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Automobilzulieferer

September 2013

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie

Die automobilste

Show der Welt

Innovationen,

Trends und

Strategien

Die deutsche Zulieferindustrie

stellt Produkte und Strategien für

die Zukunft der Mobilität vor.


Automobilzulieferer

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Inhalt

2 Editorial

2 IAA-Veranstaltungen

Einblick

3 Ansporn für weitere Innovationen

(Bundesministerium für Verkehr,

Bau und Stadtentwicklung)

Editorial

von Matthias Wissmann,

Präsident des Verbandes der

Automobilindustrie (VDA)

Innovationen

4 Öko-Innovation senkt CO 2 -

Ausstoß

(Webasto AG)

4 Fahren ohne Luft im Reifen

(Hankook Tire Europe GmbH)

4 Emissionen im Fokus

(ElringKlinger AG)

5 Mittelkonsole für höchste

Ansprüche

(Preh GmbH)

5 Beduftung: Erleben mit

allen Sinnen

(Leopold Kostal GmbH & Co. KG)

Überblick

6 Eine Branche in Zahlen

(Grafik)

Trends

8 Mehr Reichweite für

Elektroautos

(KSPG AG)

8 Mobilitätskonzepte im Wandel

(Schaeffler AG)

8 Delphi bringt die Innovation

zum Kunden

(Delphi Deutschland GmbH)

9 Reif für den Alltagseinsatz

(Verband der Automobilindustrie

e.V.)

9 Weniger Immissionen dank SCR

(Veritas AG)

Strategien

10 Autohändler setzen auf Experten

(AutoBank AG)

10 Wie die Forschung die Automobilindustrie

unterstützt

(Fraunhofer Allianz

autoMOBILproduktion)

10 Drehscheibe für

Automobiltechnik

(Duisport)

11 Mobilität für die Zukunft sichern

(Hessen Trade & Invest GmbH)

11 Hightech für mehr Fahrkomfort

(Fauracia Autositze GmbH)

12 Datenaustausch leicht gemacht

(Deutsches Forschungszentrum für

Künstliche Intelligenz GmbH)

D

er große Erfolg, den die deutsche Automobil-

und Zulieferindustrie trotz

der schwierigen Bedingungen in Westeuropa

auf vielen Märkten weltweit erzielt, ist

vor allem auf die hohe Innovationsgeschwindigkeit

unserer Mitgliedsunternehmen zurückzuführen.

Wir investieren jährlich mehr als

20 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung.

Deutsche Hersteller und Zulieferer arbeiten mit

Begeisterung an den Konzepten und Technologien

für die Mobilität von morgen. CarIT etwa

gewinnt zunehmend an Bedeutung – ein herausragender

Schwerpunkt übrigens auf der

65. IAA Pkw in Frankfurt am Main. Vernetzung

ist ein Schlüsselthema für die individuelle

Mobilität der Zukunft. Die Integration der IT

in das Auto geht mit rasantem Tempo voran.

Personalisierte Fahrzeuge mit Internetzugang

und Zugriff auf eigene Daten und Medien aus

der Cloud – einer virtuellen Ablage von Daten

im Netz – werden das Fahrerlebnis schon bald

grundlegend verändern.

Die Zulieferer erbringen 75 Prozent der

Wertschöpfung eines deutschen Automobils.

Mit ihren technischen Innovationen unterstreichen

sie den Spitzenruf des Automobil-Produktionsstandortes

Deutschland, ihr Know-how

IAA-Veranstaltungen

Was: VDA Design Award

Wann: 11.09.2013, 12.00 bis 14.00 Uhr

Wo: Portalhaus, Via Ebene, Raum

Frequenz I+II

Was: 11. Hessischer Mobilitätskongress

Wann: 13.09.2013, 10.00 bis 16.00 Uhr

Wo: CMF, Raum Harmonie

Was: India-Day

Wann: 13.09.2013, 10.30 bis 14.00 Uhr

Wo: CMF, Raum Illusion II+III

Was: Preisverleihung

„Chefkombi des Jahres“

Wann: 13.09.2013, 13.00 bis 14.00 Uhr

Wo: CMF, Raum Illusion I

Was: VDA QMC Expertenforum

Wann: 16. bis 20.09.2013

Wo: Halle 5.1/6.1 | Standnummer A10

ist unverzichtbar. Viele von ihnen sind bereits

heute weltweit präsent und haben frühzeitig

die Investitionsentscheidungen getroffen, um

die Betriebe dauerhaft konkurrenzfähig zu halten.

Die Internationalisierung der Märkte – und

damit auch der globale Produktionsverbund –

ist jedoch noch keineswegs abgeschlossen. Die

Aufgabe für die Zulieferer besteht darin, mit

dieser Dynamik Schritt zu halten.

Die schwierige Konjunktur in Europa,

zunehmender Protektionismus und drohende

Steuererhöhungen stellen gerade die mittelständischen

Zulieferer vor ganz besondere

Herausforderungen. Eine weitere, massive Belastung

der Unternehmen durch Steuern und

Abgaben, wie sie in einigen Wahlprogrammen

gefordert wird, würde den Standort Deutschland

gefährden.

Die deutsche Automobilindustrie hat sich

zum hoch ambitionierten Ziel bekannt, den

CO 2 -Ausstoß der EU-Flotte neu zugelassener

Pkw im Jahr 2020 im Schnitt auf 95 Gramm zu

senken. Dieser Zielwert kann allerdings nicht

mehr alleine durch die Optimierung klassischer

Antriebe erreicht werden. Notwendig ist

vielmehr ein erheblicher Anteil von Autos mit

alternativem Antrieb. Auch hier geht es darum,

Was: Saarland-Tag

Wann: 16.09.2013, 12.30 bis 14.00 Uhr

Wo: CMF, Raum Fantasie I

Was: The Transatlantic Partnership –

Opportunities & Challenges

Wann: 18.09.2013, 10.30 bis 12.30 Uhr

Wo: CMF, Raum Fantasie I+II

Was: VDA workING – Perspektiven in

der Automobilindustrie

Wann: 20.9.2013, 09.55 bis 14.00 Uhr

Wo: CMF, Raum Illusion II I

Weitere Informationen zu den einzelnen

Veranstaltungen finden Sie unter:

www.iaa.de

die dafür erforderlichen Innovationen zu stimulieren

– und nicht durch ein enges, bürokratisches

Korsett zu strangulieren. Vor allem

die Zulieferbetriebe sind gefordert, durch kreatives

Einbringen neuer Ideen zum Erreichen

dieses Ziels beizutragen.

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit

weiter auf sehr hohem Niveau zu halten,

ist die Innovationsgeschwindigkeit entscheidend.

Die deutschen Hersteller und Zulieferer

sind hier gut unterwegs. Sie ruhen sich keinesfalls

auf dem bisher Erreichten aus, sondern

erhöhen sogar noch die „Drehzahl“.

Doch das allein genügt nicht, auch die

Politik ist gefordert. Sie muss die geeigneten

Rahmenbedingungen schaffen und sichern.

Mit einer Umverteilungs- oder „Gerechtigkeitsdebatte“

ist niemandem geholfen, dies schafft

keine neuen Arbeitsplätze. Die Politik sollte

vielmehr erkennen, dass der Wohlstand in

diesem Land nicht naturgegeben ist, sondern

jeden Tag aufs Neue hart erarbeitet werden

muss.

Herzlichst Ihr

Impressum

Eine Sonderveröffentlichung des Verbandes

der Automobilindustrie e.V. (VDA) in Kooperation

mit der AD HOC Gesellschaft für Public

Relations mbH als Fremdbeilage im

Handelsblatt am 6. September 2013.

Konzeption und

redaktionelle Umsetzung

AD HOC Gesellschaft für Public Relations mbH

Frank Rettig (Geschäftsführer)

Marco Stapelmann (Projektleitung)

Redaktion

Christian Horn, Marco Stapelmann,

Nicole Heymann

Layout

Martin Glatthor, zweiplus Büro für Grafik &

Kommunikation GmbH, Bielefeld

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

AD HOC Gesellschaft für Public Relations mbH

Berliner Straße 107

33330 Gütersloh

Tel.: 0 52 41/90 39-0

Fax: 0 52 41/90 39-39

Mail: mail@adhocpr.de

Alle Beiträge dieser Sonderveröffentlichung sind

Auftragspublikationen und somit Advertorials.

2


Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

EINBLICK

Car-to-X-Kommunikation, Umwelt- und Klimaverträglichkeit sowie Nachhaltigkeit sind Schlüsselthemen der automobilen Zukunft

Bild: Daan Roosegaarde Design

Ansporn für weitere Innovationen

Die Zulieferindustrie liefert die entscheidenden Impulse für die

intelligente Mobilität der Zukunft. Der Automobilstandort Deutschland muss diese

Spitzenposition verteidigen.

Innovationszyklen brauchen Zeit. Was für die Entwicklung

neuer Produktlinien im Allgemeinen gilt, gilt erst recht für

die Automobilindustrie. Wer sich heute vor Augen führt, wie

unsere Pkw noch vor gar nicht allzu langer Zeit aussahen und

welcher Technik sie sich bedienten, der wird staunen, mit welchem

Tempo die automobile Entwicklung voranschreitet. Dies

hat natürlich gute Gründe, denn unsere Anforderungen an das

Auto haben sich verändert. Es soll nicht nur sicher, schnell und

komfortabel sein. Heute sind zusätzliche Erfordernisse entscheidende

Innovationstreiber.

Die Ansprüche sind gewaltig

Schlüsselthemen der automobilen Zukunft sind zum Beispiel

Umwelt- und Klimaverträglichkeit, Energieeffizienz und

Nachhaltigkeit. Um den damit verbundenen Erfordernissen

nachzukommen, muss das Auto zwar nicht grundlegend neu

erfunden werden. Dennoch: Die damit verbundenen Ansprüche

sind gewaltig. Und es ist für den

Automobilstandort Deutschland von

entscheidender Bedeutung, neue

Entwicklungen nicht nur nicht

zu verpassen, sondern diese an

Dr. Peter Ramsauer MdB,

Bundesminister für Verkehr,

Bau und Stadtentwicklung

der Spitze voranzutreiben. Genau dieser Aufgabe stellen sich

zahllose Entwickler und Unternehmen. Es sind bei weitem

nicht allein die allseits bekannten Automobilmarken, die hier

wichtige Weichen stellen. Es sind vor allem Hunderte oftmals

mittelständisch geprägte Unternehmen der Zulieferindustrie,

die der Entwicklung die entscheidenden Impulse verleihen. Dies

gilt umso mehr, je weiter sich das Spektrum der automobilen

Grundanforderungen verbreitert. So ist das Auto der Zukunft

unter anderem „intelligent“. Die Fülle an inzwischen etablierten

Fahrassistenzsystemen zeigt dies eindrucksvoll. Sie unterstützen

uns Autofahrer in puncto Sicherheit ebenso wie sie uns das

Fahren an sich erleichtern. Das intelligente Auto kann jedoch

mehr.

Ein Zauberwort in diesem Kontext lautet Car-to-X-Kommunikation.

Das vernetzte Fahren, bei dem Autos miteinander

sowie mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren, verfügt

über wichtige Potenziale, mit denen wir den Verkehr auf unseren

Straßen deutlich effizienter gestalten können. Zusammen

mit Telematik- und Verkehrsmanagementsystemen werden wir

schon bald in der Lage sein, vor allem unsere hochbelasteten

Autobahnen deutlich besser auszulasten. Das bedeutet natürlich

nicht, dass Staus in Zukunft gänzlich zu vermeiden wären.

Das vernetzte Fahren wird uns jedoch wichtige Unterstützung

liefern. Es ist deshalb gut, dass sich die diesjährige IAA gerade

auch diesem Themenschwerpunkt widmet.

Ein weiteres Megathema bleibt die Entwicklung neuer

Antriebsformen. Das Stichwort Elektromobilität ist zu

Recht in aller Munde. Zugegeben: Der ganze große

Öffentlichkeits-Hype um dieses Thema ist vorbei!

Aber das muss ja nichts Negatives bedeuten. Im

Gegenteil! Weniger im Rampenlicht stehend

lässt es sich deutlich konzentrierter an die weitere Entwicklungsarbeit

gehen. Die inzwischen aufgenommene Serienfertigung

eigens konzipierter Elektrofahrzeuge durch deutsche

Hersteller bestätigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind.

Dass sich eine Vielzahl Zulieferer an dieser Entwicklungsarbeit

beteiligt, zeigt zudem, dass hier für die Zukunft erhebliche Potenziale

gesehen werden. Wir wissen: Der Weg zur Massenverbreitung

von Elektrofahrzeugen wird kein Sprint, sondern eher

ein Marathon sein. Aber es lohnt sich, diesen Weg mutig voranzugehen.

Schließlich verfügt Elektromobilität über große Chancen,

besonders unseren städtischen Verkehr auf eine deutlich

sauberere und energieeffizientere Basis zu stellen.

Dem Anspruch gerecht werden

Als weiteres Thema bleiben Effizienzsteigerungen beim

althergebrachten Verbrennungsmotor auf der Tagesordnung.

Gerade unsere deutschen Automobilunternehmen in der Mittel-

und Oberklasse sind gefordert, ihre neuen Modelle auf neue

Emissionsziele auszurichten. Über die entsprechenden EU-Vorgaben

ist aus guten Gründen viel diskutiert worden. Schließlich

steht die Wettbewerbsfähigkeit mancher Automobilmarke mit

auf dem Spiel. Dennoch: Neue Vorgaben dienen nicht nur dem

Klimaschutz, sie sollten zudem als Ansporn für weitere Innovationen

gesehen werden. Die deutschen Automobilunternehmen

und die Zulieferindustrie nehmen für sich in Anspruch, die besten

Autos der Welt zu bauen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass

sie diesem Anspruch auch künftig gerecht werden.

www.bmvbs.de

3


Innovationen

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Solardach senkt CO 2 -Ausstoß

Hochleistungs-Solarzellen im Autodach entlasten die Lichtmaschine und helfen so,

den Kraftstoffverbrauch und den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren.

U

m den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren,

haben die Europäische Union

und der Europäische Rat für die

Neuwagen-Flotten der Automobilhersteller in

Europa einen CO 2 -Grenzwert festgelegt. Dieser

beträgt derzeit 130 g CO 2 /km. Ab 2015

müssen die Neuwagen-Flotten diesen Wert erfüllen

1 . Wer diese Vorgabe nicht erfüllt, muss

zahlen – 95 Euro werden pro überschrittenem

Gramm CO 2 für den Automobilhersteller pro

Fahrzeug fällig². Und ab 2020 wird der CO 2 -

Grenzwert nochmals verschärft. Dann darf

die Neuwagen-Flotte nur noch 95 g CO 2 /km

ausstoßen.

Diese Vorgaben der EU sind besonders für

die deutsche Automobilindustrie, die mit ihrem

Produktportfolio vor allem das Premium-

Segment bedient, eine große Herausforderung.

Jedes Gramm CO 2 -Einsparung erfordert hohe

technische und finanzielle Anstrengungen.

Deshalb ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu

nutzen, um den CO 2 -Ausstoß von Fahrzeugen

zu senken. Das hat auch die EU erkannt und

erlaubt daher den Einsatz sogenannter Öko-

Innovationen. Darunter versteht man fahrzeugspezifische,

antriebsunabhängige Tech-

nologien, die nachweislich den

CO 2 -Ausstoß der Fahrzeuge

senken.

Als einer der ersten Automobilzulieferer

hat Webasto eine Öko-

Innovation entwickelt und von der

EU anerkannt bekommen – das Solardach

zur Batterieladung³. Dabei

können monokristalline Hochleistungs-Solarzellen

den Strom direkt

in die Fahrzeugbatterie einspeisen,

was die Lichtmaschine entlastet.

Folglich sinkt der Kraftstoffverbrauch

des Motors und reduziert auf

diese Weise die CO 2 -Emission des

Fahrzeugs. Und das Einsparpotenzial

kann sich sehen lassen: Ein Otto-

Motor emittiert durchschnittlich 2,6

g/km weniger Kohlendioxid, ein Dieselfahrzeug

rund 1,8 g/km – wenn

ein Solardach zur Batterieladung an Bord ist.

Webasto ist Pionier für Solardächer im

Fahrzeug. Bereits 1989 wurde das erste Solardach

in einem Audi 80 Coupé verbaut. Seither

hat sich viel getan in der Solarindustrie.

Zelltypen aus neuen Materialien werden neue

Öko-Innovation als Blickfang: Moderne Solarzellen verbinden Funktionalität und Design

Optiken im Dach ermöglichen. Das bedeutet,

dass Solardächer immer mehr zum Designelement

im Fahrzeug werden – und Durchsicht

bei gleichzeitiger Stromerzeugung bieten können.

Und den Möglichkeiten sind noch lange

keine Grenzen gesetzt.

1

Bis 2015 gelten folgende Übergangsfristen: 2013: 75 Prozent der Flotte, 2014: 85 Prozent der Flotte

² Strafzahlungen für Überschreitung der CO 2-Grenzwerte: erstes Gramm = 5 EUR, zweites Gramm =

15 EUR, drittes Gramm = 25 EUR; > drei Gramm = 95 EUR

³ Einsatz von monokristallinen Hochleistungszellen mit einem Wirkungsgrad von 20 % und einer

zellaktiven Fläche von 0,5 m² – laut: Technical Guidelines for the preparation of applications for the

approval of innovative technologies pursuant to Regulation (EC) No 443/2009 of the European

Parliament and of the Council

www.webasto.com

Fahren ohne Luft im Reifen

Der Reifenhersteller Hankook hat einen luftlosen

Autoreifen entwickelt, der den Gesamtwirkungsgrad

steigert und die Energiebilanz des Fahrzeugs verbessert.

Emissionen im Fokus

Neben der Verringerung des Kraftstoffverbrauchs

zählt die Emissionsminderung zu den zentralen

Herausforderungen im Fahrzeug- und Motorenbau.

D

en Gesamtwirkungsgrad

des

Automobils zu

steigern, gehört zu

den zentralen Herausforderungen

zukunftsfähiger

Mobilitätssysteme.

Um die Verluste

bei der Umwandlung

von

Energie möglichst

gering zu

halten, werden

alle Komponenten

des Fahrzeugs neu

gedacht. Neben der

Optimierung des Antriebstrangs

müssen

dabei auch Kräfte wie

der Roll- und Luftwiderstand

berücksichtigt werden, die der

Antriebskraft entgegen wirken. Hier spielen

die Laufeigenschaften der Reifen eine zentrale

Rolle. Auf der IAA 2013 stellt Hankook

das neue Reifenkonzept i-Flex vor, das Fahrzeugökonomie

und Umweltfreundlichkeit

miteinander

verbindet.

Der aus Polyurethan-

Kunststoff

gefertigte Non-

Pneumatic-Tyre

ist leichter als

ein Kautschuk-

Reifen und

kommt ohne

Luft aus. Dadurch

werden

nicht nur der

Kraftstoffverbrauch

und die

Geräuschentwicklung

optimiert, sondern

gleichzeitig die

Fahrzeugsicherheit erhöht.

Darüber hinaus

kann der i-Flex nach der

Verwendung zu 95 Prozent recycelt

werden, anstatt verbrannt zu werden.

www.hankookreifen.de

Komponenten für Verbrennungsmotor und alternative Antriebe sind der Schlüssel zur automobilen Zukunft

D

ie Zulieferindustrie gilt als Innovationsgeber

der automobilen Zukunft. Für

den Einsatz in Hybrid- und Elektromotoren

arbeitet ElringKlinger an Komponenten

für Brennstoffzellen und für Lithium-Ionen-

Batterien. Bereits seit 2011 laufen die ersten

Zellkontaktiersysteme in Serie.

Effizient durch Downsizing und Gewichtsreduktion.

Hierdurch zeichnet sich der moderne

Verbrennungsmotor aus, dessen Potenzial

noch längst nicht ausgereizt ist. Zahlreiche

Zulieferunternehmen tragen mit ihrem Entwicklungs-Know-how

und Produktportfolio

hierzu bei. Für die kommenden Jahre gibt es

eine klare Marschroute: Den Verbrennungsmotor

ständig weiter zu optimieren. Denn weniger

ist mehr – zumindest solange sich alles um

Emissionen dreht.

www.elringklinger.de

4


Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Innovationen

Mittelkonsole für höchste Ansprüche

Funktion mit Feedback: Preh präsentiert eine Fahrzeugkonsole mit Echtglasoberfläche,

die dem Fahrer fühl- und hörbare Rückmeldung gibt.

D

as Mittelkonsolenkonzept

vationskraft hat der Zulieferer aus

vereint verschiedene Eingabesysteme,

die das Aus-

eingebüßt, und auch wirtschaftlich

Bad Neustadt an der Saale nichts

wählen von Funktionen mit haptischen

bewährt sich die chinesisch-deut-

und akustischem Feedback

sche Partnerschaft. Als größtes

sowie durch Fühlhilfen erleichtern.

Geschäftsfeld innerhalb der Joyson

Die Besonderheit: Das Oberflächendesign

Electronics-Gruppe hat Preh seinen

ist durch dreidimen-

Umsatz im Jahr 2012 um zwölf

sional geformtes Echtglas sowie

Prozent auf rund 462 Mio. Euro

ebenfalls dreidimensionale Funktions-Icons

gesteigert, und auch 2013 geht es

geprägt. Diese Icons

für den Bediensystemspezialisten

gehören zur vierten Generation der

mit über dem Marktdurchschnitt

Black-Panel-Anzeigentechnologie

liegenden Wachstumszahlen weiter

und können ohne den Einsatz von

aufwärts. Roesnick: „Unsere Strategie

Liquid-Crystal-Displays erzeugt

ist vollständig aufgegangen.

werden.

Einerseits unterstützen wir uns

Mit dem Konzept präsentiert

gegenseitig, um neue Marktpotenziale

der Zulieferer erneut eine eigene

zu erschließen. Andererseits

Studie für komplette Mittelkonsolen,

haben wir bei Preh die notwendige

die als Ideengeber für gemein-

Die Echtglasoberfläche fasst sich hochwertig an und ermöglicht gleichzeitig haptisches Bediener-Feedback

Eigenständigkeit behalten, um un-

same Projekte mit Kunden dienen

sere gewachsenen Kundenbeziehungen

kann. So konnte das Unternehmen bereits in der Vergangenheit

wachsendes Technologieunternehmen geschaffen“, erklärt

bestmöglich bedienen zu können. Mit anderen Worten:

innovative Konsolenkonzepte zur Serienreife bringen. „Wir Dr. Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung von Trotz der verstärkten Internationalisierung ist Preh im Kern Preh

haben die starke Marktpositionierung in Europa und Norda- Preh.

geblieben.“

merika mit dem guten Zugang der Joyson-Gruppe im chine- Seit zwei Jahren gehört der deutsche Bediensystemspezialist

sischen Markt kombiniert und so ein weltweit dynamisch

zur chinesischen Unternehmensgruppe. Von seiner Inno-

www.preh.de

Beduftung: Erleben mit allen Sinnen

Die Steigerung von Fahrsicherheit, Wertanmutung und Wohlbefinden sind definierte Entwicklungsziele für

neue Fahrzeugkonzepte. Diese Ziele gewinnen nicht nur im Premiumsegment zunehmend an Bedeutung.

M

oderne Raumkonzepte und mit

allen Sinnen erlebbare Fahrzeuginnenräume

spiegeln gesteigerte

Lebensqualität wider, die Fahrzeugkäufer

weltweit immer stärker nachfragen. Die Leopold

Kostal GmbH & Co. KG unterstützt diese

Kundenanforderungen mit einer Weltneuheit:

einem Raumbeduftungssystem, das im Air-

Balance-Paket erstmalig in der neuen Mercedes

S-Klasse zum Einsatz kommt.

Hochwertige Düfte steigern das körperliche,

geistige und seelische Wohlbefinden.

Der richtige Duft kann helfen, Müdigkeit

abzubauen, Stress zu reduzieren und die

Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Der Markenstratege

Prof. Dr. Karsten Kilian führt dazu

aus, dass Düfte die emotionale Attraktivität

von Produkten steigern und so die Präferenz

für eine Marke stärken. Darüber hinaus trägt

eine Raumbeduftung zur Erzeugung einer individuellen

Privatsphäre bei und unterstützt

die Beseitigung unangenehmer Gerüche. Das

Kostal Beduftungssystem ermöglicht es, diese

Wirkungen auch im Auto erlebbar zu machen. Als Vision gilt: Der

Fahrzeugführer steigt mit einem besseren Gefühl aus seinem

Fahrzeug aus, als er eingestiegen ist.

Das Beduftungssystem

mit auswechselbaren

Duft-Flakons – Wohlbefinden und

Inszenierung in Fahrzeuginnenräumen

Kostal Duftsysteme sind autarke Einheiten, die unabhängig

von vorhandenen Klimatisierungskonzepten in das

Fahrzeug integriert werden können. Abhängig von den jeweiligen

Kundenanforderungen Der Autor

können dabei feste oder

flüssige Duftstoffe

verwendet werden.

Der patentierte mechatronische

Verriegelungsmechanismus

mit

Positionierhilfen und Verklemmschutzautomatik

erlaubt Dr. Tino Naumnann

einen schnellen und komfortablen Leiter Produktlinie

Mechatronik Module

Austausch des Duftflakons. Darüber

hinaus tragen hochwertige GmbH & Co. KG

Leopold Kostal

Materialien und eine ansprechende

Ambienteausleuchtung des Beduftungssystems zur markenbildenden

Inszenierung des Fahrzeuginnenraums bei. Ein

absolut geräuscharmer Lüfterbetrieb sowie eine in

weiten Grenzen variable Duftintensität sind weitere

Features des Systems. Im Laufe der Entwicklung

des Duftsystems ist es gelungen, Best-Practice-

Ansätze aus der Fine-Fragrance-Industrie mit dem

automobilen Umfeld in Einklang zu bringen, so dass

mit dem Beduftungssystem heute alle Anforderungen für

Automotive-Anwendungen erfüllt werden können.

www.kostal.de

5


Automobilzulieferer

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Eine Branche in Zahlen

Die großen Automobilhersteller kennen die meisten Pkw-Fahrer. Doch wer sind die

Weltunternehmen hinter den Zulieferteilen? Wie viel Technik steckt in einem Pkw,

wer liefert was – und wie können die Innovationen entstehen? Ein Überblick.

22.000.000.000

Ausgaben der Automobilindustrie (inklusive

externer Aufwendungen) für Forschung und

Entwicklung im Jahr 2011 in Euro

3.000

Kabellänge der Elektrik

in einem Oberklasse-Pkw

in Metern

© adimas - Fotolia.com

742.199

Gesamtzahl der Beschäftigten

in der deutschen

Automobilbranche (2012)

517,2

Kraftfahrzeugbestand

in Deutschland in Pkw

(2011)

6


Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Automobilzulieferer

100

durchschnittliche Anzahl

der Sensoren in einem

Mittelklasse-Pkw

Die 10 größten Automobilzulieferer:

Rang Unternehmen Land Umsatz Produkte

1 Bosch D 36,8 Mrd. US$

2 Denso J 34,2 Mrd. US$

3 Continental D 32,8 Mrd. US$

4 Magna CDN 30,4 Mrd. US$

5 Aisin Seiki J 30,1 Mrd. US$

6 Johnson Controls USA 22,5 Mrd. US$

7 Faurecia F 22,5 Mrd. US$

8 Hyundai Mobis KR 21,4 Mrd. US$

9

ZF Friedrichshafen

D

18,6 Mrd. US$

10 Yazaki J 15,8 Mrd. US$

Kraftstoffeinspritz-, Fahrwerk-, Energieversorgungs-

und Navigationssysteme

Klimasysteme, elektronische und elektrische

Systeme, Antriebssteuerung

Bremsen, Stabilitätsmanagement, Reifen,

elektronische Systeme

Interieur, Exterieur, Karosserie- und Fahrwerkssysteme,

Sitze, Spiegel, Elektronik, Getriebe

Karosseriesysteme, Bremssysteme, Elektronik,

Motorkomponenten

Interieur, Sitze, Batterien, Elektronik, Cockpits,

Instrumententafeln

Sitze, Cockpits, Türen, Akustiksysteme,

Frontends, Abgassysteme

Fahrwerk-, Cockpit- und Frontendmodule,

Airbags

Getriebe, Lenksysteme, Vorder- und Hinterachsen,

Kupplungen, Dämpfer, Elektronik

Elektronisches Bordnetz, Karosserieelektronik,

Steckverbinder, Leitungssätze

Quelle: Automobilwoche, 8. Juli 2013

61.311

Patentanmeldungen der

Automobilindustrie beim

Deutschen Patent- und

Markenamt 2012

75

Anteil der OEMs an

der Wertschöpfung

eines Pkw in Prozent

24

Umsatzanteil der 23

deutschen Unternehmen

unter den 100 größten

Zulieferern 2012

in Prozent

Quelle: Markt und Mittelstand, April 2013

7


Trends

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Mehr Reichweite für Elektroautos

Hohe Anschaffungskosten und begrenzte Reichweiten bremsen die Etablierung von Elektrofahrzeugen

bisher aus. Dabei kann das Reichweitenproblem mittels Range-Extender-Technologie gelöst werden.

F

ahrzeuge mit Elektromotor gelten als

die Lösung für die Mobilität der Zukunft.

Doch bislang haben sich nur wenige

Autofahrer für ein Elektroauto entschieden.

Viele Verbraucher befürchten, dass ihnen

mitten auf der

Der Autor

Strecke der Saft

ausgehen könnte.

Dabei ist diese

Angst bei Modellen

mit Range Extender

vollkommen

unbegründet, da

ein zusätzlicher

Dr. Martin Hopp Verbrennungsmotor

bei leerem Ak-

Leiter Neue Antriebstechnologien

KSPG AG,

Neuss

ku für die Weiterfahrt

sorgt. Der

Automobilzulieferer KSPG testet aktuell einen

gemeinsam mit der FEV GmbH entwickelten

Range Extender in einem Versuchsträger. Da

das zusätzliche Aggregat den akustischen

Fahrkomfort nicht beeinträchtigen darf, wurde

bei der Entwicklung besonderes Augenmerk

auf eine fast unmerkliche Geräusch- und Vibrationsentwicklung

des 2-Zylinder-V-Motors

mit der FEVcom-Schwingungskompensation

gelegt. Mit Erfolg – der Versuchsträger hat

bereits umfangreiche Tests durchlaufen

und bei verschiedenen Automobilherstellern

durchweg für positive Resonanz gesorgt. Das

KSPG-Aggregat besteht aus einem Zweizylinder-Ottomotor

in V-Bauweise mit einer vertikal

stehenden Kurbelwelle und zwei Generatoren

mit Zahnradantrieb. Alle Komponenten – bis

auf Kraftstofftank und Kühler – sind als einbaufertiges

Modul vormontiert. Die stehende

Kurbelwelle ermöglicht eine niedrige Bauhöhe,

so dass das Modul auch im Unterflurbereich

oder der Reserveradmulde eines Kleinwagens

eingebaut werden kann. Letztere Variante geht

gegenüber dem herkömmlichen Fahrzeugaufbau

mit dem geringsten Modifikationsaufwand

einher und belässt interessante Optionen für

das Fahrzeug-Package und Styling.

Experten und der Gesetzgeber sehen Range

Extender als Wegbereiter für die breite Akzeptanz

von Elektrofahrzeugen. Sie gehen davon

aus, dass es dafür eine ganz neue Gattung

sehr kleiner Ottomotoren geben wird, die selten

auf die vorhandenen Produktionslinien der

Hersteller passen und zunächst in niedrigen

Testlauf im Versuchsträger: Der 2-Zylinder-V-Motor erhöht die Reichweite, verursacht aber kaum

Geräusche oder Vibrationen

Stückzahlen produziert werden. Hier eröffnen

sich spannende Perspektiven für Zulieferer,

die über ein breit gefächertes Produktportfolio

und die notwendige Entwicklungskompetenz

verfügen. Das weitgehend universell verbaubare

Modul ermöglicht damit einen positiven

Skaleneffekt und eine Begrenzung des Entwicklungs-

und Applikationsaufwands.

www.kspg.com

Mobilitätskonzepte im Wandel

Erfolgreiche Zulieferer müssen mit technologischen

und regionalen Entwicklungen Schritt halten.

D

er verbrennungsmotorische

Antriebsstrang

bleibt noch für viele Jahre

im Zentrum der individuellen

Mobilität, Lösungsansätze wie

Downsizing und Downspeeding

führen zu neuen Aufladelösungen

aber auch zu neuen vielgängigen

und vollvariablen Getriebekonzepten.

Gleichzeitig schreitet die

Elektrifizierung des Antriebsstrangs

in großen Schritten voran:

Motor-Start-Stopp-Systeme

werden zum Standard, die Wiedergewinnung

von Bremsenergie wird auch auf der Straße

zu einem Thema und die Zahl der Hybridfahrzeuge

– insbesondere als Plug-in Hybride

– nimmt zu. Zudem gilt es, die regionalen

Besonderheiten, etwa in Mega-Cities in Asien

oder in den noch nicht infrastrukturell erschlossenen

westlichen Regionen Chinas, im

Blick zu haben. Hier könnte sich eine – durch

Fördermaßnahmen getriebene – Struktur für

größere Volumen reiner Elektrofahrzeuge auf

Basis neuer Fahrzeugplattformen aufzeigen,

beispielsweise mit Radnabenantrieben, wie

Schaeffler sie bereits in Konzeptfahrzeugen

Der Autor

Prof. Peter Gutzmer

Mitglied des Vorstands

Forschung & Entwicklung

Schaeffler AG

erprobt. Ansonsten erfordert der

rein elektrische Individualverkehr

mit Ausnahme von E-Bikes

oder E-Scootern noch deutliche

technologische Erweiterungen

bei der Batterietechnologie und

der Lade-Infrastruktur.

Neben den Voll- und Plug-in

Hybriden im mittleren und oberen

Fahrzeugsegment wird sich

mittelfristig bei den Volumensegmenten

die Leistungsfähigkeit

von Start-Stopp-Systemen

verbessern und sogar erweitern. Durch neue

48-Volt-Lösungen eröffnet sich hier ein weiteres

Feld. Fahrzeuge mit diesem zweiten Niedervolt-Bordnetz

können bereits einige, bislang

einzig von Hybridfahrzeugen bekannte Fahreigenschaften

bieten: Dazu gehören elektrisches

Anfahren sowie das Boosten im Fahrbetrieb

und Stauschieben im Stop-and-go-Verkehr,

aber auch insbesondere die Rekuperation beim

Verzögern mit bis zu 12 Kilowatt Leistung. Auch

Fahrwerksregelsysteme oder andere Leistungsverbraucher

profitieren von dieser Lösung.

www.schaeffler.de

Delphi bringt die

Innovation zum Kunden

Wenn die Hersteller global agieren,

müssen auch die Automobilzulieferer mit Innovationen

weltweit präsent sein.

M

it dem zunehmenden Trend zu globalen

Fahrzeug- und Motor-Plattformen

sind Automobilhersteller

auf Lieferanten angewiesen,

die an jedem Standort auf der Der Autor

Welt einen hohen und konstanten

Qualitätsstandard einhalten

können. Dieser Herausforderung

und dem Anspruch seiner

Kunden begegnet der Zulieferer

Delphi unter anderem mit seinem

Delphi Operating System,

das seine gesamte Prozesskette

selbst optimiert – von der

Marktanalyse über die Fertigung

bis zur kontinuierlichen Verbesserung.

Michael Gassen

President Delphi

Europe, Middle-East

and Africa

Für das weltweit agierende Unternehmen

ist es selbstverständlich, Fertigungs- und

Entwicklungsstandorte nahe bei den Kunden

anzusiedeln. Nur so sind Zulieferer schließlich

in der Lage, ihren Kunden marktspezifische

und kostenoptimierte Lösungen anzubieten.

Die globale Präsenz, verbunden mit der klaren

Fokussierung auf Megatrends wie Sicherheit,

Umweltschutz und Vernetzung sowie optimal

aufeinander abgestimmte Geschäftsprozesse,

sind zudem die Basis für eine

hohe Kundenzufriedenheit und

ein ausgeglichenes Kundenportfolio.

So können auch schwierige

Zeiten mit schrumpfenden Absatzmärkten

und zunehmender

Volatilität in den unterschiedlichen

Regionen flexibler ausgeglichen

werden.

Der Automobilmarkt wird

global in den nächsten Jahren

weiter wachsen und bereits

2018 einen Absatz von 100 Mio.

Fahrzeugen erreichen. Dabei werden die Fahrzeuge

immer sicherer, umweltfreundlicher

und vernetzter – egal, ob Kompakt-, Mitteloder

Oberklasse. Das erfordert Lösungen, die

Delphi schon heute an weltweit 26 Standorten

entwickelt.

www.delphi.com

8


Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Trends

Reif für den Alltagseinsatz

Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur steigert

Verkehrssicherheit, Komfort und Effizienz.

D

ie Vernetzung – also die digitale Revolution auf Rädern

– ist für die Automobilindustrie neben der Elektromobilität

eine von zwei großen Zukunftschancen, auf die

wir unsere Entwicklung fokussieren. Mit dem Forschungsprojekt

simTD sind wir auf dem Weg zu dieser Vision einen großen

Schritt nach vorne gekommen. SimTD steht für „Sichere Intelligente

Mobilität – Testfeld Deutschland“. Ziel des Testlaufs

Dank Car-to-X-Kommunikation erhalten Verkehrsteilnehmer wichtige Informationen früher und können

damit in potenziellen Gefahrensituationen schnell und angemessen reagieren

war es, die Alltagstauglichkeit und Wirksamkeit von Car-to-X-

Kommunikation unter realen Bedingungen zu erproben. Car-to-

X-Kommunikation bedeutet: Fahrzeuge tauschen Informationen

untereinander und mit Einrichtungen der Infrastruktur aus.

Dieser Informationsaustausch kann einen enormen Zugewinn

an Sicherheit, Komfort und Effizienz im Straßenverkehr bringen.

Denn die Car-to-X-Technologie erweitert das Sichtfeld der

Fahrzeuge. SimTD hat die

Alltagstauglichkeit dieser

Technologie unter Alltagsbedingungen

nachgewiesen.

Durch Car-to-X-Kommunikation

werden Fahrzeuge

und Infrastruktur

elektronisch vernetzt. So

werden etwa nachfolgende

und entgegenkommende

Verkehrsteilnehmer über potenzielle

Gefahren frühzeitig

informiert. Informationen zur

Verkehrslage werden an die

Verkehrszentralen übermittelt,

die den Verkehr noch

besser steuern können. Die

Verkehrsteilnehmer können

wiederum ihre Fahrtrouten so

anpassen, dass sie auf schnellstem

Wege, komfortabel und sicher ans

Ziel kommen.

Zu den rund 30 getesteten

Funktionen gehört zum Beispiel der

Ampelphasenassistent: Dabei informiert

eine Ampel herankommende

Fahrzeuge mithilfe eines Senders,

wann sie umschalten wird. Das Auto

teilt dem Fahrer nun die optimale

Geschwindigkeit mit, damit eine

grüne Welle erreichbar ist. Das ist

viel sinnvoller, als mit der maximalen

Geschwindigkeit an Ampeln heranzufahren und bei Rot abzubremsen.

Der Verkehr wird dadurch flüssiger und effizienter.

Bei der Car-to-X-Markteinführung müssen Privatwirtschaft

und öffentliche Hand von Anfang an zusammenarbeiten. In einer

öffentlich-privaten Kooperation wird die Baustellenwarnung

als erste simTD-Funktion ab 2015 realisiert. In den Niederlanden,

Deutschland und Österreich werden Baustellen-Warnanhänger

mit Kommunikationseinheiten ausgestattet. Bereits

bei geringen Ausstattungsraten ist hier ein für den Fahrer erlebbarer

Nutzen und ein Sicherheitsgewinn auch für das Baustellenpersonal

zu erwarten.

www.vda.de

Der Autor

Dr. Ulrich Eichhorn

Geschäftsführer des

Verbandes der

Automobilindustrie e.V.

Weniger Immissionen dank SCR

Die zunehmende Anzahl von Immissionsrichtlinien stellt Automobilhersteller und deren Zulieferer vor immer

neue Herausforderungen. Gefragt sind Systeme, die flexibel immer strengeren Normen gerecht werden können.

B

ereits am 1. September 2014 wird die

Schadstoffklasse Euro 5 von Euro 6

abgelöst werden. Die Abgasgrenzwerte

für Neufahrzeuge werden dabei erheblich

reduziert. Dies betrifft insbesondere Dieselfahrzeuge,

deren

Der Autor

Zahl in Europa in

den letzten Jahren

enorm gestiegen

ist. Die für sie

gravierendste Änderung

betrifft die

stark reduzierten

Stickoxidgrenzwerte.

Seitens der

Martin Ehret

Prokurist Bereichsleiter

Europäischen Union

werden bereits

Entwicklung Fluid

Veritas AG

seit dem 1. Januar

2010 deutlich verminderte Stickoxidgrenzwerte

gefordert. Diese sind in der Luftqualitätsrichtlinie

festgehalten, die die Schadstoffkonzentration

in der Umgebungsluft (Immission)

regelt.

Da die Umsetzung dieser gesetzlichen

Vorgaben nicht mehr nur alleine durch optimierte

Verbrennungsmotoren erzielt werden

kann, ist die Automobilindustrie gezwungen,

neue Lösungen zu finden. Ein Lösungsansatz,

der seit langem in Kraftwerksfeuerungsanlagen

zur Reduzierung der Schadstoffbelastung

angewendet wird: die Selektive Katalytische

Reduktion (engl. Selective Catalytic Reduction,

kurz SCR). Diese ermöglicht eine selektive

chemische Reaktion am Katalysator, mit der

bevorzugt Stickoxide reduziert werden können,

ohne dass unerwünschte Nebenreaktionen

stattfinden. Da das für Kraftfahrzeuge gewählte

Reduktionsmittel flüssig ist, wird im Fahrzeug

ein System ähnlich der Kraftstoffanlage

zur Bevorratung und Dosierung notwendig.

Komplexer Aufbau im Pkw

Die ersten SCR-Systeme wurden bei Nutzfahrzeugen

eingeführt, um die Euro-5-Norm

erfüllen zu können. Seit bekannt ist, dass die

Euro-6-Norm in Kraft tritt, wird die Entwicklung

dieser Systeme auch für Pkw vorangetrieben

und zum Teil in Serie produziert. Da

der Bauraum in einem Pkw jedoch geringer

ist als bei einem Lkw und die Ansprüche der

Bedienbarkeit seitens der Verbraucher höher

SCR-System aus der Serienproduktion: Das flüssige Reduktionsmittel AdBlue ® setzt ein System zur

Bevorratung und Dosierung voraus

sind, bedingt das System einen komplexeren

Aufbau. Bei der Entwicklung und Umsetzung

von Komponenten für reibungslose Befüll- und

Entlüftungsvorgänge sowie zur Speicherung

des Reduktionsmittels unterstützen die Materialexperten

der Veritas AG die internationale

Automobilindustrie. Ziel ist es, auf der Basis

individueller Funktions- und Modullösungen,

auch künftigen Schadstoffnormen gerecht zu

werden.

www.veritas.ag

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Strategien

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Autohändler setzen

auf Experten

Wie die Forschung die

Automobilindustrie unterstützt

Die Preise steigen und die Kaufkraft sinkt –

immer weniger Kunden können beim Autokauf ihr neues

Fahrzeug bar bezahlen.

A

utohändler werden immer mehr zu

Kreditvermittlern: 85 Prozent der

Händler vertrauen auf die Autobanken,

die dank ihrer Spezialisierung wettbewerbsfähige

Mobilitäts- und Versicherungsangebote

unterbreiten. Zu diesem Ergebnis kommt

eine bundesweite CATI-Studie

der LeaseTrend AG, bei der Der Autor

100 Autohändler zu ihrem Finanzierungspartner

befragt

wurden. Demnach sind auch

freie Leasinganbieter bei den

Händlern beliebt, für die eine

schnelle und unkomplizierte

Zusammenarbeit zu den

wichtigsten Kriterien gehört.

Die LeaseTrend AG arbeitet

daher partnerschaftlich mit

den Händlern zusammen und

Gerhard Fischer

Vorstand LeaseTrend AG

Oberhaching

bei München

bietet ihnen bei der Vermittlung von Finanzund

Versicherungsleistungen entsprechende

Provisionen. Als Mitglied der AutoBank-

Gruppe unterstützt der Leasinggeber den

Handel zudem mit maßgeschneiderten Lösungen

zur Finanzierung des Umlaufvermögens

und kann damit eine leistungsfähige

Finanzierungs- und Liquiditätsergänzung

bieten.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Da

der Markt vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen

steht, erwarten die

befragten Händler in den kommenden

fünf Jahren weder vom Elektroantrieb

noch von den anderen

alternativen Antriebsarten eine

Belebung ihres Geschäfts. Hier

sind Hersteller und Politik gefragt,

dem deutschen Automarkt wieder

zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Neben gedeckelten Benzinpreisen

und Steuervergünstigungen zählen

vor allem die Kfz-Steuer nach

CO 2 -Ausstoß und Subventionen

für E-Mobile zu den Maßnahmen, die dieses

Wachstum im heimischen Absatzmarkt antreiben

könnten.

www.autobank-ag.de

Die Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion entwickelt

neue Leichtbau-Komponenten fürs Auto.

L

eichter, sparsamer, kostengünstiger

– das ist die Devise. Und nach Möglichkeit

auch noch mit Elektroantrieb.

Autobauer müssen vielen Anforderungen gerecht

werden. Die Fraunhofer-

Allianz autoMOBILproduktion Der Autor

unterstützt die Hersteller dabei.

Wie lässt sich Material reduzieren?

Welche recycelbaren

und langfristig verfügbaren

Werkstoffe kommen in Frage?

Und welche ressourcensparenden

Technologien und Anlagentechniken

bieten genügend

Potenzial für die Zukunft? Die

Forscher der 18 Fraunhofer-

Institute arbeiten an neuen

Dr. Hans Bräunlich

Geschäftsführer

der Allianz

autoMOBILproduktion

Entwicklungen der kompletten Herstellungskette,

also von der Planung bis zum lackierten

Fahrzeug. Die Schwerpunkte liegen dabei

in den Themenfeldern Karosserie, Powertrain,

Interieur, Fahrzeugmontage, Methodenkompetenz

und Produktionsforschung für die Elektromobilität.

Dabei berücksichtigen die Forscher

themenübergreifend auch wirtschaftli-

che Aspekte – etwa den permanenten Druck,

die Produktionskosten beziehungsweise den

Materialeinsatz zu senken.

Ein Beispiel ist eine Autotür aus Magnesium,

die Forscher am Fraunhofer-

Institut für Werkzeugmaschinen

und Umformtechnik IWU

in Chemnitz entwickelt haben.

Die Tür wiegt nur etwa 4,7 Kilogramm.

Zum Vergleich: Die

Stahlausführung bringt etwa

10,7 Kilo auf die Waage. Doch

warum ausgerechnet Magnesium?

Magnesium ist weltweit

in großen Mengen verfügbar, es

lässt sich umformen und weist

bei ähnlichen Strukturen – etwa

einer Autotür – annähernd gleiche Eigenschaften

auf wie Stahl. Dazu wurden spezifische

Umformtechnologien für Magnesium-

Knetlegierungen entwickelt, damit sich der

Leichtbauwerkstoff zukünftig serienmäßig für

die Karosseriefertigung nutzen lässt.

www.automobil.fraunhofer.de

Drehscheibe für Automobiltechnik

Ansiedlungen der Automobilhersteller Audi und Volkswagen am Duisburger Hafen stärken den

Logistikstandort NRW und bieten großes Potenzial für Automobilzulieferer.

Der Duisburger Hafen ist der größte Binnenhafen der Welt – und nun auch Standort für die

Automobillogistik

Der Autor

Erich Staake

Vorsitzender des

Vorstands Duisburger

Hafen AG

Einst Kohle und Stahl, heute Chemieprodukte,

Maschinen und

Hochtechnologie – das ist in wenigen

Worten die bisherige Geschichte

der Duisburger Hafen AG und ihrer

wichtigsten Umschlaggüter. Seit dem

Sommer 2013 gehört nun auch Automobiltechnik

made in Germany zu den

Produkten, die über den größten Binnenhafen

der Welt exportiert werden.

Am 23. August eröffnete die Audi

AG gemeinsam mit dem beauftragten

Speziallogistiker Schnellecke Logistics

in Duisburg ihr weltweit größtes

Logistikzentrum für Fahrzeugkomponenten.

Per Bahn und Lkw werden die Bauteile angeliefert. Am

Rheinufer wird die hochsensible Technik dann verpackt und in

Containern für eine lange Seereise gestaut. Über integrierte

Umschlaganlagen verladen, gelangen diese Container dann per

Schiff und Bahn zu großen Containerschiffen in den Seehäfen

Antwerpen und Rotterdam. Auf diese Weise ersetzt unser Transport-Konzept

13.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Ziel sind die Audi-

Produktionsbänder in China, Indien und Mexiko. Das Ergebnis

der kombinierten Transport- und Produktionskette sind vor Ort

montierte Fahrzeuge der Modellreihen A3, A4, A6, Q3, Q5 und Q7.

Bis zu 800.000 Kubikmeter Audi-Komponenten werden nun jedes

Jahr von über 500 Mitarbeitern über Duisburg bewegt. Mit

Investitionen von 25 Millionen Euro in Entwicklung und Bau der

neuen Hallen haben wir die Voraussetzungen für die Ansiedlung

geschaffen. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin sagte, diese

Investition bestätige „die Spitzenposition Nordrhein-Westfalens

als Logistikstandort“. Und: „Nur ein guter Logistikstandort

kann auch ein guter Industrie- und Handelsstandort sein.“

Schon Anfang 2014 nutzt auch die Volkswagen AG im

Duisburger Hafen einen eigenen Logistik-Hub: Hier errichtet der

Immobilienentwickler Goodman mit unserer nachhaltigen Unterstützung

für VW eine neue Logistikanlage auf 50.000 Quadratmetern

unmittelbar an der A 40. Etwa 350.000 Kubikmeter

Fahrzeugkomponenten pro Jahr sollen in 1,8 Millionen Packstücken

von hier aus in VW-Werke nach Nord- und Südamerika,

Indien, China und Malaysia exportiert

werden. Die Transportmenge

entspricht rund 100 Überseecontainern

pro Woche. Über 230 Arbeitsplätze

werden neu entstehen.

Unser Full-Service-Ansatz, in

dem wir maßgeschneiderte Flächen

und Immobilien mit flexiblen

Transport- und Serviceleistungen

zusammenführen, hat einmal mehr

überzeugt. Nicht zuletzt war unser

Netzwerk mit zahlreichen Direktverbindungen

per Bahn und Binnenschiff

in die Westhäfen für Volkswagen ein wichtiges Standortkriterium.

Duisburg ist durch regelmäßig verkehrende Güterzugpaare

mit 80 nationalen und internationalen Zielen verbunden, darunter

auch Russland und China. Diese Verbindungen werden

ständig weiter ausgebaut. Zugleich werden in Duisburg und in

der Nachbarschaft weitere Logistik-Flächen für künftige Partner

akquiriert und erschlossen.

www.duisport.de

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Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Strategien

Mobilität für die Zukunft sichern

Auf dem elften Hessischen Mobilitätskongress, am 13. September 2013 im Frankfurter Congress Center,

beleuchten und diskutieren Experten aus dem In- und Ausland das Thema Mobilität in seiner gesamten Vielfalt.

D

ie Sicherung der Mobilität gehört zu

den wichtigsten Aufgaben der Gegenwart.

In der Diskussion über die wachsenden

Mobilitätsbedürfnisse von Bürgern und

Unternehmen sind demographischer Wandel,

Klimaschutz und Finanzierung die am häufigsten

genannten Herausforderungen.

Gerechte Verteilung der Gelder

Der Autor

Florian Rentsch

Hessischer Minister für

Wirtschaft, Verkehr und

Landesentwicklung

Das Motto des

Hessischen Mobilitätskongresses

„Neue Wege statt

alter Straßen –

Mobilität zwischen

Finanzierungslücken

und Web

3.0“, drückt dieses

Spannungsfeld

aus. Namhafte

Vertreter von Unternehmen

wie VW,

der DB Mobility Logistics AG, der Lufthansa,

der Adam Opel AG und Institutionen wie dem

Bundesverkehrsministerium werden die ein-

Im Congress Center der Messe Frankfurt diskutieren Experten aus dem In- und Ausland die

„Mobilität zwischen Finanzierungslücken und Web 3.0“

zelnen Aspekte in ihren

Vorträgen beleuchten.

Dabei kommt dem Problem

der Finanzierung

der Infrastruktur eine

entscheidende Bedeutung

zu – gerade in

einem Bundesland wie

Hessen, das traditionell

die Verkehrsdrehscheibe

Deutschlands ist und

dessen Verkehrswege

damit einem hohen Verschleiß

ausgesetzt sind.

Das Land Hessen setzt

sich deshalb nachhaltig

für eine gerechte Verteilung

der Mittel ein.

Der Anteil an der

Verkehrsleistung und

der daraus resultierende

erhöhte Erneuerungsbedarf müssen sich

zukünftig in der Verteilung der zur Verfügung

stehenden Gelder widerspiegeln. Hessen sucht

aber auch nach Wegen, die vorhandenen Straßen

effektiver zu nutzen und ist europaweit inzwischen

Vorreiter für intelligente Systeme der

Verkehrssteuerung. Auch aus diesem Grund ist

der Hessische Mobilitätskongress in diesem

Jahr wieder in die Internationale Automobilausstellung

eingebettet und wird gemeinsam

Foto: Messe Frankfurt

mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA)

und der Hessen Trade & Invest GmbH ausgerichtet.

www.mobil-in-hessen.de

Hightech für mehr Fahrkomfort

Kombination aus Hightech-Büro und vernetztem Kommunikationszentrum:

Faurecia zeigt die Sitzstudie OASIS.

A

ls einer der führenden

Automobilzulieferer

ist

Faurecia auch in diesem

Jahr auf der IAA in Frankfurt

vertreten. In Halle

5.1, Stand B12 präsentiert

das Unternehmen

auf 500 Quadratmetern

neue Produkte seiner

vier Geschäftsbereiche

Technologien zur Emissionskontrolle,

Autositze,

Innenraumsysteme und

Automotive Exteriors. Erklärtes

Unternehmensziel

ist es, Autos noch leichter,

umweltfreundlicher und

komfortabler zu machen.

Eines der Produkthighlights

des Geschäftsbereichs

Setzt neue Maßstäbe im Premium-Bereich: Die Luxussitzstudie von Faurecia

Autositze ist

der Sitz OASIS. Die Luxussitzstudie wird im Rahmen der IAA

erstmals in Europa vorgestellt. OASIS ist eine Kombination aus

mobilem Hightech-Büro und vernetztem Kommunikationszentrum.

Der Sitz wurde speziell für die Ansprüche chauffierter Reisender

designt und mit modernster Technik ausgestattet. Von

Surround-Lautsprechern bis Massagezellen – alle Funktionen

werden über ein zentrales Touchpad, das Human-Machine-

Interface (HMI), gesteuert.

Der Autor

Christophe Aufrère

Vice President Technology

Strategy Faurecia

Der Geschäftsbereich Technologien

zur Emissionskontrolle

fokussiert sich auf Sounddesign.

Dabei gelingt es dem Unternehmen,

harmonische Frequenzen durch

Lautsprecher zu erzeugen, sodass

beim Tritt auf das Gaspedal der gewünschte

Sound ertönt.

Der Geschäftsbereich Innenraumsysteme

steht ganz unter dem

Thema Leichtbau und Qualität. Das

Unternehmen präsentiert hochwertige

Oberflächen aus erneuerbaren Materialien, die das Fahrzeuggewicht

verringern und so zur besseren Umweltverträglichkeit

beitragen.

Leichtbau steht auch im Fokus des Geschäftsbereichs Automotive

Exteriors, in dem Faurecia zu den weltweit führenden

Akteuren für Verbundwerkstoffe zählt. Mit dem gebündelten

Know-how seiner vier Geschäftsbereiche will das Unternehmen

die Hersteller bei ihrem Ziel unterstützen, das Gewicht der Serienfahrzeuge

in den kommenden Jahren zwischen 250 und 450

Kilogramm zu reduzieren und somit den CO 2 -Ausstoß um bis zu

40 Gramm zu senken.

www.faurecia.com

11


Strategien

Sonderveröffentlichung des Verbandes der Automobilindustrie | September 2013

Datenaustausch leicht gemacht

Im Forschungsvorhaben automotiveHMI arbeiten Vertreter der

deutschen Automobilindustrie zusammen, um die Prozesse zur Entwicklung von

Benutzungsschnittstellen zu verbessern.

Grafische Benutzungsschnittstellen werden immer komplexer und erfordern daher optimierte Entwicklungsprozesse – neue Austauschformate aus dem Verbundprojekt automotiveHMI liefern die Grundlage dafür

M

it steigendem Funktionsangebot in modernen

Fahrzeugen steigen die Anforderungen an die Benutzungsschnittstellen

(HMI) und somit die Entwicklungskomplexität

zukünftiger HMI-Systeme. Wesentliche

Zielstellung des Verbundprojekts automotiveHMI ist daher die

Entwicklung eines gemeinsamen Austauschformates für formale

Spezifikationen solcher Infotainment-Systeme.

Ein integrierter Die Autoren

Ansatz auf Basis standardisierter

Formate, Modelle und Schnittstellen

ermöglicht eine größere Effizienz für

alle beteiligten Unternehmen – vom

Automobilhersteller über den Zulieferer

bis zum Hersteller der verwendeten

Tools.

Das Forschungsvorhaben hat Dipl.-Wirtsch.-Ing.

sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklungszeit

in Infotainment-Projekten Forschungszentrum für

Moritz Kümmerling

Researcher am Deutschen

durch neue Herangehensweisen an Künstliche Intelligenz

Tests und die modellbasierte Generierung

zu verkürzen sowie die inter-

(DFKI)

ne Konsistenz der zugrundeliegenden Funktionsbeschreibungen

sicherzustellen und die einzelnen Projektmitglieder von automatisierbaren

Aufgaben zu entlasten. Dafür wird automotive-

HMI als strategisches Einzelprojekt mit einem Gesamtvolumen

von zirka 7,4 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie (BMWi) gefördert.

Seit Anfang 2011 erforschen mehrere OEMs und Zulieferer

der deutschen Automobilindustrie unter wissenschaftlicher

Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche

Intelligenz (DFKI) neue Wege zur Spezifikation und Umsetzung

von Infotainment-Systemen. Der neue Ansatz verspricht ein

oder mehrere Wissensplattformen, die in zukünftigen Infotainment-Entwicklungsprojekten

eine

Kommunikation und Zusammenarbeit

in Echtzeit erlauben.

Das Verbundprojekt hat bereits

ein herstellerneutrales Datenformat

für Spezifikationen (Infotainment

Specification Format, IFS) entwickelt,

das die Ablage und automatisierte

Verarbeitung von Spezifikationsinformationen

ermöglicht.

Dipl.-Inf.

Marius Orfgen

Diese Verarbeitungsmöglichkeiten

Researcher am Deutschen

Forschungszentrum für reichen vom Import und Export in

Künstliche Intelligenz Mockup-, Design- und Entwicklungstools

zu internen Konsistenz-

(DFKI)

überprüfungen, ob beispielsweise

bei allen Grafikelementen im Entwicklungsprojekt die minimalen

Größen, erlaubten Farben und Abstände zu Rändern eingehalten

sind.

Die Beschreibung des Infotainment-Systems unabhängig

von konkreter Zielhard- und -software erlaubt den beteiligten

Entwicklungspartnern, gemeinsam über konkrete Eigenschaften

des Systems zu diskutieren, ohne dass jeder Beteiligte über

das Spezialwissen der Entwickler verfügen muss. Gleichzeitig

können die Entwicklungspartner mit Hilfe von Codegeneratoren

das gleiche Infotainment-System auf unterschiedliche Ziele

anpassen. Daraus ergeben sich völlig neue Möglichkeiten

wie eine höhere Wiederverwendungsrate bei neuen Infotainment-Projekten

oder der einfachere Wechsel auf eine andere

Plattform.

Neues Austauschformat –

Infotainment Specification Format

Das Austauschformat unterstützt die schrittweise Entwicklung,

wie sie in heutigen Infotainment-Projekten angewendet

wird. Spezifikateure, Designer, Übersetzer, Entwickler und Tester

arbeiten gleichzeitig an einem großen Datenmodell, das

nach und nach immer mehr das finale HMI verkörpert. Durch

das einheitliche Austauschformat können die Daten einfach in

unterschiedliche Software-Werkzeuge importiert oder exportiert

werden, sodass die Beteiligten weiterhin mit den ihnen vertrauten

Werkzeugen arbeiten können.

Auf der diesjährigen IAA demonstrieren einige Projektpartner

den Einsatz des Austauschformates zur Code-Generierung

und zum modellbasierten Testen von Infotainment-Systemen

auf einem eigenen Stand (Halle 4.1, Stand B07).

www.wer.de

www.automotiveHMI.org

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