pdf - 5 MB - Kloster Eberbach

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Stiftung

JAHRESBERICHT 2012

Zur Information für Interessierte

STIFTUNG KLOSTER EBERBACH


Das Kloster mit Rheintal. Luftbild 2012 (Foto: Heibel)


INHALTSVERZEICHNIS

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Das Jahr 2012 im Rückblick der Geschäftsführung 4

Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012 14

Bericht zu den Sanierungs- und Baumaßnahmen 28

Auszug der Presseschau 2012 33

Titelbild: Kloster Eberbach im August 2012

(Foto: Heibel)

Rückseite: Hospitalkeller

(Foto: Schubbach)


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Der Vorstand der Stiftung berichtet zum Jahr 2012

Insgesamt rechnete die Geschäftsführung mit einem wirtschaftlich herausfordernden Jahr 2012, welches

vor allem durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten, verursacht durch die „Euro-Krise“,

geprägt sein sollte. Für die Stiftung stand das Jahr insbesondere im Zeichen der Beseitigung der

durch die TÜV-Prüfungen aufgezeigten Mängel, die aus der transparenten Strategie der Stiftungsleitung

resultiert, sämtliche Mängel im Rahmen der Betreiberverantwortung für das Ensemble Kloster

Eberbach vollumfänglich offen zu legen und entsprechend zu beseitigen. Trotz aller Widrigkeiten und

Herausforderungen ist es der Stiftung gelungen, im Jahr 2012 zum dritten Mal in Folge ein positives

Ergebnis zu erreichen. Dies ist ein sehr guter Erfolg der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine

nachweisbare Bestätigung der guten Entwicklung der Stiftung Kloster Eberbach in den vergangenen

Jahren. Die Stiftung ist ihrem Stiftungszweck

„Pflege, Wartung und

Instandhaltung“ entsprechend

professionell aufgestellt und die

wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen

(z.B. Aufbau Facility

Management, Gebäudetechnik,

Veranstaltungsmangement, Umstellung

auf kaufmännisches Rechnungswesen,

etc.) greifen. So sind

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Kloster Eberbach nach einer unter dem Geschäftsführenden

der monatl. stattfindenden Dienstbesprechungen (Foto: Palmen) Vorstand Martin Blach alle Wirtschaftsprüfungen

ohne Beanstandungen

testiert worden, sowie die Bestätigung der Entlastung durch die Stiftungsaufsicht regelmäßig

erfolgt. Seit 2009 entwickelt sich die wirtschaftliche Situation der Stiftung sehr positiv und wird von

einem kleinen, hoch motivierten Mitarbeiterteam verantwortet. Mit nur 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

wird an sieben Tagen in der Woche so viel Geld verdient, dass der Betrieb und der Unterhalt

des Ensembles Kloster Eberbach ohne Zuschüsse aus dem Landeshaushalt vollzogen werden kann.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte prüfte im Jahr 2012 die Jahresrechnung 2011 – bestehend

aus Einnahmen-/Ausgabenrechnung und Vermögensübersicht – unter Einbeziehung der Buchführung

der Stiftung Kloster Eberbach für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember

2011. Der Prüfungsgegenstand wurde durch § 12 Abs. 3 des Hessischen Stiftungsgesetzes erweitert.

Die Prüfung erstreckte sich daher auch auf die Erhaltung des Stiftungsvermögens und die satzungsgemäße

Verwendung der Stiftungsmittel. Die Prüfung der Erhaltung des Stiftungsvermögens und der

satzungsgemäßen Verwendung der Stiftungsmittel hatte ebenfalls keine Einwendungen ergeben.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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Die Geschäftsführung hatte mit Wirkung zum 01.01.2012 das kaufmännische Rechnungswesen in

der Stiftung Kloster Eberbach eingeführt. Die Zeiten der einfachen Einnahme/Ausgabe-Rechnung

gehören somit der Vergangenheit an. Die mit der Umstellung auf das kaufmännische Rechnungswesen

mit einhergehende Einführung der Debitoren/Kreditoren-Buchhaltung hat die erforderliche

Professionalisierung des Mahnwesens herbeigeführt und zu einer spürbaren Liquiditätsverbesserung

beigetragen. Die reibungslose Implementierung wurde durch die Mitarbeiter im Bereich Controlling

/ Finanzen der Stiftung gewährleistet. Der Vorstand dankt in diesem Zusammenhang den

verantwortlichen Mitarbeitern und

allen Mitarbeiterinnen des Veranstaltungsbüros

für Ihre Leistungen

und den unterstützenden Veränderungswillen

aller Beteiligter.

Darüber hinaus standen im Jahr

2012 die bereits in der letzten Kuratoriumssitzung

im Dezember

2011 beschlossenen Investitionen

im Bereich der Hotellerie (Facelift

der Zimmer) an. Kurzfristig zwingend

erforderlich wurde auch die

Investition in die IT-Infrastruktur

der Stiftung. Nach gemeinsamer

Facelift Hotelzimmer (Foto: Gastronomiebetriebe)

Analyse der IT-Infrastruktur durch

die Stiftung mit der Technischen Hochschule Mittelhessen bestand hier sofortiger Handlungsbedarf.

Neben den laufenden Maßnahmen standen weiterhin Investitionen in die Anlage im Vordergrund, so

zum Beispiel die neue Küche der Gastronomiebetriebe, hier wurde die Infrastruktur zum Austausch

eines neuen Küchenblocks durch die Stiftung bereitgestellt. Die Kosten trug der Pächter. Die Mitarbeiter

des Bereiches Facility Management / Gebäudetechnik überwachten und koordinierten die Küchen-Umbau

arbeiten in der Klosterschänke. Ihnen gebührt besonderer Dank, insbesondere da der

Umbau ohne Ausfallzeiten und damit ohne wesentliche Umsatz-Ausfälle vollzogen werden konnte.

Bericht zur Entwicklung des Stiftungsvermögens

Das Management des Stiftungsvermögens wurde auch in 2012 von einer Vermögensverwaltung

(Credit Suisse) zur vollsten Zufriedenheit der Stiftung Kloster Eberbach wahrgenommen. Die Bildung

eines Anlageausschusses wurde beschlossen und mit der konstituierenden Sitzung umgesetzt. Die

Bildung des Anlageausschusses ist in Anbetracht der Lage an den Finanzmärkten ein verantwortungsbewusster

Schritt zur Erhaltung und Bewahrung des Stiftungsvermögens und damit zur nachhaltigen

Erfüllung des Stiftungswecks gewesen.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Beteiligung der Stiftung an den Kosten der Generalsanierung

Die Stiftung Kloster Eberbach hat sich im Jahr 2012 mit einem Betrag in Höhe von ca. 517.000 €

für die Jahre 2011/2012 an den Sanierungskosten beteiligt. Diese Regelung wurde im vergangenen

Jahr mit dem Zuwendungsgeber, dem HMUELV, vereinbart. Diese Regelung ist neu. Auch dies ist zu

beachten, wenn Vergleiche mit der Vergangenheit gezogen werden. Mittlerweile erwirtschaftet die

Stiftung das Potential sich an den Maßnahmen der Generalsanierung zu beteiligen.

Der Umfang des Projektes TÜV-Prüfungen

übertraf bei weitem die ursprünglichen

Annahmen; trotz Verschiebung

des Nachprüftermins

auf November stellte die Bearbeitung

eine große Herausforderung

aus personeller und zeitlicher Sicht

für die Stiftung dar. Zudem wurden

zu Beginn des Rheingau Musik

Festivals die Kriterien für Großveranstaltungen

vollständig überarbeitet

und auf den professionellen

Anspruch der Veranstaltungsstätte

Bibliothekssaal (Foto: Heibel)

optimiert. Der Brandschutzbeauftragte

der Stiftung ergänzte diesbezüglich

sicherheitsrelevante Vorschriften. Die Geschäftsleitung betont, dass 2011 erstmalig eine

TÜV-Prüfung der Anlage durchgeführt wurde. Ein entsprechender Maßnahmenplan wurde erarbeitet.

Der Vorstand dankt in diesem Zusammenhang erneut der Technischen Hochschule Mittelhessen

und ihren Mitarbeitern, durch welche die Prüfung initiiert wurde und den Mitarbeitern der Gebäudetechnik.

Die Stiftung (hier Herr Blach) ist seit Juli 2012 stimmberechtigtes Mitglied im Aufsichtsrat der Hessischen

Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach.

Im Zusammenhang mit dem Besuch des EU-Kommissionspräsidenten Barroso im Kloster Eberbach

richtet Vorstand Blach seinen Dank an die Mitarbeiter/innen der Hauswirtschaft, der Haustechnik,

des Brandschutzes sowie des Veranstaltungsbüros aus. Der Besuch hatte, wenige Wochen vor der

Vergabe des Friedensnobelpreises an die Europäische Union, historischen Charakter. Sind doch an

der Geschichte Kloster Eberbachs viele der großen europäischen Entwicklungen ablesbar. Daher

wundert es nicht, dass beim Staatsbankett zu Ehren der Verleihung des Preises ein Eberbacher Klosterwein

gereicht wurde.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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Weiterhin wird die Zusammenarbeit mit den Partnern auf dem Gelände intensiviert. Die Optimierung

der gemeinsamen Website wurde auch im Jahr 2012 von allen Partnern vorangetrieben und präzisiert.

Die zunehmenden Aktivitäten im Bereich der sozialen Netzwerke im Bereich Marketing zeigen

Erfolge.

Im Jahresverlauf entschied sich die

Stiftungsleitung Teile der Schließanlage

den modernen Anforderungen

anzupassen. Einige Bereiche

des Klosters – z.B. die Büros auf

der Barocketage – sind somit nur

noch mit einem Chip zugänglich.

Dies hat u.a. den Vorteil, dass bei

einem Schlüssel- bzw. Chipverlust

dank einer Umcodierung kein kompletter

Austausch der Schließanlage

mehr notwendig sein würde.

Im Einkauf kosten die Chips 30 € /

Stück, bei Verlust entsteht lediglich EU-Kommissions-Präsident José Manuel Barroso im Gespräch mit dem

ein Schaden in Höhe dieses Betrages.

Der Einbau des neuen Schließ-

Geschäftsführenden Vorstand Martin Blach (Foto: EU-Kommission)

systems wurde in enger Abstimmung mit der Brandschutzbehörden vollzogen.

Freundeskreis Kloster Eberbach

Im Namen des Fachbereiches Katholische Theologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main

wurde Herrn Dr. h.c. Wolfgang Riedel am 06.06.2012 die Ehrendoktorwürde verliehen. Zur

Vesper in der Basilika sowie zur anschließenden akademischen Feier im Laiendormitorium waren die

Mitarbeiter/innen der Stiftung herzlich eingeladen. Herr Staatssekretär Jung vertrat das Kuratorium

während des Festaktes und sprach ein Grußwort für die Landesregierung.

Parkraum

Der fehlende Parkraum war auch im Jahr 2012 eine große infrastrukturelle Herausforderung für die

Stiftung. Ein Gespräch zur Parkraum-Situation zwischen den Dachmarkenpartnern brachte das Ergebnis,

die Leistung von Parkplatzeinweisern auszuschreiben und verschiedene Angebote einzuholen.

Die Kosten für den Parkplatzdienst werden künftig anteilig von allen drei Dachmarken-Partnern

sowie des Mieters IRE|BS getragen. Den größten Anteil trägt die Stiftung als Eigentümer. Besonders

der Stiftungsbereich Klosterkasse zeigt sich von den Leistungen des Parkplatzdienstes begeistert.

Die Gäste und Kunden kämen sichtlich entspannter und ohne negative Emotionen in die Anlage, wie


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

dies früher aufgrund der chaotischen Parkplatzsituation der Fall gewesen sei. Das unbedingte Ziel

der Maßnahme „Autofreies Kloster“ bleibt als wesentliches Infrastruktur-Projekt auf der aktuellen

Agenda.

Herr Blach wurde von der Gemeinde Kiedrich stellvertretend für die Stiftung geehrt. Der Kiedricher

Bürgermeister Steinmacher hob bei der Feierstunde besonders die Leistungen des Geschäftsführenden

Vorstands für die Gemeinde Kiedrich hervor; hier die Beheimatung des Waldkindergartens.

Zurzeit erfolgt eine Überarbeitung der an der Klosterkasse angebotenen Audioführung. Das Kassenteam

gewährleistet hier die Zusammenarbeit mit Herrn Griffith, um die Kundenwünsche vollumfänglich

bedienen zu können.

Martin Blach konnte dem Kloster am 13.12.2012 im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Länder machen

Staat“ in der Hessischen Landesvertretung in Berlin eine Bühne bereiten. Die Präsentation

fand vor Vertreterinnen und Vertretern der Hauptstadtpresse und der Berliner Öffentlichkeit reges

Interesse. Der Abend stand unter dem Motto: „Klöster – Keimzellen staatlichen Gemeinwesens des

föderalen Deutschlands“. Der Vortrag trug den Titel: „Die Stiftung Kloster EberbachKlosterkultur als

Wirtschaftsfaktor“. Der Vortrag wird in einem Tagungsband der Veranstaltungsreihe veröffentlicht.

Eine Ausarbeitung bzw. eine umfassende wissenschaftliche

Publikation zur historischen

Wasserführung des Zisterzienserklosters Eberbach

liegt nun vor. Die Darstellung erfolgt auf

der Grundlage der bereits vorliegenden Voruntersuchungen

von Herrn Dr. Liebert. Die Publikation

wird unterstützt und gefördert vom Landesamt

für Denkmalpflege und der Stiftung im

Rahmen des Stiftungszwecks „Kulturpflege“.

Stiftung

Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen

an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Auf Anregung

der Geschäftsführung und der Bereichsleiterrunde

wurde die Zusammenarbeit mit

einem Arbeitsmedizinischen Dienst begonnen.

Ziel ist die Begehung und Optimierung der

verschiedenen Arbeitsbereiche (bspw. Arbeit

am PC einschließlich Sehtest, Lagerung von

Gefahrstoffen), sowie deren jährliche Aufbe-

Exposé

Pfortenhaus Kloster Eberbach, Eltville am Rhein

STIFTUNG KLOSTER EBERBACH

Immobilien-Exposé Pfortenhaus


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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reitung. Eine arbeitsmedizinische Untersuchung durch den Medical-Airport-Service fand Ende Juni

2012 statt, hierbei wurden unter anderem die Arbeitsplätze sowie die vorgefundenen Bedingungen

auch im Umgang mit Gefahrenstoffen bewertet.

Das Amt des gesetzlich vorgeschriebenen Leiterbeauftragten wurde von Herrn Struth übernommen

– erstmals in der Stiftungshistorie. Dieses beinhaltet die jährliche Überprüfung aller vorhandenen

Leitern und Tritte sowie deren Ausstattung mit einer Prüfplakette (ggf. nach Behebung möglicher

Mängel).

Auch im Jahr 2012 fanden wieder diverse teambildende Maßnahmen statt. Diese Teamevents liegen

der Stiftungsleitung besonders am Herzen. Denn ohne ein funktionierendes Team sind die

Masse an Arbeit und der Stress

für eine Dienstbereitschaft an 365

Tagen nicht zu gewährleisten.

Am 05.06.2012 fand ein weiterer

Chancentag statt, an dem die Bereichsleiter

sowie einige weitere

Mitarbeiter/innen teilnahmen. Thematisiert

wurden strategische Aspekte

und die Zukunftsgestaltung

des Klosters. Der Dienstbetrieb an

diesem Tag wurde trotz Teilnahme

vieler Mitarbeiter/innen am Chancentag

aufrechterhalten. Neben

Kloster Eberbach im Winter (Foto: Palmen)

sehr ergebnisorientierten Arbeitsworkshops

gab es auch Veranstaltungen,

die eher teambildenden Charakter hatten. Der diesjährige Betriebsausflug (Draisinen-Fahrt

in der Pfalz), die Weihnachtsfeier, das Spätsommer-Grillen vor der Weinlese mit den Hessischen

Staatsweingütern. Außerhalb der Dienstzeit bietet der Vorstand monatliche Teamabende an (auf private

Kosten), das Weihnachtsbaum-Singen, sowie Teilnahme an ausgewählten Veranstaltungen der

Stiftung (LUMO-Story, Kinosommer, RMF-„Konzert Marienvesper“).

Nachdem die Stiftung sich im Rahmen der inzwischen 5-jährigen Zusammenarbeit mit dem St. Vincenzstift

Aulhausen mit einem kleinen Grillfest im Kloster für die tatkräftige Unterstützung bedankt

hatte, revanchierte sich der Leiter des St. Vincenzstiftes, Herr Werner Thorn, bei den Stiftungsmitarbeitern

mit einer Einladung zu einer Filmvorführung im Lindentheater Geisenheim. Dabei wurde

gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Vorstellung „Ziemlich beste Freunde“ im

Rahmen eines erneuten Teamabends besucht – außerhalb der Dienstzeit.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Zum 01.09.2012 wurde eine zweite Auszubildende im Ausbildungsberuf „Veranstaltungskauffrau“

bei der Stiftung angestellt.

Die Beschaffung von Dienstkleidung für Teile der Mitarbeiterschaft fand in 2012 seine erfolgreiche

Umsetzung. Die Dienstkleidung ist ein elementarer Bestandteil der weiteren Kundenorientierung.

Mitarbeiter sind nun in der Anlage erkennbar und damit auch für unsere Kunden ansprechbar, bei

Fragen, Anregungen und Kritik.

Wichtiges Element für die Geschäftsleitung war auch im Jahr 2012 wieder der Einsatz von Praktikanten.

Die Stiftung sieht darin eine win-win-Situation, denn sowohl die Stiftung profitiert durch

neue Perspektiven und Sichtweisen wie auch die Praktikanten durch das Erleben eines Wirtschaftsbetriebes

mit all seinen täglichen Herausforderungen.

Fortbildungen sind eine zentrale Maßnahme,

um das Knowhow-der Belegschaft zu erhöhen,

daher gibt es weiterhin die intensive Forderung

an die Belegschaft sich pro aktiv um Fortbildungsmaßnahmen

zu bemühen und diese zur

wohlwollenden Prüfung an die Geschäftsleitung

weiter zureichen. Der für die Finanzen und

Controlling zuständige Mitarbeiter absolvierte

eine Fortbildung zum zertifizierten Stiftungsmanager

an der European Business School

(EBS). Die Stiftung baut so sukzessiv eigenes

Know-How auf und schafft sich ein exzellentes

Netzwerk in die Stiftungsbranche.

Ab dem 01.10.2012 wurde im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes

eine Stelle geschaffen,

um die Mitarbeiter/innen der Gärtnerei zu unterstützen.

Der Kollege besetzt im Rahmen des

Newsletter der Dachmarke Kloster Eberbach

Bundesfreiwilligendienstes die neugeschaffene „Naturschutzstelle“ im Bereich Gärtnerei. Auch diese

alternativen Möglichkeiten zur Personalgewinnung bzw. Aufgabenerfüllung (mittels Zivildienststelle

bzw. Freiwilliges Soziales Jahr) wurden erstmals genutzt.

Der Umbau des Veranstaltungsbüros wurde gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeiterinnen vollzogen.

Die dort vorher anzutreffenden Arbeitsbedingungen waren im Hinblick auf die zu führenden


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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telefonischen Verkaufsgespräche dringend verbesserungswürdig. Hinzu kommt auch die personelle

Entwicklung in diesem Bereich in den vergangenen 3 Jahren (Rückkehr aus Elternzeit, zusätzlicher

Personalbedarf, 2 Auszubildende) mit dem einhergehenden Arbeitsplatzbedarf.

Im Jahr 2012 standen zwei Dienstjubiläen an, die entsprechend gewürdigt wurden.

Die Stiftung trauert um ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Stiftung ist in tiefer Trauer

zum Tod von Herrn Dr. Hans Ambrosi, der am 31.08.2012 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

Herr Blach erinnerte an Herrn Ambrosis

Verdienste für das Kloster

Eberbach und darüber hinaus; eine

Anteilnahme von Seiten der Stiftung

wurde im Rheingau Echo im

Rahmen einer Traueranzeige veröffentlicht.

Ebenso tief bestürzt ist

die Belegschaft über den Tod von

Frau Carolin Weidert und Herrn

Oswald Klab. Wir werden uns ihrer

stets erinnern!

Kooperation mit THM

Die Stiftung Kloster Eberbach steht

Das Team der Gebäudetechnik mit dem Bereichsleiter Außenanlagen als Eigentümer der Anlage in der

Verantwortung einen verantwortungsvollen

und wirtschaftlichen Betrieb der denkmalgeschützten Anlage zu gewährleisten. Mit der

Implementierung eines professionalisierten Facility-Managements unter Einbeziehung der Anforderungen

des Denkmalschutzes kommt die Stiftung ihrem Stiftungszweck nach und ist beispielhaft für

den generationsübergreifenden Erhalt von Kulturdenkmälern.

Einer der zentralen Aufgabenschwerpunkte der Stiftung ist der Stiftungszweck „Erhaltung und Entwicklung

der historischen Klosteranlage“. Dies wird u.a. gewährleistet durch die kontinuierliche Kooperation

mit der Technischen Hochschule Mittelhessen. Gemeinsam wird ein professionelles Facility-Management

für die denkmalgeschützte Anlage entwickelt – ein Pilotprojekt, das seinesgleichen

in Deutschland sucht. Die Zusammenarbeit wird weiterhin vorangetrieben, so dass die Stiftung der

eigenständigen Unterhaltung der Anlage und damit ihrem prioritären Stiftungszweck nachkommen

kann. Die Kooperation wird durch die Personalbeistellung eines sog. Interimsmanager zum Fortschritt

der Arbeiten intensiviert. Dies erzeugt einen regen Austausch zwischen Lehre und Praxis mit

der Technischen Hochschule Mittelhessen. Somit ist die Kooperation ein Gewinn für ein professionelles,

praxistaugliches FM-System im Kloster Eberbach, aber auch für die Studierenden.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Um diese Projekte mit der laufenden

Generalsanierung durch das

Hessische Baumanagement zu

bündeln, hatte die Stiftung sich

zu einer Zusammenarbeit mit der

Technischen Hochschule Mittelhessen

(THM), Fachbereich Facility

Management, entschieden. Diese

Kooperation wurde seinerzeit dem

Kuratorium (in seiner Sitzung am

02. Dezember 2010) vorgestellt und

vom Gremium einstimmig gebilligt.

Neues VA-Büro (Foto: Ruppel)

Darüber hinaus wird es der Stiftung

Kloster Eberbach im Rahmen einer Kooperation gestattet, sich auf Hochschulveranstaltungen zu

präsentieren und Personal durch Kontakte zu Hochschulabsolventen zu werben. Ein Kollege hatte in

diesem Zusammenhang Gelegenheit einen Vortrag an der THM im Rahmen der Veranstaltung „Lehre

trifft Praxis“ zu halten und dort zur Kooperation Stiftung Kloster Eberbach/THM vorzutragen.

Zwischenzeitlich wurden bereits Teilprojekte abgeschlossen:

1. „Workshop zur Zieldefinition“ im Jahr 2010,

2. „Analyse der Betreiberverantwortung“ im Jahr 2011,

3. „Erarbeitung einer Dokumentationsrichtlinie“ im Rahmen des Teilprojektes „Ausschreibung, Auswahl

und Einführung eines CAFM-Systems (Computer-Aided Facility Management) im Jahr 2011,

4. Interimsmanagement zur Unterstützung des operativen Geschäfts ab 2011,

5. „Unterstützung bei der Ausschreibung und Einführung einer neuen IT-Infrastruktur“ im Rahmen

des Teilprojekts „Ausschreibung, Auswahl und Einführung eines CAFM-Systems“ im Jahr 2012,

6. Durchführung der im Rahmen der Betreiberverantwortung angestoßenen TÜV-Prüfungen für die

technischen Anlagen des Klosterensembels im Jahr 2012.

Auf den Bericht zu den laufenden Maßnahmen der Kooperation zwischen Stiftung und THM im hinteren

Teil des Berichtes von Herrn Georgi wird verwiesen. Darüber hinaus wurde im Rahmen des

Kooperationsprojektes eine Bachelor-Thesis der Studenten Sebastian Macho und Markus Hanuschik

zu alternativen Energieversorgungsvarianten für das Kloster Eberbach vorgestellt. Die Arbeit ist in

Folge einer Diplomarbeit zu den Energieverbräuchen im Kloster Eberbach aus dem Jahr 2010 entstanden

und hat Energie-Alternativen unter Berücksichtigung der Anforderungen der Denkmalpflege

geprüft. Die Thesis wurde im Rahmen einer Veranstaltung den an der Arbeit beteiligten Institutionen

(HMUELV, LfD, HBM, FKE) am 07. Dezember 2012 vorgestellt.


DAS JAHR 2012 IM RÜCKBLICK DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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Es fanden auch im Jahr 2012 regelmäßige Gremiensitzungen statt.

- 2x – Stiftungsvorstand

- 1x – Stiftungsaufsicht

- 1x – Abstimmungsgespräche zur Generalsanierung mit HMUELV, HBM und Stiftung

- 2x – Kuratoriumssitzung

- 2x – Geschäftsführungsklausur

Im Jahr 2012 gehörten dem Kuratorium an:

Frau Staatsministerin Lucia Puttrich, HMUELV - Vorsitzende

Herr Staatssekretär Mark Weinmeister, HMUELV – stellv. Vorsitzender

Herr Staatsminister Dr. Thomas Schäfer, HMdF

Herr Staatssekretär Ingmar Jung, HMWK

Herr Ministerialdirigent Werner Müller, HMWVL

Herr Geschäftsführer Dieter Greiner, Hessische Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach

Herr Bürgermeister Patrick Kunkel, Stadt Eltville

Frau Vizepräsidentin Pia Rosenkranz, Rheingauer Weinbauverband

Dem Vorstand gehörten an:

Frau Dr. Anna Runzheimer (Vorsitzende)

Herr Martin Blach, Geschäftsführender Vorstand

Verfasser:

Martin Blach,

Geschäftsführender Vorstand

Timo Georgi,

Stellvertretender Geschäftsführer

Die Kuratoriumsvorsitzende der SKE, Staatsminterin Puttrich (rechts) und

die deutsche Weinkönigin, Julia Bertram (links) (Foto: Martin)


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012:

Was wäre die Klosteranlage Eberbach im Rheingau ohne langjährig erfolgreiche Kulturformate und

einzelne neue und erfolgreiche Ideen. Die Gäste solcher traditionellen Veranstaltungen sind jung

geblieben. Und alljährlich fördern erfolgreich umgesetzte Premieren den Nachwuchs, denn unsere

Stammgäste werden immer häufiger durch junges Publikum ergänzt. Der Generationenwechsel verläuft

– zum Glück – recht fließend.

Im vergangenen Jahr veranstaltete die Stiftung Kloster Eberbach, in Kooperation mit einem lokalen

Veranstaltungstechnik-Unternehmen, ein modernes und vielversprechendes Projekt:

Die Premiere der „LUMOstory – Highlights der Geschichte“.

An zwei aufeinander folgenden Abenden waren Liebhaber des Klosters wie auch Liebhaber von

Lichtfestivals eingeladen, sich auf einem völlig neuen Weg der spannenden Klostergeschichte zu

nähern. Der Stiftung Kloster Eberbach gelang eine erfolgreiche Platzierung der Veranstaltung. Alle

anderen Beteiligten waren ebenso zufrieden, so zufrieden und überzeugt, dass eine Wiederholung

im Oktober 2013 vereinbart wurde. [Termin: 5. und 6. Oktober 2012]

Über diese Anfangsphase hinweg hat sich die Tradition

begründet, die festlichsten Tage im Jahr mit dem Kloster

Eberbacher Weihnachtskonzert einzuläuten. Zum 6.

Mal fand am 4. Adventssonntag ein stimmungsvolles

und erstmalig mit einem Jazz- und Gospelchor besetztes

Konzert im Laiendormitorium statt. Nicht zuletzt die vorausgehende

Kerzenführung mit Angelus-Geläut stimmt

die Konzertbesucher auf Weihnachten ein. Ganz wichtig

für den Erfolg der Sache scheinen aber auch die schlichte

Atmosphäre im Laiendormitorium und die gelungene

Werkauswahl zu sein. Das 6. Kloster Eberbacher Konzert

war mit etwa 650 zufriedenen Zuhörern ausverkauft und

eines der Highlights im Jahr 2012. [Termin: 23. Dezember

2012]

Demgegenüber zeichnete sich die erstmalige Zusammenarbeit

mit Hitradio FFH durch das Siegel „Kleinstes

Konzert der Welt“ aus. Der Radiosender veranstaltete

einen Exklusiv-Auftritt des Sängers „Der Graf“ (Bandna-

LUMOStory 2012 (Foto: Schwager)


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

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me „Unheilig“). Er hat viele Fans und einige Auszeichnungen vorzuweisen. Lediglich 60 FFH-Hörer

konnten exklusiv teilnehmen. Zudem wurde in der Basilika auf technische Hilfsmittel, abgesehen von

einer wunderbaren Illumination, weitgehend verzichtet. Das Presseecho und das Karteninteresse

waren überwältigend.

In diesem Format gehörte das Konzert

im Kloster Eberbach zu den

gefragtesten Veranstaltungen des

Radiosenders. Die Veranstaltung

wurde im Programm von Hitradio

FFH (2,6 Millionen Hörer am Tag

/ 524.000 Hörer pro Stunde gemäß

MA II 2012) intensiv durch

Trailer und Gewinnaufschaltungen

beworben. Das Kloster Eberbach

wurde über 40 Mal im laufenden

Programm erwähnt, was einem

Mediawert von mehreren Zehntausend

Euro entsprach. Des Weiteren

wurde die Veranstaltung auf

Werbung für „Unheilig“ im Kloster Eberbach auf www.ffh.de

der Website www.ffh.de (16 Millionen page impressions pro Monat) genannt und promotet. Das Logo

„Stiftung Kloster Eberbach“ wurde integriert und zur Dachmarken-Website „Kloster“ verlinkt. Damit

gehört die Veranstaltung der Band „Unheilig“ zu den in der Stiftungs-Historie am erfolgreichsten

beworbenen Konzerten. Der Ort Kloster Eberbach wurde somit unzähligen neuen Kundenkreisen

bekannt und dort beworben, was sich auch in den Besucherzahlen ausdrückte. [Termin: 27. November

2012]

Ausgehend von den Erfahrungen der vorhergehenden Foren-Veranstaltungen sprengte die Anziehungskraft

des in 2012 gewählten Veranstaltungsorts die bisher bekannten Dimensionen: Das Forum

„Frauen singen“, initiiert vom Verband der evangelischen Chöre in Hessen und Nassau, bietet vorrangig

christlichen Sängerinnen einen vielschichtigen Workshop an, der von Meditation, über Stimmbildung,

bis hin zum abschließenden Choral-Gottesdienst ein attraktives Programm bereitstellt. Waren

bisher rund 100 Teilnehmerinnen gekommen, konnte das Organisationsteam im Kloster Eberbach

ca. 450 Sängerinnen durch den Tag des Chorgesangs führen. Ein großer Tag für den Verband. Und für

die Stiftung schon allein deshalb, weil zudem alle Tagungsräume zahlungspflichtig belegt wurden.

[Termin: 2. Juni 2012]

Aber nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder erleben im Kloster Eberbach ganz besondere

Momente. Neben den kindgerechten Führungen [12 Kinderführungen von 5. Februar bis 9.


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

Dezember 2012], dem Vorlesebuch „Bonifaz, die Klostermaus“ und der familienfreundlichen Gastronomie

dürfte „Das Sams“ im vergangenen Jahr für helle Aufregung gesorgt haben. Das Netzwerk Leseförderung

Rheingau-Taunus e.V. beginn das 10. Lesefest und die Geschäftsführerin Sabine Stemmler

hatte es geschafft, den Autor der erfolgreichen Kinderbuchreihe „Das Sams“, Herrn Paul Maar, zu

einer Lesung im Laiendormitorium zu gewinnen. Auch hier konnten die Erwartungen hinsichtlich der

Zahl der Zuhörer deutlich überschritten werden. Gegenüber der anwesenden Presse und dem KIKA-

Fernsehteam präsentierte sich die Stiftung als regionaler Kooperationspartner der Initiative. [Termin:

2. September 2012]

Bei den Fachärzten der Allergologie ist der alljährliche Kongress im Kloster Eberbach ein fester Bestandteil

des Fortbildungsangebots. Die Veranstalter konnten 2012 wiederum ungefähr 800 Kongressteilnehmer

in den Tagungsräumen der Stiftung begrüßen. Wo sonst kann man im Hauptschiff

einer Basilika einen fundierten Abgleich mit dem Stand der Wissenschaft vollziehen. [Termin: 4. und

5. Mai 2012]

Pünktlich Ende Juni eröffnete das

Rheingau Musik Festival seine Jubiläums-Konzertsaison.

25 Jahre

hochwertigste Veranstaltungen,

25 Jahre ohne nennenswerte öffentliche

Förderung und 25 Jahre

erfolgreiche Werbung für Kloster

Eberbach. Das ist einen besonderen

Dank an den Intendanten Michael

Herrmann wert und lässt die

im Gesamtprogramm genannten

Zahlen nochmals besonders nachwirken:

über 2 Millionen Besucher,

fast 50.000 beteiligte Musikern,

Ein Beispiel diverser Filmberichte (Foto: Hessischer Rundfunk)

fast 3.000 Konzerte. Auch wenn lediglich

26 der insgesamt über 150

Spieltermine 2012 im Kloster Eberbach realisiert wurden, hatten es Michael Herrmann und das Festivalbüro

wieder geschafft, zahlreiche Künstler, Dirigenten und Orchester von Weltruf ins Kloster Eberbach

einzuladen. Parallel unterstützen Medien wie der Hessische Rundfunk, das Deutschland Radio

und der WDR mit Live-Übertragungen und Mitschnitten die Verfügbarkeit der gespielten Musik für ein

breites und länderübergreifendes Publikum. Der Hessische Rundfunk fördert und erwähnt Kloster

Eberbach bei allen Übertragungen und Berichten. Zum einen ist dabei zu spüren, wie die Basilika, der

Kreuzgarten, das Hospital und das Laiendormitorium die internationalen Künstler inspirieren, zum


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

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anderen wird ebenso deutlich, dass man als Zuhörer erst richtig begeistert sein kann, wenn man

Vorort und damit Teil des Ganzen ist.

Für die Stiftungsleitung ergibt sich bei den Konzerten, Empfängen oder den Medienübertragungen

immer wieder die Chance den Ort Kloster Eberbach zu vermarkten. Ob als Redner oder Interviewpartner

– stets werden die Interessen

des Klosters gefördert. Dass

dies so partnerschaftlich möglich

ist, ist ein weiterer Verdienst von

Michael Herrmann und seinem

Team. [Termine: Eröffnungskonzerte

23. und 24. Juni 2012,

Abschlusskonzert 1. September

2012]

Ist Kloster Eberbach als Konzertspielstätte

über-regional bekannt,

so kann das Weinkloster Eberbach

Weingenuß im Kloster (Foto: Hintenberger)

im Rheingau wohl einen übernationalen

Bekanntheitsgrad beanspruchen.

Der Repräsentation des Jahrhunderte alten Handwerks wird denn auch viel Platz in Kommunikation

und Dokumentation, aber auch in der sinnlichen Wahrnehmung eingeräumt.

Das Weingut Kloster Eberbach ist einer der Markenpartner der Stiftung und wirbt auf etwa 2 Millionen

Weinflaschen für die ehemaliger Zisterzienserabtei und deren herausragende Weinbaukunst. erlebbar

wird diese besondere Tradition mit einem Blick in die Schatzkammer, deren älteste Flasche aus

dem Jahr 1706 stammt, und bei den Frühjahrsweinversteigerungen [Termin: 25. Februar 2012].

Ebenso natürlich in Verbindung mit dem VDP Rheingau [Termin: Herbstweinversteigerung 22.

September 2012] und mit dem VDP Deutschland [Termin: Erste Lage Präsentation 23. September

2012], deren Veranstaltungen auch in 2012 sehr erfolgreich verlaufen sind.

Der Rheingauer Weinbauverband nutzte Kloster Eberbach zur Veröffentlichung seiner Einschätzung

hinsichtlich der abgeschlossenen Weinlese [Termin: 5. Oktober 2012] und für das Fotoshooting

der 21. Rheingauer Weinkönigin [Termin: September 2012].

Eine besonders große Publikumswirkung erreicht jedes Jahr die Weinmesse „Weingenuss im Kloster

– Landes Wein- und Sektprämierung“. Professionell beworben und attraktiv terminiert, eröffnet sich

einem Weinliebhaber im Laiendormitorium ein enormes Genussspektrum. So verwundert es auch

nicht, wenn im Tagesverlauf bis zu 1.000 Gäste erwartet und gezählt werden. [Termin: 27. Oktober

2012]

Zum hochwertigen Wein gehört auch ein hochklassiges Speisenangebot. Eine Vorstellung, die die Or-


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

ganisatoren der Riesling-Gala seit

Jahren erfolgreich in die Realität

umsetzen. [Termin: 11. November

2012]

Die Stiftung Kloster Eberbach ist

Eigentümerin einer für den gesamten

Rheingau historischen und aktuell

bedeutsamen Liegenschaft.

So verwundert es nicht, dass sie

sich als fester Bestandteil der regionalen

Kultur und des öffentlichen

Lebens im Rheingau versteht.

Zeichen der Verbundenheit sind Blick auf den Südkopfbau des Konversenbaus (Foto: Palmen)

sicherlich Kooperationen, wie die

mit der Stadt Eltville bei der Ausrichtung des Neujahrsempfangs im Laiendormitorium [Termin: 22.

Januar 2012], und die Unterstützung weiterer, etablierter Veranstaltungen.

So freut sich die Stiftung alljährlich auf Veranstaltungen wie das Rheingau Gourmet Festival [Termin:

26. Februar 2012] oder die Großen Konventstage des bundesweit organisierten Rheingauer Weinkonvents

[Termin: 9. Juni 2012].

Mit direkter oder indirekter Ausstrahlung in den Rheingau und darüber hinaus in die Rhein-Main-

Region fand im Laiendormitorium die wunderbar ausgestattete und inhaltlich attraktiv gestaltete

Vertreterversammlung anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Rheingauer Volksbank eG statt

[Termin: 16. Mai 2012]. Ebenso positiv dürfte der „Sommerabend der Wirtschaft“ auf Einladung

der Verlagsgruppe Rhein-Main bei idealen sommerlichen Temperaturen im Laiendormitorium und

im Freien vor dem Gästehaus bei allen Teilnehmern angekommen sein [Termin: 21. Juni 2012].

Die Leserschaft kennt uns jedenfalls: Eine Themenführung zum Film „Der Name der Rose“ wurde im

Rahmen der „Supersommer“-Aktion beworben und war zweimal ausgebucht [Termine: 4. Juli und

1. August 2012].

Ein Novum war die Zusammenarbeit mit Hessen-Forst, deren Fachabteilung erstmalig eine offizielle

Hundeprüfung in und um Kloster Eberbach herum durchführte [Termin: 17. August 2012].

Eine weitere, wesentliche Verbindung zum Rheingau-Taunus und auch darüber hinaus stellen die

Gottesdienste im Kloster Eberbach dar. Aufgrund der sicherlich noch winterlichen Innenraumtemperaturen

(Basilika) immer eine Herausforderung und gleichzeitig ein Stück Authentizität ist der Ostergottesdienst

der Evangelischen Kirche Mittelheim [Termin: 8. April 2012]. Erstmalig zu Gast war

die Anglican Episcopal Church of Christ the King aus Frankfurt am Main, deren Vertreter im Kapitelsaal

einen Gottesdienst abhielten [Termin: 26. Mai 2012]. Auch zum ersten Mal, organisierten die


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

18

-

19

Rheingauer Pfarreien der katholischen Kirche einen zentralen Pfingstgottesdienst in der Basilika und

luden alle Gemeindemitglieder anschließend zu einem Umtrunk ins Mönchsdormitorium ein [Termin:

27. Mai 2012]. Das schon erwähnte Forum „Frauen singen“ bot in der Basilika eine weitere

Gelegenheit zur Kontemplation [Termin: 2. Juni 2012]. Eindrucksvoller Abschluss eines jeden Zisterzienser-Tages

ist das Choral-Hochamt, zu dem regelmäßig Vertreter des Zisterzienserklosters Marienstatt

in Basilika nach Eberbach kommen [Termin: 26. August 2012]. Der zentrale Gottesdienst

des Evangelischen Dekanats Bad Schwalbach ist ebenso Tradition [Termin: 9. September 2012]

wie die alljährliche Hubertusmesse

des Rheingauer Jagdverbands

[Termin: 4. November 2012]

und der Gottesdienst anlässlich

der Erntedankfeier der Rheingauer

Winzer [Termin: 2. Dezember

2012]. Insgesamt wurde im Jahr

2012 in 8 Gottesdiensten der besonderen

Spiritualität des Ortes

entsprochen.

Abgesehen von 7 Vortragsveranstaltungen

[Termine: 17. März

bis 30. November 2012], der Organisation

des Zisterzienser-Tags

Kreuz in der Basilika (Foto: Hintenberger)

[Termin: 26. August 2012] und den vereinsinternen Sitzungen konnte der Freundeskreis Kloster

Eberbach e.V. nach dem aufregenden Jubiläumsjahr 2011 neue Ideen entwickeln. Von besonderem

Interesse waren die Präsentation einer wissenschaftlichen Sichtung der Unterlagen zum Thema

„Historische Wasserführung“ (Dr. Liebert) [Termin: 17. März 2012] und die filmische Dokumentation

der mehrtägigen Bildungsreisen nach Süd- und Nordböhmen in den Jahren 2010 und 2011 (Hr.

Prager) [Termine: 9. und 30. November].

Herr Dr. Liebert erarbeitete im Auftrag der Stiftung und des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

eine wissenschaftliche Dokumentation zur „Wasserführung im Kloster Eberbach“. Diese soll in den

kommenden Monaten auch publiziert werden.

Zu den Angeboten der Academie Kloster Eberbach zählten 2012 die wöchentlich mittwochs terminierten

Meditationen [Termine: 39 Veranstaltungen von 4. Januar bis 19. Dezember 2012]

und 16 weitere mit einem Vortrag verbundene Fortbildungsveranstaltungen [Termine: 11. Januar

bis 5. Dezember 2012]. Die Eberbacher Impulse thematisieren die Ethik in Wirtschaft und Gesellschaft;

darunter sind Veranstaltungen wie „Sterben, um zu leben …“, „Christlich glauben – was

bringt’s?“ oder „Wahre Hoffnung in unsicheren Zeiten“ hervorzuheben. Zusätzlich bietet die Acade-


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

mie Kloster Eberbach hochkarätig besetzte Führungskräfteseminare an.

Die IRE|BS Immobilienakademie ist weiterhin ein wichtiger Kooperationspartner der Stiftung und

stellt mit mehr als 150 Raumbuchungen pro Kalenderjahr den größten Einzelkunden der Stiftung

Kloster Eberbach dar. Bei den zahlreichen Immobilienkonventen besteht für die Stiftung immer die

Möglichkeit sich attraktiv zu platzieren [Termine: 9. Januar bis 18. Dezember 2012].

Beim Arbeitskreis Kloster Eberbacher Konzerte e.V. übernahm Prof. Martin Lutz, Schiersteiner Kantorei,

den Vorsitz vom Gründer und langjährigen 1. Vorsitzender Carl Witzel. Wiederum wurden 10

Spieltermine im Laiendormitorium

oder in der Basilika erfolgreich

durchgeführt, die vor und nach der

Saison des Rheingau Musik Festivals

einen gelungenen Übergang

zu den fast konzertfreien Monaten

im Winterhalbjahr herstellen [Laufzeit:

13. Mai bis 30. September

2012]. Die Konzerte boten kammermusikalische

Auftritte, die vielschichtige

Präsentation der Chöre

des Rheingauer Sängerkreises

und mehrere Großereignisse, die

Braut im Laienrefektorium (Foto: Mechler)

seitens der Schiersteiner Kantorei

(„Saul“, Oratorium, G. F. Händel)

und der Opera Classica Europa („Gala-Abend der Klassik“) eigenständig organisiert wurden. Neu war

„Eine kleine Nachtmusik“, die als kulinarisches Kammerkonzert im Mönchsrefektorium konzipiert

wurde.

Mit Blick auf das Jubiläum „200 Jahre Psychiatrie“ im Jahr 2015 arbeitet die Stiftung Kloster Eberbach

seit 2011 in einem hochrangig besetzten Veranstaltungsausschuss der Klinik VITOS Rheingau mit. In

2012 wurden das Jahresprogramm terminlich grob bestimmt und die im Festjahr benötigten Veranstaltungsorte

(Eröffnung, Festakt) datumsgenau und räumlich im Kloster Eberbach fixiert [Termine:

23. Januar und 23. Juli 2012].

Der Hochzeitsservice im Kloster Eberbach hat sich in Verbindung mit den Gastronomiebetrieben

weiter positiv entwickelt und erfreut sich ganzjährig einer regen Nachfrage [Termine: ca. 160

Raumbuchungen von 2. Februar bis 21. Dezember 2012]. Auch die Terminierung durch das

Standesamt Eltville ist nun eingespielte Praxis und ist bei den Brautpaaren weitgehend bekannt. Als

kleine Aufmerksamkeit erhalten unsere Brautpaare zum ersten Hochzeitstag eine Kloster-Eberbach-


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

20

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Glückwunschkarte.

Mit der Besetzung der Position „Brandschutzbeauftragter“ konnte in 2012 ein belastbares und regelgerechtes

Konzept für das erfolgreiche Veranstaltungsprodukt „Kerzenführung“ entwickelt werden.

Daraus geht eine maximale Teilnehmerzahl und ein strikt einzuhaltender Rundweg durch die Klosterklausur

sowie eine Beschreibung weiterer, zwingend zu beachtender Rahmenbedingungen hervor.

Eine Konzeption, die in enger Abstimmung zwischen Veranstaltungsbüro, Gebäudetechnik, Verein

der Eltviller Gästeführer e.V. und

Klosterkasse zustande kam [Termine:

22. Januar, 1. November

und 23. Dezember 2012].

Das Produkt „Musikalische Schlenderweinproben“

kombiniert in einzigartiger

Weise einen fachlich geführten

Rundgang mit Erlebnissen

aller fünf Sinne. Kein Wunder also,

wenn dies beim Publikum gut ankommt.

Modern und auch fremdsprachigen

Gruppen offen deutet

sich die Veranstaltung „Jazz Wine

History“ an, die im vergangenen

Kerzenführung im Kloster Eberbach (Foto: Oppitz)

Jahr viermal stattfand [Termine:

23. März bis 12. Oktober 2012]. Eine Blechbläser-orientierte Variante wird sich in 2013 vor allem

an die englischsprachigen US-Amerikaner des neuen Headquarters in Wiesbaden wenden.

Völlig neu, und gut nachgefragt, war das Produkt „Glühweinführung“, welches mit der Unterstützung

des Dachmarkenpartners, der Gastronomiebetriebe Kloster Eberbach, möglich gemacht wurde. Trotz

spontaner Präsentation konnten in 2012 bereits 5 „Premieren“-Veranstaltungen gebucht und durchgeführt

werden [Termine: 28. November bis 22. Dezember 2012].

Nach dem großen Erfolg im Jubiläumsjahr 2011 war klar, dass die erreichten Besucherzahlen nicht

wieder zu erreichen sein werden. Dennoch hat die Vorführung des Kinowelterfolgs „Der Name der

Rose“, den Bernd Eichinger zusammen mit Jean-Jacques Annaud im Winterhalbjahr 1985/1986 u.a.

im Kloster Eberbach produzierte, seine feste Anhängerschaft. Dies unterstützte die Stiftung durch

die Einladung von regionalen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, von wichtigen Netzwerkkontakten

und Kunden der Institution. Die Veranstaltung war mit 600 Besuchern erneut ausverkauft

[Termin: 8. September 2012].

Im Bereich der Büroorganisation konnte der Einsatz der Branchensoftware (Reservierungen) weiter

ausgebaut und mit der Buchhaltung vernetzt werden. So kann das Veranstaltungsmanagement aktiv


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

auf aktuelle Umsatzzahlen reagieren und den tagtäglichen Betriebsablauf konsequent nachsteuern

und der Geschäftsleitung verlässliche, transparente Zahlen an die Hand geben, um die beste Entscheidung

zum Wohle der Stiftung vorbereiten und fällen zu können.

Ergänzt werden müssen derzeit noch aktualisierte Bestuhlungspläne, die nach ihrer Genehmigung in

eine Datenbank abgelegt werden, auf die unsere Kunde passwortgeschützt über die Website www.

kloster-eberbach.de zugreifen können.

Da die Zertifizierung als „Qualifizierter Servicebetrieb“ eine jährliche Überprüfung vorsieht, hat sich

die Stiftung Kloster Eberbach im Rahmen der Aktion ServiceQualität Deutschland erkannter Herausforderungen

angenommen und einen neuen Maßnahmenplan für das dritte Jahr aufgestellt.

Im vergangene Jahr standen den Tagesbesuchern insgesamt über 300 Regelführungen in deutscher

Sprache zur Verfügung, um gemeinsam mit einem der Eltviller Gästeführer das Kloster für sich zu

entdecken [Termine: 1. Januar bis 30. Dezember 2012]. Den zahlreichen internationalen Gästen

stehen für Gruppenveranstaltungen fremdsprachige Gästeführer (englisch, finnisch, französisch, italienisch,

niederländisch, schwedisch und spanisch) zur Verfügung. Zusätzlich sind an der Klosterkasse

Besucherfaltblätter in verschiedenen Landessprachen erhältlich. Die Audioführung wurde in 2012

redaktionell überarbeitet und wird alsbald neu aufgenommen, sodass im Jahr 2013 ein zeitgemäßes

Medium (MP3-Player) und eine attraktivere Textfassung zur Verfügung stehen wird.

Abgesehen von den oben schon genannten musikalischen Weinführungen gelten die Geschenkgutscheine

für eine der „Offenen Weinproben“ als wertiges Präsent und gern gesehene Einladung, das

Kloster wieder einmal zu besuchen. Seit 2002 veranstaltet die Stiftung Kloster Eberbach, anfänglich

Freitags-Weinproben genannt, Schlender- und Traditionsweinführungen, an denen auch einzelnen

Personen teilnehmen können. Aktuell wurden im Jahr 2012 insgesamt 30 „Offene Weinproben“

durchgeführt [Termine: 16. März

bis 21. Dezember 2012].

Besonders die Traditionsweinprobe,

eine Mischung aus Klosterführung

und Weinseminar erfreut sich

auch bei Firmen- und Privatveranstaltern

stetiger Beliebtheit [12

Termine von 12. Januar bis 6.

November 2012].

Musikalische Schlenderweinprobe (Foto: Schellschmidt)

Neu und doch ein vermeintlich „alter

Hut“: In der Saison 2009/2010

die einfachste Weinführung im Programm

von „Cabinetweinprobe“ in


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

22

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Eberbacher Rieslingprobe“ umbenannt, um den Begriff „Cabinet“ bzw. „Kabinett“ frei zu machen.

Jetzt, 2012, präsentiert die „Offene Kabinettkellerprobe“ ein hochklassiges, neues Konzept. Die historischen

Ursprünge des Kabinett-Prädikats werden mit der modernsten Kellereitechnik verbunden.

Start ist eine Besichtigung des Klosters und des dortigen Cabinetkellers. Entlang des Bernhardus-

Pfads führt dann der Weg auf die Domäne Steinberg und hinein in die Steinbergkellerei. Geschmacklich

wird der Bogen durch die Verkostung einer Auswahl von Premium-Weinen des Weinguts im Kloster

und in der neuen Kellerei gespannt. Eine erfolgreiche Premiere lies großes Potential erkennen

[Termin: 30. Juni 2012].

Doch Weinliebhaber scheinen auch Musikliebhaber zu sein, denn immerhin 21 Weinführungen wurden

im zurückliegenden Jahr mit einem zusätzlichen Kurzkonzert abgeschlossen [Termine: 16. Januar

bis 12. Dezember 2012].

Weiterhin präsentiert sich die Stiftung Kloster Eberbach im sozialen Netzwerk Facebook (www.facebook.com/klostereberbach).

Im Jahresverlauf konnten als 1.300 neue Netzwerkmitglieder als so

genannte follower begrüßt werden. Zum Jahresende bekundeten fast 2.400 Mitglieder ihre Freundschaft.

Es sei der Vergleich gestattet: Rheingau Musik Festival ca. 1.900 follower, Mathematikum

Gießen ca. 3.600 follower. Da der Facebook-Auftritt auch mit dem Nachrichtendienst twitter (www.

twitter.de / KlosterEberbach) verbunden ist, können sich über diesen Kanal momentan über 100

Interessierte informieren lassen. Im Vergleich (Facebook): Kölner Dom = 78.000 Follower, Stadt Wiesbaden

= 19.000 Follower, Opel Zoo = 4.400 Follower, Kloster Andechs = 2.700 Follower, Kloster Maulbronn

< 1.000 Follower, Hessenpark


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

Stimmungen und langfristige Planungen der Kulturschaffenden in Wiesbaden kennenzulernen und

sich einbinden zu lassen bzw. als quasi Außenstehender wertvolle Impulse zu liefern. [Termin: 2.

Februar bis 25. September 2012]. Im erstmalig durchgeführten Wettbewerb „Tourismuspreis

Wiesbaden Rheingau-Taunus“ wurde die von der Stiftung eingereichte Idee „www.erlebnisrallye.

info“ als besonders aussichtsreich und entwicklungsfähig lobend hervorgehoben [Termin: Preisverleihung

28. Februar 2012].

Die Marketingaktivitäten der Stiftung scheinen aber immer wieder Früchte zu tragen. Auch scheinen

alle „Freunde von Kloster Eberbach“ akzeptieren zu können, scheinen es eventuell sogar zu schätzen,

dass die Stiftung mit geringen finanziellen Mitteln, mit einer dünnen Personaldecke, aber eben

mit vielen, neuen Ideen versucht, die breite Öffentlichkeit von ihren Angeboten und Leistungen zu

überzeugen.

Dazu zählt sicher auch die Beteiligung der Stiftung an

den Aktionen der Familienkarte Hessen. Das Ausflugsziel

Kloster Eberbach“ konnte zudem im Rahmen des Familienfests

auf dem Opel-Werksgelände wieder in einem

eigenen Stand präsentiert werden [Termin: 11. August

2012].

In Sachen „Kunstausstellung“ ergab sich die Gelegenheit

mit der Galerie Scheffel aus Bad Homburg eine hochrangig

besetzte Sammlung in den Freianlagen als Saisonausstellung

zu präsentieren. Wie in einem Skulpturenpark

wurden die ausgewählten Werke von Magdalena Abakanowicz,

Laura Ford, Nigel Hall, Kenny Hunter, David Nash,

Jaume Plensa und Hans Steinbrenner von Mai bis Oktober

2012 in den südlichen Gartenflächen und im Prälatengarten

gezeigt. Zudem fand eine gesonderte Führung

für die „Freunde der Blickachsen Bad Homburg“ statt

[Termin: 12. September 2012].

Ausstellung der Galerie Scheffel

(Foto: Georgi)

Wiederum mit hohem Besucherzuspruch und attraktiven

Ausstellern begeisterte das Ehepaar Neitzer beim 17. Internationalen

Ostereiermarkt im Laiendormitorium [Termin: 3. Und 4. März 2012]. Familie Neitzer

dokumentiert, dass auch traditionelle Veranstaltungen weiterhin vom internationalen Publikum intensiv

genutzt werden.

Zur Kulturpflege gehört auch die Prüfung und Gestattung von Ausstellungsanfragen einzelner Künst-


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

24

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ler oder von Sammlern. Über den Jahreswechsel hinweg zeigte die Stiftung eine durch die Stadt

Hanau ermöglichte Fotosammlung zum Thema „Alter und Liebe“ [Barock-Etage, Dauer: bis 4. Januar

2012]. Anja Zimmermann präsentierte unter dem Titel „Strukturen“ eine interessante Auswahl

ihres Schaffens [Barock-Etage, Termine: Vernissage 13. Januar 2012, Dauer 15. Januar bis

5. Februar 2012]. Weiterhin war

zum wiederholten Mal der Deutsche

Freundeskreis Weinetiketten-

Sammler in Kooperation mit einem

Rheingauer Postkartensammler in

der Barock-Etage zu Gast [Termine:

Vernissage 13. April 2012,

Dauer: 13. April bis 28. Mai

2012]. Mit „Kraft der Farbe“ und

einer gelungenen Vernissage [Termin:

12. 1. Juni 2012] erreichte

Maria Klegraf eine eindrucksvolle

Zahl an Kunstinteressierten [Barock-Etage,

Dauer: 1. Juni bis

Fotoausstellung auf der Barocketage (Foto: Wallfarth)

15. Juli 2012]. Zeitgleich präsentierte

die Hofheimer Künstlerin Loran

Hughes-Sachs eine Auswahl an Skulpturen und Bildern auf der Empore der Vinothek [Dauer: 1.

Juni bis 31. Juli 2012]. Inspiriert durch die oben schon erwähnte Forumsveranstaltung der evangelischen

Chöre stellte Yvonne Monsees in den Südkapellen ihre Ausstellung „Eberbach – Blickwinkel“

den Tages- und Konzertbesuchern vor [Dauer: 2. Juni bis 30. August 2012].

Der Drehort „Kloster Eberbach“ wird nicht aktiv beworben, aber selbstverständlich auf der Website

in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Hier ist die Auflistung im Kloster Eberbach hergestellter Produktionen

ebenso zu finden, wie der Verweis auf die Notwendigkeit terminlicher, inhaltlicher und

rechtlicher Absprachen für private, besonders aber für gewerbliche Aufnahmen. Ein Muster unseres

Gestattungsvertrags steht zum Download bereit, sodass Interessierte ihre Planung konkret vorbereiten

und uns die wesentlichen Informationen zur Prüfung vorlegen können.

Ganz auf den Klang und die besondere Raumakustik zielten die Tonaufnahmen von Armin Reuss ab.

Er spielt solistisch Querflöte und ist ganz fasziniert vom Mönchsdormitorium [Termin: 15. Oktober

2012].


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

Fazit

Der Tagungsort Kloster Eberbach und auch das Ausflugsziel Kloster Eberbach profitieren ganz enorm

von der großen Varianz dieser historischen und doch so modernen Liegenschaft. Seien es die vielen

Optionen, eine erinnerungswürdige

Veranstaltung zu realisieren, seien

es die zahlreichen Facetten des

kulturellen Gesamtangebots oder

seien es die etablierten und geschätzten

Standards Offenherzigkeit,

Kreativität und Qualität. Alles

zusammen ist etwas ganz Besonderes

und wird auch von unseren

Gästen genauso wahrgenommen.

Die Kulturpflege der Stiftung Kloster

Eberbach ist Garant für ein vertretbares

Stück Risikobereitschaft,

Film-Produktionsort Kloster Eberbach (Foto: Thiels)

wenn es um das Ausprobieren von

neuen Ideen geht. Die Kulturpflege

sieht sich als Wahrer regionaler Traditionen und als Träger gesellschaftlicher Aufgaben.

Weiterhin bleibt, gerade im Hinblick auf zusätzliche und ungedeckte Kosten, der Aufwand für die professionelle

und bedarfsgerechte Organisation der Verkehrssituation ein außerordentlich hoher Posten

im Wirtschaftsplan. Die verkehrsgünstige Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet und den Frankfurter

Großflughafen erleichtert zwar die Erreichbarkeit, die Vorort fehlenden Parkplatzkapazitäten

in der Hauptsaison bremsen dann allerdings vorrangig an den Wochenenden und im Rahmen von

großen Veranstaltungen die Euphorie unserer Gäste. Immerhin konnte der erstmalig für die Sommersaison

beauftragte, professionelle Parkplatzdienst allen zeigen, dass die Stiftung Kloster Eberbach

und die beteiligten weiteren Institutionen (Dachmarkenpartner und Mieter) sich nach Kräften bemühen.

Ein Bemühen, das im vergangenen Jahr viel positives Feedback erzeugte und maßgeblich zur

Kundenzufriedenheit beitrug.

Die Website, der Newsletter und der Parkplatzdienst sind gemeinsame Projekte der Dachmarke Kloster

Eberbach. Und der Erfolg dieser Kooperationen ist überdeutlich. So war es an der Zeit, im Dezember

2012 einen gemeinsamen Ausblick auf die „Highlights 2013“ zu geben.

Die Kulturpflege der Stiftung Kloster Eberbach und die darin zusammengefassten Veranstaltungen

in unterschiedlichsten Räumen des Klosters Eberbach erfordern ein intensives, persönliches Engagement

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch das vorbehaltlose und konstruktive Zusam-


Stiftung Kloster Eberbach – Kulturpflege im Jahr 2012

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menarbeiten der Festangestellten mit den Teilzeitkräften und zahlreichen Geringfügigbeschäftigten

ermöglicht erst den ganzjährigen 7-Tage-Betrieb. Das Verhältnis zwischen Erfüllung des dazu nötigen

Pensums und dem wirtschaftlichen Ergebnis sprechen eine deutliche Sprache.

Herzlichen Dank!

(Zusammengestellt von Michael Palmen)

Luftbildaufnahme Kloster Eberbach, Ansicht vom Rhein (Foto: Heibel)


BERICHT ZU DEN SANIERUNGS- UND BAUMAßNAHMEN

Aktivitäten der Kooperation Stiftung Kloster Eberbach und Technische Hochschule Mittelhessen

zum Aufbau eines professionalisierten Facility Management

Seit dem Jahr 2010 arbeitet die Stiftung Kloster Eberbach mit der Technischen Hochschule Mittelhessen

bzw. der Transmit GmbH zum Aufbau eines professionalisierten Facility Management für

das Kloster Eberbach zusammen. Zur Koordinierung und Abstimmung der vielseitigen Aufgaben

im Rahmen des Projekts wurde ein Lenkungsausschuss (bestehend aus Stiftung (SKE), Technische

Hochschule Mittelhessen (THM), Landesamt für Denkmalpflege (LfD) und der International Real Estate

Business School (IREBS)) implementiert. Die Sitzungen des Lenkungsausschusses fanden am 11.

Januar 2012 und 25. Juli 2012 statt.

Aus dem seitens der Stiftung prioritär eingestuften Projekt „Betreiberverantwortung“ sind auch unaufschiebbare

Sofortmaßnahmen im Jahr 2012 notwendig geworden:

1. Analyse der Facility-Risiken hinsichtlich brandschutztechnischer Anlagen, lüftungstechnischer Anlagen

und Elektroanlagen durch den TÜV (es wurde eine Liste zur Erledigung von Mängelpunkten

priorisiert, die voraussichtlich bis Ende 2014 abgearbeitet sein werden),

2. Neuausrichtung der IT-Infrastruktur (Hard- und Software) der Stiftung hinsichtlich Datensicherheit,

Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und Grundlagenschaffung für die Implementierung eines

CAFM-Systems (Computer-Aided Facility Management),

3. Implementierung einer AG Archiv zur Erfassung aller Daten- und Dokumentationsbestände der

durchgeführten Baumaßnahmen bzw. baulichen Klostergeschichte (diese finden Einfluss in das

CAFM-System).

Strategische Maßnahmen 2013-2014

Betreiberverantwortung

• Überarbeitung der Stellenbeschreibungen

• Entwicklung standardisierter Leitungskataloge

• Erstellung standardisierter Arbeits- und Verfahrensanweisungen

AG Archiv, CAFM-System, GLT und Datenschutzbeauftragter

• Digitalisierung und Zusammenführung der vorhandenen Daten- und Dokumentenbestände

• Ausschreibung der notwendigen IT-Infrastruktur, um eine sichere und langfristige Datenvorhaltung zu gewährleisten

• Optimierung der Verfügbarkeit, Einheitlichkeit, Transparenz, Aktualität und Verwendbarkeit von Informationen

• Unterstützung bei der Einführung einer GLT

• Gewährleistung der Rechtskonformität im Umgang mit Daten des Betriebs

Controllingstrukturen / Vertragsmanagement

• Unterstützung bei der Einführung und Anwendung von Controlling-Instrumenten (Benchmarking, Balanced Scorecard,

Lebenszyklus- und Prozesskostenrechnung, …)

• Aufbau eines professionellen Controllings

Wissenschaftliche Begleitung

• Wissenschaftliche Begleitung zur Umsetzung der formulierten und verabschiedeten Maßnahmen

UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES

Prof. Dr. Frank Ehrenheim 12

Anstehende Maßnahmen 2013/2014


BERICHT ZU DEN SANIERUNGS- UND BAUMAßNAHMEN

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Neben diesen prioritären Maßnahmen wurde im Rahmen des Gesamtprojekts eine Vielzahl von operativen

Maßnahmen angestoßen, die zu einem wirtschaftlichen Betrieb der Anlage unabdingbar sind:

- Standardisierung und Abschluss von Wartungsverträgen für die mehr als ca. 1.300 technische

Anlagen,

- Kontinuierliche Abnahme von Baumaßnahmen durch die Stiftung anhand eines internen

Abnahmeprotokolls,

- Aufbau eines Baustoff- und Materialkatalogs,

- Aufbau eines Firmenpools (Rahmenverträge),

- Erstellung von CAD-Plänen (computer-aided design) ,

- Bauphysikalisches Monitoring von kritischen Flächen als Teilbetrag zum Erhalt der Liegenschaft,

- Datenpflege der technischen Anlagen gemäß der Dokumentationsrichtlinie

in Abstimmung mit der THM,

- Gefährdungsbeurteilung unter Arbeitsschutzaspekten,

- Einführung des kaufmännischen Rechnungswesens zum 01.01.2012

mit FM-Controlling-Strukturen aus Kostentransparenzgründen

Die Umsetzung dieser vorgenannten Projekte geschieht parallel zum laufenden Geschäftsbetrieb.

Eine von zahlreichen undichten Trockenleitungen während der

TÜV-Prüfung – Bild: Michael Struth


BERICHT ZU DEN SANIERUNGS- UND BAUMAßNAHMEN


BERICHT ZU DEN SANIERUNGS- UND BAUMAßNAHMEN

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Generalsanierungs-Baumaßnahmen in 2012

Sanierung der Außenanlagen

Die Fertigstellung des Parkplatzes „Schmidtgarten“ wurde vor dem Rheingau-Musik-Festival weitestgehend

abgeschlossen. Das verwendete Basaltpflaster zeigt Haarrisse und wurde seitens des

Hessischen Baumanagement gegenüber dem Auftragnehmer angezeigt. Die Situation wird über die

Wintermonate 2012/2013 beobachtet und hiernach werden ggfs. weitere rechtliche Schritte geprüft.

Darüber hinaus haben sich auf den im Jahr 2007/2008 errichteten Pflasterflächen Mängel in Form

von Rissen, Ausblühungen, Abplatzungen, Abwitterungen, sowie Aus- und Abbrüche gezeigt. Da diese

Mängel auf der gesamten Muschelkalk-Pflasterfläche anzutreffen sind, wurden entsprechende

juristische Schritte veranlasst.

Fertigstellung Parkplatz Schmidtgarten im Juni 2012 (Foto: Bremser)

Sanierung der Klostermauer

Die Sanierung der Klostermauer schreitet im Bereich Pfortenhaus bis Zufahrt Ostparkplatz (Mauer

10) voran. Bis zum Juni 2013 sollen die Baumaßnahmen in diesem Bereich abgeschlossen sein.

Sanierung der Hospitalbauten

Die bereits im letztjährigen Bericht genannten Feuchtigkeitsschäden sind nach wie vor ein akuter

Baumangel. Die Sanierungsarbeiten sind im Bürobereich vorangeschritten. Der hierfür notwendig

gewordene Umzug der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mieters wurde seitens der

Stiftung durch Optimierung der nutzbaren Büroflächen auf dem Klostergelände sichergestellt.

Seitens des Hessischen Baumanagement wurde versucht eine einvernehmliche Lösung zur Beseitigung

des Baumangels zu erzielen. Diese Bemühungen sind jedoch erfolglos geblieben. Zur Wahrung

der Mangelbeseitigungsansprüche gegenüber den ausführenden Planungsbüros und Firmen wurde

ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus wurde im Bereich der Vinothek eine Klimatisierung

eingebaut.

Ganzheitliches Brandschutzkonzept

Im Rahmen der Umsetzung des ganzeinheitlichen Brandschutzkonzepts wurden weitere, für den

Betrieb der Anlage zwingend erforderliche, Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Insbesondere die

konstruktive Zusammenarbeit des Bereichs Gebäudetechnik der Stiftung Kloster Eberbach mit dem

Hessischen Baumanagement und dem zuständigen Planungsbüro ist hierbei hervorzuheben.


BERICHT ZU DEN SANIERUNGS- UND BAUMAßNAHMEN

Neues Krankenhaus

Die vorbereitenden Aufgaben (z.B. baurechtliche Genehmigung der aufwendigen Einhausung, Abstimmung

mit der Denkmalpflege) wurden im Rahmen der regelmäßigen Planungsrunden erledigt,

so dass die ausführenden Arbeiten im Januar 2013 beginnen.

Historische Denkmäler und Kanäle

Im Hinblick auf die Kostenermittlung wurden zunächst der Verlauf und die Lage der historischen

Kanäle festgestellt. Hierzu wurden mittels Befahrung mit einer Radarsonde Anhaltspunkte für den

Verlauf der Kanäle gesucht, welche dann überprüft und durch das Vermessungsbüro in das Kartenmaterial

übertragen worden sind.

Nach Feststellung der Lage und des Umfangs des Leitungssystems werden jetzt verschiedene Lösungsansätze

zur Sicherung der Kanäle untersucht und überprüft, ob im Kostenansatz die Forderungen

des Denkmalschutzes und der Verkehrssicherheit in Einklang zu bringen sind.

Hochwasserschutz

Nach der Havarie des Hochwasserrückhaltebeckens im Januar 2011 ist es am 23. Dezember 2012

zu einem erneuten Versagen gekommen. Besonderer Dank gilt hier für die herbei gerufene Freiwillige

Feuerwehr Eltville für ihren unermüdlichen Einsatz am 4. Advent. Bedingt durch eine im Durchmesser

zu geringe Maschenweite des Gitters hatte sich die Oberfläche mit Biomasse zugesetzt.

Die gewählte Maschenweite wurde im Einklang mit den Unfallverhütungsvorschriften festgelegt und

stellte bereits eine deutliche Erweiterung gegenüber dem Hochwasserereignis 2011 dar. Seinerzeit

war die Maschenweite durch eine Auflage der Unteren Naturschutzbehörde festgelegt worden. Der

Überlauf konnte die Wassermassen im Zuge der Schneeschmelze nicht mehr aufnehmen und es

kam zu einem erheblichen Rückstau

der Wassermengen vor der

Klostermauer (siehe Bilder).

Die Stiftung hat - vertreten durch

das Hessische Baumanagement

- gegen das Planungsbüro juristische

Schritte eingeleitet.

Hochwasserereignis im Dezember 2012 – Bild: Timo Georgi


ner Kurier - Druckansicht: Rheingauer und Südtiroler We...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/print_1...

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Montag, 18. März 2013 12:13 Uhr

URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/11707218.htm

Wiesbadener Kurier / 27. Februar 2012

ELTVILLE

Rheingauer und Südtiroler Weine bei VDP-Präsentation im

Kloster Eberbach zu schmecken

27.02.2012 - KLOSTER

Von Lutz Schulmann

. Die alljährliche Spitzenwein-Präsentation des Verbands

Deutscher Prädikatsweingüter im Rheingau übt zunehmend

Anziehungskraft auf nationale wie internationale Gäste aus.

Ein positives Spannungsverhältnis ergibt sich dabei aus dem

direkten Vergleich der heimischen Weingüter, die an

Riesling- und Spätburgunder orientiert sind, mit den Kollegen Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Rheingauer und Südtiroler We... http://www.w

aus anderen europäischen Weinbauregionen, dieses Mal aus

Südtirol. Das Publikum konnte die Weine von mehr als 60

Am Stand von Schloss

Winzern verkosten.

Reinhartshausen Die allermeisten Betriebe machen aus auch Südtirol der hatten zumindest ein

Leiter des Weinbauamts, Andreas

Geringe Bestände

Exemplar des roten Klassikers Lagrein im Portfolio, daneben

Booß punkteten (Mitte) sie und mit der kräftig-eleganten frühere Blauburgundern

Ein kurzes Fazit der Veranstaltung im Laiendormitorium von

Kloster Eberbach vorab: Die Ersten Gewächse der Rebsorte

Riesling aus dem Jahrgang 2010 zeigen sich fast durchweg

prächtig entwickelt. Einzige Wermutstropfen sind die eher

geringen Bestände als Folge der damals mengenmäßig

kleinen Ernte. So stehen etwa von dem charakterstarken

Schloss Reinhartshausener Erbach Marcobrunn gerade noch

900 Flaschen (à 33 Euro) zur Verfügung. Die Charta-

Rieslinge bieten sich wiederum als kostengünstige, wiewohl

hochwertige Alternative an und die 2009er Spätburgunder

erfreuen großenteils bereits mit ordentlicher Trinkreife. Einige

edelsüße Rieslinge rundeten die Leistungsschau des VDP

Rheingau ab.

Reichlich interessanter Weinstoff also, mit dem sich eine

vielköpfige Abordnung der chinesischen Tageszeitung

Renmin Ribao/People’s Daily gestern vor Ort befassen

konnte. Mit 2,5 Millionen Exemplaren Auflage gehört sie zu

den beiden auflagenstärksten Blättern des Landes. Ob die

Faszination Wein nun eher von den Rheingauer Gewächsen

oder den Südtiroler Kreszenzen ausging, ließ sich nicht

eindeutig feststellen.

Betriebsleiter (Spätburgunder). von Einige KlosterWeiße Burgunder und Sauvignon

Eberbach, blancs erschienen Günter Ringsdorf zu voluminös, (2. v. was bei Alkoholgehalten

r.), von Station. 14 Volumenprozent Gutsdirektor Walter und mehr nicht verwundert.

Bibo Begeisterung schenkt aus. rief wiederum Foto: der Rosenmuskateller der Abtei

RMB/Margielsky

Muri-Gries hervor, der zweifelsohne als einzigartig

bezeichnet werden darf.

Spannend auch, mit dem jungen Winzer Hannes

Ochsenreiter zu sprechen, der erst vor einem Jahr die

oenologische Verantwortung im Salurner Weingut Haderburg

übernommen hat und zuvor sein Handwerk und Know-how in

Deutschland erwarb. Er absolvierte an der Lehr- und

Versuchsanstalt im württembergischen Weinsberg das

zweijährige Studium zum Weinbautechniker und präsentierte

die Weine des Südtiroler Betriebs in Eberbach gemeinsam

mit seiner Freundin Ksenia, die zurzeit an der Uni Stuttgart-

Hohenheim in Lebensmittelchemie promoviert. Besonders

erwähnenswert erscheint der 2010er Hausmannshof-

Chardonnay von Haderburg, der mit 9 Euro ein

außergewöhnliches Preis-Genuss-Verhältnis erzielt und von

einem Partner in Deutschland zu üblichen Versandgebühren

distribuiert wird.

Auf jeden Fall trugen die Weingüter von jenseits des

Brenners mit zum Teil großen Namen wie Franz Haas,

Loacker, Manincor, Schreckbichl, Muri-Gries und zumeist

hervorragender Qualität sowie manch ungeahnter

Geschichte zum positiven Gesamtbild der Veranstaltung bei.

Laut VDP-Angaben kamen circa 1 200 Besucher zu der

Veranstaltung im Rahmen des „Rheingau Gourmet und Wein

Festivals“. Ihnen bot sich die Gelegenheit, Produkte von 33

Rheingauer und 31 Südtiroler Weingütern zu probieren.

© Verlagsgruppe Rhein-Main 2

18.03.2013 12:20


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Rheingau Echo / 08. März 2012


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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E:/FTP/clips/Ausgang//120306_faz_FAB201203063423443.pdf - ...

Frankfurter Allgemeine Zeitung / 06. März 2012

http://trip-sol.faz.de:8884/faz-thwred/fazarchiv


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Rheingau Echo / 05. April 2012


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Rheingau Echo / 19. April 2012


ner Kurier - Druckansicht: Einweiser empfangen Kloster...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/print_1...

Sonntag, 17. März 2013 18:49 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 15. Juni 2012

ELTVILLE

Einweiser empfangen Klosterbesucher

15.06.2012 - KLOSTER EBERBACH

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Einweiser empfangen Kloster...

http://www.w

Von Bernd Minges

EBERBACH Stiftung organisiert neuen Dienst am

Wochenende / Auf dem Weg zum autofreien Kloster

zeichnet sich noch keine Lösung ab

Dass es wieder nur ein Notbehelf ist, weiß auch Martin

Blach. Aber der Geschäftsführer der Stiftung Kloster

Eberbach muss Mittel und Wege finden, die Parksituation an

der ehemaligen Zisterzienserabtei wenigstens nicht an jedem

Wochenende in ein Chaos ausufern zu lassen. Deshalb hat

er jetzt an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen einen

Parkplatzdienst organisiert.

Die Ordner achten darauf, dass Flächen für die Feuerwehr

und Rettungsdienste freigehalten werden. Oder sie

ermöglichen es auch, dass an der westlichen Zufahrt zu ganz

bestimmten Zeiten Ausnahmen für das Parken im Bereich

der Busstellplätze möglich sind. Sie sollen letztendlich dazu

beitragen, dass die Besucher zufrieden und entspannt an der

Klosterkasse ankommen.

Insgesamt 279 Parkplätze

Unter dem Strich belastet die Dienstleistung, für die sechs

bis acht Personen eingesetzt werden, die Kostenseite des

Klosterbetriebs, der laut Blach Tag für Tag 7 000 Euro - für

Strom, Heizung, den großen Brocken der Bauunterhaltung

oder für Personal - verschlingt.

Die insgesamt 279 Parkplätze im Klosterbereich reichen für

700 bis 1000 Besucher, die während der Saison -

unabhängig von Konzerten - an einem Sonntag meistens mit

dem Auto anreisen, bei Weitem nicht aus. Während das

Land Hessen seit vielen Jahren viele Millionen Euro in die

Erhaltung und Sanierung der weltberühmten Klosteranlage

investiert, bleibt das Parkproblem ungelöst.

Den Mut, keine Parkflächen im idyllischen Kisselbachtal

anzubieten, die Gäste auf öffentliche Verkehrsmittel oder

einen Shuttledienst zu verweisen, haben bisher weder die

Stiftung Kloster Eberbach noch die Stadt Eltville noch der

Landkreis gehabt.

Stattdessen wird immer noch geprüft, ob in der Senke, die

unterhalb der Spitzkehre an der Landesstraße Richtung

Hattenheim liegt, ein „ökologischer Parkplatz“ mit

wassergebundener Decke entstehen kann. Bisher war die

Rede von rund 300 Parkplätzen. Die Fläche ist aber noch an

die Domäne Neuhof verpachtet.

Immer

Für die

Mangelware:

Gäste, die die

Parkplätze

Klosteranlage

am

besichtigen oder die

Kloster

Vinothek

Eberbach.

und Klosterschänke

Achivfoto:

besuchen wollen, sei Eberbach

RMB/Wolfgang

meistens der Anfangs-

Kühner

oder Endpunkt eines Rheingau-

Ausflugs. Diesen verbinden sie damit, bei einem Winzer

Wein einzukaufen, sagt Martin Blach. Deshalb seien für viele

Rheingau-Ausflügler Bus und Bahn keine Alternative.

Obwohl sie zum Beispiel von Frankfurt aus mit der Bahn bis

Eltville und dann mit dem Bus in einer Stunde und 25

Minuten am Ziel wären. Sonntags müssten sie nicht im Stau

auf der B 42 stehen.

Bei Veranstaltungen mit mehr als 800 Gästen wird bei der

Stadt Eltville die Einbahnregelung für die Straße in Richtung

Hattenheim beantragt, um zusätzliche Parkfläche zu

schaffen. Der abfließende Verkehr wird dann an der Domäne

Neuhof vorbei durch die Weinberge bis zur Straße nach

Hallgarten und zum Oestricher Kreisel geleitet.

Während Blach die Erfahrung gemacht hat, dass

Busangebote für Konzertbesucher, die aus Wiesbaden

kommen, wenig genutzt werden, sagt Sabine Siemon,

Sprecherin des Rheingau Musik Festivals, dass speziell bei

den RMF-Konzerten die Eswe-Sonderbusse, die direkt bis

vors Pfortenhaus fahren, beliebt seien. Sie starten jeweils 70

und 60 Minuten vor Konzertbeginn am Hauptbahnhof in

Wiesbaden.

Für die Autofahrer stehe ein RMF-Team von zwölf Parkplatz-

Einweisern bereit. Unter der Woche gebe es kaum Probleme,

eng werde es am Wochenende, wenn die Besuchersströme

zu großen Konzerten auf den normalen Ausflugsverkehr

treffen.

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18.03.2013 12:25


esbadener Kurier - Druckansicht: In Kloster Eberbach startet letz...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Montag, 18. März 2013 12:26 Uhr

URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/12255496.htm

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/print_1... 38

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Wiesbadener Kurier / 31. Juli 2012

ELTVILLE

In Kloster Eberbach startet letzter Sanierungsabschnitt

31.07.2012 - KLOSTER EBERBACH

Von Ulrike Würzberg

Die Sanierung von Kloster Eberbach geht im Herbst in ihre

vorerst letzte Phase: Ab September soll das sogenannte alte

Krankenhaus zwischen Basilika und Hospital eingepackt

werden, damit Handwerker in den kommenden zwei Jahren

an dem Bau arbeiten können. Hier ist derzeit die

Klosterkasse untergebracht, an der Besucher ihren

Rundgang beginnen. Die Wände des Gebäudes sind

allerdings zu dünn, um ein Gerüst zu tragen. Also wird das

Ganze verpackt, ähnlich wie das Niederwalddenkmal hoch

über Rüdesheim. Das Land Hessen will für die teure Hülle

nicht extra zahlen, die Stiftung Kloster Eberbach soll für die

Kosten aufkommen - und die sucht nach einer Lösung:

„Vielleicht können wir Sponsoren die Hülle für Werbung zur

Verfügung stellen. Wir diskutieren das“, sagt Martin Blach.

Affäre Hebgen wirkte nach

Seit fast vier Jahren ist der 36-jährige Diplom-Theologe jetzt

Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kloster Eberbach.

Der Start war nicht leicht, denn die Stiftung hatte den

unrühmlichen Abgang von Blachs Vorgänger Markus Hebgen

zu verkraften. Hebgen hatte nicht nur 31 000 Euro aus der

Kasse des Klosters veruntreut. Der Prozess gegen Hebgen,

der zuvor Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in

Rheinland-Pfalz gewesen war, machte Schlagzeilen, weil es

unter anderem auch um dubiose Verschiebungen von

Parteigeldern und um Bordellbesuche auf CDU-Kreditkarte

ging.

„Inzwischen ist die Reputation der Stiftung gut“, sagt Blach,

etwa zwei Jahre habe die Affäre noch nachgewirkt, auch er

selbst habe erst das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen

müssen. Auch das Verhältnis zu den Staatsweingütern hat

sich entspannt, die mit Geschäftsführung und Vinothek

ebenfalls im Kloster sitzen. „Es gibt kein Gegeneinander

mehr“, sagt Blach, mit jemandem der hauptsächlich seine

persönlichen Eitelkeiten pflege, „können wir hier sowieso

nicht arbeiten“. Eine Anspielung auf den Vorgänger.

70 Millionen Euro hat das Land Hessen seit 1986 in Kloster

Eberbach verbaut, wenn das letzte Gebäude saniert ist,

Kloster Eberbach von oben: Das

Foto entstand, als das Hospital

(links) saniert wurde, in dem heute

unter anderem die Staatsweingüter

und ihre Vinothek untergebracht

sind. Das alte Krankenhaus direkt

daneben wird demnächst als letztes

saniert. Foto: Hermann

Heibel/Stiftung Kloster Eberbach

DIE ZAHLEN

70 Millionen Euro hat das Land

Hessen bei der Sanierung von

Kloster Eberbach bisher

verbaut.

7000 Euro kostet der Betrieb in

Kloster Eberbach jeden Tag.

300 000 Menschen kommen im

Jahr zu Besuch, zu Führungen,

Konzerten und anderen

Veranstaltungen oder auch

während einer Wanderung.

5,5 Millionen Menschen wohnen

im direkten Einzugsgebiet.

3,7 Millionen Euro Umsatz hat

die Stiftung Kloster Eberbach im

Jahr 2011 gemacht, durch

Verkauf von Eintrittskarten aber

on 2 18.03.2013 12:26


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

esbadener Kurier - Druckansicht: In Kloster Eberbach startet letz...

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/print_1...

werden es rund 100 Millionen sein. Die Bauunterhaltung

muss die Stiftung nun selbst bezahlen, nicht mehr das Land.

„Der Betrieb kostet jeden Tag 7000 Euro.“

Geld verdient die Stiftung, weil sie Räume vermietet - zu

durchaus hohen Preisen. Das Laiendormitorium, in dem

zweimal im Jahr die berühmten Weinversteigerungen

stattfinden, ist für 4100 Euro am Tag zu haben, 1000 Euro

kostet das Gartenhaus der Äbte im Prälatengarten, für 360

Euro am Tag sind die Seminarräume mit den schönen

Namen Abt Alberich und Abt Meffried zu haben. Sie liegen in

der sogenannten Barock-Etage, in der auch die Verwaltung

der Stiftung sitzt. Viele Firmen mieten Räume. Im

Geschäftsbericht 2011 sind steigende Zins- und Pachterträge

und steigende Mieteinnahmen aufgeführt - und steigende

Besucherzahlen.

So positiv die Lage aussehen mag, ein Problem drückt die

Stiftung: Es fehlen Parkplätze. Martin Blach ist zuversichtlich,

dass er sich in den nächsten zwei Jahren mit dem Pächter

der Domäne Neuhof einig wird. Zur Domäne unterhalb des

Steinbergs, die dem Land gehört, zählt auch das Gelände in

der Haarnadelkurve direkt an der Klostereinfahrt. Blach will

die Parkplätze möglichst ohne dichte Asphaltdecke anlegen

lassen und im Grün verstecken. „Die Autos müssen endlich

raus aus Eberbach.“

vor allem durch die Vermietung

der Klosterräume.

Kuratorium

Dem Kuratorium der Stiftung

Kloster Eberbach gehören als

Vorsitzende die Hessische

Umweltministerin Lucia Puttrich

(CDU) an sowie als

Stellvertreter ihr Staatssekretär

Mark Weinmeister (CDU).

Weitere Mitglieder sind der

Hessische Finanzminister

Thomas Schäfer (CDU), der

Staatssekretär im Ministerium

für Wissenschaft und Kunst,

Ingmar Jung (CDU), Dieter

Greiner als Geschäftsführer der

Hessischen Staatsweingüter

GmbH, der Eltviller

Bürgermeister Patrick Kunkel

(CDU), Pia Rosenkranz, die

Vizepräsidentin des Rheingauer

Weinbauverbandes, und Martin

Blach als Geschäftsführender

Vorstand der Stiftung.

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AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Rheingau Echo / 02. August 2012


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Rheingau Echo / 09. August 2012


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hronline.de / 01. August 2012


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RTL Hessen / 10. August 2012


ner Kurier - Druckansicht: Erfolgreiches Tandem lenkt Abtei

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Montag, 18. März 2013 14:35 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 28. August 2012

ELTVILLE

Erfolgreiches Tandem lenkt Abtei

28.08.2012 - KLOSTER

Von Christina Schultz

ZISTERZIENSERTAG Interessanter Festvortrag über Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Erfolgreiches Tandem lenkt Abtei

Goldenes Zeitalter in Kloster Eberbach

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. Das alljährliche „Hochfest Eberbachs“, der Zisterziensertag,

könne bald eine 20-jährige Tradition aufweisen. Er gelte als

Rückbesinnung auf die Fundamente der Kulturstätte und

solle Ausdruck sein für die tiefe Bewunderung für Leistung

und Arbeit der grauen Mönche, sagte der Vorsitzende des

Freundeskreises Kloster Eberbach, Wolfgang Riedel, bei der

Begrüßung im Laiendormitorium.

Den Auftakt des Zisterziensertages machte ein Konzert

geistlicher Chormusik aus sechs Jahrhunderten. Den

Abschluss bildete ein feierliches Choralhochamt, das Abt

Andreas Range der Zisterzienserabtei Marienstatt

zelebrierte.

Eingebettet in diesen festlichen Rahmen war ein Vortrag über

das „Goldene Zeitalter des Eberbacher Klosterstaates“.

Hartmut Heinemann, Archivoberrat a.D. des Wiesbadener

Hauptstaatsarchivs, referierte über „Glanz und Größe in

unruhiger Zeit; die Zisterzienserabtei im späten Mittelalter“.

Mit diesem Thema begab sich der Referent in die wenig

bekannte Welt des 14. Jahrhunderts, das zu den

Höhepunkten der langen Klostergeschichte zählt. Geprägt

von zwei gut erforschten Schwerpunkten, den Anfängen des

Klosters 1136 und dem Ende des Mittelalters um 1500, liegt

die Zeit dazwischen in der Eberbacher Geschichte noch im

Dunkeln.

Ständiger Kampf um Macht

Dass sich Hartmut Heinemann gerade dieses noch wenig

erforschten „Mittelstückes“, vor allem der Zeit zwischen 1310

und 1346 annahm, machte den besonderen Reiz des

Festvortrages aus. Zeichnete sich die Geschichte des 14.

Jahrhunderts durch einen ständigen Kampf um die Macht,

auf weltlicher wie geistlicher Ebene, aus, gerieten auch die

Klöster in eine Existenzkrise.

Doch ein personell und wirtschaftlich so hervorragend

aufgestelltes Kloster, wie es Eberbach war, meisterte diese

Dieser Herausforderung Ausschnitt in zeigt bemerkenswerter die

Weise. Nicht zuletzt

Urkundenabschrift durch hochqualifiziertes der Führungspersonal, allen voran Abt

Papstprivilegien Wilhelm und sein für Prior Kloster Ensfried, die gemeinsam als

Eberbach „Tandem“ 36 im Güterverzeichnis

Jahre die Geschicke des Klosters lenkten und

„Oculus für eine geistliche Memorie“ und (Auge wirtschaftliche des Machstellung der Abtei

Gedächnisses) sorgten. von 1312, die im

Hessischen Hauptstaatsarchiv in

Wiesbaden Beide stellten lagert. Ausnahmeerscheinung Foto:

in der langen

Hessisches Geschichte des Hauptstaatsarchiv

Klosters dar, deren Wirken sich Heinemann

ausführlich widmete. Rechenschaftsberichte über Einnahmen

des Klosters, Baumaßnahmen und Stiftungen zeugen

genauso vom Organisationstalent und der Sonderstellung vor

allem Prior Ensfrieds wie auch überlieferte Urkunden und

Aufzeichnungen der Klosterchronisten. Beide

Persönlichkeiten, die im Jahr 1346 nahezu zeitgleich

verstarben, wurden als Vorbild in Glaubensfragen und

Diplomatie gewürdigt.

Klösterlicher Alltag

Abgerundet wurde der Vortrag durch Veröffentlichung

unbekannter Details aus dem klösterlichen Alltag wie die

„Prügelstrafe nach der Gewohnheit des Klosters“. Auch die

Beziehung der Abtei zu den Juden während der Pogrome

von 1348 bis 1350 wurde beleuchtet. Diese gelten als

heftigste zwischen der Zeit der Kreuzzüge und den

Verfolgungen der NS-Zeit in ganz Europa.

Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass unter den rund 3200

mittelalterlichen Urkunden, die aus dem Eberbacher Archiv

zumeist im Original bis heute erhalten sind, mehr als 20

Prozent aus jenen Jahren der Regierungszeit des Abtes

Wilhelm und seines Priors Ensfried zwischen 1310 und 1346

stammen.

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18.03.2013 14:35

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18.03.2013 14:36

ner Kurier - Druckansicht: Kinderbuchautor Paul Maar b...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Montag, 18. März 2013 14:36 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 04. September 2012

ELTVILLE

Kinderbuchautor Paul Maar begeistert 400 Zuhörer in Kloster

Eberbach beim Jubiläum „10 Jahre Lesefest“

04.09.2012 - KLOSTER EBERBACH

Von Angelika Eder

„Sams im Glück“ füllte das Laiendormitorium von Kloster

Eberbach: Rund 400 Zuhörer waren zum Höhepunkt des

Jubiläums „10 Jahre Lesefest im Rheingau und im Taunus“

gekommen, um Paul Maar zu erleben: Deutschlands wohl

erfolgreichster Kinderbuchautor führte sein Publikum erst

einmal in die „Steinzeit des Sams“ zurück, um jedermann

jenes Wesen nahe zu bringen, das rote Haare, Rüsselnase

und Wunschpunkte hat, wie ein Weltmeister reimen kann und

Kinder seit 30 Jahren begeistert.

Fans fordern Fortsetzung

Paul Maar las nicht nur, er

zeichnete auch in Kloster

Eberbach. Foto: RMB/Wolfgang

Kühner

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Kinderbuchautor Paul Maar b...

http://www.w

Der gebürtige Schweinfurter, der Malerei und

Kunstgeschichte studierte, erklärte, dass er ursprünglich nur

ein einziges Sams-Buch schreiben wollte. Allerdings habe er

nach dessen Erscheinen viele Briefe von Kindern erhalten,

die sich verärgert über das offene Ende des ersten Bandes

äußerten. So schrieb er den zweiten Band und ließ das

Sams, wie gewünscht, für immer und ewig bei seinem Papa

Taschenbier einziehen. Daraufhin bedankten sich seine

kleinen Fans schriftlich begeistert bei ihm dafür, dass er

Fortsetzungen schreibe, und erbaten Informationen über die

Erscheinungstermine weiterer Folgen. „Und so entstanden in

den vergangenen 30 Jahren sieben Bände, in denen Herr

Taschenbier ebenso alterte wie ich.“

Nach seiner Einführung, zu der auch das Zeichnen der

beiden Hauptfiguren zählte - die zwei Originale sind auf der

Internetseite www.lesezeit.net zu ersteigern - las der

junggebliebene Mitsiebziger aus seinem neusten Band

„Sams im Glück“. Und alle Altersgruppen hingen an seinen

Lippen. Die Kleinsten lagerten vor der Bühne auf dem Boden

und schenkten ihm fast ausnahmslos ihre volle

Aufmerksamkeit, aber die Erwachsenen hatten genauso viel

Spaß: Hier wurden ihre Vorstellungen von

Volkshochschulkursen ebenso auf den Kopf gestellt wie von

asiatischen Kampfkünsten.

Doch im siebten Band lernt das rothaarige

Wunschpunktwesen auch den Ernst des Samslebens

kennen: Nach anderthalb Jahrzehnten bei der Familie

Taschenbier erfährt es: „Ist ein Sams fünfzehn Jahre auf

Erden, dann wird zum Sams sein Papa werden.“

Welche Konsequenzen das für Taschenbier hat, der bereits

mitten in der Umwandlungsphase steckt, rote Haarsträhnen

bekommt und viel Unfug treibt, erfährt der Leser in höchst

vergnüglichen Szenen.

Keine Bedenken

Ob das Sams deshalb nun seine Familie verlässt und

vorschriftsmäßig in die Samswelt zurückkehrt, ließ Maar

natürlich offen, „denn sonst würdet ihr das Buch ja nicht

lesen.“ Da musste er allerdings keine Bedenken haben: Die

langen Schlangen vor seinem Signiertisch beschäftigten ihn

über eineinhalb Stunden. Als letzte ließ sich Lesefest-

Organisatorin Sabine Stemmler ein Buch signieren. Sie war

erschöpft, aber auch „sehr, sehr stolz“ auf den Erfolg der

Veranstaltung in Kloster Eberbach: Stemmler und Sams im

Glück!

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18.03.2013 14:38

ner Kurier - Druckansicht: Auf den Spuren von „Der Na...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Montag, 18. März 2013 14:38 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 11. September 2012

ELTVILLE

Auf den Spuren von „Der Name der Rose“ im Kloster Eberbach

11.09.2012 - KLOSTER EBERBACH

Von Falk Ruckes

Morde hinter dunklen Klostermauern, ein geheimnisvolles

Buch, das seit Jahrhunderten als verschollen gilt und die

Liebe zu einer Unbekannten, die die Inquisition auf dem

Scheiterhaufen brennen sehen will - dies sind nur einige der

Zutaten, mit denen der Film „Der Name der Rose“ die

Zuschauer in seinen Bann zieht.

Auch wenn die Handlung des Historienstreifens in einer

fiktiven, italienischen Abtei spielt, wurden doch zahlreiche der

Innenszenen im Kloster Eberbach gedreht. Daher wurde

Fans des Mittelalterkrimis am Samstagabend, zum

Abschluss des diesjährigen Kinosommers Hessen, ein ganz

besonderes Highlight geboten: eine Filmvorführung am

Originaldrehort des Films, der Basilika des Rheingau-

Klosters.

Genaue Kenntnisse

Im Jahr 1985 mimte Sean Connery hier in der ehemaligen

Klosterkirche und in weiteren Räumen Eberbachs den

Franziskaner William von Baskerville. Um welche Räume es

sich dabei genau handelte, wusste Marion Heller auf ihrer

Führung durch die Klosteranlage zu berichten. Während die

Rückwand der Basilika im Film gut zu sehen ist, wird der

Rest des Innenraums eher schwer wiederzuerkennen sein:

„Für die Dreharbeiten wurde extra ein Chorgestühl

angefertigt, das hier in der Kirche aufgebaut wurde und den

Filmmönchen als Sitzgelegenheit diente“, erklärt Heller.

Auch wenn diese aufwendig rekonstruierten Bauten heute

nicht mehr in der Klosterkirche zu finden sind, versteckt sich

hier und da doch noch das eine oder andere Filmrequisit. Als

Marion Heller gegen eine verblüffend echt aussehende Säule

klopft, die aus grauem Stein gehauen zu sein scheint, klingt

es hohl. „Kunstharz“, schmunzelt die Expertin. „Im Film stand

auf der Säule eine Marienfigur, vor der der junge Novize

Adson von Melk betete.“

Sean Connery als William von

Baskerville: In der Basilika von

Kloster Eberbach wurde „Der Name

der Rose“ gezeigt. Foto:

RMB/Heinz Margielsky

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Auf den Spuren von „Der Na...

Schreibstube, diente. „Der Name der Rose war der erste

Film, bei dem es um historische Authentizität bis ins letzte

Detail ging. Sämtliche Requisiten - die handgewebten

Kleider, das gesamte Mobiliar, die uralten Bücher - wurden

von Fachleuten auf ihre geschichtliche Korrektheit geprüft.“

http://www.w

Zum Abschluss führte Marion Heller noch ins ehemalige

Hospital des Klosters, einen Raum, in dem sich die

unheimliche Stimmung des Films am besten nachfühlen

lässt: Der düstere Saal aus verwittertem Stein ist nur mit

einigen wenigen Kerzen ausgeleuchtet, durch ein reich

verziertes Fenster dringt schwaches Dämmerlicht. Als sich

die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, schälen sich

schwach hohe Säulen aus der Finsternis heraus. „Hier wurde

die Speisesaalszene gedreht, in der der alte, blinde Mönch

Jorge seine Predigt hält“, weiß Marion Heller.

Nach Ende der Führung sahen sich die Gäste im Kreuzgang

des Klosters um und ließen sich mit einem Glas Wein auf

Bänken und Mäuerchen nieder. Bei Einbruch der Dunkelheit

gaben sie sich im Gewölbe der Basilika dem

außergewöhnlichen Kinovergnügen hin.

Über eine schmale Treppe ging es anschließend hinauf in

den ehemaligen Schlafsaal des Klosters, der als hellster

Raum der Anlage dem Film als Scriptorium, also als

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AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Rheingau Echo / 20. September 2012


18.03.2013 14:38

ner Kurier - Druckansicht: Gänsehaut bei Feuerwerk der ...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Montag, 18. März 2013 14:38 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 08. Oktober 2012

ELTVILLE

Gänsehaut bei Feuerwerk der Farben

08.10.2012 - KLOSTER EBERBACH

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Gänsehaut bei Feuerwerk der ...

Von Olaf Streubig

http://www.w

HISTORIE Die „Lumo-Story“ erzählt die Geschichte von

Kloster Eberbach mit einer spektakulären Licht- und

Tonshow

„Das muss man erlebt haben, einfach Gänsehaut pur“, sagt

Tina Irouschek sichtlich bewegt. Die Besucherin aus

Hattenheim kennt das Kloster Eberbach gut, so wie heute hat

sie die Basilika noch nie erlebt: mystische Musik,

faszinierendes Lichtspektakel, dazu in Prosa die

wechselvolle Geschichte des Klosters.

Auch für Ton- und Lichtdesigner Joachim Jakob und

Journalist Ingo Swoboda ist die „Lumo- Story“ ein ganz

besonderes Projekt, eine Art Kindheitstraum zweier

Rheingauer Buben. „Als Kind habe ich solche

Inszenierungen in Schlössern der Loire gesehen, das hat

mich nicht mehr losgelassen“, sagt Swoboda. Nach vielen

Projekten, wie dem Weinbergleuchten in der Pfalz, „haben

wir uns jetzt endlich mal an unser Kloster herangewagt“, sagt

der Martinsthaler Joachim Jakob.

Das Ergebnis könnte spektakulärer kaum sein. Die

Geschichte der Zisterzienser - wie aus der kleinen

Gemeinschaft ein mächtiger Orden wurde - erzählt mit einer

fesselnden Licht- und Tonshow.

Klassik und Techno

Heftig zuckende Lichtsalven und blinkende Kerzenleuchter

umrahmen die Zeit der Kreuzzüge. Den Rückzug der

Mönche in Askese und Stille symbolisieren plötzlich an die

Wände projizierte blaue Blasen und kühle Konturen. Die

historische Fülle wirkt nie trocken. Als Sprecher Michael Betz

die Geburtsstunde von Kloster Eberbach erläutert, erfüllt

gleißendes Licht das Gotteshaus und gelbe Kreuze wandern

durch die dreischiffige romanische Kirche. Es folgt ein

Feuerwerk der Farben, bunte Muster, drehende Punkte, Bälle

und Ringe schweben durch die Klosterkirche. Das

gesprochene Wort dringt ins Herz der Zuhörer, die vom

Wirken der Mönche und dem Weinbau erfahren. Die

Erfolgsgeschichte des Kabinettweins im Ohr, einen kühlen

Riesling im Glas - die Gäste sind nicht nur verzauberte

Zuschauer, sondern irgendwie mittendrin. Bilder vom

Tagesrhythmus der Ordensbrüder werden gezeichnet, dazu

erklingt Musik einer Rockband. 24 Lautsprecher sind genau

auf die Akustik der 1000 Quadratmeter großen Basilika

abgestimmt. „Das ist eine echte Herausforderung, man muss

früh genug runter pegeln, sonst steht ein Ton fünf Sekunden“,

Geheimnisvolle weiß Joachim Jokob. Atmosphäre Zwei Nächte in der lang haben er und sein

Basilika Team im des Kloster Klosters durchgearbeitet Eberbach: Die („ausgestattet mit

Lichtshow Gummibärchen, im Rahmen Cola und der Fleischwurst“) bis die Technik

Lumo-Story. reibungslos funktionierte. Foto: RMB / Heinz Den Musikmix aus klassischen

Margielsky Werken, Trance- und Technoelementen sowie

gregorianischem Gesang hat sich Jakob als eigenes

Kunstwerk schützen lassen.

Sanfte Streicher und sachtes Piano erleben einen harten

Bruch, als theatralische Klänge den Aufstand der Rheingauer

und deren blutige Niederschlagung 1525 einleiten. Als Zäsur

der Geschichte immer wieder Stille und kurze Dunkelheit.

Mehr als 160 verschiedene Lichtstimmungen können die 80

Scheinwerfer erzeugen.

Ein gleißender Lichtstrahl, der in die Ferne weist,

symbolisiert die weitreichenden Folgen der Französischen

Revolution. Die Blüte des Klosters neigt sich dem Ende zu.

Wie zum Trotz ranken lilafarben pulsierende Blumen die

Pfeiler empor. Und die Stimme aus dem Off verkündet: „Die

Suche nach Gott, die Suche nach Antworten geht weiter.“

Auch die Lumo-Story soll weiter gehen, zumindest nach dem

Willen der insgesamt 450 begeisterten Besucher an zwei

Abenden. „Ich liebe dieses Kloster und nun auch diese tolle

Show“, sagt Katrin Lochner aus Erbach. Den beiden

Machern scheinen die Beifallsstürme beinahe unangenehm

und erst nach mehrfacher Aufforderung erheben sich Jakob

und Swoboda für das Publikum. Zwei Rheingauer Buben und

ein erfüllter Traum. „Wir wollen so was künftig einmal im Jahr

machen“, verrät Jakob. Am liebsten würde er einen der

begehrten Sommertermine nutzen, denn: „Ich möchte das

ganze Kloster unbedingt einmal von außen bespielen.“ Noch

so ein Traum...


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Rheingau Echo / 11. Oktober 2012


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Rheingau Echo / 18. Oktober 2012


18.03.2013 14:39

ner Kurier - Druckansicht: Ministerin zeichnet Rheingau...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Montag, 18. März 2013 14:39 Uhr

URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/12547040.htm

Wiesbadener Kurier / 29. Oktober 2012

ELTVILLE

Ministerin zeichnet Rheingauer Weingüter bei

Landesweinprämierung aus

29.10.2012 - KLOSTER EBERBACH

Von Ulrike Würzberg

„Wir reden hier nicht über Masse, wir reden über Klasse.“ Die

hessische Umwelt- und Weinbauministerin Lucia Puttrich

(CDU) hat in Kloster Eberbach Winzer aus dem Rheingau

und von der hessischen Bergstraße für die Qualität ihrer

Weine ausgezeichnet. Die Landesweinprämierung sei

alljährlich eine wichtige Leistungsschau, sagte sie und die

Preismünzen in Gold, Silber und Bronze sowie die

Verleihung der Staatsehrenpreise gebe den Verbrauchern

eine wichtige Orientierung.

Dabei trat die Ministerin noch einmal der Kritik entgegen,

dass fast alle der von den Betrieben angestellten Weine auch

mit Preismünzen ausgezeichnet worden sind. „Sie werden

hier keine Weine einreichen, von denen Sie wissen, dass sie

nicht gut sind“, sagte sie an die Winzer gerichtet, und: „Es

entscheidet immer der Geschmack der Verbraucher.“

Wie sehr die Verbraucher die Präsentation in Kloster

Eberbach schätzen, zeigte sich ab mittags nach der

Feierstunde zur Verleihung der Staatsehrenpreise: Rund

1000 Besucher kamen ins Laiendormitorium, viele davon

angereist mit dem Bus-Shuttle aus Richtung Wiesbaden. Und

diesmal war auch für genügend Nachschub gesorgt: Die

Weinbaubetriebe, die jeweils drei Weine präsentieren dürfen,

waren vorher gebeten worden, diesmal ausreichend

Flaschen mitzubringen.

Unter den Rieslingen und Spätburgunderweinen, die aus

dem Rheingau in die Prämierung einbezogen werden, gab es

neben den gängigen Lagen auch Raritäten zu probieren, wie

Dotzheimer Riesling aus der Lage Judenkirsch und aus

Schierstein sogar eine Auslese aus der Hölle. Die

Bergsträßer Winzer ergänzten Riesling und Spätburgunder

durch Weiß- und Grauburgunder, Silvaner oder die roten

Sorten St. Laurent und Dornfelder.

Gruppenbild mit Preisträgern,

Ministerin, Weinköniginnen und

Winzernachwuchs - kurz vor dem

Besucheransturm auf Kloster

Eberbach. Foto: RMB/Heinz

Margielsky

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Ministerin zeichnet Rheingau...

Kategorie der kleinsten Betriebe erhielt. Wein müsse mit

Herzblut gemacht sein, sagte er, als er allen seinen Helfern

dankte, und: „Der Wein wächst im Weinberg, da muss man

anfangen.“

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Die übrigen Rheingauer Betriebe, die den Staatsehrenpreis

erhielten, gehören zu den alten Bekannten unter den

Preisträgern. Auch international erfolgreich ist Gunter

Künstler aus Hochheim. Sein verstorbener Vater Franz

erhielt vor 40 Jahren zum ersten Mal den Staatsehrenpreis,

damals umfasste der Betrieb noch vier Hektar, jetzt wurde

Künstler in der Kategorie der größten Betriebe

ausgezeichnet. Auch er dankte den Helfern. „Jeder Handgriff

ist wichtig, denn man kann so viele Fehler machen. “

Johannes Ernst hat 2012 den Eltviller Betrieb von seinen

Eltern übernommen, genau 100 Jahre nachdem der

Ururgroßvater das Weingut gegründet hatte - heute umfasst

der Betrieb 33 Hektar. Klaus Molitor aus Hattenheim hat den

Preis zum siebten Mal erhalten, seine Söhne René und

Marco, auch diesmal wieder bei der Feier dabei, hielten stolz

Urkunde und Medaille fest.

Besonders groß war der Andrang des Publikums in der Ecke,

in der sich die Staatsehrenpreisträger präsentierten. Ein

neuer Name unter den Ausgezeichneten in diesem Jahr ist

der Rüdesheimer Martin Siegfried, der den Preis in der

Martin Mitter, ursprünglich aus Flörsheim, hat das

Hochheimer Weingut Walter Velten dazu übernommen, und

seit zehn Jahren zu einem Betrieb zusammenwachsen

lassen. Er hat die Auszeichnung vor zehn Jahren zum ersten

Mal selbst errungen, in den 70er Jahren war bereits das

Weingut Walter Velten erfolgreich.


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AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

Das Kleinste Konzert der Welt mit Unheilig im Kloster Eberbach

(c) 360° Panorama: Torsten Hemke, 60066 Frankfurt a.M.


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Bild.de / 28. November 2012


18.03.2013 © Verlagsgruppe 14:40 Rhein-Main 2

ner Kurier - Druckansicht: Kiedrich zeichnet engagierte ...

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Montag, 18. März 2013 14:40 Uhr

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Wiesbadener Kurier / 30. November 2012

KIEDRICH

Kiedrich zeichnet engagierte Bürger aus

30.11.2012 - KIEDRICH

Von Christina Schultz

In einer Feierstunde im Rathaus hat die Gemeinde Kiedrich

zehn Bürgerinnen und Bürgern geehrt, die sich seit vielen

Jahren für ihre Gemeinde, für das Vereinsleben und das

Wohl der Menschen einsetzen. Das Ehrenamt brauche

Vorbilder, in der heutigen Zeit mehr denn je, sagte

Bürgermeister Winfried Steinmacher. In der Zurücknahme

der eigenen Person liege die Kraft für große Aufgaben, die

die zu Ehrenden seit vielen Jahren unter Beweis stellten.

Einer davon ist Hans Krechel, dessen ehrenamtliche Arbeit

sich durch großen Idealismus, Verlässlichkeit und Kontinuität

auszeichnet. Seit 1965 ist er Mitglied der Kolpingfamilie, seit

1970 im Vorstand. Seit Jahrzehnten ist er in vielen Vereinen

aktiv und engagiert sich beim Caritas-Besuchsdienst.

Seine große Verbundenheit zur Katholischen

Kirchengemeinde hat ihn immer wieder Spendenaktionen ins

Leben rufen lassen, wie die Aktion „Kirchenspeicher“,

„Glocken“ und „Pfarrgarten“ und nicht zuletzt die Aktion „Alte

Schiefer“, mit der er von 2000 bis 2004 mit dem Verkauf von

Schieferplatten des alten Kirchendaches 50 000 Mark für die

Sanierung des neuen Daches erzielte.

Schiefer vom Kirchendach

Früher hing das Glockenseil im

Kapellchen in St. Michael. Heute

läutet Hans Krechel vom

Turm-Aufgang aus.

Wiesbadener Kurier Foto: RMB/Heinz - Druckansicht: Margielsky Kiedrich zeichnet engagierte ...

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Unzählige Male sei er in den Kirchenspeicher gekraxelt, um

die dort gelagerten Turmplatten zu holen und aufzubereiten,

weit über 1000 an der Zahl, erinnert sich der Ur-Eltviller, der

seit über 50 Jahren in Kiedrich lebt und dort heimisch ist.

Aber so oft es geht, fährt er nach Eltville, „weil ich den Rhein

sehen muss“, bekannt er verschmitzt.

Eine Herzensangelegenheit ist ihm die Pflege der St.

Michaelskapelle, die er seit 50 Jahren gemeinsam mit

Ehefrau Gisela ausübt und von deren Mutter übernahm.

Auch das Läuten der Sterbeglocke, die Krechel von Hand mit

dem Glockenseil betätigt, ist für ihn eine Ehre. Zur St.

Michaelsglocke, die sein Schwiegervater Nikolaus Bibo nach

dem Krieg stiftete und in die ein Stück der alten Kriegsglocke

eingegossen wurde, hat er einen ganz besonderen Bezug.

„Ich war dabei, als wir die vier Zentner schwere Glocke

abgeholt EHRUNGEN haben, und passe seither auf sie auf. Sie wird gut

geölt und hat schon das dritte Klöppelseil“. Seit 2004 läutet

er Weitere das Sterbeglöckchen: Bürgerehrungen „Ist gingen ein Bekannter verstorben, stelle

ich an: auch ein Kerzchen auf“.

Hans Annerose Krechel Lebert arbeitete für Verdienste im Zweitberuf als Fachkrankenpfleger

und um Stationsleiter die Kiedricher 30 Chorbuben Jahre lang auf dem Eichberg. Eine

Lebensaufgabe (Sie schneidert ist seit für 20 Ehefrau JahrenGisela ihr Haushaltsgeschäft,

das Chorröcke sie seit 1956 und Talare). betreibt. Auch sie erhielt eine

Auszeichnung, unter anderem für ihr Engagement in

Ortsvereinen, Joachim Friedrich in der für Katholischen seine Kirche und als Lektorin im

Gottesdienst.

Verdienste beim 1. FC Kiedrich,

vor allem in der Jugendarbeit.

Martin Blach und Mathias

Marschollek für ihre


AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

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Rheingau Echo / 06. Dezember 2012


18.03.2013 14:41

dener Kurier - Druckansicht: Weihnachts-Winterreise

AUSZUG DER PRESSESCHAU 2012

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/print_1...

Montag, 18. März 2013 14:41 Uhr

URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/12703132.htm

Wiesbadener Kurier / 27. Dezember 2012

ELTVILLE

Weihnachts-Winterreise

27.12.2012 - KLOSTER EBERBACH

Von Christina Schultz

KULTUR LOKAL Über 650 Gäste beim festlichen Konzert

in Kloster Eberbach

Eine besondere Veranstaltung in festlichem Rahmen war das

6. Kloster Eberbacher Weihnachtskonzert. Über 650 Gäste

erlebten im Saal des Laiendormitoriums einen

außergewöhnlichen Hörgenuss, den die „Some Singers“ aus

dem Untertaunus präsentierten. 14 Sängerinnen und Sänger

mit grandioser Stimmkraft nahmen das Publikum mit auf eine

Weihnachts-Winterreise, die von Russland über Schweden,

England, Frankreich und Deutschland bis Amerika reichte.

Musikalischer Genuss: Die „Some

Singers“ beim Weihnachtskonzert

im Laiendormitorium von Kloster

Eberbach

.

Foto: RMB/Heinz/Margielsky

Wiesbadener Kurier - Druckansicht: Weihnachts-Winterreise

http://ww

Auch für die „Some Singers“ war das Konzert eine Premiere,

nicht nur hinsichtlich des altehrwürdigen Rahmens im

Kloster. Stehen sie sonst unter der musikalischen Leitung

von Ernie Rhein, wurde dieser würdig und ebenso

professionell vertreten von Jochen Doufrain. Am Piano

begleitete wie gewohnt Arne Bernstein, ein ausgewiesener

Könner am Instrument. Seit seiner Gründung 1994 erarbeitet

sich der gemischte Chor ein wachsendes

Gesangsprogramm, das alle nur denkbaren Facetten der

Chormusik enthält, und entwickelt sich mit Ernie Rhein, seit

2006 Chorleiter der Gruppe, stetig weiter. Von Chorälen über

Motetten, Spirituals, Gospel, Volkslieder, Rock und Pop ist

alles vertreten. Es sind nur „Some Singers“, aber sie

beherrschen ihr Metier. Im Laiendormitorium sorgte das

Ensemble am Tag vor Heiligabend für besondere

Weihnachtsstimmung.

Kontrast zum fröhlichen Klassiker „Rudi the red-nosed

reindeer“. „Engel“ schwebten zart am Himmel, als der

A-capella-Gesang erklang, der den Deutschrockern

Rammstein zu besonderer Ehre gereichte - alles ein

Vorweihnachtsgenuss zum Träumen.

© Verlagsgruppe Rhein-Main

Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmi

Obwohl dem „neuen“ Team nur wenige Proben vergönnt

gewesen waren, klappte das Zusammenspiel zwischen

Sängern, Pianist und Chorleiter exzellent. Das Publikum

erlebte ein Konzert mit bekannten Liedern in neuen

Arrangements, aber auch unbekannte Weisen. Ob

temperamentvolles Volkslied aus der Ukraine oder

altrussische Weise als liturgischer Lobgesang, ob bekanntes

deutsches Weihnachtslied („Maria durch ein Dornwald ging“),

als Chorstück für Sopran und Alt oder stimmgewaltiges

Negro-Spiritual („I´ve been buked“) - die Zuhörer ließen sich

verzaubern. Ein schwedisches „Ehre sei Gott“ wechselte mit

einem Ausflug in die Renaissance und stand wiederum im


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Kloster Eberbach im April 2013

Gez.

Dr. Anna Runzheimer

Vorsitzende des Vorstands

Gez.

Martin Blach

Geschäftsführender Vorstand

Der besondere Dank des Vorstandes gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung

Kloster Eberbach, die zum Gelingen des Jahres 2012 sowie dieses Berichtes beigetragen haben.

Das außerordentliche Engagement und der Teamgeist zeichnet die Mitarbeiterschaft besonders

aus.


Stiftung

Stiftung Kloster Eberbach

D-65346 Eltville am Rhein

Tel +49 (0) 6723 9178-0

stiftung@kloster-eberbach.de

www.kloster-eberbach.de

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