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SOTE 2005_3 - IFZ

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Inhalt / Fotos Inhalt Fotos Werner Lienhart, Susanne Bruner-Lienhart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Technologie & Politik Philipp Späth Forschungsförderung für einen Wandel zu nachhaltigen Produktionssystemen. Ergebnisse einer Begleitforschung zur österreichischen Programmlinie „Fabrik der Zukunft“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Umwelt & Energie Michael Ornetzeder, Jürgen Suschek-Berger Nachhaltiges Sanieren von Einfamilienhäusern. Was leisten Sanierungsnetzwerke und was können wir von ihnen lernen? . . . . . . . . . . . 6 Neue Biotechnologien Alexander Bogner Entscheiden unter Unsicherheit. Das Beispiel der Pränataldiagnostik . . . . . . . . . . . . . . . 9 Informations- & Kommunikationstechnologien (I & K) Stephan Cramer Hybridisierung und Risiken in soziotechnischen Systemen. Erste Befunde und das Steuerungsproblem am Beispiel maritimer Logistik . . . . . . . . . . 12 Gastredaktion Sophie Strasser, Fritz Hinterberger, Jill Jäger, Andrea Stocker Sustainable Europe Research Institute (SERI). Forschung und Kommunikation zu nachhaltiger Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Fotos Werner Lienhart Susanne Bruner-Lienhart Menschen arbeiten auf Plätzen und in den Straßen der Städte, alltäglich und selbstverständlich führen sie ihre Aufträge aus. Manche von ihnen tun dies mit einer Gleichgültigkeit und dennoch mit einer Sorgfalt, sie strahlen etwas aus, das einen veranlasst, sie zu fotografieren. Wachpersonal, Dienstleister, Straßenarbeiter sind Teil der Wahrnehmung einer Stadt, unauffällig und nicht so präsent wie Gebäude und Fahrzeuge, aber dennoch Teil des Charakters eines Ortes. Im Dunkeln und im Nebel reduzieren sich Gebäude auf die Verschneidung von geometrischen Formen. Besonders deutlich geschieht dies bei von innen beleuchteten Glas-Stahlkonstruktionen. Die wahre Dimension dieser Gebäude wird jedoch erst durch den Größenvergleich mit dem Menschen sichtbar. Fotografie heißt hierbei, die bewusste Auswahl eines Ausschnittes und Zeitpunktes, um bei einem Betrachter, einer Betrachterin ein Bild herzustellen, welches zuvor schon im Kopf des Fotografen, der Fotografin entstanden ist. Kontakt: werner.lienhart@tugraz.at bruner@ifz.tugraz.at Frauen & Technik Kyra Landzelius Gendering ‘round the Incubator et al. Women as Technology Inventors, Inspirers & Interlocutors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Aus dem IFZ Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society. Neue Fellows, Visiting Scholars und Guest Lecturers / Yearbook 2005 / Fellowship Programme 2006/2007 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Personalia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Baubranche lernt online nachhaltig bauen. Neue E-Learning Plattform zum nachhaltigen Bauen und Sanieren jetzt kostenlos nutzen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Magazin Green Products . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Biotech-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Bücher, Zeitschriften, andere Medien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 SOTE-Abo und IFZ-Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Veranstaltungen und Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Soziale Technik 3/2005 2

Technologie & Politik Forschungsförderung für einen Wandel zu nachhaltigen Produktionssystemen Ergebnisse einer Begleitforschung zur österreichischen Programmlinie „Fabrik der Zukunft“ Einige Programme zur Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E- Programme) verfolgen explizit das Ziel, einen Wandel in Richtung nachhaltiger Wirtschaftsweisen zu fördern. Dabei stellt sich die Frage, ob und wie dies gelingen kann. Philipp Späth studierte in Freiburg und Berlin Politikwissenschaft und Geographie. Seit Juli 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFZ. Arbeitsschwerpunkte: Energie- und Umweltpolitik, Technologie- und Innovationspolitik; Strategien für eine Transition zu nachhaltigen Energie-Systemen und zu nachhaltigen Produktions- und Nutzungs-Systemen, Neue Governance-Ansätze. E-mail: spaeth@ifz.tugraz.at Der Wandel zu nachhaltigen Wirtschaftssystemen ist sicherlich ein langfristiger Prozess, an dem viele Akteure beteiligt sein müssen. Parallele Entwicklungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen müssen dabei zusammenwirken – auf politischer Ebene, beim Konsum und in den komplexen Lieferbeziehungen und Produktketten der Industrie. Eine Forschungsförderung mit dem Ziel nachhaltiger Produktionsweisen muss daher über konventionelle Innovationsstrategien hinausgehen und zusätzlich zu einzelnen Forschungs- und Pilotprojekten insbesondere solche Maßnahmen fördern, die auf einen grundlegenden Wandel der komplexen sozio-technischen Systeme abzielen. Begleitforschung zur „Fabrik der Zukunft“ Das IFZ und ARC Systems Research GmbH haben im Auftrag des Österreichischen Technologieministeriums BMVIT dessen Programmlinie „Fabrik der Zukunft“ in einer Begleitforschung während der Jahre 2003 bis 2005 untersucht. Das Projekt hatte zum Ziel, in zwei ausgewählten Feldern dynamischer Entwicklung Perspektiven für eine grundlegende Transition hin zu nachhaltigkeitsorientierten Produktions- und Nutzungssystemen zu erarbeiten. Exemplarisch sollte in diesen Bereichen eine Verbindung zwischen den einzelnen Forschungsund Technologieentwicklungsprojekten geschaffen werden, um so vereinte und wirkungsvolle Impulse in Richtung nachhaltiger Produktionssysteme zu erreichen. Durch die Definition von zwei exemplarischen „Transitionsfeldern“ (konkret: „Bioraffinerien“ sowie „Wood Plastic Composites und Biopolymere“) wurde versucht, eine enge Verbindung zwischen den konkreten Technologieprojekten des Programms „Fabrik der Zukunft“ und den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen auf der Ebene von Bedürfnisfeldern herzustellen. Die Ausrichtung auf eine Zwischenebene, sogenannte „Transitionsfelder“, d. h. die Konkretisierung von allgemeinen Visionen und die Bündelung von Einzeltechnologien auf dieser Ebene, soll es erlauben, systemische Wechselwirkungen zwischen Technologien, Bedürfnissen und institutionellem Umfeld mitzuerfassen und damit eine Ebene für effektivere politische Beiträge zur Förderung von Nachhaltigkeit zu schaffen, als dies durch die alleinige Unterstützung einzelner Technologien der Fall wäre. Erstmals „Transition Management“-Ansatz in Österreich Dem Projekt wurde erstmals in Österreich der Ansatz des „Transition Management“ zugrundegelegt, der zuerst in den Niederlanden entwickelt und angewandt wurde. Er betont den langfristigen, systemischen und nicht zentral steuerbaren Charakter von Veränderungsprozessen in Richtung Nachhaltigkeit. Transitionen erfordern Systemveränderung, d. h. neben technologischen Innovationen sind auch organisatorische, soziale und institutionelle Veränderungen (Systeminnovationen) notwendig, um nachhaltigeren Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Im Hinblick auf solche Systeminnovationen sollten in dem Projekt grundlegende Ansatzpunkte identifiziert werden, wie solche Prozesse durch forschungs- und technologiepolitische Maßnahmen, aber auch durch Initiativen in anderen Politikfeldern unterstützt und flankiert werden können. Anhand der zwei ausgewählten Transitionsfelder sollten die jeweiligen Entwicklungspotenziale im Sinne einer grundle- Soziale Technik 3/2005 3

SOTE 2001_2 - IFZ - Graz University of Technology
SOTE 2001_3 - IFZ - Graz University of Technology
SOTE 2011_4 - IFZ - Graz University of Technology