Geschäftsbericht Dillinger Hütte (2012) - Dillinger Hütte GTS

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Geschäftsbericht Dillinger Hütte (2012) - Dillinger Hütte GTS

Bericht des Vorstands

Ergebnis

Mio €

700

650

600

550

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

402

2161

2009

165

1955

2010

Jahresergebnis

167

2499

2011

192

Umsatz

2351

2012

Umsatz

Mio €

3 000

2 500

2 000

1 500

1 000

500

0

Absatzbedingter Umsatzrückgang

Die Umsatzerlöse in 2012 lagen vor allem durch einen deutlich verringerten

Absatz unterhalb des Vorjahresumsatzes. Der Gesamtabsatz an Grobblechen

verringerte sich von 2 104 kt im Vorjahr auf 1 856 kt (- 11,8 %) in 2012, wobei

der Absatzrückgang bei Normalblechen den Rückgang der Rohrbleche übertraf.

Ausgehend vom Auftragsbestand Ende 2011 und Auftragseingängen im

ersten Halbjahr 2012 auf einem ähnlichen Erlösniveau wie in den letzten

Monaten des Vorjahres, verschlechterte sich die Erlösentwicklung im zweiten

Halbjahr in 2012 zunehmend. Aufgrund dessen und vor allem der rückläufigen

Mengen verzeichnete die Dillinger Hütte einen Rückgang der Umsatzerlöse

von 2 499 Millionen € im Vorjahr auf 2 351 Millionen € (- 5,9 %).

Die Verteilung der Umsatzerlöse zeigt nur geringfügige Verschiebungen zwischen

den einzelnen Regionen.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

22,4

17,3

24,7

13,4

22,5

16,9

21,3 23,0 23,1

39,0 38,9 37,5

2009 2010 2011

Geografische Verteilung des Umsatzes

2012

22,2

22,2

24,2

31,4

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ergebnisse leicht verbessert

Die Dillinger Hütte erwirtschaftete in 2012 ein EBIT von 209 Millionen €

(2011: 163 Millionen €) und ein EBITDA von 266 Millionen € (2011: 220 Millionen

€). Bei einem im Jahresdurchschnitt in etwa gleichen Erlösniveau je

Tonne Grobblech gegenüber dem Vorjahr ist die erneute Ergebnisverbesserung

im Wesentlichen zurückzuführen auf das deutliche Absinken der Materialintensität,

hervorgerufen durch erhebliche Auflösungen von Wertberichtigungen

im Vorratsbereich bei der Dillinger Hütte direkt sowie den Pro -

duk tionseinheiten ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH (ROGESA) und

Zentral kokerei Saar GmbH (ZKS), sowie auf weitere Auflösungen von Auf -

wandsrückstellungen im Rahmen der Umstellung der Rechnungslegungsvorschriften

(BilMoG). Diese Effekte beliefen sich insgesamt auf über 100 Millionen

€. Daneben leisteten auch die laufenden Programme zur Kosten senkung

einen wichtigen Beitrag zu dem – angesichts der schwierigen Marktsituation

– positiven Ergebnis der Dillinger Hütte.

Im Geschäftsjahr stieg der Personalaufwand um 5,7 % auf 353 Millionen € (2011: 334

Millionen €). Insbesondere wirkte sich die Tariferhöhung Anfang 2012 sowohl im Bereich

Löhne und Gehälter als auch im Bereich soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

aufwandserhöhend aus. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

und Sachanlagen in Höhe von 56,4 Millionen € entsprechen nahezu dem

Vorjahresniveau. Wesentlich höhere absatzbezogene Aufwendungen haben im Berichtsjahr

zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 50 Millionen €

auf 142 Millionen € geführt, wobei die Verwaltungs- und allgemeinen Betriebsaufwendungen

nur moderat angestiegen sind.

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