Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

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Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

Lagebericht 4

Jahresabschluss 37 Weitere Informationen 69 23

Risikobericht

Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität der ökonomischen

Risikoabsicherungen werden folgende Maßnahmen

durchgeführt:

– Tägliche Limitüberwachung und tägliches Optionsreporting

– Festlegung einer strategischen Absicherungsbenchmark und

laufende Überwachung von Guidelines für das Währungsmanagement

– Kontinuierliche Überwachung der eingegangenen Absicherungspositionen,

regelmäßige Darstellung der Auswirkungen

auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im

Rahmen des internen Reportings und Durchführung erforderlicher

Anpassungen

– Durchführung von Sensitivitätsanalysen

Auf organisatorischer Ebene begegnet die R+V Lebensversicherung

AG Anlagerisiken durch eine strikte funktionale Trennung

von Anlage, Abwicklung und Controlling.

Die folgenden Erläuterungen zu den Risikokategorien Markt-,

Kredit-, Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko beziehen sich

sowohl auf Risiken aus Finanzinstrumenten als auch auf Risiken

aus sonstigen Bereichen.

Marktrisiko

Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder

indirekt aus Schwankungen in der Höhe beziehungsweise in

der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten

und Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisiko

schließt auch das Währungskurs-, Zinsänderungs- und Asset

Liability Risiko ein.

Zur Messung möglicher Marktrisiken in den Kapitalanlagen

führte die R+V Lebensversicherung AG zum Stichtag 31. Dezember

2012 Szenarioanalysen unter folgenden Prämissen

durch: Für direkt und über Fonds gehaltene Aktien wurde die

Auswirkung eines zwanzigprozentigen Kursrückgangs auf den

Zeitwert dieser Posten simuliert.

Für festverzinsliche Wertpapiere, Hypotheken-, Grundschuldund

Rentenschuldforderungen sowie für Namensschuldverschreibungen,

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden

die Auswirkungen einer Verschiebung der Zinskurve um

100 Basispunkte nach oben und nach unten auf den Zeitwert

dieser Wertpapiere und Ausleihungen ermittelt.

Im Rahmen der Standard-Berichterstattung wurden unterjährig

fortlaufend Stresssimulationen zur Darstellung der Auswirkungen

adverser Kapitalmarktszenarien auf die Bestands- und

Ergebnisentwicklung durchgeführt. Als Simulationsparameter

wurden unter anderem ein Rückgang der Aktienkurse um

35 %, eine Verschiebung der Zinskurve um 200 Basispunkte

sowie ein Stress der Währungsbestände um eine jährliche

Standardabweichung angesetzt.

Darüber hinaus wird für den Bestand aller zinstragenden

Anlagen der R+V Lebensversicherung AG regelmäßig eine

Durationsanalyse durchgeführt.

Fremdwährungspositionen werden im Wesentlichen zur Diversifizierung

und Partizipation an renditestarken weltweiten

Anlagen im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements

gehalten. Die daraus resultierenden Wechselkursrisiken unterliegen

durch die Anwendung entsprechender Risikomodelle

der ständigen Beobachtung und werden durch ein Währungsoverlay

Management aktiv gesteuert. Dabei verfolgt das

Währungsmanagement der R+V in erster Linie das Ziel einer

Absicherung gegen Währungskursverluste.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund

eines Forderungsausfalls oder aufgrund einer Veränderung der

Bonität oder der Bewertung der Bonität (Credit-Spread) von

Wertpapieremittenten und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber

denen das Unternehmen Forderungen hat.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen

beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten

und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität vorge-

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