HS 2013 ALTE Studienordnung - Zentrum für Jüdische Studien

jewishstudies.unibas.ch

HS 2013 ALTE Studienordnung - Zentrum für Jüdische Studien

Jüdische

Studien

Herbstsemester 2013

Studienbeginn vor 1.8.2013

Zentrum für Jüdische Studien Seite 0 I Universität Basel

Leimenstrasse 48 4051 Basel Tel : 061 205 16 36


Titelbild

Der Fall David Frankfurter:

Bildquellen (von oben nach unten):

David Frankfurter NZZ 1936: Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. Februar 1936: "Das Attentat

von Davos". (Yad Vashem Archiv).

Prozess: David Frankfurter beim Prozess in Chur im Dezember 1936. (Yad Vashem Archiv (online)).

Gedenktafel: Gedenktafel an David Frankfurter im "Gan David Frankfurter", Park in Ramat Gan,

Israel, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Wohnhauses der Familie Frankfurter. (hebräische

Wikipedia).

Seite 1


Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel

Das Zentrum für Jüdische Studien (bis Ende 2011 Institut für Jüdische Studien) wurde von der

Stiftung für Jüdische Studien zusammen mit der Universität Basel gegründet. Es hat im Oktober

1998 seine Arbeit aufgenommen. Seit Mai 2000 wird das Fach „Jüdische Studien“ offiziell von der

Universität anerkannt. Es ist ein Fachbereich der Philosophisch-Historischen Fakultät, existiert

jedoch auch als Teilfach innerhalb des Theologiestudiums und als Teilbereich des Fachs Religionswissenschaft.

Die Fachprofessur ist als Doppelprofessur in der Theologischen Fakultät und in

der Philosophisch-Historischen Fakultät verortet.

Das Bachelor- und Masterstudium ist in vier Module unterteilt.

1. Jüdische Sprachen:

Es werden Kenntnisse in modernem Hebräisch sowie nach Wahl auch in Jiddisch, biblischem Hebräisch

und (falls im Angebot der Romanistik vorhanden) Ladino erworben.

2. Religion, Ethik und Philosophie:

Klassische und moderne Texte der jüdischen Religion, Philosophie und Exegese werden studiert

und dabei wird in der Regel mit deutschen und englischen Übersetzungen gearbeitet.

3. Geschichte und Gesellschaft: Der Wandel der gesellschaftlichen und politischen Situation der

Juden wird unter historischen und kulturwissenschaftlichen Aspekten untersucht.

4. Kultur und Literatur

Der Zugang literarischer, künstlerischer und publizistischer Werke zu jüdischen Fragestellungen

in der Vergangenheit und Gegenwart wird im jeweiligen Kontext seiner Entstehung betrachtet.

Eine mehrtägige Exkursion an jeweils einen zentralen Ort europäisch-jüdischer Geschichte wird

nach Möglichkeit in jedem Frühjahrssemester angeboten und steht allen Studierenden der Jüdischen

Studien und im Rahmen noch freier Plätze auch anderen Studierenden der Universität Basel

offen. Diese Exkursionen bieten die Möglichkeit, sich intensiv vor Ort mit einer Stadt und einer

Thematik auseinander zu setzen.

Das Zentrum für Jüdische Studien nimmt ebenfalls Veranstaltungen aus anderen Fachbereichen

in sein Curriculum auf (z. B. Literaturwissenschaft, Theologie oder Geschichte). Im Rahmen einer

Vereinbarung mit der Universität Zürich hält in jedem Frühjahrssemester auch der Inhaber / die

Inhaberin der dortigen Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien in Basel einen Kurs von zwei

Semesterwochenstunden ab.

Seite 2


Kontakt

Leiter des Zentrums

Stv. Leiter des Zentrums

Assistierende

Prof. Dr. Alfred Bodenheimer

alfred.bodenheimer@unibas.ch

PD Dr. phil. Erik Petry (Dr. h.c. Emile Dreyfus Lehr- und Forschungsstelle

für Jüdische Geschichte)

erik.petry@unibas.ch

Dr. phil. Caspar Battegay

caspar.battegay@unibas.ch

Dr. phil. Stefanie Mahrer (Dr. h.c. Emile Dreyfus Lehr- und

Forschungsstelle für Jüdische Geschichte)

stefanie.mahrer@unibas.ch

Dr. des. Deborah Jacobs

deborah.jacobs@unibas.ch

Universitätsdozentin für Hebräisch MTheol Regula Tanner

r.tanner@unibas.ch

Lehrbeauftragte für Jiddisch

Projektmitarbeitende

Wissenschaftliche Mitarbeiterin/

Doktorandin

Dr. des. Shifra Kuperman

shifra.kuperman@unibas.ch

Dr. phil. Tamar Lewinsky

tamar.lewinsky@unibas.ch

Dr. des. Daniel Lis

daniel.lis@unibas.ch

lic. phil. Sabina Bossert (Lutz Zwillenberg Promotionsstipendium)

sabina.bossert@unibas.ch

MA Deborah Ferjencik (Lutz Zwillenberg Promotionsstipendium)

deborah.ferjencik@unibas.ch

Sekretariat Christina Meier (Tel. 061 205 16 36)

christina.meier@unibas.ch

Bibliothek Eva Sternküker (Tel. 061 205 16 37)

bibliothek-judaistik@unibas.ch

Catrina Langenegger

c.langenegger@stud.unibas.ch

Postadresse

Leimenstrasse 48, 4051 Basel

Internet

www.jewishstudies.unibas.ch

facebook

ZJS // Zentrum für Jüdische Studien

Fachgruppe

Deborah Küng; fg-judaistik@unibas.ch

Studienfachberatung PD Dr. phil. Erik Petry, Tel.: 061 205 16 39

Seite 3


Stundenplan Jüdische Studien Herbstsemester 2013

8:15-

10:00

10:15

-

12:00

12:15

-

14:00

Sämtliche Veranstaltungen beginnen, sofern nicht explizit anders vermerkt, in der ersten Semesterwoche.

Die Sitzungen finden in der Regel in wöchentlichem Intervall statt. Die Unterrichtssprache

ist, sofern nichts anderes angegeben wird, Deutsch.

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

SK: Jiddisch III

(S. Kuperman)

PS: Zwischen Tradition und Revolution:

jüdisches Leben im

späten Zarenreich

(S. Mayoraz)

S: Rom und die Juden

(L. Burckhardt)

9:15-10:00

SK: Modernes

Hebräisch III

(R. Tanner)

SK: Modernes

Hebräisch I

(R. Tanner)

V: "(...) ergriffen von dem allgemeinen

Taumel." Der

Erste Weltkrieg als Phänomen

in der Jüdischen Geschichte

(E. Petry)

SK: Jiddisch I

(S. Kuperman)

V: Jüdische Religionsgeschichte

I: Das Judentum

in der Antike

(A. Bodenheimer)

9:15-10:00

SK: Modernes Hebräisch I

(R. Tanner)

SK: Modernes Hebräisch

III

(R. Tanner)

S: Die Schweiz, die Juden

und die Literatur

(A. Bodenheimer)

KmP: Einführung

in Jüdische

Studien

E. Petry / D. jacobs)

14:15

-

16:00

PS: Proseminar: "Ein Jude

hat geschossen" - Jüdischer

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

(S. Bossert)

16:15

-

18:00

PS: Utopien in der deutsch-jüdischen

Literatur (C. Battegay)

S: Israel - zwischen Traum und

Alptraum

(G. Pfleiderer)

S: Zwischen Schtetl und Lower

East Side. Migrationen

nach, in und aus Ostmitteleuropa

(1814-1914)

(R. Wörsdörfer)

PS: Bibelkunde aus der

Sicht der Jüdischen Studien

(D. Jacobs)

K: Jüdische und ostjüdische

Geschichte und Kultur

(F. B. Schenk u. E. Petry)

18:15

-

20:00

19:15-21:00

Ü: Hammurabi aus Babylon

und Moses. Alt-Orientalische

Wurzeln in der Bibel

(R. Breslauer)

Zusätzliche Lehrveranstaltungen:

SK: Akkadisch (H.-P. Mathys)

SK: Ugaritisch (H. Jenni)

S = Seminar Ü = Übung PS = Proseminar KmP: Kurs mit Prüfung

V = Vorlesung SK = Sprachkurs K = Kolloquium

Seite 4


Bachelor

Grund- und Aufbaustudium

Seite 5


Bachelor Grundstudium

Modul Sprachkurs Grundkenntnisse in modernem Hebräisch

10768-01 + Kurs mit Prüfung: Modernes Hebräisch (Ivrit) I 4 KP

Dozierende

Regula Tanner

Zeit & Ort Dienstag, 10.15-12.00, Zentrum für Jüdische Studien, Raum 2

Donnerstag, 09.15-10.00, Zentrum für Jüdische Studien, Raum 2

Beginndatum 17.09.2013

Inhalt

Der viersemestrige Ivrit-Kurs leitet dazu an, Texte in einfachem Hebräisch

zu verstehen, eigene kurze Aufsätze zu verfassen sowie Gespräche zu Themen

mit bekanntem Wortschatz fü hren zu kö nnen. Das Herbstsemester

fü hrtin die Schrift und die Grundlagen der Grammatik ein. Vorkenntnisse

sind keine nötig. In den Unterrichtsstunden stehen das Einfü hren des

neuen Stoffes und die mü ndliche Verarbeitung im Vordergrund. Die

schriftliche Aufarbeitung des Stoffes ist zuhause zu erledigen. Zu den Unterrichtsstunden

ist dafü r mit einem Zeitaufwand von fü nf bis sechs Stunden

zu rechnen. Es finden regelmässige Lernkontrollen mit verschiedenen

Methoden statt. Ziel ist es nach dem ersten Semester, kurze, unvokalisierte

Texte mit bekanntem Wortschatz lesen und verstehen zu können.

Literatur

Shlomit Chayat, Sara Israeli, Hilla Kobliner: Hebrew from Scratch (New),

Jerusalem, Academon 2000. Ascher Tarmon/ Esri Uval, Tabellen der hebrä

ischen Verben. Eine neue erweiterte Auflage fü r Anfänger und Fortgeschrittene,

Tamir Verlag, Jerusalem 1998.

Leistungsüberprüfung Schriftliche UÜ bungsaufgaben während des Semesters. Mü ndliche Leistungsü

berprü fung am Ende des zweiten Semesters.

Bachelor Grundstudium

Modul Einführung Kultur und Literatur

34514-01 +Proseminar: Utopien in der deutsch-jüdischen Literatur 3 KP

Dozierende

Caspar Battegay

Zeit & Ort Montag, 16:15-18:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Einfü hrungskurs "Jü dische Studien" oder nach Absprache

mit den Dozierenden.

Beginndatum 16.09.2013

Inhalt

Der Begriff der Utopie (wörtlich "Nicht-Ort") existiert seit 1516, als der

spätere englische Lordkanzler Thomas Morus seine Schrift "Utopia" veröffentlicht.

Diese wurde zum Muster für spätere Utopien: Reisende gelangen

auf eine abgelegene und unbekannte Insel, wo sie eine ganz andere,

fiktionale Gesellschaftsordnung vorfinden, die vom Autor in kritischer Absicht

zur gegenwärtigen Ordnung entworfen wird. Im 19. Jahrhundert gibt

es eine so genannte Verzeitlichung der Utopie, nicht mehr die ferne Insel,

sondern die Zukunft ist der Schauplatz des neuen Menschen. Diese Zukunftsutopien

- berühmt geworden und auch für die deutsche Literatur

einflussreich ist Edward Bellamys "Looking Backward 2000-1887"

(1888) - sind der Beginn der Science Fiction. Zu Beginn des 20. Jahrhun-

Seite 6


derts gelangt das utopische Schreiben auch in die deutsch-jüdische Literatur-

und Geistesgeschichte. Theodor Herzls Roman "Altneuland"

(1902), der eine zionistische Utopie in einem zukünftigen Palästina schildert,

ist der berühmteste dieser Texte. An ihm kann exemplarisch der Zusammenhang

von moderner Literatur und Politik studiert werden. Doch

andere Autoren entwerfen nicht nur Utopien eines jüdischen Staates im

Land Israel, sondern auch Utopien der Diaspora. Im Proseminar werden

wir einige dieser heute teilweise nicht mehr sehr bekannten Texte aus

dem Zeitraum zwischen 1900 und 1950 lesen und in einen historischen

sowie literaturwissenschaftlichen Kontext stellen. Dabei werden wir einerseits

auch theoretische Überlegungen zur Utopie einbeziehen, andererseits

auch zeitgenössische Konzepte des Utopischen (Robert Musils

Überlegungen zum "Möglichkeitssinn" oder Ernst Blochs Utopiebegriff)

kennenlernen.

Literatur Thomas Schölderle: Geschichte der Utopie, Wien / Köln / Weimar 2012.

Gregory Claeys (Hg.): The Cambridge Companion to Utopian Literature,

Cambridge 2010.

Clemens Peck: Im Labor der Utopie. Theodor Herzl und das "Altneuland"-

Projekt, Berlin 2012.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Referat, Essay oder Übungsaufgaben etc. Die Dozierenden

geben die Art des Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung

bekannt.

Bachelor Grundstudium

Modul Einführung Geschichte und Gesellschaft

34512-01 Proseminar: "Ein Jude hat geschossen" - Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus

3 KP

Dozierende

Sabina Bossert

Zeit & Ort Mittwoch, 14:15-16:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 20.09.2013

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Einfü hrungskurs "Jü dische Studien" oder nach Absprache

mit den Dozierenden.

Inhalt

„Wie Schafe zur Schlachtbank ?“ Diese Aussage des jüdischen Partisanenführers

und Schriftstellers Abba Kovner prägt bis heute das Bild der Öffentlichkeit

von der jüdischen Reaktion auf den Holocaust. In der wissenschaftlichen

Forschung zum Holocaust und dem Widerstand hingegen

wird diese Annahme schon seit geraumer Zeit in Frage gestellt, oder wie

Arno Lustiger es ausdrückt: „Denn nicht „wie die Lämmer zur Schlachtbank“

haben sich die Juden Europas führen lassen - im Gegenteil, wo immer

sie die Möglichkeit dazu fanden, haben sich jüdische Männer und

Frauen gegen die Mörder zur Wehr gesetzt.“ Was aber ist Widerstand? Ist

Widerstand nur der bewaffnete Kampf gegen den Nationalsozialismus?

Können auch Flucht oder Selbstmord als Widerstand kategorisiert werden?

Was ist kultureller Widerstand?

Das Ziel des Proseminars ist es, einen Überblick über Möglichkeiten des

jüdischen Widerstands zu bieten: Über Einzelschicksale wie David Frankfurter

und Herschel Grynszpan über Partisanen bis hin zu Widerstand in

Ghettos und Konzentrationslagern. Wo vorhanden, sollen Selbstzeugnisse

Seite 7


als Grundlage für die Innenperspektive des Widerstands dienen, die mit

weiteren Dokumenten zur Aussenperspektive kontrastiert werden.

Literatur Bauer, Yehuda: Jüdische Reaktionen auf den Holocaust, Berlin 2012.

Erler, Hans; Paucker, Arnold; Ehrlich, Ernst L.: ?Gegen alle Vergeblichkeit?.

Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Frankfurt am

Main 2003.

Lustiger, Arno: Zum Kampf auf Leben und Tod! Das Buch vom Widerstand

der Juden in Europa 1933-1945, Erftstadt 2004.

Paucker, Arnold: Deutsche Juden im Widerstand 1933-1945. Tatsachen

und Probleme, Berlin 2003

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Referat, Essay oder Übungsaufgaben etc. Die Dozierenden

geben die Art des Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung

bekannt.

Bemerkungen

Anmeldung ü ber www.isis.unibas.ch ist obligatorisch. Die maximale Teilnehmerzahl

ist 30.

34630-01 + Proseminar: Zwischen Tradition und Revolution: jüdisches Leben im späten Zarenreich 3 KP

Dozierende

Sandrine Mayoraz

Zeit & Ort

Montag, 10.15-12.00 Departement Geschichte

Beginndatum 16.09.2013

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Einfü hrungskurs Geschichte.

Inhalt

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden im Zarenreich zahlreiche

wirtschaftliche und soziale Umwälzungen statt. Die jüdische Bevölkerung

des Ansiedlungsrayons (Gebiet des Russischen Reiches, in dem die

Juden dauerhaft arbeiten und wohnen durften) sah sich immer häufiger

mit Gewalt und anti-jüdischen Vorwürfen konfrontiert: "Die Juden" seien

sowohl für die neuen wirtschaftlichen, kapitalistischen Entwicklungen als

auch für die revolutionären Unruhen verantwortlich. Dabei stellten "die

Juden" keine homogene Gruppe dar. Verschiedene Weltansichten und

Konzepte über ein jüdisches Leben im Russischen Reich kennzeichnen

den Alltag der jüdischen Bevölkerung im späten Zarenreich, der von blühenden

kulturellen und politischen Aktivitäten durchdrungen war.

Das Proseminar vermittelt einen Überblick über die vielfältigen religiösen,

politischen und kulturellen Richtungen, die das Alltagsleben der Juden

im späten Zarenreich geprägt haben.

Leistungsüberprüfung

Bemerkungen

Lehrveranst.-begleitend. Erwartet werden eine aktive Teilnahme und die

Bereitschaft, jede Sitzung durch aufmerksame Lektüre der vorgegebenen

Texte vorzubereiten.

Anmeldung ü ber www.isis.unibas.ch ist obligatorisch. Die maximale Teilnehmerzahl

ist 30.

Bachelor Grundstudium

Modul Einführung Religion und Ethik

31464-01 +Proseminar: Bibelkunde aus der Sicht der Jüdischen Studien 3 KP

Dozierende

Deborah Jacobs

Zeit & Ort Donnerstag, 14:15-16:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Seite 8


Beginndatum 19.09.2013

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Einfü hrungskurs "Jü dische Studien" oder nach Absprache

mit den Dozierenden.

Inhalt

Die Hebräische Bibel gilt als die Heilige Schrift des Judentums und des

Christentums. Kenntnis der Hebräischen Bibel ist somit für Studierende

der Jüdischen Studien aber auch für Theologen und Religionswissenschaft

unverzichtbar. Während der Protestantismus schon seit einigen Jahrhunderten

eine wissenschaftliche Erforschung der biblischen Texte betreibt,

die sogenannte historisch-kritische Methode, ist die jüdische Bibelwissenschaft

vergleichsweise jung. In diesem Kurs sollen bibelkundliche Grundkenntnisse

sowie Grundlagen der Einleitungswissenschaft vermittelt

werden. Vor allem aber sollen die biblischen Texte aus jüdischer Sicht betrachtet

werden. Dazu werden wir nicht nur die modernen wissenschaftlichen

Kommentare verwenden, sondern auch und vor allem die jüdische

Auslegungstradition berücksichtigen. Hierbei sollen vor allem die antiken

Traditionen (Septuaginta, Pseudepigraphen, Rabbinische Texte) aber

auch mittelalterliche Kommentatoren (Rashi, Maimonides) berücksichtigt

werden. Hierzu werden einige exemplarische Texte der Hebräischen

Bibel ausgewählt, wie z.B. die Schöpfung des Menschen, die Bindung

Isaaks, der Auszug aus Ägypten oder David gegen Goliath.

Literatur

Christoph Dohmen/Günter Stemberger (Hgg.), Hermeneutik der Jüdischen

Bibel und des Alten Testaments, Stuttgart 1996.

Christoph Levin, Das Alte Testament, München 2010.

Hanna Liss, Tanach - Lehrbuch der jüdischen Bibel, Heidelberg 2005.

Günter Stemberger, Geschichte der jüdischen Literatur, München 1977.

ders. Einführung in die Judaistik, München 2002.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Referat, Essay oder Übungsaufgaben etc. Die Dozierenden

geben die Art des Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung

bekannt.

Bachelor Aufbaustudium

Modul Vertiefung Sprache

25927-01 + Kurs mit Prüfung: Jiddisch I 3 KP

Dozierende

Shifra Kuperman

Zeit & Ort Mittwoch, 10:15-11:45 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 18.09.2013

Inhalt & Lernziele

Dieser Kurs bietet eine Einfü hrung in die jiddische Sprache. Neben dem

Alphabet werden grundlegende grammatische Strukturen erlernt und in

Lese-, Schreib- und Konversationsü bungen vertieft.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Übungsaufgaben, Zwischen- und Abschlussklausur

25923-01 + Kurs mit Prü fung: Jiddisch III 3 KP

Dozierende

Shifra Kuperman

Zeit & Ort Montag, 10:15-11:45 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 16.09.2013

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Kurs Jiddisch II oder vergleichbare Kenntnisse

Seite 9


Inhalt & Lernziele

Leistungsüberprüfung

Dieser Kurs vermittelt weiterfü hrende Grammatikkenntnisse und beschäftigt

sich mit Fragen jiddischer Stilistik. Literarische Texte werden im

jiddischen Original gelesen und diskutiert.

Aktive Teilnahme, Übungsaufgaben, Zwischen- und Abschlussklausur

20445-01 + Kurs mit Prü fung: Modernes Hebräisch (Ivrit) III 4 KP

Dozierende

Regula Tanner

Zeit & Ort Dienstag 09:15-10:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Donnerstag 10:15-12:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 17.09.2013

Inhalt

Der Sprachkurs Modernes Hebräisch III bildet die Fortsetzung des Grundkurses

Modernes Hebräisch I und II. Der vorausgesetzte Stoff entspricht

den ersten zwölf Lektionen des Lehrbuches Hebrew from Scratch (s.u.).

Wer bisher nicht mit diesem Lehrmittel gearbeitet hat, sollte Folgendes

beherrschen: Kursiv- und Druckschrift, Verben (Kal, Piel, Hifil und Hitp.)

im Präsens, Smichut, Zahlen masc. und fem., indirekte Fragesätze, einfache

Nebensätze. Sie können einfache Texte mit bekanntem Wortschatz lesen

und verstehen und dazu mü ndlich Fragen beantworten.

Lernziele

Vergangenheit des starken Verbes (Kal, Piel, Hifil, Hitp.), unpersö nliche

Sätze mit Infinitiv, Präpositionen mit Personalpronomen, Steigerung des

Adjektives, Wortschatz, mü ndlicher Ausdruck.

Literatur

Shlomit Chayat, Sara Israeli, Hilla Kobliner: Hebrew from Scratch (New),

Jerusalem, Academon 2000.

Ascher Tarmon/ Esri Uval, Tabellen der hebräischen Verben. Eine neue

erweiterte Auflage fü r Anfänger und Fortgeschrittene, Tamir Verlag, Jerusalem

1998.

Leistungsüberprüfung Schriftliche Leistungsü berprü fung am Semesterende.

34712-01 + Sprachkurs: Akkadisch 3 KP

Dozierende

Hans-Peter Mathys

Zeit & Ort

nach Vereinbarung

Beginndatum 16.09.2013

Leistungsüberprüfung Leistungsnachweis

34716-01 + Sprachkurs: Ugaritisch 2 KP

Dozierende

Hanna Jenni

Zeit & Ort

Wegen der Terminvereinbarung bitte möglichst bald per Mail an

hanna.jenni@unibas.ch.

Beginndatum 23.09.2013

Inhalt

Einführung in Schrift und Sprache des Ugaritischen. Anschliessend Lektüre.

Lernziele

Grundkenntnisse zu Schriftsystem und Sprache des Ugaritischen.

Literatur

Tropper, Josef, Ugaritisch. Kurzgefasste Grammatik mit Übungstexten und

Glossar (Elementa Linguarum Orientis, Bd. 1), Ugaritverlag, Münster

2002.

Leistungsüberprüfung Schriftliche Prüfung in der letzten Semesterwoche.

Seite 10


Bachelor Aufbaustudium

Modul Vertiefung Kultur und Literatur

In diesem Semester finden keine Lehrveranstaltungen in diesem Modul statt.

Bachelor Aufbaustudium

Modul Vertiefung Religion und Ethik

34517-01 +Übung: Hammurabi aus Babylon und Moses. Alt-Orientalische Wurzeln in der Bibel

3 KP

Dozierende

Richard Breslauer

Zeit & Ort Mittwoch, 19:15-21:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 18.09.2013

Inhalt Hammurabi, 1792 -1750 v. Chr., König in Babylonien, und Moses, ca. 1200

v. Chr., geboren in Ägypten und später der Befreier der Israeliten aus ihrer

Sklaverei in Ägypten, waren zwei der grössten Gesetzgeber der Antike.

Hammurabi wurde berühmt durch ein Gesetz, das er direkt von Gott erhalten

haben soll, bekannt als Codex Hammurabi. Die Keilschrift-Stele

Hammurabi ist im Louvre ausgestellt.

Moses wurde u. a. berühmt durch den ersten Teil der Bibel (Thora), den

er, wie die religiöse Tradition sagt, niederschrieb, nachdem er die direkten

Hinweise von Gott erhalten habe

Ein Vergleich der beiden Gesetzgebungen zeigt eine bedeutsame Ähnlichkeit

zwischen den biblischen Gesetzen (insbesondere im 3. und 5. Buch

Mose) und den Satzungen des Codex Hammurabi.

Ist es vorstellbar, dass Moses Teile des Codex Hamurabi kopierte? Sind

allenfalls die biblischen Gesetze nur noch eine reproduzierte Version der

Gesetze Hammurabis?

Hauptgegenstand der Übung ist das Verhältnis zwischen den Inhalten und

Aussagen dieser beiden Gesetzgebungen. Ein differenzierender Vergleich

zwischen den Gesetzen aus dem Codex Hamurabi und den biblischen Gesetzen

wird auf fundamentale Verschiedenheiten und deren Gründe hinweisen

- trotz der augenscheinlich grossen Ähnlichkeiten zwischen diesen

beiden historisch bedeutenden Rechtsgrundlagen.

Die relevanten Texte aus dem Codex Hammurabi und die entsprechenden

biblischen Stellen aus den Büchern Leviticus und Deutronomium werden

mit deutscher Übersetzung verteilt.

Hebräische Sprach-Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Referat, Essay oder Übungsaufgaben etc. Die Dozierenden

geben die Art des Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung

bekannt.

Seite 11


34707-01 +Seminar: Israel - zwischen Traum und Alptraum 3 KP

Dozierende

Alfred Bodenheimer

Hans-Peter Mathys

Georg Pfleiderer

Maurus Reinkowski

Zeit & Ort Montag, 16:15-18:00 Kollegienhaus, Seminarraum 103

Beginndatum 16.09.2013

Inhalt

Das Seminar ist interdiziplinär angelegt und nähert sich dem „Phänomen

Israel“ aus der Perspektive der Theologie (AT und Ethik), der Islamwissenschaft

und der Jüdischen Studien. Neben einer allgemeinen Einführung

in die Geschichte und Politik Israels stehen identitätspolitische Fragestellungen

wie der Stellenwert der Religion und des kulturellen jüdischen Erbes

im modernen Staat Israel im Vordergrund.

Literatur

Carlo Strenger: Israel: Einführung in ein schwieriges Land. Frankfurt a. M.:

Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2011.

Leistungsüberprüfung Die Leistungsevaluierung erfolgt interaktiv über regelmässige Teilnahme,

Bereitschaft zur Übernahme eines Referats (u.U. Protokolls).

Teilnahmevoraussetzungen Die Bedingungen fü r die Teilnahme an einem Seminar mü ssen erfü llt sein.

Das Seminar dient zur Vorbereitung der 10-tägigen interdisziplinären

Studienreise nach Israel, die von den Proff. A. Bodenheimer, Hans-Peter

Mathys, Georg Pfleiderer und Maurus Reinkowski vom 6. bis 16 März

2014 (Faschings- und Basler Fasnachtwoche) durchgeführt wird. Für die

Reiseteilnehmenden ist die Belegung des Vorbereitungsseminars verpflichtend.

Die vier Professuren (Jüdische Studien, Altes Testament, Systematische

Theologie/Ethik, Orientalistik) verfügen jeweils über ein Kontingent

von sieben Plätzen. Anmeldungen je nach Studienrichtung über

die Lehrstühle ab sofort (u.U. Warteliste!)!

23126-01 + Vorlesung: Jüdische Religionsgeschichte I: Das Judentum in der Antike 2 KP

Dozierende

Alfred Bodenheimer

Zeit & Ort Donnerstag, 08:15-10:00 Kollegienhaus, Hörsaal 119

Beginndatum 03.10.2013

Inhalt

Die Frage nach einer jüdischen Religionsgeschichte beginnt eigentlich

schon dort, wo eine "jüdische Religionsgeschichte" beginnt. Wir setzen

den Beginn dieser Einführung mit der Zerstörung des 1.Tempels und dem

ersten Exil in Babylonien Anfang 6. Jh. v.u.Z. an. Mit Serubbawel folgt siebzig

Jahre später der Tempelbau, und es gilt zu erkennen, in welchem

Masse die Existenz bzw. Nichtexistenz des Tempels für das Judentum relevant

ist. Mit der ersten Tempelzerstörung hat aber zugleich das "babylonische

Zeitalter" des Judentums begonnen, das bis ins 9./10. Jahrhundert

hinein von grösster Bedeutung für die Ausbildung des Judentums ist.

Bis dorthin soll auch dieser erste Teil der dreiteiligen Vorlesung führen.

Dabei wird es einerseits um die Frage gehen, was jüdische Religion gegenüber

den sukzessive entstehenden anderen monotheistischen Religionen

abgegrenzt hat, undandererseits darum, welche kulturellen Prägungen

der Umwelt auf das exilgeprägte Judentum zu sehen sind.

Literatur David Biale (Ed.): The Cultures of the Jews, New York 2002.

Leistungsüberprüfung Mündliche Prüfung von 15 Minuten Dauer oder durch einen im Laufe der

Vorlesungszeit zu verfassenden Essay. Die Dozierenden geben die Art des

Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt.

Seite 12


Bachelor Aufbaustudium

Modul Vertiefung Geschichte und Gesellschaft

34511-01 + Vorlesung: "(...) ergriffen von dem allgemeinen Taumel." Der Erste Weltkrieg als Phänomen

in der Jüdischen Geschichte

2 KP

Dozierende

Erik Petry

Zeit & Ort Mittwoch, 08:15-10:00 Kollegienhaus, Hörsaal 117

Beginndatum 25.09.2013

Inhalt

„Jetzt verlöschen die Lichter in ganz Europa. Wir werden sie nie wieder in

unserem Leben brennen sehen“, bemerkt der britische Aussenminister

Edward Grey Anfang August 1914. Der Erste Weltkrieg erscheint in der

Historiographie als die Zäsur des 20. Jahrhunderts. Da sich die Jüdische

Geschichte den gängigen Zeitepocheneinteilungen entzieht, stellt sich die

Frage, was der Erste Weltkrieg für die Jüdische Geschichte bedeutet. Eine

Zäsur? Ein Kontinuum? Wie verhält sich dies in den grossen Regionen

Nordamerika, Europa, Naher Osten, und wie mikrohistorisch müssen wir

analysieren? Was bedeutet der Krieg in Nordamerika und was für die Israelitische

Cultusgemeinde Zürich? Der Krieg als letzter Schritt zur vollständigen

Anerkennung? Wer kämpft, gehört dazu? Aber wer die Rohstoffversorgung

organisiert, der nicht? Hebräische gegen jüdische Kultur?

Jüdische Lebenswelt gegen Zionismus? Trotzki gegen Rathenau? Oder ist

es schlicht das „Ende der Menschheit“ (Karl Kraus)?

Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, werden wir die

Vorgeschichte des Krieges, den Krieg selbst als kulturwissenschaftliches

Phänomen und die Zeit bis in die Mitte der 1920er Jahre untersuchen.

Leistungsüberprüfung Mü ndliche Prü fung von 15 Minuten Dauer oder durch einen im Laufe der

Vorlesungszeit zu verfassenden Essay. Die Dozierenden geben die Art des

Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt.

34630-01 +Proseminar: Zwischen Tradition und Revolution: jüdisches Leben im

späten Zarenreich

3 KP

Dozierende

Sandrine Mayoraz

Zeit & Ort

Montag, 10.15-12.00 Departement Geschichte

Beginndatum 16.09.2013

Teilnahmebedingungen Einführungskurs Geschichte

Inhalt

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden im Zarenreich zahlreiche

wirtschaftliche und soziale Umwälzungen statt. Die jüdische Bevölkerung

des Ansiedlungsrayons (Gebiet des Russischen Reiches, in dem die

Juden dauerhaft arbeiten und wohnen durften) sah sich immer häufiger

mit Gewalt und anti-jüdischen Vorwürfen konfrontiert: "Die Juden" seien

sowohl für die neuen wirtschaftlichen, kapitalistischen Entwicklungen als

auch für die revolutionären Unruhen verantwortlich. Dabei stellten "die

Juden" keine homogene Gruppe dar. Verschiedene Weltansichten und

Konzepte über ein jüdisches Leben im Russischen Reich kennzeichnen

den Alltag der jüdischen Bevölkerung im späten Zarenreich, der von blühenden

kulturellen und politischen Aktivitäten durchdrungen war.

Seite 13


Literatur

Leistungsüberprüfung

Wiederholtes Belegen

Bemerkungen

oder Ziel von Wanderbewegungen. Dabei kreuzten sich hier Migrationsnetzwerke,

in die neben Deutschen, Polen, Masuren, Kaschuben, Tschechen,

Slowaken und Ruthenen auch viele jüdische Bewohner des Ansiedlungsrayons

involviert waren.

"Schtetl" und "Lower East Side" markieren zwei Ausgangs- und Zielpunkte,

doch zu nennen sind auch Paris, die polnischen Industriestädte,

die Rittergüter Ostelbiens, die Zechen und Stahlwerke des Ruhrgebiets

und anderer Montanregionen. Untersucht werden sollen die vielfältigen

sozial- und kulturgeschichtlichen Facetten der Wanderbewegungen in

diesem Raum in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress und dem Ausbruch

des Ersten Weltkriegs.

Klaus J. Bade / Pieter C. Emmer / Leo Lucassen / Jochen Oltmer (Hg.), Enzyklopädie

Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart,

München/Paderborn 2007 (vor allem die Überblicksartikel zu "Ostmitteleuropa",

S. 243-287.)

Diethelm Blecking, Migration, Sport und Integration in Westfalen: Die Bedeutung

des polnischen Sokol im Ruhrgebiet, in: Westfälische Forschungen

59/2009, S. 109-131.

Tobias Brinkmann, Migration und Transnationalität, Paderborn 2012.

Jiri Koralka / Johannes Hoffmann (Hg.), Tschechen im Rheinland und in

Westfalen 1890-1918. Quellen aus deutschen, tschechischen und österreichischen

Archiven und Zeitschriften, Wiesbaden 2013.

Kriedte, Peter: Migration, Gewerbepolitik und Industrialisierung. Die

letzte Phase der West-Ost-Wanderung und die Anfänge des mittelpolnischen

Textilindustriereviers (1815-1850), in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung,

Jg. 61, 2012, Nr. 2, S. 163-218.

Jörg Nagler, Nationale Minoritäten im Krieg. "Feindliche Ausländer" und

die amerikanische Heimatfront während des Ersten Weltkriegs, Hamburg

2000 (Einleitung und 1. Kapitel).

Jochen Oltmer, Migration im 19. und 20. Jahrhundert, München 2010 (=

Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Bd. 86).

Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19.

Jahrhunderts, München 2009.

Aktive Teilnahme

keine Wiederholung

- Zielgruppe: Fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende der Geschichte.

34427-01 Kolloquium: Jüdische und osteuropäische Geschichte und Kultur 3 KP

Dozierende

Sabina Bossert

Nadine Freiermuth Samardzic

Bianca Hoenig

Alexis Hofmeister

Sandrine Mayoraz

Erik Petry

Frithjof Benjamin Schenk

Zeit & Ort

Mittwoch, 18:15-20:00 Departement Geschichte

Beginndatum 18.09.2013

Inhalt

Im Forschungskolloquium werden neuere Forschungsprojekte auf dem

Gebiet der Osteuropäischen Geschichte bzw. der Jüdischen Studien disku-

Seite 15


Leistungsüberprüfung

Bemerkungen

tiert. In diesem Semester stehen wieder Themen im Fokus, die im Schnittfeld

der Arbeitsbereiche beider Fächer angesiedelt sind. Die eine Hälfte

der Sitzungen wird dem Studium methodischer und theoretischer Texte

gewidmet sein, die jeweils auf einen Gastvortrag in der folgenden Seminarsitzung

vorbereiten. Fortgeschrittene Studentinnen und Studenten

der Osteuropäischen Geschichte, der Europäischen Geschichte, der Osteuropastudien

bzw. der Jüdischen Studien sind nachdrücklich und herzlich

zur Teilnahme eingeladen.

Aktive Teilnahme,

- Zielgruppe: Graduierte und fortgeschrittene Studierende.

- Gilt als Obligatorium für das Wahlmodul Methoden und Diskurse (MSF

Geschichte)

Seite 16


Master

Seite 17


Masterstudium

Modul Sprachen

25927-01 + Kurs mit Prü fung: Jiddisch I 3 KP

Dozierende

Shifra Kuperman

Zeit & Ort Mittwoch, 10:15-11:45 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 18.09.2013

Inhalt & Lernziele

Dieser Kurs bietet eine Einfü hrung in die jiddische Sprache. Neben dem

Alphabet werden grundlegende grammatische Strukturen erlernt und in

Lese-, Schreib- und Konversationsü bungen vertieft.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Übungsaufgaben, Zwischen- und Abschlussklausur

25923-01 + Kurs mit Prü fung: Jiddisch III 3 KP

Dozierende

Shifra Kuperman

Zeit & Ort Montag, 10:15-11:45 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 16.09.2013

Teilnahmevoraussetzungen Bestandener Kurs Jiddisch II oder vergleichbare Kenntnisse

Inhalt & Lernziele

Dieser Kurs vermittelt weiterfü hrende Grammatikkenntnisse und beschäftigt

sich mit Fragen jiddischer Stilistik. Literarische Texte werden im

jiddischen Original gelesen und diskutiert.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme, Übungsaufgaben, Zwischen- und Abschlussklausur

20445-01 + Kurs mit Prü fung: Modernes Hebräisch (Ivrit) III 4 KP

Dozierende

Regula Tanner

Zeit & Ort Dienstag 09:15-10:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Donnerstag 10:15-12:00 Zentrum fü r Jü dische Studien, Raum 2

Beginndatum 17.09.2013

Inhalt

Der Sprachkurs Modernes Hebräisch III bildet die Fortsetzung des Grundkurses

Modernes Hebräisch I und II. Der vorausgesetzte Stoff entspricht

den ersten zwölf Lektionen des Lehrbuches Hebrew from Scratch (s.u.).

Wer bisher nicht mit diesem Lehrmittel gearbeitet hat, sollte Folgendes

beherrschen: Kursiv- und Druckschrift, Verben (Kal, Piel, Hifil und Hitp.)

im Präsens, Smichut, Zahlen masc. und fem., indirekte Fragesätze, einfache

Nebensätze. Sie kö nnen einfache Texte mit bekanntem Wortschatz lesen

und verstehen und dazu mü ndlich Fragen beantworten.

Lernziele

Vergangenheit des starken Verbes (Kal, Piel, Hifil, Hitp.), unpersö nliche

Sätze mit Infinitiv, Präpositionen mit Personalpronomen, Steigerung des

Adjektives, Wortschatz, mü ndlicher Ausdruck.

Literatur

Shlomit Chayat, Sara Israeli, Hilla Kobliner: Hebrew from Scratch (New),

Jerusalem, Academon 2000.

Ascher Tarmon/ Esri Uval, Tabellen der hebrä ischen Verben. Eine neue

erweiterte Auflage fü r Anfänger und Fortgeschrittene, Tamir Verlag, Jerusalem

1998.

Leistungsüberprüfung Schriftliche Leistungsü berprü fung am Semesterende.

Seite 18


34712-01 + Sprachkurs: Akkadisch 3 KP

Dozierende

Hans-Peter Mathys

Zeit & Ort

nach Vereinbarung

Beginndatum 16.09.2013

Leistungsüberprüfung Leistungsnachweis

34716-01 + Sprachkurs: Ugaritisch 2 KP

Dozierende

Hanna Jenni

Zeit & Ort

Wegen der Terminvereinbarung bitte möglichst bald per Mail an

hanna.jenni@unibas.ch.

Beginndatum 23.09.2013

Inhalt

Einführung in Schrift und Sprache des Ugaritischen. Anschliessend Lektüre.

Lernziele

Grundkenntnisse zu Schriftsystem und Sprache des Ugaritischen.

Literatur

Tropper, Josef, Ugaritisch. Kurzgefasste Grammatik mit Übungstexten und

Glossar (Elementa Linguarum Orientis, Bd. 1), Ugaritverlag, Münster

2002.

Leistungsüberprüfung Schriftliche Prüfung in der letzten Semesterwoche.

Masterstudium

Modul Kultur, Literatur und Künste

34516-01 + Seminar: Die Schweiz, die Juden und die Literatur 3 KP

Dozierende

Alfred Bodenheimer

Zeit & Ort Donnerstag, 10:15-12:00, Kollegienhaus, Hörsaal 103

Beginndatum 03.10.2013

Inhalt:

In den vergangenen Jahren haben es zwei Bücher auf die Schweizer Bestsel-lerlisten

geschafft, die, in sehr verschiedener Weise das Leben der Juden

in der Schweiz thematisiert haben: Charles Lewinskys „Melnitz“

(2006) und Thomas Meyers „Wolkenbruchs wundersame Reise in die

Arme einer Schickse“ (2012). Die Präsenz von Juden in der Schweizer Literatur

besitzt aber eine gewisse Konstante - in literarischen Texten, die

von jüdischen wie in solchen, die von nichtjüdischen Autorinnen und Autoren

geschrieben worden ist. Dabei führt die Thematisierung von Judentum

zu unterschiedli-chen Zugängen zur Schweiz: Zu Bildern und Selbstbildern

der Schweizer Gesellschaft über die Generationen.

Vorgesehen ist, dass alle Teilnehmenden längere Auszüge zu allen behandelten

Texten lesen (die über Isis zur Verfügung gestellt werden), daneben

werden wir uns auch mit Sekundärliteratur und kontextualisierender

Lite-ratur beschäftigen

Literatur

Vorgesehen ist zunächst die Beschäftgung mit folgenden Büchern (wobei

die Liste sich noch verändern kann):

Elsie Attenhofer: Wer wirft den ersten Stein?

Kurt Guggenheim: Wir waren unser vier.

Charles Lewinsky: Melnitz

Seite 19


Leistungsüberprüfung

Thomas Hürlimann: Vierzig Rosen

Jacques Chessex: Ein Jude als Beispiel

Thomas Meyer: Wolkenbruchs wundersame Reise in die Arme einer

Schickse

Lehrveranst.-begleitend

Masterstudium

Modul Religion, Ethik und Philosophie

34707-01 +Seminar: Israel - zwischen Traum und Alptraum 3 KP

Dozierende

Alfred Bodenheimer

Hans-Peter Mathys

Georg Pfleiderer

Maurus Reinkowski

Zeit & Ort Montag, 16:15-18:00 Kollegienhaus, Seminarraum 103

Beginndatum 16.09.2013

Inhalt

Das Seminar ist interdiziplinär angelegt und nähert sich dem ?Phänomen

Israel? aus der Perspektive der Theologie (AT und Ethik), der Islamwissenschaft

und der Jüdischen Studien. Neben einer allgemeinen Einführung

in die Geschichte und Politik Israels stehen identitätspolitische Fragestellungen

wie der Stellenwert der Religion und des kulturellen jüdischen Erbes

im modernen Staat Israel im Vordergrund.

Literatur

Carlo Strenger: Israel: Einführung in ein schwieriges Land. Frankfurt a. M.:

Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2011.

Leistungsüberprüfung Die Leistungsevaluierung erfolgt interaktiv über regelmässige Teilnahme,

Bereitschaft zur Übernahme eines Referats (u.U. Protokolls).

Teilnahmevoraussetzungen Die Bedingungen fü r die Teilnahme an einem Seminar mü ssen erfü llt sein.

Das Seminar dient zur Vorbereitung der 10-tägigen interdisziplinären

Studienreise nach Israel, die von den Proff. A. Bodenheimer, Hans-Peter

Mathys, Georg Pfleiderer und Maurus Reinkowski vom 6. bis 16 März

2014 (Faschings- und Basler Fasnachtwoche) durchgeführt wird. Für die

Reiseteilnehmenden ist die Belegung des Vorbereitungsseminars verpflichtend.

Die vier Professuren (Jüdische Studien, Altes Testament, Systematische

Theologie/Ethik, Orientalistik) verfügen jeweils über ein Kontingent

von sieben Plätzen. Anmeldungen je nach Studienrichtung über

die Lehrstühle ab sofort (u.U. Warteliste!)!

Masterstudium

Modul Vertiefung, Wissen ,Praxis

34427-01 Kolloquium: Jüdische und osteuropäische Geschichte und Kultur 3 KP

Dozierende

Sabina Bossert

Nadine Freiermuth Samardzic

Bianca Hoenig

Alexis Hofmeister

Sandrine Mayoraz

Erik Petry

Seite 20


Frithjof Benjamin Schenk

Zeit & Ort

Mittwoch, 18:15-20:00 Departement Geschichte

Beginndatum 18.09.2013

Inhalt

Im Forschungskolloquium werden neuere Forschungsprojekte auf dem

Gebiet der Osteuropäischen Geschichte bzw. der Jüdischen Studien diskutiert.

In diesem Semester stehen wieder Themen im Fokus, die im Schnittfeld

der Arbeitsbereiche beider Fächer angesiedelt sind. Die eine Hälfte

der Sitzungen wird dem Studium methodischer und theoretischer Texte

gewidmet sein, die jeweils auf einen Gastvortrag in der folgenden Seminarsitzung

vorbereiten. Fortgeschrittene Studentinnen und Studenten

der Osteuropäischen Geschichte, der Europäischen Geschichte, der Osteuropastudien

bzw. der Jüdischen Studien sind nachdrücklich und herzlich

zur Teilnahme eingeladen.

Leistungsüberprüfung Aktive Teilnahme,

Bemerkungen

- Zielgruppe: Graduierte und fortgeschrittene Studierende.

- Gilt als Obligatorium für das Wahlmodul Methoden und Diskurse (MSF

Geschichte)

Seite 21


Externe Lehrveranstaltungen

Seite 22


2540602 +Seminar: Brit Mila - Texte und Kontexte zur Beschneidung im Judentum

Dozierende

Alfred Bodenheimer

Zeit & Ort

Mittwoch 10:15 -12:00, Universität Zürich,

Beginndatum 02.10.2013

Inhalt

Die Beschneidungsdebatte, die in Deutschlad (und zum Teil auch in der

Schweiz) durch das "Kölner Urteil" vom Mai 2012 angestossen worden ist,

hat die Frage nach Verortung, Wichtigkeit und Umstrittenheit der jüdischen

Beschneidung neu aufkommen lassen. In diesem Seminar werden

wir Texte aus der jüdischen Tradition, aber auch religions- und sozialgeschichtliche

Literatur zur Beschneidung anschauen. Gezeigt werden soll,

dass hier ein Brauch zur Debatte steht, der in der Geschichte immer wieder

und aus unterschiedlichen Gründen Anfechtungen ausgesetzt war, der

aber unter anderem gerade daraus sein Zentralität im jüdischen Bewusstsein

von Zugehörigkeit erlangt hat.

Unterrichtsmaterialien Die Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung über OLAT herunterladbar

sein.

Seite 23

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine