Jahresbericht 2011 - Handwerkskammer Dortmund

hwk.do.de

Jahresbericht 2011 - Handwerkskammer Dortmund

Jahresbericht

2011


Vorwort

3

Starker Motor für Wachstum und Beschäftigung

Auftragslage, Umsätze,

Beschäftigte: Die 2011-

Bilanz fürs Handwerk

im östlichen Ruhrgebiet

fällt durchweg positiv

aus. Unsere mittelständischen

Betriebe

sind ein starker Motor

für Wachstum und Beschäftigung

gewesen.

Davon hat die gesamte

Region nachhaltig profitiert.

Die gute Entwicklung

setzt sich nun fort. Wegen der anhaltenden Finanzmarktkrise

in der Euro-Zone aber auf abgeschwächtem

Niveau. Die konjunkturelle Dynamik flacht ab. Ein nominales

Plus bei den Umsätzen von mindestens 1,5 Prozent

halten wir aber durchaus für erreichbar. Auch eine stabile

Beschäftigungslage.

Das setzt allerdings voraus, dass der wirtschaftspolitische

Rahmen für den Mittelstand richtig gesteckt ist: Die Entscheidung

zum niedrigeren Beitragssatz bei der Rente

und die Milderung der kalten Progression durch eine ab

2013 vorgesehene Anhebung des steuerlichen Freibetrags

sind gute Signale für uns. Auch die Ausweitung der

öffentlichen Investitionen in Städtebau und Infrastruktur

wird den heimischen Markt weiter stützen. Was jedoch

bislang fehlt ist ein ausgewogenes Konzept zur steuerlichen

Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

Wenn die Energiewende gelingen soll, müssen energetische

Sanierungsmaßnahmen absetzbar sein. Steuerliche

Anreize haben nun einmal enorme Zugkraft für private

Investitionen. Und genau die brauchen wir, wenn es weiter

vorangehen soll in diesem Land. Deshalb muss im

Bundesrat endlich die richtige Entscheidung getroffen

werden. Jede weitere Verzögerung wäre absolut kontraproduktiv.

Das Handwerk im östlichen Ruhrgebiet steht in

jedem Fall bereit für mehr Wachstum und Beschäftigung.

Dafür spricht gerade auch der stabile Unternehmensbestand

im Dortmunder Kammerbezirk. Hier haben wir

mit 19.600 Mitgliedsbetrieben (+ 19 Betriebe/0,1 Prozent)

eine erfreulich ausgeglichene Bilanz für das Jahr 2011.

Während es bei den zulassungspflichtigen Handwerken

einen Rückgang um 71 Unternehmen und bei den handwerksähnlichen

Gewerben um 11 Betriebe gegeben hat,

sind die zulassungsfreien Handwerke abermals um 101

Betriebe gewachsen. Die Zahl der neu abgeschlossenen

Lehrverträge im Kammerbezirk (4.186) hingegen stellt

sich für das Jahr 2011 mit -325/-7,20 Prozent rückläufig

dar. So hat es bei den betrieblichen Ausbildungsstellen

(insgesamt 3.755) im Vergleich zu 2010 ein Minus von

4,14 Prozent (-162) gegeben. Bei den außerbetrieblichen

Lehrverträgen (insgesamt 431) liegt der Wert sogar bei

insgesamt -27,44 Prozent (-163 Lehrverträge).

Diese Negativentwicklung, gerade auch bei den betrieblichen

Ausbildungsplätzen, hatten wir für unsere Region

nicht erwartet, zumal es anfangs ja sogar zweistellige

Zuwachsraten gab. Deshalb steuern wir nun stärker

als bisher gegen. Dauerhaft wachstumsstark sind wir

schließlich nur, wenn wir genügend Fachkräfte haben.

Hauptgründe für den Rückgang sind zum einen sinkende

Bewerberzahlen, zum anderen die weiterhin mangelnde

Ausbildungsreife vieler Schulabgänger und falsche Vorstellungen

aufgrund unzureichender Berufsorientierung.

Damit stehen unsere Betriebe praktisch vor einer

doppelten Herausforderung bei der Nachwuchsgewinnung.

Wir von der Kammer Dortmund unterstützen die

Mitgliedsbetriebe dabei mit einer Reihe von Aktivitäten.

Beispielsweise im Rahmen der Imagekampagne, die auf

unterschiedlichste Weise Interesse am modernen Handwerk

wecken will. Und durch eine noch größere Präsenz

der HWK-Ausbildungsberater an den Schulen. Wir gehen

viele Wege, die der Fachkräftesicherung dienlich sind.

Vielfalt ist nun mal unser Markenzeichen. Und deshalb

gilt: Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern

wo man hinwill. Es lohnt sich, im Handwerk seinen Weg

zu gehen. Denn kein anderer Wirtschaftsbereich bietet

so vielfältige Karrierechancen. Und kein anderer Wirtschaftsbereich

genießt ein so hohes Vertrauen bei den

deutschen Bürgern wie das Handwerk. Das hat der GfK

Global Trust Report 2011 eindeutig gezeigt. Mit einer

Zustimmung von 88 Prozent sind wir unangefochten die

Nummer 1 im Land. Wir werden unser Möglichstes tun,

genau das auch zu bleiben.

Otto Kentzler, Handwerkspräsident


4 Neue Geschäftsleitung

Neue Hauptgeschäftsführung gewählt

Einstimmiges Votum für Ernst Wölke und Wilhelm Hicking

Einstimmig votierte die Vollversammlung der Handwerkskammer

(HWK) Dortmund Anfang Juni für Ernst

Wölke als neuen Hauptgeschäftsführer. Wölke, der die

Geschäfte der HWK Dortmund bereits seit Januar 2011

kommissarisch geführt hatte, trat damit die Nachfolge

von Klaus Yongden Tillmann an, der als Generalsekretär

zur NORMAPME nach Brüssel gewechselt war. Zum

Stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Dortmunder

Kammer wurde Wilhelm Hicking gewählt. Handwerkspräsident

Otto Kentzler gratulierte beiden im Namen des

Kammerparlaments zur Wahl.

„Die Erfahrungen, die Sie dank ihrer langjährigen Tätigkeit

als Geschäftsführer unseres Hauses schon haben, sind

eine wertvolle Voraussetzung für die weitere notwendige

Entwicklung der Kammer“, sagte er. Wölke und Hicking

erklärten, sie setzten zusammen mit Geschäftsführerin

Angelika Weies auf eine gemeinschaftliche Führung. Den

Modernisierungskurs der Kammer, weniger administrative

Verwaltungsstrukturen, mehr Dienstleistung und

flexiblere Prozesse, wolle man konsequent fortsetzen.

Wölke: „Auch für die Kammer Dortmund zählt Bürokratieabbau.“

Ernst Wölke

Der in Kamen lebende Diplom-Politologe Ernst

Wölke, Jahrgang 1953, ist verheiratet und Vater

einer Tochter. Er studierte in Bochum und Berlin

Politische Theorie und Komparatistik, Politische

Ökonomie und Systemtheorie sowie Kommunikationswissenschaften/Publizistik.

Ergänzend

dazu studierte er Wirtschaftswissenschaften.

1978 legte er sein Examen ab. Nach seiner

Tätigkeit in der Pressestelle der Dortmunder

Universität kam er 1984 als Pressereferent zur

Handwerkskammer Dortmund. Von 1987 bis 1990

war er Geschäftsführer der Außerbetrieblichen

Ausbildungsstätte Handwerkskammer Dortmund

gGmbH; 1991 wurde er Geschäftsführer (Innere

Verwaltung/Haushalt) und sechs Jahre später

schließlich Stv. Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Dortmund.

Wilhelm Hicking

Diplom-Kaufmann Wilhelm Hicking, Jahrgang

1951, ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Er

studierte an der Universität-Gesamthochschule

Essen Wirtschaftswissenschaften und legte dort

1980 sein Examen ab. Bis Mitte der Achtziger

arbeitete Hicking zunächst als Betriebsberater

bei der HWK Düsseldorf, dann als Prokurist in

Essen. Anschließend leitete er für mehrere Jahre

ein Wirtschaftsförderungsprojekt in Guatemala

und später die Abteilung Grundsatzfragen,

Betriebswirtschaft und Steuern, betriebswirtschaftliche

Beratung und Gruppenberatung bei

der HWK Düsseldorf. 1996 kam er als Geschäftsführer

für den Bereich Wirtschaftsförderung/

Unternehmensberatung zur Dortmunder Kammer.

Zwei Jahre später übernahm er zusätzlich die

Leitung der beiden HWK-Bildungszentren.


Veranstaltungen

5

Jedes Jahr eine Meisterfeier des Handwerks

Jungmeister in Dortmunder Konzerthaus groß gefeiert

111 Frauen und 311 Männer aus ganz Deutschland, die

erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt hatten, wurden

im März im Konzerthaus Dortmund als neue Spitzenklasse

des Handwerks gefeiert. Zu den rund 1.200 Gästen

gehörten die Familien und Freunde der Jungmeister

sowie zahlreiche Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft. Handwerkspräsident Otto Kentzler

unterstrich in seiner Rede, das Handwerk sei ein maßgeblicher

Stabilitätsfaktor für die deutsche Wirtschaft

und damit Motor für Wachstum und Beschäftigung. Diese

gute Entwicklung müsse gemeinsam fortgesetzt werden.

Im Mittelpunkt einer Talkrunde standen die Leistungen des

Orthopädietechniker-Handwerks für Menschen mit körperlichen

Beeinträchtigungen. Timo Hager, Volleyballspieler

der Behinderten-Nationalmannschaft, und Madalina

Sandu, eine junge, beinamputierte Ärztin aus Rumänien,

machten deutlich, welche Schubkraft vom Handwerk

ausgehen kann, wenn beste Maßarbeit geleistet wird.

Die ganz große Bühne für 21 Bestmeister.

HWK-Hauptgeschäftsführer Ernst Wölke gratulierte zum Meistertitel.

Bei der Talkrunde erzählten Madalina Sandu (2.v.r.) und Timo Hager (2.v.l.) von ihrem Schicksal – und wie sie es gemeistert haben.


6 Veranstaltungen

Gute Dialogkultur beim Mittelstandsgesetz

Das Verhältnis von Landespolitik und Handwerk stand

im Mittelpunkt vom „Treffpunkt Handwerk“. Neben den

Obermeistern aus dem Kammerbezirk Dortmund waren

zahlreiche Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung

und Kirchen in die Westfalenmetropole gekommen,

um beim Herbstempfang der Handwerkskammer

dabei zu sein. Als Gastredner konnte Dr. Günther

Horzetzky, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen

Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und

Verkehr, gewonnen werden. Bei seinem einleitenden

Vortrag stellte Berthold Schröder, Vize-Präsident der

Handwerkskammer Dortmund, heraus, dass das Handwerk

in Nordrhein-Westfalen in letzter Zeit mehr in den

Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik gerückt sei. Er lobte

Maßnahmen wie das Mittelstandsgesetz oder die Handwerksinitiative,

stellte aber dennoch klare Forderungen

an die Landespolitik. Insbesondere kritisierte er den

Entwurf zum Tariftreuegesetz. Hier gebe es eine starke

Überfrachtung von Regeln mit vergabefremden Aspekten.

Staatssekretär Horzetzky äußerte in seiner Rede den

Gedanken einer „strategischen Partnerschaft“ zwischen

Handwerk und Landespolitik. Besonderer Ausdruck

des guten Verhältnisses sei beispielsweise die gute

Dialogkultur beim Mittelstandsgesetz und bei der

Handwerksinitiative gewesen. Beim Thema Energiewende

machte Schröder deutlich, dass Deutschland

zum „Energiesparland“ werden müsse. Die Wende

könne ohne das Handwerk nicht gelingen. Gerade

beim Gesetz zur energetischen Gebäudesanierung sei

man aber auf die Hilfe der Politik angewiesen. Dr.

Horzetzky würdigte ebenfalls die entscheidende Rolle,

die das Handwerk bei der Energiewende einnimmt:

„Die Energiewende bleibt nur ein Schlagwort, wenn

nicht die Handwerksunternehmen beraten, installieren

und warten. Hier werden politische Zielvorstellungen in

konkrete Handlung umgesetzt.“

Dr. Günther Horzetzky (2. v.l.) war Gastredner beim Treffpunkt Handwerk. Die Vize-Präsidenten Berthold Schröder (2.v.r.) und Klaus Feuler (r.) sowie

Hauptgeschäftsführer Ernst Wölke empfingen ihn herzlich.


Veranstaltungen

7

„Tag der Technik” lockte viele Interessierte

Reger Andrang herrschte beim „Tag der Technik“ im

Bildungszentrum Ardeystraße. Bis in die Nachmittagsstunden

hinein informierten sich rund 300 Schülerinnen

und Schüler, Eltern und Interessierte über die mehr als 130

handwerklichen Berufe. Die Werkstätten der Kfz-Technik,

Augenoptik, Zahntechnik, Elektrotechnik sowie die Foto-

grafenwerkstatt und das Kompetenzzentrum der Bürokaufleute

hatten ihre Türen geöffnet. Hier hatten die Besucher

die Möglichkeit, Handwerksberufe aus nächster Nähe zu

erleben. Hilfreiche Informationen und Tipps gab es überdies

bei den Vorträgen „Wie bewerbe ich mich richtig?“ und „Triff

die richtige Wahl“ sowie beim Bewerbungsmappen-Check.

Technik hautnah miterleben konnten die Schüler in der Werkstatt für Kfz-Technik.

Weihnachtskonzert

Weihnachtliche Musik erklang im Dezember wieder im

Reinoldisaal und zog zahlreiche Zuhörer in ihren Bann.

Das „Neue Kammerorchester Düsseldorf“ der Robert-

Schumann-Hochschule Düsseldorf unterhielt die rund

250 Gäste mit weihnachtlichen Klängen von Peter

Cornelius, Antonin Dvorak und Edvard Grieg. Als Sänger

konnte Bass-Bariton Keno Brandt verpflichtet werden.

Musikalische Einstimmung auf die Festtage im Reinoldisaal.


8 Imagekampagne

Jede Menge Zukunft für die Jugend

19.600 Handwerkbetriebe mit rund 130.000 Mitarbeitern

halten mit ihren Dienstleistungen, Produkten und

innovativen Ideen das östliche Ruhrgebiet am Laufen.

Bundesweit sind mehr als fünf Millionen Menschen in

den rund 988.000 Handwerksbetrieben beschäftigt, die

sich in besonderem Maße auch für die Ausbildung junger

Menschen engagieren.

Darauf und auf viele weitere Facetten der „Wirtschaftsmacht

von nebenan“ macht die Imagekampagne des

deutschen Handwerks aufmerksam, die im Januar 2010

gestartet ist. 13.000 Plakate, zahlreiche Anzeigen, der

TV-Spot mit 23 Millionen Zuschauern, die Kampagnen-

Website mit fast zwei Millionen Besuchern und die

humorvolle Jugendwerbung mit Comedian Simon

Gosejohann – die Kommunikationsoffensive war auch

2011 in Deutschland nicht zu übersehen. Im Kammerbezirk

Dortmund sorgten unter anderem Aktionen und

Werbemaßnahmen rund um alle Kammer-Veranstaltungen,

die Meisterfeier von Borussia Dortmund, das

Public Viewing zur Frauen-WM oder den Tag des Handwerks

für Aufmerksamkeit. Auch zahlreiche Betriebe

im Bezirk der HWK Dortmund haben die Kampagnen-

Botschaften weitergetragen und gezeigt: Das Handwerk

ist vielseitig, innovativ und modern und bietet Jugendlichen

jede Menge Zukunftschancen.

Nicht zu vergessen die rund 80 regionalen Pressemitteilungen

rund um die Kampagne. Sie haben besondere

Leistungen des Handwerks etwa in den Bereichen

Ausbildung, alternative Energien, Seniorenwirtschaft,

Gesundheit und Lebensqualität in den Mittelpunkt gestellt

und wurden von den Medien immer wieder gerne

aufgegriffen.

Die breite Bevölkerung kam und kommt damit nicht

am Handwerk vorbei. Kein Wunder, dass die Kampagne

auch in 2011 wieder namhafte Preise der Werbe-

Branche abräumen konnte. „Diese Auszeichnungen

gebühren auch allen Handwerkern. Mit ihrer Innovationskraft,

ihrem Einsatz und der Leidenschaft für ihr

Handwerk inspirieren sie die Kampagne, unterstützen

sie bei der Umsetzung zahlreicher Aktionen oder machen

diese erst möglich“, betont Otto Kentzler, Präsident der

HWK Dortmund und zugleich des Zentralverbands des

Deutschen Handwerks.


Imagekampagne

9

Tag des Handwerks: Ein Feiertag für Deutschland

Ohne das Handwerk ist unser modernes Leben nicht vorstellbar.

Es ist daher nur folgerichtig, dass die Wirtschaftsmacht

von nebenan einen eigenen Tag des Handwerks

im Jahreskalender erhält. Am 3. September 2011

war dies erstmals unter dem Motto „Deutschland

ist handgemacht“ der Fall. Mehr als 4.000 Aktionen

zeigten bundesweit die ganze Vielfalt des Handwerks:

Tage der offenen Tür, Messen, Modenschauen, Konzerte

und Ausstellungen begeisterten die Besucher. Im Mittelpunkt

standen dabei natürlich die Handwerker selbst.

Auch im Kammerbezirk Dortmund zeigten viele Betriebe

Flagge für ihren Wirtschaftsbereich und profitierten

gleichzeitig von der öffentlichen Aufmerksamkeit. Einige

Beispiele: Der Hörgeräteakustiker-Betrieb Faust bot

mitten in der Hagener Fußgängerzone in einem Hörmobil

kostenlose Hörtests und Lautstärkemessungen

von MP3-Playern an. Andere, wie das Dachdecker-Unternehmen

Weigelt aus Schwerte, öffneten ihre Türen und

machten Kinder mit Aktionen neugierig aufs Handwerk.

Das Bochumer Gesamthandwerk begeisterte auf dem

Campus der Akademie des Handwerks Ruhr durch

Mitmach-Aktionen junge Menschen für die Wirtschaftsmacht

von nebenan. Weitere Highlights: Profis vom

VfL Bochum gaben Autogramme und Fleischer servierten

die von Herbert Grönemeyer besungene Bochumer

Kult-Currywurst.


10 Imagekampagne

Handwerk zeigte Flagge für Vielfalt und Toleranz

Da in Dortmund zeitgleich ein Aufmarsch von Neonazis

stattfand, zeigte die Wirtschaftsmacht von nebenan aus

der Westfalenmetropole am Tag des Handwerks mit

einer Plakat-Aktion und dem Motiv „Bei uns zählt nicht,

wo man herkommt. Sondern wo man hinwill.“ Flagge

für Vielfalt und Toleranz.

Unterstützt wurde die Aktion von Fußball-Profi Patrick

Owomoyela, der 2011 mit Borussia Dortmund Deutscher

Fußballmeister geworden ist. Der offensivstarke Außenverteidiger

ist Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers.

Für die deutsche Nationalmannschaft kam er elfmal zum

Einsatz. Vor seiner Profi-Laufbahn hat er in Hamburg

eine Lehre zum Gas- und Wasserinstallateur absolviert

und als Drittbester seines Jahrgangs abgeschlossen.

Hätte es nicht damals schon verlockende Angebote

aus dem Profi-Fußball gegeben, hätte Owomoyela

vielleicht sogar noch den Handwerks-Meister draufgesetzt.

Der BVB-Profi: „Ich habe ein Handwerk gelernt

und bin stolz darauf, denn Handwerker leisten mit ihrer

Arbeit einen wichtigen Beitrag für unser Land. Handwerks-

unternehmer geben durch ihr Ausbildungsengagement

Jugendlichen außerdem eine tolle Zukunftschance –

Hautfarbe und Herkunft sind dabei egal. Im Sport wie

im Handwerk ist nur die Leistung entscheidend. Als

Fußballprofi und gelernter Gas- und Wasserinstallateur

weiß ich: Was zählt, sind Begeisterung, Einsatz und Teamgeist,

und die sind auf der ganzen Welt zu finden. Handwerk

und Fußball haben eben viel gemeinsam und sind

Beispiele für gelungene Integration: Bei uns zählt nicht,

wo man herkommt. Sondern wo man hinwill."

Viele Dortmunder Betriebe klebten ein Plakat mit dem

Integrationsmotiv der Kampagne ins Schaufenster, in die

Büroräume oder in die Werkstatt. Auch das Handwerk

in der benachbarten Hellweg-Region beteiligte sich an

der Aktion. Handwerkspräsident Otto Kentzler: „Damit

haben wir für alle sichtbar gemacht, dass wir eine Wirtschaftsmacht

mit vorbildlicher Integrationskraft sind.

Deutschland ist handgemacht – und das von Handwerkern

auch mit ausländischen Wurzeln. Fremdenfeindlichkeit ist

für uns ein Fremdwort!“

BVB-Profi Patrick Owomoyela und Handwerkspräsident Otto Kentzler zeigten gemeinsam mit Auszubildenden der

Handwerkskammer Dortmund Flagge für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.


Imagekampagne

11

Neue Ideen – spannende Stories – viel Humor

Mit neuen Ideen, humorvollen Botschaften und spannenden

Geschichten präsentiert die Kommunikationsoffensive

auch in 2012 wieder die Welt des Handwerks

und sorgt für zahlreiche Überraschungen.

Die neuen Plakatmotive stellen vor allem das Thema

Modernität in den Vordergrund. So präsentiert sich

das Handwerk unter anderem als „Offizieller Ausrüster

der Energiewende“. Immer versehen mit dem Motto,

unter dem auch der Tag des Handwerks am 15. September

steht: „Wir sind Handwerker. Wir können das.“

Geplant sind außerdem ein neuer Kampagnenspot

und weitere Aktionen mit Simon Gosejohann. Jugendliche

gezielt von der Attraktivität und Modernität des

Handwerks zu überzeugen, dafür hat sich der Comedian

und Moderator bereits in 2011 stark gemacht. Mit

viel Humor und frechen Sprüchen hat er als „Linke

Hand des Handwerks“ zehn Handwerksberufe unter

die Lupe genommen. Handwerklich konnte Simon

dabei wenig überzeugen, die Berufsfilme tun es aber

umso mehr: Über 1,6 Millionen Abrufe wurden 2011

auf der Kampagnenwebsite und auf YouTube registriert.

Einmal für das Handwerk begeistert, können

sich Jugendliche auf handwerk.de zudem mithilfe des

Online-Tools „Berufe-Checker“ auf spielerische Weise

über die mehr als 130 Handwerksberufe informieren

und darüber hinaus herausfinden, welche Handwerksberufe

am besten zu ihnen passen.

Auf der Kampagnenwebsite sind aber längst nicht nur

die Simon-Filme und der Berufe-Checker zu finden.

Über den Menüpunkt „Kampagnenmacher“ können

auch der Werbemittelshop und das sogenannte Brandmanagement

zum kostenlosen Download aller Anzeigen-

und Plakatmotive, Logos, Webbanner, TV- und

Radiospots erreicht werden. Reinschauen lohnt sich,

denn sowohl das Werbemittel- als auch das Motivangebot

werden ständig erweitert. Alle Handwerker im

Kammerbezirk Dortmund erhalten so die passenden

Werkzeuge, um sich als Teil der Wirtschaftsmacht

von nebenan zu präsentieren – und damit als Teil des

Motors, der dieses Land am Laufen hält.

www.hwk-do.de/imagekampagne


12 Presse/Öffentlichkeitsarbeit

Vielfalt des Handwerks – Vielfalt in der Pressearbeit

Breit gefächertes Aufgabenspektrum im Bereich PR/Medien

Elektromobilität, Demographie, Ausbildungsbörse für

Migranten: Die Vielfalt des Handwerks fand sich in der

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der HWK Dortmund

nachhaltig wieder. Zahlreiche Meldungen, Berichte und

auch Reportagen zu aktuellen Themen werden von der

Stabsstelle PR/Medien an die Redaktionen geschickt.

Natürlich immer auch ergänzt um Einzelergebnisse

zu den Städten im Kammerbezirk, interessantes Fotomaterial

und O-Töne. Wichtiges Novum war die „Zahl der

Woche“, die im Rahmen der Imagekampagne gestartet

worden war. Nach ihrer Etablierung, etwa ab dem

Frühsommer, zog sie regelmäßig größere Geschichten

in Presse, Funk und Fernsehen nach sich. Darüber hinaus

gab es nahezu täglich Anfragen der Medien – insgesamt

über 170 – zu aktuellen Geschehnissen, die in der Regel

schnell und umfassend beantwortet werden konnten.

Im Blickpunkt der Öffentlichkeit stand das heimische

Handwerk zudem bei verschiedenen Pressekonferenzen

und -gesprächen. Zu den Schwerpunktthemen, die dabei

im persönlichen Dialog mit den Journalisten erörtert

wurden, gehörten beispielsweise die Konjunktur bei

den fast 20.000 Mitgliedsbetrieben, die Ausbildungssituation

oder auch der Führungswechsel bei der HWK

Dortmund im Juni. Neben der originären Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit, die die Produktion der digitalen

Hauszeitung einschloss, war das Verfassen von Statements,

Grußworten und Reden ein zentrales Aufgabenfeld.

Hier reichte das breite Themenspektrum etwa von

der Fachkräftesicherung über Innovationen im Handwerk

und Energiewende bis hin zu internationalen

Aktivitäten. Ebenso wurden Berichte und Hintergrundinformationen

für Sonderseiten, Beilagen und andere

Publikationen erarbeitet und zusammen gestellt. Und:

Auch der Jahresbericht 2010, die Mitwirkung an den beiden

Konjunktur-Umfragen oder diversen Flyern aus den

HWK-Fachbereichen, z.B. zu den Themen Ehrenamt oder

Abiturienten, gehörte zu den vielfältigen Aufgaben der

PR/Medien-Mitarbeiter.

Deutsches Handwerksblatt

Das „Deutsche Handwerksblatt“ (DHB) wurde

im vorigen Jahr kompakter gestaltet. Mit der Zielsetzung

„Mehr Nutzwert für unsere Mitglieder“

werden den Lesern seither mehr Informationen

auf einen Blick geboten. Sei es zu den umfangreichen

Service- und Bildungsangeboten der

HWK Dortmund, sei es zu Veranstaltungen und

Aktionen. Alles, was für

den DHB-Leserkreis

relevant sein könnte,

wird präsentiert.

Auch gibt es nun eine

deutlich engere Verknüpfung

zum Internet;

immer mehr Beiträge

schließen mit einem

direkten Hinweis auf's

world wide web ab.

Selbstredend ist auch

das DHB dort wiederzufinden.

www.hwk-do.de/Aktuelles

Internet

Der Internet-Auftritt der Handwerkskammer

Dortmund ist in 2011 weiter optimiert worden.

Die Seiten sind besser strukturiert worden,

was es den Usern ermöglichen soll, die gewünschten

Informationen mit nur wenigen Klicks

zu finden. Dazu wurden die Primär- und

die Sekundär-Navigation deutlich gestrafft – und

die Texte selbst noch einmal konsequent auf

Nutzerfreundlichkeit abgeklopft.

www.hwk-do.de


Presse/Öffentlichkeitsarbeit

13

Twitter

Die HWK Dortmund nutzt einen neuen

Kommunikationskanal aus dem Bereich der

Sozialen Netzwerke: Den Kurznachrichtendienst

„Twitter“. Bereits im Mai 2010 hat sie

unter dem Namen „Kammertweets“ einen

Account bei Twitter erstellt und zwitschert

(„twittert“) mittlerweile regelmäßig mit.

Der Vorteil: Twitter bietet eine sehr schnelle und

unkomplizierte Möglichkeit, topaktuell über

handwerksrelevante Themen, Veranstaltungen,

Service- und Bildungsangebote, die Inhalte der

HWK-Interntseiten und natürlich auch

Neuigkeiten mit Blick auf die Imagekampagne

zu berichten. Die Meldungen müssen sehr

kurz gefasst sein und dürfen nicht mehr als

140 Zeichen enthalten – aber in der Kürze liegt

ja bekanntlich oft die Würze. Der Erfolg gibt

Recht: Ende 2011 haben die „Kammertweets“ die

Marke von 700 „Followern“, also Abonnenten

ihrer Tweets, geknackt. Dazu gehören Internetnutzer

aller Altersklassen, Redaktionen,

Handwerkorganisationen und zunehmend

Handwerker. Tendenz: steigend. Die Online-

Reichweite der HWK-Öffentlichkeitsarbeit

hat sich dadurch deutlich erhöht.

Corporate Design

Mit großen Schritten ging es im vergangenen

Jahr bei der Anpassung aller relevanten HWK-

Dokumente an das neue Corporate Design weiter.

Ob Gewerbekarte, Sachverständigenordnung

oder Flyer-Vorlage: Dutzende

gestalterische Neuerungen – und parallel dazu

auch zahlreiche inhaltliche Aktualisierungen –

wurden in 2011 umgesetzt. Die Anschaffung

eines neuen Messestandes in farbenfroher Optik

gehörte auch dazu.

www.twitter.com/kammertweets


14 Handwerksrolle

19.600 Mitgliedsunternehmen im Kammerbezirk

Gute Entwicklung hat sich fortgesetzt - Betriebsbestand leicht gewachsen

Der Unternehmensbestand der HWK Dortmund ist im

Jahr 2011 um 19 Unternehmen auf 19.600 gestiegen.

Rückgängen in den zulassungspflichtigen Handwerken

(-71 Unternehmen/-0,6%) und in den handwerksähnlichen

Gewerben (-11 Unternehmen/-0,3%) steht

abermals ein Zuwachs in den zulassungsfreien Handwerken

(+101 Unternehmen/+2,8 %) gegenüber. Die Entwicklung

entspricht in ihrer Tendenz weitgehend der

Entwicklung des Jahres 2010, als ein Gesamtzuwachs um

31 Unternehmen zu verzeichnen war. Bemerkenswerte

Änderungen in den zulassungspflichtigen Handwerken

weisen unter anderem folgende Handwerke auf:

Glaserhandwerk

Straßenbauerhandwerk

Maurer- und Betonbauerhandwerk

Bäckerhandwerk

Metallbauerhandwerk

(+8 Unternehmen/+8,8%)

(+7 Unternehmen/+3,8%)

(- 5 Unternehmen/-2,1%)

(-13 Unternehmen/-5,5%)

(-14 Unternehmen/-2,5%)

Erneut rückläufig ist die Zahl der Unternehmen in

den zulassungspflichtigen Nahrungsmittelhandwerken

(Bäcker, Konditoren, Fleischer). Wenngleich der Rückgang

mit insgesamt 16 Unternehmen (-2,9%) gegenüber

dem Vorjahr (-4,6%) geringer ausgefallen ist, scheint der

Schrumpfungsprozess in diesen Handwerken immer noch

nicht abgeschlossen zu sein. Der überproportionale Zuwachs

an Unternehmen des Glaserhandwerks (+8,8%)

dürfte auch ein Indiz dafür sein, dass dem Werkstoff

Glas sowohl im gewerblichen als auch im privaten Baubereich

eine immer größere Bedeutung zukommt. Die

Zuwächse in den seit 2004 zulassungsfreien Handwerken

entfallen im Wesentlichen auf das Fliesen-, Plattenund

Mosaiklegerhandwerk (+13 Unternehmen/+0,9%),

das Raumausstatterhandwerk (+38 Unternehmen/+8,1%),

das Gebäudereinigerhandwerk (+35 Unternehmen/+6,9%)

und das Fotografenhandwerk (+21 Unternehmen/ +9,1%).

Im Berichtszeitraum wurden 907 Gewerbetreibende

(= 7,5%) in der Handwerksrolle (Verzeichnis der Inhaber zulassungspflichtiger

Handwerksbetriebe) und 718 Gewerbetreibende

(= 20,0 %) im Verzeichnis der Inhaber zulassungsfreier

Handwerksbetriebe gelöscht. Das entspricht gegenüber

dem Vorjahr einem relativen Rückgang der Löschungen

in den zulassungspflichtigen und einem relativen

Anstieg der Löschungen in den zulassungsfreien Handwerken.

Bestätigt hat sich dabei die deutlich höhere Bestandsfestigkeit

im Bereich der qualifikationspflichtigen

(zulassungspflichtigen) Handwerke im Vergleich zu den

zulassungsfreien (nicht qualifikationspflichtigen) Handwerken.

So beträgt der Anteil endgültiger Betriebsaufgaben,

also der unter Ausschluss von Sitzverlagerungen,

Betriebsübergaben und -umgründungen, 6,0% im

Bereich der zulassungspflichtigen gegenüber 17,7% im

Bereich der zulassungsfreien Handwerke. Der Unterschied

hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (6,3% bzw. 15,7%)

noch erhöht.

Bestandsentwicklung der Mitgliedsunternehmen in 2011

Bestand Mitgliedsunternehmen Bestand 01.01.2011 Bestand 31.12.2011 Veränderung +/-

zulassungspflichtige Handwerke (Anlage A = Handwerksrolle) 12.107 12.036 -71

zulassungsfreie Handwerke (Anlage B, 1. Abschnitt) 3.589 3.690 +101

handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B, 2. Abschnitt) 3.885 3.874 -11

Gesamt 19.581 19.600 +19


Handwerksrolle

15

260 Neuanträge gestellt – Friseure wieder vorn

Ausnahmebewilligungen: Eingehende Überprüfung durch Sachverständige

Ausnahmebewilligungen und Ausübungsberechtigungen

ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen den

Zugang zur handwerklichen Selbstständigkeit ohne

Meisterprüfung. Sie sorgen in Ausnahmefällen für einen

liberalen Zugang zur handwerklichen Selbstständigkeit

und gewährleisten zugleich den Fortbestand der Meisterprüfung

in zahlreichen Gefahrenhandwerken. Wer einen

Antrag stellt, muss auf jeden Fall das Vorliegen einer Ausnahmesituation

und das Vorhandensein der erforderlichen

Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen. Zwei

Drittel der 260 Neuanträge verteilten sich auf neun der

insgesamt 40 zulassungspflichtigen Handwerke. Spitzenplätze

belegten auch im abgelaufenen Jahr wieder

Friseure (46), Maler und Lackierer (38), Kfz-Techniker (17),

Maurer und Betonbauer (17), Installateure und Heizungsbauer

(16), Elektrotechniker (13), Stuckateure (12), Dachdecker

(11) und Tischler (9). Im Mittelpunkt des Verfahrens

steht eine eingehende Beratung durch die zuständige

Fachabteilung der Kammer. So können aussichtsreiche

Antragsverfahren zeitlich gestrafft und aussichtslose

Anträge vermieden werden. Im Sinne einer Stärkung des

Verbraucherschutzes, des Umweltschutzes und der Befähigung,

qualifizierten Nachwuchs zur künftigen Fachkräftesicherung

heranzubilden, wurden in 92 Verfahren

eingehende Überprüfungen der Antragsteller durch Sachverständige

des jeweiligen Handwerks durchgeführt.

Objektivität und Neutralität sind oberstes Gebot

Eine der hoheitlichen Aufgaben der HWK Dortmund ist

es, Sachverständige zur Erstattung von Gutachten über

Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern zu

bestellen und zu vereidigen. Bereits im Auswahl- und

Überprüfungsverfahren werden an die Bewerber hohe

Anforderungen gestellt. Aber auch die schon vereidigten

Sachverständigen müssen sich kontinuierlich qualifizieren.

In 2011 wurden erstmals nach vielen Jahren

wieder zwei Vereidigungstermine durchgeführt und

insgesamt elf Sachverständige in ihre neue Verantwortung

entlassen. Den größten Zuwachs gab es

dabei im Tischlerhandwerk, in dem drei Sachverständige

neu bestellt wurden. Passend dazu wurde die Sachverständigenordnung

im neuen Corporate Design der HWK

Dortmund gestaltet und gedruckt. Als federführende

Kammer für das Sachverständigenwesen in NRW ist es

Aufgabe der HWK Dortmund, Neuerungen, Änderungen

und Optimierungen in diesem Bereich voranzutreiben

und maßgeblich zu gestalten. Erfreulich ist dabei, dass

inzwischen alle Handwerkskammern in Deutschland in

einer einheitlichen Sachverständigendatenbank im Internet

unter www.svd-handwerk.de wieder zu finden sind.

Bilanz für 2011

Sachverständige

Auftraggeber der Gutachten

Wichtigste Gewerke

Anzahl der Sachverständigen 134

Private 76,8%

Installateur- und

Heizungsbauerhandwerk

20,5%

Neuvereidigungen 11

Amtsgerichte 14,5%

KFZ-Technikerhandwerk 18,4%

Bestellungsgebiete 46

Landgerichte 8,5%

Maurer- und

Betonbauerhandwerk

17,5%

erstellte Gutachten ca. 2.700

Oberlandesgerichte 0,2%

Dachdeckerhandwerk 7,4%


16 Berufsbildung

Intensität der Unterweisung ist gestiegen

Schulungsvolumen bei Friseuren besonders stark zurückgegangen

Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ist

neben der betrieblichen und schulischen Ausbildung die

dritte Säule im dualen Bildungssystem. Sie dient als Ergänzung

und Unterstützung der betrieblichen Ausbildung

in Mitgliedsunternehmen der Handwerkskammer Dortmund.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Teilnehmerwochen

(TNWO) in den überbetrieblichen Unterweisungsstätten

einen Rückgang auf 17.118 TNWO in 2011

(17.588 TNWO in 2010). Das entspricht einem Minus von 2,7

Prozent. Ursächlich für diese Entwicklung sind die gesunkenen

Ausbildungszahlen.

Insbesondere das Schulungsvolumen bei den Friseuren verringerte

sich überdurchschnittlich von 1.318 TNWO in 2010

auf 1.049 TNWO in 2011. Das ist die Auswirkung eines seit

2008 zu beobachtenden Lehrlingsrückgangs. Die Summe

der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt mit

einem Minus von 25 Prozent erheblich unter dem Wert des

Vorjahres.

Erfreulich ist die Zunahme der Unterweisungsintensität pro

Auszubildendem von 1,52 Wochen in 2010 auf 1,61 in 2011.

Das ist ein wichtiger Parameter für die Leistungsfähigkeit

der Bildungszentren. Die Unterweisungsintensität ist ein

Maß dafür, wie lange ein Lehrling durchschnittlich in der

Überbetrieblichen Unterweisung – auf eine Woche bezogen

– verbracht hat.

Die gesamten Zuwendungen zur Überbetrieblichen Unterweisung

(Bundes-, Landes-, EU- und Kammermittel), die

von der Handwerkskammer Dortmund an Bildungszentren

des Handwerks gezahlt wurden, weisen mit einem

Volumen von 5,3 Mio. Euro nahezu den gleichen Betrag auf

wie in 2010. Das Gleiche gilt für die Kammerzuschüsse, die

für die Berechnung des Ausbildungsbeitrages ausschlaggebend

sind. Diese für die ausbildungsbeitragspflichtigen

Betriebe positive Entwicklung ist vor allem auf das erfolgreiche

Zusammenwirken der Bildungsträger im Kammerbezirk

Dortmund zurückzuführen.

Mehr Abiturienten fürs Handwerk gewinnen

Ausweitung des Projekts dient verbesserter Fachkräftesicherung

Moderne Berufe und ohne

große Umwege in die

Selbstständigkeit: Das

macht eine Karriere im

Handwerk auch für höher

qualifizierte Schulabgänger

interessant. Grund

genug für die HWK

Dortmund, ihre Aktivitäten

zur Gewinnung von Abiturienten

weiter zu verstärken.

Dafür wurde im Herbst 2011 das Projekt „Passgenaue

Vermittlung von Auszubildenden an ausbildungswillige

Unternehmen“ ausgeweitet. HWK-Berater

Jörg Hamann (Foto) ist nun der erste Ansprechpartner

für die jungen Leute. „Im Fokus unserer Aktivitäten

stehen die jungen Leute und ihre Lehrer. Hier ist

sicherlich noch Einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten,

bevor wir einen deutlichen Anstieg der Abiturienten-

Zahlen im Handwerk verzeichnen können“, sagt Hamann.

Er besucht Gymnasien, nimmt teil an Studien- und

Berufsinformationsveranstaltungen und an Bildungsmessen

der Region. „Wir wollen erreichen, dass

Abiturienten dem Handwerk bei ihrer Berufsorientierung

mehr Beachtung als bisher schenken.

Schüler und Lehrkräfte sollen davon überzeugt werden,

dass eine fundierte Ausbildung im Handwerk gerade

auch für viele höher qualifizierte Schulabgänger ein

sehr guter Karrierestart ist.“ Natürlich werden auch die

Betriebe im Rahmen des Projekts ausführlich beraten.

Zusätzliche anspruchsvolle Ausbildungsplätze für Abiturienten

sollen erschlossen werden. Hamann sagt, er

zeige den Inhabern Wege auf, wie man eine handwerkliche

Ausbildung für Leistungsstarke noch attraktiver gestalten

könne. Zum Beispiel durch verkürzte Ausbildungszeiten,

Zusatzqualifikationen oder auch duale Studiengänge.


Berufsbildung

17

Qualifizierte Bewerber fehlen

Sinkende Schulabgängerzahlen schlagen sich in Statistik nieder

4.186 neue Berufsausbildungsverhältnisse waren zum

Jahresende 2011 in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer

Dortmund verzeichnet. Mit 3.755 betrieblichen

Ausbildungsplätzen ist damit im Vergleich zum Vorjahr ein

Minus von 4,14 Prozent zu verzeichnen. Einschließlich der

erheblichen Rückgänge bei den außerbetrieblichen Ausbildungsverhältnissen

– minus 27,44 Prozent – ergibt sich

für 2011 ein Gesamtrückgang der neu abgeschlossenen

Ausbildungsverhältnisse um 7,20 Prozent. Der Rückgang

an Ausbildungsverhältnissen u. a. im Bereich der Dachdecker

(-49/-24,14 %) und der Bauten- und Objektbeschichter

(-25/-48,05 %) ist primär auf das Sinken der

Schulabgängerzahlen speziell bei den Hauptschulabsolventen

(-6 % in NRW) zurückzuführen. Der Mangel

an hochqualifizierten Ausbildungsplatzbewerbern im

Handwerk hat sich im Jahr 2011 ebenfalls insoweit in

der Ausbildungsstatistik niedergeschlagen, als in den anspruchsvollen

Berufen Mechatroniker für Kältetechnik

(-4/10,53 %), Anlagenmechaniker (-36/-9,84 %) oder dem

Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik

(-5/-31,25 %) weniger Ausbildungsstellen besetzt

werden konnten. Dem gegenüber konnten in der Lehrstellenbörse

angebotene Ausbildungsplätze teilweise

nicht besetzt werden. Ursächlich ist hier nicht zuletzt die

mangelnde Passgenauigkeit zwischen den betrieblichen

Anforderungen an Bewerber und deren Qualifikationen.

Insgesamt waren im Jahr 2011 über 620 offene Lehrstellen

zu verzeichnen – mehr als je zuvor! Von den 11.841

bestehenden Ausbildungsverhältnissen im Kammerbezirk

entfiel knapp ein Viertel (23,6 %) auf Auszubildende

weiblichen Geschlechts. 947 Auszubildende hatten

einen ausländischen Pass; davon stammten 509 aus der

Türkei, 81 aus Italien, 39 aus Griechenland und 32 aus

Polen. Hinsichtlich der schulischen Qualifikation der

Ausbildunsbeginner verfügten 504 Auszubildende (12,04 %)

über die Fachschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife,

was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 2,4

Prozent gleich kam. Abschließend sei angemerkt, dass

es bei den vorzeitigen Vertragslösungen leider einen

Anstieg um fast 5 Prozent gegeben hat. Hauptursache:

Mangelnde Passgenauigkeit.


18 Bildungszentren

Klein: HWK Dortmund gehört zu den Pionieren

Kompetenzzentrum Bürokaufleute online offiziell anerkannt

Die Handwerkskammer (HWK) Dortmund hat Ende

November die offizielle Anerkennung zum „Kompetenzzentrum

Bürokaufleute online“ (KOMZET) nach den Förderrichtlinien

der Bundesregierung erhalten. Die Verleihung

der Auszeichnung wurde vom Bundesministerium für

Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesinstitut

für Berufsbildung (BIBB) vorgenommen. Handwerkspräsident

Otto Kentzler nahm die Urkunde von

Rolf Klein, Leiter des Referates „Aufstiegsförderung;

Förderprogramme zur beruflichen Bildung“ im BMBF, im

Bildungszentrum entgegen. Das Kompetenzzentrum

hat ein neues, innovatives Schulungskonzept mit

einer leistungsstarken Online-Lernplattform für die Überbetriebliche

Lehrlingsausbildung der Bürokaufleute

entwickelt. Mit der hohen Auszeichnung zum

Kompetenzzentrum nach den Förderrichtlinien der

Bundesregierung wird dem Bildungszentrum der HWK

Dortmund somit auch offiziell die Anwendung moderner

Methoden des Bildungsmanagements bestätigt. Bei der

Überreichung des offiziellen KOMZET-Logos betonte

Ministerialrat Klein: „Künftig soll in den Überbetrieblichen

Bildungsstätten verstärkt online-unterstütztes Lernen

stattfinden. Hier gehört die HWK Dortmund zu den

Pionieren.“ Weit über den Beruf der Bürokaufleute hinaus

seien mit dem Projekt zukunftsweisende Lernwege

dargestellt worden. Präsident Kentzler dazu: „Die

kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Bildungsstätten

hat oberste Priorität für uns. Damit leisten wir

einen aktiven Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs.

Die offizielle Anerkennung als Kompetenzzentrum zeigt,

dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“

Die entwickelten Lernbausteine decken den gesamten

Rahmenlehrplan der Bürokaufleute im Handwerk ab. Der

modulare Aufbau ermöglicht Differenzierungen innerhalb

der Lerngruppe und somit eine Individualisierung des

Lernens. Die Online-Lernbausteine orientieren sich dabei

konsequent an der betrieblichen Praxis eines typischen

Handwerksunternehmens. Zurzeit werden die Lernmodule

in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung

der Bürokaufleute bei den Handwerkskammern Erfurt,

Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Hildesheim-Südniedersachsen

und Köln eingesetzt. Weitere wollen bald folgen.

Freuten sich gemeinsam über die Anerkennung (v.l.): Präsident Otto Kentzler, Silke Drews (HWK Dortmund), Christine Noske (BiBB), Rolf Klein (BMBF).


Bildungszentren

19

Berufliche Weiterbildung ist heute unverzichtbar

Expertinnen halfen hunderten Interessierten mit fachkundigem Rat

Der Fachkräftemangel und die stetig steigenden Anforderungen

an die Beschäftigten in den Unternehmen

lassen praxisnahe Weiterbildung vor allem mit Training

der individuellen Handlungskompetenz unverzichtbar

werden. Auch 2011 unterstützte deshalb die Handwerkskammer

Dortmund bundes- und landesweite

Initiativen zur Förderung der Beteiligung an beruflicher

Weiterbildung. Die Beraterinnen des Bildungszentrums

der Kammer führten insgesamt 246 Bildungsscheckund

190 Bildungsprämienberatungen durch und unter-

stützten Ratsuchende tatkräftig auf ihrem individuellen

Weg der beruflichen Weiterbildung. Darüber

hinaus haben sich die Beraterinnen der Handwerkskammer

Dortmund im vorigen Jahr an zahlreichen

öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen beteiligt:

Insbesondere bei sieben größeren, gut besuchten Messeveranstaltungen

gelang es ihnen, vielen Interessenten

Informationen zu verschiedensten Weiterbildungsangeboten

und Fördermöglichkeiten an die Hand zu

geben.

Lebenslanges Lernen soll erleichtert werden

Im Herbst startete im Kompetenzzentrum das Leitprojekt

„Ausbilder-Unterstützungssystem“ mit finanzieller Hilfe

des BMBF und des Landes Nordrhein-Westfalen. Ferdinand

Aßhoff, Abteilungsdirektor bei der Bezirksregierung

Arnsberg, übergab gleich mehrere Förderbescheide

des Landes an HWK-Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger

und Silke Drews, Koordinatorin des Projekts

„Kompetenzzentrum Bürokaufleute online“. Aßhoff:

„Angesichts der sich ständig verändernden Rahmenbe-

dingungen, der demografischen Entwicklung und des

technologischen Wandels ist es wichtig, dass aus den

Überbetrieblichen Bildungsstätten multifunktionale

Kompetenzzentren werden. Das ist ein Beitrag, um lebenslanges

Lernen zu erleichtern.“ In den Kompetenzzentren

soll neben der Erfüllung des Bildungsauftrags insbesondere

auch zu neuen Technologien und Verfahren

sowie zu deren Anwendung und Vermarktung informiert

und beraten werden.

Abteilungsdirektor Ferdinand Aßhoff (r.) übergab die Förderbescheide des Landes an HWK-Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger und Projektkoordinatorin

Silke Drews.


20 Bildungszentren

Ganz nah an der betrieblichen Praxis

Die Lehrgänge zum Betriebswirt (HWK) und zum UnternehmensManager

(HWK) zeigen beispielhaft, wie praxisnah

Weiterbildung sein kann. So haben im letzten Jahr insgesamt

72 angehende Betriebswirte (HWK) erfahren, wie

moderne Personalführung in kleinen und mittleren Unternehmen

funktioniert. Die Teilnehmer profitierten von einer

Lernumgebung, die den Gruppenzusammenhalt stärkt

und Offenheit für persönliche Themen schafft. In

kollegialen Fallberatungen erhielten die Teilnehmer dann

während eines Wochenendlehrgangs außerhalb des

Bildungszentrums die Möglichkeit, konkrete Fälle aus ihrer

betrieblichen Praxis in den Fokus zu nehmen und in der

Gruppe Lösungs- und Optimierungsansätze zu finden.

Im Praxislehrgang zum UnternehmensManager (HWK)

arbeiteten Unternehmer auch in 2011 wieder intensiv

an ihrem betrieblichen Erfolg. Die Aussagen von zwei Teilnehmern

zu ihrem Gewinn für die betriebliche Praxis

belegen das.

Klaus Niggemeier

hat als Tischlermeister und Experte für Fenster und

Türen bereits 2003 seinen eigenen Betrieb gegründet

und beschäftigt mittlerweile sechs

Mitarbeiter. www.immer-fair-beraten.de

„Am Anfang war ich schon ein wenig skeptisch. Rückblickend

kann ich aber sagen, dass uns Teilnehmern

nicht zu viel versprochen wurde – ganz im Gegenteil.

Ich habe viele Dinge gelernt, die weit über die Inhalte

meiner Meisterprüfung hinausgehen.

In einer angenehmen Lernatmosphäre habe ich

umfassendes Rüstzeug mit auf den Weg bekommen,

das mir sicherlich helfen wird, meinen Betrieb in

Zukunft noch effizienter zu führen.“

Sergej Abrams

ist seit der Gründung des Unternehmens 2004

Geschäftsführer der Abrams Vermietungen GmbH.

Der gelernte Maurer und Groß- und Außenhandelskaufmann

mit Zusatzausbildung als Gerüstbaumeister

beschäftigt insgesamt 12 Mitarbeiter und

vermietet Gerüste, Baugeräte und Baumaschinen.

www.abrams-vermietungen.de

„Mir hat besonders gefallen, dass ich die Kursinhalte

sofort in der betrieblichen Praxis anwenden und

ausprobieren konnte. Von der Planung über das

Marketing bis hin zum Personal: Der UnternehmensManager

(HWK) deckt alle wichtigen

Bereiche ab. Ganz bestimmt kann ich von dem hier

Erlernten auch in den nächsten Jahren profitieren.“


Bildungszentren

21

Für die Arbeit im Handwerksbetrieb gut gerüstet

Projekt „JobOffensive 50+” erfolgreich abgeschlossen

„Allen Unkenrufen zum Trotz sind Arbeitnehmer über

50 in den Betrieben nach wie vor gefragt“, sagt Diplom-

Sozialarbeiterin Christel Fissahn von der Handwerkskammer

(HWK) Dortmund. „Sie bringen wichtige Eigenschaften

mit: Berufserfahrung, Menschenkenntnis und

soziale Kompetenz.“ Und doch haben ältere Arbeitssuchende

bisweilen Probleme, eine passende Stelle zu

finden. Genau hier setzt das Projekt „JobOffensive 50+“

der HWK Dortmund und des JobCenters Unna an. 20

arbeitssuchende Frauen und Männer – alle über 50 und

mit kaufmännischem Hintergrund – haben im vorigen

Jahr insgesamt sechs Monate in Theorie und Praxis ihr

Fachwissen aufgefrischt und erweitert und sich so für

die Arbeit in einem Handwerksbetrieb qualifiziert. „Die

grundsätzliche Ausgangsbedingung für die Generation

50+ ist eigentlich gar nicht so schlecht“, meint Fissahn.

Eines der Probleme sei jedoch, dass viele Betriebsinhaber

ganz einfach das Potenzial von älteren Mitarbeitern

unterschätzen. „Dabei sind das Wissen und die Erfahrung,

die ältere Arbeitnehmer mitbringen, für die Betriebe

ein echter Gewinn. Und alles, was man sonst noch

benötigt, kann man sich aneignen.“ Auf dem Stundenplan

der Teilnehmer standen daher beispielsweise die

Bereiche Büroorganisation, Betriebswirtschaftslehre,

EDV, Gesundheitsmanagement sowie Zukunftsmarkt

50+ (Kundenberatung und Kundenbetreuung). Ein Training

on the Job in einem Betrieb rundete die Maßnahme

ab. Die Bilanz kann sich sehen lassen: „Fünf Teilnehmer

konnten bereits vermittelt werden und einer will sich

jetzt sogar selbstständig machen“, sagt Hauptabteilungsleiter

Detlef Schönberger. Wieder andere hatten

zum Kursende eine Stelle in Aussicht. Über ein Betriebspraktikum

bei der Firma Bast GmbH aus Werne schaffte

beispielsweise Peter Kramer den Weg zurück in den

ersten Arbeitsmarkt. „Zu Beginn der Maßnahme war

ich noch ein wenig skeptisch“, sagt er. Das sei jedoch

völlig unbegründet gewesen, wie er heute meint. Denn

nun fühle er sich endlich wieder „wie ein Mensch“.

Dazu beigetragen habe nicht zuletzt der sehr gute

Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. „Probleme, gleich

welcher Art, konnten offen angesprochen und anschließend

in der Gruppe diskutiert werden.“

Überreichten die Zertifikate (v. l.): HWK-Hauptabteilungsleiter Detlef Schönberger, Projektbetreuerin Birgit Blanck, Anette Rüngeler vom Jobcenter

Kreis Unna, Projektbetreuerin Christel Fissahn und Elmar Rüter, Projektteamleiter beim Jobcenter Kreis Unna.

Quelle: Hellweger Anzeiger


22 Bildungszentren

Meistermacher in den Ruhestand verabschiedet

Mitte November verabschiedete Präsident Otto

Kentzler rund 40 Mitglieder der Meisterprüfungsausschüsse

der Handwerkskammer (HWK) Dortmund in den

ehrenamtlichen Ruhestand. „Sie haben es über Jahre

und Jahrzehnte vermocht, mit Ihren Qualitäten zu überzeugen

und damit die Entwicklung leistungsstarker

Handwerker zu fördern“, sagte er. Dies sei eine äußerst

anspruchsvolle Aufgabe gewesen, da die Anforderungen

an die Prüfer gerade in den letzten Jahren kontinuierlich

gestiegen seien. Gleichwohl hätten sie stets das nötige

Augenmaß bewiesen und so für viele neue Meister

erfolgversprechende Karrierewege im Handwerk eröffnet.

Handwerkspräsident Otto Kentzler (r.) und HWK-Hauptabteilungsleiter

Detlef Schönberger verabschiedeten die Ausschussmitglieder.

Langfristige Perspektive

Trainee-Programm „KarriereStart“

Von Dezember 2010 bis Dezember 2011 wurde das

Traineeprojekt „KarriereStart 2011“ durchgeführt. Das

Programm eröffnete 20 arbeitssuchenden Akademikern

und Studienabbrechern eine langfristige berufliche

Perspektive und kleinen und mittleren Unternehmen

die Chance, hochqualifizierte Arbeitskräfte

zu gewinnen.

Im Verlauf der Maßnahme konnten die Teilnehmer

zusätzliche Qualifikationen wie z. B. den Ausbildereignungsschein

erwerben. Ein Angebot, das neun Teilnehmer

erfolgreich genutzt haben. Zwölf Trainees

konnten durch diese Maßnahme in ein Vollzeitarbeitsverhältnis

vermittelt werden. Zwei Teilnehmer befinden

sich auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit

und ein Teilnehmer strebt eine Ausbildungsstelle

im Verwaltungsbereich an. Somit haben 75 Prozent der

Absolventen durch dieses Programm erfolgreich den

Berufseinstieg geschafft.

Björn Kirchhof, Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, der

jetzt im Ausbildungszentrum der Siemens AG Düsseldorf

fest angestellt ist, bilanziert für sich: „Ohne das

Management-Traineeprojekt bei der HWK Dortmund

hätte ich diese Anstellung niemals bekommen.“

Lernen in Arbeitsprozessen

Online-Methodenkoffer für Dozenten

Sowohl in der betrieblichen Praxis als auch in Meisterund

Gesellenprüfungen wird erwartet, dass Arbeits- und

Kundenaufträge kompetent erledigt werden. Die für Praxis

und Prüfungen zwingend erforderliche Lösungskompetenz

kann aber nicht im Frontalunterricht „beigebracht“ werden.

Handlungsorientierte Schulungen sind erforderlich,

die sich an den betrieblichen Arbeitsprozessen orientieren.

Die Trainer müssen also nicht mehr dozieren, sondern

vielmehr den Lernprozess der Teilnehmer organisieren,

betreuen und unterstützen. Um diesen Anforderungen

gerecht zu werden, hat das Bildungszentrum der Handwerkskammer

Dortmund ihren Dozenten-Online-Kurs mit

didaktisch-methodischen Hinweisen für die Unterrichtsgestaltung

und umfassenden Arbeitsmaterialien in 2011

deutlich erweitert. Zudem wurde der Entwicklungsprozess

weiterhin durch Dozenten-Workshops mit Prof. Dr. Bernd

Ott von der Technischen Hochschule Dortmund und ZWH-

Fortbildungen der Dozenten zum Fortbildungstrainer

(HWK) begleitet. Bereits 23 Dozenten der HWK Dortmund

haben diese Fortbildungsprüfung bestanden. Die didaktisch-methodischen

Veränderungen in der Überbetrieblichen

Lehrlingsunterweisung und in vielen Meistervorbereitungskursen

der HWK Dortmund führten zu beachtlichen

Erfolgen beim „Selbstorganisierten Lernen" der

Teilnehmer.


Unternehmensberatung

23

Breites Beratungsspektrum für die Mitgliedsbetriebe

Die Handwerkskammer Dortmund fördert mit einem

breiten Angebot von Beratungs- und Serviceleistungen

aktiv die Leistungsfähigkeit ihrer Mitgliedsbetriebe. Dazu

gehört im Speziellen die Gründungsberatung. Insgesamt

458 Intensivberatungen, also 36 Prozent aller in

Anspruch genommenen Beratungen in 2011, drehten

sich um Gründungen und Betriebsübernahmen. Dies

geschah in großem Umfang in den sieben Startercentern,

die es im Kammerbezirk gibt (Dortmund, Unna, Hamm,

Soest, Herne, Bochum, Hagen). Sehr zur Recht wurden

diese denn auch nach erfolgreicher Auditierung erneut

zertifiziert. In Kooperation mit der Agentur für Arbeit

Dortmund wurde die Veranstaltungsreihe „Montags

ist Gründertag“ durchgeführt, die sich insbesondere an

Gründungswillige richtete, die bislang arbeitslos waren.

Zudem fanden mit Partnern aus Gründungsnetzwerken

verschiedene Aktions- und Gründertage in Dortmund,

Bochum, Hagen und Soest statt.

Eine wachsende Zahl erfolgreicher Handwerksbetriebe

nahm im vorigen Jahr regelmäßig einen Betriebs-Check

(Unternehmensanalyse) in Anspruch und ließ sich professionell

beraten. 825 Beratungsfälle zur Existenzsicherung

bestehender Unternehmen zielten oftmals in

Richtung Betriebserweiterung und -verlagerung. Groß

war die Unterstützungsleistung der technischen Beratung

bei Betriebsbewertungen (Maschinen, Geräte,

Inventar, Immobilien) im Rahmen der Übergabeberatung.

76 Beratungsfälle gab es hier. In puncto Umweltschutz

waren primär Themen rund um Energieeinsparung angesagt.

Zum Beispiel die Optimierung der Energieeffizienz im

Betrieb oder die Vermittlung der KfW-Energie-Effizienzberatung.

Dass immer mehr Handwerksunternehmen

den Weg ins Ausland suchen, zeigte sich im Bereich

der Außenwirtschaft. Über 80 Beratungsanfragen hat

es hier gegeben. Dabei war der Wunsch nach internationalen

Kooperationen besonders groß; die damit

verbundenen Chancen nach erhöhtem Absatz von Produkten

und Dienstleistungen konzentrierten sich auf die

Zielländer Schweiz, Österreich, Benelux und Spanien.

Länderinformationstage, Delegationsreisen und länderspezifische

Workshops rundeten das Beratungsangebot

der Außenwirtschaftsberatung ab. Die Ausbildung und Beschäftigung

von Menschen mit Behinderungen in den

Handwerksbetrieben gehört seit 2005 zum Dienstleis-

tungsangebot der HWK Dortmund. 55 Kontakte und Beratungen

hat es im vergangenen Jahr zur Gestaltung und

Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze gegeben.

Betriebliche Innovationen im Handwerk wurden vielfach

von der Technologieberatung begleitet, um sie etwa über

Patente oder Gebrauchsmuster zur Marktreife zu führen.

Dass ein Unternehmen trotz guter Marktchancen in

eine wirtschaftliche Schieflage geraten kann, erlebt man

leider immer wieder. In solchen Fällen ist dann schnelles

und zielgerichtetes Handeln erforderlich. Erfreulicherweise

ist aber die Nachfrage nach Krisenberatungen im

vorigen Jahr rückläufig gewesen. Als Ergänzung zum

Beratungsangebot der Kammer hat sich das Krisenmanagement

des „Runden Tisches“ als gut funktionierendes

und akzeptiertes Instrument bewährt. Es ist eine Initiative

der KfW-Bank in Kooperation mit der HWK Dortmund.

Auf Wunsch des Unternehmers wird ein freier Berater eingesetzt,

der vor Ort die Schwachstellen identifiziert

und Sanierungsmaßnahmen zur Rettung des Betriebs

festlegt und ein Konzept zur Krisenbewältigung erarbeitet.

Der „Runde Tisch“ wurde in acht Fällen

eingesetzt. Eine Begleitung zur Unterstützung der am

„Runden Tisch“ beschlossenen Maßnahmen kann über

eine „Turn-Around-Beratung“ bei der KfW-Bank beantragt

werden. Für die Beantragung von Zuschüssen ist

die Kammer als Kontaktstelle tätig.


24 Unternehmensberatung

Wer rechtzeitig startet, kommt auch ans Ziel

Unternehmensnachfolge: 20 Prozent der Betriebe stehen zur Übergabe

Der Generationswechsel ist innerhalb der Betriebsberatung

ein zentrales Thema. Umso mehr angesichts des

demografischen Wandels, der kontinuierlich voranschreitet.

Entsprechend groß war die Resonanz auf die Veranstaltung

„Herausforderung Unternehmensnachfolge: Wissen, worauf

es ankommt“, die im Juni stattfand.

Es zeigte sich, dass es zahlreiche Unternehmen gibt, die

die Herausforderung einer Übergabe meistern müssen.

So steht etwa ein Fünftel der Handwerksunternehmer im

Kammerbezirk Dortmund vor der Situation, in den nächsten

drei bis fünf Jahren den Betrieb an einen geeigneten

Nachfolger zu übergeben. Das will und muss sorgfältig vorbereitet

werden. Ganz gleich, ob es sich um eine familieninterne

oder eine externe Nachfolge handelt. Das fängt bei

steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen an, betrifft

zahlreiche betriebswirtschaftliche Belange und natürlich

auch familiäre Interessen. „Die steuerlichen Aspekte einer

Betriebsübergabe sind immer sehr individuell. Hier sollte

man sich frühzeitig kümmern, um Gestaltungsmöglichkeiten

nutzen zu können“, erläuterte Referentin Nicole

Buse von der Dosu AG. Wird der Betrieb in der Familie übergeben,

sind natürlich auch erbrechtliche Fragen und die

Versorgung des Betriebsübergebers zu klären. Geht das

Unternehmen an einen externen Nachfolger, spielen hingegen

die Bewertung des Unternehmens sowie die Kaufpreisfindung

und -finanzierung eine maßgebliche Rolle.

Rechtsanwalt Dr. Alexander Puplick von der Kanzlei

Puplick & Partner betonte bei seinem Vortrag: „Die Unternehmensnachfolge

ist auch rechtlich ein sehr komplexes

Thema. Ein Übernahmevertrag muss daher professionell

gestaltet sein, damit es später bei möglichen Streitigkeiten

nicht zu bösen Überraschungen kommt.“

Darüber hinaus wurde bei der Veranstaltung aufgezeigt,

wie wichtig es ist, neben den „harten Fakten“ auch

zwischenmenschliche und psychologische Gesichtspunkte

zu berücksichtigen. Schließlich ist eine Unternehmensnachfolge

sowohl für den abgebenden Unternehmer als

auch für den Nachfolger ein tief greifender Einschnitt in

die persönliche Lebensplanung. Deswegen ist eine frühzeitige

Auseinandersetzung mit dem Thema Unternehmensnachfolge

sinnvoll, um die notwendigen Vorbereitungen

rechtzeitig treffen zu können. Ein gut durchdachtes

Konzept, das allen relevanten Faktoren Rechnung

trägt, lässt sich nicht von heute auf morgen erarbeiten.

Die Experten (v.l.): Dr. Alexander Puplick (Kanzlei Puplick & Partner), Günter Benning (HWK), Nicole Buse (Dosu AG), Birgit Hemsing,

Sabine Matuschowski und Hauptabteilungsleiter Dietmar Barfuss (alle HWK).


Unternehmensberatung

25

Gelungene Partnerschaft wird weiter vertieft

Hochschule Bochum und HWK unterzeichnen Kooperationsvertrag

Die Handwerkskammer Dortmund vertieft ihre erfolgreiche

Zusammenarbeit mit der Hochschule Bochum:

Dazu wurde Mitte Oktober der seit dem Jahr 2000

bestehende Kooperationsvertrag mit der Hochschule

Bochum erneuert.

„Die Kooperation mit der Hochschule Bochum ist eine

Bereicherung für beide Seiten“, betonte Handwerkspräsident

Kentzler bei der Unterzeichnung. Mit dem

neuen Vertrag werde die langjährige und gute Zusammenarbeit

noch einmal deutlich vertieft.

Prof. Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum,

hob hervor, dass das Handwerk eine Macht sei. Er bezog

dies auf Arbeitsplätze, Umsatz und Wertschöpfung,

Ausbildung und Stabilität. „Wir als Hochschule wollen

davon profitieren“, sagte Sternberg und sprach sich

für eine weitere Vertiefung der Beziehungen aus. Die

Unterzeichnung des neuen Vertragswerks fand im

Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Ringvorlesung

„Innovatives Handwerk“ statt. Zweck dieser Veranstaltungsreihe,

die von der Paul-Schnitker-Stiftung

gefördert wird, sei es, den Studierenden das Thema

Handwerk und die Potenziale, die es besitzt, näher zu

bringen, unterstrich Prof. Jürgen Bock.

Der Veranstaltungsorganisator und Vize-Präsident der

Hochschule ergänzte: „Wenn wir als Konsumenten an

Innovationen denken, kommen uns vor allem Produkte

aus der Industrie in den Sinn. Dass Innovationen aber

gerade im Handwerk zum Alltag gehörten, wollen wir

mit dieser Reihe klar aufzeigen.“.

Prof. Martin Sternberg (r.), Präsident der Hochschule Bochum, Prof. Jürgen Bock (Mi.) und Handwerkspräsident Otto Kentzler bei der

Vertragsunterzeichnung.


26 Unternehmensberatung

Win-Win-Situation für beide Seiten

Gespräch über das Zusammenspiel von Handwerk und Wissenschaft

Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft:

Das Thema wird von Jahr zu Jahr interessanter. „Die

Berührungspunkte zwischen Handwerk und Wissenschaft

sind vorhanden und werden ausgebaut“, sagt

Wilhelm Hicking, Stv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

(HWK) Dortmund, im Gespräch mit Prof.

Jürgen Bock von der Hochschule Bochum.

Im Jahr 2000 wurde der erste Kooperationsvertrag zwischen

der Handwerkskammer Dortmund und der Hochschule

Bochum geschlossen. Im Oktober 2011 wurde der

Vertrag erneuert. Warum ist eine solche Kooperationsvereinbarung

nötig?

Prof. Jürgen Bock: Dem Handwerk messen wir von der

Hochschule Bochum schon immer eine sehr große

Bedeutung zu. Bereits bei der ersten Vertragsunterzeichnung

war es uns wichtig, die Studierenden stärker für

das Handwerk zu sensibilisieren. Denn vielen von ihnen

war bis dahin gar nicht bewusst, welche interessanten

Möglichkeiten dieser Bereich gerade auch Akademikern

bietet. Das hat sich dank der Kooperation mit der Handwerkskammer

grundlegend geändert.

Wilhelm Hicking: Dem kann ich nur zustimmen. Die Berührungspunkte

sind da. Nicht zuletzt die Imagekampagne

des Handwerks zeigt: Das Handwerk ist und war schon

immer anspruchsvoll und innovativ und bietet damit beste

Voraussetzungen für den Top-Nachwuchs unseres Landes.

Auch und vor allem von Seiten der Hochschule. Unser Ziel

ist es, dass immer mehr Studierende sagen: Ja, das Handwerk

ist für mich als Arbeitgeber interessant.

Ist Ihnen das schon gelungen?

Prof. Jürgen Bock: Natürlich gab es zu Beginn einige

Anlaufschwierigkeiten, aber die haben wir auch erwartet.

So galt es anfangs, nicht nur die Studierenden, sondern

auch so manchen Kollegen für das Thema Handwerk zu

öffnen. Ich meine, dass uns das gelungen ist. Gleich nach

Prof. Jürgen Bock (l.) von der Hochschule Bochum und Wilhelm Hicking, Stv. Hauptgeschäftsführer der HWK Dortmund, im Gespräch.


Unternehmensberatung

27

der Unterzeichnung der ersten Kooperationsvereinbarung

hat die Hochschule Bochum beispielsweise Abschlussarbeiten

mit einem klaren Handwerksbezug eingeführt.

Außerdem laden wir regelmäßig Handwerksunternehmer

zum „Innovationsdialog Handwerk“ ein. Hier berichten die

Unternehmer aus ihrer beruflichen Praxis und eröffnen

unseren Studierenden oftmals ganz neue Sichtweisen.

Wilhelm Hicking: Richtig, denn unternehmerisches Wissen

und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind auch für

die Führung eines Handwerksunternehmens, wie für jedes

andere Unternehmen, einfach unerlässlich. Gerade größere

Betriebe stoßen hier jedoch vielfach an natürliche Grenzen

und benötigen weitergehendes fachliches Know-how.

Studierende aus den betriebs- und ingenieurwissenschaftlichen

Fächern bringen dieses Wissen mit und können es

gewinnbringend in den Betrieben einbringen.

Welches Fazit ziehen Sie bis hierhin?

Wilhelm Hicking: Wir sind in einer Win-Win-Situation,

denn beide Seiten lernen und profitieren voneinander.

Prof. Jürgen Bock: Handwerk und Wissenschaft gehören

einfach zusammen. In Zukunft sollte es darum gehen,

die Zusammenarbeit nicht nur auf den betriebswirtschaftlichen,

sondern auch auf andere Bereiche auszuweiten.

Das wäre die Sichtweise aus der Hochschule.

Wie sieht es aus der Perspektive des Handwerks aus?

Wilhelm Hicking: Praxis wird im Handwerk groß geschrieben,

das versteht sich von selbst. Und so bauen wir als

Handwerkskammer die praktische Komponente in der

Ausbildung des Nachwuchses sukzessive aus. Ab 2012 planen

wir beispielsweise im Bildungszentrum Ardeystraße einen

komplett neuen Kfz-Werkstattbereich für alternative

Antriebstechniken einzurichten. Den engen Kontakt zwischen

Hochschule und Kammer unterhält hier – wie bei

allen gemeinsamen Aktivitäten – unser Technologieberater

Wolfgang Diebke.

Prof. Jürgen Bock: Auch die Hochschule Bochum hat

sich auf die speziellen Bedürfnisse, die das Handwerk

an eine betriebswirtschaftliche Ausbildung stellt, eingerichtet.

So gibt es unter anderem Programme, die ein

Bachelor-Studium mit der Gesellenausbildung optimal

verbinden. Damit wir so praxisnah wie eben möglich

ausbilden können, arbeiten wir daher sehr eng

mit der Handwerkskammer zusammen. Beispiele sind

hier der Marketinglotse und eine spezielle Börse für

Bachelorarbeiten. Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit

ergeben sich sicherlich auch in den Themenfeldern

wie beispielsweise Geothermie und Elektromobilität,

da hier die Technik und die anschließende Wartung der

Geräte und Fahrzeuge für das Handwerk von Bedeutung

sind. Erwähnenswert sind aber auch gemeinsame Ringvorlesungen.


28 Highlights

Highlights 2011

Januar

City-Ring für Otto Kentzler

Handwerkspräsident Otto Kentzler (l.) wurde im Industrieklub

Dortmund mit dem City-Ring der Stadt ausgezeichnet.

In seiner Laudatio würdigte Axel Schroeder (r.), Vorsitzender

des Dortmunder Initiativkreises attraktive Innenstadt,

dass sich Kentzler in besonderer Weise um das Gemeinwohl

der Stadt verdient gemacht habe. Innerhalb des

Handwerks wirke Kentzler integrativ; er sei stets offen

für Neues und durchsetzungsstark.

Februar

Stadtspitze bei der Handwerkskammer zu Gast

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund kam mit

dem Präsidium und der Geschäftsführung der HWK Dortmund

erstmals zu einer internen Sitzung in der Handwerkskammer

zusammen. Unter der Leitung von Dortmunds

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.) und Handwerkspräsident

Otto Kentzler (r.) standen dabei etwa die

aktuelle Ausbildungssituation, Ergebnisse des Konjunkturpakets

II, die Imagekampagne des Handwerks oder auch

die Umweltzone und die Gewerbesteuer auf der Tagesordnung.

März

Zehn Jahre Meisterlehrgang

Am 26. März 2001 legten die ersten sechs Gerüstbauer

bei der Handwerkskammer Dortmund ihre Meisterprüfung

ab. Von der Ausbildung zum Kolonnenführer über

die Meisterlehrgänge bis hin zu den Seminaren: Jeder,

der auf Hansemann geschult wird, findet seither beste

Bedingungen vor. Vier der sechs Gerüstbaumeister der

„ersten Stunde“ sind übrigens auch heute noch als Ausbilder

bei der Handwerkskammer tätig.


Highlights

29

April

Pfarrer erkunden das Handwerk

Auf Einladung der Handwerkskammer besuchten evangelische

Pfarrer des Kirchenkreises Dortmund West das

örtliche Handwerk. Auf dem Programm der Theologen

standen die Höhler Straßen- und Tiefbau GmbH und

die Mengeder Fensterbau GmbH. Anschließend führte

Gerüstbaumeister und HWK-Ausbilder Peter Kahl die

Gruppe über das Gelände des Bildungszentrums Hansemann

im Dortmunder Norden.

Mai

Tag des Ausbildungsplatzes

Handwerkspräsident Otto Kentzler und Heinrich Alt (2.v.r.),

Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit

(BA), informierten am Tag des Ausbildungsplatzes über die

Wirksamkeit der Einstiegsqualifizierung (EQJ). Mit BA-Vorstand

Alt und Udo Mager (2.v.l.), Geschäftsführer der Dortmunder

Wirtschaftsförderung, bekamen die angehenden

Auszubildenden Yasemin Seidel und Zeycan Özbek kompetente

Ausbildungspaten an ihre Seite.

Juni

Weiterbildung der Fotografen

Komplett ausgebucht waren zwei einwöchige Weiterbildungen

in der Fotografen-Werkstatt, bei denen Produkt-,

Werbe- und Porträt-Fotografie im Mittelpunkt standen.

Das Besondere: Die Teilnehmer waren Mitglieder der

Berufsvereinigung der belgischen Fotografen, die von den

guten Schulungsbedingungen im HWK-Fotostudio des

Bildungszentrums gehört hatten und vom Know-how

der Ausbilder profitieren wollten.


30 Highlights

Juli

Handwerk ist immer Hightech

Viel gibt es zu bedenken, wenn die Weichen für die berufliche

Zukunft gestellt werden sollen. Im Rahmen der Aktion

„Nicht fürs Museum – Moderne Berufe mit Tradition“

boten daher das LWL-Freilichtmuseum Hagen, die Handwerkskammern

Dortmund und Südwestfalen sowie die

Kreishandwerkerschaft Hagen Schülern der Klassen 8 bis

11 mehrere Tage lang die Chance, moderne Handwerksberufe

aus nächster Nähe kennen zu lernen. Dabei bekamen

sie interessante Einblicke in Theorie und Praxis.

August

Einsatz und Teamgeist

Herkunft spielt im Handwerk keine Rolle. Was zählt, sind

Begeisterung, Einsatz und Teamgeist. Dass Menschen

mit Migrationshintergrund im Handwerk beste Leistung

und hohe Qualität bieten, zeigte sich in Dortmund bei

einer Plakataktion gegen den Aufmarsch von Neonazis:

Alle Dortmunder Handwerksbetriebe erhielten im Vorfeld

das Plakat „Bei uns zählt nicht, wo man herkommt.

Sondern wo man hinwill.“ – und zeigten damit Flagge

für Vielfalt und Toleranz.

September

Top-Werte für die Konjunktur

Top-Geschäftslage, Top-Stimmung bei den Betrieben:

Das ergab die Herbst-Umfrage 2011 bei Unternehmen

im Bezirk der Handwerkskammer. 82 Prozent der befragten

Handwerksunternehmer rechneten mit einer

zufriedenstellenden oder auch guten Geschäftssituation.

Besonders erfreulich sei, wie Vize-Präsident Berthold

Schröder (Mi.) sagte, dass 65 Prozent der Betriebe die

Zahl ihrer Beschäftigten halten konnten und bei 23 Prozent

sogar eine Steigerung verzeichnet wurde.


Highlights

31

Oktober

20 Jahre Weiterbildungsstipendium

Das Weiterbildungsstipendium feierte seinen 20.

Geburtstag. Als Begabtenförderung einst vom Bundesbildungsministerium

an den Start gebracht, hat es sich

zu einem Erfolgsmodell für junge Leute im Handwerk

entwickelt. Die Bilanz: 452 Frauen und Männer unter 25

haben im Dortmunder Kammerbezirk das Stipendium

seit seinen Anfängen für sich nutzen können. Allein 2011

waren es insgesamt 91.

November

Lehrlingswarte berieten über Fachkräftemangel

Im Mittelpunkt der Lehrlingswarte-Tagung im Bildungszentrum

Ardeystraße stand der Fachkräftemangel. Die

Gastreferenten sprachen über die Lehrlingswerbung

und Nachwuchsgewinnung in der Hellweg-Region und

die Möglichkeiten eines Auslandspraktikums für Auszubildende.

Vorgestellt wurden auch die Anstrengungen

der HWK zur Gewinnung Leistungsstarker.

Dezember

Kartoffelsuppe-Essen

Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung

hat das heimische Handwerk Mitte Dezember zum

Kartoffelsuppe-Essen begrüßt. Zum zweiten Mal richtete

die Handwerkskammer das Essen in ihren Räumen

aus. Handwerkspräsident Otto Kentzler (l.), Hauptgeschäftsführer

Ernst Wölke (2.v.l.) sowie der Dortmunder

Kreishandwerksmeister Peter Burmann (r.) und der

Stv. Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Dortmund und Lünen, Helmut Klasen (2.v.r.), begrüßten

die Gäste.


32 Vollversammlung

Vollversammlung der HWK Dortmund (2009-2014)

Arbeitgebervertreter

Ordentliches Mitglied Stellvertreter Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Günter Becker

Bäckermeister,

Schwerte

Josef Christiani

Bäckermeister,

Lippetal

Adam Gungl

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Dortmund

Christian Sprenger

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Matthias Behr-Rama

Maler- und Lackierermeister,

Holzwickede

Frank Kolberg

Maler- und Lackierermeister,

Bochum

Hans Hausherr

Schweißingenieur,

Herne

Wolfgang Straht

Elektroinstallateurmeister,

Herne

Joachim Beinhold

Elektroinstallateurmeister,

Hagen

Michael Römer

Elektrotechnikermeister,

Hagen

Otto Kentzler

Dipl.-Ing.,

Dortmund

Hans-Martin Eckey

KFZ-Mechanikermeister,

Dortmund

Thomas Bigge

Elektroinstallateurmeister,

Möhnesee

Walter Ritzel

Kraftfahrzeugmechanikermeister,

Lippstadt

Christoph Knepper

Dipl.-Ing.,

Bergkamen

Heino Szallnaß

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Zentralheizungs- und

Lüftungsbauermeister, Kamen

Reinhard Blesken

Wolfgang Mikeleit

Clemens Koch

Hubert Severin

Friseurmeister,

Friseurmeister,

Rohr- und Kanalreiniger,

Bestatter,

Soest

Unna

Lippstadt

Fröndenberg

Peter Burmann

Martin Höhler

Richard Kordt

Christian Sternemann

Dachdeckermeister,

Dipl.-Ing.,

Bestatter,

Bestatter,

Dortmund

Dortmund

Bochum

Bochum

Franz Cerne

Roland Kram

Frank Kulig

Bernward Freericks

Maler- und Lackierermeister,

Dachdeckermeister,

Friseurmeister,

Glasermeister,

Herne

Herne

Dortmund

Hamm

Jörg Dehne

Hans Jürgen Brocke

Kai-Gerhard Kullik

Gerd Pruschke

Zentralheizungs- und Lüftungs-

Dipl.-Ing.,

Gebäudereinigermeister,

Modellbauermeister,

bauermeister, Gas- und Wasser-

Schwelm

Dortmund

Dortmund

installateurmeister, Witten

Walter Derwald

Alexander Möckel

Ingo Lanowski

Stefan Ahlers

Dipl.-Kfm.,

Dipl.-Ing.,

Friseurmeister,

Friseurmeister,

Dortmund

Dortmund

Hamm

Hamm

Klaus Plohmann

Michael Müller

Jürgen Ranft

Zimmerermeister,

Fleischermeister,

Fleischermeister,

Hagen

Hattingen

Schwelm

Frank Flörecke

Carsten Schaldach

Norbert Neuhaus

Rolf Stein

Dipl.-Ing.,

Elektroinstallateurmeister,

Zahntechnikermeister,

Friseurmeister,

Witten

Sprockhövel

Bochum

Wetter

Dirk Goebel

Ulrich John

Helmut Neuhoff

Uwe Schäfer

Tischlermeister,

Tischlermeister,

Bestatter,

Bestatter,

Dortmund

Dortmund

Kamen

Bergkamen

Ulrich Grommes

Thomas Lüke

Edgar Pferner

Peter Legsding

Dipl.-Ing. für Versorgungstechnik,

Schlossermeister,

Friseurmeister,

Friseurmeister,

Hamm

Hamm

Witten

Bochum


Vollversammlung

33

Arbeitgebervertreter

Ordentliches Mitglied Stellvertreter Ordentliches Mitglied Stellvertreter

Johann Philipps

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Zentralheizungs-

Günter Beller

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Zentralheizungs-

Bernhard Steinbrink

Schuhmacher,

Ahlen

Clemens Köhler jun.

Raumausstatter,

Ense

und Lüftungsbauermeister,

Klempnermeister, Bochum

und Lüftungsbauermeister,

Klempnermeister, Bochum

Markus Schmidt

Maurermeister,

Bochum

Gerhard Steveling

Dipl.-Oec.,

Dachdeckermeister,

Udo Vaupel

Dipl.-Ing. im Bauingenieurwesen

Ennepetal

Witten

Berthold Schröder

Zimmerermeister,

Hamm

Andreas Schwienhorst

Tischlermeister,

Hamm

Thomas Vieth

Gas- und Wasserinstallateurmeister,

Bochum

Peter Samsel

Schlossermeister,

Bochum

Erwin Simon

Maler- und Lackierermeister,

Unna

Friedrich Korte

Zimmerermeister,

Hamm

Franz Wapelhorst

Fliesenleger,

Möhnesee

Markus Mies

Fliesenleger,

Anröchte

Arbeitnehmervertreter

Ordentliches Mitglied

Stellvertreter

Wolfgang Breer

Thomas Koßmann

Maler und Lackierer, Dortmund Maler und Lackierer, Hagen

Jan Brune

Maria Krämer

Augenoptiker, Dortmund

Augenoptikerin, Unna

Ingo Einhaus,

Marc Giering

Bau- und Gerätetischler,Werkpolier,

Dortmund

Datteln

Werkpolier,

Klaus Feuler

Uwe Schmälter

KFZ-Elektrikermeister,

KFZ-Schlosser,

Fröndenberg

Dortmund

Ralf Gövert

Rainer Bölling

Zentralheizungs- und Lüftungsbauer,

Herne

Recklinghausen

Gas- und Wasserinstallateur,

Barbara Hartmann

Helga Vaupel

Kfm. Angestellte,

Kfm. Angestellte,

Schwelm

Ennepetal

Gritta Huhn

Helga Vollmer

Dipl.-Oec., Bestatterin,

Einzelhandelskauffrau,

Dortmund

Dortmund

Werner Keiber

Torsten Sieke

Rohrinstallateur, Hamm

Industriemechaniker, Soest

Ordentliches Mitglied

Meinolf Menzel

Tischlermeister,

Unna

Rainer Neudenberger

Schuhmacher,

Dortmund

Cornelia Paetzel

Raumausstatterin,

Kamen

Jörg Pieper

Goldschmiedemeister,

Lüdinghausen

Joachim Rexhäuser

KFZ-Mechaniker,

Witten

Frank Schultze

Polier,

Dortmund

Martin Stöter

Bäckermeister,

Witten

Stellvertreter

Sebastian Sudhoff

Tischler,

Hamm

Ondrej Last

Orthopädieschuhmacher,

Kamen

Martin Meyer

Raumausstatter,

Dortmund

Marina Frielinghaus

Goldschmiedin,

Witten

Peter Hain

KFZ-Mechaniker,

Bönen

Joachim Warzynski

Maurer,

Castrop-Rauxel

Udo Hopmann

Bäcker,

Castrop-Rauxel

Ingo Keppner

Frank Wiciss

Dieter Viets

Erhard Schurmann

Maler,

Straßenbauer,

Elektromeister,

Schlossermeister,

Herne

Dortmund

Dortmund

Olfen


34 Organisation

Organisationsplan der Handwerkskammer Dortmund

Vollversammlung • Vorstand • Präsidium

Hauptgeschäftsführung

Stab

Finanzen/

interne Verwaltungsdienstleistungen

Recht/Bildung und

Beitragswesen, Geschäftsführung

BBA

GB 1 GB 2 GB 3

Wirtschaftsförderung

Bildungszentren

Personalwesen

Hauptgeschäftsführer

Stv. Hauptgeschäftsführer

Hauptgeschäftsführer

Ernst Wölke

Geschäftsführerin

Angelika Weies

Stv. Hauptgeschäftsführer

Wilhelm Hicking


Qualitätsmanagement

Innenrevision

Controlling

PR/Medien

Haushalt

Kasse

Dokumentenmanagement

Gebäudemanagement

Investitionen und Einkauf

Ausbildungsbeitrag

Zuschusswesen

Projektabrechnung

IT-Koordination


Justiziariat

Rechtsaufsicht

Rechtsaufsichtliche

Außenprüfung

Prüfungswesen

Anerkennung ausländ.

Bildungsabschlüsse

Begabtenförderung

Berufsbildung

Ausbildungsberatung

Lehrlingsrolle

Projekte zur Ausbildungsund

Arbeitsförderung

Handwerksrolle

Gewerberecht

Eintragungsverfahren

Handelsregisterangelegenheiten

Verbraucherbeschwerden

Beitragswesen

Kammer- und

Ausbildungsbeitrag

Personalwesen

Personal- und

Organisationsentwicklung

betriebswirtschaftliche/

technische Unternehmensberatung

Akademie für

Unternehmensführung

Meister- und

Fortbildungsprüfung

Lehrgangsplanung/

Lehrgangsverwaltung

technische

Aus-/Weiterbildung

Meistervorbereitung

Überbetr. Unterweisung

DVS-Kursstätten

BZH-Gerüstbau

Korrosionsschutz

Internat

Ausnahmebewilligungen

Sachverständigenwesen

Bauschlichtung

Stabsstelle

Grundsatzfragen

Wirtschaftsförderung


Kreishandwerkerschaften

35

Kreishandwerkerschaften

Geschäftsstelle

Hamm

Hellweg-Lippe

Geschäftsstelle

Soest

Herne

Dortmund

und Lünen

Geschäftsstelle

Unna

Bochum

Ennepe-

Ruhr

Hagen

Dortmund und Lünen

Herne

Hellweg-Lippe

Geschäftsstelle:

Lange Reihe 62

44143 Dortmund

Geschäftsstelle:

Hermann-Löns-Straße 46

44623 Herne

Geschäftsstelle Soest:

Am Handwerk 4

59494 Soest

Telefon: 0231 5177-0

Telefax: 0231 5177-199

Telefon: 02323 9541-0

Telefax: 02323 18822

Telefon: 02921 892-0

Telefax: 02921 892-212

info@handwerk-dortmund.de

www.handwerk-dortmund.de

Kreishandwerksmeister:

Peter Burmann

Hauptgeschäftsführer:

Ass. Günter Reichel

info@khhcr.de

www.khhcr.de

Kreishandwerksmeister:

Hans Hausherr

Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied:

Manfred Hegerfeld

Geschäftsstelle Hamm:

Sedanstraße 13

59065 Hamm

Telefon: 02381 92160-0

Telefax: 02381 92160-47

Bochum

Geschäftsstelle:

Springorumallee 10

44795 Bochum

Hagen

Geschäftsstelle:

Handwerkerstraße 11

58135 Hagen

Ennepe-Ruhr

Geschäftsstelle:

Kurt-Schumacher-Straße 18

58452 Witten

Geschäftsstelle Unna:

Nordring 12

59423 Unna

Telefon: 02303 25054-0

Telefax: 02303 25054-99

Telefon: 0234 3240-0

Telefax: 0234 3240-100

Telefon: 02331 62468-0

Telefax: 02331 62468-66

Telefon: 02302 28273-0

Telefax: 02302 81206

info@handwerk-bochum.de

www.handwerk-bochum.de

info@kh-hagen.de

www.kh-hagen.de

info@kh-ennepe.de

www.kh-ennepe.de

info@kh-hellweg.de

www.kh-hellweg.de

Kreishandwerksmeister:

Johann Philipps

Kreishandwerksmeister:

Joachim Beinhold

Kreishandwerksmeister:

Dipl.-Ing. Frank Flörecke

Kreishandwerksmeister:

Erwin Simon

Geschäftsführer:

Ass. Johannes Motz

Geschäftsführer:

Dr. Michael Plohmann

Geschäftsführer:

Ass. Johannes Motz (komm.)

Hauptgeschäftsführer:

Werner Bastin


WWW.HANDWERK.DE

WWW.HWK-DO.DE

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Ernst Wölke

Hauptgeschäftsführer

Handwerkskammer Dortmund

Reinoldistraße 7 – 9

44135 Dortmund

Telefon: 0231 54 93-0

Telefax: 0231 54 93-116

E-Mail: info@hwk-do.de

Redaktion:

Jana C. Mielke

PR/Medien

Handwerkskammer Dortmund

Gestaltung & Realisation:

WDD 3C, Werbeagentur GWA

Dortmund · Berlin

Inhalt

Seite

Vorwort 3

Neue Geschäftsleitung 4

Veranstaltungen 5

Imagekampagne 8

Presse/Öffentlichkeitsarbeit 12

Handwerksrolle 14

Berufsbildung 16

Bildungszentren 18

Unternehmensberatung 23

Highlights 28

Vollversammlung 32

Organisation 34

Kreishandwerkerschaften 35

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine