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Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz / P.B.B. 02Z033793M-Postentgelt bar bezahlt Nr. 78 Juni 2013

Das Mitarbeitermagazin der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

Neue

Kinderwelt

In dieser

Ausgabe:

Seite 11

Medikamentensicherheit

Schulungsprogramm

Seite 21

Ausgezeichnet!

LKH Bruck

LKH Hartberg

LSF Graz

Seite 31

Social Media

KAGes auf Facebook


Einfach.Besonders

Von Noten zu wohlklingenden Melodien.

Von Banknoten zur maßgefertigten Veranlagung.

Kommen wir ins Gespräch.

Qualität, die zählt.

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Graz | Bruck | Deutschlandsberg

Feldbach | Fürstenfeld | Judenburg

Leibnitz | Liezen | Schladming


Bewertungszeitraum 6/2011 bis 12/2012

Version: 14.3.2013

Z:\_Integriertes Managementsystem\2 Strategie\2.3 Stoßrichtungen-Ziele\KPI\Strategiebericht\Strategiebericht 2012 V 20130314 A.docx

AKTUELLES

3 IMPRESSUM.

5 KAGes-VORSTAND. Weg der Weiterentwicklung

6 KAGes-STRATEGIEBERICHT. Gemeinsam auf neuen Wegen

PERSONAL

10 TEILZEIT FÜR ÄRZTE. Interview

11 MEDIKAMENTENSICHERHEIT. Schulungsprogramm

GESUNDHEIT

13 MTD-F ACHBEIRAT. Jubiläum

14 PFLEGEKLASSIFIKATION DiZiMa®. Erfolg

15 INT. AUSBILDUNGSZENTRUM. LKH Stolzalpe

15 IHRER GESUNDHEIT ZULIEBE. Anti-Aging

17 STATIONÄRE PSYCHOTHERAPIE. Psychiatrie

20 2. COMPREHENSIVE CANCER CENTER. Österreichweit

QUALITÄT

21 BGF-QUALITÄTSGÜTESIEGEL. LKH Hartberg u. LSF Graz

22 PATIENTENSICHERHEIT. Critical Incident Reporting System

26 SCHÖNHEITS-OPs. Neues Gesetz

INFRASTRUKTUR

28 MED CAMPUS. Voll im Gang

29 GEMEINSAME KINDERBETREUUNG. KAGes und MUG

30 SONDERKLASSECONTROLLING. Jubiläum

31 SOCIAL MEDIA. Neue Präsenz der KAGes

32 HÄUFIGE IT-FRAGEN. Rede & Antwort

PANORAMA

33 IHREM WOHLBEFINDEN ZULIEBE. Atmen

35 „SAUBERE HÄNDE“. Aktionstag im LKH Graz West

37 20.000 HUBSCHRAUBERLANDUNG. LKH-Univ. Klinikum Graz

40 KITZECK. Juwel in der Steiermark

43 KunstKulturTipp. Evita

Titelseite: Neue Kinderwelt © Kristiner Architekten ZT GmbH

6

13

KAGes-STRATEGIEBERICHT 2012.

5 JAHRE MTD FACHBEIRAT.

21

BGF-ANERKENNUNG.

28

37

Strategiebericht 2012

MED CAMPUS – NEUER STADTTEIL.

RETTUNG FÜR SCHWERVERLETZTE.

© Stieber © Riegler Riewe Architekten ZT-GmbH © GKK Steiermark

© KAGes

© KAGes

IMPRESSUM

Medieninhaber / Herausgeber /

Verleger / Copyright:

Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4-6

FN: 49003p, Landesgericht für ZRS Graz

UID: ATU28619206 DVR: 0468566

Telefon: +43 (0) 316 / 340-0

Fax: +43 (0) 316 / 340 -5207

E-Mail: internet@kages.at

http://www.kages.at

Geschäftsführung und

redaktionelle Leitung:

Reinhard Marczik

Chef vom Dienst:

Mag. Katharina Kainz

Redaktionsteam:

Hedi Grager

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Leykam Druck GmbH & Co KG

Eggenberger Straße 7, A-8020 Graz

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24.000 Exemplare, gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheint 4 mal im Jahr.

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Sämtliche Texte, Grafiken und Bilder

sind urheberrechtlich geschützt.

Alle Rechte vorbehalten.

Grundlegende Richtung:

G’sund dient der umfassenden Information der Mitarbeiter

der KAGes über das gesamte Unternehmen. Durch

die Zusendung von G’sund an alle Mitarbeiter wird dem

Recht auf Information gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f

MSchG entsprochen.

Trotz sorgfältiger Bearbeitung in Wort und Bild kann für

die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden. Mit

Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge geben nicht

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wieder. Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit genauer Quellenangabe

und Übermittlung eines Belegexemplares

erlaubt. G’sund behält sich das Recht vor, die veröffentlichten

Beiträge (inkl. Tabellen und Abbildungen) auf CD-

ROM und ins Internet zu übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um einen geschlechtergerechten

Sprachgebrauch bemüht. Im

Interesse einer guten Lesbarkeit verzichten wir aber

weitestgehend auf Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen

oder Patienten/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis, wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden

und neutralen Formulierungen,

manchmal auch zu verallgemeinernden weiblichen

oder männlichen Personenbezeichnungen führt.

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

3


AUS DEM VORSTAND DER KAGes

© Stieber

So wie im Sport der Start ins Rennen bereits den ersten Spannungshöhepunkt darstellt, ist auch der Start in

eine neue Vorstandsperiode der KAGes für die Mitarbeiter von besonderem Interesse. G´sund bat daher das

neue Vorstandsduo Univ.Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg und Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA, zum Interview.

Sowohl der Druck auf das Gesundheitswesen

insgesamt wie auch die Erwartungen

der Eigentümer sind groß. Und auch die

KAGes – Mitarbeiter sind neugierig, zu erfahren,

was sie sich vom neuen Führungsduo

zu erwarten haben?

Tscheliessnigg: Der Druck zur Erneuerung war

immer schon groß, immerhin gilt es ja den

Wissenszuwachs –das medizinische Wissen

verdoppelt sich alle fünf Jahre – für die Patienten

nutzbar zu machen.

Fartek: Dazu kommt in den letzten Jahren verstärkt

der Druck in Richtung Effizienz, es gilt

klare und oft auch mutige Entscheidungen

zu treffen, wie das alles sinnvoll umgesetzt

werden kann.

Es gilt also, den Bedarf aus Patientensicht,

Effizienzkriterien und natürlich auch die

Bedürfnisse der Mitarbeiter bestmöglich

unter einen Hut zu bringen. Wie ist Ihnen

das in den ersten hundert Tagen gelungen?

Tscheliessnigg: Wenn es gleich zum Einstieg

gelingt, seinen Beitrag zur Beendigung der

einjährigen Diskussion um die Zukunft des

LKH Graz West zu leisten, macht das natürlich

Mut. Und auf Basis dieser Entscheidung

wird jetzt sehr konsequent weiter gearbeitet:

Derzeit geht es um die Koordination und

schlussendlich gemeinsame Bewirtschaftung

einer – virtuellen – gemeinsamen EBA

für den Großraum Graz. Selbstverständlich

unter Einbeziehung der Partner aus dem Bereich

der Ordenshäuser.

Fartek: Ebenso konsequent wird an den LKH

2020 Projekten weiter gearbeitet, welche

ja alle dem Zweck dienen, im Angebot der

KAGes den medizinischen und technischen

Fortschritt nutzbar zu machen: So geht im

Frühjahr 2014 die neue Blutbank in Betrieb,

schon heuer im Juli erfolgt der Spatenstich

für den Chirurgieneubau, noch im Juni jener

für den Neubau der Zahnklinik. Und im

Bereich der bildgebenden diagnostischen

Möglichkeiten wird an einem Konzept zur

Verbesserung der patientennahen radiologischen

Versorgung gearbeitet. Auch der

neue Funktionstrakt in Leoben wird planmäßig

2014 in Betrieb gehen.

Tscheliessnigg: Ebenfalls in diesen 100 Tagen

haben wir eine Reihe weiterer Projekte

in Umsetzung gebracht: Vor dem bekannten

Hintergrund, dass ja die steirischen Rettungsdienste

in laufenden Verhandlungen

mit den Versicherungen und der öffentlichen

Hand stehen, bringen wir gerade zwei Pilotprojekte

in Umsetzung, wo wir als KAGes

die Ärzte stellen werden, wenn beim Patiententransport

diese Begleitung notwendig

ist. Für so ein Projekt bedarf es umfassender

Vorarbeiten bis hin zur Ausschreibung der

nötigen Fahrzeuge. Das Selbe gilt für Projekte

wie die Revitalisierung der Heeresmedizinischen

Akademie oder das Installieren

des geriatrischen Konsiliardienstes in den

Landespflegezentren.

Fartek: Eine andere Schiene zur Umsetzung

der strategischen Zielsetzungen sind natürlich

die Zielvereinbarungen mit den Anstaltsleitungen,

die alle in den letzten Monaten

unter Dach und Fach gebracht wurde. Da gilt

es ja, die strategischen Ziele der KAGes als

Gesamtes und jene der einzelnen Häuser und

Verbünde gemäß ihrer jeweiligen Ausrichtung

sinnvoll abzustimmen. Man sieht also,

schon die ersten hundert Tage waren spannend

und arbeitsreich und so wird´s wohl

auch weiter gehen.

4 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


AUS DEM VORSTAND DER KAG es

© Stieber

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Der KAGes-Vorstand (v.l.n.r.):

Vorstands vorsitzender Univ. Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg,

Dipl.-KHBW Ernst Fartek, MBA.

Als neuer Vorstand der KAGes beschäftigte

auch uns in den letzten Monaten die Frage,

was uns in den nächsten Jahren erwartet.

Die Antwort ist einfach: Weiterhin viel Arbeit

und der unbedingte Wille, die KAGes

auch in Zukunft beständig weiter zu entwickeln,

damit wir auch künftig den Anspruch

stellen können, der modernste Spitalskonzern

Österreichs zu sein.

Dazu bedarf es auch weiterhin der Bereitschaft,

unser Angebot regional abgestimmt

zu gestalten. Dabei helfen soll künftig auch

die Stärkung der Regionalen Struktur, welche

sich in vier Teile gliedern wird: Die Region

Nord umfasst die Obersteiermark, die

Regionen Südwest und Südost der KAGes

entsprechen etwa der Ost- und Weststeiermark,

dazu kommt als vierte „Region“ das

Grazer Universitätsklinikum der KAGes. Unverändert

wird aber auch der erfolgreiche

Kurs der Schaffung von Spitalsverbünden

dort weiterverfolgt, wo er auf der nächstkleineren

regionalen Ebene der Verbesserung

der Abstimmung des Angebotes dient.

Sehr intensiv arbeiten wir auch an Projekten,

welche Ihnen den Dank und die Wertschätzung

des Unternehmens klar vor Augen

führen sollen: Immerhin 11.300 Mitarbeiter

erhielten mit dem Maigehalt eine Einmalzahlung

als Ausgleich dafür, dass die mit

dem Land ausverhandelte Lohnerhöhung für

2013 für sie brutto unter 50 Euro im Jahr ausmacht.

Und ab Jahresmitte gibt es eine interessante

Möglichkeit für all jene, welche das

50. Lebensjahr erreicht haben und im patientennahen

Bereich tätig sind: Im Wissen, dass

die langjährige Arbeit mit den Patienten besonders

belastend ist, bieten wir Ihnen unter

dem Stichwort „Lebensphasenorientierung“

die Möglichkeit, Nachtdienste zu reduzieren

und zwar bei weitgehender Absicherung des

bisherigen Einkommensniveaus!

Ebenso zu einer Entlastung der dort tätigen

Mitarbeiter wird – nach der nunmehr erfolgten

Entscheidung zum Thema Zukunft des

LKH Graz West – die künftig verbesserte

Koordination der EBAs im Raum Graz führen,

Erleichterungen für Patienten und Personal

erwarten wir uns auch von den Erkenntnissen

aus den zwei Pilotprojekten zum Thema

Interhospitaltransporte oder dem Reformpoolprojekt

für die Installation eines geriatrischen

Konsiliardienstes in den Landespflegezentren

der KAGes.

In den LPZ erwartet uns in den nächsten Jahren

wohl eine ebenso rege Bautätigkeit wie

wir sie aus vielen unserer Spitäler kennen,

immerhin hat das Land nun mehr als 30 Millionen

Euro für deren bauliche Revitalisierung

frei gegeben. Eine große Herausforderung

für unsere Mitarbeiter im TDZ neben den LKH

2020 – Projekten wie Blutbank, dem Neubau

der Chirugie am Grazer Klinikum, dem Zentralröntgen

und der Zahnklinik oder auch der

Erneuerung des LKH Leoben ebenso wie für

alle Mitarbeiter vor Ort, wenn es zumeist

gilt, dies alles bei laufendem Betrieb zu

verwirklichen. Dass es uns dabei auch noch

gelungen ist, einen finanziell erfolgreichen

Jahresabschluss für 2012 zu erzielen, belegt

wohl eindeutig, dass die KAGes ein durch

und durch gesunder Konzern ist, wofür wir

Ihnen allen einmal mehr unseren Dank für

Ihren Beitrag dazu aussprechen.

Univ. Prof. Dr. KH. Tscheliessnigg

(Vorstandsvorsitzender)

Dipl.-KHBW Ernst Fartek, MBA

(Vorstand für Finanzen und Technik)

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

5


Aktuelles

KAGes-Strategiebericht 2012

Gemeinsam auf neuen Wegen - ausbalanciert und zielgerichtet

Die KAGes ist nicht nur der größte Anbieter von

Gesundheitsdienstleistungen, sondern mit ihren

rund 17.000 Mitarbeitern auch der größte Arbeitgeber

in der Steiermark. Mit 1. Jänner 2013

übernahm die KAGes auch die Rechtsträgerschaft

und Betriebsführung der vier steirischen

Landespflegezentren.

Dieses Netzwerk von 22 LKH/LPZ

an 28 Standorten in drei Regionen

bietet ein vollständiges Leistungsangebot

für die steirische Bevölkerung.

Deshalb ist es besonders

wichtig, dass alle an einem Strang

und in dieselbe Richtung ziehen.

Die Strategieentwicklung legt

dabei die Kursrichtung für unser

Unternehmen fest.

Was bedeutet

Strategieentwicklung?

Fartek: Strategieentwicklung zielt darauf ab, die

zukünftigen Entwicklungen unseres Unternehmens

möglichst gut zu planen. Dabei leitet uns

die Mission unseres Unternehmens „Menschen

helfen Menschen“ und unser Unternehmensleitsatz.

Auf entscheidende externe Einflussfaktoren wie

den Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark

2011 und die Budgetvorgaben des Landes

Steiermark haben wir aktuell reagiert und basierend

auf unseren fünf Zielperspektiven - Finanzen,

Mitarbeiter, Organisation, Innovation

und Patienten/Kunden – die Stoßrichtungen und

Strategischen Ziele unseres Unternehmens bis

2016 festgelegt.

Was geben diese

strategischen Stoßrichtungen vor?

Tscheliessnigg: Die Strategischen Stoßrichtungen

und Ziele bis 2016 sind in unserem Integrierten

Managementsystem beschrieben

(siehe Handbuch RL 1025.4737). Die Strategie

ist gemeinsam mit der Aufbauorganisation, den

Managementsystemen und den Steuerungsprozessen

der KAGes ein wesentliches Element dieses

Systems. Die Strategischen Ziele geben vor,

worauf sich die KAGes in den nächsten Jahren

konzentriert und was die wesentlichen Herausforderungen

sind.

Die Ziele legen schließlich fest, wer (Verantwortliche),

was, bis wann, wie gut im Unternehmen

erreichen soll, und wie die Zielerreichung

bewertet wird.

© Furgler

„Der vorliegende

Strategiebericht zeigt sehr

eindrucksvoll die Erfolge

unserer Arbeit im Sinne unseres

Unternehmensauftrages sowie als

, lernende Organisation

, .“

Vorstandsvorsitzender

Univ. Prof. Dr.

KH. Tscheliessnigg

Diese Ziele ändern sich

aber auch im Laufe der Zeit?

Fartek: Strategiearbeit heißt, den aktuellen und

künftigen Herausforderungen eines Gesundheitsunternehmens

unserer Größenordnung

und Bedeutung aktiv zu begegnen.

Der Prozess „Unternehmensziele und

–strategien entwickeln und monitoren“

(RL 1024.5132) sichert unternehmensweit

gültige Prioritäten, Ressourcen,

Projekte und Maßnahmen, eine klare Unternehmenskommunikation

nach innen

und außen. Ebenso ein gesamtheitliches

Monitoring für die Unternehmenssteuerung.

Wir durchlaufen diesen Prozess in

regelmäßigen Abständen oder können aktuell

reagieren, wenn sich interne oder externe Rahmenbedingen

gravierend ändern.

Wie erfolgt die praktische

Umsetzung der Ziele?

Fartek: Im Frühjahr eines Wirtschaftsjahres werden

unternehmensweit gültige Jahresschwerpunkte

für das kommende Jahr festgelegt.

Diese Schwerpunkte sind entsprechenddem

vorgegebenen finanziellen Rahmen Basis für

die Jahresplanung in den Bereichen, Systemen

und Prozessen und finden somit aktuell

in die Wirtschaftsplanerstellung Eingang. Sie

sind auch Basis für die jährlichen Zielvereinbarungen

des Vorstandes mit den Anstaltsleitungen

der Häuser und den Leitern der Organisationseinheiten

in KAGes Management und

Services.

Wer legt die Jahresschwerpunkte fest?

Tscheliessnigg: Die Leiterinnen und Leiter

der Organisationseinheiten

des KAGes Managements,die

drei Regionalausschussvorsitzenden

sowie die Berufsgruppenvertreter

von Medizin und

Pflege, haben unter Koordination

der

Organi-

„Strategiearbeit

heißt, den

sati-

aktuellen und künftigen

Herausforderungen eines Gesundheitsunternehmens

unserer

Größenordnung und Bedeutung

aktiv zu begegnen.“

© Furgler

Vorstand für Finanzen

und Technik

Dipl. KHBW

Ernst Fartek, MBA

© Fotolia

Zielperspektiven der KAGes.

6 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


Aktuelles

© KAGes

„Aufgabe der Strategiearbeit ist es externe und interne Informationen

aller Bereiche über die Leistungsfähigkeit und die Entwicklungserfordernisse

bzw. Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens zu

bündeln und der Unternehmensführung dadurch die Abstimmung

von Zielen, Prioritäten und Wegen zur Steuerung des Gesamtunternehmens

zu ermöglichen. Die Sicherstellung einer guten und durchgängigen

Kommunikation „von unten nach oben“ und „von oben

nach unten“ ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.“

Dr. Gerhild Paukovitsch-Jandl, MAS, Leiterin der OE Strategie,

Innovation, Beteiligungen und OE Vertragspartnermanagement

© Furgler

„Effizienz und Effektivität der KAGes kann in Zukunft nur gesteigert

werden, wenn auf Grundlage der unternehmenseigenen Ressourcen

und Fähigkeiten Strategien entwickelt und umgesetzt werden. Wesentliche

Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg sind dabei die Kompetenzen

der Fach- und Führungskräfte. Zentrale Managementaufgabe

wird es daher sein, engagierte Mitarbeiter wertschätzend als Mitgestalter

und als Experten vor Ort zur aktiven Beteiligung zu motivieren. Ein

transparenter Informationsaustausch ist dabei unverzichtbar.“

BDir. Nikolaus Koller, MAS, MBA, Regionalausschussvorsitzender Nord

„Ausgehend von den strategischen Stoßrichtungen

und den Zielperspektiven der KAGes wurde

für das LKH-Univ.Klinikum Graz gemeinsam mit

der Medizinischen Universität Graz ein Zusammenarbeitsvertrag

abgeschlossen. Damit ist für

das Klinikum sichergestellt, dass Krankenversorgung,

Forschung und Lehre aufeinander bestmöglich

abgestimmt werden. Erstmals wurden

für die medizinischen Organisationseinheiten Zielvereinbarungen abgeschlossen, die

Krankenversorgung, Forschung und Lehre beinhalten.“

© Furgler

Anstaltsleitung des LKH-Univ. Klinikum Graz

onseinheit Strategie, Innovation, Beteiligungen,

Vorschläge für die Jahresschwerpunkte

2014 auf Basis der Strategischen Stoßrichtungen

und Ziele bis 2016 erarbeitet. Die

Entscheidungsverantwortung liegt letztlich

beim Vorstand.

Wir haben uns für 2014 auf folgende

Themen fokussiert:

• Patientensicherheit

• Maßnahmen ausbildungsadäquater

Arbeitsverteilung zwischen den

Berufsgruppen

• Erarbeitung standortbezogener

Lösungsansätze für den Sektor übergreifende

Patientenversorgung, unter

Berücksichtigung der unterschiedlichen

Anforderungen, Erwartungen und

Gegebenheiten in Ballungsräumen und

im ländlichen Raum.

Wir planen aufgrund der aktuellen Themenstellungen

aus der Gesundheitsreform 2012

im Herbst dieses Jahres einen „großen“

Prozessdurchlauf, um uns aufzustellen für

die Herausforderungen bis 2018/2020 und

unsere Strategischen Ziele zu schärfen, wenn

notwendig auch zu revidieren.

Dies könnte auch ein Thema für eine Führungskräftetagung

2013 sein.

Wie stellen Sie fest, dass die bisher

gesetzten Ziele auch erreicht wurden?

Tscheliessnigg: 2012 wurden die erreichten

Ziele sowie die geplanten Ziel-Werte und

die erfolgten und geplanten wesentlichen

strategischen Maßnahmen zur Zielerreichung

erstmals in einem Strategiebericht

abgebildet. Auf Basis spezieller Indikatoren,

die aus unseren Unternehmensdaten

entwickelt wurden, sind die Strategischen

Ziele konkret messbar und beurteilbar.

Der vorliegende Strategiebericht zeigt

sehr eindrucksvoll die Erfolge unserer Arbeit

im Sinne unseres Unternehmensauftrages

sowie als „lernende Organisation“.

Fartek: In der Folge ist der Strategiebericht

2012 eine wichtige Grundlage für die weitere

Strategieentwicklung und Festlegung

der Jahresschwerpunkte. Der Strategiebericht

ist im Intranet abrufbar (Website

1023.6151).

Wie stellen Sie sicher, dass es bei der

Verfolgung der Zielperspektiven nicht

zu einer Ungleichgewichtung kommt?

Fartek: Die Zielperspektiven der KAGes -

Finanzen, Mitarbeiter, Organisation, Innovation

und Patienten/Kunden – sind nach

den Dimensionen der „Balance Scorecard“

erfasst. Damit wird sichergestellt, dass alle

Ziele gleichbedeutend behandelt werden.

Sowohl in den Kernbereichen als auch in

der Unternehmensführung brauchen wir das

Prinzip der kollegialen Führung. Gemeinsam

führen wir das Unternehmen und verfolgen

eine ausgeglichene Zielerreichung in den

verschiedenen Perspektiven.

Tscheliessnigg: Die Ziele der erfolgsrelevanten

Bereiche sind eng verbunden

und beeinflussen einander. Wirtschaftliche

Maßnahmen dürfen beispielsweise

nicht auf Kosten der Qualität der medizinisch-pflegerischen

Leistungen gesetzt

werden. Andererseits wird die Qualität

der medizinisch-pflegerischen Leistungen

durch konsequentes, sparsames und

zweckmäßiges Wirtschaften dauerhaft sichergestellt.

Die Herausforderung ist auch

konkurrierende Zielsetzungen zu erkennen

und „ausgleichend“ darauf zu reagieren.

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

7


AKTUELLES

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Fit und G´sund Tage

Von 24.06 bis 28.06.2013

5 Tage/4 Nächte inkl. Frühstück und steirisch schlemmen

3 Eintritte in die Heiltherme Bad Waltersdorf ab 16 Uhr

1 x Teilmassage (25 min.)

2 Vorträge

3 geführte Themenwanderungen

usw...

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Kein Auto notwendig-

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8 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PERSONAL

Aktuelle Termine

Musik & Medizin

Benefizkonzert für nierenkranke

Patienten

12. Juni 2013

Aula der Kunstuniversität Graz

Die Lebensqualität von Dialysepatienten und

Nierentransplantierten hat sich in den letzten

Jahrzehnten durch den medizinischen

Fortschritt enorm verbessert. Dennoch haben

Betroffene aufgrund ihrer Erkrankung

oft zusätzlich mit sozialen Schwierigkeiten

– privat oder auch beim Wiedereinstieg ins

Berufsleben – zu kämpfen. Nephrologen,

Urologen und Transplantationschirurgen

am LKH-Univ. Klinikum Graz haben sich zum

Ziel gesetzt, ihre Patienten nicht nur medizinisch,

sondern auch sozial zu unterstützen.

Daher wird am 12. Juni in der Aula der Kunstuniversität

Graz ein Benefizkonzert für

nierenkranke Patienten veranstaltet. Auf

dem Programm stehen u.a. bekannte Werke

von Johann Sebastian Bach und Ludwig van

Beethoven. Musikbegeisterte Ärzte und

deren Kinder zeigen bei diesem Benefizkonzert

ihr Können und ihre Freude an der

Musik. Der Reinerlös dieser Veranstaltung

geht an die 1. Steirische Interessensgemeinschaft

der Dialysepatienten und Nierentransplantierten.

Doppel-Jubiläumsfeier

150 Jahre Universitätsmedizin und

100 Jahre LKH-Univ. Klinikum Graz

21. Juni 2013, 15:00 Uhr

LKH-Univ. Klinikum Graz, Hörsaalzentrum

Anmeldung bis 10. Juni 2013:

gerald.auer@medunigraz.at

Führungskräftetagung 2013

5.-6. November 2013

Schloss Seggau - Leibnitz

„Mittleres Management

in der Pflege“

5. Tagung

13. November 2013

Steiermarkhof (ehemals Raiffeisenhof)

Für KAGes-Mitarbeiter

Helfen Sie mit – Vielen Dank

Franziskaner gegen Armut

10 Cent am Tag für die Not

vor der Tür

Spendenkonto: 92 044 050

Bankleitzahl: 60 000 PSK

Die Franziskaner für Mittel- und Osteuropa

bemühen sich besonders um die

Situation der ärmsten Menschen in den

ehemals kommunistischen Ländern.

Mehr dazu: www.franzhilf.org

Licht für die Welt

Spendenkonto: 92 011 650

Bankleitzahl: 60 000 PSK

50 Millionen Blinde gibt es auf der Welt.

Vielen kann mit einem geringen finanziellen

Aufwand geholfen werden.

Mehr dazu: www.licht-fuer-die-welt.at

Verein für das Herzkranke Kind

Spendenkonto: 0000- 075689

Bankleitzahl: 20815 Steiermärkische Bank

und Sparkassen AG

Die Interessensvertretung für herzkranke

Kinder und deren Familien umfasst 250

Eltern und Mitarbeiter der Kliniken im Einzugsgebiet

Steiermark, Kärnten und dem

südlichen Burgenland.

Mehr dazu: www.kinderkardiologie.at

Sehen ohne Grenzen

Spendenkonto: 2024 1075 444

Bankleitzahl: 56 000 Hypo

Millionen Menschen in den Entwicklungsländern

sind am Grauen Star erkrankt

und erblindet. Mit einer Routineoperation

helfen österreichische Ärzte.

Mehr dazu: www.sehenohnegrenzen.org

steuertipps

MMag. Gerhard Hubner

Mag. Martin Allitsch

Kinderbetreuungs­

Kosten steuerlich

geltend machen

Bei unflexiblen Arbeitszeiten und den bevorstehenden

Sommerferien ist Kinderbetreuung für

viele Ärztinnen und Ärzte unumgänglich. Bereits

seit 1.1.2009 sind Kinderbetreuungskosten

im Ausmaß von EUR 2.300,- pro Jahr und Kind bis

zum Alter von 10 Jahren steuerlich abzugsfähig.

Die Kinderbetreuungskosten stellen eine außergewöhnliche

Belastung dar, die ohne Selbstbehalt

berücksichtigt werden kann. Kosten, die

EUR 2.300,- übersteigen, können von Alleinerziehenden

zusätzlich als außergewöhnliche

Belastung geltend gemacht werden, allerdings

unter Berücksichtigung eines einkommensabhängigen

Selbstbehaltes.

Seit 2009 gab es weitreichende Neuerungen,

welche Ausgaben steuerlich berücksichtigt

werden können. Nachfolgend möchten wir klarstellen,

welche Ausgaben Sie im Rahmen Ihrer

Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigen können.

Bis zum Besuch der Pflichtschule ist in der Regel

bei jeder Fremdbetreuung, die von einer entsprechenden

Einrichtung oder von einer pädagogisch

qualifizierten Person (z.B. ausgebildete

Tagesmutter) übernommen wird, von einer Kinderbetreuung

im steuerlichen Sinne auszugehen.

Ab dem 6. Lebensjahr ist der Schulbesuch

von der Kinderbetreuung zu trennen, da Kosten

für den Schulbesuch nicht abzugsfähig sind.

Nachmittags- und Ferienbetreuung sind hingegen

abzugsfähig und hier sowohl die Kosten der

reinen Betreuung als auch Bastelgeld und Verpflegung.

Unter Nachmittagsbetreuung können

vor allem in den Ferien nunmehr auch Sportstunden

und Ähnliches fallen.

Wie auch bei allen anderen Ausgaben, die Sie

steuerlich geltend machen wollen, ist es von

Bedeutung, die Belege zu sammeln, um die

Kosten bei Bedarf nachweisen zu können. Bei

den Rechnungen müssen folgende Angaben

enthalten sein: Name und Sozialversicherungsnummer

des Kindes, Rechnungsempfänger,

Ausstellungsdatum und fortlaufende Nummer,

Zeitraum der Kinderbetreuung, Name und Anschrift

der Person/Einrichtung, welche die

Kinderbetreuung übernimmt. Voraussetzung

für die Absetzbarkeit ist der Anspruch auf den

Kinderabsetzbetrag für mehr als 6 Monate des

entsprechenden Kalenderjahres.

Hubner & Allitsch SteuerberatungsgmbH & Co KG

A-8010 Graz, Leonhardstr. 104

Tel. 0316/338 338, www.hubner-allitsch.at

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

9


PERSONAL

Teilzeit im ärztlichen Bereich

Familie und Beruf leichter vereinbaren

Prim. Dr. Rudolf Schrittwieser ist Leiter der

Abteilung für Chirurgie am LKH Bruck und

schildert in einem Gespräch mit Dr. Ulrike

Zierler, KAGes-Personalmanagement, Leiterin

des Arbeitskreises „Lebensphasenorientierung“,

seine Sichtweise zur Vereinbarkeit

von Familie und Beruf im ärztlichen Bereich

und gibt Einblicke in den Arbeitsalltag von

Ärzten, die ihren Beruf in Teilzeit ausüben.

Welche konkreten Erfahrungen haben

Sie als Vorgesetzter mit teilzeitbeschäftigten

ärztlichen Mitarbeitern gemacht?

Ich hatte eine Turnusärztin in Teilzeit zur Ausbildung

zugeteilt. Außerdem sind an meiner

Abteilung derzeit zwei Stationsärztinnen in

Teilzeit beschäftigt.

Was sind aus Ihrer Sicht die positiven,

was die negativen Seiten der Teilzeitbeschäftigung

im ärztlichen Bereich,

sowohl für die Abteilung als auch für

die Mitarbeiter?

Der große Vorteil für die teilzeitbeschäftigten

Mitarbeiter liegt sicher darin, dass

ein verringertes Beschäftigungsausmaß die

Vereinbarkeit von Beruf und Familie enorm

erleichtert. Die Work-Life-Balance ist damit

ausgewogener, die Mitarbeiter haben mehr

Ressourcen für die Familie und sind durch

die zeitlich geringere Arbeitsbelastung

auch ausgeruhter im Dienst, was wiederum

dem Team und den Patienten zu Gute

kommt. Belastbare und motivierte Mitarbeiter

sind für jede Abteilung ein wichtiger

Faktor.

Die Bereitschaft von Arbeitgeberseite, flexible

Lösungen zu finden, bestärkt außerdem

die Mitarbeiterbindung. So konnte zum

Beispiel in unserer Abteilung eine sehr gute

Mitarbeiterin nur durch eine Teilzeitlösung

im Team gehalten werden.

Essentiell ist jedoch - gerade bei mehreren

Teilzeitstellen in einer Abteilung - dass ein

kompetenter und flexibler Dienstplanführender

für eine gute Diensteinteilung sorgt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch

die Unterstützung des Personalbüros, damit

im Falle einer notwendigen Nachbesetzung

der Teilzeitstelle schnell für passenden Ersatz

gesorgt werden kann.

Mit welchen Rückmeldungen

der Kollegen sind Sie

betreffend (Turnus-)Ärzten in

Teilzeit konfrontiert bzw. wie

funktioniert die Integration

ins Team?

Bisher gab es von Seiten der

Kollegenschaft keine negativen

Rückmeldungen, die teilzeitbeschäftigten

Ärzte sind gut im

Team integriert.

Sind die Arbeitszeiten der

teilzeitbeschäftigten Ärzte

mit den Erfordernissen der

Dienstplanung gut vereinbar

und wie flexibel kann man bei

der Diensteinteilung sein?

Die beiden Stationsärztinnen an unserer Abteilung

teilen sich die Arbeit im 14-tägigen Turnus,

das heißt auf zwei Wochen Arbeit folgen

zwei Wochen Freizeitphase. Für Turnusärztinnen

bietet sich eventuell auch eine Halbtagstätigkeit,

das heißt eine tägliche, jedoch stundenmäßig

reduzierte Arbeitszeiteinteilung an.

Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass auch von

Teilzeitkräften ein gewisses Maß an Flexibilität

gefordert werden kann, um den reibungslosen

Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Hat die seit 2010 in der KAGes etablierte

Möglichkeit der Absolvierung des Turnus

in Teilzeit Ihres Erachtens Auswirkungen

auf die Ausbildungsqualität?

Aus meiner Sicht ändert sich die Ausbildungsqualität

bei guter Einteilung und entsprechendem

Engagement der Mitarbeiter durch den

Turnus in Teilzeit nicht.

Als Resumee: Was ist aus Ihrer Sicht

notwendig, damit die Teilzeitbeschäftigung

als ein Tool für die bessere Vereinbarkeit

von Familie und Beruf im ärztlichen

Bereich gut gelingen und zu einer

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

werden kann?

Meines Erachtens bieten sich sowohl im Stationsarztbereich

als auch bei Fachärzten Teilzeitbeschäftigungen

an. Die Turnusausbildung in

Teilzeit funktioniert ohnehin gut.

In der Facharztausbildung gibt es an unserer

Abteilung derzeit keine Teilzeitlösungen, bei

entsprechender Arbeitszeiteinteilung wäre

das aber durchaus denkbar.

Notwendig sind aber ein vorurteilfreies Herangehen

an neue Dienstzeitmodelle, Flexibilität

und geistige Beweglichkeit sowie Toleranz

sowohl von den teilzeitbeschäftigten

Mitarbeitern als auch von Vorgesetzten und

Kollegen. Wichtig ist auch die Unterstützung

des jeweiligen Personalbüros, damit bei Karenz

oder sonstigen Ausfällen rasch für Ersatz

gesorgt werden kann.

Dr. Ulrike Zierler,

KAGes-Management /

Personalmanagement.

© KAGes

Prim. Dr.

Rudolf Schrittwieser,

LKH Bruck.

© fotolia

© Schrittwieser

10 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PERSONAL

Stärkung der Medikamentensicherheit

Schulungsprogramm mit sechs Modulen für mehr Qualität

Im Rahmen der Tagung „Mittleres Management

in der Pflege“ am 4. und 14. November

2011 wurden diplomierte Gesundheits- und

Pflegepersonen zu ihren Schulungsbedürfnissen

im Bereich Medikamentensicherheit

schriftlich befragt. Insgesamt nahmen zirka

200 Pflegepersonen an der Befragung teil.

Die Rücklaufquote betrug 83,5 %.

Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Befragung

und den Erkenntnissen der unternehmensweiten

Erhebung „Management

von oralen Medikamenten auf Bettenstationen“

erarbeitet die Organisationseinheit

Pflege in Kooperation mit den Apothekenleitungen

und der Organisationseinheit Recht

und Risikomanagement ein Schulungsprogramm,

das auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter

abgestimmt wird. Das Schulungsprogramm

setzt sich aus insgesamt sechs Modulen

zusammen. Die Basismodule können

von jedem LKH einzeln, entsprechend dem

hausinternen Schulungsbedarf, gebucht

werden. Diese Vorgangsweise wurde gewählt,

um in kurzer Zeit viele Mitarbeiter

vor Ort erreichen zu können. Die Aufbaumodule

hingegen werden nur regional über den

BIKA 2014 angeboten.

Die Basismodule 1 und 2 beginnen noch

2013, sind interdisziplinär (für Pflegepersonen

und ärztliches Personal) ausgerichtet

und werden im ersten Schritt ein Jahr

lang durchgeführt. Im Anschluss erfolgen

2014 die Schulungen der Aufbaumodule 1

bis 4. Jedes einzelne Modul benötigt eine

Zeit von durchschnittlich 50 Minuten. Eine

Anmeldung der einzelnen Teilnehmer ist

ab 2014 über den BIKA möglich. Die Schulungstermine

für das Jahr 2013 werden individuell

mit der Anstaltsleitung des jeweiligen

Krankenhauses vereinbart.

Manela Glarcher, MSc. BSc.,

KAGes-Management / Pflege

manela.glarcher@kages.at

© fotolia

A Basismodule

interdisziplinär

2013

Basismodul 1

Generika

Basismodul 2

Rechtliche Aspekte

B Aufbaumodule

pflegespezifisch

2014

Aufbaumodul 1

Patientenbeobachtung

Aufbaumodul 2

i.v.-Medikamente

Aufbaumodul 3

Zytostatika

Aufbaumodul 4

Verabreichungsprobleme

© KAGes

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

11


PERSONAL

MH Kinaesthetics in der Pflege

Zertifizierungskurs im LKH Bruck

In aller Kürze

Neue Führungskräfte

Das Ziel der MH Kinaesthetics Programme ist

es, Gesundheits- und Lernprozesse positiv und

lebenslang beeinflussen zu können. Das Anwenderprogramm

besteht aus drei Ebenen: Grund-,

Aufbau- und Zertifizierungskurs. Von September

2012 bis März 2013 fand wieder ein Zertifizierungskurs

mit den Trainerinnen Ulrike Schintler,

Gudrun Lammer-Hausegger und DGKS Susanne

Winter, BSc. im Ausmaß von 10 Tagen (80 Unterrichtseinheiten)

im LKH Bruck statt. Neun Teilnehmer

aus der Akut- und Langzeitpflege haben

die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Die zertifizierten Anwender für MH Kinaesthetics

(ZAK) sind eine Art Verbindungsstelle

zwischen Stationsleiter, Trainer und Mitarbeiter.

An ihrem Arbeitsplatz nehmen die ZAK eine

begleitende Rolle ein, indem sie Pflegesituationen

mit Kollegen gemeinsam

gestalten, analysieren und

reflektieren. Lernen wird dabei

als ein Prozess verstanden,

der es ermöglicht, die eigenen

Annahmen zu überprüfen und

das eigene Verhalten zu verändern.

Pflegepersonen achten

dadurch im Berufsalltag mehr

auf sich und auf die zu unterstützenden

Menschen und

können effektiver, individueller

und spezifischer handeln. Die

zertifizierten Anwender tragen

einen wesentlichen Teil zur Integration von

MH Kinaesthetics Wissen bei und somit auch

zum gesamten Implementierungsprozess.

Kinaesthetics Zertifizierungskurs.

DGKS Ulrike Schintler,

LKH Bruck

ulrike.schintler@lkh-bruck.at

© LKH Bruck

© Schleich

Dipl.-Ing. Robert Graf-Stelzl hat

mit 1.März 2013 die interimistische Funktion

des Betriebsdirektors für das LKH

Bad Radkersburg und des Heimleiters für

das LPZ Bad Radkersburg übernommen.

© LKH Stolzalpe

Prim. Dr. Barbara Maafe Rudpichi hat

mit 1. April 2013 die interimistische Leitung der

Ärztlichen Direktion am LKH Stolzalpe

übernommen.

© Baumgartner

Preise und Auszeichnungen

Beim 4. Österreichischen

interdisziplinären Palliativkongress

in Gmunden

mit etwa 1.100 Teilnehmern

hat die

Koordination

Palliativbetreuung

Steiermark

für das Poster „Entwicklung

der Reichweite der Mobilen Palliativteams bei verstorbenen

TumorpatientInnen in der Steiermark in den Jahren

2008 bis 2012“ einen von drei gleichwertigen Posterpreisen

bekommen.

Das Poster zeigte auf, dass die Mobilen Palliativteams im

Jahr 2012 bereits 36 Prozent aller in der Steiermark verstorbenen

Tumorpatienten mitbetreut haben und diskutierte, ab

wann von einer Vollversorgung gesprochen werden kann.

© Lax

© Prein

Prim. Univ. Prof. Dr. Sigurd Lax, Institut für Pathologie

des LKH Graz West, übt für die Periode

2013-14 die Funktion des Präsidenten der Österreichischen

Gesellschaft für Pathologie/Österreichische

Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie

aus. Außerdem wurde er zum Incoming President

(Präsident Elect) der Deutschen Abteilung der

Internationalen Akademie für Pathologie für den

Zeitraum 2015-17 gewählt.

OA Dr. Kurt Prein, Institut für Pathologie des

LKH Graz West, übt für die Periode 2013-14 die

Funktion des Schriftführers der Österreichischen

Gesellschaft für Pathologie/Österreichische Abteilung

der Internationalen Akademie für Pathologie

aus.

12 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


©

GESUNDHEIT

Eine Erfolgsgeschichte der KAGes

Fünf Jahre „Medizinisch technische Dienste (MTD)-Fachbeirat“

K A G e s

Seit 1997 sind in der KAGes MTD-Koordinatoren

im Einsatz. Ende 2007 wurde der

MTD-Fachbeirat als beratendes Gremium

des KAGes-Vorstands gegründet. 2009

wurde die Funktionsbeschreibung der

MTD-Koordinatoren den weiterentwickelten

Führungsanforderungen angepasst.

Der MTD-Fachbeirat setzt sich aus der

MTD-Koordinatorin des KAGes-Managements,

den MTD-Koordinatoren der KA-

Ges-Krankenanstalten, der leitenden biomedizinischen

Analytikerin des Instituts

für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie

und einem Vertreter der Ärztlichen Direktoren

der KAGes zusammen. Derzeitiger

Vorsitzender ist Kurt Lercher, MTD-Koordinator

und leitender Radiologietechnologe

des LKH Stolzalpe.

Aufgabe des Fachbeirats ist, Ziele, Organisation,

Umfang und Ablauf von Aktivitäten

im Zusammenhang mit dem medizinisch-technischen

Fachbereich unter Beachtung

der personellen und materiellen

Gegebenheiten abzustimmen und zu bewerten.

Pro Jahr werden mindestens vier

Sitzungen anberaumt, in denen die Diskussion

und die Erarbeitung von Empfehlungen

zum Vorgehen MTD-spezifischer

Fragestellungen erfolgen. Die Sitzungen

zeichnen sich durch einen fixen Arbeitsteil

aus, in dem aktuelle Fragestellungen

mit den MTD-Koordinatoren bearbeitet,

abgestimmt und erledigt werden. Allen

MTD- bzw. KAGes-Mitarbeitern steht die

Möglichkeit offen, beim MTD-Fachbeirat

die Bearbeitung MTD-spezifischer Fragestellungen

zu beantragen.

Woran wird gearbeitet?

Der MTD-Fachbeirat behandelt ein breites,

MTD-Belange betreffendes Themenspektrum:

• Fragestellungen zum Themenbereich

QM und RM

• Fort- und Weiterbildung der MTD-Kollegen

und MTD-Führungskräfte

• Organisation notwendiger Schulungen

(MAG, MedControl, Strahlenschutz…)

• Durchführung des periodischen MAG im

MTD-Bereich

• Evaluierung diverser MTD-Funktionsbeschreibungen

• Elektronische Therapie-Zuweisung im

MTD-Bereich

• Erarbeitung von Therapeuten-Listen für

den KAGes-externen Bereich

• Fragestellungen der FH-Praktikumsausbildungen

• Erhebung des Zeitaufwands für die Praktikumsbetreuung

• Berufs- und personalrechtliche Fragestellungen

• Wissens- und Informationsmanagement im

MTD-Bereich inkl. MTD-Wissensplattform

• Organisatorische und strukturelle

Themen wie:

- Entwicklung eines Informationsfolders

zu den MTD-Berufsgruppen,

- einheitliche Gestaltung der KAGes-MTD-

Intranetseiten

- einheitliche Darstellung der MTD-Koordination

in den Haus-Organigrammen,

- konsequente Aufbereitung des MS Outlook-Verzeichnisses

• Fachliche Themen der sieben MTD-

Berufssparten

5 Jahre MTD-Fachbeirat.

Eine gute Übersicht über die größeren Arbeitspakete

vermitteln die jährlichen Arbeits- und Ergebnisberichte

des MTD-Fachbeirats, die auf der

MTD-Wissensplattform unter „Interdisziplinär /

MTD-Fachbeirat“ abrufbar sind. Eine der nächsten

Herausforderungen wird die Eingliederung

der nach neuem MAB-Gesetz zukünftig tätigen

Labor- und Röntgenassistenten sowie Sporttherapeuten

in den MTD-Arbeitsbereich sein.

Der MTD-Fachbeirat hat für das Unternehmen seit

seinem Bestehen hervorragende und effektive

Arbeit geleistet. Als gut etablierte und funktionierende

Schnittstelle zwischen dem KAGes-Vorstand

und den rund 1.500 MTD-Kollegen stellt er

ein maßgebliches, über den MTD- Bereich hinaus

akzeptiertes und mittlerweile unverzichtbares

Gremium dar.

Barbara Bäck, MBA,

KAGes-Management / Medizinische

Versorgungsplanung,

MTD-Koordination

barbara.baeck@kages.at

© KAGes

© Stieber

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

13


GESUNDHEIT

Internationaler Erfolg

Pflegeklassifikation DiZiMa ® beeindruckt auf der ACENDIO

Seit 1995 unterstützt ACENDIO (Association for

Common European Nursing Diagnoses, Interventions

and Outcomes, Europäische Vereinigung für

Pflegediagnosen, Interventionen und Ergebnisse)

die Entwicklung der Pflegesprache. Die 9th European

Conference of ACENDIO fand heuer in Dublin

statt. Im Mittelpunkt der European Conference

of ACENDIO stand speziell das Thema eHealth in

der Pflege. Es ging dabei um die Auseinandersetzung

mit Pflegeterminologien, -klassifikationen

und um die Auswertung von Pflegedaten, um

Pflege zu benennen und somit die Ergebnisse

erfassbar sowie darstellbar zu machen. Die Vergleichbarkeit

von Pflegedaten wird, so Präsident

Prof. Walter Sermeus,

eine wichtige Herausforderung

für die Pflege

im 21. Jahrhundert darstellen.

Pflegekollegen aus aller

Welt präsentierten ihre

praktischen Erfahrungen im Umgang

mit dem Pflegeprozess, -klassifikationen

und -diagnosen. Zugleich wurden

aber auch neue Forschungsergebnisse

über Pflegeklassifikationen und Analysen von

Pflegedaten vorgestellt. Durch den dynamischen

Informationsaustausch zwischen Praktikern und

Wissenschaftlern aus der Pflege und durch rege

Diskussionen von unterschiedlichen

Nationen konnten

aktuelle Trends im Bereich

Pflegeprozess identifiziert

werden. Die Steiermark

war durch DGKP Mag. Renate

Ranegger, BSc, Mitarbeiterin

der Organisationseinheit

Pflege in der KAGes

vertreten. Sie stellte dabei

erstmals die Pflegeklassifikation

DiZiMa® (Diagnose-,

Ziele-, Maßnahmen), mit der

mittlerweile über 6.000 Pflegende

in

der Steiermark arbeiten, am

internationalen Markt vor.

Sowohl Praktiker als auch

Wissenschaftler waren von

der Anzahl der User, der

universellen Einsatzmöglichkeit

und der zukünftigen Möglichkeit

zur internationalen Vergleichbarkeit der

DiZiMa® beeindruckt und zeigten großes

Interesse. Im Rahmen der Konferenz

konnten sehr viele neue Erkenntnisse über Pflegeklassifikationen

gesammelt werden, die bei

zukünftigen Weiterentwicklungen der DiZiMa®

mit berücksichtigt werden.

Diabetisches Fußsyndrom

Erfolgreiche interdisziplinäre Kooperation von Graz und Voitsberg

Mag. Ranegger präsentierte DiZiMa®.

Der Kongress hat aber auch viele neue Fragen

aufgeworfen, deren weitere Bearbeitung zu

einer Optimierung im eHealth-Bereich führen

und bei der nächsten European Conference of

ACENDIO im April 2015 in Bern weiterdiskutiert

wird.

Mag. Renate Ranegger, BSc,

KAGes-Management / Pflege

renate.ranegger@kages.at

© Ranegger

Durch die Überalterung der Bevölkerung

und Zunahme sogenannter Volkskrankheiten,

wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit und

Zuckerkrankheit kommt es vermehrt auch zu

Folgeerkrankungen. Eine davon ist das Diabetische

Fußsyndrom (DFS). Dabei handelt

es sich um eine Komplikation, die zur optimalen

Behandlung eine interdisziplinäre

Zusammenarbeit mehrerer medizinischer

Fachabteilungen erfordert.

Seit zwei Jahren besteht in diesem Bereich

eine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit

zwischen der Klinischen Abteilung für Endokrinologie

und Stoffwechsel der Grazer

Universitätsklinik für Innere Medizin (Univ.-

Prof. Dr. Pieber) und der chirurgischen Abteilung

des LKH Voitsberg (Univ.-Prof. Dr.

Mischinger).

Nach einem genauen Konzept werden wechselseitig

Patienten vorgestellt. Einmal im

Monat werden einem chirurgischen Konsiliararzt

aus Voitsberg mögliche chirurgische

Patienten an der DFS-Ambulanz vorgestellt,

um dann gemeinsam mit den Patienten interdisziplinär

einen Behandlungspfad festzulegen.

Bei Bedarf werden Angiologen, Radiologen

und Infektiologen beigezogen. Durch

die Kooperation wird eine rasche und zielführende

Behandlung der Patienten gewährleistet.

75 Patienten wurden innerhalb von

zwei Jahren gemeinsam behandelt. 41 (55%)

davon wurden operativ im LKH Voitsberg

versorgt. Das Modell hat sich damit rasch

etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Im Anschluss an die chirurgische Therapie

können die Patienten an der Akutgeriatrie

und Remobilisationseinheit (AG-REM) der

medizinischen Abteilung des LKH Voitsberg

(Prim. Dr. Mrak) mit ihrem diabetologischen

Schwerpunkt optimal weiterbetreut und

physiotherapeutisch früh mobilisiert werden.

Für die Abteilungen bedeutet die Kooperation

auch eine optimale Nutzung von

Ressourcen und Bettkapazitäten und damit

ein kosteneffizientes Arbeiten.

Dr. Gerwin A. Bernhardt,

LKH Voitsberg

gerwin.bernhardt@lkh-voitsberg.at

Dr. Gerd Köhler,

LKH-Univ.Klinikum Graz

gerd.koehler@klinikum-graz.at

14 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


Gesundheit

„Die degenerative Wirbelsäule“

LKH Stolzalpe als internationales Ausbildungszentrum

Ihrer Gesundheit

zuliebe

Von 7. bis 8. März 2013 fand das AO-Spine-

Symposium – ein internationales Wirbelsäulensymposium

mit Teilnehmern aus Österreich,

Deutschland und der Schweiz – erstmalig

auf der Stolzalpe statt. „Das erste Symposium

behandelt die degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen.

Der Gesamtkursaufbau

besteht jedoch aus vier Modulen und soll die

Basis des gesamten Behandlungsspektrums

der Wirbelsäule abhandeln“, so DL Dr. Sven

Ziegler, Vorstandsmitglied der AO-Spine Österreich

und der österreichischen Wirbelsäulengesellschaft

und Leiter des Wirbelsäulenteams

Stolzalpe. Die Wirbelsäulenchirurgie

ist ein extrem innovatives und dynamisches

medizinisches Fachgebiet mit großem Entwicklungspotential

und steigendem Bedarf.

Mediziner aus unterschiedlichen Fachrichtungen

wie Orthopäden, Neurochirurgen,

Unfallchirurgen, Neurologen aus Kliniken,

Praxis und Forschung nahmen an diesem

Symposium teil. Namhafte Referenten zeigten

neueste Entwicklungen, Methoden, Operationstechniken

und bewährte Standards in

der Wirbelsäulenchirurgie auf.

Erkrankungen der Wirbelsäule sind sehr verbreitet.

80 Prozent der Erwachsenen leiden

zumindest gelegentlich unter Rückenschmerzen.

Bei degenerativen, traumatischen oder

entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen

kann häufig nur durch eine Operation geholfen

werden. In den letzten Jahren haben

diese Operationen an der Wirbelsäule, vor

allem im Bereich der minimal-invasiven

Behandlungsverfahren und Techniken stark

zugenommen. Der Anstieg dieser Eingriffe

ist auch durch die demographische Bevölkerungsentwicklung

zu erklären und es wird in

Zukunft häufiger operiert werden müssen.

„Die Ansprüche der Bevölkerung auch im höheren

Alter mobil zu sein, sind gestiegen“, so

Prim. Roman Radl, Leiter der Orthopädischen

Abteilung. Es stehen zunehmend auch älteren

Wirbelsäulen-Patienten innovative Techniken

zur Verfügung, mit denen bei kürzerer

Behandlungsdauer und verringerten Schmerzen

ihre Mobilität länger erhalten und somit

ihre Lebensqualität gesteigert werden kann.

Der Anstieg von Wirbelsäulenoperationen

und innovative Methoden und Techniken

führen wiederum zu einem Ausbildungs- und

Schulungsbedarf sowie interdisziplinärem

Informationsaustausch.

Innovativ:

Das LKH Stolzalpe sorgte bereits 1989 für

Schlagzeilen: Erstmalig wurde am LKH

Stolzalpe eine künstliche Bandscheibe erfolgreich

eingesetzt.

Die Stolzalpe – Zentrum für Bewegungsmedizin,

Ausbildungszentrum, Center of

Excellence in der minimal-invasiven Kniechirurgie,

Hüftsonografiekurse, Wirbelsäulenchirurgie.

Fachgebiete: Abtlg. für Orthopädie und orthopädische

Chirurgie, Abteilung für Anästhesiologie,

Internistische Ambulanz inkl.

Spezialambulanzen und 24-Stunden-Akutversorgung,

Institut für Physikalische Medizin,

Remobilisation und Nachsorge, klinische

Psychologie, Gesundheitszentrum

AO-Spine Austria: Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie,

die AO-Spine International

– eine Vereinigung aller Disziplinen, die sich

mit Wirbelsäulenchirurgie beschäftigen –

setzt sich für die Optimierung der Qualität

des medizinischen Service für Wirbelsäulenpatienten

ein.

© LKH Stolzalpe

Anti-Aging

Laut WHO gehört man schon zwischen 50

und 60 Jahren zu den alternden Menschen

und mit 65 Jahren gilt man schon als alt.

Dennoch will niemand alt aussehen. Das

rechnerische Alter entspricht nur selten

dem biologischen Alter. Durch ausgeglichene

Ernährung, genügend Bewegung,

ausreichend Schlaf und günstigen Lebensstil

kann man bis ins hohe Alter jung

bleiben. Hingegen beschleunigen Übergewicht,

Alkohol, Nikotin, UV-Strahlung und

seelischer Stress das Altern.

Tipps zur „Anti-Aging Ernährung“:

1. Trinken Sie zumindest 1,5 bis zwei Liter kalorienarme

Flüssigkeit pro Tag.

2. Nehmen Sie täglich drei Mahlzeiten zu sich.

Gönnen Sie sich dafür jeweils mehr als 20

Minuten Auszeit vom Alltagsdruck.

3. Decken Sie Ihren Calciumbedarf für starke

Knochen mit zwei Joghurt und fünf dag Käse

pro Tag.

4. Vermeiden Sie rasche Gewichtsabnahmen.

Dabei verlieren Sie Muskeln.

5. So schützen Sie Ihre Gefäße und beugen

Schlaganfall und Herzinfarkt vor:

- fünfmal täglich Obst oder Gemüse für

ausreichend Antioxidantien.

- zweimal pro Woche Meeresfische, heimische

Bachforelle, Saibling oder Alpenlachs

versorgen Sie mit den wertvollen Ω-3-Fettsäuren

für elastische Gefäße.

- Rapsöl und Olivenöl liefern ebenso

Ω-3-Fettsäuren.

- moderater Alkoholkonsum: Frauen dürfen

sich täglich ein und Männer bis zu zwei

Achterl gönnen.

- ein kleines Stück Schokolade reduziert mit

Hilfe von Flavonoiden das Infarktrisiko.

- Ballaststoffe aus Getreide, speziell Vollkornprodukte

wirken ebenso unterstützend.

6. Schauen Sie sich etwas von den Kochkünsten

der Vegetarier ab. Dreimal Fleisch- oder

Wurstwaren pro Woche sind ausreichend.

7. Bleiben Sie in Bewegung!

(www.napbewegung.at)

Ihr Ernährungsmedizinischer Dienst,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

15


PERSONAL

GESUNDHEIT

Steirische Wachkomastudie 2012

Inzidenzerhebung des Apallischen Syndroms in der Steiermark

Das Apallische Syndrom oder auch Wachkoma

genannt, ist eines der schwersten neurologischen

Zustandsbilder. Durch die hohen

Betreuungskosten und den zunehmend besser

verfügbaren Einsatz moderner Untersuchungstechniken,

wie z.B. der funktionellen Magnetresonanztomographie

(fMRT), ist in den letzten

Jahren sowohl das politisch-ökonomische als

auch das wissenschaftliche Interesse an diesem

Thema gestiegen. Diskussionsgrundlage

dafür sind exakte epidemiologische Daten.

Ausgehend von der Albert-Schweitzer-Klinik

Graz wurde daher eine Inzidenzerhebung des

Apallischen Syndroms in der Steiermark durchgeführt.

Kooperationspartner waren die KAGes,

die Univ.-Klinik für Neurologie sowie sämtliche

Ordensspitäler und Neurologische Rehabilitationseinrichtungen

der Steiermark.

In dieser Kohortenstudie basierend auf der erwachsenen

Bevölkerung der Steiermark wurden

vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012

prospektiv alle möglichen Fälle eines Apallischen

Syndroms erhoben. Die Intensivstationen

und Rehabilitationseinrichtungen der Steiermark

meldeten während dieses Zeitraumes alle

Akutpatienten mit Verdacht auf ein Apallisches

Syndrom an den Studienleiter, der ein auf diesem

Fachgebiet erfahrener Neurologe ist. Die

Diagnosestellung erfolgte vor Ort unter Berücksichtigung

der „Coma-Recovery-Scale revised“.

Insgesamt wurden 39 Patienten gemeldet, 19

davon als in einem Apallischen Syndrom befindlich.

Damit ergab sich eine Inzidenz von

1,88/100000/Jahr. Das Alter der Betroffenen

reichte von 18 bis 78 Jahre (Durchschnitt 57,8

Jahre). Die Ursachen waren in 13 Fällen eine zerebrale

Hypoxie, in vier Fällen eine zerebrale Blutung

und zweimal ein Schädel-Hirn-Trauma. Die

Behandlung der Betroffenen auf der Intensivstation

dauerte durchschnittlich 22 Tage. Während

dieser Zeit verstarben vier Patienten. Danach

erfolgte die Verlegung der 15 überlebenden Betroffenen

in eine weiterbetreuende Institution.

Es wurde bei acht Betroffenen eine Neurorehabilitation

durchgeführt (durchschnittlich 65 Tage)

und insgesamt zwölf Personen wurden im Untersuchungszeitraum

auf der Wachkomastation der

Albert - Schweitzer-Klinik Graz weiterbehandelt.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die erhobene

Inzidenz des Apallischen Syndroms im

Vergleich zur vorliegenden Literatur im oberen

Bereich liegt. Nicht alle Patienten wurden auf

einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung

weiterbehandelt. Die Möglichkeit zur Akutnachsorge

auf der Wachkomastation der Albert-Schweitzer-Klinik

ist für die Betroffenen

gut gegeben. Diese vom Gesundheitsfonds

Steiermark teilfinanzierte Station bietet 20

Betten für Patienten mit Hauptwohnsitz in

der Steiermark. Eine zweite Wachkomastation

rundet das Versorgungsangebot der Albert-Schweitzer-Klinik

ab und bietet die Möglichkeit

zur Langzeitförderpflege.

Prim. Dr. Gerald Pichler, MSc,

Leiter der Abteilung für Neurologie

Akutgeriatrie/Remobilisation

Wachkoma, Memory Klinik

Albert Schweitzer Klinik

© G. Pichler

Thorakaler Ultraschall im LKH Hörgas-Enzenbach

Erweiterung des Leistungsangebots

OA Dr. Otmar Schindler absolvierte eine

vertiefte Ausbildung in Thorakaler und Intensivmedizinischer

Sonographie an der

Ultraschallabteilung der Universitätsklinik

Marburg an der Lahn bei Professor Görg,

dem Pionier auf dem Gebiet der Kontrastmittel-unterstützten

Sonographie. Diese

erlangt in der Lungensonographie zunehmende

Bedeutung. OA Dr. Schindler konnte

dabei viel praktische Erfahrung in der sonographischen

Beurteilung von Thoraxwandläsionen,

Lungeninfiltraten und Lymphknoten

sammeln sowie Notfallsonographien

und ultraschallgesteuerte Punktionen

durchführen.

Die gewonnenen Fertigkeiten werden nun

im LKH Hörgas-Enzenbach täglich in der

Praxis angewendet. Den Patienten werden

damit Wege zu Untersuchungen in auswärtige

Krankenhäuser erspart. Zudem können

OA. Dr. Schindler

(1.v.rechts, stehend) mit

Prof. Görg (2. v.links, stehend)

und dem Team der

Ultraschallabteilung der

Univ. Klinik Marburg.

bioptische Diagnosesicherungen und Untersuchungen

an Intensivpatienten ohne

Einsatz ionisierender Strahlen durchgeführt

werden.

OA Dr. Otmar Schindler,

Abteilung für Lungenkrankheiten,

LKH Hörgas-Enzenbach

otmar.schindler@lkh-hoergas.at

© privat

16 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


GESUNDHEIT

Psychotherapie in der Psychiatrie

Stationäre Psychotherapie

© M.Maier / Montage tricom

Während viele Menschen früher einen Aufenthalt

in der Psychiatrie eher zu vermeiden

versuchten, ist das spezifische und sehr

breite Angebot stationär-psychiatrischer

Behandlung heute weitgehend anerkannt.

Wenn die Möglichkeiten im ambulanten Bereich

ausgeschöpft sind, nützen immer mehr

Patienten im Rahmen von psychosozialen

Krisen das Angebot der stationären Psychiatrie

und Psychotherapie. Viele Patienten

kommen auch explizit mit dem Wunsch nach

psychologisch-psychotherapeutischer Behandlung

und setzen darauf große Hoffnungen.

Ein breites Angebot an Therapieformen

Wenn ein Patient heute die Möglichkeiten

eines psychiatrischen Krankenhauses wie

der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz

nützt, erwartet ihn eine breite Palette an

psychotherapeutischen Angeboten. Zusätzlich

zu Einzel- und Gruppentherapie kommen

u.a. Kunst- und Ergotherapie, Musiktherapie,

Sport- und Bewegungstherapien in Frage.

Da viele psychosoziale Krisen auch aus einem

komplexen Zusammenspiel von aktuellen

Belastungen (Partnerkonflikte, Arbeitsüberlastung

usf.) und anhaltenden Konflikten

(z.B. Probleme mit dem Selbstwert, mit

Autoritäten) entstehen, ist es wichtig, das

vielfältige Therapieangebot je nach Störungsbild

und Konfliktlage gezielt einzusetzen.

Deshalb gewinnen auch störungsspezifische

Behandlungsformen (z.B. für Borderline-Patienten)

immer mehr an Bedeutung.

Stationäre Psychotherapie

im engeren Sinne

Über dieses Netzwerk an therapeutischen

Möglichkeiten hinaus ist die „stationäre

Psychotherapie im engeren Sinne“ eine ganz

spezifische Form der Psychotherapie. Vor allem

aus psychodynamischer Sicht geht man

davon aus, dass neben den genannten Angeboten

das „therapeutische Milieu“ einer

Behandlungsstation und alle Kontakte während

eines Aufenthaltes einen wesentlichen

Einfluss auf die Befindlichkeit und die psychische

Weiterentwicklung eines Patienten

haben können.

So können auch Erlebnisse und Erfahrungen

mit Mitpatienten entscheidende emotionale

Elemente darstellen und damit auch wichtige

Anknüpfungspunkte im therapeutischen

Prozess sein. Eine depressive Patientin kann

z.B. durch eine Mitpatientin Anerkennung

finden, die sie sich immer von ihrer Mutter

gewünscht hätte – und dadurch einen emotionalen

„Anstoß“ erhalten. Aufgabe des

multiprofessionellen Behandlungsteams

und des einzelnen Therapeuten ist es, diese

Erfahrungen und Erlebnisse zu klären und gemeinsam

mit dem Patienten nutzbringend zu

bearbeiten.

Verhaltensmuster der Patienten, die unter

Umständen problemverstärkend wirken,

können im Verhalten in der Gruppe und auf

der Station deutlich werden. Damit werden

sie benennbar und besprechbar.

Voraussetzung dafür ist, dass es dem Behandlungsteam

gelingt, einen vertrauensvoll-fördernden

und verlässlichen, haltenden

Raum (Winnicott) bereitzustellen und

sich selbst, quasi als „Container“ (Bion) für

die Bearbeitung konflikthafter Anteile der

Patienten anzubieten. Aufenthalte in der

Psychiatrie dauern heute wesentlich kürzer

als noch vor einigen Jahren. Deshalb ist

auch die stationäre Psychotherapie zumeist

eine Kurzzeit- bzw. Fokaltherapie. In einem

Zeitraum von oft nur wenigen Wochen bietet

dieses Setting trotzdem die Möglichkeit,

wesentliche Belastungsfaktoren und Konfliktpunkte

zu klären, die dann - neben der

psychiatrischen Betreuung - in einem ambulanten

psychotherapeutischen Setting weiterbearbeitet

werden können.

OA Dr. Manfred Maier,

LSF Graz

manfred.maier@lsf-graz.at

Juni 2013 Menschen helfen Menschen

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PERSONAL

GESUNDHEIT

Juckreiz in der Schwangerschaft

Unangenehm und manchmal auch gefährlich

Während einer Schwangerschaft verändert sich

der Körper der Frau. Juckreiz und Hautveränderungen

in der Schwangerschaft sind relativ häufig.

Oft sind sie ein Hinweis auf eine sogenannte

„Schwangerschaftsdermatose“. Einige dieser

Hauterkrankungen sind aufgrund des Juckreizes

lediglich unangenehm für die Mutter, andere

können aber auch eine wirkliche Bedrohung für

das Kind darstellen.

© fotolia

Man unterscheidet vier Arten von Schwangerschaftsdermatosen.

Alle weisen zwar das gleiche

Symptom auf, haben aber unterschiedliche Ursachen

und Erscheinungsformen und müssen auch

unterschiedlich behandelt werden.

Der häufigste Grund für Juckreiz ist die sog. „atopische

Schwangerschaftsdermatose“. Sie betrifft

rund 50 Prozent der Patientinnen und ist für Mutter

und Kind unbedenklich. Durch schwangerschaftsspezifische

Veränderungen im Immunsystem

kommt es dabei zur Verstärkung einer anlagebedingten

Neigung zu trockener Haut. Häufig sind

Frauen betroffen, die als Kinder an Neurodermitis

oder Heuschnupfen litten oder noch leiden. Typisch

bei dieser Art sind juckende Ekzeme, insbesondere

im Gesicht und/oder am Dekolleté bzw.

an den Beugeseiten der Arme oder am Bauch,

die vor allem in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln

auftreten. Zur Linderung werden

rückfettende und juckreizstillende Cremen und

Waschzusätze verordnet, unter Umständen auch

kurzfristig Kortisoncremen. Diese Therapie führt

meist rasch zur Besserung.

Die gefährlichste Form der Schwangerschaftsdermatosen

ist die „intrahepatische Schwangerschaftscholestase“.

Sie gefährdet ernsthaft

das ungeborene Kind. Sie kommt ausschließlich

im letzten Schwangerschaftsdrittel vor und tritt

auch bei Folgeschwangerschaften auf. Das sollte

mit den Patientinnen in Hinblick auf die Planung

weiterer Schwangerschaften unbedingt besprochen

werden. Diese Erkrankung äußert sich durch

plötzlich einsetzenden, intensiven Juckreiz. Durch

Kratzen der Haut können offene Stellen und juckende

Knoten entstehen. Diese Form weist auf

ein Leberproblem der Mutter hin, das aber nur

während der Schwangerschaft besteht. Durch die

schwangerschaftsbedingten Veränderungen im

Körper kommt es bei vorbelasteten Patientinnen

zu einem Anstieg der Gallensäuren im Blut, die

über den Mutterkuchen auch in den Körper des

Kindes gelangen. Bei ca. einem Drittel der Patientinnen

kommt es dadurch zu Schwierigkeiten

während der Entbindung (sog. fetal distress). In 30

bis 60 Prozent kann es auch zu Früh- und schlimmstenfalls

in ein bis zwei Prozent zu Totgeburten

kommen. Eine frühzeitige Diagnose und spezifische

Behandlung lindert nicht nur den Juckreiz

der Mutter, sondern verbessert in erster Linie auch

die Prognose des Kindes. Die Behandlung erfolgt

mit speziellen Tabletten (Ursofalk®). Wichtig ist,

dass die Diagnose ausschließlich durch die Bestimmung

der Gallensäuren im Blut erfolgt. Diese

müssen mit einer gesonderten Blutabnahme

spezifisch untersucht werden, da die Erkrankung

keine weiteren Auswirkungen auf das Blut haben

kann, d.h. dass bei ca. 30 Prozent der betroffenen

Frauen die übrigen Leberwerte völlig in Ordnung

sind. Das ist auch der Grund, warum vor Jahren

diese Diagnose noch selten bis gar nicht gestellt

wurde. Erst durch die Bestimmung der Gallensäurewerte

kann die Diagnose gesichert und die spezifische

Therapie eingeleitet werden. Ebenfalls ist

in diesem Fall eine engmaschige Überwachung

der Schwangerschaft durch CTG und Ultraschall

durch den Gynäkologen wichtig.

Die anderen beiden Formen von Schwangerschaftsdermatosen

zeichnen sich durch charakteristische

Hautveränderungen aus: bei der „polymorphen

Schwangerschaftsdermatose“ finden

sich immer ausgeprägte, dunkelrote Dehnungsstreifen

am Bauch, von denen sich ein juckender

Ausschlag ausbreitet, während es beim – in unseren

Breiten sehr seltenen – „Pemphigoid gestationis“

zur Bildung von Blasen kommt.

Bei starkem Juckreiz, gefolgt von Hautveränderungen,

insbesondere in der Spätschwangerschaft,

sollte immer ein Gynäkologie oder Dermatologe

aufgesucht werden. Durch die Klassifizierung und

genaue Beschreibung der einzelnen Schwangerschaftsdermatosen

wurde v.a. während des letzten

Jahrzehnts ein großer Meilenstein in diesem

Fachbereich der Dermatologie gelegt. Die Univ.

Klinik für Dermatologie und Venerologie am LKH-

Univ. Klinikum Graz ist weltweit federführend

und richtungsweisend in der Behandlung von

Schwangerschaftsdermatosen. „Wir haben bereits

2002 eine Spezialambulanz für Schwangerschaftsdermatosen

aufgebaut. Seither wurden an

der Dermatologie und Venerologie am Klinikum

knapp 600 Patientinnen erfolgreich behandelt“,

erklärt Doz. Dr. Christina Ambros-Rudolph, Spezialistin

für Schwangerschaftsdermatosen an der

Univ. Klinik für Dermatologie und Venerologie am

LKH-Univ. Klinikum Graz.

Priv.Doz. Dr.

Christina M. Ambros-Rudolph,

Univ. Klinik für Dermatologie und

Venerologie

christina.ambros-rudolph@

medunigraz.at

Mag. Judith Stelzl,

Stabsstelle PR

judith.stelzl@klinikum-graz.at

18 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


GESUNDHEIT

Brücke zwischen Akutspital und

nachstationärer Versorgung

Erfahrungen aus dem ersten Jahr Entlassungsmanagement im LKH Bruck

Eine stationäre Aufnahme ist immer eine Ausnahmesituation

für den Patienten und seine

Angehörigen. Zusätzlich kommt auch die Sorge

um die weitere Versorgung hinzu. Genau hier

setzt das Entlassungsmanagement an. Viele

sind sich ihrer Situation nicht bewusst. Mit

Gesprächen kann viel geholfen werden. Dabei

erfordert die individuelle Situation der Patienten

individuelle Betreuung. Oft ist es das Wichtigste,

dass sich die Patienten vom Pflegepersonal,

den Ärzten und den Angehörigen respektiert

und verstanden fühlen. Ängste, Vorurteile,

finanzielle und familiäre Verhältnisse spielen

ebenfalls eine große Rolle. Klare Aussagen

sind für die weitere Planung unumgänglich!

Ein Fallbeispiel soll verdeutlichen, welche

Faktoren die weitere Versorgung beeinflussen:

Frau A., 90 Jahre alt, lebte bisher bei ihrer Tochter.

Die hat sie mit Unterstützung ihres Gatten

gepflegt. Frau A. ist auf Grund eines neurologischen

Problems und körperlicher Schwäche

auf deutlich erhöhte Pflege und Betreuung angewiesen.

Tag 1: Im Gespräch mit der Tochter und dem

Schwiegersohn, erzählt die Tochter, dass sie ihrer

Mutter versprochen habe sie zu pflegen. Da

sie mittlerweile selbst schwer erkrankt ist, ist

es ihr nicht mehr möglich dieses Versprechen

einzuhalten. Sie hat ihre Mutter nur teilweise

darüber informiert.

Tag 2: Das Gespräch mit der Patienten erfolgt

am nächsten Tag. Frau A. gibt an, sich darüber

noch keine Gedanken gemacht zu haben. Sie ist

traurig, als die Tochter ihr die Situation erklärt.

Tag 3: Am Vormittag wird ein erneutes Gespräch

mit der Tochter und der Patientin geführt.

Frau A. hat am Tag davor noch lange mit

ihrer Tochter gesprochen. Sie stimmt einer Pflegeheimunterbringung

zu. Gemeinsam wird der

Antrag ausgefüllt und der Tochter mitgegeben.

Ein Pflegegelderhöhungsantrag wird ebenfalls

gestellt und an die Pensionsversicherungsanstalt

übermittelt.

Im Anschluss beginnt die Suche nach einem

Pflegeheimplatz. Die Tochter wird telefonisch

über den freien Platz informiert. Sie möchte

sich den Pflegeplatz zuerst ansehen und vereinbart

mit dem Pflegeheim die Aufnahme.

Tag 4: In einem telefonischen Gespräch teilt

die Tochter mit, dass sie den Pflegeheimantrag

abgegeben hat. Der Pflegeplatz ist für sie in

Ordnung, die Transferierung ist jederzeit möglich.

Nach Rücksprache mit dem Pflegeheim

und der Station wird die Entlassung sowie die

Aufnahme vereinbart. Beide sind erleichtert,

eine Lösung gefunden zu haben.

Es ist sehr häufig der Fall, dass Patienten und

Angehörige durch Unterstützung das Gespräch

finden und sich einigen können.

DGKP Silvia Wagner,

LKH Bruck

silvia.wagner@lkh-bruck.at

© Wagner

Versorgung

160

140

160

120

100

80

95

69

114

60

40

20

0

27 23

5

PH

REM / NTK

betr. Wohnen

Übergangspflege

24 Stunden Pflege

34 34

6

HKP

verstorben

Verlegungen

fam. Pf. / keine Pf.

offene Fälle

© LKH Bruck

Erstellt Dezember 2012

Juni 2013 Menschen helfen Menschen

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PERSONAL

GESUNDHEIT

Krebs bewegt

Informationen am 4. Steirischen Krebstag

Das Thema Krebs bewegt und deshalb haben

sich am 6. April 2013 ca. 1.200 Besucher auf

den Weg zum Messeplatz gemacht, um sich

kostenlos rund ums Thema Krebs informieren

zu lassen.

Auch viele Politiker kamen zum vierten Steirischen

Krebstag. Landeshauptmann Mag. Franz

Voves bedankte sich in seiner Grußbotschaft

beim Team von Univ. Prof. Dr. Hellmut Samonigg,

dem Leiter der Klinischen Abteilung für

Onkologie, für die hervorragende Arbeit.

„Krebs kann jeden treffen und es ist von großer

Bedeutung, das Wissen über Vorbeugung und

Früherkennung allen Interessierten zugänglich

zu machen. Das geschieht hier in vorbildlicher

Weise“, so Voves.

Im Anschluss an die sehr gut besuchten Vorträge

am Vormittag standen 40 Spezialisten den Besuchern

für ihre Fragen zur Verfügung. Den Abschluss

des Tages bildete eine Gesprächsrunde,

an der zwei Betroffene sowie Univ. Prof. Dr.

Hellmut Samonigg, Univ. Prof. Dr. Herbert Stöger

und die Leiterin der klinischen Psycho-Onkologie

Elisabeth Andritsch teilnahmen.

Moderiert wurde die Runde von Mag. Helmut

Schöffmann vom ORF Steiermark. Es wurden

Erfahrungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln

ausgetauscht und es wurde diskutiert, wie

das Leben trotz Krebs bewältigt werden kann.

Komplettiert wurde die Veranstaltung durch

zahlreiche Aussteller von Selbsthilfegruppen,

Vereinen sowie medizinischen und karitativen

Einrichtungen. Die Klinische Abteilung für Onkologie

der Universitätsklinik für Innere Medizin

Graz hat es auch in diesem Jahr geschafft,

ein interessantes Programm zusammenzustellen

und konnte wieder ein Stück mehr zur Aufklärung

und zur Enttabuisierung des Themas

Krebs beitragen.

„Krebs kann jeden treffen und es

ist von großer Bedeutung, das Wissen

über Vorbeugung und Früherkennung

allen Interessierten zugänglich

zu machen.“

LH Mag. Franz Voves

Zahlreiche Gäste besuchten die Vorträge.

Univ. Prof. Dr. H. Samonigg,

Leiter der Klinischen Abteilung für

Onkologie, Univ. Klinik für Innere

Medizin Graz,

Leiter der Universitären

Palliativmedizinischen Einrichtung,

LKH-Univ. Klinikum Graz

hellmut.samonigg@klinikum-graz.at

2. Comprehensive Cancer Center Österreichs

LKH-Univ. Klinikum Graz und Med Uni Graz gründen Zentrum für Krebserkrankungen

© LKH-Univ. Klinikum Graz

Nach dem AKH in Wien wurde mit Mai

2013 am LKH-Univ. Klinikum Graz und

an der Med Uni Graz das österreichweit

zweite Comprehensive Cancer Center

(Krebszentrum) eröffnet. Ein Comprehensive

Cancer Center (CCC) befasst

sich speziell mit Krebsforschung, der

Lehre von Krebst und der Behandlung

von Krebspatienten.

Im CCC Graz arbeiten alle Universitätskliniken,

Abteilungen und Institute,

die sich speziell mit der Diagnose und der

Therapie von Krebserkrankungen befassen,

eng zusammen. Das ermöglicht ein frühzeitiges

Erkennen von Krebserkrankungen und

deren Behandlung. Durch die modernen Diagnose-

und Behandlungsmöglichkeiten am

LKH-Univ. Klinikum Graz werden die an Krebs

erkrankten Kinder und Erwachsenen nach

höchsten internationalen Standards betreut.

Die Erforschung neuester Methoden in der

Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen

wird unter anderem durch die

Biobank mit mehr als zwei Millionen biologischen

Proben unterstützt.

In über zehn wöchentlich stattfindenden

fachübergreifenden Tumorkonferenzen (Tumorboards)

werden für alle Patienten mit

einer Krebsneuerkrankung individuelle Behandlungsempfehlungen

erstellt und in

der Folge umgesetzt. Das CCC Graz ist

mit weiteren stationären und ambulanten

onkologischen Leistungserbringern

in der Steiermark und anderen Krebszentren

in Österreich und im Ausland

vernetzt. Das Comprehensive Cancer

Center Graz sichert damit die höchste

Versorgungsstufe für die Betreuung von

Menschen mit Krebserkrankungen in

der Steiermark und den angrenzenden

Bundesländern.

© LKH-Univ. Klinikum Graz

Weitere Informationen:

www.ccc-graz.at

20 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


QUALITÄT

Ausgezeichnete Gesundheitsförderung

Qualitätsgütesiegel für die LSF Graz und das LKH Hartberg

© GKK Steiermark

Anerkennung für die LSF Graz...

und das LKH Hartberg.

© GKK Steiermark

Das LKH Hartberg und das LSF Graz wurden für

die beispielhafte Umsetzung der Betrieblichen

Gesundheitsförderung (BGF) auf dem Krankenhaussektor

ausgezeichnet.

Das LKH Hartberg wurde damit zum zweiten

Mal, nach der Überreichung des Steirischen

Gesundheitspreises in Gold, mit einer österreichweit

gültigen Auszeichnung belohnt. Der

LSF Graz wurde die Auszeichnung bereits zum

dritten Mal verliehen. Damit ist die LSF Graz das

erste österreichische Krankenhaus, dem diese

Auszeichnung in diesem Umfang zu Teil wurde.

Die strengen Kriterien des Europäischen Netzwerkes

BGF zu erfüllen und gleichzeitig durch

innovative Projektideen zu überzeugen, sind

die Voraussetzungen, um das Gütesiegel zu

erhalten.

In der LSF Graz sind besonders Maßnahmen

für hörbehinderte Mitarbeiter hervorzuheben

und das österreichweit einzigartige Projekt

zur Stressbewältigung nach belastenden Situationen.

Für das Projekt wurden 70 Mitarbeiter

geschult, um Kollegen kompetent unterstützen

zu können.

Das LKH Hartberg widmet sich mit dem Projekt

„Fit für dich“ der Mitarbeitergesundheit.

Um das Thema Gesundheitsförderung weiter

zu vertiefen, erfolgte die fixe Implementierung

eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements

und die Fortsetzung des Projektes

„Fit2work“.

Den Ausgangspunkt des Projektes bildet eine

gesetzlich vorgeschriebene Mitarbeiterbefragung,

bei der die psychosozialen Arbeitsbelastungen

erhoben und daraus dann entsprechende

Maßnahmen entwickelt werden.

LKH Bruck: Erneuter „Grüner Teller“

Ein ausgewogener Speiseplan ist garantiert

Styria vitalis bestätigt der Anstaltsleitung

des LKH Bruck nach 2012 erneut die Erfüllung

der Qualitätskriterien für eine ausgewogene

Speiseplangestaltung. Das Gütesiegel Grüner

Teller wird für eine Menülinie der Mittagsverpflegung

vergeben, in der die Hauptnährstoffe

Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, sowie Vitamine

und Mineralstoffe in einem gesunden

Verhältnis zueinander stehen.

Im Durchschnitt werden monatlich zirka 14.500

Mittagsportionen im LKH Bruck ausgegeben.

Stichprobenartige unangemeldete Kontrollen

von Styria vitalis, das Feedback von Patienten

und Mitarbeitern, sowie die jährlichen

Schulungsangebote für die Küchenmitarbeiter

tragen wesentlich zur Weiterentwicklung und

Qualitätssicherung bei.

Detailinformationen zum „Grünen Teller“

finden Sie unter www.styriavitalis.at oder

mittels QR Code.

Katalin Oberrainer,

Qualitätsbeauftragte,

LKH Bruck

katalin.oberrainer@lkh-bruck.at

© K. Oberrainer

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

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PERSONAL

QUALITÄT

Berichten – Besprechen – Verbessern

Patientensicherheit / CIRS im LKH Bruck – die nächste Phase

Im Zuge der Weiterentwicklung des Risikomanagements

(erweitert um die Vorgaben der

Gesundheitsplattform Steiermark im Rahmen

der Initiative Patientensicherheit) war unter

anderem auch die Implementierung eines anonymen

Fehlermeldesystems vorgesehen. Das

LKH Bruck startete im Oktober 2012 die Einführung

des Critical Incidents Reporting System

(kurz CIRS). Durch das Engagement und

aktive Mitwirken der Mitarbeiter aller Berufsgruppen,

entwickelte sich das Vorhaben sehr

erfreulich: Das Reviewteam, bestehend aus

Mitarbeitern unterschiedlicher Professionen

und Abteilungen, hat bislang 35 Meldungen

analysiert, bewertet und Maßnahmenplanungen

durchgeführt oder in die Wege geleitet.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden und

werden den Mitarbeitern mittels Berichten auf

der Homepage des LKH Bruck rückgemeldet.

In einem am 16. April 2013 durchgeführten

Evaluierungsworkshop wurde nun - gemeinsam

mit Vertretern der Organisationseinheit

Recht und Risikomanagement und Organisationseinheit

Qualitätsmanagement - die Arbeit

der letzten Monate reflektiert. Folgende

Punkte haben sich dabei besonders herauskristallisiert:

• Die Meldungen lassen darauf schließen,

dass die Mitarbeiter das CIRS als Chance

sehen, etwas zu verändern und zu verbessern.

• Das Reviewteam hat sich als wirksam zusammenarbeitendes

und gut abgestimmtes

Team entwickelt.

• Die hohe Zugriffszahl auf Darstellungen der

Meldungen/Maßnahmen im Intranet zeugt

von regem Interesse an der Thematik und

zugleich von der Erwartungshaltung, dass

die Mitarbeiter sehen (wollen), dass sich

„was tut“.

Neben den vielen positiven Erfahrungen

wurde aber erkannt, dass ein CIRS auch das

Potential in sich birgt, zu polarisieren: Zu

einigen Mitarbeitern und Führungskräften

ist der Begriff „no-blame-culture“ („keinen

Schuldigen suchen“) anscheinend noch nicht

durchgedrungen. Risikomanagement und

auch CIRS, als eines seiner Instrumente, kann

erst dann seine Wirkung entfalten bzw. den

größtmöglichen Nutzen für alle Beteiligten

bringen, wenn einzig der kritische Vorfall und

seine Vorbeugemaßnahmen im Fokus der Betrachtung

stehen.

Allen Anwesenden beim Evaluierungsworkshop

war aber auch klar, dass dies eine Kulturänderung

darstellt, die nicht von heute auf

morgen möglich ist. Das Loslassen von altem

Denken ist letztlich eine der schwierigsten

Aufgaben, die wir Menschen bewältigen müssen:

Es ist immer mit Ängsten verbunden und

bedarf der Unterstützung durch Lernen und Erkennen,

dass damit Positives für einen selbst

bewirkt wird.

Deshalb heißt es nun im LKH Bruck in die

nächste Phase überzuleiten. Es gilt einen Reporting

& Learningregelkreis aufzubauen und

diesen für gemeinsames Lernen zu nutzen:

Mit dem Abschließen der CIRS-Meldungen

(Vorbeuge-/Verhütungsmaßnahmen wurden

gesetzt und u. U. sogar evaluiert) beginnt ein

neuer Regelkreis (ein neuer Plan-Do-Check-Act

Zyklus), der hausweit und sogar KAGes-weit

abläuft. Aus den CIRS-Meldungen inkl. Maßnahmen,

aber auch aus vielen weiteren Informationsquellen

(Schadensfälle, Beschwerden,

Evaluierungsergebnisse aus Projekten,

Befragungsergebnisse, Risikobeurteilungen,

Infektions- und Sturzstatistiken, Qualitätsregisterdaten,

etc.) werden verdichtete Berichte

erstellt, die nicht den Einzelfall oder die einzelne

Abteilung in der Betrachtung haben,

sondern hausweit interpretiert werden. Es

gilt „Systemmängel“ sichtbar zu machen, um

abteilungs- oder berufsgruppenübergreifende

Das Reviewteam des LKH Bruck mit Mitarbeiterinnen der OE RR und OE QM.

Maßnahmen als Entscheidungsgrundlage für

die Anstaltsleitung aufzubereiten und um Synergien

nutzen zu können.

Das kann nur in enger Zusammenarbeit von

Qualitätsmanagement & Risikomanagement

sowie anderer Bereiche, die diese Informationen

er- und bearbeiten, geschehen.

Konkret kann dies beispielhaft bedeuten: Aus

mehreren CIRS-Meldungen ist ersichtlich,

dass als häufige Ursache die fehlende Routine

bzw. Übung vorkommt. Zugleich ist aus den

anderen Informationsquellen, die zusammengeführt

werden, Ähnliches erkennbar:

• Aus einem Schadensfall stellte der Gutachter

die mangelnde Erfahrung als eine Mitursache

fest.

• Aus vier Beschwerden geht hervor, dass die

Patienten sich wegen der sichtlich fehlenden

„Professionalität“ der beteiligten Mitarbeiter

aufgeregt hatten.

• Aus der kürzlich durchgeführten Patientenbefragung

ist bei der Frage „wie bewerten

Sie die Kompetenz der ...“ nur eine wenig

zufriedenstellende Bewertung ersichtlich.

• Eine Stichprobenprüfung durch die Hygiene

hat ergeben, dass bestimmte wichtige Hygienemaßnahmen

nicht ordnungsgemäß

als Routinehandlung durchgeführt werden

(zugleich zeigt die Nosokomiale-Infektions-Statistik

einen leichten Anstieg).

© LKH Bruck

22 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


Qualität

QUALITÄT

Diese Informationen ergeben in der Zusammenschau

einen wesentlichen „Systemmangel“

der Organisation: Es fehlt an

geeigneten Schulungs- bzw. Trainingsmöglichkeiten

zu bestimmten Themen. Die Qualitätsmanagement

- Kommission (QMK)

könnte als beratendes Gremium nun den

Vorschlag für die Anstaltsleitung erarbeiten,

dass eine interprofessionelle Arbeitsgruppe

(Projekt) eingesetzt werden sollte, wie im

Haus:

1. eine Bedarfserhebung zu wesentlichen Trainingsinhalten

durchgeführt werden kann,

2. um daraus einen Jahresplan zu erstellen, wie

die wichtigsten Trainingsprogramme effizient

und effektiv durchgeführt werden sollen.

Nach Entscheidung und Beauftragung durch die

Anstaltsleitung (AL) übernimmt wiederum die

Best Practice!

QMK das Fortschrittsmonitoring zum Projekt

(mit periodischer Berichterstattung an die AL).

Nach erfolgter Umsetzung wird nach ca. ein bis

zwei Jahren evaluiert, ob sich die diesbezüglichen

CIRS-Fälle, Beschwerden, Schadensfälle

usw. reduziert haben. Wenn ja, dann hat die

Organisation, dann haben wir alle daraus

gelernt und uns weiterentwickelt. Wenn sich

nichts verbessert hat, dann lernen wir auch:

Das waren die falschen Maßnahmen und

müssen neue planen. Auch das gehört zum

Lernen: Erkennen, dass wir eine Zeitlang etwas

Falsches (im guten Glauben) gemacht

haben – aber jetzt für diese Ursache einfach

nicht das Richtige war/ist – und den Mut zu

haben, damit aufzuhören.

Dieser Vision streben wir im LKH Bruck mit der

nächsten Phase entgegen - im guten Glauben daraus

zu lernen und das Gelernte umzusetzen.

© KAGes / QM

Mag. Petra Zinell,

Risikobeauftragte,

LKH Bruck

petra.zinell@lkh-bruck.at

Ursula Sprincnik, MBA

KAGes-Management / RR

ursula.sprincnik@kages.at

Mag. (FH) Anita Brunnader,

KAGes-Management / QM

anita.brunnader@kages.at

i

Ihr G´sund

© Brunnader © Sprincnik

© Zinell

Wir können voneinander lernen!

Wir sind durch unsere tägliche Arbeit in den steirischen LKH reich an Erfahrungen. Kreative und erfolgreiche Beispiele für unsere hochwertige

und sichere Patientenversorgung können Anregung für andere sein.

Wir möchten in G’sund Ihre Best-Practice-Beispiele patientenorientierter Abläufe, Ihre Erfahrungen und Vorschläge veröffentlichen.

Sie erreichen uns per E-Mail an gsund@kages.at

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

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QuALITÄT

bezahlte Anzeige

Damit die Wolken nicht mehr „krau“ sind

Lese-/rechtschreibschwache Kinder werden oft frühzeitig abgestempelt

Es war ein Start mit Hindernissen: Als Peter* in

der ersten Volksschulklasse nicht gleich alles

konnte, meinte die Lehrerin von Peter zu den

Eltern: „Ihr Kind wird nicht einmal die Hauptschule

schaffen!“ Das bereitete den Eltern viele

Sorgen, denn für sie war Peter ein ganz normaler

Bursche, weder unintelligent noch psychisch

belastet. Doch dann stießen die Eltern auf das

Lehrinstitut für Orthografie und Sprachkompetenz,

das LOS Graz und entschlossen sich, Peter

mit einem wissenschaftlich standardisierten

Test von Dr. Peter May testen zu lassen, um

seine Lese-/Rechtschreibleistungen zu überprüfen.

Der Test zeigte, dass Peter an einer gravierenden

LRS litt und plötzlich war auch für die

Eltern klar, warum Peter viele Wörter ganz komisch

schrieb. Anstatt „Regenwurm“ kamen da

nur Skelettwörter wie „Regwu“ heraus. Seine

schulischen Defizite hatten also mit der Lese-/

Rechtschreibschwäche zu tun.

Kinder mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche

werden oft frühzeitig abgestempelt, erhalten

sie jedoch eine Förderung, können auch sie jede

Schule absolvieren. Peter wird nun seit zwei

Jahren im LOS Graz intensiv mit einem individuellen

Förderprogramm betreut. Die Schule

bereitet ihm wieder Freude und seine Leistungen?

Peter zählt heute zu den Kindern, deren

Leistung im Lesen und Schreiben nur mehr von

5 % alle Kinder übertroffen wird. Seine Lese-/

Rechtschreibschwäche hat Peter im Griff und er

schreibt wunderbare Texte. Die Frage, ob er die

Hauptschule überhaupt schaffen wird, ist kein

Thema mehr.

Infos zum Förderprogramm der

LOS-Institute unter 0316 346 300.

*Namen wurden geändert

© k.k.

Rechtschreibung mangelhaft –

das muss nicht sein!

Wissenschaftliche Studie bestätigt:

LOS-Förderung lohnt sich * .

Sarah war eigentlich nie schlecht in der

Schule. Nur beim Schreiben machte sie viele

Fehler.

Probleme erkennen

Im letzten Jahr dann ver schlechterte sich ihre

Rechtschreibung zu se hends – und ihre Eltern

waren ratlos. Auch die Nachhilfe bei einer

Studentin brach te nichts: Sarah wirkte immer

unkonzen trier ter und verlor mehr und mehr

die Lust am Lernen, weil sich ihre Anstrengungen

einfach nicht auszahlten.

Gut beraten im LOS

Dann stießen ihre Eltern auf das LOS und

erfuhren, dass es vielen Schulkindern so

geht wie ihrer Tochter. Inzwischen arbeitet

Sarah im LOS seit rund sechs Monaten daran, ihre speziellen Probleme

beim Lesen und Schreiben zu überwinden.

Erfolg in der Schule

Sarahs Schreibsicherheit und ihr Wortschatz haben sich bereits spürbar

verbessert. Auch ist sie wieder konzentrierter und mit viel Motivation bei der

Sache. Schließlich will sie mal Lehrerin werden – und dafür, das weiß Sarah

genau, braucht sie gute Noten.

Der Weg zum LOS

Über den individuellen Förderunterricht für

Ihr Kind informiert Sie Mag. Romana Denner,

LOS Graz, Merangasse 75,

Telefon 0316 346300.




* Infos unter www.LOS.at











24 Menschen helfen Menschen

Juni 2013

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QUALITÄT

Patientensicherheit braucht Fehler!

CIRS – ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung einer konstruktiven Fehlerkultur

Juni 2013

Fehler werden meist als etwas Negatives gesehen:

Eigene Fehler werden häufig als „persönlicher

Makel“ empfunden, Fehler von Anderen

gerne als „Unfähigkeitsnachweis“ fehlgedeutet.

Beides ist falsch: Wir benötigen Fehler,

um Defizite zu erkennen und darauf aufbauend

Verbesserungsmaßnahmen in die Wege zu

leiten. Seit Beginn der menschlichen Kulturentwicklung

sind Mängel und Fehler die Antriebskraft

der Entwicklung. Daraus entstanden und

entstehen Verbesserung, Innovation, Fortschritt

und letztlich die (Lebens-)Qualität, die wir heute

haben. Dasselbe gilt auch, wenn es um die Qualität

und Verbesserung der Patientensicherheit

im Krankenhaus geht. Es bedarf einer positiven

Interpretation von Fehlern und Defiziten – einer

Kultur, in der diese Themen als Antrieb für Verbesserungen

verstanden werden – einer konstruktiven

Fehlerkultur!

CIRS - ein Instrument, Defizite sichtbar und systematisch

bearbeitbar zu machen - ist zwar noch

kein Nachweis, dass dadurch die Sicherheit besser

wurde, trotzdem aber ein wichtiges Werkzeug

zum Aufbau einer Fehlerkultur. Die Nutzung

und Anwendung von CIRS ist ein wesentlicher

Indikator zur Entwicklung dieser Kultur.

Am 1. Februar 2011 wurde im LKH Feldbach

mit der Implementierung eines solchen CIRS

(Critical Incident Reporting System; anonymes

Fehlermeldesystems für „kritische Ereignisse“

bzw. „Beinahefehler“) begonnen. Anonym und

freiwillig abgegebene Meldungen werden von

geschulten „Reviewern“ analysiert und daraus

Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, um Patientensicherheit

zu erhöhen und mögliche Risiken

zu minimieren. Jetzt, zwei Jahre danach, ziehen

wir Bilanz und stellen unseren Hoffnungen

von damals die Ergebnisse von heute gegenüber.

Die Ausgangslage für die Implementierung des

CIRS stellte das damals im LKH Feldbach noch

eher „jungfräuliche“ KAGes-weite systematische

Klinische Risikomanagementsystem dar.

Nach der Pilotphase im Jahr 2011 zeigte sich

rasch, dass die Mitarbeiter den Nutzen von CIRS

erkannt hatten und bereit waren, aktiv an einer

Erhöhung und Verbesserung der Fehlerkultur

zu arbeiten. Immerhin wurden bereits 212 Vorfälle

freiwillig eingegeben. 2012 waren es 115

CIRS-Meldungen, die von den Bediensteten des

Krankenhauses Feldbach in das elektronische

Meldesystem R2C_CIRS eingegeben wurden.

Erfreulich ist dabei, dass sich die Anzahl von „namentlichen“

Meldungen, also jener Meldungen,

in denen die Mitarbeiter freiwillig ihren Namen

bekannt gaben, stetig erhöhte. Betroffene Mitarbeiter

trauen sich über Beinahefehler offen

und ohne Angst vor Sanktionen zu sprechen. Ziel

einer CIRS-Meldung ist es, ein Wiederauftreten

des kritischen Ereignisses zu verhindern.

In zehn Reviewteam-Sitzungen wurden die Meldungen

analysiert, bewertet und die Maßnahmenplanung

eingeleitet. Dank der namentlichen

Nennung konnte bei der Maßnahmenplanung

auf die Expertise der meldenden Mitarbeiter zurückgegriffen

werden.

Information und Kommunikation sind ein wichtiger

Punkt. Dadurch, dass CIRS-Meldungen in

diversen Besprechungen (Anstaltsleitungssitzung,

Stationsschwesternbesprechung, Teamsitzung,…)

konstruktiv behandelt werden, wird

das Bewusstsein aller Mitarbeiter geschärft.

Risikoeigner (Führungskräfte der Linienorganisation)

sind durch CIRS ständig im Prozess zur

Verbesserung der Patienten- bzw. Mitarbeitersicherheit

eingebunden.

Die WHO (World Health Organisation) definiert

in einer Guideline u. a. folgende Charakteristika

für ein erfolgreiches Meldesystem:

• Sanktionsfreiheit

• Anonymität

• Unabhängigkeit des Systems

(von Autoritäten)

• Expertenanalyse (Reviewteam)

• Zeitnahe Bearbeitung der Meldungen

• Systemorientiertheit (Empfehlungen orientieren

sich an Veränderungen betreffend

System, Prozesse und Produkte, anstatt an

einzelnen Handlungen)

• Reaktion (Umsetzung von Maßnahmen)

Jahresübersicht 2012

30

25

20

15

10

5

0

15

11

Menschen helfen Menschen

5

7

26

Jänner

Jänner

März

April

Mai

10

5 6

Orientieren wir uns an diesen Punkten, können

wir stolz von einer erfolgreichen Implementierung

des CIRS im Krankenaus Feldbach – und in

Kürze auch im Krankenhaus Fürstenfeld – sprechen.

Die steigenden Zahlen zu eingegebenen

Vorfällen und daraus abgeleiteten Maßnahmen

sind Indikatoren dafür, dass die Entwicklung einer

offenen Fehlerkultur sehr gut voranschreitet.

Wir danken den Mitarbeitern für ihren Einsatz,

ihre Offenheit und bitten sie, auch weiterhin an

dieser konstruktiven Fehlerkultur teilzuhaben.

Wir danken aber auch den Führungskräften

(Risikoeignern) für ihren konstruktiven Umgang

mit Meldungen und dafür, dass das Wort „Sanktionsfreiheit“

nicht nur ein Schlagwort ist, sondern

auch gelebt wird.

12

Juni

Juli

August

September

Oktober

Mag. (FH) Bettina Guttmann,

LKH Feldbach-Fürstenfeld

bettina.guttmann@lkh-feldbach.at

9 8

Ursula Sprincnik, MBA,

KAGes-Management / RR

ursula.sprincnik@kages.at

1

November

Dezember

CIRS Meldungen

© Sprincnik © Guttmann

© KAGes

25


PERSONAL

QUALITÄT

Strengere Vorgaben für „Schönheits-OPs“

Neues Gesetz für mehr Patientensicherheit

Mit Inkrafttreten des Ästhetischen Operationen-

Gesetzes (ÄsthOpG) am 1. Jänner 2013 wurde

dem schon länger bestehenden politischen

Wunsch, Schönheitsoperationen einem strengeren

Regime zu unterwerfen, Rechnung getragen.

Das wesentliche Ziel des ÄsthOpG

liegt in der Steigerung der Patientensicherheit

und dem Schutz vor Komplikationen und unerwünschten

Folgen durch gesetzlich normierte

Qualitätssicherungsmaßnahmen. Das bringt

nicht nur für den niedergelassenen Bereich,

sondern auch für den Bereich der Krankenanstalten

weitgehende Konsequenzen mit sich.

Der Begriff der ästhetischen

Operation und Behandlung

Als „Ästhetische Operationen“ bzw. „ästhetische

Eingriffe“ sind operativ-chirurgische Eingriffe

bzw. sonstige Behandlungen (etwa durch

Arzneimittel oder minimalinvasive Methoden)

zur Herbeiführung einer subjektiv wahrgenommenen

Verbesserung des optischen Aussehens

oder der Verschönerung des menschlichen Körpers

ohne medizinische Indikation. Liegt eine

medizinische Indikation zur Durchführung des

Eingriffs bzw. der Behandlung vor, findet das

ÄsthOpG keine Anwendung. Als wesentliches

– wenn auch nicht einziges – Indiz für die Abgrenzung

zwischen ästhetischer und medizinisch

notwendiger Behandlung kann dabei die

Kostenerstattungspflicht der Sozialversicherung

herangezogen werden. Beispielhaft für

„ästhetische Operationen“ sind Brustvergrößerungen,

Facelift, die Korrektur abstehender

Ohren und Fettabsaugungen, für „ästhetische

Behandlungen“ Laserpeeling, Faltenlasering

oder die Injizierung von Botulinumtoxin zu

nennen. Hingegen fallen die Tätigkeiten des

Tätowierens und Piercens nicht darunter und

bleiben damit weiterhin dem Regelungsregime

der Gewerbeordnung (GewO) unterworfen.

Ärztevorbehalt

Die Durchführung ästhetischer Operationen

ist vorwiegend Fachärzten für plastische,

ästhetische und rekonstruktive Chirurgie

sowie jenen Fachrichtungen, welche kraft

Verordnung der Österreichischen Ärztekammer

(ÖAK) dazu berechtigt sind, vorbehalten.

Allgemeinmedizinern ist die Durchführung

nur dann erlaubt, wenn sie hinsichtlich

eines bestimmten Eingriffs über die Anerkennung

der ÖAK verfügen. Sonderregelungen

gelten insbesondere für Turnusärzte im

Rahmen der Ausbildung. Sonstigen Ärzten

ist die Durchführung ästhetischer Operationen

verboten.

Literaturempfehlung:

Hauser/Stock, Kommentar ÄsthOpG (2013).

Weiters ist im Sinn der Qualitätssicherung eine

fachspezifische Fortbildungspflicht vorgesehen

und die Patienten sind darüber zu informieren.

Strenge Anforderungen an die ärztliche

Aufklärung und Dokumentation

Äußerst strenge Anforderungen stellt das Ästh-

OpG an die ärztliche Aufklärung für ästhetische

Operationen, die sowohl in mündlicher als auch

in schriftlicher Form erfolgen muss. Die Aufklärung

hat folgende Inhalte zu umfassen:

• Methode des Eingriffs;

• Wesen, Bedeutung und Tragweite

des Eingriffs;

• im Rahmen des Eingriffs verwendete Arzneimittel

und deren Nebenwirkungen sowie

Medizinprodukte einschließlich Implantate

26 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


QuaLITÄT

und deren Funktionsfähigkeit und Lebensdauer;

• alternative Behandlungsmethoden;

• das in Aussicht gestellte Ergebnis des Eingriffs

und mögliche Abweichungen;

• mit dem Eingriff verbundene Unannehmlichkeiten,

mögliche Folgen, wie Narbenbildung

und Komplikationen einschließlich

der Beeinträchtigung von Organfunktionen,

sowie deren Behandlungsmöglichkeiten

allenfalls unter Zuhilfenahme von beispielhaften

Fotografien;

• die erforderliche Nachbehandlung einschließlich

der voraussichtlichen Dauer der

Arbeitsunfähigkeit und mögliche Spätfolgen,

allfällig erforderliche Nachfolgeoperationen

mit dem Hinweis, dass diese Unfähigkeit

der Arbeitsaufnahme als keine

Arbeitsunfähigkeit im sozialversicherungs-

und arbeitsrechtlichen Sinn gelten

könnte;

• sämtliche bekannte Gefahren des Eingriffs;

• sämtliche mit dem Eingriff in Zusammenhang

stehende Kosten einschließlich zu

erwartender Folgekosten (auf Verlangen

des Patienten oder unter der Voraussetzung,

dass gewisse Kosten überschritten

werden, hat dies in Form eines schriftlichen

Kostenplans zu erfolgen).

Ein Aufklärungsverzicht durch den Patienten

ist unzulässig. Zwischen erfolgter Aufklärung

und Durchführung des Eingriffs muss

eine Wartefrist von mindestens 14 Tagen

eingehalten werden.

Die Dokumentation der Aufklärung soll in gut

lesbarer Form erfolgen und es muss außerdem

auch eine Fotodokumentation über den

Status vor dem geplanten Eingriff und das

Ergebnis des durchgeführten Eingriffs angelegt

werden.

Altersbeschränkung – keine „Schönheitsoperationen“

für unter 16-jährige

Die Durchführung ästhetischer Operationen und

Behandlungen an Personen, die das 16. Lebensjahr

noch nicht vollendet haben, ist unzulässig.

Für jene, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet

haben, ist neben einer Einwilligung des

Patienten auch die Einwilligung des Erziehungsberechtigten

nach einer umfassenden ärztlichen

Aufklärung erforderlich. Zusätzlich muss vor der

Durchführung einer ästhetischen Operation eine

Abklärung allfälliger psychischer Störungen und

eine psychologische oder psychiatrische Beratung

erfolgen. Falls eine krankheitswertige psychische

Störung vorliegt, ist die Durchführung

einer ästhetischen Operation dann unzulässig,

wenn der Wunsch nach dem Eingriff eine Folge

dieser Störung ist. Weitergehende Reglementierungen

gelten für geistig behinderte und psychisch

kranke Personen.

Operationspass

Zur Steigerung der Patientensicherheit und aus

Gründen der Qualitätssicherung ist ein Operationspass

anzulegen, welcher sowohl die Information

des Patienten als auch den Informationsfluss

zum (Nach-)Behandler sicherstellen soll.

Werbebeschränkung und

Provisionsverbot

Für ästhetische Operationen und Behandlungen

bestehen weitgehende Werbebeschränkungen.

Es darf nicht mit diskriminierenden, unsachlichen,

unwahren oder das Standesansehen beeinträchtigenden

Reklamen einschließlich Selbstanpreisung

geworben werden. Des Weiteren besteht

ein Provisionsverbot für die Zuweisung von Patienten.

Meldepflicht bei

unerwünschten Ereignissen

Sofern sich für nachbehandelnde Ärzte der Verdacht

ergibt, dass es aufgrund einer fehlerhaft

durchgeführten ästhetischen Operation oder

Behandlung zu einer Erkrankung oder sonstigen

Komplikationen gekommen ist, haben diese den

Krankenversicherungsträger zum Zwecke der Prüfung

eines allfälligen Regressanspruchs darüber

in Kenntnis zu setzen.

Zusammenfassung und Ausblick

Während Fragestellungen zur ärztlichen Dokumentations-

und Aufklärungspflicht in den letzten

Jahren die Judikatur beherrschten, spiegelt das

ÄsthOpG den Trend wider, das ärztliche Handeln

verstärkt zu positivieren. Inwieweit das Ziel der

Qualitätssicherung, einhergehend mit einer Erhöhung

der Patientensicherheit dadurch erreicht

werden kann, bleibt abzuwarten.

Mag. Oliver Neuper,

KAGes-Management /

Recht und Risikomanagement

recht@kages.at

© Neuper

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Juni 2013

Menschen helfen Menschen

27


INFRASTRUKTUR

MED CAMPUS schreitet voran

Neuer Stadtteil im Stiftingtal attraktiviert Bezirk Ries

© Paul Ott

© Riegler-Riewe Architekten ZT-GmbH

Im Jahr 2004 wurde die Med Uni Graz als

eigenständige Universität gegründet. Durch

die Errichtung des MED CAMPUS kommt die

Universität künftig unter ein Dach. Die Klinischen

und Nicht-Klinischen Bereiche der jungen

Universität werden auf diese Weise auch

räumlich zusammengeführt. Momentan sind

nahezu alle Nicht-Klinischen Institute und

administrativen Einrichtungen, in großteils

sanierungsbedürftigen Gebäuden, disloziert

über mehrere Stadtbezirke verstreut. Durch

die Errichtung des MED CAMPUS und die

Zusammenführung der Einrichtung wird die

Kommunikation gefördert, die Forschungsund

Lehrtätigkeit organisatorisch vereinfacht

und qualitativ verbessert. Der MED CAMPUS

wird ein Ort der Profil- und Schwerpunktbildung

in der Lehre und Forschung, über die

strukturellen Grenzen hinweg, werden. Im

Endausbau bietet der MED CAMPUS 840 Arbeitsplätze

auf einer Gesamtnutzfläche von

38.000 m², Lehrflächen für 1.200 Studierende

der Human- und Zahnmedizin sowie der Pflegewissenschaft

und mit Mensa, Veranstaltungsraum

und Freiflächen die Infrastruktur

für 4.300 Studierende.

Im Rahmen des umfassenden Verkehrskonzepts,

mit dem der MED CAMPUS ab 2016 erschlossen

wird, wird derzeit bereits die erste

Brücke über den Stiftingbach, der den Zugang

zum Campus-Areal ermöglicht, errichtet. Als

weitere Maßnahme wird die Straßenbahnlinie

7 bis zur neuen Zahnklinik verlängert und

der Riesplatz neu gestaltet. Das markante Gebäude

ist getragen von zahlreichen umweltrelevanten

und energetischen Überlegungen.

Die machen das Gebäude auch in baulicher

Hinsicht zu einem höchst bemerkenswerten

Projekt. Neben dem nachhaltigen Gebäudekonzept

hat vor allem die Stadtteilentwicklung

um den neuen MED CAMPUS einen hohen

Stellenwert.

Die Ausführungsplanung ist bereits voll im

Gang. Noch im heurigen Sommer wird mit

dem Rohbau des ersten der beiden Bau-Module

begonnen. Die Fertigstellung für das Modul

1 des MED CAMPUS ist für 2016 geplant.

Bauherr ist die Bundesimmobiliengesellschaft

m.b.H., Generalplaner das Grazer

Architektenbüro Riegler-Riewe. Für Interessierte

wurde die MED CAMPUS Info eingerichtet.

Zu folgenden Terminen steht das

MED CAMPUS-Team gerne für

Fragen zur Verfügung:

3. Juli, 11. September, 6. November

Uhrzeit: 17.00 bis 18.00 Uhr

Treffpunkt:

MED CAMPUS Musterfassade

auf der Tiefgaragenplatte

Zentrum für Wissens- und Technologietransfer

bis Ende 2013 fertig

Bereits weit fortgeschritten ist der Bau am

„Zentrum für Wissens- und Technologietransfer

in der Medizin“ (ZWT), das von der Med

Uni Graz und der Steirischen Wirtschaftsförderung

(SFG) errichtet wird. Das ZWT mit

seinen 10.000 m² Labor- und Büroflächen für

Forschungseinrichtungen, Spin-offs und Firmenansiedelungen

ist das erste österreichische

Technologie- und Forschungszentrum,

das baulich und organisatorisch vollständig

in einen Universitätscampus integriert ist.

Als erster Bauabschnitt des MED CAMPUS

soll es bis Ende 2013 fertiggestellt sein. Die

Errichtungskosten betragen rund 23 Millionen

Euro. Das ZWT bietet sowohl der „Health

Tech“, als auch der „Life Sciences“ ein ideales

unternehmerisches und wissenschaftliches

Umfeld. Den Mietern aus der Wirtschaft

stehen rund 4.000 m² zur Verfügung. Diese

bieten optimale Voraussetzungen für zukunftsträchtiges

Arbeiten. 55 Prozent werden von

Büros eingenommen, 40 Prozent sind als Laborflächen

vorgesehen, der Rest sind Besprechungsräume,

Café und mehr.

Einer der Kernpunkte des ZWT wird zweifellos

die Biobank Graz, in der mit Hilfe eines

hochmodernen Lagersystems der Zugriff auf

mehr als fünf Millionen biologische Proben

möglich sein wird. Der Bedarf an Proben hat

sich durch geänderte Krankheitsbilder stark

erhöht. Ohne eine moderne Biobank ist personalisierte

Medizin nicht mehr möglich. Mit

der Speicherung von Zellen, DNA-Material,

Blut- und Gewebeproben wird die Basis für

viele Forschungszweige geschaffen.

Univ. Prof. Dr. Hellmut Samonigg,

Medizinische Universität Graz

hellmut.samonigg@medunigraz.at

28 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


INFRASTRUKTUR

„Welt der Kinder“

Gemeinsame Kinderbetreuungseinrichtung von KAGes und MUG

Schreiben Sie uns!

Im Bereich östlich der Stiftingtalstraße ist derzeit

die Umsetzung des MED CAMPUS Modul 1

in Durchführung. Voraussetzung dafür ist unter

anderem die Baufreimachung des Grundstückes

des derzeitigen Standortes des KAGes Kindergartens.

Durch die Verlegung des bestehenden

KAGes Kindergartens wurden Überlegungen

bezüglich Synergieeffekten zwischen KAGes

und Medizinischer Universität (MUG) laut. Herausgekommen

ist eine gemeinsame Kinderbetreuungseinrichtung

für KAGes und MUG, die im

Bereich Stiftingtalstraße/Hahnhofweg realisiert

wird.

Die Inanspruchnahme des Grundstücks der

MUG wird durch entsprechende Baurechtsverträge

geregelt. Ein Abwicklungsvertrag regelt

des weiteren den Ablauf der Planung und der

Ausführung. Die Projektleitung für die gesamte

Kinderbetreuungseinrichtung wird durch das

TDZ wahrgenommen. In der ersten Bauphase

werden die Module 1 und 1A umgesetzt. Das

Modul 2 kann optional in einer zweiten Bauphase

errichtet werden.

Im Modul 1+1A werden für die Mitarbeiter

der KAGes vier Kindergartengruppen und eine

Kinderkrippengruppe mit den dazugehörigen

Nebenräumen errichtet. Für die Mitarbeiter der

MUG werden eine Kindergartengruppe, eine

Kinderkrippengruppe, eine alterserweiterte

Gruppe sowie zwei Kleingruppen mit Betriebstagesmüttern

inklusive den dazugehörigen Nebenräumen

realisiert. Zur Schaffung größtmöglicher

Betriebsökonomie für beide Teile wird ein

gemeinsamer synergetischer Bereich geschaffen,

mit einem gemeinsamen Eingangsbereich

und einer Halle für Veranstaltungen.

Die topografische Situation des Hanggrundstücks

wird genutzt, um das eingeschossige

Gebäude aus der Landschaft heraus zu entwickeln.

Lediglich zur Stiftingtalstraße hin wird ein

eineinhalb geschossiges Gebäude im Freiraum

sichtbar. Unter einem perforierten und begrünten

Dach werden alle Volumina als feinstrukturierte

Raumgruppen positioniert. Es gibt einen

gemeinsamen Zugang, im Inneren des Gebäudes

herrscht eine gute und klare Orientierung.

Im östlichen Bereich befindet sich die Kinderbetreuungseinheit

der KAGes, im westlichen

Bereich die Kinderbetreuungseinheit der MUG.

Die einzelnen Gruppen und Funktionen werden

entlang einer umlaufenden Erschließungszone

aneinander gereiht. Die Einheiten selbst sind

klar und einfach den funktionalen Anforderungen

entsprechend organisiert. Ihre Stellung zueinander,

die jeweilige Position unter dem Dach

und die dazugehörenden Öffnungen schaffen

vielfältige Raumangebote und abwechslungsreiche

Blickbeziehungen.

Die bewusst gesetzten Öffnungen im Dach

schaffen durch den Wechsel von gedeckten

und offenen Bereichen die für die Funktion gewünschte

Variabilität und die Verweildauer der

Kinder im Freien kann um ein Vielfaches verlängert

werden. Die Maßstäblichkeit ist auf Kleinkinder

abgestimmt. Die Freiräume sind übersichtlich

und gut dimensioniert. Aber auch der

Außenraum will erobert werden und so gelangt

man nach Norden hin zur naturnahe gestalteten

Freifläche am Hang. Die auf den ersten Blick hermetisch

wirkende Anlage wird durch die Innere

Gestaltung ins Gegenteil verkehrt und als eigene

„Welt der Kinder“ erlebbar gemacht.

Projektleitung/Planung:

Projektleitung/Ausführung:

Haustechnik:

Elektrotechnik:

DI Claudia Klar,

KAGes-Services /TDZ

claudia.klar@kages.at

DI Claudia Klar

Josef Meier

Ing. Christian Sixt, MSc

Ing. Christian Kogler

i

Ihr G´sund

© KAGes

Nicht zuletzt dank Ihres Interesses, Ihrer Unterstützung und Aktivitäten hat G’sund sich von seinem Inhalt her in den letzten Jahren

beachtlich erweitert. Das freut uns natürlich und wir möchten uns dafür herzlich bedanken. Wir ersuchen Sie, uns auch weiterhin mit

Vorschlägen, Ideen und Leserbriefen zu „versorgen“. Insbesondere freuen wir uns über Ausflugstipps von Ihnen! Natürlich können wir

nicht immer sofort alles und im gewünschten Umfang unterbringen, doch Sie können versichert sein: Es geht nichts verloren.

Ihre G’sund-Redaktion

Auf einem Briefkuvert bitte folgenden Text: An die G’sund-Redaktion, Stiftingtalstraße 4–6, A-8036 Graz, Postfach 6

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

29


Infrastruktur

Sechs Jahre Sonderklassecontrolling

Positive Entwicklung der Kennzahlen

Um eine Optimierung des Verrechnungsprozesses

zu erreichen und zukünftig potenzielle Fehlerquellen

früher erkennen zu können, wurde

vor sechs Jahren das Sonderklassecontrolling

(SKLCO) eingeführt. Das Ziel war der Aufbau

eines operativen Sonderklassecontrolling-Instrumentes,

das das Erkennen von Trends und

Abweichungen nachvollziehbar macht und für

alle LKH die gleichen Prüfroutine bzw. Controllingmechanismen

verbindlich zur Verfügung

stellt.Neben den Abweichungsanalysen für

die Auslastung und Verweildauer im Bereich

der Sonderklasse wurden auch drei weitere

Zeiträume (Entlassung - Leistungserfassung,

Entlassung - Rechnungslegung, Rechnungslegung

- Zahlungseingang) definiert, in denen die

entsprechend vorgegebenen Zeitintervalle (14

Tage, 28 Tage, 35 Tage) sowohl in der Anzahl als

auch wertmäßig einen festgelegten Prozentsatz

am Gesamtbetrag nicht überschreiten sollen.

Den Anstaltsleitungen ist somit die Möglichkeit

gegeben, bei Vorliegen von Abweichungen

geeignete Maßnahmen zu ergreifen und diese

weiterzuverfolgen.

Aufnahme

SKL-Patient

Leistungserbringung

Entlassung

14 Tage

Leistungserfassung

28 Tage

Rechnungslegung

Seit der Einführung im Jahre 2007 zeigen die

entsprechenden Zeitreihen der jeweiligen Kennzahlen

im KAGes-Schnitt jedenfalls durchwegs

positive Entwicklungen. Beispielhaft seien hier

die Abrechnungsberichte erwähnt, wobei die

folgenden Grafiken den positiven Verlauf hinsichtlich

fristgerechter Rechnungslegungen

sowie Zahlungen der Privaten Krankenversicherungen

(PKV) zeigen. Wurden im Jahre 2007

noch Rechnungen im Gesamtbetrag von 16,6

Mio. Euro nicht fristgerecht (somit nach 28 Tagen)

gelegt, waren es im Jahre 2012 nur mehr

1,0 Mio. Euro bzw. 1,77%. Das ist eine Ergebnisverbesserung

von 15,6 Mio. Euro.

Bei den fristüberschreitenden Zahlungseingängen

von den PKV verbesserte sich das Ergebnis

von 2007 bis 2012 um 16,7 Mio. Euro. Erfolgten

2007 noch Zahlungseingänge nach 35 Tagen in

Gesamthöhe von 22,8 Mio. Euro, so verringerte

sich diese bis zum Jahre 2012 auf 6,1 Mio.

Euro respektive die in der Grafik angeführten

35 Tage

Zahlung durch

Kostenträger

Zahlungseingang

Übernahme

in Honorarverteilung

Abweichungen

(Anzahl / Wert)

5% / 5 %

15% / 15 %

15% / 20 %

Auszahlung

der Sondergebühren

}

Stellungnahme

11,37%. Wir möchten uns daher auf diesem

Wege bei den zuständigen Kollegen für ihr Engagement

im Bereich des SKLCO bedanken und

die LKH sind weiterhin eigenladen, jederzeit

Feedback und Verbesserungsvorschläge an die

Organisationseinheit Planung und Controlling

zu übermitteln.

Wolfgang Meditz,

KAGes-Management /

Planung und Controlling

wolfgang.meditz@kages.at

© KAGes

Entwicklung des betragsmäßigen Rechnungsanteiles, bei

dem die Rechnungslegungsfrist überschritten wurde.

( 1.1.2007 - 31.12.2012, alle LKH der KAGes)

Entwicklung des betragsmäßigen Rechnungsanteiles, bei

dem die Zahlungsfrist überschritten wurde.

( 1.1.2007 - 31.12.2012, alle LKH der KAGes)

40 %

30 %

25 %

20 %

15 %

10 %

5 %

0 %

30,71 %

12,80 %

12,23 %

8,27 %

2,53 %

1,77 %

2007 2008 2009 2010 2011 2012

© KAGes

40 %

30 %

25 %

20 %

15 %

10 %

5 %

0 %

42,23 %

31,84 %

23,84 %

16.96%

13,88 %

11,37 %

2007 2008 2009 2010 2011 2012

© KAGes

„Entlassung bis Rechnungslegung“ - Fristüberschreitung ab 29. Tag. „Rechnungslegung bis Zahlungseingang“ -

Fristüberschreitung ab 36. Tag.

Der „Ausreißer“ des Jahres 2011 resultiert aus der in diesem Jahr längeren

Abrechnungssperre am Jahresbeginn aufgrund der Umstellung auf neue

Tarife.

30 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


INFRASTRUKTUR

Die KAGes steigt in die Social Media-Welt ein

Ab Juni auf Facebook und Google+

Über 2,8 Millionen User tummeln sich allein

in Österreich auf Facebook. Weltweit sind es

rund eine Milliarde. Auch Google+, das vor

allem in Fachkreisen sehr geschätzt wird,

verzeichnet starke Zuwächse. Ab Juni ist

auch die KAGes mit eigenen Portalen auf den

beiden Netzwerken präsent (www.facebook.

com/kagesstmk).

„Durch die neuen Portale wollen wir uns abseits

kühler Informationen und Zahlen präsentieren

und stellen unsere Mitarbeiter in

den Vordergrund. Darüber hinaus bieten wir

unseren Patienten, Besuchern, Partnern und

Mitarbeitern eine zeitgemäße Informationsund

Kommunikationsplattform im Gesundheitsbereich“,

fasst Reinhard Marczik,

Leiter der OE Unternehmenskommunikation,

die Bemühungen hinter dem

Social Media-Engagement zusammen.

Geboten wird ein bunter Mix rund um

das Thema Gesundheit mit Berichten

über außergewöhnliche Leistungen

und Projekte, neue Behandlungsverfahren

sowie spannende Forschungsergebnisse

der KAGes-Mitarbeiter. Dazu

kommen natürlich noch allgemeine Neuigkeiten

aus der KAGes wie etwa Kurzbeiträge

über Bau- und Sanierungsprojekte, über die

Highlights der jährlichen Geburtenstatistik

sowie die neuesten technischen Errungenschaften

in den Spitälern.

Bei der Rubrik „Expertentipps“ erhofft sich

die Redaktion Hilfe aus der Kollegenschaft.

Dabei können Ärzte und andere medizinische

Fachkräfte ihr Know-how mit den Portalbesuchern

teilen, wie etwa durch saisonale

Gesundheitstipps. Auch bei den Weltgesundheitstagen

sind die Spezialisten der

entsprechenden Fachrichtungen gefragt. In

einer weiteren Beitragsserie sollen Ernährungstipps

und gesunde Rezepte präsentiert

werden.

Ganz im Sinne der „Sozialen

Medien“ steht

aber nicht nur die

Information,

sondern

auch der

Dialog

mit

den Besuchern

im Mittelpunkt der neuen KAGes-Onlineportale.

Kommentare und Anregungen sind erwünscht,

umgekehrt wird versucht, Fragen

und Unklarheiten schnell zu beantworten.

Doch damit nicht genug: Knapp ein Monat

nach dem Start der allgemeinen Facebookund

Google+-Seiten wird ein eigenes Facebook-Portal

für Medizinstudenten und Auszubildende

in anderen Gesundheitsberufen

folgen. Auch hier bittet die Redaktion noch

um Unterstützung: Gesucht werden junge

Ärzte, die sich bereit erklären, Interessierten

einen Einblick in ihren Berufsalltag zu

gewähren und die Fragen der Studenten

bestmöglich zu beantworten. Ganz nach dem

Motto der Social Media-Welt: Mitmachen

ist alles!

© fotolia

Mag. (FH) Christian Resch,

KAGes-Management /

Unternehmenskommunikation

Christian.Resch2@kages.at

KAGes-Pressespiegel für Mitarbeiter

Im Intranet nachlesen, was sich in den Medien tut

Seit Anfang April ist der KAGes-Pressespiegel

auf der Intranetseite freigeschalten. Er

wird täglich von Montag bis Freitag von der

Organisationseinheit Unternehmenskommunikation

erstellt.

Im Pressespiegel finden sich neue wissenschaftliche

Erkenntnisse aus den Bereichen

Medizin und Pflege, Entwicklungen

im Bereich des Gesundheitsmanagements,

Berichte über die Gesundheitspolitik aus

Österreich und der ganzen Welt sowie Beiträge

über die Mitarbeiter der KAGes und

der Medizinischen Universität Graz.

Bisher wurden diese Meldungen via E-Mail

verschickt. Durch die große Nachfrage

wurde nun der Pressespiegel für alle Mitarbeiter

zugänglich. Zu finden ist er im

KAGes-Unternehmensportal (http://intra.

kages.at) über den Quicklink „Pressespiegel“.

Neben den aktuellen News sind dort

auch die Tagespressespiegel der letzten 14

Tage aufrufbar.

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

31


Panorama

Häufige IT-Fragen

Die KAGes IT Profis

stehen Rede und Antwort

ERSTEINSTIEG

Wie kommt man zu einem eigenen

Benutzereinstieg für openMEDOCS?

Bei der Einstellung werden Sie vermutlich bereits

den Benutzereinstieg für openMEDOCS

erhalten haben. Dieser muss vollständig ausgefüllt

und von Ihnen UND vom jeweiligen

Dienststellenleiter unterschrieben an uns gefaxt

werden. Wichtig dabei ist die Angabe Ihrer

Personalzahl und des vollständigen Namens/

MEDOCS-Benutzernamens, der bereits einen

Benutzereinstieg mit den für Sie notwendigen

Berechtigungen besitzt. Spätestens nach drei

Werktagen sollten Sie den Zugang erhalten.

TERMINAL-SERVER

Am Terminalserver fehlen in der

Taskleiste die Symbole für „:Trennen“

(rotes X) bzw. „Abmelden“ (gelbe

Pause) - wie kann ich hier die Terminalserversitzung

beenden/trennen?

Die Lokale Windows-Taskleiste ist immer

im Vordergrund und überdeckt die Taskleiste

des Terminalservers. Drücken Sie die Tasten

STRG+F1 gleichzeitig. Nun wird die Taskleiste

des lokalen PCs angezeigt. Klicken Sie mit der

rechten Maustaste auf START - Eigenschaften

- Im Register „Taskleiste“ nehmen Sie das

Häkchen von „Taskleiste immer im Vordergrund

halten“ weg. Nun können Sie wieder in die Terminalserver-Sitzung

wechseln, indem Sie auf

den Task „openMEDOCS“ klicken und sollten die

gewohnte Darstellung wieder vorfinden.

STATIONSWECHSEL

Ich habe die Station gewechselt und

benötige andere Berechtigungen, was

ist zu tun?

Hier ist der Benutzerantrag für openMEDOCS auszufüllen,

allerdings ist hier nicht die Neuanlage anzuhaken,

sondern die Änderung. Auch gilt folgende

Voraussetzung für die entsprechende Berechtigungsänderung:

Wichtig dabei ist die Angabe

der Personalzahl und des vollständigen Namen/

MEDOCS-Benutzernamens des Mitarbeiters, der

bereits einen Benutzereinstieg mit den notwendigen

Berechtigungen besitzt. Spätestens nach drei

Werktagen sollten Sie den Zugang erhalten. Sollten

Sie die alten Berechtigungen zusätzlich weiterhin

benötigen, vermerken Sie dies im Anmerkungsfeld.

Der Benutzername und das Kennwort werden

von uns NICHT geändert.

Faszination VIETNAM

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Begleitete Rundreise in einem Land voller Stille und Magie

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„Erleben Sie mit mir gemeinsam die Vielfalt Vietnams: wunderschöne Landschaften

wie die Halong-Bucht, ein UNESCO-Weltnaturerbe, kulturelle Schätze wie die kaiserliche

Zitadelle in Hue und im Gegensatz dazu die lebhaften Städte Hanoi und Ho Chi

Minh-Stadt. Ein weiterer Höhepunkt ist auch die Besichtigung des Tunnelsystems Cu

Chi in dem sich die kommunistischen Vietcong-Anhänger im Vietnamkrieg versteckt

hielten.“

• 10-tägige Rundreise inkl. Flug und Taxen

• Unterkunft in Hotels der guten Mittelklasse,

sowie auf einer Dschunke in der Halong Bucht

• Rundreise im modernen Reisebus

• Ausflüge lt. Programm

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Bann ziehen. Atemberaubende Landschaften, Zeugnisse jahrtausende alter

Kulturen, schier endlose Küsten, fruchtbare Deltas und bunte Märkte

warten darauf, entdeckt zu werden. Ein Land mit liebenswürdigen und

offenen Menschen und einer Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht,

erwartet Sie.

Vietnam hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der facettenreichsten

Destinationen des Fernen Ostens gewandelt. Neben der kolonialen

Atmosphäre der Städte wie der alten Kaiserstadt Hue oder der zum UNESO

Weltkulturerbe Altstadt von Hoians, beeindruckt vor allem das ländliche

Vietnam. Eine der bleibendsten Eindrücke der Reise vermittelt sicher der

Aufenthalt in der faszinierenden Halongbucht, eine der Hauptattraktionen.

Bei einer nostalgische Minikreuzfahrt auf einer Dschunke werden Sie in

Ihren Bann gezogen - die Stimmung und Lichtverhältnisse in der Bucht sind

überwältigend.

Das kommerzielle Herz Vietnams sind Hanoi, die Hauptstadt des Landes

und Ho Chi Minh Stadt, das ehemalige Saigon. Neben dem regen Alltagsleben

der Vietnamesen sind die Städte geprägt von französischer Kolonialarchitektur

mit über tausendjähriger Geschichte. Erleben Sie eines der

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32 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PANORAMA

Taiji Fächerkunst

Chinesische Kampfkunst am LKH Bruck

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

wurde unter der Leitung von Edmund

Piemeshofer ein „Taiji Fächerkunst“-Kurs abgehalten.

Edmund Piemeshofer beschäftigt sich

bereits seit 1991 mit chinesischen Kampfkünsten

und leitet seit 18 Jahren an der Volkshochschule

in Bruck an der Mur Kurse für Taiji und

Qigong. Während seiner Chinareisen trainierte

er mit Mönchen eines Schaolin-Klosters sowie

eines taoistischen Klosters in den heiligen Bergen

des Wudangebirges, wo ihm die taoistische

Philosophie näher gebracht wurde.

Die chinesische Kampfkunst ist mehrere tausend

Jahre alt, Bestandteil der traditionellen

chinesischen Kultur und ein wichtiges kulturelles

Erbe. Alle Formen des Yang- Stil- Taiji zählen

zu den sanften Formen des Taiji.

Diese Fächerform fördert die Gesundheit in

ganzheitlicher Betrachtung, stärkt Körper, Geist

und Seele und hilft ein Gleichgewicht zwischen

Ying und Yang zu erlangen. Durch das harmonische

Zusammenspiel von Bewegung und Ruhe

sowie von Öffnen und Schließen des Fächers

werden speziell Hände und Handgelenke trainiert.

Darüber hinaus werden die inneren Organe

massiert und gestärkt.

Während in den westlichen Ländern noch viele

die Verantwortung ihrer Gesundheit an den Arzt

delegieren, sind die Menschen in China davon

überzeugt, dass sie zur Erhaltung und Wiederherstellung

der Gesundheit selbst etwas

beitragen müssten. Mit den Fächer-Übungen

kehrt Ruhe und Wohlbefinden ein. Nach regelmäßigen

Wiederholungen konnte bei den Kursteilnehmern

eine deutliche Verbesserung der

Beweglichkeit, Koordination und des Gleichgewichtes

festgestellt werden.

Edmund Piemeshofer,

LKH Bruck

edmund.piemeshofer@lkh-bruck.at

Sportweltspiele

LKH Graz West - Team kämpft in Zagreb um Medaillen

Seit Beginn der Veranstaltungsreihe haben

Sportler aus fünfzig Ländern an den Sportweltspielen

teilgenommen, die jedes Jahr an einem

anderen Ort stattfinden. 2013 ist Zagreb vom

29. Juni bis 6. Juli die Austragungsstätte der 34.

Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit.

Zirka 2.000 Sportler werden in unterschiedlichen

Disziplinen teilnehmen. Der olympische

Gedanke des Fair Play und die Freundschaft

stehen dabei im Vordergrund. Die Sportler vom

LKH Graz West, die bereits in den Vorjahren in

Porec und Las Palmas mehrere Medaillen erringen

konnten, sind hoch motiviert und wollen

ihre Siege verteidigen. Der „Mannschaftskapitän“

Dr. Norbert Kaufmann, aktiver Triathlet

und Tennisspieler, freut sich auch über die Verstärkung

des Teams. Neben Anna Neuhauser

(Intensiv West), Heidrun Schwarzl (Apotheke

West) und Susanne Mayrhofer (Radiologie

West), werden auch Petra Maechler (Ärztin

im Rehabzentrum St.Radegund) und Thomas

Verdino (Apotheker der Casa medica) an den

Start gehen. Die Teilnehmer werden in vielen

Disziplinen im Einsatz sein.

Interessierte können sich auf den Homepages

www.medigames.com und www.sportweltspiele.de

genauer informieren. Für Anmeldungen

ist es noch nicht zu spät. Auch Begleitpersonen

sind willkommen und können in einer

eigenen Klasse aktiv teilnehmen.

© LKH Bruck

© LKH Graz West

Ihrem Wohlbefinden

zuliebe

Atmen

In den nächsten Ausgaben der Zeitschrift G‘sund

werden Sie in dieser Kolumne Hintergründe,

Tipps und Anregungen zu mehr Wohlbefinden

und Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag finden.

Unsere erste Ausgabe ist der Atmung gewidmet.

Pro Tag atmen Menschen im Ruhezustand etwa

15.000 Mal ein und aus. Atmen kann jedoch weit

mehr als bloß den Körper mit Sauerstoff versorgen.

Bewusste Atemübungen können helfen,

Körper und Geist zu entspannen. Die Atmung

hat auch die Funktion, alle inneren Vorgänge zu

rhythmisieren und harmonisieren. Aus der Sicht

der Chronobiologie steuert die Lunge die Organe

und deren Rhythmik und wirkt sich auf das Wohlbefinden

aus.

Im Gegensatz zum Herzschlag wird die Atmung

nicht nur über das vegetative Nervensystem gesteuert,

das unwillkürlich und unbewusst abläuft.

Wir können unsere Atmung zum Teil willentlich

kontrollieren; tiefer oder flacher atmen, schneller

oder langsamer. Angst, Stress, Aufregung,

aber auch Entspannung verändern unbewusst

die Atmung. Es ist unmöglich, gleichzeitig aufgeregt

zu sein und dennoch ruhig und gleichmäßig

zu atmen. Umgekehrt ist es allerdings möglich,

über die Atemweise die Körperfunktionen zu beeinflussen.

Atmet man schneller, wird der Körper

angespannt, der Herzrhythmus erhöht sich, die

Geistestätigkeit wird angeregt. Verlangsamen

und vertieft sich die Atmung, beruhigt sich der

Geist, der Körper wird entspannt, der Herzschlag

verlangsamt.

Durch eine ruhige, regelmäßige Atmung lässt

sich auch der Kortisolspiegel ausbalancieren, der

ein wesentlicher Regulationsfaktor in der Stressverarbeitung

ist.

Eine einfache aber ebenso wirksame Übung

ist, langsam bis sechs zählend auszuatmen und

ebenso lange wieder einzuatmen. Wenn diese

Übung für drei bis fünf Minuten gemacht wird,

stellt sich unmittelbar eine entspannende und

wohltuende Wirkung ein. Diese Übung kann man

z.B. während Gehwegen einbauen, indem einfach

für fünf bis sechs Schritte lang ausgeatmet

wird und für drei bis vier Schritte lang eingeatmet

wird. Je häufiger man sich bewusst für wenige

Minuten der Atmung widmet, desto eher steigert

sich das Wohlbefinden.

Klaus Landauf,

LSF Graz,

klaus.landauf@lsf-graz.at

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

33


PANORAMA

„Rund um die Niere“

Tag der offenen Tür an der Klin. Abteilung für Nephrologie am LKH-Univ. Klinikum Graz

Ein Leben ohne Niere ist nicht möglich – wie

lebenswichtig dieses Organ ist, bemerkt man

erst, wenn sich bereits ein Nierenleiden eingestellt

hat. In Österreich leiden rund 15 Prozent

der Bevölkerung an einer chronischen Niereninsuffizienz,

mit steigender Tendenz. Was

kann man selbst dazu beitragen, um seine

Nierengesundheit zu erhalten? Was sind

ihre Funktionen und worin besteht die Gefahr

einer Nierenerkrankung? Wussten Sie zum

Beispiel, dass „Mäuse an die Nieren gehen“?

Viele dieser Fragen wurden im Rahmen des

Weltnierentages an der Klinischen Abteilung

für Nephrologie am Klinikum bei einem Tag

der offenen Tür am 14.03.2013 ausführlich erörtert.

Die zahlreichen Besucher hatten nicht

nur die Gelegenheit, die gesamte Station zu

besichtigten, sondern auch Informationen

direkt von Fachärzten und Pflegepersonen

zu erhalten.

Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm

inklusive medizinischer Vorträge zu

Themen wie „Das akute Nierenversagen“,

„Das chronische Nierenversagen“ und

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. A. Rosenkranz (Leiter Klinische Abteilung für Nephrologie), DGKS G. Koch (Stationsleitung

Klinische Abteilung für Nephrologie), Univ.-Prof. Dr. S. Horn (Stv. Leiterin Klinische Abteilung

für Nephrologie), Pflegedirektorin DKKS C. Tax MSc und Rektor Univ.-Prof. Dr. J. Smolle.

„Hantavirus“, wurde auch ein besonderes

Augenmerk auf die Ernährung

gelegt – dementsprechend wurde den Besuchern

ein vielseitiges und zugleich nierenfreundliches

Buffet angeboten.

Mag. Judith Stelzl,

Stabsstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

© Tscherne

Auch spätabends und

am Wochenende für Sie geöffnet!

SPAR am Grazer Hauptbahnhof:

1 Stunde

GRATIS

parken!*

*in der Tiefgarage unter dem Hotel

IBIS bei einem Einkauf ab € 10,-

Montag – Freitag Samstag Sonntag

7 x in Graz & Graz-Umgebung

Ragnitzstraße 127: SPAR express bei der BP-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Kärntner Straße 366: SPAR express bei der Turmöl-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Triester Straße 459: SPAR bei der Hi5-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

SPAR am Hauptbahnhof (1 Stunde GRATIS parken*) 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Feldkirchen: SPAR am Flughafen Graz (30 Min. GRATIS parken) 5.30 – 21 Uhr 5.30 – 21 Uhr 5.30 – 21 Uhr

Windorf: SPAR bei der Hi5-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

St. Peter Hauptstr. 24: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

2 x im Bezirk Weiz

Großpesendorf: YES-Nahversorger 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Weiz: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

2 x im Bezirk Fürstenfeld

Autobahnabfahrt Ilz: SPAR bei PRORast Rath 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

Loipersdorf: SPAR bei PRORast Rath 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr

1 x im Bezirk Feldbach

Feldbach: SPAR express bei der Turmöl-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

1 x im Bezirk Radkersburg

Eichfeld: SPAR-Shop bei Tankstelle/Café Greiner 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

1 x im Bezirk Deutschlandsberg

Wettmannstätten: SPAR bei der Gegg-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

10 x in der Obersteiermark

Leoben: SPAR am Bahnhof 6 – 21 Uhr 6 – 21 Uhr 6 – 21 Uhr

Zeltweg: SPAR bei der M-Rast-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

Kapfenberg: SPAR bei der OIL-Tankstelle 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr 6 – 21 Uhr

Bruck/Mur: Bistro im EUROSPAR 6 – 19* Uhr 6 – 18 Uhr 6 – 12 Uhr

Bad Aussee: SPAR express bei der BP-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 7 – 21 Uhr

Schladming: SPAR express bei der BP-Tankstelle 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr 5 – 23 Uhr

Trautenfels: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr 0 – 24 Uhr

Liezen: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

Rottenmann: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

St. Marein i. M.: SPAR express bei der Shell-Tankstelle 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr 6 – 22 Uhr

*Freitag 6 - 19.30 Uhr

34 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PANORAMA

„Wenn die Hand nicht mehr will“

Beschwerden erkennen und behandeln

Mit interessanten Vorträgen zum Thema

„Wenn die Hand nicht mehr will“ starteten

auch heuer wieder die zweimal jährlich im LKH

Graz West stattfindenden Infoabende für Interessierte.

Der ärztliche Direktor, Prim. Dr. Heribert

Walch, begrüßte rund 120 Gäste. Unter

der Moderation von OA Dr. Dietrich Luze (LKH

Graz West) und Prim. Univ. Prof. Dr. Wolfgang

Grechenig (UKH) fanden zahlreiche interessante

Vorträge statt. Zu den Referenten zählten

OA Dr. Luze, OA Dr. Bauer (Abteilung Chirurgie)

und OA Dr. Raith (Abteilung Anästhesie). Mit

Prim. Univ. Prof. Dr. Grechenig (UKH) und OA Dr.

Waldert (Abteilung für Neurologie, LSF Graz)

konnten auch zwei Gastreferenten für den Infoabend

gewonnen werden. Zu den spannenden

Themen gehörten die Weichteilchirurgie der

Hand sowie ihre anatomische Beschaffenheit

und die Möglichkeiten der Regionalanästhesie

und Schmerztherapie. In einer anschließenden

Podiumsdiskussion wurden Fragen aus dem

Publikum beantwortet.

© LKH Graz West

Kindertag im LKH Graz West

„Mama, Papa, was machst Du den ganzen Tag?“

Am 19. März wurde zum zweiten Mal der

„Kindertag“ im LKH Graz West veranstaltet.

Die Kinder der Mitarbeiter im Alter von drei

bis zwölf Jahren wurden eingeladen, sich ein

Bild darüber zu machen, wo ihre Mamis und

Papis arbeiten und womit sie sich beschäftigen.

80 Kinder folgten dieser Einladung und

besuchten die Stationen. Den ganzen Tag

wurde mit verschiedenen Aktivitäten für Unterhaltung

gesorgt. Bei einer Fragestunde mit

den Chefs von Mami und Papi, einer Führung

durch das Haus mit Stopp in der Anästhesie

Ambulanz und auf einer Pflegestation, der

Besichtigung eines Rettungsautos sowie

einer Feuerwehrvorführung mit praktischen

Übungen konnten die Kinder neue Erfahrungen

sammeln und interessante Einblicke gewinnen.

Der Tag war für alle Beteiligten ein großer Erfolg

und die Kinder waren begeistert.

© LKH Graz West

Aktionstag „Saubere Hände“

Zertifikat für LKH Graz West

Am 24.04.2013 wurde im LKH Graz West eine

Informationsveranstaltung unter dem Titel:

„Aktion Saubere Hände“ in Kooperation mit

dem UKH Graz durchgeführt. Nach einleitenden

Worten der Anstaltsleitungen wurde vom

stv. Krankenhaushygieniker OA DR. Vander

die Wichtigkeit der Händehygiene in überzeugenden

Worten dargelegt. Die Qualität

der Umsetzung zur „Aktion Saubere Hände“

wurde durch die Überreichung des Zertifikates

in Bronze unterstrichen. Die Mitarbeiter

beider Krankenhäuser nutzten die Gelegenheit,

sich zum Thema Händehygiene eingehend

zu informieren. Neben Darstellungen

von ganz „gewöhnlichen und alltäglichen“

Pilzen und Bakterien wurden auch Hautanalysen

durchgeführt. Die Dichtheitsproben bei

Untersuchungshandschuhen ergaben, dass es

jedenfalls notwendig ist, auch die Hände hygienisch

zu desinfizieren. Das Projektteam der

Aktion „Saubere Hände“ freut sich auf weitere

Veranstaltungen mit hoffentlich wieder so

einer zahlreichen, interessierten Teilnehmerschar.

© LKH Graz West

Juni 2013 Menschen helfen Menschen

35


PANORAMA

Lange Nacht der Pflege

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Bereits zum 8. Mal veranstaltete der Österreichische

Gesundheits- und Krankenpflegeverband

(ÖGKV) Landesverband Steiermark am

16. Mai 2013 die „Lange Nacht der Pflege“ zum

Internationalen Tag der Pflegenden. Dieser

Tag, der vom Weltbund der Krankenschwestern

(ICN) 1965 ins Leben gerufen wurde, geht auf

den Geburtstag von Florence Nightingale, der

Pionierin der modernen Krankenpflege zurück.

Die Landesvorsitzende Mag. Marianne Raiger

dankte bei der Eröffnung allen Pflegepersonen

für ihren täglichen persönlichen Einsatz am

Menschen und ermutigte die Lücken in der Versorgung

aufzuzeigen, bei der Weiterentwicklung

des Pflegeberufes mitzuwirken und so die

Reformen im Gesundheits- und Pflegewesen

voranzutreiben. Hunderte Pflegepersonen aus

den verschiedensten Gesundheitseinrichtungen

sowie Interessierte kamen in den neu renovierten

Steiermarkhof (ehemals Raiffeisenhof)

in Graz. Der ÖGKV LV Steiermark zeigte

auf mehrdimensionale Weise auf, wie vielfältig

und anspruchsvoll der Pflegeberuf ist und

wie Pflegende dem Spannungsfeld zwischen

ethisch-moralischer Grundhaltung und ökonomischen

politischen Herausforderungen unserer

Zeit begegnen.

Nach dem Eröffnungsreferat von Pater Mag. Dr.

Udo Fischer folgten verschiedene Vortragende,

wie Mag. (FH) Sabine Oswald, die unter dem

Thema „angehörig – ungehörig“ über die Angehörigenarbeit

und deren Herausforderungen

referierte, sowie der Vorstand der Abteilung für

Dermatologie und Venerologie des AKH Linz,

Univ. Prof. Dr. Josef Auböck, mit seiner Darstellung

der Haut als Spiegel der Seele. Parallel

zu den Vorträgen wurden Workshops zu Therapeutic

Touch und dem bewussten Umgang mit

der eigenen Stimme angeboten. Den Abschluss

der Langen Nacht bildete ein Jodel-Workshop

des „Steirischen Volksliedwerk“. Herbert Krienzer

und Petra Preiß zeigten den anwesenden

Gästen, dass Jodeln Körper und Seele gleichermaßen

in Schwingung versetzen kann.

Mag. Marianne Raiger,

Landesvorsitzende des ÖGKV

Landesverband Stmk

© ÖGKV

Ein Leben – eine Haut

Das größte Organ des Menschen im Mittelpunkt

Die nächste Veranstaltung:

Die Nieren – ein vergessenes Organ?

09.10.2013 18.00 – 20.00 Uhr,

Küchengebäude, Seminarraum 224

Das LKH-Univ. Klinikum Graz lud am 17. April

2013 zur Veranstaltung „Gesundheitsfragen für

Sie mit Pflege & Medizin“. Bereits zum 5. Mal

gaben dabei Experten aus Medizin, Pflege und

anderen therapeutischen Berufen ihr Wissen

zu verschiedenen Gesundheitsthemen weiter.

Unter dem Titel „Ein Leben – eine Haut“ stand

diesmal die Haut als größtes Organ des Körpers

im Mittelpunkt. Ao. Univ. Prof. Birger Kränke

und Ambulanzleitung Hubert Felber gingen im

ersten Teil der Veranstaltung speziell auf das

Thema Allergien sowie deren Entstehung, Diagnostik

und Behandlung ein.

Im zweiten Teil erhielten die Besucher von Ao.

Univ. Prof. Dr. Daisy Kopera und Stationsleitung

Karin Haubenwaller Tipps und Tricks zum richtigen

Sonnenschutz und zur optimalen Hautpflege,

um so der Hautalterung und besonders

der Entstehung von Hautkrebs entgegenwirken

Ambulanzleitung H. Felber, ao. Univ. Prof. Dr. D. Kopera, ÄD ao. Univ. Prof. Dr. G. Brunner,

Stationsleitung K. Haubenwallner und ao. Univ. Prof. Dr. B. Kränke.

zu können. Die Haut braucht als „Spiegel der

Seele“ große Aufmerksamkeit sowohl in der

vorbeugenden Pflege als auch in der Behandlung

von Hauterkrankungen und Allergien. Die richtige

Hautpflege sollte deshalb wie das tägliche

Zähne putzen in die Alltagsroutine einfließen.

Mag. (FH) Maria Haring,

Pflegedirektion,

LKH-Univ. Klinikum Graz

maria.haring@klinikum-graz.at

© Stieber

36 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PANORAMA

HNO Stimmtage

Die Stimme im Mittelpunkt

Im Rahmen des Welt-Stimmtages wurde am

16. April 2013 in der Grazer Herrengasse ein

Informationsstand der Abteilung für Phoniatrie

und Neurootologie der Universitätsklinik für

Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde aufgebaut.

Mit der Veranstaltung wurde auf die Bedeutung

der Stimme aufmerksam gemacht und Informationen

über ihre Gesunderhaltung weitergegeben.

Ärzte, Logopäden, Gesangspädagogen

und eine klinische Psychologin stellten sich

den Fragen hunderter Menschen zum Thema

Stimme, Stimmprobleme und Stimmbelastung

im Beruf und gaben Ratschläge zum sorgfältigen

Umgang mit der gesunden Stimme. Außerdem

wurde auf die Gefahr bösartiger Erkrankungen

des Kehlkopfes, beispielsweise durch

chronisches Rauchen, aufmerksam gemacht.

Gleichzeitig fand in unmittelbarer Nähe zum Info-Stand

ein „Vokales Straßenkonzert“ statt, in

dem steirische Vokalkünstler unterschiedlicher

Genres wie Stefan Wedam, Anja Obermayer,

Jasmin Holzmann und Louis Kiefer, die Band

Avalon, und Chöre aus der gesamten Steiermark

verschiedene Werke zum Besten gaben.

vlnr.: Log. Claudia Riedl BSc., Ass. Dr. Georg Hammer, Gemeinderat Philipp Hofer,

Jasmin Holzmann, Louis Kiefer, OA Dr. Karl Kiesler, OA Dr. Evelyn Reckenzaun,

Log. Jutta Chibidziura-Priesching, MSc., Dr. Marianne Augustin.

Als Höhepunkt und Abschluss fand ein sogenannter

Chor-Flashmob in der gesamten Herrengasse

statt. Unter der Leitung von Landes-Jugendchorleiter

Franz M. Herzog sangen über 200

Menschen die Hymne „City of my Heart“ der „1.

European Choir Games“, die im Juli in Graz stattfinden

werden.

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich,

Univ. Ass. Dr. Georg Hammer,

Priv. Doz. Dr. Markus Gugatschka,

LKH-Univ. Klinikum Graz

© LKH-Univ. Klinikum Graz

20.000 Hubschrauberlandungen am Klinikum

Schnelle Rettung für Schwerverletzte

Bereits seit 1971 landen die Rettungshubschrauber

am Dach des Chirurgie-Nordturms. Im April

2013 wurde die 20.000ste Landung verzeichnet .

Jeder Rettungshubschrauber bringt schwerverletzte

Patienten ins Klinikum, die direkt in

die jeweiligen Notaufnahmen der Kliniken und

Abteilungen gebracht werden. Die meisten Patienten

werden in den Schockraum der Chirurgie

und in die Notfallaufnahme eingeliefert.

Der Landeplatz des Klinikums ist

öffentlich. Jeder Hubschrauber kann

hier, theoretisch, am „City Airport Graz“,

landen. Meistens sind

es Hubschrauber des ÖAMTC, des

Innenministeriums und des Bundesheeres. Am

Dach des Neubaus der Chirurgie wird es einen

neuen Hubschrauberlandeplatz geben, der 2017

in Betrieb geht. Pro Jahr landen im Schnitt 750

Hubschrauber, wobei die Hochsaison im Frühling

mit Beginn der Motorradausfahrten und im Winter

mit Beginn der Schisaison ist. Pro Tag sind

maximal 20 Landungen möglich. Jede Landung

wird bei der Notaufnahme der Univ. Klinik für

Chirurgie angekündigt, darauf erfolgt die weitere

interne Koordinierung. Von der Alarmierung

bis zur Landung dauert es meistens nur 15 Minuten.

Im Jahr 2012 wurden 825 Patienten

mit dem Hubschrauber ins Klinikum

geflogen.

Bei 247 Patienten herrschte akute Lebensgefahr.

Der Ärztliche Direktor Univ.-Prof. Dr. Gernot

Brunner war selbst als Notarzt sieben Jahre lang

an Bord des Christophorus 12 Notarzthubschraubers

im Einsatz und ließ es sich nicht nehmen, die

Besatzung H. Holler, Dr. R. Donauer, B. Senarclens

de Grancy und J. Wagner, des 20.000sten Hubschraubers,

nach der Versorgung des Patienten,

persönlich am Landeplatz zu begrüßen.

Gerda Reithofer, MSc,

Stabsstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

gerda.reithofer@klinikum-graz.at

© Stieber

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

37


PANORAMA

Wissen schafft Veränderung

7. Pflegesymposium Netzwerk Pflege

Bereits zum 7. Mal fand das Pflegesymposium

Netzwerk Pflege am 03.04.2013 im Hörsaalzentrum

des LKH-Univ. Klinikum Graz statt. Die

Pflegeleitungen der Univ. Klinik für Anästhesiologie

und Intensivmedizin und der Univ. Klinik

für Innere Medizin initiierten bereits 2007 gemeinsam

mit einem Team diese Veranstaltung,

um innerhalb des Klinikums einen Wissens- und

Informationsaustausch mit Schwerpunktthemen

aus der Pflege/Medizin und anderen Bereichen

zu gestalten. In der Zwischenzeit nehmen

Pflegepersonen aus vielen anderen Krankenhäusern,

aber auch aus den Gesundheits- und

Krankenpflegeschulen daran teil. Die Veranstaltung

war, dank der guten Resonanz in den Vorjahren,

wieder „ausverkauft“. Heuer besuchten

rund 280 Personen, davon 60 Mitarbeiter aus

den Krankenanstalten der KAGes, Pflegeeinrichtungen

und der Allgemeinen Gesundheits- und

Krankenpflegeschulen, das Pflegesymposium.

Die Fachvorträge waren ein Mix aus fachlich

innovativen Themen aus den verschiedenen

Kliniken, und den neuesten wissenschaftlichen

Erkenntnissen des Grazer EBN Teams. Das Programm

mit den Schwerpunkten „Wissen schafft

Organisationsteam Netzwerk Pflege (v.l.n.r.)

STL Vert. DGKS Katrin Amon, STL DGKS Marion Stepanek, STL DGKP Markus Grollitsch, STL DG-

KS Irmgard Landenhammer, OSr. DGKS Christine Uhl, OSr. DKKS Gabriele Sohnegg.

Veränderung“, „Gemeinsam aktiv gestalten“,

„Evidence-based Practice im Fokus“ und „Compliance

bei Demenz“ sprach viele Facetten der

professionellen Pflege an. In Zukunft wird es

immer wichtiger werden, dass Mitarbeiter der

Pflege verstärkt wissenschaftliche Erkenntnisse

in die pflegerische Arbeit aufnehmen, um Patienten

auch weiterhin angemessen versorgen

zu können. Aufgrund der demographischen Entwicklung

rückt der Umgang mit dementen Menschen

in den Vordergrund.

Mag. Sabine Oswald zeigte hier aus gerontopsychologischer

Sicht viele Möglichkeiten auf, um

für die Patienten eine bessere Versorgungsqualität

zu erreichen.

© Stieber

20 Jahre Kinder- und Jugendchirurgie

Ein Grund zum Feiern

Vor 20 Jahren wurde auf dem Gelände des Klinikum

Graz der Neubau der Universitätsklinik

für Kinder- und Jugendchirurgie direkt neben

der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde

eingeweiht. Dadurch entstand ein

interdisziplinäres Kinderzentrum, in dem sich

Mitarbeiter aus vielen Berufsgruppen der

Kindermedizin gemeinsam für die Gesundheit

ihrer Patienten einsetzen.

Am 16. März 2013 wurde das Jubiläum mit einem

„Tag der offenen Tür“ gefeiert. Begonnen

wurde mit einem Festakt mit Danksagungen

von Würdenträgern der Landespolitik, der

Stadt, der Medizinischen Universität und des

LKH-Univ. Klinikum Graz. In seiner Rede lobte

Klinikvorstand Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Linhart

die positive Entwicklung und wünschte

sich für die Zukunft einen Erhalt der Klinik

in ihrer derzeitigen Struktur. Danach kamen

Univ.-Prof. Dr. Hugo Sauer und Univ.-Prof. Dr.

Michael Höllwarth zu Wort, die sich für die

Entwicklung der

Universitätsklinik

für Kinder- und Jugendchirurgie

über

Jahrzehnte hinweg

maßgeblich eingesetzt

haben.

Anschließend hatten

die Mitarbeiter

aus allen Berufsgruppen

der Klinik ein buntes Programm für

die zahlreichen Besucher, Familien und Kinder

parat. „Ein OP zum Angreifen“, „selber Gipsen“,

„Teddybärenkrankenhaus“ und „selber

operieren am Simulator“ sind nur ein paar

der Stationen, die angeboten wurden. Abgerundet

wurde der Tag durch eine Landung

des Rettungshubschraubers, ein offenes

Rettungsauto und einen Besuch der „Roten

Nasen“.

© Jürgen Fechter

Insgesamt konnte der „Tag der offenen Tür“

vermitteln, wofür das Kinderzentrumsteht:

Mit Empathie und Exzellenz will man auch in

Zukunft den Patienten helfen.

Dr. Johannes Schalamon,

LKH-Univ. Klinikum Graz

johannes.schalamon@medunigraz.at

© Jürgen Fechter

38 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


PANORAMA

Eishockey-Benefizspiel des LKH Leoben

Techniker bezwingen Ärzte auf dem Eis

Zum zwölften Mal fand heuer das traditionelle

Eishockey-Benefizspiel des LKH Leoben

in der Eishalle Leoben statt. Wie im

letzten Jahr eröffneten die Frozen Flamingos

– die Damenmannschaft des LKH Leoben –

den Abend. Natürlich kämpften auch wieder

die altbewährten Mannschaften der Bloody

White Devils (Ärzte) gegen die Blue Rusty

Angels (Techniker).

Diesmal konnten die Techniker das spannende

Spiel für sich entscheiden. Den Zuschauern

wurde ein unterhaltsamer Abend

mit einem Puckzielwerfen geboten.

Die Einnahmen der Veranstaltung kommen

einem kleinen Mädchen zu Gute, das auf

Grund einer schweren Erkrankung besonderer

Unterstützung bedarf.

© LKH Leoben

Johanna Kosi,

LKH Leoben

johanna.kosi@lkh-leoben.at

© LKH Leoben

Woche E-Businessmarathon 2013

Sieg für das Zweierteam der LSF Graz

Bei traumhaften Bedingungen ging heuer

wieder der „Woche E-Businessmarathon“

im Schwarzl Freizeitzentrum über die Bühne.

Unter den 4850 Teilnehmern befanden sich

auch viele KAGes-Sportler. Gestartet wurde

in drei Kategorien zu zwei, vier und acht Teilnehmern,

die als Team jeweils die Marathondistanz

von 42,19 km zu bewältigen hatten.

Von der Landesnervenklinik Sigmund Freud

traten zwei Achterteams, ein Viererteam und

ein Zweierteam an, das sogar den Sieg erringen

konnte. Heinz Schmidbauer und Bernd

Wirnsberger waren bei 27 Grad Außentemperatur

von der Konkurrenz nicht zu biegen

und gewannen souverän in 3 Std 14 Min.

Die Veranstaltung fand in einer umjubelten

Siegerehrung und einer „after run Party“ mit

der Stimmungsband Egon7 seinen würdigen

Ausklang.

Zahl- und erfolgreich, die Läufer der LSF Graz beim „Woche E-Businessmarathon“.

© LSF Graz

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

39


Panorama

Kitzeck im Sausal

Ein Juwel der Südsteiermark

Mitten im Naturpark Südsteirisches Weinland

liegt das Weinbaugebiet des Sausals, eine

Landschaft, die ihre Besucher immer wieder

in den Bann zieht. Das Herz dieses Hügellandes

ist Kitzeck im Sausal - mit 564 m Seehöhe

Europas höchstgelegenes Weindorf. Das günstige

Klima, in Verbindung mit der Steilheit der

Hänge und dem Schieferboden lässt hier Reben

gedeihen, aus denen erfahrene Weinbauern

seit Jahrhunderten den weit über die Grenzen

hinaus bekannten Wein keltern. Diesen Wein

kann der Gast in zahlreichen Buschenschenken

beim Klappern des Klapotetz zu Jausenspezialitäten

genießen.

Aber es gibt noch mehr Gründe, diesen Teil der

Südsteiermark zu besuchen. Neben der Verkostung

der verschiedenen Weinsorten bieten

sich noch viele weitere Möglichkeiten an, wie

beispielsweise der Besuch des größten Klapotetz

der Welt am Demmerkogel. Das typische

Wahrzeichen der Südsteiermark ist rund sechs

Tonnen schwer und hat einen Flügeldurchmesser

von 13 Metern. Hier befindet sich auch die

Aussichtswarte, von der man bei klarem Wetter

einen herrlichen Rundblick bis zur Koralm, zum

Grazer Becken, zur Riegersburg und zum Vulkanland

sowie im Süden bis zum Pohorje hat.

Wander- und Radfahrbegeisterte finden in der

Region etliche gut markierte Wanderwege und

bestens ausgebaute flache und auch anspruchsvolle

Radwege. In Kitzeck gibt es sogar eine

aufregende Mountainbike-Strecke. Auch der

Wald- und Wildlehrpfad, ein Wanderweg der

durch eine unberührte Schmetterlingswiese zur

Aussichtswarte führt, ist eine Reise wert.

Sehr schön ist auch das Schloss Harrachegg.

Das Barockschlösschen wurde im 16. Jahrhundert

errichtet. Der Wein- und Kulturkeller

inklusive Bauernladen des unter Naturschutz

stehenden Schloss Harrachegg in Höch am

Demmerkogel, wurde aufwendig und liebevoll

restauriert.

Ein Geheimtipp ist aber mit Sicherheit die Fete

de Lavande am Biohof Wunsum in Kitzeck. Vom

22. bis 23. Juni 2013 feiern Weinbauern, einheimische

Betriebe und Künstler gemeinsam

mit Wunsum das „Lavendelfest“. Begleitet

von Jazz und einer Modenschau verbringen

Freunde des Lavendels unter dem Motto

„Schauen, Riechen, Schmecken, Genießen“

unbeschwerte Stunden.

Wunsum ist eines der ältesten Gehöfte dieser

Gegend und geht ins 15. Jahrhundert zurück.

Damals haben die Bauern hier ihren Wein,

den Zehent, für die Bischöfe von Salzburg abgeliefert.

Vor gut 30 Jahren haben Dipl.-Ing.

Theresia Heigl-Tötsch und ihr Mann begonnen,

diesen Hof langsam herzurichten. Als Raumplanerin

lagen ihr zwei Dinge am Herzen: der Hof

und die Region. 15.000 Biopflanzen stecken in

ihren Lavendelfeldern und mittlerweile sind es

die größten Lavendelfelder in der Steiermark.

Neben Teespezialitäten, Likörraritäten, Seifen,

Marmeladen, Lavendelessig, Kräuteressig,

Lavendelsirup und Gewürzmischungen gibt es

auch ätherisches Lavendelöl und Eau de Lavande.

Aber auch andere Veranstaltungen sind

©hristine Rauch

Kitzeck im Sausal.

einen Besuch wert, wie beispielsweise das

1. Museumsdinner im Weinmuseum Kitzeck

am 14.06.2013 oder die Oldtimer Genuss Tour

Kitzeck am 21.07.2013.

Weitere Informationen:

www.kitzeck-sausal.at

www.sulmtal-sausal.at

www.st-andrae-hoech.at

www.wunsum.com

© Hedi Grager

Hedi Grager

KAGes Management/

Interne Revision

hedi.grager@kages.at

Mag. Katharina Kainz

KAGes Management /

Unternehmenskommunikation

katharina.kainz@kages.at

© Robert Weixelberger

40 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


Panorama

bezahlte Anzeige

Flip Flops, Bademantel und Badegarantie

Südliches Klima, Aktivmöglichkeiten und Badefreuden ohne Ende im Thermenhotel Stoiser in Loipersdorf

Auf seinen Körper zu achten, sich selbst etwas

zu gönnen und den Moment genießen,

das hat im Thermenhotel Stoiser lange Tradition.

Das vielfach ausgezeichnete 4-Sterne

Superior Hotel bietet als einziges Haus an

der Therme Loipersdorf ein hauseigenes exklusives

„GesundheitsReich“. Auf über 2.000

m 2 trifft in diesem Refugium Fernost auf Steiermark.

„Besonders empfehlenswert ist die

große Auswahl an Massagen.

Nach der Neugestaltung des Hotels kommen

noch viele weitere Highlights hinzu wie die

trendigen Designzimmer sowie ein neues

„SaunaReich“. „Einige Längen im Pool, eine

Runde im Kneippbach und danach auf der

Sonnenterrasse einen Cocktail genießen....

Herrlich“.

Bademantel und Flip Flops – mehr braucht der

Stoiser-Gast eigentlich auch nicht.

Höchstens zum Sport empfiehlt sich ein Outfit-Wechsel,

denn aufgrund der mediterranen

Temperaturen in Loipersdorf scheint hier

zu 99 % die Sonne. Die Region bietet grenzenlose

Aktivmöglichkeiten wie Radfahren,

Laufen, Wandern, Golfen bis hin zu Kanutouren.

Golfer zieht nicht nur das südliche Klima

in die Region, sondern auch der weitläufige

27-Loch-Meisterschaftsplatz, spezielle Sommer-Golfpackages

werden angeboten.

Doch ganz egal wie man den Tag verbringt,

abends meldet sich der Hunger. Kulinarisch

spielt nun das Hotel noch einen Trumpf aus,

denn die Küche präsentiert sich als Gourmet-Treffpunkt.

Wer mag, kann danach nochmals

zum Bademantel wechseln und einen

nächtlichen Saunaaufguss in der Therme genießen.

Das Flip Flop Paket ist bereits ab € 269,-- buchbar:

Inkludiert sind 2 Nächte mit Halbpension, 1

Ganztagesthermeneintritt, 1 Massage 30 min.,

1 Paar „Stoiser Flip Flops“ sowie alle Stoiser

All-Inclusive Leistungen.

Gültig vom 2. Juni – 15. September 2013

(ausgenommen 15. – 18. August 2013).

Thermenhotel Stoiser ****Superior,

A-8282 Loipersdorf 153,

Telefon +43 (0) 3382/ 8212,

Mail: thermenhotel@stoiser.com,

www.stoiser.com.

DIPLOM

LEBENS- & SOZIALBERATUNG

Eine von der Wirtschaftskammer zertifizierte Ausbildung qualifiziert Sie, unter anderem

folgende Leistungen anzubieten: • Psychosoziale Beratung

• Partnerschafts- und Eheberatung • Familien- und Erziehungsberatung

• Sexualberatung

• Mediation und Moderation

• Coaching und Karriereberatung • Training und Selbsterfahrung

Unsere Ausbildung wird von vielen Beratungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen

als Basisqualifikation (auch im AMS-Bereich) akzeptiert!

kostenlose Infoabende:

Entscheidungsseminar:

27. 6. und 18. 9. 2013 4. bis 5. Okt. 2013

Graz, Beginn jeweils 19:00 Uhr

Graz, Beginn Freitag 9:00 Uhr

Wir ersuchen Sie um kurze und formlose Anmeldung per Email oder Telefon

neuer Lehrgang ab Herbst

Information: 0316 / 71 30 53-8110 oder www.mentor.at

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

41


Panorama

Lesenswert

Unsere Literaturtipps

Krankenhaus-

Report 2013

Mengendynamik: mehr

Menge, mehr Nutzen?

J. Klauber, M. Geraedts,

J. Friedrich, J. Wasem

Schattauer GmbH, 2013

Euro 56,50

Aktuell, fundiert, umfassend: das Standardwerk

für den Krankenhausbereich. Krankenhäuser

haben nur begrenzte Möglichkeiten,

auf die Preise für ihre Leistungen Einfluss zu

nehmen. Umso bedeutsamer ist es für sie,

die Patientenzahlen in ökonomisch attraktiven,

planbaren Leistungssegmenten zu steigern,

um dadurch den Umsatz zu erhöhen.

Hunger! Essen! Jetzt!

Topjournalisten und

ihre besten 30-

Minuten-Gerichte

Inge Farcher, Elisabeth

Holzer, Walter Müller

Pichler Verlag, 2013

Euro 24,99

Der Alltag von Journalisten und Medienfachleuten

ist geprägt von Terminen, Hektik und

Zeitdruck. Damit kreativ umzugehen, ist ihre

tägliche Herausforderung. Frisch gekochte

schmackhafte Lieblingsgerichte, in maximal 30

Minuten fertig – das waren die Vorgaben für

die Rezepte, die rund 100 steirische Journalisten

und Experten aus der Kommunikationsbranche

in diesem Buch präsentieren.

Steirische Almen

88 genussvolle Alm- und

Hüttenwanderungen

Herbert Raffalt

Styria regional, 2013

Euro 29,99

Die Vielfalt der Berg- und Kulturlandschaft der

steirischen Almen lädt Wanderfreunde und

Naturliebhaber zu einem Besuch in eine Welt

abseits des hektischen Alltagslebens ein. In 88

sorgsam ausgewählten Genusstouren entführt

der Autor zu den schönsten Almenregionen des

Landes. Prachtvolle Aufnahmen und sorgfältig

erarbeitete Tourenvorschläge machen Lust auf

das Naturerlebnis.

Schwierige Patienten

Hans-W. Hoefert,

Martin Härter (Hrsg.)

Verlag Hans Huber,

2013

Euro 29,95

Zehn bis 20 Prozent aller Patienten gelten bei

den Ärzten als „schwierig“ und dies aus unterschiedlichen

Gründen.

Aber auch Ärzte selbst können „schwierig“

sein, z.B. bei hoher Arbeitsbelastung. Dieses

Buch analysiert nicht nur die Schwierigkeiten,

sondern versucht auch konkrete Handlungshilfen

anzubieten.

Sirup & Nektar

Aus Früchten, Blüten

und Kräutern

Georg Innerhofer

Leopold Stocker

Verlag, 2013

Euro 16,90

Fruchtsäfte aus der eigenen Produktion sind

garantiert chemie- und schadstofffrei. Blüten,

Kräuter und Früchte sind die Zutaten für

wohlschmeckende und gesunde Fruchtsirupe

und Nektare. In diesem Praxisbuch finden Sie

klare Anleitungen, die das Gelingen von Sirup

und Nektar sicherstellen.

Steiermark

Eine Geschichte

des Landes

Bernhard Reismann

Styria regional, 2012

Euro 19,99

Die Geschichte der Steiermark spiegelt die

Entwicklung Mitteleuropas und Österreichs

im Kleinen wider. Dieses Buch erzählt vom

Wechselspiel politischer Mächte, von Krieg

und Elend, von berührenden menschlichen

Schicksalen, aber auch von gesellschaftlichem

Fortschritt, wirtschaftlichem Aufschwung

und kulturellen Höchstleistungen.

Die Bienen-

Hausapotheke

Manfred Neuhold

Leopold Stocker

Verlag, 2013

Euro 16,90

Der gesundheitliche Wert der Bienenprodukte

entspricht dem einer Apotheke. Im

Honig steckt die Energie der Natur, in den

Blütenpollen die der Erneuerung, im Wundermittel

Propolis die keimhemmende Wirkung

der Bienenhygiene und im Gelée Royale das

Geheimnis der Fruchtbarkeit und langen Lebensdauer

der Bienenkönigin.

Crazy Places

Die verrücktesten Restaurants,

Bars, Eventlocations

und Hotels der Welt

Birgit Krols

Christian Brandstätter

Verlag, 2013

Euro 22,50

Die Auswahl an ungewöhnlichen Orten in

diesem Buch reicht von höchst exklusiven

Besonderheiten bis hin zu besonders originellen

„Low-Budget-Destinationen“. Ob Sie

nun Lust haben, in einer ehemaligen Kirche

zu übernachten, oder Ihren Drink in einem

Baumhaus einzunehmen – dieses Buch garantiert

ungewöhnliche Ideen und unglaubliche

Bilder.

Slowenien

Genussland zwischen

Alpen und Adria

Hans Messner

Styria Regional Carinthia

Verlag, 2013

Euro 24,99

Eingebettet zwischen Berggipfeln im Norden,

wilden Talschluchten und adriatischen Meeresschönheiten

– so präsentiert sich der vielfältige

Westen Sloweniens. Hans Messner und Martin

Assam sind mit diesem Buch landschaftlichen

Reizen und kulinarischen Genüssen auf der Spur.

Zwischen Kranjska Gora und Portorož haben sie

eine Vielzahl an Augen- und Gaumenfreuden entdeckt.

42 Menschen helfen Menschen

Juni 2013


Panorama

KUNST &

KULTURRAUM

Seelen-Spiegel-Bilder

Kunst im LKH Hartberg

© Weghofer

Von Ende März bis Ende Mai fand die Ausstellung von Monika Weghofer

im LKH Hartberg statt. Die Künstlerin beschäftigt sich seit den 90er

Jahren mit der Malerei und hat sich die unterschiedlichen Techniken

selbst beigebracht.

Ihre ersten Werke waren Aquarelle und Ölbider, Seidenmalerei und

Kleinkunsthandwerke aus Salzteig folgten.

Seit 2006 liegt ihr Schwerpunkt auf „Seelen-Spiegel-Bildern“.

Gerald Mandl präsentiert seine Werke

Ausstellung im LKH Voitsberg

Eine Weinreise inspirierte Gerald Mandl dazu, mit dem Malen zu

beginnen. Waren es anfangs Landschaftsbilder in Öl und Acryl,

spezialisierte sich der Künstler später auf Bilder mit Menschen.

Die von ihm selbst gefertigten Bilderrahmen verleihen den Kunstwerken

eine besondere Note. Vom 10. Mai bis 07. Juli 2013 kann

man im LKH Voitsberg die Werke des Künstlers bestaunen.

„Paradigmenwechsel“

Monika Sylvester-Resch im LKH Graz West

Bevor sich Monika Sylvester-Resch der Malerei

widmete, beschäftigte sie sich intensiv mit

Landschaftsfotografie. Nach einem mehrjährigen

beruflichen Aufenthalt in den USA startete

sie in Österreich autodidaktisch mit Malerei.

Sie setzte sich mit verschiedenen Techniken

auseinander und besuchte einige Seminare

und Studien. Seit 2010 ist Monika Sylvester-Resch

freischaffende Malerin und erhielt

bereits einige internationale Kunstpreise. Für

die Ausstellung im LKH West wählte die Künstlerin

das Thema: „Paradigmenwechsel“, womit

sie eine Umbruchphase darstellen möchte, bei

der es nicht mehr um materielles Wachstum

geht, sondern um das seelisch geistige Wachsen

und um die Rückbesinnung auf das, was

unser Menschsein wirklich ausmacht. Jedes

ihrer Werke ist Inhalt, Gefühlskraft und eine

spirituell gestaltete Seelen- und Bedeutungslandschaft,

also ein „Gesundes Kunstwerk“.

BDir. F. Salinger mit dem Künstler.

C. Leopold-Fuchs, M. Sylvester-Resch und

Ing. K. Schaupp, MBA.

Weitere Informationen unter:

http://www.sylvester-resch.at/5/Home.html

© LKH Voitsberg

© LKH Graz West

Kunst & Kultur Tipp

EVITA

Musical mit prominenter

Besetzung

20.9.2013-5.10.2013

Kulturzentrum Güssing

Mit dem Musical „Evita“ bringt Musical

Güssing im Herbst 2013 ein Meisterwerk

der Musical-Geschichte auf die Bühne. Der

Klassiker von Andrew Lloyd Webber und Tim

Rice erzählt die reale Lebensgeschichte der

Eva Peron, die vom außerehelichen Mädchen

aus der Provinz zur First Lady Argentiniens

und Kultfigur der Nation aufstieg.

„Evita“ zählt seit über 35 Jahren zu den beliebtesten

Musicals. Das Lied „Don’t cry for

me Argentina“ wurde auch außerhalb der

Musicaltheater weltweit zum absoluten

Megahit. Ab 20. September 2013 erklingt

die Ballade nun erstmals auf der Bühne des

Kulturzentrums Güssing. „Evita“ ist aber

mehr als nur „Don’t cry for me Argentina“,

sondern verspricht rhythmische Klänge,

mitreißende Choreografien und ein Stück

Zeitgeschichte!

Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Kurt Resetarits

vom LKH Hartberg spielt dabei den Peron.

Juni 2013

Menschen helfen Menschen

43


Rätselspaß mit Gewinnchance

Schicken Sie das Lösungswort des Kreuzwort rätsels bzw. die drei Ziffern

(von oben nach unten) der farbig hinterlegten Felder des Sudoku mit Ihrem

Namen und Ihrer Privat-Adresse an:

Redaktion G’sund / KAGes

Postfach 6, 8036 Graz Mail: gsund@kages.at Fax: 0316/340-5296

Aus allen bis zum 30.06.2013 eingelangten Einsendungen mit der richtigen

Lösung werden unter Ausschluss des Rechtswe ges Buchpreise verlost.

Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

Das G’sund-Team wünscht viel Erfolg!

TV-Format

mit lustigen

Aufgaben f. d.

Gäste

italienisches

Maisgericht

Folge,

Reihe

EENSZ

Schüttel-Schwede

Bei diesem Rätsel sind die einzutragenden Wörter (graue Kästchen) zum Teil bereits in den Fragestellungen

vorgegeben, jedoch sind deren Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

4

optische

Zeichenerkennung

(Abk.)

Null

beim

Roulette

EEII

LNRT

Nachrichtensender

der

USA (Abk.)

KNO

Dame

(englisch)

5

Flugsteig

(englisch)

Operettenkomponist

altröm.

Obergewand

Stadt nördl.

von Apeldoorn

(NL)

Großmutter

Fachhochschule

3

Stadt im

Sauerland

kl.

Engelsfigur

schrulliger

Mensch

Getränk

Nachlass

ACH

deutscher

Nachrichtensender

Tierhöhle

Pflanzenstiel

ACEE

ERTT

scheues

einheim.

Waldtier

EIRV

Mitmachen und

gewinnen!

Auf welchen Seiten dieser G’sund-

Ausgabe befinden sich diese beiden

Bildausschnitte?

1

Abk. für Intercityexpress

Autokennzeichen

von

Herne

EHMOR

Segeltau auf

Schiffen

alte

japanische

Kunst des

Papierfaltens

2

BEEER

1

Währung in

Südkorea

Turnerabteilung

extremer

Lichtverstärker

Weißhandgibbon

Lösungswort

1 2 3 4 5

SUDOKU

Das Diagramm dieser japanischen

Rätselart ist mit den Zahlen 1–9 aufzufüllen.

Jede Zahl darf in jeder Zeile und

jeder Spalte und in jedem 3x3-Feld nur

einmal vorkommen.

Schwierig keitsgrad: mittel

Auflösungen vom März 2013:

Kreuzworträtsel: SCHNEE

Sudoku: 184

Gefunden: Seite 34, Seite 22

7

6

5

9

3

3

7

2 8

3 2

3

1

5

1

5

8

3

4

1

4

7

6

9

1

8

6

5

2

1 Seite _____

2 Seite _____

Gefunden?

Schicken Sie Ihre Antwort unter Angabe Ihres

Namens und Ihrer Privat-Adresse an:

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