bestehen

6 Seit dem 23. April 1993 wirkt das Kehler Euro-Institut für die

Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein.

Zunächst unter der Leitung von Prof. Dr. Eisenberg an der Hochschule

für öffentliche Verwaltung beheimatet, übt das deutsch-französische

Euro-Institut seine vielfältigen Aufgaben heute in der Kehler Rehfusvilla

aus. Das Euro-Institut konnte sich in den vergangenen 20 Jahren mit

der Unterstützung der öffentlichen Träger aus dem Elsass und Baden-

Württemberg (Région Alsace, Departement Bas-Rhin, Stadtgemeinschaft

Straßburg, Land Baden-Württemberg, Ortenaukreis, Stadt Kehl)

ständig weiterentwickeln und ist heute, insbesondere durch die Arbeit

in europäischen Netzwerken, auch auf europäischer Ebene anerkannt.

34_klartext_0213 | partner

Ein aufregender Tag – v.l.: Josha Frey (Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg,

Präsident des Euro-Instituts), Jean-Marie Belliard (Präsident des Ausschusses „grenzüberschreitende

und internationale Zusammenarbeit“, Conseil Régional d’Alsace),

Dr. Joachim Beck (Direktor, Euro-Institut), Anne Thevenet (stellv. Direktorin, Euro-Institut)

Nun konnte das Euro-Institut

am 21. Oktober 2013 in der Maison

de la Région in Straßburg, in

Anwesenheit von über 200 Gästen

aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft

aus Deutschland, Frankreich

und weiteren europäischen

Ländern sein 20-jähriges Bestehen

feiern. Josha Frey, Präsident des

Euro-Instituts und Mitglied des

baden-württembergischen Landtags,

und Jean-Marie Belliard von

der Region Elsass eröffneten die Veranstaltung.

Wie Dr. Joachim Beck,

der Direktor des Euro-Instituts,

und Anne Thevenet, stellvertretende

Direktorin, eindrucksvoll

darstellten, erstreckt sich das

Aufgabenfeld von der Fortbildung

grenzüberschreitender Akteure

über die Beratung zu grenzüberschreitenden

Fragen und der Begleitung

von Projekten und grenzüberschreitenden

Studiengängen

bis hin zur angewandten Forschung

zu Fragen hinsichtlich der Grenzregionen.

Eine wichtige Grundlage

Zahlreiche Teilnehmer waren der Einladung des Euro-Instituts gefolgt.

für das Gelingen dieser Aufgaben

ist die Schnittstellenfunktion, die

dem Euro-Institut eigen ist. Die

Arbeit in europäischen Netzwerken

wiederum bietet wichtige Impulse

und Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Herausforderungen an die

grenzüberschreitende Zusammenarbeit

sind in den nächsten Jahren

beträchtlich. Zur Schaffung funktionaler

Äquivalenzen und einer

Strukturierung der Zusammenarbeit,

die sich auf Dauer bewährt,

muss der Fortbildung ein besonderer

Stellenwert eingeräumt werden.

„Damit die Akteure auch in Zukunft

den Anforderungen im Bereich der

grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

gewachsen sind, muss der

spezifische grenzüberschreitende

Capacity Building-Ansatz weiterentwickelt

werden“, erklärt Joachim

Beck. Um diese Potenziale

jedoch zielführend in den Grenzregionen

einsetzen zu können,

seien Innovationen der Kontextbedingungen

in den Mitgliedstaaten

notwendig. Ein Beispiel hierfür

sind grenzüberschreitende Shared

Services, also Dienstleistungen,

z.B. im Bereich der Gesundheit, die

für Nutzer aus zwei Ländern von

einer gemeinsamen Stelle angeboten

werden. Das Thema „Capacity

Building und grenzüberschreitende

Zusammenarbeit“ war der

rote Faden der Festveranstaltung,

bei der zunächst die Aspekte der

europäischen Netzwerkarbeit, der

Forschung in und über Grenzregionen

und die Sicht der europäischen

Institutionen behandelt wurden,

bevor bei einer politischen Podiumsdiskussion

die Frage der Professionalisierung

der Akteure und

die Rolle des Euro-Instituts diskutiert

wurden.

Weitere Informationen:

http://www.euroinstitut.org/

wDeutsch/index.php

partner | klartext_0213_35


Führungsakademie Baden-Württemberg

Auf gute Zusammenarbeit

6 Mit einem Gläschen Sekt besiegelten sie die Unterzeichnung

des Kooperationsvertrags. Die Führungsakademie Baden-

Württemberg und die Hochschule Kehl werden künftig eng

zusammenarbeiten.

Bei den Masterstudiengängen

sollen die Kompetenzen beider Einrichtungen

genutzt werden. Der

Masterstudiengang Europäisches

Verwaltungsmanagement mit Studiengangleiter

Prof. Dr. Gert Fieguth

vermittelt umfangreiches Wissen über

die Strukturen der Europäischen

Union und deren Institutionen.

Führungskräfte bildet die Hochschule

mit dem berufsbegleitenden

Masterstudiengang Public Management

aus. Studiengangleiter Prof.

Dr. Jürgen Fischer, Rektor Prof. Paul

Witt, Generalsekretär Thomas E. Berg

und Gerhard Stratthaus (MdL, Finanzminister

a.D.) wollen das bestehende

Fort- und Weiterbildungsangebot

gemeinsam weiter ausbauen.

Sie unterstützen sich gegenseitig

bei Forschungsprojekten und möchten

gemeinsame wissenschaftliche

Tagungen anbieten. Beide Partner

hoffen auf neue Impulse und zukunftsweisende

Entwicklungen in

diesen Bereichen.

Wie man Bürgerbeteiligung zielgerichtet

steuert und gestaltet, ist

Thema der Seminarreihe Bürgerbeteiligung.

Mit dem Schwerpunkt Führen

und Verwalten in der Bürgergesellschaft

beschäftigen sich die Führungsakademie

Baden-Württemberg

und die Hochschulen für öffentliche

Verwaltung Kehl und Ludwigsburg

intensiv. Hierfür unterzeichneten

der Rektor der Hochschule

für öffentliche Verwaltung Kehl,

Prof. Paul Witt, der Prorektor der

Hochschule für öffentliche Verwaltung

und Finanzen Ludwigsburg,

Prof. Eberhard Ziegler, sowie

der Generalsekretär der Führungsakademie

Baden-Württemberg, Thomas

E. Berg, in Anwesenheit der

Staatsrätin für Zivilgesellschaft und

Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, eine

weitere Kooperationsvereinbarung.

Weitere Informationen zum

Lehrgang Bürgerbeteiligung unter

www.mitwirkung.bw21.de

Staatsanzeiger-Kongress

Der Verwaltungsflirt

Am 24. September fand erstmals

der Staatsanzeiger-Kongress

an der Hochschule Kehl statt. Highlight

war das Speed-Networking.

Drei Minuten Zeit blieben Student

und Personaler, sich gegenseitig

vorzustellen, sich über offene

Stellen und Anforderungen zu unterhalten

und schließlich Kontaktdaten

auszutauschen.

Bei der Personalmesse im Foyer

der Hochschule konnten sich die

Studierenden bei potentiellen Arbeitgebern

informieren.

Das Vormittagsprogramm richtete

sich vorwiegend an die Personalverantwortlichen

in der öffentlichen

Verwaltung. Wie muss sich

die Personalarbeit auf den demo-

grafischen Wandel einstellen?

Wie funktioniert ein erfolgreicher

Personal-Flirt? Wo erreiche ich Bewerber

bei ihrer Suche im Internet?

Einige Anreize und Ideen konnten

die Referenten aus Verwaltungspraxis

und Wissenschaft den Teilnehmern

mitgeben.

Auch für das kommende Jahr

ist wieder ein Staatsanzeiger-Kongress

geplant. Dieser wird voraussichtlich

gleich zu Semesterbeginn

im September 2014 stattfinden.

Bei Interesse oder Fragen wenden

Sie sich bitte an Daniela Henseler

unter Telefon (0711) 66601-184

oder schreiben Sie eine E-Mail an

personalkongress@staatsanzeiger.

de.

Chefredakteurin

Breda Nußbaum begrüßt

Personalmesse im Foyer

der Hochschule Kehl

Kooperationsprojekt

Lehrgang

Bürgerbeteiligung

Modern und bürgerorientiert

möchte die Verwaltung heute sein.

Die Beteiligung der Bürger gewinnt

dabei immer mehr an Bedeutung.

- Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages steht einer erfolgversprechenden

Zusammenarbeit zwischen Verwaltungshochschule und

Führungsakademie nichts mehr im Wege (hinten v.l.n.r: Studiengangleiter

Prof. Dr. Jürgen Fischer, Generalsekretär Thomas E. Berg; vorne v.l.n.r.

Rektor Prof. Paul Witt, Finanzminister a.D. Gerhard Stratthaus, MdL)

Auf eine gute Kooperation zwischen Hochschule Kehl und Staatsanzeiger.

Rektor Prof. Paul Witt und Geschäftsführer Joachim Ciresa unterzeichneten

den Kooperationsvertrag (hinten v.l.: Kanzler Arnold Heitz, Chefredakteurin

Breda Nußbaum)

Speed-Networking zwischen

Personaler und Student

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18. Kehler Forum am 4. und 5. Juni 2014 in Kehl

Schulentwicklung als kommunale Aufgabe

Einsteigerschulung Datenschutz

6 Das Kommunale Netzwerk Datenschutz gibt es nun

schon seit vier Jahren. Die Baden-Württemberger treffen sich

zweimal jährlich in der Hochschule Kehl, um sich mit speziellen

Themen des Datenschutzes zu beschäftigen und Erfahrungen

auszutauschen.

Schullandschaft und Bildungssystem sind in Bewegung.

Demografischer Wandel, veränderte Schülerzahlen

und landespolitische Rahmenbedingungen zwingen

die Gemeinden, den Schulbereich zu überdenken.

Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen, Veränderungen

im Bereich der Förderschulen oder Inklusion sind

weitere Diskussionspunkte. Die Bürger erwarten eine

attraktive kommunale Schullandschaft und wollen in

die Planungsprozesse einbezogen werden. Kommunalpolitische

Akteure sehen das Thema Schulen als wichtiges

Kriterium bei der Sicherung lokaler Standortvorteile.

Das 18. Kehler Forum am 4. und 5. Juni 2014 ist

deshalb ganz dem Thema Schulentwicklung gewidmet.

Der Fokus liegt auf Schulentwicklung, Bürgerbeteiligung

und Einbindung der politischen Gremien. Ziel ist

der Erfahrungsaustausch zwischen Experten und Prak-

tikern. Vorgehensweisen, Erkenntnisse und Lösungsmodelle

werden vorgestellt und in Kleingruppen vertieft.

Sie haben bereits Schulentwicklungsprozesse durchgeführt?

Sie möchten Ihre Erfahrungen teilen? Oder

einfach neue Anregungen erhalten? Melden Sie sich bei

uns! Skizzieren Sie kurz Ihr Thema und nehmen Sie bis

10. Januar 2014 formlos Kontakt mit Prof. Dr. Jürgen

Fischer (Organisation) auf. Das Programm finden Sie

ab 1. Februar 2014 unter www.kehler-forum.de.

Das Kehler Forum ist eine gemeinsame Veranstaltung

des Steinbeis Beratungszentrums Kommunal-

Beratung Kehl und der Hochschule für öffentliche

Verwaltung Kehl.

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Fischer

E-Mail: juergen.fischer@hs-kehl.de

Über das Netzwerk können die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

ihre Kenntnisse im Datenschutz

vertiefen. Die Kursteilnehmer kommen

aus Gemeinden und betreuen

dort Fragen des Datenschutzes oder

sind sogar behördlich bestellte

Datenschutzbeauftragte. Bislang

sieht das Landesdatenschutzgesetz

nicht zwingend vor, dass Behörden

einen solchen Datenschutzbeauftragten

bestellen müssen. Dennoch

nimmt die Zahl zu. Allerdings

wechseln in der Behörde

auch häufiger die Personen, die

sich damit beschäftigen. Inzwischen

hat das Netzwerk über 60

Mitglieder.

Häufig verfügen die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Kommunen

zumindest anfangs noch

nicht über tiefergehende Kenntnisse

im Bereich des Datenschutzes.

Oft werden sie „ins kalte Wasser

geworfen“ und haben es dabei nicht

leicht. Aus dem Kreis des Netzwerkes

selbst, aber auch auf Vorschlag

des Innenministeriums Baden-

Württemberg, wurde deshalb

schon frühzeitig die Bitte geäußert,

Einführungskurse in diesem Bereich

anzubieten. So etwas bieten

bislang nur wenige Organisationen

an. Prof. Dr. Kay-Uwe Martens,

Gründer des Netzwerks, entschloss

sich deshalb, einen solchen Kurs

zusammen mit zwei Praktikern

zu konzipieren. Es sind zum einen

der behördliche Datenschutzbeauftragte

des Landratsamtes Waldshut,

Dr. Jochen Wehrle, zum anderen

der ehemalige Mitarbeiter des

Beauftragten für den Datenschutz

der Landeshauptstadt Stuttgart,

Aron Mildemann. Beide sind auch

Mitglieder im Kommunalen Netzwerk

Datenschutz. Herr Mildemann

ist bestellter Datenschutzbeauftragter

der GenoTec GmbH, die Behörden

und Firmen (insbesondere

Banken) im Rahmen des Datenschutzes

beraten und ihn als externen

Datenschutz- und IT-Sicherheitsbeauftragter

bestellt haben.

Der erstmalig durchgeführte

Kurs ging über zwei Tage und umfasste

alle Fragen, die für „Einsteiger“

und „Einsteigerinnen“ relevant

sind. Am ersten Kurs nahmen

insgesamt sieben Personen teil.

Zukünftig soll der Einsteigerkurs,

wenn sich genug Interessenten finden,

zweimal jährlich stattfinden.

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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Westafrika?

Für die öffentliche Verwaltung in Mali

Aufbau von Ausbildungsinstituten

6 Eine westafrikanische Delegation aus Mali war zu Gast in Kehl.

Im Rahmen ihres entwicklungspolitischen Engagements

organisierte die Hochschule vom 23. Juni bis 3. Juli eine Studienreise

für hochrangige Vertreter des malischen Ausbildungsinstituts

für die Kommunalverwaltung sowie der malischen

ENA (Ecole Nationale d’Administration).

Die malischen Gäste besuchten

im Rahmen der Reise verschiedene

Aus- und Fortbildungseinrichtungen

für die öffentliche Verwaltung in

Deutschland (Kehl und Bonn) und

Frankreich (Straßburg, Metz und

Paris). Die Vertreter der beiden

noch jungen Institute konnten

dabei die Tätigkeitsbereiche und

Arbeitsbedingungen der deutschen

und französischen Ausbildungseinrichtungen

kennenlernen. Dabei

gelang es den malischen Gästen,

neue Ideen für die Verwaltungsausbildung

in Mali zu entwickeln.

Während eines dreitätigen Aufenthalts

an der Hochschule sowie

dem Euro-Institut beschäftigten

sich die Teilnehmer mit den organisatorischen

und pädagogischen

Aspekten der Ausbildung (Entwicklung

von Ausbildungsprogrammen

und -inhalten, Unterrichtsmethoden,

Evaluation etc.) sowie den

Fragen der Verwaltung und dem

Management von Ausbildungseinrichtungen

(Personal, Organisation,

Finanzen, Dokumentenverwaltung,

Qualitätsmanagement, Verwaltung

von Kantine und Wohnheimen

etc.).

Die Studienreise war Teil eines

seit Ende 2012 laufenden EU-Projekts

zum Aufbau der beiden malischen

Ausbildungsinstitute, welches

die Hochschule Kehl gemeinsam

mit dem französischen Entwicklungsinstitut

Institutions & Développement

durchführt. Das Projekt

hat durch die jüngsten Entwicklungen

in Mali noch einmal zusätzlich

an Bedeutung gewonnen. Nach

Einmarsch französischer Truppen

im Norden Malis im Januar konnten

die Rebellengruppen weitgehend

aus den besetzten Gebieten zurückgedrängt

werden. Die kürzlich

durchgeführten Präsidentschaftswahlen

verliefen ohne größere

Zwischenfälle. Den malischen Kommunen

kommt in der Stabilisierung

des Landes eine besondere Rolle

zu. Gerade die Kommunen können

viel dazu beitragen, dass sich die

Grundversorgung vor Ort und damit

die Lage der Bevölkerung nach und

nach verbessert. Hierzu trägt das

von der Hochschule Kehl und dem

französischen Institut gemanagte

EU-Projekt zum Aufbau von Ausbildungskapazitäten

für die öffentliche

Verwaltung entscheidend bei.

Die Besucher aus Mali informierten sich

während ihres dreitägigen Aufenthalts an

der Hochschule Kehl über die Ausbildung

für die Kommunalverwaltung. Ein Abstecher

nach Straßburg stand ebenfalls

auf dem Programm

Projektleiter ist Prof. Dr. Ewald Eisenberg. Unterstützt

wird er vom akademischen Mitarbeiter Clemens

Schweizer, der das Projekt seit Jahresbeginn betreut.

Herr Schweizer ist Absolvent der Hochschule Kehl

(letzter Diplom-Jahrgang) und schloss im vergangenen

Jahr den Masterstudiengang Europäisches

Verwaltungsmanagement erfolgreich ab.

Der Praktikant Zakaria Yahaya unterstützt das

Projekt ebenfalls und betreute vor allem auch die

malische Delegation. Der ursprünglich aus dem Niger

stammende Zakaria Yahaya ist Student im „Master II –

Internationale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

an der Universität Bayonne (Frankreich) und

absolviert im Rahmen des Mali-Projekts der Hochschule

ein Doppelpraktikum. Einem dreimonatigen

Praktikumsaufenthalt an der Hochschule Kehl sowie

im Euro-Institut schließt sich seit Anfang September

ein weiteres dreimonatiges Praktikum im malischen

Ausbildungsinstitut für die Kommunalverwaltung an.

Dabei arbeitet Herr Yahaya durchgängig an einem

Projekt zu einer wichtigen Zukunftsfrage: Inwiefern

lässt sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit,

wie sie am Oberrhein praktiziert wird, auf Mali und

seine Nachbarländer übertragen? Welche Rolle spielen

dabei die Ausbildungsinstitute für die öffentliche

Verwaltung? Während des Praktikums in Kehl konnte

Herr Yahaya wichtige Grundlagen zu diesem Thema

sammeln. Nun arbeitet er vor Ort an der konkreten

Umsetzung: In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen

in Mali, der Hochschule und dem Euro-Institut

entwickelt er erste Lehrmodule zur grenzüberschreitenden

Zusammenarbeit zwischen Mali und seinem

östlichen Nachbarland Niger.

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Prof. Revekka Vulfovich

Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit untersucht Prof.

Revekka Vulfovich die Aus- und Fortbildung der Beamten

in Deutschland. Die Deutsch- und Englischlehrerin

war zunächst Führungsleiterin in einem Museum. Ihre

Aufgabe am Nord-West-Institut war die Übersetzung

verschiedener Unterlagen, Lehrpläne und Programme.

Bisher gab es solche Lehranstalten für die Ausbildung

speziell von Führungskräften in der damaligen Sowjetunion

nicht und Vulfovich war somit maßgeblich an

deren Entwicklung beteiligt. Die Arbeit als Übersetzerin

weckte ihr Interesse an diesem Thema und so promovierte

Vulfovich 1995 in Politikwissenschaften. 2001

habilitierte sie im gleichen Fachbereich. Die Habilitationsschrift

verfasste sie fast vollständig in den USA, wo

sie ein halbes Jahr am Center for Political Science in

Washington wirkte. Nun ist sie Professorin im Lehrstuhl

für Kommunalverwaltung und Regionalentwicklung.

Klartext sprach mit Prof. Revekka Vulfovich über

ihren Aufenthalt in Kehl.

Klartext: Warum ist für Sie gerade der Vergleich der

deutschen mit der russischen Verwaltung so interessant?

Vulfovich: Vor allem, weil es in Deutschland ein

System gibt, das schon lange existiert und aus meiner

Sicht sehr gut arbeitet. Das bedeutet nicht – und die

Kollegen hier sagen das auch – dass es keine Probleme

gibt. Aber hier in Deutschland ist es ein System

und uns fehlt eben die Systematik. Wir untersuchen

verschiedene Erfahrungen und nehmen daraus einzelne

Elemente. Aber oft entsteht daraus ein negativer

Effekt. Darum ist es für uns sehr interessant zu sehen,

wie ein System funktioniert. Aber leider kostet diese

Vorbild für russische

Verwaltung

Deutschland und Russland. Zwei durchaus gegensätzliche

Länder. Zu Besuch an der Hochschule Kehl

war für einen Forschungsmonat die russische

Professorin Revekka Vulfovich. Sie ist Dozentin am

Nord-West-Institut der Russischen Präsidialakademie

für Volkswirtschaft und Öffentliche Verwaltung

in St. Petersburg.

Systematik sehr viel, was natürlich politisch nicht gern

gesehen wird. Die Hochschulen für öffentliche Verwaltung

werden deshalb von der Regierung oft kritisch

beäugt.

Ich bin der Meinung, dass die Beamtenausbildung

Besonderheiten hat. Es ist sehr gut, dass es spezielle

Hochschulen gibt, an denen Beamte ausgebildet werden,

und dazu noch auf solche Weise, dass sie in dieses

Beamtenverhältnis von Anfang an reinkommen.

Die Verwaltung trägt das ganze System, gerade wenn

die Politik eher unstabil ist. Da braucht es Leute, die

sehr genau wissen, was sie tun und wie sie es tun müssen,

können, dürfen, sollen. Diese Ausbildung ist etwas

eng. Man kann eigentlich nichts dagegen sagen, aber

die Enge gibt manchmal die Tiefe und – was besonders

wichtig ist – die Genauigkeit. Hier ist alles klar: Beamtenausbildung,

Beamtenlaufbahn. In der Verwaltung

kann man auch vieles machen.

Klartext: Was sind die größten Unterschiede in der

Ausbildung von deutschen und russischen Beamten?

Vulfovich: Ich betrachte die Systeme schon lange.

Viele Elemente haben wir sofort abgeschafft, und

das ist nicht gut. Beispielsweise der Beamtenstatus.

Unsere Studierenden sind ganz normale Studierende

und wenn sie das Studium nicht so spannend finden,

suchen sie sich einen Arbeitsplatz, der nicht so hochrangig

ist. Sie beginnen zu arbeiten, lernen kaum,

legen die Prüfungen irgendwie ab und am Schluss

haben sie wenige Kenntnisse, und auch Praxiserfahrung

in diesem Bereich konnten sie nicht sammeln. Für

die Erfahrung wäre es sinnvoll, in der Kommunalverwaltung

zu beginnen. Denn wenn hier die Menschen

zufrieden sind, funktioniert das Land. Wenn die Menschen

jedoch überall nach Hilfe schreien und meckern,

dann gibt es kaum einen Grund, warum man die

Verwaltung benötigt und auch noch bezahlen muss.

Wir benötigen Modelle, die analysiert wurden und

die wir vielleicht etwas modifiziert anwenden können.

Der Masterstudiengang Management von Clustern

und regionalen Netzwerken wäre hier ein attraktives

Modell. Für uns jedoch nicht als grenzüberschreitendes

Konstrukt, sondern regionalverbindend. Wenn es

gelingt, solche Cluster zu schaffen und zu entwickeln

und die Studierenden auf solche Führungstätigkeiten

vorzubereiten, wäre das sehr gut.

Klartext: Warum gerade Kehl?

Vulfovich: Wir haben bereits sehr gute Kontakte

durch die langjährige Kooperation mit Kehl. Gemeinsam

mit Prof. Dr. Aribert Kopnarski und Pia Kipp haben

wir deutsch-russische Seminare durchgeführt. Meist

mit dem Thema der Staats- und Kommunalverwaltung

in Deutschland und in Russland. Alle diese Maßnahmen

waren erfolgreich, obwohl wir gerade auch mit

der Sprache einige Schwierigkeiten hatten. Außerdem

hat die Hochschule Kehl als eine der ersten den

Übergang zum zweistufigen Bachelor-Master-System

geschafft. Die Erfahrung aus Kehl tut uns sehr gut,

obwohl wir leider nicht alle Elemente anwenden und

einführen können.

Klartext: Gibt es für Sie Bereiche, in denen beide

Hochschulen zusammenarbeiten und so die Ausbildung

der Studierenden erweitern können?

Vulfovich: Die Seminare werden wir bestimmt weiterführen.

Das letzte fand im April 2013 in St. Petersburg

statt. Für die russischen Studierenden ist dies

jedoch nicht Teil des Curriculums und somit zusätzlich.

Sie nehmen also vorwiegend aus Interesse daran

Teil und dazu kommen sie auch aus unterschiedlichen

Fakultäten. Die Probleme, die wir alle haben, sind sich

sehr ähnlich und deshalb möchten wir auch daran weiter

eng zusammen arbeiten.

Auch die Entwicklung der Mobilität unserer Studierenden

könnte gemeinsam mit Kehl ein Thema

sein. Denn Russland ist nicht im ERASMUS-Programm.

Wenn wir hier etwas schaffen, können vielleicht mehr

deutsche Studierende für ein Semester oder ein Praktikum

zu uns kommen. Die russischen Studierenden

dann umgekehrt und würden dadurch vielleicht besser

Deutsch lernen. Bei uns möchten das nicht so viele,

da Deutsch im Vergleich zum Englischen viel komplizierter

ist. Und wenn es zu wenig wollen, können auch

keine Kurse angeboten werden.

Klartext: Was werden Sie für Ihre Arbeit aus Kehl

mitnehmen?

Vulfovich: Vor allem diesen systematischen Ansatz.

Man muss alles irgendwie miteinander verbinden. Es

darf nicht so sein, dass alle Elemente alleine stehen,

sondern Beziehungen dazwischen existieren. Diese

Systematik muss man auch nach außen weiterentwickeln

– in die Verwaltung und die Wirtschaft, bei den

Bürgern, also bei allen möglichen Teilnehmern. Das ist

das Wichtigste.

Ein Beispiel: Die Anforderungen an Bachelor- und

Masterthesis sind sich sehr ähnlich. Aber die Benotung

ist hier in Kehl sehr viel strenger. Auch das muss man

verbinden. Wir haben bestimmte Anforderungen und

müssen darauf achten, dass die Noten diesen Anforderungen

konkret entsprechen. Die Studierenden hier

sind etwas disziplinierter. Aber ich denke, auch unsere

Studierenden wären diszipliniert, wenn sie jeden

Monat 40.000 Rubel Beamtengehalt bekämen. Dann

würden sie während des Studiums nicht noch arbeiten.

Klartext: Wie hat Ihnen Ihr Aufenthalt in Kehl gefallen?

Was hat Sie besonders beeindruckt oder vielleicht

überrascht?

Vulfovich: So freundlich wie die Kollegen hier waren,

etwas Besseres kann man sich nicht vorstellen.

Auch die Studierenden waren sehr freundlich und sie

waren pünktlich, als ich mit ihnen sprechen wollte.

Und ich habe alles gemacht, was ich vorhatte, absolut

alles. Jede Frage wurde beantwortet. Ich durfte alles,

wonach ich gefragt hatte, sofern es möglich war, als

Externe dabei zu sein.

Beispielsweise war das Berufungsverfahren sehr

interessant. Dass man dabei mit Studierenden arbeitet

und dabei beurteilt wird, war mir neu, aber ich finde

das sehr sinnvoll. Dann werden weniger Leute kommen,

die zu den Studierenden keinen Zugang finden.

Der Aufenthalten in Kehl war somit sehr interessant.

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Studienreise Türkei

Pia Kipp trifft auf Ministerin Bauer

Bulgarien die zweite

6 Schon zum zweiten Mal fand in Sofia das deutschbulgarische

Seminar „Verwaltungssysteme im Vergleich

am Beispiel des Medienrechts“ statt. Neun Studierende,

die Lehrbeauftragte Dr. Evgeniya Scherer und Prof. Dr. Kay-

Uwe Martens reisten zu diesem Zweck in den Pfingstferien

für fünf Tage in die bulgarische Hauptstadt.

Bei einer Studienreise im Oktober 2012 in die Türkei

begegnete die Leiterin des Akademischen Auslandsamts,

Pia Kipp, der Landesministerin für Wissenschaft,

Forschung und Kunst, Theresia Bauer. Studierende des

Vertiefungsschwerpunkts Europa nahmen im Rahmen

dieser Studienreise am dritten „International Cyprus

Symposium“ teil, das von der Universität in Mersin

gemeinsam mit der „Cyprus Association of Turkish

Culture“, der Çağ Universität und der Universität

Çukurova ausgerichtet wurde.

Studierende des Proseminars von Dr. Evgeniya Scherer und Prof.

Dr. Kay-Uwe Martens diskutierten mit Maria Stoyanova, Mitglied

des Vorstands der CEM (hinten rechts), über die Praxis der

Medienaufsicht in Bulgarien

Nur zwei Flugstunden entfernt

zeigte sich für alle eine ganz andere

Welt. Nicht allein dass die

Sonne schien, während es in

Deutschland in Strömen regnete.

Auch in den vielen Vorträgen erwies

sich, dass das wohl wirtschaftlich

ärmste EU-Land noch in einigen

Bereichen nicht die Standards auf-

weist wie Rest-Europa. Das Proseminar

untersuchte dies am Beispiel

des Medienrechts.

Studierende aus Deutschland

und Bulgarien stellten ihre Ergebnisse

in Form von 15-minütigen

Vorträgen gegenseitig vor und diskutierten

anschließend miteinander.

Letzteres war deshalb unproblematisch,

weil die bulgarischen

Studierenden fließend Deutsch

sprachen. Der fachpraktische Teil

des Seminars war der Besuch der

bulgarischen Medienaufsichtsanstalt

CEM (Council for Electronic

Media). Dort erläuterte Maria Stoyanova,

Mitglied des Vorstands der

CEM, an praktischen Beispielen

die (Un)-Wirksamkeit der Medienaufsicht

in Bulgarien. So gibt es

offenbar in vielen Bereichen eine

sogenannte Selbstzensur auch unter

Journalisten. Trotz der EU-weit

gleichermaßen geltenden Presseund

Medienfreiheit, zögern diese

eben doch oftmals, bestimmte Dinge

zu veröffentlichen. So lernten die

Teilnehmer, dass es eben solcher

binationaler Treffen bedarf. Der

damit verbundene Meinungsaustausch

mit Blick hinter die Kulissen

und damit auf die Paragraphen im

Mediensystem ist dabei besonders

wichtig. Der Erkenntnisgewinn war

deshalb in jeglicher Hinsicht bei allen

Teilnehmern enorm.

welcome!

Besuch aus Italien, Irland,

Russland, Slowenien,

Südafrika, Mayotte

Sechs Monate verbringen Valentina Cirioni und

Elisabetta Togni aus Ancona/Italien in Kehl. Die

Erasmus-Studentinnen absolvieren ein Auslandssemester

im Vertiefungsbereich Europa bei Prof.

Dr. Ewald Eisenberg. Für ausländische Verwaltungsstudenten

ist das deutsche System sehr interessant.

Vladislav Patcerim ist Student am Nord-West-Institut

für Management in St. Petersburg/Russland. Bei der

Stadt Herbolzheim und beim Landratsamt Ortenaukreis

wird er ein Praktikum absolvieren.

Gastdozenten im Vertiefungsbereich Europa:

Margit Horvath ist Deutschlehrerin an der Universität

Ljubljana/Slowenien und kommt seit drei Jahren

regelmäßig nach Kehl. Marie-Josée Boujou, verantwortlich

für den Bereich Soziales beim Generalrat,

reiste aus Mayotte an. Aus Irland kam John McCormack.

Er arbeitet als Director of Services bei der Stadt Kilkenny.

Dort haben bereits einige unserer Studierenden

ein Auslandspraktikum absolviert. Alle drei Gäste

unterrichteten im Vertiefungsbereich Europa. Einen

noch etwas weiteren Weg hatte Prof. Chris Thornhill

hinter sich, als er mit seiner Frau für einen Vortrag

aus Südafrika angereist war. Dort ist er Dozent an der

Universität von Pretoria.

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Der Staatsanzeiger-Preis

Erstmalig verliehen

Ute Klukas freute sich als beste Absolventin

über den Preis des Städtetags,

überreicht von Prof. Stefan Gläser

Bürgermeister Robert Wiedemann

überreicht Carina Schlachter den

Ehrenamtspreis des Gemeindetags

Drei Absolventen erhielten den Staatsanzeiger-

Preis für die besten Bachelorarbeiten im Bereich

Personal (rechts: Chefredakteurin Breda Nußbaum).

Die erstmals verliehene Prämierung erhielten Christian

Klöppel, Desirée Lehr und Jasmin Uhl. Die Chefredakteurin

des Staatsanzeiger Verlags Baden-Württemberg

Breda Nußbaum überreichte den Dreien den

Staatsanzeiger-Preis.

288 Bachelorabsolventen verabschiedet

Eine preisverdächtige dritte Runde

6 Bei der diesjährigen Bachelorfeier gab es jede Menge Preise zu

vergeben. Nicht nur die zehn Besten erhielten eine Auszeichnung.

Ehrenamtliches Engagement und die drei besten Bachelorarbeiten

im Bereich Personal (ausgezeichnet durch den Staatsanzeiger)

wurden in diesem Jahre prämiert.

„Abräumerin“ des Abends war

Carina Schlachter. Die neuntbeste

Absolventin engagierte sich während

des Studiums als Vorsitzende

des AStA und erhielt unter anderem

dafür den Ehrenamtspreis des

Gemeindetags Baden-Württemberg.

Beste Absolventin war Ute Klukas.

Sie erhielt den Preis des Städtetags

Baden-Württemberg. Überreicht wurde

dieser vom Geschäftsführenden

Vorstandsmitglied des Städtetags,

Prof. Stefan Gläser. Die ersten zehn

Plätze dieses dritten Abschlussjahrgangs

belegten dieses Mal ausschließlich

Absolventinnen.

Die 288 Kehler Bachelorabsolventen

hatten Grund zum Feiern.

Mit dem Abschluss haben sie nicht

nur das dreieinhalbjährige Studium

beendet. Ihre Berufsaussichten

sind verglichen mit anderen Studiengängen

sehr gut. „68 Prozent von

Ihnen arbeiten künftig als Beamte

im gehobenen Dienst der badenwürttembergischen

Verwaltungen“,

gratulierte Rektor Prof. Paul Witt

und wünschte den Bachelorn im

Rahmen der Bachelorfeier in der

Kehler Stadthalle alles Gute für die

Zukunft.

Doch alleine mit dem Bachelorabschluss

ist es noch nicht getan,

um in der Arbeitspraxis erfolgreich

zu sein. „Effizienz + Ethik = modernes

Verwalten“, auf diese Formel

schwört der Landtagspräsident

des Landtags Baden-Württemberg

Guido Wolf MdL und legte diese

auch den Studierenden nahe.

Er ermunterte die künftigen Verwaltungsexperten

als Träger des

Modernisierungsprozesses zu Bürgernähe

und Transparenz. Die Ausbildung

ist für die Absolventen die

Grundlage für eine gute berufliche

Zukunft. Doch ein Ganzes werde es

erst dann, wenn jeder einzelne die

praktische, menschliche und soziale

Kompetenz verbinde, so der

Landtagspräsident.

die zehn besten

Besuch im Staatsministerium

Die Absolventen der Hochschulen für öffentliche

Verwaltung Kehl und Ludwigsburg sind gut ausgebildet.

Genau diese Leute brauche die öffentliche Verwaltung,

betonte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski

beim Besuch der zehn besten Absolventen beider

Hochschulen im baden-württembergischen Staatsministerium

in Stuttgart. Bei den Bachelorabsolventen

des dritten Abschlussjahrgangs hatten die Damen

die Nase vorn. Zu den zehn besten Absolventinnen

des Studiengangs Public Management – Gehobener

Verwaltungsdienst gehören Ute Klukas, Sonja Hillenbrand,

Jessica Désirée Dotzauer, Kristina Gasparovic,

Isabelle Schmidt, Simone Jung, Katrin Wilhelm, Julia

Kneißl, Carina Schlachter und Christina Eckert. Mit

einem solch guten Hochschulabschluss stehen den

Abgängern viele Türen offen. Laut einer internen Umfrage

der Hochschule Kehl haben bereits 82 Prozent

der Absolventen eine Stelle.

„Alles Gute auf der Welt geschieht

nur, wenn einer mehr tut,

als er tun muss“, zitierte Bürgermeister

Robert Wiedemann, Vizepräsident

des Gemeindetags Baden-Württemberg,

den Gründer

der SOS-Kinderdörfer Hermann

Gmeiner. Er überreichte Carina

Schlachter den Ehrenamtspreis

des Gemeindetags für ihr außerordentliches

Engagement. Die engagierte

Absolventin setzte sich unter

anderem für ihre Mitstudenten ein,

war bei der Organisation von Veranstaltungen

aktiv und engagierte

sich in verschiedenen Gremien der

Hochschule. Als ehemalige Vorsitzende

des Allgemeinen Studierendenausschusses

(AStA) erhielt sie

zudem eine kleine Anerkennung

seitens der Hochschule. Neben so

viel Einsatz vernachlässigte sie ihr

Studium nicht und schloss dieses

als Neuntbeste ab.

Zu den zehn besten Absolventinnen

gehörte zudem Sonja Hillenbrand,

die als Zweitbeste abschloss.

Jessica Désirée Dotzauer

erreichte den drittbesten Abschluss.

Die weiteren Plätze belegten

Kristina Gasparovic, Isabelle

Schmidt, Simone Jung, Katrin Wilhelm,

Julia Kneißl und Christina

Eckert.

Der AStA-Vorsitzende Timo

Schäfer verabschiedete sich mit

einer viel beklatschten Rede von

seinen Kommilitonen. Studentenparties

und das Büffeln in der

Bibliothek liegen nun hinter ihnen.

Rektor Prof. Paul Witt bemerkte, dass die guten Berufsaussichten

auch ein Zeichen dafür seien, dass die

beiden Verwaltungshochschulen in Kehl und Ludwigsburg

zu wenige Studierende ausbilden. Der Bedarf

an qualifiziertem Verwaltungspersonal ist groß. Eine

Erhöhung der Zulassungszahl konnte jedoch für 2014

erreicht werden. Rektor Witt bedankte sich beim

Staatssekretär für seine Unterstützung bei diesem

Vorhaben. Ab März 2014 bildet die Hochschule Kehl

403 Beamtenanwärter aus. Das sind 75 Studierende

mehr als bisher.

Neue Wege gehen und für Ideale

einzustehen, dazu ermunterte Schäfer

die Absolventen.

Einen klangvollen Rahmen

schaffte das Hochschulorchester.

Die Erstsemester, die erst zwei

Wochen zuvor ihr Studium in Kehl

begonnen hatten, hatten damit bereits

nach kurzer Probezeit ihren

ersten Auftritt.

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Festspielhaus Baden-Baden

„Wir sind die perfekte Gastgeberin“

6 Die Studierenden des Vertiefungsschwerpunktes

Kommunalpolitik besuchten im Rahmen des Teilmoduls

„Privatisierung öffentlicher Aufgaben“ gemeinsam mit

Klaus Brodbeck (Lehrbeauftragter und Landrat a.D.

des Ortenaukreises) das Festspielhaus Baden-Baden.

Im Mittelpunkt des Besuchs

stand die Auseinandersetzung mit

den Grundzügen des privat finanzierten

Konzertbetriebes. Der Geschäftsführer

des Festspielhauses,

Michael Drautz, erläuterte die Philosophie

des renommierten Festspielhauses.

An oberster Stelle steht im

ersten privat finanzierten Opernund

Konzertbetrieb Europas das

Wohl jedes einzelnen Gastes. Man

möchte neben dem hohen künstlerischen

Anspruch vor allem als

perfekter Gastgeber auftreten. „Bei

uns soll sich jeder Besucher wohlfühlen!“,

so der Geschäftsführer.

Mit über 140 Veranstaltungen

pro Jahr bietet das Festspielhaus

Baden-Baden eine enorme Bandbreite

an hochklassigen Aufführungen.

Die Veranstaltungen wie

Opern, Konzerte, Ballett und Entertainment

locken jedes Jahr rund

200.000 Besucher in den ehemaligen

Bahnhof, der das junge Festspielhaus

erst seit 1997 in seinen

Gemäuern beherbergt. Während

sich das Gebäude mit dem neu errichteten

Opernsaal in der Trägerschaft

der Stadt Baden-Baden und

des Landes Baden-Württemberg

befindet, liegt die wirtschaftliche

Verantwortung für den Spielbetrieb

allein bei der Festspiele Baden-

Baden GmbH.

Zum Konzept der Geschäftsleitung

gehört unter anderem die

Staffelung der Kartenpreise. So

kann eine Opernkarte schon ein-

Kehler Gäste im Baden-Badener Festspielhaus

mal 300 Euro kosten, während dem

jüngeren Publikum schon eine Karte

ab 10 Euro angeboten wird. Eine

gute Möglichkeit für Studierende

unserer Hochschule, sich einmal

näher mit dem Angebot des Festspielhauses

vertraut zu machen.

Neben den Eintrittspreisen sind

es vor allem zahlreiche finanzielle

Zuwendungen sowie eine Stiftung,

die den Betrieb des Festspielhauses

rentabel erhalten.

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319 Studienanfänger an Hochschule Kehl

Wissensdurstig und motiviert

6 319 Beamtenanwärter begannen traditionell am

1. März das Grundstudium der Ausbildung zum gehobenen

Verwaltungsdienst an der Hochschule Kehl. Dies ist nun

schon der sechste Bachelorjahrgang nach der Abschaffung

des Diplomstudiengangs. Und bald sind es noch mehr.

Beigeordneter Harald Krapp freut

sich auf die Zusammenarbeit mit den

Studierenden im Rahmen von gemeinsamen

Projekten zwischen Stadt und

Hochschule

Gedränge bei der Einschreibung. Die Erstsemester können es

kaum erwarten

„Nun sind Sie Studierende und nicht mehr Schüler“,

Rektor Prof. Paul Witt begrüßt die Neuankömmlinge

Das sechsmonatige Verwaltungspraktikum

hatten die Beamtenanwärter

abgeschlossen. Nun geht es

erst mal von der Praxis in die Theorie.

Rektor Prof. Paul Witt begrüßte

die Neuankömmlinge und blickte

in viele gespannte Gesichter, als er

unter anderem von den guten Berufsaussichten

und -möglichkeiten

sprach, die die Absolventen nach

den drei Jahren Studium erwarten.

Laut einer Umfrage unter den Absolventen

des diesjährigen Abschlussjahrgangs

hatten über 80 Prozent

bereits eine Stelle sicher.

Vielleicht kam der ein oder andere

sogar bereits mit dem Berufswunsch,

Bürgermeister zu werden,

an die Kehler Hochschule. Harald

Krapp, Beigeordneter der Stadt

Kehl, hatte auch gleich das passende

Stellenangebot mit dabei:

die Oberbürgermeisterstelle im

Kehler Rathaus. Der amtierende

Oberbürgermeister, Dr. Günther

Petry, hatte angekündigt, bei der

Wahl im nächsten Jahr nicht mehr

anzutreten.

Der Beigeordnete begrüßte die

Studienanfänger zum ersten Mal.

Er betonte die gute Zusammenarbeit

zwischen Stadt und Hochschule.

Häufig arbeiten Studierende

in Projekten im Rahmen ihres Studiums

mit der Stadt Kehl zusammen.

Zudem unterstützt die Hochschule

ihren Standort in beratender

Funktion bei aktuellen, kommunalen

Fragestellungen wie beispielsweise

in Sachen bürgerschaftlichem

Engagement.

Auch die besonderen deutschfranzösischen

Beziehungen mit der

Nachbarstadt Straßburg betonte

Krapp. Er ermunterte die Studierenden,

neben dem Studium genug

Zeit einzuräumen, um die Vorzüge

der beiden Uferstädte kennenzulernen.

„Der öffentliche Dienst ist spannend

und macht Spaß“, betonte

Prorektor Prof. Dr. Jürgen Kegelmann.

Managen, gestalten und

verwalten – das können die Kehler

Studierenden, die als Generalisten

die Hochschule in drei Jahren verlassen.

Die angehenden Beamten

erhalten für ihre Zukunft in der

öffentlichen Verwaltung das nötige

Rüstzeug, vor allem in den Bereichen

Recht und Finanzen. Lehrfelder

wie Psychologie, Soziologie

und einige mehr ergänzen das breit

angelegte Spektrum.

Die theoretischen Kenntnisse

der nun folgenden Semester an

der Hochschule werden die Beamtenanwärter

in der 14-monatigen

Praxiszeit vertiefen. Während dieser

Zeit lernen sie die vielen verschiedenen

Bereiche innerhalb der

öffentlichen Verwaltung kennen.

Rund ein Drittel der Beamtenanwärter

verbringt drei Monate davon

im Ausland. Eine besondere Erfahrung,

die auch die Persönlichkeit

der Studierenden positiv prägt.

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Blick hinter die Kulissen

Studierende im MediClin Herzzentrum

6 Wie funktioniert ein Krankenhaus? Darüber informierten sich

Studierende der Hochschule Kehl im MediClin Herzzentrum Lahr/

Baden. Der Besuch bot den zwölf jungen Männern und Frauen

einen Einblick in die Tätigkeit eines Krankenhausmanagers –

ein mögliches Berufsbild für die Studierenden mit Schwerpunkt

Beteiligungs- und Krankenhausmanagement.

Zapfkurs für Beamtenanwärter

Mit einem Schlag

Dieser Einladung folgten die Studierenden des Vertiefungsbereichs

Kommunalpolitik gerne. Gemeinsam

mit Rektor Prof. Paul Witt, Kanzler Arnold Heitz und

Dekan Prof. Dr. Aribert Kopnarski waren sie zu Gast

bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus. Mit dem

Bus ging es von Kehl nach Grafenhausen. Über Hefe,

Wasser und Malz hinaus erfuhren die Beamtenanwärter

noch einiges mehr über das Schwarzwaldbier,

während Frau Heer die Besucher durch den Betrieb

führte. Verkaufsleiter Josef Gass und Braumeister

Roland Gut beantworteten freudig die interessierten

Fragen der Studierenden. Allesamt potentielle Bürgermeister.

Doch das flüssige Gold mussten sich die

Besucher erst einmal verdienen. Denn der Fassanstich

will gelernt sein. Braumeister Gut zeigte wie es richtig

geht. Niemand musste durstig bleiben.

Die Studierenden erlebten eine

Untersuchung im Herzkatheterlabor

aus der Perspektive eines

Arztes, inklusive einer Vorführung

von medizinischem Gerät wie Gefäßstützen,

sogenannten Stents,

oder aufblasbaren Ballonkathetern.

Bei einer Führung durch die Klinik

konnten die Studierenden einen

Blick in den OP-Bereich werfen und

sahen, wie ein Intensivpatient versorgt

wird.

Worauf es beim Krankenhausmanagement

ankommt, erklärte

Prof. Dr. med. Stefan Bauer, Oberarzt

der Klinik für Herz-, Thorax- und

Gefäßchirurgie. Neben Rahmenbedingungen

wie dem permanenten

Wandel im Gesundheitswesen und

einer zunehmenden Ökonomisierung

komme es darauf an, eigene

Standards festzulegen. Die Herausforderung

dabei: Es muss eine Vielzahl

zusammenhängender Faktoren

beachtet werden – von den Kosten

für medizinisches Gerät über die

Personalentwicklung bis zur Organisation

der OP-Zeiten. „Hier an den

richtigen Stellschrauben zu drehen,

wird Ihr Job sein.“

Mit Qualifikationen in den Bereichen

Recht, Verwaltung und

Betriebswirtschaft hätten die Studentinnen

und Studenten Voraussetzungen

für eine verantwortliche

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Position in einem Krankenhaus,

so Exkursionsleiter Prof. Dr. Josef

Rauschecker von der Hochschule

Kehl. Das Fazit von Nico Scheuermeyer,

der damals kurz vor seinem

Bachelor-Abschluss stand: „Interessant

war für uns zu sehen, wie

ein kompletter Ablauf einer Behandlung

funktioniert und das

Thema Krankenhausmanagement

einmal vor Ort und nicht nur als

graue Theorie zu erleben.“

Über das MediClin Herzzentrum

Lahr/Baden

Das MediClin Herzzentrum Lahr/

Baden vereint unter einem Dach

die Klinik für Herz-, Thorax- und

Gefäßchirurgie sowie die Klinik für

Innere Medizin, Kardiologie und

Angiologie. Das 1994 eröffnete Herzzentrum

verfügt über 75 Betten

und beschäftigt rund 370 Mitarbeiter.

Bei Bypassoperationen am

schlagenden Herzen sowie bei der

Dr. med. Jean-Philippe Grunebaum erläuterte Studierenden

der Hochschule Kehl eine Katheteruntersuchung

Implantation gerüstloser Bioprothesen

nimmt das MediClin Herzzentrum

Lahr/Baden bundesweit

und international eine Spitzenposition

ein.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit

tätiger Klinikbetreiber und ein

großer Anbieter in den Bereichen

Neuro- und Psychowissenschaften

sowie Orthopädie. Mit 34 Klinikbetrieben,

sieben Pflegeeinrichtungen

und elf Medizinischen Versorgungszentren

ist die MediClin

in elf Bundesländern präsent und

verfügt über eine Gesamtkapazität

von rund 8.100 Betten. Bei den

Kliniken handelt es sich um Akutkliniken

der Grund-, Regel- und

Schwerpunktversorgung sowie um

Fachkliniken für die medizinische

Rehabilitation. Für die MediClin

arbeiten rund 8.400 Mitarbeiter.

(Wissens-)Durst gestillt. Kehler Studierende zu

Besuch bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus

Sommerfakultät MeiSSen

Fleißig in der vorlesungsfreien Zeit

Die Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung

in Meißen veranstaltet im zweijährigen Rhythmus eine

sogenannte „Sommerfakultät“. Dazu lädt sie Studierende

deutscher und ausländischer Hochschulen ein.

Die ca. 250 Teilnehmer aus unterschiedlichen Nationen

erhalten hierbei die Möglichkeit, ihre Kenntnisse

über die jeweiligen Rechts- und Verwaltungssysteme

themenbezogen zu vertiefen.

Die diesjährige 7. Sommerfakultät stand unter

dem Motto „Verwaltung und Justiz als Krisenmanager?!“

und fand vom 19.08. bis 23.08.2013 statt.

Ein Schwerpunkt lag auf Fachvorträgen, die die

teilnehmenden Studierenden selbst erarbeitet und

gehalten haben. Die Kehler Studierenden trugen

mit einem Vortrag über das Thema „Stuttgart 21 aus

Sicht der Verwaltung“ zu der Sommerfakultät bei.

Mit Fragen gelöchert: Braumeister Roland Gut,

Verkaufsleiter Josef Gass und Frau Heer

Vorne v.l.n.r: Isabelle Burkhardt, Isabelle Rothardt,

Celia Mellert, Simone Matzka, Jennifer Gallus, Denis

Bartosch, Kejvan Schmidt

Hinten v.l.n.r.: Prof. Dr. Bernd Brenndörfer, Bettina

Straub, Markus Herbst, Tobias Kolbeck, Jenny Fried,

Christian Ernst

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Studierende stellen Projekte vor

Nachhaltigkeit, Bürgerengagement & Co.

6 Teamfähigkeit, Projektmanagement, Engagement und

Kreativität waren in den vergangenen zwei Semestern gefragt.

Ob Seniorenwegweiser, Nationalpark oder die öffentliche

Verwaltung im Web 2.0 – beim diesjährigen Hochschultag

zeigten die Studierenden, mit welch vielseitigen Themen sich

Beamtenanwärter auseinandersetzen.

„Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn sie dauerhaft von jedem einzelnen gelebt wird!“

So lautete das Fazit der Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Dieter Brettschneider,

Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hochschule (links)

Rund 300 Studierende präsentierten beim Hochschultag

an zwei Nachmittagen ihre Projektergebnisse

Etwa 30 spannende Projekte

stellten die rund 300 Studierenden

des Bachelorjahrgangs 2012 an

zwei Nachmittagen im Mai vor. Mit

Bürgermeisterwahlkampf, Öffentlichkeitsarbeit

in der kommunalen

Verwaltung, Spannungsverhältnissen

zwischen Städten, Gemeinden

und dem Land oder kommunalen

Finanzsystemen haben sich die

Studierenden beschäftigt. Bei den

Projektpräsentationen wurde das

breite Aufgabenspektrum der öf-

fentlichen Verwaltung deutlich.

Einige Ausarbeitungen und Dokumentationen

der vielen unterschiedlichen

Projekte sind unter

www.hs-kehl.de/hochschultag abrufbar.

Nachhaltigkeit

geht alle an

Bereits 300 Jahre alt ist der Begriff

der Nachhaltigkeit. An Aktualität

jedoch hat er nicht verloren.

Darum beschäftigte sich ein

Projektteam mit diesem Thema.

Sparsam mit den finanziellen Ressourcen

umgehen und die richtigen

Leute an der richtigen Stelle einsetzen

oder zur Kaffeetasse statt zum

Plastikbecher greifen: Jeder einzelne

kann dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit

von einem scheinbaren

Modewort zu gelebtem Alltag wird.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit

mit der Stadt Freiburg weitergeführt.

Die Allianz Umweltstiftung

ernannte Freiburg zur nachhaltigsten

Stadt 2012.

Multimedial

Die Kehler Beamtenanwärter

können nicht nur mit Paragraphen,

sondern auch mit Kamera und Mikrofon

umgehen. Für das Hochschuljubiläum

produzierten Studierende

eine Gesprächsrunde mit dem Thema

„Verwaltungshochschule ges-

„Abschalten kannst du woanders!“ Das Hochschulradioteam

weckt die Studierenden jeden Morgen

tern und heute“. Dafür hatten sie

alle (ehemaligen) Rektoren, ehemalige

und aktive Dozenten und

Studierende der Anfangsjahrgänge

vor die Kamera geholt. Einer der

prominentesten Studiogäste war

dabei sicher Ministerialdirektor Dr.

Herbert O. Zinell, der als einer der

ersten in Kehl studierte (s.S. 9).

Die unterhaltsamste Präsentation

hatte sich das Team des

Hochschulradios ausgedacht. Mit

schauspielerischer Höchstleistung

zeigten sie den Studentenalltag,

der morgens mit einer Schale Müsli

und der Radiosendung ihrer Kommilitonen

in der WG-Küche beginnt.

Die Kehler Beamtenschmiede ist

die einzige Verwaltungshochschule

mit eigener Radiostation. Jeden

Morgen weckt das Radioteam die

Studierenden mit Musik und

guter Laune. (Reinhören unter

www.office-radio.de).

Know-how

von Praktikern

Die Studierenden werden in

ihren Projektteams während der

zwei Semester von Hochschulprofessoren

und Lehrbeauftragten aus

der Praxis unterstützt. Darunter

sind aktive und ehemalige Bürgermeister,

Amtsleiter, Journalisten,

Wirtschaftsexperten und viele

mehr, die selbst Fachprojekte vorschlagen

und mit den Studierenden

schließlich durchführen. Über

250 Lehrbeauftragte lehren im

Bachelor- und den drei Masterstudiengängen.

Sie möchten auch ein Projekt

anbieten? Ansprechpartner ist Prof.

Dr. Kay-Uwe Martens (martens@hskehl.de).

Der nächste Hochschultag

mit vielen spannenden Projektpräsentationen

findet am 12. und 15.

Mai 2014 an der Hochschule Kehl

statt.

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Die Schulleiterin der Oberlinschule, Bettina Maria Herr,

bedankte sich bei den Studierenden für den Spendenscheck

über 1500 Euro

Sommerfest auf dem Kehler Campus

Spiel, Spaß und Spannung

6 Bestes Wetter, beste Laune, Sommerfest. Nachdem der

kaputte Hammer wieder ganz und der Zapfhahn installiert

war, floss schließlich das Freibier und das diesjährige

Sommerfest konnte beginnen.

Beim Dosenstapeln holte sich Prof. Dr. Jürgen Fleckenstein (r.) den Punkt fürs

Dozententeam. Den Sieg holten sich am Ende jedoch die Studierenden

Traditionell hatte Rektor Prof.

Paul Witt das Fest mit dem Fassanstich

eröffnet. Der Campus der

Hochschule Kehl war gefüllt mit

Studierenden, Ehemaligen, Dozenten,

Mitarbeitern und vielen weiteren

Besuchern. Rektor Witt durfte

an diesem Abend nicht nur den

Hammer schwingen, sondern auch

den Dirigentenstab, als das Hochschulorchester

die Baden-Hymne

„Hoch Badnerland“ anstimmte.

Besonderer Dank

und Spende

Einer ist seit 25 Jahren immer mit

dabei. Hausmeister Klaus Fischer

unterstützt die Studierenden seit

einem Vierteljahrhundert beim Aufund

Abbau und allem, was sonst

noch bei so einer Veranstaltung

anfällt. Als Dankeschön überreichten

ihm Lena Weber und Philip

Sweeney, die damaligen Vorsitzenden

der Studierendenselbstverwaltung,

einen Geschenkkorb.

Das ganze Jahr hindurch sammeln

die Studierenden bei Adventsund

Open-Air-Konzert, Kuchenverkauf

und anderen Aktionen Spenden

für die Diakonie Kork. Der

Schulleiterin der Oberlinschule in

Kork, Bettina Maria Herr, überreichten

die Studierenden den Spendenscheck

in Höhe von 1500 Euro.

Gute Unterhaltung

Bei „Schlag den Prof.“ waren die

Dozenten in diesem Jahr den Studierenden

wieder unterlegen. Zwar

hatte Prof. Dr. Jürgen Fleckenstein

beim Torwandschießen die bessere

Schusstechnik und auch beim Bierdosenstapeln

zeigte er mehr Geschick.

Allerdings hatten die Stu-

Hammer entzwei. Trotzdem

klappte es am Ende noch

mit dem Fassanstich.

dierenden bei Pantomime und Co.

und schließlich beim Entscheidungsspiel

die Nase vorn.

Bei der Dozentenversteigerung

ließen sich die Professoren ihre

Angebote durchaus was kosten.

Die Kanutour durch den Taubergie-

Seit 25 Jahren unterstützt Klaus Fischer

(r.) die Studierenden bei den Sommerfesten.

(m. Lena Weber, damalige Vorsitzende

der SSV; l. Philip Sweeney, damaliger

stellvertretender Vorsitzender)

ßen mit den Professoren Dr. Bernd

Brenndörfer und Dr. Stefan Stehle

kam für über 400 Euro unter den

Hammer. Zehn Studierende gingen

mit den beiden Juristen auf Paddeltour.

Auch Gesangstalente findet

man unter den Lehrenden. Prof.

Ulrich Mehlich rockte mit der Hochschulband

und „Born to be wild“

die Bühne. Die Professoren Dieter

Brettschneider, Dr. Stefan Stehle

und Dr. Thorsten Hesselbarth schmetterten

ebenfalls ein paar Hits.

Dass Beamte durchaus über

sich selbst lachen können, bewies

Student Reinhold Bayer. Mit Anekdoten

aus seiner Praxiszeit und Beamtenwitzen

konnte er den Festbesuchern

– sehr vielen Beamten

– einige Lacher abringen.

Anlässlich des Hochschuljubiläums

nahmen einige Studierende

die Besucher mit altbekannten Hits

und flotten Bewegungen mit auf

eine Zeitreise durch die Musikgeschichte.

Sie tanzten zu Musik aus

den letzten vier Jahrzehnten von

ABBA, den Backstreet Boys, den

Spice Girls, dem Klassiker aus Dirty

Dancing und vielen mehr.

Richtig rockig wurde es zum

Schluss mit der Hochschulband.

Dabei konnten die vielen Besucher

noch einmal richtig abzappeln.

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Politisch sehr engagiert

Nach Bundestagskandidatur

geht es weiter

Vierte Grenzrose enthüllt

Doppelsymbol und Treffpunkt

Die vierte Grenzrose steht nun auf dem Hochschul-Campus.

(v.l. Thomas Rother, Rektor Prof. Paul Witt, Oberbürgermeister

Dr. Günther Petry, Mireille Hincker)

6 „Wir fühlen uns geehrt, dass wir einer der Paten für eine Grenzrose sein

dürfen“, freute sich Rektor Prof. Paul Witt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister

Dr. Günther Petry, dem Künstler Thomas Rother und der Französin Mireille Hincker

enthüllte er das stählerne Mahnmal auf dem Campus der Hochschule Kehl.

Mit der FDP hat es für Bundestagskandidat Jan Sachs dieses Mal nicht

geklappt. Der 23-Jährige ist Student an der Hochschule Kehl und war

Bundestagskandidat für die FDP im Wahlkreis Offenburg. Ans Aufgeben

denkt der Jung-Politiker keineswegs. „Ich habe unglaublich viel gelernt

während der Zeit im Wahlkampf. Das kann einem niemand mehr nehmen“,

betonte er. Sein nächstes Projekt ist die Kommunalwahl 2014 in

Offenburg. Dort kandidiert er wieder für die FDP. Außerdem unterstützt

er das Projekt „Junges Ortenau“ (www.junges-ortenau.de). Er hofft, mit

anderen Jugendlichen im Alter zwischen 18 bis 29 Jahren, den Sprung

in den Offenburger Gemeinderat zu schaffen. Vor allem aber möchte er

junge Menschen für die Kommunalpolitik begeistern.

Diese vierte Rose ist wie acht

weitere Stahlskulpturen den neun

französischen Widerstandskämpfern

der „Réseau Alliance“ gewidmet,

die am 23. November 1944

von der Gestapo am Kehler Rheinufer

ermordet wurden.

Als ein wichtiges Zeichen der

deutsch-französischen Freundschaft,

ein Zeichen gegen das Vergessen,

ein Ausdruck von Freude und friedlichem

Miteinander soll die Stahl-

Rose an die erinnern, die nicht mit

Waffen, sondern mit Informationen

gekämpft haben. An die, die sich

gegen das Unrecht gewehrt haben.

Der Standort Hochschule ist nicht

ohne Bedeutung. Das Kunstwerk

soll die Studierenden lehren, welche

Zugeständnisse man manchmal

machen müsse, um seinen

Traum-Job weiter ausüben zu können,

so Oberbürgermeister Petry.

In jener Zeit war das Zugeständnis,

sich auf die Seite des Unrechts zu

begeben, wenn einem so viel an

seinem Beruf lag. So wie damals

werde es nicht wieder passieren,

aber anders. Der Blick soll also

nicht in der Vergangenheit haften

bleiben. Es sollen sich vielmehr die

Augen für die Zukunft öffnen.

Gefühle und Emotionen lassen

sich nicht in Paragraphen festlegen,

mit denen die Studierenden

der Hochschule Kehl täglich zu tun

haben. Für Thomas Rother ist es

damit umso bedeutender, dass auf

dem Campus nun ebenfalls eines

seiner Werke steht. Ein Doppelsymbol

für Trauer und Liebe, aber auch

ein Treffpunkt, an dem vielleicht

neue Freundschaften entstehen.

Dass sich junge Menschen für

die deutsch-französische Geschichte

interessieren, sah man an Nils

Krechting. Der Auszubildende bei

den Badischen Stahlwerken in Kehl

bearbeitete mit vier weiteren Kollegen

in mühevoller Handarbeit

die Stahlkunstwerke. „Es hat Spaß

gemacht“, betonte Krechting sichtlich

stolz.

Für die Französin Mireille Hincker,

Expertin für die Widerstandsgruppe

„Réseau Alliance“, war diese

erneute Enthüllung ein wichtiger

Beitrag zur Gedächtnisarbeit.

Für die angemessene musikalische

Umrahmung sorgten der ehemalige

Rektor Prof. Hartmut Kübler

mit einem Bratschensolo sowie

„Die Kehler Stadtmusikanten“ der

Musikschule Offenburg/Ortenau,

Zweigstelle Kehl.

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eitrittserklÄrung

weltwärts

Masterabsolventin in Uganda

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum

Verein der Freunde der Fachhochschule KehlHochschule für öffentliche Verwaltung.

Ab November geht Katharina Hagel, frisch gebackene

Absolventin des Masterstudiengangs Europäisches

Verwaltungsmanagement, für ein Jahr nach Kampala

in Uganda. Im Rahmen des „weltwärts“-Programms

des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung sendet die deutsche Organisation

artefact GmbH die Absolventin zu der Nichtregierungsorganisation

Youth Social Work Association nach Kampala.

Diese fördert einkommensgenerierende Maßnahmen

auf lokaler Ebene, unter anderem durch Ökotourismus.

In diesem Bereich wird Hagel tätig sein. „Zu

meinen Aufgaben gehört neben dem Marketing auch

die Weiterentwicklung der bestehenden Angebote.

Über mein Leben in Uganda, kulturelle Besonderheiten

und andere Abenteuer werde ich auf meinem Blog

KatharinainUganda2.blogspot.de berichten. Ich würde

mich sehr freuen, wenn Sie oder du dort vorbeischauen.“

Verein der Freunde der Fachhochschule Kehl

Postfach 1549

77675 Kehl

Bitte Formular ausschneiden,

falten und unterschrieben an

nebenstehende Adresse senden.

Oder mailen Sie Ihre vollständigen

Angaben an lux@hs-kehl.de

Bitte geben Sie folgende

Kontaktinformationen ein:

Online-Umfrage

Demografischer Wandel

Noch bis 27. November

Ausstellung Grenzerfahrungen

„Wir brauchen einander“ und müssen dafür Grenzen abschaffen,

war die gemeinsame Botschaft. Nicht immer ist es auf den ersten Blick

erkennbar, aber wer genau hinschaut, sieht auf den Ausstellungsstücken

Grenzsymbole wie beispielsweise Stacheldraht. Auch ein Stück vom

Freiburger Augustinerplatz ist in einem der Werke versteckt. Mit Farben,

Computertechnik, Collagen und vielen weiteren Techniken haben elf

Künstler aus Freiburg, Kehl und Umgebung das Thema Grenzerfahrungen

umgesetzt. „Man braucht nicht nur Ideen und Grips, sondern auch

Können, Geduld und Durchhaltevermögen“, betonte Anita Frei-Krämer,

Künstlerin aus Kehl. Den Ausstellungsort „Hochschule Kehl“ haben die

Künstler nicht zufällig gewählt. Schließlich wird der ein oder andere Kehler

Absolvent als Leiter eines Kulturamts beispielsweise mit genau dieser

Thematik wieder in Berührung kommen. Dies ist Teil des kulturellen Auftrags

des Staates, der Länder und der Kommunen. Die Ausstellung endet

am 27. November mit einer Finissage und dem Vortrag „Kunst in unwirtlicher

Gesellschaft – Politische Kunst als Versuch angewandter künstlerischer

Zeitkritik“ von Katharina Gehrmann, Freiberufliche Künstlerin und

Diplom-Kulturpädagogin aus Freiburg.

Name, Vorname

Straße, Hausnummer

PLZ, Wohnort

Jahr der Staatsprüfung

Telefon

Derzeitige Dienststelle

E-Mail

Mit der Abbuchung des Mitgliedbeitrags in Höhe von

15 Euro 20 Euro 25 Euro 30 Euro Euro

EINZUGSERMÄCHTIGUNG Mit der Abbuchung des Migliedsbeitrags von meinem Girokonto bei

Kto.-Nr.

BLZ

bin ich einverstanden.

Datum und Ort

Unterschrift

Der demografische Wandel hat die Mitarbeiterschaft

der öffentlichen Verwaltung erfasst. Unter der

Leitung von Prof. Dr. Beatrice Hurrle führen Studierende

im Rahmen eines Fachprojekts eine Online-

Befragung aller Kommunen in Baden-Württemberg

zum Thema demografieorientiertes Personalmanagement

durch. Hierzu werden die Kommunen im

November per E-Mail kontaktiert und um Teilnahme

bei der ca. 10-minütigen Befragung gebeten.

Im Rahmen der Studie sollen die spezifischen

Herausforderungen, denen die Kommunen begegnen,

beschrieben und Maßnahmen identifiziert werden,

die sich als besonders hilfreich erwiesen haben.

Ziel ist die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts

mit dem Fokus auf die Bereiche Führung,

Personalgewinnung, Erhalt der Arbeitsfähigkeit und

Mitarbeiterbindung.

Wir danken unseren Sponsoren:

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