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INFORMIERT - in Fulda

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FULDA<br />

<strong>INFORMIERT</strong><br />

87/2013<br />

Durch Bonifatius verbunden<br />

Katholik, Widerständler und<br />

Sozialdemokrat


F • U • L • D • A<br />

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Aus dem Inhalt<br />

Über Früchte freuen ......................................3<br />

Durch Bonifatius verbunden .............................. 4<br />

Dem Frieden e<strong>in</strong>e Chance geben .......................... 6<br />

Neuer Messerekord ....................................... 8<br />

Hoch modernes Mammographiegerät ................... 10<br />

Musik im Kl<strong>in</strong>ikum ...................................... 10<br />

Sportstätte, Festbühne, Sammelpunkt und Arbeitsplatz .....11<br />

Katholik, Widerständler und Sozialdemokrat ............12<br />

Starke und gut ausgerüstete Mannschaft ................14<br />

Amtsleiter wechselt nach Kiel ............................15<br />

Fit für den Wiedere<strong>in</strong>stieg <strong>in</strong>s Berufsleben ................ 16<br />

Mit Lichtgeschw<strong>in</strong>digkeit <strong>in</strong>s Netz ........................17<br />

Neuer Käpt‘n an Bord ....................................18<br />

Beruf und Ehrenamt oft nur schwer<br />

mite<strong>in</strong>ander vere<strong>in</strong>bar ..................................20<br />

Auto- und Modedesign liegen dicht beie<strong>in</strong>ander .........21<br />

Seniorenplan der Stadt <strong>Fulda</strong> ............................ 22<br />

Begeisterung und gute Laune bei den beiden Konzerten mit „PUR“ und<br />

„Silbermond“ auf dem Universitätsplatz.<br />

PUR-Frontmann Hartmut Engler<br />

Blick h<strong>in</strong>ter die Kulissen . ................................. 23<br />

Älter werden <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> . ................................... 23<br />

Kreuz und Quer durchs Heimatland . ....................24<br />

Aktiv im Alter . ........................................... 25<br />

Wandern <strong>in</strong> der näheren Umgebung . .................... 25<br />

Aus den Stadtteilen . .....................................26<br />

31. Bundestreffen des Heimatkreises Leitmeritz . .......... 27<br />

Programm der Musikschule der Stadt <strong>Fulda</strong> .............28<br />

Programm des Planetariums . ...........................29<br />

Sonderausstellungen und<br />

Veranstaltungen im Museum ...........................30<br />

Das Kulturamt der Stadt <strong>Fulda</strong> präsentiert . .............. 32<br />

Theaterspielplan September 2013 . ....................... 34<br />

Gew<strong>in</strong>nspiel . ............................................ 35<br />

Demokratie hautnah . ...................................36<br />

Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß<br />

Impressum<br />

Herausgeber:<br />

Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong><br />

Redaktion:<br />

Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong>, Pressestelle, Michael Schwab (Chefredakteur/ Magistratspressesprecher), Christ<strong>in</strong>e Pierk (cp)<br />

Schlossstraße 1, 36037 <strong>Fulda</strong>, Telefon: 0661 102-1007, E-Mail: fd<strong>in</strong>formiert@fulda.de<br />

Layout und Umsetzung: Greb & Friends GmbH, <strong>Fulda</strong><br />

Fotos:<br />

Archiv, Christ<strong>in</strong>e Pierk, Harald Merz, Michael Schwab, Erich Gutberlet, Barbara Froese, Charlie Rolff<br />

Druck:<br />

Druckerei R<strong>in</strong>dt GmbH & Co. KG, Daimler-Benz-Str. 30, 36039 <strong>Fulda</strong><br />

Auflage:<br />

34.000 Stück<br />

Ersche<strong>in</strong>ungsdatum: Juni 2013<br />

Irrtümer, Druckfehler und Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

Gedruckt auf 9lives – ökologisches Papier mit FSC-Gütesiegel (Forest Stewardship Council)<br />

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Über Früchte freuen<br />

Liebe Mitbürger<strong>in</strong>nen und<br />

Mitbürger,<br />

jeder von uns ist e<strong>in</strong> Getriebener.<br />

E<strong>in</strong> Getriebener des Alltags, der<br />

Aufgaben, der Anforderungen<br />

und Herausforderungen. Ohne<br />

Frage gehört das zu unserem Leben<br />

dazu. Dennoch ist es s<strong>in</strong>nvoll<br />

und anregend, wenn jeder von<br />

uns wieder e<strong>in</strong>mal „geerdet“ wird,<br />

wie es so schön heißt. Also dem<br />

üblichen Denken entfliehen kann,<br />

um über Grundsätzlicheres nachdenken<br />

zu können. Die Unterzeichnung<br />

der Partnerschaftsurkunde zwischen<br />

Dokkum und <strong>Fulda</strong> dürfte für manchen<br />

unserer Gäste im Fürstensaal des Schlosses<br />

e<strong>in</strong>e solche willkommene Gelegenheit<br />

gewesen se<strong>in</strong>. Denn gerade diese<br />

Feier mit ihren Reden bot Raum, sich unserer<br />

Wurzeln und Werte zu bes<strong>in</strong>nen.<br />

Dass wir <strong>in</strong> diesem Kontext immer wieder<br />

gerne Bonifatius bemühen und zitieren,<br />

ist ke<strong>in</strong>e bloße Floskel, sondern hat<br />

tiefere Bedeutung. Dieser Mann, dieser<br />

Missionar, Bistumsgründer und <strong>in</strong> größeren<br />

Dimensionen denkende (Kirchen)-<br />

Politiker hat europäische Geschichte geschrieben,<br />

durch se<strong>in</strong> Tun <strong>in</strong> christlichem<br />

Geist die Grundlage jenes Gebildes gelegt,<br />

das wir heute Europa nennen. E<strong>in</strong><br />

Europa des Friedens und der Freiheit,<br />

aber auch des Wohlstands – trotz Euround<br />

Schuldenkrise.<br />

Europa hat Bestand<br />

Zahllose Generationen haben seit Bonifatius<br />

bewusst oder unbewusst an<br />

diesem großen Werk mitgearbeitet.<br />

Wir können uns heute über die Früchte<br />

dieser Mühen freuen. Dieses Europa<br />

hat Bestand und wird auch <strong>in</strong> Zukunft<br />

allen Herausforderungen und Anfe<strong>in</strong>dungen<br />

trotzen. Allerd<strong>in</strong>gs nur, wenn<br />

wir uns eben jener Werte und jenes<br />

Fundamentes immer wieder aufs Neue<br />

bes<strong>in</strong>nen, auf denen Europa nicht zuletzt<br />

dank Männer wie Bonifatius ruht.<br />

Die Reden zur Unterzeichnung der<br />

Städtepartnerschaft haben uns allen<br />

dies e<strong>in</strong>drucksvoll <strong>in</strong> Er<strong>in</strong>nerung gerufen.<br />

Egal ob <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>, Dokkum, Crediton<br />

oder sonstwo <strong>in</strong> Europa: Wir s<strong>in</strong>d aufgerufen,<br />

diese Wertvorstellungen zu<br />

leben, was am besten dadurch geschieht,<br />

dass wir den Gedankenaustausch und<br />

Dialog zwischen den Menschen beispielsweise<br />

durch Städtepartnerschaften<br />

oder -freundschaften pflegen. Und<br />

zwar <strong>in</strong> allen Bereichen, die unser Leben<br />

umfasst. Die Verb<strong>in</strong>dung zu Dokkum,<br />

die besonders herzlich und vertrauensvoll<br />

ist, steht beispielhaft dafür,<br />

aber auch unsere anderen Städtepartnerschaften<br />

wie mit Como und Arles<br />

oder Wilm<strong>in</strong>gton, Sergiew Posad und<br />

Leitmeritz. Menschen begegnen e<strong>in</strong>ander,<br />

um sich besser kennenzulernen,<br />

vone<strong>in</strong>ander zu lernen und um letztlich<br />

daran mitzuwirken, dass wir <strong>in</strong><br />

Frieden und Freiheit glücklich und zufrieden<br />

leben können.<br />

Viel bewegt<br />

Liebe Mitbürger<strong>in</strong>nen und Mitbürger,<br />

doch nicht nur die Städtepartnerschaft<br />

mit Dokkum hat uns <strong>in</strong> letzter<br />

Zeit bewegt. Viele Ereignisse haben<br />

<strong>Fulda</strong> wieder verändert und vorangebracht.<br />

Die Filiale des schwedischen<br />

Mode-Labels H&M hat eröffnet. Die<br />

Umgestaltung der Unteren Bahnhofsstraße<br />

läuft derzeit auf Hochtouren.<br />

E<strong>in</strong> neues noch attraktiveres Gesicht<br />

hat die L<strong>in</strong>denstraße im Umfeld von<br />

H&M erhalten. Im Plan liegen die Arbeiten<br />

an der Ostumfahrung als unserer<br />

<strong>in</strong>nerstädtischen Verb<strong>in</strong>dungsachse.<br />

Gut voran gehen ebenso die<br />

Erweiterungsarbeiten an unseren<br />

K<strong>in</strong>dertagesstätten <strong>in</strong><br />

Haimbach oder im Münsterfeld,<br />

wo wir zusätzliche Betreuungskapazitäten<br />

für unsere<br />

Jüngsten schaffen werden. Zurzeit<br />

kann jeder auch zuschauen,<br />

wie unser neues Stadtquartier<br />

„Südliche Innenstadt“<br />

entlang der Dalbergstraße<br />

wächst. Die Sanierungs- und<br />

Restaurierungsarbeiten am<br />

Dach des Schlosses und der historischen<br />

Räume nähern sich<br />

ihrem Ende. Vor allem aber die Fusion<br />

unserer Energieversorger tritt mit den<br />

entsprechenden Gremienentscheidungen<br />

aktuell <strong>in</strong> die entscheidende Umsetzungsphase.<br />

All das zeigt, dass wir<br />

uns <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em dynamischen<br />

Prozess der (Weiter)-Entwicklung bef<strong>in</strong>den,<br />

worüber wir allerd<strong>in</strong>gs e<strong>in</strong>es nie<br />

vergessen dürfen, nämlich wem wir allen<br />

Anfang verdanken: Bonifatius.<br />

Ihr<br />

Gerhard Möller<br />

Oberbürgermeister<br />

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Durch Bonifatius verbunden<br />

Bürgermeister<strong>in</strong> Waanders und OB Möller unterzeichneten die Urkunde zur Städtepartnerschaft<br />

zwischen Dokkum und <strong>Fulda</strong><br />

Die Niederlande und Hessen verb<strong>in</strong>de<br />

mehr als der Rhe<strong>in</strong>. Mit diesem<br />

Satz <strong>in</strong> Anlehnung an den<br />

Besuch des neuen niederländischen<br />

Königspaares <strong>in</strong> Wiesbaden,<br />

leitete <strong>Fulda</strong>s Oberbürgermeister<br />

Gerhard Möller über zum<br />

Anlass der Feierstunde und länderübergreifenden<br />

Begegnung im<br />

Fürstensaal des Stadtschlosses:<br />

die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft<br />

zwischen Dokkum<br />

und <strong>Fulda</strong>. Vor rund 200 Gästen<br />

bekräftigte er, „heute vertiefen wir,<br />

unsere Partnerschaft... auf e<strong>in</strong>em<br />

gewachsenen Fundament der<br />

Menschen, Vere<strong>in</strong>e, Institutionen,<br />

verwurzelt und vererdet im geme<strong>in</strong>samen<br />

Erbe des Bonifatius.“<br />

Dokkums Bürgermeister<strong>in</strong> Marga Waanders und Oberbürgermeister<br />

Gerhard Möller mit den unterzeichneten<br />

Partnerschaftsurkunden.<br />

Mitglieder des Dokkumer Freundschaftskomittees tragen<br />

sich <strong>in</strong>s Goldene Buch der Stadt e<strong>in</strong> (von l<strong>in</strong>ks): Fokko Visser,<br />

Wolter Kle<strong>in</strong>e, Tjeerd Jorna.<br />

Gaude <strong>Fulda</strong>, Gaude Dokkum<br />

Städtepartnerschaften zu begründen,<br />

geschehe aus vielerlei<br />

Anlässen: aus persönlichen Beziehungen,<br />

Geschichte oder aufgrund<br />

von religiösen Bezügen<br />

wie bei Dokkum und <strong>Fulda</strong>. „Uns“,<br />

so betonte Möller <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Festansprache,<br />

„führt die große Gestalt<br />

des Bonifatius zusammen.“<br />

Der 5. Juli 754, der Tag se<strong>in</strong>es Märtyrertodes,<br />

wiederhole sich im „Gedächtnis unserer<br />

Städte immer wieder“, bekräftigte<br />

der Oberbürgermeister. Kaum e<strong>in</strong>e Partnerschaft<br />

könne auf e<strong>in</strong>e so lange Geschichte<br />

zurückblicken wie diese. Bereits<br />

1958 hatte die Motorradvere<strong>in</strong>igung<br />

„Sturmvogel“ aus Dokkum ihren ersten<br />

Besuch <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> angekündigt und 1959<br />

verwirklicht. 1983 feierte <strong>Fulda</strong> mit e<strong>in</strong>em<br />

großen Kreis von Freunden aus<br />

Dokkum das 25-jährige Bestehen der<br />

Bürgerfreundschaft. Am 20.6.1998 ratifizierten<br />

beide Städte schließlich den<br />

Freundschaftsvertrag. Der Blick auf das<br />

große Bonifatiusjubiläum habe zu vielen<br />

weiteren Ideen beflügelt, wie etwa<br />

den Bonifatiusweg oder die Bonifatiusroute,<br />

erläuterte Möller <strong>in</strong> se<strong>in</strong>em historischen<br />

Rückblick. Die zahlreichen Besuche<br />

hätten letztlich nun dazu geführt,<br />

die Freundschaft zu e<strong>in</strong>er Partnerschaft<br />

weiter zu entwickeln, um sie zu vertiefen.<br />

„Nun freuen wir uns geme<strong>in</strong>sam,<br />

wenn wir 55 Jahre nach den ersten Kontakten<br />

unsere Partnerschaft besiegeln“,<br />

bekräftigte <strong>Fulda</strong>s Verwaltungschef und<br />

verband mit se<strong>in</strong>em Ausruf „Gaude <strong>Fulda</strong>,<br />

Gaude Dokkum!“ se<strong>in</strong>en Dank an<br />

alle, die dazu ihren Beitrag geleistet<br />

haben. Neben dem Freundschaftskomittee<br />

galt se<strong>in</strong> Dank besonders Dokkums<br />

Bürgermeister<strong>in</strong> Marga Waanders,<br />

die die Verb<strong>in</strong>dung zu <strong>Fulda</strong><br />

leidenschaftlich pflege. „Wir empf<strong>in</strong>den<br />

Stolz und Freude, dass wir unter dem Patronat<br />

des Bonifatius unsere Kontakte<br />

neu verknüpfen können.“<br />

Dokkum und <strong>Fulda</strong> „verb<strong>in</strong>det e<strong>in</strong><br />

starkes Freundschaftsband, das<br />

wir sehr schätzen“, sagte Bürgermeister<strong>in</strong><br />

Waanders und fügte<br />

h<strong>in</strong>zu, traditionell bestehe zwischen<br />

beiden Städten e<strong>in</strong> starkes<br />

kirchliches Band. Die Vielfalt der<br />

unterschiedlichen Anknüpfungspunkte<br />

spiegele sich <strong>in</strong> der Zusammensetzung<br />

der niederländischen<br />

Delegation wieder.<br />

Authentisch schöne Region<br />

Vieles er<strong>in</strong>nere <strong>in</strong> Dokkum an Bonifatius,<br />

betonte Waanders. Die<br />

Bonifatiuskapelle ziehe viele<br />

Wallfahrer an. Der Bonifatiusbrunnen,<br />

die Quelle sowie die katholische<br />

Bonifatiuskirche stellen<br />

weitere Anknüpfungspunkte her,<br />

die für das Geme<strong>in</strong>same zwischen<br />

<strong>Fulda</strong> und Dokkum stehen.<br />

Besonders hob die Bürgermeister<strong>in</strong><br />

jedoch die häufigen Begegnungen<br />

mit Freunden aus der<br />

Domstadt hervor. Das „<strong>Fulda</strong><br />

Zimmer“ im Rathaus, das mit Motiven<br />

aus der Partnerstadt geschmückt<br />

ist, fülle sich immer<br />

mehr mit Er<strong>in</strong>nerungen an die<br />

verschiedenen Treffen. Die Ermordung<br />

von Bonifatius habe Dokkum zum Wallfahrtsort<br />

gemacht. Das sei der Anfang der<br />

Stadt und später des Hafens gewesen.<br />

Längst sei die Stadt mit ihrem „brausenden<br />

Leben“ ke<strong>in</strong>e Hafenstadt mehr. Dennoch:<br />

„Die Region Nordostfriesland ist<br />

authentisch schön“, formulierte Bürgermeister<strong>in</strong><br />

Waanders ihre Liebeserklärung<br />

an die Heimatstadt. Leider aber sei die<br />

Gegend, die auch e<strong>in</strong> Ort der Bes<strong>in</strong>nung<br />

und der Stille ist, vielen kaum bekannt.<br />

Das versuchte die Bürgermeister<strong>in</strong> bei ihrem<br />

Besuch auf sympathische Weise zu<br />

ändern, <strong>in</strong>dem im Gobel<strong>in</strong>zimmer des<br />

Schlosses e<strong>in</strong>e Bild- und Tonpräsentation<br />

Dokkums und der Region lief und Informationsschriften<br />

auslagen. Bonifatius, so<br />

bekräftigte sie ferner, „war e<strong>in</strong> Mann mit<br />

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Mission über Landesgrenzen h<strong>in</strong>aus.“<br />

Die kulturellen und geistigen<br />

Werte wie Brüderlichkeit,<br />

Freundschaft, Begegnung, Gespräch<br />

und Zusammenarbeit,<br />

für die auch Bonifatius stand,<br />

gelte es künftig zu stärken.<br />

Epochale Gestalt<br />

Was wäre <strong>Fulda</strong> ohne die 1250-jährige<br />

Kirchengeschichte, die durch<br />

die epochale Gestalt des Bonifatius<br />

geprägt worden ist. Auch e<strong>in</strong><br />

Teil Europas wäre „ohne diese<br />

Übergestalt nicht denkbar“, skizzierte<br />

<strong>Fulda</strong>s Bischof<br />

He<strong>in</strong>z Josef Algermissen<br />

das Werk des großen<br />

Missionars. Zwischen<br />

1927 und 2003<br />

habe es bis auf die Teilnahme<br />

von Bischof<br />

Damian Schmitt an<br />

der ersten nationalen<br />

niederländischen<br />

Wallfahrt <strong>in</strong> Dokkum<br />

nur e<strong>in</strong>ige wenige private<br />

Kontakte auf<br />

kirchlicher Ebene gegeben.<br />

Zwei Radfahrer,<br />

Franz Heimann und<br />

Konrad Schnorr, die<br />

von Crediton über<br />

Dokkum nach Paderborn<br />

kamen, um ihm<br />

als erste zur Ernennung als neuer <strong>Fulda</strong>er<br />

Bischof zu gratulieren, seien ihm vor dem<br />

H<strong>in</strong>tergrund der Neubelebung dieser<br />

Verb<strong>in</strong>dung besonders gut <strong>in</strong> Er<strong>in</strong>nerung<br />

geblieben. Im Kontext dieser Partnerschaft<br />

sei ihnen viel zu verdanken.<br />

Der Besuch Dieter Wagners<br />

aus Anlass des großen <strong>Fulda</strong>er<br />

Bonifatiusjubiläums <strong>in</strong> Dokkum<br />

habe schließlich den „Durchbruch<br />

e<strong>in</strong>er Schallmauer“ bedeutet.<br />

Seither s<strong>in</strong>d die Kontakte <strong>in</strong>tensiv<br />

geworden, freute sich Bischof Algermissen.<br />

Das Bistum wolle gerne<br />

an der weiteren Intensivierung<br />

mitwirken. Algermissen wörtlich:<br />

„Ich wünsche beiden Städten,<br />

dass sie sich immer wieder neu<br />

an der epochalen Gestalt des<br />

Begegnung mit Bischof He<strong>in</strong>z Josef Algermissen vor<br />

Beg<strong>in</strong>n des Festaktes.<br />

„Hafenromantik“ pur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er der Hauptwasserstraßen Dokkums.<br />

Bonifatius festmachen. Er hat wie e<strong>in</strong><br />

global Player gedacht: europäisch... Er<br />

möge uns Anregungen und Impulse<br />

geben.“<br />

Hübsch gestalteter E<strong>in</strong>trag zur Städtepartnerschaft im<br />

Goldenen Buch der Stadt.<br />

Für die evangelische Kirche bekräftigte<br />

Pfarrer Fried-Wilhelm<br />

Kohl, dass „wir uns bemühen,<br />

christlich und Bonifatius verbunden<br />

zu se<strong>in</strong>.“ Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit der Stadt „freue ich mich<br />

auf diese Partnerschaft.“<br />

Paul Verheijen, Pfarrer der Dokkumer<br />

Bonifatius-Pfarrei, er<strong>in</strong>nerte<br />

an se<strong>in</strong>e Begegnung mit<br />

Franz Heimann, die den „Anfang<br />

e<strong>in</strong>er <strong>in</strong>tensiven Freundschaft<br />

mit ihm und Konrad Schnorr bildete<br />

und durch das große Bonifatiusfest<br />

2004 vertieft worden ist.“<br />

Auf niederländischer<br />

Seite engagiere sich<br />

Tjeerd Jorna um die<br />

Kontakte nach <strong>Fulda</strong>.<br />

„Wir genießen diese<br />

Freundschaft sehr<br />

und sprechen von e<strong>in</strong>em<br />

geme<strong>in</strong>samen<br />

Band, das auf unserem<br />

Patronatsheiligen<br />

Bonifatius begründet<br />

ist.“ Die<br />

Partnerschaft sei nun<br />

e<strong>in</strong> Zeichen dafür, dass<br />

„wir voller Vertrauen<br />

geme<strong>in</strong>sam <strong>in</strong> die<br />

Zukunft gehen und<br />

sie gestalten wollen.“<br />

Für die städtischen<br />

Gremien unterstrich Stadtverordnetenvorsteher<strong>in</strong><br />

Margarete Hartmann die Bedeutung<br />

der Städtepartnerschaft. S<strong>in</strong>n<br />

und Zweck solcher Verb<strong>in</strong>dungen sei die<br />

Begegnung von Menschen über<br />

Grenzen h<strong>in</strong>weg. Die Politik<br />

könne die Rahmenbed<strong>in</strong>gungen<br />

schaffen, wie sich e<strong>in</strong>e Partnerschaft<br />

letztlich weiter entwickelt,<br />

liege an jedem E<strong>in</strong>zelnen als Botschafter.<br />

Die bisherigen Kontakte<br />

hätten dazu beigetragen, das Leben,<br />

die Kultur sowie die Schönheit<br />

Dokkums und se<strong>in</strong>er Umgebung<br />

besser kennenzulernen. Das<br />

ist laut Hartmann „e<strong>in</strong>e gute Basis<br />

für die künftige Entwicklung<br />

der Beziehung unserer beiden<br />

Städte.“ Michael Schwab<br />

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Dem Frieden e<strong>in</strong>e Chance geben<br />

Bewegendes Partnerschaftstreffen <strong>in</strong> Como zur 15-jährigen<br />

Verb<strong>in</strong>dung mit dem paläst<strong>in</strong>ensischen Nablus<br />

„Bella Italia“ hat viele zauberhafte Seiten.<br />

Die lombardische Stadt Como, <strong>Fulda</strong>s<br />

Partnerstadt am gleichnamigen<br />

See, zählt zweifellos zum Schönsten,<br />

was der italienische Norden zu bieten<br />

hat. Mario Luc<strong>in</strong>i ist seit kurzem Comos<br />

neuer Bürgermeister. Die Kontakte<br />

zu den Partnerstädten zu <strong>in</strong>tensivieren,<br />

das hat sich Luc<strong>in</strong>i, der als<br />

unabhäniger Kandidat die Wahl zum<br />

Verwaltungschef gewann, auf die Fahnen<br />

geschrieben. Mit e<strong>in</strong>em großen<br />

Bürgerfest aus Anlass des 15-jährigen<br />

Bestehens der Verb<strong>in</strong>dung zur paläst<strong>in</strong>ensischen<br />

Stadt Nablus, zu dem auch<br />

Vertreter aus den übrigen Partnerstädten<br />

Comos – <strong>Fulda</strong>, Tokamachi (Japan)<br />

sowie Netanya (Israel) – e<strong>in</strong>geladen<br />

waren, setzte er erste Akzente. Nicht<br />

nur die Begegnung der Partner spielte<br />

bei diesem Treffen e<strong>in</strong>e große Rolle,<br />

sondern vor allem der Gedanke, engagiert<br />

und nachdrücklich für den Frieden<br />

<strong>in</strong> der Welt e<strong>in</strong>zutreten.<br />

Armut und Konflikte<br />

Für jedermann spürbar wurde dies <strong>in</strong><br />

der Auftaktrede des amerikanischen<br />

Präsidenten des Verbands der „Peace<br />

Messenger Cities“, Alfred Mader, e<strong>in</strong>es<br />

von den Vere<strong>in</strong>ten Nationen gegründeten<br />

Zusammenschlusses, dem auch<br />

Como angehört. Mader, der selbst<br />

durch se<strong>in</strong>e Frau e<strong>in</strong>e enge persönliche<br />

B<strong>in</strong>dung <strong>in</strong> die norditalienische<br />

Stadt hat, skizzierte e<strong>in</strong> erschütterndes<br />

Bild der gegenwärtigen Weltlage.<br />

Mehr denn je sei es notwendig, e<strong>in</strong>e<br />

„Kultur des Friedens“ zu schaffen angesichts<br />

der weltweiten Anzahl von<br />

Konflikten – aktuell 37 – <strong>in</strong> die Billionen<br />

Dollars für die Rüstung fließen. Das Engagement<br />

der Bürgermeister und der<br />

Bewohner ihrer Städte ist nach Maders<br />

Worten umso wichtiger, als <strong>in</strong>zwischen<br />

mehr als zwei Milliarden Menschen<br />

von weniger als zwei Dollar pro<br />

Tag leben müssten. Alle<strong>in</strong>e 300 Millionen<br />

Menschen seien auf der Suche<br />

nach Arbeit. Und: Jede M<strong>in</strong>ute sterbe<br />

e<strong>in</strong> K<strong>in</strong>d an Hunger. Mader schlussfolgerte<br />

aus alledem, dass es <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

friedlichen Welt möglich se<strong>in</strong> könne,<br />

„alle zu ernähren und zu kleiden.“ Um<br />

diesem Ziel näher zu kommen, sei e<strong>in</strong>e<br />

„Erziehung zu Frieden und Solidarität<br />

<strong>in</strong> der Welt notwendig.“ Für <strong>Fulda</strong><br />

dankte Michael Schwab, Persönlicher<br />

Referent des Oberbürgermeisters, Mader<br />

für se<strong>in</strong>e bewegenden Gedanken,<br />

die ihn „tief bee<strong>in</strong>druckt“ hätten. Er<br />

könne nur h<strong>in</strong>zufügen, dass der weltweite<br />

Frieden e<strong>in</strong>e Chance erhalten<br />

müsse. Auch die Partnerschaft <strong>Fulda</strong>s<br />

mit Como sei nach dem Krieg aus dem<br />

Gedanken der Versöhnung und des<br />

friedlichen Mite<strong>in</strong>anders der Bewohner<br />

beider Städte entstanden. „Wir<br />

wissen, was wir an dieser Freundschaft<br />

haben. Für sie stehen Männer wie Edgardo<br />

Barletti und Giancarlo Crocci,<br />

die das Band der Sympathie mit Freude<br />

und Elan aufrecht erhalten“, betonte<br />

Schwab. Dass dieser Austausch der<br />

Partnerstädte <strong>in</strong> Zukunft<br />

noch größer<br />

wird, hofft Takashi<br />

Murao, der Vizepräsident<br />

des<br />

Freundschaftsvere<strong>in</strong>s<br />

Tokamachi<br />

– Como, der die<br />

Grüße se<strong>in</strong>es Bürgermeisters<br />

übermittelte.<br />

Die japanisch-italienische<br />

Partnerschaft besteht<br />

bereits seit<br />

1975.<br />

Die Villa Erba <strong>in</strong> Cernobbio<br />

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Gäste und Gastgeber.<br />

Klassisches Ensemble musiziert.<br />

In Frieden leben<br />

Wechselseitige Treffen sowie der Austausch<br />

<strong>in</strong> den Bereichen Kultur, Musik<br />

und Sport sei e<strong>in</strong> „Schlüssel zum gegenseitigen<br />

Kennenlernen und um <strong>in</strong> Frieden<br />

mite<strong>in</strong>ander zu leben“, bekräftigte<br />

der stellvertretende Bürgermeister der<br />

israelischen Küstenstadt Netanya, Eli<br />

Dalal. Inzwischen habe sich <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Heimatstadt,<br />

nicht zuletzt angestoßen durch<br />

den früheren Comoer Bürgermeister<br />

Bruni, e<strong>in</strong>e bedeutende Tourismus<strong>in</strong>dustrie<br />

entwickelt. Für die paläst<strong>in</strong>ensische<br />

Stadt Nablus brachte Bürgermeister<br />

Ghassan W. Shakaa se<strong>in</strong>e Freude darüber<br />

zum Ausdruck, dass die Partnerschaft<br />

zwischen Como und Nablus nun, nachdem<br />

sie unterbrochen war, dank e<strong>in</strong>es<br />

neuen Stadtrates wieder aktiviert werde.<br />

Beide Städte hätten durch ihr römisches<br />

Erbe, das <strong>in</strong> zahlreichen Denkmälern<br />

sichtbar werde, vieles geme<strong>in</strong>. In se<strong>in</strong>er<br />

Rede unterstrich Shakaa, anknüpfend an<br />

Der Dom von Como.<br />

Der Hafen von Cernobbio.<br />

die Worte Alfred Maders, die Bedeutung<br />

des Friedens. „Unsere Generation muss<br />

für künftige alles tun, Frieden möglich zu<br />

machen, um <strong>in</strong> Frieden leben zu können.“<br />

Angesichts der israelisch-paläst<strong>in</strong>ensischen<br />

Wirklichkeit rief er die Bürgermeister<br />

dazu auf, das Mite<strong>in</strong>ander möglich zu<br />

machen. Bürgermeister Luc<strong>in</strong>i appellierte<br />

an se<strong>in</strong>e Zuhörer, die Probleme wahrzunehmen<br />

und zu lösen.<br />

Wie fröhlich und völkerverb<strong>in</strong>dend Begegnungen<br />

se<strong>in</strong> können, belegte während<br />

des Festwochenendes e<strong>in</strong> Umzug<br />

aus Gruppen der verschiedensten Nationalitäten,<br />

die heute <strong>in</strong> Como zu<br />

Hause s<strong>in</strong>d: von Philipp<strong>in</strong>en, Marokkanern<br />

bis h<strong>in</strong> zu Salvadorianern und Rumänen.<br />

Mit e<strong>in</strong>em großen Friedensapell<br />

durch die Vertreter der Partnerstädte<br />

auf dem zentralen Platz Comos und e<strong>in</strong>em<br />

Gottesdienst mit Bischof Diego<br />

Coletti im Dom klangen die Jubiläumsfeierlichkeiten<br />

aus.<br />

Das Volta Museum.<br />

Der Comer See.<br />

Mario Luc<strong>in</strong>i ist Comos neuer<br />

Bürgermeister.<br />

Legendärer Polizei-Austausch<br />

Gewerkschafter waren es, auf fuldischer<br />

Seite der DGB und auf Comoer die<br />

christliche Gewerkschaft, die die ersten<br />

Kontakte knüpften, die schließlich am<br />

30.3.1960 unter Oberbürgermeister Dr.<br />

Alfred Dregger zur Unterzeichnung der<br />

Partnerschaftsurkunde mit der heute<br />

83.000 E<strong>in</strong>wohner zählenden lombardischen<br />

Stadt geführt haben. Als legendär<br />

gilt der Austausch italienischer Polizisten.<br />

E<strong>in</strong>er jener Männer war<br />

Giancarlo Croccis, der <strong>in</strong> den 60er Jahren<br />

<strong>in</strong> typisch italienischer Montur mit<br />

weißen Handschuhen den Verkehr <strong>in</strong><br />

der <strong>Fulda</strong>er Innenstadt regelte. Edgardo<br />

Barletti, Träger der städtischen Ferd<strong>in</strong>and-Braun-Medaille,<br />

gilt als „Motor“<br />

der Verb<strong>in</strong>dung. Über lange Zeit hat er<br />

den Vere<strong>in</strong> „Amici Como / <strong>Fulda</strong>“ <strong>in</strong> der<br />

Partnerstadt geleitet und viel Kraft <strong>in</strong><br />

den Austausch <strong>in</strong>vestiert, wie ihm <strong>Fulda</strong>s<br />

Oberbürgermeister Gerhard Möller<br />

und Stadtverordnetenvorsteher<strong>in</strong> Margarete<br />

Hartmann bei e<strong>in</strong>em Empfang<br />

zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft<br />

besche<strong>in</strong>igten.<br />

„Wir alle lieben Italien, das Klima, die<br />

Landschaft, den Capucc<strong>in</strong>o, die Musik<br />

von der Oper bis zu Eros Ramazotti“,<br />

hatte Hartmann se<strong>in</strong>erzeit betont.<br />

Como jedoch ist vor allem für se<strong>in</strong>e Seidenproduktion,<br />

Textilverarbeitung und<br />

Möbel<strong>in</strong>dustrie bekannt. Berühmtester<br />

Sohn der Stadt ist der Physiker und Begründer<br />

der Elektrizitätslehre Alessandro<br />

Volta. Nach ihm ist die E<strong>in</strong>heit für<br />

die Stromspannung (Volt) benannt.<br />

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Neuer Messerekord<br />

13. RETTmobil auf dem Messegelände<br />

endete mit so vielen Besuchern und<br />

Ausstellern wie noch nie /<br />

Veranstalter s<strong>in</strong>d hoch zufrieden<br />

Veranstalter und Stadt können nach<br />

Abschluss der 13. RETTmobil hoch zufrieden<br />

se<strong>in</strong>. Die soliden Prognosen<br />

konnten um Längen übertroffen werden.<br />

Die <strong>in</strong>ternationale Leitmesse für<br />

das Rettungswesen, die vom 15. bis<br />

zum 17. Mai wiederum <strong>in</strong> den Hallen<br />

und im Außengelände des Messegeländes<br />

auf der <strong>Fulda</strong> Galerie stattfand,<br />

übertraf alle Erwartungen und sorgte<br />

für neue Rekorde.<br />

Attraktiver Standort<br />

Rund 24.300 Fachbesucher strömten<br />

laut Abschlussbilanz der Veranstalter<br />

an den drei Ausstellungstagen nach<br />

Sickels. E<strong>in</strong> sattes Plus gegenüber den<br />

ursprünglich angepeilten 22.000. Über<br />

450 Aussteller aus 19 Nationen – so<br />

viele wie nie zuvor – präsentierten sich<br />

mit ihren Produkten und Dienstleistungen<br />

auf dem über 70.000 Quadratmeter<br />

großen Areal mit se<strong>in</strong>en 19 Hallen.<br />

Deutlich fiel das Lob des <strong>Fulda</strong>er<br />

Wirtschaftsdezernenten Gerhard Möller<br />

aus: „<strong>Fulda</strong> und das Messegelände<br />

auf der Galerie haben sich erneut<br />

als hoch attraktiver<br />

Messestandort erwiesen. Ich<br />

gratuliere allen Beteiligten<br />

zu diesem großartigen Erfolg.“<br />

Zur Eröffnung hatte<br />

der OB bereits bewusst den<br />

Satz gewählt, die RETTmobil<br />

sei e<strong>in</strong> „Muss für alle, die retten<br />

und helfen.“ Die große Resonanz<br />

auf das Messeangebot<br />

hat Möller <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er E<strong>in</strong>schätzung<br />

bestätigt. Aber auch als Impulsgeber<br />

und Forum hat die RETTmobil ihre<br />

Qualität bewiesen. Schirmherr Hans-<br />

Peter von Kirchbach, Präsident der Johanniter,<br />

bekräftigte zur Eröffnung<br />

den Vorbildcharakter der Vernetzung<br />

des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes<br />

<strong>in</strong> Deutschland. Diese<br />

Verb<strong>in</strong>dung<br />

sei e<strong>in</strong>es der<br />

„leistungsfähigsten<br />

Systeme<br />

weltweit“.<br />

Sorge<br />

macht sich<br />

von Kirchbach<br />

allerd<strong>in</strong>gs<br />

um<br />

den Wettbewerbsdruck<br />

im Rettungswesen.<br />

Zwar brauchten<br />

die Johanniter<br />

ihn nicht zu scheuen,<br />

doch oftmals stehe<br />

der Preis vor Qualität.<br />

Dadurch drohe das<br />

Gesamtsystem aus<br />

dem Gleichgewicht<br />

zu geraten, warnte<br />

der Präsident, der<br />

unmißverständlich<br />

durchblicken ließ,<br />

dass man als Verband<br />

diesen Wettbewerb<br />

nur begrenzt mitgehen<br />

könne. Der<br />

Preis könne<br />

nicht alles entscheidend<br />

Ausrichter und Gäste beim Rundgang über die RETTmobil.<br />

Johanniter-Präsident<br />

Hans-Peter von Kirchbach<br />

se<strong>in</strong>, „vielmehr s<strong>in</strong>d<br />

wir unseren Helfer<strong>in</strong>nen<br />

und Helfern<br />

gute Bed<strong>in</strong>gungen<br />

schuldig“, betonte<br />

von Kirchbach auf<br />

der RETTmobil.<br />

Weltweites Forum<br />

Der größte Ansturm<br />

auf die <strong>in</strong>ternationale<br />

Leitmesse für<br />

Rettung und Mobilität<br />

wurde am<br />

Donnerstag<br />

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mit rund 9.400 Besucher<strong>in</strong>nen<br />

und Besuchern<br />

registriert. Hochzufrieden<br />

zeigten sich sowohl<br />

Besucher wie auch Aussteller<br />

und Veranstalter<br />

des weltweit wichtigsten<br />

Forums für Innovation,<br />

Sicherheit, Qualität,<br />

Kompetenz und Weiterbildung.<br />

„Die 13. RETTmobil<br />

war der absolute<br />

Knaller“, begeistert sich<br />

Manfred Hommel, Vorsitzender<br />

OB Möller kopfüber bei e<strong>in</strong>er Unfall-Simulation.<br />

der Interessen-<br />

geme<strong>in</strong>schaft der Hersteller von Kranken-<br />

Fachbesucher aus aller Welt hatten<br />

und Rettungsfahrzeugen (IKR), sich <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> über aktuelle Trends <strong>in</strong>-<br />

des ideellen Trägers der europäischen formiert. Die Messe dokumentiere den<br />

Leitmesse. Petra Dehler-Udolph und hohen Standard der technischen und<br />

Bewährt haben sich wieder<br />

das hochkarätige<br />

Rahmenprogramm mit<br />

den gut besuchten Vorträgen<br />

auf dem Messeforum<br />

sowie die Sem<strong>in</strong>are<br />

und Workshops der mediz<strong>in</strong>isch-rettungsdienstlichen<br />

Veranstaltungen.<br />

Professor Dr. Peter Sefr<strong>in</strong>,<br />

wissenschaftlicher Leiter<br />

dieses Bereichs, weist<br />

auf die ausgezeichneten<br />

Rahmenbed<strong>in</strong>gungen<br />

h<strong>in</strong> und auf zentrale Themen<br />

wie beispielsweise Gewalt im Rettungsdienst<br />

und Ergebnisse von Großschadensereignissen<br />

als Anhaltspunkte<br />

für die Arbeit <strong>in</strong> der Praxis.<br />

Feuerwehrtechnik Rettungshubschrauber Öko-Technik<br />

Dieter Udolph, Geschäftsführer der<br />

Messe <strong>Fulda</strong> GmbH, zuständig für Planung,<br />

Vorbereitung und Durchführung,<br />

pflichten Hommel bei: „Wir s<strong>in</strong>d<br />

äußerst zufrieden und sehr stolz auf<br />

den Erfolg, der erneut auf e<strong>in</strong>er konzentrierten<br />

e<strong>in</strong>jährigen Vorbereitungszeit<br />

gründet.“<br />

Das neueste Sanitätsfahrzeug der<br />

Bundeswehr.<br />

mediz<strong>in</strong>ischen Ausstattung des <strong>in</strong>ternational<br />

vorbildlichen Rettungswesens<br />

<strong>in</strong> Deutschland. E<strong>in</strong> Erfolgsgarant<br />

sei auch das perfekte Zusammenspiel<br />

der Rettungsorganisationen wie Technisches<br />

Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst,<br />

Arbeitersamariterbund, Deutsches Rotes<br />

Kreuz oder Johanniter Unfall-Hilfe.<br />

Weit stärker als bisher habe sich die<br />

Feuerwehr präsentiert, bilanzierten<br />

die Veranstalter.<br />

Übungsszenarios<br />

E<strong>in</strong>er von vielen Höhepunkten der 13.<br />

RETTmobil war die Deutschland-Premiere<br />

der Holmatro Rescue Experience, e<strong>in</strong>er<br />

spektakulären Lernveranstaltung<br />

mit wirklichkeitsgetreuen Übungsszenarios<br />

verschiedener Rettungsdiszipl<strong>in</strong>en.<br />

Laut Dieter Udolph will das holländische<br />

Unternehmen auch bei der<br />

nächsten RETTmobil wieder dabei se<strong>in</strong>.<br />

Die Aussteller seien von der 13. RETTmobil<br />

begeistert wegen des zentralen<br />

Standorts, wegen der reibungslosen<br />

Organisation, der idealen Infrastruktur<br />

<strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> und vor allem wegen des<br />

enormen Fachpublikums<strong>in</strong>teresses,<br />

berichten Hommel und Dieter Udolph,<br />

der hofft, dem Wunsch der Aussteller<br />

nach größeren Präsentationsflächen<br />

entsprechen zu können. Die Zufriedenheit<br />

der Anbieter belegt Petra Dehler-<br />

Udolph mit der Tatsache, dass nahezu<br />

75 Prozent aller Aussteller bereits für<br />

die 14. RETTmobil reserviert oder gebucht<br />

hätten. Auch das nationale und<br />

<strong>in</strong>ternationale Medien<strong>in</strong>teresse mit<br />

über 70 Akkreditierungen spreche für<br />

die globale Attraktivität der Leitmesse.<br />

Die 14. RETTmobil wird vom 14. bis zum<br />

16. Mai 2014 wiederum auf der Messe-<br />

Galerie <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> stattf<strong>in</strong>den. mb<br />

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Hoch modernes Mammographiegerät<br />

Kl<strong>in</strong>ikum <strong>Fulda</strong> <strong>in</strong>vestiert weiter <strong>in</strong> <strong>in</strong>novative Mediz<strong>in</strong>technik<br />

Das volldigitale Mammographiegerät<br />

der neuesten<br />

Generation wurde im<br />

März 2013 am Kl<strong>in</strong>ikum<br />

<strong>Fulda</strong> <strong>in</strong> Betrieb genommen.<br />

Die Qualität der<br />

Röntgenuntersuchung –<br />

die sogenannte Mammographie,<br />

die zur Früherkennung<br />

des Brustkrebses<br />

von größter Bedeutung<br />

ist – wird dadurch entscheidend<br />

verbessert. Zusätzlich<br />

ist aufgrund des<br />

speziell für die Mammographie<br />

entwickelten Detektors<br />

e<strong>in</strong>e Reduktion<br />

der Strahlenbelastung bei der Mammographie<br />

um bis zu 50% möglich.<br />

Sicherheit bei Befund<br />

Das neue Gerät ist sehr empf<strong>in</strong>dlich im<br />

Nachweis von Mikrokalk <strong>in</strong> der Brust. Mikrokalk<br />

s<strong>in</strong>d kle<strong>in</strong>ste Verkalkungen <strong>in</strong> der<br />

Brust, die H<strong>in</strong>weis auf Brustkrebs se<strong>in</strong><br />

können. „Das Röntgengerät ist mit variabel<br />

verschiebbaren Kompressionsplatten<br />

ausgerüstet, dadurch wird die Untersuchung<br />

deutlich weniger unangenehm<br />

empfunden“, so Prof. Dr. Christoph Manke,<br />

Direktor der Kl<strong>in</strong>ik für Diagnostische<br />

und Interventionelle Radiologie. Zusätzlich<br />

ist das Gerät mit e<strong>in</strong>em System zur<br />

computergestützten Befunderkennung<br />

ausgestattet, welches dem Arzt und der<br />

Patient<strong>in</strong> e<strong>in</strong>e zusätzliche Sicherheit bei<br />

der Befundung der Aufnahme gibt.<br />

(v. l<strong>in</strong>ks): Oberarzt Dr. Stephan Born, Prof. Dr. Christoph<br />

Manke, Priv.-Dr. Thomas Hawighorst.<br />

Zertifiziertes Brustzentrum<br />

Das mit Empfehlung der Deutschen<br />

Krebsgesellschaft und der Deutschen<br />

Gesellschaft für Senologie zertifizierte<br />

Brustzentrum des Kl<strong>in</strong>ikums <strong>Fulda</strong> unter<br />

der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Thomas<br />

Hawighorst (Geschäftsführender Direktor<br />

der Frauenkl<strong>in</strong>ik) und Dr. Stephan<br />

Born (Leitender Oberarzt der Frauenkl<strong>in</strong>ik)<br />

verfügt über alle modernen Verfahren<br />

zur Diagnostik und Abklärung von<br />

Brustkrebs und ist auf dem allerneusten<br />

technischen Stand: e<strong>in</strong> neues Mammographiegerät,<br />

hochmoderne Ultraschallgeräte,<br />

neue Kernsp<strong>in</strong>tomographen<br />

(MRT). „Wir können alle verdächtigen<br />

Befunde dank e<strong>in</strong>er m<strong>in</strong>imal-<strong>in</strong>vasiven<br />

Biopsie <strong>in</strong> örtlicher Betäubung unter Ultraschall-,<br />

Röntgen- und kernsp<strong>in</strong>tomographischer<br />

Kontrolle abklären. Alle<br />

erforderlichen Untersuchungen werden<br />

unter e<strong>in</strong>em Dach und ohne Verzögerung<br />

durchgeführt. Das ist für unsere<br />

Patient<strong>in</strong>nen besonders wichtig, weil<br />

schnell Gewissheit verschafft werden<br />

kann“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Thomas<br />

Hawighorst.<br />

frö<br />

Musikalische Sonntagsmat<strong>in</strong>ee mit der<br />

Musikschule <strong>Fulda</strong> <strong>in</strong> der Bäckerei Happ<br />

im Kl<strong>in</strong>ikum.<br />

Musik im<br />

Kl<strong>in</strong>ikum<br />

Sonntagsmat<strong>in</strong>een e<strong>in</strong> großer<br />

Erfolg<br />

Etwas Vergleichbares wie die musikalische<br />

„Sonntagsmat<strong>in</strong>ee“ am Kl<strong>in</strong>ikum<br />

<strong>Fulda</strong> dürften Interessierte vermutlich<br />

im weiten Umkreis vergeblich suchen.<br />

Vor wenigen Wochen hatten die Organisatoren<br />

den ersten Versuch gewagt,<br />

Besucher, Patienten und Gäste des Hauses<br />

am Sonntag Vormittag mit Live-Musik<br />

<strong>in</strong> der E<strong>in</strong>gangshalle <strong>in</strong> angenehmer<br />

Atmosphäre zu unterhalten – „um<br />

auch e<strong>in</strong> wenig vom Krankenhausalltag<br />

abzulenken“, wie Market<strong>in</strong>gleiter<strong>in</strong><br />

Barbara Froese erläutert. Das Experiment<br />

ist geglückt und ist nun mit der<br />

zweiten Sonntagsmat<strong>in</strong>ee erfolgreich<br />

fortgesetzt worden.<br />

Nach heißen südamerikanischen Rhythmen<br />

mit Cha-Cha-Cha und Mambo e<strong>in</strong>es<br />

neunköpfigen Percussion-Ensembles der<br />

Musikschule zur Premiere verzauberte<br />

bei der zweiten Sonntagsmat<strong>in</strong>ee das<br />

Streicherensemble „Frisch Gestrichen“<br />

der städtischen E<strong>in</strong>richtung se<strong>in</strong>e Zuhörer<br />

im Kl<strong>in</strong>ikum mit bekannten klassischen<br />

Stücken und Volksliedern, um so<br />

auch die musikalische Entwicklung der<br />

Geige im Zeitraffer zu erleben . Selbstverständlich<br />

lockte wiederum das reichhaltige<br />

kul<strong>in</strong>arische Angebot der<br />

Bäckerei Happ – vom Frühstück<br />

bis zum umfangreichen Brunch,<br />

um e<strong>in</strong>en außergewöhnlichen<br />

Sonntag Vormittag mit Freunden,<br />

der Familie, aber auch alle<strong>in</strong>e<br />

zu genießen.<br />

mb<br />

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Sportstätte, Festbühne,<br />

Sammelpunkt und<br />

Arbeitsplatz<br />

Die wechselvolle Geschichte des Standorts<br />

Rabanusstraße 14 – 16<br />

Seit Mitte dieses Monats<br />

heißt die Sparkasse <strong>Fulda</strong><br />

ihre Kunden wieder <strong>in</strong> der<br />

komplett umgebauten und<br />

modernisierten Filiale Rabanusstraße<br />

14 – 16 willkommen.<br />

Damit beg<strong>in</strong>nt e<strong>in</strong><br />

neues Kapitel <strong>in</strong> der Geschichte<br />

des Standorts. Zwei<br />

wichtige regionale Unternehmen<br />

arbeiten im sanierten<br />

Gebäude künftig gewissermaßen<br />

Wand an Wand.<br />

Die ÜWAG hat die Immobilie<br />

erworben; die Sparkasse<br />

bleibt im Erdgeschoss mit e<strong>in</strong>er<br />

großen Filiale vertreten.<br />

Für das gesellschaftliche Leben<br />

der Stadt bedeutsam war auch die<br />

frühere Nutzung dieses Geländes. Ältere<br />

Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger er<strong>in</strong>nern<br />

sich noch gut an die Rabanusturnhalle,<br />

die der Stadtrat vor 140 Jahren, im Jahr<br />

1873, an gleicher Stelle bauen ließ.<br />

Turnvater Jahn <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong><br />

Die mit roten Ziegelste<strong>in</strong>en ausgemauerte<br />

Fachwerkkonstruktion war<br />

jahrzehntelang die gute Stube der<br />

<strong>Fulda</strong>er Turnerschaft. In se<strong>in</strong>em Buch<br />

„<strong>Fulda</strong> e<strong>in</strong>st und heute“ er<strong>in</strong>nert sich<br />

Heimatforscher Michael Mott an regelmäßige<br />

Übungsstunden während<br />

der 1950er Jahre und me<strong>in</strong>t, auch Jahrzehnte<br />

später den eigenartigen Geruch<br />

von geölten Holzdielen, Leder und<br />

Schweiß immer noch <strong>in</strong> der Nase zu<br />

haben. Spätestens seit dem <strong>Fulda</strong>-Besuch<br />

von „Turnvater“ Friedrich Ludwig<br />

Jahn im Jahr 1848 hatte die Turnbewegung<br />

auch <strong>in</strong> unserer Stadt viele Anhänger.<br />

Für sie wurden die Rabanusturnhalle<br />

und der unmittelbar<br />

angrenzende Turnplatz zu e<strong>in</strong>em beliebten<br />

Treffpunkt.<br />

Die Rabanusturnhalle im Jahr 1967; im H<strong>in</strong>tergrund das<br />

Gebäude der damaligen Landeszentralbank.<br />

Doch nicht nur für Leibesübungen und<br />

Sport, sondern auch für gesellschaftliche<br />

Veranstaltungen aller Art war das<br />

Gebäude geeignet. Bis zu 1.000 Menschen<br />

bot es Platz. Vor allem <strong>in</strong> den<br />

70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts<br />

fanden hier Konzerte, Maskenbälle,<br />

Rhönklubfeste und Feiern zum<br />

Geburtstag des Kaisers statt.<br />

Glanz und Trauer<br />

Neben diesen Glanzzeiten hatte die Rabanusturnhalle<br />

allerd<strong>in</strong>gs auch manch<br />

bedrückende Momente. Während des<br />

Ersten Weltkriegs diente sie als Unterkunftsraum<br />

für Militärtransporte und als<br />

Notlazarett. Anfang Dezember 1941<br />

mussten sich hier auf Anordnung der Behörden<br />

mehr als 130 jüdische Männer,<br />

Frauen und K<strong>in</strong>der aus <strong>Fulda</strong> und Umgebung<br />

e<strong>in</strong>f<strong>in</strong>den, um von dort <strong>in</strong>s nationalsozialistische<br />

„Arbeits- und Erziehungslager“<br />

Salaspils bei Riga gebracht<br />

zu werden. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs<br />

beherbergte die Turnhalle e<strong>in</strong>e Entlausungsstation<br />

für Heimatvertriebene<br />

aus den ehemals deutschen Ostgebieten.<br />

Auf die Turnhalle folgte Ende<br />

der 1970er-Jahre das moderne<br />

Funktionsgebäude der Sparkasse.<br />

Ende der sechziger Jahre fiel<br />

die Entscheidung, die Rabanusturnhalle<br />

abzureißen.<br />

Die Freifläche nebenan war<br />

im Laufe der Zeit ohneh<strong>in</strong><br />

schon <strong>Fulda</strong>s bestbesuchter<br />

Autoparkplatz geworden.<br />

Teile des E<strong>in</strong>zelhandels<br />

machten sich dafür stark, <strong>in</strong><br />

der Bau lücke zwischen Universitätsplatz<br />

und Landeszentralbank e<strong>in</strong> großes<br />

Parkhaus zu errichten. Aus Sicht<br />

der Verkehrsplanung wäre dies allerd<strong>in</strong>gs<br />

mit e<strong>in</strong>igen Nachteilen verbunden<br />

gewesen. Im Jahr 1974 schließlich<br />

kaufte die damalige Städtische Sparkasse<br />

und Landesleihbank <strong>Fulda</strong> das<br />

Areal; ihre damalige Zentrale im Kanzlerpalais<br />

Unterm Heilig Kreuz war<br />

längst zu kle<strong>in</strong> geworden.<br />

Neue Haupstelle<br />

In der Rabanusstraße baute die Sparkasse<br />

nach den Entwürfen des Bad Hersfelder<br />

Architekten Theo Kl<strong>in</strong>genberg e<strong>in</strong>e<br />

neue Hauptstelle, die <strong>in</strong>sbesondere mit<br />

der zweigeschossigen Kundenhalle und<br />

der umlaufenden Galerie Seriosität, Offenheit<br />

und Modernität gleichermaßen<br />

ausstrahlte. Die Fassade des Gebäudes<br />

ist beim jetzt abgeschlossenen Umbau<br />

erhalten geblieben. E<strong>in</strong>zig den ursprünglich<br />

rötlichen Sandste<strong>in</strong> hat die<br />

ÜWAG als neuer Eigentümer lasiert und<br />

deutlich aufgehellt.<br />

Richard Hartwig, Sparkasse <strong>Fulda</strong><br />

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Katholik, Widerständler und Sozialdemokrat<br />

Verleihung des W<strong>in</strong>fried-Preises der Stadt <strong>Fulda</strong> an Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse<br />

Wenn der Vizepräsident des Deutschen<br />

Bundestags e<strong>in</strong>en Preis erhält, ist das Interesse<br />

der Bevölkerung und der Medien<br />

immer groß. Wenn dazu noch der bekannte<br />

Journalist und Gründer des Cap<br />

Anamur Komitees Rupert Neudeck die<br />

Laudatio hält, s<strong>in</strong>d die Reihen bis auf den<br />

letzten Platz besetzt. So fanden sich bei<br />

der diesjährigen Verleihung des<br />

W<strong>in</strong>fried-Preises im Marmorsaal<br />

des <strong>Fulda</strong>er<br />

Stadtschlosses neben<br />

Oberbürgermeister<br />

Gerhard Möller, Stadtbaurät<strong>in</strong><br />

Cornelia<br />

Zuschke und den<br />

Mitgliedern<br />

des Kuratoriums<br />

auch Bundes-, Landtags- und<br />

Europaabgeordnete; Repräsentanten<br />

aus den kommunalen Gremien; Vertreter<br />

der Hochschule, der Kirchen, Behörden<br />

und der Wirtschaft sowie viele <strong>in</strong>teressierte<br />

Bürger e<strong>in</strong>, um die Überreichung<br />

des Preises an Wolfgang Thierse mitzuerleben.<br />

„Im S<strong>in</strong>ne des Heiligen Bonifatius<br />

hat sich der Katholik und SPD-Politiker<br />

Wolfgang Thierse <strong>in</strong> herausragender<br />

Weise für die Völkerverständigung und<br />

für e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>terkonfessionellen Dialog<br />

e<strong>in</strong>gesetzt“, erklärte Möller und charakterisierte<br />

den Preisträger als „eigenständig,<br />

authentisch und gelegentlich widerborstig“.<br />

Thierse gebühre tiefer Dank und<br />

Anerkennung für das, was er <strong>in</strong> se<strong>in</strong>em<br />

Leben für die Geme<strong>in</strong>schaft geleistet<br />

habe, so Oberbürgermeister Möller bei<br />

der Preisverleihung.<br />

Im „h<strong>in</strong>haltenden Widerstand“<br />

Bevor der mit 10.000 Euro dotierte und<br />

von Dr. He<strong>in</strong>z G. Waider gestiftete W<strong>in</strong>fried-Preis<br />

verliehen wurde, würdigte<br />

Rupert Neudeck se<strong>in</strong>en langjährigen<br />

Freund Wolfgang Thierse, g<strong>in</strong>g dabei auf<br />

dessen Werdegang, se<strong>in</strong>e politischen<br />

Leistungen und persönlichen Verdienste<br />

wie auch auf aktuelle politische Debatten<br />

sowie auf das Thema Politikverdrossenheit<br />

e<strong>in</strong> und sparte auch nicht an so<br />

mancher gesellschaftskritischer Äußerung.<br />

„Er hat sich um<br />

das Mutter-, Vater-,<br />

Elternland Deutschland<br />

verdient gemacht“,<br />

betonte der<br />

Laudator und bedauerte,<br />

dass Thierse<br />

nach Ablauf der Legislaturperiode<br />

nicht<br />

mehr für den Bundestag<br />

kandidieren<br />

werde. Den <strong>in</strong> Breslau<br />

geborenen Thierse<br />

Wolfgang Thierse<br />

lernte Neudeck durch<br />

e<strong>in</strong>e Diskutierrunde<br />

zwischen der katholischen<br />

Studentengeme<strong>in</strong>de <strong>in</strong> Münster<br />

und der <strong>in</strong> Ost-Berl<strong>in</strong> kennen – „alles daran<br />

hatte den Geruch des Konspirativen“.<br />

Thierse sei damals im „h<strong>in</strong>haltenden<br />

Widerstand“ gewesen und „gerade<br />

mal geduldet im Germanistischen Institut“.<br />

Wolfgang Thierse nahm nach dem<br />

Abitur, der Lehre und der Arbeit als<br />

Schriftsetzer <strong>in</strong> Weimar e<strong>in</strong> Studium <strong>in</strong><br />

Berl<strong>in</strong> an der Humboldt-Universität auf,<br />

wo er anschließend als wissenschaftlicher<br />

Assistent im Bereich Kulturtheorie/<br />

Ästhetik arbeitete. Während er von 1975<br />

bis 1976 als Mitarbeiter im M<strong>in</strong>isterium<br />

für Kultur der DDR tätig gewesen ist, war<br />

er von 1977 bis 1990 wissenschaftlicher<br />

Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften<br />

der DDR.<br />

OB Gerhard Möller übergab den W<strong>in</strong>fried-Preis an Wolfgang<br />

Thierse.<br />

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Rupert Neudeck hielt die Laudatio auf den<br />

Preisträger.<br />

Der Mamorsaal des Stadtschlosses war bis auf den letzten<br />

Platz besetzt.<br />

Begabter Rhetoriker<br />

„Kaum war 1989 die Mauer gefallen, gab<br />

es für Wolfgang Thierse ke<strong>in</strong> Halten<br />

mehr“, berichtete der Laudator. Als Thierse<br />

gespürt habe, dass sich die Bürgerrechtsbewegung<br />

„Neues Forum“ nicht zu<br />

e<strong>in</strong>er politischen Partei entwickeln werde,<br />

trat er der <strong>in</strong> der DDR neu gegründeten<br />

SPD bei und wurde sofort deren Vorsitzender.<br />

Von 1990 bis 2005 fungierte<br />

Thierse dann als stellvertretender<br />

Vorsitzender der Bundes-SPD; gehört<br />

seit dem 3. Oktober 1990 dem Deutschen<br />

Bundestag an und war von<br />

1998 bis 2005 dessen Präsident. Seit<br />

Oktober 2005 ist er nun amtierender<br />

Vizepräsident des Deutschen Bundestages<br />

und laut Neudeck e<strong>in</strong> „begabter<br />

Rhetoriker“. Der Laudator verwies<br />

darauf, dass Wolfgang Thierse<br />

neben Bundeskanzler<strong>in</strong> Angela Merkel<br />

und dem Bundestagsabgeordneten<br />

Arnold Vatz der e<strong>in</strong>zige große<br />

nicht-klerikale Vertreter der Ostdeutschen<br />

sei. Ungläubig würden viele<br />

Menschen immer noch darauf reagieren,<br />

wenn Thierse sage, dass er<br />

aus der DDR, Sozialdemokrat und katholisch<br />

sei. „Wolfgang Thierse hat<br />

mit se<strong>in</strong>em großen Engagement die<br />

Politik zu e<strong>in</strong>em ehrbaren Beruf gemacht“,<br />

resümierte Rupert Neudeck und<br />

ergänzte, dass se<strong>in</strong> Weggang aus der offiziellen<br />

repräsentativen Politik hoffentlich<br />

nicht gleichbedeutend mit dem Wegfall<br />

der Bemühungen für e<strong>in</strong>e Zusammenarbeit<br />

zwischen Politikern, Bürgern, Intellektuellen<br />

und Künstlern sei.<br />

Preisgeld – Spende für christliches<br />

Studentenwohnheim<br />

In se<strong>in</strong>en Dankesworten g<strong>in</strong>g der 69-Jährige<br />

Preisträger auf se<strong>in</strong> 24-jähriges Leben<br />

als Christ <strong>in</strong> der Politik e<strong>in</strong>: „Die<br />

Botschaft der Bibel von der Gottesebenbildlichkeit<br />

des Menschen bietet e<strong>in</strong>en<br />

unh<strong>in</strong>tergehbaren Maßstab und begründet<br />

die gleiche Würde aller<br />

Menschen.“ Außerdem<br />

sprach sich<br />

Wolfgang Thierse gegen<br />

e<strong>in</strong>e Dom<strong>in</strong>anz des Ökonomischen<br />

wie auch gegen<br />

e<strong>in</strong>e Dom<strong>in</strong>anz des<br />

Politischen aus – Wirtschaft<br />

und Politik hätten<br />

e<strong>in</strong>e dem Menschen dienende<br />

Funktion. Wichtig<br />

war Thierse die Tatsache,<br />

dass Politiker nicht für<br />

alles zuständig seien –<br />

vor allem nicht für die<br />

Erlösung. „Demokratische<br />

Politik soll sich um das Wohl möglichst<br />

aller kümmern, aber nicht um das<br />

Heil der Menschen“, so der Vizepräsident<br />

des Deutschen Bundestages. Verbunden<br />

mit e<strong>in</strong>em Dank an den Stifter, die Kuratoren<br />

und die Stadt für die Verleihung des<br />

W<strong>in</strong>fried-Preises kündigte Thierse<br />

schließlich an, das Preisgeld an die verborgene<br />

Kirche St. Adalbert <strong>in</strong> Berl<strong>in</strong>-Mitte<br />

für e<strong>in</strong> christliches Studentenwohnheim<br />

zu spenden. „Die Zukunft der Kirche<br />

ist ökumenisch und dieses Projekt soll e<strong>in</strong><br />

Zeugnis der E<strong>in</strong>heit der Christen unterschiedlicher<br />

Konfessionen se<strong>in</strong>“, hob<br />

Wolfgang Thierse hervor, bevor er sich <strong>in</strong>s<br />

Ehrenbuch der Stadt e<strong>in</strong>trug. cp<br />

Im Anschluss an den Festakt trug sich Wolfgang Thierse <strong>in</strong> das Ehrenbuch der Stadt <strong>Fulda</strong> e<strong>in</strong>.<br />

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Starke und gut ausgerüstete<br />

Mannschaft<br />

Die Feuerwehr <strong>Fulda</strong> feierte ihr 150-jähriges Bestehen<br />

Was vor 150 Jahren mit der Gründung<br />

der <strong>Fulda</strong>er Feuerwehr durch Mitglieder<br />

des Schützenvere<strong>in</strong>s begann, hat<br />

bis heute nichts an Bedeutung verloren.<br />

Ohne bürgerschaftliches Engagement<br />

wäre der Brandschutz kaum<br />

denkbar. E<strong>in</strong> Aspekt, den <strong>in</strong>sbesondere<br />

<strong>Fulda</strong>s Oberbürgermeister während<br />

des Jubiläumsfestaktes im Fürstensaal<br />

des Stadtschlosses hervorhob.<br />

Konstante<br />

Als durchgehende Konstante beschrieb<br />

Gerhard Möller das Engagement,<br />

das es aus diesem Anlass zu feiern<br />

und zu dokumentieren gelte.<br />

Gravierende Defizite bei Bränden hatten,<br />

wie Möller aus e<strong>in</strong>em auf den<br />

11. Februar 1863 datierten und von e<strong>in</strong>em<br />

Komitee unterzeichneten Brief<br />

zitierte, den <strong>Fulda</strong>er Schützenvere<strong>in</strong><br />

se<strong>in</strong>erzeit veranlasst, „... die Gründung<br />

e<strong>in</strong>er freiwilligen Feuerwehr <strong>in</strong> die<br />

Hand zu nehmen...“ und erste Ausrüstungsgegenstände<br />

wie zwei Handspritzen<br />

oder e<strong>in</strong>e Tragkraftspritze zu erbeten.<br />

Wie anders, so gab <strong>Fulda</strong>s<br />

Brandschutzdezernent zu bedenken,<br />

sei die Situation heute: Erst vor wenigen<br />

Monaten sei der Feuerwehrentwicklungsplan<br />

fortgeschrieben und<br />

von den Gremien e<strong>in</strong>mütig beschlossen<br />

worden. Inzwischen bilde die Feuerwehr<br />

mit 450 ehrenamtlichen sowie<br />

63 hauptamtlichen Kräften zusammen<br />

mit e<strong>in</strong>er aktiven Jugendfeuerwehr<br />

e<strong>in</strong>e starke und gut ausgerüstete<br />

Mannschaft. Zwischen 2001 bis 2011<br />

konnten alle<strong>in</strong>e 36 Feuerwehrfahrzeuge<br />

im Wert von 4,2 Millionen Euro angeschafft<br />

werden, er<strong>in</strong>nerte Möller <strong>in</strong><br />

se<strong>in</strong>er Eröffnungsansprache, die er<br />

nutzte, um unter anderem se<strong>in</strong>en<br />

Amtsvorgängern an der Spitze der Verwaltung<br />

für ihr Engagement im S<strong>in</strong>ne<br />

der Feuerwehr zu danken. Ganz besonders<br />

aber auch Persönlichkeiten wie<br />

den Stadtbrand<strong>in</strong>spektoren Kramer<br />

oder Neu sowie Männern wie Rüdiger<br />

Fladung, Werner Grewe und Thomas<br />

H<strong>in</strong>z.<br />

Herzenssache<br />

Dass die Feuerwehr für ihn „Herzenssache“<br />

sei, betonte Innen-Staatssekretär<br />

Werner Koch, der die Grüße der<br />

hessischen Landesregierung überbrachte.<br />

Feuerwehrarbeit könne nur<br />

gel<strong>in</strong>gen, „wenn das Herz jeden Tag e<strong>in</strong><br />

Stück weit geöffnet ist,“ me<strong>in</strong>te der<br />

Wiesbadener Regierungsvertreter. Se<strong>in</strong>en<br />

Vorredner Rolf Schamberger lobte<br />

er als e<strong>in</strong>en „hervorragender Botschafter<br />

für die Feuerwehr und die Historie.“<br />

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Vieles gebe es <strong>in</strong> den zurückliegenden<br />

150 Jahren und „<strong>in</strong> der Welt der Feuerwehr“<br />

zu entdecken. An die Adresse<br />

der Feuerwehrfrauen und -männer<br />

sagte Koch: „Sie können mit Stolz auf<br />

diese anderthalb Jahrhunderte zurückblicken,<br />

<strong>in</strong> denen sie Gedanken<br />

und Idee weitergetragen haben bis h<strong>in</strong><br />

zu jenen, die heute dafür stehen. Sie<br />

haben Herzblut und Stehvermögen<br />

e<strong>in</strong>gebracht und so den Grundste<strong>in</strong><br />

gelegt für das, was unsere Gesellschaft<br />

benötigt: e<strong>in</strong>en effektiven Brandschutz.“<br />

Haupt- und Ehrenamt seien <strong>in</strong><br />

diesem Kontext nicht mehr wegzudenken<br />

und alle Anstrengungen wert,<br />

dass es auch <strong>in</strong> Zukunft so bleibe.<br />

Zeitgemäße Ausrüstung<br />

Ulrich Behrendt, Vizepräsident des<br />

deutschen Feuerwehrverbandes unterstrich<br />

die enge Verbundenheit zwischen<br />

dem Dachverband und der <strong>Fulda</strong>er<br />

Feuerwehr. Brandschutzamtsleiter<br />

Thomas H<strong>in</strong>z hob als „größte Herausforderung<br />

für die Zukunft“ die Notwendigkeit<br />

hervor, die ehrenamtliche<br />

Arbeit weiterh<strong>in</strong> attraktiv zu erhalten.<br />

Der Brandschutz ist ohne freiwillige<br />

Helfer<strong>in</strong>nen und Helfer nicht sicherzustellen<br />

und zu f<strong>in</strong>anzieren, machte <strong>Fulda</strong>s<br />

„oberster Brandschützer“ deutlich,<br />

der sich zugleich für die deutliche Förderung<br />

der Jugendfeuerwehr aussprach.<br />

In <strong>Fulda</strong> sei durch kont<strong>in</strong>uierliche<br />

Investitionen e<strong>in</strong>e zeitgemäße<br />

Ausrüstung vorhanden, bilanzierte<br />

H<strong>in</strong>z. Somit bestehe e<strong>in</strong>e hervorragende<br />

Ausgangssituation für die Feuerwehr<br />

– auch <strong>in</strong> Zukunft.<br />

mb<br />

Amtsleiter wechselt nach Kiel<br />

H<strong>in</strong>z wird Chef der Berufsfeuerwehr<br />

Der bisherige Leiter des Amtes für<br />

Brand- / Zivilschutz und Rettungsdienst<br />

der Stadt <strong>Fulda</strong>, Thomas H<strong>in</strong>z (50) wird<br />

zum 1. August neuer Chef der Berufsfeuerwehr<br />

der Landeshauptstadt Kiel.<br />

Leistungsfähige Gefahrenabwehr<br />

13 Jahre leitete H<strong>in</strong>z das städtische<br />

„Brandschutzamt“. Er war damit Vorgesetzter<br />

für knapp 750 haupt- und ehrenamtliche<br />

Feuerwehrangehörige. In<br />

se<strong>in</strong>e Dienstzeit fielen schwierige und<br />

weitreichende Entscheidungen im Blick<br />

auf viele Veränderungen für die Feuerwehr<br />

<strong>Fulda</strong>, die aufgrund der Bedarfsund<br />

Entwicklungsplanung und deren<br />

aktueller Fortschreibung die Bauste<strong>in</strong>e<br />

für e<strong>in</strong>e leistungsfähige Gefahrenabwehr<br />

<strong>in</strong> der Stadt <strong>Fulda</strong> bilden.<br />

Thomas H<strong>in</strong>z<br />

Geschick und Weitblick<br />

Bei vielen E<strong>in</strong>sätzen konnte Brandoberrat<br />

H<strong>in</strong>z se<strong>in</strong> Geschick und se<strong>in</strong>en<br />

Weitblick <strong>in</strong> der Mitarbeiterführung<br />

und Feuerwehrtaktik unter Beweis stellen.<br />

Als Vorsitzender des Fachausschusses<br />

Gesundheit, Notfallstressmanagement<br />

und Rettungsdienst des Landesfeuerwehrverbandes<br />

erwarb er sich e<strong>in</strong>en<br />

guten Ruf als Ansprechpartner <strong>in</strong><br />

allen Fragen des Gesundheitsmanagements<br />

und Rettungsdienstes. Über <strong>Fulda</strong><br />

h<strong>in</strong>aus engagierte er sich im Deutschen<br />

Feuerwehrverband und war stets<br />

e<strong>in</strong> geschätzter Partner der RETTmobil.<br />

Freiraum<br />

Die Feuerwehr Kiel und das Amt für<br />

Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophen-<br />

und Zivilschutz der schleswigholste<strong>in</strong>ischen<br />

Landeshauptstadt mit<br />

se<strong>in</strong>en 380 Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeitern<br />

sowie der 10 Freiwilligen Feuerwehren,<br />

wird dem engagierten Feuerwehrmann<br />

viel Freiraum für se<strong>in</strong>e<br />

Berufung geben. Sowohl OB Möller als<br />

auch Amtsleiter H<strong>in</strong>z blicken geme<strong>in</strong>sam<br />

auf e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>teressante und spannende<br />

Zeit zurück, die geprägt war von<br />

Vertrauen, Kooperation und Gestaltungswillen.<br />

Wenn auch OB Möller den<br />

Wechsel des erfahrenen Brandschützers<br />

bedauert, ist die Freude über den<br />

besonderen Karriereverlauf des <strong>Fulda</strong>er<br />

Feuerwehrchefs dennoch groß. th<br />

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Fit für den Wiedere<strong>in</strong>stieg <strong>in</strong>s Berufsleben<br />

Projekt des <strong>Fulda</strong>er Frauenbüros übertrifft alle Erwartungen<br />

Viele Frauen, die e<strong>in</strong>e längere<br />

Zeit aus dem Berufsleben<br />

raus s<strong>in</strong>d, trauen sich oft<br />

nichts mehr zu. Nach e<strong>in</strong>er<br />

längeren Familienphase<br />

ohne Job fängt das Selbstbewusstse<strong>in</strong><br />

an zu bröckeln.<br />

Es fehlt der Mut, den Schritt<br />

<strong>in</strong>s Berufsleben zu wagen<br />

und das Bewusstse<strong>in</strong> der eigenen<br />

Fähigkeiten. Um diese<br />

Frauen gezielt zu unterstützen,<br />

wurde im Jahr 2012<br />

das Projekt „Fit für den Wiedere<strong>in</strong>stieg<br />

<strong>in</strong>s Berufsleben“<br />

vom Frauenbüro der Stadt<br />

<strong>Fulda</strong> <strong>in</strong>s Leben gerufen. Mit<br />

diesem Projekt wird den Frauen aus der<br />

Region e<strong>in</strong> kont<strong>in</strong>uierliches Unterstützungsangebot<br />

gemacht, das e<strong>in</strong>en jährlichen<br />

Wiedere<strong>in</strong>stiegskurs und e<strong>in</strong>en Sem<strong>in</strong>artag<br />

zum Wiedere<strong>in</strong>stieg umfasst.<br />

Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur<br />

E<strong>in</strong>zelberatung, die e<strong>in</strong>mal im Monat im<br />

Frauenzentrum stattf<strong>in</strong>det.<br />

Alexandra Käsmann (l<strong>in</strong>ks) und Petra Zentgraf (rechts) mit Kursteilnehmer<strong>in</strong>nen.<br />

Eigene Stärken fördern<br />

Der erste Kurs startete im September<br />

2012 unter der Leitung von Alexandra<br />

Käsmann und Petra Zentgraf und lief bis<br />

Ende Januar 2013. Die folgenden Kommentare<br />

von Kursteilnehmer<strong>in</strong>nen zeigen,<br />

dass die erste Runde des Projekts ihr<br />

Ziel erreicht hat: „Ich b<strong>in</strong> sehr froh, dass<br />

ich an dem Kurs teilnehmen konnte,<br />

denn er hat mich wirklich weitergebracht<br />

[…] Besonders wichtig für mich war die<br />

Erkenntnis, dass man Ziele klar formulieren<br />

und Entscheidungen treffen muss.<br />

Sonst geht gar nichts. Weiterh<strong>in</strong> spannend<br />

fand ich auch, mich selbst als<br />

Mensch besser kennenzulernen und entsprechend<br />

me<strong>in</strong>e berufliche Zukunft zu<br />

planen.“ Ähnlich sieht es e<strong>in</strong>e andere<br />

Kursteilnehmer<strong>in</strong>, die bald nach dem Ablauf<br />

des Kurses e<strong>in</strong>en Arbeitsplatz bekommen<br />

hat: „Ihr habt uns beigebracht,<br />

nicht auf die Schwächen sondern auf unsere<br />

Stärken zu schauen und diese zu fördern.<br />

Ich bedanke mich auch dafür, dass<br />

Ihr mich (und die anderen Kursteilnehmer<strong>in</strong>nen)<br />

immer wieder aufgefordert<br />

habt, Ziele <strong>in</strong> den Blick zu nehmen, Entscheidungen<br />

zu treffen und diese dann<br />

auch umzusetzen […] So konnte ich im<br />

Laufe dieser Wochen e<strong>in</strong>e Orientierungshilfe<br />

erfahren, die es mir ermöglicht hat,<br />

me<strong>in</strong>en Berufswunsch aufgrund me<strong>in</strong>er<br />

Fähigkeiten und Neigungen zu konkretisieren<br />

und dabei aber auch das Wohl der<br />

Familie im Blick zu behalten.“<br />

Unterstützung und Austausch<br />

Aus dem Feedback der Kursteilnehmer<strong>in</strong>nen<br />

lässt sich feststellen, dass der Erfahrungsaustausch<br />

zwischen den Kursteilnehmer<strong>in</strong>nen<br />

e<strong>in</strong>en entscheidenden<br />

Aspekt des Projekts darstellt. „Der Kurs<br />

hat mir gezeigt, dass me<strong>in</strong>e Situation<br />

ke<strong>in</strong> E<strong>in</strong>zelfall ist. Ich hoffe, dass auch Arbeitgeber<br />

<strong>in</strong> der Region <strong>in</strong> Zukunft umdenken<br />

und uns Familienmanager<strong>in</strong>nen<br />

die Möglichkeit geben, unsere Fähigkeiten<br />

unter Beweis zu stellen“, so e<strong>in</strong>e Kursteilnehmer<strong>in</strong>.<br />

Ähnlich skizziert ihre Erfahrungen<br />

e<strong>in</strong>e andere Kursteilnehmer<strong>in</strong>:<br />

„Es tut gut zu wissen, dass man mit se<strong>in</strong>en<br />

Ängsten, Sorgen und Problemen<br />

nicht alle<strong>in</strong>e ist, sondern dass es noch viele<br />

Frauen gibt, die <strong>in</strong> ähnlichen Situationen<br />

s<strong>in</strong>d. Der Austausch untere<strong>in</strong>ander<br />

und auch die Unterstützung<br />

durch die Kursleiter<strong>in</strong>nen<br />

war sehr hilfreich.“ Als<br />

besonders wichtig wurde<br />

empfunden, dass die Kursleiter<strong>in</strong>nen<br />

authentisch,<br />

lebensnah und mit selbsterlebten<br />

Fallbeispielen gearbeitet<br />

haben. Somit sieht<br />

das Fazit der Tra<strong>in</strong>er<strong>in</strong>nen<br />

wie folgt aus: „Uns hat gut<br />

gefallen, mit wie viel E<strong>in</strong>satz<br />

die Frauen an ihren<br />

Themen gearbeitet und wie<br />

sie sich dadurch persönlich<br />

weiterentwickelt haben.<br />

Uns ist nochmal klarer geworden,<br />

wie gut es ist, dass es sich bei unserem<br />

Programm um e<strong>in</strong> Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g handelt:<br />

Nur wer tra<strong>in</strong>iert, kommt weiter.<br />

Nicht nur im Sport.“<br />

Informationen und nächster Kurs<br />

Bis zum nächsten Kurs im Herbst – der<br />

schon fast ausgebucht ist – wird die Zeit<br />

überbrückt durch monatliche kostenfreie<br />

E<strong>in</strong>zelberatungen, die <strong>in</strong> der Regel am<br />

ersten Dienstag im Monat im Frauenzentrum<br />

stattf<strong>in</strong>den (Anmeldung erforderlich).<br />

Der nächste Kurs beg<strong>in</strong>nt am 28.<br />

Oktober 2013 unter der Leitung von Alexandra<br />

Käsmann und Petra Zentgraf. Für<br />

die E<strong>in</strong>zelberatung stehen abwechselnd<br />

Alexandra Käsmann, Petra Zentgraf und<br />

Gabriele Wolf zur Verfügung. Nähere Informationen<br />

erhalten Sie im Internet<br />

unter www.frauenbuero-fulda.de oder<br />

telefonisch unter 0661/102-1042.<br />

Hildegard Hast<br />

Das Projekt des <strong>Fulda</strong>er Frauenbüros<br />

wird unterstützt von:<br />

• Fördervere<strong>in</strong> Frauenzentrum<br />

• Kreishandwerkerschaft<br />

• Soroptimist International Club <strong>Fulda</strong><br />

• IHK<br />

• Landkreis <strong>Fulda</strong><br />

• Kommunales Kreisjobcenter<br />

• Agentur für Arbeit<br />

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Mit Lichtgeschw<strong>in</strong>digkeit <strong>in</strong>s Netz<br />

Mit e<strong>in</strong>em symbolischen Spatenstich hat die „Deutsche Telekom“ den Internet-Ausbau <strong>in</strong> der<br />

<strong>Fulda</strong>er Kernstadt und den<br />

Stadtteilen begonnen<br />

Der Tag, an dem das Internet mit „Lichtgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

<strong>in</strong> Form des Giganets“<br />

<strong>in</strong> rund 30.000 städtische Haushalte<br />

kommt, rückt immer näher. Geme<strong>in</strong>sam<br />

mit Vertretern der Deutschen Telekom<br />

sowie Stadtbaurät<strong>in</strong> Cornelia Zuschke<br />

gab <strong>Fulda</strong>s OB und Wirtschaftsdezernent<br />

Gerhard Möller (CDU) „Am alten<br />

Schlachthof“ mit dem obligatorischen<br />

„Spatenstich“ den Startschuss für das<br />

ehrgeizige Ausbauprojekt, das schon im<br />

Herbst abgeschlossen se<strong>in</strong> soll.<br />

Große Freude bei allen Beteiligten über den Beg<strong>in</strong>n der Arbeiten<br />

für den Breitbandausbau <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>.<br />

der Telekom,<br />

e<strong>in</strong>. Der Spatenstich<br />

stehe<br />

Die Arbeiten für den Internetausbau laufen ab jetzt auf Hochtouren. jedoch symbolisch<br />

dafür,<br />

50 Megabit<br />

dass „es geglückt ist, die Lichtgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

Bis dah<strong>in</strong> werden alle<strong>in</strong>e rund 100 Kilometer<br />

des Internets nach Ful-<br />

Glasfaser verlegt sowie 253 neue da zu br<strong>in</strong>gen.“ Nun soll die Umsetzung<br />

Kabelverzweiger (KVZ) <strong>in</strong> der Kernstadt<br />

möglichst schnell erfolgen. E<strong>in</strong><br />

und den 24 Stadtteilen <strong>in</strong>stalliert se<strong>in</strong>. Satz, den <strong>Fulda</strong>s Verwaltungschef gerne<br />

Je nachdem, wie weit der Kunde vom<br />

hört. „Denn am Ende des Jahres“,<br />

Schaltgehäuse entfernt wohnt, erreicht<br />

me<strong>in</strong>te Möller, „wollen wir sagen könkeit<br />

die Übertragungsgeschw<strong>in</strong>dignen:<br />

Unser E<strong>in</strong>satz hat sich gelohnt.“<br />

künftig bis zu 50 Megabit pro Sekunde<br />

Die nun beg<strong>in</strong>nende Umsetzungspha-<br />

(MBit/s). Damit können se belege, dass es seitens der Telekom<br />

Telekom-Kunden nicht nur besonders nicht bei der Ankündigung bleibt.<br />

schnell im Internet surfen, sondern „Deshalb ist der heutige Spatenstich<br />

auch Enterta<strong>in</strong>, das TV-Produkt dieses für uns e<strong>in</strong> wichtiges Ereignis vor allem<br />

Anbieters, nutzen.<br />

auch für die 24 <strong>Fulda</strong>er Stadtteile,<br />

die wie die Kernstadt <strong>in</strong> gleicher Weise<br />

Wichtiges Ereignis<br />

von der Qualität des Netzausbaus mit<br />

Lang sei der Weg bis zum Beg<strong>in</strong>n der Glasfaser profitieren.“ Der Breitbandausbau<br />

Bauarbeiten gewesen, räumte Frank Bothe,<br />

sei somit e<strong>in</strong> wichtiger<br />

Technik-Niederlassungsleiter Mitte Standortvorteil für <strong>Fulda</strong>.<br />

Breitbandoffensive der Telekom<br />

Der Netz-Ausbau <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> <strong>in</strong> zweistelliger<br />

Millionenhöhe ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive<br />

„Integrierte<br />

Netz-Strategie“: Bis Ende 2015 wird das<br />

Unternehmen rund zwölf Milliarden<br />

Euro bundesweit <strong>in</strong> die Infrastruktur<br />

<strong>in</strong>vestieren und damit Millionen von<br />

Haushalten schnellere Internet-Anschlüsse<br />

bieten. Anders als beim bisherigen<br />

DSL können mit dem schnelleren<br />

VDSL Geschw<strong>in</strong>digkeiten bis zu 10<br />

MBit/s beim Heraufladen und 50<br />

MBit/s beim Herunterladen erreicht<br />

werden.<br />

Für das e<strong>in</strong>fache Surfen reichen die bislang<br />

gängigen DSL-Geschw<strong>in</strong>digkeiten<br />

aus. Der Bedarf nach immer schnelleren<br />

Internetverb<strong>in</strong>dungen wird <strong>in</strong> den<br />

nächsten Jahren jedoch weiter zunehmen.<br />

Mit dem jetzt vere<strong>in</strong>barten Ausbau<br />

ist sichergestellt, dass <strong>Fulda</strong> Teil der<br />

digitalen Zukunft ist.<br />

mb<br />

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Neuer Käpt‘n an Bord<br />

Kommandowechsel auf der „<strong>Fulda</strong>“ – Moritz von Gernet folgt auf Marco Re<strong>in</strong>isch<br />

Das M<strong>in</strong>enjagdboot „<strong>Fulda</strong>“ hat e<strong>in</strong>en<br />

neuen Kommandanten. E<strong>in</strong> kräftiges<br />

„Mast und Schotbruch“ von Kameraden<br />

begleiteten Moritz von Gernet bei<br />

der Feier an Bord, als er das Ruder des<br />

Patenbootes übernahm. Typhon-Hörner<br />

aller Schiffe im Mar<strong>in</strong>ehafen Kiel-<br />

Wik signalisierten gleichzeitig den Abschied<br />

se<strong>in</strong>es Vorgängers Marco<br />

Re<strong>in</strong>isch von der „<strong>Fulda</strong>“. Nach gut<br />

zweie<strong>in</strong>halb Jahren wechselte er zum<br />

Schwesterschiff „Pegnitz“. „Bee<strong>in</strong>druckt<br />

von der Atmosphäre des Kommandowechsels<br />

und des maritimen Flairs an<br />

Bord sowie im Mar<strong>in</strong>ehafen“ zeigte<br />

sich Oberbürgermeister Gerhard Möller,<br />

für den der Anlass se<strong>in</strong>es Term<strong>in</strong>s<br />

<strong>in</strong> Wik gleich <strong>in</strong> doppelter<br />

H<strong>in</strong>sicht e<strong>in</strong>e Premiere war. Denn<br />

zum ersten Mal konnte er <strong>Fulda</strong>s<br />

Patenboot besuchen und gleichzeitig<br />

e<strong>in</strong>en Kommandantenwechsel<br />

miterleben.<br />

E<strong>in</strong>holen des Kommandantenwimpels von Marco Re<strong>in</strong>isch.<br />

E<strong>in</strong>blicke<br />

Mit e<strong>in</strong>em Rundgang über die „<strong>Fulda</strong>“<br />

begann Möllers „Abstecher“ nach Kiel,<br />

bei dem er von „Noch“-Kommandanten<br />

Re<strong>in</strong>isch und se<strong>in</strong>em künftigen<br />

Nachfolger von Gernet E<strong>in</strong>blicke <strong>in</strong> das<br />

Leben an Bord, vor allem aber <strong>in</strong> Technik<br />

und E<strong>in</strong>satzaufgaben des Patenbootes<br />

erhielt. Auch wenn die Mar<strong>in</strong>e<br />

von der Bundeswehr-Reform nicht verschont<br />

geblieben ist, bleibt die Notwendigkeit<br />

des E<strong>in</strong>satzes von M<strong>in</strong>ensuchern<br />

bestehen. Zwischen 3.000 bis<br />

4.000 Seem<strong>in</strong>en „schlummern“ nach<br />

noch vorhandenen Plänen alter M<strong>in</strong>enfelder<br />

<strong>in</strong> der Ostsee. Sie stellen jederzeit<br />

e<strong>in</strong>e potenzielle<br />

Gefahr für den Schiffsverkehr,<br />

<strong>in</strong>sbesondere<br />

die Fischerei, dar. Alle<strong>in</strong><br />

<strong>in</strong> der Kieler Förde liegen<br />

<strong>in</strong> gerade mal zehn<br />

Metern Tiefe viele M<strong>in</strong>en,<br />

Munition, ja sogar<br />

Torpedos – „Material,<br />

was zu Kriegsende e<strong>in</strong>fach<br />

verklappt wurde“,<br />

wie von Gernet berichtet.<br />

Mit modernster digitaler<br />

Technik durchkämmt<br />

die „<strong>Fulda</strong>“<br />

deshalb die Ostsee, um<br />

Objekte unter Wasser<br />

aufzuspüren, die – von<br />

M<strong>in</strong>en abgesehen –<br />

Gott sei Dank nicht immer<br />

gefährlich s<strong>in</strong>d. Von<br />

der Toilettenschüssel über den Kühlschrank<br />

bis zum Conta<strong>in</strong>er reicht die<br />

breite Palette der Fundstücke, die die<br />

Bedien-Mannschaft der Solaranlage<br />

bislang geortet hat. Ist der Fund jedoch<br />

als gefährlich identifiziert, setzt<br />

die erfahrene Crew Drohnen für die<br />

spätere Sprengung e<strong>in</strong>. Der E<strong>in</strong>satz der<br />

„<strong>Fulda</strong>“ hat ihren Preis. Um die 5.600<br />

Euro kostet e<strong>in</strong>e Betriebsstunde des<br />

Schiffes, erläutert Re<strong>in</strong>isch.<br />

Re<strong>in</strong>isch wechselt zur „Pegnitz“<br />

Se<strong>in</strong>e Erfahrungen, die der gebürtige<br />

Düsseldorfer Re<strong>in</strong>isch an Bord des Patenbootes<br />

– übrigens se<strong>in</strong> erstes Kommando<br />

– gemacht hat, wird er künftig<br />

auf der „Pegnitz“ e<strong>in</strong>setzen können.<br />

Dieses Boot stellt für den bisherigen<br />

Kommandanten der „<strong>Fulda</strong>“ e<strong>in</strong>e neue<br />

Herausforderung dar. Denn die „Pegnitz“<br />

arbeitet mit dem zwar etwas älteren,<br />

aber komplexeren System „Seehund“, e<strong>in</strong>em<br />

ferngelenkten M<strong>in</strong>enräumboot,<br />

das zur Bekämpfung von Seem<strong>in</strong>en<br />

durch akustische und Magnetfelder e<strong>in</strong>gesetzt<br />

wird. Für se<strong>in</strong>en Nachfolger Moritz<br />

von Gernet ist die „<strong>Fulda</strong>“ das<br />

erste Kommando. „Für mich<br />

Moritz von Gernet, der neue Kommandant<br />

der „<strong>Fulda</strong>“.<br />

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ist es e<strong>in</strong>e große Freude, gerade dieses<br />

Boot zu übernehmen“, bekennt er gut<br />

gelaunt und voller Erwartung künftiger<br />

Begegnungen mit den Freunden aus<br />

der Patenstadt wie den Mitgliedern der<br />

Mar<strong>in</strong>ekameradschaft oder der <strong>Fulda</strong>er<br />

Karneval-Gesellschaft. Dass <strong>Fulda</strong>s OB<br />

sich die Zeit genommen hat, persönlich<br />

beim Kommandowechsel dabei zu se<strong>in</strong>,<br />

unterstreicht aus se<strong>in</strong>er Sicht den „hohen<br />

Stellenwert“, den die Stadt dieser<br />

maritimen Patenschaft beimisst. Ähnlich<br />

urteilt auch Marco Re<strong>in</strong>isch.<br />

Gute Verb<strong>in</strong>dung<br />

Beim offiziellen Kommandowechsel,<br />

der mit dem E<strong>in</strong>holen des Kommandantenwimpels<br />

von Re<strong>in</strong>isch se<strong>in</strong>en<br />

Abschluss fand, lobte auch der stellvertretende<br />

Kommandeur des 3. M<strong>in</strong>ensuchgeschwaders,<br />

Korvettenkapitän<br />

Heiko von Thun, die gute Verb<strong>in</strong>dung<br />

der Stadt zur „<strong>Fulda</strong>“ und umgekehrt.<br />

Dem bisherigen Kommandanten besche<strong>in</strong>igte<br />

von Thun mit „hohem persönlichem<br />

Engagement“ gearbeitet<br />

und erfolgreich die Umrüstung des M<strong>in</strong>enjagdbootes<br />

auf e<strong>in</strong> neues Waffensystem<br />

sowie die Schulung der Mannschaft<br />

umgesetzt zu haben. Re<strong>in</strong>ischs<br />

Nachfolger von Gernet habe im Jahr<br />

2000 se<strong>in</strong>en Weg zur Mar<strong>in</strong>e gefunden.<br />

Zuletzt sei er im Geschwaderstab des<br />

M<strong>in</strong>ensuchverbands e<strong>in</strong>gesetzt gewesen<br />

und somit „bestens vorbereitet für<br />

se<strong>in</strong>en jetzigen E<strong>in</strong>satz“. Er übernehme<br />

nun e<strong>in</strong> Boot mit hervorragend ausgebildeter<br />

Mannschaft. Beiden Kommandanten<br />

wünschte von Thun Glück und<br />

Erfolg für ihren künftigen E<strong>in</strong>satz an<br />

Bord der „<strong>Fulda</strong>“ und der „Pegnitz“.<br />

Während des anschließenden Empfangs<br />

unterstrich OB Möller die gute<br />

Verb<strong>in</strong>dung zum Patenboot, die „besser<br />

nicht se<strong>in</strong> könnte.“ Sie solle auch <strong>in</strong><br />

Zukunft <strong>in</strong>tensiv gepflegt und genutzt<br />

werden, ob bei der „Fulder Foaset“ oder<br />

beim traditionellen Weihnachtsmarkt-<br />

Besuch der Mannschaft. Überraschende<br />

Begegnung am Rande der Feier: <strong>Fulda</strong>s<br />

Verwaltungschef nutzte die Gelegenheit<br />

zum Gedankenaustausch mit<br />

Korvettenkapitän Christian Meister,<br />

der aus Bad Salzschlirf stammt, und gerade<br />

von e<strong>in</strong>em UNIFIL E<strong>in</strong>satz als<br />

Kommandeur des deutschen E<strong>in</strong>satzverbandes<br />

aus dem Libanon zurückgekehrt<br />

ist.<br />

mb<br />

Daten der M 1058 „<strong>Fulda</strong>“<br />

Maße (Länge /Breite /Tiefgang):<br />

54,4 m / 9,2 m / 2,6 m<br />

E<strong>in</strong>satzverdrängung: 650 t<br />

Geschw<strong>in</strong>digkeit: ca. 18 kn<br />

Antrieb: 2 MTU Schiffsdiesel<br />

mit circa 3.000 PS<br />

Dauer-Besatzung: 40 Mann<br />

Reichweite: 5.800 Seemeilen bei 12 kn<br />

1.600 Seemeilen bei 18 kn<br />

Treibstofflager: 60 Tonnen<br />

Bewaffnung: e<strong>in</strong> 27 mm Mar<strong>in</strong>eleichtgeschütz<br />

Die <strong>Fulda</strong> mit dem Schwesterschiff Pegnitz<br />

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Beruf und Ehrenamt oft nur<br />

schwer mite<strong>in</strong>ander vere<strong>in</strong>bar<br />

Der Vorsitzende des Stadtverbands Sport, Lothar Plappert, zur<br />

aktuellen Situation des Sports <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong><br />

Wenn es nicht das Ehrenamt gäbe – vieles<br />

würde kaum so gut funktionieren.<br />

Ob im Katastrophenschutz, wie beim<br />

aktuellen Flut-Drama <strong>in</strong> den südlichen<br />

und östlichen Teilen der Republik, wo<br />

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes<br />

Kreuz und viele andere oft lebensrettende<br />

Hilfe leisten. Aber auch der Sport<br />

braucht Freiwillige, die sich ehrenamtlich<br />

e<strong>in</strong>br<strong>in</strong>gen. Wie es <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> um das<br />

Ehrenamt und den Sport bestellt ist,<br />

darüber sprach Michael Schwab mit<br />

dem Vorsitzenden des Stadtverbands<br />

Sport und Stadtrat Lothar Plappert.<br />

Herr Plappert: Mit welchen Problemen<br />

hat aus Ihrer Sicht das Ehrenamt generell,<br />

aber auch <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>, zu kämpfen?<br />

Plappert: Die Bereitschaft gerade<br />

junger Leute, sich ehrenamtlich<br />

zu engagieren, ist<br />

groß. Aber die gegenwärtige<br />

Situation <strong>in</strong> der Arbeitswelt<br />

macht es für viele schwierig –<br />

um nicht zu sagen oft<br />

unmöglich – mitzuarbeiten.<br />

Staat und Politik bedienen<br />

sich sehr gerne des Ehrenamtes<br />

und halten es für sehr<br />

wichtig. Doch es fehlen Rahmenbed<strong>in</strong>gungen,<br />

damit Ehrenamt<br />

und Beruf sich besser<br />

vere<strong>in</strong>baren lassen. Ich kann<br />

mir vorstellen, dass e<strong>in</strong> Betrieb,<br />

der se<strong>in</strong>e Mitarbeiter im<br />

Ehrenamt unterstützt, beispielsweise<br />

e<strong>in</strong>en steuerlichen Vorteil erhalten<br />

kann. Außerdem könnte der öffentliche<br />

Bereich mit gutem Beispiel vorangehen.<br />

Wie sieht es konkret mit dem Sport <strong>in</strong><br />

<strong>Fulda</strong> aus?<br />

Plappert: Die <strong>Fulda</strong>er Vere<strong>in</strong>e s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> ihrer<br />

Konzeption gut aufgestellt. Sie tun<br />

Nur e<strong>in</strong>e gute Nachwuchsförderung sorgt für neue Talente.<br />

alles, um sowohl den Breitensport wie<br />

auch den Leistungssport voranzubr<strong>in</strong>gen.<br />

25 Prozent der etwa 80 Vere<strong>in</strong>e im<br />

Stadtgebiet können sich über Auszeichnungen<br />

ihrer Sportler freuen, die bei<br />

hessischen, deutschen oder <strong>in</strong>ternationalen<br />

Meisterschaften zu Ehren gekommen<br />

s<strong>in</strong>d oder Titel errungen haben.<br />

Beispielsweise die Wasserfreunde<br />

mit Philipp Glania, der Kanuclub <strong>Fulda</strong><br />

oder der TTC Maberzell – drei Vere<strong>in</strong>e,<br />

die besonders hervorzuheben s<strong>in</strong>d. Sie<br />

s<strong>in</strong>d am häufigsten mit Titeln national<br />

und <strong>in</strong>ternational vertreten. Aber auch<br />

im Judo oder Poolbillard s<strong>in</strong>d <strong>Fulda</strong>er<br />

Sportler sehr erfolgreich. Dies bed<strong>in</strong>gt<br />

e<strong>in</strong>e gute Infrastruktur. Im Sport kann<br />

sich die Stadt <strong>Fulda</strong> mit ihren Sportstätten<br />

sehen lassen. Es s<strong>in</strong>d beste Voraussetzungen<br />

für alle Sporttreibenden <strong>in</strong><br />

der Stadt gegeben. Im Stadtteil Niesig<br />

haben wir <strong>in</strong>zwischen e<strong>in</strong>e weitere<br />

neue Turnhalle h<strong>in</strong>zubekommen. Darüber<br />

h<strong>in</strong>aus besteht die Möglichkeit, <strong>in</strong><br />

den neuen Turnhallen des Marianums<br />

und der Marienschule Übungszeiten<br />

für die Vere<strong>in</strong>e <strong>in</strong> Anspruch zu nehmen.<br />

Damit ist e<strong>in</strong>e Situation erreicht, wo der<br />

Hallensport gut versorgt ist <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>.<br />

Lothar Plappert<br />

Welche Trends zeichnen sich aktuell<br />

im Sport ab?<br />

Plappert: Die Vere<strong>in</strong>e stehen vor neuen<br />

Aufgaben. Da die Bevölkerung älter wird,<br />

geht es zunehmend um Sportangebote<br />

für die ältere Generation, also um Gesundheits-<br />

und Rehabilitationssport. Im<br />

Laufe der Zeit hat sich überdies das<br />

Sportangebot <strong>in</strong>sgesamt verändert. Neben<br />

den klassischen Sportarten<br />

werden auch Kampfsportarten<br />

aus dem asiatischen<br />

Raum oder Ballsportarten, die<br />

von Amerika her bekannt s<strong>in</strong>d,<br />

von den Vere<strong>in</strong>en angeboten.<br />

E<strong>in</strong> weiteres Thema s<strong>in</strong>d die<br />

Betreuungsangebote an den<br />

Schulen, die von Vere<strong>in</strong>en gestemmt<br />

werden sollen. Vom<br />

Grundsatz her e<strong>in</strong> guter Ansatz,<br />

der sich leider aber nur<br />

schwer realisieren lässt, weil<br />

es häufig Probleme bereitet,<br />

Übungsleiter für die Nachmittagsangebote<br />

zu f<strong>in</strong>den.<br />

Alle<strong>in</strong>e 20 Vere<strong>in</strong>e bieten<br />

Fußball an. Alle Fußballvere<strong>in</strong>e<br />

verfügen über gute Bed<strong>in</strong>gungen<br />

für ihren Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gs- und Spielbetrieb.<br />

Die Stadionkolonne der Stadt sorgt<br />

ganzjährig für e<strong>in</strong>e gute Unterhaltung<br />

der Sportstätten. Festzuhalten bleibt,<br />

dass die klassischen Sportarten weiterh<strong>in</strong><br />

ihre Bedeutung haben werden<br />

wie K<strong>in</strong>derturnen. Dafür bieten sich<br />

die Vere<strong>in</strong>e vor Ort an. Zur Weiterentwicklung<br />

empfiehlt sich später dann<br />

die Leichtathletik.<br />

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Haben Sie Sorge um die Zukunft der<br />

Sportvere<strong>in</strong>e?<br />

Plappert: Ne<strong>in</strong>, die Vere<strong>in</strong>e werden immer<br />

bestehen bleiben, weil sie sich spezialisieren.<br />

Allerd<strong>in</strong>gs werden sie so gut<br />

se<strong>in</strong>, wie ihre Übungsleiter. Ebenso spielen<br />

die F<strong>in</strong>anzen des Vere<strong>in</strong>s e<strong>in</strong>e große<br />

Rolle. Da s<strong>in</strong>d Kommunen über die<br />

Sportförderung gefordert, aber auch die<br />

Vere<strong>in</strong>e selbst müssen lernen, dass ihr<br />

Angebot e<strong>in</strong>en Wert hat und nicht zum<br />

Nulltarif zu haben ist. Das wird über die<br />

Mitgliedsbeiträge ausgedrückt.<br />

Für me<strong>in</strong>e These spricht ferner, dass die<br />

Mitgliederzahlen aller <strong>Fulda</strong>er Sportvere<strong>in</strong>e<br />

mit über 20.000 Aktiven stabil<br />

s<strong>in</strong>d. Jeder Dritte <strong>in</strong> der Stadt ist mittlerweile<br />

Mitglied <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Sportvere<strong>in</strong>.<br />

Wichtig ist aus me<strong>in</strong>er Sicht auch, die<br />

Verzahnung zwischen Schule, Sport<br />

und Vere<strong>in</strong>en zu stärken. Denn die<br />

sportliche Begeisterung lässt sich am<br />

besten im Betreuungsbereich wecken.<br />

Es müsste daher e<strong>in</strong> Weg gefunden<br />

werden, damit mehr Vere<strong>in</strong>e mit ihren<br />

Übungsleitern <strong>in</strong> Schulen aktiv se<strong>in</strong><br />

können. Mit den bisherigen Programmen<br />

ist das leider nicht zu schaffen.<br />

Wie ist es um den Leistungssport <strong>in</strong><br />

<strong>Fulda</strong> bestellt?<br />

Plappert: Nehmen wir den Fußball:<br />

Mit dem TSV Lehnerz hat e<strong>in</strong>e Mannschaft<br />

den Aufstieg <strong>in</strong> die Fußball-<br />

Oberliga geschafft. Das Potenzial mag<br />

sogar ausreichend für höhere Ziele<br />

se<strong>in</strong>, wonach man sich <strong>in</strong> der Region<br />

schon so lange sehnt. Auch wenn Vere<strong>in</strong>e<br />

wie <strong>in</strong> Lehnerz und Bronnzell mit<br />

ihrer hervorragenden Jugendarbeit sicherlich<br />

den Schritt <strong>in</strong> die richtige<br />

Richtung getan haben, fehlt es an der<br />

nötigen Quantität. Der Kreis der Vere<strong>in</strong>e<br />

müsste größer se<strong>in</strong>, um die Region<br />

noch leistungsorientierter aufzustellen.<br />

Das bedeutet konkret: Lehnerz und<br />

Bronnzell werden es unter dem „Fördervere<strong>in</strong><br />

<strong>Fulda</strong>“ auf Dauer nicht alle<strong>in</strong><br />

leisten können, ständig qualifizierte<br />

Spieler für höhere Ansprüche ausbilden<br />

zu können.<br />

Als Region muss man deshalb neue<br />

Wege gehen und darf nicht Fehler <strong>in</strong><br />

der Vergangenheit beklagen. Landesund<br />

Bundesverbände (DFB und HFV)<br />

s<strong>in</strong>d ebenfalls gefordert, an e<strong>in</strong>er gezielten<br />

Förderung talentierter Nachwuchssportler<br />

mitzuwirken. mb<br />

Auto- und Modedesign liegen dicht beie<strong>in</strong>ander<br />

Modeschöpfer Harry Sch<strong>in</strong>dler kreierte pfiffige<br />

Modelle als besonderes Geschenk für Unternehmerfamilien<br />

Atzert:Weber<br />

Kreativität haben nicht nur die beiden<br />

Unternehmerfamilien Atzert und Weber<br />

mit dem eleganten Neubau des<br />

Audi-Zentrums <strong>in</strong> Lehnerz bewiesen.<br />

Mit viel Kreativität ist auch Harry<br />

Sch<strong>in</strong>dler, Inhaber des Modegeschäftes<br />

„Classic“, im letzten Vierteljahr ans<br />

Werk gegangen, um als ideenreicher<br />

Couturier e<strong>in</strong>e „exklusive Model<strong>in</strong>ie“<br />

als „besonderes Geschenk“ zur Eröffnung<br />

des Premium-Klasse-Zentrums<br />

zu gestalten.<br />

Pfiffige Kreationen<br />

Junge Damen präsentierten während<br />

der Eröffnungsfeier die pfiffigen Kreationen.<br />

Nicht mit e<strong>in</strong>er Modenschau, sondern<br />

<strong>in</strong>dem die Models durch die Gästereihen<br />

flanierten, um so die jüngsten<br />

Werke vom Zeichentisch Harry Sch<strong>in</strong>dlers<br />

vorzustellen. Wovon sich Sch<strong>in</strong>dler<br />

hat <strong>in</strong>spirieren lassen? „Für mich liegen<br />

Auto- und Modedesign sehr nahe“, beschreibt<br />

der Modeschöpfer den Ausgangspunkt<br />

se<strong>in</strong>es kreativen Gedankenflugs.<br />

Um diesen<br />

Aspekt noch deutlicher<br />

hervorzuheben,<br />

hat der <strong>Fulda</strong>er<br />

Modemacher bei<br />

HSW sogar e<strong>in</strong>en eigenen<br />

Stoff mit<br />

dem Audi- und sogar<br />

dem Firmenlogo<br />

der Atzert:Weber<br />

Gruppe <strong>in</strong> Weiß <strong>in</strong><br />

Auftrag gegeben. Zutaten wie Kabelb<strong>in</strong>der<br />

oder gestalterische Elemente <strong>in</strong> der<br />

Umsetzung wie Ärmel, die an die Zyl<strong>in</strong>der<br />

von Motoren er<strong>in</strong>nern, stellen zusätzlich<br />

den optischen Bezug zum Stichwort<br />

„Automobil“ her.<br />

Tragbar und besonders reizvoll ist das,<br />

was <strong>in</strong> Sch<strong>in</strong>dlers kreativem Schaffensprozess<br />

entstanden ist. Der elegante<br />

Kurzkimonomantel mit hohem Kragen<br />

und effektvollen Schlitzen ebenso wie<br />

die Hotpants samt Haube, die an frühe<br />

Rennfahrerhauben á la Stuck oder<br />

Bernd Rosemeyer er<strong>in</strong>nern. „Me<strong>in</strong>e<br />

Kreationen sollen immer wieder zum<br />

echten H<strong>in</strong>gucker werden“, erhofft<br />

sich Modedesigner Harry Sch<strong>in</strong>dler.<br />

Fest steht schon jetzt: Der Auftritt se<strong>in</strong>er<br />

Models war für die Gäste sicherlich<br />

e<strong>in</strong>e ganz außergewöhnliche Performance.<br />

Und: Vielleicht hat Mann oder<br />

Frau die neuesten Modeschöpfungen<br />

Harry Sch<strong>in</strong>dlers nicht nur bei der Eröffnung<br />

gesehen, sondern demnächst<br />

auch als flott-elegantes Straßenoutfit<br />

e<strong>in</strong>er modebewussten Dame.<br />

mb<br />

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Seniorenplan der Stadt <strong>Fulda</strong><br />

Halbtagsfahrt nach Me<strong>in</strong><strong>in</strong>gen<br />

Nach der Fahrt durch die Rhön genießen<br />

wir den Stadtbummel durch Me<strong>in</strong><strong>in</strong>gen<br />

mit se<strong>in</strong>en verschiedenen Sehenswürdigkeiten.<br />

Me<strong>in</strong><strong>in</strong>gen gehört<br />

mit e<strong>in</strong>er großartigen Musik- und Theatergeschichte,<br />

historischen Bauten aus<br />

dem 19. Jahrhundert, großzügigen Parks<br />

und Schlössern zu den Städteperlen<br />

Thür<strong>in</strong>gens.<br />

Term<strong>in</strong>e: Dienstag, 2., Mittwoch, 3.<br />

und Dienstag, 9. Juli<br />

13:00 – 18:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Schlosstheater<br />

Gebühr: 3,00 Euro<br />

Kartenausgabe im Bürgerbüro ab<br />

Donnerstag, 20. Juni<br />

Führung Schlossgarten und<br />

Michaelskirche<br />

Die Michaelskirche entstand <strong>in</strong> den Jahren<br />

819 bis 822 als Kapelle des ehemaligen<br />

sich an dieser Stelle bef<strong>in</strong>dlichen<br />

Mönchsfriedhofs des Benedikt<strong>in</strong>erklosters<br />

<strong>Fulda</strong>. Die Michaelskirche zählt mit<br />

ihren noch aus karol<strong>in</strong>gischer Zeit<br />

stammenden Krypta zu den bedeutendsten<br />

mittelalterlichen Sakralbauten<br />

Deutschlands<br />

Term<strong>in</strong>: Dienstag, 16. Juli,<br />

14:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Michaelskirche<br />

Gebühr: 1,00 Euro<br />

Kartenausgabe im Bürgerbüro ab<br />

Donnerstag, 4. Juli<br />

Senioren am Schützenfest<br />

Unterhaltsamer Nachmittag mit der<br />

Schützenfamilie <strong>Fulda</strong> auf dem Festplatz<br />

an der Ochsenwiese. Neben der<br />

Unterhaltung mit volkstümlicher Musik<br />

haben Interessierte die Möglichkeit,<br />

die Sportart Schießen auszuprobieren<br />

und ihre Treffsicherheit unter Beweis<br />

zu stellen.<br />

Term<strong>in</strong>e: Donnerstag, 1. August,<br />

15:00 – 17:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Festplatz Ochsenwiese,<br />

Gaststätte<br />

Gebühr: frei<br />

Ke<strong>in</strong>e Kartenausgabe<br />

Seniorenprogramm Ziehers-Süd:<br />

Ausflug <strong>in</strong> und um <strong>Fulda</strong><br />

Busfahrt mit dem L<strong>in</strong>ienbus zur Wasserkuppe.<br />

Wir wandern und genießen<br />

die herrliche Aussicht.<br />

Veranstalter: Nachbarschaftshilfe <strong>Fulda</strong><br />

Term<strong>in</strong>: Donnerstag, 22. August,<br />

13:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Michaelskirche<br />

Gebühr: 3,00 Euro<br />

Anmeldung: Tel. 4801404<br />

Seniorenfahrten<br />

Im September werden an verschiedenen<br />

Tagen die Nachmittagsfahrten für<br />

ältere Mitbürger<strong>in</strong>nen und Mitbürger<br />

der Stadt <strong>Fulda</strong> durchgeführt. Bei der<br />

Panoramafahrt erläutern Mitglieder<br />

des Rhönklub Zweigvere<strong>in</strong>s <strong>Fulda</strong> die<br />

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand<br />

und alte Er<strong>in</strong>nerungen werden aufgefrischt.<br />

Die Fahrt startet jeweils um<br />

13:00 Uhr und um 18:00 Uhr werden<br />

die Teilnehmer/<strong>in</strong>nen wieder am Startpunkt<br />

e<strong>in</strong>treffen. Es gibt folgende Abfahrtsorte:<br />

Schlosstheater<br />

(Montag, 9., Dienstag, 10., Mittwoch, 11.,<br />

Montag, 16., Dienstag, 17.),<br />

Ziehers-Nord:<br />

Platz der weißen Rose (Donnerstag 12.),<br />

Lüdermünd:<br />

Bushaltestelle und<br />

Aschenberg:<br />

Aschenbergplatz (Mittwoch, 18. )<br />

Ziehers-Süd:<br />

Dr.-Höfl<strong>in</strong>g-Str. (Donnerstag, 19.),<br />

Horas:<br />

Hedwigstift (Mittwoch 25.)<br />

Gebühr: 3,00 Euro<br />

(Busfahrt, Vesperbrot)<br />

Kartenausgabe im Bürgerbüro ab<br />

Donnerstag, 29. August<br />

Seniorenprogramm Ziehers-Süd:<br />

Spiele und Spaß für ältere<br />

Menschen<br />

Brettspiele, wie Halma, Mensch-Ärger-<br />

Dich-Nicht oder Mühle s<strong>in</strong>d Spiele für<br />

jeden unabhängig vom Alter. Das Spielen<br />

bereitet nicht nur große Freude,<br />

sondern fördert die Konzentration, das<br />

logische Denken und regt dazu noch<br />

den Kreislauf an.<br />

Term<strong>in</strong>e: Montag, 30. September,<br />

15:00 – 16:30 Uhr<br />

Ort: Seniorenbüro Ziehers-Süd,<br />

Dr.-Höfl<strong>in</strong>g-Straße 2<br />

Gebühr: frei<br />

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Blick h<strong>in</strong>ter die Kulissen<br />

Das komplette Programm der Volkshochschule der Stadt <strong>Fulda</strong> ist <strong>in</strong> der Volkshochschule Unterm Heilig Kreuz oder im<br />

Bürgerbüro erhältlich.<br />

Im Rahmen der Veranstaltungs-Reihe „Blick h<strong>in</strong>ter die Kulissen“ stehen bekannte und weniger bekannte <strong>Fulda</strong>er Institutionen<br />

und E<strong>in</strong>richtungen, die normalerweise nicht so e<strong>in</strong>fach zugänglich s<strong>in</strong>d, auf dem Programm.<br />

E<strong>in</strong>e frühzeitige Anmeldung <strong>in</strong> der Volkshochschule, Unterm Hl. Kreuz, Telefon 0661 102-1477, ist erforderlich.<br />

Hospiz St. Elisabeth zu <strong>Fulda</strong><br />

Term<strong>in</strong>: Jeden 1. Mittwoch im Monat<br />

Mittwoch, 3. Juli,<br />

Mittwoch, 7. August,<br />

Mittwoch, 4. September<br />

jeweils um 16:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Sie erreichen das Hospiz<br />

über den alten E<strong>in</strong>gang des<br />

Herz-Jesu-Krankenhauses<br />

<strong>in</strong> der Buttlarstraße 74.<br />

Zur E<strong>in</strong>richtung fährt die Busl<strong>in</strong>ie 1,<br />

Richtung Aschenberg.<br />

Gebühr: Spende für die E<strong>in</strong>richtung<br />

Anmeldung: Tel: 86 97 66-0<br />

Turm der Stadtpfarrkirche<br />

Term<strong>in</strong>: Samstag, 6. Juli, und<br />

Samstag, 10. August<br />

Samstag, 7. September<br />

jeweils 10:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Hauptportal der Stadtpfarrkirche<br />

Gebühr: 5,00 Euro Spende für die<br />

Orgel<br />

Bibliothek des Bischöflichen<br />

Priestersem<strong>in</strong>ars<br />

Franziskanerkloster auf dem<br />

Frauenberg<br />

Term<strong>in</strong>: Mittwoch, 11. September,<br />

15:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Klosterkirche<br />

Gebühr: 5,00 Euro<br />

Historische Sammlungen <strong>in</strong> der<br />

Bibliothek des Bischöflichen<br />

Priestersem<strong>in</strong>ars<br />

Term<strong>in</strong>: Freitag, 30. August,<br />

15:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Eduard-Schick-<br />

Platz 5<br />

Gebühr: frei<br />

Anmeldung: Tel: 87531<br />

Term<strong>in</strong>: Freitag, 20. September<br />

15:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Eduard-Schick-<br />

Platz 5<br />

Gebühr: 3,50 Euro<br />

Älter werden <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong><br />

Seniorenwoche<br />

Vom 22. bis 27. April fand zum ersten Mal<br />

die <strong>Fulda</strong>er Seniorenwoche statt. Mit e<strong>in</strong>em<br />

gelungenen Auftakt im Bonifatiushaus<br />

konnten bei e<strong>in</strong>em Markt der Möglichkeiten<br />

verschiedene Institutionen<br />

und Vere<strong>in</strong>e ihre Seniorenarbeit und<br />

-angebote vorstellen. Innerhalb der Woche<br />

zeigte das Programm mehr als 100<br />

Veranstaltungen auf. Von diversen Vorträgen,<br />

Ausflügen und Aktionen rund<br />

um Freizeit und Gesundheit war alles<br />

dabei. Auch generationsübergreifende<br />

Projekte waren e<strong>in</strong> neues Wagnis. Mit<br />

Erfolg haben sich Jung und Alt zusammengefunden<br />

und geme<strong>in</strong>sam musiziert,<br />

gemalt und Kaffee getrunken. Das<br />

Konzert durch den Petersburger Salon<br />

am 27. April sorgte für e<strong>in</strong>en würdevollen<br />

Abschluss. Die Seniorenwoche war<br />

so bunt und vielfältig wie die <strong>Fulda</strong>er<br />

Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger. Das Seniorenbüro<br />

der Stadt <strong>Fulda</strong> ist sich e<strong>in</strong>ig: „E<strong>in</strong>e<br />

Seniorenwoche <strong>in</strong> Zukunft? Gerne wieder!“<br />

jt<br />

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Kreuz und Quer durchs Heimatland<br />

In unserer näheren Umgebung gibt es sehr viele <strong>in</strong>teressante Sehenswürdigkeiten, die man sich immer schon mal anschauen wollte.<br />

Wir fahren mit Bus und Bahn zu regionalen Zielen und lernen e<strong>in</strong>iges Wissenswertes aus unserer Heimat.<br />

Zur Planung ist e<strong>in</strong>e frühzeitige Anmeldung bei der VHS, Tel.: 102 - 14 77, oder im Seniorenbüro, Tel.: 102 - 19 72, s<strong>in</strong>nvoll.<br />

Seligenstadt am Ma<strong>in</strong><br />

Kle<strong>in</strong>e Gassen, malerische W<strong>in</strong>kel und<br />

gepflegte, farbenprächtige Fachwerkhäuser<br />

aus verschiedenen Epochen dokumentieren<br />

die über 1000-jährige<br />

Stadtgeschichte. E<strong>in</strong>drucksvolle Sehenswürdigkeiten<br />

s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>e ehemalige Benedikt<strong>in</strong>erabtei<br />

und e<strong>in</strong> Apothekergarten.<br />

Die Gassen rund um den malerischen<br />

Marktplatz laden zum Bummeln e<strong>in</strong>.<br />

Wir fahren mit dem Zug nach Seligenstadt<br />

und schauen uns die verschiedenen<br />

Sehenswürdigkeiten an.<br />

Term<strong>in</strong>: Donnerstag, 11. Juli,<br />

8:45 – ca. 18:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Bahnhof vor der Bahnhofsmission<br />

Gebühr: 15,00 Euro<br />

Melsungen mit Werksbesichtigung<br />

Firma B. Braun<br />

Das um 800 erstmals erwähnte Melsungen<br />

ist e<strong>in</strong> wahres Schmuckstück historischer<br />

Baukunst. Nicht nur das Rathaus<br />

– die ganze Altstadt sche<strong>in</strong>t sich seit<br />

Jahrhunderten kaum verändert zu haben.<br />

Wir fahren mit dem Zug nach Melsungen<br />

und machen e<strong>in</strong>en Rundgang<br />

durch die historische Altstadt.<br />

Nach der Mittagspause besichtigen wir<br />

die Firma B. Braun. Sie ist weltweit e<strong>in</strong>er<br />

der größten Anbieter für Produkte und<br />

Dienstleistungen auf dem Gebiet der<br />

Gesundheitsversorgung.<br />

Term<strong>in</strong>: Dienstag, 30. Juli,<br />

9:00 – ca. 18:00 Uhr<br />

Treffpunkt: Bahnhof <strong>Fulda</strong>, Information<br />

Gebühr: 15,00 Euro<br />

Anmeldung: bis 22. Juli 2013 notwendig<br />

An den Veranstaltungen können alle<br />

<strong>Fulda</strong>er Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger, die<br />

über 65 Jahre alt s<strong>in</strong>d (mit jüngeren<br />

Ehepartner<strong>in</strong>nen oder Ehepartnern)<br />

teilnehmen. Karten für die Veranstaltungen<br />

erhalten Sie im Bürgerbüro im<br />

Stadtschloss.<br />

Fast alle Veranstaltungen s<strong>in</strong>d für gehbeh<strong>in</strong>derte<br />

Menschen geeignet. Bitte<br />

fragen Sie uns, wenn Sie Probleme befürchten.<br />

Term<strong>in</strong>änderungen aus organisatorischen<br />

Gründen s<strong>in</strong>d möglich.<br />

Eisenach und Wartburg<br />

Eisenach, die Geburtsstadt von Johann<br />

Sebastian Bach, ist e<strong>in</strong> <strong>in</strong>teressantes Ziel<br />

für e<strong>in</strong>en Tagesausflug. Wir fahren mit<br />

dem Zug nach Eisenach und besichtigen<br />

die Wartburg, die seit 1999 zu den<br />

UNESCO-Welterbestätten der Menschheit<br />

zählt. Am Nachmittag besteht die<br />

Möglichkeit, das Bachhaus, <strong>in</strong> dem E<strong>in</strong>blicke<br />

<strong>in</strong> das Leben und Wirken des großen<br />

Musikers vermittelt werden, oder<br />

das Automobilmuseum zu besichtigen.<br />

Neben Wartburg, Bach- und Lutherhaus<br />

bietet Eisenach auch e<strong>in</strong>e gemütliche<br />

Altstadt, <strong>in</strong> der wir anschließend noch<br />

etwas bummeln können.<br />

Term<strong>in</strong>: Donnerstag, 22. August,<br />

8:00 – 19.00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Infozentrum am<br />

Bahnhof<br />

Gebühr: 20,00 Euro (Fahrt, Bus und<br />

E<strong>in</strong>tritt)<br />

Hann. Münden – Wo Werra sich<br />

und <strong>Fulda</strong> küssen …<br />

Schon Alexander von Humboldt bezeichnete<br />

diese Stadt als e<strong>in</strong>e „der sieben<br />

schönst gelegenen Städte der Welt“.<br />

Über 700 Fachwerkhäuser, über 100 historische<br />

Türen, Reste e<strong>in</strong>er alten Stadtmauer,<br />

e<strong>in</strong> historisches Rathaus im Stil<br />

der Weserrenaissance mit dem Doktor-<br />

Eisenbart Glockenspiel und vieles mehr<br />

kann man dort sehen.<br />

E<strong>in</strong>e Drei-Flüsse-Rundfahrt sowie die<br />

Turmbesteigung e<strong>in</strong>er alten Kirche mit<br />

Türmerwohnung s<strong>in</strong>d vorgesehen. Bitte<br />

e<strong>in</strong>e Taschenlampe für die Turmbesteigung<br />

mitbr<strong>in</strong>gen.<br />

Term<strong>in</strong>: Samstag, 7. September,<br />

8:00 – 20:00 Uhr<br />

Treffpunkt: E<strong>in</strong>gang Infozentrum am<br />

Bahnhof<br />

Gebühr: 20,00 Euro (Fahrt,<br />

Schifffahrt und Führung)<br />

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Aktiv im Alter<br />

Informationen über weitere Veranstaltungen<br />

für Senioren erhalten Sie vom<br />

Amt für Jugend und Familie der Stadt<br />

<strong>Fulda</strong>, Senioren und bürgerschaftliches<br />

Engagement bei Gisela Wehr-Tiemeier,<br />

Bonifatiusplatz 1+3, Telefon 0661 102-1972.<br />

Volkslieders<strong>in</strong>gen<br />

Wir möchten alle Interessierten, die<br />

Freude am Gesang und am heimischen<br />

Liedgut haben, dazu animieren,<br />

aktiv zu werden. Die Begleitung der<br />

Lieder durch steirische Harmonikas erleichtert<br />

den Gesang und Liedtexte<br />

werden verteilt.<br />

Term<strong>in</strong>: jeden 1. Donnerstag im<br />

Monat (4. Juli, 1. August,<br />

5. September)<br />

15:00 – 16:30 Uhr<br />

Treffpunkt: Vortragssaal im Vonderau<br />

Museum (E<strong>in</strong>gang Innenhof)<br />

Gebühr: 1,00 Euro pro Term<strong>in</strong><br />

Wandern <strong>in</strong> der näheren<br />

Umgebung<br />

Auch wenn die Wege und Strecken für ungeübte Wanderer geeignet s<strong>in</strong>d, empfiehlt<br />

sich trotzdem robustes Schuhwerk und Rucksackverpflegung (vor allem Getränke).<br />

E<strong>in</strong>e Anmeldung, Telefon 102-1477, erleichtert die Planung.<br />

Schnepfenkapelle<br />

Wir fahren mit dem Bus nach Malkes<br />

und wandern von dort zur Schnepfenkapelle.<br />

Nach dem Kaffeetr<strong>in</strong>ken <strong>in</strong> der Körbelshütte<br />

wandern wir bergab nach<br />

Bimbach und fahren von Bimbach aus<br />

mit dem Bus wieder nach <strong>Fulda</strong>. Die<br />

Strecke ist ca. 7 km lang.<br />

Term<strong>in</strong>: Mittwoch, 10. Juli,<br />

13:00 – 18:00 Uhr<br />

Treffpunkt: 13:00 Uhr Heertor am<br />

Busbahnhof Stadtschloss<br />

Gebühr: 4,00 Euro<br />

Von Dietges über Danzwiesen<br />

zum Grabenhöfchen<br />

Wir fahren mit dem Bus nach Dietges.<br />

Von dort laufen wir ca. 12 km durch Wald<br />

und Flur zum Fuß der Milseburg. Nach<br />

e<strong>in</strong>er E<strong>in</strong>kehr gehen wir zum Grabenhöfchen<br />

und fahren von dort aus mit<br />

dem Bus wieder nach <strong>Fulda</strong>.<br />

Term<strong>in</strong>: Mittwoch, 17. Juli,<br />

9:00 – 16:00 Uhr<br />

Treffpunkt: 9:00 Uhr ZOB an der<br />

Treppe oben<br />

Gebühr: 8,00 Euro<br />

man sich doch e<strong>in</strong>mal für <strong>Fulda</strong>s Stadtheiligen<br />

Zeit nehmen.<br />

Term<strong>in</strong>: Dienstag, 3. September,<br />

9:00 – 16:00 Uhr<br />

Treffpunkt: 14:00 Uhr Busbahnhof<br />

Stadtschloss, Busl<strong>in</strong>ie 2,<br />

Richtung Pozzistraße,<br />

oder 14:30 Uhr Bushaltestelle<br />

Dokkumstraße<br />

Gebühr: 3,50 Euro<br />

Auf den „Spuren“ des heiligen<br />

Bonifatius <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong><br />

Vom Aschenberg über den Frauenberg<br />

bis <strong>in</strong> die Innenstadt werden <strong>in</strong>teressierte<br />

Personen auf vielfältige und abwechslungsreiche<br />

Weise Bonifatius<br />

anhand von Kirchen, Statuen, Gemälden,<br />

Gedenkstätten und Straßenschildern<br />

kennenlernen. Zu den e<strong>in</strong>zelnen<br />

Darstellungen werden von Editha<br />

Fuchs Erläuterungen und Erklärungen<br />

aus dem Leben und Wirken von Bonifatius<br />

gegeben. Dieser Weg ist zwar<br />

ke<strong>in</strong>e 180 km lang wie die Bonifatiusroute,<br />

aber etwa zwei Stunden sollte<br />

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Aus den Stadtteilen<br />

Bronnzell<br />

27. und 28. Juli 2013<br />

Sportwochenende auf dem Sportplatz<br />

SG Viktoria Bronnzell<br />

17. August 2013<br />

Garagenfest<br />

K64 Bronnzell<br />

24. und 25. August 2013<br />

Erbsensuppenfest<br />

Feuerwehr Bronnzell<br />

01. September 2013<br />

Geme<strong>in</strong>defest der Ev. Kirchengeme<strong>in</strong>de<br />

Friedenskirche Bronnzell<br />

14. September 2013<br />

Basar des K<strong>in</strong>dergartens Bronnzell<br />

Bürgerhaus<br />

15. September 2013<br />

Liedernachmittag des Gemischten<br />

Chores Musica Viva Bronnzell<br />

Dietershan<br />

31. August 2013<br />

JEFF-Sommerfest<br />

Edelzell<br />

07. Juli 2013<br />

Ökumenische Sternwallfahrt zum<br />

Florenberg<br />

23. bis 25. August 2013<br />

Sportfest, SGE<br />

31. August 2013<br />

Altpapiersammlung, SGE<br />

01. September 2013<br />

Backhausfest<br />

Gesangvere<strong>in</strong> Rhönklang<br />

25. September 2013<br />

Seniorenfahrt<br />

29. September 2013<br />

Oktoberfest, FFW<br />

Gläserzell<br />

05. Juli 2013<br />

S<strong>in</strong>gkreis<br />

Backhaus<br />

22. Juli 2013<br />

Abendwanderung<br />

S<strong>in</strong>gkreis<br />

23. Juli 2013<br />

Seniorentagesfahrt<br />

Ortsbeirat<br />

05. August 2013<br />

Abendwanderung<br />

S<strong>in</strong>gkreis<br />

17. August 2013<br />

Rochus Wallfahrt<br />

19. August 2013<br />

1. Chorprobe nach den Ferien<br />

S<strong>in</strong>gkreis<br />

03. September 2013<br />

Tagesfahrt<br />

Seniorengeme<strong>in</strong>schaft<br />

21. September 2013<br />

Herbstwanderung<br />

S<strong>in</strong>gkreis<br />

Haimbach<br />

24. Juli 2013<br />

Rosenkranzgebet <strong>in</strong> der Schulzenbergkapelle<br />

kfd St. Markus<br />

10. August 2013, 20:00 Uhr<br />

Poesie mit Rudolf Herget<br />

Schulzenberg<br />

23. bis 25. August 2013<br />

Sportfest, HSV<br />

24. August 2013<br />

Bamb<strong>in</strong>ilauf des HSV – wir nehmen teil<br />

Kita Ahornbaum<br />

28. August 2013<br />

Hl. Messe mit anschlies sendem Frühstück<br />

kfd St. Markus<br />

31. August bis 01. September 2013<br />

E<strong>in</strong>weihung Vere<strong>in</strong>shaus<br />

CCH<br />

11. September 2013<br />

Mittwochswanderung<br />

HSV<br />

12. September 2013<br />

Wallfahrt nach Kle<strong>in</strong>heiligkreuz<br />

Kfd St. Markus<br />

19. September 2013<br />

Dekanatsnachmittag <strong>in</strong> St. Hubertus,<br />

Oberrode, kfd St. Markus<br />

21. September 2013<br />

51. Motorradgottesdienst, 14:00 Uhr<br />

St. Markus<br />

25. September 2013<br />

Hl. Messe mit anschlies sendem Frühstück,<br />

kfd St. Markus<br />

29. September 2013<br />

Kirchenvorstandswahl<br />

Ev. Kreuzkirche<br />

Johannesberg<br />

05. bis 07. Juli 2013<br />

Messdiener der Pfarrei Johannesberg<br />

11. bis 14. Juli 2013<br />

KFD-Fahrt <strong>in</strong> den Elsass<br />

12. bis 15. August 2013<br />

Jugendfeuerwehren on Tour<br />

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15. August 2013<br />

Andacht an der Lourdesgrotte mit<br />

Kräuterweihe<br />

04. September 2013<br />

Seniorenfahrten des Kirchspiels<br />

08. September 2013<br />

Tag des offenen Denkmals<br />

<strong>in</strong> der Propstei Johannesberg<br />

14. September 2013<br />

100 Jahre Kaisereiche & 100 Jahre<br />

Dorfeiche <strong>in</strong> Johannesberg<br />

Backhausfest der FFW Johannesberg<br />

20. September 2013<br />

Messe an der Grotte<br />

28. September 2013<br />

Bayerischer Abend im VZ<br />

mit dem Musikvere<strong>in</strong> Harmerz<br />

Kämmerzell<br />

16. bis 23. August 2013<br />

Rochusoktav<br />

28. August 2013<br />

Seniorenfahrt<br />

Ortsbeirat<br />

14. September 2013<br />

Altpapierconta<strong>in</strong>ersammlung<br />

29. September 2013<br />

Herbstf lohmarkt der Mutter-K<strong>in</strong>d-<br />

Gruppe<br />

Malkes<br />

03. und 04. August 2013<br />

Backhaus- und Jakobusfest<br />

Niesig<br />

25. August 2013<br />

Familienfahrt zum Nürnberger Zoo<br />

Rhönklub Zweigvere<strong>in</strong> Niesig e.V.<br />

Sickels<br />

15. August 2013, 20:00 Uhr<br />

Maria Himmelfahrt – Gottesdienst an<br />

der Grotte Sickels mit anschlies sender<br />

Lichterprozession<br />

31. August und 01. September 2013<br />

Backhausfest <strong>in</strong> der „olle Gass“<br />

(Mariengrotte)<br />

06. bis 09. September 2013<br />

Sportfest<br />

SG Sickels<br />

31. Bundestreffen des Heimatkreises Leitmeritz<br />

Seit 52 Jahren besteht die Patenschaft<br />

zwischen <strong>Fulda</strong> und der Stadt Leitmeritz.<br />

Diese wurde am 5. August 1961 gegründet.<br />

Am Wochenende vom 30. August bis<br />

1. September 2013 f<strong>in</strong>det das 31. Bundestreffen<br />

der Leitmeritzer im <strong>Fulda</strong>er<br />

Parkhotel Kolp<strong>in</strong>ghaus statt.<br />

Am Samstag ist um 11:00 Uhr die<br />

Kranzniederlegung am Mahnmal für<br />

die Opfer der Vertreibung am Domplatz<br />

unterhalb der<br />

Michaelskirche.<br />

Dr. Wolfgang Hamberger<br />

wird die Gedenkrede<br />

halten.<br />

Die musikalische<br />

Umrahmung wird<br />

vom Blechbläserensemble<br />

„<strong>Fulda</strong><br />

Brass“ gestaltet.<br />

Am Samstagabend<br />

um 19:00 Uhr treffen<br />

sich die Leitmeritzer<br />

und ihre Gäste<br />

zum Begrüßungsabend, der von der<br />

„Stubenmusik Sattler“ untermalt wird.<br />

Am Sonntag f<strong>in</strong>det für beide Konfessionen<br />

je e<strong>in</strong> Gottesdienst im Dom (9:30<br />

Uhr) bzw. <strong>in</strong> der Christuskirche (10:00<br />

Uhr) statt. E<strong>in</strong> Empfang durch den<br />

<strong>Fulda</strong>er Magistrat schließt sich um<br />

11:00 Uhr im Fürstensaal an.<br />

Der Heimatkreis lädt alle Bürger<strong>in</strong>nen<br />

und Bürger zu diesem Treffen e<strong>in</strong>.<br />

Dorothea Axt<br />

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Programm der<br />

Musikschule der Stadt <strong>Fulda</strong><br />

Juli 2013<br />

Montag, 01. Juli, 18:30 Uhr<br />

Trompetenklasse Jürgen Vautz<br />

Klassenkonzert mit Teilnehmern aller<br />

Alters- und Leistungsstufen<br />

Gewölbekeller der Musikschule<br />

Mittwoch, 03. Juli, 19:15 Uhr<br />

(E-)Gitarrenklasse Kurt Adolph<br />

Klassenkonzert mit Teilnehmern aller<br />

Alters- und Leistungsstufen<br />

Gewölbekeller der Musikschule<br />

August 2013<br />

Freitag, 02. August, 19:00 Uhr<br />

F<strong>in</strong>ale Pianale<br />

International Piano Competition<br />

Mozart Klavierkonzerte <strong>in</strong> Orig<strong>in</strong>alfassung<br />

mit Streichquartett<br />

Münsterfeldhalle<br />

Samstag, 24. August,<br />

10:30 Uhr bis 12:30 Uhr<br />

Schnuppertag<br />

Musikschule<br />

September 2013<br />

Samstag, 14. September,<br />

13:30 Uhr bis 18:00 Uhr<br />

Musikschulfest<br />

Musikschule<br />

Sonntag, 22. September, 11:00 Uhr<br />

ABBA & BEATLES<br />

Geme<strong>in</strong>sames Projektkonzert der<br />

Querflötenensembles „TopThe Flute“<br />

(Musikschule <strong>Fulda</strong>) und „Con Flauto“<br />

(Musikschule S<strong>in</strong>sheim)<br />

Leitung: Stephanie Vautz und Anke<br />

Palmer<br />

Aula der Alten Universität<br />

Sonntag, 29. September, 11:00 Uhr<br />

Sitzkissenkonzert<br />

für K<strong>in</strong>der im Grundschulalter<br />

Kooperation der Städtischen Musikschule<br />

mit dem Kammerorchester der<br />

Jugend sowie den Chören am Dom.<br />

Aula der Alten Universität<br />

Wir gratulieren<br />

Jeweils zwei Karten für die Illusions-Show von Hans Klok <strong>in</strong> der<br />

Esperanto Halle hatten<br />

Heike Enders aus <strong>Fulda</strong> und Volker Völler aus <strong>Fulda</strong><br />

gewonnen.<br />

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Programm des Planetariums<br />

Programm Juli bis September 2013<br />

Informationen unter<br />

Tel. 0661-92835-12; Di. bis So. von 10:00–17:00 Uhr<br />

E<strong>in</strong>e telefonische Platzreservierung wird empfohlen.<br />

www.museum-fulda.de<br />

Astromärchen für K<strong>in</strong>der<br />

ab 4 Jahren<br />

Wer hat den Mars rot angemalt?<br />

So 28.07. 10:30<br />

Wenn die Sterne vom Himmel fallen<br />

So 07.07. 10:30<br />

So 21.07. 10:30<br />

So 04.08. 10:30<br />

So 01.09. 10:30<br />

Lars, der kle<strong>in</strong>e Eisbär<br />

So 14.07. 10:30<br />

Sa 03.08. 14:30<br />

So 08.09. 10:30<br />

Die Maus im Mond<br />

So 11.08. 10:30<br />

Lisa und 1, 2, 3 Sterne<br />

So 18.08. 10:30<br />

So 15.09. 10:30<br />

Die Rettung der Sternenfee Mira<br />

So 25.08. 10:30<br />

Ausflug <strong>in</strong>s Universum<br />

So 29.09. 10:30<br />

Für Jugendliche und K<strong>in</strong>der<br />

ab 6 Jahren<br />

Himmelswegweiser<br />

Sa 06.07. 14:30<br />

Sa 17.08. 14:30<br />

Sa 21.09. 14:30<br />

Testflug XAC-001 (R.A. – Episode VIII)<br />

Sa 20.07. 14:30<br />

So 25.08. 14:30<br />

So 28.09. 14:30<br />

Schnitzeljagd durch das Universum<br />

So 18.08. 14:30<br />

Sa 24.08. 14:30<br />

Sa 22.09. 10:30<br />

Planetenschnuppertour (R.A. – Episode I)<br />

Sa 13.07. 14:30<br />

So 28.07. 14:30<br />

So 11.08. 15:30<br />

So 01.09. 14:30<br />

Sa 21.09. 15:30<br />

Für Erwachsene, Jugendliche<br />

und K<strong>in</strong>der ab 10 Jahren<br />

Welt der Galaxien (R.A. – Episode VII)<br />

So 08.09. 14:30<br />

Sternhimmel heute Nacht<br />

Fr 05.07. 19:00<br />

So 07.07. 14:30<br />

Sa 13.07. 15:30<br />

Fr 02.08. 19:00<br />

So 11.08. 14:30<br />

So 25.08. 15:30<br />

Fr 13.09. 19:00<br />

So 15.09. 14:30<br />

Sa 22.09. 14:30<br />

E<strong>in</strong>mal Mond und zurück (R.A.– Episode IX)<br />

Sa 03.08. 15:30<br />

Sa 31.08. 15:30<br />

Sa 22.09. 15:30<br />

Space Discovery<br />

Sa 06.07. 15:30<br />

So 21.07. 14:30<br />

Sa 27.07. 15:30<br />

Sa 10.08. 14:30<br />

So 18.08. 15:30<br />

So 01.09. 15:30<br />

So 15.09. 15:30<br />

Das Universum<br />

Sa 20.07. 15:30<br />

Sa 07.09. 15:30<br />

Ist da noch wer?<br />

Sa 27.07. 14:30<br />

Fr 09.08. 19:00<br />

Sa 24.08. 15:30<br />

So 08.09. 15:30<br />

So 29.09. 15:30<br />

Vom Leben der Sterne (R.A. – Episode IV)<br />

So 28.07. 15:30<br />

Sa 31.08. 14:30<br />

So 29.09. 14:30<br />

Mars, der rote Planet (R.A. – Episode VI)<br />

Sa 10.08. 15:30<br />

Das Hubble-Space-Telescope<br />

Fr 30.08. 19:00<br />

Sa 14.09. 15:30<br />

Jupiter, der Riesenplanet (R.A. – Episode V)<br />

Fr 20.09. 19:00<br />

Für Erwachsene und<br />

<strong>in</strong>teressierte Jugendliche<br />

Kosmische Horizonte<br />

Sa 17.08. 15:30<br />

Fr 23.08. 19:00<br />

Fr 06.09. 19:00<br />

Sa 14.09. 14:30<br />

So 28.09. 15:30<br />

Kernkraftwerk Sonne<br />

So 07.07. 15:30<br />

Weiße Nächte im Norden<br />

Fr 12.07. 19:00<br />

So 21.07. 15:30<br />

So 04.08. 15:30<br />

Augen im All<br />

So 14.07. 14:30<br />

So 27.09. 19:00<br />

Orchideen – Wunder der Evolution<br />

So 14.07. 15:30<br />

Sterne des Südens<br />

Fr 19.07. 19:00<br />

So 04.08. 14:30<br />

Fr 16.08. 19:00<br />

108 M<strong>in</strong>uten und die Zeit danach<br />

Fr 26.07. 19:00<br />

Die Kometenjäger<br />

Sa 07.09. 14:30<br />

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Sonderausstellungen und<br />

Veranstaltungen im Museum<br />

Juli bis September 2013<br />

Weitere Informationen f<strong>in</strong>den Sie<br />

unter www.museum-fulda.de<br />

Sonderausstellungen<br />

Franz Erhard Walther –<br />

Planzeichnungen<br />

zur Ausstellung „De l‘orig<strong>in</strong>e de la<br />

sculpture, 1958-2009“<br />

bis 4. August 2013<br />

Die Entstehung der Skulptur (De l’orig<strong>in</strong>e<br />

de la sculpture, 1958-2009) lautete der Titel<br />

e<strong>in</strong>er monumentalen Retrospektive<br />

von Franz Erhard Walther, die im Jahr<br />

2010 im Musée d’Art Moderne et Contempora<strong>in</strong><br />

<strong>in</strong> Genf gezeigt wurde. Die Ausstellung<br />

würdigte den Beitrag des heute<br />

wieder <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> lebenden Künstlers<br />

<strong>in</strong> der Kunst der 2. Hälfte des 20.<br />

Jahrhunderts und hat e<strong>in</strong> großes<br />

Interesse der <strong>in</strong>ternationalen zeitgenössischen<br />

Kunstszene auf sich<br />

gelenkt. Unmittelbar im Anschluss<br />

an die Präsentation dokumentierte<br />

Franz Erhard Walther alle Ausstellungsräume<br />

und -objekte. In se<strong>in</strong>en<br />

Planzeichnungen wird die große<br />

Retrospektive des Künstlers nun<br />

„en m<strong>in</strong>iature“ sichtbar und vermittelt<br />

e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>maligen und authentischen<br />

E<strong>in</strong>blick <strong>in</strong> die erfolgreiche<br />

Ausstellung von Genf.<br />

Walter M. Rammler –<br />

„The Last Shoot<strong>in</strong>g ... <strong>in</strong> der Glenn<br />

Miller Straße 1 “<br />

28. Juni bis 18. August 2013<br />

Als Assistent <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em großen Fotostudio<br />

<strong>in</strong> Nürnberg hat Walter Rammler<br />

angefangen und die Arbeit im Foto-<br />

Atelier der Werbeagentur creart fortgesetzt.<br />

Mit dem Sprung <strong>in</strong> die Selbstständigkeit<br />

erwarb er das K<strong>in</strong>o der aus<br />

<strong>Fulda</strong> abgezogenen amerikanischen<br />

Streitkräfte <strong>in</strong> der Glenn Miller Straße 1<br />

und richtete dort e<strong>in</strong> großes Fotoatelier<br />

e<strong>in</strong>. Nach dem Verkauf hatte<br />

ihn das Atelier aber noch nicht ganz<br />

losgelassen. Als er e<strong>in</strong>es Abends vorbei<br />

fuhr und das offene Gebäude<br />

sah, fotografierte er die Architektur<br />

im Umbau. Er war begeistert vom<br />

Licht, das <strong>in</strong> das ehemalige K<strong>in</strong>o fiel.<br />

Jedoch fehlte ihm das Leben, das immer<br />

im Atelier war. So fotografierte<br />

er die Stationen noch e<strong>in</strong>mal mit e<strong>in</strong>em<br />

Model, um dem ehemaligen<br />

K<strong>in</strong>o wieder Leben e<strong>in</strong>zuhauchen.<br />

„The last shoot<strong>in</strong>g ...“<br />

Peter Blum – NOW!!!<br />

22. August bis 22. September 2013<br />

Peter Blum gehört zu der Generation<br />

„german artists“, die sich konsequent<br />

zur Malerei bekennen und e<strong>in</strong>e realistische<br />

Haltung <strong>in</strong> ihren Bildern vertreten.<br />

Mit der Qualität se<strong>in</strong>er Arbeiten<br />

steht er <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Riege mit den großen<br />

Namen der angesagten Realisten. Dabei<br />

unterscheidet sich se<strong>in</strong>e Art der<br />

Darstellung fundamental von der e<strong>in</strong>es<br />

Neo Rauch (Leipziger Schule), aber<br />

auch von der unterkühlten Ästhetik<br />

der Norddeutschen Fotorealisten.<br />

Blums Bilder s<strong>in</strong>d <strong>in</strong><br />

vielerlei H<strong>in</strong>sicht wesentlich provokanter<br />

als diese, dabei s<strong>in</strong>nlich,<br />

von h<strong>in</strong>tergründigem Witz und<br />

unverschämt ästhetisch, selbst<br />

wenn er sich mit vordergründig<br />

hässlichen Themen ause<strong>in</strong>andersetzt.<br />

Nach dem Stipendium<br />

der Kunststation Kle<strong>in</strong>sassen ist<br />

er der Region treu geblieben und<br />

entwickelt seither se<strong>in</strong>en Stil<br />

weiter.<br />

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Veranstaltungen<br />

7. Juli 2013, 15:00 Uhr:<br />

Die Planzeichnungen zur Genfer<br />

Ausstellung<br />

Sonntags-Führung und Rundgang mit<br />

Franz Erhard Walther durch se<strong>in</strong>e Ausstellung.<br />

Die Besucher erhalten die besondere<br />

Gelegenheit, sich die große<br />

Walther-Retrospektive im Genfer Museum<br />

von 2010 sozusagen „en m<strong>in</strong>iature“<br />

vom Künstler persönlich anhand se<strong>in</strong>er<br />

„Planzeichnungen“ vorstellen zu lassen<br />

und mit ihm <strong>in</strong>s persönliche Gespräch<br />

zu kommen.<br />

11. August 2013, 15:00 Uhr:<br />

Was macht Napoleon im Vonderau<br />

Museum?<br />

Sonntags-Führung für Familien mit K<strong>in</strong>dern,<br />

bei der die jungen Besucher alles<br />

fragen dürfen, was sie schon immer fragen<br />

und wissen wollten. Wir gehen auf<br />

die Suche nach den Spuren, die Kaiser<br />

Napoleon <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> h<strong>in</strong>terlassen hat. Führung:<br />

Kornelia Wagner.<br />

15. August 2013, 17:00 – 20:00 Uhr<br />

Malerische Reise <strong>in</strong> die Wüste<br />

Kunst-Workshop für Hobbymaler mit Erfahrung,<br />

<strong>in</strong> dem zuerst das stimmungsvolle<br />

Gemälde „Assuan“ von Pedro<br />

Schmiegelow <strong>in</strong> der Dauerausstellung<br />

vorgestellt wird. Es dient als Grundlage<br />

für die eigene bildnerische Gestaltung<br />

e<strong>in</strong>er farbgewaltigen Wüstenstimmung.<br />

Aktive Unterstützung bei der<br />

Umsetzung von Skizze, Bildgestaltung<br />

und Farbgebung erhalten die Teilnehmer<br />

von Maler<strong>in</strong> Verena Kühnle<strong>in</strong>.<br />

1. September 2013, 15:00 Uhr:<br />

Drogisten, Kerzenzieher und andere<br />

Berufe<br />

Sonntags-Führung für Familien mit K<strong>in</strong>dern,<br />

bei der die jungen Besucher <strong>in</strong> der<br />

kulturgeschichtlichen Ausstellung historische<br />

Berufe vorgestellt bekommen.<br />

Geme<strong>in</strong>sam wird herausgefunden, wie<br />

der Beruf des Drogisten entstanden ist<br />

und ob es heute noch Kerzenzieher gibt.<br />

Führung: Kornelia Wagner<br />

5. September 2013, 17:00 – 20:00 Uhr<br />

E<strong>in</strong>fach Malen?!<br />

Kunst-Workshop, <strong>in</strong> dem gezeigt wird,<br />

dass Malen e<strong>in</strong>facher ist als viele me<strong>in</strong>en.<br />

Um e<strong>in</strong> schlüssiges, <strong>in</strong>dividuelles<br />

Bild zu kreieren, gilt es e<strong>in</strong> paar wenige<br />

Regeln zu beachten, e<strong>in</strong> augenfälliges<br />

Motiv <strong>in</strong>teressant <strong>in</strong> Szene zu setzen<br />

und Mut – wie auch Humor – zu zeigen.<br />

Aktive Unterstützung gibt es von Maler<strong>in</strong><br />

Verena Kühnle<strong>in</strong>, die die eigene<br />

künstlerische Fantasie fördern, die wichtigsten<br />

Regeln der Malerei vermitteln<br />

und mit den Teilnehmern <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Bild<br />

umsetzen wird.<br />

15. September 2013, 15:00 Uhr:<br />

Das – vielleicht – grösste Kloster<br />

nördlich der Alpen<br />

Sonntags-Führung für Familien mit K<strong>in</strong>dern,<br />

bei der die jungen Besucher <strong>in</strong> der<br />

kulturgeschichtlichen Ausstellung das<br />

Kloster <strong>Fulda</strong>, das vielleicht größte Kloster<br />

nördlich der Alpen, vorgestellt bekommen<br />

mit dem Modell der Ratger-<br />

Basilika, der Bildschirm-Präsentation<br />

und der Hands-On-Station mit e<strong>in</strong>em<br />

Schreibpult. Führung: Kornelia Wagner<br />

19. September 2013, 17:00 – 20:00 Uhr<br />

Landschaftsmalerei – Rhönblicke<br />

Kunst-Workshop für Interessierte mit<br />

Grundkenntnissen, die zunächst im<br />

Museum die spätsommerliche Milseburg<br />

von Maler Erich Heckel studieren<br />

werden. Mit den eigenen E<strong>in</strong>drücken<br />

machen sich die Workshop-Teilnehmer<br />

mit aktiver Unterstützung von Verena<br />

Kühnle<strong>in</strong> dann selbst ans Werk. Für die<br />

künstlerische Umsetzung des ganz persönlichen<br />

„Rhönblicks“ mit Acrylfarben<br />

können eigene Milseburg-Fotos mitgebracht<br />

werden.<br />

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Das Kulturamt der Stadt <strong>Fulda</strong> präsentiert<br />

Juli 2013<br />

03.07. – 20:00 Uhr<br />

Watzmann - live<br />

Esperantohalle<br />

August 2013<br />

18.08. – 15:00 Uhr<br />

Hilfe, die Olchis kommen<br />

Schlosshof<br />

25.08. – 20:00 Uhr<br />

LaBrassBanda<br />

Schlosshof<br />

30.08. – 20:00 Uhr<br />

Lena<br />

Schlosshof<br />

September 2013<br />

01.09. – 19:00 Uhr<br />

Faum<br />

Schlosshof<br />

Kulturamt <strong>Fulda</strong><br />

Tel.: 06 61 1 02-14 45 & 14 44<br />

Karten im Vorverkauf gibt es für alle<br />

Veranstaltungen im Bürgerbüro der<br />

Stadt <strong>Fulda</strong> und bei der <strong>Fulda</strong>er<br />

Zeitung (Peterstor).<br />

Telefonischer Kartenservice:<br />

06 61 28 06 44<br />

Juli<br />

„Der Watzmann ruft“<br />

Das Alpen-Rustical live <strong>in</strong> der Esperantohalle<br />

Der Berg ruft noch immer und<br />

genauso unerbittlich das Publikum.<br />

Das hatte sich ke<strong>in</strong>er der<br />

Autoren und Darsteller 1972<br />

träumen lassen, als sie aus e<strong>in</strong>er<br />

„Schnapsidee“ heraus e<strong>in</strong> „Rustikal“<br />

über den Kampf zwischen<br />

dem Berg und dem Menschen<br />

entwickelte, das über Nacht zum<br />

Kultstück wurde und es bis heute<br />

geblieben ist. Am Mittwoch, 3.<br />

Juli, kommt der „Watzmann –<br />

live“ um 20:00 Uhr auch nach<br />

<strong>Fulda</strong>, um sich <strong>in</strong> der Esperantohalle<br />

se<strong>in</strong> Opfer zu holen.<br />

Vor gut 40 Jahren wurde die<br />

schrille Alpenshow, das Rustikal<br />

von M.O. Tauchen mit Musik<br />

von Wolfgang Ambros und<br />

Liedtexten von Josie Prokopetz,<br />

zum ersten Mal aufgeführt und ist<br />

seither zum Kult gereift. Und wann immer<br />

die Protagonisten dachten, sie<br />

könnten dem Watzmann entkommen,<br />

rief das Publikum (und der Berg) sie<br />

auf die Bühne zurück.<br />

„Der Watzmann ruft“ erzählt die Geschichte<br />

e<strong>in</strong>es Bergbauern und se<strong>in</strong>es illustren<br />

Gefolges, bestehend aus Mägden,<br />

Knecht und Sohn. Letzterer, der „Bua“<br />

kann nicht widerstehen, wenn der Watzmann<br />

ruft. Doch der Berg ist nicht die e<strong>in</strong>zige<br />

Verführung <strong>in</strong> „Der Watzmann ruft“.<br />

Da wäre noch die frivole Gailtaler<strong>in</strong> – gespielt<br />

von Klaus Eberhart<strong>in</strong>ger – die den<br />

gefährlichen Aufstieg mit ihren Reizen<br />

belohnen will. „Auffi oder net auffi“, das<br />

ist hier die Frage und die wird bei „Der<br />

Watzmann ruft“ gerne lautstark ausdiskutiert.<br />

E<strong>in</strong> diabolischer Knecht mit<br />

Rock‘n‘Roll-Attitüde darf dabei genauso<br />

wenig fehlen wie die schmissige Musik<br />

unter der Leitung von Titus Vollmer. Bei<br />

„Der Watzmann ruft“ sorgen die Schauspieler<br />

– egal ob alt oder jung – mit ihrer<br />

unprätentiösen Darstellung für e<strong>in</strong> uriges<br />

Vergnügen. Getragen wird die Wirkung<br />

von „Der Watzmann ruft“ durch die<br />

ungewöhnliche Geschichte, bei der gewitzelt<br />

wird, bis die Trachten krachen!<br />

Hollaröhdulliöh!<br />

Bei der Tournee 2013 steht Co-Autor Joesi<br />

Prokopetz wieder als Bauer und erster<br />

Knecht auf der Bühne, Christoph<br />

Fälbl ist auch diesmal wieder der zweite<br />

Knecht und der Bua und als Gailtaler<strong>in</strong><br />

ist EAV-Sänger Klaus Eberhart<strong>in</strong>ger<br />

dabei. Erzähler der schaurig-schönen<br />

Geschichte kann natürlich nur Wolfgang<br />

Ambros se<strong>in</strong>, wie üblich begleitet<br />

von der No.1 vom Wienerwald.<br />

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August<br />

Hilfe, die Olchis kommen<br />

Das „Theater auf Tour“ zeigt das verrückt<br />

freche Musical für K<strong>in</strong>der ab<br />

5 Jahren am Sonntag, den 18. August<br />

2013, 15:00 Uhr open-air im <strong>Fulda</strong>er<br />

Schlosshof.<br />

Der Bürgermeister der Stadt Schmuddelf<strong>in</strong>g<br />

hat e<strong>in</strong> großes Müllproblem.<br />

Es gibt immer mehr Müll und ke<strong>in</strong>er<br />

weiß woh<strong>in</strong> damit. Da kommen ihm<br />

die Olchis gerade recht, die <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

Höhle im Wald von Schmuddelf<strong>in</strong>g<br />

leben. Sie lieben Müll und Unrat,<br />

fressen am liebsten alte Autoreifen<br />

und fluchen „schleimeschlammig“<br />

vor sich h<strong>in</strong>.<br />

Er lockt die Olchis <strong>in</strong> die Stadt und<br />

präsentiert sich als Held der Müllrettung.<br />

Doch leider hat er die Rechnung<br />

ohne die Olchis gemacht. Denn<br />

e<strong>in</strong> Olchi isst wann er will, wo er will<br />

und solange er will. Die Katastrophe<br />

nimmt ihren Lauf.<br />

Karten für das K<strong>in</strong>derstück von Erhard<br />

Dietl erhalten Sie im Vorverkauf bei der<br />

<strong>Fulda</strong>er Zeitung (Peterstor) und an der<br />

Tageskasse ab 14:00 Uhr.<br />

Bei ungünstigen Wetterverhältnissen<br />

f<strong>in</strong>det die Veranstaltung im Festsaal der<br />

Orangerie statt.<br />

LaBrassBanda<br />

wieder im Schlosshof <strong>Fulda</strong><br />

Man nehme e<strong>in</strong>e große Portion Blasmusik<br />

und mische diese mit Polka, Balkan<br />

Beats und Dancefloor Rhythmen, füge<br />

noch etwas Jazz, Mariachi, Gypsy, Techno<br />

und Tuba h<strong>in</strong>zu und garniere das<br />

Ganze dann mit Texten <strong>in</strong> bayerischer<br />

Mundart. LaBrassBanda haben <strong>in</strong> den<br />

vergangenen Jahren nicht nur den Beweis<br />

angetreten, dass dieser sche<strong>in</strong>bar<br />

widersprüchliche Mix funktioniert, sondern<br />

sie haben sich damit auch e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong>ternationalen Kultstatus erspielt. Am<br />

Sonntag, 25. August, s<strong>in</strong>d LaBrassBanda<br />

um 20:00 Uhr wieder im Schlosshof <strong>in</strong><br />

<strong>Fulda</strong> zu erleben.<br />

Journalisten und Medienleute tun sich<br />

gelegentlich schwer, den Stil von LaBrassBanda<br />

zu beschreiben. Für manche<br />

ist es Bayerischer Gypsy Brass, für andere<br />

wiederum Balkan Funk Brass oder noch<br />

viel besser Alpen Jazz Techno. Für die<br />

Bandmitglieder selbst ist es e<strong>in</strong>fach Musik,<br />

die aus ihnen raus will. Sie geht den<br />

Leuten direkt <strong>in</strong> die Be<strong>in</strong>e und macht es<br />

ihnen schwer, stillzuhalten.<br />

Mit Tuba, Trompete,<br />

Posaune,<br />

E-Bass und<br />

Schlagzeug<br />

produzieren die<br />

„Men In Blech“<br />

(Süddeutsche<br />

Zeitung) seit<br />

2007 Bläser-gestützte<br />

Volksmusik<br />

fernab<br />

jeder Volkstümlichkeit<br />

und<br />

bayrischer Alpenklischees.<br />

Auf der Bühne treten sie<br />

zwar barfuß und <strong>in</strong> Lederhosen auf, dies<br />

aber nur, weil es, wie sie selbst sagen, ke<strong>in</strong>e<br />

bequemere und pflegeleichtere Alternative<br />

gibt. Zudem gilt für die Instrumente:<br />

unter 100 Euro, dafür über 100<br />

Jahre alt. Diese beherrschen sie jedoch<br />

perfekt, schließlich absolvierten vier der<br />

fünf Bandmitglieder e<strong>in</strong> klassisches Musikstudium.<br />

Ihre Direktheit, sowohl musikalisch<br />

als auch im Umgang mit dem<br />

Publikum, sorgt meist für lachende Gesichter<br />

sowie tanzende Be<strong>in</strong>e, auch<br />

wenn das Publikum des Bayerischen<br />

nicht mächtig ist.<br />

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Das Schlosstheater der Stadt <strong>Fulda</strong> präsentiert:<br />

Spielplan September 2013<br />

September<br />

Mittwoch, 11.09.2013 – 20:00 Uhr<br />

Leonce und Lena<br />

<strong>in</strong> Zusammenarbeit mit „Made <strong>in</strong> Hessen.100<br />

% Theater“<br />

Mittwoch, 18.09.2013 – 20:00 Uhr<br />

Wallf isch Band<br />

Konzert, Fürstensaal<br />

Donnerstag, 19.09.2013 – 20:00 Uhr<br />

Der W<strong>in</strong>d macht das Fähnchen<br />

E<strong>in</strong>familienstück von Philipp Löhle<br />

Donnerstag, 26.09.2013 – 20:00 Uhr<br />

Endlich alle<strong>in</strong><br />

Komödie von Lawrence Roman<br />

September<br />

Der W<strong>in</strong>d macht das Fähnchen<br />

E<strong>in</strong> E<strong>in</strong>familienstück von Philipp Löhle<br />

Donnerstag, 19.09.2013, 20:00 Uhr<br />

Wiederaufnahme-Premiere<br />

Neunzehnhundertundsowieso: Noch<br />

s<strong>in</strong>d sie e<strong>in</strong>e ganz normale, e<strong>in</strong> wenig<br />

spießige Familie. Vater, Mutter, Sohn<br />

und Tochter lächeln für Schnappschüsse<br />

am Frühstückstisch oder im Urlaub <strong>in</strong><br />

Italien <strong>in</strong> die Kamera. Doch die Zeit vergeht<br />

und die Familienidylle bekommt<br />

Risse. Der erste große Krach steht <strong>in</strong>s<br />

Haus als Papa das Potential des neumodischen<br />

Internets falsch e<strong>in</strong>schätzt<br />

und aus Stolz se<strong>in</strong>e Stellung kündigt.<br />

Die Folge s<strong>in</strong>d Krise und Trennung,<br />

dann Versöhnung und wieder Familienfotos.<br />

Doch die E<strong>in</strong>tracht ist trügerisch.<br />

Nachdem mit der Internetblase auch<br />

Papas neuer Job geplatzt ist, bleibt<br />

vom Familiens<strong>in</strong>n nichts mehr übrig.<br />

Tochter Sibylle hat ihr Studium geschmissen<br />

und verdient ihr<br />

Geld mit e<strong>in</strong>em Modelabel,<br />

dass es nur im Internet zu<br />

kaufen gibt. Und auch Filius<br />

Tim hat am Ende e<strong>in</strong>en Job. Er ist Polizist<br />

und verhaftet ungerührt die Eltern,<br />

die als verarmte Verlierer der Gesellschaft<br />

die Tochter ausrauben.<br />

Was wir drastisch zugespitzt erleben,<br />

ist der Zerfall e<strong>in</strong>er Familie und der Zerfall<br />

der gesellschaftlichen Solidarität.<br />

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Endlich alle<strong>in</strong><br />

Komödie von Lawrence Roman<br />

Donnerstag, 26.09.2013, 20:00 Uhr<br />

Traute Zweisamkeit genießen und die<br />

neu gewonnene Freiheit so richtig<br />

auskosten – für Elli und Georg Böckmann<br />

sche<strong>in</strong>t dieser Traum <strong>in</strong> Erfüllung<br />

zu gehen: Auch der dritte ihrer<br />

erwachsenen Söhne verlässt das „Hotel<br />

Mama“. Doch all das nachzuholen,<br />

was sie dem Familienleben zuliebe<br />

jahrelang aufgeschoben haben, gönnen<br />

die Jungs ihnen nicht. E<strong>in</strong>en nach<br />

dem anderen treiben se<strong>in</strong>e Alltagsprobleme<br />

<strong>in</strong>s „Nest“ zurück.<br />

„Endlich alle<strong>in</strong>“ s<strong>in</strong>d Elli und<br />

Georg nur dem Titel dieser<br />

witzig-ironischen Erfolgskomödie<br />

von Lawrence Roman<br />

nach. Denn die erhoffte Idylle<br />

der Eltern verwandeln die<br />

„Bumerang“-Brüder schnell<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong> Tollhaus – bis Elli die<br />

Geduld reißt und auch Georg<br />

endlich e<strong>in</strong> Machtwort<br />

spricht.<br />

Gew<strong>in</strong>nspiel<br />

Eigentlich wollte sie länger abtauchen, dann hat sich Lena 2012 aber doch mit ihrem<br />

neuen Studio-Album zurückgemeldet. Im Sommer ist sie unter dem Motto<br />

„No One Can Catch Us“ live zu erleben und präsentiert am Freitag, 30. August, um<br />

20:00 Uhr ihre neuen Songs <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong> im Schlosshof.<br />

Wie heißt das neue Album der Sänger<strong>in</strong> Lena?<br />

Sie kennen die richtige Antwort?<br />

Dann schreiben Sie uns:<br />

Magistrat der Stadt <strong>Fulda</strong>-<br />

Magistratspressestelle<br />

Stichwort:<br />

„Lena“ – „<strong>Fulda</strong> <strong>in</strong>formiert“<br />

Schlossstraße 1 • 36037 <strong>Fulda</strong><br />

oder an folgende E-Mail-Adresse:<br />

gew<strong>in</strong>nspiel@fulda.de<br />

E<strong>in</strong>sendeschluss ist der 12. Juli 2013<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Zu gew<strong>in</strong>nen gibt es<br />

1 x 2 Karten für das Konzert<br />

von Lena am 30. August im<br />

Schlosshof <strong>in</strong> <strong>Fulda</strong>.<br />

Viel Spaß beim Raten und viel<br />

Erfolg wünscht Ihr<br />

Michael Schwab / „<strong>Fulda</strong> <strong>in</strong>formiert“ Redaktion<br />

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Demokratie hautnah<br />

Die Demokratie lebt von der aktiven<br />

Teilnahme aller Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger<br />

am politischen Prozess. Wahlen<br />

s<strong>in</strong>d dabei e<strong>in</strong> Grundbestandteil. Die<br />

Durchführung e<strong>in</strong>er Wahl ist jedoch<br />

nur mit e<strong>in</strong>er Vielzahl ehrenamtlicher<br />

Helfer<strong>in</strong>nen und Helfer möglich. In <strong>Fulda</strong><br />

werden bei jeder Wahl bis zu 750<br />

Wahlhelfer<strong>in</strong>nen und Wahlhelfer <strong>in</strong> 80<br />

Wahlbezirken benötigt. Viele engagieren<br />

sich bereits seit Jahren. Machen<br />

auch Sie mit und helfen Sie bei der bevorstehenden<br />

Bundes- und Landtagswahl<br />

am 22. September 2013 und erfahren<br />

Sie Demokratie hautnah!

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