HP 4-13 - VHP

vhp.ch

HP 4-13 - VHP

HP

NR. 04 2013

97. Jahrgang

DAS FACHMAGAZIN

FÜR HAFNER

UND PLATTENLEGER

Ferien im Baudenkmal

In den Ferien einen

Ofen anfeuern AB SEITE 26

Gesundes Bauen

Das Holzhaus der Zukunft

AB SEITE 12


EDITORIAL

03

INHALT

04 Branchen-news

04 Rüegg Cheminée in Ungarn

05 SIA-Norm 118

07 Bauholzenergie-Messe 2013

09 Verband

09 VHP-Mitglieder

16 fachteil ofenbau

Das Haus der Zukunft ist aus Holz

Holzhäuser können Geschichten erzählen. Beispielsweise, wenn Beat Auf der

Maur ein Kamerhaus aus dem Jahr 1743 in Ibach abbaut und in Steinen wieder

originalgetreu aufbaut. Oder die Familie Walde Furrer ein Haus aus natürlichen

Baustoffen bauen möchte: Mit Holz lässt sich vieles verwirklichen. Oder können

Sie sich vorstellen, dass ein Betonhaus nach mehr als 250 Jahren wieder an einem

anderen Ort aufgebaut werden kann? Oder es im Haus nach frischem Holz duftet?

Lesen Sie dazu das Interview ab Seite 18 – und den Bericht von Ruth Bürgler über

den Absorberofen im Holzhaus Walde Furrer ab Seite 22.

Kennen Sie Leute, die mit einem Holzofen liebäugeln, aber unsicher sind, ob sie

sich um das tägliche Anfeuern kümmern möchten? Dann empfehlen wir Ihnen,

den Artikel über das Haus Auf der Kreuzgasse zu lesen (ab Seite 26). Dieses Haus

wurde im Auftrag des Schweizer Heimatschutzes renoviert – den Ofen darin

sanierte das VHP-Mitglied Beat Peter. Als Ferienhaus wird es von der Stiftung

Ferien im Baudenkmal vermietet. In den Ferien einen Ofen erleben und ausprobieren,

ist doch eine gute Gelegenheit herauszufinden, ob diese Heizungsmethode

auch im Alltag stimmt. Informieren Sie sich selber über Ferien in den

vielen wunderschönen Häusern und Wohnungen – und geben Sie den Tipp Ihren

Kunden weiter (www.magnificasa.ch).

In dieser HP-Ausgabe werden wieder diverse Projekt-Beispiele von VHP-Mitgliedern

vorgestellt. Gerne würden wir ebenfalls Ihre realisierte Ofenanlage oder Plattenarbeit

zeigen. Melden Sie sich einfach mit einem Mail bei der HP-Redaktorin

(info@muellertext.ch). Gut ist, wenn Sie rechtzeitig Ihr Projekt ankündigen, damit

Sie genügend Zeit haben für Text und Fotos. Wir freuen uns über Ihr Mitmachen,

denn jeder Bericht eines VHP-Mitgliedes ist ein Puzzleteil, damit jeder HP ein

interessantes und lesenswertes Magazin wird.

Mit guten Herbstgrüssen

Brigitte Müller

HP-Redaktorin

10 Das Ein-Ofen-Haus

12 Das Holzhaus der Zukunft

22 Absorberofen im Holzhaus

26 Haus Auf der Kreuzgasse

30 Alter Ofen mit neuer Technik

31 Ferien im Baudenkmal

34 Geschichte des Heizens: 2. Teil

18 interview

18 Beat Auf der Maur, Zimmermann

37 fachschule froburg

37 Projektwoche Meisterausbildung

39 Lehrersitzung

41 Neue Mieter auf der Froburg

43 SERVICE

43 Ludwig Maurer AG

45 VHP-Lieferantenverzeichnis

46 Impressum

46 Agenda

46 Inserentenverzeichnis

Titelbild

Ferien im Wallis: Im Huberhaus in Bellwald

können die Gäste einen Ofen selber beheizen.

Foto: Bruno Helbling, Zürich / © Stiftung

Ferien im Baudenkmal

Texte français: www.vhp.ch

Woodstove Schweiz hat sich für eine Mitgliedschaft beim VHP angemeldet.


04 05

BRANCHEN-NEWS

BRANCHEN-NEWS

RÜEGG CHEMINÉE AG

Gut zu wissen

Franchise-Seminar in Ungarn Die überarbeitete SIA-Norm 118

Am Rüegg-Franchise-Seminar, das Anfang Juni unweit von Budapest stattfand,

nahmen mehr als 90 Teilnehmer/innen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich,

Tschechei und Slowakei teil.

TEXT & fotos: Rüegg Cheminée AG

Wer in der Schweizer Baubranche tätig ist, arbeitet früher oder später mit ihr.

Selbst Bauakteure, die sie noch nie real vor Augen hatten, wenden sie an. Mit «sie»

meine ich die SIA-Norm 118, die Bauwerkvertragsnorm des SIA, die in den vergangenen

dreissig Jahren zum Standardvertragswerk für Bauarbeiten entwickelt hat.

Text: Beat Flach, MLaw/SIA, Nationalrat, Juristischer Sekretär SIA Norm 118

Matthias Rüegg mit Westschweizer Kollegen während der Werkbesichtigung

Der erste Vortrag befasste sich mit dem Thema «Wo stehen wir

heute? Fahrplan 2013 bis 2015» von Matthias Rüegg und mit

einer anschliessenden Erfolgsstory des Rüegg-Studio-Partners

David Muhl. Der Studio Partner David Muhl hat sein Studio erst

in diesem Jahr eröffnet und ist dennoch schon sehr erfolgreich

am Markt tätig. Fazit des Vortrags: Mit derzeit 59 Studios in

ganz Europa und weiteren geplanten 36 Studios bis zum Jahresende

wurden die Erwartungen mehr als erfüllt. Das Rüegg-

Studio-Konzept ist ein voller Erfolg.

Werksbesichtigung

Zu Beginn der Werksbesichtigung vermittelten die Geschäftsführer

Harald Hörtnagel und Georg Pelényi einen Überblick über

die Produktionsabläufe. Danach teilten sich die Teilnehmer/innen

in 5 Gruppen, die nacheinander durch die hochmodernen

Produktionsbereiche geführt wurden. Besonderes Highlight war

ein lasergeschnittenes Rüegg-Studio-Logo mit persönlicher

Widmung, produziert an einem der schnellsten Laserschneidegeräte,

die es im Moment am Markt zu kaufen gibt.

Marketingreferate

Am Freitag hielt Thomas Mayer, Geschäftsführer der Werbeagentur

bubblebridge classic GmbH in München, den ersten

Vortrag über die Marketingaktivitäten von Rüegg vor dem Hintergrund

des Gesamtmarktes Cheminée und Öfen. Der Markt

für Cheminées und Öfen entwickelte sich insgesamt dieses

Jahr eher nach unten. Nicht so bei Rüegg. Neben den Verkaufszahlen

konnten vor allem die Kontakte zu Rüegg gesteigert werden.

Alles in allem wurden für das Rüegg-Studio-Konzept über

vier Millionen Kontakte durch Anzeigen, Internet, Pressetexte

und Schaltungen von Kinospots geschaffen. Aufgrund des steigenden

Marketingdrucks soll in diesem Jahr die Anzahl der

Kontakte vor allem über das Internet weiter gesteigert werden.

Nach einer kurzen Kaffeepause wurden dann von Anita Lottenbach,

Franchise-Managerin, die Rüegg-Feuertage 2013 vorgestellt.

An dieser Promotion sollen auch wieder alle Rüegg-

Studios teilnehmen. Im Jahr 2012 besuchten insgesamt 1639

Besucher die Rüegg-Studios, um sich an den Feuertagen rund

um das Thema Cheminée und Öfen zu informieren. Das waren

durchschnittlich über 50 Besucher pro Studio. Die Feuertage

werden auch 2013 wieder von jedem Rüegg-Studio durch

Plakate, Postkarten, Werbeanzeigen und auf Internetseiten

beworben. Alle Werbemassnahmen hierzu werden von Rüegg

zentral geplant und produziert und den einzelnen Studios zur

Verfügung gestellt.

Nach dem Mittagessen interessierten die nächsten beiden

Referenten: Veronika Bellone, Diplom-Kommunikationswirtin,

und Thomas Matla, Diplom-Kommunikationswirt, konnten mit

ihren Referaten über Trends und die Marke im Franchising

überzeugen und den Zuhörern Interessantes berichten. Vor

allem Themen wie «Was sind die Trends?», «Warum eine Marke?»,

«Welche Megatrends sind gerade im Umlauf?» und «Wie

funktioniert und vor allem was bringt der Markenaufbau für

Franchisenehmer?» wurden ausführlich erläutert.

Der Samstag wurde von beinahe allen Teilnehmern genutzt, um

die Hauptstadt von Ungarn, Budapest, zu besichtigen.

Man kann davon ausgehen, dass der überwiegende Teil der

Schweizer Bauwerke mittels der Vertragsregeln der SIA 118

entstehen. Kein anderes Vertragsmuster erfreut sich so grosser

Verbreitung und Akzeptanz wie die SIA 118. Einer der grossen

Vorteile der SIA-Norm 118 liegt denn auch darin, dass sie so

verbreitet ist, dass auch ihre Sprache und vor allem ihre Regeln

zum Vertragsablauf so verbreitet sind, dass sie teilweise zum

Standard wurden. Rechte und Pflichten, aber auch Abläufe in

der Vertragsabwicklung zu regeln, ist in jedem Vertrag wichtig.

Vor allem jedoch dort, wo verschiedene Akteure mit verschiedenen

Rollen für eine beschränkte Zeit am selben Ort zusammenarbeiten,

um ein Projekt zu verwirklichen. Das Erstellen

eines Bauwerkes ist regelmässig so ein Prozess, bei dem die

verschieden Akteure – häufig nur ein einziges Mal – auf einer

Baustelle zusammenwirken. Diese besondere Konstellation

lässt keine Zeit für einen gemeinsamen Lernprozess. Vielmehr

setzt die Komplexität der Aufgabe ein Kennen von Regeln, Verantwortlichkeiten

und Ansprüchen voraus. Sind solche Regeln

über Rechte und Pflichten praxistauglich und ausgewogen, also

gerecht, kann von einer grossen Akzeptanz aller Parteien ausgegangen

werden.

Notwendige Renovation

Nach über 30 Jahren der Anwendung ist aber eine Renovation der

Norm notwendig geworden. Viele Veränderungen im rechtlichen

Umfeld, aber auch in der Praxis waren an der SIA-Norm 118 spurlos

vorbeigegangen. Hier sind beispielsweise die Ersetzung der Mehrwertsteuer

1995 durch die Warenumsatzsteuer oder die Änderungen

im öffentlichen Beschaffungsrecht zu erwähnen. Auch die Usanzen

bei der Teuerungsabrechnung haben sich in der Baubranche verändert

und das ehemals im Vordergrund stehende Verfahren nach

dem Mengennachweis ist in der Praxis weitgehend durch indexbasierte

Berechnungsmodelle ersetzt worden. Damit sind Fragen

aufgetaucht, die die SIA-Norm 118 von 1977 nicht mehr zuverlässig

beantworten konnte, sodass die Zentralkommission für Normen und

Ordnungen (ZNO) der SIA 118-Kommission einen Auftrag für eine

sanfte Renovation erteilte. Der Auftrag enthielt die ausdrückliche

Pflicht, die Ausgewogenheit der Norm durch die Revision nicht zu

verändern. In ihrer mehrjährigen Tätigkeit hat sich die Kommission

jeweils strikt an diese Verpflichtung gehalten. Diese Vorgehensweise

liess es zu, alle Aspekte der Norm und alle eingegangenen oder aus

dem Kommissionskreis gestellten Anträge frei zu prüfen und auch

qualifizierte «Nichtänderungen" der Norm vorzunehmen. Einzelne

Punkte des Vertrags wurden daher belassen, weil eine Änderung das

Gleichgewicht verschoben oder aber nicht mehr Rechtssicherheit

oder «Gerechtigkeit» gebracht hätte, obwohl der Wunsch dazu von

verschiedenen Seiten geäussert wurde. Dazu gehören die Doppelzahlungsrisiken

der Bauherren bei Konkurs eines Hauptunternehmers

oder aber die Regelung über die Dauer der Solidarbürgschaft, um

nur zwei dieser Nichtänderungen zu nennen. So könnten für den juristischen

Insider die Nichtänderungen fast ebenso spannend sein

wie die tatsächlichen Änderungen. Für die Praxis jedoch sind die

tatsächlichen Änderungen natürlich von Interesse.

Wichtige Änderungen

Der Begriff der Rügefrist wird nun im Haupttext statt in der

Fussnote verwendet. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen

werden, dass es um die Frage der Gültigkeit der Rüge

geht und nicht der Dauer der Garantie.

Die Teuerungsabrechnung wird neu geregelt. Das Verfahren

nach dem Mengennachweis (MNV) gilt nur noch als Auffangsystem,

für den Fall, dass kein indexiertes System zur Verfügung

steht. Die ausführlichen Regeln des MNV, aber auch des

Objektindexverfahrens, der Systematik nach der Gleitpreisformel

und dem Produktionskostenindex werden neu in separaten

Normen des SIA abgehandelt (SIA-Normen 121, 122, 123, 124).

Die Art. 69 – 82 wurden daher gestrichen (die Nummerierung

wurde jedoch belassen).

Viele sprachliche Anpassungen wie «Rückbau» statt «Abbruch»,

«separat» statt «besonders» usw. sollen die SIA-Norm 118 ent-


06 BRANCHEN-NEWS

BRANCHEN-NEWS

07

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

schlacken und dem heutigen Sprachgebrauch anpassen. Auch

die Übereinstimmung der deutsch, französisch und italienisch

abgefassten Ausgaben wurden überprüft und teilweise harmonisiert.

um gleichbedeutende Aussagen und Klarheit zu schaffen.

Weiter heisst es nun «Vertragsparteien» und nicht mehr

«Vertragspartner».

Hinsichtlich des öffentlichen Beschaffungsrechts ist neu klargestellt,

dass die Regeln des öffentlichen Vergaberechts den

privatrechtlichen vorgehen.

Wenn nichts anderes vereinbart ist, so gilt bei einer Preisangabe

die Mehrwertsteuer (MwST) als nicht eingerechnet (eine

eigentliche Usanz im Baugewerbe, die jedoch bislang nicht klar

definiert war). Die übliche Darstellung der Offerten und Abrechnungen

in der Schweizer Bauwirtschaft sind in der deutlichen

Mehrheit so verfasst, dass in der Zusammenstellung die Einzelpreise

ohne MwST dargestellt und aufgelistet sind und die

Berechnung und Aufaddieren der MwST am Schluss geschieht.

Sollte ein Unternehmer (unter Anwendung der SIA-Norm 118

im Vertrag) bei einer Preisangabe gegenüber einem unerfahrenen

Bauherren die MwST nachträglich aufrechnen wollen,

könnte dies dazu führen, dass der Besteller den Vertrag in diesem

Punkte anfechten kann, wenn er davon ausging, mit einer

Preisangabe sei ein Preis inkl. MwST zu verstehen gewesen. So

ist es wichtig, insbesondere bei Erst- und Einmalbauherren die

1308_dualeFeuerraum_VHP Kopie Kopie.pdf 1 8/27/13 9:03 AM Texte français: www.vhp.ch

DUALER FEUERRAUM

vollautomatisch Pellets / unabhängig Stückholz

gewohnte und deutliche Ausweisung der MwST zu verwenden.

In der Praxis wird dies nicht zu grosser Irritation führen, weil

diese Regel der SIA-Norm 118 dem tatsächlich gelebten Vorgehen

in der Schweizer Baubranche entspricht.

Die Gerichtsstandsregeln entsprechen der neuen gesamtschweizerischen

Zivilprozessordnung.

Es wird klargestellt, dass Prüfungs- und Belastungsproben nicht

als Abnahme gelten, sofern dies nicht vereinbart ist.

Die Rückbehaltshöhen (5% und 10%) wurden in der Frankensumme

an die Teuerung seit 1977 angepasst. Ab Fr. 500 000.–

beträgt der Rückbehalt 5% (früher bereits ab Fr. 300 000.–) und

der Maximalbetrag für Rückbehalte wurde von Fr. 1'000 000.–

auf Fr. 2'000 000.– erhöht.

Praxistauglich und zuverlässig

Wie gewohnt sind natürlich alle Regeln der SIA-Norm 118 durch

die Parteien frei abänderbar. Im Sinne einer möglichst gut ausgewogenen

und in der Anwendung verlässlichen und in sich

stimmigen Vertragsgestaltung empfiehlt es sich, die SIA-Norm

118 möglichst unverändert zum Vertragsinhalt zu erklären. Auf

diese Weise wird die Bauwirtschaft auch in Zukunft von der

praxistauglichen und zuverlässigen SIA-Norm 118/2013 profitieren

und viele Gerichtsverfahren werden vermieden. Schliesslich

wollen wir bauen und nicht streiten!

Pellets und Stückholz im selben Feuerraum

automatische Abbrandregelung

automatische Rostreinigung

geräuschlose Naturzugverbrennung

harmonisches Flammenbild

wahlweise mit Vorratsbehälter oder Pelletlager

optional mit Warmwassergewinnung

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A-3370 Ybbs Mitterburger Straße 4 0043 7412 53694

Schweizer BauHolzEnergie-Messe 2013

Energiewende realisieren

Wie kann die Energiewende tatsächlich realisiert werden? Am Herbstseminar im

November 2013 in Bern zeigen Experten aus Politik, Forschung und Wirtschaft

konkrete Lösungen auf.

Das Herbstseminar am Eröffnungstag der Schweizer BauHolz-

Energie-Messe in Bern zeigt neue Dimensionen für das energieeffiziente

Bauen auf. Am 21. November 2013 treffen sich

Planer und Architekten, Bauherrschaften und Energieberater,

Vertreter der Öffentlichen Hand und der Baubranche, um sich

über die zahlreichen Möglichkeiten und Massnahmen zur Umsetzung

der Energiewende zu informieren und miteinander zu

diskutieren.

Chancen für mehr Effizienz

Während bereits grosse Effizienzpotenziale im Gebäudebereich, aber

auch bei Anlagen und Fahrzeugen realisiert wurden, können noch

immer weitere Chancen für mehr Energiereduktion und Wirkungsgradsteigerung

genutzt werden. Erneuerbare Energien haben den

Durchbruch geschafft, Produktivitätsgewinne und Kostensenkungen

sind in jedem Neubau oder bei Modernisierungen möglich. Als wichtiger

Punkt auf dem Weg zum Plusenergie-Gebäude steht die Integration

von Dach- und Fassadenkonzepten mit Photovoltaik fest. Dies

verlangt ein neuartiges Zusammenspiel von Architektur und Technik,

sozialen und wirtschaftlichen Faktoren.

Experten zeigen Lösungen auf

Das Herbstseminar 2013 gibt der nationalen und kantonalen

Politik Gelegenheit aufzuzeigen, wie die Energiewende realisiert

werden kann. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der

Bau- und Holzwirtschaft behandeln der Berner Regierungsrat

und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher. Über das

Thema Energiewende und Holz spricht Nationalrat, Präsident

des Schweiz. Gewerbeverbands und Direktor der Despond SA

in Bulle, Jean-François Rime.

Aus der Forschung berichten Prof. Dr. Reto Knutti, ETH Zürich,

– Klimawandel als Treiber der Energiewende –, Prof. Dr.

Anton Gunzinger, SCS Supercomputing Systems AG in Zürich,

– Selbstversorgung mit elektrischer Energie aus erneuerbaren

Quellen –, Prof. Dr. Hansjürg Leibundgut, ETH Zürich, – Innovative

Gebäudetechnik als Beitrag zur Energiewende – und René

Graf, Berner Fachhochschule in Biel, – Architektur, Holz und

Bau: Wo steckt die Energie

Am Nachmittag des Herbstseminars werden weitere konkrete

Lösungen aufgezeigt, beispielsweise das Leuchtturmprojekt

Greencity, innovative Solararchitektur, Energiespeicher für

Strom und Wärme usw. Die Energiewende fordert ein Um- und

Neudenken, das am Herbstseminar intensiv gefördert wird.

Veranstaltung mit dem VHP

Am Samstag, 23. November 2013, findet eine Veranstaltung

statt zum Thema «Holzheizungen». Sie richtet sich an Hauseigentümer,

Bauherren, Investoren, Architekten, Planer und

Energiefachleute und soll aufzeigen, wie Holzheizungen einheimische

Ressourcen nutzen. VHP-Mitglieder sind herzlich

eingeladen, denn an dieser Veranstaltung kommen Sie ins Gespräch

mit Ihren Kunden.

Datum und Zeit: Samstag, 23. Nov. 2013, 10.20 bis 11.45 Uhr

Ort: BERNEXPO CONGRESS, Raum 4, Mingerstrasse 6,

3014 Bern

• Begrüssung und Moderation: Konrad Imbach, VHP-Präsident

• Referat «Neue Entwicklungen im Bereich Holzenergie» von

Prof. Dr. Thomas Nussbaumer, Verenum Zürich und Hochschule

Luzern,Technik & Architektur, Horw

• Referat «Die Wohnraumfeuerung; Ambiente und Energieeffizienz»

• Referat «Die Vorteile der Pelletsheizung im Minergiehaus»

von Niklaus Rieben, Geschäftsführer, Rieben HeizanlagenAG,

Oey

• Referat «Holzfeuerung» von Peter Liebi, Geschäftsleitung,

Liebi LNC AG, Oey

Schweizer BauHolzEnergie-Messe 2013

Vom 21. bis 24. November 2013: BERNEXPO, Bern, Schweiz

Themen:

Bau, Holzbau / Energieeffizienz / Erneuerbare Energien /

Haustechnik / Innenausbau

www.bauholzenergie.ch


08 09

verband

Tiba Swiss made

Wir sind überzeugt vom Produktionsstandort

Schweiz und bestrebt unsere

Produktion weiter auszubauen sowie

neue Produkte zu entwickeln. Mit über

40 Mitarbeitenden in der Produktion

und 100 unternehmensweit, ist Tiba

der grösste Schweizer Hersteller von

Holzfeuerungen.

Vollautomatisches Blech- und Stahlbearbeitungszentrum

Schweissroboter beim Ofenkörperschweissen

Tiba AG

Hauptstrasse 147, 4416 Bubendorf

www.tiba.ch

Wir sind ein führendes Familienunternehmen mit

Produktionsstandort Schweiz im Bereich Holzfeuerungen

und Solar. Wir suchen nach Vereinbarung eine(n)

VerkaufsberaterIn

Region Mittelland / Zentralschweiz

Tiba steht für über 110-jährige Kompetenz im Bereich erneuerbare Energien, bedient

jährlich mehr als 3‘000 Kunden und nimmt an über 70 Messen pro Jahr teil

Ihre Aufgaben

• Beratung und Verkauf von Holzherden, Kaminöfen, Kaminen und Pelletsöfen an

Fachhändler und Privatkunden nach Budgetvorgaben

• Betreuung und Ausbau des bestehenden Kundenstamms

• Koordination zwischen Fachhandel und Privatkunden

• Technische Beratung und Abklärung beim Kunden vor Ort

• Teilnahme an Messen, Ausstellungen und Schulungen

Unsere Erwartungen

• Sie verfügen über Verkaufserfahrung im Aussendienst

• Sie wohnen im Verkaufsgebiet und sprechen Schweizerdeutsch

• Sie haben eine technische Ausbildung im Bereich Bau, Heizung oder Energie

• Sie verstehen technische Sachverhalte und können diese weitervermitteln

• Sie haben gute Umgangsformen, sind aktiv und überzeugen auf positive Art

• Sie verfügen über einen gültigen Fahrausweis und PC-Kenntnisse (Office)

Swiss

made

Wir bieten Ihnen

• Eine selbständige und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem schweizerischen

Familienunternehmen mit einer starken Marke

• Vielfältige Kontakte zu verschiedensten Unternehmen und Ansprechpersonen

• Interne Unterstützung durch Verkaufsinnendienst und Produktemanagement

• Attraktive Anstellungsbedingungen, Geschäftsauto und Arbeiten im Homeoffice

Sind Sie an dieser Herausforderung interessiert? Für Auskünfte stehen Ihnen Frau

Brigitte Mühlethaler oder Herr Lukas Bühler, gerne zur Verfügung. Ihre vollständigen

Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an Brigitte Mühlethaler, Leiterin Personalwesen.

VHP-Mitglieder

handwerksbetriebe

Anmeldung zur Aktivmitgliedschaft

AAS Platten und Natursteinbeläge

Grofenbrüelstrasse 3

7323 Wangs

Aufnahme als Aktivmitglied

per 1.9. 2013

Art of Fire GmbH

Kreuzlingerstrasse 83

8590 Romanshorn

Tel. 071 461 12 60

E-Mail.info@artoffire.ch

www.artoffire.ch

Lieferanten-Mitglieder

Anmeldung per 1.9. 2013

Woodstove Schweiz GmbH (in Gründung)

Ruessenstrasse 5a

6340 Baar

Auch in diesem Jahr gelang es unserer Branche, wiederum eine

grössere Zahl von Jugendlichen für den Beruf des Ofenbauers

zu gewinnen. Im August 2013 begannen 27 Lernende die Ausbildung

zum Beruf des Ofenbauers (2011: 22, 2012: 25). Wir

gratulieren insbesondere den Sektionen Graubünden/Liechtenstein,

Ostschweiz, Union Romande, Oberwallis und Zürichsee,

die ihr Kontingent erreicht oder überschritten haben.

Bis zum Ziel von jährlich 40 neuen Lernenden, die wir für den

Erhalt unseres Berufes brauchen, müssen wir jedoch noch viel

unternehmen. Wichtig sind intensive Bemühungen um die jungen

Talente in diesem Herbst. Dazu dienen auch die Berufsmessen,

an denen die meisten Sektionen wiederum teilnehmen.

Wir danken Ihnen für Ihren Einsatz!

Texte français: www.vhp.ch

Anzahl Lernende

Herzliche Gratulation

Peter Caflisch

65 Jahre, 9.10. 1948

Josef Kleeb

80 Jahre, 25.10. 1933

Todesfälle

Karl Stadler-Käser, Rüegsauschachen

Peter Good, Prilly

Sektion

Aare

Bern und Umgebung

Graubünden/Liechtenstein

ZL

ZL

ZL

Nordostschweiz

Nordwestschweiz

BMS

Oberwallis

Rudolf Kolb

80 Jahre, 25.10. 1933

Franz Zimmermann

65 Jahre, 1.11. 1948

Ostschweiz

2 2 5 2 1 7

Union Romande

ZL

Zentralschweiz

Neue Lernende nach Sektionen, Lehrbeginn 2013

Rahmen: Zielsetzung pro Sektion / ZL: Zusatzlehre

Moderne Holzheizungen sind sauber!

Wer heute eine Holzheizung kauft, bleibt deutlich unter allen Feinstaubgrenzwerten!

Können auch Sie sich für die klimafreundliche Energie

erwärmen? Tel. 044 250 88 11 oder www.holzenergie.ch

4

1

Zürichsee

3

40

27

Stand 29. 8. 2013 Ziel


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fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

DAS EIN-OFEN-HAUS

Natürliche Baustoffe und

wenig Haustechnik

Im Ein-Ofen-Haus werden natürliche Baustoffe, vor allem Holz, Lehm und Gips,

mit wenig Technik kombiniert. Es entsteht ein gesundes Raumklima. Ein weiterer

Vorteil: Es wird wenig graue Energie verbaut – aber lesen Sie selber.

Text: Othmar Humm, Journalist, Foto: Andreas Farni

Das «Low-Tech-Haus» in Würenlos mit einer Ofenanlage des VHP-Mitglieds Baumann Cheminéeöfen, Steffisburg; siehe auch Interview im HP 2 –13.

«Wenn eine Gebäudehülle konsequent aus natürlichen Materialien

und ohne Schwachstellen gebaut wird, dann führen die Eigenschaften

dieser Hülle direkt zu einem gesunden und behaglichen

Wohnklima – ganz ohne aufwendige Haustechnik.» Mit

diesem Satz fasst Markus Mosimann von der Neuen Holzforum

AG seine Ziele im Hausbau zusammen. In einer erweiterten Fassung

sind diese im Buch «Das Holzhaus der Zukunft» enthalten,

das Mosimann gemeinsam mit Marc Lettau verfasst hat. Der

Holzbautechniker plädiert für Wohnhäuser aus einheimischem

Holz und mit möglichst wenig Technik. In diesen Häusern lassen

sich die Sonnenstoren nicht von New York aus absenken,

betont Mosimann und meint damit: Die Bauten brauchen keine

komplizierten Steuerungen, das Raumklima folgt naturgesetzlichen

Abläufen. Dies gilt besonders für den Feuchtehaushalt

in den Wohnräumen. Denn die Feuchte von Küche und Bad,

auch von Pflanzen, würde von den Oberflächen der Wände und

Decken teilweise aufgenommen und später, bei steigender Trockenheit

im Raum, wieder an die Luft abgegeben. Durch diesen

Feuchteausgleich könnten extreme Raumklimata mit feuchter

oder (zu) trockener Luft verhindert werden. Diese Aussagen

decken sich weitgehend mit jenen von Holzphysikern. Peter

Niemz vom Institut für Baustoffe der ETH Zürich vermerkt in

seinem Skript «Physik des Holzes», dass «Wohnräume mit einem

hohen Holzanteil bei wechselndem Aussenklima geringere

Schwankungen der relativen Luftfeuchte aufweisen als solche

mit nicht hygroskopischen Materialien. Holz leistet so einen

messbaren Beitrag zur Verbesserung der Wohnbehaglichkeit.»

Das Ein-Ofen-Haus

Natacha und Maurice Fäh, die mit ihren beiden Kindern ein «Low-

Tech-Haus» in Würenlos bewohnen, bestätigen die bauphysikalische

Einschätzung von Professor Niemz. Sogar an kalten Tagen würde die

Raumluft nicht austrocknen. Dass dieser positive Eindruck auch mit

der Feuchteabgabe an den Raum durch Kochen, Wäschetrocknen

und Duschen zusammenhängt, anerkennen die Bewohner. Wer sehr

viel ausser Haus ist, liefert kaum Feuchte. Mit wenig Technik kommt

auch die Heizung aus. Erzeugt wird die notwendige Raumwärme in

einem Speicherofen, der in der Mitte des Hauptraumes installiert ist.

Während der Heizperiode muss täglich mindestens einmal eingeheizt

werden – von Hand. Mit der Türe zum Treppenhaus lässt sich die

Temperatur im oberen Stockwerk regulieren. Wegen eines Arbeitsplatzes

oder einer Spielecke für die Kinder sei dies sinnvoll, meint

Mosimann, für die Schlafzimmer aber kaum notwendig. Ähnliche

Erfahrungen machen Bewohner von Minergie-P-Häusern. Wenn das

Haus gut gedämmt ist, dann genügt neben dem solaren Wärmegewinn

wenig Heizwärme für ein behagliches Raumklima – auch im

Obergeschoss. Einzige Schwachstelle dieses Heizkonzeptes bildet

das Badezimmer. Deshalb sind im Bad des Hauses Fäh zwei elektrische

Handtuchradiatoren installiert. Abgesehen davon ist es ein «Ein-

Ofen-Haus», also ohne zusätzlichen Heizkörper und Heizleitungen.

Weniger graue Energie

Völlig getrennt von der Heizung ist die Wassererwärmung. Das

Wasser für Küche und Bad kommt von einem Wärmepumpenboiler,

raumsparend platziert unter der Treppe ins Obergeschoss.

Denn das Haus ist nicht unterkellert. «Dafür gibt es heute kaum

mehr Bedarf», kommentiert Maurice Fäh diese Entscheidung.

Bewohner und Planer loben das Haus und seine Einrichtungen,

noch mehr, was gar nicht drin ist: Die Raumluft wird über die

Fenster erneuert, eine Lüftungsanlage ist nicht installiert. An

sehr lauten Lagen und für Allergiker mag eine mechanische

Lüftung sinnvoll sein, finden die Beteiligten, «aber kaum in diesem

ruhigen Quartier». Dies hätte wohnphysiologische Vorteile

– und ökologische. Weil das Haus zudem aus einheimischem

Holz gefertigt ist und kein Aushub für die Unterkellerung notwendig

war, sei viel graue Energie gespart worden.

Auch bei Stromausfall warm

Das Haus Fäh steht für ein Konzept, das sich deutlich vom hoch

technisierten Haus abgrenzt. Und das sich vor allem für Einfamilienhäuser

mit nur einer Nutzungseinheit eignet, weil die

Anforderungen an den Brandschutz und an den Schallschutz

weniger streng sind als in Grossbauten. Da viele Holzbauer –

vor allem in der Schweiz und im Vorarlberg – vergleichbare oder

sogar ähnliche Gebäudekonzepte im Programm haben, bietet

sich einer Bauherrschaft eine grosse Vielfalt an Formen und

Konstruktionen. Viele Nutzer schätzen zudem die Unabhängigkeit

von der Technik, vor allem von der Elektronik, etwa nach

dem Motto: In unserem Haus ist es selbst dann noch warm,

wenn der Strom ausfällt.

Dieser Artikel ist am 9.11. 2012 in der NZZ erschienen.

Die HP-Redaktion dankt für die Abdruckrechte.

Sachbuch über das Holzhaus

der Zukunft

Die Autoren zeigen am Beispiel

von Holzhäusern wie dank einer

auf die wahren Bedürfnisse der

Bauherrschaft abgestimmten

Architektur und der richtigen

Materialwahl individuelle

Ökohäuser realisierbar sind. Sie

führen nicht unerschwingliche

Traumhäuser vor, sondern präsentieren

ökonomische Lösungen

für ressourcenschonendes

Bauen und Wohnen.

«Holzhaus der Zukunft»,

erschienen im Rotpunktverlag


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fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

GESUNDES BAUEN

Das Holzhaus der Zukunft

Die Diskussionen um zukünftiges Bauen laufen eingleisig: Fast immer wird

der zukünftige Heizenergieverbrauch in den Mittelpunkt gestellt. Wichtige

Fragen zur Gesamtenergiebilanz und zur Sinnlichkeit des Wohnens werden

ausgeklammert. Diese Einseitigkeit führt in eine Sackgasse.

Text: Markus Mosimann, Fotos: Andreas Farni

Baustoff Holz

Das «Haus der Zukunft» ist aus Holz. Irgendwie logisch. Es ist

weder Chalet aus dem «bluemete Trögli noch ein skandinavisches

Blockhaus. Es ist ein Haus aus Fichten und Douglasien aus dem

Oberaargau. Holz ist der Baustoff, der im ursprünglichen Sinn

nachhaltig ist. Genau genommen stimmt das jedoch nur, wenn

der Rohstoff Holz aus heimischem Wald stammt. Quer durch die

Kontinente gekarrt, ist selbst Holz nicht mehr nachhaltig.

Graue Energie

Im «Holzhaus der Zukunft» debattiert man fürs Leben gern

über die Energiezukunft. Es zeigt sich aber, dass wir punkto

Energie auf einem Auge fast blind sind. Es wird mit grossem

Eifer versucht, die Betriebsenergie unserer Häuser weiter und

weiter zu senken. Das ist gut. Und der Erfolg ist gross. Nur wird

immer aufwändiger gebaut. Paradoxerweise wird inzwischen

für den Bau solcher Ökohäuser so viel Energie verbaut, dass

man sich schlicht nicht mehr über den tiefen Energieverbrauch

fürs Heizen, Lüften, Klimatisieren freuen darf. Grund: Die Gesamtenergiebilanz

ist katastrophal.

Im «Holzhaus der Zukunft» steht das Thema «graue Energie

beim Bauen» endlich im Mittelpunkt. Im Übrigen: An der grauen

Energie ist ohnehin nichts grau. Es geht um Zahlen, die

schwarz auf weiss zeigen, wie extrem gross die Energiemengen

sein können, die wir verbauen. Im Dämmstoff Polystyrol

steckt beispielsweise rund 30-mal mehr graue Energie als in

einer Dämmung aus Zellulose. Auch deshalb ist das «Holzhaus

der Zukunft» mit Zellulose gedämmt.

Ganz ähnlich verhält es sich mit den Treibhausgasen. Häuser

muss man so beheizen, dass möglichst wenig CO2 in die Atmosphäre

gelangt. Aber sind wir uns bewusst, wie wir beim

Bau unserer Häuser den CO2-Ausstoss vermindern können?

Wir wissen, dass beim Bau eines Einfamilienhauses aus Beton

5-mal mehr Treibhausgas-Emmissionen entstehen als beim

Bau eines Holzhauses gleicher Grösse. Darum ist das «Holzhaus

der Zukunft» nur aus Holz: Es hat keinen Keller, denn es

braucht keine mächtige Betonwanne.

Heizen mit einem Ofen

Wenn es keinen Keller hat, wo ist die Heizung versteckt? Vorerst

dies: Das «Holzhaus der Zukunft» ist so gut gedämmt,

dass der Energieverbrauch fürs Heizen grundsätzlich mit jedem

Heizsystem wunderbar tief ist. Aber in seiner schärfsten

Variante legen die Bewohner/innen am Morgen einfach vier

Scheiter in einen grossen Stückholzofen. Das reicht für den

ganzen Tag. Die sich im Haus verteilende Wärme wärmt behaglich.

Dank der perfekten Gebäudehülle genügt ein einziger,

am richtigen Ort platzierter Ofen. Es können sämtliche Radiatoren

und alle Heizungsrohre weggelassen werden.

Kein technischer Schnickschnack

Was das «Holzhaus der Zukunft» nicht kann: Während der Visite

in Singapur per Smartphone die Storen im Elternschlafzimmer

rauf- und runterlassen. Das «Holzhaus der Zukunft» ist nie online.

Es steht einfach da. Es ist im klassischen Sinn eine «Immobilie»

und keine Maschine. Es ist deshalb auch ein Gegenentwurf zum

merkwürdigen, modernen Verständnis von Komfort: Dieses Haus

will durch Natürlichkeit und Behaglichkeit komfortabel sein – und

nicht durch Programmierung und Fernsteuerung.

Zweigeschossiges Einfamilienhaus in der Region Bern. Baujahr 2011. Holzrahmenbau. Rund 150 m 2 Wohnfläche.

Das Energieproblem wird nicht gelöst, wenn nur der Heizenergieverbrauch

im Mittelpunkt steht. Zudem wird die Schweiz

mit einer Einheitsarchitektur verschandelt und die nächste Generation

wird mit einem Sondermüllproblem konfrontiert sein.

Und viele Menschen fühlen sich nicht wohl in den modernen

«Wohnmaschinen». Es sind viele Faktoren, die diskutiert werden

müssen, um menschenfreundliche Häuser zu bauen. Zum

Beispiel, dass diese Häuser sowohl wenig Energie im Betrieb als

auch bei der Herstellung verbrauchen. So kann die Energiewende

geschafft werden und gleichzeitig wird das Wohlbefinden

der Bewohner/innen solcher Häuser erheblich gesteigert. Es

sind viele Puzzleteile die, richtig zusammengefügt, ein Ganzes

ergeben.

Eine Skulptur im Wohnraum: Ofenanlage gebaut durch das VHP-Mitglied

Baumann Cheminéeöfen, Steffisburg

Ein simples Haus erfordert modernste Technik

Einfache Lösungen und Baustoffe, die wenig graue Energie

beinhalten: Die ersten Puzzleteile ergeben ein erstes Bild, das

Bild eines «Low-Tech-Hauses». Das stimmt. Aber: Es stimmt

trotzdem nicht ganz. Das wirklich perfekte, wirklich ökologische

Holzhaus folgt zwar dem Motto «keep it simple». Aber um

ein wunderbar simples Haus zu bauen, ist eine ausgeklügelte

Technik bei der Fertigung erforderlich. Erst dank der enormen

Effizienz von CAD-Planung und computergesteuerten Maschinen

können heute perfekte, ökologische Holzhäuser gebaut werden,

die überhaupt bezahlbar sind. Das «Holzhaus der Zukunft»


14 15

fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

ist also zwar ein Gegenentwurf zu den techniklastigen Wohnmaschinen.

Aber es ist keine Absage an die Technik an sich:

Der technische Fortschritt wird genutzt, um in weniger Technik

leben zu dürfen.

Weglassen als Philosophie

Was sich «na-dis-na» zeigt: Das «Holzhaus der Zukunft» ist

ein Kunstwerk des Weglassens. Das Haus verzichtet auf den

betonierten Keller, auf pseudomässige Erkerchen, die nur die

Gebäudehülle schwächen. Verzichtet wird weiter auf übermässige

Fensterfronten. Und komplett weggelassen werden

die Lüftungsinstallationen. Es hat keine Radiatoren, keinen

Haustechnikraum, weil die ganze Haustechnik in einem

Schrank Platz hat. Das so konzipierte Holzhaus ist für Lüftungsinstallateure

und Heizungstechniker der real existierende

Alptraum.

Die Wände sorgen für das Wohnklima

Der Schlüssel zu mehr Natürlichkeit, Wohnlichkeit und Sinnlichkeit

ist die Wand. Denn in der Wand steckt die zentrale

Botschaft. Sie lautet so: «Wenn eine Gebäudehülle ohne jede

Schwachstelle und aus durchwegs natürlichen, lebensfreundlichen

Materialien gebaut wird, dann führen die Eigenschaften

dieser Hülle direkt zu einem gesunden, behaglichen

Wohnklima – ganz ohne aufwändige Haustechnik»

Die Wände des zukunftsträchtigen Holzhauses sind niemals

mit Dampfsperren versiegelt. Sie sind dafür hygroskopisch,

feuchteausgleichend, dampfdurchlässig. Sie nehmen Feuchtigkeit

auf und geben Feuchtigkeit ab. Über eine Tonne Wasser

steckt in der Masse eines modernen Holz-Einfamilienhauses –

ein riesiger, organischer Feuchtigkeitsspeicher also, der lautlos,

stromlos, durchzugslos dafür sorgt, dass die Luftfeuchtigkeit im

Haus immer um die 50 bis 60 Prozent beträgt. Ein Wert, der für

unsere Gesundheit als besonders zuträglich gilt.

Weil das Haus seine eigene, organische «Klimaanlage» ist,

braucht es keine Zwangslüftung. Die künstliche Belüftung würde

die Selbstregulierung des Raumklimas nicht unterstützen,

sondern behindern.

Kluge Vereinfachung

Wir spielen ja hier Puzzle und kein Versteckspiel und müssen darum

nicht lange um den heissen Brei herumreden: Wer heute behauptet,

eine nach streng ökologischen Kriterien gebaute Wand aus natürlichen

Materialien mache die Klimanlage überflüssig, wird selbstverständlich

dem Lager der «minergiekritischen Stimmen» zugeordnet.

Da gebe ich Ihnen recht. Trotzdem mag ich es nicht, mich auf den

Minergiekritiker reduzieren zu lassen. Die Minergie-Wegbereiter haben

viel dazu beigetragen, dass die Debatte über energiesparendes

Bauen und Wohnen entstand. Das «Holzhaus der Zukunft» versteht

sich einfach als grundlegend andere Antwort. Es steht für kluge

Vereinfachung statt für techniklastige Lösungsansätze.

Märchen nicht mehr glauben

Warum stehen erst so wenige «Holzhäuser der Zukunft» in der

Landschaft? Es ist vielleicht wegen des modernen Märchens vom

«Recht auf billige Energie»? Einige behaupten gar, das «Recht

Einfachheit bedeutet eine funktionale Architektur: Zum Beispiel, wenn

eine lange Tischplatte von Wand zu Wand einen Schreibtisch überflüssig

macht …

auf billige Energie» sei ein eigentliches Menschenrecht. Diese

Behauptung ist nicht nur grober Unfug, sie ist auch wahnsinnig

schädlich. Wegen dieses Märchens werden immer noch

Häuser gebaut, die für alle, denen die Zukunft des Planeten

am Herzen liegt, ein Dorn im Auge sein sollten. Nur, weil das

Märchen weiter und weiter erzählt wird, stecken sich viele mit

ihren Kindern in merkwürdige Gebäude aus Materialien, die

lebensfeindlich, aber halt billig sind. Die viel zu billige Energie

machts möglich. Sie zweifeln? Dann vergegenwärtigen Sie sich

bitte der Unmengen an Baustoffen, die beim Rückbau dereinst

als Sondermüll entsorgt werden müssen. Nicht so beim «Holzhaus

der Zukunft». Es entsteht. Es steht. Und wenn es einmal

nicht mehr stehen soll, wirds wieder – zu einem Haufen Holz.

Rücksicht auf die Umgebung

Man kann die Landschaft nicht nur mit sondermüllreichen Billigbauten

zersiedeln, sondern auch mit Holzhäusern. Alleine

mit der Devise «Holz» lässt sich die «Hüslipest» nicht kurieren.

Ein Holzhaus wird erst zum «Holzhaus der Zukunft», wenn

es die Landschaft berücksichtigt: Nicht auf der frisch eingezonten

grünen Wiese, sondern im gewachsenen Quartier, wo

das Holzhaus einen zweifelhaften, mit Öl befeuerten Altbau

ersetzen darf. Und ganz generell gehört zu diesem Holzhaus

gute Architektur. Einen steilen Hang bis zum Gehtnichtmehr

aufzuschütten, um eine topfebene Fläche zu erhalten, auf die

sich dann ein «Ökohäuschen» aus dem Katalog stellen lässt, hat

weder mit Ökologie noch mit guter Architektur etwas zu tun.

Tanja Schlup erzählt über ihr Haus: «Es ist ein Haus, das über seine Einfachheit auch Werte aufzeigt. Den Wert, den einzigen Ofen im Haus mit Holz

einzufeuern. Den Wert, in einem einfachen Haus komfortabel leben zu können.»

…. oder wenn aus einer Nische dank einigen Tablaren ein Büchergestell wird.


+

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Sinnlichkeit

Auf dem schönsten und vorletzten Puzzleteilchen steht «Sinnlichkeit».

Das «Holzhaus der Zukunft» folgt den Sinnen; es ist ein Haus,

das einem gut tut. Es hat Zimmer, die angenehm riechen, Materialien,

die man gerne anfasst. Es ist voller Bilder und Hoffnungen:

Hier will man leben, weil seine holzbeplankten Aussenwände

ebenso schön und charaktervoll altern, wie man selber altert. Wir

alle wissen, wie sehr uns uralte, wettergegerbte Holzhäuser berühren

können.

Provokation

Auf dem allerletzten Puzzleteilchen steht «Pro-vo-ka-tion». Die

politischen Entscheidungsträger/innen dürfen sich gerne vom

«Holzhaus der Zukunft» provozieren lassen. Es erinnert Sie daran,

dass die Arbeit überhaupt noch nicht getan ist, wenn wir

fürs Bewohnen unserer Häuser immer weniger Energie brauchen.

Es erinnert Sie daran, dass beim Bauen der Energieverbrauch

– das Mass an grauer Energie – steigt statt sinkt. Wenn

aber die Betriebsenergie sinkt, während der Energieverbrauch

fürs Bauen steigt, ist für die Energiewende rein gar nichts gewonnen.

Wer weiss: Vielleicht gefiele ihnen ja die Idee, künftig

radikal tiefe Gesamtenergiebilanzen für Häuser vorzuschreiben?

Das würde echte Innovation fördern. Als ersten Schritt

liessen sich beispielsweise Energieetiketten für alle Baustoffe

einführen. Ich verspreche: Das gäbe bereits eine ziemliche

Aufregung.

Dessert

Als Zugabe noch dies: Das radikale, ökologische und mit einer

einfachen Technik geprägte «Holzhaus der Zukunft» kann ohne

Weiteres schon in der Gegenwart gebaut werden. Wir besitzen

bereits alles, was es dafür erfordert: Es ist zwar Teil einer Utopie,

aber glücklicherweise einer ganz realen.

Markus Mosimann, 1959, Holzbautechniker, Fachdozent und

Referent, Unternehmer, zählt zu den Wegbereitern des modernen

Holzhausbaus in der Schweiz. Mit seinem Holzforum

entwickelte er über die Jahre eine konsequent ökologische

Holzrahmenbauphilosophie und wird deshalb in der Fachwelt

auch als Vertreter einer Gegenposition zum Minergie-Label

wahrgenommen. Mosimann leitet ein Unternehmen für Holzbauten.

Weitere Information im Internet

www.holzforum.ch

http://holzhausderzukunft.info/

Der VHP und Minergie

Im aktuellen HP wird das Holzhaus mit Wohnraumfeuerung ins

Zentrum gestellt. Die Autoren äussern dabei ihre eigene Meinung.

Der VHP nimmt damit nicht gegen eine bestimmte Technik des

Hausbaus Stellung, findet jedoch diese Überlegungen zum Holzhaus

anregend und interessant. Die Wahl der richtigen Gebäudetechnik

ist Sache der mündigen Bauherren.

Der VHP ist überzeugt, dass die Wohnraumfeuerung auch in Gebäuden

mit kontrollierter Lüftung und gut gedämmter Gebäudehülle

nach Minergie-Standard nicht fehlen darf. Er ist deshalb seit

einigen Jahren Partner von Minergie, fördert die Ausbildung ihrer

Mitglieder zu Minergie-Fachpartnern und unterstützt das Minergie-Modul

Holzfeuerstätten.

Martin Pfister, VHP-Geschäftsführer

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CH-4466 Ormalingen

Tel. +41 61 985 96 10

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Sinnliches Holz – ein angenehmes Raumklima zum Schlafen

Anstelle eines Kellers ein separater Hausteil. Diese Lösung ist vor allem

für limitierte Budgets interessant.


18 Interview

interview

19

Beat Auf der Maur, Inhaber der abc auf der maur bau company AG

«Mit Holz und Lehm bauen

wir gesunde Häuser»

Beat Auf der Maur, ausgebildeter Zimmermann, Dachdecker und Maurer, baut

zusammen mit seinem Bruder und weiteren Partnern Häuser aus Holz. In diesen

Häusern wird oft mit einer Kleinholzfeuerung geheizt.

Text: Brigitte Müller

tende Leime oder Stahl – miteinander verbunden. Durch dieses

ausgeklügelte System erhalten wir einen unverwüstlichen Massivholzblock

mit einer hohen Wohnqualität für die Bewohner.

Welches sind die Vorteile von «Holz 100»?

Wie gesagt, durch den geschichteten Holzbau entsteht eine

offene und atmungsaktive Gebäudehülle. Holz hält auch den

Weltrekord in der Wärmedämmung. Holz erwärmt sich sehr

langsam und speichert über längere Zeit die Wärme vom Sommer.

Weil wir mit Masse arbeiten, entsteht zudem ein wirksamer

Schutz gegen Schall, Elektrosmog und andere unerwünschten

Strahlen. Die Vorteile für unsere Gesundheit habe

ich bereits beschrieben.

Wie beraten Sie Ihre Kunden zum Thema Wärme im Haus?

Die Frage, welches ist die beste Heizung, wird uns immer wieder

gestellt. Wir empfehlen eine Stückholzheizung, denn sie

entspricht unserer Philosophie: Wird das Holzhaus ebenfalls

mit Holz beheizt, schliesst sich der Kreis. Nicht alle Kunden

möchten jedoch diese Lösung, weil sie die zusätzliche Arbeit

des Holzfeuerns nicht auf sich nehmen wollen.

Sie haben das Kamerhaus aus dem Jahr 1743 in Ibach abgebaut

und in Steinen wieder originalgetreu aufgebaut: Was

waren dabei die Herausforderungen?

Die grösste Herausforderung war sicher, alle kaputten Holzteile

zu ersetzen und das Haus mit den alten und neuen Holzelementen

harmonisch aufzubauen. Es war wie ein Puzzle. Aber

als Zimmermann habe ich dafür das Wissen und die Erfahrung.

Das Projekt war so spannend, dass wir darüber ein Buch, «Haus

mit Seele», veröffentlichten. Darin wird die aussergewöhnliche

Geschichte des Hauses und der Bewohner erzählt sowie der

Ab- und Aufbau vom Fundament bis zum Kamin beschrieben.

Ein ganzes Kapitel ist zudem dem Kachelofen gewidmet.

Sie bauen Häuser mit Holz und Lehm, warum?

Mit diesen beiden Naturbaustoffen können wir die gesündesten

Häuser bauen. Unsere Holzhäuser werden nicht verleimt,

enthalten keine chemischen Stoffe und eine kontrollierte Lüftung

ist überflüssig. Holz und Lehm nehmen Feuchtigkeit auf

und geben sie wieder ab – je nach Raumklima und Aussentemperatur.

Wie Sie ja sicher wissen, zieht sich Holz bei Kälte

zusammen und dehnt sich bei hohen Temperaturen; das Holz

atmet sozusagen. Ich erkläre oft, dass wir uns dreifach schützen:

Die Haut ist unsere erste Schutzschicht, dann kommt die Kleidung

und als dritte «Haut» schützt uns das Haus. Moderne Häuser,

auch Minergie-Häuser, haben vielfach eine Gebäudehülle

analog eines Plastiksackes. Hingegen funktioniert eine Gebäudehülle

aus Holz und Lehm wie eine Goretex-Jacke. Sie schützt

vor Wind und Regen, ist aber durchlässig für die Feuchtigkeit.

Das Kamerhaus in Ibach – vor dem Abbau

Im Kamerhaus baute das VHP-Mitglied Fridolin Gasser aus

Ibach den Ofen. Was musste beim Ofenbau berücksichtigt

werden?

Der Kachelofen selber ist zwei Tonnen schwer. Deshalb mussten

wir dafür ein spezielles Fundament erstellen, das wir ausnahmsweise

aus Beton bauten. Dieser Betonboden ist also abgekoppelt

vom Haus und dient als Schutz für den Kachelofen.

Bei diesem Gewicht wäre ein Holzboden zu schwach. Übrigens

Was ist Ihnen oder auch Ihren Kunden wichtig beim Bau

eines Hauses?

Unsere Kunden wünschen ein baubiologisches Haus, also ein

natürliches und gesundes Haus. Neue Gebäude haben wegen

der extremen Dämmung und der kontrollierten Lüftung oft

eine zu trockene Luft in den Räumen. Es ist erwiesen, dass der

menschliche Körper bei zu trockener Luft krankheitsanfälliger

ist. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60

Prozent, welche bei Bauten aus Holz und Lehm natürlich erfüllt

wird. Prägnant gesagt: Holz tut dem Menschen gut.

Beat Auf der Maur ist ausgebildeter Zimmermann, Dachdecker und Maurer

und hat sich mit bautechnischen Kursen weitergebildet.

Können Sie kurz das Prinzip von «Holz 100» erklären?

Anhand der Architektenpläne zeichnen und zerlegen wir mit

einem speziellen Computerprogramm das ganze Haus in einzelne

Wand- und Deckenteile. Diese werden dann nach den

berechneten Daten hauptsächlich aus Fichte und Tanne zugeschnitten.

Beim Bauen werden die verschiedenen Holzlagen

aufeinander geschichtet und mit Hartholzdübeln – ohne belas-

Das wieder aufgebaute Kamerhaus, das heute in Steinen steht.


interview

21

NatursteinCrew!

kenne ich Fridl Gasser seit über zwanzig Jahren und wir haben

schon viele Öfen in der näheren Umgebung mit ihm realisiert.

Eine bewährte partnerschaftliche Zusammenarbeit also.

Wie halten Sie sich apropos Kleinholzfeuerung auf dem Laufenden?

Da verlasse ich mich auf das Wissen der Handwerker. Wünschen

Kunden eine Stückholzheizung, dann erfolgt die Beratung

direkt durch den Ofenbauer.

Wo denken Sie, liegt die Zukunft für den Ofenbau?

Die Stückholzheizung ist in Einfamilienhäuser eine gute Lösung

– weniger in Mehrfamilienhäusern. Unsere gesunden

Holzhäuser sind wohl eine Marktnische. Wir bemerken aber,

dass das Thema «gesundes Wohnen» immer mehr Menschen

anspricht. Und deshalb kann ich mir vorstellen, dass auch der

Ofenbau wieder vermehrt beachtet wird, weil Holz ein natürlicher

Brennstoff ist, der sogar vor der Haustüre wächst.

Schnelles Bauen ist heute erwünscht: Wie gehen Sie mit

dieser Anforderung um?

Damit habe ich kein Problem, weil wir mit «Holz 100» sehr

schnell bauen können. Sind die Pläne für das Haus vom Kunden

genehmigt, die Vorarbeiten erledigt, dann erstellen wir die

Gebäudehülle innert 2 Tagen. Mehr Zeit braucht der Innenausbau.

Aber wenn alles klappt, bauen wir ein Haus innert 5 bis 6

Monaten. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bauherrschaft sofort

zügeln kann, weil das Haus bereits trocken ist.

Im Internet: www.abc-steinen.ch. Auf dieser Website oder auf

www.holz100zentral.ch kann das Buch «Haus mit Seele» bestellt

werden.

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Der Kachelofen in neuer Pracht und Funktion: aufgebaut durch das VHP-Mitglied Fridolin Gasser

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22 23

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fachteil ofenbau WISSEN

ABSORBEROFEN

Der Duft von frischem Holz

Am Anfang stand die Idee, ein Haus ganz nach den eigenen Wünschen und

Bedürfnissen zu bauen. Um herauszufinden, was wichtig und gut ist, brauchte

es seine Zeit. Mit den richtigen Fachleuten gelang der Familie Walde Furrer

die Umsetzung ihres Vorhabens schliesslich perfekt.

Text: Ruth Bürgler

Die Absorberbleche sind mit einer Schamotteschicht eingekleidet.

Auf drei Seiten des Ofens sind Absorberbleche aus Kupfer angebracht.

Zwei flache, breitere Stufen führen vom Vorplatz auf die Veranda

hinauf. Links neben der Haustür lädt eine hölzerne Lattenbank

zum Verweilen ein. Rechts steht eine zweite Holzbank,

die mit Kissen belegt ist. An diesem Platz ist man bei jedem

Wetter im «Schärme», da er durch die Seitenwand des Holzlagers

von der Nordseite her geschützt ist. Der breite Balkon

im ersten Stock bildet das Dach dieser Veranda. Sie ist gegen

Osten ausgerichtet.

Von vorne betrachtet ist das Haus eher hoch als breit. Dadurch

macht es einen luftigen, leichten Eindruck. Es steht jetzt seit

drei Jahren. Die Fassade ist noch hell und wenig abgewittert.

Das Holz riecht immer noch wie ein frisch gespaltenes

Tannenscheit. Die senkrecht angebrachten Fichtenbretter sind

unbehandelt und sägeroh. So bilden sie einen wirksamen Witterungsschutz

gegen Regen- und Schneenässe. Rechts und links

vom Haus stehen Obstbäume, die älter sind als das Haus. An

die Nordseite ist der Holzschopf angebaut, dessen weit nach

vorn ragendes Dach einen gedeckten Abstellplatz für das Auto

schafft.

Ein Haus bauen für Kinder

In diesem Haus wohnen das Ehepaar Simone Walde und Benedikt

Furrer mit ihren beiden Töchtern Maiwen und Kristell. Die

beiden Mädchen sind der eigentliche Grund, weshalb Simone und

Benedikt sich dafür entschieden, ein heimeliges Haus zu bauen

und zwar eines, das frei ist von Materialien, die schädlich für die

Gesundheit und das Wohlbefinden sind, ja sogar krank machen

können. Ein Haus aus natürlichen Baustoffen, die möglichst kurze

Wege hinter sich haben. Der Energieverbrauch soll möglichst gering

sein und es sollen, wenn möglich, erneuerbare Energien zum

Einsatz kommen.

Schwere Entscheidungen

Am Anfang stand diese Idee. Nun galt es, die richtigen Leute

zu finden, um das Projekt zu starten und mit dem Hausbau zu

beginnen. Das war gar nicht so einfach. Nach einigem Suchen,

stiessen sie auf ein Architekturbüro, das sich mit der Verwendung

von natürlichen Werkstoffen auskannte. Die Firma hatte

sich mit dem Bau von Minergiehäusern einen Namen gemacht.

Je länger sich Simone und Benedikt mit den Eigenschaften von

Minergie auseinander setzten, desto unbehaglicher erschien

ihnen diese Bauweise. Ein Haus im Grünen zu bauen, umgeben

von Obstbäumen, und dieses künstlich zu belüften, erschien

ihnen paradox. Mitten in der Planung, wurden sie von Zweifeln

geplagt, ob sie wirklich auf dem richtigen Weg seien. Schlaflose

Nächte, aufwändige Gespräche mit der Architektin, stundenlanges

Suchen nach hilfreichen Informationen im Internet und

in Büchereien prägten die nächste Phase der Planung.

Die richtigen Fachleute finden

Die intensive Suche führte schlussendlich zum Erfolg. Simone

und Benedikt stiessen auf die Bauweise «Holz 100». Entwickelt

wurde diese Holzbauweise vom österreichischen Ingenieur

Erwin Thoma. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Holzelemente

verzapft statt verleimt sind. Zum Bau wird ausschliesslich

Mondholz verwendet. Das ist Holz, das in einer dafür günstigen

Mondphase gefällt wurde. Die Wärmedämmung besteht

aus naturbelassenen Materialien. Alle Transportwege sollen

möglichst kurz und der Anteil an versteckter, grauer Energie

klein sein. Die Bauweise «Holz 100» ist rechtlich geschützt. Der

Schweizer Lizenznehmer wohnt in Steinen und heisst Beat

Auf der Maur (siehe Interview). Die Zusammenarbeit mit dem

neuen Planer brachte Schwung in die ganze Sache. Der Traum

vom eigenen Haus rückte endlich näher. Beat Auf der Maur

übernahm mit seinem Team die Planungs- und später auch

die Bauarbeiten. Simone und Benedikt kamen zum Entscheid:

Wir bauen ein Niedrigenergiehaus aus Holz und Lehm, setzen

auf die Energieträger Sonne und Holz und verzichten auf eine

Komfortlüftung.

Unterdessen sicher nicht mehr provisorisch: das Holzlager

Die Rauchgaszüge sind senkrecht über dem Feuerraum angeordnet.


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fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

Vertrauen können

Inzwischen war Maiwen, die erste Tochter des jungen Paares bereits

geboren. Die Planung des Hauses schritt jetzt zügig voran.

Für die Planung des Heiz- und Wärmekonzepts wurde ihnen die

Firma Sopra Solarpraxis AG aus Ormalingen BL empfohlen. Die

Firma gehört zu den Solarpionieren und hat sich auf Heizkonzepte

spezialisiert, bei denen sich Sonne und Holz ideal ergänzen. Die

Fachleute der Sopra berechneten den Wärmebedarf des Hauses

und berieten das Ehepaar Walde Furrer umsichtig und konnten

die Wünsche und Bedürfnisse der Bauherrschaft berücksichtigen.

Endlich Baubeginn

Zuerst wurde ein Streifenfundament betoniert und im vorderen

Drittel ein kleiner Keller ausgehoben. Anschliessend errichteten

die Arbeiter das Baugerüst. Innerhalb des entstandenen

Gevierts setzen die Zimmerleute die Holzelemente auf das

Fundament und verbanden sie miteinander. Das Haus wuchs

kontinuierlich in die Höhe. Schon nach kurzer Zeit erhielt das

Haus sein Giebeldach. Damit war alles im Trockenen. Nun begann

der Innenausbau.

Moderne Ofentechnik

Im Eingangsbereich ist Platz für eine grosse Garderobe. Links

befindet sich ein Allerwelts-Zimmer, in dem die Kinder spielen

oder Gäste übernachten können. Rechts liegt ein WC mit einer

Dusche. Das Herzstück des Hauses und Heizung zugleich

ist der Speicherofen im Wohnraum mit Küche. Für die Front

und die Eindeckung des Ofens verwendeten die Ofenbauer auf

Wunsch von Simone und Benedikt einheimischen Sandstein.

Der Oberhofer Sandstein ist leicht ockerfarben und mit rötlichbraunen

Einschlüssen gesprenkelt. Die restlichen drei Seiten

sind, farblich abgestimmt, schlicht verputzt. Die Feuertüre ist

grosszügig bemessen. Die im Ofen integrierte Absorbertechnik

versorgt alle übrigen Räume mit der notwendigen Wärme.

Der Speicherofen ist mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet

und erfüllt damit die Anforderungen der Luftreinhalteverordnung.

Warme Wände

Die Zimmer im oberen Stock sind mit Wandheizungen ausgestattet.

Jeweils eine Wand der Räume besteht aus Lehm. Darin befinden

sich die Heizleitungen, durch die das warme Wasser aus dem

Absorber des Stubenofens strömt. Diese Art Wandheizung ist sehr

effizient, da die Vorlauftemperaturen tiefer sind als bei einer herkömmlichen

Zentralheizung. Die Strahlungswärme ist wohltuend

und schafft ein angenehmes Raumklima. Der natürliche Werkstoff

Lehm sorgt für einen optimalen Feuchtigkeitsausgleich, da er viel

Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben kann.

Innenseite des Daches noch nachträglich mit einer Dämmung

versehen, damit das Raumklima einen längeren Aufenthalt zulässt.

Holzverbrauch

Im Winter 2012, der extrem kalt war, lag der Holzverbrauch

bei rund 5 Ster. Es genügte, den Ofen einmal im Tag mit der

maximalen Holzmenge von rund 16 Kilogramm zu beschicken.

Frischluftklappe aufmachen, damit genügend Luft von aussen

in den Feuerraum gelangt, dann den Holzstoss mit dem obenauf

liegenden Anfeuerungsmodul von oben anzünden, und dann,

wenn das Feuer nur noch glüht, die Klappen schliessen, damit

keine Wärme durch den Kamin verloren geht. Der Ofen versorgt

das ganze Haus mit der nötigen Wärme. Im Wohnzimmer ist es

wohlig warm. In der hinteren Stubenecke steht ein Sofa, das

geradezu einlädt, sich eins der herumliegenden Bilderbücher zu

greifen, sich damit «hinter dem Ofen» zu verkriechen, wo es am

wärmsten ist und die Welt rundherum zu vergessen.

Sieh, das Gute liegt so nah

Holz als Werkstoff wächst vor unserer Haustür. Lehm und Sandstein

stammen aus der Umgebung. Es ist genug davon da. Damit

lässt sich ein Haus bauen, in dem sich jeder, der es betritt,

wohl fühlt.

Texte français: www.vhp.ch

Technische Daten

Ofentyp

Absorberofen

Wohnraumfeuerung

Leistung

4,5 kW

Gesamtwirkungsgrad

83%

Nutzenergieerzeugung

100% Holz und Sonne

Speicher

STRATIVARI 900 – 240 L

Brennstoff

Stückholz

Brennstoffbedarf/Jahr

rund 5 Ster Holz

Wärmeverteilung

Wandstrahlungsheizung

und Handtuchheizkörper

im Bad

Holzlager

im durchlüfteten Fundamentbereich

Kosten

Ca. Fr. 74 000.– inkl. MwST

Besonderes

Kombi-Kompaktsystem

Beheizte Wohnfläche

(Energiebezugsfläche)

273 m 2 EBF

Baujahr: 2011

Die Wandheizung im Rohbau

Der Absorber bringt die Wärme des Ofens in die Lehmwände der anderen

Räume.

Praktisch muss es sein

Im Bad im Obergeschoss befindet sich auch die Waschmaschine.

Dadurch ist der Weg auf den Balkon hinaus am kürzesten.

Dort lässt sich die Wäsche an der Luft und unter Dach gut

trocken. Für die Aufbereitung des warmen Brauchwassers und

zur Unterstützung der Heizung sorgen vier Kollektoren, die südseitig

auf dem Dach montiert sind. Der Speicher im Keller verfügt

über einen Elektroeinsatz, der zum Einsatz kommt, wenn

dies zur Aufbereitung des Warmwassers nötig ist.

Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut, kann aber je nach Witterung

als Spielzimmer, sicher aber als Abstellraum genutzt

werden. Der Boden ist wärmegedämmt, das Dach jedoch nicht.

Wird in Zukunft weiterer Wohnraum gebraucht, kann man die

Der Koch-Ess- und Wohnbereich: einladend, wohnlich, hell und warm


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fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

HAUS AUF DER KREUZGASSE (1)

In den Ferien einen

Ofen anfeuern

Das Haus Auf der Kreuzgasse ist einer der frühsten datierten Bauten Boltigens im

Berner Oberland und ein heute seltenes Beispiel dieses kleinbäuerlichen Typus.

Es ist ein ursprünglich ein Raum breiter und zwei Raum tiefer Holzbau, der 1556 in

regionaltypischer Weise errichtet worden ist.

Text & Fotos: CHRISTOPH TSCHANZ, BÜHLER ARCHITEKTEN AG, THUN

Der Keller ist halb abgetieft, die Fassade schlicht, die ursprüngliche

Rauchküche mit Bretterkamin war zweigeschossig und

vermittelte ein Gefühl von Grosszügigkeit. 1705 wurde in der

Firstverlängerung ein Ökonomieteil mit einem Kleinviehstall

und einem Heuraum angebaut. Um 1900 verbreiterte man das

Erdgeschoss um einen Raum. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden

einige weitere Veränderungen vorgenommen; beispielsweise

im oberen Stockwerk die drei vorhandenen Fenster

vergrössert und um ein weiteres ergänzt sowie in der Küche

der alte Bretterkamin entfernt und eine Zwischendecke eingezogen.

Käseturm im Keller

Das Haus befindet sich seit 1556 im Besitz der Familie Müller-Bhend.

Die ursprünglichen Bewohner und Bewohnerinnen

waren Alphirten. Der Käseturm im Keller zeugt von der mäusesicheren

Lagerung des wertvollen Nahrungsmittels. Die heutige

Eigentümerin hat das Haus der Stiftung Ferien im Baudenkmal

in Form eines Nutzungsrechts für 30 Jahre überlassen.

Umfassende Sanierung

Die Renovationsarbeiten hatten zum Ziel, das Haus technisch

und energetisch auf den neusten Stand zu bringen und die

originale Substanz zu erhalten. Das Gebäude wurde in Zusammenarbeit

mit der Denkmalpflege des Kantons Bern umfassend

saniert.

Herzstück ist ein kombinierter Heiz- und Warmwasserspeicher,

der mit Stückholz über den Stockofen oder mit Sonnenenergie

über Kollektoren auf dem Dach erwärmt werden kann. Der Stockofen

wurde nach alten Federzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert,

dem im Keller gefundenen alten Holzfuss sowie dem

alten Fundamentverlauf im Boden und den Erzählungen der

heutigen Eigentümerin rekonstruiert und komplett neu aufgebaut.

Die Fenster wurden durch moderne Kombifenster von einheimischen

Handwerkern ersetzt. Je nach Situation wurden die

Wände innen oder aussen mit Schafwolle oder Homathermplatten

gedämmt. Die unter dem ausladenden Dach liegende intakte

Südfassade wurde innen gedämmt. Die Westseite dagegen,

Das zweistöckige Simmentaler Bauernhaus wurde 1556 ausserhalb des Dorfkerns von Boltigen erstellt. Unter der Stiftung Ferien im Baudenkmal

wurde das Haus sorgfältig renoviert.

Gemütliche Stube mit grossem Tisch: Einladung zum lecker Essen und angeregt zu Diskutieren.


28

fachteil ofenbau

fachteil ofenbau

29

die teilweise schon eine alte Verkleidung aus Eternit hatte,

wurde aussen gedämmt. Damit können die gut erhaltenen

Strickwände innen dem Bewohner gezeigt werden.

Kochinsel statt Feuerstelle

Anlässlich der Renovation wurde die Gelegenheit genutzt, einige

Veränderungen aus dem 20. Jahrhundert rückgängig und

den Charakter des Hauses wieder besser sichtbar zu machen.

So wurde der Zwischenboden entfernt, um der zentralen Küche

ihren ursprünglichen Raum wieder zurückzugeben. Eine Kochinsel

nimmt den Platz der ehemaligen Feuerstelle ein. Die oberen

Räume werden nun wieder über eine Galerie erschlossen.

In der Stube steht nun ein schlichter, gemauerter Stockofen.

Die Schlafräume im Obergeschoss wurden von Verkleidungen

befreit und mit einem modernen Einbau ergänzt. Die Nasszelle

entstand im Ökonomieteil, im ehemaligen Schweinestall, als

eigenständiger Einbau.

Komfort für die Bewohner gibt es dank den elektrische Küchengeräten,

zwei Radiatoren in Küche und Bad sowie einem

Elektroeinsatz im Kombispeicher. Das Haus Auf der Kreuzgasse

besticht durch die gekonnte Verbindung von alt und neu. Einige

sehr schöne Erbstücke wie ein Schrank von 1815 werden mit

modernen, qualitätsvollen Möbeln aus Schweizer Herstellung

ergänzt. So wurden die Betten vom einheimischen Schreiner

gefertigt. Küche und Bad sind neu.

Für Ihre Ferien:

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Kreuzgasse, Boltigen BE

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Die Firma wurde 1997 von Adrian Bühler gegründet und 2007 in

eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Aktuell beschäftigt die

Firma 4 Architekten und 2 Lehrlinge. Nebst Neubauten bilden

Umbauten bestehender Gebäude die Haupttätigkeit. Die bühler

architekten ag verfügt über grosse Erfahrung im Umgang mit

historischer Bausubstanz.

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Mit den modernen und eher kargen Möbeln wird das schöne Holzhandwerk betont.


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ofenbau fachteil ofenbau

31

HAUS AUF DER KREUZGASSE (2)

FERIEN IM BAUDENKMAL

Alter Ofen mit neuer Technik

Die Firma Peter Ofenbau & Planungs AG – ein langjähriges VHP-Mitglied – baute

im Ferienhaus Auf der Kreuzgasse den alten Ofen zu einer Ganzhausheizung mit

Renovierte alte Häuser

als Ferienerlebnis

neuster Technik um.

Text: Beat Peter, dipl. Hafnermeister

Der Schweizer Heimatschutz hat 2005 anlässlich seines Jubiläumsjahrs die Stiftung

Ferien im Baudenkmal gegründet. Diese übernimmt leerstehende Baudenkmäler,

renoviert sie sanft und vermietet sie danach als Ferienwohnungen.

Text: Kerstin Camenisch, Geschäftsführerin Ferien im Baudenkmal

Ausgangslage

• Totalumbau eines Kleinbauernhauses aus dem

16. Jahrhundert.

• Das Bauernhaus steht unter Denkmalschutz.

• Ein bestehender, baufälliger Speichersitzofen aus dem

20. Jahrhundert.

Kundenwünsche

• Ein Stockofen, getreu der Bauweise aus dem

16. Jahrhundert nachbauen.

• Dass der Energiebedarf, inklusive Brauchwasser des

Bauernhauses mit dem Stockofen sowie durch

Solarspeicher gedeckt wird.

• Wohnstube und Schlafzimmer durch die Strahlungswärme

des Stockofens erwärmt wird.

• Bedienerfreundliche Elektronik, die nicht direkt beim Ofen

ersichtlich ist.

• Rasche Wärmeabgabe.

• Frostsicherheit, wenn das Ferienhaus nicht bewohnt ist.

Lösung

• Ein Stockofen gemauert und verputzt mit Berner

Sandsteinabdeckung, mit einer Sitzbank zwischen Ofen

und Aussenwand.

• Wärmeerzeugung Spartherm Nova E H20

• Leistung 14,4 kW

• Wasserleistung 9 kW

• Sturz- und Steigzug aus Stahlblech 5 mm

• Sitzbank beheizt mit Rohrregister

• 5,2 m² Sonnenkollektoren für Brauchwasser

• Solarspeicher mit 770 Liter Inhalt

• Sanierung der bestehenden Abgasanlage.

• Für die Frostsicherheit sind Elektroheizelemente

im Speicher eingebaut, 5 kW.

• Verbrennungsluft via Keller direkt in Ofenanlage geführt.

• Badezimmer und Gang werden mit Radiatoren beheizt.

Kosten

• Stockofen: Fr. 30 000.–

• Wärmeverteilung Sonnenkollektoren, Speicher: Fr. 25 000.–

• Kaminsanierung: Fr. 4 000.–

Erfahrungen

• Die Ferienbewohner kommen durch die einfache

Bedienung mit der Anlage sehr gut zurecht

• Die Sitzbank wird durch Beheizung durch Rohrregister

nicht allzu heiss, dies konnte leider wegen der

Holzabstände nicht anders gelöst werden!

Die Ferienwohnungen, die die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet, haben stets ein spezielles Ambiente: hier mit grosszügigem Parkett und

stilvollem Kachelofen.

Rekonstruierter Stockofen – in Kombination mit Sonnenkollektoren auf

dem Dach

In der Schweiz finden sich die unterschiedlichsten Baudenkmäler

auf kleinstem Raum. Häufig droht ihnen der Abbruch, weil

sie den heutigen Nutzungsanforderungen nicht mehr entsprechen.

Mit der Gründung der Stiftung Ferien im Baudenkmal

lancierte der Schweizer Heimatschutz ein Projekt, welches eine

wirtschaftlich tragbare, moderne Nutzung in alten Gebäuden

verwirklicht.

Rauchgeruch eines Specksteinofens

Die Idee, Tourismus und Denkmalpflege verknüpfen, liegt im

Grunde nahe, denn die Belange von Baudenkmälern lassen

sich hervorragend in Einklang bringen mit dem Bedürfnis

vieler Touristen nach dem, was sich mit «Authentizität» und

«Entschleunigung» bezeichnen lässt. Zum einen liegen leer

stehende Häuser oft an abgelegenen Orten, die zwar wunder-


32 33

FACHTEIL ofenbau

FACHTEIL ofenbau

schön sind, aber den Einwohnern keine wirtschaftliche Lebensgrundlage

mehr bieten. Das spricht dagegen, dauerhaft

dort zu wohnen, aber ebenso dafür, dort seine Ferientage zu

verbringen, um der Hektik des Alltags zu entfliehen. Zum anderen

stehen alte Häuser meist deshalb leer, weil sie heutigen

Wohnansprüchen nicht mehr genügen. Die Nutzung als Ferienwohnung

ist eine ideale Lösung, da der Ausbaustandard nicht

jenem, einer dauerhaft bewohnten Liegenschaft entsprechen

muss. Knarrende Dielen, niedrige Räume und der Rauchgeruch

aus dem Specksteinofen machen das Ferienerlebnis zu einer

Reise in vergangene Zeiten, man erfährt am eigenen Leib, wie

es sich in einem Walliser Blockhaus aus dem 16. oder in einem

typischen Tessiner Steinhaus aus dem 17. Jahrhundert lebt.

Vielfältiges Angebot

Die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet inzwischen

19 Ferienwohnungen. Das Angebot reicht von einer Glarner

Fabrikantenvilla aus dem 19 Jahrhundert, über ein Fachwerkhaus

am Zürichsee aus dem 18. Jahrhundert bis zum seit einigen

Wochen zu mietenden Mehrzweckbauernhaus in Bönigen

b. Interlaken. Ebenso besitzen viele Häuser einen Ofen, den die

Ferienbewohner selber anfeuern können. Ein einmaliges Erlebnis,

das vielleicht so viel bewirkt, dass man diese ursprüngliche

Heiztechnik auch bei sich zu Hause haben möchte.

Die zunehmende Beliebtheit von Ferien im Baudenkmal bestätigt

die gesellschaftliche Akzeptanz der Zielsetzung der

Stiftung. Während sich Betrieb und Unterhalt der Ferienwohnungen

durch die Mieteinnahmen finanzieren lassen, ist die

Stiftung für die Renovationen der einmaligen Zeitzeugen auf

Zuwendungen angewiesen. Aktuell sind einerseits das Türalihus

in Valendas GR – ein stattliches Bürgerhaus aus dem

15. Jahrhundert und andererseits die Stüssihofstatt in Unterschächen

– auf 1450 datiert und somit eines der ältesten Holzhäuser

im Kanton Uri – im Renovationsprozess.

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Alte Holzbalken in Kombination mit moderner Architektur

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Warum nicht einmal Ferien im Glarnerland in einer stolzen Fabrikantenvilla?

Nicht nur für eine Wohnzeitschrift: Dieses noble Wohnzimmer kann für

Ferien gemietet werden.

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34 fachteil

ofenbau fachteil ofenbau

35

Eine Reise durch die Geschichte des Heizens: 2. Teil

Holz als Wärmequelle beheizt

wieder ganze Häuser

Im letzten HP lasen Sie, wie sich die ersten Menschen an einer offenen Feuerstelle

wärmten. Heute ist Holz immer noch eine wichtige Wärmequelle – vor allem

in gut gedämmten Häusern, wo eine Ganzhausheizung eingebaut wird.

Text: Barbara Braun-Bucher

Takenfeuerung

Die Erfindung des Gusseisens bringt neue Impulse. In unmittelbarer

Nähe zur Feuerstelle wird eine Zwischenwand aus Gusseisen

in den Raum eingelassen, damit überträgt die «Take» die

Wärme ins nächste Zimmer. Auch der Eisenofen, der sogenannte

Fünfplattenofen mit zwei waagrechten und drei senkrechten

Gusseisenplatten, findet nun seinen Platz in den Bürgerhäusern.

Mit der Verbesserung der Brennstoffausnutzung Mitte

des 16. Jahrhunderts setzt der Bau von Aufsatzofen mit einem

Keramikoberteil und einem Eisenunterteil ein. Damit wird das

schnelle Aufheizen des Eisenofens mit der beständigen Abgabe

von Wärme des Kachelofens kombiniert. In dieser Zeit beginnen

die Holländer mit dem Bau von Gewächshäusern, wo sie

zunehmend Rundöfen einsetzen.

Zentralheizung

1716 baut der in England lebende Schwede Marten Trifvald die

älteste bekannte Warmwasser-Zentralheizung für ein Treibhaus

in Newcastle. Der Wunsch von Fürstenhäusern und Bürgertum,

das Haus mit möglichst wenigen Feuerstellen optimal zu beheizen,

führt im Verlauf des 18. Jahrhunderts zur Entwicklung der

ersten Zentralheizungssysteme. Räume werden zunehmend mit

Warmluft, aber vor allem mit Dampf beheizt. Dennoch kann sich

die Zentralheizung bis ins erste Drittel des 19. Jahrhunderts

nicht etablieren, allein schon aus Kostengründen, Haushalte

fragen vor allem nach Einzelöfen. Neue Impulse für eine Weiterentwicklung

der Zentralheizung im deutschen Raum bringen

in den USA gefertigte Gussheizkessel und Radiatoren. Nach

diesem Vorbild fertigt der Industrielle Körting 1875 den ersten

Niederdruck-Dampfkessel mit liegend angeordneten Gussgliedern.

Die ersten, ebenfalls in Amerika erfundenen Füllschachtöfen

erleichterten das Heizen weiter.

In der Nachkriegszeit gilt die Zentralheizung als Luxus, in den

60er-Jahren besitzen erst 12 Prozent der Haushalte eine moder-

ne Zentralheizung, die Wohnungen werden jedoch ab den 70er-

Jahren im Zusammenhang mit der Energiekrise und später mit

dem Umweltschutz für grössere Effizienz und Umweltverträglichkeit

rasant umgerüstet.

Öl- und Gaszentralheizung

Anfangs 20. Jahrhundert werden die ersten Öl- und Gaskessel

produziert. Es besteht eine grosse Nachfrage nach Warmwasserheizungen.

Die Brüder Buderus produzieren 1920 die ersten

Pumpe-Warmwasserheizungen, sie bringen die ersten Etagenheizungen

in die Mietshäuser. Die Nachfrage nach Warmwasser-

und nach Niederdruck-Dampfheizungen, die heute ausser

für kurzfristig oder nur periodisch benutzte Räume kaum mehr

Verwendung finden, steigt in dieser Zeit gewaltig. Verlangt

werden leistungsstärkere Heizkessel, Rohrleitungssysteme und

Heizkörper: Man wechselt von den gusseisernen, im Raum stehenden

Rippenheizkörpern zu kleineren Modellen unter dem

Fenster und schliesslich Anfang 80er-Jahre zu Plattenheizkörpern

und Fussbodenheizungen.

Erdwärme-Heizung

Wärmepumpen erfreuen sich bei Eigenheimbesitzern immer

grösserer Beliebtheit. Sie funktionieren nach dem umgekehrten

«Prinzip Kühlschrank». Statt dem Kühlraum Wärme zu entziehen,

bezieht die Wärmepumpe Energie aus Umwelt und wandelt

sie in nutzbare Wärme um. Erdreich und Grundwasser liefern

ständig neue Energie, sie genügt selbst an kalten Tagen

für das Betreiben der Wärmepumpe.

Solarheizung

Steigende Ölpreise und nachlassende Ressourcen rücken die

älteste und stärkste Heizung, die Sonne, in den Vordergrund.

Historisch interessant ist, dass der Genfer Botaniker, Geologe

und Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure bereits 1767

mit der Untersuchung von Glas zur Nutzung der Sonnenenergie

begonnen hat. Er entwickelt einen ersten Sonnenkollektor

mit Glasabdeckung, die sogenannte «Hitzekiste», einen primitiven

Holzkasten, 20 X 23 cm, mit einer schwarzen Grundplatte

als Absorber und seitlichen schwarzen Kork-Wandflächen, die

durch bis zu drei Glasscheiben abgedeckt werden. Er erreicht

damit 109° Leerlauftemperatur und mit einer zusätzlichen

Blechumhüllung und einem weiteren Fenster sogar 160°.

Mit der «Hitzekiste» sind wir natürlich meilenweit entfernt von

der heutigen Technik der Photovoltaik, die es ermöglicht, Sonnenlicht

direkt in elektrischen Strom umzuwandeln. Solarstromanlagen

beruhen auf einem faszinierenden physikalischen

Effekt: Die Lichtquanten (Photonen) der Sonneneinstrahlung

erzeugen im Halbleitermaterial der Solarzelle einen elektrischen

Gleichstrom. Dieser wird über Kontakte an den Oberflächen

der Zellen gesammelt. Mehrere zusammengeschlossene Solarzellen

ergeben ein Solarmodul. Der photovoltaische Effekt

wurde bereits 1839 vom französischen Physiker A. E. Becquerel

entdeckt. Zu dessen ersten technischen Anwendungen kam

es jedoch erst 1958 für die Energieversorgung von Satelliten.

Ein-Ofen-Haus und Ganzhausheizung

In dieser HP-Ausgabe finden Sie mehrere Beispiele, wie in

Häusern wieder der Ofen als zentrale Heizung ins Zentrum

rückt. Mit neusten Bautechniken und bewährten natürlichen

Baustoffen wie Holz und Lehm können heute Häuser so gut

gedämmt gebaut werden, dass mit einer ausgeklügelten Ofentechnik

– wie in früheren Zeiten – ein Haus mehrheitlich mit

Holz gewärmt werden kann.

Letzte Gelegenheit: Nicht verpassen!

Sonderausstellung Kachelöfen im Schloss Jegenstorf

Zum ersten Mal öffentlich gewürdigt: Die hochkarätige Kachelofen-Sammlung

im Schloss Jegenstorf ist heuer Gegenstand

einer Sonderausstellung mit vielseitigem Veranstaltungsprogramm

und begleitender Katalogpublikation.

Öffnungszeiten

bis 20. Oktober 2013

Di bis Sa 13.30–17.30 Uhr / So 11–17.30 Uhr

Schloss Jegenstorf

General-Guisan-Strasse 5, 3303 Jegenstorf

031 761 01 59 / www.schloss-jegenstorf.ch

Der Ofen wird wieder - wie früher - zum Mittelpunkt eines Wohnhauses. Hier ein Beispiel einer Anlage mit Kombination Sonne und Holz.


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Projektwoche

Probegalopp für die

Meisterprüfung

Die Projekttage für die angehenden Meister wurden von Michael Heuser,

Martin Bürgler und Christian Schäli durchgeführt. In dieser Zeit wurde ein

Strauss von Wissen und Können in verschiedenen Themengebieten nochmals

abgefragt und vertieft.

Text: Christian Schäli

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«Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin

führt, wo andere bereits gegangen sind.» Dieses Zitat von

Alexander Graham Bell gilt für unsere angehenden Meister. Die

Meisterschüler nutzten diese Tage und Abende, um sich konzentriert

auf die Meisterprüfung vorzubereiten.

Die Projektwoche begann mit einer scheinbar einfachen Aufgabe,

einen alten Schwedenofen durch einen Speicherofen zu

ersetzen. Erst beim eingehenden Studium der Pläne und der

Kundenwünsche kamen die Schwierigkeiten ans Licht: Holzständerkonstruktion,

wenig Platz, gewünschte Koch- und Sitzgelegenheit

und enge Budgetvorgaben machten die Aufgabe zu

einer echten Knacknuss. Diese Aufgabe wurde von allen gelöst

mit teilweise sehr guten Ergebnissen.

Gefragt: Kreativität

Am nächsten Morgen sollte die künstlerische Ader unserer Teilnehmer

zum Zug kommen. Die Aufgabe bestand darin, Öfen

zu entwerfen, die in eine architektonisch anspruchsvolle Um-

gebung passten. Die Technik war zweitrangig. Vom klassizistischen

Herrenhaus über ein Höhlenhaus (ohne rechte Winkel

und gerade Flächen) bis zur zeitgenössischen Stararchitektur

war alles vertreten. Sich auf diese Aufgabe einzulassen und

von den eingetretenen Pfaden zu lösen, war die erste Hürde.

Einmal «spinnen» und die Kreativität nicht in einen Budgetrahmen

pressen, war zudem für viele eine neue Erfahrung. Die

präsentierten Resultate waren zum Teil ausgezeichnet und für

alle Anlagen hätte sich auch eine technische Lösung zur Machbarkeit

gefunden.

Gefragt: Fachwissen

Michael Heusser kümmerte sich darum, dass die betriebswirtschaftlichen

Aspekte der Meisterausbildung und das Kalkulationstool

nochmals vertieft wurden. Grundwissen wurde repetiert

und eine sehr umfangreiche Ofenanlage kalkuliert. Bis zum

Abend zeigten sich die noch vorhandenen Schwierigkeiten,

denn niemand schaffte es in der vorgegebenen Zeit die Offerte

mit dem verlangten Beschrieb fertigzustellen.

Martin Bürgler sorgte am letzten Tag dafür, dass das Grundwissen

der Teilnehmenden aufgefrischt wurde. Schliesslich liegt

der Kurs Fachmann/-frau Ofenbau schon etwas länger zurück.

Im Dialog konnten nochmals querbeet alle Fragen gestellt und

beantwortet werden. Es wurden Wissenslücken vom Naturstein

bis hin zur Solartechnik geschlossen.

Toi, toi, toi!

Die Froburg-Fachlehrer wünschen der angehenden Hafnermeisterin

und den angehenden Hafnermeistern die nötige Disziplin

und Zeit für den «Feinschliff» und die volle Leistungsfähigkeit

sowie viel Erfolg für die Prüfung. Die Prüfung findet vom Montag,

30. September, bis Freitagmittag, 4. Oktober, auf der Fachschule

Froburg statt.

Martin Bürgler im Lehrgespräch mit den Teilnehmern des Meisterkurses.


38 FACHSCHULE

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Am 28. Juni 2013 war die halbjährliche Lehrersitzung angesagt. Die Fachlehrer

trafen sich ab halb neun auf der Froburg zu Kaffee und Gipfeli, bevor um neun Uhr

die Sitzung startete. Es gab viel zu besprechen.

TEXT: MARKUS SÄGESSER, Foto: Heiner Grieder

Die Traktandenliste war wiederum lang und beinhaltete mehrere

Themen wie Schulalltag, Bearbeiten von Pendenzen, Rückblick

Lehrabschlussprüfung, geplante Projekte, Rückblick Plattenkurs

des ersten Lehrjahres in Dagmersellen, Erläuterungen

zur neuen Lehrabschlussprüfung QV 14, Infrastruktur Schulräume

und noch vieles mehr. Gesamthaft waren 15 Teilnehmer

anwesend, das heisst, praktisch die ganze Lehrerschaft mit

allen ÜK-Lehrer; auch Martin Amman, ABU-Lehrer von der GIBS

in Olten, durfte begrüsst werden.

Herzlichen Dank

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Fachlehrern

für ihr Engagement bedanken, leisten doch die meisten

den Lehrerjob nebenberuflich, was nicht mehr selbstverständlich

ist und wirklich wieder einmal lobend erwähnt werden darf.

Gerade jetzt, wo von allen wieder Extra-Engagement verlangt

wird, weil in der Ofenbauer-Lehre mit einem neuen Lehrmittel

gearbeitet wird, das sich doch vom ehemaligen Hafner-Lehrmittel

unterscheidet (nicht unbedingt inhaltlich, aber vom Ablauf

und der Struktur her). Es gilt, Lektionen umzuschreiben, neu

zu strukturieren, Prüfungen so anzupassen, dass sie dem neuen

Qualifikationsverfahren (QV), das ab 2014 gilt, entsprechen;

die einzelnen Noten sind ja nun Erfahrungsnoten, die bei der

Abschlussprüfung angerechnet werden. Gerade von langjährigen

Fachlehrern, die den stofflichen Ablauf ihres Unterrichtes

intus hatten, verlangt das einiges an Umstellungen und auch

zeitlichen Mehraufwand, der ja auch teilweise in der Freizeit

geleistet wird.

Austausch lückenlos erfolgt; dass zum Beispiel der Lehrer des

zweiten Lehrjahres am Ende des Schuljahres sämtliche Informationen

des Lehrers des ersten Schuljahres erhält, sodass er

das neue Schuljahr ohne grosse Überraschungen starten kann.

Abschied von Vreny Brack

Ganz wichtig ist die Lehrersitzung für gemeinsame Gespräche,

weil es doch eher selten ist, dass sich alle zusammen auf der

Froburg treffen. Entsprechend viel wurde diskutiert und zu den

verschiedenen besprochenen Themen fand ein reger Austausch

statt.

Um 12.30 Uhr konnte ich meine erste Lehrersitzung schliessen

und wir genossen das gemeinsame Mittagessen im Restaurant

Froburg. Dort verabschiedete sich Vreny Brack auf ihren Wunsch

von den Lehrern; sie spendierte allen Anwesenden ein feines Dessert

(auch die Gipfeli vor der Sitzung waren von Vreny spendiert),

was ich an dieser Stelle nochmals herzlich verdanke.

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Klassenübergabe organisieren

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt anlässlich der Sommer-Lehrersitzung,

ist die reibungslose Klassenübergabe vom ersten

zum zweiten und vom zweiten zum dritten Lehrjahr. Bei uns

unterrichtet ja ein Lehrer immer entweder im ersten, im zweiten

oder im dritten Lehrjahr. Da ist es sehr wichtig, dass der

Vreny Brack – so wie viele sie im Büro antrafen – ist seit diesem Sommer

pensioniert.


FACHSCHULE FROBURG 41

Feuer fangen.

HÖHERE FACHSCHULE FÜR SOZIALPÄDAGOGIK DES ICP

Neue Mieter





Auf der Froburg wird ab Januar 2014 die höhere Fachschule für Sozialpädagogik

des icp, dann Nachfolgerin der WG Treffpunkt. Der VHP heisst die neuen Nachbarn

herzlich willkommen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Text: Marc Peterhans, Schulleiter icp

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Gerne stelle ich Ihnen die höhere Fachschule für Sozialpädagogik

des icp vor: Unsere Schule bietet eine vierjährige

Ausbildung in Sozialpädagogik an. Sozialpädagoginnen und

-pädagogen begleiten, unterstützen oder erziehen in ihrem

Arbeitsalltag Menschen, deren selbständige Lebensgestaltung

erschwert oder gefährdet ist – beispielsweise Kinder und Jugendliche

in Heimen, erwachsene Personen mit psychischen

Beeinträchtigungen oder Suchtproblematiken. Die Ausbildung

ist eine Zweitausbildung. Entsprechend sind die Studierenden

zwischen 21 und vereinzelt bis 50 Jahre alt. Zurzeit absolvieren

75 Studierende die Ausbildung. Unser Angebot wendet sich

vor allem an Personen, die eine auf christliche Werte aufgebaute

sozialpädagogische Ausbildung anstreben. Die Ausbildung

ist vom Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation

SBFI (ehemals BBT) eidgenössisch anerkannt.

Unterricht auf der Froburg

Der Unterricht findet in mehrtägigen Schulblöcken statt. Da

unsere Studierenden aus der ganzen Deutschschweiz anreisen,

sind wir für die Durchführung der Schulblöcke auf einen

Internatsbetrieb angewiesen. Das war ein Grund, warum die

Froburg für unsere Schule eine geeignete Infrastruktur besitzt.

Neben dem schulischen Unterricht findet die praktische Ausbildung

in einer sozialpädagogischen Institution statt.

Der Träger unserer Schule, das Institut für christliche Psychologie,

Therapie und Pädagogik icp bietet neben der höheren

Fachschule noch Weiterbildungsangebote im Sozialbereich

sowie Beratungsangebote an.

In Wisen unterrichten wir bereits seit 1992 – bisher im Tagungshaus

Hupp. Die Genossenschaft des Tagungshauses

hatte im Frühling 2013 entschieden, das Tagungshaus Hupp

der WG Treffpunkt (Vormieterin in der Fachschule Froburg)

zu übergeben. Das icp nahm diesen Wechsel des Trägers zum

Anlass, alternative Standorte für den Schulungsbetrieb zu prüfen.

Dabei wurden wir sozusagen auf dem gegenüberliegenden

Hügel fündig. Schliesslich waren mehrere Punkte dafür ausschlaggebend,

dass wir uns für einen Wechsel auf die Froburg

entschieden haben: grösserer Schulungsraum, mehr Büroräumlichkeiten,

bessere Infrastruktur für die Studierenden.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Fachschule!

Sollten Sie Fragen haben, besuchen Sie uns ungeniert im ersten

Stock des Schulungsgebäudes.

Weitere Informationen: www.icptp.ch

Texte français: www.vhp.ch


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und wenn man sagt «Übung macht den Meister», so ist

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kein Problem. Wir liefern prompt und zuverlässig. Das Fax –

031 751 21 93 – nimmt während 24 Stunden Ihre Bestellungen

entgegen.

Für Ofenrohre ist die Ludwig Maurer AG die richtige Adresse

und wenn Sie die Bestellung selber abholen, finden Sie in Gümmenen

immer Parkplätze.

Ludwig Maurer AG, Bernstrasse 33,3205 Gümmenen

Tel. 031 751 02 56, Fax 031 751 21 93

Inserat TL-TECH 6

TL-TECH GmbH

Tel 052 649 33 02 Fax 052 649 33 77

info@tl-tech.ch www.tl-tech.ch

CH-8235 Lohn

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• Cubolino Bausätze

• Feuerungsmodule

• OPTI-Systeme

• Wasserwärmetauscher

• Heizungsmodule

• Kombitüren, Heiztüren

• Russtüren, Schieber, Kunstrusstüren

• Rauchrohre, Ofenrohre, Stutzen

• Dichte Russbüchsen für Kachelfüllung

• Werkstattöfen, Tragöfen

• Ersatzteile zu SPIESS-Holzkochherde

Inserat TL-TECH 8


03_Inserate_13 25.04.13 09:23 Seite 6

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Telefon 041 462 50 70

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Seit 2005 beliefern wir viele Schweizer Kunden.

Kurze Lieferzeiten, hohe Qualität und Euro-Preise

E-mail: stefanthierfeld@web.de

Mobil: 077 400 6879 / +49 163 2396037

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Auswahl an Kaminzubehör

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Qualité AEK-Pellets ® Qualität

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Entdecken Sie unsere Vielfältigkeit! Wir kennen uns nicht nur in

der Herstellung von Kacheln aus. Wir produzieren auch Klinkerböden,

Saunalandschaften oder Keramikware für ausgefallene

Fassaden. Fragen Sie uns unverbindlich an!

Entdecken Sie auch unsere schweizweit einzigartige Ausstellung.

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für bestehende Cheminées

• Grosses Angebot von

Standard-Heizkassetten

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(mit oder ohne Ventilator-System)

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Lieferung und Montage von Holz- und Pelletöfen,

Holz- und Gaskaminen, Speckstein-Speicheröfen,

Holzkochherden, Öfen und Grills.

Alles was der Kunde braucht,

Kaminbestecke, Rohre, Bodenplatten

u.v.m.

PRODUKTE

NEUHEITEN

KAMINÖFEN

ANZÜNDER

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FRISCHLUFTSYSTEME

RAUCHROHRE LACKIERT

RAUCHROHRE UNLACKIERT

SCHORNSTEINE

BODENPLATTEN

ZUBEHÖR / ACCESSORIES

Kondensatring

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TermaTech A/S

Jegstrupvej 60 • DK-8361 Hasselager • Danmark

mail: info@termatech.com • www.termatech.com


46 Service

Impressum

anlass / Weiterbildung ORT DATUM

Hochwertige Ofenrohrartikel in

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Unser Produkte-Programm umfasst Spezialitäten wie den Wärmetauscher und

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die industrielle Massenfertigung, sondern die Anforderungen des anspruchsvollen

Ofen- und Cheminéebaufachmanns sowie des Endverbrauchers.

Herausgeber

Verband Schweizerischer

Hafner- und Plattengeschäfte

Solothurnerstrasse 236

Postfach, 4603 Olten

Tel. 062 205 90 80

Fax 062 205 90 89

E-Mail: info@vhp.ch

www.vhp.ch

Verlagsleitung

Martin Pfister

REDAKTION

Brigitte Müller

www.muellertext.ch

GESTALTUNG

Fertsch Grafikdesign

4600 Olten

www.fertschgrafik.ch

Verband

Lieferantensitzung Spreitenbach 2.10.2013

Vorstandssitzung 5/2013 Olten 10.10.2013

Sektionspräsidentenkonferenz, Herbst Froburg 6.11.2013

FTK noch offen 14.11.2013

Sektion Nordostschweiz, Herbstversammlung Höri 15.11.2013

Vorstandssitzung 6/2013 Olten 26.11.2013

Fachtagung Küssnacht am Rigi 9./10.1.2014

Jahrestagung 2014 Stein am Rhein 13./14.6.2014

Kurse und Seminare

EKAS Arbeitssicherheit - Grundkurs Froburg 31.10.2013

Basiskurs Palette CAD (4 Tage mit Unterbruch) Froburg ab 8.11.2013

Erfolgreich schreiben Froburg 8.11.2013

Berufsinfomessen

Salons des Métiers et de la Formation Lausanne 1.10.-6.10.2013

Berufsschau 2013 Liestal 23.10.-27.10.2013

ZEBI Zentralschweizer Bildungsmesse Luzern 7.11.-12.11.2013

Berufsmesse Zürich Zürich 19.11.-23.11.2013

Your Challenge Martigny 18.02.-23.2.2014

Berufsinfomesse Aareland BIM Olten 9.09.-11.9.2014

Basler Berufs- + Weiterbildungsmesse Basel 23.10.-25.10.2014

Fiutscher Chur 4.11.-9.11.2014

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DRUCK UND VERSAND

Dietschi AG Druck&Medien

4600 Olten

Tel. 062 205 75 75

ERSCHEINUNGSWEISE

Sechsmal jährlich

INSERATE

VHP Verband Schweizerischer

Hafner- und Plattengeschäfte

Messen

HESO Solothurn 20.9.-29.9.2013

Bauen + Wohnen Luzern 26.9.-29.9.2013

OLMA St. Gallen 10.10.-20.10.2013

Schweizer BauHolzEnergie-Messe Bern 21.11.-24.11.2013

KOK Austria Wels 22.01.-24.1.2014

Swissbau Basel 21.-25.1.2014

Fachmesse KOK Austria mit Technischer Tagung A-Wels 22.-24.1.2014

Holzenergie-Messe "Progetto Fuoco" I-Verona 19.-23.2.2014

Bauen + Modernisieren Zürich 28.-30.3.2014

Bauen + Wohnen Wettingen 3.-6.4.2014

Ostschweizer Bildungs-Ausstellung OBA St. Gallen 29.-30.8.2014

13. Holzenergie-Symposium Zürich 12.9.2014

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Inland CHF 51.–

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Ausland CHF 100.–

(inkl. Versandkosten)

HP Nr. 5 2013

Anzeigeschluss

Montag, 7. Oktober 2013

erscheint am

4. November 2013

Inserentenverzeichnis

AeK Pellet AG, Solothurn S. 44

Attika Feuer AG, Cham S. 40

Basten Air-Systeme AG, Interlaken S. 16

Bertrams-Sabu AG, Laufen BL S. 47

Comedil SA, Grancia S. 45

Feuer-Design GmbH, Seewen S. 36

Fitze Ventilatoren AG, Untervaz S. 16

Flammator Produktion & Vertrieb, Buochs S. 20

ganztec ag, Döttingen S. 48

Hafnertec Bicker GmbH, A-Ybbs S. 06

hama GmbH, Arbon S. 36

Hans Greub AG, Lotzwil S. 36

Holzenergie Schweiz, Zürich S. 09

Kleining GmbH, D-Gronau S. 40

Lithofin AG, Oberehrendingen S. 42

Lohner Ziegelei AG, Lohn S. 42

Ludwig Maurer AG, Gümmenen S. 16

M-Design, Uetendorf S. 38

Niederberger + Co. AG, Kriens S. 45

OekoSolve AG, Plons S. 38

Ohnsorg Söhne AG, Steinhausen S. 47

PCI Bauprodukte AG, Zürich S. 20

Rosset Technik, Sempach-Stadt S. 44

Schoch Walter, Schwellbrunn S. 20

Sopra Solarpraxis AG, Ormalingen S. 16

Swisskeramik AG, Sarnen S. 44

Terma Tech AG, DK-Hasselager S. 45

TL-Tech GmbH, Lohn S. 42

Woodstove Schweiz GmbH i.Gr., Baar S. 02

Stelleninserat:

Tiba AG, Bubendorf S. 08

Geschäftsverkauf:

Butzerin Toni, Peist S. 38

Die zehn besten Werbe-Aktionen für die Informationskampagne

"jedes Haus mit Kamin" werden prämiert.

Als erster Preis winkt eine Ballonfahrt für zwei Personen

mit dem Holzenergie-Heissluftballon! Weitere attraktive Preise

wie Einkaufsgutscheine und Kaminbaumaterial und viele

weitere sind garantiert.

Damit nicht genug: Die Sieger unseres Wettbewerbs werden

in den Verbandszeitschriften HP (VHP), Schweizer Kaminfeger

(SKMV), Bulletin VSFK und Bulletin Holzenergie vorgestellt.

Weitere Informationen unter

www.pro-kamin.ch

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