Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

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Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

www.Naturheilkunde-und-Gesundheit.com

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

02 | 2013

Diese Ausgabe

wurde von

Ihrer Apotheke

bezahlt

Entgiften

durch Ölziehen

Husten

ist nicht gleich

Husten!

Essen wir uns

krank?


inhalt

www.naturheilkunde-und-gesundheit.com

12

Husten ist nicht gleich

Husten!

Foto: © Techniker Krankenkasse

Titelfoto: © Gennadiy-Poznyakov/Fotolia

20

Mit NAET gegen Allergien?

Foto: © Techniker Krankenkasse

Nachgefragt

06 Arzneimittel im Trinkwasser

Wellness und Gesundheit

22 Essen wir uns krank?

23 Gewinnspiel

29 „Ätherische Öle“ – Cajeput

22

Essen wir uns krank?

Vielseitiger Bambus

26

Foto: © Techniker Krankenkasse

Foto: © Wikimedia

Themen des Monats

04 Was hat jetzt Saison?

04 Aromatischer Sellerie

04 Das kleine Rezept – Selleriecremesuppe

04 Milchsaure Schnellgerichte

05 Obst – beliebt und vitaminreich!

05 Wege zur starken Wirbelsäule

05 Was tun im Pflegefall?

05 Zahl des Monats: 5

Alternative Heilmethoden

14 Entgiften durch Ölziehen

20 Mit NAET „Naturheilkundliche Diagnoseverfahren“ gegen Allergien!

28 „Diagnoseverfahren“ – Bioenergetische Diagnostik

30 „Bachblüten“ – 2. Aspen

30 Naturheilkunde-Wissen

Ratgeber Gesundheit

03 Heilsame Gewürze & Kräuter: Anis

08 Selbsthilfegruppen: Epilepsie – Krampfanfälle machen Angst!

10 Hörverlust vermeiden!

11 Farbenblinde sehen anders

12 Husten ist nicht gleich Husten!

13 Guter Rat aus der Apotheke

18 Fasten: Häufige Fragen & Antworten

24 Schmerzfrei durch Bewegung – 2. Teil

26 Vielseitiger Bambus

Rubriken

16 Rezept-Kalender

25 Rätsel

31 Impressum

31 Vorschau

32 Apothekentipp: Grapefruit stört Medikamente


atgeber gesundheit

Fotos: © Wikimedia

Anis

Gesundheitsplus

Anis enthält u.a. Cumarine und ätherisches

Öl mit dem Hauptbestandteil

Anethol und einem Anteil Estragol. Das

Gewürz ist Bestandteil vieler Teemischungen

und wertet sie nicht nur

geschmacklich auf. Es fördert die Produktion

von Gallenflüssigkeit und hilft

dadurch, fette Speisen besser zu ver-

nach Hildegard von Bingen soll er gute

Laune machen. Sie betont: „Anis erfreut

die Seele“. Anisöl vertreibt nicht nur

eine trübe Stimmung, sondern sogar

Kopfläuse, indem es ihre Atemöffnungen

verstopft, so dass sie ersticken und

austrocknen. In seltenen Fällen kann

das Gewürz allergische Reaktionen auslösen.

Pimpinella anisum, der Anis, gehört

zu den bekanntesten Gewürz- und

Heilpflanzen und stammt aus dem östlichen

Mittelmeergebiet. Von den Römern

wurde die Pflanze über die Alpen

gebracht. Mönche bauten das aromatische,

einjährige, weißblühende Gewächs

in den Klostergärten an und von

dort kam es in die Bauerngärten.

Verwendung finden vor allem die Früchte,

obwohl das Aroma die ganze Pflanze

durchzieht. Wie Fenchel und Kümmel

gehört Anis zur Familie der Doldengewächse.

Bekannt ist er auch unter den

volkstümlichen Namen Brotsamen, Süßer

Kümmel und Runder Fenchel. Die

kleinen rundlichen bis birnenförmigen,

graugrünlichen bis hellbraunen Früchte

duften süß-aromatisch und schmecken

lakritzartig, würzig-frisch. Im Mittelalter

galt Anis als Aphrodisiakum und in alten

Kräuterbüchern wurde er als Heilmittel

gegen Fieber, Leibschmerzen, Erkältungen

und Magengeschwüre empfohlen.

Sein Öl ist Bestandteil von Hustenbonbons

und -tees, Zahncreme und Mundwasser.

Pastis, Anisette, Ouzo, Raki und

Arrak enthalten das Aroma der Gewürzpflanze

und werden als Verdauungshilfe

nach dem Essen gereicht.

dauen. Anis hat wärmende und belebende

Wirkung, löst Durchblutungs- und Verdauungsbeschwerden,

wirkt appetitanregend,

entkrampft Magen- und Darmwände

und mildert Blähungen und Koliken.

Ein Tee, aus kurz vorher zerstoßenen

Früchten, wird bei Erkältungskrankheiten

und Husten empfohlen, denn Anis ist

antiseptisch, reizstillend und schleimlösend.

Er regt Herz- und Atmungsorgane

an und wirkt beruhigend auf die Nerven.

Das Gewürz fördert die Menstruation,

die Milchproduktion und ist in Stilltees

enthalten, darf aber in der Schwangerschaft

nicht in größerer Menge aufgenommen

werden. Die milchbildende

Wirkung beruht auf den Östrogengehalt

des Anisöls. Bei Brustkrebs und Mastopathien

(Brustspannungen) sollte Anis

daher nicht angewandt werden. Wegen

seiner Milde ist Anistee gut für Kinder

geeignet und mit Honig gemischt ist er

ein aromatischer Schlaftrunk. Das Gewürz

wird in der Traditionellen Chinesischen

Medizin (TCM) verwendet und

Küchentipps

Durch Zerkleinern der Samen kann die

Würzkraft verdoppelt werden. Gemahlen

ist Anis Bestandteil vieler Gewürzmischungen

wie Gurken-, Lebkuchen-,

Wurst-, Brot-, Punschgewürz und Curry

und gibt Gemüsen wie Rote Bete, Möhren,

Rotkohl und Kürbis oder Obst wie

Pflaumen und Äpfeln und Konfitüren

den besonderen Pfiff. Die kleinen Samen

machen nicht nur Brot und Gebäck,

sondern auch Gemüse-, Fleisch- und

Fischgerichte bekömmlicher. In Indien

werden nach dem Essen gerne Samen

gekau, um den Atem zu erfrischen, die

Zähne zu reinigen und die Verdauung

anzuregen. Anis verträgt sich gut mit den

Gewürzen Fenchel, Kardamom, Knoblauch,

Kümmel, Muskat,

Nelken, Pfeffer, Piment,

Sternanis und Zimt.

Lassen Sie sich zu

Dosierung und Anwendung

in Ihrer Apotheke beraten.

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themen

des

monats

Serie!

Foto: © wikimedia Foto: © wikimedia

Was hat

jetzt

Saison?

Wenn es draußen knackig kalt ist, schmecken

deftige Gerichte, leckere Aufläufe, Gemüsegerichte

und Suppen richtig gut und

wärmen von innen. Auf dem Markt finden Sie

nun eine große Auswahl an Kohlsorten und

Wurzelgemüse. Möhren, Rote Bete, Sellerie,

Porree, Rotkohl, Topinambur und Weißkohl,

Chicorée, Chinakohl und Feldsalat, kombiniert

mit Obst und Nüssen, sind die Basis für

leckere, farbenfrohe Salate.

Aromatischer

Sellerie

Als Gewürz- und

Heilmittel hat Sellerie

eine lange Tradition.

Dem Gemüse

hängt der Ruf eines Aphrodisiakums an, obwohl

eine erotisierende Wirkung nie nachgewiesen

wurde. Sein hoher Ballaststoffgehalt

bringt die Verdauung in Schwung, B-Vitamine

und Folsäure unterstützen Wachstum

und Blutbildung und ein hoher Kaliumgehalt

sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.

Das Gemüse ist äußerst vielseitig

und nicht nur eine Suppenzutat. Es

schmeckt roh gerieben, als Salat, zusammen

mit Äpfeln, Nüssen oder Möhren und einer

Sahnesoße. Gedünstet, in Scheiben geschnitten,

paniert und gebraten, geben die

Knollen leckere Sellerieschnitzel, zu denen

eine Käsesoße oder ein Dip passen. Gedünstet

und püriert schmecken die runden

Knollen als leckere Beilage. Ruckzuck ist

eine Selleriecremesuppe gemacht, die

selbst Selleriekritiker überzeugt.

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Das kleine Rezept:

Selleriecremesuppe

Zutaten:

400 g Sellerie

1 EL Butter

¾ - 1 l Gemüsebrühe

Pfeffer

Salz

gehackte, glatte Petersilie

Milchsaure Schnellgerichte!

Zubereitung:

Sellerie putzen, schälen, waschen und in kleine

Stücke schneiden. Butter in einem Topf

schmelzen und die Selleriestücke darin andünsten.

Gemüsebrühe zugießen und bei

mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe fein pürieren, mit Pfeffer und Salz

würzen und mit gehackter Petersilie bestreut

servieren. Eventuell noch mit Gemüsebrühe

verdünnen.

Sauerkraut und andere milchsaure Gärgemüse

sind praktische, gesunde Fertiggerichte.

Sie müssen nichts putzen, waschen

oder zerkleinern, sondern können

das Gemüse direkt als Vorspeise oder als

Beilage servieren. Sauerkraut ist durch

Milchsäuregärung haltbar gemachter

Weißkohl. Es fördert die Verdauung,

stärkt die Abwehrkräfte, wirkt entzündungshemmend

und hilft der Darmflora

sich zu regenerieren. Milchsaures enthält

mehr Vitamin C und Vitamine der

B-Gruppe als unvergorenes Gemüse, daneben

reichlich Folsäure und Vitamin K,

Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium

und Kalzium. Gerade im Winter

empfiehlt es sich öfter Sauerkraut roh zu

essen. Kombinieren Sie das Kraut mit

Früchten wie Äpfeln, Orangen, Ananas

und Gemüsearten wie Möhren, Porree

oder Rote Bete. Gewürzt wird mit Kümmel,

Lorbeerblatt, Wacholderbeeren,

Piment, Senf, Zwiebel, Schnittlauch, Dill

oder Petersilie.

Foto: © Paul Offermanns

Foto: © wikimedia


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © www.orthopaede.com

Dr. Reinhard

Schneiderhan bei

einer Untersuchung

Grafik: © www.lusini.de

Obst – beliebt

und

vitaminreich!

Der Apfel ist und bleibt Spitzenreiter

beim gegessenen Obst, gefolgt von

der Exotin Banane und auf Platz drei

der Birne. Saisonale Früchte, wie

Erdbeeren, Kirschen oder Brombeeren,

befinden sich weiter hinten im

Ranking, da sie nur kurz auf dem

Markt sind. Besonders jetzt im Winterhalbjahr

sind bei uns Orangen erhältlich.

Sie punkten mit einem Pro-Kopf-Verbrauch

von sechs Kilogramm. Greifen Sie auch im

Winter täglich zu einem Stück Obst. Es ist

nicht nur lecker, saftig und süß, sondern versorgt

den Organismus mit notwendigen Vitaminen,

Mineral- und Ballaststoffen.

5 Minuten gelten als Minimum für tägliche

Mundpflege und sorgen für karies- und parodontitisfreie

Zähne: Drei für das Putzen und zwei für

Hilfsmittel wie Interdentalbürsten, Zahnseide

und Zungenschaber.

Foto: © www.vz-nrw.de

Zahl des Monats

Was tun

im

Pflegefall?

Von einer Minute auf die

andere kann ein Mensch

durch schweren Sturz

oder Schlaganfall zum

Pflegefall werden. Nun

muss von den Angehörigen

alles organisiert werden.

Eine erste Hilfe im Notfall

bietet ein Pocket-Ratgeber der Verbraucherzentrale

NRW. Er zeigt in zehn aufeinander

folgenden Schritten, wie in kurzer Zeit,

eine gute Pflege organisiert und eine Versorgung

sichergestellt werden kann. Weitere

Themen sind finanzielle Unterstützung

von der Krankenkasse und Pflegeversicherung

und Tipps, welche Vollmachten und

Verfügungen bei der Organisation des

Alltags hilfreich sind.

Den Ratgeber „Pflegefall –

was tun?“ gibt es für

8,90 € plus 2,50 € (Porto

und Versand) bei der Verbraucherzentrale

NRW.

www.vz-ratgeber.de

Tel: 0211-38 09-555

Ratgeber@vz-nrw.de

Wege zur

starken

Wirbelsäule

Symptome, Ursachen und Schmerzempfinden

sind bei Patienten mit Rückenschmerzen

individuell. „Aus diesem Grund muss vor

jeder Therapie eine umfassende Diagnose

erfolgen“, betont Dr. Reinhard Schneiderhan,

Orthopäde aus München und Präsident

der Deutschen Wirbelsäulenliga. „So unterschiedlich

sich die Beschwerden äußern, so

individuell stimmen wir auch die Behandlung

ab, die sich gewöhnlich bis in den Alltag

zieht.“ Eine ausführliche Anamnese und ein

standardisierter Fragebogen geben dem

Arzt mehr Informationen über tiefer liegende

Ursachen, als eine körperliche Untersuchung.

In vielen Fällen reicht es nicht aus,

nur den Bandscheibenvorfall zu behandeln.

Manchmal begleiten auch andere Fachärzte

wie etwa Physiotherapeuten, Allgemeinärzte

oder Psychotherapeuten die Therapie. Oft

lässt sich die Ursache für Verspannungen,

Bandscheibenvorfälle oder Verschleißerscheinungen

an den Wirbeln im persönlichen

Lebensstil finden. „So unterscheiden

wir zwischen dem gestressten, dem überlasteten

und dem faulen Rücken“, weiß Dr.

Schneiderhahn. Daher gibt es für jeden

Rückenschmerzgeplagten einen individuellen

Weg seine Wirbelsäule zu stärken und

Schmerzen vorzubeugen: Dem einen hilft

Rückengymnastik und dem anderen autogenes

Training gegen Stress.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 5


nachgefragt

Foto: © Fotolia

6 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13

Trinkwasser

Medikamentenspuren

können das Trinkwasser

belasten. Was bedeutet das

für die Gesundheit?

Das Trinkwasser in Deutschland gilt als unbedenklich,

sauber und rein, dank einer regelmäßigen

Filterung, Reinigung und Kontrolle.

Es stammt aus natürlichen Gewässern

wie Grundwasser oder Oberflächengewässern,

das sind Talsperren, Seen und

Flüsse. Danach wird es im Wasserwerk aufbereitet.

Unser Trinkwasser ist frei von

Krankheitserregern wie Salmonellen, Shigellen,

Pseudomonaden und bestimmten Viren.

Richtlinien und Verordnungen garantieren dies. Doch immer

mehr enthält Trinkwasser Spuren von Stoffen, die dort nicht hingehören.

Unbekannte Risiken

Immer häufiger werden Arzneimittelrückstände in Böden und Gewässern

nachgewiesen. Sie gelangen durch den Urin der Patienten

oder durch eine unsachgemäße Arzneimittelentsorgung ins Abwasser.

In Deutschland sind rund 3.000 unterschiedliche Wirkstoffe in

über 9.000 Präparaten im human- und veterinärmedizinischen Bereich

zugelassen. Für die Gesundheit von Mensch und Tier sind sie

notwendig und wichtig, aber in der Umwelt und im Wasser können

sie zum Problem werden. Viele Arzneimittel sind im Wasser gut löslich

und in Wasserkreisläufen haben sie als Spurenstoffe eine lange

Verweildauer. Verbesserte Messmethoden haben es erst möglich

gemacht, diese Stoffe aufzuspüren. Etwa 150 Arzneimittelwirkstoffe

haben Wissenschaftler in Oberflächengewässern, Sedimenten,

Grundwasser und Böden schon nachgewiesen. Laut Umweltbundesamt

liegen die „gemessenen Konzentrationen der Arzneimittelwirkstoffe

in der Umwelt in der Regel unterhalb der therapeutischen

Dosen der Arzneimittelprodukte und der für sie festgelegten, maximal

zulässigen Rückstandsmengen in Nahrungsmitteln.“ Es besteht

demnach keine Gesundheitsgefahr, da die Grenzwerte eingehalten

werden aber, es herrscht in Fachkreisen eine große Unsicherheit

über mögliche Risiken. Das Institut für sozial-ökologische Forschung

(ISOE) begleitet zusammen mit dem Umweltbundesamt

Projekte u.a. zum nachhaltigen Umgang mit Arzneimitteln. Für das

Institut ist es „ insbesondere für den Menschen nach jetzigem Wissensstand

nicht möglich, eine wissenschaftlich fundierte Abschätzung

über die Risiken von belastetem Trinkwasser vorzunehmen.“


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Kliniken suchen nach Lösungen

In Deutschland steigt die Lebenserwartung und somit die Menge

der eingenommenen und ausgeschiedenen Medikamente. Es wird

geschätzt, dass die Arzneimittelrückstände allein aus der Humanmedizin

bis zum Jahr 2040 um zwanzig Prozent zunehmen könnten.

Damit die Rückstände in der Umwelt reduziert werden können, muss

laut Bundesumweltamt, schon über Zulassungsverfahren

dafür gesorgt werden, dass

Medikamente umweltverträglich sind. Kläranlagen

sollten mit einer vierten Reinigungsstufe

gezielt Medikamentenrückstände

vorsorglich herausfiltern.

Nachhaltiger Umgang mit Arzneimitteln

Um die Qualität des Wassers zukünftig nicht weiter zu belasten,

kann jeder sofort etwas tun und aktiv werden. Nach Informationen

des Bundesministeriums für Gesundheit sollten Sie Medikamente,

wenn der Beipackzettel keine speziellen Hinweise für die Entsorgung

enthält, im Hausmüll entsorgen. Es muss darauf geachtet

werden, dass diese nicht in die Hände von Kindern gelangen. Der

Hausmüll wird seit 2005 zuerst in Müllverbrennungsanlagen

verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt, bevor er in

abgedichteten Deponien gelagert wird. Dadurch sollen, die in den

Medikamenten enthaltenen Stoffe, weitgehend zerstört oder

inaktiviert werden.

Foto: © KKH

Gerade in den Abwässern von Krankenhäusern

sind hohe Anteile von Arzneimittelrückständen

und Röntgenkontrastmitteln enthalten.

Eine Zuleitung

dieser „hot spots“ ins Abwasser sollte zukünftig

vermieden werden. Einige Kliniken haben

schon Lösungen parat. In einem Krankenhaus

im Oberbergischen Waldbröhl wird das gesamte

Abwasser mit einer separaten Abwasserreinigungsanlage

aufbereitet. Im Abwasser vorhandene

Reste von Röntgenkontrastmittel, Antibiotika,

Lipidsenkern, Antirheumatika oder

Betablockern konnten durch einen Membranbioreaktor

30 bis 90 Prozent herausgefiltert

werden. Europaweit einmalig ist die PILLS-

Kläranlage des Marienhospitals in Gelsenkirchen.

Das EU-Projekt PILLS (Pharmaceutical

Input and Elimination from Local Sources) befreit

die Krankenhaus-Abwässer von Spurenstoffen. Die Kläranlage

verfügt neben einer mechanischen und biologischen Klärung über

weitergehende Reinigungsstufen wie Membranfiltration, Ozonung

und Aktivkohlefiltration. Diese Vorbehandlungsanlage soll Erkenntnisse

über die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit liefern.

Foto: © DAK

Auf keinen Fall dürfen verschriebene, abgelaufene oder nicht

mehr benötigte Arzneimittel über die Toilette oder das Waschbecken

entsorgt werden. Auch Glasbehälter mit Arzneimittelresten

dürfen aus diesem Grund nicht ausgewaschen

werden. Viele Städte und Gemeinden bieten

neben der Hausmüllentsorgung

„Medi-

Tonnen“, Schadstoffsammelstellen

oder

Schadstoffmobile für

eine Entsorgung von

Medikamenten an. Die

Gemeinden geben dazu

Auskünfte. Auch

Apotheken nehmen

Altarzneimittel zurück.

Dies ist eine freiwillige

Serviceleistung, die

nicht flächendeckend angeboten wird und

nicht rechtlich verpflichtend ist.

Der Flyer „Altmedikamente entsorgen“ kann als PDF

heruntergeladen werden:

www.mwkel.rlp.de/File/Altmedikamente-entsorgen-pdf/

Foto: © www.mwkel.rlp.de

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„frau & gesundheit“ das Magazin für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden Monats die

Apotheken-Kundenzeitschriften: Naturheilkunde & Gesundheit,

die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke, Unsere besten Freunde,

gesunde und spannende Infos für Tierfreunde,KOPFfit, für Gehirnjogging

und Gedächtnistraining, Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben

sowie SUDoku, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 7


atgeber gesundheit

Serie: Selbsthilfegruppen

Ein epileptischer Anfall ist

wie ein Gewitter im Kopf.

Er wirkt oft dramatisch

und macht Angst! Ruhe

bewahren ist hier hilfreich!

Epilepsie

Krampfanfälle

machen Angst!

Nach Schätzungen haben etwa fünf Prozent

aller Menschen einmal im Leben einen epileptischen

Anfall. Ein Anfall kann wegen

Übermüdung, Schlafmangel, Hyperventilation,

Alkohol- oder Drogenkonsum, Vergiftungen

oder in psychischen Belastungssituationen

ausgelöst werden. Doch diese Gelegenheitskrämpfe

sind noch kein eindeutiges

Zeichen für eine Erkrankung. Epilepsie kann

in jedem Alter auftreten und ist gar nicht so

selten. Sie ist so häufig wie Gelenkrheuma

oder einer behandlungsbedürftigen Diabetes

und betroffen ist fast jeder Hundertste.

Jährlich gibt es etwa 38.000 Neuerkrankungen.

Nur wenige reden darüber, da viele Vorurteile

existieren, die eine gesellschaftliche

Ausgrenzung nach sich ziehen.

Foto: © Techniker Krankenkasse

Eine Epilepsie ist eine chronische Erkrankung

mit einer unnormalen nervlichen Erregungsbildung

im Gehirn und keine geistige

Behinderung, wie oft fälschlicherweise angenommen

wird. Epileptische Anfälle sind

wie ein Gewitter im Gehirn. Nervenzellen

entladen sich ungezielt und unbewusst. Es

kann in einem kleinen Areal beginnen und

sich über das ganze Gehirn ausbreiten. Während

des Anfalls sind die Körperfunktionen,

für die die Nervenzellen zuständig sind,

gestört.

8 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Grafik: © wikimedia/Bernhard Ladenthin

Symptome und Verlauf

Grundsätzlich werden zwei Formen der Epilepsie

unterschieden. Die Ursachen der idiopathischen

Epilepsie, bei der keine krankhaften

Veränderungen des Gehirns vorliegen,

sind unbekannt. Die Folge einer Erkrankung

des Zentralnervensystems oder einer Gehirnschädigung

werden als symptomatische

Epilepsie bezeichnet. Je nachdem, wo sich

die Nervenzellen im Gehirn krankhaft entladen,

können sich die Symptome der Anfälle

unterscheiden. Es kann zu einem kleinen Aussetzer,

zu Zuckungen einer Extremität, unwillkürlichen

Bewegungsabläufen und zum klassischen

dramatischen Anfall, mit Streckkrämpfen

und rhythmischen Zuckungen kommen.

Für eine Diagnose ist es immer hilfreich,

wenn die Symptome eines Anfalls von

Anwesenden beschrieben werden können.

Meist laufen die Anfälle bei einem Epileptiker

jedes Mal gleich ab. Zur Sicherung der Diagnose

sind verschiedene Untersuchungen

notwendig, wie Elektroenzephalogramm

(EEG), Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie

(MRT) und Blutuntersuchungen.

Erst eine umfangreiche Syndromdiagnose

lässt Rückschlüsse auf den

Krankheitsverlauf zu und beeinflusst die weitere

Behandlung.

genetische

Disposition

unspezifisch

provozierende

Faktoren

erhöhte

Anfallbereitschaft

Epilepsie

erworbene

Hirnschädigung

spezifisch

provozierende

Faktoren

Unterschiedliche Einflüsse verursachen eine Epilepsie

Hilfe und Therapie

Ein einzelner epileptischer Anfall ist, obwohl

es für Außenstehende bedrohlich erscheint,

kein Notfall und erfordert keine

medizinische Hilfe. Nach kurzer Zeit, etwa

nach zwei Minuten, hört er in der Regel von

selber auf. Er schädigt das Gehirn nicht.

Wichtig ist es, beim Auftreten des Anfalls

Verletzungen durch Stürze oder heftiges um

sich Schlagen zu vermeiden. Außenstehende

sollten beim Betroffenen beengende

Kleidungsstücke lockern und ihn in stabile

Seitenlage bringen. Falls der Betreffende

nach dem Anfall verwirrt ist, muss gewartet

werden, bis er sich wieder orientieren kann.

Auf keinen Fall darf versucht werden den

Kiefer zu öffnen, um gewaltsam Gegenstände

zwischen die Zähne zu schieben. Schwere

Verletzungen bis hin zu Kieferbrüchen sind

die Folge. Knochenbrüche können entstehen,

wenn krampfartige Bewegungen unterbunden

werden.

Ein Notarzt (Telefon 112) muss sicherheitshalber

gerufen werden, wenn Unsicherheiten

bestehen, Verletzungen nicht

auszuschließen sind, wenn der Anfall erstmalig

auftritt oder er länger als fünf Minuten

dauert. Trotzdem soll immer Ruhe bewahrt

werden, das hilft dem Epileptiker am meisten.

Anfälle lassen sich nicht vorhersagen.

Manche Betroffene haben vorher eine Aura

und wissen dann was geschieht. Erkrankten

und Angehörigen kann ein Epilepsie-Notfallausweis,

in dem Krankheit und Therapie beschrieben

sind, etwas die Angst nehmen.

Foto: © Techniker Krankenkasse

Foto: © Techniker Krankenkasse

In der Epilepsie-Behandlung wird versucht,

vorbeugend Anfälle zu verhindern. Medikamente

können bei etwa zwei Drittel aller Patienten

zur Anfallsfreiheit führen. Werden

Medikamente abgesetzt, kehren die Anfälle

meist wieder zurück. Wenn Medikamente

nicht wirken oder sich beim Patienten Nebenwirkungen

wie Müdigkeit zeigen, kommen

alternative Behandlungsformen infrage.

Für einen Teil der Patienten kann auch

ein chirurgischer Eingriff hilfreich sein. Bei

der Epilepsie werden neben Biofeedback

und Keto-Diät weitere komplementäre oder

alternative Methoden angewendet. Ergänzend

zur medikamentösen Behandlung können

auch Akupressur, Homöopathie, Reiki,

autogenes Training, Kinesiologie, Osteopathie,

Yoga, andere Entspannungsmethoden

und Sport betrieben werden. Dadurch

gewinnen Menschen mit Epilepsie mehr

Lebensqualität.

Deutsche Epilepsievereinigung

gem. e. V.

Sie wurde 1988 von Vertretern von Epilepsie-Selbsthilfegruppen

gegründet und

vertritt auf nationaler und internationaler

Ebene die Interessen von Menschen mit

Epilepsie. Betroffene müssen sich täglich

mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen

und mit Vorurteilen kämpfen. Eine gesellschaftliche

Ausgrenzung ist oft auf mangelnde

Information in der Bevölkerung zurückzuführen.

Betroffene und Angehörige werden

dadurch zusätzlich psychisch belastet.

Um dies zu ändern, klärt die Deutsche

Epilepsievereinigung e.V. (DE) die Öffentlichkeit

über die Erkrankung Epilepsie auf,

unterstützt und berät Menschen mit Epilepsie

auf dem Weg zur richtigen Behandlung.

Kontakt und Infos:

Deutsche Epilepsievereinigung

gem. e. V.

Bundesgeschäftsstelle

Zillestraße 102 · 10585 Berlin

info@epilepsie.sh www.epilepsie.sh

Fon: 030-3424414 · Fax: 030-3424466

Epilepsie-Hotline: 0180-1424242

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 9


atgeber gesundheit

„Gesundes Kind“

Eine frühzeitige

Diagnose und

Behandlung

fördert Kinder

in der

Entwicklung!

Foto: © Fotolia

Früherkennung

erhöht die Chancen

Wie viel ein Baby hört, ist wichtig für die weitere

Entwicklung des Kindes. Denn die ersten

beiden Lebensjahre sind entscheidend

für die physischen Grundvoraussetzungen

zur Hörwahrnehmung und Sprachbildung im

Gehirn. Säuglinge hören die Sprache und

lernen das Gesprochene zu verstehen, noch

bevor sie selber sprechen. In Abhängigkeit

einer Hörerfahrung werden die dafür erforderlichen

Synapsen gebildet. Dieser Prozess

kann durch einen angeborenen Hörverlust

stark beeinträchtigt oder sogar verhindert

werden. Außerdem können kommunikative

und soziale Fähigkeiten nicht ausgebildet

werden. Säuglinge und Kleinkinder,

bei denen ein geringes Hörvermögen frühzeitig

festgestellt und sofort angemessen

behandelt wird, haben später bessere Chancen

in der Schule. Wortschatzbildung, Aussprache

oder soziale Anpassung können

eher entwickelt werden. Dagegen wird ein

leichter, einseitiger oft bleibender Hörverlust

manchmal erst im 6. Lebensjahr, oft weit

nach der sensitiven Phase, festgestellt.

Foto: © iStockphoto/amplifon

Neugeborenen-Screening

obligatorisch

Seit 2008 ist bei jedem Neugeborenen in

Deutschland ein Hörtest obligatorisch.

Meist wird diese Untersuchung in den ersten

Lebenstagen und im Krankenhaus

durchgeführt. Der Test dauert nur wenige

Minuten, ist schmerzfrei und belastet das

Baby nicht. Die Messung erfolgt beim schlafenden

Säugling. Falls eine Hörminderung

festgestellt wird, kann das Baby sofort behandelt

und weiter betreut werden. Auch

nach dem Neugeborenen-Screening sollten

Eltern aufmerksam bleiben und alle angebotenen

Hörtests im Rahmen der ärztlichen

Untersuchungen U3 bis U8 in Anspruch

nehmen.

Optimale Anpassung

des Hörgeräts

Um gut zu hören, muss die Hörhilfe bei allen

Altersgruppen immer perfekt angepasst

werden. Gerade bei Kleinkindern stellt die

individuell passende Hörlösung eine Herausforderung

dar. Von allen Beteiligten, dem

betroffenen Kind, seiner Familie, Ärzten und

dem Hörgeräteakustiker wird viel Geduld

und Mitarbeit verlangt. Denn durch das

Wachstum verändert sich bei Kindern das

Ohr anatomisch schneller. Regelmäßig müssen

neue Otoplastiken (Ohrpassstücke) angefertigt

werden. Dadurch ändert sich auch

die Akustik des Gerätes und es muss wieder

neu eingestellt werden. Experten raten daher

zu einer monatlichen Kontrolle nach Anpassung

des Gerätes. Im zweiten Jahr genügt

eine Überprüfung alle drei Monate und

dann zweimal im Jahr.

Da sich ein Säugling über

Fehlfunktionen seines

Hörgerätes nicht äußern kann,

ist es sinnvoll, dass Eltern

täglich das Gerät auf seine

Funktion überprüfen.

10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


„Mann-O-Mann“

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Farbenblinde sehen anders

Zehn von hundert Männern, aber nur eine von hundert Frauen, können

nicht alle Farben erkennen und gelten als farbenblind.

Der Begriff farbenblind ist irreführend. Betroffene

können Farben durchaus erkennen,

nur nicht alle. Mit der umgangssprachlich gebräuchlichen

Bezeichnung Farbenblindheit

wird eine Rot-Grün-Sehschwäche oder Rot-

Grün-Blindheit bezeichnet. Dahinter steckt

eine genetisch bedingte Farbfehlsichtigkeit,

von der mehr Männer als Frauen betroffen

sind. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leidet

an dieser Sehschwäche, die wissenschaftlich

als Dyschromatopsie oder nach ihrem

Entdecker John Dalton, als Daltonismus

bezeichnet wird.

Probleme im Alltag

Betroffene können die Farben Rot und Grün

schlechter als Normalsichtige voneinander

unterscheiden. Abgesehen von einigen in den

Augen Normalsichtiger gewagten Kombinationen

bezüglich Garderobe oder Einrichtungsfarben,

empfinden Fehlsichtige die Farbenblindheit

oft nicht als gravierendes Problem.

Für sie machen kombinierte Farben einen

ganz normalen ästhetischen Eindruck.

Wegen der geringen Farbunterscheidungsfähigkeit

gibt es aber bei Berufswünschen einige

Schwierigkeiten. Berufe wie Lokomotivführer,

Bus- und Taxifahrer, Pilot oder Polizist

können nur nach dem Bestehen umfangreicher

augenärztlicher Untersuchungen ausgeübt

werden. Für Menschen mit Rot-Grün-

Sehschwäche sind thematische Karten mit

unterschiedlichen Farbnuancen schwer

lesbar und rot hervorgehobene Wörtern in

einem schwarzen Text können von ihnen

nicht, als Hervorhebung erkannt werden.

Problematisch kann auch das Unterscheiden

von Farben, denen grün oder rot beigemischt

wurde, sein.

Feststellen lässt sich eine Rot-Grün-

Sehschwäche durch verschiedene Untersuchungsmethoden

wie mit Ishihara-

Farbtafeln, einem Farnsworth-Test, einem

Anomaloskop oder einem sogenannten

Lantern-Test.

Es sind die Gene

Bei einer Rot-Grün-Schwäche wird ein falscher

Rot-Grün-Wert im Auge gemessen. Die

Ursache liegt an defekten Farbrezeptoren,

die einen falschen Farbwert an das Gehirn

weiterleiten. Der genetische Defekt, eine

fehlerhafte Bauanleitung für die Rezeptoren,

Auf dieser pseudoisochromatischen Farbtafel

sehen Menschen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche

nur eine 17, Normalsichtige sehen auch eine 47.

Fotos: © wikimedia/Bautsch

So erleben Normalsichtige und Menschen mit einer Rot-

Grün-Sehschwäche den gleichen Obststand.

liegt auf dem X-Chromosom und hier liegt die

Erklärung, warum mehr Männer als Frauen

von der Rot-Grün-Sehschwäche betroffen

sind. Die Farbsehstörung wird geschlechtsabhängig

vererbt. Frauen haben zwei X-Chromosomen

und damit steigt die Wahrscheinlichkeit,

dass eine Bauanleitung auf einem

X-Chromosom intakt ist. Erst wenn bei einer

Frau beide X-Chromosomen den Defekt

haben, leidet sie unter einer Rot-Grün-

Farbschwäche. Männer haben bekanntlich

nur ein X-Chromosom und dazu ein Y-Chromosom.

Dies ist aber für den Sehfehler

unerheblich und kann ihn nicht ausgleichen.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 11


alternative heilmethoden

Husten

ist nicht gleich

Husten

Meist ist Husten eine

Begleiterscheinung

bei einer Erkältung und

kann mit pflanzlichen

Präparaten gelindert werden.

Mit lokalen Anwendungen und

Husten geringen ist ein Reflex, Wirkstoffmengen

der sich nicht unterdrücken

lässt, eher als lästig empfunden

wird, aber eine sinnvolle Aufgabe hat. Er

kann durch Reize wie Rauch oder Pollen,

aber auch Stress und Anspannung ausgelöst

werden. Wer sich verschluckt, muss Husten,

um Fremdkörper in den Atmungsorganen

wieder loszuwerden. Meist taucht ein

husten bei einer Erkältung auf, dabei

verläuft der typische Erkältungshusten in

Phasen. Setzen sich Erkältungsviren in den

Atemwegen fest, führt das zu einer Entzündung

der Schleimhäute und es entsteht ein

trockener Reizhusten. Er dauert meist zwei

bis drei Tage, bleibt ohne Auswurf und geht

in einen sogenannten produktiven Husten

über. Der hat die Aufgabe Schleim aus

den Atemwegen herauszubefördern. Nach

sieben, spätestens 14 Tagen hat sich der

Husten, wenn es zu keinen Komplikationen

kommt, wieder gelegt.

Unterstützung

durch pflanzliche Wirkstoffe!

Für eine Behandlung ist es wichtig, wie sich

der Husten bemerkbar macht. Auf jeden Fall

muss, bei einer Erkältung ausreichend getrunken

werden, um die Schleimhäute und

den Rachen feucht zu halten. Das lindert den

Reiz und verdünnt den Schleim. Auch

Husten-, Pfefferminz-, Eukalyptus- oder Salbeibonbons

regen die Speichelbildung an

12 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13

und verhindern, dass der Rachen austrocknet.

Trockene Zimmerluft und Zigarettenrauch

sollten jetzt unbedingt vermieden

werden. Besser ist es, vorausgesetzt es ist

kein Fieber da, einen täglichen Spaziergang

an der frischen Luft zu machen.

Ein schmerzhafter, trockener Reizhusten

quält besonders nachts. Da empfehlen sich

krampflösende Hustenstiller mit Pflanzenextrakten

aus Eibisch, Huflattich, Isländisch

Moos, Königskerze, Sonnentau oder Spitzwegerich.

Als Hustenreizstillend hat sich

auch Honig erwiesen, entweder im Tee, in

heißer Milch oder pur. Wenn sich das Sekret

löst, darf der Husten nicht unterbunden

werden. Das Abhusten kann mit schleimbildenden

und auswurffördernden Substanzen

aus Anis, Bibernelle, Eukalyptus, Fenchel,

Kampfer, Primelwurzel, Süßholzwurzel oder

Thymiankraut oder -öl unterstützt werden.

Enthaltene ätherische Öle verflüssigen das

Sekret, was das Abhusten erleichtert. Efeu

Foto: © DAK-Gesundheit

ist eine Heilpflanze, die beides kann, den

Hustenreiz dämpfen und das Abhusten fördern.

Efeublätter sind unverarbeitet giftig.

In der Apotheke gibt es wirksame Fertigpräparate

mit Efeuextrakt. Bei Beschwerden

helfen neben heißem Kräutertee und

ätherischen Ölen, auch erprobte Hausmittel

wie Inhalationen, Erkältungsbäder, Erkältungscremes

oder durchblutungsfördernde

Kartoffelwickel.

Besser zum Arzt!

Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn der

Husten von Schmerzen in der Stirn oder im

Augenbereich begleitet wird. Auch wenn das

ausgehustete Sekret eine gelbliche, grünliche

oder rötliche Farbe aufweist, wenn der

Atem schmerzhaft ist, trockener Husten

länger als zwei bis drei Wochen besteht oder

Fieber über 39 Grad auftritt, sollten Sie den

Husten nicht selbst kurieren. Trockener

Husten, der länger andauert, kann eine Begleiterscheinung

anderer Erkrankungen

sein oder auch auf eine chronische Erkrankung

hinweisen.

Nicht jedes Präparat ist für

jeden Husten geeignet.

Beratung erhalten Sie in

Ihrer Apotheke!

Foto: © Fotolia


Serie: Guter Rat aus Ihrer Apotheke

Schnittwunden richtig versorgt!

Foto: © KKH

Damit eine Schnittwunde rasch heilt, kommt

es auf die richtige Wundversorgung an. Tiefe,

größere und stark blutende Wunden, müssen

oft genäht und vom Arzt versorgt werden.

Kleinere Schnitt- und Schürfwunden können

Sie selbst behandeln. Aber warten Sie nicht

zu lange mit der Wundversorgung! Ist beim

Unfall Dreck in die Wunde gelangt, wird diese

sofort unter klarem Leitungswasser ausgespült,

danach Desinfektionsspray aufgesprüht

und mit einem Pflaster abgedeckt!

Falls Sie sich am Finger geschnitten haben,

gibt es in Ihrer Apotheke speziell zugeschnittene

Wundschnellverbände, die bei notwendigen

Arbeiten nicht stören! Weitere Pflaster

eignen sich speziell bei Verletzungen am

Zeh, mit Duschpflaster dürfen Sie unter

die Dusche und Gel-Pflaster sind für die

feuchte, schnelle Wundheilung. Fragen Sie

Ihren Apotheker, welches Pflaster für

welche Wunde am besten geeignet ist.

Foto: © DAK-Gesundheit/Hanuschke+Schneider

Heilkräutertees lindern sanft!

Bei Heilkräutern kommt es auf die richtige Dosierung an. Wie so oft gilt auch hier der

Grundsatz: Viel hilft nicht viel! Wertvolle Wirkstoffe wie Enzyme, Gerbstoffe, Bitterstoffe,

Farb- und Geruchsstoffe, ätherische Öle, aber auch Vitamine, Mineralstoffe und

Spurenelemente geben Kräutern eine Heilkraft. Heilkräutertees sollten nicht regelmäßig

und über einen längeren Zeitraum als Haustee getrunken werden, sonst gewöhnt

sich der Organismus an die Inhaltsstoffe und die Wirkung bleibt aus! Vorsicht ist auch

bei Allergikern angezeigt, denn auch Heilkräuter können allergische Reaktionen auslösen.

Fertige Heilkräutermischungen, wie Erkältungs-, Husten- oder Entschlackungstees

bestehen meist aus mehreren Heilpflanzen. Es handelt sich um Teemischungen,

die ihre spezifischen Wirkungen haben. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welche

Mischung für Sie die richtige ist.

Foto: © wikimedia

Süße Mandeln

pflegen zart

Mandeln sind durch ihren milchig-süßen

Geschmack mit leicht bitterer Note einfach

lecker und gesund. Sie sind reich an Vitaminen

und Mineralstoffen. Die Inhaltsstoffe

stärken die Nerven, wirken antioxidativ und

unterstützen die Zellteilung. Doch Mandeln

können noch mehr. Ihr Öl nährt die Haut

sanft und pflegt sie samtweich. Mandelöl ist

eines der kostbarsten Öle in der Hautpflege

und empfiehlt sich besonders bei spröder,

empfindlicher und trockener Haut. Es ist

Foto: © wikimedia

auch als Massage- oder Babyöl geeignet. Das

feine Mandelöl ähnelt in seiner Struktur den

äußeren Fettschichten der Haut und wird

daher von ihr besonders gut aufgenommen.

Gleichzeitig stärkt sein hoher Gehalt an ungesättigten

Fettsäuren den Hydrolipidmantel,

dadurch verliert die Haut weniger

Feuchtigkeit. Besonders jetzt im Winter

bleibt die sensible Haut, dank einer natürlichen

Pflege mit Mandelöl oder -creme, auch

bei Heizungsluft zart und angenehm weich.

Produkte mit Mandelöl

erhalten Sie natürlich in

Ihrer Apotheke.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 13


alternative heilmethoden

Das Ölziehen

ist eine seit Generationen

bewährte Methode zum

Entgiften und soll

Erkrankungen vorbeugen

und die Selbstheilungskräfte

mobilisieren.

Foto: © Wikimedia

Entgiften durch Ölziehen

Beim Ölziehen handelt es sich um eine traditionelle

Methode der russischen Volksheilkunde,

die vor etwa 20 Jahren in Westeuropa

wiederentdeckt wurde. Diese wirkungsvolle,

umfassende Gesundheitspflege

ist auch in anderen Kulturen bekannt. Ölziehen,

auch Ölsaugen genannt, wird in der

Ayurveda-Medizin schon seit Langem erfolgreich

angewendet und ist auch in der Traditionellen

Chinesischen Medizin (TCM) verwurzelt.

Einfach, wirkungsvoll

und kostengünstig

Unmittelbar nach dem Aufstehen, noch auf

nüchternem Magen, ist der richtige Zeitpunkt

für das Ölziehen. Wer ein künstliches

Gebiss trägt, sollte es vor der Anwendung

herausnehmen. Nun wird ein Esslöffel kaltgepresstes

Pflanzenöl, am besten Sonnenblumenöl,

in den Mund genommen und 15

bis 20 Minuten hin- und herbewegt, gesaugt

und schlürfend durch die Zähne gezogen.

Hin und wieder sollten Sie kauende Phasen

einbauen und den ganzen Vorgang entspannt

und unverkrampft angehen, dabei immer

14 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13

den Mund geschlossen halten. Versuchen

Sie nicht den Kopf in den Nacken zu legen

und zu gurgeln. Auf keinen Fall sollten Sie

das Öl herunterschlucken. Kinder ab sechs

Jahren dürfen auch Öl ziehen, nehmen aber

nur einen Teelöffel Öl. Während des Ölziehens

entsteht erst eine cremige Emulsion,

die danach immer dünnflüssiger wird.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt die Emulsion

ins Waschbecken oder in die Toilette zu

spucken. In der milchig-weißen Flüssigkeit

haben sich reichlich Krankheitskeime,

Bakterien und Schadstoffe angesammelt.

Anschließend wird der Mund mehrmals

gründlich mit Wasser ausgespült und danach

können, wie gewohnt, die Zähne geputzt

werden.

Was passiert beim Ölziehen?

Bisher gibt es noch keine wissenschaftliche

Erklärung, weshalb das Ölziehen Wirkungen

auf die Gesundheit haben kann. Es fehlen

Studien und Untersuchungen der Forschung,

obwohl positive Effekte und Wirkungen

auf allen Ebenen des Organismus in der

Erfahrungsmedizin festgestellt werden können.

Traditionell wird die Methode bei Zahnfleischentzündungen

und Zahnschmerzen,

Kopfschmerzen, Bronchitis und grippalen

Infekten, Erkrankungen des Magen-Darm-

Traktes, des Blutes, der Nieren, der Leber

sowie der Lungen, bei chronischer Schlaflosigkeit,

Ekzemen, Schuppenflechte und

Neurodermitis angewendet. Ernsthafte Erkrankungen

müssen immer ärztlich abgeklärt

werden. Die Methode hat auch ihre

Grenzen und ist kein Wundermittel!

Ölziehen kann kurmäßig als Vorbeugung

durchgeführt werden, da die Methode das

Immunsystem stärken soll. Empfehlenswert

ist eine Kur von vier bis sechs Wochen im

Frühjahr und im Herbst. Wichtig ist dabei die

Verwendung nativer, kaltgepresster Speiseöle.

Sie enthalten höhere Werte an sekundären

Pflanzenstoffen, vor allem Phytosterine,

reichlich Vitamine und Mineralstoffe,

einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

und keine Schadstoffe. Traditionell wird

Sonnenblumenöl verwendet. Es ist auch

möglich, Oliven- oder Sesamöl zu benutzen.

Beim Bewegen des Öls im Mundraum wird


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikimedia

die Durchblutung der Schleimhaut angeregt.

Vitamine und Mineralstoffe des Fetts können

von der Schleimhaut aufgenommen

werden. Gleichzeitig gelangen Bakterien

und Schadstoffe von Zahnfleisch, Zähnen

und Zunge ins Öl und werden schließlich aus

dem Körper entfernt. Der Begriff „Ölziehen“

ist doppeldeutig gemeint. Es wird das

Öl nicht nur durch die Zähne gezogen, sondern

es zieht Schadstoffe aus dem Körper.

Fettlösliche Substanzen binden sich an das

Fett, das durch den Mundspeichel emulgiert.

Die Drüsen im Mund werden angeregt

und lösen so eine Sogwirkung auf den Körper

aus, Enzyme werden freigesetzt und das

Immunsystem wird angeregt. Da die Zähne

im engen Zusammenhang mit den Organen

stehen, soll das Ölsaugen im Mundraum Reize

auslösen, ähnlich wie bei der Akupunktur

und Akupressur und Wirkungen auf verschiedene

Organe haben. Daher kann Ölsaugen

auch bei chronischen Beschwerden,

Störungen des Stoffwechsels, dem Verdauungssystems

und einem geschwächten Immunsystems

hilfreich sein. Die Methode soll

Selbstheilungskräfte mobilisieren.

Außerdem wird durch das

Ölziehen das Gefahrenpotential

krankmachender

Zahnherde entschärft. Die

alternative Heilmethode

hat keinerlei gesundheitliche

Risiken und Nebenwirkungen.

Lediglich über sogenannte

Erstverschlechterung

von Beschwerden

wird berichtet, die auch in der Homöopathie

bekannt sind. Es ist ein gutes Zeichen, dass

sich etwas bewegt und eine Wirkung erwartet

werden kann.

Foto: © Techniker Krankenkasse Foto: © Wikimedia

Zusätzlich unterstützende

Maßnahmen

Einige weitere Reinigungsmaßnahmen können

das Ölziehen ergänzen. Zur Unterstützung

sind eine Zahnfleischmassage und eine

Zungenreinigung nach dem Zähneputzen,

empfehlenswert. Die Zahnfleischmassage

regt die Durchblutung an, bringt die Lymphe

zum Fließen und kräftigt das Zahnfleisch.

Das Zahnfleisch des Ober- und Unterkiefers

wird mit etwas Druck von den Schneidezähnen

aus zum Gaumen hin mehrmals ausgestrichen.

Machen Sie dies mit allen vier Seiten,

innen und außen. Das Zahnfleisch darf

dabei nicht schmerzen.

Einige Erkrankungen zeigen sich durch einen

Belag auf der Zunge, vor allem bei Problemen

von Magen und

Darm. Nach dem Zähneputzen

und einer Zahnfleischmassage

können Sie den

Belag auf der Zunge entfernen.

Diese Reinigungstechnik

stammt aus dem Ayurveda.

Sie reinigt, entgiftet und

regeneriert die Geschmackszellen

der Zunge.

Zur Reinigung kann ein

Löffel oder ein spezieller

Zungenreiniger aus der

Apotheke verwendet werden. Damit wird die

Zunge vom Gaumen bis zur Zungenspitze

mehrmals abgekratzt, solange, bis der abgekratzte

Belag rein bleibt.

Fotos: © www.mankau-verlag.de

Einfach

entgiften

Ölziehen ist eine einfache aber wirkungsvolle

Methode zu entgiften.

Leicht verständlich hat die Autorin und

Biologin Birgit Frohn, aktuelles Wissen

rund um die Ölzieh-Kur zusammengestellt.

Neben dem Hintergrundwissen

gibt es eine nützliche Warenkunde

kaltgepresster Öle.

Noch wirkungsvoller wird die traditionelle

Methode durch eine Ergänzung

und Unterstützung mit einigen alternativen

Heilmethoden, den passenden

Heilpflanzen, Schüßlersalzen,

homöopathischen Mitteln und vielen

nützlichen Tipps der Autorin.

Birgit Frohn

Die Ölzieh-Kur“

Einfach und wirksam entgiften

Mankau Verlag, Murnau

ISBN 978-3-86374-051-1

8,95 €

Buchtipp

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 15


Februar 2013

28 Montag Januar

04 Montag

11 Montag

Rosenmontag

29 Dienstag

05 Dienstag

12 Dienstag

30 Mittwoch

06 Mittwoch

13 Mittwoch

Aschermittwoch

31 Donnerstag

07 Donnerstag

14 Donnerstag

Valentinstag

01 Freitag Februar

08 Freitag

15 Freitag

02 Samstag

09 Samstag

16 Samstag

03 Sonntag

10 Sonntag

17 Sonntag

18 Montag

19 Dienstag

20 Mittwoch

21 Donnerstag

22 Freitag

23 Samstag

24 Sonntag

25 Montag

26 Dienstag

27 Mittwoch

28 Donnerstag

01 Freitag März

02 Samstag

03 Sonntag


Naturheilkunde & Gesundheit • Exklusiv aus Ihrer Apotheke

–––––––

–––––––

vollwertig

Nussecken

Zutaten Teig:

500 g Weizenvollkornmehl

1 Prise Salz

2 TL Weinsteinbackpulver

2 Eier

125 g Akazienhonig

150 g kalte Butter, in Flöckchen

Zutaten Belag:

250 g Haselnüsse, grob gehackt

125 g Butter

150 g Honig

5 EL Sahne

1 Messerspitze gemahlene Vanille

Zubereitung:

Aus Mehl und den restlichen Teigzutaten

rasch einen Knetteig herstellen, ein gefettetes

Backblech damit auslegen und eine

halbe Stunde an einem kühlen Platz ruhen

lassen. Für den Belag, Butter und Honig in

einem Topf erhitzen und kurz köcheln

lassen. Haselnüsse mit Sahne und Vanille

unterrühren. Die abgekühlte Masse auf den

Teig streichen und 30 Minuten bei 190 Grad

backen. Nach dem Abkühlen die Nussecken

in Dreiecke schneiden.

Tipp:

Nussecken sind ein Dauergebäck und

halten sich einige Tage.

Foto: © Paul Offermanns


atgeber gesundheit

Foto: © Wikimedia

Beim Fasten kann der

Körper Überflüssiges auf

allen Ebenen loslassen.

Wer sich darauf einlässt,

wird mit mehr Energie

und Genuss belohnt.

Warum eigentlich Fasten?

Wer fastet, verzichtet freiwillig, für eine bestimmte

Zeit auf feste Nahrung und Genussmittel

wie Nikotin, Alkohol, Kaffee und Süßigkeiten.

Dieser Verzicht hat eine jahrtausendalte

Tradition und ist ein ganz natürlicher

Vorgang. Fast alle Weltreligionen nutzen

das Fasten, um seelisch und geistig

Kräfte zu sammeln. Aus diesem religiös motivierten

Fasten ist inzwischen ein gesundheitlicher

Trend geworden. Neben dem therapeutischen

„Heilfasten“, das stationär in

Kliniken durchgeführt wird, ist in den letzten

Jahren auch das „Fasten für Gesunde“

populär geworden.

Häufige Fragen & Antworten

Darf jeder fasten?

Fasten ist ein Ritual und hat seine festen

Regeln, um sich auch innerlich vom Alltag zu

lösen. Wer fasten möchte, sollte sich vorher

gut informieren und auf jeden Fall seinen

Gesundheitszustand vom Arzt abchecken

lassen. Jeder gesunde Erwachsene darf

fasten. Für Schwangere, Stillende, Kinder,

Senioren sowie Herz-, Krebs- oder Diabeteskranke

und Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion

ist Fasten tabu.

Ist eine Vorbereitung

sinnvoll?

Bevor Sie eine Fastenwoche starten, sollten

Sie sich geistig und auch körperlich auf das

Fasten einstellen und vorbereiten. Der Einstieg

in die Woche und das Loslassen fällt

dann leichter. Gefastet werden kann alleine,

mit Partner oder einer

Gruppe unter fachkundiger

Betreuung. Besonders

beim ersten

Mal ist das Fasten in einer

Gruppe einfacher

und erfolgreicher. Es

Foto: © Techniker Krankenkasse

gibt speziell betreute Fastenkurse im Urlaub,

im Alltag oder in Kliniken. Erfahrene

ausgebildete Fastenleiter unterstützen die

Fastengruppe und wissen Rat bei auftretenden

Beschwerden und Problemen. Bei der

Auswahl eines Fastenkurses ist ein ganzheitliches

Konzept wichtig, denn es geht um

den ganzen Menschen.

Kein Essen mehr?

Eine kräftige, herbeigeführte Darmentleerung

leitet das Fasten ein und ist für den

Körper das Signal für die Umschaltung von

der äußeren zur inneren Ernährung. Der

Verdauungstrakt wird ruhiggestellt. Dann

gibt es kein Hungergefühl und auch keine

Sättigung, höchstens in den ersten zwei

Tagen Appetit. Im Fastenstoffwechsel baut

der Körper eigene Depots ab, um ihn mit

Nährstoffen und Energie

zu versorgen. In

erster Linie werden die

Fettreserven zur Energiegewinnung

herangezogen.

Wer nach der

Buchinger-Methode

18 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

fastet, nimmt täglich in der Fastenwoche

reichlich Wasser, Kräutertee und etwas

frischgepressten Obst- oder Gemüsesaft,

zusammen etwa zweieinhalb Liter, und

¼ Gemüsebrühe und ein Teelöffel Honig zu

sich.

Was passiert beim Fasten?

Die Veränderungen im Stoffwechsel durch

das Fasten lösen eine Reihe positiver Reaktionen

und Effekte aus. Das Immunsystem

wird gestärkt und vielen chronischen Erkrankungen

vorgebeugt. Auch wenn bereits

leichte Stoffwechselstörungen vorliegen,

kann sich regelmäßiges Fasten positiv auswirken.

Übergewicht wird abgebaut, erhöhte

Blutfettwerte und hoher Blutdruck normalisieren

sich. Das Fasten erweist sich auch bei

Allergien, Autoimmunerkrankungen oder

Erlebnis für alle Sinne

Der Klassiker unter den Fastenmethoden ist

das Buchinger-Heilfasten. Die Fastenärztin

und Ehefrau des Enkels von Otto Buchinger

verrät in ihrem Buch ihre persönlichen

Fastenerfahrungen und macht Lust auf ein

Fastenerlebnis. Mit vielen praktischen Tipps

von Yoga über die richtige Atmung bis hin zur

Bauchmassage kann eine geplante Fastenwoche

gelingen. Um das Wohlgefühl lange zu

Foto: © Techniker Krankenkasse

Foto: © Techniker Krankenkasse

Foto: © www.trias-gesundheit.de

chronischen Magen-Darm-Erkrankungen

hilfreich. Beim Fasten reinigt sich Körper

und Geist und es entstehen ungeahnte

Energien. Fasten hat auch einen Verjüngungseffekt

und reduziert das biologische

Alter. Die Sinne werden wieder sensibler, so

dass nach der Fastenzeit auch Gerüche und

Geschmack des Essens viel bewusster

wahrgenommen werden. Regelmäßiges

Fasten bringt den Körper in Schwung, macht

eine schöne Haut und hält länger jung!

Braucht der Körper

Unterstützung?

Zum Programm einer gelungenen Fastenwoche

gehören eine moderate Bewegung wie

Spaziergänge, eine regelmäßige Darmreinigung

und Entspannungsübungen wie Yoga

oder Meditation. Es ist wichtig die richtige

Balance zwischen Ruhe und Bewegung zu

finden. Zur Unterstützung der Leber ist ein

Leberwickel empfehlenswert. Dafür wird

ein feuchtes Tuch auf den Bauch in Höhe der

Leber, darauf eine Wärmeflasche gelegt und

alles mit einem Tuch fixiert. Einschlafen dabei

ist erlaubt. Eine Entgiftung kann auch mit

Heilpflanzen wie Artischocke, Goldrutenkraut,

Birkenblätter, Brennnessel, Fenchel

oder Ingwer unterstützt werden. Zur Kreislaufanregung

empfiehlt sich ein Rosmarintee,

bei Übelkeit Pfefferminze und bei einer

Foto: © DAK-Gesundheit/Hanuschke+Schneider

Kälteempfindlichkeit Ingwer. Trockenbürsten,

Massagen, Wasseranwendungen und

Atemtherapie fördern ebenfalls die Ausscheidung.

Wie geht es nach dem

Fasten weiter?

Um das Erreichte der Fastenzeit zu bewahren,

ist ein achtsamer Kostaufbau wichtig.

Das ist oft schwieriger als das Fasten selbst.

Ein Symbol für das Fastenende ist der Apfel,

der langsam und genüsslich gekaut wird und

bewusst wieder zum Essen führt. Langsam

wird nun die Nahrungsaufnahme gesteigert.

Fasten kann auch eine Gelegenheit sein,

sein Leben zu überdenken. Wer fastet, stellt

erstaunt fest, welche Energiereserven in

ihm stecken. Oft entwickeln Fastende ein

neues Körperbewusstsein und ein gesteigertes

Selbstwertgefühl und sind motiviert

ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten

zu ändern. Denn auch nach der Fastenzeit

will jeder seinen Elan, seine neu gewonnene

Energie und das gute Gefühl behalten.

halten, stellt Hubert Hohler über 40 Slow-

Food-Rezepte aus der Buchinger-Klinik

in Überlingen vor und macht Lust auf

gesunden Kochgenuss im Alltag.

Dr. med. Françoise Wilhelmi

de Toledo; Hubert Hohler

„Buchinger Heilfasten“

Trias Verlag, Stuttgart

ISBN 9783830435396 · 19,95 €

Buchtipp

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 19


alternative heilmethoden

Die alternative Therapiemethode

NAET verspricht

wieder ein Leben ohne

Allergien und

Unverträglichkeiten.

Mit NAET

gegen

Allergien!

20 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13

Die Abkürzung NAET steht für Nambudripad´s

Allergy Elimination Technique und ist

eine Methode Blockaden und Körperreaktionen

aufzulösen, allergische Beschwerden

zu beseitigen und Linderung bei Allergien zu

verschaffen. Entwickelt wurde die Methode

von der in Indien geborenen Dr. Devi Nambudripad.

Selbst, seit ihrer Kindheit an Allergien

erkrankt, versuchte sie durch medizinische

Studien Heilungsansätze zu finden.

Die ausgebildete Krankenschwester studierte

Akupunktur und orientalische Medizin

und machte ihren Doktor in Chiropraktik

und Medizin. Mit der in den 80er-Jahren entstandenen

Therapie erreichte Devi Nambudripad

große Heilungserfolge. Bei vielen

Schulmedizinern stößt die Methode auf

Skepsis, vor allem, weil bisher keine wissenschaftlichen

Nachweise vorliegen und die

Auslegung des Begriffs der Allergie im Widerspruch

zur medizinischen Wissenschaft

steht. Inzwischen hat Dr. Devi Nambudripad

tausende Ärzte und Therapeuten weltweit

im Gebrauch von NAET unterrichtet. Die

Therapiemethode soll bei Lebensmittelunverträglichkeiten,

Heuschnupfen, Neurodermitis,

Ekzemen aber auch bei Autismus,

chronischem Müdigkeitssyndrom, Reflux

und Fibromyalgie wirkungsvoll sein und Linderung

bei Beschwerden wie Rheuma, Multipler

Sklerose, Morbus Crohn, Migräne und

ADS/ADHS verschaffen.

Neuprogrammierung

von Informationen

Devi Nambudripad hat für eine Allergie folgende

Definition: „Eine Allergie ist eine physisch,

physiologisch und (oder) psychologisch

ungünstige Reaktion eines Individuums

auf die Anwesenheit eines oder mehrerer

Stoffe, die als Allergene bezeichnet werden.“

Sie unterscheidet nicht, wie die

Schulmediziner zwischen Allergie im eigentlichen

Sinn, bei der Immunglobuline des

Typs E (IgE) freigesetzt werden und Unverträglichkeiten,

Empfindlichkeiten oder

Überempfindlichkeiten. Für den Patienten

ist es auch nicht relevant, denn für ihn zählen

einzig und alleine die Symptome, die ihm

das Leben schwer machen und die er loswerden

möchte. NAET unterscheidet zehn

Allergenkategorien, die nach ihren Eintrittswegen

in den Körper benannt werden. Dazu

gehören ingestive Allergene (Essen und

Getränke), inhalative Allergene (eingeatmet),

kontaktive Allergene (Hautkontakt),

injektive Allergene (Injektion, Bienenstich),

Pilze und Schimmelpilze, interne Faktoren

(Autoimmunreaktionen), infektive Allergene

(Bakterien, Viren, Parasiten), physikalische

Faktoren (Sonne, Kälte, elektromagnetische

Strahlung), genetische Faktoren


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Fotos: © Techniker Krankenkasse

(Laktoseunverträglichkeit), emotionale

Faktoren (positive oder schwächende Reaktionen).

Bei der NAET-Therapie wird davon ausgegangen,

dass Allergien und Unverträglichkeiten

durch das Gehirn gesteuert werden.

Durch Behandlung soll das Gehirn Informationen

bekommen, bestimmte Nahrungsbestandteile

oder andere Stoffe nicht mehr

von der körpereigenen Immunabwehr zu bekämpfen.

Im Mittelpunkt der Behandlung

steht eine „Neuprogrammierung“. Dr. Nambudripad

entdeckte „dass es möglich ist,

durch besondere Stimulierung der Wurzeln

des sympathischen Nervensystems dem Gehirn

eine Botschaft zu übermittelt, die es dazu

veranlasst, die falsche Wahrnehmung des

jeweiligen Stoffes zu korrigieren. Durch Stimulierung

weiterer Akupressur- bzw. Akupunkturstellen

und Beachtung präziser Vorschriften

durch den Patienten während einer

bestimmten Zeit nach der Behandlung

prägt sich die neue Botschaft endgültig ein.“

(www.naeteurope.com/) Die Therapiemethode

kombiniert dabei Verfahren aus der

Traditionellen Chinesischen Medizin, Akupunktur,

Kinesiologie, Chiropraktik Kinesiologie

und der Schulmedizin. Während schulmedizinisch

Allergien mit Desensibilisierung,

Cortison, Antihistaminika und Karenz

behandelt werden, ist NAET eine sehr sanfte

Methode ohne Blut- und Hauttests, ohne

Spritzen und Medikamente. Daher eignet

sich die schmerz- und nebenwirkungsfreie

NAET-Therapie auch für Kleinkinder und Babys.

Die Methode kollidiert mit keiner anderen

Behandlungsart und kann gefahrlos mit

anderen Therapien kombiniert werden.

Ablauf einer

NAET-Behandlung

Eine Behandlung besteht aus einem kinesiologischen

Muskeltest auf verschiedene Allergieauslöser,

der Messung des Hautwiderstandes

des Patienten und einer Stabilisierung

des Immunsystems. Für eine erfolgreiche

Behandlung sind mindestens elf Einheiten

notwendig. Nach einem Erstgespräch

werden der Reihe nach, zehn sogenannte

Basics standardmäßig getestet und therapiert.

Die sogenannten „Basic Ten“ sind: Ei-

Mix, Calcium-Mix, Vitamin-C-Mix, Vitamin-B-

Mix, Zucker-Mix, Eisen-Mix, Vitamin-A-Mix,

Mineralien-Mix, Salz-Mix und Getreide-Mix.

Es sind die zehn meistverbreiteten Allergene,

die für viele Unverträglichkeiten und Allergien

mitverantwortlich sind. Bei der „Allergielöschung“

liegt der Patient auf dem

Bauch und hat sein ausgetestetes Allergen

in der Hand. Die NAET-Behandlung besteht

aus drei Teilen, der Mobilisierung der Wirbelsäule

zur Freisetzung der Nervenwurzeln,

einer Stimulierung organspezifischer

Akupressurpunkte auf dem Rücken und einer

Stimulierung der sogenannten Torpunkte,

das sind spezifische Akupressurpunkte

an Händen und Füßen. Eine Sitzung dauert

etwa 30 Minuten, davon werden zehn Minuten

für die eigentliche Behandlung benötigt

und die restliche Zeit ist eine Ruhephase, in

der Patient Kontakt zum Allergen hält. Danach

folgt eine Karenzzeit vom Allergen von

mindestens 24 Stunden in der sich die neue

Information endgültig einprägen soll.

Weitere Infos:

www.naet-europe.com

Therapeuthenverzeichnis:

www.naet-europe.com/de/

naet-therapeuten.html

Das

Anti-Allergie-

Programm

Die Neurobiologin, Heilpraktikerin,

NAET Therapeutin und Ausbilderin

Dr. Andrea Schröpel leitet das Zentrum

für NAET und Kinesiologie in München.

Die ausgebildete Kinesiologin erklärt

in ihrem Buch, wie mithilfe von

NAET die Auslöser von Allergien

aufgespürt und schonend beseitigt

werden können.

Dr. Andrea Schröpel

„Das NAET-Programm“

Allergien endlich erfolgreich

behandeln

Südwest Verlag, München

ISBN 978-3-517-08644-6

16,99 €

Foto: © www.randomhouse.de/suedwest

Buch

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 21


wellness & gesundheit

Übergewicht, Diabetes, Schlaganfall

und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

erschweren und verkürzen das Leben.

Sogenannte Zivilisationserkrankungen

haben gemeinsame Ursachen!

Essen

wir uns krank?

Es ist schon seit Jahren bekannt: Wir essen zu viel,

zu fett, zu süß und zu salzig! Dazu belasten Zusatzstoffe,

Stress und ein chronischer Bewegungsmangel

den Körper. Laut der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung (DGE) sind über zwei Drittel

aller Todesfälle in Deutschland auf eine ungesunde,

falsch zusammengestellte Ernährung zurückzuführen.

Auf der ersten wissenschaftlichen Fachkonferenz für vegetarische

Ernährung in der Gesundheitsvorsorge, der „VegMed“, wurden erneut

Fakten zusammengetragen. Sie bestätigen, die meisten Zivilisationskrankheiten

hängen direkt oder indirekt mit der Ernährungsweise

zusammen. Nicht unerheblich sind dabei die dadurch verursachten

Kosten von 70 Mrd. Euro, ein Drittel der jährlichen Ausgaben

im Gesundheitswesen. Unabhängig von anderen Risikofaktoren wie

Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel oder Stress, steigt bei einem

übermäßigen Fleischverzehr etwa das Risiko an Diabetes Typ

2 zu erkranken um bis zu 50 Prozent. Aus medizinischer Sicht ist gegen

einen Verzehr von unbehandeltem Fleisch einmal pro Woche

nichts einzuwenden. Prof. Claus Leitzmann, ehemaliger Leiter des

Foto: © ERGO Versicherungsgruppe

Gießener Instituts für Ernährungswissenschaften

ist davon überzeugt: „Eine vollwertige vegetarische

Ernährung mit einem hohen Anteil an

pflanzlicher Kost ist aus ernährungswissenschaftlich-medizinischer

Sicht empfehlenswert“.

Es wurde auf der Konferenz wieder bestätigt,

Vegetarier sind gesünder und leiden seltener unter ernährungsabhängigen

Erkrankungen wie Übergewicht, Gicht oder Diabetes. In

einer Reihe weiterer wissenschaftlicher Studien wurde festgestellt,

dass auch ihr Risiko Herz-Kreislauf-Krankheiten, Magen- und Dickdarmkrebs,

Brust- oder Hautkrebs zu bekommen geringer ist.

Genussvoll

und vielseitig essen!

Mit wenig Aufwand kann sich jeder gesund, vollwertig und abwechslungsreich

ernähren. Empfohlen wird eine überwiegend pflanzliche,

mediterrane Kost. Wer seine Ernährung etwas anders zusammenstellt

wird mit Genuss und Wohlbefinden belohnt. Essen Sie täglich

mehr frisches Gemüse, Salate und Obst. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte

wie Vollkornreis und Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kräuter,

Foto: © GPP

22 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Gewinnspiel

Foto: © Barmer GEK Foto: © Wikimedia

Nüsse, kaltgepresste pflanzliche Öle und trinken Sie reichlich, am

besten Wasser. Mit dieser ballaststoffreichen Ernährung vermeiden

Sie Übergewicht und Heißhunger, denn nach einer Mahlzeit mit Gemüse

und Vollkorn bleibt der Blutzuckerspiegel lange Zeit konstant.

Zusätzlich stärken Vitamine und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in

Obst und Gemüse die Immunabwehr und schützen die Zellen vor

freien Radikalen.

Eine Zubereitung der Mahlzeiten bei niedrigen Temperaturen und

mit wenig Wasser, schont nicht nur die Nährstoffe, sondern auch

den Geschmack und verhindert die Bildung von Schadstoffen. Würzen

Sie mit vielen aromatischen Kräutern anstatt mit Salz und Fertigwürzmitteln.

Und lassen Sie sich Zeit beim Essen, denn genussvoll

gekaut macht eher satt und zufrieden.

Zucker, Süßigkeiten, Produkte mit weißem Mehl, gesüßte Softgetränke,

Fertiggerichte, Fast-Food und tierische Fette sollten möglichst

auf ein Minimum reduziert

werden. Wer viel von diesen

Lebensmitteln isst, nimmt

zu viel Zucker, ungesunde Fette

und Salz auf. Ein zu hoher Fettverzehr,

vor allem mit gesättigten

Fettsäuren und trans-Fettsäuren,

steigert das Risiko für

eine Reihe Erkrankungen von

Herz und Kreislauf, Krebs und Übergewicht. Gesättigte Fettsäuren

sind in harten Fetten, Wurst, Fleisch, fettreichen Milchprodukten,

fettreichen Fertigprodukten und Snacks enthalten. Ganz auf Fette

zu verzichten ist nicht klug, denn sie sind Träger fettlöslicher Vitamine.

Gesünder ernährt sich, wer pflanzliche Öle mit einfach und

mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Nüsse bevorzugt.

Werden Sie aktiv!

Neben einer genussvollen, gesunden Ernährung ist ein Verzicht auf

Genussmittel wie Alkohol, Tabak und Koffein sinnvoll. Legen Sie

Wert auf eine ausreichende Bewegung. Durch regelmäßigen Ausdauersport

und tägliche Bewegung, drei bis viermal die Woche, wird

das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Ideal sind Sportarten wie Walking,

Schwimmen, Joggen, Gymnastik oder Radfahren. Sport baut

auch Stress ab und entspannt. Zusätzlich empfehlenswert sind geeignete

Entspannungsmethoden wie Yoga, autogenes Training oder

dynamische Entspannung.

Foto: © taoasis.com

Ein

perfekter Wohlfühltag!

Zeigen Sie zum Valentinstag Liebe, Anerkennung und Zuneigung

mit einem schönen Duftgeschenk! Wir verlosen 5 Sets für einen

perfekten Wohlfühltag! Jedes Set enthält verführerisch duftendes

ätherisches Öl für Schönheitspflege und Aroma-Massage.

Für gewisse Stunden empfiehlt sich der blumig-erotische

Schmuseduft. Nicht nur ein Hingucker ist der edle Glasflacon

mit dem Naturduft Flores und der Reispapierblüte „Baldini Flores“,

die durch natürlichen Granatapfelextrakt stimmungsvoll

gefärbt wird. Ein Duftstein Herz mit der blumigen Duftkomposition

„Alles Liebe“ und das Buch „Duftbotschaften für Liebe

& Sinnlichkeit“ über die Welt aromatischer Pflanzen und ihre

sinnlichen Düfte, machen das Wohlfühl-Set komplett.

Wenn Sie das „Wohlfühl-Set“ gewinnen möchten, dann

schreiben Sie bis zum 28.02.13 eine ausreichend frankierte

Postkarte mit dem Lösungswort aus dem Rätsel auf Seite 25

und der Adresse der Apotheke, von der Sie „Naturheilkunde &

Gesundheit“ erhalten an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: Wohlfühltag

Postfach 1213

47592 Geldern

Per Fax oder E-Mail eingesandte Lösungen werden nicht berücksichtigt. Mehrfachsendungen

führen zum Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

die Gewinne sind nicht übertragbar und werden nicht in bar ausgezahlt. Die

Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Die Preise wurden gestiftet von

TAOASIS Natur Duft Manufaktur (Taoasis.com).

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 23


atgeber gesundheit

Schmerzfrei durch Bewegung

1

Testen Sie in dieser dreiteiligen Rückenschule,

wie effektiv ein Mix aus Koordinations-, und

Kräftigungs-Dehnübungen die Muskulatur stärkt.

Fotos: © AGR

Nachdem Sie im letzten Monat kleine, einfache Dehnübungen zur

Stärkung der Arm- und Nackenmuskulatur und Übungen mit Hanteln

ausprobiert haben, geht es nun weiter mit Übungen auf der Gymnastikmatte

und mit dem Powerball.

Übungen auf der Gymnastikmatte

Zur Kräftigung der Muskulatur sind diese einfachen funktionellen

Gymnastikübungen empfehlenswert.

2

1. Dehnt den Rücken

Legen Sie sich ganz entspannt auf den Rücken. Winkeln Sie Ihre

Beine an und umfassen die Knie mit beiden Händen. Ziehen Sie die

Knie vorsichtig und soweit es geht in Richtung Oberkörper. Halten

Sie die Spannung etwa eine Minute.

2. Kräftigung der Gesäßmuskulatur

Knien Sie sich auf den Boden, beugen Sie den Oberkörper nach vorne

und stützen Sie sich mit den Unterarmen ab. Heben Sie nun das

Linke Bein und schieben die linke Ferse senkrecht in Richtung Dekke.

Knie- und Fußgelenk sind dabei 90° angewinkelt. Diese Übung

etwa zweimal pro Bein bis zur Muskelermüdung wiederholen.

1

Übungen mit dem Powerball

Abwechslungsreiche Dehn- und Kräftigungsübungen sind mit dem

Powerball möglich, außerdem schult er den Gleichgewichtssinn.

2

1. Kräftigt die Gesäßmuskeln

Legen Sie sich auf den Rücken und die Fersen auf den Ball. Nun

bewegen Sie langsam das Becken auf und ab, ohne dabei ein Hohlkreuz

zu machen. Diese Übung etwa 20 Mal wiederholen.

2. Dehnt die Schultermuskulatur

Knien Sie sich vor dem Powerball und legen Sie beide Arme auf den

Ball. Schieben Sie vorsichtig Ihr Brustbein in Richtung Boden und

drehen nun den Oberkörper von links nach rechts. Die Übung etwa

zehnmal durchführen.

Im März lernen Sie, im letzten Teil der kleinen Rückenschule, Übungen mit dem Turnstab

und dem Theraband kennen.

24 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 25


atgeber gesundheit

Bambus

Vielseitiger

Bambus steht in Asien für ein langes

Leben und ist ein Symbol für Reinheit.

Er findet Anwendung in der Naturheilkunde

und in der Körperpflege.

In Japan wird Bambus seit 4.000 Jahren für

die Gesundheit genutzt und als heilige Pflanze

verehrt und in China traditionell zur

Wundheilung und Regeneration der Haut

eingesetzt. Gesundheitlich hat Bambus aufgrund

seiner Inhaltsstoffe viel zu bieten. Er

besteht über 77 Prozent aus Kieselsäure

(Silizium) und enthält reichlich Flavonoide,

Faserstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente,

Aminosäuren und Enzyme. Das exotische

Kraftpaket, es ist die energiestärkste Pflanze

unserer Erde, speichert reichlich Lichtenergie

und besitzt eine große Menge Vitalstoffe,

von denen sich einige erst durch eine

Verköhlerung entfalten. In der Naturheilkunde

wird Bambus in Form von Salben,

Konzentrat oder Bambuspflastern gegen

verschiedene Beschwerden eingesetzt. Eine

weitere Verwendung findet er als entwässernder

Bambustee, unterstützende

Nahrungsergänzungsmittel oder als leckere

Sprossen und Keimlinge.

Foto: © Wikimedia

Bambuspflaster reinigen,

nähren, balancieren

Für wirkungsvolle japanische Bambuspflaster

wird die stärkste und dickste Bambusart,

der Moso-chiku genutzt. Wenn im Winter die

Temperatur auf fünf Grad sinkt, fällt der

Bambus in eine Art Winterschlaf. Jedes Jahr

sprießt er im Mai und wächst etwa 160 Zentimeter

pro Tag in seiner Endwachstumsphase.

Nach vier Jahren ist er ausgewachsen.

Geernteter Bambus wird in ein Meter

lange Stücke geschnitten, in sechs Stücke

geteilt und zum Trocknen bis zu sechs Monate

gelagert. Der natürlich getrocknete

Bambus wird gebündelt und in einem tönernen

Köhlermeiler gestapelt und dann tagelang

geröstet, um Bambuskohle zu gewinnen.

Aufsteigender Dampf wird abgekühlt

und daraus entsteht das flüssige Bambuskonzentrat,

auch Bambusessig genannt. Drei

Wochen nach der Produktion kann das gefilterte

Konzentrat bis zu 15 Jahre gelagert

werden, um zu reifen. Anschließend folgt die

Trocknung. Aus diesem Pulver und weiteren

natürlichen Zutaten werden qualitativ hoch-

26 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


wertige Bambuspflaster hergestellt. Damit

soll der Organismus, im Sinne der Traditionellen

Chinesischen Medizin (TCM), mit

Energie versorgt und in die Lage versetzt

werden, Gift- und Schlackenstoffe abzugeben.

Beispiele aus der Praxis

Von der außerordentlichen Wirkung der

Bambuspflaster ist die ärztl. geprüfte Fußpflegerin

Angelika Helfmann aus Konstanz-

Fotos: © Angelika Helfmann

auf Informationsabenden an Podologen und

Fußpfleger, Heilpraktiker, Ärzte und Selbsthilfegruppen

weiter. Angelika Helfmann:

„Bei Nagel- und Fußpilz kann der hohe Siliziumanteil

von Bambus bewirken, dass die

Nägel zu einem schnelleren Wachstum angeregt

werden, so können dann restliche

Spuren von Mykosen, nach einer fachgerechten

Behandlung, herauswachsen.“

Ebenfalls sehr gute Erfolge erzielt sie bei

offenen Wunden an Beinen und Füßen wie

die Bilder eines 81-jährigen Klienten belegen.

Trotz monatelanger, ärztlicher Behandlung

eines Ulcus gab es keinen Heilungserfolg.

Anschließend wurde der Klient mit

Bambuspflaster behandelt und es konnte eine

deutliche Verbesserung, nach nur kurzzeitiger

Anwendung festgestellt und gefühlt

werden.

Bambusenergie

Der Autor Axel Klossner gibt in seinem

kleinen Ratgeber rund um den Bambus

Denkanstöße für ein gesünderes Leben.

Er hat allerhand Wissenswertes über die

faszinierende Pflanze zusammengetragen

wie Geschichtliches, Produktvielfalt,

gesundheitlicher Nutzen und Erkenntnisse

aus der modernen und alternativen

Wissenschaft.

Foto: © dermacare

Buchtipp

Dingelsdorf überzeugt. Sie und Axel Klossner,

Dr. econ USA, Autor des Buches „Bambus

die Energiepflanze“ beschäftigen sich

schon seit neun Jahren mit den gesundheitlichen

Vorzügen von Bambus. Beide wurden

von Dr. med. univ. M. Reininger (Dozent für

TCM in Österreich) im Basiswissen der Traditionellen

Chinesischen Medizin ausgebildet

und geprüft. Sie geben ihr Wissen auch

Axel Klossner bewahrte einen Klienten vor

einer Amputation. Axel Klossner: „Diese

drei Zehen sollten in einer Uni-Klinik amputiert

werden, weil die offenen Wunden über

Monate trotz medizinischer Behandlung

nicht verheilten. Die Diagnose des Hausarztes

war Fußpilz! Diabetiker leiden meist

unter starken Durchblutungsstörungen, so

wird das Gewebe nicht mehr optimal versorgt

und oft können kleine Verletzungen

solche Ausmaße annehmen. Nach 6 Wochen

Bambusanwendung war dann der Erfolg

sichtbar.“

Axel Klossner

„Bambus“

– die Energiepflanze –

E-Mail: bambus-lebenskraft@gmx.de

Telefon: 07533 9330044

ISBN: 3-00-016596-7 · 10 € incl. Versand

Bambus

schützt Haut und Haare

Auch die Kosmetikhersteller haben die

Vorzüge von Bambus entdeckt. Bambusextrakte

stecken in vielen Produkten wie

Creme, Körperlotionen, Shampoos und

Haarspülungen. Der Mineralstoff Silizium

wirkt stärkend und straffend, schützt

die Haut und fördert das Wachstum von

Haar und Nägeln. Extrakte des tropischen

Schilfrohrs spenden Haut und

Haaren wertvolle Feuchtigkeit und stärken

die Struktur. In Anti-Aging-Seren und

in Masken bewirkt Bambus einen leichten

Lifting-Effekt. Haarpflegeprodukte

mit Bambusextrakten geben dem Haar

mehr Schwung, Glanz und Volumen. Das

zart nach Gras duftende Aroma entfaltet

bei Duschgels und Cremes eine ausgleichende,

entspannende Wirkung.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 27


alternative heilmethoden

Serie: Naturheilkundliche Diagnoseverfahren

Bioenergetische Diagnostik

Mittels physikalischer Methode können bei

der Bioenergetischen Diagnostik Erkrankungen

frühzeitig erkannt werden.

Die Bioenergetische Diagnostik

(BD) ist hilfreich für

das Verstehen von Krankheitsursachen

und für die

Auswahl verschiedener, geeigneter

Therapiemethoden.

Besonders zur primären

Prävention und bei unklaren

Beschwerden, die von der

Schulmedizin nicht einwandfrei

diagnostiziert oder erfolgreich

behandelt werden

können, wird sie angewandt.

Auch bei chronischen Erkrankungen

kann dieses Diagnoseverfahren

weitere Zusatzinformationen

für die

Therapie liefern.

Während bei der biochemisch-orientierten

Schulmedizin

eine Diagnose,

durch die chemische Analyse

von Stoffen und Körperflüssigkeiten

gestellt wird, befasst

sich die physikalische Medizin mit der

Erfassung von elektromagnetischen Schwingungen

und vor allem deren Auswirkungen

im menschlichen Körper. Eine Vielzahl von

Apparaturen und Methoden stellt das elektromagnetische

oder energetische Potential

des Menschen fest.

Die Verfahren heißen Bioresonanz- oder

Hochfrequenzdiagnostik, Thermographie,

28 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13

Vega-Test, Elektroakupunktur und weitere

Methoden zur Bestimmung von Akupunkturpunkten

und Störfelder. Viele elektromagnetische

Verfahren sind umstritten.

Doch einige physikalische Diagnoseverfahren

wie Computertomographie (CT),

Kernspinresonanztomographie (NMR),

EKG, EEG, sowie Sonographie (Ultraschall)

werden auch schulmedizinisch

eingesetzt.

Foto: © AOK-Mediendienst

Frühzeitige

Hinweise auf

Erkrankungen

Schadstoffe, Allergene,

Stress oder Krankheiten haben

Einfluss auf das elektromagnetische

Schwingungsmuster

der menschlichen

Zellen und geben ein anderes

Frequenzmuster. Auch

durch Störungen der elektromagnetischen

Schwingungen,

etwa durch Elektrosmog

und Handystrahlung,

kann die Gesundheit

des Körpers negativ beeinflusst

werden. Auf der anderen

Seite werden elektromagnetische

Schwingungen gezielt

therapeutisch genutzt,

wie bei der Magnetfeldtherapie,

Mikrowelle oder

Transcutane Elektro-Nervenstimulation

(TENS).

Naturheilkundlich arbeitende Ärzte und

Therapeuten können bei Patienten mit einer

Bioenergetischen Diagnostik bereits eine

Störung feststellen, obwohl sich noch keine

Erkrankung schulmedizinisch nachweisen

lässt. Je früher eine Störung erkannt wird,

desto besser. Denn ein frühzeitiges Eingreifen

oder der Beginn einer Therapie, können

beginnende Erkrankungen rechtzeitig verhindern

helfen.


wellness & gesundheit

Cajeput

Fotos: © Wikimedia

Herkunft

Cajeput zählt zu den Myrtengewächsen

und ist im Fernen Osten und Australien

zu Hause.

Gewinnung

Das dünnflüssige, klare Öl wird durch

Wasserdampfdestillation aus den

Blättern und Knospen des Cajeputbaumes

(Melaleuca leucadendra) gewonnen.

Duft

Das Öl verströmt einen würzigen Duft,

der als frisch und kühl wahrgenommen

wird. Er erinnert an Eukalyptus mit

einem Hauch Nelke und lässt sich gut mit

Rosmarin, Kampfer, Douglasie und Niauli

mischen. Cajeput hat große Ähnlichkeit

mit Teebaumöl, ist aber stärker in der

Schmerzlinderung.

Eigenschaften und

Verwendung

In der medizinischen Aromatherapie

wird Cajeput als krampflösendes,

schmerzstillendes und wurmtreibendes

Mittel eingesetzt, ebenso als Antiseptikum

bei Atemwegserkrankungen

und Infektionen des Verdauungssystems

und der ableitenden Harnwege.

Duftlampe

Wenige Tropfen Öl verströmen in

Duftlampe oder Duftbrunnen in der

entsprechenden Menge Wasser einen

erfrischenden Duft, der als vitalisierend

und erfrischend beschrieben wird. Allein

schon über das Einatmen zeigen

ätherische Öle ihre Wirkung. Auf der

mentalen Ebene hilft Cajeput bei Erschöpfung

und Konzentrationsmangel,

auf der psychischen bei Lethargie und

Antriebsschwäche. Erich Keller schreibt

in seinem Buch „Aromatherapie“,

Cajeputöl sei aufgrund seiner östrogenstimulierenden

Wirkung besonders

für Frauen geeignet.

Trockeninhalation

Eine sogenannte Trockeninhalation kann

jederzeit unterwegs und überall dort

durchgeführt werden, wenn Beschwerden

auftauchen. Dazu werden

1-2 Tropfen des ätherischen Öls, auf ein

Taschentuch gegeben, und der Duft tief

eingeatmet. Dies ist bei Erkältungs- und

Atemwegserkrankungen hilfreich.

Gesundheit und Wellness

Wird das ätherische Öl als Zusatz für ein

Aroma- oder Erkältungsbad verwendet,

muss es – wie alle ätherischen Öle – mit

einem „Emulgator“ gemischt werden,

etwa mit 2-3 Esslöffeln Sahne, Honig

oder flüssiger Seife. Der natürliche

Emulgator Sahne dient gleichzeitig als

Rückfettung und verhindert das

Austrocknen der Haut. Menschen, die

besonders sensibel reagieren, sollten

vorab testen, ob ihre Haut das

ätherische Cajeputöl verträgt, alternativ

kann auf das ähnlich wirkende Teebaumöl

ausgewichen werden.

Haushalt

Wer den kräftig würzigen Duft des

Cajeputöls besonders mag, kann es auch

im Haushalt verwenden. Beim Reinigen

von Fußböden oder beim Auswischen

der Schränke werden einige Tropfen ins

Putz- und Wischwasser gegeben. Es

riecht nicht nur angenehm, sondern hat

auch leicht desinfizierende Wirkung.

von Hildegard

Willms-Beyárd

Gesundheitsberaterin

Dieser Text gilt der allgemeinen Information sowie

der Bekanntmachung der Pflanzenessenz. Er ist

keine Aufforderung zur Eigenbehandlung, da er keinesfalls

Diagnose und Verordnung des Arztes oder

Behandlers ersetzt. Vor der Einnahme ätherischer

Öle sollten Sie immer fachkundigen Rat einholen.

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 29


32. Aspen (Espe oder Zitterpappel)

Die Ahnungs-Blüte

Motto: Zittern wie Espenlaub

Die Blütenessenz Aspen (Populus tremula)

ist angezeigt bei Menschen, die sich

vor der nahen Zukunft übertrieben fürchten,

die von Angst geplagt werden, die

dunkle Vorahnungen, eine innerliche Panik

haben oder sich vor drohendem Unheil

fürchten. Sie hören das Gras wachsen

und leiden an Angstzuständen, wenn

sie alleine oder unter vielen Menschen

sind. Neues wird skeptisch beobachtet.

Der Ausdruck „Zittern wie Espenlaub“

beschreibt das Gefühl, über das die sensiblen

Menschen nicht gerne reden.

Schon ein Wort, ein Gedanke, ein Geruch

oder eine Situation kann ein Angstgefühl

hervorrufen. Sie haben oft Albträume,

sprechen im Schlaf oder schlafwandeln.

Mögliche körperliche Symptome können

Wetterfühligkeit, Atemstörungen, Herzschwäche,

hormonelle Störungen oder

Probleme mit der Halswirbelsäule (Angst

im Nacken) sein.

Aspen als Blütenessenz fördert den Lebensmut

und das Selbstvertrauen. Der

Mensch kann eigene Angstgefühle überwinden,

wird furchtlos, ruhig, zuversichtlich

und fähiger, die eigenen Gefühle

und Intuition realistischer einzustufen.

Aspen hilft Kindern, die Angst haben,

im Dunklen einzuschlafen.

Foto: © Wikimedia/ Sergey M. Sazhin

Herstellung

von Bachblüten

Für die 38 Bachblüten gibt es genaue

Herstellungsvorschriften, die im Britischen

Homöopathischen Arzneibuch

(British Homoepathic Pharmacopoeia)

stehen. Dr. Edward Bach hielt die Sonnenmethode

und die Kochmethode

für wirksam, um Pflanzeninformationen

auf das Wasser zu übertragen.

Die Sonnenmethode

Die Sonnenmethode ist für alle

Pflanzen geeignet, deren Blüte in der

Jahreszeit mit intensiver Sonneneinstrahlung

liegt. Morgens, zwischen 8-

9 Uhr, werden die Blüten gepflückt

ohne sie zu berühren und für drei bis

vier Stunden in eine Glasschale mit

Quellwasser gelegt. Die Schale steht

in der Nähe der Pflanze und in der

Sonne.

Die Kochmethode

Um Essenzen aus Frühblühern, vor

allem Baumblüten zu erhalten, reicht

die Sonnenintensität noch nicht aus

und daher werden die Essenzen mit

der Kochmethode hergestellt. Blühende

Zweigstücke oder Blüten werden

direkt nach der Ernte vor Ort

20 Minuten gekocht.

Naturheilkunde-Wissen

Antioxidantien

Zellschützende Substanzen, die gegen Oxidationsvorgänge im

Körper wirken und gegen freie Radikale wirksam sind, werden

als Antioxidantien bezeichnet. Wirkungsvolle Radikalfänger sind

besonders Enzyme, Mineralien und Spurenelemente, zu den sekundären

Pflanzenstoffen gehörende Polyphenole (z. B. Flavonoide,

Isoflavone etc.) und die Vitamine A, C und E. Sie funktionieren

als wichtiges Schutzsystem in unseren Körperzellwänden,

indem sie die Zerstörung mehrfach ungesättigter Fettsäuren

durch freie Radikale verhindern. Diese aggressiven Sauer-

stoffverbindungen können Körperzellen schädigen und stehen

im Verdacht, an der Entstehung von Krebs, Arteriosklerose (Arterienverkalkung),

Parkinson und Alzheimer beteiligt zu sein.

Appetitlosigkeit

Kein Bedürfnis etwas zu essen ist eine normale Reaktion des

Körpers bei fiebrigen Infekten oder Magen-Darm-Störungen

und eine Schutzfunktion. Der Körper konzentriert sich darauf,

die Krankheitserreger schnell wieder loszuwerden. Dagegen

hat eine chronische Appetitlosigkeit möglicherweise organische

Ursachen und muss ärztlich abgeklärt werden.

30 | Naturheilkunde & Gesundheit | 02 | 13


IMPRESSUM:

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

Herausgeber/Verlag:

S & D Verlag GmbH

Otto-Hahn-Str. 16 · 47608 Geldern

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Verleger und Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Dipl.-Oecotrophologin Marita Offermanns

Redaktionelle Mitarbeit:

Ursula Grabow,

Prof. Dr. med. Dr. med.

habil. Wolfgang Remy,

Hildegard Willms-Beyárd

Konzept und Grafikdesign:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Rätsel: Hannelore von Berg

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen, Tel.: (0 28 31) 13 00 42

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Anzeigenpreisliste:

Nr. 21 (gültig ab 01.01.2013)

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2013 by S & D Verlag GmbH

Nachdrucke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Genehmigung des

Verlages gestattet und honorarpflichtig.

Die im Magazin dargestellten Informationen

dienen ausschließlich zur allgemeinen Information

und sind keinesfalls als Ersatz für eine

persönliche Beratung, Untersuchung, Diagnose

oder Behandlung durch einen Arzt oder Apotheker

gedacht. Alle Angaben sind ohne Gewähr.“

Bezug: Nur über Apotheken.

Naturheilkunde & Gesundheit erscheint

jeweils am Monatsanfang. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

Für unverlangt eingesandte Manu skripte

und Bilder wird keine Gewähr übernommen.

Rück sen dungen oder die Beant wortung

sonstiger Zuschriften kann nur erfolgen,

wenn ausreichendes Porto beiliegt.

Druck: Senefelder Misset, NL Doetinchem

(Januar-Lösung: SPREIZKLIMMER)

Rätsel-

Auflösung

der Seite 25

Foto: © Wikimedia/Arnoldius

Foto: © DAK-Gesundheit/Wigger

auf die März-Ausgabe

ab 01.03.2013 in Ihrer Apotheke

Bitterstoffe machen

im Frühjahr fit

Fördern Sie Ihre Kraft und Vitalität!

Nutzen Sie die Bitterstoffe einiger

Pflanzen, um gründlich zu entschlacken!

Parodontitis

bringt Gesundheitsprobleme

Krankheitserregende

Mundbakterien lassen

nicht nur die Zähne

Foto: © AOK-Mediendienst

ausfallen, sondern

sind Ursache einer

Reihe körperlicher

Störungen.

Schilddrüsenerkrankung:

Hashimoto-

Thyreoiditis

Die autoimmune Schilddrüsenentzündung

beginnt schleichend und die Symptome

sind nicht immer klar!

02 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 31


Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Grapefruit stört Medikamente

Grapefruit, ob als Frucht, Saft oder Marmelade, kann die Wirkung

einiger verschreibungspflichtiger Medikamente negativ beeinflussen

und erhöhen. Dies bedeutet ein Risiko für schwere Nebenwirkungen

bis hin zu Nierenversagen, Magen-Darm-Blutungen oder

plötzlicher Tod. So kann die Einnahme von Blutdrucksenkern zusammen

mit Grapefruitsaft zu einem starken Blutdruckabfall führen

und bei Cholesterinsenkern können Schmerzen und Muskelschwäche

auftreten. Auch mit einigen

Herzmedikamenten,

Schlafmitteln, Hormonpräparaten,

Antiallergika,

Potenzmittel

oder Antibiotika verträgt

sich die Frucht

nicht. Obwohl dies

Foto: ® wikimedia/citrus paradisi

schon länger bekannt ist, berichten nun kanadische Forscher von

Wechselwirkungen mit immer mehr Medikamenten. Schuld sind

die Furanocumarine in der Grapefruit, die auch in Bitterorangen,

Limetten und Pampelmusen vorkommen. Sie blockieren im Darm

Enzyme, die für den Abbau der Medikamente wichtig sind. Vergewissern

Sie sich daher bei Ihrem Arzt

oder Apotheker, ob Ihr Arzneimittel

zusammen mit Grapefruit Probleme

bereiten könnte. Falls

es mit dem Inhaltsstoff der

Grapefruit interagiert, ist es

das Beste, auf Grapefruitprodukte

zu verzichten oder

auf alternative Wirkstoffe

auszuweichen.

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