Die AWO informiert - Awo-Seniorenzentrum Saaler Mühle

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Die AWO informiert - Awo-Seniorenzentrum Saaler Mühle

Die AWO

informiert

Pflegereform 2008

Die Neuerungen für Betroffene

und Angehörige auf einen Blick

Gesellschaft für

Altenhilfeeinrichtungen

Pflege mit Herz. Im AWO Seniorenzentrum Saaler Mühle.


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der neuen Pflegereform soll der Weg für zahlreiche Verbesserungen

in der Pflege freigemacht werden. Vor allem altersverwirrte, psychisch

kranke und geistig behinderte Menschen profitieren ab Juli 2008 von

höheren Leistungen und neuen Betreuungsmöglichkeiten. Zukünftig gibt

es für Sie mehr Beratung und Service. Wir, die AWO, möchten Sie in

dieser Broschüre über die wichtigsten Neuerungen informieren, damit

Sie bestmöglich vorbereitet sind.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für eine persönliche Beratung

zur Verfügung.

Herzliche Grüße, Ihre AWO


Stärkung der individuellen ambulanten Versorgung

Pflegestützpunkte:

Auskunft, Beratung, individuelles Fallmanagement und möglichst umfangreicher

Service unter einem Dach – das ist das Konzept der Pflegestützpunkte.

Vorzugsweise sollen sie in den Pflegeberatungsstellen der Stadt-

und Kreisverwaltungen eingerichtet werden. Ab dem 1. Januar 2009

besteht ein Rechtsanspruch auf eine individuelle Beratung. Auch Versicherte,

die zwar noch nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung

sind, aber beispielsweise aufgrund einer Demenzerkrankung in ihrer Alltagskompetenz

erheblich eingeschränkt sind (so genannte Pflegestufe 0),

können halbjährlich einen Beratungseinsatz in Anspruch nehmen.

Auskunft und Beratung:

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen finden in den Pflegestützpunkten

Unterstützung und Hilfestellung, z. B. bei der Suche nach einem Pflegeheim,

einer Tagesbetreuung, einem Anbieter für Essen auf Rädern oder Angeboten

der Altenhilfe – ähnlich wie in einem Bürgerbüro. Nach wie vor stark in der

Beratung: die Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt.

Einführung einer Pflegezeit für Beschäftigte

Anspruch auf unbezahlte, sozialversicherte Freistellung von der Arbeit für

pflegende Angehörige. Dauer: bis zu 6 Monate (so genannte Pflegezeit).

Gültig bei einem Arbeitgeber, der mehr als 15 Beschäftigte hat.

Anspruch auf kurzzeitige Freistellung für bis zu 10 Arbeitstage im Akutfall:

Die so genannte kurzzeitige Arbeitsverhinderung dient der Organisation

von bedarfsgerechter Pflege und pflegerischer Versorgung in dieser Zeit.


Höhere Leistungen

Veränderte Pflegesätze (in e )

Ambulant

Ab 01.07.2008 2010 2012

Stufe I 420 440 450

Stufe II 980 1.040 1.100

Stufe III 1.470 1.510 1.550

Härtefall Keine Veränderungen

Stationär

Stufe I Keine Veränderungen

Stufe II Keine Veränderungen

Stufe III 1.470 1.510 1.550

Härtefall 1.750 1.825 1.918

Pflegegeld

Stufe I 215 225 235

Stufe II 420 430 440

Stufe III 675 685 700

Stationäre Sachleistungsbeträge der Stufen I und II bleiben zunächst unverändert.

Leistungsdynamisierung:

Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen künftig in einem dreijährigen

Rhythmus dynamisiert und an die Preisentwicklung angepasst werden. Da

die bisherigen Leistungsbeträge ab 2008 stufenweise angehoben werden,

beginnt die entsprechende Dynamisierung 2015, drei Jahre nach Abschluss

der Anhebung der Sachleistungsbeträge.

Leistungserweiterung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz:

Die Leistungen werden je nach Betreuungsbedarf erhöht. Der Betreuungsbetrag

steigt von bisher 460 e jährlich auf bis zu 100 e monatlich (Grundbetrag)

bzw. 200 e monatlich (erhöhter Betrag), also auf 1.200 e bzw. 2.400 e

jährlich. Personen mit einem vergleichsweise geringen allgemeinen

Betreuungsaufwand erhalten den Grundbetrag. Personen mit einem höheren

allgemeinen Betreuungsbedarf bekommen den erhöhten Betrag.


Leistungen zur Tagespflege:

Schrittweise Anhebung der Leistungen für die Tagespflege und ambulante

Pflegesachleistungen. Darüber hinaus wird der höchstmögliche Gesamtanspruch

aus den Leistungen der häuslichen Pflege und den Leistungen der

teilstationären Pflege auf das 1,5-Fache des bisherigen Betrages erhöht.

Erleichterung der Inanspruchnahme von Pflegeleistungen:

Wer Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen will, kann

dies künftig schneller verwirklichen: Leistungen bekommt, wer mindestens

zwei Jahre eingezahlt hat oder familienversichert war. Die Vorversicherungszeit

wird von 5 auf 2 Jahre verkürzt.

Ausbau der Qualitätssicherung,

Weiterentwicklung der Transparenz

Förderung des internen Qualitätsmanagements, Ausbau der Transparenz:

Ergebnisse der Prüfberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen

(MDK) werden verbraucherfreundlich veröffentlicht.

Auch Ergebnisse anderer Prüfverfahren, zum Beispiel von Zertifizierungen,

müssen in gleicher Weise veröffentlicht werden.

Ausbau der Qualitätsprüfung durch den MDK:

Ab 2011 werden Einrichtungen einmal im Jahr geprüft (Regelprüfung).

Bis Ende 2010 wird jede zugelassene Pflegeeinrichtung mindestens

einmal geprüft. Alle Prüfungen erfolgen grundsätzlich unangemeldet.

Der Schwerpunkt der Prüfungen durch den MDK liegt künftig auf dem

Pflegezustand und der Wirksamkeit der Pflege- und Betreuungsmaßnahmen,

der so genannten Ergebnisqualität.


Stärkung von Prävention und Rehabilitation in der Pflege

Rechtsanspruch auf Leistungen der medizinischen Rehabilitation:

Pflegekassen sind verpflichtet, mit Einverständnis des Versicherten das

Verfahren zur Einleitung einer Rehabilitationsmaßnahme unmittelbar in

Gang zu setzen.

Finanzielle Anreize zur Förderung aktivierender Pflege und Rehabilitation:

Einrichtungen, denen es nach verstärkten aktivierenden und

rehabilitativen Bemühungen gelingt, Pflegebedürftige in eine niedrigere

Pflegestufe einzustufen, erhalten einen einmaligen Geldbetrag

in Höhe von 1.536 e. Falls Pflegebedürftige innerhalb von 6 Monaten

höher eingestuft werden, ist dieser Betrag ohne Rücksicht auf die Höherstufungsgründe

an die Pflegekasse zurückzuzahlen.


Abbau von Schnittstellenproblemen

Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen:

Die Kooperation zwischen stationären Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen

Ärzten wird gefördert. Für Pflegeheime wird es möglich werden,

einen Heimarzt zu beschäftigen, falls die örtliche Versorgungssituation

nicht mit einer Kooperation von Einzelärzten bewältigt werden kann.

Entlassungsmanagement:

Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus stehen Menschen, die pflegebedürftig

sind, oft hilflos vor einer neuen Situation. Ein Mitarbeiter der Klinik soll sich

noch während des Krankenhausaufenthalts um pflegebedürftige Menschen

kümmern. Durch dieses Entlassungsmanagement sollen die Krankenhäuser

den nahtlosen Übergang von der Krankenhausbehandlung in die ambulante

Versorgung, zur Rehabilitation oder Pflege gewährleisten. Erfahrene und

qualifizierte Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger mit einer Zusatzausbildung

werden dabei die Funktion des Case-Managers übernehmen.

Mehr Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement

Selbsthilfe und Ehrenamt:

Kosten der Einrichtungen für die Qualifizierung ehrenamtlich tätiger Personen

können in den Vergütungsverträgen geltend gemacht werden.


Entbürokratisierung, Förderung der Wirtschaftlichkeit

Versorgungsaufwand für Härtefälle in der Pflege:

Eingestufte Härtefälle zahlen zukünftig einen höheren Pflegesatz (Differenz

zwischen Leistungsbetrag Härtefall und Leistungsbetrag Stufe III).

Stärkung der Eigenvorsorge

Zur Stärkung der Eigenvorsorge wird den Pflegekassen die Möglichkeit

eingeräumt, private Pflege-Zusatzversicherungen zu vermitteln. Die Portabilität

der Alterungsrückstellungen wird auch für die private Pflege-Pflichtversicherung

(PPV) eingeführt (ab 1. Januar 2009 für Neu- und Bestandsfälle).

Auch in der PPV werden soziale Regelungen zum Tragen der Beiträge bei

niedrigen Einkommen analog zum Basistarif in der PKV geschaffen.

Finanzierung durch leichte Erhöhung des Beitrags

Erhöhung des Beitragssatzes: zur Abdeckung der bestehenden leichten

Unterdeckung der laufenden Ausgaben in der Pflegeversicherung und

zur Finanzierung der vorgeschlagenen Verbesserungen der Leistungen.

Ab 1. Juli 2008 werden die Beiträge von bisher 1,7 % um 0,25 % auf

dann 1,95 % (bei Kinderlosen von bisher 1,95 % auf dann 2,2 %) erhöht.

Aus heutiger Sicht reicht dieser Beitrag aus, die Leistungen der Pflegeversicherung

bis Ende 2014/Anfang 2015 zu finanzieren, ohne dass

die Mindestreserve von einer Monatsausgabe in Anspruch genommen

werden muss.


Das AWO Seniorenzentrum Saaler Mühle stellt sich vor:

Unsere Angebotspalette

Wohnpflegeplätze

Kurzzeitpflegeplätze

Betreutes Wohnen im Apartmenthaus

Gerontopsychiatrische Tagespflege

Betreutes Wohnen zu Hause

Fortschrittliche Demenzpflege

Betreuung und Pflege von Demenzkranken in enger Zusammenarbeit

mit Fachärzten und Krankenhäusern

Qualifiziertes Personal

Gut ausgebildete Mitarbeiter, regelmäßige Weiterbildung

Leben in der Gemeinschaft

Vielfältige Aktivitäten und Begegnungsmöglichkeiten

Sie haben Fragen zur Pflegereform 2008 oder benötigen

Unterstützung? Wir beraten Sie gern. Tel. 02204/95 59 - 0

AWO Seniorenzentrum Saaler Mühle

Saaler Straße 92–96 · 51429 Bergisch Gladbach

Tel. 02204/95 59 - 0 · Fax 02204/95 59 -107

E-Mail: sz-saaler-muehle@awo-mittelrhein.de

www.awo-sz-saaler-muehle.de

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