Download - GEWOGE im Hönnetal eG Menden Lendringsen

gewogemenden

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Hier fühle ich mich wohl.

Geschäftskurzbericht 2012

Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft im Hönnetal eG

58710 Menden-Lendringsen (Sauerland)


Sehr geehrte Mitglieder, Geschäftspartner und

Freunde der GEWOGE,

Vertrauen ist definiert als subjektive Überzeugung

von der Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von

Personen oder Institutionen. Es ist nicht nur das

Fundament einer erfolgreichen (Geschäfts-) Beziehung

– nein, Vertrauen ist das wertvollste Kapital

unserer Gesellschaft. Es darf deshalb nicht, wie in

der jüngeren Vergangenheit geschehen, leichtfertig

verspielt werden, sei es durch Teile der Finanzwirtschaft

oder durch nationale wie auch internationale

politische Entscheider. Oft nicht nachvollziehbare

Beschlüsse schwächen zunehmend die Vertrauensgrundlage

bei den Bürgern. Damit entwickelt sich der

fortschreitende Vertrauensverlust zum Problem für die

weitere wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.

Das genossenschaftliche Wohnen darf unter dieser

Tendenz keinen Schaden nehmen. Unsere Mitglieder

sollen uns auch zukünftig uneingeschränkt

vertrauen können. Wir wollen den genossenschaftlichen

Förderauftrag deshalb künftig noch stärker

unabhängig und ohne Vorgaben von Dritten erfüllen.

Darum haben wir uns schon vor geraumer Zeit dafür

ausgesprochen, unsere Neubau- wie auch Modernisierungstätigkeit

ohne finanzielle Einbindung der

öffentlichen Hand und der damit verbundenen Auflagen

und Restriktionen zu bewirken. Flankierend

haben wir begonnen, aufgenommene öffentliche

Mittel sukzessive aus eigener Kraft außerplanmäßig

zurückzuzahlen. Das fördert das Vertrauen

unserer Mitglieder in die Unabhängigkeit der genossenschaftlichen

Selbstverwaltung der GEWOGE.

Im internationalen Jahr der Genossenschaften, das

von den Vereinten Nationen für 2012 ausgerufen

wurde, setzten wir unsere erfolgreiche Geschäftspolitik

fort. Die erneut umfangreiche Instandhaltungs-

und Modernisierungstätigkeit trägt nicht nur

zu einer hohen Wohnzufriedenheit unserer Mitglieder

bei, sondern steigert auch die Attraktivität

der GEWOGE am Mendener Wohnungsmarkt.

Liebe Mitglieder, Sie vertrauen uns zu Recht.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Manfred Döring

3 3


Gesamtwirtschaftliche Lage ...

Hier fühle ich mich wohl, ...

„weil es so schön heißt,

my Home is my Castle.“

Anne Berens mit Kundenberater

Jonas Struck in ihrem

Wohnzimmer in der Gartenstraße,

Menden-Innenstadt.

Weltwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Konjunktur hat 2012 nahezu

überall an Fahrt verloren, und die Stimmung

von Unternehmen und Haushalten hat sich weiter

verschlechtert. Ein wichtiger Belastungsfaktor ist

schon seit dem Jahr 2011 die Schulden- und

Vertrauenskrise im Euroraum. Hinzu kommt, dass

Anpassungsprozesse, die seit dem Platzen der

Immobilienblase in den USA im Jahr 2007 auch in

anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stattfinden,

noch nicht abgeschlossen sind.

Die Notenbanken in den großen fortgeschrittenen

Volkswirtschaften reagierten im Spätsommer 2012

auf die neuerliche Zunahme von Pessimismus auf den

Finanzmärkten und die Eintrübung der konjunkturellen

Aussichten, indem sie neue Wertpapierkäufe ankündigten,

die im Fall der EZB und der Fed diesmal

im Umfang nicht begrenzt wurden.

Auf den Finanzmärkten hat sich die Stimmung in

der Folge erst einmal verbessert. Dass es der Geldpolitik

dadurch gelingt, die Konjunktur zu beleben,

ist allerdings fraglich. Ob etwa die EZB die Finanzierungsbedingungen

für öffentliche und private

Schuldner in den Krisenländern nachhaltig verbessern

kann, wird wohl wesentlich davon abhängen,

ob die Wirtschaftspolitik es schafft, dass Finanzinvestoren,

Unternehmen und Haushalte Vertrauen

in die Reform- und Konsolidierungsanstrengungen

im Euroraum fassen.

Euro-Raum

Die Rezession im Euroraum hat sich im Verlauf des

Jahres 2012 fortgesetzt. Die gesamtwirtschaftliche

Produktion ging seit dem Herbst 2011 zurück; im

zweiten Quartal 2012 sank sie um 0,2 %. Vergleichsweise

günstig verlief die Entwicklung in Deutschland

und Österreich, wo die wirtschaftliche Aktivität bis

zuletzt aufwärts gerichtet war, sowie in Belgien und

der Slowakei. Geradezu dramatisch sind demgegenüber

die Produktionsrückgänge in den von der Staatsschuldenkrise

besonders betroffenen Ländern.

Seit dem Sommer 2011 schrumpft die Binnennachfrage

im Euroraum kontinuierlich. Anregungen gehen

hingegen vom Außenhandel aus. Wohl nicht zuletzt

infolge der Abwertung des Euro legten die Exporte im

zweiten Quartal dieses Jahres trotz der schwächeren

Weltkonjunktur in beschleunigtem Tempo zu. Gleichzeitig

verringerte sich die Zunahme der Importe, weil

die Inlandsnachfrage weiterhin merklich zurückging.

Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen deutlich ab.

Besonders stark war der Rückgang bei den Bauinvestitionen;

sie sind mittlerweile auf ihr Niveau von

1997 gefallen, wobei die Anpassung in den Niederlanden

und in Spanien als Folge von Immobilienkrisen

besonders ausgeprägt ist. Auch der private

Konsum ging im gesamten ersten Halbjahr zurück.

Vielerorts werden große Anstrengungen zur Konsolidierung

der öffentlichen Haushalte unternommen,

so dass höhere Abgaben und Einschnitte bei Löhnen

und Beschäftigung im öffentlichen Dienst die private

Nachfrage belasten.

4


... und voraussichtliche Entwicklung

Daten Euro-Raum (2012/2013 geschätzt)

2010 2011 2012 2013

Reales Bruttoinlandsprodukt + 1,8 %

+ 1,4 %

- 0,5 %

+ 0,1 %

Verbraucherpreise

+ 1,6 %

+ 2,7 %

+ 2,4 %

+ 1,8 %

Hier fühle ich mich wohl, ...

Arbeitslosenquote

10,1 %

10,2 %

11,3 %

12,0 %

Deutschland

„weil hier immer jemand

für mich da ist!“

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt

2012 weiter gewachsen: Um 0,7 % war das preisbereinigte

Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr.

In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP

sehr viel kräftiger gestiegen (2010 um 4,2 % und 2011

um 3,0 %). Dabei handelte es sich aber um Aufholprozesse

nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2009.

Die deutsche Wirtschaft erwies sich in einem schwierigen

wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig und

trotzte der europäischen Rezession. Allerdings hat

sich die deutsche Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte

deutlich abgekühlt. Auf der Verwendungsseite

des Bruttoinlandsprodukts erwies sich der Außenhandel

angesichts eines schwierigen außenwirtschaftlichen

Umfelds als sehr robust: Deutschland exportierte

im Jahr 2012 preisbereinigt insgesamt 4,1 %

mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor.

Gleichzeitig stiegen die Importe lediglich um 2,3 %.

Die Differenz zwischen Exporten und Importen

– der Außenbeitrag – steuerte 1,1 Prozentpunkte zum

BIP-Wachstum 2012 bei und war damit einmal mehr

wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft.

Die Binnennachfrage entwickelte sich unterschiedlich:

Zwar wurde im Inland mehr konsumiert

(+ 0,8 % bei den privaten und + 1,0 % bei den staatlichen

Konsumausgaben). Die Investitionen konnten

aber erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 keinen

positiven Beitrag zum BIP-Wachstum liefern. Sie

gingen zum Teil deutlich zurück: Die Bauinvestitionen

um 1,1 % und die Ausrüstungsinvestitionen sogar um

4,4 %. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute

gehen in ihrem Herbstgutachten 2012 davon aus,

dass sich im Laufe des Jahres 2013 die deutsche

Konjunktur belebt, da sich die Lage im Euroraum allmählich

entspannen und die übrige Weltwirtschaft

stärker Fahrt aufnehmen dürfte. In einem so verbesserten

Umfeld dürften die günstigen Finanzierungsbedingungen

stärker zum Tragen kommen. Für den

Jahresdurchschnitt 2013 erwarten die Institute einen

Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 1,0 %.

Luise Terk und Elvira Pieschkalla

mit Kundenberaterin Cosima Antler

in der Delyner Straße, Menden

Platte-Heide

5 5


Die preisbereinigten Daten betragen:

Ist-Daten (preisbereinigt, verkettet)

Prognose

2010 2011 2012 2013

Bruttoinlandsprodukt

+ 4,2 %

+ 3,0 %

+ 0,7 %

+ 1,0 %

Hier fühlen wir uns wohl, ...

Private Konsumausgaben

Konsumausgaben des Staates

+ 0,9 %

+ 1,7 %

+ 1,7 %

+ 1,0 %

+ 0,8 %

+ 1,0 %

+ 1,1 %

+ 1,2 %

„weil wir mit der

GEWOGE mitten im

Leben stehen!“

Ausrüstungsinvestitionen

Bauinvestitionen

+ 10,3 %

+ 3,2 %

+ 7,0 %

+ 5,8 %

- 4,4 %

- 1,1 %

+ 0,2 %

+ 2,8 %

Der inländische Wohnungsbau

Immobilienaktien konnten 2012 deutlich zulegen.

Der DIMAX stieg bis Jahresende 2012 um rd. 32,0 %

gegenüber dem Endstand 2011. Von Januar bis

November 2012 wurde in Deutschland der Bau von

218.650 Wohnungen (einschließlich Bestandsmaßnahmen)

genehmigt. Das waren 6,80 % mehr als im

Vorjahreszeitraum.

2012

140

120

%

%

• DIMAX

• DAX

Theresia Hamer und

Margaret Rüther vor der

Seniorenresidenz nach dem

traditionellen „Ständchen“

der Lendringser Schützen

Von den im Zeitraum von Januar bis November 2012

genehmigten Wohnungen waren 196.494 Neubauwohnungen.

Das waren 6,9% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ausweislich der GdW-Jahresstatistik betrugen

die Nettokaltmieten im Bundesdurchschnitt

im Berichtsjahr 2011 4,96 (+ 2,1%) E/m 2 , in den alten

Bundesländern 5,18 (+ 1,9%) E/m 2 und in den neuen

Bundesländern 4,69 (+ 2,5%) E/m 2 .

100

80

%

%

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep

Quelle: BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG © 2012

6


Unsere wohnungswirtschaftlichen Leistungen

Unsere Tochtergesellschaft, die GEWOGE Bauträgergesellschaft

mbH, besorgt im Rahmen eines

Geschäftsbesorgungsvertrages die Geschäfte der

Genossenschaft in deren Namen und auf deren

Rechnung. Die Aufwendungen dafür betrugen in

2012 715.109,00 E. Unser bewirtschafteter Wohnungsbestand

umfasste durchschnittlich 2.105

Wohnungen in 385 Häusern mit einer Wohnfläche

von insgesamt 129.753 m 2 sowie 1 Tagesstätte und

8 sonstige Objekte sowie 455 Garagen / Boxen.

Unsere Tochtergesellschaft bewirtschaftete durchschnittlich

weitere 325 eigene Wohnungen mit einer

Wohnfläche von 21.658 m 2 und 13 gewerbliche Einheiten,

zudem auf fremde Rechnung durchschnittlich

168 Wohnungen, 168 Eigentumswohnungen

und 173 Garagen / Einstellplätze.

Die Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaft ist

verknüpft mit dem Einlassen auf die Auswirkungen

einer bedenklichen gesellschaftlichen Entwicklung,

insbesondere der fortschreitenden sozialen Spreizung.

Nicht nur deshalb betrachtet der Vorstand

qualifizierte, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter

als Garant für die weiterhin erfolgreiche

Tätigkeit. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben wird die

Geschäftsführung von 1 Handlungsbevollmächtigten

und 16 kaufmännischen sowie 19 nichtkaufmännischen

Mitarbeitern unterstützt.

Das schwierige Marktgebiet unserer Genossenschaft

war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin

durch einen Angebotsüberhang gekennzeichnet.

Fluktuationsbedingt vermieteten wir 216 Wohnungen

neu.

Die durchschnittliche Nutzungsgebühr ohne Betriebs-

und Heizkosten stieg 2012 nur um 3 Cent

pro m 2 Wohnfläche und damit weit unterhalb der

Inflationsrate.

Hier fühle ich mich wohl, ...

„weil die GEWOGE

bei Bedarf sofort zur

Stelle ist!“

Instandhaltung und Modernisierung

Im Geschäftsjahr 2012 haben wir für unsere Mitglieder

viele Gebäude und Wohnungen noch attraktiver

gestaltet. Intensive Instandhaltung und Modernisierung

unseres Wohnungsbestandes sind wichtige

Bestandteile unserer Vermietungs- und Servicetätigkeit.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne ...

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern herzlich, die

aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen Beeinträchtigungen

durch Lärm und Schmutz hinnehmen

mussten, für das Verständnis und die Unterstützung.

Ursula Schule mit

Kundenberater Patrik Mülhöfer,

Am Ehrenmal, Lendringsen

7 7


Strahlende „Gesichter“ durch frische Anstriche

13 Häuser erhielten einen neuen Fassadenanstrich – Giebelseiten wurden gedämmt.

Eisborner Weg 53 – 57, Lendringsen

(Eingangsbereich)

Eisborner Weg 53 – 57, Lendringsen

(Balkone)

Bild oben: Clemens-Brentano-Straße

am Bieberberg, Lendringsen

Bild unten: Rosenweg 22 a, Lendringsen

8


Frisch gestrichene Außenfassaden und neue Markisen in Lendringsen, Am Ehrenmal 1 – 3 a

9 9


Hier fühlen sich unsere Mitglieder wohl!

Villenromantik in der Brückstraße,

Menden-Innenstadt

Die Hauseingangstür unterstreicht den

Charakter des Hauses

10


Neue Fassade mit Wärmedämmung, Zuwegungen sowie 15 Stellplätze –

Rosenweg 22 a, Lendringsen

Am Westhang, Sümmern

11 11


Kalte Füße? Nicht bei uns!

Welchen Vorteil haben unsere Mitglieder vom

Einbau von Heizungen mit Brennwerttechnik?

Die Heizung mit Brennwerttechnik ist leistungsstark,

wartungsarm, bedienungsfreundlich und

sichert eine schnelle Wärmeübertragung. Die Heizung

nutzt die Energie äußerst effizient. Die im Abgas

enthaltene Kondensationswärme wird erneut

genutzt und kommt dem Heizkreislauf zugute.

Das erhöht den feuerungstechnischen Wirkungsgrad

erheblich, senkt den Energieverbrauch und

damit nachhaltig die Heizkosten. Im Ergebnis reduziert

die Heizungsanlage mit Brennwerttechnik den

Verbrauch fossiler Brennstoffe, sie schont die Umwelt

und die Geldbörse unserer Mitglieder.

Ausgaben für die Instandhaltung /

Modernisierung

Putz- und Kunststeinarbeiten

– Balkonanbauten/Terrassen

– Fassaden/Giebelseiten

– barrierefreie Eingänge

– Fliesenarbeiten

– alle übrigen

Dachdeckerarbeiten

Klempnerarbeiten/

Sanitärinstallationen

EURO

470.000

514.000

31.000

45.000

33.000

63.000

395.000

In diversen Gebäuden bauten wir

wieder Gasheizungen mit modernster

Brennwerttechnik ein.

Innere Werte

Weitere 69 Wohnungen modernisierten wir bedarfsgerecht.

Neue Elektroinstallationen, Türen, Fenster,

Heizkörper und Fliesenspiegel sowie die Verlegung

von Küchenanschlüssen erhöhten den Wohnkomfort.

Die Vielzahl der unterschiedlichen Gebäudetypen und

Grundrisse ermöglicht unseren Mitgliedern ein individuelles

Wohnen ganz nach dem eigenen Geschmack.

Die Instandhaltungskosten lagen mit 41,1 % der

Sollmieten bzw. 24,24 €/m 2 Wohnfläche höher als

im Durchschnitt bei Vergleichsgenossenschaften im

Sauer- und Siegerland.

Neuinstallation Badezimmer

einschl. sämtlicher Arbeiten

Maler-/Fußbodenarbeiten/

Treppenhausanstriche

Fenster/Türen/Glaser/

Rollladenarbeiten

Elektroarbeiten

Schlosserarbeiten

Heizungsarbeiten

Außenanlagen

459.000

323.000

178.000

167.000

39.000

274.000

151.000

Sonstige Arbeiten

3.000

Insgesamt 3.145.000

12


Sonnenverwöhnt und lichtdurchflutet:

Wohnen unterm Dach in Lendringsen

Bild oben: Praktische Kochnische oder geräumige Wohnküche? Alles ist möglich.

Bild unten: Wohnen auf zwei Ebenen – Maisonette-Wohnung

13


Vermögensstruktur

Die Entwicklung der Vermögenslage der Genossenschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2012 31.12.2011

Hier fühlen wir uns wohl, ...

T€ % T€ %

„weil der Balkonblumenwettbewerb

der GEWOGE

uns jedes Jahr aufs

Neue motiviert.“

Anlagevermögen 63.336,4

72,80 64.224,6

70,20

Umlaufvermögen 23.615,2

27,20 27.294,8

29,80

Gesamtvermögen 86.951,6

100,00 91.519,4

100,00

Fremdmittel 13.214,9

15,20 19.121,0

20,89

Reinvermögen 73.736,7

84,80 72.398,4

79,11

Gerda Waschkowski und

Franz-Josef Nolte gemeinsam mit

Kundenberater Jonas Struck

auf ihrem Balkon in der

Overhuesstraße., Menden-Obsthof

14


Bilanzsumme

Die Entwicklung der Bilanzsumme von 1960 – 2012 zeigt folgendes Bild (in T€)

100.000,0

90.000,0

80.000,0

70.000,0

60.000,0

50.000,0

Hier fühle ich mich wohl.

40.000,0

30.000,0

20.000,0

10.000,0

0

Jahr 1960

1965 1975 1980 1990 2000 2005 2010 2011 2012

15


Der Balkon, das Wohnzimmer im Freien

Viele im Jahr 2012 neu angeständerte und großzügige Balkone erhöhen den

Wohnkomfort für unsere Mitglieder.

Die schöne Hanglage der Gebäude in der Friedhofstraße, Lendringsen,

ermöglicht einen unverbaubaren Ausblick bis zum Horizont.

Feierabendliche Sonnenstunden dank günstiger Südausrichtungen der Balkone.

Großzügige Außenanlagen bringen unseren Mitgliedern das Urlaubsgefühl direkt nach Hause.

Willkommen auf „Balkonien“!

16


Innenstadt, Gartenstraße

Innenstadt, Twiete

17 17


Balkonimpressionen aus unserem Bestand

Zum Sundern, Hüingsen

Obsthof, Theodor-Hürth-Straße

18


Oberm Rolande, Lendringsen

Eisborner Weg, Lendringsen

19


Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

Geschäftsjahr

Vorjahr

Anlagevermögen

EURO

EURO

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 37.179.954,27 37.982.103,99

Grundstücke mit anderen Bauten 259,95 259,95

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 1.058.976,91 1.050.147,58

Betriebsausstattung 1,02 1,02

Anlagen im Bau 0,00 289.692,42

Bauvorbereitungskosten 201.247,84 6.362,00

Anteile an verbundenen Unternehmen 24.896.000,00 24.896.000,00

63.336.439,99 64.224.566,96

Umlaufvermögen

Grundstücke ohne Bauten 0,51 0,51

Unfertige Leistungen 2.675.781,48 2.474.186,81

Andere Vorräte 5.703,45 3.833,33

Forderungen aus Vermietung 51.096,55 57.685,01

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 35.647,15 0,00

Sonstige Vermögensgegenstände 282.930,91 210.814,09

Guthaben bei Kreditinstituten 20.564.021,96 24.548.294,59

Bilanzsumme 86.951.622,00 91.519.381,30


PASSIVA

Geschäftsjahr

Vorjahr

Eigenkapital

EURO

EURO

Geschäftsguthaben

der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder 252.409,78 392.378,29

der verbleibenden Mitglieder 2.575.961,91 2.646.141,17

Ergebnisrücklagen

Gesetzliche Rücklag 6.426.000,00 6.246.000,00

Bauerneuerungsrücklage 36.392.000,00 35.292.000,00

Andere Ergebnisrücklagen 27.747.241,98 27.509.155,58

Bilanzgewinn

Jahresüberschuss 1.773.115,42 1.382.658,75

Einstellungen in Ergebnisrücklagen 1.430.000,00 343.115,42 1.070.000,00 312.658,75

Eigenkapital insgesamt 73.736.729,09 72.398.333,79

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 15.000,00 15.000,00

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.186.589,34 14.932.141,00

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 65.854,45 68.104,13

Erhaltene Anzahlungen 3.114.322,70 3.032.778,75

Verbindlichkeiten aus Vermietung 90.694,71 106.515,19

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 393.473,86 362.454,95

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 227.996,82

Sonstige Verbindlichkeiten 348.957,85 376.056,67

Bilanzsumme 86.951.622,00 91.519.381,30


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Geschäftsjahr

Vorjahr

Umsatzerlöse

EURO

EURO

aus der Hausbewirtschaftung 9.786.800,15 9.673.429,14

Erhöhung/im Vorjahr Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 201.594,67 11.827,70

Sonstige betriebliche Erträge 341.170,85 95.862,98

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 6.269.934,01 6.218.549,79

Rohergebnis 4.059.631,66 3.538.914,63

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 3.621,00 5.716,00

b) Soziale Abgaben 271,95 961,22

Abschreibungen auf Sachanlagen 1.411.441,51 1.426.359,20

Sonstige betriebliche Aufwendungen 834.166,47 906.214,64

Übertrag: 1.810.130,73 1.199.663,57

22


Geschäftsjahr

Vorjahr

EURO

EURO

Übertrag: 1.810.130,73 1.199.663,57

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 456.073,17 668.646,30

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 223.290,23 223.597,93

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.042.913,67 1.644.711,94

Sonstige Steuern 269.798,25 262.053,19

Jahresüberschuss 1.773.115,42 1.382.658,75

Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in Ergebnisrücklagen 1.430.000,00 1.070.000,00

Bilanzgewinn 343.115,42 312.658,75

23


Aus dem Anhang zum Jahresabschluss 2012

A: Allgemeine Angaben

B: Angaben zu den

Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

(BilMoG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

entspricht der Verordnung für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen

(Formblatt VO), wobei für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren

angewendet wird.

Das Anlagevermögen bewerteten wir zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um handelsrechtlich

zulässige Abschreibungen. Erhaltene Baukostenzuschüsse minderten die Herstellungskosten. Die zum

Verkauf bestimmten Grundstücke sowie die anderen Vorräte setzten wir ebenfalls zu Anschaffungs- bzw.

Herstellungskosten an. In die Herstellungskosten der Grundstücke des Anlagevermögens bezogen wir weder

anteilig zurechenbare Kosten für eigene Leistungen noch Fremdkapitalzinsen ein.

Abschreibungen erfolgten auf

• Wohnbauten nach der Restnutzungsdauermethode unter Zugrundelegung einer Gesamtnutzungsdauer von:

57 Jahren für Altbauten

50 Jahren für Neubauten

40 Jahren für erworbene Gebrauchtobjekte

• Garagen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode, Abschreibungssatz 10 %.

• die Betriebs- und Geschäftsausstattung unter Zugrundelegung der linearen Abschreibungsmethode

bei Abschreibungssätzen von 20 % und 25 % und 100 % bei geringwertigen Wirtschaftsgütern,

zurzeit werden nur Erinnerungswerte ausgewiesen.

Finanzanlagen

sind zu den Anschaffungskosten bewertet.

24


Umlaufvermögen

Die unbebauten Grundstücke umfassen zwei Splissparzellen mit einem Erinnerungswert von 0,51 e. Die

„Unfertigen Leistungen“ und die „Anderen Vorräte“ sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Der

Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Uneinbringlich

bzw. zweifelhaft realisierbare Forderungen wurden abgeschrieben. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos

sind die Vermietungsforderungen um 24.500,00 e pauschal korrigiert worden. Der rechnerische Anteil

an den Instandhaltungsrücklagen bei Wohnungseigentümergemeinschaften wurde erstmals in Höhe von

46.663,25 e erfolgswirksam bilanziert. Flüssige Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hier fühlen wir uns wohl, ...

„weil wir uns hier

fühlen wie im Eigenheim!“

Vom Aktivierungswahlrecht der Geldbeschaffungskosten wird kein Gebrauch gemacht. Sie werden direkt als

Aufwand erfasst.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit

entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Natalie Hofmann mit

Kundenberaterin Cosima Antler

in ihrem Garten,

Goethestraße, Bösperde

25 25


C: Erläuterungen zur

Bilanz und zur Gewinnund

Verlustrechnung

In der Position „Unfertige Leistungen“ sind 2.675.781,48 E noch nicht abgerechnete Betriebsund

Heizkosten ausgewiesen. Die Position „Sonstige Vermögensgegenstände“ umfasst 46.306,67 E

abgegrenzte Festgeldzinsen, die in 2013 fällig werden.

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich wie folgt dar:

insgesamt

davon mit einer Restlaufzeit von

mehr als einem Jahr

Forderungen

31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011

aus Vermietung

51.096,55 €

57.685,01 €

0,00 €

0,00 €

gegenüber verbundenen

Unternehmen

35.647,15 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

Sonstige

Vermögensgegenstände

282.930,91 €

210.814,09 € 17.308,50 € 21.264,50 €

Gesamtbetrag

369.674,61 € 268.499,10 € 17.308,50 €

21.264,50 €

D: Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verteilen:

8 % Dividende auf die Geschäftsguthaben zum 01.01.2012 211.820,35 E

Zuweisung in andere Gewinnrücklagen

131.295,07 E

343.115,42 €

Menden-Lendringsen, 10. Juni 2013

Der Vorstand

Döring Erdem Paul

26


Parken erwünscht

Unseren Mitgliedern stellten wir weitere attraktive Parkmöglichkeiten

abseits der Straße zur Verfügung.

Bild oben: Parkplätze und Garagen in der Habichtstraße

Bild unten links: Parkplätze im Tulpenweg

Bild unten rechts: Keine Chance für Stolperfallen – wir gestalten möglichst barrierearm.

Die Parkplatzsuche entfällt, jeder Bewohner erhält einen festen Stellplatz.

Stellplätze im Rosenweg

27 27


Unsere Bäder – eine saubere Sache

Erneut statteten wir eine Vielzahl an Wohnungen mit modernen Badezimmern aus.

Hochwertige Fliesen und Sanitärinstallationen

Ebenerdige Duschen erfreuen sich bei

unseren Mitgliedern großer Beliebtheit

Praktische Badausstattungen bringen

den Badespaß in die eigenen vier Wände

28


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung

obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den

Vorstand der Genossenschaft laufend überwacht.

In den gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand

konnte sich der Aufsichtsrat durch die Berichterstattungen

und Erläuterungen des Vorstandes jederzeit

ein aktuelles Bild über die Lage der Genossenschaft

verschaffen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig,

zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung

und über wichtige Geschäftsvorfälle sowie

Vorhaben von besonderer Bedeutung unterrichtet.

In den 4 ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates

hat der Vorstand über den geschäftlichen Fortschritt

der Genossenschaft informiert. Neben der Analyse

der laufenden Geschäftsentwicklung wurden einzelne

Geschäftsvorgänge, die aufgrund gesetzlicher oder

satzungsmäßiger Bestimmung der Zustimmung des

Aufsichtsrates bedürfen, geprüft, beraten und entschieden.

Die Beratungen erstreckten sich sowohl

auf die wirtschaftliche Lage als auch auf die langfristigen

Perspektiven der Genossenschaft und deren

Tochtergesellschaft. Bei allen Entscheidungen war

es für den Aufsichtsrat oberstes Gebot, sowohl die

Wirtschaftlichkeit der Genossenschaft als auch die

Interessen der Mitglieder zu beachten.

Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Rheinland Westfalen e. V. prüfte in seiner

Eigenschaft als gesetzlicher Prüfungsverband den

Jahresabschluss 2012 unter Einbeziehung der Buchführung

und des Lageberichtes. Der Aufsichtsrat

hat durch seinen Prüfungsausschuss den Jahresabschluss

und den Lagebericht sowie den Vorschlag

des Vorstandes für die Gewinnverwendung geprüft.

An der Sitzung des Aufsichtsrates am 22.07.2013

hat ein Vertreter des Verbandes teilgenommen, um

über die Ergebnisse der Prüfung ausführlich zu berichten.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden

Ergebnis seiner Prüfung keinerlei Einwendungen

erhoben, das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung zustimmend

zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss

und den Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat

empfiehlt der Mitgliederversammlung, den

Jahresabschluss festzustellen, dem Bericht des Vorstandes

über das Geschäftsjahr 2012 zuzustimmen,

den Vorschlag über die Gewinnverwendung anzunehmen

und dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Herr Ernst Hamer stellte sich in der Mitgliederversammlung

2012 nicht zur Wiederwahl und schied

aus dem Aufsichtsrat aus. Die Mitgliederversammlung

wählte am 25. Oktober 2012 die Damen Annette

Fischer-Kaulitzki und Cornelia Walter in den Aufsichtsrat.

Mit der Mitgliederversammlung am 24.10.2013

scheidet turnusmäßig Frau Elisabeth Tiems aus dem

Aufsichtsrat aus. Eine Wiederwahl ist zulässig. Der

Aufsichtsrat dankt Herrn Hamer für seine langjährige

Mitwirkung im Aufsichtsgremium. Den Mitgliedern

des Vorstandes sowie den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern dankt er für ihre Leistungsbereitschaft,

Motivation und die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Menden-Lendringsen, im August 2013

Der Aufsichtsrat

gez. Dirk Rinsche

– Vorsitzender –

Der Aufsichtsrat in

neuer Zusammensetzung v.l.n.r.:

Dirk Rinsche, Vors.,

Elisabeth Tiems, Cornelia Walther,

Annette Fischer-Kaulitzki,

Hubert Flöper, stv. Vors.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

Rechtsanwalt und Notar Dirk Rinsche

29


Zensus 2011 – die Volkszählung in Deutschland

1. Geschichtliches

Hier fühlen wir uns wohl, ...

„weil meine Wohnung

im Grünen und die nette

Nachbarschaft die Erholung

von der täglichen Arbeit

garantieren.“

Renate Schnick und Angelika Haacke

mit Kundenberater Maik Kösling

auf ihrem Balkon im Rosenweg,

Lendringsen

Volkszählungen auf deutschem Boden haben eine

lange Tradition. Sie gehen zurück bis ins Jahr 1834,

als der Deutsche Zollverein mit regelmäßigen, alle

drei Jahre stattgefundenen Zählungen in den Mitgliedsländern

begann. Der Beweggrund war damals

klar: Es sollte die so genannte „Zollabrechnungsbevölkerung“

ermittelt werden, um die fiskalischökonomischen

Rahmenbedingungen vereinheitlichen

zu können; eine wichtige Voraussetzung für den angestrebten

wirtschaftlichen Binnenmarkt. Schließlich

gab es um 1790 in Deutschland noch weit mehr

als 1.500 Zollgrenzen!

Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs

übernahm dieses die Aufgaben des Zollvereins.

Die Zählungen erfolgten weitgehend alle 5 Jahre,

nach 1910 nur noch unregelmäßig. Volkszählungen

hatten neben der bloßen Feststellung der Einwohnerzahl

stets auch besondere Motive:

Kriegsvolkszählungen erfolgten vorrangig im Zusammenhang

mit der Lebensmittelrationierung. 1939

enthielten die Fragebögen im Zeichen des NS-Antisemitismus

auch rassistische Kriterien.

1950 umfasste der Fragenkatalog der Volkszählung

eine Reihe von Themen, die die Zeitgeschichte

widerspiegeln. So wurde die Zahl der Vertriebenen

und Flüchtlinge ermittelt.

Die neu gegründete Bundesrepublik Deutschland

zählte 51 Millionen Menschen, die DDR 18 Millionen

Einwohner.

Die starke Bevölkerungszunahme in Asien, Afrika

und Südamerika zeitigte Ernährungsprobleme. Zur

Vorbereitung vorbeugender Gegenmaßnahmen

brauchte man auch neue nationale Zahlen. Die

Volkszählung 1961 ermittelte für die Bundesrepublik

Deutschland 57 Millionen Menschen.

1970 hatte die Bundesrepublik Deutschland 61 Millionen

Einwohner. Bei dieser Zählung wurden auch

Informationen über den Bedarf an Akademikern und

Facharbeitern gewonnen, um die Bildungspolitik

richtig ausrichten zu können.

1987 zählte die Bundesrepublik 61,2 Millionen Einwohner.

Es gab viele Proteste gegen diese „Volks-,

Berufs-, Gebäude-, Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung“.

Doch wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen.

So mussten die „bestandsfortschreibenden“

Einwohnerzahlen der Gemeinden teilweise

kräftig korrigiert werden. Dadurch veränderte sich

die Grundlage der Ausgleichszahlungen zwischen

Ländern und Kommunen. Die Summe der notwendigen

Korrekturen überstieg fast die Zwei-Milliarden-

DM-Grenze. Zudem gab es bundesweit eine Million

Wohnungen weniger als erwartet.

30


2. Zensus 2011 – mehr als nur Bevölkerungszahlen

Der Zensus 2011 hatte das Ziel, eine möglichst

genaue Momentaufnahme von Basisdaten zur Bevölkerung,

zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation

zu liefern. Es war die erste gesamtdeutsche

Volkszählung seit 1946. Der Abstand zur letzten

Zählung in Ostdeutschland betrug 30 Jahre, zur

letzten Zählung in Westdeutschland 24 Jahre.

Zur Umsetzung des EU-weiten Zensus entschied

sich Deutschland anstelle der bislang erfolgten

Vollerhebung für eine registergestützte Methode:

Der technische Fortschritt ermöglichte nämlich die

Nutzung von Daten, die in Registern der Verwaltung

bereits vorhanden waren.

Aufgrund der in Deutschland geltenden Meldepflicht

standen zum Beispiel in allen Kommunen Melderegister

zur Verfügung, die vergleichbare Informationen

enthielten. Darüber hinaus verfügte die Bundesagentur

für Arbeit über Informationen zu allen

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie zu

allen arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldeten

Menschen. Schließlich konnten die öffentlichen Arbeitgeber

Daten über Beamte, Richter und Soldaten

liefern.

Diese Daten wurden genutzt und in bestimmten

Bereichen durch eine Verknüpfung von Vollerhebungen

und Stichprobenerhebungen ergänzt.

Allerdings enthielten die Verwaltungsdaten keine

verlässlichen Informationen etwa zur Bildung, zum

konkreten Beruf eines Bürgers oder zur Wohnsituation.

Auch ließen sich die Angaben zur Erwerbstätigkeit

für bestimmte Gruppen wie zum Beispiel

für Selbstständige nicht in Registern finden. Für

Gebäude und Wohnungen gab es in Deutschland

flächendeckend überhaupt keine Registerdaten.

Deshalb mussten ergänzende Befragungen durchgeführt

werden, auch bei Wohnungsgenossenschaften

wie bei der GEWOGE. Unsere dadurch

verursachte zeitliche Belastung war enorm. Die zum

Stichtag 9. Mai 2011 als Vollerhebung durchgeführte

Gebäude- und Wohnungszählung lieferte Informationen

zu Gebäuden mit Wohnraum.

Diese Zählung war verbunden mit konkreten Angaben

zu Ausstattungs- und sonstigen Merkmalen

unserer Häuser und Wohnungen, zu den in ihnen

lebenden Personen und Haushalten und vieles

mehr. Letzteres war unter anderem notwendig, weil

die Melderegisterdaten zu dort lebenden Personen

oft erhebliche Unschärfen aufwiesen, wie ein vorangegangener

Zensustest zeigte: Hier lag das hochgerechnete

Ergebnis der Bevölkerungsentwicklung,

bezogen auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung,

um mindestens 1,3 Millionen Personen

über dem Ergebnis der Registerzählung.

Hier fühle ich mich wohl, ...

„weil bei der

GEWOGE Wohnen –

sorgenfreies Wohnen

bedeutet.“

Kundenberater Maik Kösling mit

Monika Buxkämper auf ihrem Balkon

in der Freiherr-von-Dücker-Straße,

Lendringsen

31 31


Hier fühlen wir uns wohl, ...

„weil bei der GEWOGE

Nachbarn zu Freunden

werden.“

Maria-Elisabeth Becker

und Renate Hasselberger auf

ihrem Balkon im Eisborner Weg,

Lendringsen

Der Zensus 2011 sollte auch die Frage beantworten,

welche Wohnfläche beispielsweise Familien

mit drei und mehr Kindern oder Alleinlebenden im

Durchschnitt zur Verfügung stand. Diese Haushaltszusammenhänge

wurden in einem gesonderten

Verfahren, der sogenannten Haushaltegenerierung,

aus den einzelnen Erhebungsteilen gebildet.

Das Besondere an den Zensusergebnissen war,

dass sie sehr kleinräumige Auswertungen ermöglichten.

Der Zensus 2011 stellte damit auch für

die Stadt Menden aussagekräftige Planungsdaten

bereit.

3. Ergebnisse

Die am 31.05.2013 veröffentlichten Zahlen zeigten,

dass in Nordrhein-Westfalen mit 17.538.251 Einwohnern

im Jahr 2011 rund 300.000 Menschen

weniger lebten als bislang angenommen.

Die stichprobenartige Befragung der Haushalte

förderte zum Teil erhebliche Unter- und Übererfassungen

bei den Melderegistern zu Tage. Der Stadt

Menden wurde im Rahmen der Fortschreibungsergebnisse

auf Basis der Volkszählung 1987 für 2011

eine Einwohnerzahl von 55.096 zugeschrieben, das

Zensus – Ergebnis lag dagegen bei 54.495 Einwohnern.

In der Folge fürchten Politiker für „Schrumpfkommunen“

finanzielle Einbußen. Denn die amtlichen

Einwohnerzahlen sind maßgeblich für die Finanzzuweisungen

des Landes an die Kommunen im

Rahmen des Länderfinanzausgleichs.

Städte mit schrumpfenden Einwohnerzahlen wie

Menden bemühen sich, nicht in eine sich selbst

tragende Abwärtsspirale aus sinkender Bevölkerungszahl

und damit einhergehendem Rückgang von

Finanzmitteln zu geraten: Hatte die Stadt noch im

Jahr 2005 etwas mehr als 58.300 Einwohner, so

zeigte die Erhebung Stand Mai 2011 nur noch eine

Anzahl von 54.495 Einwohnern. Prognostiziert sind

als Folge der negativen demografischen Entwicklung

im Jahr 2030 nur noch knapp 47.000 Einwohner.

Betrug der Anteil der unter 18-jährigen in 2011

noch 16,9 %, so soll er sich bis zum Jahr 2030 auf

14,9 % verschlechtern. Der Altersanteil der Mendener

Bevölkerung über 64 Jahre betrug 20,9 %.

Zwischenzeitlich mehren sich Stimmen, denen zufolge

der Zensus 2011 gegen das Gesetz verstoßen

soll. So sei die Stichprobe, aus der die neuen Einwohnerzahlen

hochgerechnet wurden, wesentlich

ungenauer als erlaubt. Droht nun eine Klagewelle?

Das Zensusgesetz sieht für die einzelnen Gemeinden

einen sogenannten Stichprobenfehler von

höchstens 0,5 % vor. Der niedrige Wert soll das bei

einer Hochrechnung unvermeidliche Risiko klein

halten, von der tatsächlichen Einwohnerzahl abzuweichen.

Dieser Stichprobenfehler soll z. B. in

Menden bei 0,94 % liegen.

32


Die nachfolgende Tabelle gibt einen Auszug aus den vom Landesamt „Information und Technik

Nordrhein-Westfalen“, Geschäftsbereich Statistik, veröffentlichten Zahlen für die Stadt Menden

wieder (Die Summenwerte wurden auf Basis der ungerundeten Ausgangswerte ermittelt, sie weichen

deshalb teilweise von einer selbstberechneten Summe der Einzelwerte ab):

Anzahl % Männlich Weiblich

Insgesamt

54.495

100

26.550

27.950

Hier fühle ich mich wohl, ...

Alter

Unter 18 Jahre

18 – 29 Jahre

9.240

7.310

16,9

13,4

4.660 4.580

3.800

3.510

„weil ich hier wohne

wie in einer kleinen Oase.“

30 – 49 Jahre

15.250

27,9

7.550

7.700

50 – 64 Jahre

11.340

20,8

5.610

5.730

65 – 74 Jahre

6.270

11,5

2.900

3.370

75 und älter

5.100

9,4

2.020

3.080

Staatsangehörigkeit

Deutsche

50.570

92,8

24.490

26.080

Ausländer/-innen

3.930

7,2

2.060

1.870

Familienstand

Ledig

19.970

36,6

10.840

9.130

Verheiratet /

Lebenspartnerschaft

27.030

49,6

13.390

13.640

Bernhard Skiba auf seinem

bunt geschmückten Balkon im

Verwitwet

4.160

7,6

780

3.380

Eisborner Weg, Lendringsen

Geschieden

3.330

6,1

1.530

1.800

33


Anzahl % Männlich Weiblich

Insgesamt

54.495

100

26.550

27.950

Erwerbsstatus

Erwerbspersonen

27.840

51,3

15.240

12.610

Hier fühlen wir uns wohl, ...

– Erwerbstätige

26.310

48,5

14.420

11.880

– Erwerbslose

1.540

2,8

810

720

„weil die Hausgemeinschaft

rücksichtsvoll miteinander

umgeht.“

Nichterwerbspersonen

Erwerbspersonen /

Wirtschaftszweig

26.410

48,7

11.210

15.200

Produzierendes Gewerbe

11.300

41,0

8.380

2.930

Dienstleistungsbereiche

15.870

57,6

6.510

9.360

Erwerbstätige nach Arbeitsort

Arbeitsort in

Hauptwohnsitzgemeinde

14.460

55,0

7.490

6.970

– Binnenpendler

13.320

50,6

7.010

6.310

– Arbeitsort überwiegend

zu Hause

1.140

4,3

-

660

Auspendler

11.840

45,0

6.930

4.910

Maria und Willi Hellwig gemeinsam

mit Kundenberater Jonas Struck vor

Einpendler

Migrationshintergrund

7.200

33,2

4.360

2.840

ihrem bunt bepflanzten Hauseingang

im Amselweg, Sümmern

ohne

39.860

73,5

19.220

20.640

mit

14.390

26,5

7.220

7.170

34


Hier fühlen wir uns wohl, ...

„weil die GEWOGE

stets für Leben

und Bewegung sorgt!“

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Zensus 2011 war

die Gebäude- und Wohnungszählung. Da es weder

auf Landes- noch auf Bundesebene ein Register für

Gebäude und Wohnungen gab, war die Befragung

aller Eigentümer wichtig, um eine verlässliche Datenbasis

zum Gebäude- und Wohnungsbestand und

zur Wohnsituation in Deutschland zu schaffen.

In Menden gab es nach den Ergebnissen insgesamt

13.580 Gebäude mit 26.804 Wohnungen. Der Anteil

der Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt

wurden, lag 2011 bei 44,5 %.

Eine wichtige Kennzahl ist auch die sog. Leerstandsquote.

In Menden standen im Mai 2011 1.417

Wohnungen, mithin rund 5,28 % leer.

Damit liegt Menden über dem Bundesdurchschnitt

von 4,5 Prozent. Dass gleichzeitig in den Ortsteilzentren

die Wohnungsnachfrage höher ist als das

Wohnungsangebot, ist nur auf den ersten Blick ein

Widerspruch.

Die vor allem durch die Altersentwicklung der Einwohner

Mendens verursachte Renaissance der

Kernbereiche der Innenstadt sowie der Ortsteile

sprechen für sich.

Die Altersstruktur der Wohngebäude in Menden

fördert folgendes zu Tage: Über 21 % der Häuser

haben ein Baujahr bis 1948, knapp 46 % der Häuser

sind zwischen 35 und 64 Jahre alt. Moderner Neubau

fehlt dabei vor allen Dingen in den Zentren.

Maria Westermann und

Gertraud Rennebaum im Park

unserer Seniorenresidenz

mit zwei „Aktiven“ des

Lendringser Schützenvereins

35


Terrassen, der Zutritt in die Natur

Wir nutzten vorhandene Außenanlagen, um gezielt Erdgeschosswohnungen

mit Terrassen auszustatten.

Impressionen aus der Freiherr-von-Dücker-Straße

36


Die GEWOGE ist

für uns Programm

Denn hier fühlen wir

uns wohl.

Weitere nützliche Informationen

erhalten Sie auf unserer Homepage:

www.gewoge-menden.de

Auch für Sie haben wir eine attraktive Wohnung

37


Die Genossenschaft

Sitz

Lendringser Platz 1, 58710 Menden-Lendringsen

Telefon 02373 / 9890-0, www.gewoge-menden.de

Gründung 28. April 1899

Genossenschaftsregister

Prüfungsverband

Eintragung am 5.05.1899 beim Amtsgericht Menden,

fortgeführt beim Amtsgericht Arnsberg unter Nr. 163

Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Rheinland Westfalen e.V., Goltsteinstr. 29, 40211 Düsseldorf

Organe

Die Mitgliederversammlung

Der Aufsichtsrat

findet in der 2. Jahreshälfte statt; in ihr üben die Mitglieder die ihr nach

Satzung und Gesetz obliegenden Mitwirkungsrechte aus, befinden über

die Feststellung des Jahresabschlusses und der Gewinnverteilung, wählen

aus ihrer Mitte den Aufsichtsrat und entscheiden über dessen sowie die

Entlastung des Vorstandes

Dirk Rinsche, Rechtsanwalt und Notar, Vorsitzender

Ernst Hamer, Stadtkämmerer a. D., stellv. Vorsitzender bis 25.10.2012

Hubert Flöper, Wohnungswirtschaftler a. D., stellv. Vorsitzender ab 25.10.2012

Annette Fischer-Kaulitzki, BA., Wohnungswirtschaftlerin, ab 25.10.2012

Elisabeth Tiems, Steuerberaterin

Cornelia Walther, Personalfachkauffrau, ab 25.10.2012

Der Vorstand RA Manfred Döring, Dipl.Bankbetriebswirt ADG – geschäftsführend –

Brigitta Erdem, Dipl.-Verwaltungswirtin – ehrenamtlich –

Joachim Paul, Geschäftsführer – ehrenamtlich –

38

Layout: Das Grafik Gärtchen


www.gewoge-menden.de

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