Sonntag, 16. Februar 2014, 20.15 Uhr im Ersten ... - Südwestrundfunk

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Sonntag, 16. Februar 2014, 20.15 Uhr im Ersten ... - Südwestrundfunk

Sonntag, 16. Februar 2014, 20.15 Uhr im Ersten

Zirkuskind

Ein Lena-Odenthal-Tatort


Tatort

Zirkuskind

Regie:

Till Endemann

Buch:

Harald Göckeritz

mit:

Ulrike Folkerts

Andreas Hoppe

Steffi Kühnert

Liv Lisa Fries

Hanno Koffler

Carlo Ljubek

Sendetermin Sonntag, 16. Februar 2014

um 20.15 Uhr im Ersten


Sonntag, 16. Februar 2014, 20.15 Uhr im Ersten

Zirkuskind

Ein Lena-Odenthal-Tatort


Tatort – Zirkuskind

Lena Odenthal ...

absolviert einen Balanceakt

Mario Kopper ...

gerät in eine ganz spezielle Show

Patriarchin Lousiana ...

ist ein Clown mit großer Verantwortung

Feli Winkler ...

hängt in der Zirkuskuppel – und in einer Warteschleife

Robbi Sonner ...

will das Feuerschlucken hinter sich lassen

Herr Rauch ...

will eher zündeln als Feuerschlucken

Serge Rusak ...

übt sich im Verschwinden


Tatort – Zirkuskind

Kurzinhalt

Der kleine Familienzirkus Burani verzaubert bei seinem Gastspiel in Ludwigshafen das Publikum

jeden Alters. Doch als einer der Mitarbeiter am Morgen nach der Vorstellung erschlagen

in der Manege liegt, wird Lena Odenthal mit der harten Realität des Zirkuslebens konfrontiert.

Patriarchin Lousiana schert sich wenig um den Tod von Pit. Sie hat genug damit zu tun, das

Überleben ihres kleinen Unternehmens zu sichern und ihre Tochter Felicitas bei der Stange

zu halten. Außerdem traute sie Pit nicht über den Weg. Tatsächlich vermuten Lena und Kopper,

dass Pit und sein Bruder Robbi den Winteraufenthalt in Tunesien nutzten, um Schmuggel

zu betreiben. Nicht mit Drogen, das steht fest. Die Kommissare machen sich auf die Suche

nach dem unbekannten Schmuggelgut. Noch wichtiger aber ist die Frage, ob noch weitere

Zirkusmitarbeiter in die Sache verwickelt waren – oder ob Pit und Robbi sich mit ihrer Geldbeschaffungsmethode

grausame Feinde von außerhalb gemacht haben.

Der „Tatort – Zirkuskind“ spielt mit der Ambivalenz zwischen dem Zauber der Manege und

dem Kampf ums Überleben, der sich hinter den Kulissen abspielt. Selbst Lena Odenthal ist

nicht unempfänglich für die Aura, die sich mit Akrobaten und Clowns verbindet – und durchschaut

gleichzeitig, dass es für eine jüngere Generation nicht selbstverständlich sein muss,

diesen Überlebenskampf weiter zu führen. Akrobatenstolz und Melancholie liegen hier ganz

nahe beieinander. Autor Harald Göckeritz und Regisseur Till Endemann haben sie für den

„Tatort – Zirkuskind“ eingefangen, Steffi Kühnert und Liv Lisa Fries verkörpern sie in beeindruckender

Bandbreite.

Lena Odenthals 59. Fall ist gleichzeitig der 900. in der Geschichte der Reihe „Tatort“.


Tatort – Zirkuskind

Inhalt

Zirkus Burani hat vielleicht kein üppiges Programm, aber in seinen Vorstellungen ist das

Publikum begeistert bei der Sache. Mario Kopper sowieso, der zum Kind im Manne steht. Und

auch Lena Odenthal ist als Zirkusbesucherin nicht unempfänglich für die besondere

Atmosphäre der Manege. Am Morgen nach der Vorstellung allerdings ist die Magie dahin.

Einer der Feuerschlucker liegt in der Manege – während der Nacht erschlagen von einem

Unbekannten. Lena und Kopper kommen wieder, diesmal als Ermittler. Pit Sonner hieß der

Tote, dessen Bruder Robbi ebenfalls beim Zirkus angeheuert hat. Dass er selbst momentan

auf Bewährung ist, erzählt Robbi den Kommissaren ziemlich bald. Warum aber jemand seinen

Bruder erschlagen haben könnte, davon hat er angeblich keine Ahnung. Mit einer Ausnahme:

In einer Kneipe wurden die beiden von einem Unbekannten ziemlich heftig und anscheinend

grundlos angegangen.

Die entscheidende Frau im Zirkus Burani ist Elisabeth Winkler, die Patriarchin, die Lousiana

genannt wird. Wie ihr verstorbener Mann hat sie ein Zirkusleben geführt und auch ihre

Tochter Feli ist in der Manege aufgewachsen. Der Erhalt des Zirkus’, das macht Lousiana

Lena Odenthal ziemlich schnell klar, ist ein von ihr geliebter, aber stets schwieriger

Lebensinhalt. Zwischen altmodischer Ablehnung der „fahrenden Gesellen“ und Konkurrenz

durch aktuelle Freizeitvergnügen versucht die Patriarchin, das Überleben des Zirkus Burani zu

sichern. Das Winterengagement in Tunesien war da ein wahrer Segen.

Weil Pit Sonner zahlreiche Anrufe von einem tunesischen Prepaidhandy erhalten hatte, fragen

sich Lena und Kopper allerdings, ob er und sein Bruder Robbi dieses Winterquartier

womöglich für illegale Aktivitäten nutzten. Viel Geld ist im Zirkus nicht zu verdienen, da würde

es nicht erstaunen, wenn die Brüder, die ohnehin keine geborenen Zirkusleute sind, sich auf

Nebengeschäfte verlegt hätten. Es könnte sogar sein, dass Feli darüber Bescheid wusste.

Denn es gibt Fotos, die Pit und Feli als verliebtes Pärchen zeigen. Feli aber, so charmant sie

als Akrobatin Miss Felicitas wirkt, ist als Zeugin überaus zurückhaltend. Liebe war nicht, sagt

sie aus, höchstens ein Flirt. Und überhaupt hat sie eigentlich nichts zu sagen. Ein gewisses


Tatort – Zirkuskind

Unbehagen ist ihr trotzdem anzumerken. Wegen ihrer Beziehung zu Pit? Weil sie von

krummen Geschäften wusste? Oder trifft doch eher Lenas Vermutung zu, dass Feli mit ihrer

Bestimmung hadert, ihr Leben ganz und gar dem Zirkus weihen zu müssen? In jedem Fall

schlummert unter der Oberfläche von Zauber der Manege und hartem Überlebenskampf viel

Unausgesprochenes im Zirkus Burani.

Ohnehin fragen sich die Kommissare, um was es sich bei den krummen Geschäften

gehandelt haben könnte. Drogenschmuggel liegt nahe. Aber es finden sich keinerlei Indizien

dafür. Das Auffälligste am Tatort ist eine äußerst ungewöhnliche Glasperle. Und genau die

bringt Lena und Kopper, mit Unterstützung einer Expertin des LKA, schließlich auf eine

vielversprechende Spur: Möglicherweise haben die Brüder sich in Antiquitätenschmuggel

verwickeln lassen. Ein Geschäft mit einer hohen Gewinnmarge, bei dem aber in diesem Fall

etwas schiefgegangen zu sein scheint.

Was Kriminaltechniker Becker außerdem findet, sind Hinweise auf den Unbekannten, der die

Brüder nach Robbis Aussage bedroht haben soll. Rauch heißt er und empfängt Mario Kopper

äußerst angriffslustig. In Rauch schlummert ein Gefahrenpotential, das ist unübersehbar.

Aber seine Wut auf die Zirkusleute scheint eher durchgeknallt und paranoid als zielgerichtet.

Lena ist nicht überzeugt, dass er in die illegalen Aktivitäten der Sonner-Brüder verwickelt war.

Zumal sie auf nächtlichem Beobachtungsposten im Zirkus einen Unbekannten beim

Herumschleichen erwischt. Doch bevor sie diesen überwältigen kann, wird sie

niedergeschlagen, der Mann verschwindet. Das ist zwar schlecht für das Selbstbewusstsein,

aber es bestärkt Lena und Kopper in der Annahme, dem Mittelsmann auf der Spur zu sein.


Tatort – Zirkuskind

Besetzung

Lena Odenthal

Mario Kopper

Lousiana

Felicitas

Robbi

Serge

Ellen

Herbert Rauch

Frau Keller

Peter Becker

Pit

Kroner

Ulrike Folkerts

Andreas Hoppe

Steffi Kühnert

Liv Lisa Fries

Hanno Koffler

Carlo Ljubek

Shannon Frank

Fritz Roth

Annalena Schmidt

Peter Espeloer

Mark Filatov

Bettina Hoppe


Tatort – Zirkuskind

Stab

Regie

Drehbuch

Kamera

Schnitt

Musik

Szenenbild

Kostümbild

Besetzung

Produktion

Redaktion

Till Endemann

Harald Göckeritz

Andreas Schäfauer

Saskia Metten

Jens Grötzschel

Florian Haarmann

Stephanie Kühne

Birgit Geier

Nils Reinhardt, Sabine Tettenborn

Melanie Wolber, Manfred Hattendorf

Eine Produktion des Südwestrundfunks

in Zusammenarbeit mit der Maran Film

Drehzeit März/April 2013

Drehort

Ludwigshafen, Baden-Baden, Karlsruhe

Sendetermin

Sonntag, 16. Februar 2014, 20.15 Uhr im Ersten


Tatort – Zirkuskind

Till Endemann

Regie

Till Endemann studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er machte

mit dem Dokumentarfilm „Die Rückkehr in den Dschungel“ sein Diplom und inszenierte

danach den Film „Mondlandung“, für den er 2004 beim Filmkunstfest Schwerin den

Nachwuchs-Förderpreis der DEFA erhielt. Sein erster Langfilm „Das Lächeln der

Tiefseefische“ entstand 2004, 2005 folgte der Episodenfilm „Kometen“, eine Koproduktion mit

„Debüt im Dritten“. Für das Drehbuch zu „Kometen“ wurde Till Endemann 2006 beim

Shanghai TV-Festival mit der Goldenen Magnolie ausgezeichnet. Auf einem realen Ereignis

basierte der Fernsehfilm „Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen“ den Till Endemann

2008 nach einem gemeinsam mit Don Bohlinger geschriebenen Drehbuch inszenierte. Beim

Bayerischen Fernsehpreis 2010 wurde er für diesen Film mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

Zum Film „Vater Morgana“ über eine konfliktträchtige Vater-Sohn-Beziehung, der 2010 in die

Kinos kam, schrieb er das Drehbuch mit Koautor Daniel Schwarz. 2010 führte Till Endemann

Regie bei dem historischen Film „Carl & Bertha“ über das Ehepaar Benz, der im Frühjahr

2011 ausgestrahlt wurde, um danach wieder in die Gegenwart zurückzukehren: In

„Auslandseinsatz“ erzählte er von deutschen Soldaten in Afghanistan. Am 29.1.2014 strahlt

Das Erste seinen Film „Unter Anklage: Der Fall Harry Wörz“ aus, zu dem er gemeinsam mit

Holger Joos auch das Drehbuch schrieb. Zurzeit bereitet Till Endemann den „Tatort –

Wohltäter“ (AT) für das Stuttgarter Team vor.

Weitere Informationen: www.abovetheline.de


Tatort – Zirkuskind

Harald Göckeritz

Drehbuch

Nach einem Literatur- und Theaterwissenschaftsstudium absolvierte Harald Göckeritz die

Hochschule für Fernsehen und Film in München. Seit 1987 arbeitet er als freier Autor.

Gemeinsam mit Regisseur Miguel Alexandre schrieb er das Drehbuch für die zweiteilige

Verfilmung des Udo-Jürgens-Bestsellers „Der Mann mit dem Fagott“, die im Herbst 2011 im

Ersten ausgestrahlt wird. Mit Gerlinde Wolf verfasste er die Bücher für den dritten und vierten

Teil von „Der Doc und die Hexe“. Aus seiner Feder stammen außerdem die Fernsehfilme „Der

Tod meiner Schwester“, „Die Entführung“, „Das Duo - Der Sumpf“, „Die Leibwächterin“, „So

schnell Du kannst“, „Rache für mein totes Kind“, „Nana“, „Trip nach Tunis“ und „Die

Umarmung des Wolfes“. Für das Buch zum Fernsehspiel „Grüße aus Kaschmir“ wurde er

2005 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Die Kino-Koproduktion „Warshots“ erhielt bei den

Filmfestspielen von Barcelona den ersten Preis und auf den Filmfestspielen „Mar del Plata“ in

Argentinien 1996 den Special Jury Award. Harald Göckeritz ist Autor etlicher eindrücklicher

„Tatort“-Episoden, darunter „Mord in der ersten Liga“, „Der Schrei“, „Leyla“, „Kleine Diebe“,

„Die kleine Zeugin“, „Norbert“, „Kriegsspuren“ sowie „Blutiger Asphalt“.

Weitere Informationen: www.abovetheline.de


Tatort – Zirkuskind

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