Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

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Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

24 Risikobericht

nommen. Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mit

Hilfe von Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinien

kontinuierlich überprüft.

Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise

ermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das Kreditrisiko

gegenübergestellt. Kontrahentenrisiken werden ferner

durch ein Limitsystem begrenzt. Mehr als 83 % (2011:

88 %) der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren weisen

ein Standard & Poor’s Rating gleich oder besser als A, mehr

als 67 % (2011: 73 %) gleich oder besser als AA auf.

Die Kapitalanlagen der R+V Lebensversicherung AG wiesen

2012 Zinsausfälle in Höhe von 4 Mio. Euro aus. Kapitalausfälle

waren keine zu verzeichnen.

Die R+V Lebensversicherung AG hielt zum 31. Dezember 2012

Staatsanleihen Portugals, Italiens, Irlands und Spaniens:

MARKTWERTE

in Mio. Euro 2012 2011

Portugal 69 120

Italien 700 524

Irland 61 129

Griechenland – 52

Spanien 350 412

Gesamt 1.180 1.237

Außer in Griechenland geht R+V nach derzeitigem Stand

davon aus, dass die von den genannten Staaten, der Europäischen

Union, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und

der EZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung der

Krisenländer gewährleisten. Es wurden keine Abschreibungen

auf Staatsanleihen vorgenommen. Auch im Jahr 2012 wurden

grundsätzlich keine Staatsanleihen dieser Länder gekauft,

womit sich deren Portfolioanteil und die Restlaufzeiten weiter

verringerten. Einzelne Positionen wurden aktiv reduziert.

Die Summe aller Anlagen bei Banken belief sich bei der

R+V Lebensversicherung AG zum 31. Dezember 2012 auf

11.847 Mio. Euro. Mit 58,7 % handelte es sich bei diesen Anlagen

überwiegend um Titel, für die eine besondere Deckungsmasse

zur Besicherung existiert. Mit 71,9 % waren diese Anlagen

zudem hauptsächlich bei deutschen Banken investiert.

Die verbleibenden 28,1 % entfielen nahezu ausschließlich auf

Institute des Europäischen Wirtschaftsraums.

Für Hypothekendarlehen wurde mit Analysen aufgezeigt, dass

kein nennenswertes Kreditrisiko bestand. Deshalb wurden hier

keine Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus dem Ausfall

von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Dem entsprechenden

Ausfallrisiko wird durch ein effektives Forderungsmanagement

begegnet. Uneinbringliche Forderungen

gegenüber Versicherungsnehmern werden unmittelbar als

Minderung der Beitragseinnahmen gebucht. Zudem wird dem

Ausfallrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung

Rechnung getragen, die nach den Erfahrungswerten aus

der Vergangenheit ausreichend bemessen ist. Dies gilt ebenso

für das Ausfallrisiko auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern.

Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft

bestehen nicht.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Unternehmen

nicht oder nur zu erhöhten Kosten in der Lage ist,

seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen.

Die Liquidität der R+V wird zentral gesteuert. Für alle Gesellschaften

der R+V wird im Rahmen der Mehrjahresplanung eine

integrierte Simulation zur Bestands- und Erfolgsentwicklung

im Kapitalanlagebereich sowie zur Entwicklung der Zahlungsströme

durchgeführt.

Basis der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller

wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechni-

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