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Gabriele Jöhren

Tröstende Worte

Formulierungshilfen, Anregungen, Mustertexte

120 Seiten, 11 x 19 cm, mit zahlreichen Farbabbildungen,

gebunden

ISBN 9783746237831

Mehr Informationen finden Sie unter st-benno.de

Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise,

ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies

gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung oder die Verwendung in

elektronischen Systemen.

© St. Benno-Verlag GmbH, Leipzig 2013


Gabriele Jöhren

röstende Worte

für schwere Stunden


Inhalt

Vorwort 7

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet über

http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Christliche Beileidsbriefe 9

Wissenswertes vorab 9

Musterbriefe für verschiedene Trauersituationen 11

Für Familienangehörige 11

Für Freunde 13

Für Bekannte 16

Für Mitglieder von Vereinen und Institutionen 21

Für Kollegen und Geschäftspartner 22

Besuchen Sie uns im Internet:

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und Aktionen. Einfach anmelden unter www.st-benno.de.

ISBN 978-3-7462-3783-1

© St. Benno-Verlag GmbH, Leipzig

Umschlaggestaltung: Ulrike Vetter, Leipzig

Umschlagmotiv: © ruskpp/Shutterstock

Gesamtherstellung: Kontext, Lemsel (A)

Christliche Traueransprachen 26

Wissenswertes zum Schreiben einer Traueransprache 26

Die Elemente einer Traueransprache 29

Formulierungshilfen 31

Traueransprachen für verschiedene Trauersituationen 35

Für verstorbene Familienangehörige 36

Für verstorbene Freunde 49

Für verstorbene Bekannte 63

Für verstorbene Mitglieder von Vereinen und Institutionen 73

Für verstorbene Kollegen und Geschäftspartner 79

Das Vortragen der Traueransprache 87

Der Zeitpunkt des Vortrags 87

Praktische Hinweise 87

Wie trage ich vor? 88

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Zitate für Kondolenzkarten und Traueransprachen 92

Segen 92

Gebete 93

Zitate von Dichtern, Philosophen und Heiligen 98

Gedichte 104

Musikalische Gestaltung einer Trauerfeier 116

Schlusswort 118

Quellenverzeichnis 119

Vorwort

Vor 12 Jahren habe ich meine Ausbildung zur Trauerbegleiterin begonnen

und ein gutes Jahr später konnte ich meine erste Traueransprache halten.

Seit dieser Zeit habe ich mehr als 1400 Familien beim Abschied begleitet.

Immer wieder fragen mich meine Freunde und auch Kunden, wie sie sich

verhalten sollen und was sie denn schreiben können, wenn ein Angehöriger

oder ein guter Freund gestorben ist. Viele Menschen tun sich schwer

damit, die richtigen Worte zu finden. Die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit

im Trauerfall ist oft sehr groß. Das Fehlen von Ritualen und Abschiedsfeiern

lässt den Menschen allein und hilflos vor dem Tod stehen, eine große

Unsicherheit herrscht immer dann, wenn Menschen zum ersten Mal

Abschied von einem Verwandten nehmen müssen oder wenn ein guter

Freund verstorben ist.

Die Menschen wissen oft nicht mehr, dass sie Zeit für den Abschied brauchen,

dass sie ihre Tränen weinen müssen und dass die Angehörigen eines

Verstorbenen ein Wort des Mitgefühls brauchen oder einfach nur eine

Umarmung, oder einen verständnisvollen Satz wie zum Beispiel:

„Ich kann mir vorstellen, dass es dir jetzt sehr schlecht geht.“ Und damit

zeigt man dann sein Mitgefühl, eine Geste, die Trauernde so sehr brauchen,

viel mehr als irgendwelche abgehobenen Sprüche, die belehren, oder das

eisige Schweigen oder das aus dem Weg Gehen, weil man nicht weiß, was

man denn sagen soll ...

Es geht in der Trauer darum, einfach da zu sein für den Trauernden und

sein Mitgefühl zu signalisieren, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Oft erleben

Trauernde jedoch Ablehnung und Isolation, weil sich niemand traut,

sie anzusprechen. Meist können nur die Menschen weiterhelfen, die selbst

schon einmal einen Verlust erlitten haben, weil sie eben wissen, wie das ist.

Aber die Enttäuschung wiegt schon schwer, wenn enge Freunde nach einem

Todesfall nicht mehr anrufen, wenn man nicht mehr eingeladen wird

oder wenn alte Bekannte die Straßenseite wechseln, um ja nicht in eine

Begegnung mit einem Trauernden zu geraten.

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Es ist meist gar kein böser Wille, sondern eine grenzenlose Hilflosigkeit:

„Was soll ich dem denn sagen?“ oder „Ich kann keine Tränen aushalten“,

„Ich will davon nichts mehr hören“, „Ich kann ihr auch nicht helfen,“ „Ich

eigne mich nicht zum Trösten“... und so weiter.

Warum trauen wir uns nicht, einfach zu sagen, dass wir selber hilflos sind

im Angesicht der Trauer? Was wäre so schlimm daran, wenn wir zugeben

würden, dass wir auch ratlos sind?

Die Trauernden jedenfalls verstehen das sehr gut, sie sind ja froh über eine

ehrliche Reaktion, damit kann man in jedem Fall besser umgehen als mit

schlauen Sprüchen oder betretenem Schweigen.

Mit diesem Buch möchte ich ein paar Anregungen geben, wie Sie zum Abschied

etwas Angemessenes schreiben können. Ein Anfang kann auch die

Beileidskarte sein, denn zuhause am Schreibtisch ist es für viele Menschen

leichter, ihre Betroffenheit auszudrücken. Der christliche Glaube kann besonders

in der Trauer Halt und Trost vermitteln. Mit Gebeten, christlichen

Zitaten und Gedichten kann eine Beileidskarte ergänzt werden.

Darüber hinaus gibt es Anregungen für christliche Traueransprachen, die

die Angehörigen oder Freunde entweder innerhalb eines Trauergottesdienstes

oder auch beim Beerdigungskaffee halten können.

Viele Menschen sind traurig darüber, dass die Lebensgeschichte des Verstorbenen

in den Trauerfeiern der christlichen Kirchen oft zu kurz kommt.

In einer Zeit des zunehmenden Priestermangels finden viele Geistliche

verständlicherweise keine Zeit mehr, sich auch noch intensiv mit der Ausgestaltung

einer Abschiedsrede zu befassen.

Aber es ist auch möglich, dass die Angehörigen eine eigene Traueransprache

in die Abschiedsfeier einbringen. Auch ich habe schon einige Trauerfeiern

in Zusammenarbeit mit den Geistlichen der katholischen und der

evangelischen Kirche gestaltet.

Die Kombination von biografischem Text und christlichem Ritus kann sehr

hilfreich für die Trauergemeinde sein. In diesem Buch finden Sie Musteransprachen,

die für verschiedene Ausgangssituationen geeignet sind.

Diese Musterfälle sind in meiner täglichen Praxis immer wieder vorgekommen.

Wenn diese Anregungen mit den persönlichen Fakten und Geschichten

des Verstorbenen ergänzt werden, können daraus sehr persönliche

Abschiedsreden werden.

Christliche Beileidsbriefe

Wissenswertes vorab

Eine erste Reaktion auf den Tod eines vertrauten Menschen kann die

Beileidskarte sein. Hierbei ist es wichtig, ein paar persönliche Worte zu

schreiben, denn eine Karte mit Aufdruck und einer Unterschrift kann von

den trauernden Angehörigen auch als oberflächlich und lieblos empfunden

werden.

In einer Zeit, in der das Internet und das Handy immer mehr Raum in

der Kommunikation zwischen den Menschen einnehmen, kommt eine

von Hand geschriebene Karte sehr gut bei den Trauernden an. Trauernde

brauchen Trost und Zuspruch und sie fühlen sich ernst genommen, wenn

sich ein Freund oder ein Bekannter die Mühe macht, eine persönlich gestaltete

Karte zu schreiben.

Bei den Formulierungen sollte der Schreibende aber darauf achten, wie

gut er die Angehörigen kennt. Bei guten Freunden verwendet man natürlich

das „Du“, bei entfernten Bekannten das formellere „Sie“.

In der Anrede drückt sich daher schon die Beziehung zum Adressaten

aus. Es ist hilfreich, sich zu Beginn des Briefs kurz an die Beziehung zum

Verstorbenen zu erinnern. Je nach Freundschaftsgrad darf und sollte der

Schreibende seine Trauer und Betroffenheit über den Verlust zum Ausdruck

bringen. Ehrliche Worte sind hier wichtig, denn lapidare Floskeln

könnten von den Trauernden auch übel genommen werden. Es tröstet

eine trauernde Mutter nicht, wenn man ihr beim Verlust ihres Kindes sagt,

dass sie ja noch zwei andere Kinder habe.

Genauso kann es verletzend sein, wenn man beurteilt, dass ein alter

Mensch ja nun lange genug gelebt habe. Denn Trauer ist ja auch der Preis

der Liebe, und wenn ein verstorbener Mensch sehr geliebt wurde, wird

der Verlust für die Hinterbliebenen immer sehr schmerzhaft sein, egal wie

alt der Verstorbene geworden ist.

Insofern sollten Verständnis und Mitgefühl und eine wertfreie Haltung

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Christliche Beileidsbriefe

beim Schreiben eines Beileidsbriefes der Leitfaden für die Formulierungen

sein. Auch in Gesprächen mit trauernden Menschen sollten wir uns

bewusst machen, dass es uns nicht zusteht, über das Leben eines anderen

Menschen zu urteilen.

Manche Lebenssituationen sind so schwer, dass es oft an ein Wunder

grenzt, wenn Menschen durchhalten und weiterleben anstatt aufzugeben.

Ich habe in meiner Arbeit schon einige sehr harte Geschichten über das

Leben der Kriegsgeneration gehört. Und auch manche Lebensgeschichten

von Alkoholikern waren so bitter, dass es durchaus verständlich ist, dass

diese schwer geprüften Menschen ihren Trost im Vergessen suchten.

Auch manche Ehen sind nicht leicht zu leben, und nicht immer leben Ehepaare

eine friedliche Partnerschaft, was für die ganze Familie oft ein sehr

schweres Zusammenleben bedeutet. In meiner Arbeit leitet mich eine

tiefe Achtung vor dem Leben der Menschen, denn jeder gibt sein Bestes

und jeder gestaltet seine Tage, so gut er es eben kann. Darum gebührt

den Menschen auch Respekt für ihre Lebensleistung und eine würdevolle

Abschiedsfeier.

Die Gewissheit des Glaubens, dass Gott alle Menschen liebt und dass er

auch die Schwachen und Leidgeprüften nicht fallen lässt, hilft auch mir,

einen Sinn im Leid der Menschen zu finden. Letztlich wird alles Leiden

und aller Kummer durch Gott verwandelt werden, der durch seinen Sohn

Jesus Christus die Erlösung von Leiden und Tod in die Welt gebracht hat.

In dieser Hoffnung und in diesem Glauben können auch unsere Trauer und

unser Abschiedsschmerz gewandelt werden, denn die Verheißung auf das

ewige Leben in der Herrlichkeit Gottes ist uns, seinen geliebten Kindern,

in Christus geschenkt worden.

Möge das Licht der Liebe Gottes uns leiten, wenn wir mit trauernden

Menschen umgehen, damit sie durch die Trauer hindurch wieder den Weg

ins Leben finden können.

Musterbriefe für verschiedene Trauersituationen

Für Familienangehörige

Eine Nichte, die weiter weg lebt, schreibt an ihre Tante und ihre Cousinen

nach dem Tod des Onkels.

Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch

Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der

Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden

von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Röm 8,38-39

Liebe Tante ________,

wenn ich an ________ denke, fallen mir sehr viele schöne Erlebnisse ein,

die ich mit meinem Onkel teilen durfte. Es fällt schwer zu wissen, dass er

nun nicht mehr unter uns ist.

Ich kann mir vorstellen, dass Ihr alle unendlich traurig seid. Auch ich vermisse

________ sehr. Auf diesem Wege möchte ich Euch mein tiefes

Mitgefühl aussprechen, denn auch ich kann die Endgültigkeit dieses Abschieds

noch nicht fassen.

Doch ________ hat an Christus und an seine Auferstehung geglaubt, und

Gott wird auch in der Ewigkeit bei ihm sein. Ich wünsche Euch den tiefen

Trost, den die Welt nicht geben kann, denn Gottes Liebe wird auch in der

schweren Zeit der Trauer bei Euch sein.

Ich bin gerne für Euch da, wenn Ihr meine Hilfe braucht.

In herzlicher Verbundenheit

Die Schwägerin an die Tochter ihres verstorbenen demenzkranken Schwagers

Seh ich, vom Winde getragen

rauschend die Welle entfliehn,

treibt es mich immer zu fragen:

Eilende Welle, wohin? …

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christliche traueransprachen

Christliche Traueransprachen

Wissenswertes zum Schreiben einer Traueransprache

Wichtig ist in erster Linie, dass man keine Rede hält, sondern eine Ansprache.

Es geht nicht um eine überaus ausgefeilte Wortwahl, es geht nicht

um Fremdwörter oder um ellenlange Sätze, denen wie bei den Politikern

niemand folgen kann. Es geht darum, die Menschen wirklich anzusprechen

und mit den Worten der Rede ihr Herz zu berühren und ihnen so in der

extremen Abschiedssituation einer Trauerfeier Trost und Ruhe zu geben.

Insofern sollte man in einfachen klaren Sätzen sprechen und durch die

Auswahl der Texte und Zitate einen Zugang zu den Menschen suchen,

eben Worte, die ansprechen und die nicht unverstanden über die Köpfe

der Leute hinwegbrausen.

Beim Schreiben der Ansprache ist es wesentlich, das Leben des Verstorbenen

zu würdigen. Die Erinnerung an seine Lebensleistung ist wichtig für

die Angehörigen, und es tut gut, sich beim Abschied noch einmal an die

gemeinsame Zeit zu erinnern.

Sehr wichtig ist es, eine Abschiedsrede individuell zu gestalten. Wenn der

Redner den Verstorbenen nicht gut kannte, sollte er ein persönliches Gespräch

mit den engsten Angehörigen führen und sich Notizen machen, die

er dann für die Ausgestaltung der Ansprache nutzen kann.

Sachlichkeit beim Schreiben ist hier auch wichtig, denn eine Abschiedsrede

sollte nicht mit theatralischen Formulierungen gefüllt werden. Füllstoffe

wie: „Der Tod kommt immer plötzlich“ oder „die Klauen der Trauer halten

uns nun gefangen“ sind unpassend. Der Redner muss den Trauernden nicht

noch mehrmals mitteilen, wie traurig sie sind.

Vielmehr sollte er durch eine gut gestaltete Biografie ein Bild vom lebenden

Verwandten zeichnen, durch das die Zuhörer ihn wiedererkennen

können. Diese Erinnerungsarbeit in der Trauerfeier hilft dann, nach einem

gemeinsamen Blick auf das Leben ein Stück loszulassen und Abschied von

der körperlichen Hülle des Verstorbenen zu nehmen.

Die Daten und Fakten eines Lebens sind hierbei zwar auch wichtig, zum

Beispiel erwähne ich immer die Dauer der Ehezeit, wenn der Verstorbene

verheiratet war, aber es ist nicht nötig, alle möglichen Jahreszahlen aufzuzählen.

Viel wichtiger sind die Eigenschaften des Menschen, der von uns gegangen

ist. Wer war er, was hat er geleistet, mit welcher Haltung ging er durch

sein Leben, wie verhielt er sich in Gesprächen, war er tolerant oder musste

er Recht behalten, war er ein Einzelgänger oder ein geselliger Mensch?

All diese Eigenschaften machen den Menschen unverwechselbar und dadurch

können die Zuhörer ihn auch wiedererkennen. Nur Daten aufzuzählen

wirkt steif und langweilig.

Gerade nach einer langen Krankheit oder einer langen Pflegebedürftigkeit

sollte den Trauernden bewusst werden: Es gab auch viele Jahre im Leben

des Verstorbenen, in denen er gesund war. Es gab auch Zeiten, in denen er

jung und unbeschwert durch sein Leben ging. Und es gab unter Umständen

viele gemeinsame Stunden, an die sich alle gerne erinnern. Der Blick

auf die guten Zeiten hilft, von der schweren letzten Zeit wegzuschauen

und mit mildem Blick Abschied zu nehmen.

Hierzu gehören die schönen Momente und Begegnungen, die Erinnerung

an gesellige Stunden und schöne Reisen, die Würdigung der Lebensleistung

und die Dankbarkeit für die Liebe, die der Verstorbene gegeben hat.

Wenn es viele schöne Momente zu berichten gibt, fällt es leichter, eine Abschiedsrede

zu schreiben. Dann dürfen auch Anekdoten und humorvolle

Erlebnisse zur Sprache kommen. Auch im Abschied gilt es ja, den Blick

auf das Gute und Schöne, das wir erlebt haben, zu bewahren. Und es tut

auch Trauernden gut, wenn sie noch einmal über die schönen und auch

humorvollen Momente lächeln dürfen.

Aber: Jeder Mensch hat seine guten Seiten und auch seine Ecken und Kanten.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es in einer Traueransprache wichtig

ist, realistisch zu bleiben und auch die Wahrheit im Blick zu behalten.

Nicht immer ist das Zusammenleben einfach, und gerade, wenn ein schwieriger

Mensch gestorben ist, erwarten die Zuhörer eine ehrlich gemeinte

Rede, die nun nach dem Tod keinen Heiligen aus dem Verstorbenen macht.

Außerdem verletzt es die Angehörigen, wenn ein schwieriger Charakter

nach dem Tode über alle Maßen gelobt wird.

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christliche traueransprachen

Das bedeutet nicht, dass man respektlos oder ungehörig sprechen soll,

aber ein Satz wie: „Es war nicht immer einfach“ oder: „Manchmal hat er es

uns auch schwer gemacht“ kann da schon auf die schwierigen Momente

des vergangenen Lebens hindeuten.

Fingerspitzengefühl und Respekt vor der Lebensgeschichte des Einzelnen

sind hier sehr wichtig. Mit den Formulierungshilfen in diesem Buch können

auch heikle Wahrheiten angedeutet werden, ohne zu bewerten und ohne

das Taktgefühl zu verlieren.

In jedem Fall werden es die Angehörigen danken, wenn auch auf schwere

Lebenssituationen in angemessener Weise eingegangen wird, denn die Art

und Weise, wie der Verstorbene gelebt hat, ist ja ohnehin allen bekannt.

Manchmal liegt die Kunst auch im Weglassen, denn nicht alles, was der

Redner über den Verstorbenen erfahren hat, gehört in eine Trauerrede.

Und man sollte sich davor hüten, sich in familiäre Zwistigkeiten hineinziehen

zu lassen.

In vielen Lebensgeschichten gibt es Geheimnisse oder peinliche Erlebnisse,

die niemanden etwas angehen. Auch wenn der Redner diese Dinge weiß

oder sie erfährt, darf er niemals alles erzählen, das könnte zu großen Problemen

und Peinlichkeiten für die Angehörigen führen.

Auch die Nennung einzelner Familienangehöriger, die beispielsweise gepflegt

haben, sollte nur auf ausdrücklichen Wunsch der Familie erfolgen,

sonst könnten die anderen beleidigt sein. Dann ist es besser, davon zu

sprechen, dass der Verstorbene liebevoll von „seiner Familie“ (damit sind

dann alle gemeint) begleitet wurde.

Wenn also besonders heikle Lebensgeschichten zu Ende gegangen sind, ist

es ratsam, die Ansprache vorher mit den Angehörigen zu besprechen und

sie dann gegebenenfalls zu korrigieren. Die engsten Angehörigen haben jedes

Recht, den Entwurf zu verändern, Dinge zu ergänzen oder zu streichen.

Die oberste Priorität für mich ist: „Die Auftraggeber, also die engsten Angehörigen,

sollen zufrieden mit der Ansprache sein.“ Und das gelingt eben

am besten, wenn man die Rede nach dem Schreiben mit den Angehörigen

bespricht. Im Folgenden finden Sie einen Leitfaden für das Schreiben einer

Traueransprache mit den Elementen, die zu einem Lebenslauf gehören.

Und damit schwierige Dinge auch angesprochen werden können, habe ich

auch einige Formulierungshilfen vorbereitet.

Die Anrede

Die Elemente einer Traueransprache

In der Anrede „Liebe Familie ________, liebe Angehörige und Freunde“

immer nur einen Familiennamen nennen (maximal zwei), alles andere wird

zu langatmig. Bei der Nennung des Namens der Eltern ist ja ohnehin die

ganze Familie angesprochen.

(Man bedenke, dass bei mehreren verheirateten Töchtern sonst alle Namen

genannt werden müssten, das wird zu lang und zu viel und wird auch

meist nicht erwartet.)

Andere Anreden können lauten:

Liebe Trauergemeinde,

Liebe Trauergäste,

Verehrte Trauergemeinde.

Mögliche Elemente eines Lebenslaufes

– Vor- und Zuname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Lebensort

(bei Umzügen)

– In welcher Zeit aufgewachsen? (z. B.: 1. Weltkrieg, Weimarer Republik,

3. Reich, 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit, Zeit des Wirtschaftswunders, in

Deutschland, im Ausland …)

– Elternhaus: harmonische oder schwere Kindheit, Waisenhaus, Pflegeeltern,

Stiefvater/-mutter, leben die Eltern noch?

– Geschwister: Vornamen, wie viele leben noch, besteht noch Kontakt zu

den lebenden Geschwistern, ist der Verstorbene Erstgeborener oder

an welcher Stelle steht er, Einzelkind oder große Familie …

– Kindheit und Jugend: unbeschwert, Schulprobleme, Talente, Begabungen,

Behinderungen, Gesundheitsprobleme, schulischer Abschluss


– Ehe: wann und mit wem? Mehrere Ehen, Dauer der Ehezeit, Anzahl

und Namen der Kinder, Kontakt zu den Kindern, wie viele Enkelkinder,

Beziehung zu ihnen, Haus gebaut oder nicht …

– Kirchen- bzw. Gemeindebezug, evtl. Ehrenamt

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christliche traueransprachen

– Berufsausbildung: Lehre, Studium, Ziele, Erfüllungen, Enttäuschungen,

Rückschläge, Umschulungen, Fortbildungen, Erfolge …

– Beruf: Karriere, ausgeübte Tätigkeit, Branche, in welchen Firmen, langjährige

Beschäftigung, Jubiläum, Führungskraft, Betriebsratsmitglied, seit

wann in Rente …

– herausragende biografische Ereignisse (z. B. auch Schicksalsschläge)

– besondere Lebensleistungen in Familie, Beruf, Freizeitgestaltung, Hobbys,

Freundschaften

– Hobbys und Freundeskreis: Sport, Tanzen, Musik, Theater, Skat, Spiele,

Angeln, Kegeln, Clubs, Vereine …

– praktische/theoretische Fähigkeiten (z. B. handwerkliches Können)

– ehrenamtliche Tätigkeiten, Ämter, Funktionen im Gemeinde-/Vereinsleben

– Urlaub: bevorzugte Orte und Plätze, Urlaubsart: aktiv oder passiv,

spontan oder geplant …

– Verhältnis zur Natur

– Ausstrahlung, Charisma, Hilfsbereitschaft

– Lebensmotto, Lebenseinstellung, Optimist oder Pessimist, gab es typische

Redewendungen

– Ecken und Kanten, Todesdaten, Krankheiten, seelisches Befinden etc.

Bei der Vorbereitung der Traueransprache sollte mit Achtung vor dem

Verstorbenen entschieden werden, welche Elemente des Lebens für die

Öffentlichkeit geeignet sind. Hierbei kommt es auch auf den Kreis der Zuhörer

an. In privater Runde kann der Text natürlich familiärer formuliert

werden als in öffentlichem Rahmen.

Durch darstellende und beschreibende Aussagen trägt der Vortragende

dazu bei, dass sich die Angehörigen an den Verstorbenen erinnern können,

und das hilft vielen sehr, den Abschied besser zu verarbeiten.

Bei jahrelanger Krankheit

Formulierungshilfen

Bitte nie alle Krankheiten und alle Einzelheiten des Krankheitsverlaufs

darstellen. Die Angehörigen erzählen das zwar gerne, aber sie kennen die

Geschichte und niemand muss alle Details erfahren.

Besser ist es, so zu sprechen: „Leider musste ________ schon seit vielen

Jahren mit einer schweren Krankheit leben. Doch mit Hilfe von Medikamenten

kam er trotzdem recht gut im Alltag zurecht. Erst eine Krebserkrankung

hat ihm dann in kurzer Zeit alle Lebenskraft geraubt.“

Oder: „Nachdem eine schwere Krankheit festgestellt wurde, musste

________ öfter im Krankenhaus behandelt werden. In den vergangenen

Monaten ist er einen schweren Weg gegangen. Doch alle Anstrengung und

alle Macht der Ärzte konnten ihn schließlich nicht mehr gesund machen.“

Bei schweren Schicksalen mit viel Kummer und Krankheit

im Lebensverlauf

„Manche Schicksalsschläge und auch menschliche Enttäuschungen haben

ihm viel von seiner Lebenskraft geraubt, und das war vielleicht auch eine

Ursache für die Erkrankungen, die ihm seit Jahren das Leben schwer gemacht

haben.“

Bei Alkoholikern

Im Gespräch bitte nachfragen, ob die Angehörigen das Thema Alkoholismus

genannt haben wollen (was in der Regel nicht der Fall ist, obwohl es

alle wissen …). Dann sprechen wir von „einer chronischen Krankheit, die

ihm seit Jahren viel Kraft geraubt hat“.

Auch der Satz könnte hilfreich sein: „Wenn sein Leiden an der Welt zu

groß wurde, suchte er eine Weile Trost im Vergessen. Doch leider änderte

diese Flucht ins Vergessen nichts an den Lebensumständen.“

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christliche traueransprachen

Doch ________ ging nicht allein durch sein Leben. Mit seiner Ehefrau

________ konnte er in den Jahrzehnten ihrer Ehe alle Höhen und Tiefen

des Lebens gemeinsam bewältigen, immer getragen von der gegenseitigen

Liebe und Achtung. Seine Frau hatte stets viel Verständnis für ihren geistig

so aktiven Mann und hielt ihm den Rücken frei für seine vielfältigen Aufgaben.

Die beiden Töchter ________ hatten stets ein verlässliches Elternhaus

und ________ tat sein Bestes, um neben seinem Beruf auch seiner Vaterrolle

gerecht zu werden. Auf fast alle Fragen wusste er eine Antwort. So

war er für seine Lieben wie ein wandelndes Lexikon, denn er kannte sich

in der Welt des Wissens bestens aus.

Sein Glaube an Gott und an die Botschaft Jesu war eine tragende Säule

in seinem Leben. Im Gebet konnte er Kraft und Zuversicht für seinen Alltag

finden und er gab seinen Glauben gern an seine Kinder und an seine

Schüler weiter.

Im Rentenalter konnte er sich ganz seinen Büchern widmen und sein Studium

der Bibel noch vertiefen. Er wollte unbekannte lateinische Schriften

großer Denker übersetzen und hatte nun endlich genug Zeit, um sich dieser

großen Aufgabe zu widmen.

Müde von seiner langen Lebensreise und erschöpft von seiner langen

rheumatischen Erkrankung ist er nun mit dem Trost des Glaubens von

dieser Erde gegangen.

Nehmen wir nun Abschied von ________, der sein Schicksal mit Gottes

Hilfe und im Glauben an die Auferstehung gemeistert hat. Möge er seinen

Frieden finden in der Ewigkeit des Herrn.

Das folgende Gebet wollen wir mit auf unseren Weg nehmen:

Gott, zu dir rufe ich am frühen Morgen

hilf mir beten und meine Gedanken sammeln;

ich kann es nicht allein.

In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht

ich bin einsam, aber du verläßt mich nicht

ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe

ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden

in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld

ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den rechten Weg

für mich.

Dietrich Bonhoeffer

Das Vortragen der Traueransprache

Der Zeitpunkt des Vortrags

Die Ansprachen können in Absprache mit dem Pfarrer auch in einer

christlichen Trauerfeier vorgetragen werden. Heute haben viele Pfarrer

keine Zeit mehr, sich um die Ausformulierung einer persönlichen Ansprache,

die das Leben des Verstorbenen würdigt, zu kümmern. Wenn die

Angehörigen aber trotzdem eine solche Ansprache wünschen, kann sie

mit Hilfe der beschriebenen Anregungen innerhalb der Trauerfeier oder

des Gottesdienstes vorgetragen werden.

Wenn das nicht möglich oder nicht gewünscht ist, kann man die Nachfeier

(den Beerdigungskaffee) dazu nutzen, vor dem gemeinsamen Essen noch

ein paar persönliche Worte über das Leben des Verstorbenen vorzutragen.

Dadurch gewinnt eine Nachfeier einen tieferen Wert, weil hier noch ein

Anstoß zur gemeinsamen Erinnerung gegeben wird. Möglicherweise werden

so andere Teilnehmer ermutigt, auch von ihren Erfahrungen und Erlebnissen

mit dem Verstorbenen zu sprechen.

Dieses gemeinsame Erinnern ist von großem Wert für den Trauerprozess.

Hier darf dann auch gemeinsam geweint und gelacht werden, denn Freude

und Trauer gehören untrennbar zu unserem Menschsein.

Praktische Hinweise

Beim Schreiben einer Rede sollten Sie eine große Schrift wählen, damit Sie

den Text dann mühelos vortragen können. In einer schlichten schwarzen

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christliche traueransprachen

Mappe sind die Seiten der Rede ordentlich verstaut, das sieht in jedem Fall

besser aus als eine Loseblattsammlung.

Wenn die Rede im Freien gehalten wird, sollten die Seiten in Plastikhüllen

in der Mappe einsortiert sein, dann ist man auch bei Regen gerüstet. Auch

ein kleiner Handschirm sollte bei Regengefahr greifbar sein.

Als Kleidung sollte der Redner einen schwarzen oder dunkelgrauen Anzug,

die Rednerin einen solchen Anzug oder ein Kostüm tragen. Im Winter

darf es natürlich auch der dunkle Wintermantel sein. Auch auf festes

Schuhwerk sollte man je nach Wetterlage achten. Durch angemessene

Kleidung erweist man den Angehörigen Respekt und es gibt dem Redner

selber ein Stück Sicherheit.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete, das gilt auch bei der Vorbereitung

auf eine Trauerrede. Gerade hier geben die richtige Kleidung und eine

schlichte Mappe zusätzliche Sicherheit. Zusammen mit der gut ausgestalteten

Rede ist der Sprecher dann bestens für den Vortrag gerüstet.

Achten Sie auch darauf, rechtzeitig zum Friedhof/zur Kirche zu fahren,

damit Sie sich noch mit den anderen Rednern/dem Pfarrer abstimmen

können. Und dann sollten Sie auch die Zeit nutzen, um sich mit dem Rednerpult

und dem Mikrofon vertraut zu machen.

Wie trage ich vor?

Niemand erwartet, dass Sie eine Traueransprache frei vortragen, es ist

durchaus angemessen, die Ansprache langsam von einem Konzept abzulesen.

Auch wenn die Rede vorgelesen wird, sollte der Vortragende die Zuhörer

zwischendurch anschauen und nicht nur stur auf sein Konzept starren. Es

macht einen guten Eindruck, wenn sich die Menschen auch wahrgenommen

fühlen und wenn der Redner den Blickkontakt sucht.

Der Blickkontakt fällt leichter, wenn der Redner seinen Text gut kennt,

wenn er ihn selber geschrieben und mehrmals vorher durchgelesen hat, so

dass er sich sicher in den gewählten Formulierungen fühlt.

Wer es sich zutraut, kann natürlich auch frei sprechen. Dann empfiehlt es

sich, die Eckdaten der Rede auf Karteikarten aufzuschreiben, damit man

einen roten Faden in der Hand hat.

Eine Trauerrede sollte nicht länger als 10 Minuten dauern. Längere Reden

überfordern die Zuhörer und verlängern die ohnehin sehr schwere Situation

des Abschieds.

Wenn es mehrere Redner gibt, sollten sich diese untereinander abstimmen,

damit nicht alles doppelt und dreifach erzählt wird. Dann sollte eine

Rede nur 3 bis 5 Minuten lang sein.

Eine Rede, die direkt am Grab gesprochen wird, darf auch kürzer sein,

hier kann man in 5 Minuten einige wichtige Eckpunkte aus dem Leben des

Verstorbenen nennen.

Wie in der Musik sind die Pausen beim Vortragen sehr wichtig, da sie den

Zuhörern helfen, das Gehörte zu verstehen und den Gedanken zu folgen.

Und beim Vortrag einer Ansprache hat der Redner (trotz der oben genannten

Zeitvorgaben) alle Zeit der Welt.

Wenn die Rede in einer Trauerhalle oder in der Kirche vorgetragen wird,

sollte man auch die Akustik berücksichtigen. Wenn es sehr hallt, braucht

der Schall auch Zeit, bis er die letzten Bänke erreicht (die erfahrungsgemäß

am meisten besetzt werden). Auch deshalb ist ein langsames Vortragen

wichtig, denn bei einer schnellen Sprechgeschwindigkeit ist es mühsam,

den vorgetragenen Gedanken zu folgen.

Um die Akustik auszuprobieren, ist es empfehlenswert, eine halbe Stunde

vor Beginn vor Ort zu sein, damit man das Sprechen ausprobieren kann.

Dann kann die Lautstärke eines Mikrofons und der Abstand zu diesem

auch noch in Ruhe eingestellt werden.

Bitte beachten Sie:

Die Trauersituation versetzt die Menschen in den Ausnahmezustand. Das

bedeutet, dass wir nicht wissen, wie wir uns fühlen werden, wenn wir als

Trauernde einen nahen Angehörigen verabschieden müssen.

In dieser Ausnahmesituation ist es besonders schwer, vor einer Gruppe

zu sprechen. Selbst ich als professionelle Rednerin habe große Probleme,

wenn ich den Verstorbenen oder die Zuhörerschaft gut kenne.

Zum einen möchte man weinen dürfen um den verlorenen Angehörigen,

zum anderen fällt es schwer, die Tränen und die Trauer der Zuhörer auszuhalten,

wenn es Verwandte oder enge Freunde sind.

Das Vortragen einer Rede vor einer Gruppe fällt vielen Menschen ohne-

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christliche traueransprachen

hin nicht leicht, oftmals ist die Überwindung groß, sich auf eine Bühne zu

stellen und einen Vortrag zu halten.

In der Ausnahmesituation der Trauer um einen nahestehenden Menschen

ist es aber ungleich schwerer als im normalen Alltag. Unerfreulich ist dabei

die Tatsache, dass wir uns nicht auf den Ausnahmezustand der Trauer vorbereiten

können und dass wir eben nicht vorher wissen können, wie wir

im Ernstfall reagieren werden.

Daher rate ich Ihnen, nur dann eine Rede selber vorzutragen, wenn Sie

den nötigen emotionalen Abstand zum Verstorbenen bzw. zu seiner Familie

haben. Sie könnten die Rede selber schreiben und eine neutrale Person

bitten, Ihre Ansprache vorzutragen. Dann wird das gesagt, was Sie wollen,

und Sie sind nicht einem noch höheren emotionalen Druck ausgesetzt.

In meiner Arbeit habe ich gute Erfahrungen mit dem „doppelten Boden“

gemacht. Die Angehörigen geben mir eine Kopie ihrer persönlichen Ansprache

und können dann in der Trauerfeier spontan entscheiden, ob sie

sie selber vortragen können und wollen, oder ob sie mir ein Zeichen geben,

dass ich den Text in ihrem Namen vortragen soll.

Eine solche Gewissheit, dass man vortragen kann, aber nicht zwingend

muss, hilft vielen Trauernden, dann doch Mut zu fassen und die Rede selber

zu halten. Wenn es dann doch Probleme gibt, kann ich auch im Verlauf

der Rede immer noch übernehmen und für den Vortragenden einspringen.

Also überlegen Sie gut, was Sie sich zumuten können und wollen und lassen

Sie sich gegebenenfalls helfen. Sie können Ihren Text an eine neutrale

Person geben, die im Ernstfall für Sie einspringt. So haben Sie die Wahl, ob

Sie selber vortragen möchten oder nicht.

Trauer wirft uns aus der Bahn, und es ist keine Schande, dann schwach und

überfordert zu sein, wenn uns ein geliebter Mensch verlässt. Deshalb ist

es wichtig, dass der Trauernde gut mit sich umgeht, denn die Trauerarbeit

wiegt gerade am Anfang sehr schwer und kostet viel Kraft.

Dazu kommt, dass die Trauernden den Verstorbenen oftmals lange in

Krankheit und Sterben begleitet haben. Auch dieser Prozess war meist

sehr schmerzhaft und sehr traurig und hat schon viele Kräfte von den begleitenden

Angehörigen gefordert.

Gerade bei Menschen, die einen Verwandten lange gepflegt haben, sind die

eigenen Kräfte oft aufgezehrt, und schon der Gedanke an den nun endgültigen

Abschied fordert enorm viel Energie von den Menschen. In einer

solchen Situation fällt es vielen sehr schwer oder es ist ihnen unmöglich,

nun auch noch vor einer Trauergemeinde zu sprechen.

Mein Rat für Sie ist also: Überfordern Sie sich nicht noch mehr und lassen

Sie sich von anderen helfen, wenn Sie merken, dass eine eigene Ansprache

Sie in der aktuellen Situation völlig aus der Bahn werfen würde. Für eine

neutrale Person ist es hier auf jeden Fall sehr viel leichter, die Aufgabe des

Vortragenden zu übernehmen.

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Zitate

Zitate für Kondolenzkarten

und Traueransprachen

Segen

Gott der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, geleite dich durch das

Dunkel des Todes und führe dich zum ewigen Leben. Und wenn unser

eigener Weg zu Ende geht, hoffen wir, dass wir dich wiederfinden. Ruhe im

Frieden des allmächtigen Gottes.

Gabriele Jöhren

Nicht, dass von jedem Leid du verschont bleiben mögest,

nicht, dass dein künft’ger Weg stets Rosen für dich trage

und keine bittere Träne über deine Wangen komme –

dies alles, nein, das wünsche ich dir nicht!

Mein Wunsch für dich ist vielmehr dieser:

dass du allezeit dankbar bewahrst in deinem Herzen

die kostbare Erinnerung an die guten Dinge in deinem Leben;

dass du mutig stehst in deiner Prüfung,

wenn hart das Kreuz auf deinen Schultern liegt

und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,

ja selbst das Licht der Hoffnung zu entschwinden droht;

dass jede Gottesgabe in dir wachse

und sie dir mit den Jahren helfe,

die Herzen derer froh zu machen, die du liebst;

dass du immer einen wahren Freund hast,

der Freundschaft verdient und der dir Vertrauen gibt,

wenn dir’s an Licht und Hoffnung fehlt und an Kraft;

dass du dank ihm den Stürmen standhältst

und so die Höhen doch erreichst.

Alter irischer Segensspruch

Gebete

Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang

erinnern wir uns an sie.

Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters

erinnern wir uns an sie.

Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers

erinnern wir uns an sie.

Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes

erinnern wir uns an sie.

Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht,

erinnern wir uns an sie.

Wenn wir müde sind und Kraft brauchen,

erinnern wir uns an sie.

Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen,

erinnern wir uns an sie.

Wenn wir Freude erleben, die wir so gerne teilen würden,

erinnern wir uns an sie.

So lange wir leben, werden auch sie leben,

denn sie sind ein Teil von uns,

wenn wir uns an sie erinnern.

Jüdisches Gebet

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Zitate

Mein Herz hört die Stimmen

und ich will alle dunklen Schleier

der Vergangenheit den Winden geben.

Damit auch mein Seufzen aufsteigt

in den unendlich leuchtenden Himmel,

hoch hinauf, und mitklingt,

wo die Seelen der Ahnen singen,

zum Preise des Gottes der Himmel.

Ach, ich will nicht weinen auf Erden.

Verfällt nicht das Haus irdischer Träume?

Ach, ich weiß, was immer die Erde trägt,

muss enden, wie hier unser Leben endet.

Lass mich singen zu dir, du Grund des Alls.

Im Himmel möge meine Seele dir singen,

dass du sie freundlich ansiehst,

du, durch den wir leben. Amen

Altmexikanischer Hymnus

Am Ende meines Weges ist ein tiefes Tal.

Ich werde nicht weiter wissen.

Ich werde mich niedersetzen und verzweifelt sein.

Ein Vogel wird kommen und über das Tal fliegen

und ich werde wünschen, ein Vogel zu sein.

Eine Blume wird leuchten jenseits des Abgrundes

und ich werde wünschen, eine Blume zu sein.

Eine Wolke wird über den Himmel ziehen

und ich werde eine Wolke sein wollen.

Ich werde mich selbst vergessen,

dann wird mein Herz leicht werden wie eine Feder,

zart wie eine Margerite,

durchsichtig wie der Himmel.

Und wenn ich aufblicke, wird das Tal

nur ein kleiner Sprung sein

zwischen Zeit und Ewigkeit.

Indianisches Gebet

Gelassenheit erbeten

Ich lasse mich dir, Herr, und bitte: Mache ein Ende all meiner Unrast.

Meinen Willen lasse ich dir. Ich glaube nicht, dass ich selbst verantworten

muss, was ich tue und was durch mich geschieht. Führe du mich und zeig

mir deinen Willen.

Meine Gedanken lasse ich dir. Ich glaube nicht, dass ich so klug bin, mich

selbst zu verstehen, diese ganze Welt, das Leben und die Menschen. Ich

muss sie nicht verstehen. Lehre mich nur, deine Gedanken zu denken.

Meine Pläne lasse ich dir. Ich glaube nicht, dass mein Leben darin seinen

Sinn findet, dass ich alles erreiche von meinen Plänen. Du hast einen besseren

Plan für mich. Ich vertraue deinem Plan, denn du kennst mich.

Meine Sorgen um die anderen Menschen lasse ich dir. Ich glaube nicht, dass

meine Sorgen daran viel ändern können. Ich vertraue mich deiner guten

Sorge an. Alles liegt in deinen Händen.

Alle ungelösten Fragen, alle Mühe mit mir selbst, alle verkrampften Hoffnungen

lasse ich dir. Ich gebe es auf, gegen verschlossene Türen zu rennen,

und warte auf dich. Du wirst kommen.

Meine Angst vor der Stärke der anderen lasse ich dir. Meine Furcht vor meinem

Versagen lasse ich dir. Ich brauche kein erfolgreicher Mensch zu sein,

wenn ich nur ein gesegneter Mensch bin, einer, der in deinem Willen steht.

Ich lasse mich dir. Ich gehöre dir. Du hast mich in deiner guten Hand.

Ich danke dir.

Matthias Utters OFM

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Zitate

Mein Vater,

ich überlasse mich dir,

mach mit mir, was dir gefällt.

Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.

Zu allem bin ich bereit,

alles nehme ich an.

Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt

und an allen deinen Geschöpfen,

so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.

In deine Hände lege ich meine Seele;

ich gebe sie dir, mein Gott,

mit der ganzen Liebe meines Herzens,

weil ich dich liebe,

und weil diese Liebe mich treibt,

mich dir hinzugeben,

mich in deine Hände zu legen, ohne Maß,

mit einem grenzenlosen Vertrauen;

denn du bist mein Vater.

Charles de Foucauld

Groß bist du, Herr, und über alles Lob erhaben. Und da will der Mensch

dich preisen, dieser winzige Teil deiner Schöpfung. Du selbst regst ihn dazu

an; denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis

es ruht in dir.

Augustinus

Wir verstehen es nicht.

Und doch wollen wir vertrauen,

dass Gott mit seiner Güte auch da gegenwärtig ist,

wo wir mit unserem Verstehen am Ende sind.

Danke für den Weg, den du mit uns gegangen bist.

Danke für die Hand, die uns so hilfreich war.

Danke, dass es dich gab.

Beim Tod eines Kindes

Heute hast du unser Kind zu dir geholt,

wir begreifen es nicht,

warum du es so früh zu dir nahmst.

Wund sind wir von den Fragen ohne Antwort,

wie ein dunkler Mantel liegt die Trauer schwer auf uns.

Ewiger, du –

du bist ein Gott der Lebenden

und nicht der Toten,

alle finden neues Leben in dir,

auch unser Kind.

Es ist zurückgekehrt zu dir,

du hast es mit neuer Lebendigkeit beschenkt,

mit Licht und Freude.

In uns ist so vieles tot, verdorrt und abgestorben.

Du bist ein Gott der Lebenden und

nicht der Toten.

Schenke auch uns ein neues Leben,

mach uns lebendig.

Christiane Eggers-Faschon

Mein Kind ist tot.

Warum entreißt du es mir?

Warum nimmst du es mir weg?

Ich habe es in mir getragen

und geboren und wollte seine Mutter sein.

Ich war sein Vater,

und es war auch ein Teil von mir.

Warum entreißt du es meiner Hoffnung?

Warum nimmst du uns alle Zukunft?

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Zitate

Meine Hände zittern,

und mein ganzer Körper schwankt.

Ich weiß nichts mehr,

meine Seele erfriert.

Gott, warum bist du so grausam?

Es bricht uns das Herz.

Unser Schmerz übersteigt unsere Kraft.

Wir erleiden, was geschehen ist,

müssen ertragen, was wir nicht begreifen.

Unser Leben ist weniger geworden.

Hilf, Gott, dass wir nicht verzweifeln!

Unser Leben geht weiter …

Lass uns Mut schöpfen aus dem,

was uns bleibt.

Lass uns Hilfe finden und Kraft

und Hoffnung für die Tage,

die nun sind und kommen.

Amen.

Heinz-Günter Beutler-Lotz

Der Lohn für unseren Glauben wird sein, dass wir schauen, was wir glauben.

Augustinus

Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und

Fehler lässt Gott ihnen zum Guten werden.

Augustinus

Es gibt nichts auf Erden, kein Unglück, keine Sorge, kein Elend, das größer

ist als der Trost, der von Christus kommt.

Albert Schweitzer

Gott ist dann am allernächsten, wenn er am weitesten entfernt scheint.

Martin Luther

Die Zeit heilt nicht alles, aber sie rückt das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.

Selig sind, die da Heimweh haben, denn sie werden nach Hause

kommen.

Heinrich Jung-Stilling

Wir brauchen den Tod nicht zu fürchten, denn er ist nur ein Heimgehen

zu Gott.

Mutter Teresa

Zitate von Dichtern, Philosophen und Heiligen

Ich glaube, wenn der Tod unsere Augen schließt, werden wir in einem Lichte

stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.

Arthur Schopenhauer

Trost in Gott

Nichts soll dich beunruhigen; nichts ängstige dich. Wer Gott hat, dem fehlt

nichts. Gott allein genügt.

Teresa von Ávila

Herr, in deine Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt.

Eduard Mörike

Wenn alle Lichter der Welt erlöschen, ein Lichtgedanke lebt doch: Es gibt

einen Gott.

Henrik Ibsen

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Zitate

Musikalische Gestaltung einer Trauerfeier

Im christlichen Rahmen gibt es die Möglichkeit, eine Trauerfeier mit Liedern

und Musikstücken zu ergänzen.

Wenn die Trauergemeinde singen möchte, bieten die christlichen Gesangbücher

einige angemessene Lieder zur Auswahl:

– Wir sind nur Gast auf Erden

– So nimm denn meine Hände

– Von guten Mächten wunderbar geborgen

– Möge die Straße uns zusammen führen (Irischer Reisesegen)

– Nun danket alle Gott

– Maria breit den Mantel aus

– Tut mir auf die schöne Pforte

– Befiehl du deine Wege

– Der Himmel geht über allen auf

– Großer Gott wir loben dich

Aus dem Bereich Gospel

– We shall overcome

– Amazing Grace

– He’s got the whole world in his hands

Klassische Werke für Orgel oder von CD

– Bach: Air, Ave Maria, Kantate „Jesus bleibet meine Freude“

– Beethoven: Mondscheinsonate, Für Elise, Klavierkonzert Nr. 2 und Nr. 5

– Chopin: Klavierkonzerte

– Dvorák: Sinfonie Nr. 9, Aus der neuen Welt

– Grieg: Morgenstimmung, Ases Tod (aus „Peer Gynt“)

– Händel: Largo aus „Xerxes“

– Mascagni: Intermezzo aus „Cavalleria Rusticana“

– Mozart: Klarinettenkonzert KV 622, Elvira Madigan, Ouvertüre aus

„Die Zauberflöte“, 2. Satz aus: „Eine kleine Nachtmusik“

– Offenbach: Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“

– Puccini: Nessun Dorma aus „Turandot“

– Eric Satie: Gymnopedie Nr. 1

– Schubert: Ave Maria

– Smetana: Die Moldau

– Verdi: Gefangenenchor aus „Nabucco“

– Vivaldi: Largo aus „Der Winter“ (Die vier Jahreszeiten)

Filmmusik/Musical

– Der mit dem Wolf tanzt: John Dunbars Theme

– Moon River

– Titanic: My heart will go on

– Cats: Memories

Moderne englische Lieder

– Beatles: Yesterday, Let it be

– Clapton: Tears in heaven

– Bocelli: Time to say goodbye

– Rod Stewart: Sailing

– Frank Sinatra: My way

Deutsche Lieder

– Andrea Berg: Und wenn ich geh

– Trude Herr: Niemals geht man so ganz

– Die Toten Hosen: Nur zu Besuch

– Herbert Grönemeyer: Der Weg

– Heino: Land der dunklen Wälder

– Hans Albers: La Paloma

– S’ ist Feierabend

– Anke Bolz: Irischer Reisesegen

– Joana: Von guten Mächten …

– Unheilig: Geboren um zu leben, So wie du warst, An deiner Seite

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Schlusswort

Quellenverzeichnis

Dieses Buch ist aus meiner praktischen Arbeit entstanden, und ich hoffe

sehr, dass es vielen Menschen Mut machen wird, eine Trauerfeier aktiv mitzugestalten.

Die lebendige Erinnerung an das gelebte und nun vergangene

Leben eines Verstorbenen hilft uns, loszulassen und Abschied zu nehmen.

Das Leben der Menschen verläuft in vielfältigen Bahnen, doch jedes Leben

ist auch Gottes Geschenk an die Menschen. Dankbarkeit und Respekt

helfen uns, die Lebensleistung eines Menschen in seiner Abschiedsfeier zu

würdigen.

Ich wünsche Ihnen gute Ideen bei der Gestaltung „Ihrer“ Abschiedsfeier

sowie Mut und Stärke, Ihre eigenen Texte vorzutragen. Für die Zeit der

Trauer, die nun beginnt, wünsche ich Ihnen viel Kraft und Zuversicht sowie

Trost im lebendigen Glauben an Gott.

Liebesgedicht, das den Empfänger nicht mehr erreichen kann

Auch wenn Du

von mir gegangen bist,

bin ich verpflichtet

gut zu leben.

Verpflichtet mir

und vor allem Dir,

denn du würdest

es hassen

und mich beschimpfen,

wäre mein Leben dunkel

und nicht mehr lebenswert.

Kristiane Allert-Wybranietz

Möge es auch auf Ihrem Weg, liebe Leserin und lieber Leser, hilfreich sein.

Alle Bibeltexte: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

© 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

S. 14: Alfred Delp, Wenn durch einen Menschen … © Deutsche Provinz

der Jesuiten

S. 18: Hermann Hesse, Welkes Blatt, aus: ders., Sämtliche Werke in 20 Bänden.

Herausgegeben von Volker Michels. Band 10: Die Gedichte. © Suhrkamp

Verlag Frankfurt am Main 2002. Alle Rechte bei und vorbehalten

durch Suhrkamp Verlag Berlin.

S. 20: Mein Herz ist schwer, in: Hannah Lothrop, Gute Hoffnung – jähes

Ende © 1998, Kösel-Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House

GmbH

S. 39: Rudolf Kaiser, Lied der Erde, aus: ders. (Hg.), Indianischer Sonnengesang,

Verlag Herder, 3 1994, S. 150

S. 42: Dietrich Bonhoeffer, Von guten Mächten, aus: ders., Widerstand und

Ergebung © 1998, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe

Random House GmbH

S. 46: Uwe Seidel, Wenn der Boden unter meinen Füßen schwankt, aus:

ders., Exodus, Seite 20 © tvd-Verlag Düsseldorf, 1979

S. 53: Kusi Paukar, Komm schon, aus: Llaqtaq Takiy, Lieder und Legenden,

Gedichte und Geschichten der Ketschua. Hrsg. von Wilfried Böhringer

und Arthur Wagner © Vervuert Verlag 1988

S. 62: Ulrich Schaffer, Einer für den anderen © beim Autor

S. 70: Erich Fried, Aufhebung, aus: Beunruhigungen © Verlag Klaus Wagenbach,

Berlin 1984

S. 73: Kathrin Ellhaus, Gott, wir verstehen …, in: Hannah Lothrop, Gute

Hoffnung – jähes Ende © 1998, Kösel-Verlag, München, in der Verlagsgruppe

Random House GmbH

S. 73: Horst Winkler, Lebt wohl © beim Autor, www.verseschmiede.com

S. 83: Hermann Hesse, Stufen, aus: ders., Sämtliche Werke in 20 Bänden.

Herausgegeben von Volker Michels. Band 10: Die Gedichte. © Suhrkamp

Verlag Frankfurt am Main 2002. Alle Rechte bei und vorbehalten durch

Suhrkamp Verlag Berlin.

S. 86: Dietrich Bonhoeffer, Gott, zu dir rufe ich, aus: ders., Widerstand und

Ergebung © 1998, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe

Random House GmbH

S. 95: Matthias Utters, Gelassenheit erbeten, www.matthias-utters.de, ©

Verlag Positives Leben, 88339 Bad Waldsee

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S. 97: Heinz-Günter Beutler-Lotz, Mein Kind ist tot © beim Autor

S. 103: Dietrich Bonhoeffer, Es gibt nichts …, aus: ders., Widerstand und Ergebung

© 1998, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe

Random House GmbH

S. 108: Renate Salzbrenner, Nur geborgt © bei der Autorin

S. 118: Kristiane Allert-Wybranietz, Liebesgedicht, das den Empfänger

nicht mehr erreichen kann, aus: dies., In stiller Anteilnahme © arsEdition

GmbH, München

Wir danken allen Inhabern der Textrechte für die Abdruckerlaubnis. Der

Verlag hat sich bemüht, alle Rechteinhaber in Erfahrung zu bringen. Für

zusätzliche Hinweise sind wir dankbar.

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