Tier & Apotheke - S&D-Verlag GmbH

sudverlag

Tier & Apotheke - S&D-Verlag GmbH

05 | 2013 · www.Unsere-besten-Freunde.com Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Tier & Apotheke

Diese Ausgabe

wurde von

Ihrer Apotheke bezahlt

Der Barsoi:

Windhund mit

Stammbaum

Gärtnern für den

Tierschutz

Alarmsignal

Juckreiz!


Inhalt

Foto: © BfT/ Klostermann Foto: © Wikimedia/ Piet Spaans

Foto: © Heinz Sielmann Stiftung

Heinz Sielmann: Naturschützer

mit der Kamera

Mit seinen Filmen brachte er nicht

nur Naturromantik auf die bundesdeutschen

Bildschirme, sondern

warnte auch immer wieder unermüdlich

und eindringlich vor der

Zerstörung der letzten Tierparadiese.

Seite 08

Meisterliche Tarnung

Geht es darum, vor den Augen ihrer

Feinde zu verschwinden, scheint sich

die Groppe fast in Luft aufzulösen.

Seite 18

Flohspeichelallergien

richtig behandeln!

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten,

eine Flohspeichelallergie

in den Griff zu bekommen. Doch

bleibt es in den seltensten Fällen

dabei, nur das Tier zu behandeln.

Seite 24

Aktuell & Erstaunlich

04 Serie Tier-Symbiosen: Zebras und Giraffen – Gemeinsam tarnt sich besser

04 Am 11. Mai ist Weltzugvogeltag!

05 Elefanten malen für Löwen

05 Schimpansen lernen voneinander

05 Fledermäuse zahlen „Miete“

Natur & Wildnis

08 Serie „Berühmte Tierforscher“

Heinz Sielmann – Ein Leben für den Tierfilm

18 Serie „Tarnen & täuschen“: Wenn Groppen abtauchen ... Ich bin dann mal weg!

28 Serie „Tierisch verwandt“: Frösche – Überall zu Hause, und immer auf dem Sprung

Tierporträt

06 Der Barsoi: Russischer Windhund mit fürstlicher Herkunft

27 Insekt mit interessanter Kinderstube: Die Gebänderte Flussköcherfliege

Tierhaltung & Pflege

10 Apothekentipp: Alarmsignal Juckreiz!

11 Pferdegesundheit: Wurmkuren effizient anwenden

22 Der ultimative Intelligenztest für Wellensittiche

24 Praxistipp: Flohspeichelallergien richtig behandeln

25 Haustiere bereichern das Leben

Wissenschaft & Forschung

20 Serie „Vorsicht giftig“: Seewespe – Die mordende Hand

20 Krebse wandern um die ganze Welt

20 Bengalkatzen mögen es bequem

21 Fische mögen auch Verlierer

21 Bienen riechen parallel

21 Serie „Phantastische Tiere“: Der „Bigfoot“

Tiere & Menschen

03 Katze und Mensch: Tierisch gebunden – ein Leben lang

13 Serie „Hier kommt Kitoja“: Das erste Jahr im Leben einer Zoogiraffe (Teil 5 von 12)

„Endlich raus!“

26 Serie „Die beliebtesten Modehunde“:

Der Puggle: Angesagt, teuer und alltagstauglich

Tier & Schutz

12 Gärtnern für den Tierschutz

Sammelserie: Deutschlands Tierparks

31 „Crocworld“ Erfurt: Reptilienparadies mit bissigen Bewohnern

Rubriken

14 Juniorseiten – Rätsel und mehr

15 Gewinnspiel 10 x eine DVD „Bailey – ein Welpe zum Verlieben“

16 Tierposter mit Kalenderteil

19 Kreuzworträtsel

29 Drago’s Schlaumeierecke

30 Vorschau und Impressum

32 Gruß zum Muttertag

Hallo ...

... ich bin Drago und erkläre euch das Titelbild: Wenn Schmetterlinge wie dieses Tagpfauenauge

im Frühlingswind von Blüte zu Blüte flattern, saugen sie nicht nur süßen Nektar,

sondern betätigen sich ganz nebenbei auch noch als Blütenbestäuber.

www.Unsere-besten-Freunde.com

2 05 | 2013 Unsere besten Freunde

Foto: © Claudia Otte/Fotolia


Unsere besten Freunde

Tiere & Menschen

Fotos: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Tierisch gebunden – ein Leben lang

Was Katzenfans schon immer wussten, ist nun auch

wissenschaftlich anerkannt: Der Mensch ist der beste

Freund der Katze. Und das nicht nur, weil er weiß, wo

das Futter steht und wie man da herankommt.

Wer einmal junge Katzen beim Spielen und Herumtoben

oder beim vertrauten Zusammenkuscheln im

Katzenkörbchen beobachtet hat, kann nur schwer

glauben, dass der Mensch dabei je eine Chance hat, von

„seiner“ Katze ebenfalls als echter Kumpel anerkannt

zu werden.

Und doch: „Katzen, die in guter menschlicher

Obhut herangewachsen sind, binden

sich enger an den Menschen als an ihre

Artgenossen“, behauptet der Züricher

Verhaltensforscher und Katzen-Experte

Professor Dennis C. Turner. Und das liege

nicht nur daran, dass der Mensch als Versorger

für das Überleben und Wohlergehen

der Samtpfote sorgt. Zwar gehe auch

bei Katzen Liebe durch den Magen. Aber

eben nicht nur. Damit sich ein Stubentiger bei

seinem Mensch wirklich wohlfühlt, ist es nämlich

nicht allein damit getan, regelmäßig den Futternapf

aufzufüllen und sauberes Wasser bereitzustellen.

Auch menschliche Zuwendung und Ansprache sind wichtig,

um die Psyche und damit letztendlich auch die körperliche

Gesundheit der Samtpfote sicherzustellen.

Der Knackpunkt in der besonderen Beziehung von Mensch

und Katze beruht auf einer besonderen Verhaltensweise dieser

Tiere: Während Katzen untereinander eine Art von gleichberechtigtem

„Kumpelverhältnis“ gewissermaßen auf gleicher

Augenhöhe pflegen, werden die Samtpfoten in ihrer Beziehung

zum Mensch wieder zum Katzenkind. Jeder,

der schon einmal eine vertrauensvoll hingekuschelte

Katze im Arm gehalten hat, kann das

bestätigen. Und wie ein „richtiges“ Katzenkind

braucht auch eine erwachsene Katze

den liebevollen Kontakt zu einem „Beschützer“,

um sich sicher zu fühlen und

gesund zu bleiben. „Deshalb bleibt der

Mensch für jede seiner Katzen auch

Spiel- und Kuschelpartner Nummer 1“,

ist sich Professor Turner sicher. Dadurch

wird der Mensch gewissermaßen zur

„Lieblingskatze“ seiner Samtpfote. Denn,

so Turner weiter: „Katzenkumpel bereichern

zwar das Leben, aber sie können menschliche

Zuwendung nicht ersetzen.“ Und das bleibt so.

Ein ganzes Katzenleben lang.

Unsere besten Freunde 05 | 2013 3


Aktuell & Erstaunlich

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie

Tier-Symbiosen“

Hilfst Du mir, helf’ ich Dir“. Auf der Suche nach Futter und Schutz vor Feinden entwickeln

manche Tierarten sehr geschickte Überlebensstrategien, indem sie sich mit anderen Tierarten

„verbünden“. Manchmal mit ganz erstaunlichen Effekten ...

Foto: © Wikimedia/ visualphotos.com

Zebras und

Giraffen:

Gemeinsam tarnt

sich besser

Der Trick ist so einfach wie

genial: Damit einzelne Zebras

und Giraffen in der

flirrenden Savanne von ihren Feinden möglichst nicht

wahrgenommen werden, schließen sich Zebra- und Giraffenherden

auf ihren weiten Wanderungen durch die afrikanische

Wildnis sehr oft zusammen. Denn in der Masse

der vielen Streifen- und Gitterzeichnungen auf den Tierkörpern

verschwimmen die Konturen einzelner Tiere in

der Herde fast völlig und jedenfalls besser, als es bei reinen

Zebra- oder Giraffenherden der Fall ist. Dadurch fällt es

Raubtieren wie Löwen, Wildhunden oder Tüpfelhyänen

weitaus schwerer, sich bei der Jagd auf ein einzelnes Beu-

tetier zu konzentrieren. Neben der gegenseitigen Steigerung

des Schutzeffektes kommen Zebras und Giraffen

auch aus einem anderen Grund sehr gut miteinander aus.

Denn durch ihre unterschiedliche Größe verteilt sich das

knappe Futterangebot: In den Baumkronen, wo die Zebras

mit ihren Köpfen nicht hinreichen, lassen es sich die Giraffen

schmecken, am Boden, wo die langhalsigen Giraffen

nur schlecht an das trockene Savannengras herankommen,

stillen die Zebras ihren Hunger. So reicht es für alle.

Foto: © Wikimedia/ Daniel Fafard

Am 11. Mai ist Weltzugvogeltag!

Vom Umweltprogramm der Vereinten

Nationen erstmals im Jahre

2006 ins Leben gerufen, macht

der „Weltzugvogeltag“ alljährlich am

zweiten Wochenende im Mai auf die

vielen Probleme und Gefahren aufmerksam,

denen Zugvögel auf den weiten

Reisen in ihre Brut- und Überwinterungsgebiete

ausgesetzt sind. Unter

dem Motto des diesjährigen Weltzugvogeltages

„Netzwerken für Zugvögel“

weisen Vogelschutzverbände auf der

ganzen Welt mit einer Vielzahl von Aktionen

und Kampagnen darauf hin, dass

Zugvögel auf ihren weiten Reisen ein

Foto: © Wikimedia/ Arnstein Roenning

funktionierendes, natürliches Netzwerk

von Rast- und Brutplätzen brauchen,

um die langen Distanzen, die sie teils

um den halben Globus führen, zu überstehen.

Ebenso wichtig ist es aber auch,

die vielen Naturschutzverbände entlang

der Zugrouten der Vögel untereinander

noch besser zu vernetzen, um

wichtige Rast- und Sammelplätze der

gefiederten Fernreisenden zu erhalten

und noch nachhaltiger schützen zu

können. Denn wirksamer Schutz von

Zugvögeln funktioniert nur im Verbund.

Und weltweit.

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„Frau & Gesundheit“ das Magazin für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden

Monats die Apotheken-Kundenzeitschriften:

Naturheilkunde & Gesundheit, die sanfte Medizin aus Ihrer

Apotheke, Unsere besten Freunde, gesunde und spannende

Infos für Tierfreunde, KOPF-fit, für Gehirnjogging und Gedächtnistraining,

Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben sowie

Sudoku-spezial, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

4 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Foto: © Zoo Heidelberg

Foto: © Wikimedia/ Matthew Hoelscher

Unsere besten Freunde

Elefanten malen für Löwen

Um den Ausbau der Löwenanlagen im Heidelberger Zoo

voranzutreiben, machen sich die Tierpfleger die künstlerische

Ader ihrer Elefanten, Schimpansen und Orang-Utans

zunutze. Dafür spendieren Sie ihnen Papier, Leinwand, Pinsel und

Farben, und animieren ihre Schützlinge dazu, ihrer Kreativität

freien Lauf zu lassen. Die derart angefertigten Kunstwerke werden

dann in einer anschließenden Auktion an den Meistbietenden

verkauft, um Geld in die

Zookasse zu spülen.

Dabei ist die angewendete

Maltechnik je nach Tierart recht

unterschiedlich: Während sich

die Affen mit bunten, ungiftigen

Fingerfarben für Kinder

ganz unmittelbar und spontan

mit ihren Händen auf

den Papierbögen „austoben“,

bevorzugen die

grauen Dickhäuter dafür

ganz professionell

einen Pinsel. Ihre ausdrucksstarken,

sehr

strukturierten Bilder „erarbeiten“ sie mit Acrylfarben, und für einen

geübten Elefantenrüssel mit seinen rund 40.000 Muskeln ist

es ein Kinderspiel, einen Pinsel stilsicher über die Leinwand zu

führen.

Schimpansen

lernen voneinander

Geht es um technischen Fortschritt, sind Schimpansen oft

ebenso daran interessiert wie wir. Vor allem, wenn er das

Leben erleichtert. Das fanden Forscher der japanischen

Universität Kyoto heraus. In ihrer Studie sollten neun Schimpansen

Saft mit einem Strohhalm aus einer Box trinken, in die nur

ein kleines Loch hineinführte. Vier der pfiffigen Primaten saugten

wie wir Menschen den Saft durch den Halm direkt in den

Mund, die übrigen fünf tunkten den Halm zunächst nur in den

Saft, und leckten dann die Spitze ab. Als die Forscher die technisch

weniger erfahrenen Tiere mit den findigen „Strohhalmtrinkern“

zusammenführten, dauerte es nicht lange, und die fünf

„Tunker“ schauten sich die Saugtechnik bei ihren Artgenossen

ab. Die Forscher fanden zudem heraus, dass die Affen eine neue

Technik umso schneller übernehmen, je unzufriedener sie mit

ihrer bisherigen Vorgehensweise sind.

Auf der Suche nach einem geeigneten

Schlafplatz sind Fledermäuse ausgesprochen

wählerisch. Den wohl seltsamsten

Schutz für ein erholsames Nickerchen

suchen sich dabei die Hardwicke-Wollfledermäuse

auf der südostasiatischen Insel

Borneo aus: Sie kuscheln sich in den großen

Kelch fleischfressender Pflanzen! Forscher

des Zoologischen Instituts der Universität

Greifswald fanden heraus, dass die nachtaktiven

Fledertiere sogar eine Art „Miete“ für

dieses ungewöhnliche Tagesquartier „zahlen“.

Denn als schlechte Falle für Insekten

verdaut die sogenannte „Kannenpflanze“

den Kot ihrer tierischen Untermieter.

Dafür können diese tagsüber das schützende

Kelchgehäuse nutzen, ohne von der

Pflanze verdaut zu werden. Allerdings müssen

sich die Fledermäuse ihre Pflanzenbehausung

vor dem Bezug sehr gründlich ansehen.

Denn frische, gesunde Kannenpflanzen

sind randvoll mit Verdauungssaft

gefüllt, vor dem sich auch die Fledermäuse

in Acht nehmen müssen. Daher beziehen

sie lieber ältere oder beschädigte „Wohnquartieren“,

die ihren Verdauungssaft

bereits weitgehend eingebüßt haben.

Aktuell & Erstaunlich

Fledermäuse zahlen „Miete“

Foto: © Michael Gerhard Schöner

Unsere besten Freunde 05 | 2013 5


Tierporträt [Haustier]

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © DorotheeWöhrle-Simon

Foto: © Wikimedia

Der Barsoi

Russischer Windhund mit fürstlicher Herkunft

Einst als russischer „Nationalhund“ gefeiert,

gilt der Barsoi als das Sinnbild des russischen

Hundes schlechthin. Mit seiner sehr ausgeprägten

Mimik zeigt er oft deutlich, was er von seinem

Gegenüber wirklich hält. Und sein Lächeln sagt

mehr als tausend Worte ...

Fällt der Begriff „Barsoi“, verfallen Kenner ins Schwärmen.

Denn der Name steht synonym für Taiga, für Schnee und

Kälte, für weites, schwermütiges Land und die russischen

Zaren und Adligen mit ihren prächtigen Palästen und ihrem

majestätischen Hofstaat. In seiner Heimat wurde dieser ursprünglich

als „Psovaja borzaja“ bezeichnete Hund einst von

den Mächtigen des Landes für die Jagd auf Hasen, Antilopen,

Füchse und sogar Wölfe gezüchtet. Die bekanntesten Züchter

waren der Zar in Gatschina bei St. Petersburg und der Großfürst

Nikolai Nikolaijewitsch in Perchino, die in ihren Zuchten jeweils

über mehr als 500 Barsois verfügten.

Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts begeisterten sich auch englische

Hundeliebhaber für den eleganten, mit etwa 80 Zentimetern

Schulterhöhe ausgesprochen großen Hund aus dem

fernen Russland, und begannen, den Barsoi nach ihren Vorstel-

lungen weiter zu züchten. In Deutschland fand sich im Jahre

1892 ein kleiner Kreis von Hundeenthusiasten zusammen und

gründete den „Deutschen Barsoi Club“, den ersten deutschen

Windhundzuchtclub, aus dem später der „Deutsche Windhundzucht-

und Rennverband e.V. (DWZRV)“ wurde.

Gemäß der Reinzucht seiner Rasse ist der Barsoi, was im Russischen

übrigens so viel wie „schnell“ oder „flink“ bedeutet, auch

heute noch ein begeisterter Jäger mit einem ausgesprochen

großen Jagdtrieb. Was ihn damit im alltäglichen Umgang nicht

unbedingt einfacher macht. Richtig wohl fühlt er sich, wenn er

seine Jagd- und Laufleidenschaft in halsbrecherischem Tempo

auf der Rennbahn ausleben darf. Ist er als Welpe und in seiner

Jugend einfühlsam, konsequent und respektvoll erzogen worden,

ist er ein treuer Begleiter, der mit „seinem“ Menschen

durch dick und dünn geht. Allerdings ist seine Erziehung keine

Sache für Einsteiger.

Die Züchterin Dorothee Wöhrle-Simon, Mitglied im Zuchtkomitee

des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes e.V.,

verweist dabei auf die ausgeprägte Persönlichkeit dieses Windhundes

mit fürstlicher Herkunft. Sie führt aus, dass es schon eine

gehörige Portion Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl

braucht, in der Ausbildung eines Barsoi und seiner Gewöhnung

an den Menschen immer den richtigen „Ton“ zu

6 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Tierporträt [Haustier]

treffen. Besonders wichtig

ist hierbei, stets für Harmonie

im Zusammenleben

mit dem Tier zu sorgen

und seine individuellen

Charaktereigenschaften zu

akzeptieren.

Foto: © DorotheeWöhrle-Simon

In der Wohnung verhält

sich der bei uns immer

noch ausgesprochen seltene

Barsoi meist ruhig und unaufdringlich, sucht jedoch immer

auch die Nähe zu seinen Menschen. Eine „Einzelhaft“ draußen

in einem Zwinger kommt für ihn deshalb nicht infrage, soll er

nicht als Einzeltier seelisch und körperlich verkümmern. Ideal

sind für ihn natürlich möglichst viel Auslauf mit bewegungsfreudigen

Artgenossen und ausgedehnte Spaziergänge mit

Herrchen oder Frauchen. Auch am Fahrrad laufen, oder Herrchen

und Frauchen beim Joggen oder Inlinerfahren zu begleiten

macht ihm großen Spaß.

Foto: © Wikimedia/ Pleple2000

Der Barsoi ist in seiner Gesamterscheinung ein echter „Aristokrat“,

vom Fang bis zur Rutenspitze. Denn durch den schmalen

Kopf, den langen Hals, den ebenso schmalen Körper, die gut

bemuskelten Beine und das dichte, seidige Fell wirkt der Barsoi

ausgesprochen elegant und edel. Einzigartig ist auch seine Mimik.

Sie reicht vom tadelnden Hochziehen einer Augenbraue

über ein vielsagendes Anheben der Schnauze bis zu einem

spitzbübischen Funkeln im Auge. Viele Barsois beherrschen sogar

das „Lachen“, ein mehr oder weniger ausgeprägtes Zeigen

des Gebisses. Je nach Charakter geschieht dies manchmal eher

verschämt und dezent, andere Hunde lachen über das ganze

Gesicht und präsentieren dabei gleich das komplette Gebiss.

Diese Geste bleibt jedoch oft nur denen vorbehalten, die sie als

wirkliche Freunde betrachten.

Wer sich über den vierbeinigen

Aristokrat aus dem fernen Russland noch näher informieren

möchte, für den hält die offizielle Internetseite des

Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes e.V.

viele spannende Infos rund um den Barsoi parat.

Unsere besten Freunde 05 | 2013 7


Natur & Wildnis

Serie: Berühmte Tierforscher

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Heinz Sielmann

Ein Leben für

den Tierfilm

Seine unvergessenen „Expeditionen ins Tierreich“ öffneten einer

ganzen Generation von Fernsehzuschauern den Blick für die verborgenen

Geheimnisse der Natur. Um mit der Kamera möglichst nah

an seine vierbeinigen, geschuppten oder gefiederten „Stars“ heranzukommen,

ließ sich Heinz Sielmann immer wieder neue, ungewöhnliche

Tricks einfallen.

Heinz Sielmann 1966

bei den Dreharbeiten

für den Film „Lockende

Wildnis” am McNeal

River in Alaska.

Als gebürtiger Rheinländer

kommt Heinz Sielmann

am 2. Juni 1917 in

Mönchengladbach zur Welt.

Doch bereits mit sieben Jahren

zieht die Familie nach Königsberg,

dem heutigen Kaliningrad,

in die ostpreußische Heimat des

Vaters zurück.

Angeregt von den mehr oder weniger kurzen

Tierfilmen, die damals in den Kinos vor

den Hauptfilmen gezeigt werden, begeistert

sich Sielmann bereits als Schüler für

die exakte Beobachtung von Tieren. Schon

als 18-Jähriger hält der spätere Tierfilmer,

Verhaltensforscher, Verhaltensbiologe, Autor,

Publizist, Essayist und Fernsehproduzent

im Zoologischen Institut von Königsberg

einen ersten naturwissenschaftlichen

Vortrag.

Nach dem Abitur

studiert er neun Semester

Biologie an

der Reichsuniversität

Posen. In dieser Zeit

entsteht auch sein erster,

noch in Schwarz-Weiß gedrehter Stummfilm

„Vögel über Haff und Wiesen“. Diese

Produktion brachte Sielmann große Anerkennung

sowohl in der Fachwelt als auch

beim Publikum ein.

In den Kriegsjahren nach Kreta verlegt, gelingt

es Sielmann 1945, einen Naturfilm seines

verstorbenen Kollegen Horst Siewert

zu beenden. Kurz darauf gerät er in britische

Kriegsgefangenschaft. Nachdem die

Armee sein Filmmaterial gesichtet hat, bekommt

Sielmann die Erlaubnis, für den

englischen Fernsehsender BBC arbeiten zu

dürfen. Zurück in Deutschland dreht er als

Kameramann des Münchner „Instituts für

Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht“

weitere international anerkannte

Naturfilme.

Ein erstes filmisches Highlight gelingt ihm

im Jahre 1954, als er für den Film „Die Zimmerleute

des Waldes“ über Spechte aufsehenerregende

Filmszenen aus dem Inneren

einer Baumhöhle zeigt. Für diese Aufnahmen

hatte er mit unendlicher Geduld

und von den Vögeln unbemerkt den Baum

aufgesägt und mit einer Glasplatte versehen,

wodurch ihm spektakuläre Bilder aus

dem Alltag einer Spechtfamilie gelingen.

8 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Natur & Wildnis

Foto: © YK/ Fotolia

Fotos: © Heinz Sielmann Stiftung

Große Popularität erfährt der umtriebige

Tierfilmer bei uns vor allem durch seine

langjährige Fernsehserie „Expeditionen ins

Tierreich“. Zwischen 1965 und 1991

schreibt und moderiert Sielmann insgesamt

172 Folgen der beliebten Serie.

Doch nicht nur hinter der Kamera, auch auf

der politischen Bühne setzt sich Sielmann

unermüdlich für den Schutz der letzten

Tierparadiese im In- und Ausland ein. So

schlägt er im Zuge der deutschen Wiedervereinigung

vor, das ehemalige Niemandsland,

das sich entlang der innerdeutschen

Grenze von der Ostsee bis zum Thüringer

Wald erstreckt, und das seither ein wertvoller

Rückzugsort für viele seltene Tiere und

Pflanzen geworden ist, in einen Nationalpark

umzuwandeln. Seine Bemühungen

um den Schutz der heimischen Natur gipfeln

1994 schließlich in der Gründung der

Heinz Sielmann Stiftung, die es sich seither

zum Ziel gesetzt hat, durch den Erwerb

ökologisch wertvoller Naturgebiete deren

Schutz und Erhaltung zu fördern.

So erwirbt die Stiftung im Dezember 2002

ein 955 Hektar großes Gebiet der Groß

Schauener Seenkette bei Storkow im Landkreis

Oder-Spree. Im Jahre 1996 eröffnet

das neue Natur-Erlebniszentrum auf Gut

Herbigshagen bei Duderstadt, das fortan

der Sitz der Geschäftsstelle der Heinz Sielmann

Stiftung ist.

Am 6. Oktober 2006 stirbt Heinz Sielmann

im Alter von 89 Jahren. Er hinterlässt nicht

nur ein sehr umfangreiches filmisches Le-

Während seiner Dreharbeiten für den Film „Zimmerleute

des Waldes“ (1954) gelang es Sielmann,

Grün- und Schwarzspechtkinder aufzuziehen, um sie

später bei der Nahrungssuche filmen zu können.

benswerk; auch die vielen von seiner Stiftung

erworbenen Naturschutzgebiete wie

Sielmanns Naturlandschaft Wannichen

westlich des Spreewaldes oder die Döberitzer

Heide, ein mehr als 3.800 Hektar großes

Naturschutzgebiet westlich von Berlin,

tragen den Naturschutzgedanken Sielmanns

weiter und erinnern somit auch in

Zukunft an das Werk des großen Tierfilmers

und Naturschützers.

Alles über die aktuellen Projekte und

Fördermöglichkeiten zur Unterstützung

der laufenden Arbeit der Heinz

Sielmann Stiftung findet sich auch

hier: www.sielmann-stiftung.de

Unsere besten Freunde 05 | 2013 9


Apothekentipp

Foto: © Gero Altmann

Tiergesundheit

aus Ihrer Apotheke:

Gero Altmann, Apotheker und Heilpraktiker

aus der Kreuz-Apotheke in

Recklinghausen, weiß Rat.

Alarmsignal Juckreiz!

Die Haut von Hunden und Katzen

leistet im Alltag Schwerarbeit.

Gerät ihr empfindliches

Gleichgewicht durcheinander,

bekommen das die Vierbeiner

schnell unangenehm zu spüren.

Ursachen für Hautprobleme gibt es

viele. Und es braucht schon den

geschulten Blick des Profis, um ein

Hautproblem gezielt diagnostizieren

und behandeln zu können. Denn viele

Hauterkrankungen zeigen sich häufig

mit ganz ähnlichen Symptomen.

Foto: © Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) e.V./ Klostermann

Häufig lauern die Ursachen für Hauterkrankungen

im unmittelbaren Umfeld

des Tieres. Dazu zählen Parasiten, Pilze

und Bakterien. Zum anderen kann sich

eine Hauterkrankung aber auch als sichtbare

Folge einer inneren Erkrankung zeigen,

wenn etwa lebenswichtige Organe

mit Parasiten befallen sind, das Immunsystem

nicht richtig funktioniert oder

das Tier unter Hormonstörungen leidet.

Auch ein Mangel an lebenswichtigen

Nährstoffen kann zu einem krankhaft

veränderten Hautbild führen.

Das zunächst sichtbarste Symptom für

Hautprobleme ist ein übermäßiger Juckreiz.

Kratzt sich Ihr Vierbeiner immer wieder

an derselben Stelle, und beginnt er

mit übermäßigem Belecken und Benagen

zu zeigen, dass er sich in seiner Haut

nicht mehr wohlfühlt, gilt es schnell zu

handeln, bevor es zu massiven gesundheitlichen

Problemen kommt. Das gilt

übrigens auch für den Besitzer, denn bestimmte

Verursacher wie Hautpilze oder

Parasiten können auch auf Menschen

übertragen werden. Ein Besuch beim

Tierarzt ist daher schon bei den ersten

Anzeichen dringend zu empfehlen.

Scheiden Flöhe oder Zecken, denen mit

entsprechenden Medikamenten aus der

Apotheke bereits sehr gut beizukommen

ist, als Grund für übermäßigen Juckreiz

aus, gestaltet sich die weitere Ursachensuche

weitaus schwieriger. Häufig

kommt hierfür neben Allergien auch eine

unzureichende Fütterung infrage.

Denn auch der Mangel an wichtigen

Nährstoffen, vor allem an essenziellen

Fettsäuren kann zu einer Unterversorgung

der Haut und damit einhergehendem

Juckreiz führen.

Nach neuesten Untersuchungen leiden

bereits 30 bis 40 Prozent aller Haustiere,

die in Kleintierpraxen vorgestellt werden,

unter Haut- oder Fellkrankheiten.

Dabei hat sich bei Hunden gezeigt, dass

immerhin etwa 20 Prozent der betroffenen

Vierbeiner mit einer Futterumstellung

und der zusätzlichen Beifütterung

von essenziellen Fettsäuren von lästigen

Juckattacken geheilt werden können.

Je nach der individuellen Symptomenlage

lassen sich auch Schüßlersalze unterstützend

einsetzen. Hier können etwa

die Salze Nr.1 (Calcium fluoratum) und

Nr.11 (Silicea) und deren Kombination in

Form einer sechs- bis achtwöchigen Kur

angewendet werden. Auch homöopathische

Mittel wie Cardiospermum D6 oder

Sulfur D12 können als ausgesprochene

„Hautmittel“ dazu beitragen, unangenehmen

Juckreiz wieder in den Griff zu

bekommen. Jedoch sollten diese Mittel

nie ohne den fachlichen Rat Ihres Apothekers

hinsichtlich der genauen Anwendung

und Dosierung zum Einsatz

kommen.

10 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Tierhaltung & Pflege

Pferdegesundheit:

Wurmkuren effizient anwenden

Beim Thema der Entwurmung von Pferden

scheiden sich häufig die Geister. Während

die einen regelmäßige Wurmkuren

wegen einer möglichen Medikamentenbelastung

für das Pferd ganz ablehnen,

wollen andere mit vorab festgesetzten,

sehr engen Entwurmungsintervallen auf

„Nummer sicher“ gehen, um Darmparasiten

in Schach zu halten. Die Wahrheit liegt

wie so oft meist in der Mitte.

Weil Pferde den größten Teil ihres

Futters vom Boden aufnehmen,

besteht immer die Gefahr, dass

sie sich dabei mit den Eiern von Darmparasiten

infizieren. Je nach Stärke des

Wurmbefalls der Tiere wurde daher bislang

empfohlen, die Pferde mehr oder

weniger regelmäßig zu entwurmen. Und

genau dabei stellt sich für den verantwortungsvollen

Pferdebesitzer die grundlegende

Frage, wie oft und mit welchen

Mitteln er den Darmparasiten im Körper

seines Pferdes beikommen soll.

Denn zum einen ist je nach Haltungsform

und dem Grad der allgemeinen

Stallhygiene (wie regelmäßiges Ausmisten

der Pferdeboxen und das Absammeln

der Hinterlassenschaften auf der

Weide) nicht automatisch jedes Pferd

mit einer übermäßigen und damit behandlungswürdigen

Menge an Würmern

infiziert. Zum anderen kann auch der „Artenreichtum“

des Befalls je nach den Haltungsvoraussetzungen

sehr unterschiedlich

sein. Doch viele Pferdebesitzer entwurmen

aus Furcht um die Gesundheit

ihrer Pferde häufig zu voreilig und zu

pauschal, ohne auf die tatsächlich vorliegende,

individuelle Befallssituation einzugehen.

Dieses Vorgehen bereitet verantwortungsvollen

Tierärzten oft große

Sorgen, weil dadurch immer mehr Parasitenarten

gegen die gängigen Medikamentenwirkstoffe

immun werden.

Daher hat der Tierarzt Marcus Menzel

aus dem bayerischen Pleiskirchen in

Zusammenarbeit mit dem Institut für

vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie

an der Ludwig-Maximilians Universität

München ein Verfahren der Kotprobenanalyse

aus den 90er-Jahren modifiziert

und in Deutschland erstmalig

praxistauglich unter dem Begriff der Methode

der „Selektiven Entwurmung“

bundesweit angeboten. Dabei wird zunächst

durch Kotprobenanalysen im Labor

individuell ermittelt, ob ein Pferd

überhaupt und in welchen Mengen von

Darmparasiten befallen ist, und um welche

Arten es sich dabei handelt. Anschließend

empfehlen die Tierärzte der

Tierarztpraxis Thurmading in Pleiskirchen

dann ein Präparat, das ganz gezielt

und nur gegen die tatsächlich vorgefundenen

Parasiten wirkt.

Das Entscheidende an der Methode der

„Selektiven Entwurmung“ ist, dass entgegen

der weit verbreiteten Praxis, nach

der Gabe eines Wurmmittels die Angelegenheit

auf sich beruhen zu lassen, mittels

einer Nachkontrolle festgestellt wird,

wie erfolgreich das angewendete Medikament

gewirkt hat. Aufgrund des jeweiligen

Befundes entscheiden die Tierärzte

dann individuell, ob weitere Medikamentengaben

notwendig sind, oder ob

sich der Wurmbefall schon mit einer einmaligen

Medikation erledigt hat. Außerdem

werden bei der „Selektiven Entwur-

mung“ nur diejenigen Pferde behandelt,

bei denen eine vorherige Laboruntersuchung

der Pferdeäpfel den Nachweis eines

tatsächlichen, gesundheitsbeeinträchtigenden

Befalls erbracht hat.

Die Vorteile dieser Methode liegen auf

der Hand: Durch den sparsamen, dafür

aber gezielten Einsatz von Wurmmitteln

kann die Bildung von Resistenzen deutlich

verlangsamt werden, die Wirksamkeit

eines Medikaments bleibt somit länger

erhalten. Zudem wird die Medikamentenbelastung

der Tiere verringert,

und der Besitzer hat anhand der Ergebnisse

der Kotproben jederzeit die Kontrolle

über den Gesundheitszustand seines

Tieres.

Tierarztpraxis

in Thurmading

Marcus Menzel,

FEI Tierarzt

Thurmading 2

84568 Pleiskirchen

www.selektive-entwurmung.com

Fotos: © Thomas Prasse

Unsere besten Freunde 05 | 2013 11


B u c h v o r s t e l l u n g

Tier & Schutz

Muss ein wildtierfreundlicher

Garten immer verwildert sein?

Und wie schaffe ich es, dass wieder

mehr Schmetterlinge, Eichhörnchen

oder Rotkehlchen in meinem Garten

ein Zuhause finden können? Wie

kann ich mehr Wildbienen anlocken

und fördern?

Der britische Vogelschützer Adrian

Thomas beschreibt in seinem Buch

„Gärtnern für Tiere“, wie Sie mit einigen

einfachen Mitteln Ihren Garten

in ein kleines oder großes, elegantes

oder „verwildertes“ Tierparadies

verwandeln können, damit sich dort

viele verschiedene Tierarten darin

wohlfühlen können. Egal, ob Wildblumenwiese,

Wassergarten oder wildtierfreundlicher

Balkon – hier findet

jedes Gartenprojekt eine Vielzahl

von Informationen zur richtigen Umsetzung.

Zusätzlich begleitet ein

Arbeitskalender von Januar bis

Dezember den naturverbundenen

Gartenfreund mit vielen praktischen

Pflanz- und Pflegetipps durchs Jahr.

Adrian Thomas

Gärtnern für Tiere

Das Praxisbuch für das ganze Jahr

Haupt Verlag AG Bern

ISBN 978-3-258-07759-8

29,90 €

Foto: © Haupt Verlag

Foto: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Foto: © Wikimedia/ Hedwig Storch

Weil Nist- und Brutmöglichkeiten

für seltene Insekten

wie Nachtfalter, Libellen

oder Wildbienen in

der freien Natur immer seltener

werden, bedeutet ein

wildtiergerechter Garten ein wertvolles

Refugium für diese Tierarten.

Und „wildtiergerecht“ heißt

nicht, dass der Garten

zwangsläufig zum undurchdringlichen

Dickicht werden

muss – im Gegenteil.

Mit vielen Gestaltungselementen

wie Trockenmauern

oder der

Anlage eines kleinen Gartenteichs

lässt sich eine Vielzahl von farbenfrohen

und sogar nützlichen Insekten anlocken,

die es vielerorts zunehmend schwerer

haben, eine artgerechte Umgebung, Futter

und einen Unterschlupf zu finden.

So lieben es Libellen, sich

auf einem Halm an Ufernähe

eines kleinen Gewässers niederzulassen,

um dort die

Sonne zu genießen und

Wärme zu tanken.

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Gärtnern für den Tierschutz

Foto: © Wikimedia Foto: © Wikimedia/ Nova

Ein besonderes Highlight

für seltene Wildbienen

wie Erdbienen

oder Mauerbienen sind

sogenannte „Insektenhotels“,

die mit einer Vielzahl

unterschiedlicher

Nistmöglichkeiten einer

ganzen Reihe von Bienen,

aber auch anderen geflügelten

Sommergästen eine willkommene Bleibe

bieten, die

gerne angenommen

wird. Achten

Sie vor allem darauf,

dass das „Gästehaus“ an

einem sonnigen und geschützten Platz

steht und die Eingänge leicht nach unten

geneigt sind. Und auch, wenn Sie die

Tiere nicht immer unmittelbar zu

Gesicht bekommen – ein verschlossener

Eingang verrät,

dass sich die kleinen Gartenbewohner

in dieser Nistmöglichkeit

wohlfühlen und

dort ihren Nachwuchs großziehen.

Um den kleinen Gartenbewohnern

auch sonst das Leben etwas einfacher zu

machen, sollten Sie bei der Auswahl der

Gartenpflanzen die Futtergewohnheiten

der Tiere berücksichtigen. Die besten

„Bienenpflanzen“ sind im Frühling

etwa die Blüten des Schwarzdorn,

der Johannis- und Stachelbeeren

oder der Süßkirschen.

Im Hochsommer

freuen sich die fleißigen Tiere

über Glockenblumen und

Beinwell ebenso wie über

Kleeblüten oder duftenden Thymian.

Und von Juli bis November

stehen der Lavendel, die Erika oder Kugeldisteln

bei ihnen hoch im Kurs.

In Verbindung mit den vielen Möglichkeiten

der Gartengestaltung und der

Auswahl der richtigen Pflanzen kann mit

etwas vorausschauender Planung aus einem

Garten somit ein richtiges kleines

Naturschutzprojekt werden.

Foto: © Wikimedia Foto: © Wikimedia

12 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Fotos: © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen/ S. Haas

Foto: © ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Unsere besten Freunde

Damit ihr

kleiner

Schützling wohlbehalten

heranwachsen kann, haben die

Pflegerinnen und Pfleger der

kleinen Giraffe aus der ZOOM

Erlebniswelt in Gelsenkirchen

alle Hände voll zu tun.

Denn im Alltag der langbeinigen

Exotin „Kitoja“ wird es nie

langweilig. „Unsere besten

Freunde“ berichtet von der

Geburt bis zu ihrem ersten

Geburtstag, was sich in der

Kinderstube der kleinen Exotin

so alles tut.

Bewegung muss sein!

In der Natur ist Bewegung

für Giraffenjungtiere überlebenswichtig.

Schon bei der

Geburt sind ihre Beine sehr

weit entwickelt. Und bereits

nach wenigen Stunden beginnen

sie zu laufen, um

möglichst bald der Gruppe

auf ihren Wanderungen

durch die Savanne folgen

und bei Gefahr flüchten zu

können.

www.zoom-erlebniswelt.de

Teil 5 von 12

„Hier kommt Kitoja“: Das erste Jahr im Leben einer Zoogiraffe

„Endlich raus!“

Nachdem sich Kitoja in ihrem sicheren

Stall bereits bestens entwickelt, haben

sich die Pfleger entschlossen, sie

nun auch mit den übrigen Giraffen auf die

Gelsenkirchener „Busch- und Baumsavanne“

hinauszulassen. Hier warten jede Menge neue

Nachbarn auf sie: Hornraben, Pelikane und Antilopen

wie Impalas, Blessböcke und Tiefland-

Nyalas.

Bei ihren ersten Ausflügen wird Kitoja aus

Sicherheitsgründen zunächst nur von ihrer

Mutter Jadranka sowie den erfahrenen Giraffendamen

Mary, Aja Sabe, Bashira und dem

kleinen Kimary nach draußen begleitet. Die

Pfleger achten dabei darauf, dass die Antilopen

morgens schon vor den Giraffen die Landschaftsanlagen

„erobern“ können. Denn auf

dem schmalen Zugang können Giraffen, die

sich erschrecken und plötzlich losrennen,

schnell schon mal eine

kleine Antilope über

den Haufen rennen. Jede

Antilopenart bevorzugt

draußen einen anderen

Lieblingsplatz, so

dass die zierlichen Hornträger

vor den Klauen

der Giraffen sicher sind.

Bei ihrem ersten Ausflug

gibt es für Kitoja natürlich

viel zu entdecken:

Das Gras unter ihren Füßen,

den blauen Himmel

über ihr, das Wasser des Begrenzungsgrabens

und gaaaaanz viel Platz zum Herumtollen.

Tiere & Menschen

Kitoja ist davon so beeindruckt,

dass sie an den übrigen exotischen

Bewohnern der Außenanlagen

noch gar kein Interesse

zeigt. Doch nach und nach gewöhnt

sie sich daran, dass es in

ihrem jungen Leben nicht nur

Giraffen, sondern auch noch andere

Tiere gibt. Und nachdem

sich die kleine Giraffendame in

ihrem neuen „Revier“ gut zurechtfindet,

dürfen wenige Tage später

auch schon ihre Spielkameraden

„Jasho“ und „Hans“ mit ihr durch

die großzügig angelegte Savannenlandschaft

toben.

Dabei machen sich die kleinen Giraffenkinder

auch einen Spaß daraus, ihre gehörnten Nachbarn

ein wenig zu ärgern,

indem sie immer wieder

mal mit ihren Klauen

übermütig nach den Antilopen

treten. Laufen die

Antilopen daraufhin vor

den kleinen „Raufbolden“

davon, gibt es natürlich

nichts Schöneres, als im

gestreckten „Giraffengalopp“

hinterherzujagen.

Doch glücklicherweise

haben die gehörnten

Huftiere auf den Außenanlagen

auch geschützte

Bereiche, wo sie vor den

langbeinigen, gefleckten

Rackern sicher sind. Einziger

Wermutstropfen: Seit

die kleine Giraffe mit ihren

Artgenossen draußen spielen und herumtoben

darf, mag sie mit ihren Tierpflegern rein

gar nichts mehr zu tun haben. Was ihre Versorgung

nicht gerade einfacher macht. Denn

auch auf ihre tägliche Portion Flaschenmilch

möchte sie ab jetzt am liebsten verzichten,

und die Pfleger müssen sich immer wieder

neue Tricks einfallen lassen.

Das nächste Mal:

„Kitoja“ bekommt Besuch von der Presse, und soll

sogar auf der Titelseite einer Zeitschrift erscheinen.

Ob sie da wohl mitmacht?

Unsere besten Freunde 05 | 2013 13


Spiel & Spaß

Zählrätsel

Der Frosch wird von zahlreichen Fliegen umschwärmt.

Wie viele sind es genau?

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Doppelgänger

Auf den ersten Blick scheint es, als hätte jedes Tier einen

Doppelgänger. Doch nur zwei sind absolut identisch.

Welche sind es?

Balkenrätsel

Schreibe in die entsprechenden Zeilen,

was auf den Bildchen gezeigt wird.

Die Buchstaben im rot umrandeten Balken ergeben,

von oben nach unten gelesen, das Lösungswort.

Punkte verbinden

Verbinde die Punkte der Reihe nach,

und du kannst erkennen,

was sich auf diesem Bild verbirgt!

14 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Für Kinder

Dragos Witz des Monats:

Welches Tier kann höher springen

als der Eiffelturm?

Eigentlich jedes, oder hast du

den Eiffelturm schon mal

springen sehen?

Hallo,

liebe Kinder ...

... weil meine Mama immer so lieb für mich sorgt, habe ich

mir für sie als kleines Dankeschön zum Muttertag dieses

Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ich schenke ihr

einen Ausflug mit Papa und mir, den ich ganz alleine vorbereitet

habe. Dann braucht Mama nichts zu tun, und kann

den Tag mal richtig genießen. Und außerdem geht Picknick

doch ganz einfach: Korb auf, was zu essen und zu trinken

rein, und los geht’s.

Fotos: © KSM GmbH

Foto: © Wikimedia/ Jeremy Noble

Aber als Erstes muss ich mir noch überlegen, wo es denn überhaupt

hingehen soll. Hm, gar nicht so einfach, denn Mama

kennt doch hier schon alles. Egal, vielleicht fällt Papa ja noch

was ein.

Dann möchte ich natürlich ein tolles Picknick vorbereiten, mit

allem was so dazugehört. Mal überlegen – ich bekomme ja

draußen immer so großen Hunger. Also muss ich unbedingt

genügend Kekse und Gummibärchen einpacken. Nee, geht

nicht, Mama mag ja keine Gummibärchen. Aber wenigstens

meine geliebte Brause kommt mit – Ach nee, geht ja auch

nicht, weil ich davon beim Herumrennen immer so Bauchweh

bekomme. Und außerdem brauche ich ja noch Taschentücher,

wenn mir die Nase läuft. Und Pflaster müssen auch noch mit,

falls ich beim Herumrennen mal stolpere und hinfalle. Und was

mache ich überhaupt, wenn es regnet?

Herrjeh, an was ich alles denken muss!!! Wenn wir an meinem

Geburtstag im Sommer draußen picknicken, dann hat Mama

immer alles sofort greifbar, egal was passiert. Keine Ahnung,

wie sie das macht. Aber jetzt weiß ich wenigstens, dass ein gelungenes

Picknick noch lange keine Selbstverständlichkeit ist,

nur weil man sich um nichts kümmern muss. Wenn da Mama

nicht wäre!

Ich glaube, ich denk’ mir doch was

Einfacheres für meine Mama

zum Muttertag aus ...

Bis bald,

euer Drago

Familie Baker zieht um – zusammen

mit ihrem Golden-Retriever Welpen Bailey.

Als sie jedoch bei einem Zwischenstopp

an einer Tankstelle einen Moment

unachtsam sind, ist ihr neugieriger Vierbeiner

verschwunden. Das Umzugsauto fährt fälschlicherweise

ohne Bailey weiter, und so beginnt für den verspielten

Hund ein großes Abenteuer. Einsam und verlassen macht

sich der kleine Welpe auf die Suche nach seiner Familie und

landet dabei auf der Wildtier-Ranch „Sharkarosa“. Bailey

staunt nicht schlecht, denn die Ranch beherbergt viele

exotische Tiere: Babytiger, Zebras, Büffel, Pferde und nicht

zuletzt Puck, der Schäferhund. Bailey gewinnt schnell neue

Freunde, doch die Sehnsucht nach seiner Familie bleibt …

Für alle, die wissen möchten, ob es Bailey mithilfe seiner

Freunde gelingt, zu seiner Familie zurückzufinden, verlosen

wir diese tierisch spannende Film-DVD gleich 10-mal unter

euch. www.ksmfilm.de

Mitmachen ist ganz einfach:

Schickt uns bis zum 31. Mai eine ausreichend frankierte

Postkarte mit dem Lösungswort aus dem nebenstehenden

Balken-Rätsel und der Adresse der Apotheke, von der ihr

„Unsere besten Freunde“ immer bekommt, an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: „Bailey“ (bitte unbedingt angeben)

Postfach 1213 · 47592 Geldern

(Per Fax oder E-Mail eingesandte Lösungen werden nicht berücksichtigt. Mehrfachsendungen

führen zum Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die

Gewinne sind nicht übertragbar und werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner

werden persönlich benachrichtigt.)

Unsere besten Freunde 05 | 2013 15


Mai 2013

Der Kromfohrländer ist eine der jüngsten deutschen Hunderassen. Die Erstzüchterin, Ilse Schleifenbaum,

wohnte bei Siegen im südlichen Nordrhein-Westfalen nahe der Gemarkung „Krom Fohr“, was auf hochdeutsch

„krumme Furche“ heißt. So entstand der Name Kromfohrländer.


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde

Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

1 Mittwoch

2 Donnerstag

3 Freitag

4 Samstag

5 Sonntag

6 Montag

7 Dienstag

8 Mittwoch

9 Donnerstag

10 Freitag

11 Samstag

12 Sonntag

13 Montag

14 Dienstag

15 Mittwoch

16 Donnerstag

17 Freitag

18 Samstag

19 Sonntag

20 Montag

21 Dienstag

22 Mittwoch

23 Donnerstag

24 Freitag

25 Samstag

26 Sonntag

27 Montag

28 Dienstag

29 Mittwoch

30 Donnerstag

31 Freitag

Maifeiertag

Muttertag

Pfingstsonntag

Pfingstmontag

Fronleichnam


Natur & Wildnis

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie: „Tarnen & täuschen“

Nicht jedes Tier hat scharfe Krallen, einen spitzen Schnabel oder scharfe Zähne, um sich vor dem Hunger seiner Feinde zu schützen. Mit raffinierten Tricks

schaffen es viele Wildtiere, ihre Fellfarbe oder ihr Aussehen so zu verändern und ihrer Umwelt anzupassen, dass sie vor den Augen ihrer Gegner fast völlig

verschwinden. Tarnen und täuschen ist für sie die beste Lebensversicherung.

Foto: © Wikimedia/ Piet Spaans

Wenn Groppen abtauchen...

Ich bin dann mal weg!

Im wahrsten Sinn des Wortes ist die

Groppe sehr bodenständig. Denn sie

hält sich im Gegensatz zu anderen

Fischarten nicht mit langen Wanderungen

auf, und ist in ihrem Verhalten

auch sonst sehr „geerdet“.

Aufgrund ihrer Tarnung, die ihrem

Lebensraum perfekt angepasst

ist, verschwinden die Konturen

der Groppe auf dem Grund von Bächen

und Seen fast völlig. Diese Tarnung hat

der kleine Süßwasserfisch, der früher

auch unter dem Namen Kaulkopf, Westgroppe

oder Mühlkoppe bekannt war,

auch bitter nötig. Denn er ist ein sehr

schlechter Schwimmer, was auch der Tatsache

geschuldet ist, dass diesem Meister

der Unterwassertarnung von Natur

aus die bei Fischen sonst überlebenswichtige

Schwimmblase fehlt. Wird der

nachtaktive Süßwasserbewohner tagsüber

aus seiner Deckung aufgescheucht,

bewegt er sich in kurzen Sprüngen über

den Seegrund, um schnell ins nächstgelegene

Versteck zu gelangen.

Auch hinsichtlich seines Speiseplans fällt

der eher unscheinbare, scheue Bodenfisch

kaum auf. Er begnügt sich mit Insektenlarven,

Bachflohkrebsen oder kleinen

Schnecken. Ganz selten einmal lässt

er sich auch den Fischlaich anderer

Fischarten schmecken, weswegen er in

früheren Zeiten sehr zu Unrecht als gefährlicher

Bruträuber besonders für Forellen

angesehen und vielerorts gründlich

bejagt wurde. Doch es stellte sich

heraus, dass der unscheinbare, etwa 10

bis 18 Zentimeter große und 15 bis

höchstens 50 Gramm schwere Fisch

ganz im Gegenteil eine wichtige Nahrungsquelle

für ebendiese Forellen war.

Doch seine Bejagung ist heutzutage

nicht mehr rückgängig zu machen, und

so ist die Groppe vielerorts ein sehr seltener

Gewässerbewohner geworden. Erschwerend

kommt hinzu, dass der stets

gut getarnte Fisch sehr hohe Ansprüche

an die Wasserqualität seiner Umgebung

stellt. Ändert sich durch Gewässerverunreinigungen

die Wassergüte, verlässt die

Groppe ihr Revier, und kehrt auch selbst

dann nicht mehr dorthin zurück, wenn

die Wasserqualität sich wieder gebessert

hat. Am liebsten hält sie sich in sauerstoffreichen,

kalten Fließgewässern auf,

wie etwa in Gebirgsbächen und –seen

mit steinigem oder sandigem Grund, sowie

in sommerkühlen, möglichst sauberen

Seen wie etwa dem Bodensee.

Auch das Familienleben ist bei Groppes

klar geregelt. In der Laichzeit etwa von

Februar bis Mai hat „Er“ zunächst für eine

geeignete Laichkuhle im Gewässeruntergrund

zu sorgen. Nachdem „Sie“ den befruchteten

Laich darin abgelegt hat,

kümmert sich Papa Groppe um seine

Nachkommen, indem er das, natürlich

gut versteckte, Gelege eifersüchtig bewacht.

Bis zum Schlüpfen seiner Kleinen

muss er sich dann etwa vier bis fünf Wochen

gedulden.

Foto: © Wikimedia/ Hans Hillewaert

18 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Rätsel

Foto: © Makro Freak / Wikipedia

Unsere besten Freunde 05 | 2013 19


Wissenschaft & Forschung

Serie

Vorsicht, giftig!

Um erfolgreich jagen und sich gegen Feinde

verteidigen zu können, benutzen manche Tierarten

Gift, das je nach Dosis und Zusammensetzung

auch für Menschen tödlich sein kann.

Vor diesen Tieren sollte man sich daher ganz

besonders in Acht nehmen:

Seewespe:

Die mordende Hand

Foto: © Wikimedia/ Guido Gautsch

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Krebse wandern um die ganze Welt

Die Tiefsee hält für Forscher immer

wieder neue Überraschungen

bereit. So zeigen aktuelle Forschungen

zur Verbreitung von Ruderfußkrebsen,

dass diese nur etwa 0,3 bis

1 Millimeter großen Meeresorganismen

am Grund des Meeres auf ihren kurzen

Ruderfüßchen fast die ganze Welt der

Tiefsee erobert haben. Im Nord- und

Südatlantik ebenso wie in den Meeresgebieten

um die Antarktis, dem südlichen

Indischen Ozean oder dem zentralen

Pazifik. Sogar am Meeresgrund des

östlichen Mittelmeeres tummeln sich

Vertreter dieser auch als „Tiefsee-Meiofauna“

bezeichneten Lebewesen. Erstaunlich:

Bei ihrer weltweiten Ausbreitung

schrecken die winzig kleinen „Wanderer“

selbst vor Hindernissen wie

Tiefseegräben oder steilen unterseeischen

Bergketten nicht zurück.

Foto: © Zookeys

Die grausige Übersetzung

ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung

„Chironex fleckeri“

mit „Mordende Hand“ macht

deutlich, wie gefährlich diese fast

unsichtbare Quallenart vor den

Küsten Australiens auch dem Menschen

werden kann. Denn das Gift

eines Exemplars dieses auch als

„Würfelqualle“ bekannten Meeresbewohners

würde ausreichen, bis

zu 250 Menschen zu töten. Damit

gilt die Seewespe als das giftigste

Tier auf der ganzen Welt!

Weil das zu 99 Prozent aus Wasser

bestehende und damit nahezu

durchsichtige Seetier in seinen bis

zu drei Meter langen Tentakeln tausende

von giftigen Nesselkapseln

besitzt, und auf der Jagd nach Beutetieren

auch in seichte Küstengewässer

bis dicht ans Ufer gelangt,

ist „Chironex fleckeri“ für Schwimmer

in quallenverseuchten Gewässern

gleich doppelt gefährlich.

Trauriger Rekord: Jedes Jahr sterben

bis zu 70 Menschen durch den

Kontakt mit einer Seewespe.

Bengalkatzen

mögen es bequem

Anders als andere wildlebende

Raubkatzen haben sich Bengalkatzen

mit der Nutzung ihres Lebensraums

durch den Menschen scheinbar

bestens arrangiert. Denn sie kommen

in aufgeräumten, wirtschaftlichen

Nutzwäldern ihrer asiatischen Heimat

häufiger vor als in naturbelassenen, ungestörten

Waldgebieten. Als Grund für

dieses auffällige, unter den kleinen

Raubkatzen Asiens einmalige Verhalten

vermuten Wissenschaftler des Leibnitz-

Instituts für Zoo- und Wildtierforschung,

dass die auch als „Leopardkatzen“ bekannten

Jäger im dichten Unterholz

lichtdurchfluteter Nutzwälder einfacher

und schneller Beute finden als unter

dem dichten Blätterdach des Urwaldes,

wo es am Boden kaum schützendes

Buschwerk für ihre Jagdbeute gibt. Zudem

sind Bengalkatzen im dichten Unterholz

beim Anschleichen an ihr Opfer

besser getarnt. Was die Jagd natürlich

zusätzlich sehr erleichtert.

Foto: © Wikimedia/ Kuribo

Foto: © Wilting & Mohamed, Sabah Wildlife Department, Sabah Forestry Department

20 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Fische mögen auch Verlierer

Das Liebesleben der Atlantik-Kärpflinge

ist offenbar

weitaus komplizierter

als bisher vermutet. Zu

diesem Schluss kommen Wissenschaftler

der Frankfurter

Goethe Universität nach Beobachtungen

zum Verhalten

weiblicher Kärpflinge bei der

Partnerwahl. Dafür wurden ihnen

Videos von kämpfenden

Männchen vorgespielt, bei

denen es nach dem Kampf einen

deutlichen Sieger gab.

Wurden ihnen danach Videos

der einzelnen Männchen gezeigt,

entschieden sie sich überraschenderweise

für den Verlierer, bei dessen Video

sie sich länger aufhielten als bei

dem „Siegertypen“. Nach Ansicht der

Wissenschaftler könnte der Grund dafür

Im Alltag fleißiger Honigbienen spielen

Gerüche eine entscheidende Rolle:

Der Duft von Blüten führt sie zum

Nektar, sie unterscheiden Freund und

Feind am Geruch, und sie kommunizieren

anhand feinster Geruchsspuren mit

anderen Bienen aus ihrem Bienenstock.

Damit sie die unglaubliche Vielzahl an

unterschiedlichen Duftinformationen,

die sie mit den empfindlichen Duftrezeptoren

auf ihren Antennen empfangen,

möglichst schnell und zuverlässig

verarbeiten können, läuft ihr Nerven-

Bienen riechen parallel

sein, dass im Kampf überlegene Männchen

deutlich aktiver sind und die Weibchen

stärker bedrängen als unterlegene

Männchen. „The winner takes it all“

stimmt also nicht überall im Tierreich.

system auf Hochtouren. Das Geheimnis:

Parallele Datenverarbeitung. Dabei zerlegen

die Nervenbahnen im Geruchssystem

der gestreiften Supertiere den

aufgenommenen Geruch in seine einzelnen

Informationsbestandteile, und

transportieren diese Teilinformationen

auf zwei getrennten Nervenbahnen

ins Bienenhirn. Und das geht viel

schneller, als wenn sämtliche in einem

Duft enthaltenen Informationen auf

einer einzigen „Leitung“ übermittelt

werden müssten.

Wissenschaft & Forschung

Phantastische Tiere

Wer kennt sie nicht: Einhörner,

Drachen, Tiere in Menschengestalt und andere

Fabelwesen, die in Märchen, Sagen und anderen

Erzählungen eine reale Gestalt angenommen

haben. Doch manchmal steckt auch ein

Körnchen Wahrheit in den Legenden ...

Die Indianer nennen ihn Sasquatch

Der „Bigfoot“

Um 1850 berichteten die Indianer

Nordamerikas erstmals

von einem unheimlichen,

menschenaffenartigen Wesen, das

in den tiefen, einsamen Wäldern ihrer

Heimat sein Unwesen treiben

solle. Seither haben sich immer wieder

Menschen auf die Suche nach

„Bigfoot“, diesem mysteriösen, angeblich

übermannsgroßen Waldwesen

gemacht – begeisterte Amateure

ebenso wie ernsthafte Wissenschaftler.

Endgültig begraben schien

der Mythos des von den Indianern

auch „Sasquatch“ genannten „Waldmenschen“

dann im Jahre 2002, als

der Sohn eines amerikanischen Sägewerkbesitzers

zugab, sein Vater

habe die großen Fußspuren des

„Bigfoot“, die bislang als unumstößlicher

Beweis für die tatsächliche

Existenz eines solchen Wesens galten,

mit übergroßen, aus Holz geschnitzten

Füßen selber gelegt.

Doch die unermesslich großen

und sehr entlegenen Waldgebiete

Nordamerikas und Kanadas lassen

der Phantasie viel Raum, im

schummerigen Dämmerlicht des

Waldes, fernab jeder menschlichen

Behausung, vielleicht doch noch

irgendwo einen echten „Bigfoot“

zu entdecken ...

Unsere besten Freunde 05 | 2013 21

Foto: ©Wikimedia/ Luis Miguel Bugallo Sánchez Foto: © David Bierbach

Serie

Foto: © Wikimedia/ Ji Elle


Tierhaltung & Pflege

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Kleine Verhaltensforscher aufgepasst

Der ultimative Intelligenztest für

Wellensittiche

Nicht umsonst sind Wellensittiche auch bei

Kindern mit Abstand die beliebtesten Heimvögel.

Denn mit ihrer nimmermüden Neugier und

ihrem ausgeprägten Spieltrieb sind die kleinen

gefiederten Frohnaturen alles andere als

langweilig. Mit einigen einfachen Tests

können kleine (und natürlich auch große)

Vogelhalter schnell herausfinden, was ihre

gefiederten Freunde so alles drauf haben.

Nicht nur Wissenschaftler sind immer

wieder erstaunt, zu welchen

Geistesleistungen Vögel in der Lage

sind. Die größten Spaßmacher der Vogelwelt

sind dabei wohl die Keas, Papageienvögel

aus Neuseeland, die mit ihrer

Neugier und ihren frechen Streichen

schon so manchen Vogelkundler zur Verzweiflung

getrieben haben.

Aber auch Wellensittiche, die ja ebenfalls

zu den Papageienvögeln zählen, sind

nicht auf den Kopf gefallen. „Neugier und

Spielfreude sind deutliche Anzeichen für

Intelligenz“ bestätigt der bekannte Verhaltensforscher

und Wellensittich-Kenner

Dr. Immanuel Birmelin. „Wellensittiche

sind zu erstaunlichen Intelligenzleistungen

fähig – wie alle Tiere, deren Gehirn im

Verhältnis zur Körpermasse sehr groß ist.“

Test 1:

Problemlösung

Binden Sie einen Hirsekolben oder

ein Stückchen Möhre mit einer Kordel

derart an die Sitzstange, dass Ihr gefiederter

Freund nicht so ohne Weiteres daran

knabbern kann. Beobachten Sie nun, was

der Sittich alles anstellt, um an die Leckerei

heranzukommen. Löst er das Problem

etwa, indem er den Kolben zu sich heranzieht?

Prima, Test Nummer eins ist damit

bestanden!

Foto: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Test 2:

Ortsgedächtnis

Verstecken Sie drei völlig gleich aussehende

Futterschälchen in dem Zimmer, in

dem der Vogel seine täglichen Freiflug-

Runden drehen darf. Achten Sie dabei darauf,

dass die Schälchen für das Tier leicht

anzufliegen sind.

Geben Sie jetzt in jedes dieser Schälchen

ein wenig von seinem Lieblingsfutter. Beobachten

Sie, dass der kleine Pfiffikus

schon nach kurzer Zeit die zufällig entdeckten

Schälchen immer wieder erneut

anfliegt, um sich eine Belohnung zu holen,

zeigt er damit ein ausgezeichnetes

Ortsgedächtnis. Und hat damit auch Test

zwei bestanden.

Foto: © Wikimedia/ Claudia Sissi Jung

22 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Foto: © Ulrike Schanz Fotodesign

Unsere besten Freunde

Tierhaltung & Pflege

„Wellensittiche

sind zu erstaunlichen

Intelligenzleistungen

fähig“

Test 3:

Unterscheidungsvermögen

Jetzt wird es etwas kniffliger: Bestücken

Sie nur noch eines der Schälchen mit Futter.

Möchte sich der Vogel mit einem leckeren

Bissen belohnen, muss er sich nun

merken, welches der drei Schälchen das

richtige ist. Steuert der Sittich nach kurzer

Zeit diesen Behälter stets zuerst an, zeigt

er sehr deutlich, dass er gelernt hat, welches

Schälchen das „Richtige“ ist. Womit

Test drei ebenfalls bestanden ist.

Foto: © Wikimedia/ Josh Berglund

Test 4:

Intelligenzleistung

Ab jetzt geht es in unserem Intelligenztest

„ans Eingemachte“: Bedecken Sie die

Futterschälchen mit einem leichten Deckel,

etwa einer Spielkarte oder einem

Stückchen Zeichenkarton. Jetzt muss sich

der gefiederte Prüfling genau überlegen,

wie er an seine Belohnung herankommt.

Welcher Ihrer Sittiche schafft es wohl zuerst,

den „Deckel“ mit seinem Schnabel

von dem Futternäpfchen zu schubsen?

Schaffen es Ihre gefiederten Freunde

nicht sofort, das Problem zu lösen, deutet

das übrigens nicht automatisch auf eine

geringe Intelligenz. Machen Sie das Wegschubsen

des Deckels mit ihren Fingern

vor. Ein pfiffiger Sittich wird sich diesen

Trick schnell abschauen. Und beweist damit

ebenfalls eine große Intelligenz. Denn

auch Lernen durch Abgucken ist eine

ganz ordentliche Geistesleistung. Übrigens

nicht nur für Tiere.

Test 5:

Farbunterscheidung

Dieser Test ist etwas für echte gefiederte

„Gehirnakrobaten“: Bedecken Sie die Futternäpfchen

mit verschiedenfarbigen Deckeln,

deren Färbung deutlich zu unterscheiden

ist, zum Beispiel durch die Farben

Grün, Blau und Gelb. Bestücken Sie

jetzt nur ein einzelnes Schälchen, etwa

das mit dem grünen Deckel, mit einer Leckerei.

Fliegt der Vogel nach einer kleinen

Weile nur noch das „grüne“ Schälchen an,

hat er gelernt, dass nur dort etwas zu holen

ist. Und beweist damit, dass er sich

nicht nur den Ort merken kann, wo das

Futterschälchen steht, sondern auch noch

die dazu passende Farbe. Was eine ausgesprochene

Intelligenzleistung ist. Und wer

weiß – vielleicht hat Ihr gefiederter

Freund ja Verwandte bei den Keas in Neuseeland?

Unsere besten Freunde 05 | 2013 23


Foto: © Privat

Tierhaltung & Pflege

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie:

Flohspeichelallergien

richtig behandeln

Eine Flohspeichelallergie in den Griff

zu bekommen, ist keine einfache Sache.

Doch es gibt mehrere Möglichkeiten,

den lästigen Symptomen wie ständigem

Juckreiz oder kahlen Stellen im

Fell sowie der eigentlichen Ursache

Herr zu werden.

Hat es sich ein Floh im Fell einer Katze

oder eines Hundes bequem gemacht,

begibt er sich sofort auf die

Suche nach einer günstigen Hautstelle,

um seinen Hunger nach frischem Blut zu

stillen. Doch mit dem einfachen Saugen

des begehrten Körpersaftes allein ist es

nicht getan. Denn das aufgenommene

Blut würde im Körper des lästigen Parasiten

nach spätestens 30 Sekunden gerinnen,

und mit dem Floh wäre es vorbei.

Um das zu verhindern, spritzt das unangenehme

Krabbeltier beim Einstich in

die Haut seinen Speichel mit bestimmten

gerinnungshemmenden Stoffen ins

Blut. Und genau darauf reagieren viele

Hunde und Katzen allergisch.

Typische Symptome sind häufiges Lecken

der juckenden Hautstellen, ein

struppiges oder stumpfes Fellkleid sowie

eine meist sehr empfindliche Haut. Ohne

rechtzeitige Behandlung können sich im

weiteren Verlauf auch Rötungen, Pickel,

Pusteln und verklebte oder verkrustete

Stellen auf der Haut zeigen. Doch nicht

immer lassen sich deren Verursacher auf

einem Tier sofort und mit bloßem Auge

entdecken. Vor allem bei Katzen und

Hunden mit langem, dichtem Fell oder

einer dunklen Haut sind die kleinen Plagegeister

nur schwer zu erkennen. Die

Lieblingsorte der Flöhe finden sich am

Kopf und am Hals, am hinteren Rücken

Foto: © Wikimedia/ Caroldermoid

und im Innenschenkelbereich. Hier findet

man üblicherweise auch die ersten

Hautentzündungen.

Umfassend bekämpfen

Leidet Ihr Tier nachgewiesenermaßen

unter einer Flohspeichelallergie, ist es

mit der Behandlung des Tierpatienten allein

nicht getan. Zwar kann der Tierarzt

zunächst kurzfristig mit Kortison oder

anderen Medikamenten den lästigen

Juckreiz eindämmen. Aber um weiterführende

Maßnahmen wie regelmäßiges

und gründliches Reinigen des Haustierzubehörs

sowie eine umfassende Parasitenbekämpfung

im gesamten Haushalt

kommt der Tierbesitzer leider meist

nicht herum.

Hyposensibilisierung kann helfen

Eine bisweilen recht erfolgversprechende,

allerdings etwas aufwändigere Methode,

eine Flohspeichelallergie in den

Griff zu bekommen, ist eine sogenannte

Immuntherapie oder Desensibilisierung.

Dabei bekommt der Vierbeiner in nach

und nach ansteigender Konzentration

genau diejenigen Allergene unter die

Haut gespritzt, gegen die er eine allergische

Reaktion gezeigt hat. Die geringen

Anfangskonzentrationen sollen das Tier

nach und nach gegenüber den symptom-

Dr. Wittigs Praxistipp

Dr. med. vet. Kerstin Wittig aus Moers stellt in dieser Serie häufig

vorkommende Tierkrankheiten und ihre schulmedizinische und

naturheilkundliche Behandlung vor.

Das schützende Deckhaar

dieser Katze ist bis auf die

Rückenpartie vollständig

ausgefallen. Die schütteren

Fellstellen öffnen weiteren

Parasiten Tür und Tor.

Bei Flohbefall

ist Hygiene im

Haushalt das

oberste Gebot.

auslösenden Allergenen unempfindlich

(„hyposensibel“) machen. Allerdings

muss der Tierbesitzer dabei viel Geduld

mitbringen, denn diese Therapie kann

sich über mehrere Monate hinziehen.

Das Spritzen des Allergens erfolgt dabei

üblicherweise zweimal pro Woche in der

Tierarztpraxis. Manchmal zeigt sich aber

auch recht schnell schon nach den ersten

Spritzen eine deutliche Besserung.

Aktuellen Studien zufolge liegen die

Erfolgsaussichten bei dieser Form der

Behandlung bei etwa 70 Prozent.

Ob Sie sich bei Ihrem Tier für eine kurzfristige

medikamentöse Behandlung

oder eine nachhaltig auf die Ursache

ausgerichtete Immuntherapie entscheiden,

richtet sich dabei natürlich nach der

individuellen Verfassung und den Haltungsbedingungen

des Tieres. Am besten

lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten,

welche Therapieform für Ihren

Vierbeiner die besten Erfolgsaussichten

bietet.

Foto: © BfT/ Klostermann

24 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Tierhaltung & Pflege

Fotos: © Fotolia

Haustiere

bereichern

das Leben

"Wie eine kürzlich veröffentlichte Studie

der GfK Marktforschung Nürnberg

ergab, sehen mehr als 87 Prozent der

befragten Tierhalter in ihrem Haustier

ein wichtiges und ernst zu nehmendes

Familienmitglied. Doch was ist dran

an dem Geheimnis, warum Tiere uns

so sehr begeistern und in ihren Bann

ziehen können?"

Begeisterung, Sicherheit, Mitgefühl

und tiefe Freundschaft – viele Menschen

finden in ihren Tieren einen

entspannenden Ausgleich zum übertechnisierten

Berufsleben und Alltag. Das liegt

zu einem nicht unerheblichen Teil vor allem

daran, dass Tiere durch ihre Art der

Kommunikation, durch ihre Bewegungen,

ihre Atmung, Körperwärme und vieles

mehr Gefühle im Menschen ansprechen,

die in unserem vorwiegend rational gesteuerten

Alltagsleben scheinbar keinen

Platz (mehr) haben.

Bleiben Sie authentisch

Doch es ist genau diese Art des harmonischen,

vorbehaltlosen Miteinanders, das

ohne Sprache, ganz unmittelbar und ohne

komplizierte Verhaltenskonventionen

auskommt. Ein Tier wird auf „seinen“ Menschen

nur reagieren, wenn er sich authentisch

verhält. Sich Tieren gegenüber verstellen

und ein anderer sein zu wollen, ist

völlig aussichtslos – mit ihren feinen Sinnen

spüren sie sofort, ob sich der Mensch

gerade genau so verhält, wie er sich fühlt.

Daher „zwingt“ uns der

Umgang mit einem Tier

auch, zu unseren Gefühlen zu stehen und

ehrlich mit ihnen umzugehen. Und genau

das ist es, was Tiere in den Augen ihrer Besitzer

so wertvoll macht.

Andererseits bietet die Tatsache, dass Tiere

mit anderen Mitteln als der Sprache

kommunizieren, gerade auch Menschen

mit eingeschränkten Sprachfähigkeiten

die Möglichkeit, in Kontakt mit ihnen zu

treten. Das nutzen viele Formen der tiergestützten

Therapie, etwa das heilpädagogische

Reiten oder Therapieformen mit

Hunden oder Alpakas, um Menschen mit

krankheitsbedingt eingeschränkten sozialen

Kompetenzen und Fähigkeiten einen

besseren und intensiveren Zugang

zu ihrer Umwelt zu ermöglichen. Und

auch Kinder können durch den Umgang

mit einem (Heim-) Tier soziales Verhalten,

Fürsorge und kommunikative Kompetenzen

erlernen und nachhaltig festigen. Was

durch wissenschaftliche Studien immer

wieder eindrucksvoll bestätigt wird.

Achtsamkeit als Erfahrung

Damit sich ein Haustier bei seinem Besitzer

wirklich wohlfühlt, sollte dieser auf einen

achtsamen, respektvollen Umgang

mit seinem vierbeinigen Partner Wert legen.

So ist es manchmal eine ganz neue

Erfahrung, sich neben seinem Tier behutsam

auf dessen Augenhöhe zu begeben,

um die gewohnte Umwelt einmal aus sei-

ner Perspektive wahrzunehmen.

Und es kann

schon sehr entspannend sein, sich nur

einmal ganz in Ruhe zum Beispiel neben

seinen Hund auf den Boden zu setzten

und einen entspannten Blickkontakt zu

seinem Tier zu halten. Schon allein diese

Form des achtsamen Zusammenseins ist

für viele Tierbesitzer oft eine anregende

Quelle der Entspannung. Oder wie es die

Verhaltensforscherin und Leiterin der Stiftung

Bündnis Mensch und Tier ausdrückt:

„Wenn man neugierig auf das Tier zugeht,

ist es, als würde man einen Kontinent neu

entdecken.“

Wenn Kinder sich ein Tier wünschen ...

...sollten sich Eltern zusammen mit ihrem

Kind vorab sehr intensiv damit auseinandersetzen,

was sich mit dem Einzug eines

Tieres im Alltag der Familie alles ändern

wird, welche Aufgaben anfallen

und welche Verantwortung damit verbunden

ist.

In der virtuellen Bibliothek der Stiftung

Bündnis Mensch und Tier findet sich ein

praktischer Leitfaden für Eltern mit vielen

Anregungen, wie sie herausfinden

können, ob ihr Kind schon reif für den

Umgang und die Haltung eines Tieres ist,

und wie sie sich und ihr Kind auf den

Einzug des neuen Familienmitglieds am

besten vorbereiten können.

www.buendnis-mensch-und-tier.de

Unsere besten Freunde 05 | 2013 25


Tiere & Menschen

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Serie: „Die beliebtesten Modehunde“

Seit Jahrtausenden begleiten Hunde unser Leben. Dabei haben sich im Verlauf der Zeit je nach Anspruch des Menschen

an die Aufgaben ihrer vierbeinigen Partner immer neue Rassen herausgebildet. Die Rassen jedoch, die wir

auf dieser Seite vorstellen, sind aufgrund ihrer besonderen Merkmale heute besonders „angesagt“.

Foto: © Wikimedia/ Sav127

Der Puggle: Angesagt,

teuer und alltagstauglich

Genaugenommen ist „Puggle“ gar

keine eigene Rassebezeichnung,

sondern steht für einen Hybridhund,

der aus der Verpaarung zweier unterschiedlicher

Rassehunde entsteht. Das

Besondere an diesem „designer dog“ ist

die Tatsache, dass sich die gewünschten

Merkmale des Puggles hinsichtlich seines

Charakters und seiner Körpermerkmale

durch die Verpaarung zweier „Puggles“

nicht beliebig weiterzüchten lassen.

Ein echter „Puggle“ muss jedes Mal

gezielt aufs Neue aus der Verpaarung eines

Beagles mit einem Mops herausgezüchtet

werden. Was diesen Hund natürlich

sehr teuer macht!

Als echter Modehund hat es der Puggle selbst in die Herzen von Stars

wie Uma Thurman und Sylvester Stallone geschafft.

Und auch bei uns findet diese als sogenannte „designer dog“ bezeichnete

Hunderasse immer mehr Freunde.

Foto: © Wikimedia

Der etwas eigenwillige Name „Puggle“

für diese Hunde kommt aus dem Amerikanischen.

Denn „pug“ bedeutet so viel

wie „Mops“, und findige

Namensgeber haben

dem „pug“ noch das

„gle“ von „Beagle“

angehängt

– fertig ist der

„Puggle“

Foto: © Wikimedia

Ein Puggle

Welpe sieht nicht

nur so niedlich aus

wie die Nachkommen

des Mopses oder

Beagle Welpen. Seine

Fans weisen immer

wieder darauf hin, dass

dieser Hund auch die

positiven Eigenschaften

dieser beiden Rassen auf sich

vereint. Ein Puggle weist auch

nicht die kurze Schnauze eines

Mopses auf, und neigt daher auch nicht

zum Schnarchen. Und da er, wie seine Elterntiere,

von vergleichsweise geringer

Größe ist, kann er im Normalfall auch

problemlos in einer Mietwohnung gehalten

werden, ohne dass es zu Ärger

mit dem Vermieter kommt. Diese Vorzüge

lassen sich die Züchter dieses Modehundes

ganz selbstbewusst durchaus

etwas kosten. Bekommt man bei uns einen

Puggle „schon“ für etwa 650 Euro,

darf’s in den USA, wo der Puggle mittlerweile

unter der Prominenz des großen

Landes schon ein echtes „Must-have“

ist, ruhig etwas mehr sein: Dort wechselt

der populärste unter allen Designer-

Hunden („the hottest designer dog oft

he decade“) gerne schon mal für stolze

3.000 Euro den Besitzer.

Seine treuen Fans rechtfertigen den stolzen

Preis mit dem augenscheinlich sehr

angenehmen Charakter dieses Hundes.

Denn er verliere nur wenig Fell, und lässt

es auch im Alltag angeblich eher ruhig

angehen. Läute es etwa an der Türe,

reicht ihm schon ein ein- bis zweimaliges

Gebell, und die Sache ist für ihn erledigt.

Allerdings arbeitet die Natur nicht auf

Bestellschein, und so kann es auch vorkommen,

dass ein Puggle zwar äußerlich

voll und ganz den Wünschen seines Besitzers

entspricht, aber vom Verhalten

her sehr problematisch sein kann. Denn

beim Puggle trifft Sofahund auf Jagdhund,

was je nach genetischer Ausgangslage

auch zu gesundheitlichen

Problemen führen kann. So kommt es

immer wieder vor, dass ein Puggle den

großen Bewegungsdrang des Beagle

aufweist, obwohl seine Atmungsorgane

aus der Mops-Linie gar nicht auf derart

viel „Action“ ausgelegt sind ...

26 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Tierporträt [Wildtier]

Insekt mit interessanter Kinderstube:

Die Gebänderte Flussköcherfliege

Als unscheinbares, graubraunes

Insekt verbirgt

sich die Flussköcherfliege

tagsüber meist in Moos,

Totholz oder unter den

Blättern von Pflanzen in

Ufernähe. Der weitaus

größte Teil ihres kurzen Lebens

spielt sich jedoch unter

der Wasseroberfläche

ab.

Bewegen sich in einem

Ausgewachsene „Gebänderte Flussköcherfliege“

Bachbett oder am Ufer

eines Teichs kleine

Steinchen und Pflanzenteile auffallend

von einer Stelle zur anderen, dann steckt

meist eine Flussköcherfliege dahinter.

Denn dieses Insekt baut sich zum Schutz

vor Fressfeinden einen panzerartigen

Köcher, den sie aus Pflanzenstängeln

oder Sandkörnern zusammenklebt. Nur

der Kopf und die sechs Beinchen schauen

daraus hervor. Andere Köcherfliegenlarven

schützen sich, indem sie unter

Steinen oder im dichten Pflanzengeflecht

des Bachgrundes feine Gespinste

weben, die sie als Wohnung und ganz

nach Art netzbauender Spinnen auch

zum Beutefang nutzen.

Fotos: © Brigitta Eiseler, Roetgen

–––––––

Insekt

des Jahres

2013

–––––––

Saubere, klare und

schnell fließende

Bäche wie hier in

der Eifel sind der

bevorzugte Lebensraum

der

„Gebänderten

Flussköcherfliege“.

Mit ihrem Landgang hat die

„Gebänderte Flussköcherfliege“

jedoch zugleich das

Ende ihres einjährigen Lebens

erreicht. Denn hier ist

es nach etwa zwei bis vier

Wochen mit ihr vorbei. Doch

Um in ihrem bevorzugten Lebensraum,

vor allem schnellfließenden, möglichst

sauberen und klaren Gewässern, nicht

von der Wasserströmung fortgerissen zu

werden, hält sich die Köcherfliegenlarve

mit Haken am Ende ihres Hinterleibs am

Bachgrund fest. Zusätzlich benutzt sie

noch eine Art „Anker“: Dafür produziert

sie in ihren Mundwerkzeugen einen „Sicherheitsfaden“,

den sie an einem großen,

schweren Stein festklebt, um nicht

abgetrieben zu werden. Sicher ist sicher.

Bevor sie ihre feuchte Umgebung als fertige

Köcherfliege endgültig verlassen

kann, muss sie sich zunächst verpuppen.

Larve der „Gebänderten Flussköcherfliege“

Dafür baut sich die Larve aus kleinen, bis

zu einem Zentimeter großen Kieselsteinchen

eine Art Kuppel, in deren Schutz sie

zum fertigen Insekt heranreift. Nach nur

zwei Wochen ist es dann so weit: Mit ihrem

dolchartigen Mundwerkzeug sticht

sie sich durch ihre schützende Hülle, und

klettert an Steinen oder Pflanzen aus

dem Wasser heraus.

kurz bevor es mit ihr zu Ende geht, kehrt

das Weibchen nach der Paarung ins Wasser

zurück, um ihre Eier in Ritzen und

Spalten von Wassergehölzen und Steinen

abzulegen. Anschließend taucht sie

wieder auf, wobei das Wasser an ihr wie

am Blatt einer Lotosblüte abperlt.

Die Gebänderte Flussköcherfliege, die

aus der Ferne übrigens leicht mit einer

Mücke verwechselt werden kann, ist sehr

wählerisch, was die Wasserqualität ihrer

nassen Kinderstube angeht. Daher gilt

sie unter Fachleuten als ein sehr guter

Anzeiger für saubere, klare Gewässer.

Unsere besten Freunde 05 | 2013 27


Natur & Wildnis „Tierisch verwandt“

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Von der Tundra bis in die Tropen, von den eisigen Gipfeln der Hochgebirge bis in die feucht-heißen Dschungel, von den Wüsten bis in die Tiefen

der Ozeane haben sich alle Tierarten ihren besonderen Lebensraum erobert. Die Vielfalt der natürlichen Umweltbedingungen führte im Lauf von

Jahrmillionen dazu, dass sich je nach Anpassungsfähigkeit bei den meisten Tierarten zahlreiche Unterarten herausgebildet haben, die sich durch

ganz bestimmte Körpermerkmale voneinander unterscheiden. Und die tierische „Verwandtschaft“ kann manchmal unüberschaubar groß sein ...

Ochsenfrosch

Panama-Stummelfußfrosch

Blauer Baumsteiger

Europäischer Laubfrosch

Foto: © Wikimedia/ Fir0002

Foto: © Wikimedia

Foto: © Wikimedia/ Michael Gäbler

Foto: © Wikimedia/ FelixReimann

Frösche – Überall zu

Hause, und immer auf dem

Sprung

Goldener Giftfrosch

Glasfrosch

Erdbeerfröschchen

In gegenwärtig etwa 5.800 bekannten Unterarten

hopsen Frösche mit ihren kräftigen Hinterbeinen auf

der ganzen Welt durch die unterschiedlichsten Lebensräume.

Hauptsache, es ist immer schön nass.

So unterschiedlich wie ihre Lebensräume sind auch

die Strategien dieser Tiere, mit den vorherrschenden

Umweltbedingungen zurechtzukommen.

So setzen die bei uns allseits bekannten Gras- und Laubfrösche

zu ihrem Schutz auf eine möglichst optimale

Tarnung, die sich im dichten, feuchten Unterholz der

mitteleuropäischen Wälder seither bestens bewährt hat.

Ihre sehr zahlreichen Verwandten in den feucht-heißen

Dschungeln Mittel- und Südamerikas sowie Afrikas und

Südostasiens können jedoch mit Tarnung wenig anfangen.

Denn anders als in den heimischen Wäldern bei uns

wächst am Boden der tropischen Urwälder kaum dichtes

Unterholz, weil es durch das dichte Blätterdach der

Baumriesen am Boden dafür zu dunkel ist. Daher wenden

viele Froscharten wie etwa die Baumsteigerfrösche

Mittelamerikas eine ganz andere Methode an, um sich

vor ihren Feinden zu schützen: Sie täuschen durch eine

auffällige Körperfärbung in grellen Signalfarben vor,

ausgesprochen gefährlich und zudem sehr giftig zu sein.

Was im Übrigen häufig sogar wirklich der Fall ist.

So zählt etwa der auch als „Pfeilgiftfrosch“ bekannte

„Goldene Giftfrosch“, der durch eine auffällige Gelbfärbung

seine Feinde abzuschrecken versucht, zu den

giftigsten Fröschen weltweit. Die Bezeichnung „Pfeilgiftfrosch“

rührt daher, dass die Indios die Spitzen ihrer

Pfeile einst mit dem giftigen Hautsekret dieses Frosches

benetzten, um ihre Beute auf der Jagd umso

sicherer erlegen zu können.

Während die bunten Dschungelfrösche mit 12 bis 50

Millimetern eine eher geringe Körpergröße aufweisen,

ist der nordamerikanische Ochsenfrosch mit einer Körperlänge

bis zu 20 Zentimetern ein echter Riese unter

den langbeinigen Hüpfern. Ursprünglich im Osten der

Vereinigten Staaten von Amerika beheimatet, gelangte

der stimmgewaltige und nachtaktive Froschgigant mit

menschlicher Hilfe auch nach Europa, wo er vor allem in

der italienischen Po-Ebene und in den Feuchtgebieten

um Rom bis heute sehr zahlreich vertreten ist.

28 05 | 2013 Unsere besten Freunde

Foto: © Wikimedia/ Marcel Burkhard

Foto: © Wikimedia/ Brian Gratwicke

Foto: © Wikimedia/ Splette


Unsere besten Freunde

Hallo,

liebe Kinder ...

Drago´s Schlaumeierecke

Foto: © Wikimedia/ Locaguapa

Foto: © Wikimedia/Aleph

... wie ich heiße, das wisst ihr ja – klar,

Drago eben. Aber habt ihr auch gewusst,

dass es sogar Vögel bei uns

gibt, die ihren Namen rufen können?

Ist doch eigentlich ganz praktisch,

dann weiß man immer, mit wem man

es gerade zu tun hat.

Vogelnamen an den Rufen der Vögel

zu erkennen, ist gar nicht mal so

schwer. Ein Uhu etwa ist mit seinem

zweisilbigen Ruf ganz einfach zu

bestimmen. Manchmal klingt sein typischer

„U-huuu“-Ruf in unseren Ohren ja

fast ein wenig geheimnisvoll. Aber damit

will ein Uhu-Männchen nur bei den

Weibchen in seinem Revier auf sich aufmerksam

machen. Forscher haben auch

herausgefunden, dass der Ruf eines

Uhus manchmal

noch bis in vier Kilometer

Entfernung

zu hören ist.

Einen weiteren Vogel,

dessen Ruf sehr

bekannt ist, und

der jetzt überall in

den Wäldern zu hören

ist, kennt wohl

jedes Kind: den Kuckuck.

Doch da er

durch die Farbe seiner

Federn im Wald

Kuckuck

sehr gut getarnt ist,

kriegt man ihn leider nur sehr selten zu

sehen. Dafür ist er aber umso besser zu

hören.

Zilpzalp

Einen ganz merkwürdigen Namen haben

seine Rufe dem Weidenlaubsänger

eingebracht. Weil ihm nicht Besseres einfällt

als ein eintöniges „zilp-zalp“, haben

ihm die Wissenschaftler den Artnamen

„Zilpzalp“ verpasst. Der weit verbreitete

und unermüdliche Sänger ist von März

bis Oktober nicht nur in Wäldern, sondern

auch in Gärten und Parkanlagen zu

hören. Allerdings ist „zilp-zalp“ nicht

gleich „zilp-zalp“: Vogelforscher haben

herausgefunden,

dass

Zilpzalpe

aus weit

voneinander

entfernten

Gebieten

einander

Krickente

nicht verstehen und erkennen, obwohl

sie derselben Art angehören. Ich wüsste

ja gerne mal, wie sich „zilp-zalp“ wohl auf

Französisch, Englisch, Italienisch oder

Spanisch anhört ...

Auch der Distelfink hat sich mit seinem

Ruf einen eigenen Namen eingebrockt.

Denn wegen seines „stig-litt“-Rufes ist er

überall nur als „Stieglitz“

bekannt, genau wie die Raben

mit ihrem „rab-rab“

oder die Buchfinken mit ihrem

kurzen, harten „fink –

fink“. Und die Krickente ruft

– na was wohl? „Krick“ –

was sonst.

Also achtet beim nächsten

Waldspaziergang doch mal

darauf, ob ihr auch einen

Stieglitz

Vogel hören könnt, der seinen

Namen ruft. Und dann verblüfft ihr

eure Eltern mal mit eurem Wissen.

... bis bald,

euer Drago

Unsere besten Freunde 05 | 2013 29

Foto: © Wikimedia/ Lotse

Foto: © Wikimedia/ BS Thurner Hof

Foto: © Wikimedia/ Pierre Dalous

Uhu


Vorschau

Die homöopathische

Hausapotheke für Katzen

Kleinere Befindlichkeitsstörungen

im Katzenalltag lassen sich

sehr gut auch mit homöopathischen

Mitteln behandeln

– vorausgesetzt, es sind die

richtigen zur Hand.

Foto: © Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Foto: © Fotolia

Mit dem Hund

einfach verreisen

Ein sorgloser Urlaub mit dem

geliebten Vierbeiner gelingt am

besten mit einer guten Vorbereitung.

Dazu zählt nicht nur eine komplette

Reiseausstattung, sondern vor allem

im Ausland auch die genaue Kenntnis

der jeweiligen Reisebestimmungen.

Rehkitze: Scheu und

immer gut getarnt

Tarnen und täuschen ist ihr

einziger Schutz.

Doch manchmal kann ihnen

ihre perfekte Tarnung schnell

zum Verhängnis werden.

Am 1. Juni 2013 liegt die aktuelle Ausgabe von

Unsere besten Freunde für Sie bereit …

… in Ihrer Apotheke!

Foto: © Thomas/ djv

Lösungen

April-Kreuzworträtsel: KAPUZINERAFFE

Doppelgänger:

Die Rehkitze

Zählrätsel: Es sind 32

Balkenrätsel:

Gewinnspiel

(Lösung in der nächsten Ausgabe!)

Punkte verbinden:

Ein Bär

IMPRESSUM:

Unsere besten

TIERMEDIZIN AUS IHRER APOTHEKE

Herausgeber/Verlag:

S & D Verlag GmbH,

Otto-Hahn-Straße 16

47608 Geldern

Postfach 1213, 47592 Geldern

Telefon (0 28 31) 13 00-0

Telefax (0 28 31) 13 00 20

www.SuD-Verlag.de

www.unsere-besten-freunde.com

info@sud-verlag.de

Kostenlose Hotline: 0800/2831000

Verleger und Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Karsten Kulms

Redaktionelle Mitarbeit:

Dr. med. vet. Kerstin Wittig,

Apotheker Gero Altmann

Konzept und Grafikdesign:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Illustration:

Michael Hecht

Rätsel:

Pressebüro von Berg

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen

Telefon (0 28 31) 13 0042

m.thielen@sud-verlag.de

Anzeigenpreisliste:

Nr. 21 (gültig ab 01. 01. 2013)

Copyright:

2013 by S & D Verlag GmbH;

Nach dru cke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Ge nehmi gung des

Ver la ges gestattet und honorarpflichtig.

„Die im Magazin dargestellten Informationen

dienen ausschließlich zur allgemeinen

Information und sind keinesfalls als Ersatz für

eine persönliche Beratung, Untersuchung,

Diagnose oder Behandlung durch einen

Tierarzt oder Apotheker gedacht.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.“

Bezug:

Nur über Apotheken. Unsere besten Freunde

erscheint jeweils am Monats anfang. Für un -

verlangt eingesandte Manu s kripte und Bilder

übernehmen wir keine Gewähr. Redaktio

nelle Beiträge spiegeln nicht immer

die Meinung des Ver lages wider.

Druck:

Senefelder Misset, NL Doetinchem

Lösung des

Kreuzworträtsels!

30 05 | 2013 Unsere besten Freunde


Unsere besten Freunde

Fotos: © Crocworld/ Dr. Bernd Jensch

Aber dieser einzigartige

Tierpark ist

nicht nur die Heimat

von Reptilien,

sondern beherbergt

auch andere Exoten wie Spinnen, Riesenschlangen,

Warane und auch kleinere,

weniger gefährliche Echsen. Die frei

in den Hallen der Crocworld umherlaufenden

Geckos sind eine weitere Attraktion

dieses ungewöhnlichen Tierparks.

Die vielen exotischen Tierarten,

die der Erfurter Tierarzt unter den Dä-

Sammel-

Serie

Tierparks in Deutschland

„Crocworld“ Erfurt: Reptilienparadies

mit bissigen Bewohnern

Die Warnung „Füttern verboten“

sollte in diesem Tierpark ganz besonders

beherzigt werden. Denn das

Wort „Kuschelfaktor“ ist den tierischen

Bewohnern dieser Anlage völlig

unbekannt.

Sie sind mitten unter uns. Im Norden

der thüringischen Stadt Erfurt

warten mehr als 60 Krokodile

und Kaimane, darunter so überaus gefährliche

Exemplare wie Nil- und Leistenkrokodile,

australische Süßwasserkrokodile

und Alligatoren, auf ihre Besucher.

So wie der „Dicke“, ein gerade

einmal acht Jahre alter Mississippi-Alligator,

der schon jetzt mit einer Länge

von mehr als zweieinhalb Metern ein

echter Publikumsmagnet ist. Er lässt

es sich in den naturnah

und tierartgerecht

gestalteten

Unterkünften

und Schaubecken

gut gehen, ebenso

wie die übrigen geschuppten

Bewohner

dieser Tropenwelt

im Herzen Thüringens.

Denn die

Betreiber der Crocworld, der Erfurter

Tierarzt Dr. Bernd Jensch und sein Bruder,

lassen bei der Betreuung ihrer

Schützlinge keine Wünsche offen.

Das Besondere an diesem erst im November

2011 eröffneten Tierpark ist die

in Deutschland bisher

einmalige Konzeption

dieser Anlage. Denn die

„Crocworld“ in Erfurt ist

eine Kombination aus

Tropenhaus, Reptilienzoo

und Exoten-Auffangstation.

So ist es

auch das Anliegen der

Betreiber der „Crocworld“, mit Führungen

von Interessierten und mit „praktischem

Biologieunterricht“ für Schulklassen

und Kindergartenkinder Interesse

und Verständnis für das Verhalten

und die Lebensweise der gezeigten

Reptilien zu wecken. Und bei der wöchentlichen

Fütterung können die Besucher

das urwüchsige Temperament

der geschuppten Bewohner

von

„Crocworld“ auch

ganz hautnah miterleben.

chern seiner

Crocworld versammelt

hat,

machen diesen

Reptilienpark

zu einer

kleinen, einzigartigen

zoologischen

Sensation in Deutschland. Mit

Schautafeln und Vorträgen möchten

Jensch und sein Team anderen das Leben

dieser faszinierenden Tiere nahe

bringen. Zeigen die Besucherzahlen,

dass das Projekt angenommen wird,

soll die Crocworld in den nächsten Jahren

auf Wachstumskurs gehen. Die Zeichen

stehen gut dafür.

Crocworld Erfurt

Größe: 600 Quadratmeter

Lage: Im Norden Erfurts, Nähe Zoopark,

Am Roten Berg 16, 99086 Erfurt

Öffnungszeiten: samstags und sonntags

11.00 Uhr bis 17.00 Uhr (das ganze Jahr).

Fütterung jeden Samstag um 13.00 Uhr!

Eintrittspreise:

14 € 2 Erwachsene, 1 Kind bis 14 Jahre

17 € 2 Erwachsene, 2 Kinder bis 14 Jahre

20 € 2 Erwachsene, 3 Kinder bis 14 Jahre

Gruppen: Ab 10 Erwachsene je 5,- €

Ab 10 Kinder je 3,- €

Führungen und Fotos mit Tieren nach

Absprache (auch außerhalb der normalen

Öffnungszeiten)

Kostenlose Parkmöglichkeiten!

www.crocworld.de

Unsere besten Freunde 05 | 2013 31


Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Nicht vergessen:

Am 12. Mai ist Muttertag

Wer außer den allseits üblichen und beliebten Blumensträußen

oder Pralinen auf der Suche nach einer besonderen Aufmerksamkeit

ist, hat oft die Qual der Wahl.

Ein kleiner Tipp: In Ihrer Apotheke finden Sie eine große Auswahl

an Wohlfühl-Geschenken wie belebende Gesichtsmasken,

hautpflegende Tagescremes oder duftende Entspannungsbäder,

von denen Mütter auch dann noch etwas haben, wenn

ihr Ehrentag längst vorüber ist und sie wieder vom Alltag eingeholt

werden.

Denn eigentlich ................. ist jeder Tag ein „Muttertag“.

Mit herzlichen Grüßen

Das Team aus Ihrer Apotheke

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