MBA Health Care Management - Hochschule für Wirtschaft und ...

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MBA Health Care Management - Hochschule für Wirtschaft und ...

Mitteilungsblatt

der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

Nr. 25/2005 vom 8. Dezember 2005

Änderung Ordnung des Studiums für den Studiengang „MBA

Health Care Management“ an der Fachhochschule für Wirtschaft

Berlin

Änderung der Prüfungsordnung für den Studiengang „MBA

Health Care Management“ an der Fachhochschule für Wirtschaft

Berlin

Mitteilungsblatt der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

Herausgeber: Der Rektor der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

Badensche Straße 50/51 . 10825 Berlin

Telefon: 0 30/85 78 92 01 . Telefax: 0 30/85 78 93 19


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 2

Ordnung des Studiums

für den Studiengang „MBA Health Care Management

an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

vom 1. Juli 2005

Aufgrund von § 71 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz

- BerlHG) in der Neufassung vom 13.02.2003 (GVBl. S. 82), hat der Rat des Institute of Management

Berlin (IMB) an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin folgende Prüfungsordnung erlassen:

Übersicht

§ 1 Geltungsbereich .......................................................................................................................... 3

§ 2 Studienort.................................................................................................................................... 3

§ 3 Art des Studiums......................................................................................................................... 3

§ 4 Ziele des Studiums ...................................................................................................................... 3

§ 5 Zulassung .................................................................................................................................... 4

§ 6 Studienfachberatung.................................................................................................................... 4

§ 7 Studienbeginn ............................................................................................................................. 4

§ 8 Gliederung des Studiums ............................................................................................................ 4

§ 9 Studienorganisation..................................................................................................................... 4

§ 10 Einführung ................................................................................................................................ 4

§ 11 Module und Lernbereiche ......................................................................................................... 5

§ 12 Leistungspunkte(Credit Points)................................................................................................. 5

§ 13 Teilnahmeentgelt....................................................................................................................... 6

§ 14 Inkrafttreten............................................................................................................................... 6

Anlage zur Studienordnung für den Studiengang „MBA Health Care Management"...................... 7


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 3

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die Fachhochschule für Wirtschaft Berlin (FHW) führt den Studiengang „MBA Health Care

Management“ gemäß den Bestimmungen dieser Studienordnung durch.

(2) Diese Studienordnung ersetzt die Studienordnung des Studiengangs „MBA Health Care Management

vom 4.05.2004 und gilt für die ab dem Wintersemester 2005/2006 zugelassenen Studierendengruppen.

(3) Diese Studienordnung wird durch die Prüfungsordnung vom 1.07.2005 ergänzt.

§ 2 Studienort

Studienort ist Berlin. Soweit es organisatorisch zweckmäßig und mit den Zielen des Programms

vereinbar ist, können Teile des Studienangebotes in der uneingeschränkten Verantwortung der

FHW auch an anderen Orten durchgeführt werden.

§ 3 Art des Studiums

Der Master of Business Administration (MBA)-Studiengang soll Hochschulabsolventen 1 mit Berufserfahrung

die für die Wahrnehmung von Aufgaben als Führungskraft oder als Berater notwendigen

Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, insbesondere in oder für Einrichtungen des Gesundheits-

und Sozialwesens. Es handelt sich somit um ein postgraduales und weiterbildendes

Studium gem. §§ 25 und 26 BerlHG, das als berufsbegleitendes Teilzeitstudium durchgeführt

wird.

§ 4 Ziele des Studiums

(1) Aufbauend auf den Kenntnissen und Erfahrungen, die das abgeschlossene Studium und die

Tätigkeit in der Praxis vermittelt haben, sollen die Studierenden jene besonderen Kompetenzen

erwerben, die sie zur Führungskraft und zum Berater von Unternehmungen, Betrieben und Organisationen

befähigen. Dabei wird ein besonderes Schwergewicht auf Einrichtungen im Gesundheits-

und Sozialwesen gelegt.

(2) Die Studierenden sollen sich das Wissen um die Rahmenbedingungen unternehmerischer Tätigkeit,

insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesens aneignen, um ihr eigenes Handeln entsprechend

ausrichten zu können. Die Behandlung der in Deutschland geltenden Bedingungen

schließt den Vergleich mit Entwicklungen in ausgewählten Staaten ein.

(3) Die Studierenden erwerben Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Akteuren, insbesondere

in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie in der Bildung von Teams mit

Mitgliedern unterschiedlicher fachlicher, sozialer und kultureller Herkunft. Die Studierenden lernen

den Prozess der Führung und die Anforderungen an eine Führungskraft kennen, wobei sie in

besonderer Weise zur Kommunikation mit Unternehmungen im internationalen Umfeld befähigt

werden.

(4) Die Studierenden lernen die unterschiedlichen Methoden zur Wahrnehmung der beschriebenen

Managementaufgaben kennen und können sie in der Praxis anwenden.

1 Im Interesse eines leichteren Leseflusses wurde auf die Bezeichnung der männlichen und weiblichen

Form verzichtet; die geschriebene Version steht immer für beide Geschlechter.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 4

§ 5 Zulassung

(1) Zulassungsvoraussetzungen sind:

1. ein abgeschlossenes Hochschulstudium

2. angemessene Berufserfahrung nach dem Studium, insbesondere in Einrichtungen des Gesundheits-

und Sozialwesens

3. Nachweis ökonomischer Kenntnisse

4. grundsätzlich gute Englischkenntnisse

(2) Es werden bis zu 30 Studienbewerber jährlich aufgenommen.

§ 6 Studienfachberatung

(1) Für die Studienfachberatung sind von Amts wegen die Akademisch Beauftragten des Rats des

IMB für den Studiengang zuständig.

(2) Zusätzlich ist jeder Dozent, der im Studiengang lehrt, gehalten, Studienfachberatungen für die

von ihm vertretenen Module durchzuführen.

§ 7 Studienbeginn

Der Studiengang beginnt jeweils zum Wintersemester.

§ 8 Gliederung des Studiums

Das Studium gliedert sich in zwei Studienjahre. Die Module werden in der Regel im Rahmen von

Präsenzblöcken durchgeführt. Das Studium schließt mit einer Abschlussarbeit ab.

§ 9 Studienorganisation

(1) Der Unterricht wird seminaristisch, d.h. in der Form des Lehrgesprächs unter Einschluss von

Diskussionen, Übungen, praxisbezogenen Lehrformen und Praxiserkundungen durchgeführt.

(2) Die Teilnahme an den Modulen ist verbindlich. Verhinderungen sind zu belegen. Es wird eine

Anwesenheitsliste geführt.

(3) Alle im Studienplan (s. Anlage zur Studienordnung) aufgeführten Module sind Pflichtveranstaltungen.

Darüber hinaus werden Zusatzveranstaltungen angeboten.

§ 10 Einführung

Zu Beginn des ersten Semesters des Studiums findet eine Einführung statt, in dem die Studierenden

mit den Studienzielen sowie mit den vorgesehenen Lehrmethoden und Arbeitstechniken vertraut

gemacht werden.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 5

§ 11 Module und Lernbereiche

(1) Im Rahmen des Studiengangs werden 12 Module angeboten, die vier Lernbereichen zugeordnet

sind. Darüber hinaus werden ein Teambuilding-Seminar, ein Forschungs-methodisches Seminar

sowie vier Management-Skill-Seminare angeboten. Die Module umfassen insgesamt 706 Unterrichtsstunden.

(2) Übersicht der Lernbereiche:

Lernbereich I:

Lernbereich II:

Lernbereich III:

Lernbereich IV:

Rahmenbedingungen für die Unternehmensführung

Verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Unternehmensführung

Strategische Perspektiven der Unternehmensführung

Funktionen und Instrumente des Managements

(3) Übersicht der Module:

Lernbereich I:

Lernbereich II:

Lernbereich III:

Lernbereich IV:

1. Gesundheitsökonomie – mikroökonomische Perspektiven

2. Recht des Gesundheitswesens

3. Gesellschaftliche und makroökonomische Umfeldbedingungen des

Gesundheitssystems

1. Organisationsentwicklung und Projektmanagement in Einrichtungen

des Gesundheitswesens

2. Personalmanagement

3. Sozialmedizinische Grundlagen des Gesundheitswesens

4. Problemlösungs- und Entscheidungstechniken

1. Strategisches Management

2. Finanz- und Investitionsmanagement

1. Konstitutive Entscheidungen, Beschaffung, Leistungserstellung und

Absatz (einschließlich Planspiel)

2. Betriebliches Rechnungswesen

3. Informations- und Kommunikationstechnologie für das Gesundheitsmanagement

(4) Die Module können ganz oder teilweise in englischer Sprache durchgeführt werden.

§ 12 Leistungspunkte (Credit Points)

Es wird das European Community Course Credit Transfer System (ECTS) angewandt. Den Modulen

und der Abschlussarbeit werden in Anlehnung an ECTS-Regeln insgesamt 90 Leistungspunkte

(Credit Points) zugeordnet, die durch die Erfüllung der Prüfungsanforderungen erworben

werden.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 6

§ 13 Teilnahmeentgelt

Die Teilnahme am Studiengang ist entgeltpflichtig. Die Höhe der Entgelte wird vom Rektor gemäß

der „Ordnung über die Erhebung von Entgelten für die Teilnahme am weiterbildenden Studium

der FHW“ festgesetzt.

§ 14 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der FHW in Kraft.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 7

Anlage zur Studienordnung für den Studiengang MBA Health Care Management

Studienplan

Lernbereiche

Module US* sws** Leistungspunkte

Teambuilding-Seminar / Einführung 10 0,75 --

IV

Forschungsmethodisches Seminar – Forschungs- und Planungsmethoden

12 0,9 --

Management Skill-Seminare 32 2,4 --

Konstitutive Entscheidungen, Beschaffung, Leistungserstellung und 80 6 10

Absatz (einschließlich Planspiel)

IV Betriebliches Rechnungswesen 60 4,5 7

Abschlussarbeit

IV Informations- und Kommunikationstechnologie für das Gesundheitsmanagement

40 3 5

I Gesundheitsökonomie – mikroökonomische Perspektiven (einschließlich

52 3,9 5

Struktur des Gesundheitssystems im internationalen Vergleich)

II Organisationsentwicklung und Projektmanagement in Einrichtungen 40 3 5

des Gesundheitswesens

II Personalmanagement 40 3 5

II Sozialmedizinische Grundlagen des Gesundheitswesens 40 3 5

III Strategisches Management (einschließlich Unternehmensethik und 96 7,2 10

strategische Leistungsplanung unter DRG-Bedingungen)

III Finanz- und Investitionsmanagement 60 4,5 8

I Recht des Gesundheitswesens 40 3 5

I Gesellschaftliche und makroökonomische Umfeldbedingungen des Gesundheitssystems

40 3 5

II Problemlösungs- und Entscheidungstechniken 40 3 5

Study Visit 24 1,8 --

Bearbeitungszeit

3 Monate

15

Gesamtsumme 706 52,95 90

Lernbereich I

Lernbereich II

Lernbereich III

Lernbereich IV

Lernbereiche

Rahmenbedingungen für die Unternehmensführung

Verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Unternehmensführung

Strategische Perspektiven der Unternehmensführung

Funktionen und Instrumente des Managements

*) US = Unterrichtsstunden

**) sws = Semesterwochenstunden


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 8

Ordnung der Prüfungen

für den Studiengang „MBA Health Care Management

an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

vom 1. Juli 2005 *

Aufgrund von § 71 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz

- BerlHG) in der Neufassung vom 13.02.2003 (GVBl. S. 82), hat der Rat des Institute of Management

Berlin (IMB) an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin folgende Prüfungsordnung erlassen:

Übersicht:

§ 1 Geltungsbereich .......................................................................................................................... 9

§ 2 Akademischer Grad..................................................................................................................... 9

§ 3 Regelstudienzeit, Prüfungsabschnitte ......................................................................................... 9

§ 4 Zweck der Prüfungen.................................................................................................................. 9

§ 5 Prüfungsausschuss ...................................................................................................................... 9

§ 6 Prüfungsstruktur........................................................................................................................ 10

§ 7 Studienbegleitende Prüfungsleistungen .................................................................................... 10

§ 8 Klausuren .................................................................................................................................. 11

§ 9 Hausarbeiten.............................................................................................................................. 11

§ 10 Mündliche Prüfungen.............................................................................................................. 12

§ 11 Praxiserkundungen.................................................................................................................. 12

§ 12 Leistungstests.......................................................................................................................... 12

§ 13 Prüfer und Beisitzer in studienbegleitenden Prüfungen.......................................................... 12

§ 14 Wiederholung studienbegleitender Prüfungsleistungen (Nachprüfung)................................. 13

§ 15 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß ............................................................ 13

§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen ......................................................................................... 14

§ 17 Einsichtnahme in Prüfungsarbeiten.........................................................................................14

§ 18 Mängel des Prüfungsverfahrens..............................................................................................14

§ 19 Prüfungsfächer ........................................................................................................................ 14

§ 20 Abschlussarbeit ....................................................................................................................... 15

§ 21 Überarbeitung der Abschlussarbeit.........................................................................................16

§ 22 Modulnoten, Gesamtnote ........................................................................................................ 16

§ 23 Bestehen der Prüfung, Zeugnis ...............................................................................................16

§ 24 Inkrafttreten............................................................................................................................. 17

Anlage zur Prüfungsordnung für den Studiengang „MBA Health Care

Management“: Prüfungsfächer und Prüfungsleistungen................................................................. 18

* bestätigt durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur am 28. Oktober 2005


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 9

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Prüfungsordnung regelt die Durchführung der Prüfungen im Studiengang „MBA Health

Care Management“ an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin (FHW).

(2) Diese Prüfungsordnung ersetzt die Prüfungsordnung des Studiengangs „MBA Health Care

Management“ vom 4.05.2004 und gilt für die ab dem Wintersemester 2005/2006 zugelassenen

Studierendengruppen.

(3) Sie ergänzt die Studienordnung vom 1.07.2005.

§ 2 Akademischer Grad

Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung wird den Absolventen 2 von der FHW der a-

kademische Grad ”Master of Business Administration (MBA)” verliehen.

§ 3 Regelstudienzeit, Prüfungsabschnitte

(1) Das Studium umfasst gemäß § 8 der Studienordnung eine Dauer von zwei Jahren (Regelstudienzeit).

(2) Das Studium wird mit dem Bestehen der letzten Prüfungsleistung abgeschlossen.

§ 4 Zweck der Prüfungen

(1) Die Prüfungen dienen der Feststellung, ob der Studierende die Kenntnisse erworben hat, die

den in der Studienordnung gesetzten Zielen entsprechen.

(2) Durch die Abschlussprüfung in Form einer Abschlussarbeit soll festgestellt werden, ob der

Studierende fundierte Kenntnisse im Management, insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen

besitzt, um praktische Aufgaben der Unternehmensführung mit wissenschaftlichen Methoden

zu bearbeiten.

§ 5 Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation und verantwortliche Durchführung der Prüfungen wird ein Prüfungsausschuss

gebildet.

(2) Mitglieder des Ausschusses sind:

1. ein vom Rat des IMB für den Studiengang beauftragter Professor

2. zwei weitere Professoren der FHW

3. ein weiterer Dozent

4. ein externes sachverständiges Mitglied

(3) Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist der vom Akademischen Senat beauftragte Professor.

Sein Stellvertreter wird vom Prüfungsausschuss gewählt.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden vom Rat des IMB gewählt. Die gewählten

Professoren bzw. Dozenten sollen über Managementerfahrungen insbesondere im Bereich des Gesundheits-

und Sozialwesen verfügen. Die Amtszeiten der Mitglieder betragen zwei akademische

Jahre.

2 Im Interesse eines leichteren Leseflusses wurde auf die Bezeichnung der männlichen und weiblichen

Form verzichtet, die geschriebene Version steht immer für beide Geschlechter.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 10

(5) Jedes Ausschussmitglied hat eine Stimme. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn

mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder, davon zwei Professoren, anwesend sind. Beschlüsse

werden mit einfacher Mehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

(6) Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen dieser Ordnung sowie die allgemeinen

Rechtsgrundsätze für Prüfungen eingehalten werden und trifft die dafür erforderlichen

Entscheidungen.

(7) Der Prüfungsausschuss achtet ferner darauf, dass die Anforderungen in den Prüfungen gleichwertig

sind und nach Art und Umfang den Studienzielen gerecht werden.

(8) Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Prüfungsausschuss sowie jedes seiner Mitglieder ein

umfassendes Informationsrecht bezüglich der im MBA-Studiengang durchgeführten Prüfungen;

insbesondere kann jedes Mitglied des Prüfungsausschusses jederzeit an mündlichen Prüfungen

teilnehmen und Prüfungsarbeiten und Bewertungen einsehen.

(9) Der Prüfungsausschuss kann die Wahrnehmung von Aufgaben, die nicht von grundsätzlicher

Bedeutung sind, dem Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter zur Erledigung übertragen; Näheres

ist in einer Geschäftsordnung des Prüfungsausschusses zu regeln.

§ 6 Prüfungsstruktur

(1) Die Prüfungen im Studiengang bestehen aus:

- studienbegleitenden Prüfungen in den Prüfungsfächern gemäß § 19

- der Abschlussprüfung in Form der Abschlussarbeit gemäß § 20.

(2) Anzahl und Form der Prüfungsleistungen sind in der Anlage zur Prüfungsordnung geregelt.

§ 7 Studienbegleitende Prüfungsleistungen

(1) Studienbegleitende Prüfungsleistungen werden im Zusammenhang mit den ent-sprechenden

Modulen in den Formen:

1. der Klausur gemäß § 8

2. der Hausarbeit gemäß § 9

3. der protokollierten mündlichen Prüfung gemäß §10

4. der Praxiserkundung gemäß § 11

5. des Leistungstests gemäß § 12

erbracht; sie sollen exemplarisch die Befähigung des Studierenden in dem durch das Modulthema

bezeichneten Fachgebiet nachweisen.

(2) Macht ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass wegen länger andauernder

Beeinträchtigung oder Schwangerschaft die Prüfung nicht zum vorgeschriebenen Termin abgelegt

werden kann, wird ein neuer Prüfungstermin festgesetzt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses

kann gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen.

(3) Macht ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass wegen länger andauernder

Beeinträchtigung oder Schwangerschaft die Prüfung ganz oder teilweise nicht in der vorgeschriebenen

Form abgelegt werden kann, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten,

gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen.

(4) Der Zeitpunkt der Prüfungen wird vom Prüfungsausschuss im Benehmen mit den Prüfern festgelegt.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 11

(5) An den Prüfungen darf nur teilnehmen, wer ordnungsgemäß zum Studium zugelassen wurde

und regelmäßig am Unterricht teilgenommen hat.

(6) Ein Leistungsschein kann nur bei regelmäßiger Teilnahme am Unterricht erteilt werden.

(7) Die Prüfungen werden grundsätzlich in der Sprache des Moduls durchgeführt.

§ 8 Klausuren

(1) Klausuren haben das Ziel, festzustellen, ob der Studierende in begrenzter Zeit und mit begrenzten

Hilfsmitteln Sachverhalte und Probleme des Faches mit den geläufigen Methoden darstellen

bzw. Wege zu ihrer Lösung entwickeln kann.

(2) Klausuren können als Themenklausuren und/oder Fragenklausuren geschrieben werden; zu

den Themenklausuren gehören auch praktische Fälle und größere mathematische Aufgaben.

(3) Die Bearbeitungszeit für Klausuren beträgt drei Zeitstunden.

(4) Hilfsmittel dürfen vom Prüfer nur insoweit zugelassen werden, als es sich um Rechenerleichterungen

oder Unterlagen handelt, die zur Lösung von Aufgaben oder Bearbeitung von

Fällen erforderlich sind und die Aussagekraft der Leistung nicht beeinträchtigen. Hilfsmittel dürfen

nicht mit Anmerkungen oder Zusätzen versehen sein; ihre vorherige Bekanntmachung darf

keine Rückschlüsse auf die Aufgabenstellung ermöglichen.

(5) Ist die Interpretation, Analyse oder Kommentierung von Schrift- oder Zahlenmaterial Gegenstand

der Klausur, so dürfen die Arbeitsmittel, die dem Kandidaten zu diesem Zwecke zur Verfügung

gestellt werden (Texte, Bilanzen, Statistiken, Haushaltspläne usw.) nicht zuvor bekannt gemacht

werden und keine Kommentierung oder Arbeitsanleitung enthalten, die die Aussagefähigkeit

der Leistung beeinträchtigen.

(6) Klausuren werden grundsätzlich unter Aufsicht eines vom Prüfungsausschuss bestimmten Dozenten

geschrieben; zu Aufsichtsführenden sollen die Dozenten bestimmt werden, die die betreffenden

Kurse durchgeführt haben.

(7) Über den Verlauf der Klausur ist von dem Aufsichtsführenden ein Protokoll zu führen, in dem

Beginn, Ende und besondere Vorkommnisse verzeichnet sind.

§ 9 Hausarbeiten

(1) Hausarbeiten haben das Ziel, festzustellen, ob der Studierende

- zur Strukturierung und kritischen Analyse empirischer Befunde oder

- zur Lösung einer praktischen Aufgabe anhand einer Fallstudie oder eines konkreten unternehmensbezogenen

Projektes befähigt ist.

(2) Die Themen der Hausarbeiten werden vom Prüfer mit den Studierenden abgestimmt. Die

Themen sollen sich auf die im Modul behandelten Lehrinhalte beziehen. Der Umfang soll zwischen

2000 und 3000 Wörter betragen (ohne Gliederung, Anhang und Literaturverzeichnis). Die

Bearbeitungszeit soll zwei Monate nicht überschreiten.

(3) Das Thema ist von dem Studierenden selbständig und allein zu bearbeiten. Die Ausarbeitung

muss den Vermerk enthalten, dass die Arbeit selbständig und nur mit Hilfe der angegebenen

Quellen erstellt wurde.

(4) Die Beurteilung der Hausarbeiten muss mit Korrekturvermerken versehen sein. Die Note ist

schriftlich zu begründen.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 12

(5) Die Hausarbeit kann mit Zustimmung des Prüfers auch als Gruppenarbeit (mit höchstens drei

Studierenden) erbracht werden. Der Beitrag des einzelnen Kandidaten muss deutlich abgrenzbar

und bewertbar sein.

§ 10 Mündliche Prüfungen

(1) Mündliche Prüfungen haben das Ziel, festzustellen, ob der Studierende einen gründlichen Ü-

berblick über die vermittelten Lehrinhalte erlangt hat und zu einem wissenschaftlichen Gespräch

über diese Inhalte und deren Bedeutung für die berufliche und gesellschaftliche Praxis befähigt ist.

(2) Mündliche Prüfungen sollen 15 Minuten dauern.

(3) Mündliche Prüfungen werden vom Prüfer als Einzelprüfungen oder als Gruppenprüfungen

durchgeführt und in Anwesenheit eines sachkundigen Beisitzers abgenommen; der Beisitzer

nimmt an der Bewertung der Prüfungsleistung beratend teil.

(4) Mündliche Prüfungen können auch in der Form von in den Kurs integrierten Referaten durchgeführt

werden; dabei ist den Kursteilnehmern die Möglichkeit zu kritischer Auseinandersetzung

mit dem Vorgetragenen zu geben. Bei dieser Form der Prüfung entfällt die Anwesenheit eines

sachkundigen Beisitzers.

(5) Über den Ablauf der mündlichen Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, das die wesentlichen

Prüfungsgegenstände sowie die Bewertung der Prüfungsleistung enthält. Das Protokoll wird vom

Beisitzer geführt, es wird vom Prüfer und vom Beisitzer unterzeichnet.

§ 11 Praxiserkundungen

Durch Praxiserkundungen sollen die Studenten ermitteln, wie Unternehmen, insbesondere aus

dem Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens, Managementprobleme wahrnehmen, behandeln

und lösen. Die Regelungen zur Hausarbeit gemäß § 9 Abs. 2-5 finden entsprechende Anwendung.

§ 12 Leistungstests

(1) Leistungstests haben das Ziel, den Studienfortschritt des Studierenden zu überprüfen; sie treten

ergänzend zu den studienbegleitenden Prüfungsleistungen gemäß § 7 (1) 1-4 auf.

(2) Leistungstests werden in der Form:

1. des Thesenpapiers oder

2. des Kurzreferats oder

3. der Kurzhausarbeit oder

4. der Planspielbewertung

durchgeführt.

(3) Die Form des Leistungstests wird jeweils vom Dozenten bestimmt. Er kann den Leistungstest

auch in Teilleistungen erbringen lassen. Ist ein Leistungstest mit einer mündlichen Prüfung verbunden,

so entfällt die Form des Kurzreferats.

§ 13 Prüfer und Beisitzer in studienbegleitenden Prüfungen

(1) Prüfer in studienbegleitenden Prüfungen ist in der Regel derjenige Dozent, dessen Modul der

Studierende belegt hat.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 13

(2) Die sachkundigen Beisitzer in den mündlichen Prüfungen werden vom Prüfungsausschuss vorrangig

aus dem Kreis der Dozenten bestimmt.

(3) Stehen einer Beurteilung durch den Prüfer zwingende Hindernisse entgegen, so bestellt der

Prüfungsausschuss als Prüfer einen anderen Dozenten.

(4) Wird eine schriftliche Prüfungsleistung von dem Prüfer mit "nicht ausreichend" (schlechter als

4,0) bewertet, so bestellt der Prüfungsausschuss einen sachkundigen Zweitprüfer. Die Noten beider

Prüfer werden gemittelt; wird dadurch die nicht ausreichende Leistung bestätigt, so soll eine

Nachprüfung gemäß § 14 durchgeführt werden.

§ 14 Wiederholung studienbegleitender Prüfungsleistungen (Nachprüfung)

(1) Prüfungsleistungen, die als "nicht ausreichend" (schlechter als 4,0) bewertet wurden, können

im Wege der Nachprüfung einmal wiederholt werden.

(2) Die Nachprüfungen werden in Form der Klausur gemäß § 8 oder der protokollierten mündlichen

Prüfung gemäß § 10 durchgeführt und sollen binnen sechs Wochen nach Feststellung der

nicht ausreichenden Bewertung nach Möglichkeit bei demselben Prüfer stattfinden. Bei Prüfungsleistungen,

die in Form einer Hausarbeit erbracht werden, erfolgt die Nachprüfung in Form

einer Überarbeitung. Die Überarbeitungsfrist beträgt vier Wochen nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

(3) Bei positivem Ergebnis der Nachprüfung wird für die Prüfungsleistung die Note "ausreichend”

(4,0) erteilt. Wird die Nachprüfung nicht bestanden, ist das Modul endgültig nicht bestanden.

§ 15 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Nimmt ein Kandidat ohne triftigen Grund an einer Prüfung nicht teil oder hält den für die Abgabe

der Prüfung gesetzten Termin nicht ein, gilt die Prüfung als mit ”nicht ausreichend”

(schlechter als 4,0) beurteilt.

(2) Die für das Versäumnis oder den Rücktritt maßgeblichen Gründe sind gegenüber dem Vorsitzenden

des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich glaubhaft zu machen. Werden sie anerkannt,

wird ein neuer Prüfungstermin anberaumt. Bei Krankheit ist unverzüglich ein ärztliches

Attest vorzulegen.

(3) Versucht ein Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung

nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Leistung als mit ”nicht

ausreichend” (schlechter als 4,0) beurteilt. Ein Kandidat, der sich eines Verstoßes gegen die Ordnung

der Prüfung schuldig gemacht hat, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden

von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung

als mit ”nicht ausreichend” (schlechter als 4,0) beurteilt.

(4) Wird die Tatsache der Täuschung bei einer Prüfungsleistung in einem Zeitraum von fünf Jahren

nach der Aushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss

nachträglich die betreffenden Beurteilungen entsprechend berichtigen und die Prüfung gegebenenfalls

für "nicht bestanden" erklären. Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur

Äußerung zu geben. Das unrichtige Prüfungszeugnis und die vergebene Urkunde sind einzuziehen;

gegebenenfalls ist ein neues Zeugnis zu erteilen.

(5) Im Falle des Absatzes 1 kann eine Nachprüfung gemäß § 14 stattfinden. Im Falle des Absatzes

3 kann die Prüfungskommission unter Berücksichtigung der Schwere des Falles beschließen, dass

eine Nachprüfung gemäß § 14 durchgeführt wird.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 14

§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Bei der Bewertung von Prüfungsleistungen werden Noten von 1 bis 5 vergeben. Zur differenzierten

Bewertung können Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der Notenziffern um

0,3 gebildet werden. Die Noten ”0,7”; ”4,3”, ”4,7” und ”5,3” sind ausgeschlossen.

(2) Bei der Feststellung zusammengesetzter Modulnoten und der Gesamtnote gemäß § 22 Abs. 1-3

wird die jeweils errechnete Note auf die erste Dezimalstelle abgerundet.

(3) Die Eingruppierung der erteilten Noten erfolgt nach folgender Notenskala:

Note Erklärung der Note

1,0 bis 1,5 eine sehr gute Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Leistungen

liegt

1,6 bis 2,5 eine gute Leistung, die über den durchschnittlichen Leistungen liegt

2,6 bis 3,5 eine befriedigende Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht

3,6 bis 4,0 eine ausreichende Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen

genügt

schlechter nicht ausreichend: eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen

nicht mehr genügt (nicht als 4,0

bestanden)

§ 17 Einsichtnahme in Prüfungsarbeiten

Dem Kandidaten wird auf Antrag Einsicht in seine Prüfungsarbeiten und die darauf bezogenen

Gutachten der Prüfer gewährt.

§ 18 Mängel des Prüfungsverfahrens

Mängel des Prüfungsverfahrens müssen unverzüglich, spätestens einen Monat nach Bekanntgabe

der Ergebnisse mit der Beschwerde gerügt werden. Die Beschwerde ist beim Prüfungsausschuss

schriftlich einzulegen. Wird ihr stattgegeben, so kann sich der Kandidat den beanstandeten Teilen

der Prüfung erneut unterziehen, ohne dass dies als Wiederholung der Prüfung gilt. Entsprechende

Bescheide sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen; rechtliches Gehör ist zu gewähren.

§ 19 Prüfungsfächer

(1) Die Prüfungsfächer sind Bestandteile der vier Lernbereiche:

Lernbereich I:

Lernbereich II:

Lernbereich III:

Lernbereich IV:

Rahmenbedingungen für die Unternehmensführung

Verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Unternehmensführung

Strategische Perspektiven der Unternehmensführung

Funktionen und Instrumente des Managements

(2) Prüfungsfächer im ersten Studienjahr sind:

1. Konstitutive Entscheidungen, Beschaffung, Leistungserstellung und Absatz

(Lernbereich IV)

2. Betriebliches Rechnungswesen (Lernbereich IV)

3. Informations- und Kommunikationstechnologie für das Gesundheitsmanagement (Lernbereich

IV)

4. Gesundheitsökonomie – mikroökonomische Perspektiven (Lernbereich I)


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 15

5. Organisationsentwicklung und Projektmanagement in Einrichtungen des Gesundheitswesens

(Lernbereich II)

6. Personalmanagement (Lernbereich II)

7. Sozialmedizinische Grundlagen des Gesundheitswesens (Lernbereich II)

(3) Prüfungsfächer im zweiten Studienjahr sind:

1. Strategisches Management (Lernbereich III)

2. Finanz- und Investitionsmanagement (Lernbereich III)

3. Recht des Gesundheitswesens (Lernbereich I)

4. Gesellschaftliche und makroökonomische Umfeldbedingungen des Gesundheitssystems

(Lernbereich I)

5. Problemlösungs- und Entscheidungstechniken (Lernbereich II)

§ 20 Abschlussarbeit

(1) Die Abschlussarbeit ist als Einzelarbeit von jedem Kandidaten anzufertigen. Gruppenarbeiten

sind nicht zugelassen.

(2) In der Abschlussarbeit soll der Kandidat nachweisen, dass er hinreichende methodische Fähigkeiten

besitzt, um ein unternehmensbezogenes Problem, insbesondere im Bereich des Gesundheits-

und Sozialwesens, unter Anwendung angemessener theoretischer Ansätze kritisch zu analysieren

und praktische Wege zu seiner Lösung zu entwickeln. § 9 Abs. 3 gilt entsprechend.

(3) Die Abschlussarbeit wird von einem Prüfer betreut und bewertet. Der Prüfer soll im Studiengang

unterrichtet haben.

(4) Das Thema der Abschlussarbeit wird vom Prüfer auf Vorschlag des Kandidaten im Mai des

zweiten Studienjahres vergeben. Der Prüfer meldet das Thema unverzüglich nach der Vergabe

dem Prüfungsausschuss; damit wird das Einverständnis zur Betreuung der Abschlussarbeit erklärt.

Die Bearbeitungszeit beginnt mit der Bestätigung des Themas durch den Prüfungsausschuss.

(5) Der Umfang der Abschlussarbeit soll ohne Berücksichtigung von Gliederung, Literaturverzeichnis

und Anhang ca. 15.000 Wörter umfassen.

(6) Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb von vier Wochen nach dem Vergabezeitpunkt

zurückgegeben werden. Nach Rückgabe des Themas ist unmittelbar ein neues Thema zu beantragen.

(7) Die Bearbeitungszeit für die Abschlussarbeit beträgt drei Monate. Die Arbeit ist in zwei Exemplaren

im IMB einzureichen; der Zeitpunkt ist aktenkundig zu machen.

(8) In Ausnahmefällen kann der Prüfungsausschuss die Bearbeitungszeit verlängern, wenn der

Kandidat nachweist, dass er an der Bearbeitung der Abschlussarbeit zwingend verhindert ist. Wird

die Abschlussarbeit nicht innerhalb der vom Prüfungsausschuss gesetzten Frist abgegeben, gilt sie

als mit ”nicht ausreichend” (schlechter als 4,0) bewertet.

(9) Wird die Abschlussarbeit vom Prüfer mit ”nicht ausreichend” (schlechter als 4,0) bewertet, so

findet §13 Abs. 4 entsprechende Anwendung.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 16

§ 21 Überarbeitung der Abschlussarbeit

Wird die Abschlussarbeit mit ”nicht ausreichend” (schlechter als 4,0) bewertet, wird dem Studierenden

unter Fristsetzung die Möglichkeit eingeräumt, die Abschlussarbeit zu überarbeiten. Für

die Überarbeitung stehen nach schriftlicher Bekanntgabe des Ergebnisses durch das Studienbüro

vier Wochen zur Verfügung. Entspricht die Arbeit danach den Anforderungen, so wird sie insgesamt

mit ”ausreichend” (4,0) bewertet. Verfehlt die Abschlussarbeit nach erfolgter Überarbeitung

erneut die Anforderungen, so ist sie endgültig nicht bestanden.

§ 22 Modulnoten, Gesamtnote

(1) Die Modulnote werden als gewogenes arithmetisches Mittel aus den Noten gebildet, die für die

in den betreffenden Modulen erbrachten Prüfungsleistungen erzielt wurden. Die Gewichtung erfolgt

nach folgendem Schlüssel:

1. Sind in einem Modul eine Klausur und ein Leistungstest zu absolvieren, so geht die Klausurnote

mit 70 % und das Ergebnis des Leistungstests mit 30 % in die Modulnote ein.

2. Sind in einem Modul je eine mündliche Prüfung und ein Leistungstest zu absolvieren, so gehen

die Ergebnisse zu je 50 % in die Modulnote ein.

(2) Zur Ermittlung der Gesamtnote wird das mit den Leistungspunkten gewogene arithmetische

Mittel aus allen Noten der einzelnen Module und der Note für die Abschlussarbeit gebildet.

(3) Entsprechend dem in Abs. 2 errechneten Mittelwert wird eine Gesamtnote gemäß §16 erteilt.

Wenn die Gesamtnote ”1,0”, ”1,1”,”1,2” oder ”1,3” lautet, wird der Zusatz ”mit Auszeichnung"

auf der Urkunde vermerkt.

(4) Ferner wird bei erfolgreichem Studienabschluss bei der Gesamtnote eine relative Note entsprechend

der nachfolgenden ECTS-Bewertungsskala ausgewiesen:

A

B

C

D

E

für die besten 10 Prozent

für die nächsten 25 Prozent

für die nächsten 30 Prozent

für die nächsten 25 Prozent

für die nächsten 10 Prozent

Als Grundlage für die Berechnung der relativen Note werden außer der aktuell abschließenden

Kohorte die drei vorhergehenden Kohorten erfasst.

§ 23 Bestehen der Prüfung, Zeugnis

(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn alle Modulnoten sowie die Note für die Abschlussarbeit mindestens

”4,0” lauten und der Prüfungsausschuss den erfolgreichen Abschluss aller Prüfungen

bestätigt hat.

(2) Wenn höchstens eine Modulnote schlechter als „4,0“ lautet, kann die Prüfung vom Prüfungsausschuss

auch dann für bestanden erklärt werden, wenn das einfache arithmetische Mittel aus allen

anderen Fachnoten mindestens „3,0“ beträgt. In diesem Fall kann der Prüfungsausschuss auch

für die schlechter als „4,0“ bewertete Leistung die in der Studien- und Prüfungsordnung vorgesehene

Zahl an Leistungspunkten gewähren.

(3) Ist die Prüfung bestanden, verleiht die FHW den akademischen Grad "Master of Business

Administration (MBA)”. Der Absolvent erhält ein Zeugnis und eine Urkunde, aus der sich der erworbene

akademische Grad ergibt. Das Zeugnis wird vom Direktor des IMB und dem Vorsitzen


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 17

den des Prüfungsausschusses unterzeichnet. Die Urkunde wird vom Rektor der FHW oder seinen

Stellvertretern unterzeichnet und mit dem Siegel der Hochschule versehen.

(4) Im Zeugnis werden die Bezeichnungen der Lernbereiche und der absolvierten Module sowie

die dafür erteilten Noten und die ECTS-Leistungspunkte ausgewiesen. Es enthält ferner das Thema

der Abschlussarbeit, die dafür erteilte Note sowie die sich aus allen Noten ergebende Gesamtnote

und eine auf Grund der Gesamtnote vergebene relative Note nach der ECTS-

Bewertungsskala.

§ 24 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der Fachhochschule

für Wirtschaft Berlin in Kraft.


Mitteilungsblatt Nr. 25/2005 Seite 18

Anlage zur Prüfungsordnung für den Studiengang „MBA Health Care Management

Prüfungsfächer und Prüfungsleistungen

Konstitutive Entscheidungen, Beschaffung, Leistungserstellung und Absatz

Betriebliches Rechnungswesen

Informations- und Kommunikationstechnologie für das Gesundheitsmanagement

Gesundheitsökonomie – mikroökonomische Perspektiven

Organisationsentwicklung und Projektmanagement in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Personalmanagement

Sozialmedizinische Grundlagen des Gesundheitswesens

Strategisches Management

Finanz- und Investitionsmanagement

Recht des Gesundheitswesens

Gesellschaftliche und makroökonomische Umfeldbedingungen des Gesundheitssystems

Problemlösungs- und Entscheidungstechniken

Prüfungsleistung

K

K + L

M + L

K

H

P

M + L

K

H

K

K

M + L

H = Hausarbeit

K = Klausur

L = Leistungstest

M = Mündliche Prüfung

P = Praxiserkundung

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