Winterhalbjahr 2010/2011 - IG Metall Wolfsburg

igmetall.wob.de

Winterhalbjahr 2010/2011 - IG Metall Wolfsburg

Wolfsburg

Bildungsprogramm der IG Metall Wolfsburg

Winterhalbjahr

2010/2011

IG Metall Wolfsburg

in Zusammenarbeit mit

ARBEIT UND LEBEN e. V. Wolfsburg

und dem Bildungszentrum HVHS Hustedt


„Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt,

Vorurteile abzubauen. Wenn man schon

Gefangener seines eigenen Geistes ist,

kann man wenigstens dafür sorgen, dass

die Zelle anständig möbliert ist.“

Peter Ustinov (1921 – 2004),

engl. Schriftseller und Schauspieler

Impressum

Herausgeber:

Frank Patta, Lothar Ewald und Martin Ulfig

IG Metall Wolfsburg

Siegfried-Ehlers-Str. 2, 38440 Wolfsburg

http://www.igmetall-wob.de

Redaktion: Lothar Ewald, Sandra Trommer

Gestaltung: Karsten Meier

Druck:

Niedersachsen Druck Bähr GmbH

Wolfsburg, Juni 2010


Winterhalbjahr 2010/2011

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

2010 ist das Jahr der betrieblichen Wahlen. Von März bis Mai

sind in mehr als 40 Betrieben im Bereich der Verwal tungsstelle

rund 350 Betriebsräte neu gewählt worden – mehr

als 90 Prozent davon sind bereits Mitglied der IG Metall.

Damit haben wir eine gute Basis geschaffen, um eine wirkungsvolle

Interessenvertretung für die Beschäftig ten in

den Betrieben zu gewährleisten.

Neben den Betriebsratswahlen stehen in diesem Jahr

wei tere wichtige Weichenstellungen an. Die Jugend und

Auszu bildenden wählen sich ebenso ihre Interessenver tretun

gen wie die Schwerbehinderten. Und im Herbst haben

die Kolleginnen und Kollegen bei Volkswagen und in anderen

größeren Betrieben die Gelegenheit, ihre Vertrauensleute

neu zu bestimmen.

Vertrauensleute, Betriebsräte, Jugend- und Schwer behindertenvertreter/-innen

bilden das Rückgrat der IG Metall in

den Betrieben. Sie sind die gewerkschaftlichen Ansprechpartner/-innen

für die Beschäftigten.

Aber es gilt nach wie vor: Nur wer gut informiert ist, der

kann auch kompetent die Interessen der Kolleginnen und

Kollegen vertreten. Fachlicher Sachverstand und klare

gewerkschaftliche Positionierung sind die Voraus setzungen,

Wissen und Knowhow das Werkzeug.

Hier setzt unser Bildungsangebot zu den Winterhalbjahren

an. Wir freuen uns, Euch für 2010/2011 insgesamt 39

Seminare anbieten zu können. Damit können wir sowohl

betriebliche als auch gesellschaftspolitische Themen in

einem breiten Spektrum abdecken.

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Winterhalbjahr 2010/2011

Neben den „Klassikern“ unter unseren Seminaren wie beispielsweise

Geschichte, Rassismus oder Lohn und Gehalt

beschäftigen wir uns in diesem Jahr auch wieder mit einigen

aktuellen Problemen. Besonders hinweisen möchten

wir auf die Themen

I „Philosophie im Alltag“

I „Heuern und Feuern dank Leiharbeit“

I ,,Burnout – Meine Zeit ist mein Leben“

hinweisen.

Im vergangenen Winterhalbjahr haben 1.266 Kolleginnen

und Kollegen aus 19 Betrieben unser Angebot wahrgenommen

– darunter auch zahlreiche Seniorinnen und Senioren.

Das ist ein stolzer Erfolg. Wir erhoffen uns, für 2010/2011

eine ähnliche Resonanz.

Eure IG Metall Wolfsburg

Frank Patta

Lothar Ewald

Martin Ulfig

2


Winterhalbjahr 2010/2011

Seminarübersicht

Geschichte

Seite

Auf den Spuren von Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Karl

Liebknecht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Der 9. November in der Geschichte Deutschlands . . . . . . . . . 7

Wir lernen im Vorwärtsgehen – Teil 1 Die „Geschichte der

Arbeiterbewegung“ ist unsere Geschichte (von 1815 bis 1900). 8

Wir lernen im Vorwärtsgehen – Teil 2 Die „Geschichte der

Arbeiterbewegung“ von 1900 bis 1933 ist unsere Geschichte. 10

Philosophie im Alltag

Hat das alles überhaupt einen Sinn? – Leben in der

Industriegesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Gesellschaftspolitik

Die Zukunft vom Staat – Prekariat? Heuern und feuern

dank Leiharbeit? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit

Wohnbezirksarbeit in der IG Metall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Gewerkschaften und Rechtsextremismus . . . . . . . . . . . . . . . 17

Internationale Solidarität

Mittel- und Osteuropa/Lateinamerika – Audi – Gulasch –

Staatsverschuldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Clean Clothes Campaigne – Saubere Kleidung . . . . . . . . . . . 19

Lateinamerika Argentinien – „Steaks, Fußball oder

alles Tango ...“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

„Wir“ in Europa – Vom Gastarbeiter zum EU-Bürger? . . . . . . 22

Rassismus und Gewalt

Fans – Supporters – Hooligans – Ultras . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Sozialpolitik

Wohin treibt unser Sozialstaat? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Arbeits- und Sozialrecht

Einführung in das Arbeitsrecht – Recht haben und Recht

bekommen sind zweierlei Dinge! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

3


Winterhalbjahr 2010/2011

Seite

Sozialversicherungssysteme und betriebliche Sozialpolitik

in der Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Teilhabe schwerbehinderter und behinderte Menschen in

der Arbeitswelt (Einführung).. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Arbeiten bei Volkswagen

Von der innovativen Arbeitsorganisation zum Volkswagen-

Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Die Komponentenfertigung in der Automobilindustrie . . . . . 32

Lohn- und Gehaltsgestaltung

Gibt es einen “gerechten” Lohn? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Die „Grundlagen der Leistungsbemessungsgrenze” am

Beispiel der Datenermittlung nach MTM . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Arbeit und Gesundheit

Arbeits- und Gesundheitsschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Arbeitssicherheit (Aufbauseminar).. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Betriebliche Suchtprävention/-hilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Psychoterror am Arbeitsplatz

Sexuelle Belästigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Mobbing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Diskriminierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Burnout – Meine Zeit ist das Leben! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

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Geschichte

Winterhalbjahr 2010/2011

Geschichte

Auf den Spuren von Rosa Luxemburg, Clara Zetkin

und Karl Liebknecht

Termin: 30./31.10.2010 Seminar-Nr.: Q524101355

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Conny Koch

Birgit Haberski

Seminarinhalt:

I Wer waren Rosa Luxemburg, Clara Zetkin

und Karl Liebknecht? Wer kennt Sie heute

noch?

I Welche Bedeutung haben sie heute noch in

den Gewerkschaften?

I Wie war die Unterstützung damals von

Männern wie Karl Liebknecht?

I Wie fing das damals alles an, was wurde bis

jetzt erreicht?

Rosa

Luxemburg

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Winterhalbjahr 2010/2011

I Gleichberechtigung damals und heute?

In diesem Seminar wollen wir anhand von

Beispielen sehen, welche Bedeutung Frauen

überhaupt in der Arbeiterbewegung hatten.

Wir wollen aber auch aufzeigen, dass das

Wahlrecht für Frauen z. B. gemeinsam mit

Männern erkämpft wurde. Dass es immer nur

gemeinsam möglich war wichtige Erfolge zu

erringen.

Wir wollen in diesem Seminar aufzeigen,

wie wichtig es ist die politische Diskussion zu

führen. Welche Forderungen von damals sind

heute noch Bestandteil in den Gewerkschaften?

Ziel des Seminars ist es durch einen kurzen

Rückblick in die Geschichte aufzuzeigen, dass

es in Bezug auf die gesellschaftliche Gleichstellung

von Frauen noch einen langen Weg

gibt, der nur gemeinsam zum Erfolg führen

wird.

I Was hat Frauen früher bewogen politisch

tätig zu werden?

I Wo lagen generell die politischen Ziele und

was wurde davon umgesetzt?

I Welche Lehren können wir heute noch

daraus ziehen und für unsere Arbeit nutzen?

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© Bilderarchiv des Deutschen Bundestages

Winterhalbjahr 2010/2011

Geschichte

Der 9. November in der Geschichte Deutschlands

Termin: 11./12.12.2010 Seminar-Nr.: Q524101363

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Jutta Medefind

Edgar Mohwinkel

Jürgen Schwarzenberg

Seminarinhalt:

Den 9. November gibt es zwar jedes Jahr, aber

nicht jedes Jahr geht mit diesem Tag in die

Geschichte ein. Dieses Datum steht einerseits

für demokratischen Aufbruch und friedliche

Revolution, andererseits steht der 9. November

aber auch für einige der schwärzesten Tage in

der deutschen Geschichte des 20. Jahrhun derts.

7


Winterhalbjahr 2010/2011

Geschichte

Wir lernen im Vorwärtsgehen – Teil 1

Die „Geschichte der Arbeiterbewegung“ ist unsere

Geschichte (von 1815 bis 1900)

Termin: 05./06.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111375

Ort: Bundeslehranstalt Burg Warberg e. V.

Referententeam:

Thomas Drüsedau

Michael Franke

Claus Lamek

Lutz-Rüdiger Schlünz

Seminarinhalt:

Was ist eigentlich Geschichte?

In der Schule lernten wir Namen von Herr schern

und Königen, von Cäsaren und Päpsten. Wir

mussten die Daten von Kriegen und großen

Schlachten lernen.

„Ludwig XIV wurde der Sonnenkönig genannt.“

„Die Pharaonen bauten die Pyramiden.“

„Päpste bauten den Vatikan.“

„Hitler siegte im Osten.“

„Heinrich Nordhoff baute den Käfer.“

Diese Schlagzeilen kennen wir alle!

Aber was haben unsere Vorfahren gemacht?

Hatten sie in der Renaissance auch diese wunderbaren

Gewänder an? Oder waren sie nur

Arbeiter oder Bauern? – Wie wir!

Nicht die Geschichte der Herrschenden soll es

sein, die wir kennen lernen wollen, sondern die

Geschichte von denen, über die unsere Schulbücher

schweigen.

8


Winterhalbjahr 2010/2011

Fred Ellis aus „Liberator“ 1924

Auch wollen wir versuchen, aus unserer Geschichte

zu lernen. Wir müssen lernen, Fehler, die

begangen wurden, niemals zu wiederholen.

An Hand von exemplarischen Beispielen der

deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhun

derts wollen wir gemeinsam versuchen,

die gegenwärtige Geschichtsschreibung zu

entlarven und – bezogen auf unsere Situation

– Lehren für uns und unsere Arbeit zu ziehen.

9


Winterhalbjahr 2010/2011

Geschichte

Wir lernen im Vorwärtsgehen – Teil 2

Die „Geschichte der Arbeiterbewegung“ von 1900

bis 1933 ist unsere Geschichte

Termin: 12./13.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111377

Ort: Bundeslehranstalt Burg Warberg e. V.

Referententeam:

Thomas Drüsedau

Michael Franke

Claus Lamek

Lutz-Rüdiger Schlünz

Seminarinhalt:

Haben wir im ersten Seminar gesehen, wie sich

die Arbeiterbewegung aus verschiedenen sozialen,

demokratischen, nationalen und anderen

Bewegungen in der deutschen Monarchie ent ­

wickelt hat, wollen wir in unserem zweiten Semi ­

nar untersuchen, wie sich die Bedingun gen der

Arbeit im untergehenden Kaiserreich, der neu

entstandenen „Weimarer Republik“ und dem

Hitlerfaschismus entwickelten. Ferner werden

wir sehen, wie sich die Arbeiterbewegung in den

zwanziger Jahren des letzten Jahrhun derts artikulierte

und wie sie schließlich am 2. Mai 1933

gänzlich verstummte!

Wir wollen versuchen, einige Fragen, die daraus

resultieren, zu diskutieren:

I Wie entwickelten sich Gewerkschaften und

SPD zur Jahrhundertwende?

I Warum gab es den ersten Weltkrieg?

I Warum musste sich die SPD spalten?

I Welche Rolle spielten Rosa Luxemburg und

Karl Liebknecht?

10


Winterhalbjahr 2010/2011

Käthe Kollwitz, Gedenkblatt für Karl Liebknecht, 1920

I Warum kam es zur Novemberrevolution?

I Wie kam es zur Weimarer Republik?

I Was war der Ruhraufstand?

I und vieles mehr.

Auch in diesem Seminar wollen wir aus unserer

Geschichte lernen, um Fehler, die begangen

wurden, niemals zu wiederholen.

Gerade in dieser Zeit wurden die Weichen für

Deutschlands schwärzestes Kapitel gestellt!

Auch wollen wir die Kultur der Wei marer Republik

untersuchen. Dazu werden uns Lieder,

Gedichte, Filme und vieles mehr dienen. Wir

werden über Kurt Tucholsky, Ber tolt Brecht,

Erich Maria Remarque und viele andere hören.

11


Winterhalbjahr 2010/2011

Philosophie im Alltag

Philosophie im Alltag

Hat das alles überhaupt einen Sinn? – Leben in der

Industriegesellschaft

Termin: 27./28.11.2010 Seminar-Nr.: Q524101360

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referent:

Dietrich Burggraf

Klaus Dera

Seminarinhalt:

In diesem Seminar wird die Frage gestellt,

wel che Auswirkungen die moderne Industriegesellschaft

auf den Einzelnen hat.

I Welches Menschenbild haben die neuen

Unternehmensführungsmodelle in der industriellen

Produktion?

I Was bedeutet das für unser privates Leben?

Gibt es überhaupt Möglichkeiten, ein Leben

jenseits von Produktions anfor derungen zu

leben?

I Wie könnte dieses Leben sinnvoll gestaltet

werden?

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Gesellschaftspolitik

Gesellschaftspolitik

Die Zukunft vom Staat – Prekariat?

Heuern und feuern dank Leiharbeit?

Winterhalbjahr 2010/2011

Termin: 29./30.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111371

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Thomas Bonkat

Marianne Hagemann

Mike Sempf

Seminarinhalt:

Arbeiten bis zum Umfallen für die einen und

prekäre Arbeitsverhältnisse für die anderen –

ist das die Zukunft von uns abhängig Beschäftigten?

Seit einigen Jahren stellen Unternehmen wie

VW in Hochkonjunkturzeiten nur noch befristet

Leiharbeiter ein, verlängern die Verträge um

einige Monate und lassen die Menschen dann

fallen.

Die KollegInnen hoffen bis zum letzten Augenblick,

dass ihre Verträge verlängert oder sie von

VW, der Wob AG oder der AutoVision übernommen

werden.

Welche Strategie steckt hinter diesem Vorgehen

und welche persönlichen und gesellschaftlichen

Folgen hat das Prekariat (unsichere Lebensund

Arbeitsbedingungen) für die KollegInnen?

Die Gewerkschaften stecken in der Zwickmühle.

Trotz Kampagnen wie „Gleiche Arbeit – Gleiches

Geld – Leiharbeit fair gestalten“ sind ihre Forderungen

vielen nicht klar und erscheinen zum

Teil sogar widersprüchlich. Schließlich geht es

um die Schaffung von Arbeitsplätzen und um

den Erhalt von Stammbelegschaften!

13


Winterhalbjahr 2010/2011

I Was können wir als Vertrauensleute bei

Volks wagen für die KollegInnen tun?

I Wie gehen wir mit ihnen um und wie können

wir ihnen helfen?

I Welche Rechte haben sie, und wo stoßen

wir an unsere Grenzen?

Das sind die Fragen, mit denen wir uns

beschäftigen wollen.

… denn Mitgliederwerbung allein genügt nicht.

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Außerbetriebliche

Gewerkschaftsarbeit

Winterhalbjahr 2010/2011

Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit

Wohnbezirksarbeit in der IG Metall

„Die außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit“ – Die Bedeutung

und Wichtigkeit für die IG Metall und ihrer Mitglieder!

Termine: 20./21.11.2010 Seminar-Nr.: Q524101358

26./27.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111379

Ort:

Hotel Balladins Superior, Braunschweig

Referententeam:

Dieter Achtermann

Joachim Fährmann

Hans-Joachim Kogerup

Andreas Sorge

Seminarinhalt:

Die Wohnbezirksarbeit, das zweite Standbein

der IG Metall Wolfsburg, gewinnt neben der

betrieblichen Arbeit zunehmend an Bedeutung.

Denn hier besteht u. a. auch die Mög lich keit,

alle unsere Mitglieder zu erreichen, die wir nicht

mehr direkt im Betrieb ansprechen kön nen.

Zu ihnen zählen Vor ruheständler, Rent ner,

Frauen und Männer in Elternzeit, arbeits lose

Kollegin nen und Kolle gen, Selb stän dige und

nicht zu letzt all jene, die in Klein- und Kleinstbetrieben

ohne Mitbe stim mungs struk turen

arbeiten.

Im Seminar „Eine aktive Wohnbezirksarbeit

für eine starke Wolfsburger IG Metall“ wollen

wir allen Interessierten die Grundlagen der

Wohn bezirksarbeit vorstellen, aber auch die

Bedeu tung und Wichtigkeit für uns aufzeigen.

Denn nicht nur die Arbeit, sondern auch unsere

Lebensbedingungen spielen dabei eine große

Rolle für unser Wohlergehen.

An exemplarischen Beispielen wollen wir vermitteln,

wie sich engagierte Mitglieder an politischen

und kulturellen Veranstaltungen und

15


Winterhalbjahr 2010/2011

Aktionen beteiligen und dadurch die Meinung

unserer Gewerkschaft in ihr direktes Wohnumfeld

zu transportieren, um Einfluss auf gesellschaftliche

Themen zu nehmen.

Die Aktivitäten in unseren Wohnbezirken reichen

von Podiumsdiskussionen zu arbeitnehmerrelevanten

Themen im Vorfeld von Wahlen,

Infor mationsveranstaltungen zu gesellschaftspolitischen

Themen, Gespräche mit anderen

Verei nen, Organisationen und Verbänden, bis

hin zu Som mer- und Kinderfesten.

Wer sich in seinem Wohnbezirk engagiert, hat

alle vier Jahre die Möglichkeit, sich von seinen

Kolleginnen und Kollegen in die Wohnbezirksleitung

wählen zu lassen. Oder Delegierter bei

der Delegiertenversammlung – dem beschlussfassenden

Gremium der Verwaltungsstelle – zu

werden.

Wir wollen gemeinsam mit Euch Strategien

entwickeln, die über den Betrieb hinaus dafür

sorgen, die Durchsetzungskraft und den Gestaltungswillen

unserer IG Metall auf allen Ebenen

zu erhalten.

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Winterhalbjahr 2010/2011

Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit

Gewerkschaften und Rechtsextremismus

Termine: 05./06.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111373

Ort:

IG Metall Verwaltungsstelle Wolfsburg

Referententeam:

Deborah Schulz

Viktor Kalschek

Seminarinhalt:

Am 1. Mai 1933 wurden die unabhängigen

Gewerkschaften de facto zerschlagen. Für viele

Gewerkschaftsfunktionäre begann ein Martyrium

welches häufig mit dem Tod endete.

Auch heute sollen bis zu 40% der Gewerkschaftsmitglieder

mit rassistischem und nationalistischem

Gedankengut sympathisieren.

Wir wollen einen Bogen schlagen von der Vergangenheit

in die Gegenwart und anhand von

Erhebungen, Fakten und Schilderungen aufzeigen

wo die Ansatzpunkte sind. Geschichte

wiederholt sich und wer die Vergangenheit

nicht versteht macht die gleichen Fehler in der

Zukunft wieder.

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Winterhalbjahr 2010/2011

Internationale Solidarität

Internationale Solidarität

Mittel- und Osteuropa/Lateinamerika –

Audi – Gulasch – Staatsverschuldung

Termin: 19./20.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111387

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Rainer Maass

Udo Vongehr

Seminarinhalt:

Der Arbeitskreis InterSoli Mittel-Ost-Europa be ­

schäf tigt sich seit 2001 mit den Arbeits- und

Lebens bedingungen der Volkswagen-KollegInnen

in Polen, Tschechien und der Slowakei. Seit

Novem ber 2008 gibt es auch Kontakte zu den

Kolle gInnen von Audi in Ungarn. Darauf wollen wir

an diesem Wochende den Schwerpunkt legen.

Wir wollen mit euch die unterschiedlichen

Vorraussetzungen am Standort Györ betrachten.

Das könnten folgende Themen sein:

I Wie sind die Arbeitsbedingungen dort?

I Wie läuft die Gewerkschaftsarbeit dort?

I Welche Probleme habe die Kollegen im

Betrieb und in der Freizeit?

I Wie läuft die Intersoli Arbeit dort?

I Welche Gemeinsamkeiten haben wir mit den

Kollegen?

Auch wollen wir Euch einen Einblick in unsere

InterSoli Arbeit geben und welche Eindrücke

wir in den Jahren der Zusammenarbeit mit den

Kollegen in den verschiedenen Länder bekommen

haben.

18


Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeitsmarktpolitik

Clean Clothes Campaigne – Saubere Kleidung

Verbrauchermacht – Sozialstandards und Arbeits ­

bedingungen in der Textilindustrie

Termin: 23./24.10.2010 Seminar-Nr.: Q524101351

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Dietrich Höper

Cornelia Koch

Britta Stünkel

Seminarinhalt:

Wir laufen nicht nackt herum. Wir tragen Kleidung:

bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Sport,

zu Hause … Aber, machen wir uns Gedanken,

unter welchen Bedingungen diese hergestellt

werden? Wie die Menschen arbeiten, die sie produzieren?

Wer an ihrer Herstellung profitiert?

Schließlich: Welche Einflussmöglichkeiten haben

wir als Verbraucher/innen oder Großab nehmer

(z. B. als Käufer von Arbeitskleidung) dabei?

Diese Fragen sowie die Rolle von Sozialstan dards,

fairem und kritischem Konsum und Kampagnen

wie der „Clean Clothes Campaign“ wollen wir

diskutieren und klären.

19


Winterhalbjahr 2010/2011

Die Teilnehmenden sollen

I sich ihrer Rolle als Verbraucher bewusst

werden,

I Einflussmöglichkeiten über Kampagnen

kennenlernen,

I Bedeutung von Sozialstandards/-

codizes zur Durchsetzung besserer

Arbeitsbedingungen erkenne n,

I Sich mit den Arbeitsbedingungen der Zulieferer

betriebe in der Textilindustrie auseinandersetzen

und

I eigene Handlungsmöglichkeiten zur Förderung

eines fairen Konsumverhaltens entwickeln.

20


Winterhalbjahr 2010/2011

Internationale Solidarität

Lateinamerika

Argentinien – „Steaks, Fußball oder alles Tango ...“

Termin: 29./30.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111370

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Dietrich Höper

Astrid Lüters

Dirk Suckut

Seminarinhalt:

Steaks, Fußball und Tango sind die Dinge die

man mit Argentinien in Verbindung bringt. Aber

wie Leben und Arbeiten unsere Kolleginnen

und Kollegen in den Volkswagen Standorten in

Lateinamerika.

I Welche Gemeinsamkeiten gibt es mit den

Kolleginnen und Kollegen aus Argentinien?

I Wie organisieren sich ihre Gewerkschaften?

I Wie läuft unsere Zusammenarbeit?

Dies sind die Fragen die wir in diesem Seminar

mit euch diskutieren wollen.

Argentinien ist einer der Standorte mit dem

wir uns im Arbeitskreis InterSoli Lateinamerika

beschäftigen. Dazu gehören noch Brasilien,

Mexico und Chattanooga (USA).

Unser Ziel ist es mit diesem Seminar neue Teilnehmerinnen

und Teilnehmer für die Inter Soli-

Arbeit zu gewinnen und die Herausforderungen

der Internationalen Gewerkschaftsarbeit

gemeinsam anzupacken.

21


Winterhalbjahr 2010/2011

Internationale Solidarität

„Wir“ in Europa – Vom Gastarbeiter zum EU-Bürger?

Termin: 26./27.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111380

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Rocco Lochiatto

Domenico Lo Presti

Seminarinhalt:

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit

den Ursachen von Migration und der ökonomischen

Funktion der Ausländer in Europa und

Deutschland – speziell am Beispiel Wolfsburg.

Welche Gesetze gibt es zur Ausländerthematik

in Europa? Und welche Möglichkeiten beinhalten

sie?

Das Seminar wird in deutscher Sprache durchgeführt

und ist für ausländische und deutsche

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gedacht.

22


Rassismus und Gewalt

Rassismus und Gewalt

Fans – Supporters – Hooligans – Ultras

Winterhalbjahr 2010/2011

Termin: 15./16.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111367

Ort:

IG Metall Verwaltungsstelle Wolfsburg

Referententeam:

Viktor Kalschek

Burkhard Möker

Seminarinhalt:

Nicht nur im Stadion ist der Teufel los. Gewalt

und Brutalität verlagern sich in jüngster Zeit

weg von den modernen Arenen in die umliegenden

Gebiete – brennende Müllbehälter,

zerstörte PKWs, Busse und Bahnen, prügelnde

Fangruppen inmitten von Wohngebieten.

In den Medien werden Begriffe häufig durcheinander

gebracht oder falsch interpretiert. Aus

treuen Anhängern werden chaotische Schläger,

aus rechtsextremen Sympathisanten werden

fanatische Fans oder auch umgekehrt.

Wir beschäftigen uns mit den Begriffen und den

Gruppierungen. Wir gehen darauf ein was die

Vereine und die Behörden tun (z. B. Fanprojekte

des VfL Wolfsburg, u.v.a.) und welcher Aufwand

bei der Bundes- sowie Landespolizei hinter

sportlichen Großveranstaltungen steht.

23


Winterhalbjahr 2010/2011

Sozialpolitik

Sozialpolitik

Wohin treibt unser Sozialstaat?

Termin: 08./09.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111364

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Holger Bake

Thomas Kohlstädt

Michael Melcher

Seminarinhalt:

Unternehmer und Politik halten einen Umbau

bzw. Abbau des Sozialstaates für erforderlich –

angeblich um ihn zu retten. Das nennt man:

Selbstmord aus Angst vor dem Tode!

Die Reichen reden von Verzicht – meinen aber

nicht sich selbst. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

sollen länger arbeiten, weniger verdienen

und alleine die Sozialsysteme finanzieren.

Erwerbslose sollen zu Billigjobs gezwungen

werden ohne alle Arbeitnehmerrechte. So wird

unser Land abgewirtschaftet.

Aber es gibt Alternativen:

I Stärkung der Binnennachfrage

I Soziale Standards für Europa

I Investieren statt sparen

I Prävention und Qualität für das Gesundheitswesen

I Renten gerecht finanzieren

I Arbeitslosigkeit beseitigen

Über diese Alternativen und über Wege dorthin

wollen wir in diesem Seminar beraten.

Wir planen unsere Zukunft selbst !

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Arbeits- und Sozialrecht

Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeits- und Sozialrecht

Einführung in das Arbeitsrecht – Recht haben und

Recht bekommen sind zweierlei Dinge!

Termin: 20./21.11.2010 Seminar-Nr.: Q524101359

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Termin: 15./16.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111366

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Holger Bake

Bernhard Grabarse

Florian Kretschmer

Dieses Seminar ist Voraussetzung für den Besuch des entsprechenden

Wochenseminars nach dem niedersächsischen

Bildungsurlaubsgesetz.

Seminarinhalt:

Das Arbeitsrecht ist eine ziemlich komplexe

Materie. Das ist erst einmal darauf zurückzuführen,

dass die arbeitsrechtlichen Bestimmungen

nicht in einem Gesetz zusammengefasst,

sondern verstreut in vielen Gesetzen enthalten

sind. Arbeitsrechtliche Bestimmungen finden

wir nicht nur in speziellen arbeitsrechtlichen

Gesetzen, wie etwa im Kündigungsschutz gesetz

und Mutterschutzgesetz, sondern auch in vielen

anderen Gesetzen wie z. B. im Bürgerlichen

Gesetzbuch, Handelsgesetzbuch, der Gewerbeordnung

und dem Grundgesetz.

Das Arbeitsrecht ist unübersichtlich, weil es

kein eigenständiges Rechtsgebiet ist, sondern

nur im Zusammenhang mit unserem bürgerlichen

Recht verstanden werden kann. Außer dem wird

das Arbeitsrecht sehr stark durch Richterrecht

geprägt! Wer sich im Arbeitsrecht auskennen

will, muss zumindest die einfachsten Regeln des

bürgerlichen Rechts kennen. Zusätzlich wird das

25


Winterhalbjahr 2010/2011

Themenschwerpunkte:

Verständnis des Arbeits rechts dadurch erschwert,

dass in vielen Arbeits verhältnissen bessere tarifvertragliche

Rege lun gen an die Stelle der ge setzlichen

Regelungen getreten sind.

I Rechtssysteme/Rechtsquellen

I Rechtsnormen

I Arbeitsvertrag

I Rechte und Pflichten des Arbeitgebers

I Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers

I Kündigungsschutz

I Betriebsverfassungsgesetz

I Aktuelle Themen

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Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeits- und Sozialrecht

Sozialversicherungssysteme und betriebliche

Sozialpolitik in der Praxis

Termine: 05./06.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111374

12./13.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111386

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Gunter Wachholz

Christian Weber

Seminarinhalt:

Dieses Seminar vermittelt zum einen die

Ge schichte und die Grundlagen der deutschen

Sozialversicherungssysteme und zum anderen

ein Basiswissen über die betrieblichen Sozialleistungen.

Der Schwerpunkt wird in diesem

Seminar auf die Gesundheits- und Renten poli tik

sowie auf die betrieblichen Sozialleistungen

gelegt.

I Zukunft der sozialen Sozialversicherungssys

teme – Wie sieht die zukünftige Sozialpolitik

aus?

I Welche Änderungen sind in der Renten-,

Pflege-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung

zu erwarten?

I Rentenversicherung – Wie sicher ist meine

Rente? Wie hoch ist sie eigentlich und

wie wird sie berechnet? Welche Arten von

Betriebsrenten gibt es?

I Rentenpolitik – Was für Auswirkungen

hat die Rente mit 67 auf die betriebliche

Praxis? Wie kann ein sozial gerechtes

Rentensystem aussehen?

I Reformen in der Gesundheitspolitik – Was

steckt hinter dem Gesundheitsfonds?

27


Winterhalbjahr 2010/2011

I Bürgerversicherung vs. Kopfpauschale –

Was verbirgt sich hinter den Konzepten?

I Betriebliche Sozialleistungen – Welche

sozialen Leistungen gibt es im Betrieb?

Diese und viele andere Fragen wollen wir versuchen

zu klären und gemeinsam mit Euch die

Lösungen vieler Fragen erarbeiten.

Desweiteren werden die aktuellen gesetzlichen

Veränderungen im Sozialversicherungsrecht

und bei den betrieblichen Sozialleistungen

vermittelt, und es werden zukünftige Konzepte

vorgestellt.

28


Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeits- und Sozialrecht

Teilhabe schwerbehinderter und behinderte

Menschen in der Arbeitswelt (Einführung)

Termine: 30./31.10.2010 Seminar-Nr.: Q524101354

26./27.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111378

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Kerstin Bebenroth

Manuela Hobbie

Klaus Wenzel

Seminarinhalt:

Schwerbehinderte sind nach wie vor im Arbeits ­

leben und insbesondere im Alltagsleben be nachteiligt.

Dabei leben ungefähr 6,7 Millionen

Schwer be hinderte in der Bundesrepublik. Seit

1994 gilt der neugefasste Artikel 3, Abs. 3 des

Grund ge setzes. Demnach darf niemand wegen

seiner Behinderung benachteiligt werden.

Im Alltagsbereich sind leider eine zunehmende

Anzahl von Übergriffen auf Behinderte zu verzeichnen.

Hier sind die Grenzen des Einflusses

der auf den Betrieb bezogenen Aktivitäten festzustellen.

Solange gesamtgesellschaftlich kein

Umdenken zu mehr Toleranz und gegen Diskri minierung

Behinderter in den Köpfen der Men schen

einsetzt, wird sich die Situation nicht ändern.

In diesem Seminar wollen wir mit Euch gemeinsam

folgende Themen erarbeiten:

I Sozialgesetzbuch IX

I betriebliches Eingliederungsmanagement

(BEM)

I Forum Demographie

I Aktuelles aus der Schwerbehindertenvertretung

29


Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeiten bei Volkswagen

Arbeiten bei Volkswagen

Von der innovativen Arbeitsorganisation zum

Volkswagen-Weg

Zukunftsfähigkeit durch faire Balance von wirtschaftlicher

und sozialer Intelligenz

Termin: 12./13.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111385

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Rolf Behr

Joachim Fährmann

Hans-Joachim Kogerup

Andreas Sorge

Seminarinhalt:

Mal wieder was Neues bei Volkswagen, oder

endlich der ernstgemeinte Versuch, den Laden

auf zukunftssichere Füße zu stellen. Denn der

immer härtere globale Wettbewerb und der

gegenwärtige Strukturwandel in der Auto mobil­

30


Winterhalbjahr 2010/2011

industrie stellen insbesondere die Belegschaf ten

in der deutschen Automobilindustrie vor vielfältige

Herausforderungen. Eine langfristige Standortsicherung

ist gegenwärtig nur möglich, wenn

es gelingt, die Produkte und die da für notwendigen

Prozesse innovativ und wettbewerbsfähig

zu gestalten. Der Erfolg eines Automobilwerks

hängt daher vor allem von der Fähigkeit ab, die

Arbeitsprozesse ständig zu optimieren, die Unternehmensorganisation

sys tematisch an den Kernprozessen

auszurichten und das Wissen und

die Kompetenzen der Kolleginnen und Kollegen

optimal weiter zu entwickeln. Hier ist schnelles

und flexibles Handeln Voraussetzung.

Unter diesen Vorraussetzungen wollen wir uns

über die Entstehung und die Weiterentwicklung

der Innovativen Arbeitsorganisation zum Volkswagen-Weg

unterhalten. Dabei diskutieren wir

offen über die Chancen und Risiken des Volkswagen

Weges. Ängste und Erwartungen werden

in der offenen Diskussion eine Rolle spielen.

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Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeiten bei Volkswagen

Die Komponentenfertigung in der Automobilindustrie

„Komponentenstrategie ist Kompetenzstrategie!“ oder

„Eine heilige Kuh“

Termine: 23./24.10.2010 Seminar-Nr.: Q524101352

12./13.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111384

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Christian Matzedda

Mike Sempf

Sonia Volanti

Seminarinhalt:

Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall

sagen: „Komponentenstrategie ist Kompetenzstrategie!“

Doch was sind eigentlich Komponenten und

welche Strategien verfolgen IG Metall und

Betriebsräte bei Verhandlungen zu Tarifverträgen

und Betriebsvereinbarungen zur Zukunft

der Komponentenfertigung?

Den wirklichen Wert von Tarifvertrag und

Be triebsvereinbarungen zu künftigen Entwicklun

gen der Komponente wollen wir in diesem

Seminar erarbeiten.

32


Winterhalbjahr 2010/2011

Lohn- und Gehaltsgestaltung

Lohn- und Gehaltsgestaltung

Gibt es einen “gerechten” Lohn?

Termine: 06./07.11.2010 Seminar-Nr.: Q524101388

05./06.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111389

Ort:

Avalon Hotelpark Königshof

Referententeam:

Hans-Joachim Kogerup

Guido Mehlhop

Seminarinhalt:

In der heutigen Arbeitswelt leisten wir immer

mehr für das gleiche Geld. Wie war das denn

eigentlich früher? Haben wir Alternativen zu

derzeitigen Leistungsvereinba rungen? Gibt es

überhaupt einen gerechten Lohn?

Themenschwerpunkte:

I Historische Entstehung von Tarifverträgen

zu Lohn und Leistung

I Analytik/Summarik

I Entlohnungsgrundsätze

I Leistungsvereinbarungen im

Leistungslohn-, Zeitlohn- und

Angestelltenlohn

I Probleme der Anwendung und Umsetzung

33


Winterhalbjahr 2010/2011

Lohn- und Gehaltsgestaltung

Die „Grundlagen der Leistungsbemessungsgrenze”

am Beispiel der Datenermittlung nach MTM

Termine: 06./07.11.2010 Seminar- Nr.: Q524101356

20./21.11.2010 Seminar- Nr.: Q524101357

04./05.12.2010 Seminar- Nr.: Q524101362

(aufeinander aufbauend)

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Ulrich Hellmann

Hans-Joachim Kogerup

Michael Reichenau

Maik Reupke

Wolfgang Stempin

Seminarinhalt:

Das MTM-Verfahren heißt übersetzt Methodenzeitmessungen.

Mit dem Verfahren werden

Arbeitsabläufe analysiert und Arbeitsinhalte

festgelegt. Mit der Methode können Soll-Zeiten

bestimmt werden, die vom Menschen voll

be einflusst werden.

Themenschwerpunkte:

I Anwendung des Tarifvertrages Grundsätze

der Entlohnung. Hier insbesondere die

§§ 3, 5 und 10

I MTM Grundverfahren (Grundbewegungen:

Hinlangen, Greifen, Bringen, Fügen, Loslassen)

I UAS-Verfahren (Universelles Analysier-System)

I AP (Arbeitsplan), FIS-Austa (Fertigungsinformationssystem-Auslastungstabelle),

Prodis

Bitte zu dem Seminar unbedingt Bleistift und Taschen ­

rechner mitbringen !

Um alle Schritte bearbeiten und verstehen zu können,

ist es notwendig an allen drei Terminen teilzunehmen,

weil die einzelnen Schritte aufeinander aufbauen.

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Arbeit und Gesundheit

Arbeit und Gesundheit

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Winterhalbjahr 2010/2011

Termine: 27./28.11.2010 Seminar-Nr.: Q524101361

22./23.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111369

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Manuela Hobbie

Harald Oelmann

Uwe Schmidt

Seminarinhalt:

Wer abends mit dem Gedanken an die „Tretmühle“

des nächsten Tages ins Bett geht und

morgens mit dem Gefühl des Grauens vor dem

kommenden Arbeitstag aufwacht, gehört zu den

Opfern der modernen Arbeitswelt.

Nahezu jede(r) zweite Beschäftigte klagt über

ständige Überforderung und Unwohlsein bei

der Arbeit. Die Gründe dafür liegen nicht nur in

Mängeln der Arbeitsorganisation, sondern auch

in vielen neuen Belastungen des Körpers und

Geistes.

In zwei unabhängig voneinander aufgebauten

Seminaren wollen wir sowohl den „klassischen“

Arbeits- und Gesundheitsschutz als auch die

Zunahme neuer Belastungen betrachten.

35


Winterhalbjahr 2010/2011

Themen im ersten Seminar:

I Grundlegende Kenntnisse über den Arbeitsund

Gesundheitsschutz

I Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen

Interessenvertretung

I Innerbetriebliche Organisation des

Arbeitsschutzes

Themen im zweiten Seminar:

I Der Strukturwandel des Belastungsprofils

I Gesundheitsförderung und die Volkskrankheit

„Arbeitsbedingungen“

36


Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeit und Gesundheit

Arbeitssicherheit (Aufbauseminar)

Termine: 12./13.02.2011 Seminar-Nr.: Q524111376

12./13.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111383

(aufeinander aufbauend)

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Michael Brandenburg

Joachim Schult

Seminarinhalt:

Das Seminar ist für Teilnehmerinnen und Teilnehmer

geeignet, die am Grundseminar Arbeitsund

Gesundheits schutz (Winterhalbjahr) teilgenommen

haben. In dem Aufbauseminar soll an

zwei aufeinan der folgenden Wochenenden die

praktische Arbeits sicherheit im Betrieb vermittelt

werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen

in die Lage versetzt werden, Gefährdungen zu

erkennen, zu untersuchen und geeignete Schutzmaßnahmen

vorzuschlagen. Des weiteren wollen

wir gemeinsam Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten

in der täglichen Sicherheitsarbeit

aufzeigen und erarbeiten.

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Winterhalbjahr 2010/2011

Folgende Themen werden u. a. behandelt:

I Unfallentwicklung, Unfallstatistik bei

Volkswagen

I Aktuelle bzw. schwere Unfälle im Betrieb

I Rechtliche Beurteilung von Berufskrankheiten/Unfälle

I Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz/

Arbeitsbereich

I Menschengerechte bzw. altersgerechte

Arbeitsplatzgestaltung

I Teilnahme eines externen Referenten zum

Thema: z. B. Ergonomie, Gesundheitsschutz

am Arbeitsplatz

I Zusammenarbeit zwischen betrieblichen

Vorgesetzten, FASI, SBA, Betriebsarzt und

Betriebsrat

I Erneuerung bzw. Änderung von EU-Normen,

Gesetzen und Vorschriften usw.

38


Winterhalbjahr 2010/2011

Arbeit und Gesundheit

Betriebliche Suchtprävention/-hilfe

Umgang mit Alkohol- und Tablettenabhängigkeit

im Betrieb

Termine: 29./30.01.2011 Seminar-Nr.: Q 524111372

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Manuela Hobbie

Bärbel Behrens-Oelmann

Harald Oelmann

Seminarinhalt:

Immer mehr Jugendliche und Erwachsene sind

von falschem Umgang mit Alkohol und anderen

Drogen in der Gesellschaft und in den Betrie ben

betroffen. Die aktuelle Analyse der Deutschen

Hauptstelle für Suchtgefahren zu alkoholbezogenen

Gesundheitsstörungen und Todesfällen

gehen von jährlich 73.714 Todesfällen allein

durch Alkoholkonsum bedingt aus.

Gemäß der Statistik der DHS leben bundesweit

39


Winterhalbjahr 2010/2011

ca. 2,5 bis 3 Millionen Alkoholkranke.

Dazu die Zahl von ca. 1 Million Medikamentenabhängigen.

Die Zahl der PatientInnen bis 20 Jahren, die

wegen einer psychischen und Verhaltensstörung

durch Alkohol oder einer Intoxikation im

Krankenhaus behandelt wurden, stieg im Jahr

2006 auf 24.380 Kinder, Jugendliche und junge

Erwachsene. Das entspricht einer Steigerung

von 35% gegenüber 2003.

Circa fünf Prozent aller Werktätigen müssen

als alkoholkrank bezeichnet werden. Auf jeden

Alko holkranken kommen außerdem mindestens

zwei Mitbetroffene (Partner, Eltern, Geschwister,

Kinder), die häufig als „Co-Alkoholiker“ fungieren.

Meist ist es den Betroffenen selbst nicht bewusst,

oder sie verheimlichen die Abhängig keit.

Die volkswirtschaftlichen Kosten alkoholbedingter

Krankheiten werden für das Jahr 2002 auf

insgesamt 24,4 Mrd. Euro geschätzt. Dazu zählen

veringerte Arbeitsleistung, Verkehrs- und

Betriebsunfälle, Frühverrentung, Arbeits platzverlust,

Verlust der Familie bis hin zu Straf taten.

40


Winterhalbjahr 2010/2011

Psychoterror am Arbeitsplatz

Psychoterror am Arbeitsplatz

Sexuelle Belästigung

Termin: 15./16.01.2011 Seminar-Nr.: Q524111365

(max. 18 Teilnehmer)

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Jutta Medefind

Edgar Mohwinkel

Jürgen Schwarzenberg

Seminarinhalt:

Sind Frauen einfach nur zickig oder gehört

sexuelle Belästigung zum Arbeitsalltag ?

Es ist kein willkommenes Kompliment, keine

Liebesbeziehung, kein Flirt und auch kein

misslungener Flirt. Unter sexueller Belästigung

werden unerwünschte Annäherungen mit

sexuellem Inhalt verstanden. Die Palette dieser

Be lästigungen reicht dabei vom kleinen

Späßchen, anzüglichen verbalen Bemerkungen,

vom An tatschen bis hin zu handfesten

Übergriffen und Bedrohungen.

In diesem Seminar wollen wir die Ursachen,

Hintergründe und Folgen von sexueller Belästigung

untersuchen und Gegenmaß nahmen

entwickeln.

41


Winterhalbjahr 2010/2011

Psychoterror am Arbeitsplatz

Mobbing

Termin: 12./13.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111382

(max. 18 Teilnehmer)

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Jutta Medefind

Edgar Mohwinkel

Jürgen Schwarzenberg

Seminarinhalt:

Opfer oder TäterIn? Mobbing kann durch einen

ganz normalen Konflikt entstehen und sich bis

hin zu Psychoterror am Arbeitsplatz entwickeln.

Das kann dann passieren, wenn die Devise lautet:

„Wie kann ich intensiv genug wegschauen

und mich aus dem Konflikt raushalten ?“ oder

„Ich schlage mich lieber auf die Seite des/der

TäterIn, um nicht selbst in die Schusslinie zu

geraten.“

Auf folgende Fragen suchen wir im Seminar

Antworten und erarbeiten Lösungsstrategien:

I Was ist Mobbing wirklich – nur ein Modethema?

I Welche vorbeugende Maßnahmen gibt es?

I Was kann ich dagegen tun?

I Gibt es typische Opfer und den klassischen

Täter bzw. die klassische Täterin oder kann

jede und jeder von Mobbing betroffen sein?

42


Winterhalbjahr 2010/2011

Psychoterror am Arbeitsplatz

Diskriminierung

Termin: 30./31.10.2010 Seminar-Nr.: Q524101353

(max. 18 Teilnehmer)

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Jutta Medefind

Edgar Mohwinkel

Jürgen Schwarzenberg

Seminarinhalt:

Die Würde des Menschen ist unantastbar! Ob

Menschen anderer Nationalität, Homosexuelle,

Dicke, Kranke, Alte, Behinderte – sie alle haben

in unserem Land die gleichen Rechte.

Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus.

Menschen werden vielfach aufgrund Ihrer

Hautfarbe, Religion, Herkunft und anderen

Gründen diskriminiert und ausgegrenzt.

Warum ist das so? Habe ich vielleicht selbst

Vorurteile und sind diese möglicherweise

berechtigt ?

Im Seminar wird u. a. über folgende Fragen

diskutiert:

I Wie gehe ich mit anderen Menschen um?

I Welche Rolle spielt Erziehung bei diskriminierendem

Verhalten?

I Was kann ich tun?

43


Winterhalbjahr 2010/2011

Psychoterror am Arbeitsplatz

Burnout – Meine Zeit ist das Leben!

Termin: 05./06.03.2011 Seminar-Nr.: Q524111381

Ort: Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Referententeam:

Manuela Hobbie

Stephan Siemens

Seminarinhalt:

Burnout bedeutet Ausbrennen oder Ausgebrannt-Sein.

Es bezeichnet eine tiefe Erschöpfung

und Antriebslosigkeit, ein zynisches Verhältnis

zur eigenen Arbeit und einen Zustand,

in dem die Beschäftigten darunter leiden, ihre

Leistung nicht mehr bringen zu können. Diese

Krankheit breitet sich in der Gegenwart stark

aus. Wir fragen uns:

I Was versteht man genau unter Burnout?

I Wie äußert sich Burnout?

I Wie kommt es zu Burnout?

I Wie stellt sich Burnout in mir als

Individuum dar?

I Wie kommt es, dass Burnout sich in der

Gesellschaft ausbreitet?

I Was kann ich gegen Burnout tun?

Das Seminar informiert über Burnout. Es dient

aber auch dem Austausch von Erfahrungen

und dem Gespräch über die Veränderungen in

der Organisation der Arbeit und ihren Aus wirkungen.

Welche neue Formen des Drucks auf

uns gibt es und auf welche Art und Weise können

wir damit umgehen?

44


Winterhalbjahr 2010/2011

Adressen

IG Metall Wolfsburg

Siegfried-Ehlers-Str. 2, 38440 Wolfsburg

Telefon: 05361 2002-0

E-Mail: wolfsburg@igmetall.de

Infos und Anmeldung für Teilnehmer/innen aus Klein- und

Mittelbetrieben:

Sandra Trommer

IG Metall Verwaltungsstelle Wolfsburg,

Telefon: 05361 200261

E-Mail: sandra.trommer@igmetall.de

VW-KollegInnen erhalten Infos und können sich anmelden

über die BildungsberaterInnen und die

VKL-Bildungskoordination

Jaqueline Rademacher

Büro der Vertrauenskörperleitung von Volkswagen

in Wolfsburg (Sektor 19, 2. OG),

Telefon: 05361 924334

E-Mail: jaqueline.rademacher@volkswagen.de

Bildungsträger:

ARBEIT UND LEBEN e. V.

Zu dem Balken 7, 38448 Wolfsburg

Telefon: 05361 3033-0

E-Mail: info@aulwob.de

Bildungszentrum HVHS Hustedt e. V.

Zur Jägerei 81, 29229 Celle

Telefon: 05086 9897-0

E-Mail: info@hvhs-hustedt.de

Weitere Bildungsstätten:

AVALON Hotelpark Königshof

Braunschweiger Straße 21 a, 38154 Königslutter

Telefon: 05353 5030

E-Mail: info@hotelpark-koenigshof.de

Hotel Balladins Superior

Hauptstr. 48b, 38110 Braunschweig

Telefon: 05307 209-0

E-Mail: info@hotel-seminarius.com

Bundeslehranstalt

Burg Warberg e. V.

An der Burg 3, 38378 Warberg

Telefon: 05355 961104

E-Mail: info@burg-warberg.de

45


Anfahrtsskizze zu den Bildungsstätten

Bergen

kanal

Elbe-

3

Husted

Wittingen

Celle

t

4

Gifhorn

Seiten- Kanal

244

Hotel Balladins Superior

Hauptstr. 48b

38110 Braunschweig

Telefon: 05307 209-0

Burgdorf

Lehrte Peine

3

2

Mittelland-

BRAUNSCHWEIG

WOLFSBURG

39

Königslutter

1

39

Helmstedt

Warberg

SALZGITTER

Wolfenbüttel

Schöningen

395

7

2

7

Goslar

Seesen

Bad

Gandersheim

Clausthal-

Zellerfeld

Ba

Harzbur

Wernigerode

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