Experiment Wasserkreislauf Die kleine Kläranlage

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Experiment Wasserkreislauf Die kleine Kläranlage

EXP MNK 3-4: 14. Wasserkreislauf

Experiment Wasserkreislauf

Wasser geht nie verloren - es verdunstet,

steigt nach oben, bildet Wolken. Als Regen,

Schnee oder Hagel kommt es wieder auf die

Erde zurück. Mit einem einfachen Experiment

könnt ihr diesen Kreislauf "nachbauen".

So geht's:

In ein großes Glas (sauber und trocken)

werden zuerst Steine, dann Sand und

Gartenerde eingefüllt. Als unterste Schicht

kann zusätzlich Holzkohle gelegt werden

(gegen Schimmelpilze). Pflanze einsetzen, vorsichtig gießen,

durchsichtige Plastikfolie darüber spannen und aufs Fensterbrett stellen.

Nach kurzer Zeit kommt der Kreislauf in Bewegung.

Die kleine Kläranlage

Eine Kläranlage arbeitet mit verschiedenen Reinigungsstufen. Wie das

funktioniert, könnt ihr selber ausprobieren. Ihr braucht dafür:

Vier Joghurtbecher, in die unten je ein Loch gebohrt wird; ein großes

Einmachglas; eine Kaffee-Filtertüte; Sand, Kies und Aktivkohle (gibt's in

der Aquarienabteilung der Zoohandlung).

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So geht's:

Sand und Kies unter fließendem Wasser

waschen, bis das Wasser klar bleibt. Drei

der Joghurtbecher zur Hälfte mit

Aktivkohle, Kies und Sand füllen

(Zeichnung). In den vierten Becher wird die

Filtertüte gesetzt. Jetzt werden alle Becher

wie in der Zeichnung ineinander gestapelt,

oben thront der mit dem Kaffeefilter. Den

Turm in das Einmachglas stellen und

verschmutztes Wasser in den Filter gießen

(z.B. aus einer Pfütze mit Schlamm und

Staub). Das Wasser durchläuft jetzt wie in einer Kläranlage die

Reinigungsstufen und unten läuft das gefilterte Wasser ins Einmachglas.

Achtung:

Das Wasser ist jetzt zwar "sauberer" als vorher. Trinken sollte man es

deshalb aber noch lange nicht. Bakterien z.B. werden so nicht

herausgefiltert. Das ist auch bei den Wasserwerken komplizierter.

Außerdem gibt es viele Stoffe, die nur schwer oder gar nicht abbaubar

sind. Probiert das Ganze z.B. mal mit Spülwasser aus: Wenn das

Spülwasser durch die Becher gelaufen ist, sieht es sauber aus. Aber was

passiert, wenn ihr es schüttelt? Es schäumt. Das Spülmittel wurde also

nicht herausgefiltert. Fazit: So wenig wie möglich Reinigungsmittel

verwenden.

Auf der Spur des Archimedes ...

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Ihr braucht dafür:

Eine Waage, ein Gefäß randvoll mit Wasser, ein Holzstückchen.

So geht's:

Das bis zum Rand volle Wassergefäß wird gewogen. Dann setzt man das

Holzklötzchen aufs Wasser. Das Wasser läuft über. Jetzt wartet man

einen Augenblick und wiegt das Gefäß inclusive Klötzchen. Was kommt

dabei heraus? Das Gewicht ist gleich geblieben. Das heißt: Das

übergelaufene Wasser wiegt genau so viel wie das Holz. Der

Mathematiker Archimedes hat vor cirka 2250 Jahren herausgefunden,

dass das Gewicht eines schwimmenden Körpers gleich groß ist wie das

Gewicht der Flüssigkeitsmenge, die er verdrängt.

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Der Wasserkreislauf

Wie funktioniert eigentlich der

Wasserkreislauf?

Die Sonne sorgt mit ihren warmen Strahlen

dafür, dass Wasser aus Seen, Meeren oder

Flüssen verdunstet. Auch Pflanzen geben

verdunstetes Wasser ab. Das verdunstete

Wasser steigt als Dampf auf, kühlt sich ab und

verdichtet sich. Es entstehen Wolken. Aus den

Wolken fallen die Tropfen dann wieder als

Regen auf die Erde zurück. So werden Flüsse,

Meere und Seen immer wieder "aufgefüllt".

Natürlich sickert Wasser auch in den Boden.

In einem Experiment ließen wir es dann

auch regnen, verdunsten und

kondensieren.

Dazu füllten wir Erde und ein Pflänzchen in

einen Glasbehälter, gaben Wasser hinzu und

verschlossen den Behälter mit Frischhaltefolie.

Wir stellten die Gläser an einen warmen

Standort und konnten beobachten, wie das

Wasser langsam verdunstete und schließlich

kondensierte (auf dem Foto zu sehen an den

Wassertropfen an der Folie und an dem

Behälter).

Dieser einfache Versuch zeigt deutlich, dass

im Wasserkreislauf kein Wasser verloren geht.

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Wasserkreislauf

Du brauchst:

ein großes Glas (sauber und trocken)

Steine

Sand

Gartenerde

eventuell etwas Holzkohle

eine kleine Pflanze mit Wurzeln

Plastikfolie

So geht’s:

In das Glas werden zuerst Steine, dann Sand und Gartenerde eingefüllt. Als unterste Schicht kann

zusätzlich Holzkohle gelegt werden (gegen Schimmelpilze). Pflanze einsetzen, vorsichtig gießen,

durchsichtige Plastikfolie darüber spannen und aufs Fensterbrett stellen - abwarten. Nach kurzer

Zeit beschlägt das Glas - der Wasserkreislauf kommt in Bewegung und sorgt dafür, dass die

Pflanze nicht verdurstet.

Wieso? Weshalb? Darum!

Wasser geht nie verloren - es verdunstet, steigt nach oben, bildet Wolken. Als Regen, Schnee oder

Hagel kommt es wieder auf die Erde zurück. Mit diesem einfachen Experiment kannst du diesen

Kreislauf im Kleinen nachbauen.

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Wasserkreislauf

Für diesen Kurs wurden die "Experimente rund ums Wasser" von Nina Martinsen als

Vorlage genutzt. Aus dem vielfältigen Repertoire ihres Kurses wurden der

Wasserkreislauf und das Erfahren von Wasser mit allen Sinnen herausgenommen. Es

entstand ein Kurs, der in 8-10 Schulstunden durchgeführt werden kann.

Ziel und Inhalt

Das zentrale Thema ist der Wasserkreislauf.

Es werden verschiedene Problemstellungen an die Kinder herangetragen:

� Was geschieht mit Wasser in einem Gefäß, wenn wir nichts verschütten, nichts

davon trinken, ...

� Ist Wasser immer flüssig?

� Was macht eine Pflanze mit dem Wasser, das sie trinkt?

� Schwitzen Pflanzen Wasser aus?

Die Kinder stellen zunächst in einem Forum eigene Vermutungen an oder wählen in einer

Abstimmung die Möglichkeit aus, die sie für zutreffend halten. Anschließend führen sie

den Versuch selbst durch. Schriftlich halten sie ihre jeweiligen Beobachtungen und ihre

Erklärungsversuche fest. Zuletzt wird ein Informationstext zur Fragestellung angeboten.

Damit alle sich ganz auf den Inhalt konzentrieren können, wurden die Informationstexte

vertont.

Zusätzlich zu den im Kurs angelegten Untersuchungen sollte es Raum geben, auf Fragen

und Vermutungen der Kinder einzugehen. Wenn möglich sollten zu diesen Überlegungen

ebenfalls praktische Untersuchungen durchgeführt werden.

An diesem Punkt kann sehr gut differenziert werden. Kinder können in kleinen Gruppen

oder aber auch einzeln ihren Ideen nachgehen und zusätzliche Versuche durchführen. Die

Ergebnisse können dann der gesamten Gruppe vorgestellt werden.

Als ergänzende Sachkundethemen, auf die die Kinder unter Umständen selbst zu

sprechen kommen, bieten sich das Messen von Flüssigkeitsmengen und Temperaturen an.

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Abschlussarbeit:

Zum Abschluss des Kurses, werden die erfahrenen und gelernten Elemente

zusammengefügt. Es entstehen Bilder, in denen die Kinder zeigen, was sie über den

Wasserkreislauf gelernt haben. Mit eigenen Worten formulieren sie Erklärungen zu ihren

Gemälden und stellen diese aus.

Zielgruppe:

Der Kurs eignet sich für Kinder der 3. Klassen oder 1,2,3 JüL-Klassen.Wenn der Kurs mit

einer 1,2,3 Jül-Klasse durchgeführt wird, arbeiten die Kinder in kleinen Lernteams. Die

Teams werden so gebildet, dass mindestens eine Schülerin bzw. ein Schüler ein bisschen

schreiben und lesen kann.

Zeitlicher Umfang:

Der Kurs kann in ca. 8 - 10 Einzelstunden durchgeführt werden. Zwischen den

Kursstunden benötigen die Kinder zusätzlich kurze Arbeitsphasen von ca. 15-20 Minuten.

Technische Voraussetzungen:

In den Kursstunden sollte jedem Kind ein Rechner zur Verfügung stehen. Um die

Beobachtungen zu den Versuchen zwischen den Kursstunden aufzuschreiben, benötigt

jedes Kind bzw. Lernteam zusätzlich 15-20 Minuten Arbeitszeit an einem Rechner.

siehe auch:

http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=240

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