wohnen am alsterberg - D&K Consult

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wohnen am alsterberg - D&K Consult

PROTOKOLL ZUR

PREISGERICHTSSITZUNG

am 19.06.2013 ab 11:00 Uhr

im Saal „Graf Zeppelin“ (EG) des Hotels „Courtyard by Marriott Hamburg Airport“,

Flughafenstraße 47, 22415 Hamburg

Nicht offener, einphasiger, städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit hochbaulichem Teilbereich

und 7 eingeladenen Büros

WOHNEN AM ALSTERBERG

in Hamburg-Nord

ausgelobt durch die

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und

Gewerbebau Baden-Württemberg AG

Hospitalstr. 33

70174 Stuttgart

in Kooperation mit der

Metropol Grund GmbH

Winterstraße 4-8

22765 Hamburg

und

Christian O. Bock

Böttgerstraße 15

20148 Hamburg

im Einvernehmen mit der

Freien und Hansestadt Hamburg

letztere vertreten durch

das Bezirksamt Hamburg-Nord

den Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen

die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

D&K drost consult GmbH


städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit hochbaulichem Teilbereich

Wohnen am Alsterberg

Das Preisgericht tritt um 11:05 Uhr im Saal „Graf Zeppelin“ des Hotels „Courtyard by Marriott Hamburg

Airport“, Flughafenstraße 47 in Hamburg zusammen.

Zunächst heißt Herr Christian Holz, Vorstandssprecher der GWG Gesellschaft für Wohnungs- und

Gewerbebau Baden-Württemberg AG, die Anwesenden im Namen der Ausloberinnen herzlich willkommen.

Er fasst im Folgenden kurz die wesentlichen Aspekte der Aufgabenstellung des Wettbewerbs

zusammen, die für die Ausloberinnen im Rahmen der Beurteilung der eingereichten Arbeiten

von Bedeutung sind. Insgesamt wünscht er sich für die Realisierung des Projekts ein langfristig belastbares

bzw. tragfähiges Entwurfskonzept, das für alle Verfahrensbeteiligten die bestmögliche Lösung

bietet.

Herr Harald Rösler, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord, erläutert kurz die (städte-)baulichen Entwicklungen

im näheren Umfeld des Wettbewerbsgebiets. In Hamburg-Nord werden aktuell viele neue

Quartiere zum Wohnen und Arbeiten entwickelt bzw. befinden sich bereits in der Realisierung. Das

vorliegende Projekt begrüßt Herr Rösler insbesondere aufgrund des hohen Anteils an gefördertem

Wohnungsbau. Er freut sich auf eine spannende Preisgerichtssitzung und anregende Diskussionen.

Herr Hans-Peter Boltres, Leiter des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes

Hamburg-Nord, und Frau Ute Müller, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Landes- und

Landschaftsplanung, Planungsreferat Hamburg-Nord und Wandsbek, freuen sich über die Durchführung

des qualifizierten Wettbewerbsverfahrens für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers an diesem

besonderen Standort und wünschen der Preisgerichtssitzung einen erfolgreichen Verlauf.

Anschließend an diese Einführung wird aus dem Kreis der Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Frau Karin Loosen für den Vorsitz der Preisgerichtssitzung vorgeschlagen und einstimmig (bei eigener

Enthaltung) zur Vorsitzenden gewählt. Sie nimmt die Wahl an und bedankt sich für das ihr entgegengebrachte

Vertrauen. Im Folgenden wird die Vollzähligkeit der stimmberechtigten Preisrichter geprüft.

Es sind erschienen:

1 ANWESENDE DES PREISGERICHTES

Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Hans-Peter Boltres Bezirksamt Hamburg-Nord,

Leiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Karin Loosen

Architektin und Stadtplanerin, LRW Architekten und Stadtplaner,

Hamburg

Katja Erdmann

Architektin, Metropol Grund GmbH

Henrik Diemann

Architekt, Metropol Grund GmbH

Thomas Tradowsky Landschaftsarchitekt, kfp Kontor Freiraumplanung Thomas Tradowsky,

Hamburg

entschuldigt fehlt:

Prof. Jörn Walter

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Oberbaudirektor

Stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Ute Müller

BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung,

Planungsreferat Hamburg-Nord und Wandsbek

Andreia Jonas

Architektin, Metropol Grund GmbH

Heike Lorenz

Landschaftsarchitektin, Hunck + Lorenz Freiraumplanung, Hamburg

entschuldigt fehlt:

Cordula Ernsing

Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

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Wohnen am Alsterberg

Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Harald Rösler

Bezirksamt Hamburg-Nord, Bezirksamtsleiter

Christian Holz

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG

Rainer Ganske

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG

Gisela Busold

Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss (CDU-Fraktion)

Dagmar Wiedemann Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss (SPD-Fraktion)

Christian Reißing

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG

Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Michael Werner-Boelz Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss

(Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion)

Claus-Joachim Dickow Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss (FDP-Fraktion)

Georgios Tsomidis GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG

entschuldigt fehlen:

Dr. Michael Bigdon

Michael Raeder

Sachverständige

Matthias Peters

Angelika Baumann-Siebert

Annegret Benitt

Silke Seidenstricker

Jens Grewe

Julia Homoth

Jürgen Clausen

entschuldigt fehlen:

Sven Clausen

Andreas Mönkemeyer

Maritta Francke

Rafael Armbrust

Ulli G. Hässig

Hanne Stiefvater

Britta Siemssen

Gäste

Christian O. Bock

Andreas Franke

Michael Rink

Bezirksamt Hamburg-Nord,

Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG

Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen

Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung

Bezirksamt Hamburg-Nord,

Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung, Abt. Landschaftsplanung

Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachamt Bauprüfung

Bezirksamt Hamburg-Nord,

Fachamt Management des öffentlichen Raums

Architektin, Metropol Grund GmbH

Lärmkontor GmbH

Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachamt Bauprüfung

Bezirksamt Hamburg-Nord,

Fachamt Management des öffentlichen Raums

Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt

Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt

Architekt, Planmanufaktur GmbH Ludwigsburg

alsterdorf assistenz west gGmbH

alsterdorf assistenz west gGmbH

Rechtsanwalt

Unternehmensgruppe Andreas Franke

BSU, Referent des Oberbaudirektors

Wettbewerbskoordination/Organisation

Uwe Drost

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Christine Holewa

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Kai Degen

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Wohnen am Alsterberg

Herr Professor Jörn Walter hat im Vorfeld seine Teilnahme an der Preisgerichtssitzung abgesagt.

Seine Funktion als Fachpreisrichter wird von Frau Ute Müller übernommen.

Die Vorsitzende bestätigt die Vollzähligkeit der stimmberechtigten Preisrichter.

Die Protokollführung übernehmen Christine Holewa und Kai Degen von D&K drost consult GmbH.

Alle zur Sitzung des Preisgerichts zugelassenen Personen geben die Versicherung zur vertraulichen

Behandlung der Beratungen. Sie erklären weiterhin, dass sie keinen Meinungsaustausch mit den

Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern über die Aufgabe hatten.

Die Vorsitzende versichert den Ausloberinnen, den teilnehmenden Büros und der Öffentlichkeit die

größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisgerichts auf Grundlage der „RPW 2010 - Richtlinien

für Planungswettbewerbe der Freien und Hansestadt Hamburg“.

2 ERGEBNISSE DER VORPRÜFUNG

Formale Vorprüfung

Alle zur Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe eingeladenen Büros haben ihre Pläne fristgerecht zum

27.05.2013 bzw. ihre Einsatzmodelle und Visualisierungen fristgerecht zum 03.06.2013 eingereicht.

Zur Wahrung der Anonymität wurden die Kennziffern der Arbeiten mit willkürlich gewählten Tarnzahlen

von 1241 bis 1247 überklebt. Eine Sammelliste mit Kennziffern, Tarnzahlen und Eingangsdaten

wird zusammen mit den Verfassererklärungen aufbewahrt.

Die geforderte Verfahrensleistung wurde im Wesentlichen bei allen Arbeiten erbracht. Aus formalen

Gesichtspunkten besteht kein Anlass für die Vorprüfung, den Ausschluss eines Verfahrensbeitrages

durch das Preisgericht zu empfehlen.

Inhaltliche Vorprüfung

Herr Drost erläutert die inhaltliche Vorprüfung. Die eingegangenen Arbeiten wurden nach den „Richtlinien

für Planungswettbewerbe der Freien und Hansestadt Hamburg“ (RPW 2010) und anhand der in

der Auslobung formulierten Beurteilungskriterien vorgeprüft.

Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in einem Vorprüfbericht zusammengefasst, der Aufschluss über

die formalen Kriterien gibt und einen vergleichbaren Überblick über alle Arbeiten gewährleistet. Für

jede Arbeit werden auf jeweils acht DIN-A4-Seiten die stichwortartigen Vorprüfungsergebnisse der

Sachverständigen, die faktischen Überprüfungen sowie Ausschnitte der Planzeichnungen dargestellt.

Ferner steht dem Preisgericht ergänzend zum Vorprüfbericht eine zweiseitige Projektübersicht zur

Verfügung, die sowohl die Lagepläne und beispielhafte Perspektiven aller abgegebenen Arbeiten enthält

als auch wichtige Kenngrößen wie BGFa, Nutzfläche und Anzahl der Wohneinheiten zusammenfasst.

Folgende Vorbemerkungen wurden im Rahmen der Vorprüfung durch die Ausloberinnen formuliert:

Bei der Arbeit 1241 erscheint die Anordnung der Solitäre an der Sengelmannstraße zunächst lärmtechnisch

nicht sinnvoll, allerdings ist die interne Anordnung der Funktionen sinnvoll ausgebildet.

Der Wettbewerbsbeitrag 1242 ist der einzige Entwurf, der sich an die Gegebenheiten (Bäume) anpasst

und die Vorgaben voll berücksichtigt. Die Platzierung der Solitäre mutet zunächst willkürlich

an, bildet aber harmonisch fließende Räume.

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Wohnen am Alsterberg

Folgende Vorbemerkungen wurden im Rahmen der Vorprüfung durch den Landesbetrieb Immobilienmanagement

und Grundvermögen formuliert und gelten für alle Entwürfe gleichermaßen:

Die vorhandene Netzstation auf dem Flurstück 3142-2 ist für die örtliche Versorgung (auch des

Plangebiets) erforderlich und muss daher erhalten bleiben. Innerhalb des Grundstücks ist allerdings

eine Verlagerung möglich; dies würde jedoch zusätzliche Kosten verursachen.

Folgende Vorbemerkungen wurden im Rahmen der Vorprüfung durch die Bezirksamt Hamburg-

Nord, Fachamt Management des öffentlichen Raums, formuliert und gelten für alle Entwürfe gleichermaßen:

Die gemäß Auslobungstext für den öffentlichen Grund zu reservierenden Flächen auf Privatgrund

(Straßenerweiterungsflächen) müssen berücksichtigt werden.

Bis auf den Wettbewerbsbeitrag 1246 sind bei allen Arbeiten höchstwahrscheinlich weitere Feuerwehrzufahrten

über den Maienweg und die Sengelmannstraße erforderlich. Dies bedeutet, dass

eine Genehmigungsfähigkeit nicht garantiert werden kann und zusätzlich nach Sondernutzungsvertrag

§ 19 und ggf. dem Vertrag ein Umbau auf öffentlichem Grund erforderlich wird.

Im Informationsrundgang stellt die Vorprüfung ab 11:30 Uhr die städtebaulichen, freiraumplanerischen,

architektonischen und funktionalen Grundzüge der Arbeiten ausführlich und wertfrei vor. Insbesondere

wird auf die von den jeweiligen Verfassern hervorgehobenen Aspekte der Arbeiten eingegangen.

Während dieser Vorstellung werden vom Gremium Rückfragen zum Verständnis der Entwurfsidee

und detaillierte Fragen in Bezug auf die Darstellung erörtert. Im Anschluss führt das Preisgericht

seine Beratung mit einer vertiefenden Besprechung der Wettbewerbsaufgabe und des Bewertungsverfahrens

durch.

3 BEWERTUNG DER ARBEITEN

Ab 13:05 Uhr beginnt nach einer kurzen Pause (12:50 Uhr bis 13:05 Uhr) der erste Wertungsrundgang

mit einer kritischen Beurteilung der Arbeiten und der Feststellung von grundsätzlichen und

schwerwiegenden Mängeln. Dabei wird zunächst jeder der Wettbewerbsbeiträge von einem Fachpreisrichter

vorgestellt und dann im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen

Planungsansätzen und schwerwiegenden Mängeln kurz diskutiert.

Folgender Entwurf wird aufgrund von Defiziten auf konzeptioneller Ebene einstimmig ausgeschlossen:

Tarnzahl für den Ausschluss gegen den Ausschluss

1243 9 0

Die nachstehenden Arbeiten verbleiben somit im Verfahren:

1241, 1242, 1244, 1245, 1246 und 1247

Nach einer Mittagspause (13:40 bis 14:25 Uhr) werden in einem zweiten Wertungsrundgang die

Arbeiten im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen

und Defiziten auf konzeptioneller Ebene diskutiert. In die Beurteilung der Arbeiten fließen dabei unter

anderem das städtebauliche Konzept und dessen Einbindung in das stadträumliche Umfeld, die zu

erwartende Freiraumqualität, die angemessene Berücksichtigung der vorhandenen Baumstrukturen,

der Umgang mit den Geländehöhen sowie der Lärmsituation entlang der Sengelmannstraße ein. Da-

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rüber hinaus werden ebenso die Themen Funktionalität der Erschließung (inkl. Lage der Tiefgaragenzufahrten

und Feuerwehrbewegungs-/-aufstellflächen), Adressbildung und zu erwartende Wohnqualität

sowie Funktionalität der Wohnungsgrundrisse berücksichtigt.

Folgende Entwürfe werden aufgrund von Defiziten auf konzeptioneller Ebene in den vorgenannten

Kriterien ausgeschlossen:

Tarnzahl für den Ausschluss gegen den Ausschluss

1241 12 0

1242 10 2

1246 10 2

Somit verbleiben die Arbeiten 1244, 1245 und 1247 in der engeren Wahl des Verfahrens.

Beurteilung der verbliebenen Arbeiten der engeren Wahl

Arbeit 1244

Die Arbeit bildet einen überzeugenden Beitrag zum Lärmschutz zwischen der Sengelmannstraße und

dem Blockinneren. Mit differenziert ausgebildeten Baukörpern entsteht eine angenehme Blockrandfigur

mit qualitätsvollen Architekturansätzen für die Fassaden. Die Ecke Sengelmannstraße/Maienweg

weist diese Qualitäten noch nicht auf. Auch für den dort platzierten Kitabereich wäre eine andere Lage

wünschenswert. Die hier an sich spannungsvolle Dichte – insbesondere des hinteren Solitärgebäudes

– müsste im Rahmen einer Verschattungssimulation geprüft werden.

Die Grundrisse sind in ihrer Funktionalität besonders ausgearbeitet und bieten für die zahlreichen

Wohnformen ausreichend qualitätsvolles Potenzial mit einer hohen Umsetzung von Bruttogrundflächen.

Die Nordfassade des Solitär-Baukörpers am Quartiersplatz wird durch die direkt am Gebäude liegende

Tiefgaragenzufahrt voraussichtlich kritisch mit Lärm belastet.

Für den Bereich am Suhrenkamp entwickelt der Entwurf eine überzeugende Verflechtung mit der umliegenden

Bebauung, insbesondere zum Bereich „Pflegen & Wohnen“, sowie mit dem Baumbestand.

Entlang dem Suhrenkamp reagiert die Baulinie auf die erhaltenswerten Bäume und schafft zusätzlich

kleine qualitätsvolle, die Topografie berücksichtigende Eingangsplätze. Die Höhenstaffelungen nach

Süden bieten eine gute Maßstäblichkeit und lassen spannende Höfe mit differenzierten Blickbeziehungen

zu.

Die Funktionalität der 2. Rettungswege wird kritisch hinterfragt.

Arbeit 1245

Die Arbeit zeigt in den beiden Teilbereichen Sengelmannstraße und Suhrenkamp sehr unterschiedliche

Qualitäten. An der Sengelmannstraße liefert der Beitrag eine klare, städtebaulich überzeugende

Lösung. Als Auftakt im Süden gegenüber der Einzelhausbebauung vermittelt sie durch geschickte

Staffelung. Durch gute Proportionierung der Teilbaukörper zueinander – sowohl in Höhe als auch

Grundriss – sorgt sie für ausreichend Rhythmisierung entlang der Sengelmannstraße und schafft gut

proportionierte Freiräume. Geschickt verweist sie durch ihren Rücksprung im Norden auf den Quartierseingang.

Die Mäanderstruktur ermöglicht zudem die Ausbildung einer Vorzone zur Sengelmannstraße und einen

durchgehenden Lärmschutz für den rückwärtigen Bereich. Durch die geringen Bautiefen sind

grundsätzlich durchwohnbare Grundrisse möglich. Dennoch ist die Grundrissgestaltung mit Wohn-

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räumen zur Sengelmannstraße hin aufgrund der Lärmbelastung nicht optimal gelungen. Konstruktive

Schallschutzmaßnahmen in Form von Doppelfassaden (z. B. Wintergärten oder verglaste Loggien) für

zur Sengelmannstraße verbleibende Aufenthaltsräume wären hier vorzusehen.

Teile der Jury beurteilen die hohe gestalterische Stringenz der Fassaden sowie eine mangelnde Adressbildung

für die sehr unterschiedlichen Nutzergruppen kritisch.

Die hohe städtebauliche Qualität wird leider im Bereich Suhrenkamp nicht durchgehalten. Die vorgeschlagene

Zeilenbebauung aus parallelen, gegeneinander gedrehten Zeilenpaaren fügt sich stadträumlich

zwar grundsätzlich ein, wird aber für die gewünschte Nutzerdiversität nicht für geeignet gehalten.

Ein freiraumplanerisches Konzept mit einer eigenen Zielvorstellung ist insgesamt nicht erkennbar. Die

angebotene Darstellung bietet wenig Möglichkeiten für differenzierte Nutzerräume.

Die Erschließung für Tiefgaragen ist im Gesamtgebiet schlüssig gelöst.

Trotz erheblicher Mängel im Bereich Suhrenkamp soll die hohe stadträumliche Qualität an der

Sengelmannstraße gewürdigt werden, die in ihrer Ausformung und Materialität an die Backsteintradition

im Wohnungsbau Hamburgs der 1920er Jahre anknüpft.

Arbeit 1247

Die Verfasser reagieren auf die heterogene Umgebung mit zwei unterschiedlichen städtebaulichen

Typologien. Entlang Suhrenkamp werden drei Höfe ausgebildet, die den prägenden Baumbestand

weitestgehend unangetastet lassen und zu den Himmelsrichtungen gut ausgerichtete, vielfältige Wohnungstypologien

ermöglichen.

An die Sengelmannstraße setzen die Verfasser eine Kammstruktur, die zwei ruhige, sonnige Innenhöfe

bildet, zu denen sich gut geschnittene Wohnungen orientieren. Im Süden bildet ein von Teilen des

Preisgerichts als zu hoch empfundener 7-geschossiger Kubus mit Studierendenwohnungen den Auftakt

des Quartiers. Die Höhenwirkung des 7-Geschossers wird durch einen vorgelagerten städtischen

Platz gemindert.

Die Quartierserschließung wird als selbstverständliche Fortführung der westlich angrenzenden Siedlung

stringent weiterentwickelt und stellt Bezüge zum auf der anderen Straßenseite entstehenden

Quartier „Am Weißenberg“ her. Entlang der Quartiersstraße fädeln die Verfasser eine Reihe von vielfach,

auch öffentlich nutzbaren Plätzen auf, die den vorhandenen Baumbestand integrieren. Auftakt

bildet im Westen eine gut dimensionierte Kita. Positiv fällt die kurze Anbindung der Tiefgaragenzufahrten

auf; Fahrverkehr und Fußgänger werden störungsfrei kombiniert.

Inklusive des Vorschlags zur Nachverdichtung am Maienweg (heutiges Areal der Tankstelle) stellt die

Arbeit sinnfällige Beziehungen zum umgebenden Stadtraum her.

Die angebotene Architektur wirkt freundlich und überzeugt durch wenige, aber souverän eingesetzte

gestalterische Motive, wie die durchgängige Verwendung von Klinker und wenig Fensterformate. Die

angebotenen Wohnungsgrundrisse sind überwiegend gut und reagieren auf die Lärmimmission, beispielsweise

durch die Anordnung von Erschließungskernen und Laubengängen an der

Sengelmannstraße. Für die teilweise im Bereich der lärmkritischen Kopfsituationen zur

Sengelmannstraße angeordneten Schlafräume wären konstruktive Schallschutzmaßnahmen in Form

von Doppelfassaden (z. B. Wintergärten oder verglaste Loggien) erforderlich.

Insgesamt liefert die Arbeit einen herausragenden Beitrag für ein vielfältiges, gemischtes und durchgrüntes

neues Quartier.

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Nach eingehender Analyse und Diskussion der Arbeiten fasst das Preisgericht folgenden Beschluss:

1. Preis Arbeit 1247 mit 9:3 Stimmen

2. Preis Arbeit 1244 mit 9:3 Stimmen

3. Preis Arbeit 1245 mit 12:0 Stimmen

Einstimmig beschließt das Preisgericht die Preissumme von 50.000,- Euro (netto) gemäß der Auslobung

aufzuteilen:

1. Preis Arbeit 1247 25.000,- Euro (netto)

2. Preis Arbeit 1244 15.000,- Euro (netto)

3. Preis Arbeit 1245 10.000,- Euro (netto)

Ebenfalls entsprechend der Auslobung wird die für das Bearbeitungshonorar vorgesehene Gesamtsumme

von 28.000,- Euro (netto) zu gleichen Teilen auf die sieben teilnehmenden Büros ausgeschüttet.

Demzufolge erhält jedes Büro ein Bearbeitungshonorar von jeweils 4.000,- Euro (netto).

4 EMPFEHLUNGEN DES PREISGERICHTS

Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, die Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit

1247 mit der Weiterbearbeitung zu beauftragen.

Folgende Empfehlungen für eine Weiterentwicklung des Entwurfs werden durch das Preisgericht ausgesprochen:

▪ Sollte es während der Weiterentwicklung des Entwurfs erforderlich sein, die Höhe des 7-

geschossigen Baukörpers an der Sengelmannstraße zu reduzieren, ist die damit wegfallende

BGF an geeigneter Stelle und auf Basis des dem Entwurf zugrundeliegenden städtebaulichen

Konzepts zu kompensieren (Umverteilung der wegfallenden Baumasse).





Der Lärmsituation an der Sengelmannstraße Rechnung tragend, sind für Schlafräume zu den

lärmkritischen Kopfsituationen an der Sengelmannstraße konstruktive Schallschutzmaßnahmen

in Form von Doppelfassaden (z. B. Wintergärten oder verglaste Loggien) vorzusehen.

Das Konzept des 2. Rettungswegs ist hinsichtlich der Feuerwehrtrassen zu überarbeiten und in

Bezug auf den anbaufrei vorzuhaltenden Gehwegstreifen an der Sengelmannstraße in Einklang

zu bringen.

die Abstandsflächen sind, insbesondere im Hinblick auf die Staffelgeschosse zwischen den Häusern

4 und 5 zu überprüfen.

Für die weitere Bearbeitung des Freiraums ist eines der an den mit einem Preis ausgezeichneten

Arbeiten beteiligten Landschafts-/Freiraumplanungsbüros zu beauftragen.

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Wohnen am Alsterberg

5 PREISTRÄGER

Nach dem Öffnen der Umschläge mit den Verfassererklärungen durch die Vorprüfung werden ab

16:20 Uhr die Namen der teilnehmenden Architekturbüros festgestellt. Im Ergebnis wird durch das

Preisgericht folgende Preisvergabe festgehalten:

1. Preis Arbeit 1247 Architektengruppe Eckert Manthos Tagwerker, Stuttgart

2. Preis Arbeit 1244 böge lindner K2 architekten, Hamburg

3. Preis Arbeit 1245 HEIDENREICH & SPRINGER ARCHITEKTEN

Gesellschaft mbH, Berlin

Folgende Architekturbüros werden nicht ausgezeichnet:

Arbeit 1241

Arbeit 1242

Arbeit 1243

Arbeit 1246

LA‘KET ARCHITEKTEN GMBH, Hamburg

spine architects GmbH, Hamburg

blauraum architekten, Hamburg

ARP Architekten Partnerschaft Stuttgart, Stuttgart

6 ABSCHLUSS

Frau Karin Loosen als Vorsitzende des Preisgerichts zeigt sich erfreut über das gute Ergebnis des

Verfahrens und bedankt sich bei allen Beteiligten für die hochkonzentrierte und gute Zusammenarbeit.

Mit Zustimmung aller Preisrichter entlastet sie die Vorprüfung und gibt den Vorsitz an die Ausloberinnen

zurück.

Anschließend dankt Herr Christian Holz den Anwesenden für die konstruktiven Diskussionsbeiträge

und die Unterstützung in dem Verfahren. Er freut sich über das gute Ergebnis und ist voller Hoffnung,

das Projekt zügig zu realisieren.

Herr Harald Rösler bedankt sich ebenfalls bei allen Beteiligten für ihr Engagement. Der ausgewählte

Siegerentwurf fügt sich sehr gut in das Umfeld ein; er sieht der Umsetzung des Projekts mit großer

Zuversicht entgegen.

Herr Hans-Peter Boltres ist ebenfalls über das gute Ergebnis erfreut und wünscht der Weiterentwicklung

des Projekts viel Erfolg.

Die Preisgerichtssitzung ist um 16:30 Uhr beendet. Das Protokoll ist mit der Vorsitzenden des Preisgerichts,

dem Bezirksamt Hamburg-Nord, dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen

sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt abgestimmt.

Aufgestellt am 19.06.2013

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Anhang

Anerkennung des Protokolls durch das Preisgericht

Anwesenheit Preisgerichtssitzung

Übersicht der eingereichten Arbeiten

Beurteilung der ausgeschiedenen Arbeiten

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Anhang zum

PROTOKOLL

DER PREISGERICHTSSITZUNG


Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb

mit hochbaulichem Teil

„WOHNEN Am ALSTERBERG“ in Hamburg

2. Rundgang Tarnzahl: 1241

Kennzahl: 513023

LA‘KET ARCHITEKTEN GMBH, Hamburg

Tim Kettler, David Lagemann

mitwirkende:

P. Schwaiger

Fachberatung:

G2 Landschaftsarchitekten Hamburg; Gert Lübs, Kerstin König

2. Rundgang Tarnzahl: 1242

Kennzahl: 906982

spine architects GmbH, Hamburg

Jörn Hadzik

mitwirkende:

Alex münch, michael Eser, moritz Kühl, Christopher Phiphak

Fachberatung:

Breimann & Bruun GmbH & Co. KG Landschaftsarchitekten;

moritz möllers

1. Rundgang Tarnzahl: 1243

Kennzahl: 365947

blauraum architekten planungsgesellschaft mbh, Hamburg

Rüdiger Ebel, Volker Halbach, Carsten Venus

mitwirkende:

Jan Busemeyer, Julia Täubert, melanie Schäfer,

Alexander Hofmeier

Fachberatung:

arbos Freiraumplanung GmbH & Co. KG, Hamburg

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Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb

mit hochbaulichem Teil

„WOHNEN Am ALSTERBERG“ in Hamburg

2. Preis Tarnzahl: 1244

Kennzahl: 001173

BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg

Jürgen Böge, Ingeborg Lindner-Böge, Lutz-matthias Keßling,

Detlev Kozian

mitwirkende:

Falko Landenberger, Josep Viladarga, Stefan Wälder

Fachberatung:

Landschaftsplaner: schoppe+partner Freiraumplanung, Hamburg;

Hr. meyer

modellbau: wup Wiens und Partner GmbH, Hamburg

3. Preis Tarnzahl: 1245

Kennzahl: 130143

HEIDENREICH & SPRINGER ARCHITEKTEN Gesellschaft mbH,

Berlin

Prof. Jörg Springer, Georg Heidenreich

mitwirkende:

Nicolai Jasper, Vanessa Chacon, Konstantin Gerbes

Fachberatung:

Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin

Jens Gehrcken, Berlin (Visualisierungen)

Transformer, Darmstadt; H. Bauer (modell)

2. Rundgang Tarnzahl: 1246

Kennzahl: 561389

ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart, Stuttgart

michael Wenderoth

mitwirkende:

Robert Schneider, Emmanuelle Simon, Ulrike Fischer,

Harald Hühnerbein, Frank Rütten

Fachberatung:

Gutbrod Bauphysik

modellbau Bela Berec

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Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb

mit hochbaulichem Teil

„WOHNEN Am ALSTERBERG“ in Hamburg

1. Preis Tarnzahl: 1247

Kennzahl: 142803

Architektengruppe Eckert Manthos Tagwerker, Stuttgart

Tankred Eckert

mitwirkende:

Peter Bauhofer, Nicolai Neumann, Peter Lorenz

Fachberatung:

Jetter Landschaftsarchitekten, Stuttgart; Frank Jetter

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städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit hochbaulichem Teilbereich

Wohnen am Alsterberg

Kurze Beurteilung der ausgeschiedenen Arbeiten

Arbeit 1241 (2. Rundgang)

• Die städtebauliche Struktur aus überwiegend Punkthäusern überzeugt an diesem Standort

nicht, insbesondere an der Sengelmannstraße gibt die gewählte Baukörperform keine richtige

Antwort auf die Lärmsituation.

• Das Abrücken der Bebauung vom Suhrenkamp und die hier südlich angelegte Erschließung

werden aus räumlicher Sicht gewürdigt. Jedoch ist die Erschließung in funktionaler Hinsicht

bezüglich der Lage der Tiefgaragenzufahrt (Durchgangsverkehr) sowie Feuerwehrtrassen-/

Anleiterkonzept nicht zufriedenstellend.

• Im Teilbereich am Suhrenkamp werden interessante Freiräume mit guten Qualitäten gebildet,

die das Quartier gut mit dem Areal „Pflegen & Wohnen“ verbinden können.

• Die für beide Wettbewerbsflurstücke vorgesehene Gesamt-BGFa bleibt deutlich unter der

formulierten Zielvorgabe.

Arbeit 1242 (2. Rundgang)

• Die vorgeschlagene Riegelbebauung an der Sengelmannstraße berücksichtigt im Grundsatz

die Lärmsituation gut; unverständlich und inkonsequent bleibt in diesem Zusammenhang jedoch

die große bauliche Lücke.

• Leider ist das Potenzial der Adressausbildung an der Sengelmannstraße nur wenig gegeben.

• Im Bereich der Sengelmannstraße werden die Abstände zu den rückwärtig gelegenen Einzelbaukörpern

kritisch gesehen.

• Die Bebauung mit Einzelbaukörpern ist direkt aus der Lage des Baumbestandes abgeleitet

und berücksichtigt diesen in idealer Weise. Insgesamt bietet jedoch die Stellung der Einzelbaukörper

nur eigeschränkt eine gute Grundlage für das Wohnen, da hier vorwiegend nur

Wohnungen in Ost-West-Ausrichtung möglich sind.

• Der Erschließung und Durchwegung des Quartiers fehlt es an Stringenz und Klarheit, so dass

eine Orientierung nur schwerlich möglich wäre.

• Das Freiraumkonzept bieten für das gesamte Quartier gute Qualitäten an.

• Das Konzept der 2. Rettungswege ist wenig zufriedenstellend gelöst.

Arbeit 1243 (1. Rundgang)

• Die gewählte Blockstruktur am Suhrenkamp scheint dem Preisgericht aus städtebaulicher

Sicht plausibel.

• Die Riegelform an der Sengelmannstraße bildet grundsätzlich einen guten Lärmschutz für die

rückwärtigen Bereiche. Jedoch erscheint die große Lücke zwischen Neu- und Bestandsbebauung

in diesem Zusammenhang inkonsequent und ist nicht verständlich.

• Die am Maienweg platzierte Ein-/und Ausfahrt der Tiefgarage ist nicht akzeptabel.

• Die Wohnungsgrundrisse der rückwärtigen Solitäre auf dem Grundstück an der Sengelmannstraße

zeigen in ihrer Funktionalität deutliche Defizite.

• Bezüglich des Freiraums wird von Teilen des Preisgerichts eine gewisse Großzügigkeit vermisst,

die zugunsten der gewählten Lage/Anordnung der Gebäudegruppen auf den Grundstücken

vernachlässigt scheint.

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städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit hochbaulichem Teilbereich

Wohnen am Alsterberg

Arbeit 1246 (2. Rundgang)

• Die unterschiedlichen Höhen des städtebaulich gut auf die Lärmsituation an der

Sengelmannstraße reagierenden Gebäuderiegels werden positiv gewertet. Dennoch erzeugen

die Höhenstaffelungen kein ausreichend spannendes Bild; zudem scheinen die Proportionen

der Einzelhäuser zueinander nicht richtig gewählt.

• Der vorgeschlagene Städtebau an der Sengelmannstraße steht im Widerspruch zu der Idee

der großräumlichen Auseinandersetzung mit dem Umfeld und Einbindung des neuen Quartiers

insbesondere auf der freiräumlichen Ebene. Hier setzt sich die Bebauung rigoros über

den erhaltenswerten Baumbestand hinweg und der Quartierseingang wird zugunsten des

Lärmschutzes eher zu einem Engpass als zu einem Verbindungselement.

• Am Suhrenkamp entsteht durch die gewählte Anordnung der Gebäudewinkel und Solitäre von

Süden her ein angenehmer Rhythmus zwischen Bebauung und Freiraum, der vom Preisgericht

gewürdigt wird. Gleichzeitig verstellen jedoch die zu großen Solitäre die Ausblicke und

die Ausrichtung der Winkel bzw. deren Öffnungen ist insgesamt nicht nachvollziehbar.

• Der Anteil der Laubengangerschließung an der Sengelmannstraße scheint unnötig hoch.

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