IHK-Wirtschaftsmagazin_Gießen-Friedberg 10/2013 - B4B ...

b4bmittelhessen.de

IHK-Wirtschaftsmagazin_Gießen-Friedberg 10/2013 - B4B ...

IHK Gießen–Friedberg

Die Unternehmer-Mitmachorganisation

10 | 2013

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN

Messen, Ausstellungen

und Events

Deutschland ist und bleibt ein

starker Standort

Made-In am Kippen?

IHKs kritisieren Entwurf

der EU-Kommission

IHK-Vollversammlung

Themen aus der Region

und dem Reich der Mitte

Finanzfluss versiegt

Auswirkungen von SEPA

bei Nichtumsetzung


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EDITORIAL

Foto: Subaru

Messen sind

Leistungsbarometer

Volker Dannath, Geschäftsführer (Sprecher)

Subaru Deutschland GmbH.

Messen, wie die gerade zu Ende

gegangene Frankfurter IAA, sind

für uns als Automobilunternehmen

eine der wichtigsten Möglichkeiten

zum direkten Kundenkontakt. Normalerweise

ist dieser im Tagesgeschäft unseren Vertragspartnern,

also Händlern oder Servicestützpunkten,

vorbehalten. Auf einer Publikumsmesse

hingegen haben wir eine unmittelbare

Rückmeldung, welche Autos auf

besonders großes Interesse stoßen oder welche

Aspekte eines Fahrzeuges kritisch wahrgenommen

werden, was sich Kunden von

uns wünschen et cetera.

Dieses wertvolle Feedback kann die beste

Marktforschung nicht ersetzen und ist auch

ein Leistungsbarometer für uns. Als Automobilimporteur

bauen wir Subaru nicht

selbst, sondern beziehen sie von unserem

Hersteller und Mutterkonzern Fuji Heavy

Industries (FHI) aus Japan. FHI ist bei der

Planung, Gestaltung und Fertigung der verschiedenen

Subaru-Modelle ebenfalls auf

das Feedback durch potenzielle Käufer

angewiesen. Der Vorlauf für ein neues

Modell, also die Zeit vom ersten Entwurf am

Reißbrett bis hin zur Produktion der ersten

Autos, beträgt mehrere Jahre. Alle daran

Beteiligten müssen also gewissermaßen

seherische Fähigkeiten haben und Trends,

Bedürfnisse und gesellschaftliche Entwicklungen

über einen langen Zeitraum prognostizieren

und abschätzen können.

Messen, Ausstellungen und andere

Events sind deshalb generell ein wichtiger

Praxistest für ein neues Auto. Dort treffen

die Ideen und Vorstellungen von Designern,

Ingenieuren und Vertriebsleuten auf die

ungeschminkte Reaktion des Publikums.

Wenn wir im Rahmen einer Messe oder einer

anderen Veranstaltung feststellen, dass diese

anders ausfällt als zunächst vermutet, ist

dies für uns eine Chance, direkt darauf zu

reagieren. Stößt etwa ein Konzeptauto oder

eine Studie auf sehr großes und positives

Interesse, wächst die Wahrscheinlichkeit,

dass der Entwurf oder einzelne Elemente

daraus in Serie gehen.

Ich gehe davon aus, dass es den Ausstellern

anderer Branchen ähnlich geht. Daher

sind und bleiben Messen ein wichtiges Marketing-Instrument.

Und wenn auch die Produkte

selbst auf und am Stand im Vordergrund

stehen, ist eine ansprechende Gestaltung

der Ausstellungsfläche, vielleicht auch

ein Zusatzprogramm über die Produktvorstellung

hinaus, wichtig, um für die Kunden

einen nachhaltigen Erinnerungswert zu

schaffen.

Q

Volker Dannath

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 3


INHALT

Foto: I. Jakob-Diedolph

WIRTSCHAFT UND POLITIK

16 Neues aus Berlin und Brüssel

18 Centrum für Europäische Politik

Weniger CO2-Ausstoß dank geänderter

Abmessungen und Gewichte?

19 Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung

lädt ein zum dritten Praxisforum.

IHK-SERVICE

Das IHK-Präsidium mit (v.li.n.re.) Michael Kraft, Dr. Angelika Schlaefke,

Dr. Wolfgang Maaß, Dr. Matthias Leder (IHK-Hauptgeschäftsführer),

Fritz Hartmut Ulrich und Norbert Jäger unter weißen Stoffbahnen:

Die Vollversammlung tagte in ihrer dritten Sitzung in diesem Jahr

erstmals in einem Zelt, organisiert und auf eigenem Gelände aufgestellt

von Party Rent Frankfurt Eichenberger GmbH in Ober-Mörlen. Seite 38

Foto: pm

20 Mittelhessen hat neue Botschafter

Die Amigos machen sich stark für ihre Region.

21 Marketing-Club Mittelhessen

Besuch bei Flugzeugküchenhersteller in Herborn

IHK-SERVICE

22 „Made-in“-Regelung in Gefahr?

Kritik am Entwurf der EU-Kommission

24 AkA-Aufgabenstelle in Nürnberg

Deutschlandweit einheitliche Prüfungen für angehende Kaufleute

27 IHK regional

Anlaufstelle in Lauterbach ist eröffnet.

28 Service mit Siegel

Friedberg auf dem Weg zur Qualitätsstadt

NACHRICHTEN

Die Schunk Group mit Sitz in Heuchelheim feiert mit verschiedenen

Veranstaltungen ihren 100. Geburtstag. Kürzlich lud das Unternehmen

ein zum Tag der offenen Tür, an dem auch die jüngsten Besucher keine

Langeweile hatten. Seite 44

30 „Lange Nacht der Indsutrie“

BIEBER + MARBURG und BranoPac geben Einblicke

in die Produktion und Ausbildungsmöglichkeiten.

32 Reihe DemografieFit, Teil 2 von 5

Personal- und Kompetenzentwicklung

34 Veranstaltungskalender

Foto: pm

34 Veränderungen im Handelsregister

36 Veranstaltungskalender international

37 Jubiläen

38 Vollversammlung in Ober-Mörlen

Das regionale Parlament der Wirtschaft tagt im Zelt.

40 Veranstaltungen mit Kurzporträt

NACHRICHTEN

Große Freude im Hause der Volksbank Lauterbach-Schlitz eG sowie

der VR Bank HessenLand über die Auszeichnung „Beste Fördermittelbank“,

verliehen von der DZ Bank. Im Bild die Preisträger der Volksbank

Lautebach-Schlitz eG (v.l.): Ralf Schneider, Vorstand Alexander

Schagerl, Oliver Gudat von der DZ BANK, Vorstandsvorsitzender Norbert

Lautenschläger, Bernd Höhl und Werner Waldeck. Seite 57

WIR BITTEN UM BEACHTUNG...

der Beilage „Autohaus Burghardt Lauterbach“, in Teilgebieten.

4 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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INHALT

NACHRICHTEN AUS DER REGION

42 Vorgestellt: Unternehmen im TIG

KGLP Consulting

43 Deutscher Radiopreis für FFH

Das „Wolkenkratzer-Festival“ überzeugt die Jury.

ö

- ANZEIGE -

44 100 Jahre Schunk Group

46 Drohender Liquiditätsengpass

SEPA ist bislang von lediglich einem Viertel

der Unternehmen umgesetzt.

51 20 Jahre ProLan Computer GmbH

Oktoberfest in Nieder-Wöllstadt

52 BGM-Seiten

Tipp(s) für mehr Gesundheit und Achtsamkeit im Unternehmen

54 Notizen aus der Region

LEBENSART

59 Standortporträt aus dem Landkreis Gießen

Fernwald – im Grünen mit optimalen Verkehrsanbindungen

ZU GUTER LETZT

66 Gewinner der September-Verlosung

66 Buchtipp

66 Vorschau auf die nächste Ausgabe

66 Impressum

AUFMACHER / TITEL

6 Messen, Ausstellungen und Events

Bedeutung und Trends einer kreativen Branche

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Abb. zeigt Sonderausstattungen.

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niedriger Preis. Das alles macht das Sondermodell Opel

Combo Kastenwagen Profi zum idealen Geschäftspartner:

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Blick in die Messehalle Alsfeld.

© Foto: Messe Alsfeld

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 5


AUFMACHER

„Messen, Ausstellungen und Events“

Alte Ziele und neue Möglichkeiten

Messegeschäft zeigt sich von Eurokrise unbeeindruckt.

Deutschland ist der international führende

Standort für Messen und Ausstellungen.

Fünf der zehn größten

Messegesellschaften der Welt stammen aus

Deutschland und richten etliche internationale

Leitmessen aus. Nach einer aktuellen

Erhebung des Ausstellungs- und Messe-

Ausschusses der Deutschen Wirtschaft

(AUMA) könnte Deutschland diese Position

auch in den kommenden Jahren verteidigen.

Denn ein Fazit der repräsentativen Befragung

lautet: In der Business-to-Business-

Kommunikation setzen deutsche Unternehmen

weiter stark auf Messen. Fast ein Viertel

der ausstellenden Unternehmen wollen in

den Jahren 2013 und 2014 ihre Messebudgets

erhöhen, 60 Prozent wollen sie konstant

halten, nur 14 Prozent verringern.

Vor allem größere Firmen wollen mehr in

Messen investieren. Rund 30 Prozent der

Aussteller mit über 50 Millionen Euro

Umsatz planen höhere Aufwendungen, nur

zehn Prozent geringere Aufwendungen. Und

27 Prozent der Investitionsgüterhersteller,

die ohnehin Messen sehr intensiv nutzen,

wollen ihre Messe-Etats noch steigern, das

ist das Fazit der AUMA-Umfrage. „Die Firmen,

die mehr Geld für Messen ausgeben

wollen, planen vor allem, die Stände zu vergrößern

und mehr in Standbau zu investieren,

aber auch in Kommunikation und Service“,

schreibt Dr. Peter Neven, Geschäftsführer

des AUMA, in einem Beitrag für den

DIHK. Das durchschnittliche Messebudget

pro Unternehmen umfasse für die Jahre

2013 und 2014 insgesamt 365 400 Euro. Die

Bedeutung des Instruments Messe im Kommunikations-Mix

der Unternehmen sei

unverändert stark. „83 Prozent der ausstellenden

Unternehmen betrachten ihre Messebeteiligungen

im Rahmen ihrer Kommunikation

als wichtig oder sehr wichtig, etwa

genauso viel wie vor fünf Jahren. Für diese

Firmen stehen Messen im Mittelpunkt ihrer

Kommunikation. Demgegenüber ist die

Relevanz des Online-Vertriebs im B2B-Sektor

in den letzten Jahren nur relativ moderat

gewachsen: Vor fünf Jahren betrachteten

38 Prozent der Unternehmen diesen Kanal

als wichtig, heute 42 Prozent“, so Neven.

Deutlich verloren habe dagegen Werbung in

der Fachpresse: 54 Prozent der Unternehmen

sahen 2008 dieses Instrument als sehr

wichtig oder wichtig an, heute sind es nur

noch 43 Prozent.

Der Kunde im Mittelpunkt

Fast alle Aussteller in Deutschland definieren

im Vorfeld einer Messebeteiligung

ihre Ziele. Generell stehen kundenorientierte

Ziele im Mittelpunkt fast aller Messebeteiligungen.

Dabei verfolgen die meisten Aussteller

mit ihrer Messebeteiligung mehrere

Ziele gleichzeitig. Im Durchschnitt definieren

sie mehr als neun verschiedene Ziele.

Die fünf wichtigsten sind Steigerung der

Bekanntheit (96 Prozent), Stammkunden-

Foto: Messe FFM

Nur Waren präsentieren reicht heute an den

Messeständen nicht mehr aus. Der Messebau

hat daher eine hohe Bedeutung in der ansprechenden

Gestaltung.

6 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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AUFMACHER

Foto: Messe FFM

pflege (95 Prozent), Neukundengewinnung

(93 Prozent), Imageverbesserung des Unternehmens

oder der Marken (91 Prozent)

sowie die Präsentation von neuen Produkten

und Leistungen (87 Prozent). Messen

sind für Aussteller zudem wichtig für Verkaufs-

und Vertragsabschlüsse, sowohl

während der Messe als auch im Nachmessegeschäft,

ebenso die Suche nach neuen

Kooperationspartnern. Fast drei Viertel aller

Unternehmen stellen mit diesen Zielen auf

Messen aus.

Stark zugenommen hat die Mitarbeitersuche

auf Messen. Immerhin 15 Prozent der

Aussteller suchen gezielt nach neuen Mitarbeitern

und sparen sich damit teilweise die

Kosten für teures Personal-Recruiting. Bei

den Unternehmen mit mehr als 50 Millionen

Euro Umsatz sind es sogar 29 Prozent. In der

Befragung vor vier Jahren gaben nur sieben

Prozent aller Aussteller dieses Ziel an. Jedes

zweite Unternehmen will auf Messen auch

neue Vertriebswege aufbauen. Dieses Ziel

hat ebenfalls stark zugenommen; von

43 Prozent auf 58 Prozent in der aktuellen

Befragung.

Diese aktuelle Entwicklung kann Manuel

Heinrich, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

beim Regionalmanagement

Mittelhessen, für den Bereich der heimischen

Immobilienwirtschaft nicht bestätigen,

wohl aber die oben genannten Ziele

hinsichtlich Kundenbindung und Neukundengewinnung.

Aber auch die konkrete

Geschäftsanbahnung stehe bei den Zielen

der teilnehmenden Unternehmen, Landkreisen

und Kommunen ganz oben auf der

Messeagenda: Seit 2005 organisiert das

Regionalmangement den mittelhessischen

Gemeinschaftsstand auf der größten europäischen

Gewerbeimmobilienmesse Expo

Real in München: Anfangs noch ein bescheidener

Mosaikstein im Konzert der internationalen

Konzerne und großen Ballungsräume,

ist der Gemeinschaftsstand mittlerweile

auf 187 Quadratmeter gewachsen und steht

seit dem letzten Jahr direkt angrenzend zu

den tatsächlichen Nachbarn, der Rhein-

Produkte zum Anfassen in den Frankfurter Messehallen.

Main-Region. Heinrich resümiert die letzten

Messe-Jahre: „Die Finanzmarktkrise im Jahr

2009 ist auch an dieser Messe nicht spurlos

vorbei gegangen, aber spätestens seit 2012

ist der Aufschwung im Immobilien-Markt

auch bei den Mittelhessen zu spüren. So

konnte die Volksbank Mittelhessen im vergangenen

Jahr ein achtstelliges Kreditvolumen

vermitteln. Erfolge wie dieser und das

anderen neuen Mitarbeiter gewinnen zu

können. Hier ist ganz eindeutig der aufkommende

Fachkräftebedarf besonders in den

hochqualifizierten Berufen zu erkennen.

“Ein weiterer Trend aus Sicht der Wirtschaftsförderung

ist, dass sich die Firmen

von großen, eher allgemeinen Messen wie

der Hannover Messe, verabschiedeten und

eher zu „kleineren, aber oftmals sehr gut

durch das zunehmende Vertrauen weiter aufgestellten Fachmessen wechselten.“

wachsende Binnengeschäft sind ein Garant

für zufriedene Aussteller und damit Erfolg

des Projektes in öffentlich-privater Partnerschaft

unter der Regie des mittelhessischen

Regionalmanagements.“

Agne: „Darüber hinaus schlagen selbst kleinere

Mittelständler immer öfter den Weg ins

Ausland, etwa auf Messen in China ein, weil

dort mittlerweile ein wichtiger und auch

leicht zugänglicher Markt entstanden ist.“

Fachmessen locken zusätzlich

Seit 2004 bündelt die Wirtschaftsförderung

Wetterau (wfg) die Auftritte regionaler

Unternehmen auf der Hannover Messe an

einem Gemeinschaftsstand. Aus Sicht von

Prokurist Christian Agne hat sich die weltweit

bedeutendste Industriemesse in den

vergangenen Jahren strukturell nicht

wesentlich verändert. Zwar hätten neue

Themen wie Energie an Bedeutung gewonnen,

die Messe an sich liefe aber immer noch

gleich ab: „Neben den reinen B2B-Geschäften

mit weltweiten Kunden hat für die Firmen

jedoch das Thema Personal-Recruiting

an Bedeutung gewonnen. So nutzen mittlerweile

viele Firmen ihren Messeauftritt auch

dafür, um auf offene Stellen im Unternehmen

hinzuweisen und hoffen, bei den Besuchern

an den Ständen vielleicht den ein oder

Trotz starker Konkurrenz steht es gut um

den Messeplatz Deutschland. Von den sechs

größten Messegeländen der Welt liegen vier

in Deutschland. Alle deutschen Messegesellschaften

zusammen erzielten im Jahr 2011

nach Branchenangaben einen Umsatz in

Höhe von 2,85 Milliarden Euro. Jährlich

werden zwischen 140 und 160 internationale

Messen und Ausstellungen durchgeführt,

die von rund 170 000 Ausstellern und von

neun bis zehn Millionen Besuchern genutzt

werden. Die Messe Frankfurt GmbH ist einer

der weltweit größten Veranstalter von Messen.

Der Konzern besitzt ein globales Netz

aus Tochtergesellschaften, Niederlassungen

und internationalen Vertriebspartnern und

ist in 150 Ländern präsent. Das Unternehmen

befindet sich in öffentlicher Hand,

Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit

60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Zur Entwicklung ihres Messe- X

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 7


AUFMACHER

geschäfts in den vergangenen schreibt

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der

Geschäftsführung auf IHK-Anfrage: „Während

der vergangenen fünf Jahre konnte

man beobachten, dass Messen in konjunkturell

schwierigen Zeiten eine erhöhte Bedeutung

erfahren, insbesondere in Bezug auf

Exportaktivitäten. Der Auf- und Ausbau

verschiedener Absatzmärkte sorgt für eine

konjunkturelle Unabhängigkeit von der

Situation im Binnenmarkt des Heimatstandorts,

und somit für wirtschaftliche Stabilität.

Um dies umzusetzen, sind Unternehmen auf

Messebeteiligungen angewiesen.“ Messen

zählen nach seiner Einschätzung als globale

Marketing- und Vertriebsplattformen nach

wie vor zu den meistgenutzten Kommunikationsinstrumenten.

Im Vergleich mit anderen

deutschen Messegesellschaften besitze

die Messe Frankfurt weit überdurchschnittliche

Internationalitätsgrade. „Unsere Eigenveranstaltungen

ziehen am Heimatstandort

Frankfurt über 70 Prozent internationale

Aussteller an, und jeder zweite Besucher

kommt aus dem Ausland.“ Kleinen und

mittleren Unternehmen biete die Messe

Frankfurt auf internationalen Branchenleitmessen

wie etwa der Light & Building für

Architektur und Technik, der Heimtextil für

Wohn- und Objekttextilien oder der Ambiente

für Konsumgüter attraktive Plattformen,

um ihre Produkte einem internationalen

Publikum zu präsentieren. „Internationalität

und Export werden auch in den kommenden

Jahren zentrale Themen für Unternehmen

sein“, sagt Marzin mit Blick in die

Zukunft.

Regionale Messen legen zu

Aber auch Messen mit regionalem Einzugsgebiet

scheinen den Turnaround

geschafft zu haben. Erstmals seit vielen Jahren

konnten die Messen mit regionalem Einzugsgebiet

im Jahr 2012 alle drei Basis-

Kennzahlen Aussteller, Standfläche und

Besucher gegenüber den Vorveranstaltungen

steigern. Das ergaben Berechnungen des

AUMA-Ausstellungs- und Messe-Ausschusses

der Deutschen Wirtschaft. Das zeigt,

nach Auffassung des AUMA, dass sich dieser

Messetyp, der in den letzten Jahren

immer wieder in der Diskussion war, klar

stabilisiert hat. Diesen Trend kann auch

Roland Zwerenz, Geschäftsführer der Messe

Giessen GmbH, feststellen: „Insgesamt können

wir bestätigen, dass die Unternehmen

stark auf regionale Messen setzen. Die

Standflächen von Hessens größter Baumesse,

der BAUExpo, sind seit Jahren ausgebucht

und auch unsere Bildungs-, Job- und

Gründermesse CHANCE wächst kontinuierlich.“

Zudem unterstreicht Zwerenz die fest

verankerte Bedeutung von Messen im

Bereich Kundenkommunikation und Kundenbindung:

„Messeveranstaltungen sind

bei Firmen nach wie vor ein fester Bestandteil

im Bereich Marketing. Die regionalen

Messekontakte zwischen Auftraggeber und

Auftragnehmer sind enorm wichtig - ein

Internetauftritt kann weder diese direkten

Informationen noch die individuelle Beratung

ersetzen."

Q

AUTOR/IN

Bernd Schmid

E-Mail:

bernd.schmid@email.de

BUCHTIPPS

Erfolgsfaktor

Kommunikation bei

Messeauftritten

Stefan Luppold (Hrsg.)

Messen als Marketing-Instrument

dienen der Positionierung

des Gesamtunternehmens, dem

Aufbau und der Pflege von Kundenbeziehungen.

Sie sind Vertriebskanal

für Produkte und

Dienstleistungen oder bereiten

deren Absatz vor. Die Kommunikation

steht dabei im Mittelpunkt.

Die Begegnung am Messestand

ist jedoch nur einer der

Aspekte, über die im Kontext

eines erfolgreichen Messe-Auftritts

nachgedacht werden muss.

Experten aus den verschiedenen

relevanten Bereichen – vom

expliziten Messe-Management

bis hin zu Social Media und Virtual

Events – beschreiben in diesem

Sammelband die Dimensionen

der Kommunikation bei Messe-

Auftritten und wie diese wirkungsvoll

ausgebildet werden

können. Von der Öffentlichkeits-

Arbeit als Wirkungsverstärker bis

hin zu multisensualen Erlebnissen,

von vor- und nachgelagerten

hybriden Komponenten bis hin zu

Edutainment am Messestand –

dieses Fachbuch gibt Anregungen

und Hilfestellungen für alle, die

Kommunikation bei Messe-Auftritten

erfolgreich gestalten wollen.

Verlag Wissenschaft & Praxis,

ISBN 978-3-89673-636-9,

Preis 28,- Euro

Handbuch Messe-,

Kongress- und

Eventmanagement

von Dinkel Michael; Luppold,

Stefan; Schröer, Carsten (Hrsg.)

Das „Handbuch Messe-, Kongress-

und Eventmanagement“

richtet sich gleichermaßen an

Studierende und Praktiker der

sogenannten „MICE“-Branche. Als

Basiswerk stellt es veranstaltungsspezifische

Grundthemen

dar und erläutert diese. Damit

schließt dieses Handbuch eine seit

vielen Jahren vorhandene Lücke in

der Grundlagenliteratur des Veranstaltungsmanagements.

Die

Beiträge verstehen sich als komprimierte

Form, um sich mit

Schlüsselbegriffen und -themen

der Branche zu befassen. Verweise

auf Zeitschriften und weitere

Publikationen ermöglichen eine

Vertiefung der Erkenntnisse. Die

Inhalte wurden im „dualen Prinzip“

von Professoren, Dozenten

sowie von Vertretern der Ausbildungspartner

der beiden DHBW-

Standorte Mannheim und Ravensburg

geschrieben.

Verlag Wissenschaft & Praxis,

ISBN 978-3-89673-654-3,

Preis 39,80 Euro

8 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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Tipps für erfolgreiche Durchführung

Das „MICE-Segment“

Unternehmenskommunikation durch Events.

Seit 2006 existiert das „Meeting- &

EventBarometer Deutschland“, das

durch das Europäische Institut für

Tagungswirtschaft GmbH an der Hochschule

Harz (EITW), begleitet von Fachbeirat und

Verbänden, erstellt wird. Darin wird der

Markt der Inhouse-Veranstaltungen in

Deutschland systematisch untersucht. Neben

dem Kongress- und Tagungsmarkt werden

dort auch alle Gesellschafts- Kultur- und

Sportevents „gelistet“.

Betrachtet man den gesamten Meetingund

Eventmarkt in Deutschland (2011), gibt

es 6 614 Tagungs- und Veranstaltungsstätten

(plus drei Prozent gegenüber 2009).

Diese unterteilen sich in 1 588 Kongressund

Veranstaltungszentren wie Arenen,

Kongresszentren und Mehrzweckhallen

(plus zwei Prozent), 3 268 Tagungshotels

(plus drei Prozent) und über 1 758 Eventlocations

(plus vier Prozent). Es fanden 2,72

Millionen Veranstaltungen statt (plus 1,2

Prozent), mit einer unveränderten Durchschnittsdauer

von 1,6 Tagen und insgesamt

338 Millionen Teilnehmern (plus 4,5 Prozent),

von denen 5,9 Prozent aus dem Ausland

zu uns kamen. Dabei wird Deutschland

als Tagungs- und Veranstaltungsdestination

sehr geschätzt, das erweisen 90,8 Prozent

der Anbieter sowie 91,5 Prozent der weltweit

befragten Aussteller. Deutschland liegt

damit auf Platz 1 in diesem Markt.

Unter Veranstaltern im engeren Sinn versteht

man Unternehmen und Verbände

sowie die professionellen Dienstleistungsagenturen

im Eventbereich. Hierbei spricht

man vom sogenannten „MICE-Segment“

(Meetings, Incentives, Conventions, Events).

Unter Veranstaltungen summiert man Seminare,

Tagungen und Kongresse, Ausstellungen

und Präsentationen, Sport- und Kulturevents.

Auch lokale Veranstaltungen ortsansässiger

Vereine und Gruppen und Festivitäten

gehören dazu.

Compliance und Green

Meetings

Experten nehmen an, dass die Themen

Compliance (-Einhaltung gesetzlicher

Bestimmungen und vom Unternehmen

selbst gesetzter ethischer Standards-) und

Green Meetings künftig eine stärkere Rolle

spielen werden. Bei der Compliance sind es

allerdings eher die Anbieter, die zur Hälfte

meinen, Veränderungen bei ihren Kunden

wegen verstärkter Ausrichtung bei diesem

Thema zu spüren. Weniger als ein Drittel der

befragten Veranstaltungsplaner fühlt sich

bei Tagungen und Veranstaltungen eingeschränkt.

Green Meetings, das sind Veranstaltungen,

bei denen Treibhausgase (Anreise,

Übernachtung, Durchführung) reduziert,

vermieden oder professionell in Zusammenarbeit

mit einer Agentur teilweise kompensiert

werden. Nachhaltigkeitsgesichtspunkte

und die Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen

nehmen zu (plus

10,3 Prozent). Man wird sehen, inwieweit

diese Trends zu stabilen Faktoren werden.

Persönlicher Kontakt ist

unersetzlich

Die Entwicklung geht hin zu personalisierten,

dialogisch angelegten Informationen.

So wie man auf Messen im Dialog mit

dem Kunden ist, kann man bei Veranstaltungen

und Events die eigenen Mitarbeiter

effektiv erreichen. Zudem sind Mitarbeiterund

Kundenveranstaltungen der direkteste

und emotionalste Weg für ein Unternehmen,

sich ins richtige Licht zu setzen. Laut Prognosen

werden virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten

persönliche Kontakte nicht

ersetzen, und das Bedürfnis nach persönlichen

Treffen wird steigen. Dabei sind gute

Konzepte und Ideen, die Wahl der geeigneten

Location und eine einheitliche Planung

gefragt. Unternehmen wollen sich inszenieren,

wollen Produkte und Dienstleistungen

präsentieren und Mitarbeiter aktivieren.

Eventmanagement - ein Teil

des Marketingmix

Bei einem Event müssen viele Details im

Auge behalten werden, wie Inhalt, Technik

oder Dramaturgie. Dabei ist ein schriftlich

ausgearbeiteter Plan ein „Muss“, als „Kann“

mag eine Software hilfreich sein. Was muss

alles bedacht werden? Der Versand von Einladungen,

die Personalplanung, der Technikeinsatz,

Verwaltung und Koordination der

Besucher, dazu eventuell Besprechungsräume,

Pressebetreuung, die Organisation des

Caterings, der Bedarf an Informationsmaterialien

– und vor allem: die Nachbearbeitung!

Ein Event ist keine Firmenfeier, sondern

generalstabsmäßige Arbeit im Marketingmix,

deren Ergebnisse messbar sein

sollten. Für viele Unternehmen ist das ein

Grund, zur Bewältigung dieser Aufgaben

auf eine professionelle Event-Agentur

zurückzugreifen. Diese Agenturen beraten

mit Sachverstand und Erfahrung. Alleine

schon das reiche Angebot an Locations:

Welches Unternehmen verfügt hier schon

über einen detaillierten Überblick? Von

wegen, „der Chef kennt da jemanden mit

einer Super-Location“. Mit Sicherheit verfügt

er nicht über die Checklisten zur Beurteilung,

wie Profis sie zur Verfügung haben.

An unangenehmen Überraschungen will ja

niemand schuld sein.

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 9


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Wichtig ist die richtige Auswahl der

geeigneten Agentur: Kann sie Referenzen

vorweisen, ist sie gut vernetzt, bietet sie ein

breites Leistungsspektrum? Kann sie geeignetes

Eventpersonal bereitstellen? Wesentlich

ist auch eins: Stimmt die Chemie? Versteht

die Agentur etwas vom Unternehmen,

von der Branche? Für den Einsatz einer

Eventagentur sprechen vor allem zwei

Gründe: Agenturen sind in der Lage, durch

Kontakte und Agenturpreise Dienstleistungen

präziser und günstiger einzukaufen.

Und: Eigene Mitarbeiter müssen nicht für

das Event abgestellt werden. Ein Blick ins

Branchenverzeichnis kann also lohnen. Q

ONLINE

www.eitw.de/node/19

AUTOR/IN

Alexander Kulik

E-Mail: info@kf-komm.de

Gewerbe präsentiert sich professioneller

Sich in Szene setzen

Rahmenprogramm und gutes gastronomisches Angebot liegen im Trend.

Unternehmen wollen sich inszenieren,

wollen Produkte und Dienstleistungen

präsentieren und Kunden für sich

interessieren. Das gilt im Allgemeinen für das

Firmenmarketing, besonders aber für Publikumsmessen,

wo nicht nur potenzielle Interessenten

gezielt den eigenen Stand ansteuern,

sondern auch Laufkundschaft am eigenen

Auftritt vorbei flaniert. Das IHK-Wirtschaftsmagazin

hat bei regionalen Gewerbevereinen

und Messeausrichtern nachgefragt,

welchen Stellenwert sie und ihre Aussteller

bei ihren regionale Gewerbeschauen auf

Messegestaltung und Events legen, um das

Publikum für einen Besuch zu gewinnen. Die

Ergebnisse sind unterschiedlich.

Bei einem Event müssen viele Details im

Auge behalten werden: Was will man präsentieren,

wie wird es umgesetzt und was ist

der geeignete Zeitpunkt dafür? Auch der

Versand von Einladungen, die Personalplanung,

der Technikeinsatz, Verwaltung und

Koordination der Besucher müssen bedacht

werden. Für viele große Unternehmen ist das

ein Grund, bei der Bewältigung dieser Aufgaben

auf eine professionelle Event-Agentur

zurückzugreifen. Diese Agenturen beraten

mit Sachverstand und Erfahrung. Wie aber

sieht es bei kleinen und mittleren Unternehmen

aus, die sich möglicherweise nur wenige

Male auf regionalen Messen oder einer lokalen

Gewerbeschau vor Ort präsentieren?

Die Messe Altenstadt wird vom Gewerbeverein

Altenstadt seit 1990 im Zwei-Jahres-

Turnus organisiert. Der Vorsitzende des

Gewerbevereins, Hans-Dieter Stehr, ist mit

der bisherigen Entwicklung zufrieden: „Verfolgt

man den Aussteller-Charakter, hat sich

durch den Wandel der Einzelhandelsgeschäfte

in der Altenstädter Vogelsbergstraße

die Messe von einer fast reinen Leistungsschau

für Altenstädter Firmen, überwiegend

Fachgeschäfte, zu einer Regionalschau entwickelt,

an der mittlerweile auch auswärtige

Firmen aus der näheren Umgebung teilnehmen.“

Besonders freut sich der Gewerbeverein

Altenstadt als Ausrichter, dass zunehmend

mehr Handwerker die Messe als

Foto: Gew.Verein Altenstadt

Man trifft sich, man unterhält sich – auf Messen

(wie hier in Altenstadt) ist die Kontaktpflege

ebenso wichtig wie die Produktpräsentation.

10 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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AUFMACHER

Öffentlichkeitsplattform nutzten und eine

große Autoschau die Gewerbeschau zusätzlich

aufwerte. Hätten sie in früheren Jahren

von Veranstalterseite beispielsweise noch

auf eine Modenschau als Publikumsmagnet

gesetzt, gebe es mittlerweile andere Ansätze,

die bis heute eine interessante Messe in

Altenstadt garantieren. Stehr: „Nach

anfänglichen Bestrebungen, Events in den

Ablauf der Messe einzubauen, hat die Praxis

gezeigt, dass solche Bemühungen kontraproduktiv

sind, das Verkaufsgespräch stören

und unnötige Kosten in einem engen

Finanzrahmen verursachen. Die Messe

Altenstadt ist eine Verkaufsmesse und an

praktischen Abläufen orientiert. Durch

unsere internationalen Verbindungen verzichten

wir auf Ausstellerabende und auf

verlängerte Öffnungszeiten, die doch ohne

Publikumsresonanz bleiben. Wir beschränken

uns auf eine Öffnung am Samstagmittag,

verlängern lieber in den Samstagabend

hinein.“ Deshalb sei eine Messe nicht

zwangsläufig uninteressant – im Gegenteil.

„Die Besucher sind begeistert von interessanten

Produktvorführungen einzelner Teilnehmer,

teilweise sogar mit firmenbezogenem

Eventcharakter. Sie finden Infostände

von Abordnungen des Gewerbevereins aus

dem französischen Beauchamp sowie unseren

neuen Freunden aus Kazimierza Wielka

in Polen“. Die nächste Messe Altenstadt findet

am 13. und 14. September 2014 statt.

www.gewerbeverein-altenstadt.de

Andere Wege geht man beim Hirzenhainer

Gewerbeverbund für Handel, Handwerk,

Industrie und Dienstleistung, der Hirzenhainer

Gilde. Auch in der dritten Auflage der

Gildeschau setzt man von Veranstalterseite

aus gezielt auf ein umfangreiches Rahmenprogramm

aus Events und Mitmachangeboten,

um den Besuchern Abwechslung zu

bieten und auch Publikum für einen Besuch

zu gewinnen, das sonst nicht zu einer

Gewerbeschau kommen würde, erläutert

Gilde-Vorsitzender Michael Höhl. Man wolle

gezielt Familien mit Kindern ansprechen,

indem man ein attraktives Programm für

den Nachwuchs anbiete. Beispielsweise

könnten Kinder mit Minibaggern einen

„Baggerführerschein“ erwerben oder gemeinsam

mit ihren Eltern aus fertigen Bauelementen

ihr Traumhaus im Kleinformat

bauen und dieses dann mit nach Hause nehmen.

Außerdem beteilige sich der Förderverein

der Grundschule an der Betreuung des

Nachwuchses. Eher an ein älteres Publikum

richtet sich die Möglichkeit des Soccer-

Rodeo. Darüber hinaus sollen ein Talentwettbewerb

des ebenfalls auf dem Buderus-

Industriepark ansässigen Innovationszentrums

Haus der Musik und ein Riesendomino

des Guinness-Rekord-Inhabers Patrick

Sinner aus Kefenrod Besucher anlocken. Für

den Gilde-Vorsitzenden Höhl sind diese

Angebote kein überflüssiger Schnickschnack,

sondern eine schlichte Notwendigkeit:

„Wir wollen ein breites Publikum erreichen

und dazu braucht man ein gutes

Rahmenprogramm“. Sorgen machen Höhl

die gestiegenen Kosten etwa für Genehmigungen,

Brandschutzdienst und Security.

„Wenn die Ausgaben in diesen Bereichen

weiter steigen, können wir uns bald keine

Messe mehr leisten. Hier ist die Politik gefordert,

uns Ehrenamtlichen bei der Weiterentwicklung

des Wirtschaftsstandortes stärker

unter die Arme zu greifen.“

www.hirzenhainer-gilde.de

Auch für den Vorsitzenden des Wartenberger

Gewerbevereins, Hubert Ruhl, ist ein

stimmiges Messe-Outfit und ein attraktives

Rahmenprogramm unerlässlich für den

Erfolg ihrer Gewerbeschau, der Messe Wartenberg.

„Wir setzen ganz klar auf einen

regionalen Bezug. Wir haben zwar rund 400

Firmen aus dem Vogelsbergkreis und den

umliegenden Landkreisen angeschrieben, die

Mehrzahl unserer Aussteller kommt jedoch

aus einem Umkreis von 20 Kilometern“. Die

Aussteller präsentierten sich an vereinseigenen

Ständen oder ließen ihre Messepräsenz

Baggerführerschein für die Kleinen – ein

Event, das sich bei der Hirzenhainer Gilde

große Beliebtheit erfreut.

von einer professionellen Messebaufirma

realisieren. Beim Rahmenprogramm setzen

die Wartenberger Gewerbetreibenden auf

Kinderbetreuung sowie die musikalische

Unterhaltung der Gäste sowie gelegentlich

Vorträge zu attraktiven Themen.

www.gewerbeverein-wartenberg.de

Trend zu Messebaufirmen

„Kleiner, aber auch schicker“, so

beschreibt der Vorsitzende des Langgönser

Gewerbevereins, Sascha Gewiese, die jüngste

Leistungsschau der heimischen Unternehmen.

Fanden die Ausstellungen zuletzt

in der Karl-Zeiß-Halle statt, habe man sich

im vergangenen Jahr erstmalig seit den

1990er Jahren wieder für das Bürgerhaus als

Veranstaltungsort entschieden. Für Gewiese

die richtige Wahl. 27 Betriebe und Firmen

aus Langgöns und der Region, darunter

auch die Gemeinde Langgöns, hatten 2012

hier ihre Produkte und Dienstleistungen

präsentiert. Hinsichtlich der Gestaltung

„geht der Trend ganz klar zu professionellen

Messeständen, die von einer Messebaufirma

Foto: Hirz.Gilde

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 11


AUFMACHER

Schmaus und Gaudi in den Hessenhallen Alsfeld

gehören zum kulinarischen Messeprogramm.

Foto: Alsf.Hessenhallen

realisiert werden“, stellt Gewiese fest. Bei

früheren Gewerbeschauen hätten deutlich

mehr Aussteller selbst Hand angelegt. Beim

Rahmenprogramm hätte der Verein das letzte

Mal etwas tiefer in die Tasche gegriffen.

Ein Zauberkünstler sowie ein Ballon-Entertainer

seien engagiert worden, für die weitere

Unterhaltung der jungen Gäste hätten ein

Karussell und Kinderschminken gesorgt.

„Das erwarten die Besucher einfach“, sagt

Gewiese. Auch bei der Gastronomie reiche

es nicht mehr aus, Currywurst und Pommes

anzubieten, da muss sich ein Anbieter schon

mehr einfallen lassen.

www.gewerbeverein-langgoens.de

Als Veranstalter von Kongressen und

Tagungen, Märkten, Messen und Ausstellungen

weiß der Geschäftsführer der Hessenhalle

Alsfeld GmbH, Wigbert Hill, bestens

Bescheid über aktuelle Tendenzen, auch bei

regionalen Veranstaltungen. Sein Unternehmen

setze bei seinen Aktivitäten auf einen

Dreiklang aus gutem Rahmenprogramm,

kulinarischem Angebot und hoher Qualität

der Aussteller: „Es nützt mittelfristig nichts,

wenn man versucht, die Halle mit allen

möglichen Ausstellern zweifelhafter Qualität

voll zu kriegen. Das merken die Besucher

natürlich auch und kommen im nächsten

Jahr dann möglicherweise nicht mehr.“ Er

setze beim Rahmenprogramm gerne auf

regionale Künstler, die eine Chance verdient

hätten und möglicherweise zusätzlich Publikum

anlocken würden. Ideal sei es, eine

Messe mit einem Event zu verbinden, der für

sich schon einen Namen habe. Bei der Alsfelder

Herbstmesse mit seinen 400 Ausstellern

aus den Bereichen Handwerk, Handel,

Gesundheit und Touristik sei das der Krammarkt,

der auf dem angrenzenden Außengelände

stattfinde und zusätzlich Besucher

anlocke.

Q

www.hessenhalle-alsfeld.de

Ein Event als Weiterbildungsmaßnahme

Marshmallow-Challenge

Nicht nur Messen profitieren von einfallsreichen Veranstaltungen.

Der Tag der offenen Tür ist ein Klassiker.

Viele Unternehmen nutzen

diese Eventform, um Mitarbeitern,

Kunden und Lieferanten sowie Anwohnern

einen kleinen Einblick ins Unternehmen

zu bieten. Doch ein Event kann viel

mehr. Der Besuch eines Klettergartens,

oder Rafting mit der ganzen Abteilung,

Wanderungen im Winter können vieles

bewirken. Neben dem Unterhaltungswert

fördern solche Events auch den Zusammenhalt,

dienen dem Teambuilding. Ein

neuer, weniger kostenintensiver Event ist

eine Marshmallow Challenge. Dieser neue

aus den USA stammende „Kurzevent“ verbindet

Spaß, Spiel und Spannung miteinander.

Die Idee der Marshmallow Challenge

stammt von Tom Wujek, einem Partner von

Autodesk. Er entwickelte die Methode und

setzte sie seitdem viele hundert Male ein. Die

12 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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AUFMACHER

sant. Wie arbeiten Teams zusammen? Wie

wird kommuniziert? Wer übernimmt die

Führung? Welche Methode führt zu den

besten Ergebnissen?

Aufgaben und Nutzen

des Events

Die Materialien für eine Marshmallow

Challenge sind recht simpel. Benötigt werden

je Team: 20 Spaghetti, ein Meter Klebeband,

ein Meter Bindfaden, eine Schere und

natürlich ein Marshmallow. Mit diesen

Materialien soll das Team – es besteht

immer aus vier Personen – eine Struktur

bauen. Kriterien für die Bewertung: Die

Struktur muss ohne fremde Hilfe stehen

bleiben. Sie soll so hoch wie möglich sein

und ganz oben auf der Spitze muss sich das

Marshmallow befinden. Um das hinzubekommen

hat das Team exakt 18 Minuten

Zeit. Weshalb genau 18 Minuten? Tom

Wujek hat einmal auf diese Frage geantwortet:

„15 Minuten sind zu wenig und 20

Minuten sind zu viel!“ Im Idealfall läuft

während einer Marshmallow Challenge

Musik und über einen Beamer wird die verbleibende

Restzeit angezeigt. Das war’s

auch schon. Der ganze Event dauert inklusive

Vor- und Nachbereitung etwa eine bis

maximal 1,5 Stunden.

Eine Struktur bauen ist nicht unbedingt

neu. Doch die Kombination der Materialien

ist es schon. Denn allein darin stecken schon

eine Menge Schwierigkeiten. Spaghetti gelten

nicht unbedingt als sonderlich stabil und

dennoch können damit durchaus sehenswerte

Höhen erreicht werden. Doch der Clou

ist das Marshmallow. Mit dieser rosafarbenen

oder weißen Süßigkeit verb inden die

meisten Menschen Leichtigkeit. Und genau

das stimmt nicht! Ein Marshmallow ist ganz

schön schwer; zumindest wenn als Baumaterial

nur Spagetti zur Verfügung stehen.

Schon so manch eine wunderbare Konstruktion

ist am Ende einfach zusammengebrochen,

als das Marshmallow oben auf der

Spitze befestigt wurde.

Maximal vier im Team

Es sollen jeweils nur vier Personen in

einem Team mitwirken. Nicht drei und nicht

fünf. Der Grund: Vier müssen sich einigen,

um gemeinsam etwas zu erreichen. Bei fünf

bildet sich schnell eine Mehrheit, bei vier ist

Überzeugungsarbeit notwendig. Ohne Kommunikation

geht gar nichts! Und das ist

schon die erste „ernsthafte“ Ebene einer Marshmallow

Challenge. Die Teams sollten also

nicht aus den besten Freunden bestehen, sondern

aus Mitarbeitern unterschiedlicher

Abteilungen, vielleicht sogar von unterschiedlichen

Standorten. In sehr kurzer Zeit

– innerhalb von 18 Minuten – wird aus Fremden

zumindest für eine kurze Zeit ein Team.

Wird die Marshmallow Challenge am Anfang

einer größeren Veranstaltung durchgeführt,

verbringen die Teams oft den ganzen Tag

zusammen. Neue Kontakte entstehen, Verständnis

wird aufgebaut und die Denkweisen

des jeweils anderen werden akzeptiert.

„Prototyping“ bringt Erfolg

Mit den Materialien eine Struktur bauen,

die alle Kriterien erfüllt, ist nicht so einfach,

wie es auf den ersten Blick scheint. Das

erkennen viele Teams gleich zu Beginn. Und

deshalb wird oft zuerst ein Plan gezeichnet,

besprochen oder nur skizziert. Meistens dauert

dann die Planung länger als die Bauzeit.

Und oft sind es genau die gut geplanten Bauwerke,

die in letzter Sekunde fertig gestellt

werden und schon während des Schlusspfiffes

zusammenbrechen. Wie kann das sein?

Dieser Frage ist Tom Wujek nachgegangen.

Er hat hunderte Challenges ausgewertet.

Die Ergebnisse waren verblüffend.

Besonders gut waren Kinder aus dem Kindergarten.

CEOs zusammen mit ihren Assistenten

waren etwas besser. Allerdings ohne

Assistenz schlechter als die Kinder. Am

besten schnitten (zum Glück!) Architekten

und Ingenieure ab. Am schlechtesten Business-School-Students.

Weshalb ist das so?

Dass Architekten etwas bauen können, darf

Trendy: Marshmallow Challenge in Las Vegas.

als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Dass CEOs zusammen mit den meist eher

praktisch veranlagten Assistenten besser

sind als Kinder, ist auch in Ordnung. Die

Studenten haben laut Wujek ein Problem.

Sie lernen in den Universitäten: Macht einen

genauen Plan und haltet Euch daran! Doch

genau das ist bei dieser Aufgabe nicht der

beste Weg! Prototyping, also der Weg, den

Kinder gehen, ist deutlich erfolgreicher. Und

deshalb ist eine Marshmallow Challenge

nicht nur eine Teambuilding-Maßnahme,

die Spaß macht, oder ein Event für den Tag

der offenen Tür, sondern auch eine Chance,

Denkstrukturen aufzubrechen. Dieser Event

eignet sich gut als Kick-off-Veranstaltung

für ein Projekt, oder für den Start eines

Innovations-Workshops, oder für den

Beginn einer Zusammenarbeit mit Kollegen

von anderen Standorten oder Abteilungen.

Einfach starten?

Die Idee ist so einfach und die Materialien

gibt es in jedem Supermarkt. Da liegt

es nahe, wenn jemand sagt: Das machen

wir! Solange der Spaß im Vordergrund steht,

ist das in Ordnung. Doch wenn auch Teambuilding,

Innovation, Kulturaustausch und

ähnliches auf dem Plan stehen, ist die

Begleitung und Unterstützung durch externe

Partner, die Erfahrungen mit dieser

Methode haben, unerlässlich. Denn nur so

können alle Feinheiten aufeinander abgestimmt

und die geplanten Ergebnisse

erreicht werden.

Q

AUTOR/IN

Ralph Dalibor

E-Mail: rd@dalibor.com

Foto: T. Wujek.org

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 13


AUFMACHER

Hingucker dank Manga-Motiv: der Subaru

WRX STI auf dem diesjährigen IAA-Messestand.

Foto: pm

Subaru auf der IAA

Erfolgreiche Bilanz

Allrad-Kompetenz auf 1 500 Quadratmetern und zwei

Konzeptstudien als Publikums-Highlights.

Subaru Deutschland, der weltweit

größte Hersteller allradgetriebener

Pkw hat die 65. Internationale Automobil

Ausstellung (IAA) mit einem positiven

Resümee abgeschlossen. Bereits an den

Pressetagen (10. und 11. September) konnte

der Autobauer sehr erfolgreiche Besucherzahlen

verzeichnen. Insgesamt nutzten 750

Medienvertreter die Gelegenheit und informierten

sich persönlich am Stand. Obwohl

die IAA einen leichten Besucherrückgang

erfahren hat, zeigte sich Subaru sowohl mit

der Anzahl und Qualität seiner Besucher am

Stand als auch mit deren Verweildauer sehr

zufrieden. Dies führt das Unternehmen mit

Sitz in Friedberg unter anderem darauf

zurück, dass die Halle 8 durch einen veränderten

Aussteller-Mix an Attraktivität zugenommen

hat.

Ziel war es, eine optimale Präsentationsplattform

für die Exponate zu bieten, ohne

dabei die Kernwerte der Marke Subaru zu

vernachlässigen. Daher war die Ausrichtung

des Messestandes bewusst schlicht vom

Design her, aber einladend offen und materialseitig

hochwertig gestaltet. Weiß war die

dominierende Farbe kombiniert mit dem

unverwechselbaren Subaru-Blau. Auf rund

1 500 Quadratmetern waren alle Subaru-

Modelle zu sehen. Zudem überraschte Subaru

mit einem Sondermodell des neuen Outback

namens Outback X-Pedition, das voraussichtlich

im kommenden Frühjahr auf

den deutschen Markt kommen wird. Wer es

spielerisch mochte, der konnte sich an drei

Spielestationen am Subaru-Spiel „Star-Getter“

versuchen. Für Geschichtsinteressierte

gab es eine Zone, die die 55-jährige Subaru-

Historie plakativ erklärte.

„Publikumsmagnete sind von jeher Premieren

neuer Fahrzeugmodelle und obwohl

wir zu dieser IAA keine Neuheiten präsentiert

haben, hat die Besucherzahl und das –

interesse unsere Erwartungen übertroffen“,

so Jürgen Ehlenberger, Leiter Marketing-

Services bei Subaru Deutschland. „Besonders

gut angekommen ist unser Hingucker

WRX STI, den wir mit einem japanischen

Manga-Motiv foliert hatten. Viel Lob haben

auch unsere beiden Konzeptfahrzeuge WRX

Concept sowie VIZIV erfahren“ so Ehlenberger

weiter.

Q

25 Jahre Konzepte und Moderation

„Kreationen sind unsere Stärke“

Petra Lorenz aus Reichelsheim in der Wetterau sorgt mit ihrer „Agentur für Atemberaubende Akzente“.

Aus Florstadt kommend, am Flugplatz

vorbei, erreicht man kurz nach

dem Ortsschild von Reichelsheim in

der Wetterau die Hofreite von Petra Lorenz,

vormals Petra Sanchez. „Unter diesem

Namen kennt man mich noch eher als

Moderatorin“, erklärt sie selbst den Zusatz

auf der Visitenkarte.

Ob Moderatorin im Fernsehen oder auf

Podien, ob Schauspielerin, ob Event-Regisseurin

- das Portfolie von Lorenz ist breit

gefächert. Und mit ihrer „Agentur für Atem-

beraubende Akzente“ besteht sie nun seit 25

Jahren auf einem kreativen und fordernden

Markt. Große gesellschaftliche Events wie

den Frankfurter Opernball hat sie organisiert

und ihre Vermittlungsdatenbank über die

Jahre hinweg mit vielen Künstlernamen,

14 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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AUFMACHER

darunter einige „Große“ wie David Garrett

oder Robbie Williams, gefüllt.

Ja, aber ist für Geld denn nicht Jede/r auf

die Bühne zu bringen? „Nicht unbedingt“, weiß

die Agenturinhaberin. Die Chemie müsse stimmen,

ebenso das Gesamtkonzept. Petra Lorenz

ist sicher, dass das ihre dank der Mischung aus

Kreativität und Zuverlässigkeit allen Anforderungen

gerecht wird. „Bei mir muss alles passen

und aufeinander abgestimmt sein. Das

heißt, dass ich mir die Räumlichkeiten vorher

anschaue und weiß, ob und wo es einen Fahrstuhl

oder eine matschige Baustelle vor der

Eingangstür gibt“, beschreibt Lorenz einen

Bruchteil der Details, die eine Veranstaltung

erfolgreich werden oder floppen lassen.

Fachforen wie der Porsche Lieferantentag

oder Stand-Party des Automobilzulieferers

Schaeffler auf der Hannover Messe,

Petra Lorenz bildet auf Bühnen und Podien

gekonnt und mit Unterhaltungswert die

„Kommunikationsklammer“ um technische

Themen oder Produktpräsentationen. Die

Präsenz am Mikrofon mit Interviews und

Ansagen sind jedoch neben der Organisation

von Events nur ein weiterer Teilbereich

ihres Agentur-Portfolios.

Von der Vorstandssitzung im kleinen

Rahmen bis zum Betriebsfest für Mitarbeiter

und Kunden organisiert Lorenz mit ihrer

Mitarbeiterin Treffen in ganz Deutschland,

ist dabei ständig unterwegs. „Mein Ziel ist,

meinen Service verstärkt in der hiesigen

Region zu platzieren“, betont die facettenreiche

Eventgestalterin. So hat sie für sich

und ihre Agentur zusätzlich das Ausrichten

von Hochzeiten entdeckt. „Den Paaren und

ihren Gästen den großen Tag unvergesslich

zu machen, sind magische Momente“,

schwärmt sie. Und dazu passt ein Ausspruch

von Goethe, mit dem Lorenz ihre Motivation

auf der Homepage umschreibt: „Kein Genuss

ist vorübergehend, denn der Eindruck, den

er hinterlässt, der bleibt…!“

Q

www.atemberaubende-akzente.de

Petra Lorenz mit zwei fantasievollen Himmelskörpern,

aufgenommen im Rahmen eines

Opernballs in Frankurt am Main, den sie mitgestaltet

hatte.

AUTOR/IN

Iris Jakob-Diedolph

E-Mail: jakob@giessen-friedberg.ihk.de

Foto: privat

Ratgeber Marketing-Kommunikation

Kampagnenkonzept beachten

Der perfekte Messeauftritt hat viele Facetten.

Ein Messeauftritt ist eine große

Sache, die eine umfassende

Planung voraussetzt. Schließlich

soll die Unternehmenspräsentation

auf einer Messe zum Erfolg

werden, um gesteckte Ziele zu

erreichen. Diese werden nur durch

ein ganzheitliches Konzept bestehend

aus verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen

wie Pressearbeit,

Präsentation über einen

Messestand oder Produktvorstellung

ermöglicht.

Der gute Draht zur Presse

Ein Messeauftritt ist die perfekte

Gelegenheit, um sich der Presse zu

zeigen. Pressevertreter aller wichtigen

Medien sind vor Ort. Journalisten

sind auf der Suche nach

Neuheiten und Informationen,

über die es sich zu berichten lohnt.

Hier gilt es einen guten Eindruck

zu hinterlassen und vor allem für

medienrelevante Themen zu sorgen.

Dies erfordert unter anderem

eine gut durchdachte Pressearbeit,

die bereits vor der eigentlichen

Veranstaltung beginnt und sich in

der Kommunikation aktuellen

Kampagnenstrategien anschließt.

Es zahlt sich aus, dies nicht nur

nebenher laufen zu lassen.

Kleine Details sorgen für eine

große Wirkung

Der Stand dient der Präsentation

des Unternehmens auf einer

Messe. Hier kommt es auf jedes

kleinste Detail an. Es sollte sichergestellt

werden, dass die gesamte

Darstellung einheitlich ist und der

Corporate Identity sowie dem

aktuellen Kampagnenkonzept des

Unternehmens entspricht. Es gilt

auch hier früh genug mit der Vorbereitung

anzufangen. Das richtige

Briefing an externe Stellen mit

klaren Vorstellungen und regelmäßige

Rückmeldungen sind die

Voraussetzung für das gewünschte

Resultat.

Das Produkt ins richtige Licht

rücken

Um die Aufmerksamkeit der Besucher

einer Messe bei der Vielzahl

der Eindrücke zu erhalten, muss

das Angebot ins richtige Licht

gerückt werden. Dazu eignen sich

interessante Give-Aways mit dem

AUTOR/IN

Carolin Pascal

E-Mail: carolin.pascal@itms.com

gewissen Extra, Broschüren, Newsletter

oder Flyer. Großflächen,

Anzeigen in den Messeausgaben

der Fachzeitschriften und Online-

Banner auf wichtigen Anlaufseiten

locken zum eigenen Stand. Bei der

Ausarbeitung dieser Materialien,

sollte stets auf einheitliche Kommunikation

und Design geachtet

werden. Dies steigert den Wiedererkennungswert

und unterstützt

laufende Kampagnen. Social Media

Plattformen und Webseiten sollten

in dieser Zeit besonders gut

gepflegt werden, da die Aufmerksamkeit

am größten ist. Aktuelle

Informationen müssen jederzeit

abrufbar sein.

Q

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 15


DIHK-SEITE

NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL

Foto: DIHK/KH

Gemeinsam gegen Wirtschaftskriminalität

und Industriespionage. BDI-Präsident

Ulrich Grillo, Bundesinnenminister

Hans-Peter Friedrich und DIHK-Präsident

Eric Schweitzer (v.l.n.r).

Bürokratieabbau braucht neue

Ziele – auch auf EU-Ebene

Brüssel. Ambitionierte Bürokratieabbauziele

und ein unabhängiges Gremium, das wie ein

Wirtschaftsprüfer die Folgekosten neuer EU-

Regelungen überwacht, hat DIHK-Präsident

Eric Schweitzer gefordert. "Bürokratieabbau

findet nicht mehr statt - schlimmer noch: Die

bürokratischen Lasten für die Unternehmen

steigen!" Dabei kann die EU viel zur Entlastung

beitragen, wenn Unternehmen statt mit 28

Länderregeln nur mit einer arbeiten müssen.

Schweitzer kündigte an, dass der DIHK in Kürze

eine neue Liste eigener Vorschläge für sinnvollen

Bürokratieabbau vorlegen wird.

DIHK-Ansprechpartner: thomas.tobias@dihk.de

„Made in Germany“ in Gefahr

Brüssel. Neue Pläne der EU-Kommission

gefährden „Made in Germany“, kritisiert DIHK-

Präsident Schweitzer: „Die Änderungen zur

Ursprungslandangabe höhlen das Gütesiegel

„Made in Germany“ faktisch aus. Denn sie soll

sich künftig an Zollvorschriften und nicht mehr

an Qualitätsmerkmalen orientieren.“ Der Plan:

Auf jedem Produkt außer auf Lebensmitteln soll

das zollrechtliche Ursprungsland stehen. Das

Ziel: Mehr Verbraucherschutz und die leichtere

Rückverfolgbarkeit gefährlicher Produkte. "Das

ist überflüssig", so Schweitzer, denn: "Diese

Ziele werden durch die bestehende Produktsicherheits-Verordnung

gewährleistet." Er

befürchtet vor allem einen Schaden für die

Marke: Würden die Änderungen umgesetzt, "ist

künftig nicht mehr sichergestellt, dass der Verbraucher

bekommt, was er mit „Made in Germany“

verbindet: Qualität, Technik, Design und

eine Verarbeitung auf höchstem Niveau."

Zudem stiegen die Bürokratiekosten der Unternehmen.

Wirtschaftsminister Rösler und Verbraucherschutzministerin

Aigner unterstützten

die DIHK-Kritik in einem Brief an die EU-Kommission.

Tenor: Die Brüsseler Pläne müssen

zurückgenommen werden.

DIHK-Ansprechpartner: moeller.doris@dihk.de

Deutschlandstipendium

wird ausgeweitet

Berlin. Mit dem „Deutschlandstipendium“ können

Unternehmen den künftigen Fachkräftenachwuchs

fördern. Jeder von der Wirtschaft

für Stipendien gespendete Euro wird dabei vom

Bund um einen weiteren Euro aufgestockt. Am

1. September ist die neue Verordnung des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung

(BMBF) in Kraft getreten, die es den Hochschulen

ermöglicht, mehr Stipendien anzuwerben

als bisher. Der DIHK setzt sich für eine wirtschaftsnahe

Ausgestaltung der Stipendien ein

und hatte sich für eine solche Ausweitung ausgesprochen.

Mehr Infos unter www.servicezentrum-deutschlandstipendium.de

Ansprechpartner: lambertz.guenther@dihk.de

Konkrete Vorschläge für

Willkommenskultur

Berlin. Wir brauchen eine bessere Willkommenskultur,

wenn ausländische Fachkräfte gerne nach

Deutschland kommen sollen. Darüber reden viele.

Wie das konkret aussehen kann, dazu macht der

DIHK jetzt Vorschläge. Zentrale Punkte des Konzepts

sind unter anderem die Umsetzung beruflicher

Anerkennung auf Länderebene, die Einrichtung

kommunaler Willkommenszentren als zentrale

Anlaufstelle und ein Mentalitätswechsel im

Verwaltungshandeln hin zu einer „Mentalität der

Öffnung und des Willkommenheißens“.

Ansprechpartnerin: koenig.stefanie@dihk.de

Mehr Sicherheit vor Spionage

und Kriminalität

Berlin. Die deutsche Wirtschaft und die Bundesregierung

haben sich darauf verständigt,

eine Strategie gegen Industriespionage zu erarbeiten.

Dazu unterzeichneten Bundesinnenminister

Hans-Peter Friedrich, DIHK-Präsident Eric

Schweitzer und BDI-Präsident Ulrich Grillo

Ende August in Berlin eine gemeinsame Erklärung.

Sie bildet den Auftakt für eine intensivere

Zusammenarbeit von Wirtschaft und Sicherheitsbehörden.

„Es ist an der Zeit für mehr Sensibilität

zu werben“, sagte Schweitzer. „Dies gilt

umso mehr, als mittelständische Unternehmen

einen erheblichen Anteil an Deutschlands Innovationskraft

haben und damit eine interessante

Angriffsfläche für Hacker und Geheimdienstler

bieten“, betonte er. Zur Koordinierung der

Sicherheitsbehörden in Wirtschaftsschutzfragen

soll zudem im Bundesinnenministerium

eine zentrale Stelle eingerichtet werden.

DIHK-Ansprechpartner: geiling.axel@dihk.de

16 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 17


Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio

WIRTSCHAFT UND POLITIK

Andere Abmessungen und veränderte Gewichte

sind neue Schlagworte zur Reduzierung von

CO2 bei Nutzfahrzeugen.

Centrum für Europäische Politik

Abmessungen und

Gewichte ändern

Ein neuer Ansatz zur CO2-Reduktion im Straßenverkehr.

Die Europäische Kommission will den

Kraftstoffverbrauch schwerer Nutzfahrzeuge

(Nfz) und damit auch die

Treibhausgasemissionen reduzieren sowie

die Verkehrssicherheit erhöhen. Diesem

Ansinnen dient der Vorschlag COM(2013) 195

für eine Richtlinie des Europäischen Parlamentes

und des Rates, der die bestehende

Richtlinie 96/53/EG zur Festlegung von

Abmessungs- und Gewichtshöchstwerten

für Busse, Lastwagen und ihre Anhänger

ändern soll.

Mit der Änderungsrichtlinie sollen neue

Ausnahmen von den vorgeschriebenen

Abmessungshöchstwerten erlaubt werden,

damit aerodynamische Führerhäuser und

Luftleitungen am Heck („Flaps") den Kraftstoffverbrauch

um bis zu zehn Prozent senken.

Die umgestalteten Führerhäuser sollen

gleichzeitig das Sichtfeld der Fahrer vergrößern

und die Verletzungsgefahr durch eine

größere Knautschzone reduzieren. Zudem

schlägt die Kommission eine Erhöhung der

Gewichtshöchstwerte von Nfz mit Elektround

Hybridantrieb vor, da diese schwerer als

konventionelle Nfz sind und sich hierdurch

ihr zulässiges Ladegewicht verringert.

Die neuen Höchstwertausnahmen können

in der Tat dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen

zu senken. Da dank der

Ausnahmegewährungen aerodynamische

Verbesserungen das Ladevermögen der Nfz

nicht mehr reduzieren sollen, hätten Verkehrsunternehmen

künftig stärkere Anreize,

bei den Nfz-Herstellern kraftstoffsparende

Lösungen nachzufragen. Diese wiederum

eröffnen Spielräume, die Kosten der Verkehrsunternehmen

zu senken, da Treibstoffpreise

eine der wesentlichen Kostenfaktoren

für diese Unternehmen sind. Dies ist ein

bemerkenswerter Ansatz der Kommission.

Denn im Gegensatz zu den Regelungen zur

CO2-Reduktion bei leichten Nfz und Pkw,

bei der die Hersteller sicherstellen müssen,

dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen

ihrer Fahrzeuge eine Höchstgrenze nicht

überschreiten, werden ihnen nun keine

hohen Kosten hoheitlich aufgebürdet.

Dadurch wird ein substanzieller Anstieg der

Fahrzeugpreise verhindert. Zwar können

auch aerodynamische Maßnahmen zu höheren

Fahrzeugpreisen führen, jedoch dürften

sich diese über einen geringeren Kraftstoffverbrauch

amortisieren. Vor allem aber entscheidet

der Markt und nicht die Politik,

welche Maßnahmen zur Reduzierung des

Kraftstoffverbrauchs und der Treibhausgasemissionen

effizient sind.

Q

KERNPUNKTE

Ziel der Richtlinie: Die Kommission will

den Kraftstoffverbrauch schwerer Nutzfahrzeuge

(Nfz) und damit die Treibhausgasemissionen

reduzieren, die Verkehrssicherheit

erhöhen und die Entwicklung des

intermodalen Verkehrs zwischen Straße,

Schiene, Binnenschifffahrt und Seeverkehr

verbessern.

Betroffene: Hersteller und Nutzer von Lkw

und Bussen, Verkehrsunternehmen.

Pro: (1) Die Ausweitung der Ausnahmen

für die Abmessungs- und Gewichtshöchstwerte

von Nfz bietet die Möglichkeit, die

Treibhausgasemissionen und die Transportkosten

zu senken.

(2) Nicht die Politik, sondern der Markt

entscheidet, welche Maßnahmen zur

Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und

der Treibhausgasemissionen effizient sind.

(3) Die Möglichkeit, zum Transport von

Großcontainern die zulässige Länge des

Nfz um 15 cm ohne Sondergenehmigungen

zu überschreiten, reduziert die Transportkosten.

Contra: Nicht nur elektro- oder hybridangetriebene

Nfz mit zwei Achsen, sondern

auch solche mit drei oder mehr sollten

schwerer sein dürfen; dadurch werden

Treibhausgasemissionen eingespart.

AUTOR/IN

Nima Nader

E-Mail: nader@cep.eu

18 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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WIRTSCHAFT UND POLITIK

QIB lädt zum dritten Mal ein

Praxisforum Industriebeschichtung

Zahlreiche Vorträge zu aktuellen Themen

Die Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung

(QIB) veranstaltet am

29./30. Oktober zum dritten Mal das

Praxisforum Industriebeschichtung im Kongresszentrum

Wetzlar. Die Veranstaltung

wird sich neben aktuellen Themen rund um

die Beschichtungsindustrie auch wieder mit

Randthematiken wie beispielsweise den

„Lenk- und Ruhezeiten“ beschäftigen.

Am ersten Veranstaltungstag wird der

Schwerpunkt verschiedene Bereiche umfassen.

Gesetzliche Thematiken wie die neue

EU-Bauproduktenverordnung und die DIN

EN 1090 sowie deren Auswirkung auf den

Beschichter werden auf der Tagesordnung

stehen, da in dem 400-seitigen Regelwerk

DIN EN 1090 unter anderem Anforderungen

an Lacksysteme und die Ausführung der

Beschichtung verbindlich festgelegt werden.

Zu diesem Themenblock gehören auch die

Folgevorträge über „Kurzzeitkorrosionsprüfungen

am Duplex-System“ und die Projektvorstellung

„Innovative Korrosionsschutzkonzepte

für verzinkte und unverzinkte

Stahlkonstruktionen im Fassadenbereich“.

Einen weiteren Hauptpunkt des

ersten Tages werden Vorbehandlungsthemen

wie „Warum werden noch Chromatierverfahren

eingesetzt? – Chromfreie Konversionsschichten

heute“ und „Vor- und Nachteile

von Kombiverfahren – Kompromisse in

der Multimetallbehandlung“ bilden.

Am zweiten Veranstaltungstag steht der

Vortrag „Lenk-und Ruhezeiten – Haftung

des Unternehmens und der handelnden Personen“

im Mittelpunkt des Praxisforums.

Viele Beschichter und Zulieferer, unabhängig

ob groß oder klein, unterliegen dieser

gesetzlichen Regelung, sind sich aber nicht

unbedingt aller Einzelheiten bewusst. Im

Rahmen dieser Thematik soll vor allem das

Bewusstsein der Teilnehmer geweckt, aber

auch über die Verantwortlichkeiten, nicht

nur des Fahrers, aufgeklärt werden.

Weitere Vorträge zu den Themen „UV-

Lackierung auf metallischen Untergründen“,

„Altpulver, mehr als eine Staubwolke“,

„Sauberkeit und vorbeugende Wartung“,

„Einsparpotenziale durch Anlagenumrüstung“,

„Farbmessung & Farbmanagement“

und „Ausbildung in Zeiten des Fachkräftemangels“

runden die beiden Vortragstage

ab.

Q

ONLINE

www.qib-online.de

Veranstaltung im Oktober 2013

Kompetenz verbindet!

Forum zur Prozesswassertechnologie

Termin: 31. Oktober 2013

Uhrzeit: 14.00 bis 17.30 Uhr

Anmeldeschluss: 21. Oktober 2013

Ort: IHK Seminarräume Gießen, Flutgraben 4

Teilnahmegebühr: 170,- Euro zzgl. MwSt.

Prozesswasser wird für zahlreiche Prozesse

in den unterschiedlichsten Industriebranchen

benötigt. Die gesetzlichen

Anforderungen an die Qualität sind hoch,

der enorme Kostenfaktor zur Bereitstellung

und Aufbereitung des Wassers ist zu

berücksichtigen. Daher gewinnen ressourcenschonende

Produktionsprozesse und

das damit verbundene Prozesswasserrecycling

immer mehr an Bedeutung. Bei

moderner Kreislaufführung wird das verschmutzte

beziehungsweise belastete

Wasser so weit aufbereitet, dass es wieder

in den Produktionsprozess eingeleitet und

verwendet werden kann. In vielen Branchen

ist dies ohne negative Auswirkungen

auf die Produkte umzusetzen. Unternehmen

sparen somit Kosten und schonen die

Umwelt.

Veranstalter ist das KompetenzNetz UmweltTechnologie

(KNUT).

Q

KONTAKT

Teresa Tewes

Tel.: 0641/87780343

E-Mail: teresa.tewes@ecowin.de

Internet: www.knut-hessen.de

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 19


WIRTSCHAFT UND POLITIK

Foto: pm

Die Amigos Karl-Heinz und Bernd Ulrich mit

Dr. Lars Witteck (von links nach rechts).

Die Amigos sind „Mittelhessen-Botschafter“

„Konzert der Giganten“

Dr. Lars Witteck überreicht in Hungen Urkunden.

Grenzenlose Begeisterung herrschte

am Schlagerwochenende in Hungen,

als die „Amigos“ das bereits

Monate zuvor ausverkaufte Festzelt betraten.

Und grenzenlos soll auch die Werbung

sein, die das Schlagerduo aus Villingen

künftig für die Region Mittelhessen in die

ganze Welt trägt. Regierungspräsident

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Dr. Lars Witteck ernannte die Brüder Bernd

und Karl-Heinz Ulrich am vergangenen

Samstag vor etwa 3 000 Fans zu sogenannten

„Botschaftern der Region“. Damit treten

die beiden in die Reihe von 20 weiteren

Prominenten ein, die Mittelhessen offiziell

repräsentieren und Informationen sowie

Kontakte zu Land und Leuten im In- und

Ausland vermitteln.

Witteck bedankte sich im Namen des

mittelhessischen Regionalmanagements für

das zugesagte Engagement und händigte

auf der Bühne unter großem Jubel die

Urkunden aus. „Lange schon standen die

Amigos auf unserer Wunschliste, aber nach

dem Gewinn des Echos haben wir uns schon

fast nicht mehr getraut, die beiden Brüder

zu fragen“, sagte der Regierungspräsident

und Vorsitzende des Vereins Mittehessen,

der auch Mitbegründer der Mittelhessen

GmbH ist. Umso erfreuter seien die Verantwortlichen

gewesen, als die Brüder sofort

reagiert und zugesagt hätten, denn das sei

bisher nicht bei allen Anfragen die Regel.

„Wir stehen zu unserer Heimat und sind

stolz, Botschafter für Mittelhessen sein zu

dürfen“, erklärten die Amigos sichtlich

erfreut. Gemeinsam mit bekannten Mannschaften

und Persönlichkeiten aus Sport,

Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur bewerben

sie ab sofort die Vorzüge der Region

Mittelhessen. Ebenso tun dies bereits Nia

Künzer, Willi Weitzel oder die Teams von

HSG Wetzlar und den Gießen 46ers.

Das Gesangsduo gehört mit Blick auf die

Verkaufszahlen ihrer Werke auf dem Gebiet

des volkstümlichen Schlagers zur erfolgreichsten

deutschsprachigen Formation.

Neben zahlreichen Gold- und Platin-Schallplatten

wurden die beiden Musiker in den

Jahren 2009, 2010 und 2012 mit der „Krone

der Volksmusik“ und 2011 mit dem Echo in

der Kategorie „Volkstümliche Musik“ ausgezeichnet.

Unter anderem der Erfolgshit

„Meine Heimat ist mein kleines Paradies“

zeugt vom Stolz und der großen Liebe zu

ihrer Heimat Mittelhessen, ebenso wie „Heimatland“.

„Wir sind gerne Mittelhessen und

haben jetzt noch einen weiteren Grund, das

zu zeigen“, betonen die neuen Botschafter,

ehe sie den Fans hautnah ihre von Herzen

gemachten Schlager präsentierten. Q

20 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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WIRTSCHAFT UND POLITIK

Marketing-Club Mittelhessen e.V.

Erfolg braucht Flexibilität

Einladung zu Vortrag von Flugzeugküchenhersteller

Manch Fluggast, der gerade an Bord

seines Fliegers geht, kann einen

Blick auf sie erhaschen: die Bordküche.

Hier wird auf engstem Raum alles

untergebracht, was das Wohl der Reisenden

und ihrer Begleiter sicherstellt. Jeder Millimeter

wird optimal ausgenutzt, technisch

höchst ausgeklügelte Geräte mit geringstem

Gewicht finden ihren Platz. Für diese Präzision

sorgt seit den 50er Jahren der Hersteller

von Flugzeugküchen und -geräten, die Sell

GmbH. Das Herborner Unternehmen gilt als

Marktführer im Bereich der Ausstattung von

Langstreckenflugzeugen. Was die Besonderheiten

und Herausforderungen dieses speziellen

Marktes sind, zeigt Jürgen Just, Vice

President Sales Galleys, in einem Vortrag

vor Gästen und Mitgliedern des Marketing-

Clubs Mittelhessen. Im Anschluss an die

Veranstaltung besteht wie immer die Möglichkeit

zum Austausch und Netzwerken bei

Häppchen und Getränken.

Q

Termin: 31. Oktober 2013

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Anmeldeschluss: 25. Oktober 2013

Ort: Sell GmbH, Dr.-Siegfried-Straße,

35745 Herborn

Teilnahmegebühr:

25,- Euro (für Nichtmitglieder)

KONTAKT

Marketing-Club Mittelhessen e. V., Sylvia Bierwirt

Tel.: 06441/3090955, E-Mail: info@mc-mittelhessen.de

Internet: www.mc-mittelhessen.de

Foto: pm

Jürgen Just, Vice President Sales Galleys der

Sell GmbH, verspricht Einblick in die Herstellung

und den Vertrieb von Flugzeugküchen.

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 21


SERVICE

Podiumsdiskussion in Brüssel

zur geplanten Neuregelung von

„Made in…“.

Foto: DIHK

IHKs kritisieren Entwurf der EU-Kommission

Qualitätssiegel am Kippen?

Geplante Made-in-Regelung für Wirtschaft inakzeptabel.

Die von der EU geplante Einführung

einer Markierungspflicht von Verbraucherprodukten

dient nicht der

Sicherheit der Konsumenten. Die Made-in-

Regelung führt vielmehr zu einer deutlichen

Schwächung des Wirtschaftsstandorts Europa

und ist daher in der geplanten Form nicht

akzeptabel. Diese Position vertraten die

Bayerischen IHKs zusammen mit der Wirtschaftskammer

Österreich bei einer Podiumsdiskussion

im Juli 2013 in Brüssel, die

sie in Kooperation mit der Bayerischen Landesvertretung

in Brüssel und mit Unterstützung

des DIHK, der IHK Region Stuttgart

und einigen weiteren IHKs durchgeführt

haben.

Hintergrund ist der von der EU-Kommission

vorgelegte Entwurf für eine Verordnung

über die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit

von Verbraucherprodukten. Dieser

sieht die verpflichtende Angabe des

Ursprungslandes (Made-in …) auf fast allen

Konsumentenprodukten, gleichgültig ob

neu oder gebraucht, vor. Begründet wird die

Regelung mit dem Argument des Verbraucherschutzes.

Die Kennzeichnung soll die

Sicherheit für die Konsumenten erhöhen

und die Rückverfolgbarkeit bis zum Hersteller

ermöglichen. Ob dieses Ziel durch eine

Made-in-Markierungspflicht erreicht wird,

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22 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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SERVICE

ist aus Sicht der IHK mehr als fraglich. Als

Grundlage zur Ermittlung des Ursprungslandes

soll die im EU-Zollkodex festgelegte

Regel dienen. Durch die Einbeziehung zollrechtlicher

Vorschriften besteht jedoch die

Gefahr, dass viele Produkte ihr derzeitiges

Qualitätssiegel „Made in Germany“ künftig

nicht mehr tragen dürfen. Zudem führt die

geplante Regelung zu einem extremen bürokratischen

Aufwand für die Wirtschaft.

Bei der Podiumsdiskussion, die mit 190

Teilnehmern auf großes Interesse stieß,

haben IHK-Organisation und WKÖ die EU-

Parlamentarier auf die Bedenken und die

Belastungen der Unternehmen hingewiesen.

Durch die fallbezogene Darstellung konnten

einige der Abgeordneten erstmalig für die

Tragweite der Vorschriften sensibilisiert

werden. In einer entscheidenden Phase des

Gesetzgebungsverfahrens haben die Initiatoren

der Veranstaltung wichtige Botschaften

bei den Brüsseler Entscheidungsträgern

platziert und maßgebliche Akteure des

Rechtsetzungsverfahrens eingebunden.

Neben Vertretern der Kommission, des Parlaments

und der Mitgliedstaaten waren

Repräsentanten von Unternehmen und

europäischen Spitzenverbänden anwesend.

In der Diskussion zeichnete sich deutlich ab,

dass die im Entwurf genannten Gründe für

die Made-in-Kennzeichnungspflicht nämlich

Nachverfolgbarkeit der Produktionskette

und umfassende Verbraucherinformation

nicht überzeugen. Wie sich in der anschließenden

Erörterung im EU-Parlament zeigte,

sehen auch Abgeordnete Teile der Verordnung

sehr kritisch. Somit stehen die Chancen

gut, dass das Parlament für den weiteren

Gesetzgebungsprozess die Kritikpunkte der

Unternehmen aufnimmt.

Die Frist für die Einreichung von Änderungsanträgen

lief bis zum 4. September.

Die IHKs haben von dieser Möglichkeit

Gebrauch machen. Gleichzeitig ist im Europäischen

Rat, also bei den Mitgliedstaaten,

Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein erster

Schritt auf diesem Weg war die Anhörung

im Verbraucherschutzministerium (BMELV)

in Berlin am 2. Juli 2013. Das Bundesministerium

hat die Kritik der Kammern und Verbände

in vielen Punkten aufgenommen.

Nun gilt es, weitere Verbündete in Europa zu

finden – dies sind unter anderem auch die

Verbraucherschützer, die mit dem Entwurf

in großen Teilen auch nichts anzufangen

wissen.

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SERVICE

AkA-Aufgabenstelle in Nürnberg

Auf Herz und Nieren geprüft

Deutschlandweit erhalten angehende Kaufleute dieselben Prüfungsaufgaben.

Bundeseinheitliche Prüfungen an den

allgemeinbildenden Schulen sind

Zukunftsmusik, ein Zentralabitur für

ganz Deutschland ist nicht in Sicht. Anders

in der beruflichen Bildung: Seit vielen Jahren

bearbeiten die kaufmännischen Auszubildenden

in den IHK-Zwischen- und

Abschlussprüfungen der einzelnen Ausbildungsberufe

von Flensburg bis Garmisch-

Partenkirchen zur selben Zeit dieselben

schriftlichen Aufgaben.

Insgesamt legen derzeit pro Jahr etwa

360 000 Teilnehmer ihre Abschlussprüfung

vor den Industrie- und Handelskammern ab,

davon über 300 000 mit zentral erstellten

schriftlichen Prüfungsaufgaben. Dass jeder

Foto: IHK

Deutschlandweit bewältigen Auszubildende

für kaufmännische Berufe die gleichen Prüfungsaufgaben,

erstellt von der die „Aufgabenstelle

für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen“.

Kandidat am Tag X eine DIN A4-Mappe mit

dem richtigen Aufgabensatz vor sich liegen

hat, setzt eine starke Institution hinter den

Kulissen voraus. Verantwortlich für die

„Bereitstellung von schriftlichen Prüfungsaufgaben

für kaufmännisch und kaufmännisch-verwandte

Ausbildungsberufe“ ist die

„Aufgabenstelle für kaufmännische

Abschluss- und Zwischenprüfungen“ (AkA),

die bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken

angesiedelt ist. Von den 158 200 Nachwuchskaufleuten,

die am 6. und 7. Mai 2013

ihre Abschlussprüfungen schrieben, saßen

etwa 142000 über Aufgaben aus der Feder

der AkA, die übrigen Teilnehmer erhielten

ihre Fragen von der ZPA Nord-West, der

Zentralstelle für Prüfungsaufgaben in Köln.

Die AkA wurde 1974 von den Industrieund

Handelskammern in Bayern und Hessen

als „Gemeinschaftseinrichtung zur überregionalen

Aufgabenerstellung“ gegründet.

Die Geschäftsführung und Vertretung der

AkA wurden der IHK Nürnberg für Mittelfranken

übertragen. Zum AkA-Verbund

gehören inzwischen die 45 IHKs der Bundesländer

Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,

Niedersachsen,

Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt

und Thüringen.

Die Liste der Berufe, die in die Zuständigkeit

der AkA fallen, umfasst derzeit 27 Einträge,

von A wie Automobilkaufmann/-frau

bis V wie Verkäufer/Verkäuferin. Den Großteil

der Prüflinge stellen die „Klassiker“

unter den kaufmännischen Ausbildungsberufen

wie Bürokaufleute, Industriekaufleute,

Kaufleute für Bürokommunikation und

Bankkaufleute. Insgesamt liefert die AkA

pro Jahr rund 350 000 Aufgabensätze für

Abschussprüfungen und etwa 165 000 Aufgabensätze

für Zwischenprüfungen aus, die

jeweils an zwei Terminen im Sommer und

Winter sowie im Frühjahr und Herbst abgehalten

werden.

Hohe Anforderungen an

die Qualität

40 Jahre nach ihrer Gründung hat die

AkA dasselbe Leitziel wie zu Beginn:

„Die lernortübergreifenden IHK-Prüfungen

müssen handlungsorientiert und praxisnah

sein und zuverlässig den Leistungsstand

der Auszubildenden feststellen“, betont

Geschäftsführer Dr. Wolfgang Vogel. Die

17 hauptamtlichen und über 750 ehrenamtlichen

Mitarbeiter der AkA stehen vor der

Herausforderung, dass die Aufgaben anspruchsvolle

Kriterien erfüllen müssen.

Objektiv und inhaltlich valide sollen die

Fragestellungen die Lernziele abprüfen, die

in den Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen

vorgeschrieben sind. Verlässlichkeit

und Trennschärfe sind ebenfalls

gefordert: „Die Prüfungsaufgaben müssen

zuverlässige Ergebnisse liefern, die mit

größtmöglicher Genauigkeit gute und weniger

gute Kandidaten unterscheiden“, betont

Vogel. Außerdem müssen die Aufgaben

justiziabel sein, also auch einer gerichtlichen

Überprüfung standhalten.

Komplexes Verfahren

Dieses Anforderungsprofil zeigt, wie

hoch die Messlatte für die Prüfungsaufgaben

liegt. Dementsprechend komplex ist das

Verfahren für deren Erstellung, Überprüfung

und Auswahl. Dies ist die zentrale Aufgabe

der AkA-Fachausschüsse, denen Arbeitneh-

24 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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SERVICE

mer- und Arbeitgebervertreter sowie Lehrer

angehören. Voraussetzung für die Aufnahme

in einen Fachausschuss ist unter anderem

die Mitwirkung in einem örtlichen IHK-

Prüfungsausschuss. Derzeit gibt es in der

AkA 22 Fachausschüsse für Abschlussprüfungen,

13 für Zwischenprüfungen sowie

vier gemeinsame Fachausschüsse mit insgesamt

fast 750 Mitgliedern aus der gesamten

Bundesrepublik, die alle ehrenamtlich tätig

sind und mindestens einmal pro Jahr zu Sitzungen

nach Nürnberg reisen. Vom ersten

Entwurf einer Aufgabe im Fachausschuss

bis zur Fertigstellung eines Prüfungssatzes

vergehen in der Regel zwei Jahre mit zahlreichen

Fachausschusssitzungen sowie

mehreren fachlichen und testpsychologischen

Lektoraten.

Kaufmann spielen die zentral gestellten

Aufgaben eine Schlüsselrolle, um den hohen

Standard der dualen Berufsausbildung in

Deutschland sicherzustellen: „Wir prüfen

nicht nur die Prüflinge, sondern die Qualität

der Ausbildung.“ Die einheitliche Fragestellung

sei ein entscheidender Beitrag zur Qualitätssicherung

und Transparenz. „Egal vor

welcher IHK die schriftliche Prüfung abgelegt

wurde – die Noten haben immer dieselbe

Aussagekraft.“ Unternehmen können die

Leistungen von Bewerbern aus verschiedenen

Bundesländern bzw. Kammerbezirken

besser einschätzen. Und auch die Nachwuchskräfte

erhalten dank der Statistik ein

ungeschminktes Bild ihrer relativen Stärken

und Schwächen. Jeder Prüfungsteilnehmer

kann seine Ergebnisse mit dem Durchschnitt

im IHK-Bezirk, im jeweiligen Bundesland

und in Gesamtdeutschland vergleichen. X

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Sparkassen-Finanzgruppe

Strenge Geheimhaltung

Hat der Fachausschuss einen Aufgabensatz

verabschiedet, durchläuft das Manuskript

noch einmal mehrere Korrekturschleifen,

ehe es die Druckfreigabe erhält. Der

Druck und die Auslieferung der Prüfungsaufgaben

sind sensibel, denn Pünktlichkeit

der Lieferung und absolute Diskretion sind

K.O.-Kriterien. Würde auch nur ein Päckchen

mit Aufgaben irgendwo zu früh geöffnet,

wären die Aufgabensätze an allen anderen

Prüfungsstandorten Makulatur. „Deshalb

sind unsere Sicherheitsvorkehrungen

fast so streng wie in einer Gelddruckerei“,

erklärt Vogel. Oberste Geheimhaltungsstufe

gilt nicht nur beim Druck der Prüfungsaufgaben,

sondern für alle Phasen der Vorbereitung.

Die Beteiligten unterliegen einer

strengen Schweigepflicht, regelmäßig wird

durch ein externes Audit überprüft, ob die

Sicherheitsvorkehrungen lückenlos eingehalten

werden.

Deutschlandweit vergleichbar

Wolfgang Vogel ist ein engagierter Verfechter

des Systems bundeseinheitlicher

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 25


SERVICE

Foto: IHK Nürnberg

AkA-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Vogel

Feedback nach den

Prüfungen

Zur Qualitätssicherung gehört auch das

zentrale Kritikverfahren: Die AkA befasst

sich mit jeder Beschwerde, die Prüfungsteilnehmer

zu einzelnen Aufgaben bei ihren

IHKs äußern. „Sowohl die hauptamtlichen

rektur von Prüfungen nicht am Niveau der

jeweiligen Berufsschulklasse oder Ausbildungsgruppe

orientieren. Auf diese Weise ist

gewährleistet, dass die Ergebnisse den Leistungsstand

des Einzelnen möglichst objektiv

abbilden. Außerdem haben zentral

erstellte Prüfungen das Potenzial, die Beziehung

zwischen Ausbildern und Lehrlingen

positiv zu verändern, wie Vogel erklärt: „Es

entwickelt sich eher eine Lerngemeinschaft,

die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet

ist: Alle Beteiligten sind stark motiviert, bei

der externen Prüfung gut abzuschneiden. So

übernimmt der Ausbilder häufig die Rolle

eines Coachs.“

Q

ONLINE

Mitarbeiter als auch die Mitglieder der Fachausschüsse

setzen sich mit diesem Feedback

intensiv auseinander“, erklärte Vogel. Ist

eine Kritik berechtigt, wird diese auch bei

der Auswertung berücksichtigt und zum

Beispiel eine weitere Lösung zugelassen,

eine Frage ganz aus der Wertung genommen

oder Rundungsdifferenzen zugelassen. Die

Punkte werden dann allen betroffenen Prüflingen

entsprechend gut geschrieben. Allerdings

kommt dies nur in sehr vereinzelten

Fällen vor. Auch wenn keine Reklamationen

vorliegen, spielt die Rückkopplung der Prüfungsergebnisse

für die Aufgabenerstellung

eine wesentliche Rolle. Die Fachausschüsse

können so überprüfen, ob sie den Schwierigkeitsgrad

ihrer Fragen vor der Prüfung

zutreffend eingeschätzt haben. In der Datenbank

der AkA sind über 50 000 Prüfungsaufgaben

erfasst, und zwar akribisch mit

allen teststatistischen Parametern.

Neben der Qualitätssicherung sieht Bildungsexperte

Vogel einen weiteren Vorteil

zentraler Prüfungen: Sogenannte Referenzgruppeneffekte

werden vermieden, weil von

außen gesetzte Standards sicherstellen, dass

sich die Aufgabenstellungen und die Korwww.ihk-aka.de

AUTOR/IN

Andrea Wiedemann

E-Mail: andrea.wiedemann@mnet-online.de

Mitmachen!

Ohne Infrastruktur geht gar nichts. Über den Verfall wird viel

geredet. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit Fotos

soll deshalb der Handlungsdruck erhöht werden. Aus diesem

Grund veranstaltet die IHK-Organisation im Rahmen des Jahresthemas

2013 einen Fotowettbewerb, der die Misere bebildert.

Mitmachen sollen Auszubildende, die aus ihrer Sicht spannende

Fotos zum Thema Infrastruktur beisteuern.

Die Auszubildenden können im Internet ihre Fotos hochladen.

Die Abstimmung über die Gewinnerfotos erfolgt online - mitmachen

kann prinzipiell jeder. Per Klick kann jedes einzelne Bild

bewertet werden. Die drei Fotos mit den besten Bewertungen

werden auf der Abschlussveranstaltung im Dezember 2013 in

Berlin präsentiert und mit attraktiven Preisen (1. Platz: Spiegelreflexkamera,

2. Platz: iPad und 3. Platz: Longboard) im Gesamtwert

von 2 000 Euro prämiert.

www.deine-infrastruktur.de

26 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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SERVICE

IHK-Geschäftsführer Dr. Frank Wendzinski,

IHK Vizepräsident Norbert Jäger und Thomas

Falk von der Sparkasse Oberhessen (v.li.n.re.).

Foto: IHK

Neues Serviceangebot der IHK Gießen-Friedberg

Vor Ort im Vogelsberg

Regionale Sprechstunde für Unternehmen in der

Sparkasse Oberhessen in Lauterbach.

Die Nähe zum Kunden ist eines der

wichtigsten Ziele der IHK Gießen-

Friedberg. Um auch für die Unternehmen

aus dem Vogelsberg schneller und besser

erreichbar zu sein, bietet die IHK seit 5.

September eine regionale Sprechstunde in

der Sparkasse Oberhessen in Lauterbach an.

Jeden ersten und dritten Donnerstag im

Monat stehen bis zu drei kompetente IHK-

Berater jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr für

Fragen und Ratschläge zur Verfügung. Das

Fachpersonal berät unter anderem in den

Bereichen Finanzierung und Innovation,

Existenzgründung, Unternehmensnachfolge,

Krisenbewältigung sowie City- und

Stadtmarketing. Zusätzlich erhalten Unternehmen

Formulare und Informationsmaterialien

zu vielen weiteren Themenbereichen.

„Um einen positiven Wandel im Vogelsberg

zu gestalten, brauchen wir neue Ideen“,

betonte der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses

Vogelsberg, Norbert Jäger, im

Rahmen einer Pressekonferenz. Von ihm

war auch die Initiative ausgegangen, eine

IHK-Servicestelle im Vogelsberg zu errichten.

Ein Vorschlag, der bei den beiden IHK-

Geschäftsführern Dr. Frank Wendzinski

(Standortpolitik) und Beate Hammerla (Existenzgründung

und Unternehmensförderung,

Innovation und Umwelt) sofort auf

positive Resonanz stieß und auch von Präsident

Dr. Wolfgang Maaß und der IHK-Vollversammlung

unterstützt wurde. „In der

Wirtschaft findet derzeit ein massiver Veränderungsprozess

statt. Und bei sieben leeren

Schaufenstern alleine im Ortskern von

Lauterbach, brauchen wir hier in der Region

frischen Wind“, unterstrich Jäger. „Ich bin

froh, dass die IHK uns nun vor Ort unterstützt.“

„Unsere Ausbildungsberater sind permanent

im Vogelsberg unterwegs. Das einzige,

was uns bis dato noch gefehlt hat, war eine

zentrale Anlaufstelle“, betonte Dr. Frank

Wendzinski. „Die Kunden können nun von

einer schnelleren Erreichbarkeit profitieren.

Auf diese Weise setzen wir auch auf eine

höhere Identifikation der Unternehmen mit

ihrer IHK in der Region.“ Sollten sich Fragen

einmal nicht vor Ort klären lassen, würde

umgehend eine Verbindung zum richtigen

Ansprechpartner in Gießen oder Friedberg

hergestellt. Der IHK-Geschäftsführer dankte

dem Hausherrn der Sparkasse Lauterbach,

Thomas Falk, für die prompte Bereitstellung

von Büroräumen.

„Die Themen der IHK sind auch unsere

Themen und die Kunden der IHK sind auch

unsere Kunden“, brachte es Thomas Falk auf

den Punkt. Als Mitglied im Regionalausschuss

verfolge die Sparkasse auch die gleichen

Interessen. „Ich wünsche der regionalen

Sprechstunde die positive Resonanz, die

sie verdient“, schloss er. Nach Auskunft von

Dr. Frank Wendzinski soll das IHK-Angebot

vor Ort nach einem Jahr evaluiert werden. Q

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 27


SERVICE

Gemeinsam für mehr Servicequalität in Friedberg:

Die frisch gekürten QualitätsCoaches

nach dem Seminar.

Foto: IHK

Friedberg ist auf dem Weg zur QualitätsStadt

Servicequalität

verbessern

Die erste Coaches sind ausgebildet und am Start.

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Der Weg ist das Ziel: Auf Initiative der

Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg

(IHK) beteiligen sich

jetzt 22 Friedberger Handels- und Dienstleistungsbetriebe

am Qualitätsmanagementsystem

„ServiceQualität Deutschland“. Dabei

geht es um eine stetige Überprüfung der

Abläufe und Angebote des Unternehmens

mit dem Ziel, die Servicequalität kontinuierlich

zu verbessern. Dafür sind im Betrieb so

genannte QualitätsCoaches zuständig. Diese

wurden aktuell in einem gemeinsamen

Seminar in den Räumen der IHK in Friedberg

ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Erfreulich war die Branchenvielfalt, die

die engagierten Unternehmerinnen und

Unternehmer abgebildet haben. Vertreten

waren die Bereiche Gastronomie, Einzelhandel,

Handwerk, Kreditinstitute und die Stadt

mit ihrem Bürgerbüro. Die künftigen QualitätsCoaches

lernten Methoden, wie man die

Abläufe im eigenen Betrieb analysiert, Serviceketten

bildet und dokumentiert, einen

Maßnahmenplan erarbeitet und durchführt.

Am Ende wurden sie auf die Erstzertifizierung

vorbereitet. „Wir freuen uns sehr, dass

das Seminar nun stattgefunden hat. Das

zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg

sind. Gemeinsam lernen und gemeinsam am

Thema ServiceQualität weiterarbeiten stärkt

das Wir-Gefühl“, so Erhard Krug, stellvertretender

Leiter des Geschäftsbereichs

Standortpolitik der IHK Gießen-Friedberg.

Mit der Qualitätsmanagerin Dipl.-Ing. Christine

Garbe konnte eine exzellente Fachfrau

als Referentin zum Thema gewonnen werden.

Für alle Beteiligten war die Ausbildung

zum QualitätsCoach der Auftakt für einen

weiteren Qualifizierungsprozess. Gemeinsames

Ziel der Teilnehmer ist es, Friedberg als

„QualitätsStadt“ zertifizieren zu lassen. Die

Mindestvoraussetzungen sind mit dem

Seminar und der Erstzertifizierung der teilnehmenden

Betriebe geschaffen. Für das

kommende Jahr sind dann gemeinschaftliche

Aktionen geplant, die den Gedanken

Servicequalität in der Innenstadt weiter verbreiten

und etablieren sollen. „Gerade vor

dem Hintergrund, dass Servicequalität eines

der stärksten Argumente für die Kundenbindung

und den Neukundengewinn ist, kann

die Innenstadt mit dem Titel „Qualitäts-

Stadt“ ihre Position enorm stärken. Schließlich

wollen wir erreichen, dass die Kunden

zum Einkaufen in der Innenstadt bleiben“,

erläutert Krug abschließend. „Gerade wir

Einzelhändler in der Innenstadt wissen, dass

es auf Qualität ankommt und wir mit gutem

Service punkten können. Kompetente und

freundliche Beratung sind entscheidend für

unseren Erfolg“, ergänzen die frischgebakkenen

QualitätsCoaches unisono. Q

KONTAKT

Erhard Krug

Tel.: 06031/609-2010

E-Mail: krug@giessen-friedberg.ihk.de

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Foto: C. Kluck

Einblicke in die Welt des Stahlhandels

erhielten die Teilnehmer

der zweiten „Langen Nacht der

Industrie“ in der Region bei dem

Gießener Unternehmen

BIEBER+MARBURG.

Blick auf die zweite „Lange Nacht der Industrie“

Pforten auf!

Wieder gaben BIEBER+MARBURG und BranoPac Einblicke

in ihre Produktionen.

Mitte Juni 2013 fand

zum zweiten Mal „Die

Lange Nacht der

Industrie“ für den Gießener

Raum statt. Nach der erfolgreichen

Premiere im vergangen

Jahr waren die Teilnehmerlisten

auch in diesem Jahr wieder

rasch gefüllt. Bei wüstenheißen

36 °C im Schatten nahmen die

beiden Busse pünktlich um

17.30 Uhr ihre Fahrt auf.

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Die Tour 9.1 führte die Teilnehmer

als erstes in den nahe

gelegenen Bergwerkswald in

Gießen, wo sie einen spannenden

Einblick in die faszinierende

Welt des Stahls und Metalls

erhalten sollten. Spätestens

nach dem freundlichen Empfang

und einer informativen

Einleitung durch die Geschäftsführerin

Brigitte Bieber und den

Prokuristen und Verkaufsleiter

Innovativer HALLEN- & MODULBAU vom Großflächen-Profi

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Stahl, Michael Meyer, konnte

die sengende Nachmittagssonne

den interessierten Zuhörern

nichts mehr anhaben. Mit den

abschließenden Worten von

Meyer im Hinterkopf: „Gehen

sie mit stahlglänzenden Augen

durch die Welt – sie werden

erstaunt sein, wo uns Stahl

überall begleitet!“ – starteten

die rund 30 Teilnehmer die Führung

durch das Unternehmen.

Aufgeschlossen gegenüber

Besuchern und kompetent bei

Fragen jeglicher Art führte

Heinz Lang die Teilnehmer von

Halle zu Halle. Schnell wurde

deutlich, BIEBER+MARBURG ist

ein Unternehmen mit sehr motivierten

Mitarbeitern, die ihren

Arbeitsplatz mögen. Nicht nur

wegen der spannenden Ausbildungsberufe

und der Möglichkeit,

ein „StudiumPlus“ zu

absolvieren, sondern vor allem

wegen des sympathischen

Betriebsklimas, das in allen

Abteilungen für Besucher spürbar

ist.

Die rund 220 Mitarbeiter des

Unternehmens, davon 130 in

Gießen tragen dazu bei, dass

jährlich bis zu 70 000 Tonnen

Stahl umgeschlagen werden

und 27 eigene LKW den Stahl in

viele Regionen Deutschlands

liefern können. Der stark nachgefragte

24-Stunden-Lieferservice,

den BIEBER+MARBURG

seinen Kunden anbietet, erfordert

ein Höchstmaß an exakt

geplanten logistischen Prozessen.

Zeitgemäße Hochregalsysteme

in Verbindung mit neuesten

Präzisionskränen sorgen für

eine zügige Auftragsabwicklung.

Im schützenden Schatten

eines extra dafür bereitgestellten

Flottenfahrzeugs , konnten

sich die Teilnehmer nach der

etwa 90 minütigen Führung an

einem, von den Auszubildenden

liebevoll vorbereiteten, Imbiss-

Stand erfrischen und stärken.

Im angenehm klimatisierten

Bus ging die Tour im

30 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


SERVICE

Anschluss weiter nach Lich, zu

BranoPac, einem in der Verpackungsindustrie

tätigem

Unternehmen.

Dort angekommen wurden

alle Teilnehmer erneut herzlich

empfangen und die Führung

startete mit einer kurzen

Ansprache durch die

Geschäftsleitung. Aufgeteilt in

zwei Gruppen führte Andrea

Borner, die kaufmännische

Leiterin, durch die verschiedenen

Abteilungen des Unternehmens

und wer bis dahin

dachte, Verpackung ist gleich

Verpackung, wurde schnell

eines Besseren belehrt.

Denn neben der Herstellung

von Spezialpapieren, die das

Packgut vor Schäden durch

Korrosion schützen, ist Brano-

Pac außerdem in der Lage, Spezialdrucke

für die Lebensmittelbranche

anzufertigen – vom

zweifarbigen Motiv-Backpapier

bis hin zur Muffinform mit individuellem

Firmenlogo - und

darüber hinaus werden noch

viele andere Spezialpapiere entwickelt,

die sich als praktische

Helferlein im Alltag erweisen.

Doch auch für die Industrie

hat BranoPac einiges an wirklichen

Highlights zu bieten, denn

BranoPac ist in der Lage, individuell

angepasstes Masterbatch1

herzustellen. Versetzt mit speziellen

Chemikalien und Farbtönen

nach Wunsch, wird dieses

Spezialgranulat vom jeweiligen

Kunden zu Folie weiterverarbeitet,

die das Packstück vor den

schwerwiegenden Folgen der

Korrosion schützen sollen. Der

zuständige Mitarbeiter erklärte

auch für Laien verständlich, wie

aus normalem PE-Granulat

buntes Masterbatch wird.

In den Abteilungen, die

lebensmittelrelevante Produkte

wie Backpapier bedrucken, herrschen

strenge hygienische Vorgaben,

deshalb war es den Besuchern

nicht erlaubt, diesen

Bereich zu betreten. Weiter zu

den Spezialwalzen und Druckmaschinen

erlebten die Besucher,

wie Chemikalien und Aufdrucke

auf das Papier aufgebracht

werden. Hier konnte Dr.

Jörg Kroll mit seinem Fachwissen

auch diesen komplexen

Ablauf auf interessante Art und

Weise erläutern. Anschließend

erfuhren die Teilnehmer in der

Abteilung Ausrüstung von Rolf

Dittrich, wie Papiere individuell

nach Kundenwünschen zugeschnitten

und versandfertig

gemacht werden.

Wer sich nun fragte, wie

passt das zusammen? Papier

und Chemie? Der wurde im firmeneigenen

Entwicklungs- und

Testlabor aufgeklärt, denn Anastasia

Kessel, Mitarbeiterin des

Labors, brachte den Teilnehmern

eine Vielzahl an Testapparaturen

und Versuchsstationen

näher, um so zumindest einen

kleinen Einblick in die Materie

dieses hochkomplexen Gebietes

geben zu können. Abgerundet

und zusammengefasst wurde

die Tour mit einer kurzen Präsentation

über das Unternehmen

und seine Tätigkeitsfelder,

in deren Rahmen die Teilnehmer

auch eine Vielzahl der Brano-

Pac-Produkte unter Augenschein

nehmen konnten.

Bei einem abschließenden

Get-Together mit kalten Getränken

und ofenwarmen Brezeln

konnten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer offen gebliebene

Fragen stellen oder sich – vor

allem für die Jüngeren von

Interesse – zum Thema Ausbildung

informieren, denn Brano-

Pac bietet in dieser Hinsicht ein

vielfältiges Spektrum an: vom

Industriekaufmann oder Fachlageristen,

über den Packmitteltechnologen

bis hin zum Chemielaboranten

oder dem Fachinformatiker

für Systemintegration

offeriert BranoPac für fast

jedes Interessengebiet die passende

Ausbildung an.

Und so neigte sich auch die

zweite Lange Nacht der Industrie

gegen 22.00 Uhr dem Ende

zu und alle Teilnehmer traten,

vollgepackt mit Präsenten, den

Heimweg an. Den zufriedenen

Gesichtern zu entnehmen,

waren auch diese beiden Touren

ein voller Erfolg, und es

bleibt zu hoffen, dass im nächsten

Jahr wieder mehr Unter-

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Claire Louise Kluck

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nehmen dabei sein können.

Denn nur so kann man weiter

daran arbeiten, die faszinierenden

Aspekte der Industrie

einem breiten Publikum auf

eine ungewöhnliche und unterhaltsame

Art und Weise präsentieren

zu können.

1

Als Masterbatch bzw. Farbgranulat

bezeichnet man Kunststoffadditive

in Form von Granulaten

mit Gehalten an Farbmitteln

oder Additiven, die

höher sind als in der Endanwendung.

Sie werden dem natürlichen

Kunststoff (Rohpolymer)

zum Einfärben oder zur Veränderung

der Eigenschaften beigemischt.

Masterbatches erhöhen

dabei im Vergleich zu Pasten,

Pulver oder flüssigen Zusatzstoffen

die Prozesssicherheit

und sind sehr gut zu verarbeiten.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/

wiki/Masterbatch). Q

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 31


SERVICE

Foto: Faktor 10

Projektworkshop bei Rinn Betonund

Naturstein GmbH & Co. KG

in Heuchelheim.

Reihe DemografieFit (2 von 5)

Personal- und

Kompetenzentwicklung

Das zweite von fünf Handlungsfeldern, um Ihr Unternehmen

demografiefit aufzustellen und Fachkräftepotenziale zu sichern.

Nachdem wir in der vergangenen

Ausgabe die

Personalgewinnung und

-bindung der Reihe DemografieFit

beleuchtet haben, stellen

wir Ihnen das zweite von insgesamt

fünf Handlungsfeldern

vor: Personal- und Kompetenzentwicklung.

In den kommenden

Ausgaben werden wir noch

die Themen Betrieblicher

Gesundheitsschutz, Work-Life-

Balance sowie Führung und

Unternehmenskultur genauer

darstellen. Diese Handlungsfelder

werden von acht mittelhessischen

Unternehmen im Rahmen

des Projekts DemografieFit

bearbeitet; dabei werden sie

vom Faktor 10 – Institut für

nachhaltiges Wirtschaften

gemeinnützige GmbH begleitet.

Die mittelhessischen IHKs und

das Regionalmanagement Mittelhessen

GmbH unterstützen

das Projekt.

Der demografische Wandel

führt zu einem zukünftigen,

jedoch bereits heute spürbaren

Mangel an Fach- und Führungskräften

und verlangt einen

stärkeren Fokus auf die Entwicklung

von Mitarbeiter und

deren Kompetenzen. Themen

wie die strategische Laufbahnentwicklung

und kontinuierliche

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

gewinnen an

Bedeutung. Im Vordergrund

steht hierbei, die Mitarbeiter in

ihren Qualifikationen und

Fähigkeiten zu fördern, damit

sie den Anforderungen der

Arbeitswelt langfristig gewachsen

sind und ihnen die Möglichkeiten

zu eröffnen sich auf neue

Tätigkeiten zu einzustellen.

Durch stärkere Investitionen in

eine aktive Personalentwicklung

und den passgenauen Einsatz

der vorhandenen Kompetenzen

im Unternehmen, kann

die Bindung der vorhandenen

Mitarbeiter an das Unternehmen

gestärkt werden. Aus diesem

Grund gewinnen neben etablierten

Personalentwicklungsmaßnahmen

auch strategische

Laufbahnentwicklungsplanungen

und die Verankerung kontinuierlicher

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

in Unternehmen

an Bedeutung.

Zudem können weitere

Instrumente und Maßnahmen

den Auswirkungen des demografischen

Wandels entgegenwirken.

Dies können zum Beispiel

neue Formen des unternehmensinternen

Lernens oder

die mitarbeiterorientierte Qualifizierung,

die speziell auf die

Bedürfnisse älterer Menschen,

Menschen mit Migrationshintergrund

und Menschen mit

Behinderung ausgerichtet ist,

sein. Angepasste Konzepte zum

Kompetenzaufbau, eine koordinierte

Weiterbildung je nach

beruflicher Anforderung und

32 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


SERVICE

HANDLUNGSFELDER VON DEMOGRAFIEFIT

Personal- und

Kompetenzentwicklung

eine langfristige betriebliche

Laufbahngestaltung sollten

dabei über die gesamte Berufskarriere

hinweg gewährleistet

sein. Dadurch kann altersgerechte,

migrationsgerechte und

genderausgewogene Beschäftigung,

eine hohe Motivation und

Loyalität der Mitarbeiter sowie

der passgenaue Einsatz von

Kompetenzen und Qualifikationen

gefördert werden.

Umfassende Konzepte

sorgen für Nachhaltigkeit

Die Firma Rinn Beton- und

Naturstein GmbH & Co. KG aus

Heuchelheim setzt auf ein

umfassendes Konzept zur Personal-

und Kompetenzentwicklung:

“Als familiengeführtes

Unternehmen fühlen wir uns

stark dem nachhaltigen Wirtschaften

verpflichtet. Schonender

Umgang mit Ressourcen

und unserer Umwelt sind uns

genauso wichtig, wie auch die

sozialen Aspekte unserer Mitarbeiter

und deren Familien. Für

unser Unternehmen ist die Qualifizierung

und Weiterbildung

des Rinn-Teams von zentraler

Bedeutung. Die „generationsübergreifende

Sicherung des

fachlichen Wissens“ ist für den

Erfolg des Unternehmens von

großer Wichtigkeit, um unseren

hohen Qualitätsstandard zu halten.

Eine konkrete Maßnahme,

die aus dem Projekt DemografieFit

heraus entwickelt wurde,

ist die Mitarbeiterbefragung, die

wir Ende 2013 durchführen

werden. Wir erhoffen uns aus

der Sicht der Mitarbeiter weiteren

Handlungsbedarf zu erfahren.

Durch das Projekt Demografie

Fit ist uns bewusst geworden,

dass dies mit die wichtigsten

Maßnahmen für die

Zukunft sein werden.“

Offener Umgang

mit Stärken und

Schwächen

Folgende betriebliche Handlungsstrategien

können unter

anderem zur Unterstützung der

Personal- und Kompetenzentwicklung

genutzt werden:

Kontinuierlicher Dialog zur

Mitarbeiterentwicklung

Laufbahnentwicklung, Karriereplanung

und Nachfolgeplanung

Kompetenzen und Qualifikationen:

Bedarfserhebung

und -planung

Mitarbeiterorientierte Qualifizierung

und Weiterbildung

Lern- und Anwendungsmöglichkeiten

im Unternehmen

Gabelstapler · Lagertechnik Teleskop-Stapler Grundstückspflege Reinigungstechnik

Neu · Gebraucht · Mieten

Leasen · Full-Service

Kompetenzerweiterung

durch verschiedene Formen

der Zusammenarbeit

Konkrete Maßnahmen hierzu

wurden im Projekt DemografieFit

gemeinsam mit den

Unternehmen bearbeitet.

Susann Haferkorn von der

HOPPE AG aus Stadtallendorf

berichtet über den Projektverlauf:

„Der offene Umgang mit

Stärken und vor allem Verbesserungspotenzialen

hinsichtlich

der einzelnen Handlungsfelder

war für die mitwirkenden Unternehmen

zum Teil ungewohnt. –

Schließlich präsentiert man sich

(vor allem nach außen) lieber

von seiner „Schokoladenseite“,

als offen und ehrlich das anzusprechen,

was nicht so gut läuft.

Meiner Meinung nach stellt aber

genau diese „Kultur des Austauschs

sowie des mit- und voneinander

Lernens“ einen Mehrwert

des Projektes dar.“

In der folgenden Ausgabe

steht das Handlungsfeld

Betrieblicher Gesundheitsschutz

im Fokus der Reihe

DemografieFit.

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 33


SERVICE

Veranstaltungskalender Oktober/November 2013

Tagesseminare

01.10.2013 Friedberg Online-Marketing/Web 2.0-Stategien Dr. Sabine Holicki

02.10.2013 Friedberg Persönliche Führungskompetenz – Mitarbeiter für den Erfolg begeistern Boris Kimes (M. A.)

07.10.2013 Friedberg Fit für effiziente Chefentlastung Dipl.-Betriebswirt

Sascha Hochdörffer

10.10.2013 Gießen Erfolgreiche Körpersprache – Besser wirken und überzeugen Gisela Hörle

14.10.2013 Friedberg Korrespondenztraining für Azubis A. Sisignano (M. A.)

15.10.2013 Gießen Kommunikations- und Social-Skills-Training für Azubis Dipl.-Betriebsw. T. Dostal

17.10.2013 Gießen Leichter lernen für Azubis – Effizienter Arbeiten, kreativer Denken Dipl.-Betriebswirt A. Eiling

21.10.2013 Friedberg Stil & Etikette für Azubis - der kleine Business-Knigge Dipl.-Betriebswirt A. Eiling

24.10.2013 Gießen Telefonpowertraining für Azubis – Susanne Parisi

Gekonnt Kommunizieren von Anfang an

29.10.2013 Gießen Aufbauseminar Einkauf Thomas Vogel

30.10.2013 Gießen Zeitmanagement und Arbeitsorganisation – Grundlagen des Erfolges A. Sisignano (M. A.)

31.10.2013 Friedberg Reklamationsmanagement – Beschwerden als Chance nutzen Gisela Hörle

01.11.2013 Gießen Professionelles Ausbildungsmarketing – Dipl.-Betriebswirt A. Eiling

Die besten Azubis entdecken und für sich gewinnen

04.11.2013 Gießen Durch Reden überzeugen – Begeistern Sie mit Worten Dipl.-Phys. Christoph Dahms

06.11.2013 Gießen Führen in dynamischen Umgebungen Stefan Günther

07.11.2013 Friedberg Der Schlüssel zum Kunden – Boris Kimes (M. A.)

Mit modernen Methoden zum Spitzenverkäufer

12.11.2013 Friedberg Talentmanagement – Dipl.-Ökonomin

Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern

Roswitha Theiß

13.11.2013 Gießen Geschäftsbriefe : Kurz, prägnant und kundenorientiert Elke Diemar

15.11.2013 Friedberg Teamarbeit und Konfliktmanagement Boris Kimes (M. A.)

20.11.2013 Gießen Business-Knigge - Stil und Verhalten im Berufsalltag Dipl.-Verwaltungswirt (BA)

Holger Sturm

21.11.2013 Friedberg Alternatives Marketing Dipl.-Psych. D. Bächstädt

26.11.2013 Friedberg Small-Talk im Geschäftsleben – Wirkungsvolle Gespräche am Rande Dipl.-Phys. Christoph Dahms

27.11.2013 Friedberg Potenzialaufdeckung und Prozessoptimierung Rolf Gohle

in produzierenden Unternehmen

28.11.2013 Gießen Sozialkompetenz-Training Saskia Dürr (M. A.)

Nähere Informationen: IHK Gießen–Friedberg: 0641/7954-3110 Dagmar Löthe (loethe@giessen-friedberg.ihk.de)

06031/609 -3125 Raid Nashef (nashef@giessen-friedberg.ihk.de)

Weiterbildungsangebote anderer Anbieter finden Sie bspw. unter: www.hessen-weiterbildung.de, www.wis.ihk.de, www.kursnet.de, etc.

Veränderungen im Handelsregister

Das Handelsregister wird bei

den Amtsgerichten geführt

und dient der Rechtssicherheit

im Handelsverkehr. Hier werden

alle tatsächlichen und rechtlichen

Verhältnisse vollständig

und zuverlässig nachgewiesen.

Auf der Homepage www.handelsregisterbekanntmachungen.

de finden Sie die aktuellen

Bekanntmachungen zum kostenlosen

Abruf. Außerdem können

Sie unter www.handelsregister.

de kostenpflichtig Handels-,

Genossenschafts- und Partnerschaftsregister

sowie zum Teil

die Vereinsregister aller Bundesländer

und darüber hinaus die

Registerbekanntmachungen

(Veröffentlichungen) abrufen. Q

34 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


SERVICE | KOMPETENTE BERATUNG IN IHRER REGION

Veranstaltungskalender Oktober/November 2013

Lehrgänge

28.10.2013 – 14.11.2016 Friedberg Gepr. Industriemeister/in - Fachrichtung Metall ca. 1.100 UStd.

01.11.2013 – 06.12.2013 Friedberg Projektmanagement 48 UStd.

08.11.2013 – 07.12.2013 Friedberg Vorbereitung auf die Ausbilder-Eignungsprüfung*

19.11.2013 – 15.10.2015 Gießen Gepr. Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen ca. 620 UStd.

21.11.2013 – 30.11.2013 Gießen Vorbereitung auf die Ausbilder-Eignungsprüfung*

Förderung über den Qualifizierungsscheck (www.qualifizierungsschecks.de) ist möglich.

Nähere Informationen: IHK Gießen–Friedberg: 0641/7954-3110 Dagmar Löthe (loethe@giessen-friedberg.ihk.de)

06031/609-3125 Raid Nashef (nashef@giessen-friedberg.ihk.de)

06031 609-3120 Siglinde Schäfer * (schaefersi@giessen-friedberg.ihk.de)

Fachanwaltsregister

Arbeitsrecht

Bob Dingeldey

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Erbrecht

Fachanwalt für Familienrecht

Rechtsanwälte

KANZLEI FÜR VERSICHERUNGS-, S CHADENS- UND HAFTUNGSRECHT

Fachanwälte für Versicherungsrecht

9 bei Schäden an Gebäude, Betriebsstätte, Inventar

9 Produkt- und Umweltschadenhaftung

9 D&O-/Managerhaftung, Regress

9 sonstige Haftpflicht-, Sach- und Personenschäden

Rechtsanwälte und Notare

Dingeldey Rechtsanwälte $ Fachanwälte

Kanzleiberg 9 $ 35390 Gießen

Tel. 0641 34 0 34 $ Fax 0641 390 345

info@dingeldey.de $ www.dingeldey.de

Fachanwalt für Verkehrsrecht

9 bei Flottendeckung, Fuhrpark-/Ladungsschäden

9 Unfallregulierung, Schadenmanagement

9 Verkehrsordnungswidrigkeiten, Bußgeldsachen

Fachanwälte für Medizinrecht

9 bei Medizinschäden, Arzthaftung

9 Leistung aus PKV, Krankentagegeld

,BUIBSJOFOHBTTFt(JFFOt5FM

www.kanzlei-mn.de

Steuerberatung

SACHA FELLER

Fachanwalt Erbrecht

RUDOLF HAIBACH

Fachanwalt Familienrecht

DR. JUR. ULRIKE HAIBACH

Fachanwalt Familienrecht

DR. JUR. STEPHAN ANFT

Fachanwalt Familienrecht

Finanz- und Lohnbuchhaltung

Jahresabschluss | Steuererklärung

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Werner-von-Siemens Straße 1 | 35510 Butzbach

Telefon: 06033 9 28 50 70 | Telefax: 06033 9 28 50 71

E-Mail: stb@lange-sabine.de | Web: www.lange-sabine.de

Diplom-Kauffrau Sabine Lange Steuerberaterin

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 35


SERVICE

Veranstaltungskalender Oktober/Dezember 2013

Seminare Geschäftsbereich International

07.10.13 Gießen Die EG-Anti-Terrorismus-Verordnungen und die Michael Klingberg

Iran-Sanktionen - Inhalte und Umsetzung in den Unternehmen

07.10.13 Gießen Inhouse Beratung Tunesien AHK

08.10.13 Gießen Export-Angebote nach internationalen Standards formulieren Hatto Brenner

09.10.13 Gießen Grundlagen/Grundsätze der Einreihung von Waren in den elektro- Jens-Hendrik Ivenz

nischen Zolltarif bzw. Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik

09.10.13 Gießen Das Präferenzrecht als Wettbewerbsfaktor bei der Ausfuhr Volker Martin

10.10.13 Gießen Verträge im Auslandsgeschäft Marc-Andre Delp, RA

21.10.13 Gießen Die Haftung im Export - Frank-Markus Laufert

Notwendigkeit einer innerbetrieblichen Exportkontrolle

24.10.13 Gießen Export Akkreditiv für Fortgeschrittene Christoph Külzer-Schröder

30.10.13 Gießen English for Export Stefan Schuchardt

31.10.13 Gießen Ausfuhrgenehmigungen elektronisch beantragen mit ELAN-K-2 Stefan Schmidt

07.11.13 Gießen Zollpraxis (Export 2) für Fortgeschrittene Herbert Losekam

11.11.13 Gießen Die richtige Codierungskennziffer in der Ausfuhranmeldung Frank-Markus Laufert

12.11.13 Gießen Die typischen Fehler im Außenhandel Hatto Brenner

14.11.13 Gießen Incoterms® 2010 kompakt Christoph Külzer-Schröder

14.11.13 Gießen Inhouse Beratung Norwegen Rita Hareid AHK

20.11.13 Gießen Inhouse Beratungen Schweden Ninni Löwgren AHK

21.11.13 Gießen Umsatzsteuer in der EU und beim Warenverkehr mit Drittländern Iris Schäfer

25.11.13 Gießen Das Exportkontrollrecht in der praktischen Umsetzung Frank-Markus Laufert

27.+28.11.13 Gießen 2 Tage - Der richtige Umgang mit Außenhandelsformularen Gerhard Tholen

27.11.13 Gießen Die Bedeutung der Lieferanten-Erklärung Volker Martin

28.11.13 Gießen Zollforum Mittelhessen 2013 Verschiedene Referenten

03.12.13 Gießen Importpraxis – Erstellung der wichtigsten Dokumente Herbert Losekam

09.12.13 Gießen Das amerikanische Re-Exportrecht Michael Klingberg

09.12.13 Gießen Europäische und amerikanische Sicherheitsvorschriften des Michael Klingberg

Zollbereichs - nicht nur für Exporteure wichtig -

Förderung über den Qualifizierungsscheck (www.qualifizierungsschecks.de) ist möglich.

Nähere Informationen: IHK Gießen–Friedberg: 0641/7954-3510 Edeltraud Hoffmann (hoffmann@giessen-friedberg.ihk.de)

-3515 Ingrid Wolf-Hof (wolf-hof@giessen-friedberg.ihk.de)

-3505 Elvin Yilmaz (yilmaz@giessen-friedberg.ihk.de)

Weiterbildungsangebote anderer Anbieter finden Sie bspw. unter: www.hessen-weiterbildung.de, www.wis.ihk.de, www.kursnet.de, etc.

36 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


SERVICE

20-jähriges Firmenjubiläum

ProLan Computer GmbH

Am Kalkofen 3, Nieder-Wöllstadt 13.9.2013

25-jähriges Arbeitsjubiläum

A. Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG, Buseck

Carsten Crombach 1.9.2013

Berkenhoff GmbH, Heuchelheim

Cornelia Knobel 3.10.2013

Norbert Fey 12.10.2013

Schlitzer Leinen-Industrie Driessen GmbH & Co. KG, Schlitz

Birgit Marg 1.10.2013

Enders GmbH & Co. KG, Reiskirchen

Anke Blumenauer 3.10.2013

Geibel & Hotz GmbH, Homberg(Ohm)

Reinhold König 3.10.2013

Adolf Lupp GmbH + Co. KG, Nidda

Martin Geyer 25.10.2013

J. Mack GmbH & Co.KG, Grünberg

Sonja Kratz 26.9.2013

Mettler-Toledo GmbH, Gießen

Elke Ermler 8.10.2013

Johannes Schäfer vorm. Stettiner Schraubenwerke GmbH &

Co. KG, Hungen

Ute Welker 22.8.2013

Oktay Özmen 1.9.2013

Christof Schäfer 1.9.2013

Wekon Heinz Schnedler GmbH, Rosbach v.d.H.

Alexander Brehm 1.7.2013

Lars Pönicker 1.8.2013

40-jähriges Arbeitsjubiläum

Jubiläen

Adolf Lupp GmbH & Co. KG, Nidda

Hans-Georg Feth 1.10.2013

RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt

Ilona Kossmehl 1.10.2013

Einrichtungshäuser R. Sommerlad GmbH & Co. KG, Giessen

Michael Feuster 15.10.2013

BUCHTIPPS

Warum Produkte

floppen

von Tina Müller/

Hans-Willi Schroiff

Zwei Marketingprofis erklären,

warum manche Produkte einfach

keine Käufer finden. So

lässt sich nachvollziehen, was

falsch gelaufen ist und wie man

Todsünden im Marketing

zukünftig vermeiden kann. Die

Konsumgüter-Industrie strotzt

vor Innovationskraft - jedes Jahr

erblicken Zehntausende Produkte

unsere schöne neue Konsumwelt.

Die bittere Wahrheit hinter

den glänzenden Innovationsstatistiken

ist: 60 bis 70 Prozent

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kurzes Dasein und sind innerhalb

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aus den Regalen verschwunden.

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Marken, die leben: Tina Müller

und Hans-Willi Schroiff entlarven

die Pseudoinnovationen der

So funktioniert der

Geldmarkt

von Manfred Weber

Geld spielt für uns eine existenzielle

Rolle. Dennoch wissen die

meisten relativ wenig über das

Zustandekommen von Preisen

und Zinsen. Der neue Haufe

TaschenGuide „So funktioniert

der Geldmarkt“ erklärt die

grundlegenden Strukturen des

Geldmarktes. Autor Manfred

Weber beschreibt punktgenau

und verständlich die wichtigsten

Zusammenhänge rund um Banken,

Finanzmärkte und Eurokrise

— und erklärt, wie wir unser

eigenes Geld am besten schützen

können.

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Sie die zehn Todsünden des Marketings

vermeiden und mit strategischer

Planung und Marketinggeschick

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 37


Fotos: I. Jakob-Diedolph

SERVICE

Per Handschlag die Aufnahme in die IHK-

Vollversammlung besiegelt. Präsident Dr.

Wolfgang Maaß (li.) bestätigt und gratuliert

Hans-Heinrich Bernhardt.

Vollversammlung tagt bei Party Rent in Ober-Mörlen

China unter Druck

Die Politik im „Reich der Mitte“ steht für Stabilität,

muss sich aber der Realität von Demografie,

Umweltverschmutzung und sozialen Spannungen stellen.

Premiere für die IHK-Vollversammlung –

erstmals tagte das Parlament der regionalen

Wirtschaft in einem Zelt. Und das

nicht nur, weil das gastgebende Unternehmen

Party Rent Frankfurt Eichenberger GmbH den

Mitgliedern einmal anschaulich machen wollte,

was man von einer mietbaren 5-Sterne-

Überdachung aus dem eigenen Bestand

erwarten kann. Vielmehr hätte der geplante

Erweiterungsbau nicht termingerecht realisiert

werden können, wie der Geschäftsführer

des Ober-Mörlener Unternehmens Christian

Eichenberger erläuterte. Ablauf und Konzentration

litten jedenfalls nicht unter dem ungewöhnlichen

Ambiente und so konnte sich die

Vollversammlung in ihrer Sommersitzung wie

gewohnt aktuellen Themen aus der Region

widmen.

Bis zu den Neuwahlen der Vollversammlung

Anfang kommenden Jahres kann das

Gremium dabei auf das Engagement eines

neuen Mitglieds zählen. Hans-Heinrich

Bernhardt, Vorstand der Volksbank Mittelhessen,

wurde von der Vollversammlung

zum neuen Mitglied gewählt. Bernhardt

folgt dem langjährigen Vollversammlungsmitglied

Volker Remmele nach, der Ende

Juni aus dem Berufsleben und damit auch

aus der IHK-Vollversammlung ausgeschieden

ist. Bernhardt ist der Region seit langem

verbunden, arbeitete ab 2001 in führender

Position bei der ehemaligen Volksbank Gießen

und ist seit 2011 im Vorstand der Volksbank

Mittelhessen.

Im Anschluss an die Wahl des neuen

Vollversammlungsmitgliedes berichteten die

IHK-Vizepräsidenten Dr. Angelika Schlaefke

und Norbert Jäger über ihre Gremien-Arbeit

der vergangenen Monate. Jäger erinnerte an

den aus seiner Sicht mehr als gelungenen

Start des regionalen Servicebüros der IHK in

Lauterbach. Schon am ersten Öffnungstag

hätten zahlreiche persönliche Gespräche in

den Räumen der Sparkasse Oberhessen

stattgefunden. Mit regelmäßigen Sprechtagen

jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat

von 13.00 bis 17.00 Uhr stünden den Vogelsberger

Unternehmen nunmehr ortsnah IHK-

Experten aus den Geschäftsbereichen Existenzgründung

und Unternehmensförderung,

Innovation und Umwelt sowie Standortpolitik

beratend zur Seite.

Schlaefke appellierte in der Vollversammlung

an die Politik, das Erfolgsmodell

Duale Ausbildung zu stärken. Gerade vor

dem Hintergrund, dass der Fachkräftenachwuchs

zu 90 Prozent aus dem beruflichen

und nur zu zehn Prozent aus dem akademischen

Bereich komme, sei die Unterstützung

des dualen Ausbildungssystems „ein Gebot

ökonomischer Vernunft“. Die IHK-Vizepräsidentin

erinnerte daran, dass der IHK-Fachkräftemonitor

aufzeige, dass Hessens Wirtschaft

bis 2015 durchschnittlich 90 000

Fachkräfte fehlten. Die Sicherung der Fachkräfte

sei für Hessen daher ein entscheidender

Zukunftsfaktor. Mit den bildungspolitischen

Sprechern der im Landtag vertretenen

Parteien habe man ganz konkret die Fragen

diskutiert, wie der direkte Übergang von

Schule in den Beruf oder der Studienzugang

für beruflich Qualifizierte verbessert werden

können. Aus Sicht der hessischen Wirtschaft

sind laut Schlaefke dabei zwei Punkte von

zentraler Bedeutung. Erstens müsse die

Durchlässigkeit des Bildungssystems erhöht

werden. Zweitens erwarte die hessische

Wirtschaft, dass die Landespolitik die Ausbildungsreife

der Schulabgänger stärker in

den Fokus nehme. Die jährliche IHK-Ausbildungsumfrage

zeige auf, dass mittlerweile

knapp 50 Prozent der Unternehmen gravierende

Mängel bei den elementaren Rechenfertigkeiten

und im mündlichen und schriftlichen

Ausdrucksvermögen der Jugendlichen,

aber auch bei ihrer Disziplin und

Belastbarkeit, sehen. „Diese Defizite können

nicht allein von den Unternehmen aufgefangen

werden“, sagte Schlaefke.

Klare Absage an

Vermögenssteuer

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias

Leder ging in seinen Ausführungen mit

Blick auf die bevorstehenden Bundestagsund

hessischen Landtagswahlen auf die

Pläne von SPD und Grünen für die Wieder-

38 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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SERVICE

Sitzung im Festzelt in Ober-Mörlen sorgt für

Wohlfühlatmosphäre.

einführung der Vermögenssteuer oder einer

Vermögensabgabe ein. Leder erteilte diesen

Vorstellungen auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft

der hessischen IHKs, deren

Federführer in Sachen Steuern die IHK Gießen-Friedberg

ist, eine klare Absage. Beide

Konzepte würden die Einbeziehung von

betrieblichen Vermögen in die Besteuerung

vorsehen und griffen damit steuerlich in die

Unternehmenssubstanz ein. Je schlechter

die Ertragslage desto schwerer wiege der

damit verbundene Eingriff in die Unternehmenssubstanz

zulasten von Investitionen

und Beschäftigung. Bei der Finanztransaktionssteuer

kämpften die Industrie- und Handelskammern

derzeit noch gegen eine „Allparteienkoalition“,

sagte Leder. Dabei sei

mittlerweile auch in der Politik angekommen,

dass diese Steuer nicht die erhoffte

Wirkung haben und den Finanzmarkt effektiv

regulieren würde. „In der Praxis hat die

Finanztransaktionssteuer die Wirkung einer

Umsatzsteuer, die wie diese auch zu Lasten

der Unternehmen geht. IHK-Vizepräsident

Norbert Jäger machte hierzu noch einmal

auf den Online-Rechner des DIHK (http://

bit.ly/11JOTtp) aufmerksam, mit dem Unternehmen

ihre finanziellen Mehrbelastungen

genau berechnen könnten, für den Fall, dass

die Steuerpläne der Parteien Realität würden.

„Die Berechnungen machen die Belastungswirkung

der geplanten Vermögensteuer

für jedes einzelne Unternehmen

transparent“, sagte Leder.

Welche Chancen sich ergeben, wenn

Gewerbetreibende sich aktiv in die Stadtplanung

einmischen, erläuterte der Vollversammlung

Jochen Ruths am Beispiel seiner

Heimatstadt Friedberg. Organisiert in verschiedenen

Zusammenschlüssen und

gemeinsam mit IHK-Vertretern sei es gelungen,

dass Friedbergs innerstädtisches Mammutprojekt,

die Grundsanierung der Kaiserstraße,

im Sinne der betroffenen Einzelhändler

reibungslos umgesetzt werden

konnte. Bei der Neugestaltung der Kaiserstraße

hätte das „Friedberg Forum“ mit konkreten

Gegenvorschlägen das Konzept der

Stadt hinterfragt. Die sich hieraus ergebende

Diskussion habe den politisch Verantwortlichen

klar den Bürgerwillen aufgezeigt,

erklärte Ruths.

China: Stabilität trotz

gravierender Probleme

In ihrem Vortrag informierte Alexandra

Voss anschließend über aktuelle politische

Entwicklungen und die Situation der Deutschen

Wirtschaft im Reich der Mitte. Die

studierte Sinologin und Volkswirtschaftlerin

verfügt über langjährige China-Erfahrung.

Von Juli 2006 bis März 2011 war sie die

Delegierte der Deutschen Wirtschaft in der

südchinesischen Stadt Guangzhou, um im

April 2011, die Leitung des Büros in Bejing

zu übernehmen. Sie ist damit Ansprechpartner

für rund 2 300 deutsche Unternehmen.

Voss machte deutlich, dass die neue politische

Führung in China für Kontinuität und

Stabilität stehe. Gleichwohl stehe das Land

vor gewaltigen Herausforderungen: „Das

bisherige Marktmodell mit Massenproduktion

zu niedrigen Preisen funktioniert nicht

mehr. Auch in China herrscht mittlerweile

aufgrund der demografischen Entwicklung

Fachkräftemangel“, erläuterte sie der Vollversammlung.

Das Land habe große Probleme

bei der Energieversorgung und massive

Umweltprobleme, zudem gebe es erhebliche

soziale Spannungen. Doch trotz dieser Probleme

sei das Land mit einem Wirtschaftswachstum

von gut sieben Prozent immer

noch ein attraktiver Markt für ausländische

und speziell deutsche Unternehmen. Dies

belegten auch die regelmäßigen Umfragen

unter ihren Mitgliedsunternehmen. Zunehmend

an Bedeutung gewänne allerdings die

Konkurrenz durch chinesische Unternehmen.

Maaß erinnerte die Unternehmer aus

Mittelhessen an den Arbeitskreis China, dessen

Federführer die IHK Gießen-Friedberg

ist. Auch dort hatte Voss bereits im Jahr

2008 referiert. Wer einen besonderen X

Gastgeber Christian Eichenberger präsentiert

sein Unternehmen Party Rent Frankfurt Eichenberger

GmbH.

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 39


SERVICE

Während des informellen Teils der Vollversammlungssitzung

tauschen sich China-Expertin

Alexandra Voss, IHK-Hauptgeschäftsführer

Dr. Matthias Leder (li.) und IHK-Vizepräsident

Fritz Hartmut Ulrich aus.

Bezug zu China hat oder den Einstieg wagen

wolle, könne sich aktiv am Arbeitskreis

China des IHK Verbundes Mittelhessen

beteiligen.

Europas größter Verleiher

von Event-Equipment

Abschließend stellte Gastgeber Christian

Eichenberger, Geschäftsführer der Party-

Rent Frankfurt Eichenberger GmbH mit Sitz

in Ober-Mörlen, sein Unternehmen vor, das

sich nach seinen Worten als Verleih- und

Logistikunternehmen sieht. „Die Party Rent

Group ist mit einem Umsatz von 40,3 Millionen

Euro einer der größten Verleiher von

Event-Equipment in Europa“, sagte Eichenberger,

der 2004 den vierten Franchise-

Standort der Unternehmensgruppe gründete.

In nur wenigen Jahren wuchs die Party

Rent in der Bankenmetropole so stark, dass

bereits vier Jahre nach Gründung ein eigenes

Logistik-Zentrum hier in Ober Mörlen

geplant wurde. Auch nach dem Umzug in

den werbegünstig an der A5 gelegenen

Standort sei das Unternehmen weiter

gewachsen.

„Heute ist Party Rent Frankfurt mit 75

Mitarbeitern der zweitgrößte Standort im

Gesamtunternehmen“, berichtete Eichenberger,

der nicht ohne Stolz auf einen Anteil

von 96,1 Prozent von perfekt abgewickelten

Aufträgen berichtete. Die Angebotspalette

des Unternehmens reiche von Geschirr,

Besteck, Gläser, Tischen und Stühlen bis zu

Dekorationen, Beleuchtung und Thekensystemen.

Aber auch Heiz- und Klimasysteme

sowie Zelte und mobile Hallen vermietet das

Unternehmen für Messen, Events, Kongresse

und Produktpräsentationen.

Q

AUTOR/IN

Bernd Schmid

E-Mail:

bernd.schmid@email.de

Veranstaltungen im Oktober 2013

Engagement der THM

Arbeitskreis Elektromobilität Mittelhessen

Termin: 9. Oktober 2013

Uhrzeit: 16.00 Uhr

Ort: Technische Hochschule Mittelhessen

Campus Friedberg, 61169 Friedberg

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet

an der Technischen Hochschule Mittelhessen

(THM) statt. Prof. Roland Dückershoff und

Prof. Sergej Kovalev werden über das Engagement

der THM auf dem Gebiet der Elektromobilität

berichten. Auch die Demonstration

einer Gasturbine im Labor für Strömungsmaschinen

ist vorgesehen. Der Arbeitskreis Elektromobilität

Mittelhessen beschäftigt sich mit

den unterschiedlichen Aspekten rund um die

Elektromobilität wie Energieerzeugung, Logistik,

Materialien oder Batterien. Neben der

branchenübergreifenden Vernetzung will der

Arbeitskreis den Gedankenaustausch anregen,

gemeinsame Ideen entwickeln, Projekte

umsetzen und Unternehmen bei ihren Aktivitäten

in diesem Zukunftsmarkt unterstützen.

Alle Interessenten, die sich mit Elektromobilität

beschäftigen, sind herzlich eingeladen.

Um Anmeldung wird gebeten. Die Teilnahme

ist kostenfrei.

Q

KONTAKT

Andrea Bette

Tel.: 06031/609-2520

E-Mail: bette@giessen-friedberg.ihk.de

Das neue Reisekostenrecht

Änderungen zum 1. Januar 2014

Termin: 7. November 2013

Uhrzeit: 14.00 bis ca. 17.30 Uhr

Ort: IHK-Seminarräume Gießen, Flutgraben 4

Anmeldeschluss: 31. Oktober 2013

Referent: Rechtsanwalt Erik Spielmann

Teilnahmegebühr: 95,- Euro

Zum 1. Januar 2014 treten Neuregelungen

im steuerlichen Reisekostenrecht in Kraft. Folgend

werden die wesentlichen Änderungen

dargestellt.

Für die steuerliche Geltendmachung bzw.

steuerfreie Zahlung von Reisekosten ist das

Vorliegen einer auswärtigen beruflichen

40 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


SERVICE

Tätigkeit weiterhin zwingende Voraussetzung.

Diese liegt vor, wenn der Arbeitnehmer

vorübergehend außerhalb seiner Wohnung

und der ersten Tätigkeitsstätte tätig

wird.

Von zentraler Bedeutung bei den Änderungen

ist zukünftig die gesetzliche Definition der

ersten Tätigkeitsstätte (§ 9 Abs. 4 EStG n.F).

Diese ersetzt den Begriff der regelmäßigen

Arbeitsstätte und ist zukünftig für die Entscheidung,

ob die Entfernungspauschale oder

Reisekosten berücksichtigt werden können,

ausschlaggebend. Zu den als Werbungskosten/

Betriebsausgaben geltend zu machenden

beziehungsweise steuerfrei zu erstattenden

Reisekosten zählen wie bisher Fahrtkosten,

Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungskosten

und Reisenebenkosten. Das Seminar

informiert detailliert über das neue Reisekostenrecht.

Q

KONTAKT

rem Dr. Jan Marien neue Entwicklungen aus

dem Bereich Messtechnik vorstellen.

Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit Sensorik

und ihrer industriellen Anwendung und

dient dabei dem Informationsaustausch und

der Anregung von Kooperationen. Die Teilnehmer

kommen aus mittelhessischen Unternehmen

und Forschungseinrichtungen. Die

Branchen Sensor- und Messgerätehersteller

bzw. -entwickler sowie Anwender aus den

Bereichen Elektronik, Optik, Maschinenbau

und Medizintechnik sind dabei vertreten.

Interessenten sind herzlich willkommen. Q

KONTAKT

Andrea Bette

Tel.: 06031/609-2520

E-Mail: bette@giessen-friedberg.ihk.de

Das Seminar hilft den Teilnehmern dabei,

die Scheu vor der Materie zu verlieren. Ziel

ist es, mietrechtliches Praxiswissen so zu

vermitteln, dass Mietverträge effektiv und

individuell gestaltet und durchgeführt werden

können.

Q

KONTAKT

Sybille Block

Tel: 0641/7954-4025

E-Mail: block@giessen-friedberg.ihk.de

Interviews fürs Fernsehen

Intensivseminar für Führungskräfte

Doreen Franz

Tel.: 06031/609-4105

E-Mail: franz@giessen-friedberg.ihk.de

Aktuelles von der

Mikrosystemtechnik

Arbeitskreises Sensorsysteme Mittelhessen

Termin: 7. November 2013

Uhrzeit: 16.00 Uhr

Ort: Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG,

Eibacher Weg 3-5, 35683 Dillenburg

Das nächste Treffen des Arbeitskreis Sensorsysteme

Mittelhessen, einem Teil des Mikrosystemnetzwerkes

Rhein-Main in Zusammenarbeit

mit dem TechnologieTransferNetzwerk-

Hessen wird von Isabellenhütte Heusler GmbH

& Co. KG, Dillenburg, ausgerichtet. Neben

einer Betriebsbesichtigung wird unter ande-

Gewerbliches Mietrecht

für Praktiker

Was Vermieter und Mieter wissen müssen

Termin: 14. November 2013

Uhrzeit: 14.00 bis 18.00 Uhr

Ort: IHK-Seminarräume Gießen, Flutgraben 4

Referent: Rechtsanwalt Peter Geißler

Teilnahmegebühr: 95,- Euro

Um die Regelungen des gewerblichen

Mietrechts zu verstehen, muss man kein Jurist

sein! Die IHK Gießen-Friedberg empfiehlt, sich

nicht auf standardisierte Formularverträge zu

verlassen. Mit unwirksamen Klauseln oder

nicht niedergeschriebenen Vereinbarungen

riskiert man sonst langwierige und kostspielige

Auseinandersetzung vor Gericht. Sowohl

Mieter als auch Vermieter bringen so ihren

langfristigen geschäftlichen Erfolg in Gefahr.

Grund juristischer Auseinandersetzungen sind

oftmals nur Kleinigkeiten, die bei richtiger

Vertragsgestaltung von Anfang an hätten vermieden

werden können.

Termin: 14./15. Januar 2014

Ort: „Theater im Hof“, Köln

Teilnahmegebühr: 890,- Euro

Am Januar 2014 organisiert der Ernst-

Schneider-Preis der deutschen IHKs e.V. für

Führungskräfte das Intensivseminar „Interviews

fürs Fernsehen“. Dabei üben die Teilnehmer,

vor der Kamera Sicherheit und Authentizität

zu erlangen und in wenigen Sätzen Kernbotschaften

zu formulieren. Zum Seminar

gehört unter anderem ein Gespräch mit der

Wirtschaftsredaktion des WDR. Durchgeführt

wird das Interviewtraining mit dem Fernsehmoderator

und Autor Hans-Joachim Rüdel. Im

Preis enthalten sind zwei gemeinsame Essen.

Außerdem erhält jeder Teilnehmer zur Nachbereitung

seine vom Seminarleiter individuell

kommentierten Übungen auf DVD. Q

KONTAKT

Sigrid Baum

Tel.: 0221/1640-158

E-Mail: sigrid.baum@koeln.ihk.de

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 41


NACHRICHTEN

Vorgestellt: Unternehmen im TIG

KGLP Consulting

Viele Angebote wandern direkt in den Müll.

Nach einer Studie der

CSK Management

GmbH erreichen nur 20

bis 30 Prozent aller Angebote

im B2B-Umfeld ihr Ziel und

verhelfen dem Anbieter zum

Auftrag. Der Rest gehe leer aus

und eine Silbermedaille gebe es

nicht.

Der Filter, den ein Angebot

durchlaufe bis zu einem

Geschäftsabschluss, sei oft

feinporig und mehrstufig. Von

formalen Kriterien - besonders

in öffentlichen Ausschreibungen

- über technische Anforderungen

bis hin zu persönlichen

Bedürfnissen der Angebotsleser

(und das sind oft mehr als nur

eine Person) müssen beim

Erstellen des Angebotes berücksichtigt

werden.

Eine Professionalisierung

auf dem Gebiet der Angebotserstellung

werde im Gegensatz zur

Professionalisierung des Vertriebes

oft vernachlässigt,

obwohl das Erstellen und Abgeben

von Angeboten auch eine

Verkaufsaktivität sei, selbst

wenn der Kunde nicht im direkten

Gespräch beeinflusst werden

könne.

Mit Klaus Pohlmann, der

auch eine Zertifizierung im

Angebotsmanagement besitzt,

unterstütze die KGLP Consulting

Unternehmen aktiv in der

Bearbeitung von Ausschreibungen

vor Ort. Zu den Leistungen

zählen unter anderen die Ausschreibungsanalyse,

die Angebotsplanung

und -koordination,

das gemeinsame Entwickeln

der Angebotsstrategie mit dem

Kunden, die Formulierung von

überzeugendem, vertriebsorientiertem

Angebotstext und die

Produktion von ansprechenden

Angebotsdokumenten. Dabei

bringe die KGLP Consulting

nicht nur das Know-How aus

unzähligen Angebotsbegleitungen

ein, sondern auch Vorlagen

und Werkzeuge, die der Kunde

beim nächsten Angebot wieder

einsetzen und damit die Angebotserstellung

verbessern und

vereinfachen kann. Zusätzlich

biete die KGLP Consulting Trainings

beim Kunden vor Ort

oder in den Räumlichkeiten des

TIGs an, damit sich Unternehmen

und ihre Mitarbeiter „fit

machen“ können, um erfolgreiche

Angebote zu erstellen.

Mit über 20 Jahren Berufserfahrung

in unterschiedlichen

Branchen und davon elf Jahre

im Bereich der Angebotserstellung,

kann der 44-jährige Klaus

Pohlmann nach eigener Darstellung

auf einen großen Erfahrungsschatz

zurückgreifen.

Nach seinem Weg in die Selbständigkeit

im Jahr 2011 war die

Entscheidung, sein Büro 2012

im TIG in der Winchesterstraße

anzusiedeln, recht schnell gefallen.

Das TIG biete für ihn nicht

nur eine gute Infrastruktur mit

Trainingsräumen, sondern auch

die Möglichkeit, sich mit anderen

Unternehmen zu vernetzen

und damit Synergieeffekte zu

schaffen. Die optimale Verkehrsanbindung

ermöglicht

auch Kunden aus dem Rhein-

Main-Gebiet, Schulungen im

TIG zu besuchen.

Q

Foto: pm

Der im TIG ansässige Unternehmer

Klaus Pohlmann bietet Service

rund um das Thema Angebote.

ONLINE

www.kglp-consulting.de

42 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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NACHRICHTEN

Foto: pm

Gewinner Geraldine Pfeffer und

Hans-Dieter Hillmoth freuen sich

zusammen mit Laudatorin Sonya

Kraus (rechts).

Bad Vilbeler Privatsender ausgezeichnet

Wolkenkratzer-Festival

beeindruckte

HIT RADIO FFH gewinnt Deutschen Radiopreis 2013.

Der hessische Privatsender

HIT RADIO FFH mit Sitz

in Bad Vilbel hat den

„Deutschen Radiopreis 2013

gewonnen. Die unabhängige

Jury des Grimme-Instituts

zeichnete den Sender als Veranstalter

des „Wolkenkratzer-

Festivals“ in der Kategorie

„Beste Programmaktion“ aus.

FFH hatte das Festival organisiert,

das am 25. und 26. Mai 2013

mehr als 1,2 Millionen Besucher

in die deutsche Skyline-Metropole

Frankfurt am Main gelockt

hatte. Anfang September 2013

wurde FFH mit der begehrten

Auszeichnung, insgesamt wur-

den in zehn Kategorien Preise

verliehen, im Rahmen einer

festlichen Gala im Hamburger

Hafen geehrt. FFH-Geschäftsführer

und Programmdirektor

Hans-Dieter Hillmoth, der den

Preis entgegengenommen hatte,

sagte in seiner Dankesrede: „Das

Wolkenkratzer-Festival beweist,

dass Radio viel mehr ist, als das

Abspielen von Hits: Radio kann

Massen mobilisieren und begeistern,

mit dem Festival machen

wir Radio erlebbar. Vielen Dank

der Jury für die Auszeichnung,

allen Festival-Partnern, die

geholfen haben und vor allem

dem kompletten FFH-Team, das

im wahrsten Sinne des Wortes

Riesiges geleistet hat.“

Beim Wolkenkratzer-Festival

2013 öffneten 18 Frankfurter

Hochhäuser, so viele wie nie

zuvor, ihre obersten Etagen für

Besucher. 120 verschiedene,

kostenlose Einzelveranstaltun-

gen auf dem fünf Kilometer langen

Wolkenkratzer-Parcours

und zahlreiche Open-Air-Konzerte

(unter anderen mit Nena,

Heino und Status Quo) rundeten

das Festival-Programm ab.

Deutschlands höchstes Fest ist

eine Non-Profit-Veranstaltung,

zu deren Initiatoren Veranstalter

FFH, die Landesbank Hessen-

Thüringen (Helaba), Frankfurter

Allgemeine Zeitung und Frankfurter

Neue Presse gehören.

HIT RADIO FFH gehört, wie

die Programme planet radio

und harmony.fm, zur Radio/

Tele FFH in Bad Vilbel bei

Frankfurt am Main und ist mit

553 000 Hörern pro Stunde und

2,6 Millionen Hörern pro Tag

(MA 2013/II) das meistgehörte

Radioprogramm in Hessen.

Bereits im vergangenen Jahr

war FFH – mit Moderator

Johannes Scherer in der Kategorie

„Bester Moderator“ – für

den Deutschen Radiopreis

nominiert. 2011, beim ersten

Radiopreis, wurde der hessische

Privatsender planet radio in der

Kategorie „Beste Höreraktion“

ausgezeichnet.

Q

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 43


NACHRICHTEN

100 Jahre Schunk: Hightech hautnah erleben

Mit einem großen „Tag der offenen Tür“ feierte der Heuchelheimer Technologiekonzern

im September 2013 sein 100-jähriges Jubiläum und bot der Öffentlichkeit die

seltene Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen des größten industriellen

Arbeitgebers in Mittelhessen zu werfen.

Viele Produktionshallen auf dem rund 200 000 Quadratmeter großen Werksgelände

von Schunk waren an diesem Tag für Besucher geöffnet, bei laufenden Maschinen

und Anlagen. So konnte man live erleben, wie Kohlebürsten gefertigt werden, die zum

Beispiel Waschmaschinen, Staubsauger oder Bohrmaschinen zum Laufen bringen.

Oder wo überall im Auto Sintermetallteile von Schunk für Komfort und Sicherheit

sorgen. Von traditionellen Produktionsanlagen wie einem Ringofen bis hin zur Hightech-Produktion

von extrem reinen Verbundwerkstoffen für die Halbleiter- und

Solarindustrie gab es jede Menge zu entdecken und zu lernen – vor allem, dass

Schunk-Produkte jedermanns Alltag sicher und komfortabel machen, wenn auch

meist im Verborgenen. Neben einer Vielzahl an Exponaten und Filmen zeigte dies eine

3D-Ausstellung, die die Besucher mitnahm auf eine Reise in das Innere einer Windkraftanlage,

eines Zuges oder eines Autos. Diese Ausstellung kann man auch virtuell

auf www.youtube.com/user/SchunkGroup entdecken.

Im modernisierten und erweiterten Ausbildungszentrum informierte der Schunk-

Nachwuchs über die vielfältigen Ausbildungsberufe des Unternehmens, das allein in

Heuchelheim rund 2 000 Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus konnte man auf

einem begehbaren Zeitstrahl die Schunk-Geschichte entdecken.

Vor allem die Rodheimer Straße bot am Tag der offenen Tür ein ungewohntes Bild.

Auf der Höhe des Schunk-Geländes gesperrt, war sie zur Flaniermeile umfunktioniert,

auf der sich Aktionen und Kulinarisches aneinanderreihten. Für die Verpflegung

der Besucher sorgten unter anderem die ortansässigen Vereine mit lokalen Spezialitäten.

Auch die jüngeren Besucher kamen voll auf ihre Kosten: Beim Wasserstrahlschneiden

von Radiergummis, auf dem Bungee-Trampolin, Water Walk oder bei Pizza

und Eis.

„So ein großes Event hat der Windhof bisher noch

nicht gesehen“, ist sich Gerhard Federer, Vorsitzender

der Unternehmensleitung, sicher. „Wir sind

stolz, auf ein Jahrhundert Fortschritt zurückund

einer erfolgreichen Zukunft entgegenzublicken.

Der Standort Heuchelheim demonstriert eindrucksvoll,

wie kräftig sich die Schunk Group in

den letzten Jahren entwickelt hat und in das

Geschäft und die Arbeitsplätze investiert. Wir

freuen uns besonders, dass so viele Mitarbeiter,

Angehörige und Interessierte hier an unserem

Stammsitz in Heuchelheim mit uns feiern.“

Die für Autos gesperrte Rodheimer

Straße bot an diesem Tag Aktionen

für Kinder und Kulinarisches.

Foto: pm

44 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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Foto: Archiv

NACHRICHTEN

Ab dem 1. Februar 2014 geht bei

Unternehmen nichts mehr ohne

SEPA.

SEPA für Unternehmen

Bleiben Sie liquide!

Vier Buchstaben mit enormer (Aus-)Wirkung in ganz Europa.

Oft beschrieben, oft gelesen

– und doch sind

scheinbar zahlreichen

Unternehmern die Auswirkungen

des neuen SEPA-Verfahrens,

das endgültig und zwingend ab

dem 1. Februar 2014 in Kraft

tritt, nicht hinreichend bewusst.

„Betrachten wir die Zahl der

bislang mit unserem Institut

geschlossenen SEPA-Vereinbarungen

mit Unternehmen,

haben etwa 25 Prozent der wirtschaftlich

tätigen Kunden das

Verfahren angegangen“, sagt

Reinhard Kircher, SEPA-Projektleiter

der Sparkasse Oberhessen.

„Angegangen! Das heißt

nicht, dass das Verfahren abgeschlossen

ist“, ergänzt Bernd

Kunzelmann, Bereichsdirektor

Kommunikation des gleichen

Finanzinstituts. Und diese

geringe Zahl sei deutschlandweiter

Trend.

Was wird denn geschehen,

wenn ein Unternehmer das

Verfahren des „neuen Zahlungsverkehrs

in Deutschland

und Europa“ ignoriert? „Ihm

werden ab kommenden Februar

die Geldmittel ausgehen, er

wird – bedingt durch die technische

Systemänderung –

schlichtweg zahlungsunfähig.

Zumindest was die Kontobewegungen

bei Banken angeht“,

prophezeit Kircher. Und Kunzelmann

ergänzt verschärfend:

„Wer die SEPA-Abläufe nicht

in seinem System integriert,

wird neben Liquiditätsengpässen

bei keiner Bank Kredit

erhalten können. Ohne Zahlungseingänge

keine Kreditwürdigkeit.“

Also hilft nur eines: das

neue und europaweit gesetzlich

vorgeschriebene Verfahren

angehen, bevor es zu spät ist!

Banken unterstützen

mit Checkliste

Ein erster Schritt sei laut

dem Projektleiter Kircher bei

der Sparkasse (und sicher

gleich oder ähnlich bei anderen

Banken) der Gang zu seinem

zuständigen Berater.

„Gemeinsam wird dann bei uns

eine Checkliste durchgearbeitet“,

so Reichert. Auf dieser

steht an oberster Stelle, dass in

dem Unternehmen ein SEPA-

Beauftragter benannt oder –

bei größeren Betrieben – eine

Arbeitsgruppe gebildet wird.

Klingt aufwändig. Und in der

Tat: je nach Unternehmensgröße

und Buchhaltungssystem ist

es das auch. „Ein mittelgroßes

Unternehmen wird bei intensiver

Beschäftigung mit den

Abläufen vier bis sechs

Wochen für die Umstellung

benötigen“, sagt Reinhard Kircher.

Die Checkliste geht weiter

mit Abfragen zu aktuellen

Abläufen und bisherigen Aktivitäten

wie „Sind auf Ihrer

Geschäftskorrespondenz IBAN

und BIC bereits angegeben?“.

Nächster Frageblock befasst

sich mit der eingesetzten Technik

und EDV-Systemen. Software-

Anbieter, wie beispielsweise die

Sparkasse selbst oder Volksbanken,

bieten aktuelle Lösungen,

mit denen das Einführen von

SEPA unterstützt wird. Aber

auch Software-Entwicklungshäuser

wie SAP seien da mittlerweile

up-to-date.

Abschließend kommen in

der Abfrage die Umstellungsarten

auf SEPA-Lastschrift. Gibt

es bereits eine Gläubiger-ID?

Diese Identifikationsnummer

erhält man online innerhalb

von etwa zwei Tagen bei der

Deutschen Bundesbank (www.

glaeubiger-id.bundesbank.de).

Weniger flott erhält man nach

der Umstellung bei Lastschrift-

Verfahren sein Geld vom Kun-

46 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


NACHRICHTEN

den: Künftig muss der Gläubiger

die Abbuchung schriftlich

mit separatem Schreiben, Kontoauszug

oder Vermerk auf dem

Lieferschein ankündigen und

deshalb sieben bis 14 Tage auf

den Zahlungseingang warten.

Ein Kunde könne dann bis zum

Ablauf dieser Frist die Zahlung

ablehnen und verhindern. „Das,

wie auch die zeitliche Verzögerung,

sollte jedes Unternehmen

in seine Finanzplanung einkalkulieren“,

mahnt Kircher. Das

werde insbesondere Online-

Anbieter treffen, so sie ihre Lieferung

nicht gegen Zahlung

mit Kreditkarte oder PayPal

regeln.

Vorteil für Lastschrift

mit festen

Abschlägen

Gut für den, der bislang

immer im Lastschriftverfahren

sein Geld in festen Abschlagszahlungen

erhalten hat, wie

etwa Energieversorger. Diese

müssen den Kunden lediglich

über die Gläubiger-ID, die

Mandatsnummer des Zahlungspflichtigen

sowie die Beträge

und Abbuchungszeitpunkte

informieren. Eine weitere Informationspflicht

vor der Lastschrift

entfällt.

Dieser Vorteil wird jedoch

den wenigsten Unternehmen

zuteil. Und der Artikel hier

umschreibt nicht umfassend

alle Maßnahmen, die für die

Umstellung auf das SEPA-Verfahren

notwendig sind. „Es ist

kein Hexenwerk, es ist auch

nicht für Jeden mit allzu großen

Umständen und intensivem

Arbeitseinsatz verbunden“,

resümiert Kommunikationsexperte

Kunzelmann. Aber das

Verfahren ist zwingend aufzugreifen

und umzusetzen. Für

Jeden, der auch nach dem 1.

Februar 2014 liquide bleiben

will. Denn ansonsten heißt es

bei jeder Überweisung und

Lastschrift statt Zahlungseingang

oder -ausgang „Return To

Sender“!

Q

AUTOR/IN

BUCHTIPP

Iris Jakob-Diedolph

E-Mail: jakob@giessen-friedberg.ihk.de

Werkzeugkasten für

die SEPA-Umstellung

von Reinhard Bleiber

Europa wächst nun auch beim

Zahlungsverkehr näher zusammen.

Ab dem 1. Februar 2014

gilt das EU-weite Zahlungssystem

SEPA (Single Euro Payments

Area). Worauf Unternehmen

bei der Umstellung achten

müssen, was das für die Buchhaltung

und andere Abteilungen

bedeutet und welchen Nutzen

SEPA hat, zeigt „Schnelleinstieg

SEPA für Buchhaltung und kaufmännische

Leitung“.

Verlag Haufe-Lexware,

ISBN 978-3648045718,

Preis 34,95 Euro

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schnell und nachhaltig

konzipieren bauen betreuen. www.goldbeck.de

GOLDBECK West GmbH, Geschäftsstelle Gießen

35435 Wettenberg, Im Westpark 15

Tel. 06 41 / 9 69 59-0


NACHRICHTEN

Stadtmarketing als stimulierender Ideengeber

Friedberg „INKLUSIV“

Sich den sozial-kulturellen Herausforderungen stellen.

Seit der verabschiedeten ökonomischen Wirklichkeit. Sie Handlungsoption im Rahmen

UN-Behindertenrechtskonvention

von 2009 ist Ganzes in unserem Alltag wahrnehmen.

Ebenso soll Inklusion

alle als ein unterschiedliches von Stadtentwicklung aufzu-

Inklusion (vom lat. includere =

Einbeziehen abgeleitet) Rechtsbestand

zunehmen, einzubeziehen und

teilhaben zu lassen, ist Inklusion.

in den bestehenden Arbeitskreisen

Wirtschaft, Bildung, Stadt-

der Bundesrepublik Inklusion zielt also nicht nur auf planung thematisiert werden.

Deutschland. Das bedeutet, die Menschen mit Behinderung, In einer im Juni 2013 in der

politischen Entscheidungsträger sondern erfasst alle Menschen Friedberger Stadthalle vom

aber auch die Zivilgesellschaft

sind aufgefordert, Inklusionsräume

zu gestalten.

Menschen mit Handicaps,

ältere Menschen, Mütter und

Väter mit Kleinkindern, Menschen

und Individuen, die einen vordergründigen

Integrationsbedarf

haben. Inklusion ist eine erweiterte,

tolerantere Form menschlichen

Zusammenlebens.

Für ein Gemeinwesen, aber

Stadtmarketing Verkehrsverein

Friedberg veranstalteten und

gut besuchten Auftaktveranstaltung

referierte Dr. Thomas

Ebers, Direktor des Bonner

Instituts für angewandte Philogrund,

mit Migrationshinter-

besonders für ein zeitgemäßes sophie und Sozialforschung, zu

Menschen aus unterschiedlichen

Stadtmarketing bedeutet das, dem Thema: Inklusion und

Sprach- und Kul-

sich diesem Thema, dieser Stadtentwicklung. Die inklusive

turregionen, Menschen mit nicht

christlicher Provenienz, Menschen

mit nahem und fernen Bildungsniveau,

besonderen sozial-kulturellen

Herausforderung zu stellen. Der

Stadtmarketing Verkehrsverein

Gesellschaft sei eine „Gesellschaft

des Kosmopolitismus“.

„Nicht Gleichmacherei, sondern

Menschen mit Friedberg beschloss deshalb in die Akzeptanz des Unterschieds,

mehr und weniger finanziellen seiner diesjährigen Mitgliederversammlung,

in allen Lebensbereichen“, so

Ressourcen sind Bestandteil

Inklusion als Dr. Ebers. In diesem Sinne ist

unserer sozialen, kulturellen und übergreifendes Thema und Inklusion nicht nur ein sozialpolitisches

Thema, sondern eine

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gesamtgesellschaftliche Herausforderung,

die alle Facetten des

Lebens erfasst. Hier setzt Stadtmarketing

Verkehrverein Friedberg

an und wird im Laufe diesen

Jahres und bis Ende 2014

verschiedene Veranstaltungen

zum Thema Inklusion anbieten.

So gab es für den Bereich

Kultur und Migration im Rahmen

der Interkulturellen

Wochen im September 2013 den

Filmbeitrag „Die Pirogge“ des

senegalesischen Regisseurs

Moussa Touré, im November

einen Bürgerdialog mit Gewerbeverein,

Friedberg hat´s und

Stadtmarketing Verkehrsverein

Friedberg zum Thema barrierefreies

Einkaufen sowie im März

2014 bei der IHK Gießen-Friedberg

einen Vortrag: Wirtschaft,

Arbeit, Inklusion. Weiterhin

sind geplant: Im Juli 2014 Podiumsdiskussion

„Inklusion und

Wohnungsbau“ mit Architekten,

Friedberger Wohnungsbau,

Haus- und Grundbesitzerverein

und Stadtmarketing. Im Oktober

2014 steht „Inklusion und ästhetische

Aktivität“, Vorstellung

eines Kunstprojekts von behinderten

und nicht-behinderten

Künstlern, auf dem Plan. Über

das Bildungsforum Friedberg

wird es in 2014 eine weitere

Veranstaltung zum Thema Bildung

und Inklusion geben.

Stadtmarketing Verkehrsverein

Friedberg versteht sich hier

als stimulierender Ideengeber

für Handel und Gewerbe, aber

auch für Stadtplaner und politische

Entscheidungsträger.

Inklusion ist eine Chance, die

zunehmende gesellschaftliche

und kulturelle Unterschiedlichkeit

nicht als etwas Trennendes

zu verstehen, sondern als Bereicherung

für ein neues Ganzes,

an dem Stadtmarketing Verkehrsverein

Friedberg mit

gestalten möchte.

Q

AUTOR/IN

Dr. Ralf Streum

E-Mail: info@stadtmarketing-friedberg.de

48 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


NACHRICHTEN

Foto: Vogelsberg Consult GmbH

Leitfaden „Fit für die Azubi-

Akquise an Schulen“. Unternehmens-

und Schul-Vertreter loben

die Praxistauglichkeit der Broschüre.

Künftige Fachkräfte erfolgreich

bereits an der Schule gewinnen

„Fit ² “

Praxis-Leitfaden hilft Unternehmen

bei Kontaktaufnahme mit Jugendlichen.

In Zukunft genügend Fachkräfte

haben und allen jungen

Menschen in der Region

eine Chance für eine gute

Berufs- und Lebensperspektive

geben – das sind zwei Seiten

einer Medaille. In einem Azubi-

Fachforum der Vogelsberg Consult

GmbH (VBC), in Anwesenheit

zahlreicher Vertreter von

Vogelsberger Schulen und

Unternehmen, wurde ein bereits

praxiserprobter Leitfaden für

Ausbilder in Unternehmen als

Broschüre vorgestellt. Der verbesserte

Übergang von der

Schule in den Beruf steht schon

seit einigen Jahren oben auf der

Tagesordnung der Wirtschaftsfördergesellschaft,

betonte

VBC-Geschäftsführer Thomas

Schaumberg.

„Fit²“ – so heißt das Projekt

der VBC. Dabei geht es um die

Stärkung der kleinen und mittleren

Unternehmen. Die

„bewährten Praxistipps“, so

Schaumberg, in der gut lesbaren

Handreichung, sollen die Ausbilder

in den Unternehmen „fit“

machen für die Azubi-Akquise

direkt an den Schulen.

In dem Fachforum interviewte

Kreispressesprecher

Erich Ruhl den Landrat sowie

mehrere Vertreterinnen und

Vertreter von Unternehmen und

Schulen. Welche Erfahrungen

wurden gemacht? Welche

Methoden hat man in der Praxis

erprobt? Wie ist das bei den jungen

Leuten angekommen? Geht

das Unternehmen direkt in die

Schule, stellt Berufe vor – oder

lädt die Firma gleich zu einem

Schnuppertag ein? Wie gestaltet

man so etwas? Welche Rolle

spielen die Azubis bei der

Akquise im Dialog mit den

möglicherweise künftigen Azubis?

Wie geht eigentlich „praxisnahe

Berufsorientierung“, die

von den jungen Menschen auch

wirklich verstanden wird? Wie

reagieren Schülerinnen und

Schüler auf die Aktionen der

Unternehmen in der Schule?

Alle diese Fragen wurden von

Detlef Giese (Giese GmbH, Alsfeld),

von Bernd Stenzel und

Eva Pakulla (DUO PLAST AG,

Lauterbach), von Andreas Otterbein

(smartig - die gastgeber

GmbH, Romrod) und von den

Pädagogen Irene Caspar, Christoph

Reser (Geschwister-

Scholl-Schule Alsfeld – gerade

ausgezeichnet für besonders

gelingende Berufsorientierung)

und Günther Koch (Mittelpunktschule

Angersbach, Wartenberg)

beantwortet. Im Anschluss an

die Fragerunde hatten die etwa

50 anwesenden Vertreterinnen

und Vertreter der heimischen

Unternehmen Gelegenheit, ins

Gespräch zu kommen. Insbesondere

mit denen, die bereits

durch das Projekt Erfahrungen

mit der „Azubi-Akquise an

Schulen“ gesammelt haben.

Die Broschüre der VBC wirbt

dafür, die Inhalte so greifbar

und begreifbar wie möglich zu

machen. Viele Sinne ansprechen

sei dabei genauso wichtig wie

die Wortwahl und die Sprache,

damit sie von den Jugendlichen

auch verstanden wird. Es gelte,

am Wissen und am Alltag der

Jugendlichen anzuknüpfen,

betonte Finke. Auch soziale

Medien können ein Werkzeug

sein, um an junge Leute „heranzukommen“.

Der Leitfaden kann

unter info@vogelsberg-consult.

de bezogen werden. Q

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www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 49


NACHRICHTEN

ProLan-Geschäftsführer Stefan

Rupp (6.v.rechts) mit seinem

Team am Tag des „Oktoberfestes“

in Nieder-Wöllstadt.

Foto: N. Merz

20 Jahre ProLan Computer GmbH

Rundum-Service inklusive

Wachsen in einer „schnelllebigen Branche“.

Ideen und

Lösungen für Menschen“:

Mit dieser „Visionen,

Philosophie positioniert sich die

ProLan Computer GmbH nach

den Worten von Geschäftsführer

Stefan Rupp seit 20 Jahren

erfolgreich in der IT-Branche.

Zum runden Geburtstag war

Mitte September 2013 auf das

Firmengelände Am Kalkofen 3

in Nieder-Wöllstadt geladen,

um im Rahmen eines zünftigen

Oktoberfestes zu feiern. Strahlendes

Wetter, strahlende Mienen,

in entspannter Atmosphäre

hatten Geschäftsleitung, Mitarbeiter

und Kunden Gelegenheit

zum Austausch und zum geselligen

Beisammensein.

Dass er den großen Erfolg

von ProLan sich vor 20 Jahren

nicht habe erträumen lassen,

räumt Stefan Rupp unumwunden

ein, dennoch weiß er wohl,

worauf sich die stetige Aufwärtsentwicklung

von rund 20 Prozent

jährlich gründet: „Mit klarer

Philosophie, mit einer klaren

Strategie auf die Ziele hinarbeiten“,

sagt er. Man habe das

Dienstleistungsportfolio immer

weiter ausgebaut und sich zum

„Lösungsanbieter mit Rundum-

Service“ entwickelt. Stark sei

ProLan auch in Zusammenarbeit

mit den Kommunen. Friedberg,

Bad Nauheim, Bad Vilbel,

Karben, Niddatal, Florstadt,

Rosbach und Friedrichsdorf

zählen zum Kundenkreis.

Besonders kümmert sich ProLan

um mittelständische Unternehmen,

entwickelt speziell auf die

Firmen zugeschnittene Angebote

und hilft, Infrastruktur aufzubauen.

Ein besonderer Service

ist das Monitoring der Systeme,

das Ausfälle schon im Vorfeld

vermeide. Das Vertrauen langjähriger

Kunden habe viel zum

Erfolg beigetragen, so Rupp,

und vor allem das große Engagement

der Mitarbeiter. Seit

2004 ist ProLan Ausbildungsbetrieb

und dabei „sehr erfolgreich“:

In jedem Jahr sind Azubis

des Unternehmens unter den

Besten im hessenweiten Vergleich

zu finden.

Es handele sich um eine

„schnelllebige Branche“, sagt

Rupp. Es werde kontinuierlich

in Weiterbildung und Ausbildung

investiert. Damit habe

man sich auch bei den Herstellern

einen guten Ruf erworben.

Die ProLan werde weiter wachsen,

meint er zuversichtlich mit

Blick auf die kommenden Jahre:

„Es geht positiv weiter.“ Q

(asf)

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 51


BGM-SEITE

Tipp(s) für mehr Achtsamkeit im Unternehmen

„Endlich ein Ansatz …“

Ab heute keine Schnitzel mehr?

Ja, Sie werden es nicht glauben.

Ich denke, endlich einen

Ansatz gefunden zu haben,

warum die meisten Menschen

den Achtsamkeitsweg noch nicht

gehen. Wie immer war es ein

„Zufall“, ein locker beginnendes

Gespräch, wo am Ende ein Ergebnis

herauskam, dass mich verwunderte

und meinen Gegenüber

erstaunte.

Die Geschichte dazu:

An meinem Geburtstag saß ich

morgens mit meinem Mann beim

Frühstück. Wir sprachen, mal

wieder, über die Coaching-Ansätze

von Ernährung, Achtsamkeit

und Entspannung. Schnell kam es

zu Diskussionen über die Umsetzung

von Ernährungseigenschaften

in der heutigen Zeit, Achtsamkeitsübungen

und Gesundheitstipps

für die Zukunft. Jeder

will halt gerne gesund alt werden.

Doch wie? Da gibt es viele Richtungen.

Welche soll man/frau

gehen? Welche ist nun wirklich

die Richtige?

„Wenn ich die ganzen gesunden

Tipps beherzige, dann dürfte ich

ab sofort und die nächsten 40

Jahre kein Schnitzel und diese

Trüffel hier nicht mehr essen“

(Zitatende). Und dafür HEUTE die

Entscheidung treffen? Das hört

sich ja schrecklich an. Wenn ich

mir vorstelle, ich darf ab sofort

keine Trüffel, Sahnetorte und Co.

mehr essen … ich müsste täglich

drei Stunden Sport und Entspannung

betreiben, um dann eine

Portion nackten Reis mit Ananas

und Nüssen essen zu können –

wie schrecklich! Und das dann

auch noch für den Rest meines

Lebens? Wo bitte bleiben dabei

Genuss und Lebensqualität?

Achtsamkeit, gesunde Ernährung

braucht einen Anschub und eine

Anpassung und zwar immer mal

AUTOR/IN

Patricia Stähler-Plano

E-Mail: psp@psp-coaching.de

wieder aufs Neue. Die Entscheidung

für diese Richtung ist eine

Möglichkeit! Kein Dogma!

Ob dies der richtige Weg für mich

ist und wie lange entscheidet sich

im Verlauf des Lebens.

KEINER kann das Richtige „erlesen“

– nur selbst ERLEBEN. Die

Entscheidung für Achtsamkeit im

Leben ist ein dynamischer Weg,

spannend und voller Überraschungen.

Seien Sie neugierig,

was Sie alles erwartet.

Der Weg ist nie eine Einbahnstraße


Q

Foto: pm

Sven Görtz zeigt, wie die

eigene Stimme besser

genutzt werden kann.

Die Macht der Stimme

Sven Görtz, geboren 1967,

studierte Philosophie, Anglistik

und Germanistik. Heute lebt

er in Gießen, wenn er nicht

gerade mit einem seiner Live-

Programme auf Tour ist.

Mit über 250 000 verkauften

Hörbüchern gehört Görtz zur

ersten Riege der deutschen

Sprecher. Er ist die aktuelle

deutsche Stimme des Weltbestsellerautors

Paulo Coelho. Die

komplette Lesung der Bibel,

die Görtz im Jahre 2006

für den Diogenes Verlag

als literarische Interpretation

aufgenommen hat,

zählt zu den bestverkauf-

ten MP3 Hörbüchern. Für seinen

Stimmenreichtum wurde er von

der HR Hörbuchbestenliste ausgezeichnet.

Doch Sven Görtz ist facettenreich:

in Workshops leitet er

die Teilnehmer an, die Möglichkeiten

der eigenen Stimme zu

erkennen und besser zu nutzen.

Görtz gibt wertvolle Tipps aus

der Praxis. Anhand vieler Beispiele

und Übungen führt er die

Teilnehmer Schritt für Schritt in

die Technik der „kreativen

Stimmbildung“ ein.

Inhaltliche Schwerpunkte

des ein- oder zweitägigen Workshops

sind:

Q Die Stimme als Werkzeug des

Erfolgs – beruflich wie privat

Q Techniken der „kreativen

Stimmbildung“ – mehr als

nur laut und leise

Q Die Stimme als Botschafterin

der Gefühle – begreifen, was

uns ergreift

Q Kontrolle des Lernfortschritts

durch Mitschnitte

Q Jeder Teilnehmer erhält

zusätzlich ein individuelles

Coaching

ONLINE

www.svengoertz.de

52 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

www.giessen-friedberg.ihk.de


BGM-SEITE

Foto: pm

Maribel Thiel und Werner Giove,

die Geschäftsführer der united

academys GmbH in Gießen, versprechen

mentale Stärke kombiniert

mit sportlicher Power.

Gesunde Unternehmen beginnen in der Führungsebene

„No Sports“ -

das war gestern!

Umsetzung von körperlicher und mentaler Führungsstärke im Management.

Wer kennt diese Situation

nicht: stressiger

Arbeitstag, jetzt steht

auch noch ein wichtiges Meeting

oder ein Mitarbeitergespräch

an, obwohl sich schon

mentale und/oder körperliche

Erschöpfung einstellt. Es müssen

weitreichende Entscheidungen

getroffen werden, aber der Kopf

ist gerade leer und niemand darf

und soll etwas merken.

Wie nun in diesen Situationen

entspannt, professionell

und kompetent agieren? Hier

findet sich nach eigenen Angaben

der Ansatz der united academies

GmbH mit ihrem Angebot

einer kombinierten Form

von Workshops für Unternehmerinnen

und Unternehmer

sowie Fach – und Führungskräften

an. Das Unternehmen

hat sich gerade in der Lonystraße

in Gießen angesiedelt.

Sportliche Zielsetzungen

und Erfolge würden in Kombination

mit mentalem Training

auf den Berufs- und Unternehmeralltag

projiziert und jederzeit

abrufbar gemacht. Ziel sei

es, aktuelles körperliches und

mentales Potential zu steigern

und zu optimieren, um alltäglichen

Herausforderungen entspannt

anzunehmen und bereits

im Vorfeld Stress entgegen zu

wirken. Hierbei würden sowohl

alte Meditationspraktiken als

auch Bewegungslehren der

Buddhisten herangezogen, um

zunächst Körper und Geist in

Einklang zu bringen. Das mentale

Training werde mit Ausdauersport

wie Spinning, Laufen oder

„Freediving“ kombiniert. Professionelle

Personal Trainer

stünden dabei zur Seite. Das

neue Körpergefühl und innere

Zufriedenheit wirke sich unmittelbar

auf privates und professionelles

Umfeld, den Berufsalltag,

aus – so das Versprechen

des neuen Unternehmens.

Gewinnen Sie!

Neben Gruppenseminaren

hat die united academies GmbH

vor allem auch ein individuelles

Training mit Personal Trainer

im Angebot. So könnten Trainingseinheiten

individuell

angepasst und das Potential

besser genutzt werden. Dabei

finde sowohl ein optimiertes

Herz-Kreislauf-, Kraft- und

Ausdauertraining als auch

meditatives Training auf höchstem

Niveau statt. Inhalte mit

Leichtigkeit und doch mit dem

nötigen Biss zu vermitteln und

Menschen effektiv zu trainieren,

seien die Kernkompetenzen der

united academies, die auf fast

alle Bereiche, beruflich und

auch privat umgesetzt werden

könnten.

Der Seminarkatalog kann

per Mail unter anfrage@academy-gmbh.de

angefordert werden.

Q

Die united academy GmbH stellt zwei Personen einen Platz

für ein exklusives Seminar kostenfrei zur Verfügung.

Schreiben Sie eine Mail mit dem Betreff „Training“ an

jakob@giessen-friedberg.ihk.de. Wir leiten diese weiter und

die Gewinner erhalten eine Information vom Anbieter direkt.

Viel Glück!

www.giessen-friedberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 53


NOTIZEN

Berufsorientierung

für Lehrkräfte

Kürzlich ist das aktuelle Jahresprogramm

2013/2014 der

Arbeitskreise SchuleWirtschaft

in den mittelhessischen Schulen

angekommen. Wie in den vergangenen

Jahren enthält das

optisch und inhaltlich überarbeitete

Programmheft über 20

Betriebserkundungen in Betrieben

der heimischen Wirtschaft

vom Einzelhandel über die

Metall- und Elektrobranche bis

hin zum Gesundheitswesen. Die

Einteilung in insgesamt sieben

regionale Arbeitskreise sorgt

dafür, dass die Lehrkräfte Unternehmen

kennenlernen, die als

Ausbildungsbetrieb auch für die

eigenen Schüler interessant sein

können. Die Besuche in den Firmen

bieten im Regelfall neben

einem ausführlichen Betriebsrundgang

auch die Möglichkeit

für Fragen an und Gespräche

mit Personal- und Ausbildungsverantwortlichen.

Diese Informationen

über angebotene Ausbildungsberufe

und den Bedarf

an Azubis, aber auch die Anforderungen

an die Schülerinnen

und Schüler können dann von

den Pädagoginnen und Pädagogen

in die Schule mitgenommen

werden. Die Anmeldung zu den

Veranstaltungen erfolgt unkompliziert

im Internet. Q

BUCHTIPP

Unternehmenscoaching

- Teamentwicklung

fördern

von Jürgen Arnold

Im Team, einer Mannschaft oder

Crew vergleichbar, stehen sie für

die Wettbewerbsfähigkeit und

den Erfolg im Markt. Die Wissensbilanz

eines jeden Unternehmens

wird durch ihre Mitarbeiter

und Teamfähigkeiten

geprägt. Effektive Teams bilden

das Herzstück jeder erfolgreichen

Organisation. Neben den

betriebswirtschaftlichen Aspekten

wird die Motivation und

Identifikation der Mitarbeiter

eine zentrale Führungsaufgabe:

Neben dem Verhalten der Führungskräfte,

spielen Vorbildfunktion,

die Wohlfühlatmosphäre

am Arbeitsplatz, Gesundheitsmanagement,

Kommunikationstechnologien

und Partnerschaftsbewusstsein

eine zentrale

Rolle. Der Unternehmensleitung

obliegt es, die vorgenannten

Attribute zu verknüpfen und sie

ziel- wie erfolgsorientiert zu

positionieren. Damit wird im

Wettbewerb und Markt dem

Unternehmen ein deutlicher

Vorsprung ermöglicht.

UVIS Verlag, ISBN 978-3-

938684-15-3, Preis 39,- Euro

Foto: Flyerausschnitt AK

BUCHTIPP

Work-Life-Bullshit

von Thomas Vasek

Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft schafft Dialog zwischen Wirtschaftsunternehmen

und Pädagogen.

KONTAKT

Sascha Drechsel

Tel.: 06441/700825

E-Mail: sdrechsel@vhu.de

Internet: www.schule-wirtschaft-hessen.de

Hier ist es: Ein positives Buch

über Arbeit! Der Burnout-Debatte

stellt Thomas Vašek die These

entgegen, dass Arbeit nicht

perse krank macht. Sie bindet in

die Gesellschaft ein, stiftet Sinn

und gibt Struktur. Die Work-

Life-Balance dagegen ist ein

Selbstbetrug, da sie den Arbeitnehmer

nicht als handelndes

Subjekt betrachtet und suggeriert,

das wahre Leben beginne

erst nach Feierabend. Arbeit ist

aber das Zentrum unseres Lebens

und das Herz unserer Gesellschaft.

Arbeitszeit ist Lebenszeit.

Der Autor plädiert für eine radikale

Neubewertung der Arbeit,

auf individueller, ökonomischer

und gesellschaftlicher Ebene.

Denn: Der Wert der Arbeit hängt

davon ab, was wir persönlich aus

ihr machen und wie sich Politik

und Gesellschaft ihrer annehmen,

um sie als Lebensform

sicherzustellen und Chancengleichheit

zu gewährleisten.

Riemann Verlag, ISBN 978-

3570501535, Preis 16,99 Euro

54 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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NACHRICHTEN

Wirtschaftsfernplanspiel

für Azubis

Foto: pm

Playbizz bietet Auszubildenden

die Möglichkeit, als

„Manager“ ein (Planspiel-)

Unternehmen zu führen und

dabei die Grundlagen der

Betriebswirtschaftslehre spielerisch

zu erleben. Wie in einem

„richtigen“ Unternehmen sind

in den betrieblichen Funktionsbereichen

Planungen vorzunehmen

und Entscheidungen

zu treffen. Zudem werden

Schlüsselqualifikationen wie

Selbstorganisation, analytisches

Denken, strukturiertes

Arbeiten, Team-, Kommunikations-

und Konfliktfähigkeit

durch gemeinsame Entscheidungsfindung

in der Gruppe

trainiert.

Idealerweise bilden vier

Auszubildende ein Management-Team.

Besonders reizvoll

ist es, wenn Auszubildende aus

unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen

ein Team bilden.

Das Bildungswerk der Hessischen

Wirtschaft e.V. freut

sich, allen interessierten Firmen,

die ihren Auszubildenden

diese Erfahrung bieten möchten,

weitere Auskünfte zu

geben. Anmeldeschluss ist der

12. Oktober 2013. Q

Playbizz trainiert Teams von Auszubildenden, wie ein Unternehmen

gemanagt wird.

KONTAKT

Lea Bäuscher

Tel.: 06031/161995-1

E-Mail: baeuscher.lea@bwhw.de

Internet: www.bwhw.de

Schlagkraft für den guten Zweck

Schläger schwingen für den

guten Zweck. Hassia Mineralquellen

lud Geschäftspartner

sowie erstmals Prominente aus

Sport und Showbiz zum gemeinsamen

Golfen zu einem Benefiz-

Turnier ein. Auf dem 18-Loch-

Platz des Bad Vilbeler Golfclubs

Lindenhof in Dortelweil traten

Ende August 2013 Profis und

Amateure beim Hassia Pro-Mi-

Am-Turnier gegeneinander an.

Eine gelungene Spielvorgabe,

wie sich beim Blick auf die

Meldeliste zeigte. 88 Teil-nehmer

hatten sich eingetragen,

darunter Andreas Möller und

Karin Tietze-Ludwig, Susanne

Fröhlich sowie Sven Ottke und

Robert Treutel alias Bodo Bach.

22 sogenannte „Flights“ bestehend

aus Promi, Hassia-

Geschäftspartnern sowie

Gewinnern des Hassia-Golf-

Pokals 2013 nahmen daran teil.

Offizieller Turnierstart war um

10 Uhr, Nachmittags um 16 Uhr

standen die Turniersieger fest:

„Amina Wolf aus dem Golfclub

Frankfurt und frisch gebackene

Deutsche Jugendmeisterin mit

einem unglaublichen Handicap

von +2,0 wurde Bruttosiegerin.

Und Jan-Niklas Reimann aus

dem Golfclub Bad Vilbel siegte

im Bereich Brutto Herren mit

einem Handicap von -2,1“,

berichtet Matthias Jensch, Leiter

Sponsoring, Promotion und

Eventmanagement bei Hassia.

Weitere Netto-Sieger waren Ex-

Fechtmeisterin Cornelia Hanisch

Susanne Fröhlich gehörte mit zu den prominenten Teilnehmern des Hassia

Pro-Mi-Am-Turniers in Bad Vilbel.

sowie Michael Harbisch und

Hassia-Chef Dirk Hinkel. „Das

war ein Turnier auf hohem,

sportlichen Niveau!“, stellt

Matthias Jensch fest. Auch der

bedeckte Himmel konnte den

Spaß am Spiel nicht verderben

und der Wettergott meinte es

mit allen Spielern gut, denn alle

gelangten trockenen Fußes ins

Clubhaus zurück.

Foto: pm

Die Höhe der Spendensumme

kann sich ebenfalls sehen lassen:

17 000 Euro kamen beim Hassia

Pro-Mi-Am-Turnier zusammen.

Das Geld wird in Projekte des

Olympia-stützpunktes Hessen/

Landessportbund Hessen e. V.

fließen, für den sich Hassia-Chef

Dirk Hinkel als Mitglied des

Kuratoriums der Sporthilfe Hessen

persönlich engagiert. Q

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 55


NACHRICHTEN

Foto: Alsfelder Allgemeine

Preisübergabe im Druckhaus

Waitkewitsch in Alsfeld, mit (von

links) Vorstandsvorsitzendem Helmut

Euler, Richard Wagner (Leiter

Firmenbank), Björn Müller (Firmenkundenberater),

Andreas Carle

(Druckhaus), Elmer Waitkewitsch

(Inhaber), Oliver Gudat (DZ Bank)

und Uwe Philippi (Leiter Privatbank).

VR Bank HessenLand erneut auf dem ersten Platz in Hessen

„Beste Fördermittelbank Hessens“

Bank erhält zum dritten Mal den Preis.

Die VR Bank HessenLand

kann sich über eine weitere

Trophäe freuen:

Nach 2009 und 2010 wurde ihr

durch die DZ Bank Frankfurt

zum dritten Mal die Auszeichnung

„beste Fördermittelbank

2012 in Hessen“ verliehen. Die

Preisübergabe fand stellvertre-

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tend im Vogelsbergkreis in den

Räumen des Druckhauses Waitkewitsch

in Alsfeld statt.

Im Jahr 2012 vergab die VR

Bank HessenLand zinsgünstige

öffentliche Fördermittel von

über 20 Millionen Euro, was den

Umfang der Fördermittel auf

109 Millionen Euro ansteigen

ließ und somit eine neue

Rekordmarke darstellte. Des

Weiteren hat sie dazu beigetragen,

dass ihre Kunden und Mitglieder

öffentliche Zuschüsse in

Höhe von fünf Millionen Euro

erhielten, ebenfalls ein Spitzenwert.

Die Bank habe den Anspruch,

die Erwartungen ihrer Kunden

mit kompetenter Beratung zu

übertreffen und ein maßgeschneidertes

Finanzierungsangebot

zu unterbreiten. Mit

jedem Kreditwunsch würden die

Berater die Recherche nach der

Nutzung öffentlicher Fördermittel

verbinden, sei es von Seiten

der EU, des Bundes oder des

Landes beziehungsweise regionaler

Förderstellen. Die Verwendungsmöglichkeiten

der Fördermittel

seien vielfältig. Programme

für den privaten Wohnungsbau,

Existenzgründungen, Investitionen

zur Verbesserung der

Energieeffizienz von Unterneh-

men, energetische Sanierung

von Wohnobjekten, Investitionen

von gewerblichen Unternehmen

oder landwirtschaftlichen

Betrieben, Umweltschutzmaßnahmen

sowie Innovationen

und Photovoltaikanlagen

stünden zur Verfügung. Die

Förderprogramme seien teils

komplex und unterlägen ständigen

Veränderungen. Die Berater

würden durch regelmäßige

Seminare auf den aktuellsten

fachlichen Stand gebracht.

Die VR Bank HessenLand leiste

mit dem Einsatz von öffentlichen

Finanzmitteln einen

wichtigen Beitrag zur Stärkung

des regionalen Wirtschaftsraumes.

„Bei uns müssen die Kunden

nicht nach Fördermöglichkeiten

fragen, sondern werden

unaufgefordert auf die optimalsten

Bausteine hingewiesen“, so

erklärt sich der Vorstandsvorsitzende,

Helmut Euler, die nachhaltige

positive Entwicklung. Q

56 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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NACHRICHTEN

„Wir reden nicht über die Förderung des Mittelstandes, …

…wir tun es!“

Auch Volksbank Lauterbach-Schlitz eG wurde ausgezeichnet.

Die Vorstände der Volksbank

Lauterbach-Schlitz ditanstalt für Wiederaufbau, ligen Förderinstitute unter-

gewährleistet. Durch die Kre-

Unternehmen durch die jewei-

eG konnten im September

die Wirtschafts- und Infrastützt.

bereits zum fünften Mal strukturbank Hessen und die Die Beraterinnen und Bera-

eine Auszeichnung der DZ Landwirtschaftliche Rentenbank

ter der Volksbank kennen nach

BANK AG Frankfurt für ihr

sehr erfolgreiches Förderkreditgeschäft

entgegen nehmen.

Seit dem Jahre 2007 lobt die

DZ BANK AG diesen Preis aus,

würden zinssubventioter

nierte Kreditprogramme zur

Verfügung gestellt, um beispielsweise

die Energiewende

zu unterstützen. So erhalten

Aussage des Finanzinstituts die

jeweiligen Programme sowie

die einzuhaltenden Bedingungen

und können dadurch die

Kunden gezielt ansprechen und

die Volksbank Lauterbach- Privatpersonen oder Unternehmen

beraten. Aufgrund der langjährigen

Schlitz eG hat es als einzige

Bank in Hessen geschafft, diesen

Preis in fünf von sechs

Jahren zu erhalten.

zinsverbilligte Darlehen,

etwa für energetische Maßnahmen

an Gebäuden oder zur

Finanzierung von Photovoltaik-

Erfahrung liegt die Ver-

triebsleistung der Volksbank

im Förderkreditgeschäft - zum

Wohle ihrer Kunden - seit Jah-

Bei jeder Finanzierung

oder Biomasseanlagen. ren weit über dem Durchschnitt

prüfe die Bank alle möglichen Daneben würden auch Existenzgründungen,

vergleichbarer Banken. Dass

Kreditprogramme der öffentlichen

landwirt-

eine Bank dieses Geschäftsseg-

Förderinstitute für ihre schaftliche Investitionen oder ment erfolgreich betreiben

Kunden. So sei die bestmögliche

Finanzierungsstruktur für

Maßnahmen des gewerblichen

Mittelstandes zur Sicherung

kann, zeigen die Zahlen dieses

kleinen regional tätigen Hauses.

die diversen Investitionen oder zur Erweiterung der

Q

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Briefkasten?

Gut möglich – wenn Sie ein

neues IHK-Mitglied sind!

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KONTAKT

Iris Jakob-Diedolph

Tel.: 06031/609-1115

E-Mail:

jakob@giessen-friedberg.ihk.de

Ideenwerkstatt – Arbeit und Behinderung vereinen

Termin: 9. Oktober 2013

Uhrzeit: 15.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Café Amelies (DGB-Haus),

Walltorstraße 17 in Gießen

Es geht bei diesem Projekt

darum, vorhandene Barrieren,

teilweise auch Vorurteile,

vor allem bei Entscheidern in

der Wirtschaft, durch entsprechende

Vorkehrungen abzubauen

oder zu umgehen. Fachkundige

Referenten (Jobcenter, Landeswohlfahrtsverband,

ZAV)

werden aus ihrer jeweiligen

Sicht die vorhandenen Hilfen

erklären und mit einem kritischen

Blick diese Bewerten.

Zudem sollen Arbeitssuchende

mit Unternehmen in

Kontakt gebracht werden und

damit Jobbrücken zu bauen.

Beispielhafte gelungene Inklusion

in den ersten Arbeitsmarkt

werden dokumentiert und zum

Nachmachen veröffentlicht

werden. Selbst betroffene Trainer

bereiten die betroffenen

Menschen auf den Arbeitsmarkt

bzw. auf Praktika vor, begleiten

sie innerhalb der Zeiten und

arbeiten am Profil des einzelnen

Mitarbeiters.

Die Themen:

1. Übergang Studium

– Arbeitswelt

2. Allgemeiner und besonderer

Kündigungsschutz

3. Organisation Einstellung

4. Darstellung Lokale Situation

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 57


NACHRICHTEN

Klare Botschaft für die Öffentlichkeit

„Ansiedlung lohnt sich!“

Regionale Firmen machen sich auf YouTube stark für die Wetterau.

Seit Kurzem werben Firmen

wie Bork, Ille und

Hassia Verpackungsmaschinen

zusammen mit der

Wirtschaftsförderung Wetterau

GmbH für den Standort Wetterau.

Neu daran ist, dass die

Unternehmenslenker eigens

vor der Kamera standen, um

die Standortvorteile ihrer

Region heraus zustellen. Auch

die Gesellschafter der Wirtschaftsförderung

Wetterau

GmbH bekommen mit Landrat

Joachim Arnold, dem Vorstandsvorsitzenden

der Sparkasse

Oberhessen, Günter Sedlak,

und dem Vorstand der

OVAG, Rainer Schwarz, für die

Öffentlichkeit eine klare Botschaft:

dass es sich für Firmen

lohnt, sich in der Wetterau

anzusiedeln.

Die Macher der Aktion,

Christian Agne (Prokurist,

Wirtschaftsförderung Wetterau)

und André Haußmann

(Inhabender Geschäftsführer,

Marketing Effekt GmbH), verwenden

für ihre Zwecke den

Internet-Kanal YouTube. Unter

www.youtube.com/wfgwetterau

sind die drei neuen Werbevideos

der Wirtschaftsförderung

Wetterau GmbH zu finden.

„In den letzten Jahren gab

es bereits eine Anzeigenkampagne

mit regionalen Unternehmen.

Diese Idee haben wir

nun weiterentwickelt“, erläutert

Christian Agne. „In den

rund 90 Sekunden langen

Videos werden die Unternehmen

kurz vorgestellt und nach

ihren Erfahrungen zum Standort

Wetterau befragt“, so Agne

weiter.

„Wir sind uns sicher, dass

die durchweg positiven Statements

der regionalen Firmeninhaber

anderen Unternehmern

die Vorteile der Wetterau

glaubhaft vermitteln“, hebt

André Haußmann den Mehrwert

der Aktion hervor. Der

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Wetterau, Dr.

Matthias Leder, erklärt die

Strategie hinter der Kampagne

so: „Wir hatten bei der Einführung

unserer gewerblichen

Marketingstrategie drei

Schwerpunkte. Erstens: Konzentration

der Aktivitäten auf

vier Schlüsselbranchen. Zweitens:

Gemeinsamkeit als Leitlinie

der neuen Initiative. Alle

Beteiligten, von den Kommunen

über die Unternehmen bis

hin zu den einzelnen Bürgern,

müssen in die geplanten Aktivitäten

mit eingebunden werden.

Drittens: Identifikation

mit der Wetterau durch alle

Beteiligten. Dies ist uns mit

den neuen Videos optimal

gelungen.“

Jedes der drei Videos steht

jeweils für eine in der Wetterau

gut aufgestellte Branche. So

präsentiert das Video der Spedition

Bork aus Butzbach das

Thema Logistik, das Video von

Ille aus Altenstadt das Thema

Dienstleistung und das Video

von Oystar-Hassia Verpakkungsmaschinen

aus Ranstadt

den Bereich Maschinenbau.

Ein weiteres Video für den

Bereich Medizintechnik ist in

Vorbereitung. Ein Klick lohnt

sich!.

Q

58 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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Fotos: Gem. Fernwald

LEBENSART

Fernwald gehört mit gerade mal 40 Jahren zu den jungen Gemeinden. Dagegen reichen die Wurzeln ihrer Teilgemeinden Albach (hier links im Bild das

Bürgerhaus und die Kirche), Annerod und Steinbach bis ins Mittelalter. Gute Verkehrsanbindung mit Wermutstropfen: der Lärmschutz steht auf der

Wunschliste des Bürgermeisters und braucht noch Zeit bis zur Umsetzung.

Standortporträt aus dem Landkreis Gießen

Großgemeinde Fernwald

Eine Idylle im Grünen mit optimaler verkehrstechnischer Anbindung.

Umgeben von Vogelsberg,

Westerwald und Taunus

und nur acht Kilometer

von der Universitätsstadt Gießen

entfernt liegt die knapp 7 000

Einwohner zählende Großgemeinde

Fernwald. Sie ist erst 40

Jahre jung und entstand durch

den Zusammenschluss der bis

dahin selbstständigen Gemeinden

Albach, Annerod und Steinbach.

Diese Ortsteile wurden

bereits im Mittelalter gegründet.

So ist Fernwald quasi eine neuzeitliche

Gemeinde mit mittelalterlichen

Wurzeln. Namensgeber

ist übrigens das kleine Wäldchen

Fernewald zwischen Annerod

und Steinbach.

Die Lebens-, Arbeits- und

Freizeit-Qualität in Fernwald ist

bemerkenswert gut. 94 Prozent

der Gemeindeflächen sind Wiesen

und Wald – das bedeutet

pure Entspannung und gesunde

Luft. Damit dies so bleibt, engagiert

sich die Gemeinde schon

seit mehreren Jahren im

Umweltschutz. Zum einen ließ

sie erst in diesem Jahr unter der

Beteiligung von sechs Kreiskommunen,

privaten Unternehmen

und der Bürgerschaft auf

dem Gelände des ehemaligen

Erdlagers in Albach einen

Solarpark errichten.

Er produziert

4,4 Megawatt

Strom, das reicht

für die Versorgung

von mehr als

1 100 Haushalten.

Zum anderen führt

der Fernwalder Energiebeirat

regelmäßig Informationsabende

zum Thema „Energie

und Umwelt“ durch. Er berät

auch fachkompetent die Bürger

und die Gemeindeverwaltung

zu Energiefragen.

Gut erreichbar mit

ökologischem Touch

Trotz ihrer Lage im Grünen

verfügt die Gemeinde über eine

gute Verkehrsanbindung, nämlich

an die Autobahnen A5

Frankfurt-Kassel und über den

Gießener Ring an die A45 Hanau-

Dortmund. Weiterhin führen

überregional wichtige

Bundesstraßen

wie die B49 und

B457 durch Fernwald

hindurch und

machen es zu einem

idealen Wirtschaftsstandort.

Verständlich

also, dass sich im

Gewerbegebiet von Annerod

bereits ein Großunternehmen der

Verpackungsmaschinenindustrie

mit etwa 500 Beschäftigten angesiedelt

hat. Weitere kleinere

Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern,

beispielsweise aus den

Bereichen Elektrohandwerk, Physik,

technische Geräte, Speditionen,

Kraftfahrzeugwerkstätten

und Großwäscherei, sind ebenfalls

in Fernwald beheimatet. Zu

ihnen zählt beispielsweise die

1977 gegründete und mittlerweile

international agierende Firma

„Lehnert – Die Systemwandprofis“.

Sie plant, entwickelt und realisiert

Raumkonzepte für Büro

und Verwaltung sowie Produktion

und Lager.

„Wir bieten Gewerbeflächen

in den Ortsteilen Annerod und

Steinbach zu attraktiven Preisen

an. Außerdem sind die Grundstücksgrößen

frei wählbar“,

erzählt Bürgermeister Stefan

Bechthold. „Vermarktet werden

die Flächen über die Eigengesellschaft

‚Erschließungs- und

Betriebsgesellschaft Fernwald‘,

auch EBF genannt“, ergänzt er.

Im Anneroder Gewerbegebiet

Brennhaar III stehen 4,3 Hektar

zur Verfügung. Ökologische

Regenwasserversickerung und

die verkehrsgünstige Lage sprechen

ebenfalls für dieses Gewerbegebiet.

Auch in der Oppenröder

Straße in Steinbach sind

die Grundstücksgrößen variabel.

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 59


LEBENSART

Stefan Bechthold,

Bürgermeister von Fernwald.

Freie Bauplätze für

Wohnbau sind

Mangelware

Foto: privat

Anders sieht es mit freien

Wohnbauflächen aus. „Aufgrund

der hohen und anhaltenden

Nachfrage haben wir zurzeit

nur wenige freie Bauplätze“,

sagt Bechthold. Abhilfe soll im

kommenden Jahr das Baugebiet

„Jägersplatt“ in Annerod schaffen.

Hier entstehen zirka 30

neue Bauplätze. Der Quadratmeterpreis

liegt hier zwischen

129 und 159 Euro. „Fernwald ist

eine familienfreundliche Wohngemeinde

mit drei Kindergärten,

zehn Kinderspielplätzen, zwei

Grundschulen und medizinischer

Grundversorgung“,

bewirbt der Bürgermeister seine

Gemeinde. Außerdem gibt es

Sporthallen, Sportplätze, Tenni-

FERNWALD

AUF EINEN BLICK

Einwohner: zirka 7.000

Fläche: 2.158 Hektar

Grundsteuer A: 290%

Grundsteuer B: 260%

Gewerbesteuer: 330%

sanlagen und ein Hallenbad in

der Nachbarkommune Pohlheim.

Nur wenige Kilometer von

Fernwald entfernt kommen

sogar Golfer dank zwei 18-Loch-

Anlagen auf ihre Kosten.

Ganz oben auf des Bürgermeisters

Liste steht der Ausbau

der Kinderbetreuung. „Kinder

sind unsere Zukunft. Unser heutiges

Handeln legt den Grundstein

für ihre Zukunft.“ Daher

möchte er möglichst jedem Kind

einen Krippen- oder Kindergartenplatz

zur Verfügung stellen

können. „Schon in diesem Alter

ist eine Betreuung auf hohem

Niveau wichtig, um gleiche Bildungschancen

zu sichern. In

unserer Gemeinde haben wir

bereits ein sehr gutes Angebot.

Doch auch dieses ist noch ausbaufähig“,

ergänzt er. Und auch

die ältere Generation kommt in

Fernwald nicht zu kurz. Die

Gemeinde betreibt schon seit

Jahrzehnten eine rege Seniorenpolitik.

In den 1990er-Jahren

wurde ein Seniorenbeirat

gegründet. Er ist in das politische

Tagesgeschäft integriert und

wird zu wichtigen Fragen wie

beispielsweise behindertengerechtes

Bauen gehört. „Der

Seniorenbeirat wird bei seinen

umfangreichen Aktivitäten

durch die Verwaltung und Politik

unterstützt. Seniorenfahrten und

-nachmittage sind feste Größen

im Fernwalder Veranstaltungskalender“,

sagt er. In Annerod

steht ein modernes Seniorenzentrum

mit 131 Pflegeplätzen.

Ältere, aber noch rüstige Bürger

können dort betreut wohnen

oder auch schon mal probewohnen;

hilfebedürftige Bewohner

werden langzeitig oder bei

Bedarf auch nur kurzzeitig

gepflegt.

In der Novemberausgabe stellen wir Altenstadt vor.

AUTOR/IN

ONLINE

www.fernwald.de

Dr. Gabriele Reinartz

E-Mail: redaktion@reinartz-pr.de

Bechthold hofft, den Lärmschutz

an der A5 weiter ausbauen

zu können, obwohl dies ein

finanzieller Kraftakt für die

Gemeinde ist. „Für unsere Bürgerinnen

und Bürger wünsche

ich mir eine schnelle Fertigstellung

des bereits teilweise umgesetzten

Konzeptes“, schließt er.

Doch leider stehen Wunsch und

Realisierbarkeit meist in einem

Spannungsverhältnis zueinander.

Und so bleibt die Fertigstellung

vorerst ein offener Punkt

in seiner Wunschliste.

Kein Wunsch, sondern Wirklichkeit

ist dagegen die derzeitige

Versorgung der gesamten

Gemeindefläche mit breitbandigen

Internetanschlüssen, was

nicht nur die Unternehmen,

sondern auch die (jüngeren)

Bürger freuen dürfte. Q

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60 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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LEBENSART

Foto: Frank Baudy

Wie hier in Ingelheim soll ein

„Glaubensfeuer“ in der Friedberg

Marienkirche brennen zugunsten

einer neuen Pfeifenorgel. Gesucht

werden für das Event weitere

Sponsoren.

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Projekt „Glaubensfeuer“

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das „Glaubensfeuer“. Die Darbietung

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013 65


IMPRESSUM

LESER-SERVICE

Glückwunsch!

Wir haben in der September-Ausgabe drei Exemplare

„Allein auf stürmischer See“ von Roland Erben und Frank Romeika

verlost. Und da der Verlag drei zusätzliche Bücher zur Verfügung

gestellt hat, gibt es diesmal noch drei Gewinner mehr.

Gewonnen haben:

Beil, Regina / Nürnberger Versicherungsgruppe, Gießen

Egenolf, Uwe / Egenolf Handel, Laubach

Michel, Isolde / RMG Messtechnik GmbH, Butzbach

Philipp-Odermatt, Silke / Vogelsberglamas, Alsfeld

Pötzl, Heinz / Pokalstudio Pötzl, Pohlheim

Risch, Hannelore / Lich

Herzlichen Glückwunsch!

BUCHTIPP

Praxishandbuch

Relaunch

von Werner Pepels (Hrsg.)

Wer am Markt überleben will,

braucht erfolgreiche Produkte.

Doch angesichts sich wandelnder

Kundenbedürfnisse müssen viele

Unternehmen in immer kürzeren

Abständen immer mehr Innovationen

hervorbringen. Der Haken:

Innovation ist teuer und nicht

frei von Risiken. In dieser Situation

erweist sich eine Strategie als

unverzichtbar, um die Potentiale

vorhandener Marken nachhaltig

auszuschöpfen: der Relaunch.

Dabei geht es nicht nur um Markenrevival

oder Facelifting. Vielmehr

bedeutet Relaunch eine

umfassende »Produkt-Politur«,

die produkt-, preis-, distributions-

und kommunikationspolitische

Aspekte umfasst.

Ein praxisorientiertes Handbuch,

das eine Fülle von Möglichkeiten

für unternehmerisches Wachstum

aufzeigt. Kostenlos zu diesem

Buch erhalten Sie die digitale

Ausgabe für PC, MAC, iPad &

andere Geräte.

Symposium Verlag, ISBN 978-3-

86329-602-5, Preis 69,- Euro

AUFMACHER

Bestattungen – ein Thema, mit dem Jeder

einmal zu Lebzeiten in Berührung kommt,

unausweichlich, mit Trauer und Ängsten

behaftet. Wir werfen einen Blick auf eine

Branche, vor der die meisten Menschen

lieber die Augen verschließen.

REGION

Vorgestellt: Unternehmen im TIG,

diesmal mit der Personal- und

Organisationsberatung „stellwerk“.

SERVICE

DemografieFit, Teil 3 von 5:

Betrieblicher Gesundheitsschutz

Tagung des Arbeitskreis Verkehr

in Ober-Mörlen

Berufswegekompass 2013:

Informationen aus erster Hand

LEBENSART

Standortporträt aus der Wetterau:

Altenstadt

Wirtschaftsmagazin der IHK Gießen–Friedberg

Herausgeber

Industrie- und Handelskammer

Gießen–Friedberg

Postfach 11 12 20, 35357 Gießen

Lonystraße 7, 35390 Gießen

Redaktion

Iris Jakob-Diedolph

Telefon: 06031/609-1115

E-Mail: jakob@giessen-friedberg.ihk.de

Kurt Schmitt, Chefredaktion

Telefon: 06031/609-1100

Telefax: 06031/609-1120

E-Mail: schmitt@giessen-friedberg.ihk.de

Internet: www.giessen-friedberg.ihk.de

Anzeigenpreisliste Nr. 7 gültig ab 1. 6. 2011

Verlag

Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co KG

Wieseck, Am Urnenfeld 12, 35396 Gießen

Anzeigenleitung

Aline Cloos

Telefon: 0641/9504-3548

Telefax: 0641/9504-3555

E-Mail: acloos@giessener-anzeiger.de

Grafik/Umsetzung

Jana Schepp, JS Design

E-Mail: mail@jsdesign.info

Internet: www.jsdesign.info

Druck

Brühlsche Universitätsdruckerei

GmbH & Co KG, Gießen

Papier

Recycling-Papier,

gestrichen,

aus 100% Altpapier hergestellt

Das IHK-Wirtschaftsmagazin ist das

offizielle Organ der Industrie- und

Handelskammer Gießen–Friedberg.

Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im

Rahmen der grund sätzlichen Beitragspflicht

als Mitglied der IHK. Im freien Verkauf

27,50 € pro Jahr. Fotomechanische Vervielfältigungen

von Teilen dieser Zeitschrift sind

nur für den inner betrieblichen Gebrauch des

Beziehers gestattet.

66 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 10/2013

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Stippvisite zum Polarkreis

Stippvisite

zum Polarkreis

Reisetermin:

17.01.2014 bis

20.01.2014

4 Tage

ab € 789,-

Diese einzigartige Wochenendreise nach Jokkmokk am Polarkreis, inmitten der herrlichen Winterlandschaften in Schwedisch Lappland, entführt Sie in eine

atemberaubende Welt der Polarlichter und in die Heimat der „Samis“ hoch oben auf dem Dach Europas. Glanzvolle Eiskristallwelten, zugefrorene Seengebiete

so weit das Auge reicht und eine klare, reine Luft sind schon ein besonderes Erlebnis dieser eindrucksvollen Kurzreise. Und wir bieten Ihnen einen ganz

besonderen Ausflug durch die Weiten der „letzten Wildnis Europas“ bis in die nördlichste Stadt Schwedens mit dem Besuch im berühmten Eishotel an. Zwischendurch

bleibt Ihnen genügend Zeit, die sog. „Arktischen Transportmittel“ auszuprobieren: Freuen Sie sich auf ein spannendes Wochenende am Polarkreis.

1. Tag: Freitag: Anreise nach Jokkmokk

am Polarkreis

Transfer vom Verlagsort Gießen zum Flughafen

Frankfurt (Hahn). Charterflug nach

Arvidsjaur in Nordschweden. Begrüßung

durch die Reiseleitung und Transfer (ca. 2

Std.) in nördlicher Richtung über Kåbdalis

nach Jokkmokk am Polarkreis. Sehr wahrscheinlich

begegnen Ihnen während des

Transfers schon die ersten Rentiere oder

gar ein Elch in freier Wildbahn. Entlang

der Eisenbahnlinie der „Inlandsbanan“

gelangen Sie an den Polarkreis, wo Sie

interessante Informationen über die Sonnenwende

sowie die Polartage und Polarnächte

erfahren. Ankunft im Hotel Jokkmokk

und Zimmerbezug. Ihr Reiseleiter

informiert danach über mögliche Aktivitäten

und Besichtigungen während des Aufenthalts.

Im Anschluss laden wir Sie zu

einer kleinen Wanderung ein. Je nach

Wetterlage könnten Ihnen am ersten

Stippvisite zum Polarkreis · 17. –20.01.2014

Einsenden oder faxen, (06 41) 95 04 35 66, an:

Gießener Anzeiger, Leserreisen, Am Urnenfeld 12, 35396 Gießen.

Zur Teilnahme an der Leserreise „Stippvisite zum Polarkreis“

melde ich folgende Personen verbindlich an:

Name/Vorname

Straße/Haus-Nr.

PLZ/Wohnort

Name der Mitreisenden

Straße/Haus-Nr.

Tel.-Nr.

E-Mail-Adresse

Geb.-Datum

Tel.-Nr.

E-Mail-Adresse

PLZ/Wohnort

Geb.-Datum

Gewünschtes bitte ankreuzen

❑ im Doppelzimmer 789,– €

❑ Einzelzimmerzuschlag 90,– €

❑ Zuschlag Halbpension 85,– €

❑ Hundeschlitten-Safari inkl. Kaffeepause (3 Std.) 159,– €

❑ Busausflug zum Eishotel (Ganztagesausflug) 99,– €

❑ Besuch einer Rentierfarm inkl. Imbiss (2 Std.) 39,– €

❑ Motorschlitten-Safari inkl. Kaffeepause (2 Std.)

auf Anfrage

Ort/Datum/Unterschrift

Veranstalter: SE-Tours GmbH, Bremerhaven

Prospekte anfordern unter: www.giessener-anzeiger.de,

Rubrik „Leserreisen“, oder telefonisch unter 06 41 / 95 04 - 35 82

Abend bereits die Polarlichter („Aurora

Borealis“) am Himmel begegnen.

2. Tag: Samstag: Unterwegs am Polarkreis

Starten Sie den Tag bei einem Frühstück

im Kerzenschein. Heute haben Sie die

Möglichkeit zur Teilnahme an Aktivitäten

(gegen Aufpreis) im Freien. Eine Hundeschlitten-Safari

lädt dazu ein, in die verschneite

Winterlandschaft einzutauchen.

Für die Skiläufer halten wir eine Skiausrüstung

(Skier & Schuhe) bereit. Am Nachmittag

können Sie eine Rentierfarm besuchen,

wo Ihnen das Leben einer samischen

Familie mit der Rentierzucht erklärt

wird. Die Rentiere gelten als eine der

wichtigsten Lebensgrundlagen in den

polaren Gebieten. Am Abend lädt Ihr Reiseleiter

zu einem ganz besonderen Rundgang

ein. Die Schneeschuh-Wanderung

wird Sie begeistern.


Info und Beratung unter: Leserreisenservice 0641 / 9504-3582 (Mo. bis Fr. 8–16 Uhr)

3. Tag: Sonntag: Freizeit oder Ausflug

zum Eishotel in Jukkasjärvi

Tag zur freien Verfügung für weitere Aktivitäten

im Freien oder Gelegenheit zur

Teilnahme (gegen Aufpreis) am Ausflug

zum Eishotel. Der Ganztagesausflug führt

in nördlicher Richtung, vorbei an Gällivare,

bis in die nördlichste Stadt Schwedens

nach Kiruna. Je nach Witterung wird ein

Fotostopp mit einem wunderschönen

Sonnenaufgang belohnt. Die Stadt Kiruna

ist aufgrund der nördlichsten Erzgrube

weltbekannt. Eine kurze Rundfahrt zeigt

Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

der Stadt. Ganz in der Nähe von Kiruna

befindet sich das berühmte Eishotel. In

dem Ort Jukkasjärvi entsteht alljährlich

aus tonnenschweren Eisblöcken eine

neue Anlage aus Eis. Die aus Eis gebauten

Unterkünfte, die Hotelbar und die

kleine Kapelle locken jedes Jahr tausende

Besucher aus aller Welt an. Die Skulpturen

und Designideen der Eiskünstler lassen

immer wieder eindrucksvolle Eiswelten

entstehen. Nach dem Besuch der

alten Holzkirche in Jukkasjärvi erfolgt die

Rückfahrt nach Jokkmokk. Am Abend

Lichtbilder-Vortrag über die nordischen

Polarlichter. Nutzen Sie den Abend und

halten Sie bei einem Spaziergang Ausschau

nach „Aurora Borealis“.

4. Tag: Montag: Freizeit und Rückreise

Nach dem Frühstück Rücktransfer. Sie

durchqueren erneut den „Laponia Nationalpark“

(UNESCO-Naturerbe) und kommen

nach Arvidsjaur zum Flughafen.

Rückflug nach Frankfurt (Hahn) und

Trans fer zurück nach Gießen.

Eingeschlossene Leistungen:

Transfer vom Verlagsort Gießen nach

Frankfurt (Hahn) und zurück

Charterflug mit FlyCar ab/bis Frankfurt

(Hahn) nach Arvidsjaur inklusive

Steuern und Gebühren

Bustransfers Flughafen Arvidsjaur –

Jokkmokk – Flughafen

3 x Übernachtung im 3-Sterne-Hotel

Jokkmokk

3 x Frühstücksbuffet

Zimmer mit Bad oder DU/WC, Telefon

und TV

Kostenfreie Saunabenutzung

Orientierungs-Spaziergang mit Stadtführung

am Ankunftstag

Lichtbilder-Abend „Nordische Polarlichter“

Besuch der Polarkreis-Station mit

Polarkreis-Zertifikat

Schneeschuh-Wanderung mit Guide

Deutsch sprechende Reiseleitung

ab/bis Flughafen

Ausführliche Reiseunterlagen

SE-Tours-Reisebegleitung ab 25 Teilnehmern

Nicht eingeschlossene Leistungen:

Getränke, Trinkgelder, Versicherungen,

persönliche Ausgaben, zusätzlicher Ausflug

Programmänderungen vorbehalten.


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