IHK-Wirtschaftsmagazin_Gießen-Friedberg 06/2013 - B4B ...
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<strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>–<strong>Friedberg</strong><br />
Die Unternehmer-Mitmachorganisation<br />
6 | <strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN<br />
„Trecker fahrn“<br />
Mit Hightech-Maschinen<br />
über die Felder<br />
Verein Mittelhessen<br />
Mit neuem Namen und Vorstand<br />
die Region weiter stärken<br />
Personalsuche heute<br />
Chancen hat, wer das<br />
Schubladendenken ausschaltet<br />
Unternehmensnachfolge<br />
Wer kommt, wenn ich gehe?<br />
...eine oft zu spät gestellte Frage
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EDITORIAL<br />
Foto: privat<br />
Mehr Leistung reduziert<br />
Umweltbelastung<br />
Erich Klotz, Inhaber von<br />
Klotz Landtechnik in Pohlheim.<br />
Landtechnik ist eine Branche, die in der<br />
Öffentlichkeit wenig bekannt ist und<br />
somit kaum wahrgenommen wird. Wir<br />
sind als Dienstleister für landwirtschaftliche<br />
Unternehmen tätig. Durch die Entwicklung<br />
hin zu größeren und technisch aufwendigeren<br />
Landmaschinen ist es der Landwirtschaft<br />
möglich geworden, die Herstellungskosten<br />
von hochwertigen Grundnahrungsmitteln<br />
immer weiter zu senken, was der Bevölkerung<br />
zu Gute kommt und den Wohlstand<br />
entsprechend gehoben hat.<br />
Die weit verbreitete Meinung, dass große<br />
Traktoren und Erntemaschinen wegen des<br />
höheren Gewichtes den Boden mehr schädigen<br />
als kleine Maschinen, ist ein Irrtum. Mit<br />
den großen leistungsstarken Maschinen<br />
werden weniger Überfahrten in wesentlich<br />
kürzerer Zeit gemacht, dadurch wird auch<br />
die Umwelt weniger belastet.<br />
Mit Unterstützung der Elektronik und<br />
GPS ist es zum Beispiel möglich, den Einsatz<br />
von Pflanzenschutzmaßnahmen in die<br />
Nacht zu verlegen, so dass es zu keiner Luftbelastung<br />
durch die Verdunstung der ausgebrachten<br />
Pflanzenschutzmittel kommt.<br />
Somit entsteht ein größtmöglicher Schutz<br />
für Bienen, die für unsere Natur äußerst<br />
wichtig sind.<br />
Die Landtechnik ist eine Branche mit<br />
Zukunft. Unser größtes Problem ist es allerdings,<br />
entsprechend gute Mitarbeiter und<br />
Auszubildende zu bekommen und zu halten.<br />
Der Beruf des Landmaschinenmechanikers<br />
ist einer der krisensichersten, Arbeitslose<br />
gibt es hier nicht.<br />
In der Vergangenheit wurde immer über<br />
Bedarf ausgebildet, trotzdem fehlen uns die<br />
Mitarbeiter. Wegen der umfangreichen und<br />
breitgefächerten Ausbildung werden diese<br />
sehr gerne von kommunalen Bauhöfen,<br />
Bauunternehmen mit eigener Werkstatt und<br />
der Industrie abgeworben.<br />
Als Landesinnungsmeister wünsche ich<br />
mir für unsere gesamte Branche, dass sich<br />
mehr junge Menschen für unseren sehr<br />
interessanten, umfangreichen und<br />
anspruchsvollen Beruf begeistern. Außer<br />
Technik und Elektronik in diesem Beruf<br />
kommt es zu Kundenkontakt vor Ort, was<br />
auch eine Naturverbundenheit mit sich<br />
bringt.<br />
Erich Klotz<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 3
INHALT<br />
Foto: I. Jakob<br />
<strong>IHK</strong>-SERVICE<br />
„Autopiloten abschalten“ – Robert Malzacher (<strong>IHK</strong>-Geschäftsführer),<br />
<strong>IHK</strong>-Vizepräsidentin Dr. Angelika Schlaefke, Referent Professor Dr. Martin<br />
Kersting und Rebecca Noll-Werner (<strong>IHK</strong>-Referatsleiterin) während der<br />
Auftaktveranstaltung des <strong>IHK</strong>-Arbeitskreises Personal. Die Teilnehmer<br />
erhielten dort unter anderem auch den Hinweis, dass so manche Stellenausschreibung<br />
nicht den realen Anforderungen entspreche und dazu<br />
potentielle Bewerber abschrecke. Seite 28<br />
Foto: B. Schmid<br />
WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
18 Mittelhessen e.V.<br />
Der Regionalmanagementverein hat einen neuen Namen mit<br />
bewährtem Ziel, Mittelhessen zu stärken.<br />
20 KompetenzForum UmweltTechnologie<br />
Wie Unternehmen Energiekosten senken können.<br />
22 Wirtschaftsjunioren Wetterau e.V.<br />
Life Kinetik-Trainer bringt Teilnehmer ins Schwitzen.<br />
<strong>IHK</strong>-SERVICE<br />
24 Arbeitskreis Elektromobilität<br />
Einsatz von Strom birgt Gefahren. Der <strong>IHK</strong>-Arbeitskreis Elektromobilität<br />
diskutiert über die Sicherheit in Elektrofahrzeugen.<br />
26 www.wissen-elektromobilität.com<br />
Gastbeitrag zu einer neuen Wissensplattform, damit sich Deutschland<br />
zum Leitmarkt und –anbieter für Elektromobilität etablieren<br />
kann.<br />
30 Veranstaltungskalender<br />
30 Veränderungen im Handelsregister<br />
31 Jubiläen<br />
34 Zertifikatslehrgang „Technischer Vertrieb“<br />
Die Referenten stellen sich vor.<br />
36 Die neue Wahlordnung der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
<strong>IHK</strong>-SERVICE<br />
„Wirtschaft braucht Mobilität“ – Der <strong>IHK</strong>-Arbeitskreis Verkehr diskutiert<br />
über die Transportmöglichkeiten der Zukunft und den liberalisierten<br />
Markt für Fernbusse. Seite 32<br />
<strong>IHK</strong>-SONDERTHEMA<br />
40 Unternehmensnachfolge<br />
Wer leitet künftig mein Unternehmen, wenn ich in den Ruhestand<br />
gehe? Eine Frage, die sich mancher Unternehmer recht spät stellt.<br />
Foto: pm<br />
<strong>IHK</strong>-SONDERTHEMA<br />
„Unternehmensnachfolge“ – Oft gestaltet sich die Nachfolge von<br />
Unternehmen schwierig. Geglückt ist diese in Grünberg: das Modehaus<br />
von Rainer Steinmetz (rechts) wird nun geführt von Ehepaar Tanja und<br />
Patrick Müller. Seite 40<br />
NACHRICHTEN AUS DER REGION<br />
44 BVMW in Lauterbach<br />
Pecha Kucha präsentiert pfiffige Unternehmer im Vogelsberg.<br />
45 BÄNG! Entertainment GmbH<br />
Kreative Werbefilme und mehr aus <strong>Gießen</strong> und Butzbach.<br />
46 50 Jahre ULSHÖFER IT GmbH + Co. KG<br />
Rosbacher Unternehmen feiert Firmenjubiläum.<br />
47 Familienfreundliche Wetterau<br />
Der Kreis vergibt Auszeichnungen an Unternehmen.<br />
48 Landhaus Klosterwald in Lich<br />
Gratulation zum 50. Geburtstag.<br />
4 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
NACHRICHTEN AUS DER REGION<br />
50 Was ändert sich mit SEPA?<br />
Die Sparkasse <strong>Gießen</strong> erinnert: es ist Zeit, sich auf das neue<br />
Verfahren im Zahlungsverkehr vorzubereiten.<br />
52 Vorgestellt: Unternehmen im TIG<br />
Werbeagentur YOOL setzt auf nachhaltige Maßnahmen.<br />
54 Notizen aus der Region<br />
56 BGM-Seite(n)<br />
LEBENSART<br />
60 Standortporträt Hungen<br />
Die Schäferstadt bietet mehr als Rohstoff für<br />
winterwarme Pullover.<br />
62 Reisen nach Afrika<br />
Petra Geiss organisiert Safaris, Bergtouren und<br />
fördert Fußballprojekte.<br />
AUFMACHER / TITEL<br />
6 Hightech mit Bodenhaftung – Um Felder bestellen und deren<br />
Früchte ernten zu können, kommen immer ausgefeiltere Techniken<br />
zum Einsatz. Ein Blick in die Region auf Traktoren mit Lenksystemen,<br />
die vía Satellit gesteuert werden, und mehr.<br />
Luca und Michael<br />
Wodak testen bei Zörb<br />
Landtechnik die neuen<br />
Traktor-Modelle.<br />
© Foto: M. Schlag<br />
WIR BITTEN UM BEACHTUNG:<br />
Unsere Vollauflage enthält Beilagen der Firma „Dell Halle<br />
GmbH, Halle/Saale“ und „Ford Werke, Köln“, sowie das Sonderspezial<br />
Nutzfahrzeuge/Transporter ab Seite 11.<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 5
AUFMACHER<br />
Agrartechnik - Boom in einer starken Branche<br />
Hightech mit Bodenhaftung<br />
Selbst ein Sportwagen kann gegenüber sechs Zylindern,<br />
390 PS und Lenksystem vía Satellit nicht mithalten.<br />
Schweres Gerät, starke Motoren und<br />
eine grobe Technik, der man zur Not<br />
auch mit dem Hammer zu Leibe rücken<br />
kann - dieses verbreitete Image von Agrartechnik<br />
ist tatsächlich seit Langem überholt.<br />
In neuen Traktoren steckt heute mehr Hightech<br />
als in einem Sportwagen, selbst zentimetergenaue<br />
Satellitennavigation gehört<br />
zum Standard. Mit weltweit hohen Rohstoffpreisen<br />
und guter Agrarkonjunktur erleben<br />
auch die Landtechnikhändler und -werkstätten<br />
im <strong>IHK</strong>-Bezirk hohe Wachstumsraten und<br />
aktuell starke Erweiterungsinvestitionen.<br />
Der kleine Luca fühlt sich sichtlich wohl<br />
auf dem Fahrersitz des New Holland T6.175.<br />
Mit knapp sieben Litern Hubraum und 175 PS<br />
maximaler Leistung ist der Traktor noch<br />
eines der kleineren Ausstellungsstücke auf<br />
der Frühjahrsausstellung von Zörb Landtechnik<br />
in <strong>Gießen</strong>-Lützellinden. Der Dreijährige<br />
hat die Technik ernsthaft im Blick<br />
(Anm. d. Red.: wie auch unser Titelbild<br />
beweist), und wenn er jetzt sagen sollte, was<br />
er einmal werden möchte - Treckerfahrer<br />
wäre wohl die einzige mögliche Antwort.<br />
Kurz darauf sitzt er drei Meter hoch auf dem<br />
Fahrersitz eines T8.390: sechs Zylinder, fast<br />
neun Liter Hubraum, 390 PS, satellitengesteuertes<br />
Lenksystem und an diesem Sonntag<br />
Mitte April der stärkste Schlepper in<br />
Lützellinden. Lucas Vater Michael Wodak<br />
hat beruflich nichts mit Landwirtschaft zu<br />
tun und kann sich die Begeisterung seines<br />
Sohnes nur so erklären: „Das muss etwas<br />
mit den Genen zu tun haben.“ Auch viele<br />
andere Jungen warten mit ihren Vätern<br />
geduldig, um einmal Platz nehmen zu dürfen<br />
in den ganz großen Treckern. Allerdings<br />
ist dies kein Freizeitpark mit 200 000 Euro<br />
teuren Spielzeugen, sondern ein Schaufenster<br />
neuester Landtechnik, wie es alle regionalen<br />
Händler im Frühjahr ihren Kunden<br />
und Besuchern bieten. Typisch für die aktuelle<br />
Agrarkonjunktur: An etlichen Schleppern<br />
und Geräten klebt bereits am Ausstellungstag<br />
ein Schild „verkauft“.<br />
Von der Schmiede zu automatischen<br />
Lenksystemen<br />
Die Geschichte des Unternehmens Zörb<br />
Landtechnik verläuft ganz typisch für die<br />
Branche. Sie beginnt um 1850: Friedrich<br />
Zörb gründet in Lützellinden eine Hufschmiede.<br />
In Betrieb war sie bis in die 1950er<br />
Jahre, die Landwirtschaft nutzte bis dahin<br />
überwiegend einfaches Gerät - Pflüge,<br />
Eggen, Heuwender und es wurden immer<br />
noch Pferde beschlagen. In den 60er Jahren<br />
wurde der erste Traktor ausgeliefert. Im<br />
Zuge der Motorisierung der Landwirtschaft<br />
war dann bis 1975 aus der Schmiede eine<br />
komplette Werkstatt mit fünf angestellten<br />
Mitarbeitern geworden. Der heutige<br />
Geschäftsführer Stefan Zörb übernahm das<br />
Unternehmen 2001 von seinem Vater und er<br />
steuerte eigene Entwicklungen für die Praxis<br />
bei - etwa die erste klappbare Motorhaube<br />
für bestimmte Traktorentypen. Das Patent<br />
wurde später an einen Traktorenhersteller<br />
verkauft, doch das Entwickeln und Tüfteln<br />
liegt bis heute in der Familie: „Wir machen<br />
gerne Speziallösungen“, sagt sein Sohn<br />
Sebastian Zörb, der in <strong>Gießen</strong> Maschinenbau<br />
studiert. Die Entwicklung der vergangenen<br />
Jahre fasst er so zusammen: „Wir sind<br />
immer gewachsen und jede Entwicklung<br />
mitgegangen.“ So gehörte Zörb Landtechnik<br />
zu den Ersten, die das Thema „Precision Farming“<br />
bereits vor 15 Jahren aufgriffen –<br />
Foto: M. Schlag<br />
Die Agrarkonjunktur floriert: Auf vielen Ausstellungsstücken<br />
der Frühjahrsmesse von Zörb<br />
Landtechnik prangt der Hinweis „verkauft“.<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
AUFMACHER<br />
automatische Lenksysteme für die Präzisionsfahrt<br />
auf dem Acker. Zörb betreibt heute<br />
eigene Funkstationen in Wetzlar, Alsfeld<br />
und Neuhof, die Traktoren in der Region mit<br />
Präzisionssignalen versorgen. Landtechnik<br />
und seine Entwicklungen „das ist Leidenschaft“,<br />
sagt Sebastian Zörb, allerdings:<br />
„Wer in der Agrartechnik dranbleiben will,<br />
kann nicht stehen bleiben, sonst wird es<br />
schwierig.“<br />
Heute beschäftigt Zörb Landtechnik 19<br />
Fachkräfte und bildet stets aus: „Ein Lehrling<br />
in jedem Lehrjahr.“ Das unauffällige<br />
Betriebsgelände in Lützellinden sollte nicht<br />
über das Geschäftsvolumen täuschen: Im<br />
vergangenen Jahr verkaufte Zörb Landtechnik<br />
in seinem Vertriebsgebiet 45 Traktoren<br />
und fünf Mähdrescher an die regionale<br />
Landwirtschaft und an Lohnunternehmer,<br />
sie sind die wichtigsten Abnehmer der<br />
großen Maschinen. Firmenchef Stefan Zörb<br />
ist außerdem Mitgeschäftsführer des<br />
„Landtechnik Zentrums Alsfeld“, ein 2002<br />
gegründetes Gemeinschaftsunternehmen<br />
mit Landtechnik Leineweber in Neuhof bei<br />
Fulda. Auf die Frage nach den nächsten<br />
Plänen gibt Sebastian Zörb die klare Antwort:<br />
„Wir wollen weiter wachsen.“ Dann<br />
in der sechsten Generation zusammen mit<br />
seinem Bruder, der Betriebswirtschaft studieren<br />
wird.<br />
Ausstattung von Traktoren<br />
gleicht Raumfahrttechnik<br />
Ganz ähnlich erzählt sich die Geschichte<br />
von Klotz Landtechnik in Pohlheim-Holzheim,<br />
in den 50er Jahren noch ein Bauernhof,<br />
der zudem für die örtlichen Landwirte<br />
eine stationäre Dreschmaschine betrieb.<br />
„Dann ging es in Riesenschritten zum Mähdrescher“,<br />
erinnert sich Firmenchef Erich<br />
Klotz, und von den bis dahin einfachen<br />
landwirtschaftlichen Geräten hin zu einer<br />
eigenständigen Agrartechnik. Nach der Meisterprüfung<br />
machte Erich Klotz 1973 aus der<br />
ehemaligen Dreschhalle eine Landmaschinenwerkstatt.<br />
Neben Schmiede- und Metallarbeiten<br />
wie dem Schärfen der Pflugscharen<br />
übernahm er jetzt auch die Wartung von<br />
Traktoren, Motoren und Getrieben. Zwei<br />
Jahre später wurde der erste Mitarbeiter eingestellt<br />
und „jedes Jahr brachte neue Technik“,<br />
sagt Klotz: Traktoren mit Allradantrieb,<br />
Kabinen mit Klimaanlagen und „in den<br />
90ern ging es dann richtig los mit Elektronik“.<br />
Dabei wurden die Traktoren immer<br />
stärker, nach der Faustregel: „Jedes Jahr<br />
zehn PS mehr.“<br />
Funkenflug von Metallarbeiten ist seither<br />
selten geworden in der Landtechnikwerkstatt<br />
und 40 Jahre nach der Gründung sagt<br />
Juniorchef Norman Klotz über sein Metier:<br />
„Eigentlich ist das Raumfahrttechnik.“ Ein<br />
neuer Traktor großer Bauart enthalte 30 Kleincomputer<br />
für Getriebe, Hydraulik, Hubkraft,<br />
Abgasregelung, Achsenfederung und „die<br />
Lenkung funktioniert wie beim Airbus“. Dass<br />
der Schlepper überhaupt noch ein Lenkrad<br />
hat, ist eher Gewohnheitssache, dessen elektronische<br />
Funktion könnte man ebenso gut<br />
mit einem Drehknopf ausführen.<br />
Noch in den 80er Jahren gab es viel mehr<br />
Treckerwerkstätten als heute. Doch der<br />
Strukturwandel der Landwirtschaft galt<br />
auch für die Landtechnik. So schlossen kleinere<br />
Werkstätten und Landtechnikhändler<br />
etwa in Großen-Linden und Laubach, in<br />
Butzbach, Gambach und Wölfersheim. Wer<br />
blieb, musste wachsen. „1994 gab es einen<br />
wichtigen Schub“, sagt Erich Klotz. Nachdem<br />
in <strong>Friedberg</strong>-Ockstadt ein Betrieb<br />
geschlossen hatte, gründete er im benachbarten<br />
Ossenheim im Wetteraukreis eine<br />
zweite Niederlassung. Und Klotz wurde Vertragshändler<br />
für das Landtechnikfabrikat<br />
John Deere. Im vergangenen Jahr verkaufte<br />
er 40 neue Traktoren mit Motorstärken zwischen<br />
55 und 330 PS. Heute hat Klotz an<br />
seinen beiden Standorten 18 Mitarbeiter und<br />
vier Auszubildende. „Die Leute sind begehrt“,<br />
sagt Erich Klotz, der Landesinnungsmeister<br />
ist. Übrigens übernehmen die Landtechnikwerkstätten<br />
auch eine gesetzliche Aufgabe<br />
im Umweltschutz: Sie überprüfen alle zwei<br />
Jahre die landwirtschaftlichen Pflanzen-<br />
Plakette für geprüfte Pflanzenschutzgeräte<br />
von Klotz Landtechnik aus Pohlheim.<br />
schutzgeräte („Spritzen-TÜV“) und vergeben<br />
die Prüfplaketten.<br />
Klotz Landtechnik profitiert von der<br />
weltweit guten Agrarkonjunktur, in den vergangenen<br />
fünf Jahren hat sich der Umsatz<br />
auf sieben Millionen Euro (2012) verdoppelt.<br />
80 Prozent davon entfallen auf den Verkauf<br />
von Neumaschinen, 20 Prozent auf die<br />
Werkstatt. Auf eine Zahl legt Erich Klotz<br />
besonderen Wert: Er beschäftigt Fachkräfte<br />
in einer hochtechnischen Branche und zahlt<br />
pro Jahr fast eine halbe Million Euro an<br />
Löhnen aus - als unmittelbarer Beitrag zur<br />
regionalen Kaufkraft. Gerade in diesem Jahr<br />
stehen bei Klotz die Zeichen noch einmal<br />
auf Expansion: Zurzeit wächst in Wölfersheim<br />
ein neues Landtechnikzentrum heran,<br />
ein Gemeinschaftsunternehmen mit Landtechnik<br />
Noll aus Limburg. Erster Spatenstich<br />
war Anfang April, bis Herbst soll es mit<br />
einer Gesamtfläche von 10 000 Quadratmetern<br />
bezugsfertig sein und es werden neue<br />
Landtechniker eingestellt. „Die Zeit ist günstig,<br />
jetzt packen wir es an“, sagt Norman<br />
Klotz. Wie sein Vater hat er einen Meisterbrief<br />
als Landmaschinenmechaniker, zudem<br />
den Bachelor of Business Administration der<br />
Universität Karlsruhe.<br />
<br />
Foto: M. Schlag<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 7
AUFMACHER<br />
Mit der speziellen Hebebühne der Raiffeisen<br />
Waren Zentrale Rhein-Main lassen sich<br />
Reparaturen an tonnenschweren Traktoren<br />
bequem durchführen.<br />
Foto: M. Schlag<br />
Lange Winterzeit verzögert<br />
manche Investition<br />
Stark investiert hat im vergangenen Jahr<br />
auch die Raiffeisen Waren Zentrale Rhein-<br />
Main. Die RWZ eröffnete im Dezember vergangenen<br />
Jahres ein für 2,4 Millionen Euro<br />
komplett neu gebautes Agrartechnik-Zentrum<br />
in Alsfeld. „Durch den Strukturwandel<br />
ändern sich auch die Werkstätten“, sagt<br />
Geschäftsführer Alexander Gerhardt, „die<br />
Großen werden noch größer“ - und die<br />
Arbeitsbedingungen besser. Das neue Zentrum<br />
bietet den Mitarbeitern eine helle Halle<br />
mit Tageslicht, im Winter gleichmäßig<br />
erwärmt. „Das sind Arbeitsplätze, mit denen<br />
können wir uns sehen lassen“, ist Gerhardt<br />
überzeugt. Ein Herzstück der neuen Werkstatt<br />
ist die mobile Hebebühne für Traktoren,<br />
jede einzelne der vier Säulen hat eine<br />
Hubkraft von 6 500 Kilo. Sie heben einen<br />
zehn Tonnen schweren Fendt 820 fast lautlos<br />
in die Höhe, sodass ein Mechaniker aufrecht<br />
darunter stehen kann.<br />
Der Vogelsberg zählt nicht zu den landwirtschaftlichen<br />
Intensivgebieten, aber „das<br />
Umsatzpotenzial ist da und wir haben einen<br />
Zuspruch, das hätten wir nie gedacht“, sagt<br />
Gerhardt. Für den Standort Alsfeld rechnet<br />
er mit einem Gesamtumsatz von rund<br />
7,5 Millionen Euro im Jahr: „Wenn es der<br />
Landwirtschaft gut geht, geht es uns auch<br />
gut,“ allein in den vergangenen beiden Jahren<br />
steigerte die RWZ ihr Ergebnis mit der<br />
Agrartechnik um 50 Prozent. Allerdings<br />
machen sich saisonale Schwankungen im<br />
Ackerbau sofort bemerkbar. Als im Februar<br />
2012 starke Spätfröste dem Wintergetreide<br />
in Hessen zusetzten und viele Flächen neu<br />
eingesät werden mussten, stellte mancher<br />
Landwirt seine geplante Investition kurzfristig<br />
noch einmal zurück.<br />
Die RWZ vertreibt die Traktoren- und<br />
Landtechnikfabrikate Fendt, Claas und Massey<br />
Ferguson, rund um das Werkstattgebäude<br />
stehen die Flaggschiffe, alle mit dreistelligen<br />
PS-Zahlen. „Den Meisten ist das gar<br />
nicht klar“, weiß Gerhardt, „aber viele<br />
Schlepper oder Mähdrescher, die hier rausfahren,<br />
haben den Wert von einem Einfamilienhaus.“<br />
Als Faustregel gilt: Ein Schlepper-PS<br />
kostet 650 bis 800 Euro - ein PKW<br />
mit 125 PS würde dann 100 000 Euro kosten.<br />
Großtraktoren mit Satellitentechnik werden<br />
auch hier vorwiegend von Lohnunternehmen<br />
bestellt, aber gerade in die Region<br />
Vogelsberg haben viele Nebenerwerbslandwirte<br />
noch ihre eigenen Maschinen. Und so<br />
stehen zwischen den Giganten in der Alsfelder<br />
Werkstatt auch kleine, sichtbar lang<br />
gediente Trecker, zur Hälfte zerlegt, die doch<br />
noch einmal eine neue Kupplung bekommen.<br />
„Hier ist jetzt nicht die High-End-<br />
Lösung gefragt“, meint Gerhardt, doch es ist<br />
ein Hinweis auf die Vielseitigkeit der Werkstatt.<br />
Einen Schlepper neuer Bauart untersucht<br />
der Techniker zunächst einmal mit<br />
dem Diagnosecomputer, aber „wir nehmen<br />
auch noch richtig Eisen in die Hand, das<br />
zeichnet einen Landtechnikbetrieb aus.“ Das<br />
Agrartechnik-Zentrum Alsfeld beschäftigt<br />
heute 19 Angestellte und drei Auszubildende.<br />
Die Arbeitsspitze des Jahres ist die Ackerbausaison,<br />
vor allem die Ernte. Alle Unternehmen<br />
haben dann Servicewagen mit<br />
mobilen Werkstätten im Einsatz. Das Agrartechnikzentrum<br />
Alsfeld unterhält sechs Servicewagen,<br />
jeweils mit elektronischer Diagnoseeinheit<br />
und Internetanschluss. Ein<br />
defektes Teil am Mähdrescher, sei es Lichtmaschine<br />
oder Turbolader, wird gleich vom<br />
Feld aus geordert und trifft als „SOS-Bestellung“<br />
bis zum nächsten Morgen um sechs<br />
Uhr in Alsfeld ein - am selben Vormittag<br />
muss der Mähdrescher wieder laufen. Leerzeiten<br />
gibt es aber auch im Winter nicht. Die<br />
Werkstatt ist rund um das Jahr beschäftigt,<br />
denn „unsere Kunden sind nicht mehr nur<br />
Landwirte,“ sagt Gerhardt, auch Unternehmen<br />
im Straßen- und Landschaftsbau und<br />
die Bauhöfe von Kommunen setzen Traktoren<br />
ein, die von Fachwerkstätten gewartet<br />
werden.<br />
8 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
AUFMACHER<br />
Erdfurchen wie mit dem Lineal gezogen:<br />
Kein Problem dank Korrektursignalen aus<br />
dem Hause Reichhardt Steuerungstechnik in<br />
Hungen.<br />
Revolutionäre Elektrotechnik<br />
aus Hungen<br />
Die hiesigen Agrartechnik-Unternehmen<br />
haben einen besonders kurzen Weg zum<br />
„Precision Farming“. Im Kammerbezirk<br />
arbeitet einer der wenigen konzernunabhängigen<br />
Entwickler automatischer Lenksysteme<br />
für die Landwirtschaft: Reichhardt<br />
Steuerungstechnik auf dem Hofgut Ringelshausen<br />
bei Hungen. Andreas Reichhardt<br />
gehörte in den 80er Jahren zu den Pionieren<br />
der Elektronik in der Landwirtschaft, heute<br />
beschäftigt er 60 Mitarbeiter in den Entwicklungsbüros<br />
und Werkstätten in Ringelshausen.<br />
Das Schlüsselwort ist RTK (Real<br />
Time Kinematik). Es nutzt wie ein Navigationsgerät<br />
im Auto die Signale geostationärer<br />
Satelliten (GPS), allerdings würde eine<br />
Genauigkeit von zehn Metern dem Landwirt<br />
auf dem Feld wenig helfen. Er braucht ein<br />
zusätzliches Korrektursignal, das den<br />
Schlepper bei der Bodenbearbeitung und<br />
den Mähdrescher bei der Ernte schnurgerade<br />
über das Feld leitet. Reichhardt entwickelte<br />
mit „RTK-Clue“ eine von den großen Landtechnikkonzernen<br />
unabhängige Lösung.<br />
RTK-Clue vernetzt Signalstationen, die nur<br />
begrenzte Reichweite haben, über das Internet<br />
und gibt die Korrektursignale per Mobilfunk<br />
an die Feldmaschinen weiter. Diese<br />
sind zum Empfang mit einem Modem ausgestattet.<br />
Mit RTK-Clue können sich Landwirte,<br />
Maschinenringe und Landtechnikunternehmen<br />
zusammenschließen und<br />
gemeinsam ihr eigenes Precision-Farming<br />
Netz betreiben. Es liefert Korrektursignale<br />
für eine Arbeitsgenauigkeit von zwei bis<br />
drei Zentimetern - das entlastet den Fahrer,<br />
senkt den Dieselverbrauch und verringert<br />
den Maschinenverschleiß. Dieses von der<br />
Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft als<br />
technische Innovation ausgezeichnete<br />
System nutzt auch Landtechnik Zörb aus<br />
Lützellinden.<br />
Landtechnik ist vielfältig, und wie vorhandenes<br />
Know-How neue Geschäftsfelder<br />
erschließt, zeigt Wagner Garten- und Landtechnik<br />
in <strong>Friedberg</strong>. Das Unternehmen entstand<br />
vor zehn Jahren im Zuge des Strukturwandels<br />
der Landtechnikwerkstätten. Zuvor<br />
Bezirksleiter übernahm Josef Wagner 2003<br />
die Niederlassung in <strong>Friedberg</strong> und führte<br />
sie als eigenen Landmaschinenfachbetrieb<br />
weiter. Es folgten zehn Jahre Investition und<br />
Wachstum: „Wir haben von der Gründung<br />
bis heute den Umsatz verdreifacht“, berichtet<br />
Josef Wagner - und es gab in keinem<br />
Jahr größere Einbrüche. Ein Grund dafür:<br />
„Unsere Branche hat die solidesten<br />
Geschäftspartner, die man sich vorstellen<br />
kann“, so Wagner, „im landwirtschaftlichen<br />
Bereich sind Ausfälle ganz selten.“ Vergrößert<br />
wurde so gut wie jedes Jahr, zuletzt entstand<br />
2012 ein außenstehendes Hochregal<br />
für Landmaschinen, in vier Etagen stapeln<br />
sich schwere Geräte. „Der Standort ist optimal,<br />
aber unser Platz ist begrenzt“, sagt<br />
Annelie Wagner, „also sind wir in die Höhe<br />
gewachsen.“<br />
Foto: Reichhardt<br />
Neue Landtechnik ist mit 80 Prozent des<br />
Umsatzes auch hier der Hauptzweig. Von<br />
den Fabrikaten Same, Deutz-Fahr und<br />
Lamborghini wurden im vergangenen Jahr<br />
40 Traktoren verkauft, in diesem Jahr waren<br />
es bereits zwei mit jeweils 250 PS und eingebauter<br />
Satelliteneinheit. Der Einzug der<br />
Elektronik setzt die Agrartechnikbetriebe<br />
allerdings auch unter Innovationsdruck.<br />
„Wir haben in fünf Jahren so viel Geld für<br />
Diagnosegeräte ausgegeben wie in 25 Jahren<br />
nicht“, sagt Josef Wagner. Pro Jahr rechnet<br />
er mit 10 000 Euro für Software und<br />
Hardware, wie bruchsichere Laptops für den<br />
Einsatz in den beiden Servicewagen. Hinzu<br />
kommt die laufende Fortbildung der Mitarbeiter.<br />
Es geht aber kein Weg daran vorbei:<br />
„Wir müssen von der Elektronik her so ausgestattet<br />
sein, dass wir auch die schwierigen<br />
Reparaturen machen können.“<br />
„Die Rahmenbedingungen für <strong>2013</strong> sind<br />
gut“, sagt Josef Wagner, zunehmend auch<br />
bei Kundenkreisen außerhalb der Landwirtschaft.<br />
So bieten die Ausstellungsräume in<br />
<strong>Friedberg</strong> Geräte zur Garten- und Landschaftspflege,<br />
zur Holzverarbeitung, auch<br />
Motorkehrmaschinen und Pkw-Anhänger.<br />
„Wir setzen auf große Auswahl“, sagt <br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 9
AUFMACHER<br />
Die Technik ändert sich von Jahr zu Jahr, eine<br />
Herausforderung für Werkstätten wie die<br />
Wagner Garten- und Landtechnik in <strong>Friedberg</strong>.<br />
Foto: M. Schlag<br />
Annelie Wagner und man vertreibe keine<br />
Discountprodukte, ãdas kšnnen wir uns als<br />
FachhŠndler nicht leisten.Ò Die Gartentechnik<br />
verbessert die Auslastung der Werkstatt<br />
Ÿber das Jahr, unter den zwšlf Mitarbeitern<br />
sind zwei Spezialisten nur fŸr GartengerŠte<br />
zustŠndig. Und wieder ist die Entwicklung<br />
technikgetrieben, denn ãwas fŸr die Landtechnik<br />
gilt, gilt auch fŸr die RasenmŠherÒ,<br />
sagt Josef Wagner Ð sie kommen nicht mehr<br />
ohne Elektronik aus. Der aktuelle Renner<br />
seien automatische, fŸhrerlose MŠhmaschinen,<br />
allein fŸnfzig verkaufte er vergangenes<br />
Jahr vom Typ ãAutomowerÒ, trotz Preisen<br />
von 1 500 bis 3 000 Euro pro StŸck. ãEin<br />
PhŠnomen, das hŠtte ich nie gedachtÒ, sagt<br />
Josef Wagner. Und die Roboter brauchen<br />
auch nach Verkauf den Fachbetrieb, sie<br />
benštigen jŠhrlich eine Wartung und ein<br />
Software-Update in der Werkstatt.<br />
Die FrŸhjahrsausstellung bei Zšrb Landtechnik<br />
geht zu Ende, bis 17.00 Uhr kamen<br />
etwa 700 Besucher, um neueste Landtechnik<br />
zu erleben. Die VŠter zieht es mit ihren trekkerbegeisterten<br />
Sšhnen allmŠhlich nach<br />
Hause, da rennt ein SechsjŠhriger noch einmal<br />
zurŸck in die Werkshalle: ãWarte Papa,<br />
ich brauche noch die Prospekte.Ò ■<br />
LINKS<br />
www.klotzlandtechnik.de<br />
www.reichhardt.com<br />
www.rwz.de<br />
www.wagnerlandtechnik.de<br />
www.zoerb-landtechnik.de<br />
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Michael Schlag<br />
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Qualitätsmanagement in der<br />
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Gute Ernährung ist bekanntlich die Voraussetzung<br />
für gesundes Leben. Aber wie gut ist das,<br />
was wir täglich essen und trinken? Und ist es<br />
mit der enormen Fülle der angebotenen<br />
Lebensmittel tatsächlich gelungen, alle Kundenwünsche<br />
zu erfüllen? BSE, Dioxin-Eier,<br />
EHEC-Sprossen – angesichts wiederholter<br />
Lebensmittelkrisen ist nicht nur das Thema<br />
Qualitätssicherung, sondern auch das kundenorientierte<br />
Qualitätsmanagement von höchster<br />
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Die Autoren bieten einen übersichtlichen Leitfaden,<br />
der nicht nur die wichtigsten gesetzlichen<br />
Regelungen, Standards, Akkreditierungsund<br />
Zertifizierungsverfahren darstellt, sondern<br />
auch praxisorientierte Qualitätssicherungsstrategien<br />
entwickelt und zeigt, wie sie sich in<br />
Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft<br />
praktisch umsetzen lassen.<br />
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ISBN 978-3-86329-444-1, Preis 69,- Euro ■<br />
10 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Nutzfahrzeuge<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 11
Für Ihr Geschäft geben wir unser Bestes<br />
Auto-Park Schreier Bad Nauheim<br />
Der Business-stützpunkt<br />
Der Auto-Park Schreier in Bad<br />
Nauheim zählt zu den bundesweit<br />
rund 80 Citroen-Business-Stützpunkten.<br />
Mit speziell<br />
geschulten Verkaufsberatern<br />
konzentriert sich das Verkaufsteam<br />
auf die speziellen Bedürfnisse<br />
von Firmenkunden.<br />
„Beim Fahrzeugkauf kommt<br />
es – wie so oft - auf gute Beratung<br />
an. Deshalb bieten unsere<br />
Verkaufsberater spezielle<br />
Branchen-Lösungen und sorgen<br />
dafür, dass jeder ein Fahrzeug<br />
erhält, das genau auf seine<br />
Bedürfnisse zugeschnitten<br />
ist,“ so Melanie Schreier-Brost<br />
Geschäftsführerin im Auto-<br />
Park Schreier Bad Nauheim.<br />
„Dazu gehören natürlich auch<br />
Full-Leasing-Angebote inklusive<br />
Wartung- und Verschleiß-Reparaturen,<br />
KFZ-Versicherung<br />
sowie Hol- und Bring-Service.<br />
Firmeninhaber wollen sich auf<br />
Ihr Kerngeschäft konzentrieren<br />
und Kosten kalkulierbar halten.<br />
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des UVP zzgl.MwSt. und Fracht für folgende Aktionsmodelle: CITROËN JUMPER Pkw (nicht für die Version Minibus) und<br />
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Mitglied in der Innung zu sein,<br />
zahlt sich beim Autokauf im<br />
Auto-Park Schreier aus. Mit<br />
den Rahmenabkommen, die<br />
der Hersteller mit verschiedenen<br />
Verbänden unterhält, können<br />
Innungsmitglieder attraktive<br />
Sonderkonditionen bei Kauf<br />
von Fahrzeugen mit gewerblicher<br />
Zulassung erhalten. Die<br />
abgeschlossenen Rahmenabkommen<br />
gewähren Preisvorteile<br />
beim Barkauf, bei der Finanzierung<br />
und beim Leasing.<br />
reparatur unD Wartung<br />
für Das arBeitstier<br />
Transporter sind oft und viel<br />
im Einsatz – bei jedem Wetter<br />
und oftmals stark beansprucht.<br />
Die Folge: Verschleiß<br />
und Abnutzung – auch bei sicherheitsrelevanten<br />
Teilen. Eine<br />
regelmäßige Wartung ist somit<br />
zwingend erforderlich. Im<br />
Kundendienst hat der Auto-<br />
Park Schreier speziell für Firmenkunden<br />
Samstag-Service,<br />
Hol- und Bring-Service und<br />
Nutzfahrzeug-Ersatzwagen in<br />
seinem Programm. „Wir halten<br />
unsere Firmenkunden mobil –<br />
das ist unser Business“, so Frau<br />
Schreier-Brost. „Im harten Arbeitsalltag<br />
kann es auch schnell<br />
einmal zu kleineren oder größeren<br />
Schäden am Fahrzeug<br />
kommen. Nicht zuletzt weil ein<br />
Transporter auch die Visitenkarte<br />
der Firma ist, sind auch<br />
optische Beschädigungen sehr<br />
unschön. Auch hierfür sind wir<br />
der richtige Partner und bringen<br />
technisch und optisch alles<br />
wieder ins Lot, ohne die wirtschaftlichen<br />
Aspekte aus dem<br />
Blick zu verlieren.“<br />
zufrieDene kunDen<br />
sinD Der schönste erfolg<br />
Der Auto-Park Schreier erzielt<br />
dank fachlicher Kompetenz<br />
Bestnoten in unabhängigen<br />
Werkstatttests. Neben den<br />
Tests von Citroen und Peugeot,<br />
durchgeführt vom ADAC hat<br />
der Auto-Park auch den Renault-Test,<br />
ausgerichtet durch<br />
den TÜV Rheinland mit „sehr<br />
gut“ bestanden.<br />
Qualität und Leidenschaft sind<br />
die Merkmale eines guten Autohauses.<br />
Und diese Eigenschaf-<br />
12 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
für sie im einsatz:<br />
Das Team vom<br />
Autohaus Schreier<br />
ten sind im Auto-Park Schreier<br />
Programm. Der Traditionsbetrieb<br />
steht für ein Unternehmen,<br />
in dem die Begeisterung für<br />
Automobile spürbar wird. „Wir<br />
sehen uns als wirklicher Partner<br />
unserer Kunden,“ so Melanie<br />
Schreier-Brost. „Für uns<br />
steht nicht nur der Verkauf von<br />
Automobilen im Mittelpunkt,<br />
sondern vor allem hochwertiger<br />
und umfassender Services,<br />
der das gesamte Autoleben abdeckt.<br />
Zufriedene Kunden sind<br />
der schönste Erfolg.“<br />
So wurden schon in 2012 alle<br />
Werkstatt-Tests, die vom ADAC<br />
und der Citroën Deutschland<br />
GmbH durchgeführt wurden<br />
mit Spitzenergebnis bestanden.<br />
Ferner wurde der Auto-Park<br />
Schreier, Bad Nauheim, als einer<br />
der besten Citroen-Händler<br />
Deutschlands ausgezeichnet<br />
und in den Citroen Champions<br />
Club 2012 aufgenommen.<br />
Die Auszeichnung ist eine Anerkennung<br />
für herausragende<br />
Leistungen. Gewertet wurden<br />
vor allem Kundenzufriedenheit<br />
und besondere Verkaufs- und<br />
Serviceleistungen. In Deutschland<br />
sind nur 50 Händler mit<br />
diesem besonderen Preis ausgezeichnet<br />
worden. „Alle Mitarbeiter<br />
des Auto-Park Schreier,<br />
Bad Nauheim haben zu dieser<br />
Auszeichnung beigetragen - es<br />
ist eine echte Team-Leistung,“<br />
so Frau Schreier-Brost.<br />
Und auch schon in 2011 erhielt<br />
der Auto-Park Schreier<br />
den Quality Award „Citroen-<br />
Passion für unsere Kunden“ für<br />
herausragende Leistung. Nur<br />
10 deutschen Händlern wurde<br />
diese höchste Auszeichnung<br />
des Konzerns verliehen.<br />
Mehr Informationen unter:<br />
www.autopark-schreier.de<br />
INKL. 1. ÖLWECHSEL<br />
alles Begann in einer tankstelle<br />
Die Auto-Park Klaus Schreier GmbH<br />
wurde vor 30 Jahren von Klaus<br />
Schreier gegründet. Zunächst begann<br />
alles an einem Tankstellenbetrieb<br />
mit Citroen-Vertrags-Werkstatt<br />
und einem Mitarbeiter in der Frankfurter<br />
Straße in Bad Nauheim.<br />
Elf Jahre später und mit damals zehn<br />
Mitarbeitern zog die Firma Klaus<br />
Schreier GmbH in das Gewerbegebiet<br />
am Taubenbaum um. Dies war ein<br />
sehr gewagter Schritt zur damaligen<br />
Zeit, zumal die Marke Citroen 1994<br />
noch weitaus nicht so populär war<br />
wie heute.<br />
Im Januar 2004 wurde der Auto-Park<br />
Schreier offizieller Vertrags-Partner<br />
von Peugeot. Und erhielt schon im<br />
ersten Jahr eine Peugeot-Auszeichnung<br />
für besonders gute Leistungen.<br />
Im April 2011 öffnete der Auto-Park<br />
Schreier auch für die Marke Renault<br />
seine Türen und machte das Franzosen-Trio<br />
perfekt: Alle drei französischen<br />
Marken unter einem Dach.<br />
Mittlerweile versteht sich der Auto-<br />
Park Schreier als Fachwerkstatt und<br />
Kompetenz-Center für französische<br />
Automobile. Mit mittlerweile 30 Mitarbeitern,<br />
5.200 m 2 Ausstellungsfläche,<br />
einem 2.700 m 2 großem Logistik-Center<br />
und mit Citroen, Peugeot<br />
und Renault – und künftig auch Dacia-Service<br />
– in einem Haus, ist der<br />
Auto-Park die erste Adresse in puncto<br />
Autokauf und Instandsetzung.<br />
VON DER HÄRTESTEN JURY<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 13
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(innerorts), 6,4 (außerorts), 7,2 (kombiniert); CO2-Emissionen: 189 g/km (kombiniert); E5zienzklasse: D.<br />
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und trotz beeindruckender Transportleistung ein minimaler<br />
Verbrauch – der neue Mercedes-Benz Citan ist ein Wirtschaftswunder.<br />
Der Stadtlieferwagen ist groß in der Leistung und citygerecht<br />
kompakt in den Abmessungen. Beeindruckende Qualität und Fahrdynamik,<br />
vorbildliche Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.<br />
Mit seiner Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit liefert der neue<br />
Mercedes-Benz Citan Lösungen für die verschiedensten Kundenanforderungen.<br />
Basis ist der Kastenwagen in drei Längen von 3,94<br />
Meter (Citan Kompakt) über 4,32 Meter (Lang) bis 4,71 Meter<br />
(Extralang). Ideale Voraussetzungen für den Stadtverkehr bietet<br />
auch die Fahrzeugbreite: Inklusive der beiden Außenspiegel misst<br />
der Citan 2,14 Meter. Die reine Karosseriebreite beträgt nur 1,83<br />
Meter. Hinzu kommt der variable Fünfsitzer Citan Mixto mit klappbarer<br />
Fondsitzbank, optionalem Trenngitter zum Laderaum und<br />
zwei Schiebetüren. Er basiert auf der extralangen Variante. Die<br />
dritte Grundausführung bildet der Citan Kombi, ein Fünfsitzer mit<br />
klappbarer Fondsitzbank und Schiebetüren serienmäßig beidseitig<br />
auf Basis der langen Ausführung.<br />
Weil es im Job jederzeit zur Sache geht, steht der neue Citan jetzt bei Neils &<br />
Kraft für Sie bereit! Ab sofort können Sie ihn Probe fahren und zu besonders<br />
günstigen Leasing-Konditionen direkt mitnehmen.<br />
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Citan WORKER<br />
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Wer weniger Wert auf die zahlreichen Sonderausstattungen legt,<br />
kann sich für den Citan Worker entscheiden. Er ist nur als Kastenwagen<br />
erhältlich und ein preisgünstiger Einsteigertyp.<br />
Mit einem besonderen Plus wartet der neue Citan unter der Motorhaube<br />
auf. Drei Dieselmotorvarianten stehen dort zur Wahl, bei<br />
denen die Gangwahl über manuelle Fünf- oder Sechsgang-Schaltgetriebe<br />
via Joystick erfolgt. Hinzu kommt ab Mitte des Jahres der<br />
aufgeladene Benzin-Direkteinspritzer. Die Motoren überzeugen<br />
durchgehend mit den niedrigsten Kraftstoff-verbräuchen in dieser<br />
Klasse. So beläuft sich in gleich zwei Leistungsvarianten des Dieselmotors<br />
mit BlueEFFICIENCY-Technologie der Normverbrauch<br />
auf gerade einmal 4,3 Liter pro 100 km.<br />
Testen Sie den neuen Citan bei einer Probefahrt und vereinbaren<br />
Sie Ihren individuellen Termin bei Neils & Kraft unter der kostenlosen<br />
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außerorts 4,7–4,2/kombiniert 5,0–4,3. CO₂-Emissionen<br />
(g/km): kombiniert 130-112.<br />
Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht<br />
Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen<br />
verschiedenen Fahrzeugtypen.*Kaufpreis ab Werk 12.725,00€, abzüglich<br />
Sonderbonus Markteinführung 735,00€ befristet bis 30.<strong>06</strong>.<strong>2013</strong>,<br />
Markteinführungskaufpreis ab Werk 11.990,00€, Leasing-Sonderzahlung<br />
2.196,64€, Laufzeit 48 Monate, Gesamtlaumeistung 40.000km. Ein Leasing-<br />
Beispiel der Mercedes-Benz Leasing GmbH, Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart.<br />
Alle genannten Preise verstehen sich zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer, sofern die<br />
Beträge umsatzsteuerpmichtig sind. Abb. enthält Sonderausstattung. Anbieter:<br />
Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart.<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 17
WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
Foto: pm<br />
Neuer Name, neuer Vorstand und 49 neue Mitglieder<br />
Bekenntnis für die Region<br />
Jury und Preisträger für den<br />
MINTMit-Preis: Sascha Drechsel<br />
(Verband der Metall- und Elektro-<br />
Unternehmen Hessen), Frank Höhn<br />
(Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie<br />
Wiesbaden e.V.), Dr.<br />
Martin Pott (Handwerkskammer<br />
Wiesbaden und Vorsitzender des<br />
Netzwerks Bildung), Klaus Repp<br />
(Handwerkskammer Wiesbaden),<br />
Angelika Berbuir (Agentur für<br />
Arbeit Wetzlar), Professor Dr.<br />
Albrecht Beutelspacher (Mathematikum),<br />
Judith Plaum (Martin<br />
Luther-Schule Marburg), Dr. Lars<br />
Witteck (Verein Mittelhessen),<br />
Dietrich Heese und Stefan Ketter<br />
(Gymnasium Philippinum Weilburg),<br />
Friedel Fiedler (Johanneum<br />
Gymnasium Herborn), (v.li.n.re.).<br />
Verein MitteHessen wird Verein Mittelhessen und verleiht erstmalig MINTMit-Preis.<br />
In der turnusgemäßen Mitgliederversammlung<br />
– der ersten<br />
nach der Neu-Organisation des<br />
mittelhessischen Regionalmanagements<br />
– konnte Regierungspräsident<br />
Dr. Lars Witteck als<br />
Vorsitzender des Vereins fast 50<br />
neue Mitglieder begrüßen: „Ich<br />
freue mich, dass unsere Idee, den<br />
Verein als lebendiges Netzwerk<br />
auszubauen, so gut angenommen<br />
wird. Im Januar noch mit 72 Mitgliedern<br />
gestartet haben wir<br />
inzwischen mit 121 Mitgliedern<br />
einen neuen Höchststand erreicht,<br />
auf dem wir uns aber noch lange<br />
nicht ausruhen wollen.“ Mit der<br />
Gründung der Regionalmanagement<br />
Mittelhessen GmbH entwikkelten<br />
19 Gesellschafter zum<br />
1. Januar <strong>2013</strong> die Organisation<br />
fort. Im Zuge dieser Entwicklung<br />
benannten die Mitglieder ihren<br />
Verein in „Mittelhessen e. V.“ um<br />
und wählten turnusgemäß den<br />
Vorstand neu.<br />
Den ländlichen<br />
Raum stärken<br />
Die Mitgliederversammlung<br />
im Konferenzzentrum der Mundipharma<br />
GmbH wurde von PR-<br />
Managerin Kerstin Goertz eröffnet,<br />
die das Unternehmen mit<br />
947 Mitarbeitern, das sich seit<br />
1975 am Standort Limburg<br />
befindet, vorstellte. In seinem<br />
Bericht stellte Dr. Witteck die<br />
Aktivitäten des letzten Jahres<br />
dar: unter anderem präsentierte<br />
sich die Region Mittelhessen<br />
erstmalig auf dem Hessentag in<br />
Wetzlar und zum achten Mal<br />
auf der internationalen Gewerbe-Immobilienmesse<br />
Expo Real<br />
in München. In Zukunft werde<br />
das regionale Fachkräftemarketing<br />
im Fokus stehen, um Mittelhessen<br />
auf den demografischen<br />
Wandel vorzubereiten.<br />
„Der Verein Mittelhessen macht<br />
sich als der Gesellschafter im<br />
Regionalmanagement stark, der<br />
als einziger für die ganze Region<br />
und ohne Partikularinteressen<br />
spricht“, verdeutlichte Witteck,<br />
der ankündigte, dass das<br />
erfolgreiche Netzwerk Wirtschaft<br />
und der jährliche Parlamentarische<br />
Abend weiterhin<br />
von Seiten des Vereins veranstaltet<br />
würden: „Wir wollen uns<br />
insbesondere für den ländlichen<br />
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18 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
Raum stark machen, wir sind<br />
das Netzwerk in und für Mittelhessen<br />
und nutzen so unseren<br />
Mitgliedern!“<br />
MINTMit-Preis<br />
verliehen<br />
Nach dem Bericht des ehrenamtlichen<br />
Interims-Geschäftsführers<br />
Dr. Matthias Leder, der<br />
zum 1. Juni durch einen hauptamtlichen<br />
Geschäftsführer abgelöst<br />
wird, dankte Witteck ihm<br />
und dem scheidenden Vorstand<br />
für ihr Engagement in der Phase<br />
der Weiterentwicklung; die<br />
GmbH-Gesellschafter – alle mittelhessischen<br />
Handwerkskammern,<br />
<strong>IHK</strong>s, Hochschulen, Landkreise<br />
und Oberzentren sowie<br />
die Stadt Limburg waren als Vereinsmitglieder<br />
ausgeschieden<br />
und damit nicht mehr wählbar.<br />
Ohne Gegenstimmen wurden<br />
daraufhin Vorstand und<br />
Geschäftsführung entlastet und<br />
der neue Vorstand gewählt, dem<br />
Dr. Witteck weiterhin als Vorsitzender<br />
angehören wird. Der<br />
geschäftsführende Vorstand<br />
Der Neue VorsTaND<br />
Vorsitzender:<br />
Regierungspräsident Dr. Lars Witteck<br />
wird durch Dr. Frank Schmidt,<br />
Bürgermeister der Gemeinde<br />
Löhnberg, als Stellvertreter und<br />
Günter Sedlak, Vorstandsvorsitzender<br />
der Sparkasse Oberhessen<br />
als Finanzvorstand komplettiert.<br />
Als inhaltlicher Höhepunkt<br />
wurde der vom Netzwerk Bildung<br />
ausgeschriebene und mit<br />
2 500 Euro dotierte MINTMit-<br />
Preis an das MINT³-Camp der<br />
Schulen Johanneum Gymnasium<br />
Herborn, Martin-Luther-<br />
Schule Marburg und Philippinum<br />
Weilburg verliehen, der die<br />
Stärken der Bildungs- und Wissensregion<br />
vor Augen führte.<br />
„Unternehmen, Institutionen,<br />
Kommunen, aber auch Privatpersonen<br />
sind herzlich eingeladen,<br />
sich zu Ihrer Region zu<br />
bekennen und sich mit uns zu<br />
vernetzen“, sprach der alte und<br />
neue Vorsitzende eine Einladung<br />
aus. Wir freuen uns über viele<br />
weitere neue Mitglieder!“ n<br />
ONLINE<br />
www.region-mittelhessen.de<br />
stellvertretender Vorsitzender:<br />
Dr. Frank Schmidt (Bürgermeister der Gemeinde Löhnberg)<br />
MINTMIT-PreIs <strong>2013</strong><br />
Für ihr überdurchschnittliches Engagement im Bereich Mathematik,<br />
Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wurden die drei<br />
Schulen in der Mitgliederversammlung des Vereins Mittelhessen mit<br />
dem ersten MINTMit-Preis ausgezeichnet. Der Preis war im Rahmen<br />
eines Wettbewerbes im Juli 2012 vom „Netzwerk Bildung“ ausgeschrieben<br />
worden, um MINT-Aktivitäten in Mittelhessen auszuzeichnen.<br />
Dr. Martin Pott, Geschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden<br />
und Vorsitzender des Netzwerks erläuterte: „Von der Kindertagesstätte<br />
bis zur Universität haben wir qualitativ sehr hochwertige Bewerbungen<br />
erhalten und haben uns mit der Auswahl sehr schwer getan!“ Unter der<br />
Schirmherrschaft des Mittelhessen-Botschafters Professor Albrecht<br />
Beutelspacher fand sich eine sechsköpfige Jury zusammen, die sich<br />
schließlich auf das Projekt „MINT³-Camp“ einigte. Die Schulen Johanneum<br />
Gymnasium Herborn, Martin-Luther-Schule Marburg und Philippinum<br />
Weilburg aus drei mittelhessischen Landkreisen haben sich<br />
zusammen getan, damit jedes Jahr in einem MINT³-Camp eine Woche<br />
lang ausgewählte Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe<br />
gemeinsam die Lust am Experimentieren erleben können. Ihre Ergebnisse,<br />
die durchwegs an aktuellen Themen wie Energie oder lebensnahen<br />
Objekten wie Nagellack durchgeführt werden, stellen die Schüler<br />
am Ende in Präsentationen der Öffentlichkeit vor und trainieren so<br />
auch gleich die Vermittlung und Diskussion von Erkenntnissen.<br />
In der Jury saßen neben Prof. Beutelspacher, Klaus Repp und Dr. Pott<br />
noch Angelika Berbuir (Agentur für Arbeit Wetzlar), Sascha Drechsel<br />
(Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen), sowie Frank<br />
Höhn (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Wiesbaden e.V.). Den<br />
Preis nahmen stellvertretend für die drei Schulen Dietrich Heese und<br />
Stefan Ketter (Gymnasium Philippinum Weilburg), Friedel Fiedler<br />
(Johanneum Gymnasium Herborn) und Judith Plaum (Martin Luther-<br />
Schule Marburg) entgegen.<br />
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Finanzvorstand:<br />
Günter Sedlak (Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Oberhessen)<br />
Thomas Janssen (Geschäftsführer der Pharmaserv GmbH & Co. KG)<br />
Annegret Puttkammer (Pröpstin für Nord-Nassau in der Evangelischen<br />
Kirche Hessen und Nassau)<br />
Gunter Schneider (Geschäftsführer der Schneider GmbH & Co. KG)<br />
Rolf Witezek (Vorstand der Volksbank Mittelhessen eG)<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 19
WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
KompetenzForum „Erneuerbare Energien in Unternehmen“<br />
Energiekosten senken<br />
Jährliche Einsparungen von bis zu 240 000 Euro möglich.<br />
Zum vierten Mal in diesem<br />
Jahr lud das Kompe-<br />
Möglichkeit, sich von den stei-<br />
Helmut Ziegler von der in Loltet<br />
diesen Unternehmen die im Unternehmen berichtete<br />
tenzNetz UmweltTechnologie<br />
genden Kosten zu emanzipielar<br />
ansässigen Bosch KWK<br />
(KNUT) zu der Semiren.<br />
Systeme GmbH. Er stellte dar,<br />
narreihe „KompetenzForum Dr. Birte Pfeiffer-Morhenn wie attraktiv der Einsatz von<br />
UmweltTechnologie“ ein. vom Netzwerkmanagement BHKWs speziell in der Verbindung<br />
Thema der Veranstaltung war<br />
dieses Mal „Erneuerbare Energien<br />
in Unternehmen“.<br />
In Zeiten von steigenden<br />
KNUT begrüßte zu der Fachveranstaltung<br />
die rund 20 Teilnehmer<br />
und sechs Referenten im<br />
<strong>IHK</strong>-Schulungsgebäude in <strong>Gießen</strong>.<br />
der Eigenstromnutzung<br />
sein kann. Je nach Größe des<br />
BHKWs zeigte er Gewinne von<br />
30 000 bis sogar 240 000 Euro<br />
Energiepreisen und immer<br />
Andreas Habermehl von pro Jahr auf. Bernd Pfeiffer,<br />
höheren Energiesteuern und der LoEnSys GmbH sprach zum Geschäftsführer Eidmann<br />
-umlagen wird es für Unternehmen<br />
immer wichtiger, sich<br />
nach Alternativen zur konventionellen<br />
Energie zu suchen.<br />
Zum Beispiel trifft der Anstieg<br />
der EEG-Umlage im Jahr <strong>2013</strong><br />
besonders die kleinen Unternehmen,<br />
die nicht davon befreit<br />
werden können. Der Einsatz<br />
von erneuerbaren Energien bie-<br />
Thema „Energiekosten reduzieren<br />
durch Energieverbrauch<br />
von Solarstrom“ und stellte<br />
verschiedene Batteriesysteme<br />
vor, die sich auch für Ein- und<br />
Mehrfamilienhäuser insbesondere<br />
mit einer Förderung bereits<br />
rechnen können.<br />
Über die Einsatzmöglichkeiten<br />
von Blockheizkraftwerken<br />
GmbH, gab Einblicke in die<br />
regenerative betriebliche Wärmeversorgung<br />
mit Holz. „Bezogen<br />
auf die Kosten können sie<br />
mit Holz doppelt so lange heizen,<br />
wie mit Öl“, versprach er.<br />
Dies untermauerte Pfeiffer mit<br />
diversen Praxisbeispielen. Des<br />
Weiteren stand die Geothermie<br />
im Fokus der Veranstaltung.<br />
Hierzu referierte Matthias<br />
Schneider, TERRA THERM Erdwärme<br />
GmbH, und gab den<br />
Teilnehmern Beispiele aus der<br />
Praxis. Weitere Praxisbeispiele<br />
über den Einsatz von Wärmepumpen<br />
in Unternehmen gab<br />
Sascha Reitz, Geschäftsführer<br />
Reitz-Topmann GmbH. „Die<br />
Vorteile für den Einsatz von<br />
Wärmepumpen liegen auf der<br />
Hand: Umweltschutz, niedrige<br />
Anschaffungskosten, niedrige<br />
Betriebskosten, Unabhängigkeit<br />
von den Rohstoffmärkten,<br />
platzsparend und multifunktionell<br />
(Heizen – Kühlen – Lüften).<br />
Ferner rundetet das Thema<br />
„Finanzierung und Contracting<br />
von Erneuerbare Energien-<br />
Anlagen und innovativer Effizienztechnik“,<br />
welches Ludwig<br />
Montag der SynEnergie GmbH<br />
den Teilnehmern vorstellte, das<br />
Seminar ab. Bei der anschließenden<br />
Diskussionsrunde hatten<br />
die Teilnehmer die Möglichkeit,<br />
gemeinsam mit den<br />
Referenten Fragen zu diskutieren<br />
und zu klären. n<br />
KompetenzForum<br />
„Energieeinkauf - Theorie und Praxis"<br />
Termin: 13. bis 14. Juni <strong>2013</strong><br />
uhrzeit: 9.00 bis 16.30 Uhr<br />
Veranstaltungsort: <strong>IHK</strong> Schulungsgebäude, Flutgraben 4 in <strong>Gießen</strong><br />
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Strom und Gas! Der Energieeinkauf<br />
ist ein kontinuierlicher<br />
Prozess, bei dem sich die besten<br />
Konditionen erzielen lassen,<br />
wenn bestimmte Einkaufsstra-<br />
tegien verfolgt werden. Im<br />
Rahmen dieses Seminars wird<br />
ausführlich die Funktionsweise<br />
der Marktmechanismen von<br />
Strom- und Gasmärkten erläutert<br />
und die daraus resultierenden<br />
Optimierungsmöglichkeiten<br />
der Energiebeschaffung<br />
dargestellt. Das erlangte theoretische<br />
Wissen wird am zweiten<br />
Seminartag durch zahlreiche<br />
Praxisbeispiele, Berechnungen<br />
und Prüfungen ergänzt.<br />
n<br />
ONLINE<br />
www.knut-hessen.de<br />
Foto: photocase<br />
20 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
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der Energieeffizienz in<br />
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Energieeffizienz-Wettbewerb<br />
ist international ausgeschrieben<br />
und offen für Unternehmen<br />
jeder Größe und Branche. Voraussetzung<br />
ist, dass Sie erfolgreich<br />
ein Projekt zur Steigerung<br />
der Energieeffizienz im eigenen<br />
Betrieb umgesetzt haben. Den<br />
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dotierten Preis unter Schirmherrschaft<br />
von Bundeswirtschaftsminister<br />
Dr. Philipp Rösler<br />
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Unterstützung der Premium-Partner<br />
DZ BANK AG,<br />
Imtech Deutschland GmbH &<br />
Co. KG und Siemens AG.<br />
Bewerbungsschluss ist der<br />
30. Juni <strong>2013</strong>. Im Anschluss<br />
wird die Jury des Energy Efficiency<br />
Awards <strong>2013</strong> die eingegangenen<br />
Wettbewerbsbeiträge<br />
bewerten und die diesjährigen<br />
Preisträger bestimmen. Erstmalig<br />
wird dieses Jahr im September<br />
eine „Shortlist“ von bis zu<br />
15 Wettbewerbsbeiträgen veröffentlicht,<br />
die für den Award<br />
nominiert sind. Die Bekanntgabe<br />
der Preisträger sowie die<br />
Preisverleihung finden am 25.<br />
November <strong>2013</strong> auf dem dena-<br />
Energieeffizienzkongress in<br />
Berlin statt.<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 21
WIRTSCHAFT UND POLITIK<br />
eine Herausforderung für Körper und Geist: Life Kinetik<br />
Foto: P. Zielinski<br />
Wirtschaftsjunioren Wetterau e.V.<br />
Für effektive<br />
Gehirnentfaltung<br />
Life Kinetik-Trainer Markus Groetsch brachte<br />
die Teilnehmer ins Schwitzen.<br />
„es geht nicht ums<br />
Können, es geht ums<br />
Machen“, ermunterte<br />
der Rodheimer Life Kinetik-<br />
Trainer Markus Groetsch die<br />
Wirtschaftsjunioren Wetterau,<br />
sich am „Bewegungsprogramm<br />
zur Gehirnentfaltung“ zu beteiligen.<br />
Etwa 20 Juniorinnen und<br />
Junioren waren zum Teil in<br />
Begleitung ihrer Partner in die<br />
Hanauer Straße nach <strong>Friedberg</strong><br />
gekommen, um ein neuartiges<br />
Bewegungs- und Balltraining<br />
kennen zu lernen, das unter<br />
anderem Abhilfe gegen<br />
Gedächtnislücken sowie Konzentrations-<br />
und Koordinationsprobleme<br />
schaffen soll.<br />
„Die erste Aufgabe kann<br />
jeder“, scherzte Groetsch und<br />
genauso war es. Egal, ob mit<br />
oder ohne Bänder oder Bälle –<br />
die Aufgaben, die der Trainer an<br />
Körper und Geist der Wirtschaftsjunioren<br />
stellte, wurden<br />
von Übung zu Übung schwieriger.<br />
„Mit Life Kinetik werden<br />
Einteilung in vorne und hinten,<br />
wobei der hintere Teil für die<br />
Grobdaten und der vordere Teil<br />
für das aktive Denken zuständig<br />
ist. Während die untere Hälfte<br />
des Gehirns die Emotionen<br />
neue Verknüpfungen der steuere, befände sich die sachliche<br />
Gehirnneuronen geschaffen, die<br />
es ermöglichen, sich schnellstmöglich<br />
noch flexibler und<br />
Hälfte oben. Life Kinetik<br />
werde gerne auch von Sportlern<br />
betrieben. So habe das Mentaltraining<br />
innovativer auf gegebene<br />
unter anderem Skiass<br />
Momente und Situationen einzustellen“,<br />
erklärte er. So würde<br />
nicht nur das motorische Lernvermögen<br />
stimuliert, sondern<br />
auch die kognitiven und Gleichgewichtsfähigkeiten<br />
gefördert.<br />
Die Übungen der Life Kinetik-<br />
Methodik stellten somit eine<br />
sinnvoll strukturierte Bereicherung<br />
der traditionellen Koordinationstrainingsübungen<br />
dar.<br />
„Die Life Kinetik basiert auf<br />
einer Unterteilung des Gehirns<br />
nach dem synaptischen Modell.<br />
Felix Neureuther große Erfolge<br />
beschert, aber auch Jürgen<br />
Klopp würde Life Kinetik beim<br />
Fußballtraining mit Borussia<br />
Dortmund einsetzen. Für das<br />
Programm sollte eine Stunde<br />
pro Woche eingeplant werden.<br />
Es lässt sich auch gut in den<br />
laufenden Trainingsbetrieb oder<br />
in den Alltag – Stichwort Mittagspause<br />
– integrieren. Altersbeschränkungen<br />
gibt es bei der<br />
Life Kinetik nicht. Daniel Götz,<br />
der den Kontakt zu Markus<br />
Dieses teilt das Gehirn nicht nur Groetsch hergestellt hatte,<br />
in eine rechte (kreative) und<br />
linke (logische) Seite, sondern<br />
auch in eine untere und obere“,<br />
bedankte sich bei dem Life<br />
Kinetik-Trainer, der „In der<br />
Schreinerei“ in Rosbach Life<br />
führte Groetsch aus. Dazu Kinetik-Kurse anbietet. n<br />
kommt auch noch eine weitere<br />
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22 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
Foto: A. Bette<br />
SERVICE<br />
Die Teilnehmer des <strong>IHK</strong>-Arbeitskreises Elektromobilität<br />
besichtigen die Produktion des Grünberger<br />
Unternehmens Bender GmbH & Co. KG.<br />
Wo Strom ist, lauern Gefahren<br />
Sicherheit in Elektrofahrzeugen<br />
Treffen des Arbeitskreises Elektromobilität bei Bender in Grünberg<br />
Umgang mit Strom ist immer eng verbunden<br />
mit einem effektiven Sicherheitsmanagement<br />
zur VerhŸtung<br />
von UnfŠllen durch StromschlŠge. Elektrische<br />
Sicherheit in einer Vielzahl von<br />
Anwendungsbereichen ist ein zentrales<br />
Thema der Bender Gruppe. Im Rahmen der<br />
sich rasch entwickelnden ElektromobilitŠt<br />
bietet Bender modernste IsolationsŸberwa-<br />
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chungsgerŠte fŸr Elektrofahrzeuge an, um<br />
Nutzer in jeder Situation wirksam vor mšglichen<br />
StromschlŠgen zu schŸtzen und die<br />
Brandgefahr zu minimieren. So werden zum<br />
Beispiel alle Fahrzeuge der Formula Student<br />
Electric mit IsolationsŸberwachungsgerŠten<br />
von Bender ausgerŸstet. Damit fšrdert Bender<br />
eine Gruppe von Studenten der Ingenieurswissenschaften<br />
bei internationalen<br />
Konstruktionswettbewerben im Bereich der<br />
ElektromobilitŠt und garantiert gleichzeitig<br />
bestmšgliche Sicherheitsbedingungen<br />
schon bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen.<br />
Zurück ins Netz bei<br />
Überschuss<br />
Elektrische Sicherheit im Rahmen der<br />
ElektromobilitŠt muss darŸber hinaus auch<br />
bei den †berlegungen Elektroautos als<br />
Stromspeicher zu nutzen berŸcksichtigt<br />
werden. 30 Teilnehmer des Arbeitskreises<br />
ElektromobilitŠt der <strong>IHK</strong> Gie§en-<strong>Friedberg</strong><br />
diskutierten bei ihrem Treffen in der Bender<br />
GmbH & Co. KG in GrŸnberg Ÿber die nštigen<br />
Voraussetzungen und Folgen einer<br />
RŸckspeisung von gespeichertem Strom aus<br />
dem Elektrofahrzeug in das lokale Stromnetz.<br />
Eine solche RŸckspeisung wird erwogen,<br />
weil durch die erneuerbaren Energien<br />
stark schwankende Strommengen produziert<br />
werden. Wird viel Strom produziert,<br />
aber wenig Strom nachgefragt, ist es nachhaltig<br />
und sinnvoll diesen Strom zwischen<br />
zu speichern, damit bei steigender Nachfrage<br />
der Bedarf flexibel und schnell gedeckt<br />
werden kann. Ein StromŸberschuss kšnnte<br />
theoretisch in (zahlreichen) Elektrofahrzeugen<br />
zwischen gespeichert und bei erhšhtem<br />
Strombedarf zumindest teilweise auch wieder<br />
entnommen werden. FŸr diesen Vorgang<br />
muss das Fahrzeug mit der Stromladevorrichtung<br />
verbunden sein. Damit treffen<br />
zwei Systeme aufeinander, die unter anderem<br />
eigene IsolationsŸberwachungsgerŠte<br />
enthalten, die sich dann gegenseitig beeinflussen<br />
kšnnten. ãSolange das Fahrzeug nur<br />
betankt wird, wird das IsolationsŸberwachungsgerŠt<br />
des Fahrzeugs ausgeschaltet<br />
und das der LadesŠule Ÿberwacht den<br />
StromkreisÒ, erklŠrte Frank Mehling von<br />
der Firma Bender, ãwird aber Strom zurŸckgespeist,<br />
wird die Sache komplizierter.Ò<br />
Eine rege Diskussion schloss sich an, bei<br />
der neben technischen Schwierigkeiten<br />
auch emotionale Bedenken gegen den<br />
externen Zugriff von Seiten der Energieunternehmen<br />
auf das eigene Fahrzeug geŠu-<br />
§ert wurden. Zu lšsen sind au§erdem die<br />
24 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
SERVICE<br />
Probleme der Erfassung und Abrechnung.<br />
„Letztendlich halte ich die Rückspeisung<br />
aus den Elektrofahrzeugen für sinnvoll und<br />
bin sicher, dass dieses Ziel zu erreichen ist“,<br />
führte Winfried Möll, technischer Geschäftsführer<br />
von Bender aus.<br />
Mobilitätskonzept in<br />
Region integrieren<br />
Ganz andere Überlegungen beschäftigten<br />
Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger<br />
vom Regionalmanagement Oberhessen. Für<br />
sie bietet die Elektromobilität eine Möglichkeit,<br />
die Region Oberhessen attraktiver zu<br />
gestalten, indem sie in das Mobilitätskonzept<br />
für die Region integriert wird. Zusammen<br />
mit der FH Frankfurt wird aktuell<br />
ermittelt, auf welche Weise Elektromobilität<br />
hier am besten einzusetzen ist. An diesem<br />
Projekt beteiligen sich RMV, ZOV, OVAG,<br />
<strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> und der Wetteraukreis.<br />
Dabei wird auch auf bereits bestehende<br />
Erfahrungen mit der Integration von<br />
Elektromobilität in das Verkehrskonzept des<br />
Bayerischen Walds zurückgegriffen (E-Wald<br />
Elektromobilität), „um das Rad nicht wieder<br />
neu zu erfinden“, wie Herr Domes erklärte.<br />
Ein Rundgang durch die neue Werkshalle<br />
von Bender zeigte eindrucksvoll die praktische<br />
Umsetzung theoretischer Überlegungen<br />
zur Optimierung der Fertigungsabläufe,<br />
aber auch der Gestaltung der Arbeitsplätze.<br />
„Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt“,<br />
wie Produktionsleiter Manfred<br />
Nicklas betonte. Abwechslung für den Mitarbeiter<br />
und Flexibilität in der Fertigung<br />
werden durch die Berücksichtigung neuester<br />
Erkenntnisse der Arbeitsmedizin in<br />
Kombination mit modernster Automatisierungstechnik<br />
umgesetzt. Eintönige Arbeiten<br />
wurden von Maschinen übernommen, die<br />
freigewordenen Mitarbeiter dafür, nach<br />
Weiterbildungen, an Arbeitsplätzen mit<br />
mehr Eigenverantwortung eingesetzt. Längere<br />
Wege und sich abwechselnde Stehund<br />
Sitzarbeitsplätze sollen Bewegungsstereotypien<br />
vorbeugen. Veränderungen in der<br />
Fertigung kann man durch die technisch<br />
mögliche Verschiebung und Variation aller<br />
Produktionsbereiche innerhalb der Halle<br />
begegnen. Damit sieht sich das Unternehmen<br />
in allen Bereichen gut aufgestellt, um<br />
seine Marktführerschaft für Überwachungssysteme<br />
der elektrischen Sicherheit auszubauen.<br />
Natürlich schloss der Rundgang<br />
auch einen Blick auf die firmeneigene Elektroladesäule<br />
mit ein.<br />
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KoNtAKt / AutoR/iN<br />
Andrea Bette<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 25
SERVICE<br />
Elektromobilität<br />
Neue Wissensplattform<br />
Damit sich Deutschland bis 2020 zum politisch gewünschten<br />
„Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität“ entwickelt.<br />
Den alten Menschheitswunsch nach<br />
müheloser Fortbewegung auf andere<br />
Räder zu stellen, bringt neue Herausforderungen<br />
mit sich: Automobil- und Energiewirtschaft,<br />
Zuliefer- und Handelsmärkte,<br />
Politik und Finanzmärkte, Wissenschaft und<br />
Forschung müssen sich neu ausrichten.<br />
Marktteilnehmer, die bisher kaum Berührungspunkte<br />
hatten, werden gemeinsam forschen<br />
und produzieren, einkaufen und vermarkten<br />
– und sich gleichzeitig im globalen<br />
Wettbewerb gegenüberstehen.<br />
Der Fokus der ökonomisch, ökologisch<br />
und politisch getriebenen Veränderungen,<br />
die unter dem Begriff Elektromobilität<br />
zusammengefasst werden, ist derzeit stark<br />
auf die technischen Herausforderungen<br />
gerichtet. Es etablieren sich Foren und<br />
Initiativen zur Elektromobilität mit unterschiedlicher<br />
Informationstiefe, vornehmlich<br />
mit Technikkompetenz.<br />
Um aber interdisziplinäres Zusammenarbeiten<br />
zu ermöglichen, müssen auf branchenübergreifende<br />
Fragestellungen schnell<br />
und prägnant Antworten gegeben werden.<br />
Dafür eine qualitativ hochwertige Wissensplattform<br />
aufzubauen, zu pflegen und sie<br />
für breite Anwenderschichten nutzbar zu<br />
machen, ist das Ziel des vom Bundesministerium<br />
für Wirtschaft und Technologie<br />
geförderten Projekts „Wissmer“. Die webbasierte<br />
Wissensplattform Elektromobilität<br />
stellt das vielschichtige Wissen aus derzeit<br />
über einer Million Veröffentlichungen zur<br />
Verfügung. Profiteure sind neben den Global<br />
Playern insbesondere kleine und mittelständische<br />
Unternehmen (KMU), aber auch<br />
Mitarbeiter an Hochschulen und anderen<br />
Forschungseinrichtungen.<br />
Die Entwicklung der Wissensplattform<br />
Elektromobilität ist nicht abgeschlossen. Im<br />
Zentrum steht eine übergreifende Suchmöglichkeit<br />
in verschiedenen Datenquellen zur<br />
Elektromobilität. Diese wird im Projektverlauf<br />
um Funktionen wie eine intelligente<br />
Suchwort-Vorschlagliste und dynamische<br />
Wortwolken ergänzt. Ebenso folgen auf die<br />
Anwenderbedürfnisse zugeschnittene Preismodelle.<br />
Kosten entstehen dem Nutzer des<br />
Forums erst, wenn er die erweiterten Such-,<br />
Analyse und Anzeigemöglichkeiten verwenden<br />
möchte.<br />
Neben den Bereichen Antriebstechnik<br />
(Brennstoffzelle, Batterie, Hybrid), Energieversorgung<br />
(Smart Grid, Smart Metering)<br />
und Ladetechnologie finden sich beispielsweise<br />
auch Hinweise zur Werkstofftechnik.<br />
Denn gerade in diesem Bereich sind bedeutende<br />
Weiterentwicklungen und Innovationen<br />
für die Elektromobilität zu erwarten. So<br />
hat eine McKinsey-Studie im Vorfeld der<br />
Detroit Motor Show den künftigen Materialmix<br />
analysiert. Dabei soll der Anteil von<br />
Leichtbaumaterialien, der derzeit in der<br />
Autoindustrie im Materialmix 29 Prozent<br />
beträgt, bis 2030 etwa auf zwei Drittel steigen.<br />
Der Trend in der Forschung zu Lithium-<br />
Ionen-Batterien, die in der übergreifenden<br />
Suche zutage tritt, verdeutlicht exemplarisch<br />
den Informationsumfang der Wissensplattform.<br />
So ist ab 2009 ist ein starker<br />
Anstieg an Veröffentlichungen zum Thema<br />
zu verzeichnen. Dies ist zum einen auf das<br />
Wachstum im Mobilfunkbereich, zum anderen<br />
auch auf die gestiegene Bedeutung der<br />
Elektromobilität zurückzuführen. Die stärksten<br />
Aktivitäten in diesem Bereich liegen in<br />
den USA, China und Deutschland. n<br />
oNLiNE<br />
www.wissen-elektromobilität.com<br />
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Manfred Jaksch<br />
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Technische Information (WTI)<br />
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Projektmanagement<br />
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Erfahrene Projektleiter wissen, wie<br />
erfolgskritisch der Beginn in einem<br />
Projekt ist. In diesem Buch werden<br />
die wichtigsten Aktivitäten während<br />
der Projektdefinition und Projektplanung<br />
beschrieben. Es<br />
beginnt mit der Initialisierung des<br />
Projekts und dem Start-up.<br />
Anschließend werden Umfeld- und<br />
Stakeholderanalyse sowie Zielklärung<br />
und -definition erläutert. Kein<br />
Projekt ohne Risiken, deshalb<br />
kommt es in der frühen Phase eines<br />
Projektes vor allem darauf an, dessen<br />
Machbarkeit zu prüfen.<br />
Verlag Symposion Publishing,<br />
ISBN 978-3-86329-598-1,<br />
Preis 37,- Euro (inkl. MwSt. und<br />
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26 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Veranstaltung Juli <strong>2013</strong><br />
interaktion Mensch-<br />
Maschine-Mensch<br />
Gestaltung von gebrauchstauglichen<br />
Interfaces<br />
Datum: 4. Juli <strong>2013</strong><br />
Uhrzeit: 10.00 bis 18.00 Uhr<br />
Veranstaltungsort: Technische Hochschule<br />
Mittelhessen, Raum A21, in <strong>Gießen</strong><br />
Zielgruppe:<br />
Fachleute der Produktentwicklung und Kommunikation<br />
aus den Bereichen Interface und<br />
IT, Ingenieure, Psychologen sowie Unternehmen<br />
aus allen technischen Branchen.<br />
Teilnahmekosten: 120,- Euro<br />
Im ersten Abschnitt der Fachtagung erfahren<br />
Sie mehr über physiologische und psychologische<br />
Aspekte der Kommunikation mit und<br />
über technische Schnittstellen. Anschließend<br />
werden Ihnen aktuelle Trends und Studien<br />
zum Technikeinsatz bei der Mensch-Maschine-Interaktion<br />
und aktuelle Studien aus unterschiedlichen<br />
Branchen vorgestellt.<br />
Fachvorträge und die Präsentation<br />
erfolgreicher Projektbeispiele aus unterschiedlichen<br />
Branchen mit Exponaten in der<br />
Veranstaltung selbst bieten zudem aufschlussreiche<br />
Informationen zur Entwicklung<br />
funktionsfähiger Interfaces in der<br />
unternehmerischen Praxis.<br />
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KoNtAKt<br />
Andrea Bette<br />
Tel.: <strong>06</strong>031/609-2520<br />
E-Mail: bette@giessen-friedberg.ihk.de<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 27
Fotos: I. Jakob<br />
SERVICE<br />
Humorig, aber auch eindringlich empfiehlt<br />
Professor Dr. Martin Kersting die realistische<br />
Einschätzung der Anforderungen an das<br />
gesuchte Personal. Mit im Bild: <strong>IHK</strong>-Vizepräsidentin<br />
Dr. Angelika Schlaefke (links) und Rebecca<br />
Noll-Werner, Leiterin des <strong>IHK</strong>-Arbeitskreis<br />
Personal.<br />
Erfolgreiche Auftaktveranstaltung des <strong>IHK</strong>-Arbeitskreis Personal<br />
Den „Autopiloten“ mal abschalten<br />
Referent Professor Dr. Martin Kersting ermuntert: „Raus aus dem Schubladendenken!“<br />
Über 50 Interessierte folgten der Einladung<br />
der <strong>IHK</strong>, um gemeinsam<br />
über das Thema „Schlaraffenland ist<br />
abgebrannt – warum sich die Bewerberauswahl<br />
ändern muss“ zu diskutieren. Schon<br />
zu Beginn der Auftaktveranstaltung machte<br />
die Vizepräsidentin der <strong>IHK</strong>, Dr. Angelika<br />
Schlaefke, deutlich, worum es in diesem<br />
Arbeitskreis gehen soll: Gefragt seien<br />
Unternehmen, die „mitmachen“. Deshalb<br />
bat Sie die Anwesenden, die <strong>IHK</strong> wissen zu<br />
lassen, welche Personalthemen den Unternehmen<br />
unter den Nägeln brennen. Sie rief<br />
dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen, mitzudiskutieren,<br />
Erfahrungen auszutauschen,<br />
Kontakte zu knüpfen und auch die ein oder<br />
andere neue Erkenntnis mit nach Hause zu<br />
nehmen.<br />
Der Gastredner, Professor Dr. Martin Kersting,<br />
Hochschullehrer für Psychologie an<br />
der Justus-Liebig-Universität in <strong>Gießen</strong><br />
machte durch seine lebhaften und kurzweiligen<br />
Ausführungen deutlich, dass jedes<br />
Unternehmen dem Fachkräftemangel die<br />
Stirn bieten könne, wenn es dazu bereit sei,<br />
neue Wege bei der Bewerberauswahl zu<br />
gehen und die eigene Urteilsbildung zu hinterfragen.<br />
Aus dem großen Teich der High Potentials<br />
zu fischen sei keine Kunst, so Kersting.<br />
Bei der „Bestenauslese“ könne man nicht<br />
viel falsch machen. Bewerber, die nicht ins<br />
vorgefertigte Schema passen, würden bereits<br />
bei der Vorauswahl aussortiert. Bislang habe<br />
es keine Rolle gespielt, ob dabei Potentiale<br />
übersehen wurden. Künftig jedoch könne<br />
sich eine solche oberflächliche Bewerberauswahl<br />
kein Unternehmen mehr leisten.<br />
„Der Teich der High Potentials ist so gut wie<br />
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28 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
SERVICE<br />
Ausschnitt der über 50 Teilnehmer der Auftaktveranstaltung<br />
des neuen Arbeitskreises.<br />
leer gefischt, bereits jetzt fehlen schon sechs<br />
Millionen Mitarbeiter“, warnt Kersting die<br />
anwesenden Personaler. Das Problem bestehe<br />
jedoch nicht unbedingt darin, dass kein<br />
Potenzial vorhanden sei, sondern vielmehr<br />
darin, dieses auch zu finden. Drei Millionen<br />
geeignete Fachkräfte hätten zur Zeit gar<br />
keine Chance entdeckt zu werden. „Ältere,<br />
Frauen, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose,<br />
Zuwanderer und Menschen mit Behinderungen<br />
bergen Potentiale, die für jedes<br />
Unternehmen wertvoll sein können. Mangels<br />
entsprechender Stellenbesetzungsverfahren<br />
werden diese jedoch übersehen“, so<br />
Kersting weiter. Mit zahlreichen Beispielen<br />
und „Rätseln“ führte er den Teilnehmern der<br />
Veranstaltung plastisch vor Augen, dass<br />
jeder zu „Schubladendenken“ neige, das es<br />
im Zusammenhang mit der Bewerberauswahl<br />
jedoch auch hin und wieder zu durchbrechen<br />
gelte.<br />
Für die künftige Auswahl von neuen<br />
Mitarbeitern sei eine kritische Überprüfung<br />
der Stellenausschreibungen unerlässlich.<br />
Geklärt werden müsse die Frage, ob die<br />
dort formulierten Anforderungen an<br />
Bewerber tatsächlich erforderlich seien<br />
oder ob einige der geforderten Kompetenzen<br />
nicht auch erlernt werden könnten.<br />
Dann nämlich stelle man durch zu hohe<br />
Anforderungen nur unnötige Hürden auf,<br />
mit denen man potentielle Bewerber bereits<br />
davon abhalte, sich für eine Stelle zu interessieren.<br />
Fazit des Nachmittags: Personaler müssten<br />
sich ihrer „Schubladen“ bewusst werden,<br />
damit sie in bestimmten Situationen<br />
den „Autopiloten“ auch einmal ausschalten<br />
können. Hilfreich seien die strukturierte<br />
Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen<br />
mit Fragen und Antworten sowie die Reflektion<br />
von formulierten Anforderungen in<br />
Stellenausschreibungen.<br />
Im Arbeitskreis Personal bietet die <strong>IHK</strong><br />
<strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> Fachvorträge zu speziell<br />
ausgesuchten Personalthemen. Den Teilnehmern<br />
wird damit die Möglichkeit gegeben,<br />
aktuelle Trends und Tendenzen im Personalmanagement<br />
durch einen intensiven Erfahrungs-<br />
und Informationsaustausch frühzei-<br />
tig zu erkennen. Ziel ist, ein effektives Netzwerk<br />
aus Praktikern aufzubauen, in dem<br />
alltägliche Fragen diskutiert und gemeinsam<br />
gelöst werden können.<br />
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Nähere Informationen: <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>–<strong>Friedberg</strong>: <strong>06</strong>41/7954 -3110 Dagmar Löthe (loethe@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
<strong>06</strong>031/609 -3125 Raid Nashef (nashef@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
<strong>06</strong>031 609-3120 Siglinde Schäfer* (schaefersi@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
Seminare Geschäftsbereich International<br />
03.<strong>06</strong>.13 <strong>Gießen</strong> Das Exportkontrollrecht in der praktischen Umsetzung Frank-Markus Laufert<br />
05.<strong>06</strong>.13 <strong>Gießen</strong> Zusammenarbeit mit französischen Handelsvertretern und Händlern: Jörg Luft<br />
Abfindung und Fristen bei Vertragsbeendigung,<br />
Konkurrenzverbot und Exklusivität<br />
<strong>06</strong>.<strong>06</strong>.13 <strong>Gießen</strong> Gelangensbestätigung Stefan Schuchardt<br />
13.<strong>06</strong>.13 <strong>Gießen</strong> Bekannter Versender - Stichtag verpasst? Was ist zu tun? Stefan Reinhardt<br />
28.<strong>06</strong>.13 <strong>Gießen</strong> Die richtige Codierungskennziffer in der Ausfuhranmeldung Frank-Markus Laufert<br />
Förderung über den Qualifizierungsscheck (www.qualifizierungsschecks.de) ist möglich.<br />
Nähere Informationen: <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>–<strong>Friedberg</strong>: <strong>06</strong>41/7954 -3510 Edeltraud Hoffmann (hoffmann@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
- 3515 Ingrid Wolf-Hof (wolf-hof@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
- 3505 Elvin Yilmaz (yilmaz@giessen-friedberg.ihk.de)<br />
Tagesseminare<br />
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05.<strong>06</strong>.<strong>2013</strong> <strong>Friedberg</strong> Kommunikative Selbstbehauptung Dipl.-Psych. V. Laszlo<br />
14.<strong>06</strong>.<strong>2013</strong> <strong>Friedberg</strong> Situative und typengerechte Führung Prof. Dr. Heinz Ryborz<br />
20.<strong>06</strong>.<strong>2013</strong> <strong>Friedberg</strong> Zeitmanagement und Arbeitsorganisation – A. Sisignano (M. A.)<br />
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30 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Landhaus Klosterwald Betriebs GmbH<br />
Kloster Arnsburg, Lich 19.4.<strong>2013</strong><br />
25-jähriges Arbeitsjubiläum<br />
Bender GmbH & Co. KG, GrŸnberg<br />
Loni Böck 1.6.<strong>2013</strong><br />
Berkenhoff GmbH, Heuchelheim<br />
Hans Ries 13.6.<strong>2013</strong><br />
Bernd Schmidt 20.6.<strong>2013</strong><br />
A. Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG<br />
Edith Storkebaum 1.6.<strong>2013</strong><br />
Bieber + Marburg GmbH + Co KG, Bischoffen<br />
Ernst-Martin Harnisch 1.6.<strong>2013</strong><br />
Exide Technologies GmbH, BŸdingen<br />
Willi Bornträger 1.4.2012<br />
Ralf Stock 1.6.2012<br />
Alexandra Blum-Mäser 15.8.2012<br />
Wolfgang Cerhau 1.1.<strong>2013</strong><br />
Christa Kiefer 1.2.<strong>2013</strong><br />
Axel Kraus 14.3.<strong>2013</strong><br />
Ilona Oltmann 14.3.<strong>2013</strong><br />
Erika O`Brien 21.3.<strong>2013</strong><br />
Lupp Rohrleitungsbau GmbH, Nidda<br />
Markus Müller 6.6.<strong>2013</strong><br />
Achim Strauch 6.6.<strong>2013</strong><br />
Mettler-Toledo GmbH, Gie§en<br />
Fritz Sicking 1.6.<strong>2013</strong><br />
Mitteldeutsche Hartstein-Industrie GmbH, Homberg(Ohm)<br />
Wilfried Martin 27.6.<strong>2013</strong><br />
Prebena Wilfried Bornemann GmbH & Co. KG, Schotten<br />
Gertrud Thoss 19.5.<strong>2013</strong><br />
RCP Ranstadt GmbH, Ranstadt<br />
Elke Vogel 9.6.<strong>2013</strong><br />
R. & M. Wegener GmbH + Co. KG, Lauterbach<br />
Gabi Gallerani 20.6.<strong>2013</strong><br />
40-jähriges Arbeitsjubiläum<br />
Exide Technologies GmbH, BŸdingen<br />
Rita Konrad 4.4.2012<br />
Isolde Heinbuch 1.8.2012<br />
Hubert Kleofas 14.8.2012<br />
Eckhard Krüger 15.9.2012<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 31
SERVICE<br />
Manfred Siekmann (links), Vorstandssprecher<br />
der Stadtwerke <strong>Gießen</strong>, führt die Teilnehmer<br />
des <strong>IHK</strong>-Arbeitskreises Verkehr durch den<br />
Betrieb.<br />
Foto: B. Schmid<br />
Aber Fernbusmarkt allenfalls ein Nischensegment<br />
Bahn-Monopol gekippt<br />
Arbeitskreis Verkehr im <strong>IHK</strong>-Verbund Mittelhessen tagte bei den<br />
Stadtwerken <strong>Gießen</strong>.<br />
Mobilität ist eine wesentliche<br />
Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.<br />
Das gilt nicht nur für<br />
den Transport von Waren und Rohstoffen.<br />
Auch Menschen müssen zur Arbeit, zum<br />
Vorstandsmeeting oder zur Fachtagung von<br />
A nach B reisen. Das könnte in den kommenden<br />
Jahren einfacher und billiger werden.<br />
Die Liberalisierung des Fernbusmarktes<br />
und mögliche Auswirkungen auf die<br />
gewachsenen Strukturen war ein Thema in<br />
der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Verkehr<br />
im <strong>IHK</strong>-Verbund Mittelhessen. Darüber<br />
hinaus erläuterte Achim Brand vom Straßen<br />
und Verkehrsmanagement Hessen Mobil den<br />
Mitgliedern in den Räumen der Stadtwerke<br />
<strong>Gießen</strong> (SWG) den aktuellen Sachstand bei<br />
der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes<br />
2015.<br />
Jahrzehntelang war die Situation in<br />
Deutschland eindeutig. Wer auf dem Landweg<br />
auf längeren Strecken innerhalb<br />
Deutschlands unterwegs war und nicht mit<br />
dem eigenen Auto fahren wollte, nutzte die<br />
Bahn. Für den innerdeutschen Linienverkehr<br />
mit Bussen gab es seit den dreißiger Jahren<br />
des vorigen Jahrhunderts strenge Beschränkungen.<br />
Freigegeben wurden später nur<br />
Verbindungen nach West-Berlin sowie zu<br />
Flughäfen. Die Personenbeförderungsregelung<br />
aus dem Jahr 1934, die der Bahn bei<br />
der Genehmigung von innerdeutschen Busverbindungen<br />
ein Mitspracherecht einräumte,<br />
sollte sie damit vor unliebsamer Konkurrenz<br />
schützten. Das wird sich nun ändern.<br />
Bereits im August 2011 hatte die Bundesregierung<br />
die Freigabe des Fernbus-Linienverkehrs<br />
beschlossen, das Vorhaben war aber<br />
auf den Widerstand der Bundesländer gestoßen.<br />
Nachdem man sich auf politischer<br />
Ebene geeinigt hatte und die Deutsche Bahn<br />
bereits 2010 beim Bundesverwaltungsgericht<br />
in Leipzig damit gescheitert war, die<br />
billigere Bus-Konkurrenz entlang ihrer<br />
Strecken grundsätzlich verbieten zu lassen,<br />
wurde das Bahn-Monopol zum Jahresbeginn<br />
<strong>2013</strong> gekippt. „Zukünftig sind überall<br />
in Deutschland Fernbuslinien möglich, die<br />
untereinander und auch mit dem Eisenbahnfernverkehr<br />
konkurrieren dürfen“,<br />
sagte Alfred Fuhr vom Frankfurter Bureau<br />
für Kundensoziologie der automobilen<br />
Gesellschaft. Er erläuterte den Mitgliedern<br />
des Arbeitskreises Verkehr mögliche Auswirkungen<br />
auf Kunden, Unternehmen und<br />
die Region. Der Soziologe, der sich seit Jahren<br />
mit den Entwicklungen im Omnibusmarkt<br />
beschäftigt, begrüßt grundsätzlich die<br />
Entscheidung, das Monopol der Bahn bei<br />
Fernlinien aufzubrechen, um preisgünstige<br />
Alternativen zur Bahn zu ermöglichen. Gravierende<br />
Einbußen für das Staatsunternehmen<br />
prognostiziert er angesichts der bisherigen<br />
Marktakteure nicht.<br />
Chance für Fernbusse gering<br />
Platzhirsch im Bereich Fernbuslinien ist<br />
die Deutsche Touring. Mit rund 500 Bussen<br />
verbindet das Unternehmen bereits ganz<br />
Deutschland, ohne jedoch diese Routen in<br />
der Vergangenheit verkaufen zu können:<br />
Die innerdeutschen Städte waren lediglich<br />
als „Zustiegsorte“ für angefahrene Auslandsziele<br />
wie etwa Prag, London oder Wien<br />
ausgewiesen und selbst die einzige nationale<br />
Buslinie der Touring von Mannheim nach<br />
Hamburg darf nur nachts gefahren werden.<br />
Die Deutsche Touring hat sich auf die Liberalisierung<br />
nach eigenen Angaben gut vorbereitet<br />
und neben einem fertigen Marketing-Plan<br />
bereits die Anträge für die neuen<br />
Strecken gestellt. Weitere Unternehmen sind<br />
am Markt aktiv, wie Flix-Bus.de, Dein.bus<br />
und mein fernbus.de, teilweise mit Angeboten<br />
ab einem Euro. Bereits zwölf Linien wür-<br />
32 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
SERVICE<br />
den im Fernbusverkehr regelmäßig gefahren,<br />
etwa die Strecke München-Zürich und<br />
München-Freiburg mit mehr als 100 000<br />
Fahrgästen in 2012. Die größten Chancen im<br />
sich neu öffnenden Markt attestierte Fuhr<br />
dem geplanten Fernbus-System von ADAC<br />
und Deutsche Post. Der Marktführer im<br />
deutschen Brief- und Paketmarkt und Europas<br />
größter Automobilclub überlegen, die<br />
wichtigsten Metropolen Deutschlands flächendeckend<br />
mit einem neuen, schnellen<br />
und hochwertigen Busnetz zu verbinden<br />
und somit den wachsenden Fernbusmarkt<br />
zu erschließen. ADAC und Deutsche Post<br />
verfügen über eine hervorragende Infrastruktur<br />
von Filialen und Geschäftsstellen in<br />
ganz Deutschland. Nach Angaben des ADAC<br />
wäre „nach eingehender Prüfung ein<br />
gemeinsamer Marktstart bereits zu Beginn<br />
des Jahres 2014 möglich.“ Mit einem Problem<br />
werden alle Unternehmen zu kämpfen<br />
haben: dem demografischen Wandel. Auch<br />
aufgrund einer zunehmend alternden<br />
Gesellschaft, die immer noch eher auf die<br />
Bahn als den Bus setze, sieht Fuhr keine großen<br />
Wachstumschancen für den Fernbus in<br />
Deutschland.<br />
Autobahnen haben Priorität<br />
Dringende verkehrliche Neubauprojekte<br />
in den kommenden Jahren zu realisieren,<br />
wird nicht einfacher werden. Das jedenfalls<br />
ist die Einschätzung von Achim Brand vom<br />
Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen<br />
Mobil. In seinem zweiten Vortrag beim<br />
Arbeitskreis berichtete er über den aktuellen<br />
Stand bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes<br />
2015. Mittlerweile seien<br />
viele Projekte auch aus Mittelhessen dem<br />
Land vorgelegt worden, zu den Chancen,<br />
dass diese aber auch realisiert werden, wollte<br />
er sich jedoch nicht äußern. Er verwies<br />
stattdessen auf die Problematik, dass 70 Prozent<br />
des jährlich zur Verfügung stehenden<br />
Geldes in den Erhalt der bisherigen Infrastruktur<br />
fließen werde. Neubauprojekte wie<br />
Ortsumgehungen hätten es entsprechend<br />
schwer. Neu sei die Aufnahme einer weiteren<br />
Dringlichkeitskategorie in die Bedarfsplanung.<br />
Neben dem „weiteren Bedarf“ und<br />
dem „vordringlichen Bedarf“ gebe es nun<br />
die Kategorie „vordringlicher Bedarf plus“,<br />
erläuterte Brand weiter. Chancen in diese<br />
Kategorie aufgenommen zu werden hätten<br />
jedoch nur Projekte, die nicht nur eine herausragende<br />
Nutzen-Kosten-Analyse (NKA)<br />
vorzuweisen hätten, sondern bei denen auch<br />
keine naturschutzrechtlichen Hindernisse zu<br />
befürchten seien.<br />
Grundsätzlich begrüßte es Brand, dass<br />
der neue Bundesverkehrswegeplan realistischer<br />
werden soll. Deswegen würden die<br />
Bedarfsanmeldungen der Bundesländer im<br />
Bundesverkehrsministerium auf Herz und<br />
Nieren geprüft. Das war beim aktuellen<br />
Plan, der seit 2003 gilt und in drei Jahren<br />
ausläuft, anders. Das sagte jedenfalls Bundesverkehrsminister<br />
Peter Ramsauer (CSU),<br />
der Anfang Februar erklärte, dass von den<br />
rund 800 Straßenprojekten, denen 2003 ein<br />
„vordringlicher Bedarf“ attestiert wurde,<br />
und den 750 weiteren Straßenprojekten, die<br />
unter der Kategorie „weiterer Bedarf“ eingestuft<br />
wurden, insgesamt 800 noch gar nicht<br />
umgesetzt worden seien. Auch das ist vermutlich<br />
ein Grund, warum die Zahl der<br />
Anmeldungen aus Hessen für den neuen<br />
BVWP stattlich ist. Auf rund 200 Projekte<br />
schätzt Brand die Zahl der gemeldeten Projekte.<br />
Realistische Chancen für die Umsetzung<br />
gibt es allenfalls für zentrale Verkehrsachsen.<br />
Ramsauer hat angekündigt, dass<br />
von allen bereitgestellten Aus- und Neubaumitteln<br />
70 Prozent in wichtige Bundesautobahnen<br />
und autobahnähnliche Bundesstraßen<br />
fließen werden.<br />
Mit dem Thema Personenbeförderung<br />
sind die Stadtwerke <strong>Gießen</strong> schon seit vielen<br />
Jahren befasst. Seit 1894 kümmert sich das<br />
Unternehmen um die Mobilität der Menschen<br />
in der Stadt. Die Geschichte des<br />
Unternehmens, dass sich als Aktiengesellschaft<br />
im alleinigen Besitz der Stadt <strong>Gießen</strong><br />
befindet, erläuterte Vorstandssprecher Manfred<br />
Siekmann bei einer Betriebsführung.<br />
Seit 2003 befördert die Nahverkehrssparte<br />
als Firma MIT.BUS GmbH mit seinen 53<br />
Bussen rund 29 000 Fahrgäste täglich. n<br />
AutoR/iN<br />
Die Industrie- und Handelskammer <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> trauert um<br />
Bernd Schmid<br />
E-Mail: bernd.schmid@email.de<br />
Hans-Joachim Danne<br />
* 27. 10. 1953 ✝ 1. 5. <strong>2013</strong><br />
Mit tiefer Betroffenheit reagieren das Präsidium und die Vollversammlung, die Geschäftsführung<br />
sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den unerwarteten Tod in dessen 60. Lebensjahr.<br />
Im Januar 1992 trat Herr Danne in die Dienste der damaligen Industrie- und Handelskammer <strong>Gießen</strong> ein.<br />
Als Ausbildungsberater war er ein sehr geschätzter und kompetenter Kollege. Seine Fähigkeit,<br />
mit jungen Menschen umzugehen, war außergewöhnlich. In seinem Beruf als Ausbildungsberater<br />
und mit seiner Aufgabe, die große Zahl der Auszubildenden in ihren Betrieben zu betreuen,<br />
war er genau am richtigen Platz.<br />
Wir trauern um einen liebenswerten, freundlichen und hilfsbereiten Kollegen.<br />
Die Industrie- und Handelskammer <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.<br />
Dr. Wolfgang Maaß<br />
Präsident<br />
Dr. Matthias Leder<br />
Hauptgeschäftsführer<br />
Edeltraud Hoffmann<br />
Vorsitzende des Personalrates<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 33
SERVICE<br />
Zertifikatslehrgang „Technischer Vertrieb“<br />
Verkaufsergebnisse optimieren<br />
Praxistraining qualifiziert weiter und sichert Fachkräftebedarf.<br />
Nicht nur in vielen kaufmännischen,<br />
sondern auch in technischen Bereichen<br />
verändern sich die Strukturen<br />
ständig, vor allem durch die Einführung<br />
neuer Technologien. Eine regelmäßige Qualifizierung<br />
des Fachpersonals wird zu einem<br />
entscheidenden Erfolgsfaktor für die Unternehmen.<br />
Gemeinsam mit Experten und<br />
Praktikern aus Unternehmen wurde deshalb<br />
ein <strong>IHK</strong>-Zertifikatslehrgang für den Bereich<br />
„Technischer Vertrieb“ entwickelt. Das Trainingskonzept<br />
bietet für Unternehmen einen<br />
Weg, sich erforderliche Qualifikationen von<br />
Mitarbeitern im technischen Vertrieb, abgestimmt<br />
auf die Firmenbedürfnisse, effizient<br />
zu beschaffen. Das Praxistraining mit <strong>IHK</strong>-<br />
Zertifikat wird erstmals in der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<br />
<strong>Friedberg</strong> ab August <strong>2013</strong> angeboten.<br />
In unserer April-Ausgabe hatten wir den<br />
Lehrgang bereits vorgestellt. Diesmal stellen<br />
wir Ihnen unsere Referenten vor.<br />
Andreas Lange ist Bereichsleiter<br />
Vertrieb bei der CUR-<br />
SOR Software AG. Nach<br />
Abschluss des Wirtschaftsstudiums<br />
war Andreas Lange<br />
fünf Jahre als selbständiger Unternehmer in<br />
der Automobilindustrie tätig, bevor er als<br />
IT-Consultant bei einem auf e-businesssolutions<br />
spezialisierten Unternehmen die<br />
Bereiche e-CRM und Content Management<br />
Systeme betreute. 2002 wechselte er als<br />
Berater zur CURSOR Software AG. Nach<br />
fünf Jahren CRM Projektierung übernahm er<br />
die Tätigkeit als Key Account Manager und<br />
in 2007 die Gesamtvertriebsleitung.<br />
Jens-Oliver Müller ist seit<br />
1997 Rechtsanwalt bei Kleymann,<br />
Karpenstein & Partner<br />
(KKP) in Wetzlar. Er ist<br />
als erster in Mittelhessen<br />
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht<br />
und Fachanwalt für Informationstechnologierecht<br />
(IT-Recht). Ein Schwerpunkt<br />
seiner Tätigkeit ist die Beratung und Vertretung<br />
von Unternehmen in Fragen des Einkaufs<br />
und Vertriebs. Zu diesen Themen hält<br />
Herr Müller seit fast 15 Jahren regelmäßig<br />
Seminare und Vorträge in Unternehmen und<br />
Verbänden.<br />
Detlef Persin, ist Inhaber des<br />
zertifizierten Weiterbildungsunternehmens<br />
NAOS.<br />
Namhafte Technologie-<br />
Unternehmen aus dem Mittelstand<br />
und Dax 30 zählen zu den Kunden<br />
von NAOS. Detlef Persin ist seit über zwei<br />
Jahrzehnten in leitenden Vertriebs- und<br />
Marketingfunktionen sowie als Mitglied der<br />
Geschäftsleitung mit der ITK Branche und<br />
dem Projektverkauf verbunden.Die Verbindung<br />
von technologischen Entwicklungen<br />
mit den Soft Skill-Faktoren der Unternehmen<br />
ist seine Kernkompetenz. In der Ver-<br />
INFO<br />
In 220 Unterrichtsstunden, die an 30 Veranstaltungstagen, jeweils freitagsnachmittags und samstags<br />
durchgeführt wird, erlangen Ihre Mitarbeiter eine Zusatzqualifikation, die im In- und Ausland<br />
für optimale Verkaufsergebnisse sorgen kann. Der Lehrgang bietet zielgerichtet für Ingenieure eine<br />
spezifische Zusatzqualifikation auf Grundlage der Ingenieurausbildung. Diese Teilnehmer erhalten<br />
das <strong>IHK</strong>-Zertifikat Vertriebsingenieur (<strong>IHK</strong>) / Sales Engineer (CCI). Mitarbeiter aus technischen<br />
Bereichen erhalten das <strong>IHK</strong>-Zertifikat Technischer Vertriebsmanager (<strong>IHK</strong>) / Technical Sales Manager<br />
(CCI). Das Teilnahmeentgelt beträgt, einschließlich Lernmittel, Test und Zertifikat 3 300,- Euro.<br />
gangenheit gehörten zu seinen Arbeitgebern,<br />
neben der Motorola electronic GmbH,<br />
auch die Deutsche Telekom AG für die er<br />
u.a. eine Projektausgründung begleitet hat.<br />
Er legt besonderen Wert auf die kaufmännische<br />
Machbarkeit und organisatorische Einbindung<br />
von neuen ITK -Technologien im<br />
Vertrieb.<br />
Chrisoph Palmert ist freiberuflicher<br />
Mitarbeiter des<br />
Unternehmens „S.T.E.P. -<br />
Systemisches Training +<br />
Coaching“ (www.step-online.de),<br />
mit Sitz in Butzbach. Die Schwerpunkte<br />
liegen dabei auf Verhandlungstechnik,<br />
Führung, Rhetorik, Change- und Konfliktmanagement.<br />
Seine Arbeit fußt auf<br />
einem wissenschaftlichen Fundament von<br />
Neurowissenschaften, Systemtheorie und<br />
Emotionspsychologie. Daraus wurden neue<br />
Konzepte wie NeuroSales® entwickelt. Zu<br />
den Kunden von Herrn Palmert und S.T.E.P.<br />
zählen, neben kleinen- und mittelständischen<br />
Indistrieunternehmen, Dax-Konzerne<br />
sowie einige der größten juristischen Wirtschaftskanzleien<br />
weltweit.<br />
Christoph Seipp hat nach<br />
dem Studium der Diplom<br />
Logistik an der THM zusätzlich<br />
den M.A. im Bereich<br />
International Management<br />
der HS Fulda erworben. In seinem Unternehmen<br />
„Der Aufklärungsladen“ bietet er Personal-<br />
und Persönlichkeitsentwicklung für die<br />
„Generation Y. Er ist Referent der RKW AG „IT<br />
und Organisationspraxis“ und Gründer der<br />
ersten Kreativwerkstatt <strong>Gießen</strong>s. Er ist TÜV<br />
geprüfter Trainer der Erwachsenenbildung<br />
und geprüfter Business Trainer BDVT. n<br />
KONTAKT<br />
Freya Vogel-Weyh<br />
Tel.: <strong>06</strong>031/609-2505<br />
E-Mail:<br />
vogel-weyh@giessen-friedberg.ihk.de<br />
Internet: www.ihkgifb.de/Vertriebsingenieur<br />
34 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
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Haftungsrisiken<br />
vermeiden!<br />
Weiterbildung für<br />
beruflichen Aufstieg<br />
- die <strong>IHK</strong> hilft dabei.<br />
Foto: <strong>IHK</strong><br />
Branchenübergreifender Weiterbildungslehrgang<br />
Aufstieg mit System<br />
„Gepr. Wirtschaftsfachwirt/in“ (<strong>IHK</strong>) startet im<br />
kommenden September.<br />
Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung<br />
im kaufmännischen/verwaltenden<br />
Bereich oder entsprechender<br />
Berufserfahrung sind viele Weiterbildungsinteressierte<br />
auf der Suche nach<br />
Aufstiegsmöglichkeiten. Der Weiterbildungsabschluss<br />
„Gepr. Wirtschaftsfachwirt/<br />
in“ (<strong>IHK</strong>) ist eine anerkannte und etablierte<br />
Aufstiegsweiterbildung für alle, die eine<br />
solide und umfassende berufliche Qualifikation<br />
mit anerkanntem Abschluss anstreben.<br />
Die <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> bietet von<br />
September <strong>2013</strong> bis April 2015 wieder den<br />
Vorbereitungslehrgang zur Prüfung „Gepr.<br />
Wirtschaftsfachwirt/in“ (<strong>IHK</strong>) in <strong>Friedberg</strong><br />
an. Der Lehrgang findet berufsbegleitend,<br />
das heißt dienstags und donnerstags (18.00<br />
bis 21.15 Uhr) und gelegentlich samstags<br />
(8.00 bis 13.00 Uhr) statt.<br />
Der Wirtschaftsfachwirt ist Generalist<br />
und nicht auf eine Branche oder einen<br />
Bereich spezialisiert. Er berücksichtigt die<br />
Besonderheiten von Handel, Industrie und<br />
Dienstleistungsunternehmen in gleicher<br />
Weise. Der Wirtschaftsfachwirt wird auch<br />
als "kleiner Betriebswirt" bezeichnet, denn<br />
die Weiterbildung vermittelt breit gefächertes<br />
betriebswirtschaftliches Wissen und<br />
bereitet optimal auf künftige Organisations-,<br />
Sach- und Führungsaufgaben vor. Da<br />
es sich bei dieser Weiterbildung grundsätzlich<br />
um eine Aufstiegsfortbildung handelt,<br />
kann unter bestimmten Umständen Meister-<br />
Bafög (www.meister-bafoeg.info) bezogen<br />
werden. Die Lehrgangsinhalte gliedern sich<br />
in folgende zwei Qualifikationsbereiche und<br />
neun Themengebiete:<br />
Wirtschaftsbezogene Qualifikation<br />
1. Volks- und Betriebswirtschaft<br />
2. Rechnungswesen<br />
3. Recht und Steuern<br />
4. Unternehmensführung<br />
Handlungsspezifische Qualifikation<br />
5. Betriebliches Management<br />
6. Investition, Finanzierung, betriebliches<br />
Rechnungswesen und Controlling<br />
7. Logistik<br />
8. Marketing und Vertrieb<br />
9. Führung und Zusammenarbeit n<br />
KONTAKT<br />
Raid Nashef<br />
Tel.: <strong>06</strong>031/609-3125<br />
E-Mail: nashef@giessen-friedberg.ihk.de<br />
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befähigten Person für Leitern,<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 35
SERVICE<br />
Wahlordnung<br />
der Industrie- und Handelskammer<br />
<strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer<br />
<strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> hat am 16.<br />
April <strong>2013</strong> gemäß § 4 Satz 2 Nr. 1 des Gesetzes<br />
zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie-<br />
und Handelskammern vom 18. Dezember 1956<br />
(BGBl. I, S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 2 des<br />
Gesetzes zur Änderung von Vorschriften über Verkündung<br />
und Bekanntmachungen sowie der Zivilprozessordnung,<br />
des Gesetzes betreffend die Einführung<br />
der Zivilprozessordnung und der Abgabenordnung<br />
vom 22.12.2011 (BGBl. I, S. 3044) folgende<br />
Neufassung der Wahlordnung beschlossen:<br />
§ 1 Wahlmodus<br />
(1) Die <strong>IHK</strong>-Zugehörigen wählen nach den folgenden<br />
Bestimmungen für die Dauer von 5 Jahren<br />
bis zu 66 Mitglieder der Vollversammlung.<br />
(2) 60 Mitglieder der Vollversammlung werden in<br />
allgemeiner, geheimer und freier Wahl von den<br />
<strong>IHK</strong>-Zugehörigen unmittelbar gewählt.<br />
(3) Bis zu 6 Mitglieder können in mittelbarer Wahl<br />
gem. § 16 von den unmittelbar gewählten Vollversammlungsmitgliedern<br />
hinzu gewählt werden,<br />
die insoweit als Wahlmänner handeln<br />
(Zuwahl). Die Zuwahl soll die Vollversammlung<br />
um Vertreter solcher, für das Bild des <strong>IHK</strong>-<br />
Bezirks bedeutsamer Wirtschaftszweige (oder<br />
Regionen) ergänzen, die über das unmittelbare<br />
Wahlgruppenverfahren keinen Sitz oder keine<br />
entsprechend ihrer Bedeutung ausreichende<br />
Anzahl von Sitzen in der Vollversammlung<br />
erhalten konnten. Der Antrag auf Durchführung<br />
einer Zuwahl ist entsprechend zu begründen.<br />
§ 2 Nachrücken, Nachfolgewahl<br />
(1) Für unmittelbar gewählte Mitglieder der Vollversammlung,<br />
die vor Ablauf der Wahlperiode<br />
ausscheiden, rücken diejenigen Bewerber nach,<br />
die bei der Wahl in der gleichen Wahlgruppe<br />
und im gleichen Wahlbezirk die nächsthöchste<br />
Stimmzahl erreicht haben (Nachfolgemitglied).<br />
Dies gilt auch, wenn die als Nachfolgemitglied<br />
qualifizierten Bewerber bereits durch mittelbare<br />
Wahl (§ 1 Abs. 3) Mitglied der Vollversammlung<br />
geworden sind; sie gelten fortan als unmittelbar<br />
gewählte Mitglieder. Der Präsident macht die<br />
Namen der Ausgeschiedenen und der Nachrükker<br />
bekannt.<br />
(2) Ist kein als Nachfolgemitglied qualifizierter<br />
Bewerber vorhanden, so kann die Vollversammlung<br />
den freigewordenen Sitz im Wege der mittelbaren<br />
Wahl durch die unmittelbar gewählten<br />
Vollversammlungsmitglieder besetzen. Das<br />
gewählte Nachfolgemitglied muss der Wahlgruppe<br />
und dem Wahlbezirk des ausgeschiedenen<br />
Mitglieds angehören.<br />
(3) Falls der Anteil der insgesamt in mittelbarer<br />
Wahl gewählten Mitglieder der Vollversammlung<br />
- einschließlich der nach § 1 Abs. 3<br />
gewählten - 20 v.H. der zulässigen Höchstzahl<br />
aller Sitze erreicht, ist die mittelbare Wahl weiterer<br />
Vollversammlungsmitglieder ausgeschlossen.<br />
In diesem Falle kann die Vollversammlung<br />
die Durchführung einer unmittelbaren Nachfolgewahl<br />
beschließen. Diese erfolgt für die restliche<br />
Amtsperiode des ausgeschiedenen Mitglieds.<br />
Sie wird entsprechend den Vorschriften<br />
dieser Wahlordnung durchgeführt. Das gewählte<br />
Nachfolgemitglied muss der Wahlgruppe und<br />
dem Wahlbezirk des ausgeschiedenen Mitglieds<br />
angehören.<br />
§ 3 Wahlberechtigung<br />
(1) Wahlberechtigt sind die <strong>IHK</strong>-Zugehörigen.<br />
(2) Jeder <strong>IHK</strong>-Zugehörige kann sein Wahlrecht nur<br />
einmal ausüben.<br />
(3) Das Wahlrecht ruht bei <strong>IHK</strong>-Zugehörigen, solange<br />
ihnen von einem Gericht das Recht, in<br />
öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder<br />
zu stimmen, rechtskräftig aberkannt ist.<br />
§ 4 Ausübung des Wahlrechts<br />
(1) Das Wahlrecht wird ausgeübt<br />
a) für <strong>IHK</strong>-zugehörige natürliche Personen von<br />
diesen selbst, falls Vormundschaft, Pflegschaft<br />
oder Betreuung besteht, durch den<br />
gesetzlichen Vertreter,<br />
b) für juristische Personen des privaten oder<br />
öffentlichen Rechts, Handelsgesellschaften<br />
und Personenmehrheiten durch eine Person,<br />
die allein oder zusammen mit anderen zur<br />
gesetzlichen Vertretung befugt ist<br />
(2) Das Wahlrecht kann auch durch einen im Handelsregister<br />
eingetragenen Prokuristen ausgeübt<br />
werden.<br />
(3) Für <strong>IHK</strong>-Zugehörige, deren Wohnsitz oder Sitz<br />
nicht im <strong>IHK</strong>-Bezirk gelegen ist, kann das Wahlrecht<br />
durch einen Wahlbevollmächtigten ausgeübt<br />
werden. Dies gilt jedoch nur, soweit nicht<br />
eine im <strong>IHK</strong>-Bezirk gelegene Betriebsstätte von<br />
einem gesetzlichen Vertreter oder einem im<br />
Handelsregister eingetragenen Prokuristen<br />
geleitet wird.<br />
(4) In den Fällen der Absätze 1 Buchst. b), 2 und 3<br />
kann das Wahlrecht jeweils nur von einer einzigen<br />
dazu bestimmten Person ausgeübt werden.<br />
(5) Das Wahlrecht kann nicht von Personen ausgeübt<br />
werden, bei denen der Tatbestand des § 3<br />
Abs. 3 vorliegt.<br />
(6) Auf Verlangen ist dem Wahlausschuss die<br />
Berechtigung, das Wahlrecht auszuüben, durch<br />
einen Handelsregisterauszug oder in sonstiger<br />
geeigneter Weise nachzuweisen. Bei Wahlbevollmächtigten<br />
bedarf es einer zu diesem Zweck<br />
ausgestellten Vollmacht.<br />
§ 5 Wählbarkeit<br />
(1) Wählbar sind natürliche Personen, die am Wahltag<br />
volljährig, das <strong>IHK</strong>-Wahlrecht auszuüben<br />
berechtigt und entweder selbst <strong>IHK</strong>-Zugehörige<br />
oder allein oder zusammen mit anderen zur<br />
gesetzlichen Vertretung einer <strong>IHK</strong>-zugehörigen<br />
juristischen Person, Handelsgesellschaft oder<br />
Personenmehrheit befugt sind. Wählbar sind<br />
auch die in das Handelsregister eingetragenen<br />
Prokuristen und besonders bestellte Bevollmächtigte<br />
von <strong>IHK</strong>-Zugehörigen. Nicht wählbar<br />
ist, wer die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu<br />
bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen<br />
zu erlangen, nicht besitzt.<br />
(2) Als besonders bestellte Bevollmächtigte von<br />
<strong>IHK</strong>-Zugehörigen werden solche natürlichen<br />
Personen anerkannt, deren besondere Bevollmächtigung<br />
weitgehende Vertretungsrechte für<br />
das Vollmacht gebende Unternehmen beinhaltet<br />
und deshalb einhergeht<br />
a) mit einer hervorgehobenen und unternehmerische<br />
Verantwortung beinhaltenden Stellung<br />
bei dem <strong>IHK</strong>-Zugehörigen, der die besondere<br />
Bevollmächtigung erteilt hat, oder<br />
b) mit einer Position, kraft derer sie die<br />
Geschäftstätigkeit des <strong>IHK</strong>-Zugehörigen, der<br />
die besondere Bevollmächtigung erteilt hat,<br />
maßgeblich prägen; von einer solchen maßgeblich<br />
prägenden Position wird insbesondere<br />
dann ausgegangen, wenn der besonders<br />
bestellte Bevollmächtigte Allein- oder Mehrheitsgesellschafter<br />
des <strong>IHK</strong>-Zugehörigen ist.<br />
Zur Darlegung der Voraussetzungen für die Anerkennung<br />
der besonderen Bevollmächtigung ist der<br />
Betroffene verpflichtet, der <strong>IHK</strong> eine entsprechende<br />
Erklärung des Vollmacht gebenden Unternehmens<br />
vorzulegen; die <strong>IHK</strong> ist berechtigt, sich die Sachverhalte<br />
zur Ausfüllung der Voraussetzungen gemäß<br />
Satz 1 Buchst. a) oder b) ergänzend erläutern oder<br />
bestätigen zu lassen.<br />
(3) Jeder <strong>IHK</strong>-Zugehörige kann nur mit einem Mitglied<br />
in der Vollversammlung vertreten sein. Für<br />
jeden <strong>IHK</strong>-Zugehörigen kann sich nur ein Kandidat<br />
zur Wahl stellen.<br />
(4) Ist eine natürliche Person in verschiedenen<br />
Wahlgruppen bzw. Wahlbezirken wählbar, kann<br />
sie nur einmal kandidieren.<br />
§ 6 Dauer und Beendigung der Mitgliedschaft<br />
(1) Die Amtszeit der Mitglieder der Vollversammlung<br />
beginnt mit der konstituierenden Sitzung<br />
und endet mit der konstituierenden Sitzung<br />
einer neu gewählten Vollversammlung. Die<br />
Wahlfrist muss innerhalb der letzten sechs<br />
Monate vor Ablauf von fünf Jahren seit der letz-<br />
36 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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ten konstituierenden Sitzung enden. Die konstituierende<br />
Sitzung findet innerhalb von acht<br />
Wochen nach Veröffentlichung der Wahlergebnisse<br />
statt.<br />
(2) Die Mitgliedschaft in der Vollversammlung<br />
endet vor Ablauf der in Abs.1 vorgesehenen<br />
Amtszeit durch Tod, Amtsniederlegung oder mit<br />
der Feststellung, dass bei dem Mitglied die Voraussetzungen<br />
der Wählbarkeit im Zeitpunkt der<br />
Wahl nicht vorhanden waren oder zum Zeitpunkt<br />
der Feststellung nicht mehr vorliegen<br />
oder die Wahl aus sonstigen Gründen für ungültig<br />
erklärt wird. Auf Antrag hat die Vollversammlung<br />
die Feststellung zu beschließen. Der<br />
Präsident hat den Antrag unverzüglich ab<br />
Kenntnis der <strong>IHK</strong> zu stellen.<br />
(3) Die Mitgliedschaft in der Vollversammlung wird<br />
nicht berührt durch den Wechsel in eine andere<br />
Wahlgruppe oder einen anderen Wahlbezirk.<br />
(4) Die Gültigkeit von Beschlüssen und Wahlen wird<br />
nicht davon berührt, dass die Voraussetzungen<br />
der Wählbarkeit bei mitwirkenden Mitgliedern<br />
der Vollversammlung nicht vorlagen oder zu<br />
einem späteren Zeitpunkt entfallen sind.<br />
§ 7 Wahlgruppen, Wahlbezirke<br />
(1) Die <strong>IHK</strong>-Zugehörigen werden gemäß § 5 Abs. 3<br />
Satz 2 <strong>IHK</strong>G zum Zwecke der Wahl unter<br />
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Besonderheiten<br />
des <strong>IHK</strong>-Bezirks sowie der gesamtwirtschaftlichen<br />
Bedeutung der Gewerbegruppen<br />
in Wahlgruppen und Wahlbezirke eingeteilt.<br />
Die Größe der Wahlgruppen richtet sich insbesondere<br />
nach dem Gewerbeertrag, der Zahl der<br />
Beschäftigten, der Zahl der Auszubildenden und<br />
der Zahl der ihnen zuzurechnenden <strong>IHK</strong>-Zugehörigen.<br />
(2) Es werden folgende Wahlgruppen gebildet:<br />
I Industrie<br />
II Handel<br />
III Handelsvertreter<br />
IV Banken und Versicherungen<br />
V Finanzdienstleister<br />
VI Verkehrsgewerbe<br />
VII Hotel- und Gaststättengewerbe<br />
VIII Gesundheitswesen<br />
IX Grundstücks- und Wohnungswesen<br />
X Informationstechnologie<br />
XI Sonstige Dienstleistungen<br />
(3) Als Wahlbezirk gilt der <strong>IHK</strong>-Bezirk (Wahlgruppen<br />
III – XI).<br />
Davon abweichend werden für die Wahlgruppen<br />
I und II folgende Wahlbezirke gebildet:<br />
a) Landkreis <strong>Gießen</strong> ohne die Gemeinden Wettenberg<br />
und Biebertal<br />
b) Wetteraukreis<br />
c) Vogelsbergkreis<br />
(4) Die <strong>IHK</strong>-Zugehörigen wählen in ihrer Wahlgruppe<br />
und ihrem Wahlbezirk jeweils die folgende<br />
Anzahl von Mitgliedern der Vollversammlung:<br />
Wahlgruppe I Industrie<br />
Wahlbezirk a) 7 Mitglieder<br />
Wahlbezirk b) 6 Mitglieder<br />
Wahlbezirk c) 3 Mitglieder<br />
Wahlgruppe II Handel<br />
Wahlbezirk a) 6 Mitglieder<br />
Wahlbezirk b) 8 Mitglieder<br />
Wahlbezirk c) 3 Mitglieder<br />
Wahlgruppe III<br />
Handelsvertreter<br />
1 Mitglied<br />
Wahlgruppe IV<br />
Banken und Versicherungen 4 Mitglieder<br />
Wahlgruppe V<br />
Finanzdienstleister<br />
2 Mitglieder<br />
Wahlgruppe VI<br />
Verkehrsgewerbe<br />
2 Mitglieder<br />
Wahlgruppe VII<br />
Hotel- und Gaststättengewerbe 2 Mitglieder<br />
Wahlgruppe VIII<br />
Gesundheitswesen<br />
1 Mitglied<br />
Wahlgruppe IX<br />
Grundstücks- und Wohnungswesen 1 Mitglied<br />
Wahlgruppe X<br />
Informationstechnologie<br />
1 Mitglied<br />
Wahlgruppe XI<br />
Sonstige Dienstleistungen 13 Mitglieder<br />
§ 8 Wahlausschuss, Wahlfrist<br />
(1) Die Vollversammlung wählt zur Durchführung<br />
jeder Wahl einen Wahlausschuss, der aus 5 Personen<br />
besteht. Der Wahlausschuss gibt sich eine<br />
Geschäftsordnung und wählt aus seiner Mitte<br />
einen Vorsitzenden. Er wird durch den Vorsitzenden,<br />
bei dessen Verhinderung durch das älteste<br />
Wahlausschussmitglied vertreten. Der Vorsitzende<br />
kann sich bei der Wahrnehmung seiner<br />
Tätigkeit der Unterstützung durch die<br />
Geschäftsführung bedienen. Der Wahlausschuss<br />
kann einzelne Aufgaben auf die Geschäftsführung<br />
übertragen.<br />
(2) Der Wahlausschuss bestimmt die Frist, in welcher<br />
die Stimmzettel bei der Kammer eingehen<br />
müssen (Wahlfrist).<br />
§ 9 Wählerlisten<br />
(1) Der Wahlausschuss stellt zur Vorbereitung der<br />
Wahl getrennt nach Wahlgruppen und Wahlbezirken<br />
Listen der Wahlberechtigten auf (Wählerlisten).<br />
Die Wählerlisten können auch in<br />
Dateiform erstellt werden. Sie enthalten Angaben<br />
zu Name, Firma, Anschrift, Wahlgruppe,<br />
Wahlbezirk, Identnummer und Wirtschaftszweig<br />
der Wahlberechtigten.<br />
(2) Der Wahlausschuss geht bei der Aufstellung der<br />
Wählerlisten von den der <strong>IHK</strong> vorliegenden<br />
Unterlagen aus und weist danach die Wahlberechtigten<br />
den einzelnen Wahlgruppen und<br />
Wahlbezirken zu. Wahlberechtigte, die mehreren<br />
Wahlgruppen oder Wahlbezirken angehören,<br />
werden vom Wahlausschuss einer Wahlgruppe<br />
bzw. einem Wahlbezirk zugeordnet.<br />
Wahlberechtigte, die ausschließlich als persönlich<br />
haftende Gesellschafter eines anderen<br />
Wahlberechtigten oder als Besitzgesellschaft<br />
für einen anderen Wahlberech-tigten oder als<br />
Holdinggesellschaft für Wahlberechtigte einer<br />
bestimmten anderen Wahlgruppe tätig sind,<br />
werden der Wahlgruppe dieses anderen Wahlberechtigten<br />
zugeordnet.<br />
(3) Die Wählerlisten können für die Dauer von 2<br />
Wochen durch die Wahlberechtigten oder ihre<br />
Bevollmächtigten eingesehen werden. Die Einsichtnahme<br />
beschränkt sich auf die jeweilige<br />
Wahlgruppe und den Wahlbezirk.<br />
(4) Anträge auf Aufnahme in eine Wahlgruppe bzw.<br />
einen Wahlbezirk oder auf Zuordnung zu einer<br />
anderen Wahlgruppe oder einen anderen Wahlbezirk<br />
sowie Einsprüche gegen die Zuordnung<br />
zu einer Wahlgruppe können binnen einer<br />
Woche nach Ablauf der in Absatz 3 genannten<br />
Frist eingereicht werden. Der Wahlausschuss<br />
entscheidet darüber und stellt nach Erledigung<br />
aller Einsprüche und Anträge die Ordnungsmäßigkeit<br />
der Wählerlisten fest.<br />
(5) Wählen kann nur, wer in den festgestellten<br />
Wählerlisten eingetragen ist oder bis einen Tag<br />
vor Ablauf der Wahlfrist (§ 8 Abs. 2) nachweist,<br />
dass sein Wahlrecht erst nach Ablauf der Frist<br />
des § 9 Abs. 4 entstanden ist.<br />
(6) Die <strong>IHK</strong> ist berechtigt, Name, Firma und<br />
Anschrift von Wahlberechtigten an Bewerber (§<br />
11) oder deren Bevollmächtigte zum Zwecke der<br />
Suche von Mitbewerbern für den Wahlvorschlag<br />
(§ 11 Abs. 1 Satz 3) sowie zum Zwecke der<br />
Wahlwerbung zu übermitteln. Die Bewerber<br />
oder deren Bevollmächtigte haben sich schrift-<br />
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lich zu verpflichten, die übermittelten Daten<br />
ausschließlich für Wahlzwecke zu nutzen und<br />
sie spätestens nach der Wahl unverzüglich zu<br />
löschen bzw. zu vernichten.<br />
§ 10 Bekanntmachungen des Wahlausschusses<br />
betreffend Wahlfrist,<br />
Einsichtnahme in die Wählerlisten, Einspruchsfrist<br />
und Wahlvorschläge<br />
(1) Der Wahlausschuss macht die Wahlfrist (§ 8<br />
Abs. 2) sowie Zeit und Ort für die Einsichtnahme<br />
der Wählerlisten mit dem Hinweis auf die in § 9<br />
Abs. 4 genannten Möglichkeiten der Einreichung<br />
von Anträgen und Einsprüchen einschließlich<br />
der dafür vorgesehenen Fristen<br />
bekannt.<br />
(2) Der Wahlausschuss fordert in der Bekanntmachung<br />
die Wahlberechtigten auf, binnen vier<br />
Wochen nach Beginn der Auslegung der Wählerlisten<br />
für ihre Wahlgruppe Wahlvorschläge<br />
bei ihm einzureichen. Er weist darauf hin, wie<br />
viele Mitglieder in jeder Wahlgruppe und jedem<br />
Wahlbezirk zu wählen sind.<br />
§ 11 Kandidatenliste<br />
(1) Die wahlberechtigten <strong>IHK</strong>-Zugehörigen können<br />
für ihre Wahlgruppe und ihren Wahlbezirk<br />
schriftliche Wahlvorschläge einreichen, wobei<br />
auch eine Übermittlung per Fax zulässig ist.<br />
Zulässig ist ebenfalls die Übermittlung eines eingescannten<br />
Dokuments per eMail. Bewerber können<br />
nur für die Wahlgruppe und den Wahlbezirk<br />
benannt werden, für die sie selbst wahlberechtigt<br />
sind. Die Summe der Wahlvorschläge für eine<br />
Wahlgruppe bzw. einen Wahlbezirk ergibt die<br />
Kandidatenliste. Die Bewerber werden in der<br />
Kandidatenliste in der alphabetischen Reihenfolge<br />
ihrer ersten Familiennamen aufgeführt, bei<br />
Namensgleichheit entscheidet der Vorname.<br />
(2) Die Wahlvorschläge sind mit Familiennamen,<br />
Vornamen, Geburtsdatum, Beruf oder Stellung,<br />
Bezeichnung des <strong>IHK</strong>-zugehörigen Unternehmens<br />
und dessen Anschrift aufzuführen. Außerdem<br />
ist eine Erklärung jedes Bewerbers beizufügen,<br />
dass er zur Annahme der Wahl bereit ist<br />
und dass ihm keine Tatsachen bekannt sind, die<br />
seine Wählbarkeit nach dieser Wahlordnung<br />
ausschließen.<br />
(3) Der Wahlvorschlag bedarf keiner zusätzlichen<br />
Unterstützung (Selbstvorschlag).<br />
(4) Der Wahlausschuss prüft die Wahlvorschläge<br />
und erstellt die Kandidatenlisten. Er fordert den<br />
Kandidaten unter Fristsetzung auf, heilbare<br />
Mängel zu beseitigen. Besteht ein Wahlvorschlag<br />
aus mehreren Kandidaten, so ergeht die<br />
Aufforderung an jeden Kandidaten, auf den sich<br />
die Mängel beziehen. In diesem Fall bleibt der<br />
Wahlvorschlag in Bezug auf die übrigen Kandidaten<br />
wirksam.<br />
(5) Ein unheilbarer Mangel liegt insbesondere vor,<br />
wenn<br />
a) die Einreichungsfrist nicht eingehalten wurde,<br />
b) das Formerfordernis nicht eingehalten wurde,<br />
c) der Bewerber nicht wählbar ist<br />
d) der Bewerber nicht identifizierbar ist,<br />
e) die Zustimmungserklärung des Bewerbers<br />
fehlt.<br />
(6) Jede Kandidatenliste soll mindestens einen<br />
Bewerber mehr enthalten, als in der Wahlgruppe<br />
und dem Wahlbezirk zu wählen sind. Geht für<br />
eine Wahlgruppe bzw. einen Wahlbezirk kein<br />
gültiger Wahlvorschlag ein oder reicht die Zahl<br />
der Wahlvorschläge nicht aus, um die Bedingung<br />
des Satzes 1 für eine Kandidatenliste zu<br />
erfüllen, so setzt der Wahlausschuss eine angemessene<br />
Nachfrist und wiederholt die Aufforderung<br />
nach § 10 Abs. 2. Bei fruchtlosem Ablauf<br />
dieser Nachfrist findet eine auf die gültigen<br />
Wahlvorschläge beschränkte Wahl statt.<br />
(7) Der Wahlausschuss macht die gültigen Kandidatenlisten<br />
bekannt. Im Falle von Abs. 6 werden<br />
Nachfrist und Aufforderung zur Einreichung<br />
weiterer Wahlvorschläge vom Wahlausschuss<br />
ebenfalls bekannt gemacht.<br />
§ 12 Durchführung der Wahl<br />
(1) Die Wahl erfolgt schriftlich (Briefwahl).<br />
(2) Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel, welche für<br />
die Wahlgruppe bzw. den Wahlbezirk die Kandidatenliste<br />
sowie einen Hinweis auf die Anzahl<br />
der in der Wahlgruppe bzw. dem Wahlbezirk zu<br />
wählenden Bewerber enthalten. Die Bewerber<br />
werden in der alphabetischen Reihenfolge ihrer<br />
Namen aufgeführt. Bei Namensgleichheit entscheidet<br />
der Vorname.<br />
(3) Die <strong>IHK</strong> übermittelt dem Wahlberechtigten folgende<br />
Unterlagen:<br />
a) einen Vordruck für den Nachweis der Berechtigung<br />
zur Ausübung des Wahlrechts (Wahlschein),<br />
b) einen Stimmzettel,<br />
c) einen neutralen Umschlag mit der Bezeichnung<br />
„<strong>IHK</strong>-Wahl“ (Wahlumschlag),<br />
d) einen Umschlag für die Rücksendung der<br />
Wahlunterlagen (Rücksendeumschlag).<br />
(4) Der Wahlberechtigte kennzeichnet die von ihm<br />
gewählten Bewerber dadurch, dass er deren<br />
Namen auf der Kandidatenliste ankreuzt. Er darf<br />
höchstens so viele Bewerber ankreuzen, wie in der<br />
Wahlgruppe und dem Wahlbezirk zu wählen sind.<br />
(5) Der Wahlberechtigte hat den von ihm gemäß<br />
Abs. 4 gekennzeichneten Stimmzettel in dem<br />
von ihm verschlossenen Wahlumschlag unter<br />
Beifügung des von ihm oder dem oder den Vertretungsberechtigten<br />
unterzeichneten Wahlscheins<br />
in dem Rücksendeumschlag so rechtzeitig<br />
an die <strong>IHK</strong> zurückzusenden, dass die Unterlagen<br />
innerhalb der vom Wahlausschuss für die<br />
Ausübung des Wahlrechts festgelegten Frist bei<br />
der <strong>IHK</strong> eingehen. Die rechtzeitig bei der <strong>IHK</strong><br />
eingegangenen Wahlumschläge werden nach<br />
Prüfung der Wahlberechtigung unverzüglich<br />
ungeöffnet in die Wahlurne gelegt.<br />
§ 13 Gültigkeit der Stimmen<br />
(1) Über die Gültigkeit der abgegebenen Stimmen<br />
und über alle bei der Wahlhandlung und bei der<br />
Ermittlung des Wahlergebnisses sich ergebenden<br />
Anstände entscheidet der Wahlausschuss.<br />
(2) Ungültig sind Stimmzettel<br />
a) die Zusätze, Streichungen oder Vorbehalte<br />
aufweisen,<br />
b) die die Absicht des Wählers nicht klar erkennen<br />
lassen,<br />
c) in denen mehr Bewerber angekreuzt sind, als<br />
in der Wahlgruppe und dem Wahlbezirk zu<br />
wählen sind,<br />
d) die nicht in einem verschlossenen Wahlumschlag<br />
eingehen.<br />
Mehrere in einem Wahlumschlag enthaltene<br />
Stimmzettel gelten als nur ein Stimmzettel,<br />
wenn ihre Kennzeichnung gleichlautend oder nur<br />
einer von ihnen gekennzeichnet ist; andernfalls<br />
sind sie sämtlich ungültig.<br />
(3) Rücksendeumschläge, die lediglich den Wahlumschlag,<br />
nicht jedoch den Wahlschein enthalten,<br />
werden zurückgewiesen. Das gilt auch, falls<br />
der Wahlschein im Wahlumschlag versendet<br />
wurde oder nicht vollständig ausgefüllt ist.<br />
§ 14 Wahlergebnis<br />
(1) Gewählt sind in den einzelnen Wahlgruppen und<br />
Wahlbezirken diejenigen Bewerber, welche die<br />
meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit<br />
entscheidet das Los, welches ein Mitglied<br />
des Wahlausschusses zieht; das gleiche<br />
gilt für die Festlegung der Nachfolgemitglieder<br />
(§ 2).<br />
(2) Unverzüglich nach Abschluss der Wahl stellt der<br />
Wahlausschuss das Wahlergebnis fest, fertigt<br />
über den Wahlablauf eine Niederschrift an und<br />
macht die Namen der gewählten Bewerber<br />
bekannt.<br />
§ 15 Wahlprüfung<br />
(1) Einsprüche gegen die Feststellung des Wahlergebnisses<br />
müssen innerhalb eines Monats nach<br />
Bekanntgabe des Wahlergebnisses schriftlich<br />
38 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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beim Wahlausschuss eingegangen sein. Der Einspruch<br />
ist auf die Wahl innerhalb der Wahlgruppe<br />
(und des Wahlbezirks) des Wahlberechtigten<br />
beschränkt. Über Einsprüche gegen die Feststellung<br />
des Wahlergebnisses entscheidet der Wahlausschuss.<br />
Gegen diese Entscheidung kann<br />
innerhalb eines Monats Widerspruch erhoben<br />
werden. Soweit der Wahlausschuss dem Widerspruch<br />
nicht abhilft, entscheidet die Vollversammlung.<br />
(2) Einsprüche gegen die Feststellung des Wahlergebnisses<br />
und Widersprüche gegen die Entscheidung<br />
des Wahlausschusses sind zu begründen.<br />
Sie können nur auf einen Verstoß gegen<br />
wesentliche Wahlvorschriften gestützt werden,<br />
durch die das Wahlergebnis beeinflusst werden<br />
kann. Gründe können nur bis zum Ablauf der<br />
Widerspruchsfrist vorgetragen werden. Im<br />
Wahlprüfungsverfahren einschließlich eines<br />
gerichtlichen Verfahrens werden nur bis zum<br />
Ablauf der Widerspruchsfrist vorgetragene<br />
Gründe berücksichtigt.<br />
§ 16 Verfahren der mittelbaren Wahl<br />
(1) Die Vorbereitung und Durchführung dieser<br />
Wahlen obliegt dem Präsidium.<br />
(2) Die Bewerber für die mittelbare Wahl werden<br />
aus der Mitte der Vollversammlung oder dem<br />
Präsidium vorgeschlagen. Die Wahlvorschläge<br />
müssen die in § 11 Abs. 2 genannten Angaben<br />
enthalten.<br />
(3) Das Ergebnis der Stimmabgabe wird vom Präsidium<br />
ermittelt. Gewählt sind die Kan-didaten,<br />
die zwei Drittel der abgegebenen Stimmen<br />
erhalten haben. Stehen mehr Wahlvorschläge<br />
zur Abstimmung, als Sitze nach § 1 Abs. 3 zu<br />
besetzen sind, entscheiden unabhängig von<br />
Wahlgruppen und Wahlbezirken die jeweils<br />
höchsten Stimmenzahlen, die auf die Kandidaten<br />
entfallen sind. Die Wahl ist in diesem Fall<br />
mittels Stimmzetteln durchzuführen. Bei Stimmengleichheit<br />
entscheidet das Los, welches der<br />
Präsident zieht.<br />
(4) Die mittelbare Wahl erfolgt für die Dauer der<br />
begonnenen Wahlperiode. Der Präsident macht<br />
die Namen der Gewählten bekannt.<br />
§ 17 Bekanntmachung<br />
Die in der Wahlordnung vorgesehenen Bekanntmachungen<br />
erfolgen in dem Mitteilungsblatt „<strong>Wirtschaftsmagazin</strong>“<br />
der <strong>IHK</strong>.<br />
§ 18 Inkrafttreten<br />
(1) Diese Wahlordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung<br />
im Mitteilungsblatt „<strong>Wirtschaftsmagazin</strong>“<br />
in Kraft.<br />
(2) Sie löst die Wahlordnung der Industrie- und<br />
Handelskammer <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> vom 29.<br />
August 2007 ab.<br />
<strong>Gießen</strong>, den 22. April <strong>2013</strong><br />
gez. Dr. Wolfgang Maaß<br />
Präsident<br />
Genehmigungsbescheid erteilt am 15. Mai <strong>2013</strong><br />
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und<br />
Landesentwicklung<br />
Im Auftrag<br />
gez. Martini<br />
Die vorstehende Änderung der Gebührenordnung<br />
wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt<br />
„Wirtschaft“ veröffentlicht.<br />
<strong>Gießen</strong>, den 17. Mai <strong>2013</strong><br />
gez. Dr. Wolfgang Maaß<br />
Präsident<br />
gez. Dr. Matthias Leder<br />
Hauptgeschäftsführer<br />
gez. Dr. Matthias Leder<br />
Hauptgeschäftsführer<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 39
SPEZIAL UntErnEhmEnSnAchfoLgE<br />
Foto: fotolia/KarinUweAnnas<br />
Unternehmensnachfolge frühzeitig regeln<br />
Rechtzeitig handeln!<br />
Zu späte Vorbereitung ist das größte Manko.<br />
Mehr als 70 000 Unternehmen<br />
stehen in im Idealfall bereits durchdacht arbeiter, so Vogel-Weyh.<br />
Frage des Alters, sondern sollte aber auch für Familie und Mit-<br />
Deutschland jährlich werden, sobald das Unternehmen<br />
Aus über 20 000 Kontakten<br />
vor einer Nachfolgeregelung. 39<br />
die Existenzgrundlage für mit Senior-Unternehmern und<br />
Prozent der Senior-Unternehmer<br />
den Unternehmer und seine übernahmeinteressierten Existenzgründern<br />
finden nach <strong>IHK</strong>-Erfahrun-<br />
gen keinen passenden Nachfolger.<br />
Die Gründe dafür sind mannigfaltig:<br />
Viele Nachfolgeinteressierte<br />
haben nicht die zum<br />
Unternehmen passende Qualifikation<br />
oder unterschätzen die<br />
hohen Herausforderungen an<br />
die Übernahme eines Betriebes.<br />
Aber auch „Übergeber“ tun sich<br />
Familie darstellt“, sagt Freya<br />
Vogel-Weyh, bei der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
für das Thema<br />
Unternehmensnachfolge<br />
zuständig. In der Praxis werde<br />
dies jedoch häufig ignoriert, mit<br />
mitunter fatalen Folgen für den<br />
nachhaltigen Unternehmenserfolg.<br />
Die Unternehmensnachfolge<br />
sei ein langwieriger und<br />
können sich die<br />
<strong>IHK</strong>-Nachfolgeberater bundesweit<br />
ein umfangreiches Bild<br />
über die Herausforderungen der<br />
Unternehmensnachfolge<br />
machen – sowohl auf Seiten des<br />
Senior-Unternehmer als auch<br />
seitens der Existenzgründer.<br />
Ihre Erfahrungen zusammengefasst<br />
haben die <strong>IHK</strong>-Berater zur<br />
häufig schwer, sich rechtzeitig komplexer Prozess, bei dem Unternehmensnachfolge in<br />
von ihren Unternehmen zu<br />
lösen.<br />
„Der Hauptgrund für die<br />
viele Aspekte zu beachten seien.<br />
Dennoch beschäftigen sich nach<br />
ihrer Erfahrung weniger als ein<br />
einem entsprechenden D<strong>IHK</strong>-<br />
Report. Nach ihrer Einschätzung<br />
gibt es in mindestens der Hälfte<br />
Unternehmensübergabe ist das Viertel der Mittelständler aktiv der Übergabeprozesse teils<br />
Ausscheiden des Unternehmers<br />
aus Altersgründen. Allerdings<br />
ist die Planung einer Unternehmensnachfolge<br />
nicht allein eine<br />
mit dem Thema. Dabei gelte: Je<br />
früher an die Übergabe des<br />
Unternehmens gedacht werde,<br />
desto besser für den Inhaber,<br />
erhebliche Schwierigkeiten zu<br />
überwinden. Bei potenziellen<br />
Nachfolgern seien mangelnde<br />
Eignung und Qualifikation ein<br />
großes Problem. Bei Senior-<br />
Unternehmern beobachten die<br />
<strong>IHK</strong>s insbesondere eine zu späte<br />
Vorbereitung der Firmenübergabe<br />
sowie häufig eine unrealistische<br />
Einschätzung des Verkaufspreises,<br />
was vor allem in<br />
einer starken emotionalen Verflechtung<br />
des Seniors mit seinem<br />
Lebenswerk begründet<br />
liege. Ein großes Hemmnis für<br />
die Betriebsübergabe ist den<br />
<strong>IHK</strong>-Erfahrungen zufolge, dass<br />
viele Senior-Unternehmer sich<br />
zu spät mit der Materie beschäftigen.<br />
Vielfach werde unterschätzt,<br />
wie komplex und weitreichend<br />
die Fragen sind, die im<br />
Rahmen des Übergabeprozesses<br />
zu klären sind: Habe ich alle<br />
notwendigen Unterlagen beisammen?<br />
Wem übergebe ich<br />
meinen Betrieb, wenn die familieninterne<br />
Übergabe nicht<br />
gelingt, weil Sohn oder Tochter<br />
das Unternehmen nicht übernehmen<br />
kann oder will? Welche<br />
steuerlichen Implikationen sind<br />
zu beachten? Welche künftigen<br />
Herausforderungen kommen<br />
auf das Unternehmen zu? Einer-<br />
AutoR/in<br />
Bernd Schmid<br />
E-Mail: bernd.schmid@email.de<br />
40 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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SPEZIAL UntErnEhmEnSnAchfoLgE<br />
seits scheuen viele Senior-<br />
Unternehmer, diese Problemfelder<br />
anzugehen. Andererseits<br />
fordert eine gelungene Nachfolgersuche<br />
und Unternehmensübergabe<br />
viel Zeit – nach <strong>IHK</strong>-<br />
Schätzungen etwa drei Jahre.<br />
Nach den Erfahrungen der <strong>IHK</strong>-<br />
Berater nehmen sich gerade einmal<br />
20 Prozent der übergabewilligen<br />
Unternehmer diese<br />
Zeit. Rund die Hälfte von ihnen<br />
hat dafür nach eigenen Angaben<br />
höchstens ein Jahr eingeplant.<br />
Kommunikation ist<br />
entscheidend<br />
Die Tendenz, sich zu spät mit<br />
einer Nachfolgeregelung zu<br />
beschäftigen, bestätigt auch die<br />
Hanauer Rechtsanwältin Regine<br />
Rang, die sich mit ihrer Rechtsanwaltsgesellschaft<br />
„Rechtwerk“<br />
auf die Beratung von mittelständischen<br />
Unternehmen<br />
spezialisiert hat: „Eine Unternehmensnachfolge<br />
ist ein sehr<br />
komplexer betriebswirtschaftlicher<br />
und rechtlicher Prozess.<br />
Zudem hat für Senior-Unternehmer<br />
die Unternehmensnachfolge<br />
auch eine starke emotionale<br />
Komponente: Eine Unternehmensnachfolge<br />
bedeutet<br />
nicht selten den Abschied von<br />
einem Lebenswerk.“ Zudem<br />
müsse man sich bei einer sorgfältigen<br />
Nachfolgeplanung auch<br />
mit unangenehmen Fragen<br />
beschäftigen – wie Krankheit,<br />
Unfall oder Tod. Auch das eigene<br />
Älterwerden sei ein Punkt,<br />
der Unternehmern, aber nicht<br />
nur ihnen, zu schaffen mache.<br />
Für Rang ist die Kommunikation<br />
ein essenzieller Punkt für<br />
eine gelungene Nachfolgeregelung:<br />
„Ein Wechsel in der Unternehmensleitung<br />
ist per se mit<br />
Unsicherheit verbunden. Umso<br />
wichtiger ist es, dass nicht nur<br />
Übergeber und Übernehmer,<br />
sondern auch Mitarbeiter, Lieferanten<br />
und Kunden in den Übergabeprozess<br />
eingebunden werden.“<br />
Dies könne mit einem<br />
externen Berater, aber auch dem<br />
eigenen Steuerberater gelingen.<br />
„Wichtig ist, dass beide Seiten,<br />
also Unternehmer und potenzieller<br />
Nachfolger der Person vertrauen“.<br />
Übergabe bei Fischer<br />
gescheitert<br />
Wie schnell ein Generationswechsel<br />
scheitern kann, belegte<br />
die geplatzte Stabübergabe bei<br />
der Unternehmensgruppe<br />
Fischer Anfang vergangenen<br />
Jahres. Der vormalige Inhaber<br />
des Familienunternehmens, das<br />
vor allem wegen ihrer Dübel<br />
bekannt ist, Klaus Fischer, hatte<br />
nur wenige Monate zuvor die<br />
operative Führung an seinen<br />
Sohn Jörg Klaus abgegeben und<br />
dann im Februar 2012 wieder<br />
übernommen. Sohn Jörg Klaus<br />
Fischer hat das Unternehmen<br />
„auf eigenen Wunsch“ wieder<br />
verlassen. „Wir haben in den<br />
vergangenen Wochen feststellen<br />
müssen, dass unsere Vorstellungen<br />
im Hinblick auf Ausrichtung<br />
und Führung des Unternehmens<br />
gravierend unterschiedlich<br />
sind“, sagte Klaus<br />
Fischer in der Presse die Gründe<br />
für die Rückabwicklung der<br />
Nachfolgeregelung. Er hält nun<br />
weiterhin 98 Prozent der Anteile<br />
und sitzt dem Beirat des Unternehmens<br />
vor. Der Bruch im<br />
Unternehmen sollte offenbar<br />
einem Bruch in der Familie vorbeugen.<br />
„Wenn die familiäre<br />
Situation halten soll, dann muss<br />
man im geschäftlichen einen<br />
Bruch vollziehen“, beschrieb<br />
Medienberichten zufolge der<br />
Firmensprecher die Überlegung<br />
bei Fischer.<br />
Neben unterschiedlichen<br />
Vorstellungen über die Fortführung<br />
des Unternehmens<br />
sind nach <strong>IHK</strong>-Erfahrungen<br />
überhöhte Kaufpreisvorstellungen<br />
das zweigrößte Hemmnis<br />
für die Unternehmensnachfolge<br />
seitens des Senior-Unternehmers.<br />
Bei 41 Prozent werden<br />
die Nachfolgeverhandlungen<br />
durch die Forderung zu<br />
hoher Kaufpreise erschwert.<br />
„Im Auge vieler Senior-Unternehmer<br />
übersteigt der ‚gefühlte‘<br />
Wert seines Unternehmens<br />
dessen objektiven Wert.<br />
Schließlich hat der Senior-<br />
Unternehmer viel Herzblut und<br />
Arbeit in sein Lebenswerk<br />
gesteckt“, fassen die Autoren<br />
des <strong>IHK</strong>-Reports zur Unternehmensnachfolge<br />
die Erfahrungen<br />
der <strong>IHK</strong>-Nachfolgeberater<br />
zusammen. Oftmals beobachten<br />
<strong>IHK</strong>s bei Senior-Unternehmern<br />
die Haltung, der errechnete<br />
Unternehmenswert wäre<br />
gleichbedeutend mit dem<br />
Kaufpreis, den der ausgesuchte<br />
Nachfolger dann akzeptieren<br />
müsse. Der Unternehmenskaufpreis<br />
ist jedoch das Ergebnis<br />
von Verhandlungen zwischen<br />
Anbietern und Nachfragern<br />
– und insofern ein Marktpreis.<br />
Käufer werden aber die<br />
erwartete Zukunft eines Unternehmens<br />
und seines Geschäftsmodells<br />
zum Maßstab des Preises<br />
machen, den zu zahlen sie<br />
für ein Unternehmen bereit<br />
sind. Daher raten <strong>IHK</strong>s auch<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 41
SPEZIAL UntErnEhmEnSnAchfoLgE<br />
Foto: xxx<br />
Countdown unternehMensnaChfolge<br />
Der idealtypische Zeitplan für eine Unternehmensnachfolge<br />
nach <strong>IHK</strong>-Empfehlung:<br />
1. „Die Braut schmücken“. Etwa drei bis zehn Jahre vor der geplanten<br />
Übergabe sollte der Inhaber damit beginnen, sein Unternehmen<br />
fit für die nächste Chef-Generation zu machen. Ist das<br />
Angebot zukunftsorientiert? Stimmen die Margen? Ist meine<br />
Produktion auf dem neuesten Stand? Muss ich neu investieren?<br />
Stimmt die Unternehmensorganisation? Habe ich die richtigen<br />
Zulieferer und Finanzierungspartner?<br />
2. Nachfolger finden. Spätestens drei Jahre vor der absehbaren<br />
Übergabe mit der Suche nach einem Übernehmer beginnen.<br />
3. Unternehmen übergeben. Spätestens zwölf Monate vor<br />
Abschluss der Nachfolge den Prozess der Übergabe beginnen.<br />
4. „Stunde 0“. Nach Übergabe des Unternehmens muss das Spannungsfeld<br />
der Interessen von Inhaber, Familie, Nachfolger und<br />
Unternehmen gelöst sein. Die Vorkehrungen hierfür sind bereits<br />
lang im Voraus zu treffen.<br />
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davon ab, etwa aufgrund von<br />
Konjunkturunsicherheiten, mit<br />
der Übergabe zu warten – denn<br />
für den Übernehmer spielt die<br />
Zukunft in aller Regel eine<br />
größere Rolle als die Vergangenheit.<br />
„In jedem Falle stehen<br />
Senior-Unternehmer bei der<br />
Übergabe ihres Unternehmens<br />
vor der schwierigen Aufgabe,<br />
sich emotional ein Stück weit<br />
von ihrem Unternehmen zu<br />
lösen und eine objektive Sicht<br />
auf das Unternehmen, dessen<br />
Wert und dessen Chancen am<br />
Markt einzunehmen“, sagt<br />
Rechtsanwältin Rang, die<br />
jüngst auf einer gut besuchten<br />
Infoveranstaltung der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
zur Unternehmensnachfolge<br />
referierte. Das<br />
gelingt offenbar nicht jedem<br />
gleich gut: Bei rund 38 Prozent<br />
der Seniorunternehmen sehen<br />
<strong>IHK</strong>s, dass das starke emotionale<br />
Festhalten am Unternehmen<br />
die Nachfolgeverhandlungen<br />
erschwert. Die konjunkturellen<br />
Turbulenzen der vergangenen<br />
Jahre erschweren die<br />
objektive Ermittlung des<br />
Unternehmenswertes zusätzlich.<br />
Starke kurzfristige<br />
Umsatz- und Gewinneinbrüche<br />
sowie eine darauffolgende<br />
kräftige Erholung waren vor<br />
zwei Jahren nichts Ungewöhnliches,<br />
die gängigen Verfahren<br />
zur Ermittlung des Unternehmenswertes<br />
zeichnen die<br />
Geschäftsentwicklung allerdings<br />
mittelfristig nach und<br />
spiegeln oft nicht den aktuellen<br />
Marktwert wider. Insbesondere<br />
bei größeren Betrieben<br />
spielen Pensionsrückstellungen<br />
im Verhandlungsprozess eine<br />
schwierige Rolle. Viele Nach-<br />
folger sind nicht bereit, diese<br />
zu übernehmen und fordern<br />
eine Minderung des Kaufpreises.<br />
Finanzierung muss<br />
gesichert sein<br />
Für übernahmeinteressierte<br />
Existenzgründer ist die Finanzierung<br />
der Unternehmensnachfolge<br />
nach <strong>IHK</strong>-Erfahrungen das<br />
größte Hemmnis. 56 Prozent der<br />
Existenzgründer haben Schwierigkeiten,<br />
die Finanzierung für<br />
die Betriebsübernahme zu stemmen.<br />
Denn bei der Finanzierung<br />
der Unternehmensnachfolge ist<br />
nicht nur der Kaufpreis abzudecken.<br />
Oft muss der Nachfolger<br />
auch etwa Maschinen modernisieren,<br />
Warenlager aktualisieren<br />
oder Produktionsverfahren<br />
umstellen. Die hierfür notwendigen<br />
Investitionen werden oftmals<br />
erst einige Zeit nach der<br />
Betriebsübernahme fällig, sollten<br />
aber in den Finanzierungsplan<br />
mit eingehen.<br />
Werden wichtige Vorkehrungen<br />
getroffen, ist eine gelungene<br />
Unternehmensnachfolge kein<br />
Hexenwerk, sondern bietet auch<br />
Chancen für einen gelungenen<br />
Neustart. Ein gelungenes Beispiel<br />
im <strong>IHK</strong>-Bezirk <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
ist der Generationswechsel beim<br />
Modehaus Pepperone - Steinmetz<br />
in Grünberg. Zum 1. April<br />
<strong>2013</strong> hat Patrick Müller das traditionsreiche<br />
Modehaus übernommen.<br />
Der vormalige Inhaber<br />
Rainer Steinmetz wird dem<br />
Unternehmen weiterhin als fachlicher<br />
Berater zur Seite stehen<br />
und dem Modehaus erhalten<br />
bleiben. Müller hatte vor 15 Jahren<br />
seine Ausbildung beim<br />
42 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
SPEZIAL UntErnEhmEnSnAchfoLgE<br />
Grünberger Modehaus absolviert,<br />
sich dann aber beruflich<br />
anders orientiert. Zuletzt war er<br />
als Abteilungsleiter Einkauf<br />
beim Grünberger Modehaus Allmendiger<br />
tätig. „Die Selbstständigkeit<br />
war eigentlich immer<br />
mein Traum, als dann Herr<br />
Steinmetz auf mich zukam, wurden<br />
wir uns schnell einig“, erläutert<br />
Müller den Übergabeprozess.<br />
Ganz wichtig sei ein persönliches<br />
Vertrauensverhältnis. Schnell sei<br />
man sich über die Fortführung<br />
und die künftige strategische<br />
Ausrichtung einig geworden. Mit<br />
der gelungenen Übernahme wird<br />
das berufliche Lebenswerk des<br />
Übergebers weiterbestehen. Nur<br />
wenige Wochen nach der Übernahme<br />
in Grünberg eröffnete<br />
Müller ein Hungen eine Filiale.<br />
Vier Jahre lang stand das ehemalige<br />
Modehaus Schwermer am<br />
Hungener Marktplatz leer. Im 75.<br />
Jahr ihres Bestehens schloss das<br />
Inhaber-Ehepaar Gisela und Burkhard<br />
Gehrke aus Altersgründen<br />
2009 das Haus. Nun bekam es als<br />
„Pepperone Steinmetz“ unter<br />
Leitung von Patrick Müller einen<br />
neuen Mieter.<br />
Kein notfallkoffer:<br />
Spiel mit dem Feuer<br />
Gerade 30 Prozent der<br />
Unternehmer haben den <strong>IHK</strong>s<br />
zufolge die für die reibungslose<br />
Fortführung des Unternehmens<br />
wichtigsten Unterlagen griffbereit<br />
für eine Vertrauensperson<br />
zusammengestellt. 70 Prozent<br />
der Unternehmen verfügen<br />
somit über keinen so<br />
genannten Notfallkoffer. Das<br />
bedeute eine ernsthafte Gefahr<br />
für die Fortführung des Betriebes.<br />
Bei Unfall oder Tod des<br />
Geschäftsführers sei das Unternehmen<br />
faktisch führungslos<br />
– mit der häufigen Folge des<br />
Verlustes der Lebensgrundlage<br />
der Familie oder der Schließung<br />
des Betriebes. Die <strong>IHK</strong>s<br />
raten daher jedem, auch jüngerem,<br />
Unternehmer, einen Notfallkoffer<br />
zu packen – und das<br />
vom ersten Tag an. Inhalt:<br />
Vollmachten, Vertretungsplan,<br />
Informationen zu Kunden- und<br />
Lieferantenstrukturen und eine<br />
Dokumentenmappe mit Bankverbindungen,<br />
Passwörtern<br />
sowie ein Testament. Die Dokumente<br />
sollten zudem regelmäßig<br />
aktualisiert werden, beispielsweise<br />
einmal jährlich.<br />
Nur 24 Prozent derjenigen<br />
Unternehmer, die über Notfallkoffer<br />
verfügen, halten diesen<br />
auch aktuell. Auch hierdurch<br />
droht die Gefahr der Führungslosigkeit<br />
des Unternehmens<br />
und im schlimmsten Fall die<br />
Illiquidität.<br />
n<br />
nexxt-change<br />
iHKs waren 2012 die aktivsten<br />
Partner in der nachfolgebörse<br />
Die Unternehmensnachfolge<br />
per Mausklick bleibt beliebt:<br />
Im vergangenen Jahr fanden insgesamt 1 189 Betriebe dank der<br />
Online-Plattform "nexxt-change" einen neuen Chef.<br />
Unter der Adresse www.nexxt-change.org waren zum Stichtag 10.<br />
April insgesamt 7 129 Verkaufsangebote und 2 876 Gesuche gelistet.<br />
Die Börse ist eine Gemeinschaftsinitiative von Bundeswirtschaftsministerium,<br />
KfW Bankengruppe, Deutschem Industrie- und Handelskammertag,<br />
Zentralverband des Deutschen Handwerks, Bundesverband<br />
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie<br />
des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.<br />
Als erneut aktivste "nexxt-change"-Partner brachten die Industrieund<br />
Handelskammern 535 Senior-Unternehmer erfolgreich mit<br />
einem Nachfolger zusammen. Die Handwerkskammern vermittelten<br />
478 Betriebe. Am stärksten vertreten waren 2012 die Branchen<br />
Gesundheit, Körperpflege und Reinigung, weitere gewerbliche und<br />
persönliche Dienstleistungen sowie Verkehr und Tourismus.<br />
Ebenfalls hilfreich zum Thema Unternehmensnachfolge ist eine<br />
gleichnamige Publikation des Bundesministeriums für Wirtschaft<br />
und Technologie. Diese kann abgerufen werden in der Mediathek/<br />
Publikationen unter www.bmwi.de.<br />
KontAKt<br />
Freya Vogel-Weyh<br />
Tel.: <strong>06</strong>031/609-2505<br />
E-Mail: vogel-weyh@giessen-friedberg.ihk.de<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 43
NACHRICHTEN<br />
Teilnehmer Organisatoren der<br />
zweiten Pecha Kucha Nacht in<br />
Lauterbach.<br />
Foto: pm<br />
Pecha Kucha Nacht des BVMW<br />
New York, Berlin, Lauterbach<br />
Präsentationen zeigen Vielfalt und Kompetenz von Vogelsberger Unternehmen.<br />
Zahlreiche Besucher waren<br />
der Einladung des Bundesverbandes<br />
mittelständische<br />
Wirtschaft (BVMW) und<br />
der Sparkasse Oberhessen<br />
gefolgt, um an der zweiten<br />
Pecha Kucha Nacht in Lauterbach<br />
teilzunehmen. Nach dem<br />
Prinzip „20x20“- also 20 Folien<br />
für jeweils 20 Sekunden zu präsentieren,<br />
nutzten neun Unternehmer<br />
die Möglichkeit, ihre<br />
Geschäftsideen, ihre Kreativität<br />
und auch ihre Visionen zu präsentieren.<br />
„Oft liest oder hört<br />
man Unternehmensnamen, aber<br />
keiner weiß so richtig, was und<br />
wer sich dahinter verbirgt“, so<br />
Stefanie Richter vom BVMW.<br />
Das Pecha Kucha Format sei ein<br />
Veranstaltungsformat, um diese<br />
Transparenz herzustellen und<br />
positive Botschaften zu veröffentlichen,<br />
ergänzt Werner<br />
Staubach, Firmenkundenbetreuer<br />
der Sparkasse Oberhessen.<br />
Den Einstieg machte diesmal<br />
die Vogelsberg Consult, die ihr<br />
Leistungsangebot als Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
des Vogelsbergkreises vorstellte.<br />
Demnach seien in den letzten<br />
Jahren mehr als 13,2 Millionen<br />
Euro Fördermittel akquiriert<br />
und über 350 Projekte gefördert<br />
worden.<br />
Klaus Wegener, Geschäftsführer<br />
der Firma caseable, entführte<br />
in die kreative Welt seines<br />
jungen Start-up-Unternehmens,<br />
welches ein breites Sortiment<br />
an selbstgestaltbaren<br />
Taschen für Laptops, iPads,<br />
eReader oder auch SmartPhones<br />
biete. Unterhaltsam informierte<br />
er, wie die junge Firma aus New<br />
York, Berlin und Lauterbach<br />
erfolgreich global agiert und<br />
welche spannenden Zukunftsprojekte<br />
anstehen.<br />
International ging es weiter<br />
mit Lydia Appel-Moritz von der<br />
Thyssen Krupp Tiefbautechnik<br />
GmbH in Alsfeld, die Großprojekte<br />
der Firma präsentierte, in<br />
denen die Maschinen und Geräte<br />
für den Spezialtiefbau<br />
Anwendung finden. Darüber<br />
hinaus stellte sie die familienfreundliche<br />
Ausrichtung des<br />
Unternehmens vor, wie etwa<br />
flexible Arbeitszeiten oder Maßnahmen<br />
zur Gesundheitsförderung.<br />
Ein Vogelsberger Original<br />
mit hohen Ansprüchen setzte<br />
die Präsentation fort und nicht<br />
nur die kulinarischen Leckerbissen<br />
von Hans Schmidt vom<br />
Jägerhof in Lauterbach/Maar,<br />
sondern auch Wurstseminar,<br />
Kräuterwanderung, Whiskytasting<br />
oder Kochen mit Kindern<br />
machten neugierig auf mehr.<br />
Die Neugierde konnte noch<br />
gesteigert werden, da nur wenigen<br />
das Forschungszentrum in<br />
Neu-Ulrichstein bekannt ist.<br />
Professor Dr. Klaus Peter Ebke<br />
zeigte, was er und sein wissenschaftliches<br />
Team in „the middle<br />
of nowhere“ für Umweltschutz<br />
und Umwelttechnik leisten.<br />
Demnach werden schon mal<br />
„Fasane über den Platz gejagt“,<br />
um die Wirkung von Chemikalien<br />
auf Lebewesen zu testen.<br />
Karl-Heinz Freund von der<br />
Firma Hydrokomp GmbH aus<br />
Mücke setzte die Reihe fort und<br />
präsentierte das Leistungsportfolio<br />
des Unternehmens in Form<br />
von hydraulischen Komponenten<br />
sowie Kupplungssysteme<br />
und Spanntechnik für den<br />
Maschinenbau, Vorrichtungsbau<br />
und Werkzeugbau vor.<br />
Technisch ging es weiter mit<br />
Felix Wohlfahrt, der die Firma<br />
Anlagenbau Günther vorstellte<br />
und demonstrierte, wie Recycling<br />
mit Hilfe von Splitter und<br />
Taker wirkungsvoll weiterverarbeitet<br />
werden können.<br />
Seit 15 Jahren bietet Narz<br />
systems aus Herbstein Komplettlösungen<br />
im Bereich Elek-<br />
44 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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NACHRICHTEN<br />
trotechnik und Automatisierung<br />
aus einer Hand. Sebastian Narz<br />
beeindruckte die Zuhörer hinsichtlich<br />
der komplexen Anforderungen<br />
in den technischen<br />
Projekten und den daraus realisierten<br />
Lösungen.<br />
Zum Ende wurde es nochmal<br />
richtig scharf, als Nandger<br />
Franck seine Firma Schmiedeglut<br />
vorstellte und berichtet, wie<br />
er vom Banker zum Messerschmied<br />
wurde.<br />
Die bunte Themenmischung<br />
mit überraschenden Inhalten<br />
und Ideen empfanden die Gäste<br />
als sehr spannend und eine<br />
gelungene Herausforderung für<br />
die Präsentatoren. Beim<br />
anschließenden Büfett kam man<br />
zwanglos miteinander ins<br />
Gespräch, konnte die ein oder<br />
andere Frage zur Erfolgsgeschichte<br />
stellen und neue Kondungen<br />
und Projekte nach der<br />
sind und welche neuen Verbintakte<br />
knüpfen. „Wir werden die Pecha Kucha Nacht entstehen“,<br />
Veranstaltungsreihe auf jeden so Stefanie Richter vom BVMW.<br />
Fall fortsetzten, denn es ist einfach<br />
spannend zu beobachten, men können sich bereits jetzt<br />
Alle interessierten Unterneh-<br />
wie begeistert die Teilnehmer für einen Vortrag bewerben. n<br />
KONTAKT<br />
E-Mail: Stefanie.Richter@bvmw.de<br />
Neuer Hauptsitz, neuer Name, bewährte Produkte<br />
…und Action bitte!<br />
Foto: pm<br />
Aus der BÄNG! Musikproduktion GmbH wird die<br />
BÄNG! Entertainment GmbH.<br />
Die BÄNG! Entertainment<br />
GmbH schafft kreative<br />
Inhalte für die unterschiedlichsten<br />
Anwendungen:<br />
Vom Spielfilm bis zur Werbung,<br />
vom Hörbuch bis zur Musik -<br />
CD und vieles mehr. „Wir übernehmen<br />
neben der Produktion<br />
auch den Bereich der Vermarktung“,<br />
erläutert Martin Pfeiffer,<br />
Inhaber von BÄNG!. Man nutze<br />
vorhandene Kontakte zum traditionellen<br />
Tonträger- und<br />
Buchhandel ebenso wie Verbindungen<br />
zu digitalen Vermarktern<br />
wie iTunes und amazon.<br />
Speziell auf den industriellen<br />
Bereich abgestimmt umfasse<br />
das Angebot Werbespots,<br />
Imagefilme, individuelle Kompositionen<br />
und Musikproduktionen,<br />
beispielsweise Firmensongs.<br />
Zudem biete BÄNG! die<br />
Herstellung von exklusiven<br />
CDs und DVDs in hochwertigen<br />
Verpackungen inklusive Lizenzierung<br />
an.<br />
„Wir verfügen über ein Netzwerk<br />
von renommierten Künstlern<br />
und anderen Kreativen, mit<br />
denen wir unsere Projekte realisieren“,<br />
so Pfeiffer. „Es ist unser<br />
Ziel, in den nächsten Jahren den<br />
Bereich unseres industriellen<br />
Engagements konsequent auszubauen.<br />
Dabei tragen wir der<br />
Tatsache Rechnung, dass der<br />
kommerzielle Bedarf an kreativen<br />
Inhalten stetig steigt.“<br />
Insbesondere bei mittelständischen<br />
Unternehmen erlebe der<br />
Produzent eine wachsende<br />
Nachfrage nach Imagefilmen,<br />
Werbespots und exklusiven<br />
Musikproduktionen als nachhaltiges<br />
Mittel des Produktmarketings<br />
und stelle fest, dass<br />
noch immer ein großes Informationsdefizit<br />
hinsichtlich Lizenzierungen,<br />
vor allem seitens der<br />
GEMA, bestünde. Wiederkehrende<br />
negative Berichterstattung<br />
in den Medien verursache<br />
große Unsicherheit bei vielen<br />
Unternehmen. Man frage sich<br />
zu Recht: Was habe ich zu<br />
beachten? Wie kann ich Rechtsverletzungen<br />
aus Unwissenheit<br />
entgegenwirken? „Hier können<br />
wir aufklärend und beratend<br />
tätig werden“, verspricht Martin<br />
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Martin Pfeiffer ist der Geschäftsführer<br />
der BÄNG! Enterntainment<br />
GmbH.<br />
Pfeiffer. Denn für alle Projekte<br />
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Know-How eine zufriedenstellende<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 45
NACHRICHTEN<br />
Ein halbes Jahrhundert ULSHÖFER IT GmbH + Co. KG<br />
Pioniere der Mikroverfilmung<br />
Was geschehen kann, wenn es nach Fixierbad statt Gulasch riecht.<br />
Die ULSHÖFER IT GmbH ihrer Ideen und Arbeiten trugen<br />
dazu bei, dass der Mikro-<br />
+ Co. KG ist ein mittelständisches<br />
Dienstleistungsunternehmen<br />
film einen festen Platz in der<br />
mit Sitz in<br />
Rosbach vor der Höhe, gelegen<br />
zwischen Taunus und Vogelsberg<br />
inmitten des Wirtschaftszentrums<br />
Rhein-Main.<br />
Die ersten Gehversuche vor<br />
50 Jahren machte der gelernte<br />
Drogist Herbert Ulshöfer in der<br />
Waschküche seines Elternhauses<br />
im hessischen <strong>Friedberg</strong>.<br />
Die Anekdote überliefert, dass<br />
Industrie einnahm und sich –<br />
entgegen vieler Prophezeiungen<br />
- noch heute behauptet,<br />
vornehmlich in seiner Funktion<br />
als Beweismittel und der<br />
Langzeitsicherung im Kulturgüterschutz,<br />
zur Bewahrung<br />
analoger Daten ebenso wie<br />
digitaler.<br />
„Mikrofilm Service Herbert<br />
Ulshöfer“ beschäftigte sich als<br />
es aufgrund dieser Experimente<br />
Einmannunternehmen zu<br />
im ganzen Haus statt nach<br />
Gulasch nach Fixierbad roch –<br />
sehr zur „Freude“ seiner Mutter...<br />
Er gründete das Unternehmen<br />
in 1963 und führte es bis<br />
Anfang rein mit der Verfilmung<br />
von Zeichnungen. 1968<br />
wurde das erste eigene Domizil<br />
in Rosbach bezogen, von dort<br />
aus siedelte die Firma 1980 –<br />
1991, ab 1971 zusammen mit inzwischen umbenannt in<br />
seinem Bruder, Dipl. Ing. Dieter<br />
Ulshöfer.<br />
Die beiden Brüder gehörten<br />
zu den Pionieren der Mikroverfilmung<br />
„Ulshöfer GmbH“ – in das dortige<br />
Industriegebiet um, das<br />
expandierende Unternehmen<br />
benötigte immer mehr Produk-<br />
in Deutschland. Viele tionsfläche. Nicht nur<br />
die<br />
Glückwunsch!<br />
Wir haben in der Mai-Ausgabe drei Bücher „Ausgesessen“<br />
von Roland Jäger verlost. Gewonnen haben:<br />
Bögner, Carmen / Pfeifer Holz Lauterbach GmbH, Lauterbach<br />
Hoch, Helmar / Grünberg<br />
M.+M. Lang / Papier Holler GmbH, <strong>Friedberg</strong><br />
Herzlichen Glückwunsch!<br />
n<br />
Das Führungsteam der ULSHÖFER IT GmbH + Co. KG aus Rosbach:<br />
Dietmar Friedrich (links), Susann Ulshöfer und Friedrich Lothar Walther.<br />
Zeichnungsverfilmung, sondern<br />
jegliche Art der analogen<br />
Mikroverfilmung wurde inzwischen<br />
durchgeführt, parallel<br />
dazu begann die erste digitale<br />
Dokumentverarbeitung. Im<br />
Zuge dessen war eine eigene<br />
EDV Abteilung etabliert worden,<br />
um projektbezogene<br />
Anwendungsprogrammierung<br />
und zugehörige EDV Serviceleistungen<br />
zu erbringen,<br />
zeitgleich wurde auch der technische<br />
Kundendienst im Hause<br />
Ulshöfer aufgebaut.<br />
Nach dem Ausscheiden des<br />
Gründers Herbert Ulshöfer war<br />
die Firma im Jahr 1992 von<br />
Dieter, Wilmara und Susann<br />
Ulshöfer sowie Prokurist Sieghard<br />
Höhne übernommen worden.<br />
Seit 2003, nachdem sich<br />
Dieter Ulshöfer in den Ruhe-<br />
ONLINE<br />
www.ulshoefer.de<br />
Foto: pm<br />
stand verabschiedet hatte, lenken<br />
die Geschäftsführer Friedrich<br />
Lothar Walther und<br />
Susann Ulshöfer sowie Prokurist<br />
Dietmar Friedrich die<br />
Geschicke des Unternehmens.<br />
Das Unternehmen trägt seit<br />
der Beteiligung von Walther<br />
den Zusatz „IT“ im Namen und<br />
will diese Bezeichnung global<br />
verstanden wissen: Als Dienstleistungs-<br />
und Systemhaus für<br />
Informationstechnologien bietet<br />
ULSHÖFER IT alles was<br />
nötig ist, um relevante Informationen<br />
jeglicher Herkunft zu<br />
managen und zu bewahren. n<br />
46 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
NACHRICHTEN<br />
Wetteraukreis vergibt Auszeichnungen<br />
Foto: pm<br />
Einst „Softi“,<br />
heute Vorbild<br />
Familienfreundliche Unternehmen<br />
verändern die Arbeitswelt.<br />
Die als familienfreundlich ausgezeichneten Unternehmen und Betriebe.<br />
Erstmals wurden Unternehmen<br />
vom Wetteraukreis<br />
und der Arbeitsgruppe<br />
Beruflicher Wiedereinstieg für<br />
ihre familienfreundlichen Angebote<br />
ausgezeichnet. Der Fachdienst<br />
Frauen und Chancengleichheit<br />
des Wetteraukreises<br />
hat dafür die Federführung<br />
übernommen. Landrat Joachim<br />
Arnold überreichte in einer<br />
öffentlichen Feier 15 Unternehmen<br />
und Betrieben eine Urkunde.<br />
Sie kommen aus verschiedenen<br />
Branchen, haben zwischen<br />
drei und 392 Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter und sind über<br />
die ganze Wetterau verteilt. Die<br />
Mischung zeige, familienfreundliche<br />
Angebote seien<br />
keine Frage von Größe und<br />
Branche, sondern der Haltung -<br />
und diese lohne sich. Die Belegschaft<br />
danke es mit Engagement<br />
und Verlässlichkeit. „Wir<br />
bekommen mehr zurück als wir<br />
geben“, sind sich die Unternehmen<br />
einig.<br />
Im Wettbewerb um Fachkräfte<br />
hätten diese Unternehmen<br />
oftmals die Nase vorne.<br />
Kornelia Schäfer, Leiterin des<br />
Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit<br />
des Wetteraukreises,<br />
freut sich über die breite<br />
Resonanz: „Wir wollen mit der<br />
Auszeichnung die gute Praxis in<br />
der Wetterau sichtbar machen.<br />
Denn familienfreundliche<br />
Unternehmen sind ein Schlüssel<br />
zur Fachkräftesicherung und für<br />
die Chancengleichheit von<br />
Frauen und Männern im Berufsleben.“<br />
Die Jury war ebenfalls<br />
von der Vielfalt der Angebote<br />
beeindruckt. Sie setzt sich aus<br />
der Wirtschaftsförderung, der<br />
<strong>IHK</strong>, der Kreishandwerkerschaft,<br />
einer Botschafterin für die Wetterau<br />
und einer Unternehmensberaterin<br />
zusammen.<br />
Alle geehrten Unternehmen<br />
wenden flexible Arbeitszeitmodelle<br />
an, heißt es. In vielen<br />
Unternehmen könnten bei kurzfristigem<br />
Ausfall der Betreuung<br />
die Kinder mit an den Arbeitsplatz<br />
gebracht werden. Das Gartencenter<br />
Christ übernehme<br />
sogar die Kosten für Übermittagsbetreuung<br />
in der Kita. Und<br />
die Softwareunternehmen milch<br />
& zucker und blue networks<br />
legen Sitzungen in Zeiten, in<br />
denen die Betreuung gesichert<br />
ist. Eltern nehme das den Zeitdruck.<br />
Das Behindertenwerk<br />
Wetteraukreis biete nach der<br />
Elternzeit auf Wunsch alternative<br />
Arbeitsfelder. Die Altenpflegeheime<br />
des Diakoniewerks Elisabethhaus<br />
und Erasmus-Alberus<br />
regen an, gemeinsam mit<br />
anderen ortsansässigen Unternehmen,<br />
Lösungen für ergänzende<br />
Kinderbetreuungsangebote<br />
zu suchen.<br />
ermuntern. Repp Metallgestaltung<br />
geht diesen Weg, Bauunternehmer<br />
Hildebrand und der<br />
Geschäftsführer von Marketing<br />
Effekt gehen selbst mit gutem<br />
Beispiel voran. Sie haben als<br />
Chefs Elternzeit genommen oder<br />
Landrat Joachim Arnold tragen Termine wie „Kind abholen“<br />
weist darauf hin, dass diese Praxis<br />
alles andere als selbstverständlich<br />
offensiv in den Geschäfts-<br />
kalender ein. Das setze Zeichen<br />
ist. Mütter kleiner und verändere Rollenbilder.<br />
Kinder bekommen keinen Job, Zählten sie früher zu den „Softis“,<br />
weil Arbeitgeber Fehlzeiten<br />
gelten sie heute in solch<br />
befürchten, Väter erfahren fortschrittlichen Unternehmen<br />
einen Karriereknick, wenn sie<br />
sich für Elternzeit entscheiden<br />
und seien es nur zwei Monate.<br />
Umso erfreuter sei Arnold daher,<br />
dass über die Hälfte der ausgezeichneten<br />
Unternehmen Väter<br />
als Vorbilder.<br />
Die ausgezeichneten Unternehmen<br />
und Betriebe sind mit<br />
ihren vielfältigen Angeboten im<br />
Internet zu finden. Zukünftig<br />
soll die Auszeichnung einmal<br />
zur Teilzeit oder Elternzeit im Jahr vergeben werden. n<br />
ONLINE<br />
www.familienfreundliche-wetterau.de<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 47
NACHRICHTEN<br />
50 Jahre Landhaus Klosterwald in Lich<br />
Sehr geehrtes Ehepaar Müller,<br />
„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt.“<br />
Dieses Erfolgsrezept, das der Dichter Dante Alighieri bereits im 13. Jahrhundert entwickelte,<br />
haben Sie offensichtlich stets berücksichtigt und das Landhaus Klosterwald zu einem<br />
nicht nur regional, sondern auch überregional bekannten Gasthaus entwickelt. Hut ab, das<br />
ist eine tolle Leistung. Gerne kommen Menschen hierher, um ein kulinarisches Erlebnis bei<br />
Ihnen zu genießen. Lecker speisen, gut übernachten und professionell tagen in einem schönen<br />
Ambiente, das Angebot in Ihrem Gasthaus ist rundherum stimmig und der Wohlfühlfaktor<br />
garantiert.<br />
Und Sie wurden bereits mehrfach für Ihre Leistungen ausgezeichnet: Der DeHoGa-Verband<br />
hat Sie als ausgezeichneter Betrieb für die beste Verkostung Ihres Restaurants in der<br />
Kategorie „Wild“ geehrt. Zweimal in Folge landeten Sie auf Platz 1 von den 260 besten Restaurants<br />
im Großraum Rhein-Main. Auch im sozialen Bereich sind Sie sehr engagiert. Zehn<br />
Prozent Ihrer 40 Beschäftigten sind Auszubildende. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache,<br />
dass vor ein paar Monaten ein taubstummer Lehrling seine Prüfung als Beikoch bei<br />
Ihnen ablegte. Dafür erhielten Sie vom Land Hessen 2011 den „Landespreis für beispielhafte<br />
Beschäftigung und Integration von schwerbehinderten Menschen.<br />
50 Jahre Landhaus Klosterwald – das ist ein Anlass zur Freude, auch für die <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<br />
<strong>Friedberg</strong>. Und Sie als Gastronomen wissen dieses Jubiläum auch gut zu feiern. Über viele<br />
Jahre hinweg haben Sie die Feste für Ihre Kunden ausgerichtet, heute können Sie für den<br />
eigenen Anlass feiern.<br />
Wie sie wissen ist eine florierende Wirtschaft die Basis für Wohlstand und Frieden in<br />
unserer Gesellschaft und hierzu trägt das Landhaus Klosterwald mit seinen Erfolgen in<br />
unserer Region bei. 50 Jahre Betriebsjubiläum ist ein Anlass für Sie und Ihre Mitarbeiter<br />
darauf stolz zu sein, was in den zurückliegenden Jahren geleistet wurde. Die allerherzlichsten<br />
Glückwünsche zur Erreichung des markanten Meilen-steins von 50 Jahren. Weiterhin<br />
viel Erfolg, stets eine glückliche Hand bei allen wichtigen<br />
Entscheidungen, wie auch Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen,<br />
sollten die Zeiten mal schwierig sein.<br />
Last but not least wünsche ich Ihnen, liebes Ehepaar Müller<br />
und allen Ihren Mitarbeitern viel Freude bei der Arbeit<br />
und ein gutes Miteinander, sodass auch jeder Einzelne seine<br />
Zufriedenheit und Erfüllung in seiner Aufgabe findet.<br />
Vizepräsidentin Dr. Angelika Schlaefke,<br />
im Namen der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong><br />
Landespreis 2011 für die beispielhafte Beschäftigung<br />
und Integration von schwerbehinderten<br />
Menschen: Thomas Müller (Mitte), Geschäftsführer<br />
des Landhaus Klosterwald in Lich-<br />
Arnsburg, erhält von Hessens Sozialminister<br />
Stefan Grüttner die Auszeichnung.<br />
Foto: pm<br />
48 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
Foto: pm<br />
Beratung mit ganzheitlichem Ansatz<br />
Blick auf Zwischenmenschliches<br />
Vom Lohnsteuerhilfeverein zur Unternehmensberatung<br />
Marianne Schanen berät Unternehmen<br />
mit ganzheitlichem Ansatz.<br />
Marianne Schanen hat<br />
zunächst eine eigene<br />
Beratungsstelle (Lohnsteuerhilfeverein)<br />
in Limeshain<br />
geleitet und kürzlich den<br />
Bilanzbuchhalter (<strong>IHK</strong>) mit dem<br />
Ziel abgeschlossen, Unternehmern<br />
zu helfen, die ihr Unternehmen<br />
auf Jahre gesehen<br />
erfolgreich führen wollen.<br />
Hierzu habe sie einen neuen<br />
ganzheitlichen Ansatz entwikkelt,<br />
wie er bisher noch nicht<br />
auf dem Markt sei. Sie orientiere<br />
sich nicht nur an den buchhalterischen<br />
Zahlen, sondern<br />
analysiere darüber hinaus die<br />
tatsächlichen Ursachen, wie ein<br />
Unternehmen erfolgreicher<br />
werden könne. Dies biete sie<br />
entweder in Beratungsgesprä-<br />
Buchtipp<br />
Wachstum oder Wohlstand<br />
von Hanns Thomas Rauert<br />
chen oder anhand von Vorträgen<br />
bei den Unternehmen vor<br />
Ort an.<br />
Aufgrund ihres persönlichen<br />
Werdeganges habe sie viele<br />
Erkenntnisse gewonnen und ihr<br />
sei immer wieder aufgefallen,<br />
dass es ganz unterschiedliche<br />
Gründe gebe, warum der eine in<br />
seinem Leben erfolgreich wird<br />
und ein anderer nicht. Ihr gehe<br />
es darum, diese Gründe für das<br />
Unternehmen zu entdecken und<br />
dem Unternehmen Hilfestellung<br />
zu leisten, die zum wirtschaftlichen<br />
Erfolg führen. Wichtig sei,<br />
dass man ganz genau wisse, was<br />
man will und dieses Ziel nicht<br />
aus den Augen verliert.<br />
„Es gibt einfach Verhaltensweisen“,<br />
so Schanen, „die im<br />
Zwischenmenschlichen förderlich<br />
sind und andere, die wir<br />
eher meiden sollten, wenn wir<br />
in der Öffentlichkeit wirken“.<br />
Der Erfolg hänge ganz entscheidend<br />
vom Umgang mit<br />
sich selbst, den Mitarbeitern<br />
und den Kunden ab. Wer Menschen<br />
gegenüber offen, herzlich<br />
und geduldig sei, werde<br />
auch so wieder behandelt werden.<br />
Wer den anderen ablehne<br />
und nur auf seinen Vorteil<br />
Das Örtliche<br />
Ohne Ö fehlt Dir was<br />
bedacht sei, werde auf Dauer<br />
gesehen nicht sehr weit kommen.<br />
Es zahle sich immer aus,<br />
großzügig zu sein, ohne sich<br />
vom anderen ausnutzen zu lassen.<br />
Ihr Ziel und Wunsch sei es, so<br />
vielen Unternehmern wie möglich<br />
zu helfen, dass es dem<br />
Unternehmen gut gehe. Jeder<br />
solle seine Talente und Fähigkeiten<br />
erkennen und für die Gesellschaft<br />
einsetzen können. ■<br />
Wir bringen Kunden.<br />
Jetzt unsere Kontakte nutzen: Mit einem Inserat in Das Örtliche.<br />
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„Wir leben in einer Wachstums-<br />
Gesellschaft und verbinden damit<br />
auch zwangsläufig Wohlstand.“ Der<br />
Autor stellt die Frage, ob Wachstum<br />
heute tatsächlich zu Wohlstand für<br />
breite Bevölkerungsschichten führt.<br />
Er weise nach, dass es zwischen<br />
Wachstum und Wohlstand keinen<br />
schlüssigen Zusammenhang gebe.<br />
Weiterhin stelle er die Grundzüge<br />
einer Wirtschaftspraxis vor, die sich<br />
vom einseitigen Wachstumszwang<br />
löse.<br />
ISBN 978-3-00-034613-2,<br />
Preis 23,80 Euro<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 49
NACHRICHTEN<br />
Fotos/Grafik: pm<br />
Überweisungen und Lastschriften<br />
in Euro sind künftig nach europaweit<br />
einheitlichen Verfahren vorzunehmen.<br />
Sparkasse <strong>Gießen</strong> informiert über neues Verfahren<br />
„SEPA-Migrationsverordnung“<br />
Höchste Zeit für Unternehmen, Vereine, öffentliche Verwaltungen und Kommunen,<br />
sich darauf vorzubereiten.<br />
Ab dem 1. Februar 2014<br />
verändert SEPA, der einheitliche<br />
Euro-Zahlungsverkehrsraum,<br />
den bargeldlosen<br />
Zahlungsverkehr auch<br />
hierzulande. Alle Überweisungen<br />
und Lastschriften in Euro –<br />
auch innerhalb Deutschlands –<br />
sind dann nach europaweit einheitlichen<br />
Verfahren vorzunehmen.<br />
Der europäische Gesetzgeber<br />
hat mit der sogenannten<br />
„SEPA-Migrationsverordnung“<br />
unter anderem festgelegt, dass<br />
die nationalen Zahlverfahren für<br />
Überweisungen und Lastschriften<br />
in Euro zugunsten der neuen<br />
SEPA-Zahlverfahren grundsätzlich<br />
zum 1. Februar 2014 abgeschaltet<br />
werden müssen. Besonders<br />
für Unternehmen, Vereine,<br />
öffentliche Verwaltungen und<br />
Kommunen ist es höchste Zeit,<br />
sich auf SEPA vorzubereiten.<br />
Leichter Wechsel<br />
für Privatkunden<br />
Für die meisten Privatkunden<br />
der Geldinstitute wird der<br />
Wechsel zu den SEPA-Zahlverfahren<br />
fast unbemerkt stattfinden:<br />
Die neuen SEPA-Überweisungen<br />
und SEPA-Lastschriften<br />
sind einfach zu nutzen, da sie<br />
sehr stark den Verfahren ähneln,<br />
die man hierzulande bis jetzt<br />
nutzt – egal ob im Online-Banking,<br />
an den SB-Terminals oder<br />
in der Filiale. Das Girokonto bei<br />
der Bank oder Sparkasse bleibt<br />
in der heutigen Form bestehen.<br />
Auch bereits erteilte Einzugsermächtigungen<br />
gelten weiterhin,<br />
beispielsweise bei Vereinen oder<br />
den Stadtwerken. Lediglich die<br />
Kennzeichnung des Kontos<br />
ändert sich. Statt der bisherigen<br />
Kontonummer und Bankleitzahl<br />
50 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
NACHRICHTEN<br />
benutzt man bei einer nationalen<br />
SEPA-Überweisung zukünftig<br />
die internationale Bankkontonummer<br />
(IBAN). Bei grenzüberschreitenden<br />
SEPA-Überweisungen<br />
und SEPA-Lastschriften<br />
wird bis zum 1. Februar<br />
2016 – wie bereits heute<br />
schon – neben der IBAN zusätzlich<br />
der BIC benötigt, das ist die<br />
internationale Bankleitzahl.<br />
Bis auf DE und zwei Ziffern<br />
setzt sich die IBAN aus bereits<br />
bekannten und vertrauten Zahlen<br />
zusammen. Sie besteht aus<br />
dem Ländercode DE für Deutschland,<br />
zwei Prüfziffern, der<br />
Bankleitzahl und der bisherigen<br />
Kontonummer. Weder IBAN<br />
noch BIC muss man unbedingt<br />
auswendig lernen. Beide findet<br />
man meistens schon heute auf<br />
seinem Kontoauszug, im Online-Banking<br />
und auf neuen<br />
Bank- oder SparkassenCards.<br />
Umstellung für<br />
Unternehmen<br />
arbeitsintensiver<br />
Für Unternehmen wird die<br />
Umstellung auf SEPA je nach<br />
Nutzungsumfang arbeitsintensiver<br />
sein. Durch die gesetzlich<br />
vorgeschriebene Abschaltung<br />
der deutschen Lastschrift- und<br />
Überweisungsverfahren stehen<br />
Unternehmen vor der Herausforderung,<br />
die Umstellung auf<br />
die SEPA-Zahlverfahren rechtzeitig<br />
vor dem<br />
1. Februar 2014 zu meistern.<br />
Bis dahin müssen sie ihre Zahlungsverkehrsanwendungen<br />
und Buchhaltungssysteme für<br />
die Abwicklung von SEPA-Zahlungen<br />
fit gemacht haben.<br />
Sofern noch nicht geschehen,<br />
sollten sich Unternehmen,<br />
öffentliche Verwaltungen und<br />
Kommunen möglichst bald der<br />
Umstellung widmen. Dazu<br />
gehört im ersten Schritt, diejenigen<br />
Systeme in der Buchhaltung<br />
– aber auch darüber hinaus – zu<br />
identifizieren, die angepasst<br />
werden müssen. Danach steht<br />
die eigentliche Anpassung der<br />
Systeme an. Dafür macht man<br />
sich am besten einen Fahrplan,<br />
auf dem alle Schritte verzeichnet<br />
sind.<br />
Unternehmen sollten<br />
in Vorbereitung der<br />
Umstellung auf die<br />
SEPA-Verfahren beispielsweise<br />
ihre Geschäftskorrespondenz<br />
auf IBAN und BIC umstellen,<br />
ihr Finanzbuchhaltungssystem<br />
und ihre Zahlungsverkehrsanwendungen<br />
anpassen<br />
sowie in ihrer Verwaltung die<br />
IBAN und BIC ihrer Kundenund<br />
Geschäftspartner ergänzen.<br />
Schließlich sollten sie prüfen, ob<br />
sie alle Überweisungen und<br />
Lastschriften auf die SEPA-<br />
Zahlverfahren umgestellt haben.<br />
Unternehmen, die Lastschriften<br />
einziehen, müssen bei der<br />
Umstellung weitere Aspekte<br />
beachten.<br />
Aufwand für Vereine<br />
überschaubarer<br />
Die Umstellung auf die<br />
neuen SEPA-Zahlverfahren<br />
bringt auch für Vereine Veränderungen<br />
mit sich. Damit diese<br />
vor allem ihre Mitgliedsbeiträge<br />
weiterhin problemlos einziehen<br />
Bis spätestens 1. Februar 2014 müssen Unternehmen, Vereine, öffentliche<br />
Verwaltungen und Kommunen ihre Systeme auf die SEPA-Zahlverfahren<br />
umstellen.<br />
können, sollten auch Vereine<br />
schon jetzt aktiv werden. Diese<br />
haben grundsätzlich die gleichen<br />
Herausforderungen wie<br />
Unternehmen. Der Umstellungsaufwand<br />
sollte jedoch in der<br />
Regel überschaubarer sein. Die<br />
gute Nachricht: Bestehende<br />
schriftliche Einzugsermächtigungen<br />
der Mitglieder müssen<br />
nicht erneuert werden, sondern<br />
können auch für den Einzug<br />
von SEPA-Lastschriften genutzt<br />
werden.<br />
Bis spätestens Februar 2014<br />
müssen Unternehmen, Vereine,<br />
öffentliche Verwaltungen und<br />
Kommunen ihre Systeme auf<br />
SEPA-Zahlverfahren umstellen.<br />
Deshalb wird es höchste Zeit,<br />
sich darauf vorzubereiten. Tipp:<br />
Die meisten Banken und Sparkassen<br />
bieten auf ihren Internetseiten<br />
und über ihre Berater<br />
gezielte Informationen, Checklisten,<br />
Vorlagen und weitere<br />
Unterstützung für die Umstellung<br />
an. Diese sollte man nutzen.<br />
n<br />
ONLINE<br />
www.sepadeutschland.de<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 51
Foto: pm<br />
NACHRICHTEN<br />
Kommunikationsguerilla aus dem<br />
Hause YOOL.<br />
Vorgestellt: Unternehmen im TIG<br />
A Brand New Age<br />
Die <strong>Gießen</strong>er Werbeagentur YOOL setzt auf Nachhaltigkeit.<br />
In der Konsumwelt vollziehe sche Unternehmen profitieren Seine Branchenkenntnis<br />
sich ein extremer Wandel. Der könnten. „Vieles, was sich große nutze der Marketing-Profi, um<br />
heutige Verbraucher sei kritischer<br />
Konzerne nun durch aufwendi-<br />
mittelständische Unternehmen<br />
geworden hinsichtlich ge CSR-Kampagnen anzueignen zu beraten, die ihren Marken-<br />
sozialer und ökologischer versuchen, gehört im Mittelstand<br />
kern um eine nachhaltige<br />
Unternehmensführung. Dies<br />
schon immer zum Kernge-<br />
Dimension erweitern möchten.<br />
läute ein neues Paradigma der schäft“, weiß Hassaan Hakim, „Schlagworte wie regionale Produktion,<br />
Marketingkommunikation ein, Gründer der Werbeagentur<br />
faire Unternehmens-<br />
von dem gerade mittelständi- YOOL in <strong>Gießen</strong>.<br />
führung, Mitarbeiterverantwortung<br />
und lokales Engagement<br />
zeichnen den Mittelstand seit<br />
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jeher aus. Das ist ein enormes<br />
Potential. Es ist wichtig, dies<br />
auch zeitgemäß zu kommunizieren.“<br />
Markenkommunikation<br />
bedeute bei YOOL das Finden<br />
einer tieferen Sinnebene zwischen<br />
Produkt und Kunde. Eine<br />
Marke, die sowohl Strahlkraft<br />
nach innen als auch nach außen<br />
besitze, ziehe Menschen an und<br />
wecke echtes Vertrauen.<br />
Wie man die Aufmerksamkeitsökonomie<br />
des Internets nutzen<br />
könne, zeigte YOOL zuletzt<br />
mit einer Guerillaaktion für den<br />
Bioverband Naturland, der<br />
deutschlandweit für Empörung,<br />
Erstauen und auch Begeisterung<br />
gesorgt habe. Das Szenario:<br />
Zwei Jungunternehmer des fiktiven<br />
Lebensmittelkonzernes<br />
„Agraprofit“ bieten ihre Waren<br />
auf einem Wochenmarkt an. Der<br />
Clou: billige Preise und volle<br />
Transparenz für die Kunden. Das<br />
heißt Kaffeeanbau zu Dumpinglöhnen,<br />
Schokolade aus Kinderarbeit,<br />
gewerkschaftsfreie Bananenproduktion<br />
und die Frage:<br />
Werden die Leute kaufen oder<br />
siegt moralische Vernunft über<br />
Schnäppchenmentalität? Die<br />
Antwort lasse sich im Internet<br />
unter www.agraprofit.de bestaunen<br />
und habe mit 450000 Klicks<br />
auf Youtube für die bis heute<br />
höchste virale Verbreitung eines<br />
Videos zum Thema Fairer Handel<br />
gesorgt.<br />
Bei ihrer effektiven Markeninszenierung<br />
greife die Agentur<br />
auf ein großes Netzwerk aus<br />
allen Kreativ-Bereichen zurück,<br />
um für jede Anforderung das<br />
passende Team zusammenstellen<br />
zu können. „Durch eine flexible,<br />
netzwerkbasierte Organisationsstruktur<br />
halten wir Overhead-Kosten<br />
gering und können<br />
diesen Preisvorteil weitergeben“,<br />
so Hakim. Der Kunde profitiere<br />
so von kreativer und<br />
fachlicher Kompetenz und<br />
einem zuverlässigen Ansprechpartner<br />
vor Ort in <strong>Gießen</strong>. n<br />
ONLINE<br />
www.yool.de<br />
52 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Bob Dingeldey<br />
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„Nocebo:<br />
Wer's glaubt wird krank“<br />
von Dr. Magnus Heier<br />
Die Gründe, warum schon das Lesen<br />
eines Beipackzettels krank machen<br />
kann oder Rückenschmerzen durch<br />
Röntgenbilder entstehen – die der<br />
Neurologe und Medizinjournalist hier<br />
fundiert und unterhaltsam zugleich<br />
erläutert –, treffen auf ungebrochenes<br />
Interesse vieler Leser.<br />
Der Autor redet aus der neurologischen<br />
Praxis und leitet jedes Kapitel mit einer<br />
Fallgeschichte ein. Der ausgebildete<br />
Journalist schreibt pointiert, kurz und<br />
lesbar: für Nicht-Ärzte. Und er gibt<br />
Tipps, wie man trotz Google und Gentest,<br />
trotz Check-up und Computertomografie<br />
gesund bleibt. Schon die<br />
Farbe ist wichtig: Blaue Tabletten<br />
beruhigen, rote putschen auf. Spritzen<br />
sind hochwirksam, Tabletten weniger<br />
– tut die Injektion weh, wirkt sie am<br />
besten. Der Mensch ist, wenn er zum<br />
Patienten wird, manipulierbar. Wer<br />
etwa den Beipackzettel eines Medikaments<br />
aufmerksam studiert, der wird<br />
einige der angedrohten Nebenwirkungen<br />
auch bekommen.<br />
Der Nocebo-Effekt (von lat. nocere =<br />
„schaden“, nocebo = „ich werde schaden“)<br />
ist der unbekannte, unwillkommene,<br />
aber logische Zwilling des Placebos:<br />
Die Erwartung allein kann heilen,<br />
aber auch krank machen. Deutschland<br />
ist ein Hochrisikoland, denn nirgendwo<br />
werden mehr Menschen in die Röhre<br />
geschoben als hierzulande. Und wenn<br />
Patienten viele Bilder ihrer vermeintlich<br />
kaputten Wirbelsäule sehen, werden<br />
aus einfachen Rückenschmerzen<br />
schnell mal lebenslange, chronische<br />
Rückenschmerzen.<br />
S. Hirzel Verlag, 3. Auflage, ISBN 978-<br />
3-7776-2295-8, Preis 17,90 n<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 53
NACHRICHTEN | NOTIZEN<br />
Tipp für erfolgreiches Marketing<br />
Einfach mal „quatschen“<br />
lassen<br />
Innovative Ideen kommen<br />
nicht nur beim Duschen.<br />
Unternehmenserfolg hängt in<br />
hohem Maße von Innovationen<br />
ab. Deshalb benötigen Unternehmen<br />
immer wieder innovative<br />
Ideen. Wie können Sie helfen? Sie<br />
haben zwar bestimmt schon<br />
erlebt, dass Sie beim Duschen<br />
plötzlich eine gute Idee haben.<br />
Aber permanentes Duschen in der<br />
Arbeitszeit geht wohl kaum.<br />
Wie also kann man zu innovativen<br />
Ideen kommen? Eine wichtige<br />
Antwort auf diese Frage lautet:<br />
durch Interaktion. Im besten<br />
Fall in Form von Gesprächen. Dies<br />
mag Ihnen zwar nicht bewusst<br />
sein, aber auch Sie haben diese<br />
Erfahrung bestimmt schon<br />
gemacht. Denken Sie zum Beispiel<br />
an zurückliegende Aufgaben,<br />
die Sie im Team bearbeitet<br />
haben. Oder an Gespräche mit<br />
Kunden oder Lieferanten. Häufig<br />
kommt man in solchen Diskussionen<br />
zu Lösungen, auf die man<br />
alleine nie gekommen wäre. Was<br />
können Sie tun? Schaffen Sie<br />
(mehr) Gelegenheiten, in denen<br />
Ihre Mitarbeiter mit Kunden, Lieferanten<br />
oder anderen Geschäftspartnern<br />
ins Gespräch kommen<br />
können. Und sorgen Sie dafür,<br />
dass Sie und Ihre Mitarbeiter<br />
dafür sensibilisiert sind, wie<br />
wertvoll solche Gespräche für<br />
Innovationen sind. Das ist keine<br />
einfache Aufgabe. So zeigt eine<br />
aktuelle Studie, dass bisher nur<br />
rund je ein Drittel der Unternehmen<br />
Ideen ihrer Kunden oder Lieferanten<br />
systematisch nutzt.<br />
Um innovative Ideen zu bekommen,<br />
sollten Sie auch Ihren Mitarbeitern<br />
mehr Gespräche untereinander<br />
ermöglichen. Wenn<br />
Ihnen das seltsam vorkommt,<br />
geht es Ihnen nicht anders als<br />
den Forschern, die herausfinden<br />
wollten, warum 3M, der Hersteller<br />
von Post-it, eins der innovativsten<br />
Unternehmen der Welt ist.<br />
Die waren nämlich völlig verwirrt<br />
von dem dort beobachteten<br />
AUTOR/IN<br />
Chaos durch ständige spontane<br />
Gespräche verschiedenster Mitarbeiter<br />
untereinander. Heute<br />
weiß man, dass dieses „Chaos“<br />
eine wichtige Ursache für die<br />
Innovativität von 3M ist.<br />
Stellen Sie also einfach einmal an<br />
einer zentralen Stelle zwischen<br />
Abteilungen einen Kaffeeautomaten<br />
auf und lassen Sie Mitarbeiter<br />
gewähren, die dort während<br />
der Arbeitszeit „quatschen“.<br />
Sie werden von den Ergebnissen<br />
überrascht sein. Duschen können<br />
Sie natürlich weiterhin. n<br />
Professor Dr. Alexander Haas<br />
E-Mail: Alexander.Haas@wirtschaft.uni-giessen.de<br />
Personalien aus der Region<br />
Foto: pm<br />
richtungsherstellers entscheidend<br />
geprägt. Unter seiner Führung<br />
habe sich das Unternehmen von<br />
des Unternehmens, das im Jahre<br />
1996 in eine AG umgewandelt<br />
wurde. Bis 2007 war Egon König<br />
als 14-jähriger bei Malermeister<br />
Karl-Ludwig Hahn in Stangenrod<br />
seine Lehre. 1971 übernahm<br />
einem kleinen Familienbetrieb zu<br />
Vorstandsvorsitzender der König<br />
Malermeister Karl Hahn den<br />
einem der führenden europä-<br />
+ Neurath AG, seitdem führt er<br />
Betrieb und verlegte den Betriebs-<br />
ischen Hersteller von Büroein-<br />
den Vorsitz im Aufsichtsrat der<br />
sitz nach Grünberg, wohin Howe<br />
richtungssystemen<br />
entwickelt.<br />
nicht börsennotierten Aktienge-<br />
seinem Ausbildergesellen folgte<br />
Heute gehöre das Unternehmen<br />
sellschaft.<br />
und blieb weiter an Bord, als der<br />
zu den Trendsettern der Branche<br />
Bei allem Erfolg habe Egon König<br />
Betrieb 1998 in dievierte Genera-<br />
und ist eine der umsatzstärksten<br />
den Bodenkontakt nie verloren: Er<br />
tion überging. Maler- und Stuck-<br />
Am 28. April <strong>2013</strong> hat Egon<br />
deutschen Büromöbelmarken.<br />
kennt den Großteil seiner zahlrei-<br />
ateurmeister Dieter Hahn, der als<br />
König, Inhaber und Aufsichtsrats-<br />
Egon Königs stieg bereits 1947<br />
chen Mitarbeiter namentlich und<br />
Lehrling bei Manfred Howe das<br />
vorsitzender der König + Neurath<br />
als Lehrling in das 1925 gegrün-<br />
ist noch immer täglich im Unter-<br />
Handwerk erlernt hat, konnte nun<br />
AG, seinen achtzigsten Geburts-<br />
dete Unternehmen ein und habe<br />
nehmen.<br />
n<br />
als Howes dritter Chef zum 50.<br />
tag begangen. Stolz könne König<br />
seinen Werdegang zum zukünfti-<br />
Jubiläum gratulieren. Noch drei<br />
auf sein Lebenswerk blicken. Als<br />
gen Firmeninhaber systematisch<br />
Zahlen: Howe hat in den 50 Jah-<br />
Persönlichkeit mit Weitblick und<br />
aufgebaut. Mit 26 erhielt er von<br />
Manfred Howe beging am 1. April<br />
ren 48 Lehrlinge mit ausgebildet.<br />
einem sicheren Gespür für Markt<br />
seinem Vater als Kommanditist<br />
<strong>2013</strong> sein 50-jähriges Arbeitsju-<br />
Sein erster Stundenlohn als<br />
und Menschen habe er die Ent-<br />
eine Beteiligung von 25 Prozent.<br />
biläum im Malerbetrieb Hahn in<br />
Geselle betrug 2,80 Deutsche<br />
wicklung des Karbener Büroein-<br />
1978 wurde er alleiniger Inhaber<br />
Grünberg. Howe begann am 1963<br />
Mark pro Stunde bei einer<br />
54 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
NACHRICHTEN | NOTIZEN<br />
Arbeitszeit von 48 Stunden pro<br />
Woche.<br />
Von seiner 50 jährigen Berufserfahrung,<br />
seinem fachlichem Wissen<br />
und Arbeitsgeschick, können<br />
junge Gesellen und Lehrlinge<br />
noch heute viel lernen. n<br />
Foto: pm<br />
Dr. Matthias Wiedenfels ist seit<br />
Anfang Mai <strong>2013</strong> Vorstand der<br />
STADA Arzneimittel AG in Bad<br />
Vilbel für Unternehmensentwicklung<br />
& Zentrale Dienste, zu denen<br />
die Bereiche Personal, Recht, IP/<br />
Patente, Compliance, Risikomanagement<br />
und Ausfuhrkontrolle<br />
zählen. Der Aufsichtsrat hat ihn<br />
bis zum 31. Dezember 2016 als<br />
Vorstand bestellt. Mit der Bestellung<br />
von Dr. Wiedenfels vergrößert<br />
sich der STADA-Vorstand auf<br />
vier Mitglieder. Damit werde der<br />
gestiegenen Unternehmensgröße<br />
und der daraus resultierenden<br />
Aufgabenfülle der einzelnen Vorstandsmitglieder<br />
Rechnung<br />
getragen.<br />
Dr. Wiedenfels hat Jura studiert<br />
und ab 2009 bei STADA zunächst<br />
die Leitung der Rechtsabteilung<br />
und die Rolle des Chefsyndikus<br />
(General Counsel) übernommen.<br />
Kurz danach erhielt er die Verantwortung<br />
für die Patent- und Personalabteilung<br />
übertragen. 2010<br />
wurde Dr. Wiedenfels außerdem<br />
Chief Compliance Officer. Seit<br />
2011 ist er zusätzlich für das Konzern-Risikomanagement<br />
verantwortlich.<br />
Daneben hatte Dr. Wiedenfels<br />
verschiedene Management-Positionen<br />
in einzelnen<br />
lokalen Tochtergesellschaften<br />
inne. Zuletzt wirkte Dr. Wiedenfels<br />
als Senior Vice President<br />
bereits an allen wichtigen Konzernentscheidungen<br />
mit. n<br />
Foto: pm<br />
Julia Dieser, Pflegedienstleiterin<br />
der Klinik Rabenstein, wurde zum<br />
neuen Mitglied der Geschäftsleitung<br />
berufen. Damit hat die<br />
Neustrukturierung und Modernisierung<br />
der Rehabilitationsklinik in<br />
diesem Jahr ihre Fortsetzung<br />
gefunden. Die 40-Jährige ist ausgebildete<br />
Krankenschwester und<br />
studierte im Anschluss Betriebswirtschaft.<br />
Das Studium schloss<br />
sie als Betriebswirtin mit dem<br />
Schwerpunkt Gesundheitsmanagement<br />
hervorragend ab. Seit<br />
Oktober 2008 ist Dieser als Pflegedienstleiterin<br />
tätig. Im Rahmen<br />
einer Feierstunde gratulierte<br />
Geschäftsführer Thomas Bruschinsky<br />
zur Berufung. Er lobte ihre vorbildlichen<br />
Arbeitsleistungen, ihre<br />
Kreativität und ihr Engagement<br />
und wünschte weiterhin eine gute,<br />
lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit..<br />
n<br />
Ratgeber Marketing-<br />
Kommunikation<br />
Internationale<br />
Markenkommunikation<br />
Längst ist der deutsche Mittelstand<br />
über viele Ländergrenzen<br />
hinweg aktiv, bringt Produkte<br />
und Spezialkenntnisse in vielen<br />
verschiedenen Kulturen an den<br />
Mann. Wenn auch der Markteinstieg<br />
relativ einfach ist, bleibt das<br />
ernst nehmen kultureller Unterschiede<br />
sehr wichtig. Beim Eintritt<br />
in die Kommunikation auf<br />
einem neuen Markt gilt es, die<br />
Maßnahmen sowohl an die<br />
Bedürfnisse des Kulturkreises als<br />
auch an die eigene globale Strategie<br />
anzupassen.<br />
Die Sprache des Marktes<br />
beherrschen<br />
Unglückliche Beispiele belegen,<br />
dass es nicht genügt, die Maßnahmen<br />
des einen Marktes auf<br />
einen anderen zu adaptieren.<br />
Jeder Markt tickt anders und will<br />
entsprechend bedient werden.<br />
Dies beginnt mit der makellosen<br />
Sprache sowie Redensart und<br />
überträgt sich auf Design und<br />
Wahl der Medien. Allein innerhalb<br />
Europas sind sehr unterschiedliche<br />
Kulturtypen zu finden,<br />
jeder ein Unikat und nicht<br />
mit dem Rest in einen Topf zu<br />
werfen.<br />
AUTOR/IN<br />
Sharon Rieck<br />
E-Mail: sharon.rieck@itms.com<br />
Keine Übertragung des<br />
heimischen Konzepts<br />
Ähnlich wie bei vielen im Mittelstand<br />
hergestellten Produkten<br />
verhält es sich auch in der Führung<br />
internationaler Markenkommunikation:<br />
das Spezialwissen<br />
macht den Unterschied. Die<br />
1-zu-1 Übertragung der Kommunikation<br />
ist selten erfolgreich.<br />
Abhängig von den unterschiedlichen<br />
Verkaufsargumenten für ein<br />
Produkt gilt es die optimale,<br />
marktspezifische Positionierung<br />
zu finden. Dabei kann es auch zu<br />
einer Verschiebung des Schwerpunkts<br />
innerhalb der Strategie<br />
kommen. Aktivitäten können sich<br />
verlagern oder müssen gar gestrichen<br />
werden.<br />
Der schmale Grat<br />
zwischen Erfolg und<br />
Niederlage<br />
Für Neueinsteiger ist es ein<br />
bewährtes Mittel sich im Markt<br />
zu positionieren, in dem man<br />
deutlich anders kommuniziert als<br />
die Masse. Doch genau für diesen<br />
Schritt ist ein tiefes Wissen über<br />
die kulturellen und infrastrukturellen<br />
Anforderungen des neuen<br />
Marktes von höchster Wichtigkeit.<br />
Als Unternehmen muss klar<br />
sein, welche Ziele verfolgt werden<br />
und wie diese optimal über<br />
die richtigen Kanäle im kulturellen<br />
Tonus an die Zielgruppe herangetragen<br />
werden können. n<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 55
BGM-Seite<br />
Initiative des BVMW Hessen<br />
„Gesundes<br />
Unternehmen<br />
Hessen“<br />
Die Bender GmbH & Co. KG erhält Auszeichnung<br />
für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen.<br />
Der Bundesverband mittelständische<br />
Wirtschaft<br />
(BVMW), Landesverband<br />
Hessen, hat zusammen mit Partnern<br />
in <strong>2013</strong> die Initiative<br />
"Gesunde Unternehmen Hessen"<br />
(GUH) ins Leben gerufen, um<br />
sich für mehr Gesundheitsmaßnahmen<br />
in Unternehmen einzusetzen.<br />
Das Ziel dieser Initiative<br />
ist es, Unternehmen in Hessen<br />
für das Thema "Betriebliches<br />
Gesundheitsmanagement" zu<br />
sensibilisieren, Impulse zu<br />
geben und sie auf dem Weg zu<br />
einem „Gesunden Unternehmen“<br />
zu begleiten.<br />
Bewerben konnten sich die<br />
Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter<br />
bereits Angebote in den<br />
Aktionsfeldern „Gesunder<br />
Arbeitsplatz“, „Kommunikation<br />
und Führung“, „Bewegung und<br />
Entspannung“ sowie „Ernährung“<br />
entwickelt und umgesetzt<br />
haben. Neben drei weiteren hessischen<br />
Unternehmen erhielt die<br />
Bender GmbH & Co. KG aus<br />
Grünberg Mitte April <strong>2013</strong> im<br />
Rahmen der feierlichen Auftaktveranstaltung<br />
in der Trinkkuranlage<br />
Bad Nauheim den Preis<br />
für seine Initiative „Leben und<br />
Arbeiten mit Bender“. Unter diesem<br />
Slogan laufen verschiedene<br />
Maßnahmen zusammen, die<br />
sich im Besonderen auf die<br />
Gesundheit und das Wohlbefinden<br />
der Belegschaft konzentrieren.<br />
Unter anderem sind hier die<br />
Ehrung der ausgezeichneten Unternehmen: (v.li.) Malu Schäfer-Salecker<br />
(GUH), Ina Helm und Hanno Härtlein (beide Alcedis), Michel Prokop (Hotel<br />
Dolce), Sabine Bender-Suhr (Bender), Reinhold Medebach (Behindertenhilfe<br />
Wetterau), Katja Weigand (Gründerin von GUH) und Joey Kelly.<br />
Termin<br />
Der BVMW lädt in Kooperation mit dem Tagungshotel Dolce und der<br />
Conversant GmbH aus Bad Nauheim zur ersten Veranstaltung der<br />
Reihe „Gesunde Unternehmen Hessen ImDialog“ ein. Das Thema handelt<br />
von ‚Interner Kommunikation und Führung‘. Das Credo lautet:<br />
Respektvolle Führung und guter Umgang miteinander schaffen Klarheit,<br />
Vertrauen und Raum für offene Gespräche sorgen für eine gesunde<br />
Unternehmenskultur.<br />
Datum: 10. Juni <strong>2013</strong><br />
Uhrzeit: 12.00 bis 15.00 Uhr<br />
Veranstaltungsort: Hotel Dolce, Bad Nauheim<br />
Teilnahmekosten: 25,-/35,- Euro (BVMW-Mitglied/Nichtmitglied)<br />
Anmeldung per E-Mail: malu.schaefer@bvmw.de<br />
Programme „Bender Fitness“<br />
und „Bender Suchtprävention“<br />
sowie die Beratungshotline für<br />
Sorgen und Probleme der Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter zu<br />
nennen.<br />
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement,<br />
wie es bei<br />
Foto: pm/Henning Goll<br />
Bender realisiert wurde dient<br />
nicht nur dem Wohlbefinden der<br />
Belegschaft, sondern ist ein<br />
geeignetes Instrument unternehmerische<br />
Anforderungen der<br />
Zukunft, wie Fachkräftemangel<br />
und demografischer Wandel, zu<br />
meistern.<br />
n<br />
Buchtipp<br />
Existenzgründung<br />
Businessplan und Chancen<br />
von Jürgen Arnold<br />
Mit der ständigen Aktualisierung<br />
der einzelnen Bände im Existenzgründerzyklus<br />
„Der sichere Weg<br />
zum erfolgreichen Unternehmen“,<br />
der in der vierten Generation von<br />
Gründerliteratur des Autors seit<br />
1985, 1989 und 1996 erschienen<br />
ist, wird ein wichtiges Qualitätsmerkmal<br />
in der Etablierung als<br />
Standardwerk für Existenzgründungen<br />
im EU-Binnenmarkt<br />
gesetzt. Der Businessplan oder<br />
das Unternehmenskonzept ist<br />
eine komprimierte, schriftliche<br />
Zusammenfassung der zukünftigen<br />
unternehmerischen Tätigkeit.<br />
Den Schlüssel zu einem erfolgreichen<br />
Businessplan hat man dann<br />
in Händen, wenn man weiß wie<br />
Banker und Investoren denken.<br />
Diese stellen das notwendige<br />
Kapital dann zur Verfügung, wenn<br />
sie wissen, mit welchen Produkten<br />
und Dienstleistungen die<br />
Märkte künftig durch den Unternehmensgründer<br />
bedient werden.<br />
UVIS-Verlag, ISBN 978-3-<br />
938684-33-7, Preis 34,- Euro n<br />
56 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
BGM-Seite<br />
Tipp(s) für mehr Achtsamkeit im<br />
Unternehmen<br />
Der kleine Kasten<br />
Lassen Sie sich von der eigenen<br />
Belegschaft inspirieren.<br />
Ich erinnere mich an eine Zeit in<br />
einem Unternehmen, da hing<br />
neben der Stempelkarte ein<br />
schlichter Briefkasten auf dem<br />
stand: „Verbesserungsvorschläge/<br />
Kummerkasten“!<br />
Sicherlich sind dort nicht immer<br />
sinnvolle Ideen eingeworfen worden<br />
…Doch gab es den ein oder<br />
anderen guten Hinweis aus den<br />
AUTOR/IN<br />
Patricia Stähler-Plano<br />
E-Mail: psp@psp-coaching.de<br />
eigenen Reihen, wo sonst Unternehmensberater<br />
mit theoretischem<br />
Wissen, Analysen und Statistiken<br />
lange suchten. Damit sei die Arbeit<br />
der Unternehmensberater nicht<br />
schlecht gemacht, sondern das<br />
Potenzial von vielen unterschiedlichen<br />
Mitarbeitern mit ihren Erfahrungswerten<br />
und Lebensentwürfen<br />
auf eine hohe Stufe gestellt für den<br />
Geist in einem Unternehmen.<br />
Sie könnten genau diese „Nostalgie“<br />
des Briefkastens auf Ihre ganz<br />
persönliche Art wieder aufleben<br />
lassen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern<br />
die Möglichkeit, sich zu äußern.<br />
Und begeben Sie sich zusammen<br />
mit ihnen auf die Suche nach innovativen<br />
Ideen für Ihr Unternehmen<br />
in Bezug auf die Kunden, Kollegen,<br />
Vorgesetzte und deren jeweiligen<br />
Entscheidungsräume.<br />
Diese Aktion fördert das „Wir-<br />
Gefühl“ und den Teamgeist. Es<br />
bringt neues Potenzial zum Vorschein<br />
und Wertschätzung! Sie<br />
brauchen nichts weiter zu tun, als<br />
sich auf eine achtsame, neugierige<br />
und offene Kommunikation einzulassen.<br />
Hören Sie einmal ohne zu<br />
bewerten und zu beurteilen hin,<br />
wenn ihre Mitarbeiter für Sie<br />
„mitarbeiten“. Die Motivation des<br />
Unternehmens lässt sich noch<br />
weiter steigern, wenn eine Idee<br />
angenommen, umgesetzt und<br />
letztlich mit einem kleinen persönlichen<br />
Präsent belohnt wird.<br />
Und das alles mit „nur“ einem kleinen<br />
Kasten …<br />
n<br />
Interview mit Branka Kramaric<br />
Gesundheit lässt<br />
sich lernen!<br />
Was sind die "7 Stufen zum gesunden<br />
Unternehmen"?<br />
Foto: pm<br />
Frau Kramaric, die Botschaft<br />
Ihres Vortrags bei der Qualifizierungsoffensive<br />
<strong>Gießen</strong> im<br />
April war, dass man in sieben<br />
Stufen zum gesunden Unternehmen<br />
gelangen könne. Welche<br />
sind das?<br />
Das würde den hiesigen Rahmen<br />
im Heft sprengen. Aber ich<br />
habe die Informationen auf<br />
meiner Homepage (www.congenial.de)<br />
zum Abruf eingestellt.<br />
Prinzipiell geht es darum, dass<br />
Gesundheit in erster Linie Chefsache<br />
ist. Ohne deren innere<br />
Überzeugung von der Notwendigkeit<br />
eines Betrieblichen<br />
Gesundheitsmanagements und<br />
vorbildhaftem Tun wird sich in<br />
einem Unternehmen nichts und<br />
niemand bewegen.<br />
Sie sagen, es gebe keine<br />
Maßnahmen von der Stange und<br />
für jedes Unternehmen müsse es<br />
ein angepasstes Konzept geben.<br />
Das klingt plausibel und<br />
bedarfsorientiert - aber auch<br />
kostspielig! Werden Personalverantwortliche<br />
durch solche<br />
Aussagen eher abgeschreckt?<br />
Branka Kramaric ist Inhaberin der congenial coaching und consulting in<br />
Langgöns.<br />
In den meisten Unternehmen<br />
gibt es bereits viele unterschiedliche<br />
Instrumente, die Teilbereiche<br />
eines BGM sind, beispielsweise<br />
im Rahmen der Arbeitssicherheit<br />
oder mit einem betrieblichen<br />
Eingliederungsmanagement.<br />
Dies wird häufig gar nicht<br />
als Teil von BGM wahrgenommen<br />
und Unternehmer oder<br />
Unternehmerinnen sind selbst<br />
überrascht, was es alles schon<br />
im eigenen Betrieb gibt. Ein<br />
ganzheitliches BGM führt all<br />
das zu einer ganzheitlichen<br />
Strategie zusammen.<br />
Oft sind es eher die kleinen<br />
Dinge, die gut funktionieren<br />
und wenig mit Geld zu tun<br />
haben. Beispielsweise spendiert<br />
ein Kunde von uns jedem Mitarbeiter<br />
und jeder Mitarbeiterin,<br />
die mit dem Fahrrad zur Arbeit<br />
kommen, ein sogenanntes „Radlerfrühstück“<br />
(gesund belegtes<br />
Brötchen und Getränk). <br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 57
BGM-Seite<br />
Mit großem Erfolg, denn in der<br />
Folge sind sogar einige Mitarbeiter<br />
auf das Rad umgestiegen,<br />
die mehr als zehn Kilometer von<br />
der Arbeitsstelle entfernt wohnen.<br />
"Entweder sind Sie Führungskraft<br />
oder Sie betreiben<br />
Work-Life-Balance" - Worte aus<br />
der ein oder anderen Vorstandsetage.<br />
Mit welchen Argumenten<br />
können Sie Skeptiker von BGM<br />
überzeugen (über die jährlichen<br />
fünf Milliarden Euro Produktionsausfallkosten<br />
hinaus)?<br />
Ein um einen Zehntel Prozentpunkt<br />
gesenkter Krankenstand,<br />
weil das Betriebsklima<br />
stimmt und die Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter sich wohler<br />
fühlen, bringt dem Unternehmen<br />
je nach Größe schnell<br />
einen sechsstelligen Betrag. Viel<br />
zentraler und wichtiger sind aus<br />
meiner Sicht die Arbeitszufriedenheit<br />
und das Betriebsklima.<br />
Sie sorgen dafür, dass Motivation<br />
herrscht, dass produktiv und<br />
effektiv gearbeitet wird und<br />
dass das Personal an Bord bleibt.<br />
Arbeit, die nicht zufrieden<br />
macht, macht auf Dauer krank<br />
– körperlich und psychisch.<br />
Aber in der Tat: Wahre Skeptiker<br />
lassen sich manchmal selbst<br />
durch Fakten nicht überzeugen.<br />
Wir stoßen manchmal in einem<br />
Unternehmen auf Konflikte, Grabenkämpfe<br />
und auf immense<br />
zeiterkrankten. Das ist der Preis,<br />
der für die Nichtachtung von<br />
gesunder Führung zu zahlen ist.<br />
Allerdings bin ich sicher, dem<br />
heutigen Führungsnachwuchs ist<br />
sowohl ein interessantes und zielorientiertes<br />
Berufsleben, als auch<br />
ein erfülltes Privatleben wichtig.<br />
Krankenstände mit vielen Lang-<br />
Vielen Dank!<br />
n<br />
AUTOR/IN<br />
Iris Jakob<br />
E-Mail: jakob@giessen-friedberg.ihk.de<br />
Unternehmensziele authentisch leben<br />
PASCOE jubelt!<br />
Foto: pm<br />
<strong>Gießen</strong>er Hersteller für Naturmedizin gehört<br />
zu Deutschlands besten Arbeitgebern.<br />
PASCOE Naturmedizin zählt<br />
wieder zu den Siegern des<br />
bundesweiten Great Place to<br />
Work® Wettbewerbs „Deutschlands<br />
Beste Arbeitgeber <strong>2013</strong>“.<br />
Im April <strong>2013</strong> wurden in Berlin<br />
Unternehmen ausgezeichnet,<br />
die ihren Mitarbeitern eine<br />
besonders vertrauensvolle,<br />
wertschätzende und attraktive<br />
Arbeitsplatzkultur bieten.<br />
ANZEIGE<br />
Spezialisten empfehlen sich<br />
Jürgen F. Pascoe, Geschäftsführer<br />
von PASCOE Naturmedizin,<br />
nahm stolz den begehrten<br />
Preis entgegen. „Wir sind hocherfreut,<br />
auch <strong>2013</strong> wieder<br />
gewonnen zu haben – sogar mit<br />
einer wunderbaren Platzierung.<br />
In unserem Unternehmen legen<br />
wir größten Wert auf eine<br />
gemeinsame Weiterentwicklung<br />
und das authentische Leben<br />
Gundula Kreckel | Tel. <strong>06</strong>41/9504-3548 | Fax <strong>06</strong>41/9504-3555<br />
E-Mail gkreckel@giessener-anzeiger.de<br />
Zufriedene Mitarbeiter bei PASCOE Naturmedizin in <strong>Gießen</strong>.<br />
unserer Unternehmensziele.<br />
Besonders die Gesundheit unserer<br />
Mitarbeiter liegt uns sehr am<br />
Herzen. Wir fördern sie, wie<br />
etwa durch die Einführung<br />
unserer Gesundheitskarte,<br />
höhenverstellbare Schreibtische<br />
und verschiedene Sportangebote.<br />
Dazu gehören gemeinsame<br />
Wanderungen, ein Zumbakurs<br />
und eine Rückenschule. Auch<br />
die wöchentlich angebotenen<br />
Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen<br />
mit unserem Pascorbin werden<br />
zahlreich und gerne angenommen.<br />
Wir haben die Erfahrung<br />
gemacht, dass Mitarbeiter<br />
deren Leben im Gleichgewicht<br />
ist, zufriedener, kreativer und<br />
erfolgreicher leben und arbeiten.<br />
Das ist eine gute Basis für<br />
unsere Zukunft“.<br />
n<br />
ONLINE<br />
www.pascoe.de<br />
58 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
www.giessen-friedberg.ihk.de
Veranstaltung Juni <strong>2013</strong><br />
Themenabend von FAKT e.V.<br />
Frauen brennen auch aus, aber anders!<br />
Rosmarie Holterman referiert<br />
zum Thema „Burnout, Frauen<br />
brennen auch aus, aber anders“.<br />
Foto: pm<br />
Datum: 17. Juni <strong>2013</strong><br />
Uhrzeit: 19.30 Uhr<br />
Veranstaltungsort: Tagungsraum Geschirrverleih Klein,<br />
Tellervision, Wetzlarer Str. 103, <strong>Gießen</strong>/Kleinlinden<br />
Referent: Rosmarie Holterman,<br />
Heilpraktikerin und Familientherapeutin<br />
Teilnahmekosten: Mitglieder FAKT e.V. 5,- Euro,<br />
Nichtmitglieder 7,- Euro (Anmeldung erbeten bis 14. Juni <strong>2013</strong>)<br />
Frauen sind heute in vielen<br />
Parallelwelten aktiv. Sie stehen<br />
im Beruf, kümmern sich um den<br />
Haushalt, versorgen Kinder oder<br />
der Betroffenen ist groß. Ausgebrannt<br />
fühlen wir uns, wenn wir<br />
zum Beispiel ständig müde sind,<br />
schlecht schlafen und keine<br />
pflegebedürftige Eltern. Der Kraft mehr für die Arbeit, Familie<br />
Spagat zwischen allen Bereichen<br />
fordert oftmals seinen Tribut.<br />
Burnout, die Dunkelziffer<br />
und Freunde haben. Welche<br />
Auslöser bringen Frauen zum<br />
Ausbrennen, was sind erste<br />
Anzeichen dafür und was können<br />
Sie selbst vorbeugend und<br />
begleitend tun?<br />
Tavola Ronda von FAKT e.V<br />
bietet dazu einen aktuellen Themenabend<br />
„Burnout, Frauen<br />
brennen auch aus, aber anders“.<br />
Rosmarie Holterman, Heilpraktikerin<br />
und Familientherapeutin<br />
zeigt an diesem Abend die<br />
KONTAKT<br />
FAKT e.V.<br />
Tel.: <strong>06</strong>447/885863<br />
E-Mail: tavolaronda@fakt-e-v.de<br />
Internet: www.fakt-e-v.de<br />
gehirnspezifischen Besonderheiten<br />
von Frauen auf, führt Sie<br />
durch die wichtigsten Auslöser<br />
der Erschöpfungsspirale und<br />
erläutert Auswege daraus. Sie<br />
erhalten wertvolle Tipps zur<br />
Prävention und können in einer<br />
anschließenden Fragerunde<br />
gerne persönliche Fragen klären.<br />
n<br />
Buchtipp<br />
Die Bambusstrategie<br />
von Katharina Maehrlein<br />
Wie ein Bambus im Wind: biegen<br />
statt brechen. Wir alle bewundern<br />
Menschen, die mit Druck, Konflikten<br />
und Niederlagen leichter fertig<br />
werden als andere. Die Herausforderungen<br />
nicht nur standhalten,<br />
sondern daran wachsen. Diese<br />
innere Widerstandsfähigkeit heißt<br />
Resilienz.<br />
Die gute Nachricht: Resilienz lässt<br />
sich gezielt weiterentwickeln. In<br />
diesem Buch finden Sie Tests zur<br />
Selbsteinschätzung, Checklisten,<br />
Übungen und pragmatische Tipps,<br />
um in Ihrem Inneren so stark und<br />
unabhängig zu sein wie ein Bambus<br />
und sich in den Stürmen des<br />
Arbeitsalltags gelassen biegen zu<br />
können, aber nicht zerbrechen zu<br />
müssen.<br />
Sie lernen die neuesten Ergebnisse<br />
aus der Resilienz- und Glücksforschung<br />
kennen und werden<br />
mit diesem Buch Mut, Kraft und<br />
Stehvermögen entwickeln, um die<br />
herausfordernden Situationen in<br />
Ihrer Sandwichposition standfest<br />
zu meistern. Sie werden mehr<br />
innere Stärke aufbauen, um in<br />
Ihrer anstrengenden Doppelrolle<br />
sicher und gelassen agieren zu<br />
können.<br />
Verlag Gabal, ISBN 978-3-86936-<br />
441-4, Preis 19,90 Euro n<br />
Gewinnen Sie!<br />
Sie möchten sich künftig auch<br />
biegen statt zu brechen? Wir<br />
verlosen drei Mal „Die Bambusstrategie“.<br />
Schreiben Sie<br />
bis 12. Juni <strong>2013</strong> eine Mail<br />
mit dem Betreff „Bambusstrategie“<br />
an jakob@giessen-friedberg.ihk.de.<br />
Ausgeschlossen<br />
sind zum einen<br />
der Rechtsweg sowie die<br />
Teilnahme von Mitarbeitern<br />
und Angehörigen der<br />
<strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>-<strong>Friedberg</strong> und<br />
jene an der Magazinerstellung<br />
beteiligten Personen<br />
und Unternehmen.<br />
Viel Glück!<br />
www.giessen-friedberg.ihk.de<br />
WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 59
LEBENSART<br />
Das Hungener Schloss ist eines der touristischen<br />
Attraktionen der Stadt.<br />
Foto: Norbert Leipold/pixelio<br />
Standortporträt aus dem Landkreis <strong>Gießen</strong><br />
Schäferstadt Hungen<br />
Hier wird alte Tradition gepflegt und Sonne getankt.<br />
Hungen ist alt, sehr alt sogar. Man<br />
schrieb das Jahr 782, als Kaiser Karl<br />
der Große dem Stift Hersfeld die zwischen<br />
Vogelsberg und Wetterau gelegene<br />
Ortschaft schenkte. Es dauerte aber noch<br />
weitere rund 600 Jahre, bis Hungen Stadtrechte<br />
verliehen bekam. Heute darf sich<br />
Hungen zu Recht „traditionsreiche Schäferstadt“<br />
nennen, denn sie ist das Zentrum für<br />
Schafhaltung und Schafzucht. „Alle zwei<br />
Jahre findet am letzten Sonntag im August<br />
das Schäferfest statt. Es ist zu einer beliebten<br />
Tradition geworden“, erzählt Bürgermeister<br />
Rainer Wengorsch. Auch der Allerheiligenmarkt<br />
ist über die Stadtgrenzen hinaus<br />
bekannt.<br />
Doch Hungen hat mehr zu bieten als<br />
Märkte und Schafe. Die Stadt im Landkreis<br />
<strong>Gießen</strong> ist „voll Energie“. Im Dezember 2009<br />
ging im Ortsteil Trais-Horloff der erste kommunale<br />
Solarpark Mittelhessens ans Netz.<br />
Auf einer Fläche von 80000 Quadratmetern<br />
wurden über 12 500 Photovoltaikmodule<br />
installiert, die jährlich 2,9 Megawatt Strom<br />
liefern. Dies deckt nicht nur den durchschnittlichen<br />
Jahresstrombedarf von 800<br />
Haushalten ab, sondern spart auch 1 900<br />
Tonnen an CO 2<br />
ein. Bis 2020 soll der Ausstoß<br />
um 40 Prozent gesenkt werden, so auch<br />
durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung<br />
auf LED oder die energetische Sanierung<br />
städtischer Gebäude. Um nur zwei Beispiele<br />
zu nennen.<br />
Gewerbeflächen zu<br />
günstigen Konditionen<br />
Nicht weit entfernt vom Solarpark soll<br />
ein zirka 22 Hektar großer Gewerbepark „An<br />
der Halde“ entstehen. Er liegt direkt an der<br />
Bundesstraße 489. Bei Bedarf sind weitere<br />
20 Hektar vorgesehen. Ein weiteres Gewerbegebiet,<br />
rund acht Hektar groß, ist das „Vor<br />
der Grasser Höhe“ in der Kernstadt, Teil des<br />
Gewerbegebiets Ost. Es lockt mit attraktiven<br />
Konditionen. „Vor der Grasser Höhe wurde<br />
bereits 2007 erweitert, ansonsten hätten wir<br />
die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der<br />
Kernstadt nicht decken können. Innerhalb<br />
der nächsten drei Jahre wollen wir 18000<br />
Quadratmeter Flächen verkaufen“, berichtet<br />
der Bürgermeister. Die günstigen Preise sollen<br />
vor allem mittelständische Unternehmen<br />
– Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen<br />
und moderne Dienstleistungsunternehmen<br />
– anziehen.<br />
Bereits heute schon kann Hungen mit<br />
namhaften Großunternehmen aufwarten,<br />
die entweder eine Niederlassung oder einen<br />
Produktionsstandort in der Stadt haben. Zu<br />
ihnen gehören die Hochwald Nahrungsmittelwerke<br />
und die REWE Zentrale. Die unmittelbare<br />
Nähe zum Rhein-Main-Gebiet und<br />
die guten Anbindungen an die Autobahnen<br />
A45 Hanau-Dortmund und A5 Frankfurt-<br />
Kassel dürften die Standortwahl begünstigt<br />
haben. Überhaupt rechnet die Stadt mit<br />
einem „Überschwappeffekt“ aus dem Rhein-<br />
Main-Gebiet, das kaum noch expandieren<br />
kann. Erste Anzeichen gibt es bereits im<br />
Immobiliensektor. Wengorsch weiß, warum.<br />
„In Hungen haben wir noch moderate Preise<br />
für Bauland und ein ausreichendes Grundstücksangebot.“<br />
Die intakte Infrastruktur ist auch für<br />
Familien ein Plus. „In der Kernstadt und in<br />
einigen Stadtteilen decken Einzelhandels-,<br />
Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe<br />
den täglichen Bedarf ab. Es sind größtenteils<br />
inhabergeführte Betriebe, die den direkten<br />
60 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Foto: LAnzeiger<br />
rainer wengorsch, Bürgermeister der Schäferstadt<br />
Hungen.<br />
Kundenkontakt sicherstellen und auf Kundenwünsche<br />
eingehen können. Außerdem<br />
gibt es in der Kernstadt diverse Fachgeschäfte<br />
und Fachmärkte“, fasst er zusammen.<br />
Und mit der Verwirklichung des „Dorfladens<br />
Villingen“ wird 2014 die Nahversorgung<br />
im einwohnerstärksten Stadtteil auch<br />
zukünftig gesichert sein. „Das ‚Lädchen für<br />
alles‘ wird nicht nur die Bevölkerung versorgen,<br />
sondern auch ein Treffpunkt der Generationen<br />
werden. Der Dorfladen wird die<br />
Ortsentwicklung nachhaltig stärken“, ist<br />
sich der Bürgermeister sicher. Im See-Stadtteil<br />
Inheiden ist ebenfalls ein solcher Laden<br />
geplant.<br />
Apropos Ortsentwicklung: Hungen ist<br />
mit ihren Kindergärten, Schulen, den Naherholungsgebieten<br />
mit zahlreichen Teichen<br />
und Seen sowie dem regen Vereinsleben<br />
eine familienfreundliche Stadt: Den Bau<br />
eines Eigenheims für Famillien mit Kindern<br />
bezuschusst sie baugebietsweise mit 15<br />
Prozent des Kaufpreises für das Grundstück.<br />
Dieses Angebot gilt noch bis zum<br />
31. Dezember 2014. 2014 werden 37 zusätzliche<br />
Bauplätze in bester Lage in der<br />
Kernstadt entstehen. Und für die älteren<br />
Bürger, die sich nicht mehr allein versorgen<br />
können, steht ein Seniorenzentrum zur<br />
Verfügung.<br />
n<br />
gewerBestatistik<br />
Zahl der Betriebe:<br />
1100 insgesamt, davon in<br />
Kernstadt 760<br />
Bellersheim 50<br />
Inheiden 45<br />
Langd 30<br />
Nonnenroth 35<br />
Obbornhofen 30<br />
Rabertshausen 5<br />
Rodheim 25<br />
Steinheim 15<br />
Trais-Horloff 15<br />
Utphe 40<br />
Villingen 50<br />
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Einwohner: ca. 12 600 inkl. Stadtteile<br />
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WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong> 61
Foto: privat<br />
LEBENSART<br />
Petra Geiss, Geschäftsführerin von EAST African<br />
Special Tours UG in Kefenrod, mit Ranger<br />
Michael auf dem Mount Meru, 20 Kilometer<br />
entfernt vom Kilimanjaro.<br />
EAST African Special Tours UG in Kefenrod<br />
Bergsteigen, Safari<br />
oder Relaxen<br />
Kefenroder Agentur macht Lust auf Abenteuer in der Ferne.<br />
Die richtige Jahreszeit und Unterkunft<br />
für einen Urlaub in Ost Afrika zu finden,<br />
sei laut Petra Geiss, Geschäftsführerin<br />
der EAST African Special Tours UG<br />
in Kefenrod, gar nicht so einfach. Liebt man<br />
es abenteuerlich und möchte in Zelt-Camps<br />
übernachten, könne man die Stimmen der<br />
afrikanischen Nächte hören. Ob es die<br />
jagenden Hyänen sind oder sich der König<br />
der Wildnis mit seinem Brüllen ankündigt -<br />
hautnah dabei zu sein sei schon etwas<br />
Besonderes.<br />
Die weltweit einzigartige und große Tierwanderung,<br />
die Migration, sei laut Geiss ein<br />
Wunder der Natur, das man sehen sollte. Wo<br />
die Tiere sich um welche Jahreszeit aufhalten,<br />
sei sehr schwer vorauszusagen. Mit<br />
etwas Glück könne man sie entdecken. Die<br />
besten Zeiten dafür wären von Dezember bis<br />
März in Tansanias Serengeti, von Mitte Juni<br />
bis Ende Oktober tummeln sich die Herden<br />
von Gnus und Zebras in der Maasai Mara.<br />
„Besteigen Sie gerne Berge“, sagt die<br />
Reise-Expertin, „dann lassen sich gleich drei<br />
höherkarätige Gipfelbesteigungen kombinieren.“<br />
Der Mount Kenia, der Mount Meru<br />
und selbstverständlich der Kilimanjaro (alle<br />
über 4 500 Meter hoch) ließen Bergsteigerherzen<br />
höher schlagen.<br />
„Kenia und Tansania sind als Reiseroute<br />
gut zu kombinieren“, rät Geiss. Beide hätten<br />
fantastische Strände, wo man im Anschluss<br />
an eine Safari noch ein paar Tage entspannen<br />
könne. „Um Ihre persönlichen Highlights<br />
in Ost Afrika herauszufinden, bedarf<br />
es einer individuellen Beratung“, weiß die<br />
Geschäftsfrau aus Kefenrod, die laut ihrer<br />
Vita selbst vier Jahre in Ostafrika gelebt und<br />
gearbeitet hat.<br />
Wer Gorillas kennenlernen wolle, finde<br />
attraktive Programme in Uganda und Ruanda.<br />
Botswana besteche mit seinem Okavango<br />
Delta und seinen einzigartigen Safaris in<br />
sehr wasserreichen Gegenden. Wanderungen<br />
in der Wildnis mit einem Ranger brächten<br />
den Besucher die Erlebniswelt unserer<br />
Vorfahren nahe. Und wer Spannung mag,<br />
dem biete Sambia mit den Viktoriafällen das<br />
Eldorado der Extremsportarten mit Rafting<br />
im Sambesi (dem längsten Fluss Afrikas),<br />
Kayaking und Bungee Jumping von der<br />
Brücke an der Grenze zu Simbabwe.<br />
Im Übrigen übersteigt Geissens Begeisterung<br />
für den afrikanischen Kontinent den<br />
Rahmen des wirtschaftlichen Handelns. Sie<br />
engagiert sich beispielsweise – wie bereits in<br />
der heimischen Presse berichtet wurde - sehr<br />
für Fußballprojekte in Afrika und sorgt in<br />
regelmäßigen Abständen für Trikot- und<br />
Equipment-Spenden aus Deutschland. n<br />
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Suche nach passendem Fachpersonal oder<br />
Auszubildende gestaltet sich schwierig.<br />
Wir berichten über Erfahrungen aus<br />
unserer Unternehmerschaft.<br />
WIRTSCHAFT/POLITIK<br />
KNUT – Spezialisten diskutieren<br />
über Erneuerbare Energien<br />
SERVICE<br />
Rückblick auf die Sitzung des Regionalausschuss<br />
Vogelsberg in den Räumen der<br />
Lampenwelt.de in Schlitz.<br />
REGION<br />
Mc Evans Sports in Rockenberg zählt sich<br />
zu den größten Textil-Veredlern in der<br />
Wetterau und will weiter wachsen.<br />
<strong>Wirtschaftsmagazin</strong> der <strong>IHK</strong> <strong>Gießen</strong>–<strong>Friedberg</strong><br />
Herausgeber<br />
Industrie- und Handelskammer<br />
<strong>Gießen</strong>–<strong>Friedberg</strong><br />
Postfach 11 12 20, 35357 <strong>Gießen</strong><br />
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Redaktion<br />
Iris Jakob<br />
Telefon: <strong>06</strong>031/609-1115<br />
E-Mail: jakob@giessen-friedberg.ihk.de<br />
Kurt Schmitt, Chefredaktion<br />
Telefon: <strong>06</strong>031/609-1100<br />
Telefax: <strong>06</strong>031/609-1120<br />
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Verlag<br />
<strong>Gießen</strong>er Anzeiger Verlags GmbH & Co KG<br />
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Anzeigenleitung<br />
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Das <strong>IHK</strong>-<strong>Wirtschaftsmagazin</strong> ist das<br />
offizielle Organ der Industrie- und<br />
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Rahmen der grund sätzlichen Beitragspflicht<br />
als Mitglied der <strong>IHK</strong>. Im freien Verkauf<br />
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66 WIRTSCHAFTSMAGAZIN · 6/<strong>2013</strong><br />
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Toskana - Chianti, Zypressen und mehr...<br />
Toskana<br />
Reisetermin:<br />
6.-12. Oktober <strong>2013</strong><br />
7 Tage<br />
ab 795,-€<br />
„Le colline toscane“, die sanften Hügel der Toskana, sich durch Kornfelder windende Zypressenalleen, die zu abgelegenen Gehöften<br />
führen - das sind Bilder, die unsere Vorstellungen von der Toskana prägen. Unermessliche Kunstschätze erwarten Sie auf dieser Reise<br />
und nicht zuletzt ein kulinarischer Reichtum, der weit mehr als nur die berühmten Weine des Chianti zu bieten hat. Geschichte ist<br />
hier noch lebendig und auf einem Streifzug durch die schönsten Städte der Toskana werden Sie diese auch hautnah erleben.<br />
1. Tag: Anreise<br />
Bustransfer von <strong>Gießen</strong>, Altenstadt, Gelnhausen<br />
und Usingen zum Flughafen Frankfurt und Flug<br />
nach Pisa, Florenz oder Bologna. Begrüßung<br />
durch Ihre Reiseleitung und Fahrt im komfortablen<br />
Reisebus nach Lido di Camaiore. Während der<br />
Fahrt wird Ihnen der genaue Ablauf der Reise in<br />
Ruhe erläutert. Der restliche Nachmittag steht<br />
Ihnen zur freien Verfügung. Am heutigen Abend<br />
begrüßt Sie unsere Reiseleitung mit einem<br />
„Welcome-Drink“ in Ihrem Hotel EUR.<br />
2. Tag: Stadtrundgang Viareggio<br />
Das berühmte Seebad Viareggio liegt in der<br />
tyrrhenischen Küstenlandschaft Versilia. Die<br />
Mischung aus grünen Hügeln, Pinienhainen und<br />
dem glitzernden blauen Meer verleihen<br />
Viareggio zusammen mit der farbenfrohen<br />
Ortschaft eine stimmungsvolle Atmosphäre. Den<br />
Rest des Tages können Sie nach Lust & Laune<br />
planen.<br />
3. Tag: San Gimignano – Volterra<br />
(fakultativ oder für Abonnenten ermäßigt)<br />
San Gimignano, im Herzen der Toskana gelegen,<br />
war im Mittelalter eine stolze und unabhängige<br />
Gemeinde. Über schöne Straßen und durch eine<br />
eindrucksvolle Landschaft führt die Route am<br />
Nachmittag nach Volterra. Neben interessanten<br />
Zeugnissen aus etruskischer und römischer<br />
Herrschaft ist besonders die kunsthandwerkliche<br />
Verarbeitung des hier abgebauten Alabasters<br />
von großer Bedeutung gewesen, wie man noch<br />
heute auf vielfältige Weise in den Straßen und<br />
Gassen erkennen kann (Preis: 65 €).<br />
4. Tag: Stadtführung Florenz<br />
Der berühmte David Michelangelos, die alles<br />
überstrahlende, mächtige Domkuppel von<br />
Brunelleschi, die stolzen Renaissancepaläste,<br />
aber auch mittelalterliche Straßenzüge und die<br />
kleinen Kirchen in versteckten Winkeln und<br />
Gassen prägen das Bild von Florenz. Bevor Sie<br />
am Nachmittag auf eigenen Pfaden die Stadt<br />
ergründen können, werden Sie auf einer<br />
Stadtführung die schönsten Plätze kennen<br />
lernen.<br />
5. Tag: Siena<br />
(fakultativ)<br />
Sienas restaurierte Fassaden gehen fast<br />
ausschließlich auf das 13. und 14. Jahrhundert<br />
zurück. Am Nachmittag, der Ihnen zur freien<br />
Verfügung steht, sollten Sie nicht versäumen, auf<br />
der Piazza del Campo einen Cappuccino oder<br />
einen Campari zu genießen (Preis: 70 €).<br />
6. Tag: Pisa – Lucca mit Weinprobe<br />
(fakultativ)<br />
Der Vormittag beginnt in Pisa, einer Stadt, die<br />
mehr als einen „schiefen Turm“ zu bieten hat.<br />
Mittags laden wir Sie auf ein Weingut mit<br />
Imbiss und Weinprobe bei Lucca ein. Anschließend<br />
Spaziergang durch Lucca. (Preis: 80 € inkl.<br />
Weinprobe und Imbiss).<br />
7. Tag: Rückreise<br />
Je nach Abflugzeit Transfer zum Flughafen und<br />
Rückflug nach Frankfurt. Anschließend<br />
Bustransfer zurück zum Ausgangsort.<br />
REISELEISTUNGEN:<br />
• Bustransfer von <strong>Gießen</strong> (ab Verlag <strong>Gießen</strong>er<br />
Anzeiger), Altenstadt (Altenstadthalle),<br />
Gelnhausen (Busbahnhof) und Usingen<br />
(Busbahnhof) zum Flughafen Frankfurt<br />
und zurück<br />
• Flug nach Pisa, Florenz oder Bologna<br />
und zurück<br />
• Luftverkehrsteuer, Flughafen- und<br />
Sicherheitsgebühren<br />
• Transfer Flughafen – Hotel – Flughafen<br />
• „Welcome-Drink“ am Ankunftstag<br />
• 6 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet<br />
im guten Mittel-klassehotel EUR in<br />
Lido di Camaiore<br />
• 5 Abendessen und<br />
1 Spezialitätenabend im Hotel<br />
• Getränke (¼ l Tischwein und ¼ l<br />
Mineralwasser) beim Abendessen inklusive<br />
• Abschiedsdrink mit typischen<br />
Produkten der Toskana<br />
• Stadtrundgang Viareggio<br />
• Tagesausflug Florenz<br />
• Qualifizierte, deutschsprechende Reiseleitung<br />
ZUSÄTZLICH BUCHBAR:<br />
• Ausflug San Gimignano/Volterra: € 65,-<br />
(für Abonnenten nur € 35,- p. P.)<br />
• Tagesausflug nach Siena: € 70,-<br />
• Tagesausflug Pisa, Lucca inkl. Weinprobe<br />
und Vesper: € 80,-<br />
• Sonderpreis für das Ausflugspaket: € 195,-<br />
• Sonderpreis für Abonnenten: € 165,-<br />
• Einzelzimmerzuschlag: € 80,-<br />
LESERREISE TOSKANA<br />
Vollschutzversicherungspaket p. P.: € 39,-<br />
Prämie für Personen ab 65 Jahre, p. P.: € 56,-<br />
• Reise-Rücktrittskosten-Versicherung<br />
• Reiseabbruch-Versicherung<br />
• Reise-Krankenversicherung<br />
• Notfall-Versicherung<br />
• Reisegepäck-Versicherung<br />
(Versicherungssumme € 2000,-)<br />
Veranstalter: Mondial Tours, Locarno<br />
Einsenden an: <strong>Gießen</strong>er Anzeiger, Leserreisen, Am Urnenfeld 12, 35396 <strong>Gießen</strong><br />
oder per Fax an <strong>06</strong> 41/95 04-35 66.<br />
Zur Teilnahme an der Leserreise „TOSKANA“ melde ich folgende Personen verbindlich an:<br />
Vorname/Name<br />
Straße/Hausnummer<br />
PLZ/Wohnort<br />
Telefonnummer<br />
Name und Geburtsdatum des/der Mitreisenden<br />
Termin: 6.-12. Oktober <strong>2013</strong><br />
v 795,- € p. P. im DZ v EZ-Zuschlag 80,- €<br />
v Ausflugspaket 195,- € v für Abonnenten 165,-€ oder einzeln buchbar:<br />
v San Gimignano/Volterra 65,- € v für Abonnenten 35,- €<br />
v Siena 70,- € v Pisa/Lucca 80,- €<br />
v Vollschutzversicherungspaket p. P.: € 39,- v für Personen ab 65 Jahre, p. P.: € 56,-<br />
MEIN ABFAHRTSORT: v Altenstadt v Gelnhausen v <strong>Gießen</strong> v Usingen<br />
Ort/Datum/Unterschrift<br />
Info und Beratung unter: Leserreisenservice <strong>06</strong> 41/95 04-35 82 (Mo. bis Fr. 8-16 Uhr)
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Nur neue Besitzer.<br />
Unsere attraktiven Gebrauchtwagen-Angebote.<br />
Gerne erstellen wir für Sie ein individuelles Finanzierungs- oder Leasingangebot.<br />
Besuchen Sie uns im Porsche Zentrum <strong>Gießen</strong>.<br />
Wir freuen uns auf Sie.<br />
Porsche Zentrum <strong>Gießen</strong><br />
Sportwagen Scheller GmbH & Co. KG<br />
Lahnwegsberg 2<br />
35435 Wettenberg<br />
Tel.: +49 (0) 6 41 / 98 22 - 20<br />
Fax: +49 (0) 6 41 / 98 22 - 2 20<br />
www.porsche-giessen.de<br />
Unsere Angebote*<br />
Boxster S mit PDK, 228 kW (310 PS), EZ 02/10,<br />
70.650 km, basaltschwarzmetallic, Lederausstattung<br />
inkl. Sitze schwarz, Bi-Xenon-Scheinwerfer<br />
mit dynamischem Kurvenlicht, PCM inkl. Navigationsmodul,<br />
Sitzheizung, Sport Chrono Paket Plus,<br />
ParkAssistent (hinten), 3-Speichen-Sportlenkrad,<br />
19-Zoll Turbo Rad u. v. m., MwSt. ausweisbar<br />
EUR 39.790,–<br />
911 Turbo Cabriolet, 353 kW (480 PS),<br />
EZ 07/08, 40.920 km, carraraweiss, Lederausstattung<br />
inkl. Sitze schwarz, vollelektrische Sitze,<br />
Sitzheizung, 6-Gang Schaltgetriebe, Sport Chrono<br />
Paket Turbo, ParkAssistent (hinten), Telefonmodul<br />
für PCM, Tempostat, 19-Zoll Turbo Rad, geschmiedet,<br />
Bi-Color u. v. m., MwSt. ausweisbar<br />
EUR 84.790,–<br />
Cayman S Black Edition, 243 kW (330 PS),<br />
EZ 10/11, 29.500 km, schwarz, Serienausstattung<br />
/ Sportsitze Leder schwarz, Sitzheizung, ParkAssistent<br />
(hinten), Schaltgetriebe, 19-Zoll Boxster<br />
Spyder Rad u. v. m., MwSt. ausweisbar<br />
EUR 48.670,–<br />
Panamera S Hybrid mit Tiptronic S, 279 kW<br />
(379 PS), EZ 07/11, 51.200 km, carbongraumetallic,<br />
Leder schwarz, Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer inkl.<br />
PDLS, PCM inkl. Navigationsmodul, BOSE ® Surround<br />
Sound System, Sitzheizung vorne und hinten,<br />
ParkAssistent (vorne und hinten), 19-Zoll Panamera<br />
Design Rad u. v. m., MwSt. ausweisbar<br />
EUR 69.890,–<br />
911 Carrera Cabriolet, 254 kW (345 PS),<br />
EZ 08/08, 39.550 km, basaltschwarzmetallic,<br />
Serienausstattung Kunstleder / Teilledersitze<br />
schwarz, Sitzheizung, ParkAssistent (hinten), Universelle<br />
Audio-Schnittstelle, 19-Zoll SportDesign Rad<br />
u. v. m., Differenzbesteuerung nach ß25a UStG<br />
EUR 63.890,–<br />
Panamera Diesel mit Tiptronic S, 184 kW<br />
(250 PS), EZ 08/12, 22.150 km, basaltschwarzmetallic,<br />
Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer inkl. PDLS, PCM<br />
inkl. Navigationsmodul, adaptive Luftfederung inkl.<br />
PASM, Sitzheizung vorne und hinten, ParkAssistent<br />
(vorne und hinten), Multifunktionslenkrad, 18-Zoll<br />
Panamera S Rad u. v. m., MwSt. ausweisbar<br />
EUR 75.850,–<br />
*Änderungen und Irrtümer vorbehalten.<br />
Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 18,8–7,6 · außerorts 8,9–5,6 · kombiniert 12,5–6,5; CO 2<br />
-Emissionen: 293–167 g/km