Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

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Geschäftsbericht 2012 R+V Lebensversicherung AG (PDF 1,0 MB)

48 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zur Anpassung an die sich verändernden biometrischen Rechnungsgrundlagen

wurde für Versicherungen, die bis 2004 für

den Neuzugang offen waren, die Deckungsrückstellung gemäß

dem von der DAV entwickelten Verfahren mit der Tafel DAV 2004

R-Bestand 1 ) berechnet. Dabei kamen die von der DAV empfohlenen

Storno- und Kapitalabfindungswahrscheinlichkeiten zur

Anwendung.

Aufgrund der am 11. März 2011 geänderten Verordnung über

Rechnungsgrundlagen von Deckungsrückstellungen (DeckRV)

wurde eine Zinszusatzreserve für Verträge mit einem Rechnungszins

von 4,0 % gestellt. Darüber hinaus wurde der

Rechnungszins des Altbestandes für Verträge mit einem

Rechnungszins von 3,5 % dauerhaft auf 3,4 % gesenkt.

Der Rechnungszins der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

der Tarifgenerationen 1967 und 1993 entspricht dem Rechnungszins

der Beitragskalkulation.

Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung für Versicherungen,

die vom BGH-Urteil vom 25. Juli 2012 (IV ZR 201/10) betroffen

sind, wurden die sich aus der Leistungsverpflichtung

ergebenden Ansprüche ermittelt und pauschal in der Deckungsrückstellung

berücksichtigt.

Für die Berufsunfähigkeits-Versicherung (Chemie) wurde in der

Anwartschaft eine kollektive Deckungsrückstellung gebildet.

In der bis 1999 für den Neuzugang offenen Berufsunfähigkeits-

Zusatzversicherung wurde ebenfalls eine Vergleichsrechnung

durchgeführt. Als Ergebnis enthält die Deckungsrückstellung

neben der einzelvertraglich berechneten Deckungsrückstellung

zusätzlich einen pauschalen Anteil. Die Vergleichsrechnung

basierte auf den Sterbetafeln DAV 1994 T sowie Invalidisierungswahrscheinlichkeiten,

die aus der Tafel DAV 1997 I abgeleitet

sind.

Die Berechnung der Deckungsrückstellung in der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

im Teilbestand der ehemaligen

KRAVAG-LEBEN Versicherungs-AG erfolgte mit der Sterbetafel

DAV 1994 T und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten gemäß

DAV 1997 I. Für die Anpassung von Verträgen nach anderen

Rechnungsgrundlagen enthält die Deckungsrückstellung als

Ergebnis einer Vergleichsrechnung neben der einzelvertraglich

berechneten Rückstellung zusätzlich einen pauschalen Anteil.

In der Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung lagen der

Deckungsrückstellung die Sterbetafel DAV 1994 T sowie Invalidisierungswahrscheinlichkeiten

nach der Tafel DAV 1998 E zugrunde.

In der Arbeitsunfähigkeits-(Zusatz)versicherung beruhte die

Deckungsrückstellung in der Anwartschaftszeit und im Leistungsbezug

auf der Sterbetafel DAV 1994 T. Die Arbeitsunfähigkeitswahrscheinlichkeiten

entstammen der Tafel R+V 2002 AU.

In der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, die von Mai 1999

bis Juni 2000 für den Neuzugang offen war, lag der Deckungsrückstellung

ebenfalls die Sterbetafel DAV 1994 T zugrunde.

Als Ergebnis einer Vergleichsrechnung mit nach Berufsgruppen

getrennten Invalidisierungswahrscheinlichkeiten der Tafel R+V

1999 I-mod enthält die Deckungsrückstellung zusätzlich einen

pauschalen Anteil.

Die Deckungsrückstellung für beitragsfreie Boni aus der Überschussbeteiligung

wurde nach den gleichen Rechnungsgrundlagen

ermittelt, wie sie der jeweils zugehörigen Hauptversicherung

zugrunde liegen.

Verwaltungskosten wurden in der Deckungsrückstellung implizit

berücksichtigt. Bei Versicherungen mit tariflich beitragsfreien

Jahren, bei beitragsfrei gestellten Versicherungen sowie

bei beitragsfreien Boni aus der Überschussbeteiligung wurde

eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet.

1

) Interpolation zwischen DAV 2004 R-Bestand und DAV 2004 R-B20

Interpolationsschritt 8/20

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