Jubiläum: Zehn Jahre Kirche am Markt - Evangelischer ...

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Jubiläum: Zehn Jahre Kirche am Markt - Evangelischer ...

Juni bis August 2013

ZEITUNG FÜR DIE EVANGELISCHE KIRCHE IN TÜBINGEN

Jubiläum: Zehn Jahre Kirche am Markt

Das Team der Kirche am Markt: Günther Zeeb, Eva Arnold-Schaller, Eberhard Lempp, Wolfgang Keller, Mai Dürr, Sylvia Takacs, Ursula Braun, Leonore Hansen, Pfarrer Dr.

Kim Apel, Susanne Prinzen (von links, Foto: Steinle). Zum Team gehören auch Cornelia Kiefner und Claudia Wingenfeld.

Die evangelische Kirche Tübingen habe 2003 als erste in Württemberg

die Chance genutzt und mit der Kirche am Markt einen

besonderen Begegnungs- und Beziehungsort eingerichtet, berichtet

Sylvia Takacs als hauptamtliche Mitarbeiterin der ersten Stunde.

Im Gemeindehaus Lamm direkt am Marktplatz gibt es seitdem

täglich außer sonntags unkomplizierte Beratung und Infos,

Broschüren und Prospekte, CDs und Bücher, Trost und Seelsorge,

ein Glas Sprudel und neuerdings sogar ein Tässchen Kaffee.

• Jubiläum: Bei einem Tag der offenen Tür

am Samstag, 29. Juni sind alle Interessierten

eingeladen, mit den Mitarbeitenden

und Beiratsmitgliedern auf das zehnjährige

Bestehen der Kirche am Markt anzustoßen.

• PfarrerDienstag: Einen besonderen Service

bieten die Pfarrerinnen und Pfarrer der

Horst Allgaier ist

Titularorganist an

der Stiftskirche

Gesamtkirchengemeinde mit dem Pfarrer-

Dienstag: Dienstags von 15 bis 18 Uhr ist

ein Pfarrer oder eine Pfarrerin in der Kirche

am Markt. Ohne Voranmeldung sind Seelsorgegespräche

sowie die Aufnahme oder

Wiederaufnahme in die evangelische Kirche

unkompliziert möglich.

Frère Alois aus

Taizé kommt nach

Tübingen

Vera Bauer entwirft

ein Portrait von

Hilde Domin

• Mitarbeit: Kontaktfreudige, offene Menschen,

die einmal wöchentlich für drei

Stunden bereit sind zur ehrenamtlichen

Mitarbeit, sind sehr herzlich willkommen.

Geboten werden bereichernde Erfahrungen

mit Lebenssituationen in ihrer ganzen

Buntheit und Fülle sowie Supervision, Fortbildungen

und Dienstbesprechungen.

• Kontakt: Kirche am Markt im Gemeindehaus

Lamm, Tübingen, Am Markt 7, Telefon:

6878775, E-Mail: info@kircheammarkt.de,

www.kircheammarkt.de

• Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr,

Samstag 11 bis 14 Uhr,

PfarrerDienstag 15 bis 18 Uhr

• Interview mit zwei Mitarbeitenden der

ersten Stunde auf [Seite 3]

[Peter Steinle]


2 Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

Wussten Sie schon...

...dass Herzog Ulrich es bis 1514

geschafft hat, einen Schuldenberg von

800.000 Gulden anzuhäufen? Ein Professorengehalt

stand damals bei etwa

100 Gulden im Jahr! Im Tübinger Vertrag

verpflichtet sich das ganze Land, diesen

Schuldenberg gemeinsam abzutragen.

Der Herzog akzeptiert im Gegenzug

Einschränkungen seiner bis dahin unbegrenzten

Macht: er darf von nun an

nicht mehr willkürlich Leute verhaften

lassen und keine neuen Steuern oder

Abgaben verlangen. [Dr. Beatrice Frank]

Leserbrief: Auf Fleisch verzichten

Zu unserem letzten Pro- und conta-

Beitrag „Verzichten in der Fastenzeit“ erreichte

uns dieser Leserbrief:

Traditionell wird in der Fastenzeit unter anderem

auf Fleisch verzichtet. Diesbezüglich

sollte Fasten für mich zum Dauerfasten

werden, indem man sich von einer Teilzeit-

Tugend verabschiedet und notwendige

Konsequenzen zieht - gerade als Christ.

Albert Schweitzer zum Beispiel hat dies

damals längst getan. Tieren widerfährt in

der Massentierhaltung unsägliches Leid

und Elend. Und die aktuelle Medizinwissenschaft

belegt, dass Vegetarier nicht

nur gesünder, sondern auch länger leben.

Der Mythos, dass Fleisch Kraft gibt und fit

hält, gehört somit aus wissenschaftlicher

Sicht zum „Schnee von gestern“.

[Almuth Gäbler, Freiburg, früher Tübingen]

Impressum

Herausgeber: Evangelische

Gesamtkirchengemeinde Tübingen

Redaktion: Peter Steinle (ps, verantwortlich), Ute

Eichhorn (ue), Dr. Beatrice Frank (bf), Claudia Rapp

Redaktionsadresse: Pressepfarrer Peter Steinle,

Hechinger Straße 13, 72072 Tübingen,

Telefon: (0 70 71) 93 04-59,

E-Mail: presse@evk.tuebingen.org

Layoutentwurf: Evangelisches

Medienhaus GmbH, Stuttgart

Gestaltung und Satz: Peter Steinle

Druck: Grafische Werkstätte

der BruderhausDiakonie

Auflage: 16.000

Spendenkonto 718, KSK Tübingen (BLZ 641 500 20),

Evangelische Kirchenpflege

Ausgabe 3/2013 erscheint am 26. September

Redaktionsschluss: 1. September

Pro und pro

Kandidieren für den Kirchengemeinderat?

Foto: Steinle

In diesem Jahr sind wieder Kirchenwahlen: Am

Sonntag, 1. Dezember - dem ersten Advent -

werden die württembergische evangelische

Landessynode und alle Kirchengemeinderäte

neu gewählt. Dafür braucht und sucht jede Kirchengemeinde

genügend motivierte Personen,

die zu einer Kandidatur bereit sind. Für diese

vorbildliche Entscheidung gibt es natürlich keine

contra-, sondern nur pro-Argumente:

Pro: Dr. Beatrice Frank, Kirchengemeinderätin

und Redakteurin dieser Zeitung

Nun ja, man wird gewählt... - Verantwortung

in der Kirche mittragen, mitwirken, mittun:

Das ist es, das „Mit“! Es ist ein wunderbares

Miteinander, jeder bringt sich ein, und das

Ergebnis ist geballte Effektivität. Diese Mischung

aus bewährter Erfahrung und fri-

scher Neuheit macht das Arbeiten im

Kirchengemeinderat so anregend;

und - das sei nicht verschwiegen

- Arbeit ist es durchaus, in einem

ganz weit gespannten Spektrum:

Es ist ja nicht nur der sonntägliche

Lesedienst und das Begrüßen

der Gottesdienstbesucher,

sondern die vielen unterschiedli-

chen Bereiche, die zur Entscheidung

anstehen: Baurecht oder Finanzplanung,

oder Erwachsenenbildung, treuung, Grüner Gockel oder Textabfassung,

Seniorenbe-

Kandidatenbefragung bei Stellenbesetzungen

oder Kirchenmusik: Irgendein Bereich,

für den man sich zuständig fühlen möchte

und kann, findet sich immer!

Foto: Steinle

Pro: Ute Eichhorn, Kirchengemeinderätin

und Redakteurin dieser Zeitung

Die Aufgaben eines Kirchengemeinderates

sind vielfältig. Die monatlichen Sitzungen

empfinde ich als ein angenehmes Miteinander,

in dem die Geschicke der Gemeinde bestimmt

werden. Nichts geschieht ohne mein

Zutun als Kirchengemeinderätin. In meiner

Kirchengemeinde bestimme ich mit,

wohin das Geld geht. Ich kann mit-

gestalten, ich entscheide über wichtige

Fragen, angefangen von Baufragen

über Finanzen bis zur Gestaltung

des Gottesdienstes. Doch das

Wichtigste ist: Ich trage Verantwortung.

Für mich sind die

Begegnungen mit den Menschen

in der Gemeinde das

Schönste an dem Amt. Oft sind es

die kleinen Fragen in der Nachbarschaft,

die Gespräche eröffnen, beispielsweise,

wann die Kinderkirche nach den Ferien wieder

beginnt. Mich erreichen Anregungen,

Fragen oder Wünsche und ich freue mich

über diese persönlichen Gespräche.

Pro oder pro - was meinen Sie? Über Ihre Kandidatur freut sich Ihre Kirchengemeinde.

Eintauchen in das Leben: Drei Taufabende

Taufeltern, erwachsene Täuflinge und

Interessierte können an drei Abenden die

wichtigsten Elemente eines Taufgottesdienstes

kennen lernen und etwas über die

biblischen Ursprünge des Taufrituals erfahren.

Unter der Leitung von Pfarrer Gerd

Ziegler und Erwachsenenbildungsreferentin

Karola Vollmer kommen die Teilnehmenden

zudem darüber ins Gespräch, welche Bedeutung

die Taufe heute noch für die Gemeinschaft

der Christen hat. [Gerd Ziegler]

Termine: 12./19./26. Juni, 19.30 Uhr, Gemeindehaus

Lamm, Am Markt 7, Eintritt frei,

Anmeldung bis 7. Juni erbeten an: Evangelisches

Kreisbildungswerk Tübingen, Telefon:

930452, vollmer@evk.tuebingen.org


Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

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„Dass Kirche ein Gesicht hat, ist unsere Chance“

Eva Arnold-Schaller und Wolfgang Keller sind in der Kirche

am Markt seit der ersten Stunde dabei - sie als hauptamtliche

Mitarbeiterin, er als Ehrenamtlicher.

Dr. Beatrice Frank und Ute Eichhorn haben mit den beiden

gesprochen über alltägliche Bedürfnisse und kuriose Wünsche

der Besucher:

Kirche am Markt? Hier sieht’s eher aus

wie in einer Tourist-Information. Was ist

hier Kirche?

Eva Arnold-Schaller (springt auf, zeigt auf

das Logo der Gesamtkirchengemeinde Tübingen

am Fenster): Da steht: Evangelische

Kirche. Deshalb kommen die Leute herein.

Wolfgang Keller (lacht): Und die Touristen

kommen tatsächlich auch zu uns und fragen

beispielsweise, wo das Schloss ist.

EAS: Kirche muss eben alles wissen...

WK: ...oder wenigstens, wo man nachgucken

kann.

Jetzt aber mal konkret: Was tun Sie hier

eigentlich? Was ist Ihre Grundidee? Und

wie fing alles an?

EAS: Die Idee war von Anfang an, eine Art

City-Kirche zu schaffen und zwar als gemeinsames

Projekt des Kirchenbezirks, der

Gesamtkirchengemeinde und des Stiftskirchengemeinderats.

Es gab 2003 ein gemeinsames

Projektteam. Der Raum war da:

Kirche als Fenster zum Marktplatz.

Wie viele Mitarbeiter sind Sie?

EAS: Sylvia Takacs und ich teilen uns als

die einzigen Hauptamtlichen eine halbe

Stelle. Von Anfang an unterstützten uns

die beiden Ehrenamtlichen Ursula

Braun und Wolfgang Keller.

Inzwischen können wir uns

auf einen Stamm von neun

ehrenamtlichen Mitarbeitern

verlassen. Wir haben jetzt beständige

Öffnungszeiten, und

es ist immer mindestens ein

Mitarbeiter da.

Kommen denn auch Leute?

EAS: Ja! Von Anfang an, wenn

auch zuerst mal noch nicht sehr

viele. Dann aber sind unsere

Besucherzahlen

ständig

gestiegen.

Im letzten

Jahr

hatten

wir

etwa

2.500 Besucher.

WK: Es gibt starke und schwache Tage –

ich bin beispielsweise immer am Freitagnachmittag

hier und das ist erfahrungsgemäß

ein Tag mit eher weniger Besuchern.

Aber irgendjemand kommt immer: Langweilig

war‘s nie.

Was wollen die Menschen, die hierher

kommen?

EAS: Wir bieten ein niederschwelliges Angebot.

Wir sind Anlauf-, Informations- und

Beratungsstelle. Wo kann man eine Kinderbibel

kaufen? Oder: Ich wohne in der

Südstadt, zu welcher Kirchengemeinde gehöre

ich denn eigentlich? Oder Angehörige

fragen nach Hilfen wegen einer pflegebedürftigen

Mutter. Da können wir immer

helfen. Es kommen auch Menschen herein

und sagen, sie können nicht mehr weiter.

Manche möchten, dass wir gemeinsam beten,

andere wollen einfach nur reden. Wir

haben hier ein stilles Eckchen (zeigt auf

ein gemütliches Sofa in einer Nische). Und

dann hören wir einfach mal zu.

Und finden eine Lösung?

WK: Das wird gar nicht immer erwartet.

Das Zuhören ist einfach wichtig. Aber ich

habe auch schon seelsorgerliche

Gespräche geführt. Und dann

sind wir noch eine regelmäßige

Anlaufstelle für

psychisch Kranke, das

gibt deren Alltag

Struktur.

EAS:

Das

sehe

ich

auch als

originäre Aufgabe von Kirche an, offen

sein, auch für die, die am Rande stehen.

Aber es kommen auch die herein, die schon

immer mal ihre Frustration über die Kirche

abladen wollten. Oder auch diejenigen, die

wieder in die Kirche eintreten wollen.

Da gab es bestimmt auch besondere Erlebnisse?

EAS: Einer kam, das werde ich nie vergessen,

samstags. Er war Manager. Er wolle

sofort und heute in die Kirche eintreten.

Wir sehen uns als Dienstleister. Also habe

ich die Dekanin [damals noch Marie-Luise

Kling-de Lazzer] angerufen. Sie kam angeradelt

und unserem Besucher konnte geholfen

werden.

WK: Mir fällt da noch etwas Lustiges ein.

Da kam ein Moslem herein und hat sich

nach dem christlichen Glauben erkundigt.

Ich habe ihm alles auf Englisch erklärt. Es

war das erste Mal, dass ich von unserem

Gott auf Englisch erzählt habe!

Was denken Sie, wie geht es weiter? Wie

sehen sie die Zukunft? Wie sieht Kirche

am Markt in zehn Jahren aus?

EAS: Menschen werden immer das Bedürf-

nis haben, mit anderen direkt zu sprechen

und nicht in einem Chatroom zu kommunizieren.

Das wird auch in zehn Jahren noch

so sein. Viele finden heutzutage das Pfarrhaus

nicht mehr. Hier sind

wir auf dem Marktplatz

und werden

wahrgenommen.

Dass

Kirche

ein

Gesicht

hat, das ist

hier unsere

Chance. Das

hat sich in

den letzten

zehn Jahren

bewährt und

wird sich auch

weiter

bewähren.

Foto: Steinle


4 Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

Horst Allgaier zum Titularorganisten ernannt

Der Orgelfördervereinsvorsitzende Siegfried Mezger, Pfarrer Dr. Karl Theodor Kleinknecht, Titularorganist Horst

Allgaier und der erste Organist Hans-Peter Braun bei der Verleihung des Ehrentitels (von links, Foto: Steinle)

Horst Allgaier ist im April zum Titularorganisten

der Stiftskirche ernannt worden.

Die Ehrung des 73-Jährigen orientiert sich

am Vorbild großer Pariser Kirchen, an denen

Musiker wie Camille Saint-Saens oder Olivier

Messiaen als „organistes titulaires“ wirkten.

Der Grund für Allgaiers Ernennung liegt

im Kirchenrecht: Demzufolge ist nach Vollendung

des 73. Lebensjahres keine Anstellung

mehr möglich, auch wenn sie – wie bei

Horst Allgaier – nur einen Umfang von 15

Prozent hatte. Der studierte Organist war

im Hauptberuf Notar gewesen und hatte

seit 35 Jahren nebenamtlich als zweiter

Stiftskirchenorganist gewirkt.

Der erste Stiftkirchenorganist Hans-Peter

Braun würdigte Allgaiers Vorliebe für die

französische Orgelmusik und dankte ihm für

dessen kollegial-freundschaftliche Zusammenarbeit.

Auch mit 73 Jahren sei Allgaier

noch immer auf der Höhe seiner Kunst, lobte

Pfarrer Dr. Kleinknecht. Der Stiftskirchengemeinderat

wolle dem Titularorganisten

deshalb weiterhin den Zugang zur Orgel

sichern und so auch künftig in den Genuss

seines Orgelspiels kommen. [Peter Steinle]

Meditatives Tanzen

Meditatives Tanzen ist ein Gebet mit

Leib und Seele. Ob beschwingt und heiter

mit Tänzen aus aller Welt oder in langsamem

Tempo zu klassischer Musik, angelehnt

an das Kirchenjahr - in der Weihnachtszeit

beispielsweise zu Chören und

Chorälen aus dem Weihnachtsoratorium:

die Bandbreite ist sehr groß.

Die Stuttgarter Tanzpädagogin und

-therapeutin Susanne Schuler leitet dieses

Angebot der Martinsgemeinde, das seit

20 Jahren besteht, in der Regel zweimal

monatlich sonntagabends stattfindet und

immer offen ist auch für Neue und Neugierige.

[Hanna Hartmann]

Nächste Termine: Sonntag, 9. und 23. Juni,

20 Uhr im Martinssaal, Frischlinstr. 35

Kostenbeitrag: 7 Euro pro Abend

Weitere Informationen bei: Pfarramt Martinsgemeinde-Tal,

Telefon: 23952

Grüner Gockel für Stephanus

Die Kirchengemeinden Stephanus und

Pfrondorf haben ihr ökologisches Engagement

revalidieren lassen: Am Sonntag, 5.

Mai hat Dekanin Elisabeth Hege beiden die

Urkunde für den „Grünen Gockel“ überreicht;

IHK-Umweltreferent Dr. Albrecht Walcher

verlieh die EMAS-Urkunde. [Wilhelm Binder]

Motette und Orgelsommer

Kurrende der ESG singt in Bebenhausen

Das Motettenheft bietet Motetten zum

Bücherfest und zum Stadtfest, Gregorianik

und frühbarocke Kammermusik; ein

Gesprächskonzert, in dem das restaurierte

Harmonium erklingt sowie Konzerte in

(fast) allen evangelischen Kirchen Tübingens.

Für den Orgelsommer haben Hans-Peter

Braun und sein katholischer Kollege Jürgen

Maag wieder ein besonderes Programm

zusammengestellt mit einem eigenen Programmheft,

in der bewährten Mischung

aus großem Konzert am Samstagabend und

Orgel Punkt Sechs am Donnerstag. Dazu

kommt die schon obligatorische Orgelführung

für Kinder, Puppen und Teddybären

und die Orgelfahrt: Andere Kirchen haben

auch schöne Orgeln... [Dr. Beatrice Frank]

Weltliche Chöre der Romantik singt

die Kurrende der Evangelischen Studierendengemeinde

(ESG) bei ihrem Sommerkonzert:

Am Sonntag, 7. Juli um 19 Uhr im

Foto: Kurrende

Sommerrefektorium des Klosters Bebenhausen

erklingen unter anderem die Zigeunerlieder

von Johannes Brahms.

[Paul-Janosch Ersing]


Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

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Vier Fragen an...

Sommerpredigtreihe: Die zehn Gebote

Foto: privat

In dieser Rubrik stellen wir ehrenamtliche

Mitarbeitende vor.

Heute: Angelika Pflugfelder, Vorsitzende

des Diakoniestationsausschusses

Was motiviert Sie zu Ihrem Ehrenamt?

Seit meiner Kindheit bin ich in der evangelischen

Kirche beheimatet, geprägt

durch meine Familie und die Jugendarbeit

in Stuttgart. Es macht mir Freude,

kritisch mitzudenken und Dinge aktiv

mit zu gestalten. Besonders engagiere

ich mich auf der Ebene der Gesamtkirchengemeinde,

weil ich der Meinung bin,

dass wir evangelische Kirche in Tübingen

nur gemeinsam verantworten können.

Was zeichnet die Diakoniestation aus?

Unser Team aus hochkompetenten Fachkräften

bietet eine sehr gute pflegerische

Versorgung. Die Diakoniestation wurde

wiederholt mit der Bestnote durch den

Medizinischen Dienst der Krankenkassen

bewertet. Ein besonderes Plus haben

wir durch die zusätzliche Unterstützung

durch den Krankenpflegeförderverein.

Die dadurch finanzierten Pflegestunden

verschaffen uns im täglichen Zeitmanagement

ein wenig Spielraum.

Wie sollte das Profil der Evangelischen

Kirche in Tübingen im Jahr 2020 sein?

Ich wünsche mir, dass die Evangelische Kirche

Tübingen am sozialdiakonischen Profil

festhält und ihren Auftrag zur Nächstenliebe

selbst bei knapperen Kassen nicht

allein an der Wirtschaftlichkeit misst.

Wann haben Sie zum letzten Mal etwas

zum ersten Mal getan? Was?

Im Januar war ich zum ersten Mal in

einem 3D-Film. Neben den Effekten auf

der Leinwand ist auch der Blick nach

hinten in die bebrillten Gesichter ein

echter Hingucker!

An acht Sonntagen in den Sommerferien

beschäftigen sich Pfarrer Harry Waßmann

und Pfarrer Christoph Wiborg mit den

zehn Geboten und ihrer Bedeutung für unsere

Zeit. Zu Beginn steht das Nachdenken

über die Stellung Jesu zur Tora, wie er sie

in der Bergpredigt zum Ausdruck gebracht

hat. Danach werden – in ungeordneter Reihenfolge

– die zehn Gebote ausgelegt.

Die Gottesdienste beginnen jeweils um

zehn Uhr, im Anschluss lädt das Kirchencafé

zum Austausch und zum Verweilen ein.

Prior von Taizé Frère Alois kommt nach Tübingen

Frère Alois Löser ist als Prior der ökumenischen

Gemeinschaft von Taizé der

Nachfolger des 2005 ermordeten Gründers

Frère Roger Schutz. Der in Stuttgart aufgewachsene

Frère Alois kommt am Montag,

3. Juni für zwei Veranstaltungen nach Tübingen:

• „Jugend und Spiritualität“ ist der Titel

seines öffentlichen Vortrags um 18.15 Uhr

im Festsaal der Universität in der Neuen

Aula am Geschwister-Scholl-Platz (Wilhelmstraße

7 bis 9).

• Ein Gebet um das Kreuz mit Gesängen

aus Taizé findet um 20.15 Uhr in der Stiftskirche

statt. Evangelische und katholische

Theologiestudierende bereiten den meditativen

Abend vor. [Peter Steinle]

21.7. Im Dienst der besseren Gerechtigkeit

(Wiborg)

28.7. Vater und Mutter ehren (Waßmann)

4.8. Begehren und stehlen (Waßmann)

11.8. „Ich bin dein Gott“: Eine exklusive Geschichte?

(Israelsonntag - Waßmann)

18.8. Ehe brechen – Menschen einander

Kunsthandwerkermarkt rund um Jakobuskirche

Foto: Jakobusgemeinde

entwenden?

(Waßmann)

25.8 Kein falsch Zeugnis reden (Wiborg)

1.9. Nicht töten! (Wiborg)

8.9. Gedenke des Sabbattages – Von der Effizienz

des Nichtstuns

(Wiborg)

Foto: Sabine Leutenegger

Rund um die Jakobuskirche findet am

15. und 16. Juni wieder der „Markt der

Möglichkeiten“ statt. Rund 80 Aussteller

verkaufen gefällige Alltagskunst, edle

Unikate und hochwertige Gebrauchsgegenstände.

Die Jakobusgemeinde bietet als

Mitveranstalter neben Gegrilltem, Kaffee

und Kuchen auch Kirchenführungen und

ein Kinderprogramm an. Ein Teil der Bewirtungs-Erlöse

geht an das Jakobus-Jahresprojekt

„Youth-Life-Line“. Der Rest ist für

die eigenfinanzierten Personalstellen der

Gemeinde bestimmt. [Conrad Maihöfer]


6 Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

Zum Tod von Volker Schnerring

Gottesdienst im Schwärzloch

Toralernwoche

Zwölf Jahre lang,

seit Gründung dieser

Zeitung im Jahr

1992/93 bis 2005, war

in vielen Nummern auf

der letzten Seite die

Spalte „Nachgedacht

– Nachgespürt“ zu lesen,

die bald Freude

und Zustimmung, bald

Aufregung und Widerspruch, immer aber Interesse

hervorrief. Erfinder und häufig Autor

dieser Spalte war der eigenständige, bisweilen

querdenkende und harte Bretter bohrende

Jurist und frühere Staatsanwalt Volker

Schnerring, Redaktionsmitglied der ersten

Stunde, der am 28. Februar 2013 verstorben

ist. Eine Redaktion ist wohlberaten und kann

sich glücklich preisen, wenn sie ein solch waches,

originelles, manchmal anstrengendes

Mitglied seit Anbeginn in ihren Reihen hatte.

Schnerring war an fundamentalen theologischen

Problemen interessiert und schürfte

ihnen gern in „seiner“ Spalte nach; auch ein

anderes Interessengebiet brachte er immer

wieder ein: Science fiction, und auf musikalischem

Feld dachte er über seinen Komponisten

nach: Mozart, dessen „Vier-Töne-Motiv“

(Fugenthema im Schlußsatz der Jupiter-Symphonie)

er im Schaffen des Meisters nachspürte.

Trotz seiner schweren körperlichen Behinderung

aufgrund eines Autounfalls, die ihn

einen großen Teil seines Lebens begleitete, hat

Volker Schnerring siebzehn Berufsjahre dem

Staat und danach zwölf ehrenamtliche Jahre

der Kirche (in der Stadt) gewidmet. Für „Kirche

in der Stadt“ war er ein Glücksfall, eine Bereicherung,

geradezu ein Markenzeichen, auch

wenn er für manch einen hie und da unbequem

war. Dafür sei ihm von Herzen gedankt:

Er ruhe in Frieden! [Dr. Gottfried Kiefner]

Gottesdienst der Lebenshilfe

Ein ökumenischer Gottesdienst mit der

Lebenshilfe zu deren Sommerfest findet statt

am 23. Juni um zehn Uhr in der Stephanuskirche.

Der bunte, fröhliche, bewegte Gottesdienst

wird gestaltet von Diakon i.R. Josef

Ambros, Pfarrer Ulrich Zeller, der Rottenburger

Musikgruppe Dornbusch und vielen

Leuten aus der Lebenshilfe. [Ulrich Zeller]

Zum ökumenischen Gottesdienst im

Grünen am Pfingstmontag, 20. Mai um

zehn Uhr auf dem Hofgut Schwärzloch

laden die katholische St. Johannesgemeinde

und die evangelischen Gemeinden aus

Unterjesingen, Pfäffingen, Hagelloch und

Stephanus ein. Bei Regen ist der Gottesdienst

in der Stephanuskirche. Die Predigt

hält Pfarrer Christoph Schweikle, die Musik

kommt vom Posaunenchor Unterjesingen.

[Ulrich Zeller]

Segnungsgottesdienst

Sehnsucht nach Zuflucht - sich von Gott

berühren lassen – Zuspruch finden: Unter

dieser Überschrift findet am 5. Juli um 19.30

Uhr im Andachtsraum der Frauenklinik Tübingen

(Ebene 4) ein Segnungsgottesdienst

statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige,

Mitarbeitende aller Kliniken und

alle Interessierten sind eingeladen, sich in

diesem Gottesdienst persönlich einen Segen

zusprechen zu lassen. Der Gottesdienst

wird von einem Ökumenischen Team der

Klinikseelsorge gestaltet. [Carola Längle]

„Soziale Gebote in der Tora“ ist das

Thema einer Toralernwoche mit Rabbiner

Jeshaja P. Balog von der Gedenkstätte

Yad Vashem in Jerusalem. Die Dietrich-

Bonhoeffer-Gemeinde lädt dazu ein vom

8. bis 11. Juli jeweils von 19.30 bis 21.45

Uhr. Der Unkostenbeitrag beträgt 40 Euro,

eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich

im Pfarramt unter Telefon 62015

oder im Internet auf www.bonhoeffergemeinde.de.

[Angelika Volkmann]

Hilde Domin: „Deine Stimme, die mich umarmt hat“

Foto: Bernhard Fuchs

Das Zitat zum Kirchenjahr

„Der Pfingsttag kennt keinen Abend,

denn seine Sonne, die Liebe, geht nie

unter.“

Theodor Fontane,

deutscher Schriftsteller (1819-1898)

Ein Portrait der Dichterin Hilde Domin

im Dialog zwischen Wort und Musik

entwirft die Rezitatorin und Cellistin Vera

Bauer (Foto). Der genussvolle sommerliche

Abend am 28. Juni um 20 Uhr in der

Dietrich-Bonhoeffer-Kirche trägt den Titel:

“Deine Stimme, die mich umarmt hat“. In

der Pause wird Prosecco gereicht. Der Eintritt

ist frei, um Spenden für die Kosten

wird gebeten. [Angelika Volkamnn]

Kunstwerk für die Stiftskirche

Der Bildhauer Ulrich Henn

aus Üxheim (Kreis Vulkaneifel)

hat einen rund 130 Zentimeter

hohen Kerzenleuchter

für die Stiftskirche gestaltet:

Das Thema „Heiliger Geist“ wird

dargestellt mit einem Mantel

aus Feuerzungen, der vorne

und hinten durchbrochen ist

und den Blick freigibt auf eine

18-köpfige Figurengruppe: Die

Gemeinde als Gemeinschaft der

Heiligen schart sich um eine

segnende Christus-Figur. Der

Leuchter wurde aus dem Vermächtnis

eines Gemeindeglieds

und mit Mitteln der Stiftskirchen-Stiftung

finanziert. Nach

einer Bronzetür und dem Altarkreuz

von 1964 ist dies das dritte

Werk Henns für die Stiftskirche.

[Dr. Karl Theodor Kleinknecht]

Foto: Jürgen Lippert


Kirche in der Stadt | Juni bis August 2013

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CVJM Tübingen

Kids singen, Eltern shoppen

Kindern zwischen sechs und elf Jahren

bieten CVJM und Stiftskirchengemeinde

einmal im Monat samstags von zehn bis

zwölf Uhr im Gemeindehaus Lamm ein attraktives

Programm: Während die Eltern

einkaufen können, dürfen die Kids gemeinsam

Lieder singen, Geschichten hören, kreativ

sein oder spielen. Die nächsten Termine

sind am 8. und 29. Juni. [Cyrill Schwarz]

Freiraum macht Sommerpause

In den Sommerferien gibt es Sommerfreizeiten,

dafür machen die regelmäßigen

Angebote eine Pause: Der letzte Freiraum

Gottesdienst ist am Sonntag, 28. Juli. Nach

den Ferien beginnen die Gottesdienste wieder

am 8. September und finden dann jeweils

am zweiten und vierten Sonntag im Monat

um 18 Uhr statt. Auch der Mitarbeitertreff

Tiramisu macht Pause. [Cyrill Schwarz]

150 Jahre CVJM

Wir können in diesem Jahr einen runden

Geburtstag feiern: Im Jahr 1863, vor

150 Jahren, wurde der CVJM Tübingen gegründet.

Am Wochenende vom 18. bis 20.

Oktober sind verschiedene Veranstaltungen

geplant. Besonders einladen möchten wir

zu dem festlichen Gottesdienst am Sonntag,

20. Oktober um 9.30 Uhr in der Stiftskirche.

[Cyrill Schwarz]

Freie Plätze auf Sommerfreizeiten

Foto: CVJM Tübingen

Die schönste Zeit des Jahres in Gemeinschaft mit anderen verbringen

und dabei ein abwechslungsreiches Programm erleben:

Das bieten unsere Sommerfreizeiten. Hier gibt es noch freie Plätze:

• Jungscharlager in Mehrstetten für Kinder von acht bis 13 Jahren

vom 26. Juli bis 4. August

• Relaxcamp in der Toscana für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren

vom 30. Juli bis 12. August

• Erlebniscamp auf der Dobelmühle für Jugendliche von 13 bis 16

Jahren vom 7. bis 15. August.

Die detaillierten Ausschreibungen und Anmeldeformulare stehen

auf der CVJM-Homepage (wie unten) zur Verfügung. Wir schicken

die Ausschreibung auf Wunsch auch gerne zu. [Cyrill Schwarz]

CVJM Tübingen e. V. | Telefon 26626 | www.cvjm-tuebingen.de

Waldheim Spatzennest bleibt ewig neu

Es wuselt wieder im Spatzennest. Die Winterpause ist zu

Ende, das Leben ist zurückgekehrt in das Gelände am Waldrand

bei Pfrondorf. Noch ist die zweite Freizeit nicht ganz ausgebucht,

noch kann man sich auch als Mitarbeiter anmelden. Aber

die Planung steht längst, die Vorbereitungen sind weitgehend

abgeschlossen. Unter der (auch finanziell) verlässlichen Obhut

der Gesamtkirchengemeinde Tübingen bleibt es ewig neu: Junge

Leute voller Tatendrang und mit überschäumender Energie, und

doch auch erfüllt von tiefem Verantwortungsbewusstsein, bereiten

gut 600 Tübinger Kindern in zwei Freizeiten unvergessliche

Ferien. Eine eingespielte Küchencrew sorgt für gesundes und vor

allem leckeres Essen, die Busse sind für den Fahrdienst bereit. Die

Schlucht wartet!

Wollen Sie es miterleben? Dann kommen Sie zu einem der

Eltern-Kind-Feste am Samstag, 3. August und am Samstag, 24.

August. Gespendete Kuchen sind sehr erwünscht. Man braucht

übrigens nicht unbedingt ein eigenes Kind im Spatzennest, um bei

diesem Fest vorbeizuschauen!

[Dr. Beatrice Frank]


Veranstaltungen

Mehr Termine auf www.evangelischer-kirchenbezirk-tuebingen.de und www.fbs-tuebingen.de

Ökumenischer Gottesdienst im Grünen

20. Mai, 10 Uhr, Schwärzloch

Jugendgottesdienst, Freiraum

26. Mai, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

„Jugend und Spiritualität“ mit Frère Alois

3. Juni, 18.15 Uhr, Uni-Festsaal

Taizé-Gebet mit Frère Alois

3. Juni, 20.15 Uhr, Stiftskirche

„Echt Scha(r)f“ für Kids von 6 bis 11 Jahren

8. Juni, 10 bis 12 Uhr, Gemeindehaus Lamm

Jugendgottesdienst, Freiraum

9. Juni, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

Taufabend: Name

12. Juni, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Lamm

Kunsthandwerkermarkt

15./16. Juni, rund um die Jakobuskirche

Taufabend: Jesus Christus

19. Juni, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Lamm

Jugendgottesdienst, Freiraum

23. Juni, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

Taufabend: Wasser

26. Juni, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Lamm

Hilde Domin – Porträt der Dichterin

28. Juni, 20 Uhr, Bonhoeffer-Kirche

„Echt Scha(r)f“ –für Kids von 6 bis 11 Jahren

29. Juni, 10 bis 12 Uhr, Gemeindehaus Lamm

Segnungsgottesdienst

5. Juli, 19.30 Uhr, Frauenklinik (Ebene 4)

Konzert: Weltliche Chöre der Romantik

7. Juli, 19 Uhr, Kloster Bebenhausen

Tora-Lernwoche: „Soziale Gebote“

8. bis 11. Juli, 19.30 Uhr, Bonhoeffergemeindehaus

Jugendgottesdienst, Freiraum

14. Juli, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

Jugendgottesdienst, Freiraum

28. Juli, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

Jugendgottesdienst, Freiraum

8. September, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

Jugendgottesdienst, Freiraum

22. September, 18 Uhr, Eberhardsgemeindehaus

„Hungernde in aller Welt“ Konto 2008 KSK Tübingen

Kontakt: Helga Schweitzer

Telefon: 07071-61247

Juni

Palästina: Schule Talitha Kumi

Talitha Kumi ist als evangelische Schule für

die immer kleiner werdende Minderheit

der Christen in Palästina als Ort christlicher

Identität von großer Bedeutung. Sie

hilft Heranwachsenden, sich angesichts

von Leid und Not in der Westbank nicht

von Zorn, Hass oder Angst überwältigen

zu lassen. Mediationstraining und gewaltfreie

Kommunikation holen die Kinder

und Jugendlichen mit allem ab, was sie

bewegt, und zeigen ihnen friedliche Wege,

Konflikte zu bewältigen. Zur niveauvollen

Juli

Bolivien: Waisenhaus

Im Waisenhaus „Tata San Juan de Dios“

leben vor allem Kinder, die aus Krankenhäusern,

von der Straße und den Kirchen

kommen. Manche werden direkt von der

Polizei gebracht, weil sie irgendwo gefunden

worden sind. Fast alle sind Neugeborene,

einige von ihnen unterernährt.

Das Heim verfügt über einen fähigen Kinderarzt,

sodass die Kinder gesund werden

können. Dafür braucht es jedoch spezielle

Bildung gehören auch Fremdsprachenkompetenz

sowie naturwissenschaftliche,

sportliche und musische Aktivitäten. 2011

wurde der Deutschunterricht im Kindergarten

eingeführt. Singend, bastelnd und

spielend nähern sich die Kinder der deutschen

Sprache. Im Mai 2013 werden die

ersten Absolventen die Schule mit dem

international anerkannten Abitur „DIAP“

verlassen. Wir bitten Sie herzlich, die Friedensförderung

und die anspruchsvolle

Bildungsarbeit an dieser Schule mit Ihrer

Spende zu unterstützen.

Foto: Schmitz

Nahrungsmittel und Medikamente. Wir

sind weiterhin auf Ihre Hilfe angewiesen.

August

Serbien: Existenzgrundlage für Frauen

Evangelische Christen sind vor rund 300

Jahren aufgrund von Not und Unterdrückung

ihres Glaubens aus der Slowakei

geflohen in die Vojvodina, einen Landesteil

von Serbien. Ihre Nachkommen

zählen heute rund 49.000 Seelen in 28

Gemeinden und zwölf Filialgemeinden.

Die meisten leben auf dem Land, viele in

wirtschaftliccher Not. In den Gemeinden

sammeln Frauen ehrenamtlich Geld für

die Versorgung von Kindern arbeitsloser

Eltern. Bäcker, Lebensmittelgeschäfte und

Bauern erhalten die Beträge, damit sie die

Bedürftigsten in der Gemeinde preisgünstig

mit Brot, Milch und anderen Grundnahrungsmitteln

sowie mit Hygieneartikeln

versorgen können. Die Frauenkreise

wären äußerst dankbar und sehr ermutigt

durch eine großzügige Unterstützung

durch die Geschwister in Tübingen.

Allen Spenderinnen und Spendern herzlichen

Dank!

[Helga Schweitzer]

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