öffentliche Ideenwerkstatt

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Oelde. Masterplan Innenstadt

Integriertes Handlungskonzept

23.05.2013 | Ideenwerkstatt | Ergebnisse

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Oelde. Masterplan Innenstadt

Integriertes Handlungskonzept

23.05.2013 | Ideenwerkstatt | Ergebnisse

Auftraggeberin

Stadt Oelde

Bearbeitung

pp a|s pesch partner architekten stadtplaner

Zweibrücker Hof 2

58313 Herdecke

www.pesch-partner.de

in Zusammenarbeit mit der Stadt Oelde

Herdecke, Mai 2013

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Inhalt

1 Zur Aufgabe – Die Ideenwerkstatt 05

2 Ablauf der Ideenwerksatt 06

3 Ergebnisse

Arbeitsgruppe „Gestaltung der inneren Achse“ 10

Arbeitsgruppe „Entwicklungsflächen | Gestaltung der äußeren Achse“ 14

4 Zeitplanung 21

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Innenstadt. Gebiet des Masterplans

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1 Zur Aufgabe – Die Ideenwerkstatt

Die Innenstadt ist das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Oelde. Sie ist Handels- und Dienstleistungsstandort,

Bühne öffentlicher Veranstaltungen, Verkehrsknoten, Gastronomie- und Wohnstandort zugleich.

Immer wieder zerstört und wieder aufgebaut, zeigt sie bis heute ihren historischen Stadtgrundriss mit zahlreichen

alten Bauten und Denkmälern. Dieses Erbe hat die Stadt in den letzten Jahrzehnten erfolgreich

gepflegt und ergänzt.

Durch veränderte wirtschaftliche und demografische Rahmenbedingungen sowie Anforderungen des Umwelt-

und Klimaschutzes stellen sich nun für die städtebauliche Zukunft der Oelder Innenstadt zum Teil

neue Fragen:









Welche Perspektiven können für innerstädtische Gebäude und Flächen entwickelt werden, deren Nutzung

aufgegeben wurde oder die für eine weitere Verdichtung infrage kommen?

Wie kann das Wohnen in der Innenstadt gestärkt und gesichert werden? Welcher Stellenwert ist dabei

den stadtbildprägenden Gebäuden zuzumessen?

Wo können durch die Gestaltung öffentlicher Räume und die Lösung der Stellplatzproblematik wichtige

Impulse für die Stärkung der Innenstadt und deren weitere Entwicklung gegeben werden? Wie kann auf

die bereits umgesetzten Maßnahmen in der nördlichen Innenstadt aufgebaut werden?

Wie können weiterhin notwendige Sanierungsmaßnahmen initiiert und gestaltet werden?

Wie lassen sich die Interessen von Stadtbild- und Denkmalpflege mit neuen Herausforderungen etwa

im Klimaschutz vereinbaren?

Wie kann den veränderten Nutzungsanforderungen – etwa im Einzelhandel – in der Innenstadt angemessen

Rechnung getragen werden? Wie ist die Innenstadt als zentraler Versorgungsbereich abzugrenzen?

Mit welchen Maßnahmen kann der Einzelhandel gestärkt und dem – noch vereinzelten – Leerstand

begegnet werden?

Wie können die Aufgaben zwischen privaten Akteuren und der Stadt angemessen und gerecht verteilt

werden? Wo sind dabei Kooperationen möglich und wie können diese ausgestaltet werden?

All diese Fragen will der Masterplan Innenstadt beantworten. Für die Innenstadt von Oelde und für ausgesuchte

Teilbereiche wird er das städtebaulich-räumliche Entwicklungsleitbild sein. Darüber hinaus will er

konkrete Maßnahmen für den öffentlichen Raum und für private Vorhaben benennen. Er knüpft dabei an

das im Jahr 2007 erarbeitete Stadtentwicklungskonzept 2015+ an, entwickelt es in Teilbereichen weiter und

konkretisiert es für den Bereich der Innenstadt.

Die Erarbeitung und Umsetzung des Konzeptes soll dabei in enger Abstimmung mit den Grundstückseigentümern,

den Bewohnern und Nutzern und den örtlichen Gewerbetreibenden erfolgen. Denn sie sind es, für

die und mit denen die Innenstadt entwickelt werden soll.

Um zu erfahren, wie sie sich die Zukunft der Innenstadt vorstellen, wurden in einer Ideenwerkstatt am 23.

Mai 2013 die anstehenden Fragen intensiv diskutiert. Themen zweier Arbeitsgruppen waren:

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die „Gestaltung der inneren Achse“ mit Marktplatz, Fußgängerzone und den angrenzenden Bereichen,

die „räumliche Entwicklung der äußeren Achse“ der Konrad-Adenauer-Allee und ihre Verbindung zum

„grünen Band“ der Freiräume und

die Zukunft der schon heute oder in absehbarer Zeit zur Verfügung stehenden Entwicklungsflächen.

In der Natur der Sache liegt es, dass an diesem Abend vielfältige – und sich zum Teil auch widersprechende

– Meinungen geäußert wurden. Für ein einheitliches Meinungsbild sind die Themen Stadtbild, Nutzungen

der Innenstadt oder Verkehr zu komplex und werden auch von unterschiedlichen Interessen begleitet. Allen

Beiträgen war aber der Wunsch gemeinsam, dass Oelde seine Innenstadt lebendig und gut gestaltet

erhalten und weiterentwickeln muss.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle für ihr Engagement, ihre Ideen und ihre Bereitschaft zur intensiven

Diskussion gedankt. Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt werden in den Masterplan einfließen.

2 Ablauf der Ideenwerkstatt

19.30 Plenum Begrüßung Karl-Friedrich-Knop,

Bürgermeister der Stadt Oelde

19.40 Plenum Stadtentwicklung und

die Oelder Innenstadt

Matthias Abel,

technischer Beigeordneter

19.50 Plenum Der Masterplan Innenstadt Andreas Bachmann,

pp a|s pesch und partner

20.15 – 21.00 Arbeitsgruppen 1 | Gestaltung der inneren Achse

2 | Entwicklungsflächen |

Räumliche Entwicklung der

äußere Achse

21.15 Plenum Vorstellung der Ergebnisse

21.40 Plenum Resümee und Ausblick Karl-Friedrich-Knop,

Bürgermeister der Stadt Oelde

Matthias Abel,

technischer Beigeordneter

21.50 Ende der Ideenwerkstatt

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Stadtentwicklung Innenstadt. Planungen und Themen

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Plenum - Einführung

Plenum – Ergebnispräsentation

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Arbeitsgruppe „Gestaltung der inneren Achse“

Arbeitsgruppe „Entwicklungsflächen“ | „Räumliche Entwicklung der äußeren Achse“

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3 Ergebnisse. Arbeitsgruppe „Gestaltung der inneren Achse“

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„Gestaltung der inneren Achse“

Wie sollte sich die Innenstadt entwickeln?





Oelde soll eine Innenstadt haben.

„Oelde (als FH-Stadt) muss schön und attraktiv sein für Jung bis Alt“

Der Wohnwert in der Innenstadt soll erhalten bleiben.

Die Innenstadt muss attraktiver auch für Schüler und Studenten werden, um ein Lernen auch in der

Innenstadt möglich und attraktiv zu machen.


Die Innenstadt soll nicht ausgeweitet werden. Es ist eher erforderlich, den Bestand zu stärken.

Wie sollte der Verkehr und das Parken in der Innenstadt organisiert werden?



Ein Parkleitsystem soll den Parkraumsuchverkehr reduzieren.

Im Kreuzungsbereich Paulsburg / Wallstraße / Herrenstraße soll durch eine geänderte Vorfahrtsregelung

der Verkehr so gelenkt werden, dass weniger Staus entstehen.

Für welche Nutzungen sollten die Plätze und die Fußgängerzone zur Verfügung stehen?






Ein Teil der Fußgängerzone soll in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden.

Die Fußgängerzone soll vom Marktplatz über die obere Langestraße bis zur Geiststraße verkehrsberuhigter

Bereich werden.

Das Beispiel Ruggestraße zeigt, dass verkehrsberuhigte Bereiche funktionieren.

Die gesamte Fußgängerzone soll aus Sicht der Verkehrssicherheit weiterhin Fußgängerzone bleiben.

Es kann nur Fahrzeuge oder Kinderspielzeuge in der Fußgängerzone geben, daher keine Umgestaltung

der Fußgängerzone.



Der Marktplatz soll so gestaltet werden, dass sich der Wochenmarkt flexibel aufstellen kann.

Flächen und Bereiche sollen für Außengastronomie erhalten und auch hergestellt werden.



Der Hermann-Johenning-Platz muss belebt werden, ggf. durch Außengastronomie.

Der Hermann-Johenning-Platz soll zum Parkplatz umgestaltet werden.

Was ist bei der Gestaltung zu beachten? Welche Ausstattung ist notwendig?




Die gesamte Innenstadt soll als Einheit gesehen und dementsprechend gestaltet werden.

Es soll einen einheitlichen Belag vom Bahnhof bis zum Stromberger Tor geben.

Keine optische Trennung der Innenstadt in Nord – Mitte – Süd.


Aufgespannte, große Segeltücher / Sonnensegel können als Teilüberdachung dienen.

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Im Bereich Langestraße, Marktplatz, Herrenstraße ist ein neuer Bodenbelag erforderlich.

Die Herrenstraße soll in die Fußgängerzone eingebunden werden.

Die Herrenstraße soll mit dem Pflaster der Fußgängerzone oder ähnlich der Ruggestraße gestaltet

werden, um auf diese Weise den Verkehr aus der Straße heraus zu halten.

Die untere Langestraße soll attraktiver gestaltet werden, z. B. durch Begrünung.

Der Übergang in die untere Langestraße aus der Fußgängerzone soll „weicher“ gestaltet und somit

verbessert werden.

In der Bahnhofstraße soll deutlich gemacht werden, ggf. visuell, dass es sich hierbei immer noch um

eine Tempo-20-Zone handelt.




Auf dem Marktplatz soll kein Wasserband entstehen, die Platzfläche soll einheitlich bleiben und nicht

unterbrochen werden.

Die gebauten Pflanzbeete sollen durch mobile Beete ersetzt werden.

Durch die mobilen Pflanzelemente besteht die Möglichkeit einer immer wieder neuen Gestaltung.



Es soll mehr und angemessene Spielgeräte geben, die auch angenommen werden.

Spielgeräte und Sitzmöbel haben einen Optimierungsbedarf. Hierbei spielt auch die Qualität der Einbauten

eine entscheidende Rolle.



Die bestehenden Brunnen in der Stadt sollen „laufen“.

Es ist erforderlich, dass das Stadtmobiliar, insbesondere die Abfallbehälter, besser gepflegt werden.

Wie sollten die Plätze und die Fußgängerzone in die Innenstadt eingebunden werden?





Die Langestraße soll mit der Gerichtsstraße, d. h. dem rückwärtigen Bereich der Langestraße, besser

verknüpft werden.

Der Zugang zur Innenstadt über den Carl-Haver-Platz soll verbessert werden, ggf. kann durch eine Abdeckung

des Baches der Weg verbreitert werden.

Die Öffnung zu den Grünbereichen, der Eingang zur Gräfte soll verbessert werden.

Die Zugänge sollen besser markiert werden.

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Marktplatz

Fußgängerzone

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3 Ergebnisse. Arbeitsgruppe „Entwicklungsflächen“ | „Räumliche Entwicklung der äußeren Achse“

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„Entwicklungsflächen“

Wie sollte sich die Innenstadt entwickeln?



In der Innenstadt soll zusätzlicher Wohnraum angeboten werden.

Gleichzeitig muss der Bestand gesichert werden.




In der Innenstadt sollen sich Quartiere mit eigenem Profil entwickeln.

Parken soll dabei nur eine dienende Funktion übernehmen.

Flächen für eine Quartiersentwicklung sind die Overbergstraße/Feuerwache und die ehemalige Brennerei.





Um die Mobilität zu erhalten, sind neue Konzepte erforderlich.

Sollen Stellplätze „vor der Haustür“ angeboten werden oder reicht es aus, sie in der Peripherie der

Innenstadt anzusiedeln?

Parkraum kann an der Peripherie angeboten werden, z. B. auf dem ehemaligen Molkereigelände.

Um das Wohnen zu unterstützen, muss Parkraum in der Innenstadt angeboten werden.

Welche Nutzungen kommen für die Flächen infrage?







Die ehemalige Brennerei könnte ähnlich der „Hackeschen Höfe“ entwickelt werden, mit Nutzung der

bestehenden Gebäude, ggf. mit Kultur.

Der Bedarf für Kultur soll geprüft werden. Dabei sind jedoch die Folgekosten zu berücksichtigen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Brennerei kann Handel entstehen.

Hiermit würde – neben dem südlichen Magnet Geschäftszentrum Oelde – in der nördlichen Innenstadt

ein zweiter Magnet entstehen.

Die Fläche kann als zusätzlicher Parkraum angeboten werden.

Da die zentrale Fläche für Parken zu schade ist, sollte zusätzlich Wohnnutzung angeboten werden.






Der Bereich der Overbergstraße/Feuerwache soll nur für Wohnzwecke entwickelt werde. Es soll kein

Gewerbe in der Randlage der Innenstadt entstehen.

Das Quartier an der Overbergstraße/Feuerwache soll ein gemischtes werden: Alt und Jung, Miete und

Eigentum, Freiraum und Bebauung.

Das Mehrgenerationenwohnen soll gefördert werden.

Betreutes Wohnen kann in der alten Schule angeboten werden.

Die Möglichkeit zur Bildung von Wohngemeinschaft, z. B. in der Ausbildungszeit, soll ermöglicht werden.

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Wie könnte eine bauliche Umsetzung aussehen? Was ist dabei zu beachten?


Der Grünzug an der Overbergstraße/Feuerwache soll auch bei einer künftigen Entwicklung erhalten

und verbessert werden.



Für die – in die Jahre gekommenen – Passagen sollte ein neues Konzept erarbeitet werden.

Der Bahnhofsvorplatz soll neu gestaltet werden. Dabei könnte das gesamte Umfeld – etwa auf der

Bahnfläche westlich des Bahnhofs – als Fläche für Stellplätze mit einbezogen werden.

Gibt es in der Innenstadt weitere Entwicklungsflächen?


Es gibt keine weiteren Bedarfsflächen für den Einzelhandel.



Die Stellplätze im Bereich des Krankenhauses sollen aufgewertet werden.

Die Wegeverbindungen von dieser Stellplatzanlage in die Innenstadt sollen verbessert werden.

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ehemalige Brennerei / Ruggestraße

Fläche Overbergstraße/Feuerwache

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„Räumliche Entwicklung der äußeren Achse“

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„Räumliche Entwicklung der äußeren Achse“

Mit welchen Mitteln kann die Trennwirkung der Konrad-Adenauer-Allee verringert werden?


Im südlichen Bereich der Innenstadt kann eine Brücke zum Park als Attraktion und Eyecatcher fungieren.

Wie könnte eine räumliche Entwicklung entlang der Konrad-Adenauer-Allee aussehen?





Die Öffnung des Carl-Haver-Platzes ist wichtig.

Der Carl-Haver-Platz soll nicht bebaut werden. Ggf. könnte eine Tiefgarage unterhalb des Platzes errichtet

werden.

Der Carl-Haver-Platz soll weiterhin als Parkraum genutzt werden.

Der Carl-Haver-Platz soll an das Zentrum angebunden werden.


Die Fläche östlich des Kreisverkehrs Lindenstraße kommt für eine reine Wohnnutzung nicht infrage.

Hier bietet sich eine Mischnutzung mit Gewerbe und Handel an.




Am Stromberger Tor könnte Parken eine Verbindung zwischen Park und Innenstadt herstellen

Kann eine Bebauung am Stromberger Tor die Innenstadt zusätzlich beleben?

Ein zusätzlicher Magnet am Stromberger Tor könnte den Einzelhandel stärken und würde ein Pendant

zur Ratspassage bilden.

Gibt es entlang der Konrad-Adenauer-Allee weitere Flächen, die entwickelt werden sollten?


Im Bereich Sommers Wiese könnte eine mehrgeschossige Stellplatzanlage errichtet werden.

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Carl-Haver-Platz

Stromberger Tor

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4 Zeitplanung

21.03.2013

Analyse

Ausschuss für Planung und Verkehr

Stärken, Schwächen, Herausforderungen

Ziele und Rahmenkonzept

23.05.2013 Auftakt Bürgerbeteiligung Ideenwerkstatt

03.06.2013 Runder Tisch „Gestaltung der inneren Achse“

24.06.2013 Runder Tisch „Räumliche Entwicklung der

äußeren Achse“

01.07.2013 Runder Tisch „Entwicklungsflächen“

Handlungsprogramm

Herbst 2013

Vorstellung und Diskussion des

Masterplans

Maßnahmen- und Durchführungskonzept

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