Bericht 2 - Landeshauptstadt Kiel

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Bericht 2 - Landeshauptstadt Kiel

Stadtplanungsamt

Integriertes StadtTEILentwicklungskonzept

Kiel Pries/ Friedrichsort

Bericht 2 - Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

März 2013


Integriertes StadtTEILentwicklungskonzept

Kiel Pries/ Friedrichsort

Bericht 2 - Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

März 2013

Landeshaupstadt

Kiel

Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt

Stadtplanungsamt

Florian Gosmann (Amtsleiter),

Kathrin Teichert (Projektleitung)

Fleethörn 9

24103 Kiel

Tel.: 0431 901 2556

Bearbeitet durch:

petersen pörksen partner

architekten + stadtplaner bda

Sandthorquaihof

Pickhuben 4

20457 Hamburg

040 - 3609846-0

www.ppp-architekten.de

in Zusammenarbeit mit:

MASUCH + OLBRISCH

Ingenieurgesellschaft für das

Bauwesen mbH

Gewerbering 2

22113 Oststeinbek

fon 040-713 004-0

www.moingenieure.de

konsalt

Gesellschaft für Stadt- und

Regionalanalysen und Projektentwicklung

mbH

Altonaer Poststraße 13

22767 Hamburg

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www.konsalt.de

arbos

Landschaftsarchitekten

Steindamm 105

20099 Hamburg

fon 040-284 09 49-0

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Genehmigung des Herausgebers nicht gestattet.


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Inhalt

1 Einleitung .................................................................................................................................................... 5

2 Beteiligung der Öffentlichkeit ............................................................................................................... 6

2.1 Planungswerkstatt mit den Bürgern ........................................................................................... 6

2.1.1 Protokoll Planungswerkstatt ................................................................................................ 6

2.2 Kinder und Jugendbeteiligung .................................................................................................. 23

2.2.1 Protokoll Kinder und Jugendbeteiligung ........................................................................ 25

3 Leitbild und Entwicklungsstrategie .................................................................................................... 29

3.1 Leitziele und Handlungsbedarf ................................................................................................... 29

3.1.1 Gesamtstädtische Ziele ........................................................................................................ 30

3.1.2 Ziele für die Stadtteile Pries/ Friedrichsort ..................................................................... 31

3.1.3 Leitziele / Profil ....................................................................................................................... 34

4 Maßnahmenkatalog ............................................................................................................................... 35

5 Flächenszenarien ..................................................................................................................................... 49

5.1 Drei Stadtteilszenarien.................................................................................................................. 49

5.1.1 Szenario 1 – Schwerpunkt Wohnen .................................................................................. 50

5.1.2 Szenario 2 – Schwerpunkt Gewerbe ................................................................................. 52

5.1.3 Szenario 3 – Schwerpunkt Grün/ Freizeit/ Tourismus/ Maritim .............................. 54

5.2 Qualitative Bewertung der Szenarien ....................................................................................... 56

5.3 Quantitative Bewertung der Szenarien .................................................................................... 60

Quellenverzeichnis .......................................................................................................................................... 61

Abbildungsverzeichnis .................................................................................................................................... 63

Tabellenverzeichnis ......................................................................................................................................... 63

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

1 Einleitung

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Für beide Konzepte werden drei Berichte mit entsprechenden Leitzielen und Handlungsemp

fehlungen erstellt. Entsprechende grundsätzliche Kapitel zu Verfahren, Herangehensweise und

Ablauf finden sich in allen Berichten.

Der erste Bericht zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Pries/ Friedrichsort mit dem

Titel „Analyse“ erläutert den Planungsablauf sowie die SWOT Analyse, benennt die Stärken,

Schwächen, Chancen und Risiken der Stadtteile und zeigt Flächenbedarfe und Flächenpotenzi

ale sowie sonstige räumliche Entwicklungspotenziale auf.

Aufbauend auf den ersten Bericht, der die bisherige Stadtteilentwicklung analysiert und aufbe

reitet, beinhaltet der vorliegende zweite Bericht zum Integrierten Stadtteilentwicklungskon

zept Pries/Friedrichsort mit dem Titel „Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien“ eine

detaillierte Darstellung der Öffentlichkeitsbeteiligung (Bürgerbeteiligung sowie Kinder und

Jugendbeteiligung) und erläutert die aus der vorangegangenen SWOT Analyse erarbeiteten

Leitbilder und Entwicklungsstrategien im Entwurf.

Ferner beinhaltet der Bericht einen Maßnahmenkatalog, in welchem die wichtigsten mit der

Bürgerschaft erarbeiteten Ziele, Handlungsbedarfe und Entwicklungsschwerpunkte für die

Stadtteile Pries und Friedrichsort aus dem Beteiligungsverfahren jeweils zusammengefasst

und durch die Gutachter aufbereitet werden. In ihm werden weiterhin Maßnahmen sowie

weitere Schritte zur Aufwertung, zukünftigen Entwicklung und dem zukunftsfähigen Umgang

für und mit den Stadtteilen vorgeschlagen.

Zur Diskussion, in welche Richtung sich die Stadtteile entwickeln soll und unter Beachtung der

Rahmenbedingungen entwickeln kann, wurden drei Szenarien zu den zukünftigen Flächennut

zungen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen erarbeitet (Wohnen, Gewerbe,

Grün/Freizeit/Tourismus). Die Szenarien stellen eine langfristige und mögliche Perspektive dar

und reflektieren die Ergebnisse der Bürgerwerkstätten.

Die stadtweit geltenden Grundsätze der Siedlungsentwicklung der Landeshauptstadt Kiel (vgl.

INSEKK, S. 12), wie „Innen vor Außenentwicklung“ bilden die Grundlage der Flächenszenarien

und werden beachtet. Für die vorhandenen Flächenpotenziale wurden den Schwerpunkten

entsprechend unterschiedliche Nutzungen vorgesehen.

In einer ersten Bewertung werden die Szenarien mit den stadtteilbezogenen Bedarfen, die im

ersten Bericht dargestellt sind, sowie den Entwicklungszielen aus dem zweiten Bericht abge

glichen.

Der dritte Bericht mit dem Titel „Integriertes Handlungskonzept“ soll die Ziele sowie ein da

rauf aufbauendes Flächenkonzept (resultierend aus den Flächenszenarien aus dem zweiten

Bericht) für die zukünftige Entwicklung der Stadtteile enthalten. Darüber hinaus sollen aus

dem in Bericht 2 dargestellten Maßnahmenkatalog fünf Schwerpunktmaßnahmen durch die

Ortsbeiräte unter Beteiligung der Öffentlichkeit ausgewählt werden, die anschließend prioritär

umgesetzt werden sollen.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

2 Beteiligung der Öffentlichkeit

2.1 Planungswerkstatt mit den Bürgern

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils ist ein wesentliches Element

bei der Erstellung des Stadtteilentwicklungskonzeptes. Hierfür wurde eine Planungswerkstatt

in einer im Stadtteil gelegenen und gut erreichbaren Schule durchgeführt.

Zu der Veranstaltung wurde durch Plakate, durch Post

einwurf und Presse eingeladen. An der Planungswerk

statt, die an einem Sonnabend von 11 Uhr bis 18 Uhr

stattfand, nahmen ca. 50 Bürgerinnen und Bürger teil.

Interessierte teil. Die Veranstaltung begann mit einem

ca. zweistündigen Rundgang durch den Stadtteil, in

dessen Rahmen auf positive und negative Entwicklun

gen, Probleme und wichtige Themen hingewiesen wur

de.

Anschließend wurden die bisherigen Ergebnisse der

Analyse durch das Planungsteam vorgestellt. In Arbeits

gruppen und an Planungstischen wurde über die Ergeb

nisse aus der Analyse sowie über mögliche Flächenpo

tenziale für Wohnentwicklung und andere Entwick

lungspotenziale diskutiert.

Abb. 1: Plakat Planungswerkstatt

Wichtiges Thema in der Diskussion war u.a. das Zent

rum. Dieses soll attraktiver gestaltet und der Konflikt

zwischen Fußgängern und parkenden Autos gemindert

werden. Hoher Handlungsbedarf besteht aus Sicht der

Teilnehmenden an der Planungswerkstatt bei der Stromeyerallee und der so genannten Roten

Siedlung, insbesondere in Bezug auf die Gebäudesubstanz. Eine Bebauung von Grünflächen im

Stadtteil wurde kritisch diskutiert. Eine Kooperation mit den Nachbargemeinden (z.B. Alten

holz) und Nachbarstadtteilen (Schilksee, Holtenau) bei der Suche nach Wohnbauflächen wurde

empfohlen. Wichtig war fast allen Teilnehmenden eine Fuß und Radwegeverbindung nach

Holtenau entlang des Fördeufers, sowie ein bessere Anbindung an den Strand. Für die ver

schiedenen Themen wurden zahlreiche Ideen entwickelt und auf Stelltafeln und in Skizzen

festgehalten.

2.1.1 Protokoll Planungswerkstatt

Die vollständigen Ergebnisse der Diskussion sind im folgenden Protokoll festgehalten:

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

Beteiligungsverfahren Stadtteilentwicklungskonzept Pries / Friedrichsort

Abb. 2:

Fotos Planungswerkstatt

Protokoll der Planungswerkstatt am 9.6.2012

Ort:

Aula der Fritz2Reuter2Grundschule

Fritz2Reuter2Straße 79

24159 Kiel

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

1 Ablauf

Protokoll Planungswerkstatt

11.30213.15 Uhr Stadtteilrundgang

13.30 Uhr aktive Pause mit Imbiss

14.00 Uhr Begrüßung

Bürgermeister Peter Todeskino, Landeshauptstadt Kiel

Überblick Ablauf und Zielsetzung

Margit Bonacker, konsalt GmbH

Vortrag Einführung + Analyseergebnisse

Bastian Schröder, konsalt GmbH

Anja Schwarz, ppp architekten und stadtplaner

15.00 – 17.30 Uhr Workshop

15.00 Uhr 1. Runde: Analyse und Ziele

15.45 Uhr „Ergebnis2Galerie“

16.00 Uhr 2. Runde: Planung

17.15 Uhr Kaffee2Pause

17.30 Uhr Ergebnispräsentation

18.30 Uhr Ende

2 Teilnehmende

An der Veranstaltung nahmen insgesamt ca. 50 Bürgerinnen und Bürger aus beiden Stadttei

len teil. Es waren Anwohnende, Mitglieder des Ortsbeirates sowie Vertreterinnen und Vertre

ter verschiedener Initiativen und sozialer Institutionen anwesend.

Abb. 2:

Wohnorte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

3 Rundgang

Protokoll Planungswerkstatt

Abb. 3:

Route Stadtteilrundgang

Die Teilnehmenden haben die Aufgabe, im Rahmen eines geführten Rundgangs ihre Sicht auf

den Stadtteil und an ausgewählten Orten darzulegen. Zudem sollen sie den Stadtteil aus be

stimmten Rollen wahrnehmen (Wohnungssuchender, Kind, bewegungseingeschränkte ältere

Frau, Investor, Immobilienentwickler, Tourist), die durch Lose bestimmt werden. Im Folgenden

finden sich die Ergebnisse dieses Rundgangs.

Abb. 4: Ergebnisse des Rundgangs 1

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Einkaufsstraße

Protokoll Planungswerkstatt

+ • Publikumsverkehr Marktstandort

• Kleiner Markt vor Leuchtturm

• Nette Atmosphäre, Cafés

• Kostenfreies Parken

2 • Leuchtturm engt ein?

• fehlendes Grün

• fehlende Aufenthaltsqualität

• Kino + Disco zur Belebung und Attraktivierung für junge Leute fehlen

• Strukturschwäche und fehlende (Angebot)

• Autos in der Einkaufszone

• Hinweisschild Zentrum fehlt

• Bestimmte Geschäfte fehlen

• Für Mobilitätseingeschränkte schwer zu erreichen

• Bushaltestelle zu weit weg

Kreuzung Brauner Berg/ An der Schanze

+ • Entwicklungspotenzial für Wohnen + Gewerbe

2 • Unübersichtlichkeit der Straße

• Straße gefährlich für Rollator Nutzer

• Orientierungsprobleme

• Zebrastreifen fehlt

• Pflaster nicht barrierefrei

• Schmutzige Straße

• Staus vom/zum Strand

• Ausschilderung Strand fehlt

Redoute

+ • Flächenpotenzial für Wohnen, Zentrum nahes Wohngebiet möglich

• Keine Probleme bei Wohnungssuche in Pries/Friedrichsort, daher kein Bedarf zur

Bebauung der Redoute?

• Naherholung für Familien mit Kindern, Natur als Qualität

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

• Potenzial der Grünanlage nutzen

• Historische Bezüge zur Festung wiederherstellen

• letzte Grünfläche im Wohngebiet

• Spielparadies für Kinder

• Bürgerpark Initiative

• Gute Luft, Natur hat sich Ort zurückerobert

2 • mangelnde Grünpflege

Skagerrakufer

+ • Allee hat Charme

• Verbindung über Stege am Industriegebiet vorbei schaffen

• Entwicklung in Richtung „Docklands“ möglich (Industriekultur)

• Potenzial für Segler

• Potenzial für Wassertaxis zur schnellen Anbindung (andere Uferseite)

• Gute Lage für schwimmende Häuser

• Promenade nach Holtenau über das MFG 5 mit Abzug der Marine wieder möglich

2 • Fehlender Zugang zum Falckensteiner Strand durch Industriegebiet

• durch Einzäunung von Caterpillar viele Sackgassen

• Fehlende direkte Anbindung nach Holtenau

• Christianspries: Ausschilderung zum Strand für Radfahrer

• Hinweisschild zum Zentrum + Fähre

• Glasscherben am Strand

• Fehlende Toiletten

• Fehlende Gastronomie

• Müllentsorgung (Tonne) fehlt

Schule / Park / Stromeyerallee

+ • schönes Naherholungsgebiet

• Spielmöglichkeiten für Kinder

• Nähe zum Heischertal

• Radtourismus

• als Anwohner keine Probleme mit Stromeyerallee

• Wohnungen sind gut geschnitten

2 • Wanderwege nicht ausgewiesen

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

• Hinweisschilder zugeklebt

• Radwege nicht ausgeschildert

• Bahnübergang in Koloniestraße problematisch

• Konflikte Verkehr (Christianspries), keine 30er Zone

• Anlaufstelle für Familien fehlt

• Baugebiet Fritz Reute Straße nicht genutzt (kein Bedarf oder ist der Ruf das Prob

lem?)

• am Stickenhörn fehlt Nahversorgung

• schlechte Pflege der Gebäude in der Stromeyerallee

Kreuzung Steenbarg Fritz2Reute2Straße

• Dorf Pries „Vergessener Teil“ > in Konzept beachten

Abb. 5: Ergebnisse des Rundgangs 2

4 Einführung und Analyse

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

Herr Kraft als Schulleiter und Gastgeber begrüßt die Anwesenden. Er ist erfreut darüber, die

Schule für die heutige Veranstaltung zur Verfügung stellen zu können. Die Schule wurde 2006

eingeweiht, auch mit dem Ziel, diese für die Stadtteilöffentlichkeit für Veranstaltungen wie

heute zu öffnen. Er wünscht allen Beteiligten viel Erfolg.

Frau Bonacker (konsalt GmbH) bedankt sich vorab für das Engagement und die Möglichkeit,

die Fritz Reuter Schule für die heutige Veranstaltung zu nutzen. Sie stellt das bisherige Verfah

ren und den Ablauf des Tages vor.

Herr Todeskino (Bürgermeister) begrüßt die Teilnehmenden und spricht seinen Dank aus, dass

diese an einem Samstag ihr Engagement für ihren Stadtteil zur Verfügung stellen. Er wünscht

sich aber, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger, von sich aus die Beteiligung einfordern und

sich einbringen.

Herr Todeskino erläutert, dass beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept für Kiel (INSEKK)

Handlungsbedarfe in Pries/Friedrichsort lokalisiert wurden. Deswegen wurden diese Stadtteile

für die Stadtteilentwicklungskonzepte ausgewählt. Die Stadtteile Holtenau und

Pries/Friedrichsort werden gemeinsam betrachtet, weil die dazwischen liegenden Flächen

(MFG5 / Flughafen) von besonderer Bedeutung sind. Ziel ist es nun, mit den Bürgerinnen und

Bürgern gemeinsam eine nachhaltige Nutzung zu entwickeln. Dabei sollen Arbeitsplätze und

Wohnen mit einem lebenswerten Wohnumfeld verbunden werden. Auf der heutigen Veran

staltung möchte die Verwaltung auch erfahren, wo Nachverdichtung aus Sicht der Bevölke

rung möglich ist. Herr Todeskino wünscht den Teilnehmenden einen erfolgreichen Verlauf und

eine konstruktive Diskussion.

Herr Schröder (konsalt GmbH) gibt einen Überblick über das Planungsvorhaben, zeigt einen

Rückblick auf den Rundgang und präsentiert die Ergebnisse der Stärken Schwächen Analyse

(SWOT Analyse) für die Themenfelder Bevölkerung, Wohnen, soziale Infrastruktur und mögli

che Flächenbedarfe für die Wohnraumentwicklung in Pries/Friedrichsort.

Frau Schwarz (ppp architekten und stadtplaner) stellt die Ergebnisse der Stärken Schwächen

Analyse für die Bereiche Architektur und Städtebau, Grün und Freiflächen, Verkehr, Tourismus

und Wirtschaft und Einzelhandel vor. Dabei geht sie auf die Lage von Pries und Friedrichsort

ein und stellt die Flächenpotenziale sowie sonstigen Handlungsbereiche für die Stadtteile vor.

5 Workshopphase

Es folgt ein 2,5 stündiger Workshop. Zuerst werden in drei Gruppen grundsätzliche Themen

sowie die vorgestellte Analyse diskutiert. Anschließend werden an fünf Planungstischen ver

schiedene räumliche Entwicklungsschwerpunkte und flächen bearbeitet.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

5.1 Übersicht Planungstische

Protokoll Planungswerkstatt

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen können in einer Pause und während der Arbeit an den Pla

nungstischen eingesehen werden. Die Ergebnisse der Tische werden abschließend im Plenum

vorgestellt.

5.2 Ergebnisse Arbeitsgruppen

AG1 Architektur, Städtebau, Grün2Freiraum und Verkehr

Teilnehmende: Anwohnende, soziale Institutionen und Vereine, Verwaltung

Ergänzung Stärken /

Chancen

Ergänzung Schwächen /

Risiken

Landschaft / Freiraum

Falckensteiner Strand, Zugänglichkeit für bewegungseingeschränkte Per

sonen verbessern.

Grünzone: Heischertal, Stekendammsau.

Redoute: ursprünglicher Naturraum, Potenzial als „Bürgerpark“.

Städtebau Architektur

Geschichtspfad (Historische Hintergründe).

Landschaft / Freiraum

Probleme mit Vandalismus / Graffiti.

Mülleimer: Krähen und Möwensicherung fehlen.

Pflege der Grünanlage ist generell problematisch.

Redoute: fehlende Bänke, mangelnde Sauberkeit, die Stadt pflegt die Flä

che nicht, ist generell schlecht zugänglich.

Fehlende Ausschilderung zu den Naturdenkmälern.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Strand: Müllereimer quellen über und Hundebeutel fehlen.

Städtebau Architektur

Hochhäuser stören das Stadtbild.

Verkehr

Ottomar Enking Straße ist eine Rennstrecke.

Protokoll Planungswerkstatt

Strandverkehr im Sommer ist problematisch (Koppelberg, Fördestraße).

Einkaufsstraße zu eng durch Zweirichtungsverkehr und beidseitigem Par

ken

Straßendecke „Zum Dänischen Wohld“ ist sanierungsbedürftig.

Ziele:

Landschaft / Freiraum

Grünflächen erhalten und verbessern.

Naherholung.

Verkehr

Einkaufsstraße als Einbahnstraße!

AG2 Wohnen, Soziales, Kultur, Freizeit

Teilnehmende: Anwohnende, soziale Institutionen und Vereine, Ortsbeiratsmitglieder

Überschrift / Titel:

Ergänzung Stärken /

Chancen

Ergänzung Schwächen /

Risiken

„Rohdiamant“ Pries/Friedrichsort

Kultur / Soziales:

Vielfältiges Angebot vorhanden: Kulturladen, Kirchengemeinde und

Sportvereine, Moschee und Stadteilbücherei.

Bethlehemkirche mit ihrem Kulturangebot.

Wohnen:

Die Stromeyerallee ist besser als ihr Ruf, die Wohnungen in den Hochhäu

sern haben Potenziale.

Potenzial: In vielen Einfamilienhäusern wohnen ältere Menschen. Diese

Häuser werden mittelfristig frei werden.

Kultur / Soziales:

Kulturladen wird von bestimmten Gruppen nicht genutzt.

Es gibt Hemmschwellen zu Gruppen von Menschen mit Migrationshinter

grund und andersherum.

Wohnen:

Aktuell angebotene Häuser sind oft zu klein, entsprechen nicht der Nach

frage. Es gibt nur wenige attraktive Wohnungen auf dem Markt.

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Protokoll Planungswerkstatt

Ziele:

Vorschläge:

Angebote an bezahlbaren, großen Mietwohnungen schaffen, ergänzt

durch neue Einfamilienhaus Angebote.

Die Ausbaureserven der Bestandsgebäude (Dachböden etc.) nutzen.

Großer „neutraler“ (konfessionsloserer) Mehrzweckraum als Ergänzung

der bestehenden Räume. Ggf. bestehende leerstehende Gebäude umnut

zen, z.B. alte Tennishalle.

Einführung von „Spielplatzpaten“.

Neubaugebiet an der Fördestraße: Hohenleuchte.

Aktueller Umbau an der Schanze / Brauner Berg: Obergeschosse mit

Wohnen?

AG 3 Gewerbe, Einzelhandel, Wirtschaft, Tourismus

Teilnehmende: Anwohnende, soziale Institutionen und Vereine, wirtschaftliche Akteure und interessierte

Engagierte

Überschrift / Titel:

Ergänzung Stärken /

Chancen

Ergänzung Schwächen /

Risiken

Leben und Arbeiten am Meer. Versteckte Vielfalt. Wandel wagen!

Gewerbe , Einzelhandel

Ergänzung: Der Mix ist gut: Wohnen, Gewerbe und Freizeit in einem

Stadtteil.

Consist als starkes lokales Unternehmen. Hier gibt es (anders als in der

Analyse benannt) auch Beschäftigungsentwicklung aus dem Bestand her

aus.

Tourismus

Feriendorf Falckenstein und Yachthafen

Gewerbe , Einzelhandel

Qualität des Einzelhandels ist schlecht

Im Zentrum fehlende Aufenthaltsqualität (Autoverkehr!)

Einseitigkeit der Angebote im Einzelhandel

Tourismus

Fernradwege führen nicht am Strand entlang

Infrastruktur am Strand fehlt

Kein freier Zugang zum Meer aufgrund der Einzäunung des Industriege

biets und im Bereich der Werften

Bessere Verknüpfung von Strandbereich und Zentrum, um im Sommer das

Zentrum zu beleben.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

Ziele / Vorschläge:

Forschung + Entwicklung, Trainingscenter für maritime Wirtschaft in der

Festung.

Offene Fragen

Was geschieht mit dem Flughafen?

Idee: Wochenendöffnung der Geschäfte im Zentrum während der Strand

saison.

Zukunft des Britischen Yacht Clubs?

Idee: Bootsfahrten zum außenliegenden Leuchtturm (also von Leuchtturm

zu Leuchtturm) als Touristenattraktion anbieten.

5.3 Ergebnisse Planungstische

Tisch 1 Rote Siedlung, Stromeyeralle, Schule/Park

Rote Siedlung

• Die Gebäude und das Gesamtensemble sind von außen schön, eigentlich ist das Gebiet

attraktiv. Das Gebiet hat bauliche Ressourcen. Die Gebäude verfallen aber mit der Zeit.

Es ist nötig, dass auf die Eigentümer Druck ausgeübt wird, etwas zu tun.

• Probleme tauchen auf, wenn man nichts tut. Dahingehend bestehen Parallelen zur

Stromeyerallee. Ziel sollte sein, die Abwärtsspirale zu stoppen und den Charme der

Siedlung zu nutzen.

• Die Wohnungen sind teilweise schlecht und sehr klein

• Vorschlag: Wohnungen zusammen legen (z.B. drei Wohnungen zu einer neuen), um so

ein attraktiveres Wohnangebot zu schaffen.

• Die Fassaden müssen teilweise neu gestaltet werden.

Stromeyerallee

• Eigentlich mit das wichtigste Thema des Stadtteils.

• Die Gebäude müssten saniert werden und die Wohnungen attraktiver neu gestaltet,

ggf. baulich verändert werden. Auch wenn es sehr aufwendig erscheint.

• Das Problem ist, dass weder der alte Eigentümer noch der neue Investor handeln.

• Mindestens sollte ein vergleichbares Beratungsangebot wieder installiert werden, wel

ches bereits vorhanden war. Die Schließung der „Ecke 38“ wird kritisiert, das Bera

tungsangebot fehlt.

• Es gibt einen sehr gutgeführten und gut gelegenen Kindergarten. Dessen baulich

räumlichen Bedingungen sollten verbessert werden.

Schule / Park

• Im Park sind keine großen Maßnahmen nötig. Die Grünfläche am August Hinrichs Weg

ist ein Potenzial.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

• Grünflächen könnten neu belebt werden, z.B. den Abenteuerspielplatz aufwerten, Café

für Eltern einrichten.

• Die Räume des Kulturladens sind für viele Aktivitäten zu klein. Die IGS würde sich da als

Alternative anbieten. Sie ist ein regionaler Treffpunkt, ein kultureller Begegnungsraum

z.B. durch die Stadtteilbücherei. Es ist also eigentlich ein Zentrum vorhanden, welches

allerdings einer umfangreichen Sanierung bedarf.

• Die Aula oder Mehrzweckhalle der Schule könnte als Raum für 250 300 Personen nutz

bar sein. Sie sollte daher neu aktiviert und umgebaut werden, um sie auch für weitere

Veranstaltungen nutzbar zu machen.

• Für zusätzliche Aktivitäten fehlt allerdings Personal.

• Dazu muss geklärt werden, wer Abendveranstaltungen begleitet (z.B. Hausmeister), da

dies nicht die Aufgabe der Schule alleine sein kann.

Sonstiges:

• Jugenddorf Falckenstein soll erhalten bleiben.

• Problem: Vandalismus auf dem Abenteuerspielplatz Idee: Patenschaften für die Pflege

der Anlage

Tisch 2 „Zentrum“

Zentrum Friedrichshort

• „Das Angebot für den täglichen Bedarf ist da, aber…“ Die inhabergeführten Geschäfte

gehen zurück. Die Friedrichsorter Straße ist nicht zum Flanieren geeignet (ruhender

Verkehr stört).

• Um das Zentrum attraktiver zu machen, soll insgesamt eine „Willkommenskultur“ ge

schaffen werden. Dazu gehört vor allem eine deutlich verbesserte Beschilderung, so

dass man sich im Stadtteil geleitet und eingeladen fühlt.

• Es sollen zusätzliche Spielmöglichkeiten (z.B. vor Rossmann) und Begegnungsräume für

Jüngere und Ältere geschaffen werden („Piazza“) mit bequemen Sitzbänken

• Es gibt einen Nutzungskonflikt zwischen Passanten und Autos. Das massive Parken

wird als störend empfunden. Ziel sollte sein, die Straße als Fußgängerzone aufzuwer

ten und besonders fahrradfreundlich zu gestalten.

• Die Anbindung an den Strand soll verbessert werden. Dazu wird ein Weg durch das

Gewerbegebiet vorgeschlagen vorbei am Friedhof und Caterpillar.

Zentrum Brahmsweg

• Zentrum ist übertriebener Begriff, aber es gibt einiges an Angebot (gut: Apotheke, Bä

cker).

• Das Wohnangebot ist problematisch, da viele Gebäude einen hohen Sanierungsbedarf

haben.

• Hier leben viele ältere Menschen > Wohnangebot für Familien attraktiver machen.

Generelles

• Signalampeln sollten im Stadtteil ergänzt werden.

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• ÖPNV ist verbesserungswürdig und nicht barrierefrei.

Protokoll Planungswerkstatt

Tisch 3 „MFG 5“

• Freizeitindustrie wird als eine Entwicklungsmöglichkeit gesehen. Den Plüschowhafen

könnte man als Segelhafen ausbauen und zukünftig auch den Britischen Jachtclub in

tegrieren.

• Eine fußläufige Durchwegung sollte am Wasser möglich sein und nicht irgendwo. Das

Gelände sollte weitestgehend öffentlich zugänglich sein (Nicht nur ein „Tunnel“ und

links und rechts „Betreten verboten“).

• Ziel: Holtenau und Pries/Friedrichsort sollen zusammenwachsen.

• Vision: Schließung des Flughafens. Die Flughafennutzung hätte große Konflikte mit ei

ner Wohnnutzung. Wohnen sollte auch soziales Wohnen beinhalten.

• Industrie und Gewerbe sollten im Bereich des Flughafens mit einer direkten Anbindung

an die B 503 angesiedelt werden.

Abb. 6: Skizze des Planungstisches 3

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Tisch 4 Redoute/Grüffkamp

Protokoll Planungswerkstatt

Am Planungstisch wurde die Idee der Bebauung der Redoute sehr kritisch gesehen. Zum einen

weil dieses „Kleinod“ nicht vernichtet werden soll und zum anderen wird befürchtet, dass dort

vor allem exklusives Wohnangebot verwirklicht werden würde. Es wird stattdessen ein Bür

gerpark mit Lernpfad vorgeschlagen. Die Zugänglichkeit müsste zusätzlich verbessert werden,

der „wilde Charakter“ der Fläche wird aber als Potenzial gesehen.

Die Gruppe hat sich daraufhin grundsätzlich mit den Möglichkeiten des Stadtteils auseinander

gesetzt, Wohnungsbau zu verwirklichen.

• Das Potenzial der NFK Flächen und der Ausbau von Dachböden etc. sollen geprüft und

ausgeschöpft werden.

• Der Stadtteil kann aber einen erhöhten Wohnbedarf nicht alleine lösen.

• Für einen erhöhten Flächenbedarf braucht es einen „großen Wurf“.

• Dazu müssten Schilksee und Holtenau hinzugezogen werden.

• MFG 5 und das Gebiet Hohenleuchte werden als Potenzial gesehen.

• Der Bereich Redderkoppel, der noch nicht gewerblich entwickelt ist, sollte als Wohn

baufläche geprüft werden,

• Wenn er entwickelt wird, sollte der Bereich Grüffkamp inklusive dem Maisfeld entwi

ckelt werden. Auch die Lindenau Werft wird mittel bis langfristig als Potenzial für

Wohnen gesehen.

Abb. 7: Flächenpotenzial an Planungstisch 4

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Tisch 5 „Festung Friedrichsort“ – Ufer Strand

Protokoll Planungswerkstatt

Der Planungstisch hat für den Bereich Festung / Falckensteiner Strand zwei „Visionen 2030“

entwickelt. „Vision Strand“ und „Vision Gewerbe“

„Vision Strand“

• Die Festung soll zu einem Trainingscenter für Seminare, Veranstaltungen usw. umge

baut werden („Friedensfestung“). Der Leuchtturm soll begehbar sein, für Schiffe könnte

er zu einer Begrüßungsanlage umgebaut werden.

• Es sollen Verbindungen zwischen Stickenhörn und Falckenstein sowie nach Holtenau

geschaffen werden. Das Ufer soll frei sein für Fußgänger und Radfahrer. Der Zugang

zur Mole muss einladender gestaltet werden. Verschiedene Ansiedlungen (Cafés, Mini

golf, Strandsauna usw.) am Strand verbessern die Aufenthaltsqualität.

• Das Skagerrakufer muss einen maritimen Charakter und mehr Leben entwickeln. Das

kann nur durch entsprechende Infrastruktur entstehen (Toiletten, Gastronomie). Be

sonders wichtig sind die Durchgängigkeit des Industriegebietes zum Strand hin und

der Abbau der Zäune. Die Werft muss an das Skagerrakufer angebunden werden (The

ma Wohnen und Arbeiten).

• Ideen: schwimmender Campingplatz, Café auf der Toilettenanlage, Hotel + Gastrono

mie – Strandbar mit schöner Architektur, moderne Trimm Dich Pfade, Strandsauna.

„Vision Gewerbe“

• Zur Umsetzung ist das Öffnen des Gebietes von großer Bedeutung. Der Zaun muss

weg, alte Wegeverbindungen erschlossen und die Parzellen vergrößert werden.

• Das Gebiet könnte auf den vorhandenen Eisenbahnschienen nach Holtenau mit einer

Straßenbahn erschlossen werden. Denkbar ist die Nutzung eines Teilbereiches als Fes

tivalgelände (Panzerteststrecke). Es muss eine Mischung aus Kultur, Wirtschaft, Tou

rismus und Bevölkerung angestrebt werden.

• Die Unternehmen brauchen ein „Gesicht“. „Gewerbegebiet Christianspries“ (Namens

vorschlag)

Abb. 8: Skizzen des Planungstisches 5

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/ Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Planungswerkstatt

Schriftlicher Beitrag „Vorschläge von Ratsherr Huckriede“

Falkensteiner Strand

• Rad /Gehweg am Strand von Deichweg nach Schilksee

• Deckenerneuerung Deichweg (mit Parkstreifen)

• Gehwegverbindung vom Skagerrakufer an MAK vorbei über die Festung zum Deichweg

Neugestaltung des Stadtteilzentrums

• Deckenerneuerung „Zum Dänischen Wohld“ mit Bushaltestelle

• „Anhübschen“ des Ortskerns (Streichen der Beleuchtung, Fahrradbügel etc.)

Durchbindung der Strandstraße

• Verbindung Friedrichsort / Holtenau mindestens für Busse und Radverkehr

6 Abschluss und Ausblick

Kathrin Teichert, (Dezernat für Stadtentwicklung, Stadt Kiel) dankt dem Planungsteam und der

Moderation für die erfolgreiche Veranstaltung sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

für ihre engagierte Mitarbeit. Sie gibt einen Ausblick auf das weitere Verfahren: Das Planungs

büro arbeitet während der Sommerpause weiter am Konzept. Der nächste Schritt ist das For

mulieren von Entwicklungszielen und Szenarien. Die Szenarien werden durchgespielt und ge

prüft. Voraussichtlich im September werden die Ergebnisse in den Ortsbeiratssitzungen vorge

stellt. Danach geht das Konzept in die gesamtstädtische Politik. Im März 2013 sollen die inte

grierten Stadtteilentwicklungskonzepte fertiggestellt und abschließend präsentiert werden.

Die Öffentlichkeit wird in einer weiteren Veranstaltung erneut beteiligt.

Die Veranstaltung endet um 18.30 Uhr.

Protokoll: Bettina Bachmeier / Bastian Schröder

22


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

2.2 Kinder2 und Jugendbeteiligung

Im Spätsommer / Herbst 2012 erfolgte zusätzlich eine Beteiligung von Kindern und Jugendli

chen unter Einbindung der örtlichen Schulen und Jugendeinrichtungen. Dazu wurden in Kiel

Pries/Friedrichsort und in Kiel Holtenau im September 2012 alle Schulen und Jugendeinrich

tungen angeschrieben, um mit den Kindern und Jugendlichen an dem Verfahren teilzuneh

men.

Für diese Beteiligungsphase war folgender Zeitplan vorgesehen:

1.8.2012 Versand der Unterlagen/ 24.8.2012 Anmeldeschluss zur Teilnahme an Befragung und

Ideenwettbewerb/ 21.9.2012 Abgabe der Beiträge

Es beteiligten sich die Klasse 4b von der Grund und Regionalschule in Holtenau mit 15 Schü

lern zwischen neun und zehn Jahren, die Klasse 3c von der Fritz Reuter Grundschule in

Pries/Friedrichsort mit 20 Schülern im Alter von acht und 9 Jahren sowie einige Jugendliche

aus dem Jugendtreff des Ortscaritasverband in Kiel Holtenau. Auf vorbereiteten „Steckbriefen“

und „Schatzkarten“ sollten die Kinder und Jugendlichen dazu darstellen, was ihnen in ihren

Stadtteilen besonders gut gefällt oder was ihnen nicht gefällt. Die Steckbriefe waren so konzi

piert, dass die Kinder und Jugendlichen Einschätzungen zu besonderen Orten in ihrem Stadt

teil geben konnten. Dabei war es wichtig, dass nicht nur „gute“ und „schlechte“ Orte oder Ge

gebenheiten angegeben wurden, sondern auch Verbesserungsvorschläge eingebracht werden

konnten.

Mit großem Engagement hat die Klasse 3c der Fritz Reuter Grundschule in Pries/ Friedrichsort

unter Anleitung ihrer Lehrerin Frau Alexandra Obolenski gearbeitet. Hier wurde etwa einen

Monat fächerübergreifend an dem Stadtteilprojekt gearbeitet. Die Arbeiten fanden sowohl in

der Schule als auch im Stadtteil statt und umfasste unterschiedliche Sozialformen (Klassenun

terricht, Gruppen , Partner und Einzelarbeit). Neben Gesprächen mit Eltern und ortsansässi

gen Geschäftsleuten wurde auch ein Interview geführt.

Als Ergebnis der Workshops entstanden Kollagen zu verschiedenen Themen.

Die Schüler der Klasse 4b aus Holte

nau fertigten Kollagen und handge

malte Bilder der vorhandenen Spiel

plätze an und äußern Verbesse

rungsvorschläge und Wünsche um

die Attraktivität auf den Spielplätzen

zu steigern.

Abb. 9:

Spielplatz3Kollagen der Grund3 und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b

23


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Holtenau Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Die Klasse 3c aus Pries/ Friedrichsort stellt auf zwei großen Plakaten dar, was ihnen an Ihrem

Stadtteil gut , bzw. was ihnen nicht gefällt. Zudem wurden im Kunstunterricht zwei Strandkol

lagen gebastelt auf denen ebenfalls Verbesserungsvorschläge abzulesen sind. Ferner wurden

von Jugendlichen aus dem Jugendtreff des Ortscaritasverbands in Holtenau einige Steckbriefe

eigereicht.

Abb. 10: Strandkollage Fritz3Reuter Grundschule Pries/Friedrichsort, Klasse 3cKinder

24


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

2.2.1 Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

Schulklasse 4b der Grund2 und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b

Was gefällt euch

ganz besonders

an Holtenau?

Was gefällt euch nicht

in Holtenau?

Was fehlt euch in Holte2

nau?

Was würdet ich euch

für diesen Ort wün2

schen?

- Schiffercafé

- Holtenau ist

schön klein

- Ecken, die na

turbelassen sind

-

- Leuchtturm

- man kennt viele

Leute

- man kann

schnell überall

hin

- Die Flugzeuge, die

vormittags über die

Schule fliegen

- Graffiti an Häusern

- dass der Flughafen

weg soll

- kein Durchgang zu

Friedensort

- Es gibt keinen Platz

für einen Hundeaus

lauf

- Laden für Tierfutter

- Geschäfte für größere

Kinderkleidung oder Se

condhandladen

- Platz nur für große Kin

der

- Spielmöglichkeiten an

und auf Bäumen

- Kino

- Rossmann soll bleiben

- Einen richtigen Eisla

den

- Flughafen

Abb. 11: Spielplatz3Kollagen der Grund3 und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b

25


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Holtenau Bericht 2

Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

Abb. 12 und 13: Spielplatz3Kollagen der Grund3 und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b

Arbeitsgruppen Spielplatz Grund2 und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b

Was gefällt euch? Was gefällt euch nicht? Was würdet ihr euch für diesen

Ort wünschen?

Spielplatz Immelmanstraße

(Ende)

- Viel Platz

Spielplatz Eckbrook

- Schaukel

- Bäume

- Rutsche

Spielplatz Geheimrat Schulz

Weg

- Reckstangen

Spielplatz Lindenweg 11 13

- Karussell

- Rutsche

- Schaukel

- Wasser

- Keine Bäume, viel Unkraut - Rennbahn für elektrische Autos

- Abgezäuntes Areal

- Hundeschiete wegen zu weni

gen Mülleimern

- See für Modellboote

- Bäume mit Seilen

- Labyrinth aus Hecken (2 m hoch)

- Bodentrampolin

- Wasserfall

- Wassergraben

- Bäume mit Seilen

- Langweilig - Findlinge zum Verstecken und

Klettern

- klein

- die Hängematte ist hart

- Kleine Sandkiste

- Niedrigseilgarten

- Drehbares Karussell

- Wipppferd

- Vogelnestschaukel

- Baum mit Bank drumherum

- Mehr Bäume

- Reckstangen

- Wippe

- Drehscheibe

26


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Holtenau Bericht 2

Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

Fritz2Reuter Grundschule: Klasse 3c; Pries / Friedrichsort

Was gefällt euch? Was gefällt euch nicht? Was würdet ihr euch für die2

sen Ort wünschen?

- Reiten in der Nähe

- Schwimmhalle in der Nähe

- Kinderleichtathletik in Schilk

see

- Fußballvereine

- 2 Eisdielen

- Nicht nur Grundschule son

dern auch Gemeinschaftsschu

le mit gymnasialer Oberstufe

- Unsere Schule liegt mitten im

Ort

- Viele Spielplätze

- Hier leben viele Kinder

- Hafen

- 2 Strände

- Viel Grün zum Verstecken spie

len und Natur erleben

- Viele Angebote in der Kirche:

Singen, Pfadfinder, Flöten,

Theater spielen

- Ganz viele Sportangebote:

Handball, Tischtennis

- , Turnen, Judo, Fußball,

- Sportfeste

Der Bunker:

- Der Bunker ist nicht schön!

- Früher standen schöne Bäume

um den Bunker herum

- Um den Bunker ist viel Dreck

- In der Stadt:

- Schlechte Fuß und Radwege

- („Straße Brauner Berg“)

- Zu viel Dreck!

Wie man den Bunker nutzen

könnte:

- Kinder sollten den Bunker

anmalen dürfen

- Kinder Bäume und Blumen

pflanzen lassen

- Ein Dach würde den Bunker

verschönern

- Werkstätten im Bunker

(Handwerker)

- Kurse die Krach und Dreck

machen (schneiden, Schlag

zeug, Steine bearbeiten)

- Museum über Friedrichsort

- Museum über den Krieg

- Kino („Es ist doch schon schön

dunkel!“)

- Tierheim oder Tierberatungs

station (z.B.: „Fledermäuse, die

leben da doch schon“)

Ampeln sollten auch sonntags

funktionieren!

- Am Strand:

- Keine Wege für Rollstuhlfah

rer

- Man darf keine Sandburgen

bauen

- Es gibt keine Rutsche

- Mehr Wege für Kinderwagen

und Rollstuhlfahrer bis zum

Strand

- Es sollten Sandburgen gebaut

werden dürfen, das macht so

einen Spaß

- Eine Rutsche wäre toll!

27


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Holtenau Bericht 2

Protokoll Kinder2 und Jugendbeteiligung

Ortscaritasverband Kiel, Jugendtreff Holtenau, vier ausgefüllte Steckbriefe

Was gefällt euch?

- Steg, Kanalstraße an der Kurve

wo die Kastanienallee hinführt

- Einziger Ort wo man baden

kann

- Skatepark, unter der Brücke

- Einziger Platz zum Skaten

- Jugendtreff Holtenau, Jägeral

lee 22

- Toll und gemütlich, verschie

dene Spielmöglichkeiten

- Sportplatz, Nixenweg beim

TUS

- Fußballplatz

Was gefällt

euch nicht?

Was würdet ihr euch für diesen Ort

wünschen?

- Strand in Holtenau zum Baden

- Mehr Schanzen

28


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

3 Leitbild und Entwicklungsstrategie

3.1 Leitziele und Handlungsbedarf

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Aus der SWOT Analyse und den Gesamtstädtischen Zielen des INSEKK lassen sich für die Ent

wicklung der Stadtteile Pries/ Friedrichsort folgende Ziele ableiten:

Abb. 14: Ziele und Handlungsbedarf (ppp, konsalt, CIMA 2013)

29


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

3.1.1 Gesamtstädtische Ziele

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Aus dem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Kiel (INSEKK) ergeben sich für die Entwick

lung der Gesamtstadt Kiel Strategische Ziele und Grundsätze der Siedlungsentwicklung, die

auch für die Stadtteile Pries/ Friedrichsort gelten:

Strategische Ziele

• Soziale Stadt

• Kinderfreundliche Stadt

• Klimaschutzstadt

• Kreative Stadt

• Innovative Stadt

Grundsätze der Siedlungsentwicklung

• Innen vor Außenentwicklung

• Ringförmige, über grüne Speichen miteinander verbundene Freiraumentwicklung mit

der Förde als blaues Herz der Stadt

• Gegliederte Stadtstruktur und differenzierte Stadtteilentwicklung

• Entwicklung einer urbanen und vitalen Innenstadt

• Polyzentrische Stadtentwicklung

Querschnittsziele

• Haushaltskonsolidierung

• BürgerInnenbeteiligung und Verwaltungsmodernisierung

• Geschlechtergerechtigkeit

• Die Chancen des Demographischen Wandels gestalten

30


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

3.1.2 Ziele für die Stadtteile Pries/ Friedrichsort

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Aus der vorangegangenen SWOT Analyse ergeben sich für die Entwicklung der Stadtteile

Pries/ Friedrichsort folgende Ziele:

Städtebau und Architektur

Ziele:

• Sicherung und Weiterentwicklung von Qualitäten im Bestand

• Entwicklung der Konversions und Brachflächen

Handlungsbedarf:

• Nachhaltige und standortgerechte Entwicklung von Konversions und Brachflächen

• Erhalt und Sanierung schützenswerter Gebäude und historisch gewachsener Struktu

ren

• Energetische Quartiers und Gebäudesanierung

• Funktionsmängel

Bevölkerung und Arbeitsmarkt

Ziele:

• Profitieren am Wachstum der Gesamtstadt

• Sicherung von Arbeitsplätzen

Handlungsbedarf:

• Sicherung von Arbeitsplätzen, Ausbau des Arbeitsplatzangebotes

• Generationenwandel aktiv gestalten

• Flächen für Wohnungsentwicklung sichern, ergänzen und neu ausweisen

Wohnen, Kultur und soziale Infrastruktur

Ziele:

• Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen

Handlungsbedarf:

• Nachfragegerechter Wohnungsumbau

• Vielfältige Wohnangebote für alle Bevölkerungsgruppen

• Ausbau von quartiersbezogenen und generationsübergreifenden Beratungsangeboten,

Anpassung der sozialen Infrastruktur an aktuelle Bedarfe

31


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

• Stärkung des vielfältigen sozialen und kulturellen Lebens

• Schulen als Stadtteilzentrum stärken

Landschaft und Freiraum

Ziele:

• Verbindung zwischen Holtenau und Friedrichsort herstellen

• Verbesserung der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit, Verbesserung der Gestaltungsquali

tät

• Bewegung und Mobilität fördern

• Herstellung attraktiver Sport und Bewegungsräume

• Multifunktionalität herstellen

Handlungsbedarf:

• Qualitätsvolle Gestaltung und Zugänglichkeit öffentlicher Räume und Verbesserung

der Aufenthaltsqualität

• Verbesserung des Erscheinungsbilds von öffentlichen Grün , Frei und Strandflächen

• Verbesserung der öffentlichen Zugänglichkeit zu den Wasserflächen

• Wegeführung entlang der Förde/ Lückenschluss im Fördeuferwanderweg

• Sicherung und Verbindung mit dem umgebenden Landschaftsraum

• Zustand der Sport und Spielplätze verbessern

• Rad , Fußwege und Freiräume als Bewegungsräume gestalten

Verkehr und Erschließung

Ziele:

• Verbesserung der Erreichbarkeit

• Konfliktvermeidung

• Bewegung fördern

• Erhöhung der Sicherheit für nichtmotorisierten Verkehr

Handlungsbedarf:

• Verbindung der Stadtteile Holtenau und Pries/Friedrichsort

• Erschließung neuer großflächiger Gewerbe und Wohnflächen

• Reduzierung von Gefahrenpotenzialen

• Bessere Anbindung des Falckensteiner Strands

32


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

• Stärkung des nicht motorisierten Verkehrs und der Fährverbindungen

• Ausbau von überregionalen Velorouten

Gewerbe und Industrie

Ziele:

• Sicherung und Stärkung

• Nutzung und Ausbau energetischer Potenziale und Synergien

• Sicherung von Eigenentwicklungspotenzialen vorhandener Unternehmen

Handlungsbedarf:

• Positionierung als zukunftsfähiger technisch maritimer Gewerbestandort

• Förderung von Synergien aus Erfahrungswissen und neuen Technologien

• Gewerbestandorte mit klarem Profil am Markt positionieren

• Energetische Potenziale innerhalb der Betriebe besser ausnutzen und ggf. für andere

Nutzungen zugänglich machen

• Vorhandenen Unternehmen am Standort Kiel eine Entwicklungsperspektive offen hal

ten

Einzelhandel

Ziel:

• Stärkung des Stadtteilzentrums

Handlungsbedarf:

• Langfristige Sicherung und Entwicklung bestehender Versorgungsbereiche

• Stadtteilzentrum mit Profil, Charme und differenziertem Angebot sichern und entwi

ckeln

Tourismus und Naherholung

Ziel:

• Ausschöpfung der touristischen Potenziale

• Ausbau und Verstetigung vorhandener kultureller Angebote

Handlungsbedarf:

• Positionierung als Tourismusstandort

• Einbindung der Festung als einzige Seefestung im norddeutschem Raum

• Ausbau und Stärkung des Wassersports und Werften

33


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

• Sanfte, naturverträgliche touristische Nutzung der Potenziale am Falckensteiner

Strand

• Stärkung des nicht motorisierten Verkehrs und der Fährverbindungen

• Finanzielle Ressourcen für kulturelle Angebote sichern und bereitstellen

• Angebote überprüfen und optimieren

3.1.3 Leitziele / Profil

Zusammenfassend ergeben sich für Pries/ Friedrichsort folgende Leitziele:

• Nutzung der maritimen Lagegunst

• Stärkung als Wohn , Arbeits und Freizeitstandort

• Kooperation mit den umliegenden Stadtteilen; "Mitte im Norden"

Für die Entwicklung der Flächenpotenziale MGF 5 und Flughafen, die sich innerhalb Holtenaus

befinden, wurden in anderen Untersuchungen eigene Ziele entwickelt und von der Politik zum

Teil bereits beschlossen. Von den Flächenpotenzialen MFG 5 und Flughafen werden keine Ziele

alleine für den Stadtteil abgeleitet. Die Entwicklung der Flächen hat zwar eine Bedeutung für

die Stadteile Holtenau und Pries/ Friedrichsort, aber auch eine gesamtstädtische Dimension.

Die Flächen werden daher gesondert dargestellt.

34


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

4 Maßnahmenkatalog

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Als Ergebnis aus der vorangegangenen SWOT Analyse, den verwaltungsinternen Planungs

werkstätten, der Expertenbefragung sowie der Bürger , Kinder und Jugendbeteiligung wurde

als Handlungsinstrument und Impulsgeber ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der die wich

tigsten Ziele, Handlungsbedarfe und Entwicklungsschwerpunkte für die Stadtteile Pries und

Friedrichsort zusammenfasst und Maßnahmen sowie weitere Schritte zur Aufwertung und

zukünftigen Entwicklung und dem zukunftsfähigen Umgang für und mit den Stadtteilen Pries

und Friedrichsort, der Stadt Kiel, privaten Akteuren und Investoren vorschlägt.

35


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Städtebau und Architektur

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen Weitere Schritte

1.1 Sicherung und Weiter

entwicklung von Qualitä

ten im Bestand sowie

Entwicklung der Konver

sions und Brachflächen

Nachhaltige und stand

ortgerechte Entwick

lung von Konversions

und Brachflächen

- MFG 5 Gelände - Umnutzung des Marinegeländes: Ent

1

wicklung eines vitalen, mischgenutzten

Quartiers mit (maritimen) Gewerbe,

Gesundheitswirtschaft, Wohnen, Frei

zeit und Tourismuseinrichtungen, Se

geln, Sport und Gemeinbedarfsflächen

(Drs. Nr. 1117/2009)

1.2 - Flughafen / Airpark

1

- Entwicklung des Kieler Flughafens ist zu

einem vitalen Gewerbepark mit Lande

bahn unter Einbeziehung und Stärkung

der heutigen Unternehmen und Ar

beitsplätze (Drs. Nr. 0630/2010)

1.3 Erhalt und Sanierung

schützenswerter Ge

bäude und historisch

gewachsener Struktu

ren

- Festung Friedrichsort -

2

Rekonstruktion der historischen Seefes

tung

- öffentliche Zugänglichkeit und Etablie

rung einer neuen Nutzung

- Verbesserung der Erschließungssituati

on (z.B. durch Neuordnung des angren

zenden Industriegebietes)

- Sanierung der kontaminierten Fes

tungsgräben

- Markterkundung Gesundheitswirtschaft

- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Markterkundung

zur Ermittlung der finanziellen Auswirkungen der vor

liegenden Szenarien

- Abschluss der vorbereitenden Untersuchungen (Drs. Nr.

0630/2010)

- Beteiligung der Betroffenen sowie der Öffentlichkeit

- Nutzungsentscheidung durch RV LHK

- Wahl des geeigneten Verfahrens zur Baulandbereitstel

lung (z.B.: Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme/

städtebauliche Sanierungsmaßnahme, Zwischenerwerb

durch LHK mit Beteiligung an der Wertschöpfung, Zwi

schenerwerb durch Entwicklungsgesellschaft mit Betei

ligung LHK oder private Entwickler mit Regelung über

öffentlich rechtlichen Vertrag)

- Prüfung von Fördermöglichkeiten

- Vermarktung

- Städtebauliche/r Wettbewerbe/e

- Verbindliche Bauleitplanung

- Bewerbung beim Land für eine Landeswassergarten

schau als infrastrukturfördernde Maßnahme

- Erschließungs und Baumaßnahmen,

- Konzept für die Verlagerung des Tonnenhof im Kontext

der politischen Entscheidungen über die Nachnutzung

des MFG 5 Geländes

- Vermarktung (hat bereits begonnen)

- Städtebaulicher Wettbewerb

- Verbindliche Bauleitplanung auf Grundlage der Rah

menplanung für den Airpark (Drs. Nr. 0457/2012)

- Erschließungs und Baumaßnahmen

- Klärung der Kostenübernahme und Prüfung von Förder

möglichkeiten z. B. im Zusammenhang mit dem Denk

malschutz, Altlastensanierung

- Altlastenuntersuchung und ggf. gestuften Sanierungs

konzept (Beseitigung/ Teilbeseitigung/ Abgrenzung)

- Kontaktaufnahme mit Eigentümern (Festung und In

dustriegebiet) und Verein der Freunde der Festung Fried

richsort e. V. zur behutsamen Inwertsetzung der Anlage

fördern

- Gespräch LHK mit den Eigentümern zur weiteren Vorge

hensweise

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2 3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

36


1.4 - Christianspries

- Alt Friedrichsort (Um

feld Hauptstr.)

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

- Sanierung und Anpassung an zeitgemä

ße Energie und Barrierestandards unter

Berücksichtigung des historischen Fas

sadenbildes

1.5 - Rote Siedlung - Sanierung und Anpassung an zeitgemä

2

ße Energiestandards und Barrierestan

dards unter Berücksichtigung des histo

rischen Fassadenbildes

- Erhaltungssatzung

1.6 Energetische Quartiers

sanierung

Energetische Gebäude

sanierung

- Stromeyerallee

- Brahmsweg und Um

feld Wagnerring

3

2

- Sanierung und Anpassung an zeitgemä

ße Energiestandards und

Barrierestandards (Wärmedämmung,

Mehrfachverglasung) und Barrierestan

dards

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

- Informationsbroschüren mit beispielhaften Sanierungen

und Fördermöglichkeiten (z.B. steuerliche Berücksichti

gung bei denkmalgerechte Sanierung von einfachen Kul

turdenkmälern)

- Informationsveranstaltungen und Eigentümerberatung

- Berücksichtigung der vorhandenen Erhaltungssatzun

gen: „Alt Friedrichsort und ehemalige Festung Fried

richsort“

- Gestaltungshandbuch und Prüfung von Fördermöglich

keiten z. B. im Zusammenhang mit dem Denkmalschutz

- Prüfung von geeigneten Instrumentarien (z.B. Erhal

tungssatzung)

- Prüfung, ob die Voraussetzungen für die Beantragung

von Fördermitteln für die energetische Quartierssanie

rung (KfW Programms 432 „Energetische Stadtsanie

rung Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und

Sanierungsmanager“) gegeben sind

- Kontaktaufnahme zu den Eigentümern, Abstimmung

mit dem Fördergeber

- Beratung von Eigentümern z.B. im Hinblick auf Förder

mittel

1.7 Funktionsmängel - Stromeyerallee

2

- Stadtumbau/ Soziale Stadt - Prüfung, ob die Voraussetzungen zur Anwendung des

besonderen Städtebaurechts gegeben sind durch Einlei

tung einer Vorbereitenden Untersuchungen nach BauGB

- Gespräche mit Eigentümer

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

37


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Bevölkerung und Arbeitsmarkt

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

2.1 Profitieren am Wachs

tum der Gesamtstadt +

Sicherung von Arbeits

plätzen

Sicherung von Ar

beitsplätzen, Ausbau

des Arbeitsplatzange

botes

- Werften

- Falkensteiner Strand

2.2 - MFG 5 Gelände

- Flughafen

- Erhalt/ ggf. Weiterentwicklung der Standorte - Ansprache Eigentümer / Investoren

- Schaffen von Gewerbeflächen

- siehe Rahmenplanung MFG 5

2.3 - Stadtteilzentrum - Sicherung eines konkurrenzfähigen Stadtteil

2

zentrums durch zeitgemäße Ladenlokalgrö

ßen, ein authentisches Profil und attraktive

Frequenzbringer

2.4 Generationenwandel

aktiv gestalten

2.5 Flächen für Woh

nungsentwicklung

sichern, ergänzen und

neu ausweisen

- Bestehende EFH –

Gebiete für junge

Familien aktivieren

- Wohnkonzepte für

Ältere

- Redoute (szenarie

nabhängig)

2.6 - NFK

Flächenpotenziale

1

1

3

1

2

- Hilfe/ Beratung für ältere Hauseigentümer bei

Verkauf und Umzug

Umbau für junge Menschen bzw. Mehrgene

rationenwohnen

- Ansprache Eigentümer / Investoren

- konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und Archi3

tektur 1.1

- Ansprache Einzelhandel und Eigentümer

- Entwicklung Marketingkonzept

- Nutzung von Leerständen

- Gespräch mit dem Innenministerium, ob ein Gebietsbe

schluss für das Programm „Aktive Stadt und Ortsteil

zentren“ im Zentrumsbereich zur Akquisition von För

dermitteln gefasst werden kann

- Entwicklung Beratungskonzept

- Prüfung / Entwicklung von Fördermöglichkeiten

- Verdichtungsmöglichkeiten prüfen

- Ausweisung neuer Wohnbauflächen - Bauleitplanung

- Ausschreibung der städtischen Fläche an Entwickler und

Investoren mit Vorgaben (Anteil sozialer Wohnungsbau,

Anforderung bzgl. Architektur)

- Bebauung von Baulücken

- Ausbau von Dachgeschossen

- Umbau im Bestand

- Ansprache von Eigentümern

- Baulandkataster „www.kiel.de“ pflegen

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

38


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Wohnen, Kultur und soziale Infrastruktur

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

3.1 Stadtteil für alle Bevöl

kerungsgruppen

Nachfragegerechter

Wohnungsumbau

- Rote Siedlung

- Dieselweg??

- Ehemalige MAK

Siedlung

2

- Zeitgemäße Umgestaltung der Wohnungs

grundrisse (z.B. durch Wohnungszusammen

legung)

- Entwicklung einer Grundkonzeption und Beratung

3.2 Vielfältige Wohnan

gebote für alle Bevöl

kerungsgruppen

- MFG 5 Gelände

- Redoute

1

- Schaffung unterschiedlicher Wohnungsgrö

ßen und angebote

- Steuerung über Bebauungsplan, städtebaulichen Ver

trag, ggf. über Grundstücksverträge

3.3 Ausbau von quartiers

bezogenen und gene

rationsübergreifenden

Beratungsangeboten,

Anpassung der sozia

len Infrastruktur an

aktuelle Bedarfe

- Rote Siedlung

- Stromeyerallee

- Beratungsangebot / Sozialarbeit vor Ort für

Familien, Kinder, Jugendliche mit Quartiersbe

zug

- Einrichtung offene Jugendarbeit

(Stromeyerallee)

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

- Beratungsangebote einrichten

3.4 - Schule - Sanierung der Gemeinschaftsschule - Sicherung der Finanzierung

2

3.5 Stärkung des vielfälti

gen sozialen und kul

turellen Lebens

3.6 Schulen als Stadtteil

zentrum stärken

- Kulturtreff

- Jugendtreff

- Mädchentreff

- Gemeinschaftsschule

- Fritz Reuter Schule

- Lernwerft

- RBZ

1

2

3

- Stärkung bzw. Sicherung der vorhandenen

Einrichtungen

- Ausbau der Angebote und Kooperationen mit

dem Stadtteil / Öffnen der Schulräume / Öff

nen der Schulhöfe

- Sanierungskonzept unter Berücksichtigung energeti

scher Gesichtspunkte

- Ressortübergreifende Gespräche

- Runde Tische mit Nutzern, Initiatoren und Schulen

- Teilnahme der Schule am städtischen Wettbewerb „Re

naturierung von Schulhöfen“

- Klärung der Übernahme der Kosten bei Nutzung der

Schulräume für nichtschulische Zwecke

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

39


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Landschaft und Freiraum

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

4.1 Verbindung zwischen

Holtenau und Fried

richsort herstellen

Qualitätsvolle Gestal

tung öffentlicher

Räume und Verbesse

rung der Aufenthalts

- Zentrum Pries/

Friedrichsort

Verbesserung der Zu qualität

4.2

gänglichkeit und Nutz

barkeit, Verbesserung

- Nebenzentrum

der Gestaltungsquali

Brahmsweg

tät

4.3 Verbesserung des

Bewegung und Mobili

Erscheinungsbilds von

tät fördern

öffentlichen Grün ,

Frei und Strandflä

4.4 Herstellung attraktiver

chen

- Skagerrakufer - Schaffung eines Aussichtspunktes

Sport und Bewe

3

gungsräume

Multifunktionalität

herstellen

- Redoute (szenarie

nabhängig)

- Schaffung von Aufenthaltsorten und Treffpunk

ten (Außengastronomie, Bänke und Sitzgele

genheiten, kindergerechte Angebote)

(Prüfung, ob sanierungsbedingte Fördermittel

betroffen sind)

- Schaffung von Aufenthaltsorten und Treffpunk

ten

- Gestaltung oder teilweise Gestaltung als öffent

liche Grünfläche (Parkmobiliar, Anlegen von

Wegen, Grünpflegemaßnahmen)

- Ergänzung von Gastronomie und Toiletten

- Pflegemaßnahmen

4.5 - Klünderwiesen - Pflegemaßnahmen

3

- Entfernen von Graffiti

- Sanierung, Erneuerung und Ergänzung Parkmo

biliar

4.6 Verbesserung der öf

fentlichen Zugäng

lichkeit zu den Was

serflächen

4.7 Wegeführung entlang

der Förde/ Lücken

schluss im Fördeufer

wanderweg

- Werften

- Industriegebiet

Falckensteiner Stra

ße

- Prieser Strand

3

3

2

1

- Durchwegungen zum Wasser schaffen (öffentli

cher Zugang zur Förde)

- MFG 5 Gelände - Schaffung einer durchgehenden Fuß und Rad

1

wegverbindung

(Priorität 1: entlang der Wasserkante;

Priorität 2: entlang der Hang kante)

- durch Eigentümer/ Händler finanzierter Masterplan für

das Stadtteilzentrum ; Themen z.B. Möblierung, Lichtpla

nung, Verkehrskonzept, Wasserverknüpfung

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

- Gespräche mit Eigentümer und Einzelhändler

- Gestaltungsplanung

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

- Beseitigung der Bodenbelastung

- Gestaltungsplanung/ Landschaftsplanerisches Umgestal

tungskonzept ggf. Mehrfachbeauftragung

- Gesamtkonzept (mit verbesserter Anbindung und attrak

tiverer Einbindung) in Verbindung mit Schaffung einer

Wegeverbindung zwischen Skagerrakufer und Festung

Friedrichsort/ Strand

- Prüfung von Standortmöglichkeiten

(Anmerkung: Einrichtung einer Gastronomie auf Hauptflä3

che aufgrund der Brunnen nicht möglich)

- Suche eines Investors und Betreibers

- Gestaltungskonzept/ Umgestaltungsmaßnahmen

- Sponsorensuche / Baumpatenschaften

- Gesamtkonzept

- Grunderwerb/ Klärung der Eigentumsfrage

- Verkehrskonzept

- Prüfung der Anbindung/ Erschließung

- weitere konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und

Architektur 1.1

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

40


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

4.8 - Skagerraku

fer/Caterpillar/ Fes

tung Friedrichsort/

Strand

2

- Anbindung an Festung und Falckensteiner

Strand

- Öffentlicher Zugang über Kaikante vor Caterpil

lar sowie Ergänzung durch Stege zum Lücken

schluss

(siehe Maßnahmen Verkehr und Erschließung 5.)

- Schaffung eines Aussichtspunktes am Skager

rakufer

- Gestaltungskonzept für Aussichtspunkt

- Gespräche mit Eigentümern führen (Caterpillar und

Bund)

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

4.9 Sicherung und Ver

bindung mit dem um

gebenden Land

schaftsraum

- Landschaftsschutz

gebiet zw. Heischer

tal und Schilkseer

Steilküste

- Stekendammsau

3

- Erhalt der Grünflächen

- Ausbau und Ergänzung der Attraktivität der

Fußwege nach Süden

- Gestaltungskonzept

4.10 - MFG 5 Gelände - Erhalt des Voßbrookwaldes und der Sportflä

2 chen für die Öffentlichkeit sowie Erhalt des

Grünzugs entlang der Fördehangkante

- Schaffung von Wegeverbindungen, Aufent

haltsorten und Treffpunkten und Nutzung als

Erholungsraum

- Zugänglichkeit und Aufenthaltsqualität zu den

Wasserflächen schaffen

- Bewegungskonzept

- Biotopkonzept / Entwicklung eines Biotopverbunds

Voßbrook – Stekendammsau – Heischertal

- weitere konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und

Architektur 1.1

4.11 Zustand der Sport

und Spielplätze ver

bessern

Rad , Fußwege und

Freiräume als Bewe

gungsräume gestal

ten

- Sport und Spielplät

ze

- Parkanlagen

- Rad und Fußwege

2

- Sanierung von städtischen Außensportanlagen

- Prüfung von Umsetzungsmöglichkeiten im

öffentlichen Raum

- Quartierbezogene Spiel und Bewegungsrumplanung

erstellen

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

41


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Verkehr und Erschließung

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

5.1 Verbesserung der Er

reichbarkeit + Konflikt

vermeidung + Bewe

gungsförderung

Erhöhung der Sicherheit

für nichtmotorisierten

Verkehr

Verbindung der Stadt

teile Holtenau und

Pries/Friedrichsort

5.2 Erschließung neuer

großflächiger Gewer

be und Wohnflächen

5.3 Reduzierung von Ge

fahrenpotenzialen

- MFG 5 Gelände - Schaffung einer durchgehenden Fuß , Rad

1

und ÖPNV Verbindung

(siehe Maßnahmen Landschaft und Freiraum

4.7)

- MFG5 – Gelände

- Flughafen/Airpark

- Südl. Flughafenge

lände

- An der Schanze

- Christianspries

- Prieser Strand

5.4 - Ottomar Enking

Straße

5.5 - Fiedelöhr/ Koppel

berg

5.6 Bessere Anbindung

des Falckensteiner

Strands

5.7 Stärkung des nicht

motorisierten Ver

kehrs und der Fähr

verbindungen

- Industriegebiet

Falckensteiner Straße

- Zentrum Friedrichs

ort

- Vermeidung der Erschließung über das beste

hende Netz im Stadtteil

- Prüfung einer weiteren Anbindung des MFG 5

Geländes über das südliche Flughafengelände

mit einer direkten Anbindung an die B 76

- Konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und Archi3

tektur 1.1 sowie Landschaft und Freiraum 4.7

- Verkehrskonzept im Rahmen der Flächenentwicklung

- weitere konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und

Architektur 1.1/ 1.2

- Änderung des Straßenquerschnitts - Grunderwerb

- Verkehrskonzept

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

- Reduzierung Straßenquerschnitt

- Verkehrsberuhigungsmaßnahmen

- Neuordnung der Verkehrserschließung von

Pries/Friedrichsort und Falckensteiner Strand

im Bereich Fördestraße / Fiedelöhr / Koppel

berg

(Drs. Nr. 0128/2012)

- Schaffung einer Wegeverbindung durch das

Industriegebiet ( Neuordnung des Industrie

gebietes unter der Prämisse einer neuen Er

schließung, die die Festung Friedrichsort und

den Falckensteiner Strand besser an das Orts

teilzentrum anbindet )

- Schaffung einer Fuß und Radwegeverbindung

zwischen Skagerrakufer und Festung Fried

richsort/ Strand (Öffentlicher Zugang über

Kaikante vor Caterpillar sowie Ergänzung

durch Stege zum Lückenschluss)

Siehe Rahmenkonzept Falckensteiner Strand

- Verbesserung der ÖPNV Anbindung

- Änderung Verkehrskonzept (Sperrung für

PKW Verkehr bzw. Parkverbot im Zentrum zur

Erhöhung der Aufenthaltsqualität)

5.8 - Fähranleger - Beschilderung Zentrum/ Fähre

3

1

2

3

3

2

2

- Verbesserung der Anbindung

(Siehe auch Tourismus und Naherholung 8.5)

- Verkehrskonzept/ Prüfung von geeigneten Maßnahmen

- Planung und Erwerb von Haushaltsmitteln

- Prüfung der Fördermöglichkeiten nach Gemeindever

kehrsfinanzierungsgesetz (GVFG SH)

- Planung und Einwerben von Haushaltsmitteln

- Gespräche mit den Eigentümern (Caterpillar, Harder und

Bund)

- Verkehrsplanung

- Einrichtung einer öffentlichen oder privaten Erschließung

mit öffentlichem Wegerechte

- Entscheidung bzgl. des Verkehrskonzeptes treffen

- Installation des Informations und Wegeleitsystems aus

dem Rahmenplan Kieler Förde

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

42


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

5.9 Ausbau von überregi

onalen Velorouten

- MFG 5 Gelände

- Klünderwiesen /

Bahntrasse

- Christianspries

- Fiedelöhr

2

- Ergänzung des Fahrradwegenetzes in geeig

neter Form (Einrichtung von Tempo 30 Zonen/

einer straßenbegleitenden Radspur )

- siehe Wegeleitsystem Rahmenplanung Kieler

Förde

- (Rad )Verkehrskonzept

- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

- weitere konkrete Schritte siehe Maßnahmen Städtebau und

Architektur

- siehe auch Maßnahme 5.1

-

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

43


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Gewerbe und Industrie

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

6.1 Sicherung und Stärkung Positionierung als zu

kunftsfähiger tech

nisch maritimer Ge

werbestandort

6.2 Förderung von Syner

gien aus Erfahrungs

wissen und neuen

Technologien

6.3 Gewerbestandorte mit

klarem Profil am

Markt positionieren

Werften - Entwicklungsflächen mit Wasseranschluss

2

- Erhalt/ Weiterentwicklung der Standorte

- Industrietouristische Möglichkeiten (z.B. Füh

rungen) der Werften erörtern und einbinden

- Industriegebiet

Friedrichsorter Stra

ße

- Werften

- Flughafen / Airpark /

MFG 5 (Holtenau)

- Airpark

- MFG 5

- Boelckestraße

Kokenhörst

3

3

- Nutzungszonierung (Übergang von störenden

zu nicht störenden Nutzungen, u.a. Werften,

MFG 5) und verkehrliche Verbindung der un

terschiedlichen Gewerbestandorte optimieren

- Gesamtstädtische Netzwerkbildung fördern,

Leistungsbörse insb. Anlagen und Maschi

nenbau, Elektrotechnik, Handwerksleistung,

neue Technologien, Logistik, Aquakultur, ma

rine Forschung

- Entwicklung von neuen Gewerbeflächen

- Gewerbestandorte mit klarem Profil am Markt

positionieren (MFG 5 Gelände, Airpark)

- Siehe Rahmenplanungen Airpark und MFG 5

- Stadtumbau / Städtebauliche Neuordnung

Kokenhörst

- Entwicklung eines Profils in Abgrenzung zu

interkommunalen Gewerbeflächen (z.B. Air

park oder technisch maritimer Gewerbe

standort) und

- Vermarktung offener Gewerbeflächen

- Konzentration der zentrenrelevanten Einzel

handelsnutzungen auf den zentralen Versor

gungsbereich gemäß Einzelhandelskonzept

- Konzentration, perspektivisch ggf. auch Verla

gerung von nicht zentrenrelevanten Einzel

handelsnutzungen aus klassischen Gewerbe

gebieten auf gewollte Fach marktstandorte

- Entwicklung Lindenau unterstützend begleiten

- Gemengelagensituation für bestehende Werften nicht

weiter verschärfen (kein Planungsrecht für sensible Nut

zungen schaffen)

- Nutzbarkeit der Wasserkante für Werften sicherstellen

- Planung im Umfeld unter kontinuierlicher Einbeziehung

der Werften

- Siehe konkrete Maßnahmen Städtebau und Architektur 1.1,

Bevölkerung und Arbeitsmarkt 2.1, 2.2

- Bauleitplanung je nach Entwicklung Werften, MFG 5

- Prüfauftrag im Rahmen der MFG 5 Entwicklung ggf. auch

Nachnutzung Lindenau: maritime Forschung

- Runder Tisch mit den Unternehmen im Stadtteil aber

auch anderen Clusterbetrieben innerhalb der Stadt sobald

die Rahmenplanungen MFG 5 und Airpark es erlauben

- Priorität auf MFG 5 und Airpark (konkrete Schritte siehe

Städtebau und Architektur 1.1/ 1.2)

- Umsetzungen Rahmenplan Airpark > Entwicklung des

Kieler Flughafen zu einem vitalen Gewerbepark mit Lan

debahn unter Einbeziehung und Stärkung der heutigen

Unternehmen und Arbeitsplätze (Drs. Nr. 0630/2010)

- Verbindliche Bauleitplanung auf Grundlage der Rahmen

planung für den Airpark (Drs. Nr. 0457/2012)

- Vermarktung

- Erschließungs und Baumaßnahmen

- Planung und Entwicklung MFG 5 Gelände einschließlich

Clusterstrategien für zeitgemäße Gewerbestandorte mit

hinterlegter Machbarkeit/ Marktfähigkeit Schaffung von

Gewerbeflächen, Freizeit und Tourismusangeboten (e

Konkrete Schritte siehe Städtebau und Architektur)

- Städtebauliches Entwicklungskonzept für die Standorte

Boelckestraße und Kokenhörst in Abhängigkeit zur Ent

wicklung MFG 5 und zum Vermarktungserfolg Airpark

- Verbindliche Bauleitplanung

- Einzelhandelskonzept umsetzen und kontinuierlich fort

schreiben

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

44


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

6.4 Nutzung und Ausbau

energetischer Potenzia

le und Synergien

6.5 Sicherung von Eige

nentwicklungspotenzial

en vorhandener Unter

nehmen

Energetische Potenzia

le innerhalb der Be

triebe besser ausnut

zen und ggf. für ande

re Nutzungen zugäng

lich machen

- Industriegebiet Falc

kensteiner Straße

- Nutzung von Syner

gien zum Airpark und

zum MFG 5 Gelände

- Optimierung der Auflagen für Unternehmen

- Entwicklung von energetischen Konzepten auf

Quartiersebene unter Einbeziehung von Un

ternehmen

x - Scheidekoppel - Flächenmanagement für bereits genutzte

2

bzw. aktuell untergenutzte Flächen (u.a. Kiel

Color, Eurocolor)

3

- Kontinuierlicher Austausch mit Unternehmen

- Intensivierte Beratung bei Bauanträgen etc.

- Entwicklung von energetischen Konzepten auf Quartiers

ebene unter Einbeziehung von Unter nehmen (z.B. im

Rahmen eines städtebaulichen Konzeptes für das Stadt

teilzentrum)

- Kontaktaufnahme mit den Eigentümern

- Unterstützung bei der Vermittlung von Nachnutzungen

- ggf. städtebauliche Neuordnung

- Im Falle konkreter Entwicklungsvorhaben, Schaffung von

Planungsrecht

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

45


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Einzelhandel

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

7.1 Stärkung des Stadtteil

zentrums

Langfristige Sicherung

und Entwicklung be

stehender Versor

gungsbereiche

- Zentrum Friedrichs

ort

2

- Städtebauliche Anbindung von Frequenzbrin

gern direkt im/ am Zentrum

- Bereitstellung von zeit und standortgemäßen

Einzelhandelsflächen / Angebot an Flächen im

Segment 400 bis 1.200 m² erhöhen

- Vermeidung von Ansiedlungen in nicht inte

grierten Lagen

- In Kooperation mit Akteuren vor Ort Masterplan/ Maß

nahmenkatalog/ Profilierungskonzept entwickeln: The

men: Nutzungen, Umnutzungs Nachverdichtungs (u.a.

Ecke Zum Dänischen Wohl/ Waldemar Bonsels Straße

oder Aufstockung östliche Seite Zum Dänischen Wohld)

und Zusammenlegungspotenziale, Gestaltung, Verknüp

fung und Marketing

- Mittel bereitstellen (zumindest teilweise, Akteure vor

Ort signalisieren Beteiligungsbereitschaft)

- Umsetzung von Maßnahmen in Kooperation mit den

Akteuren vor Ort

- Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes

7.2 - Nebenzentrum

Brahmsweg

3

- Bereitstellung von zeit und standortgemäßen

Einzelhandelsflächen (Umbau , Zusammenle

gung)

- Bei Bedarf Eigentümerberatung anbieten (Unterstüt

zung bei der Betreibersuche, Beratung zu zeitgemäßen

Ladenlokalgrößen)

- Entwicklungskonzept nur im Rahmen von übergreifen

den Maßnahmen im Umfeld (bspw. Wagnerring)

7.3 Stadtteilzentrum mit

Profil, Charme und

differenziertem Ange

bot sichern und entwi

ckeln

- Zentrum Friedrichs

ort

1

- Profilierungsstrategie unter Einbeziehung

aller Nutzungen (Ansatzpunkte: Nahversor

gung, Frische, generationengerecht, maritim,

Historie (z.B. Friedrich III.)

- Neugestaltung der Rückseite zum Dänischen

Wohld (Begrünung, Marketing bis hin zu Par

zellierung in Teilblöcke, Arkadenausbildung

mit Aufwertung Innenhöfe und tlw.

durchwegbaren Shops Berücksichtigung

der Förderbindungen aus der Sanierung)

- Verbesserung der Aufenthaltsqualität

- Zwischennutzungen für Leerstände

- In Kooperation mit Akteuren vor Ort Masterplan/ Maß

nahmenkatalog/ Profilierungskonzept entwickeln: The

men: Nutzungen, Umnutzungs Nachverdichtungs (u.a.

Ecke Zum Dänischen Wohl/ Waldemar Bonsels Straße

oder Aufstockung östliche Seite Zum Dänischen Wohld)

und Zusammenlegungspotenziale, Gestaltung, Verknüp

fung und Marketing '

- Mittel bereitstellen (zumindest teilweise, Akteure vor

Ort signalisieren Beteiligungsbereitschaft)

- Umsetzung von Maßnahmen in Kooperation mit den

Akteuren vor Ort

- Aufnahme von Leerständen in die Flächenbörse der KiWi

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

46


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Tourismus und Naherholung

lfd. Nr. Ziel Handlungsbedarf Entwicklungsschwerpunkt Maßnahmen weitere Schritte

8.1 Ausschöpfung der tou

ristischen Potenziale

Positionierung als

Tourismusstandort

- Falckensteiner

Strand

- Festung Friedrichsort

- Werften

- Sportboothafen

- Fähranleger

2

- Touristische Vermarktung des Stadtteils

- Ausweitung Industrietourismus, möglichst im

gesamtstädtischen Kontext (Routen, z.B.

durch digitales Informations und Wegeleit

system Rahmenplan Kieler Förde)

- Erreichbarkeit von Falckensteiner Strand und

Festung Friedrichsort durch Neuordnung In

dustriegebiet Falckensteiner Straße verbes

sern (land oder wasserseitig)

- Zeitgemäße Entwicklung des Campingplatzes

- Installation des Informations und Wegeleit

systems aus dem Rahmenplan Kieler Förde

und Ergänzung neuer industrietouristischer

Aspekte

- Weiterentwicklung der einzelnen Angebote, auch unter

Berücksichtigung kultureller Aktivitäten

- Verbesserung des Wegeleitsystems und der Erschlie

ßung (insbesondere Anbindung Falckensteiner Strand

und Festung Friedrichsort)

- Einbindung im Rahmen des gesamtstädtischen Marke

tings (z.B. Fortschreibung Tourismuskonzept)

- Integrierte Berücksichtigung z.B. bei Profilierungskon

zepten zum Stadtteilzentrum (siehe auch Einzelhandel)

8.2 Einbindung der Fes

tung als einzige See

festung im norddeut

schem Raum

- Festung Friedrichsort

2

Siehe Maßnahmen Städtebau + Architektur 1.3

8.3 Ausbau und Stärkung

des Wassersports und

Werften

- Werften

- Sportboothafen

2

- Öffnung / Städtebauliche Einbindung der

Werften und des Sportboothafens

- Abstimmungstermin zwischen Marketing und Werften

sowie Marketing und Sportboothafen

- Professionelle Aufbereitung der Angebote

- verbesserte öffentliche Zugänglichkeit der Angebote

- Führungen

- Einbindung in einen gesamtstädtischen Kontext (z.B.

durch Routenentwicklung Industriekultur)

8.4 Sanfte, naturverträgli

che touristische Nut

zung der Potenziale

am Falckensteiner

Strand

- Falckensteiner

Strand

2

- Verbesserte Anbindung an das Stadtteilzent

rum (Option A: durch Neuordnung des Indust

riegebietes, Option B: entlang der Wasserkan

te)

- Ergänzung/ Aufwertung Gastronomie

- Optimierung der Ferien und Freizeitanlage

Falckenstein

- Intensivierte Pflegemaßnahmen für den ge

samten Strand

- Kontaktaufnahme Harder/Caterpillar zur Realisierung

einer Wegeverbindung (wasser undlandseitig)

- Umsetzung des Rahmenkonzeptes zum Falckensteiner

Strand (Entwicklungsplan Westliches Fördeufer Hier:

Rahmenkonzept Falckensteiner Strand, Drs. Nr. 0855 /

2007)

- u.a. Großveranstaltungen (über 1000 Gäste), die die Re

geln des Landschaftsschutzgebietes u. der Freizeitlärm

richtlinie einhalten

- Ergänzung Gastronomie am Standort der vorhandenen

WC Anlage (Rundtoilette) und Toiletten

- Ansprache der Gastronomiebetreiber

- Vergabe von Strandpatenschaften

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

47


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

8.5 Stärkung des nicht

motorisierten Ver

kehrs und der Fähr

verbindungen

- Fähranleger - Verbesserung der städtebaulichen Anbindung

3 - Hinweisschilder Zentrum / Fähre

(Siehe auch Maßnahmen Verkehr und Erschlie3

ßung 5.8)

8.6 Ausbau und Versteti

gung vorhandener kul

tureller Angebote

Finanzielle Ressourcen

für kulturelle Angebo

te sichern und bereit

stellen

- Stadtteilzentrum

- Wasserlagen

- Schulen

3

- Sicherung von öffentlichen Mitteln - Berücksichtigung von Ausgaben im kommunalen Haus

halt

8.7 Angebote überprüfen

und optimieren

- Stadtteilzentrum

- Wasserlagen

- Schulen

2

- Beauftragung und Berücksichtigung in einem

Profilierungskonzept

- Überprüfung der vorhandenen Angebote in

einem Eventcheck (finanzielle Tragfähigkeit,

Zielgruppe, Zeitraum, Ort…)

- Ausschreibung und Beauftragung eines Beratungsbüros

- ggf. Modifikation des Angebotes

- falls erforderlich Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln

Priorität: sehr hoch hoch mittel

1

2

3

Ergebnis aus der Planungswerkstatt am 9.Juni 2012:

48


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

5 Flächenszenarien

5.1 Drei Stadtteilszenarien

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Zur Diskussion, in welche Richtung sich die Stadtteile entwickeln sollen und unter Beachtung

der Rahmenbedingungen sie sich entwickeln können, wurden drei Szenarien zu den Flächen

nutzungen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen erarbeitet (Wohnen, Gewerbe,

Grün/Freizeit/Tourismus). Die Szenarien stellen eine langfristige und mögliche Perspektive dar

und reflektieren die Ergebnisse der Bürgerwerkstätten.

Es handelt sich jeweils um eine Gesamtdarstellung der Stadtteile Holtenau sowie Pries und

Friedrichsort. Mit der Entwicklung des MFG 5 Geländes besteht die Chance, dass die Stadtteile

über dieses Areal verbunden werden. Die Entwicklung des Flughafens sowie des MFG 5

Geländes hat eine große Bedeutung für beide angrenzenden Stadtteile und darüber hinaus

eine gesamtstädtische Dimension. Daher werden die Chancen und Auswirkungen einer Ent

wicklung für bzw. auf Holtenau aber auch Pries/Friedrichsort berücksichtigt und dargestellt.

Die stadtweit geltenden Grundsätze der Siedlungsentwicklung der Landeshauptstadt Kiel, wie

„Innen vor Außenentwicklung“ (siehe Kap. 3 Leitbild und Entwicklungsstrategie, S.28), bilden

die Grundlage und werden beachtet. Für die vorhandenen Flächenpotenziale werden den

Schwerpunkten entsprechend unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. Bei der Darstellung

handelt es sich um flächenhafte Nutzungsüberlegungen für die verschiedenen Flächen, die im

weiteren Verfahren konkretisiert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit geprüft werden müs

sen. Abschließende Aussagen beispielsweise zur Erschließung werden auf dieser Maßstabs

ebene noch nicht getroffen.

Abb. 15: Räumliche Entwicklungspotenziale in Pries/ Friedrichsort (ppp 2012)

49


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Während sich die drei Szenarien in ihrer Flächenbelegung in den unterschiedlichen Schwer

punktnutzungen Wohnen, Gewerbe und Grün/ Freizeit/ Tourismus/ Maritim klar unterschei

den, sind andere Maßnahmen in allen Szenarien durchgehend gleich und werden daher an

dieser Stelle zusammenfassend erläutert:

Die Verbindung der Stadtteile Pries/ Friedrichsort und Holtenau erfolgt über das MFG 5

Gelände u.a. durch eine durchgehende Fuß und Radwege und ÖPNV Verbindung (szenarie

nabhängig in Wasserlage oder beschränkt auf die reine Erschließungsfunktion durch das Ge

lände).

Die bestehenden Versorgungsbereiche und Stadtteilzentren Friedrichsort und Brahmsweg

werden langfristig gesichert und entwickelt u.a. durch die städtebauliche Anbindung von Fre

quenzbringern direkt im/am Zentrum und durch die Bereitstellung von zeit und standortge

mäßen Einzelhandelsflächen.

Die historische Seefestung wird rekonstruiert. Die öffentliche Zugänglichkeit wird gesichert,

eine neue Nutzung etabliert und die Erschließungssituation verbessert.

Der Biotopverbund Voßbrook Stekendammsau Heischertal wird zur Sicherung und Verbin

dung mit dem umgebenden Landschaftsraum entwickelt.

Die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit zu Wasserflächen wird am Prieser Strand sowie durch das

Industriegebiet „Falckensteiner Straße“ verbessert. Neue Wegeverbindungen werden geschaf

fen.

5.1.1 Szenario 1 – Schwerpunkt Wohnen

Gemäß den vorliegenden Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung werden die Stadtteile Pries

und Friedrichsort an Einwohnern verlieren (vgl. Bericht 1, Kap. 3.4.1 Bevölkerungsstruktur und

demografische Entwicklung, S.32).

Im Bericht 1 wurden anhand einer Modellrechnung verschiedene Szenarien der Bevölkerungs

entwicklung der Stadtteile Pries und Friedrichsort betrachtet (vgl. Bericht 1, Kap. 4.1, S. 73).

Grundlage für das erste Flächenszenario mit dem Schwerpunkt „Wohnen“ bildet das Ziel, die

Bevölkerungszahl auf dem Niveau von 2010 mit 9.450 Einwohner/ innen (Bevölkerungsszena

rio Status Quo) zu halten. Dazu ist die Ausweisung von neuen Wohnbauflächen erforderlich,

da bei gleich bleibender Anzahl der Einwohner die Anzahl der Haushalte zunimmt und der

Wohnflächenbedarf pro Einwohner steigt. Die Flächen können nur zum Teil auf bestehenden

Flächen durch Umbau und Abriss bzw. Neubau angeboten werden. Die vorhandenen Wohnbe

stände entsprechen in Teilen nicht den sich ändernden Wohnbedürfnissen. Bedarf besteht

insbesondere an Wohnraum für Familien und ältere Menschen.

Um die vorhandenen Wohnflächenbedarfe abdecken zu können, werden unter Beachtung

vorhandener Rahmenbedingungen, Teile der Flächenpotenziale zu Wohnbauland entwickelt.

Da Pries/ Friedrichsort formal betrachtet nur zum geringen Teil den Wohnraumbedarf inner

halb der Stadtteilgrenzen abdecken kann, wird das ehem. MFG 5 Gelände in die Betrachtun

gen mit einbezogen.

Da Pries/ Friedrichsort formal betrachtet nur zum geringen Teil den Wohnraumbedarf inner

halb der Stadtteilgrenzen abdecken kann, das ehem. MFG 5 Gelände aber über Friedrichsort

50


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

erschlossen und angebunden wird, dient dieses Areal auch als zentrale Entwicklungsfläche für

Pries/Friedrichsort.

Eine Entwicklung von Außenbereichsflächen am Rande des Dorfes Pries und im Bereich Hohen

leuchte wird aufgrund der Besonderheit, Eigenart und Vielfältigkeit der umgebenden Land

schaft nicht empfohlen. Die Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet "Zwischen Heischer Tal

und Schilkseer Steilküste". Es handelt sich gemäß Landschaftsplan um ein Gebiet mit Erho

lungseignung. Teilflächen des Gebietes sind als Vorrangflächen für den Naturschutz gem. § 15

(1) LNatSchG sowie zum Schutz hoch anstehenden Grundwassers dargestellt. Die Flächen sind

auf Grund erhöhter Produktivität besonders gut für die Landwirtschaft geeignet. Die histori

schen Knicks sind zu erhalten. Der Bereich um "Hohenleuchte" hat darüber hinaus eine hohe

Bedeutung für das Landschaftsbild, das durch ein Zusammenwachsen der Siedlungsbereiche

gestört würde. Es wird daher empfohlen, die Eigenständigkeit und Qualität der vorhandenen

Siedlung Hohenleuchte und des Dorfes Pries zu erhalten (siehe Bericht 1, S. 75).

Der Bereich Grüffkamp wird in allen drei Szenarien als Grünfläche dargestellt. Die seitens der

Verwaltung dargestellten Gründe, die zu einer Ablehnung der Bebauung entlang der Straße

Grüffkamp führen (vgl. Drs. Nr. 0875/2012) können gutachterlich bestätigt werden.

Folgende Nutzungen sind für die übrigen Flächen vorgesehen:

Redoute

Auf der brachliegenden Fläche sowie auf einem Teil der Kleingartenflächen der ehemaligen

Redoute werden Wohnbauflächen für ein zentrumsnahes Wohngebiet entwickelt.

Boelckestraße

Nördlich des Flughafens entstehen Erweiterungsflächen für eine gewerbliche Nutzung. Die

Flächen können als Entwicklungs und Verlagerungsflächen für mittelständige Kieler Wirt

schaftsunternehmen nördlich des Kanals dienen, oder für eventuelle Großansiedlungen be

reitgehalten werden. Eine Umnutzung in Wohnbauflächen ist aufgrund der nicht integrierten

Lagen keine Option.

Industriegebiet Falckensteiner Straße

Frei und Brachflächen innerhalb des Industrieparks „Falckensteiner Straße“ werden neu bzw.

umstrukturiert. Über eine Querung des Gebietes wird das Stadtteilzentrum an den Falckens

teiner Strand angeschlossen. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung

und Optimierung von den Eigentümern abhängig.

Werftenstandort Prieser Strand

Der Werftenstandort wird gesichert und bleibt erhalten. Es entstehen außerdem neue ge

mischt genutzte Flächen. Der Standort positioniert sich so als zukunftsfähiger technisch

maritimer Gewerbestandort. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung

von den Eigentümern abhängig. Die angrenzende Bebauung ist dabei zu berücksichtigen

51


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

MFG 5 Gelände

Gemischte Flächen

Grundlage bildet das Nutzungskonzept für das MFG 5 Gelände „Vernetzte Stadtteile an der

Förde“, das im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen nach § 141 BauGB erarbeitet

wurde (vgl. Bericht 1, S. 76, Nutzungskonzept 1). Das gemischt genutzte Quartier umfasst Teil

flächen u.a. für maritimes Gewerbe, Tourismus, Gesundheit, Sport und Freizeit sowie Wohnen.

Abb. 16: Szenario 1 3 Schwerpunkt Wohnen

5.1.2 Szenario 2 – Schwerpunkt Gewerbe

Die Stadtteile Pries/Friedrichsort sind eng mit der industriellen Vergangenheit verknüpft. Auch

heute noch befinden sich in Friedrichsort Gewerbe und Industriestandorte. Aus dem Unter

nehmensbestand heraus werden aber dennoch keine wesentlichen neuen Flächenbedarfe

ausgelöst (vgl. Bericht 1, Kap. 4.1, S. 72).

Der Gewerbeflächenbedarf kann aber auch vor dem Hintergrund einer gesamtstädtischen

Nachfrage beurteilt werden. In der Gesamtstadt Kiel liegt der Bedarf bis 2025 bei ca. 35 ha (vgl.

Bericht 1, Kap. 4.1, S. 72).

Grundlage für das zweite Flächenszenario mit dem Schwerpunkt „Gewerbe“ bildet das Ziel,

dass die vorhandenen Flächenpotenziale zur Entwicklung von Gewerbe und Industrieflächen

genutzt werden. Damit wird der gesamtstädtische Bedarf an Gewerbeflächen für Kiel abge

deckt. Darüber hinaus können die Wasserlagen wie auch der vorhandene quadmodale An

schluss (Wasseranschluss, Bahnanschluss, Straßenanschluss und Luftanschluss) durch neue

52


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

gewerbliche und industrielle Nutzungen insb. auf dem MFG 5 Gelände international

vermarktbar genutzt werden.

Die vorhandenen Flächenpotenziale werden wie folgt entwickelt:

Redoute

Auf der brachliegenden Fläche sowie auf einem Teil der Kleingartenflächen der ehemaligen

Redoute werden Wohnbauflächen für ein zentrumsnahes Wohngebiet entwickelt. Eine ge

werbliche Entwicklung ist städtebaulich nicht sinnvoll.

Scheidekoppel

Nördlich des Gewerbegebietes „Redderkoppel“ entstehen Erweiterungsflächen des vorhande

nen Gewerbegebietes. Die Flächen können als Entwicklungs und Verlagerungsflächen für mit

telständige Kieler Wirtschaftsunternehmen nördlich des Kanals dienen, oder für eventuelle

Großansiedlungen bereitgehalten werden.

Boelckestraße

Nördlich des Flughafens entstehen Erweiterungsflächen für eine gewerbliche Nutzung. . Die

Flächen können als Entwicklungs und Verlagerungsflächen für mittelständige Kieler Wirt

schaftsunternehmen nördlich des Kanals dienen, oder für eventuelle Großansiedlungen be

reitgehalten werden.

Industriegebiet Falckensteiner Straße

Frei und Brachflächen innerhalb des Industrieparks „Falckensteiner Straße“ werden neu bzw.

umstrukturiert. Über eine Querung des Gebietes wird das Stadtteilzentrum an den Falckens

teiner Strand angeschlossen.

Am Palisadenweg entstehen zusätzliche gewerbliche und industrielle Flächen. Da es sich um

private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung von den Eigentümern abhängig.

Werftenstandort Prieser Strand

Der Werftenstandort wird gesichert und bleibt erhalten. Es werden weitere gewerbliche Nut

zungen angesiedelt. Der Bereich positioniert sich als zukunftsfähiger technisch maritimer Ge

werbestandort. Eine Neuansiedlung von Betrieben muss dabei verträglich zur angrenzenden

Wohnbebauung erfolgen. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung

von den Eigentümern abhängig.

MFG 5 Gelände – Gewerbliche und industrielle Entwicklung

Grundlage bildet das Nutzungskonzept für das MFG 5 Gelände „Gewerbe/Industrie“, das im

Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen nach § 141 BauGB erarbeitet wurde (vgl. Bericht

53


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

1, S. 76, Nutzungskonzept 2). Die gewerblich/industriell genutzte Fläche Kann auch für die

Produktion von Gütern, die auf dem Seeweg verschifft werden sollen, dienen (z.B. Offshore

Technik und –Anlagen).

Abb. 17: Szenario 2 3 Schwerpunkt Gewerbe

5.1.3 Szenario 3 – Schwerpunkt Grün/ Freizeit/ Tourismus/ Maritim

Im dritten Szenario werden die Flächenpotenziale mit dem Schwerpunkt „Grün/Freizeit/ Tou

rismus/Maritim“ entwickelt. In diesem Szenario wird als Folge die prognostizierte schrump

fende Bevölkerungsentwicklung hingenommen, da keine nennenswerten Wohnbaupotenziale

geschaffen werden. Insbesondere auch im freizeit und touristischen Bereich liegen mit der

Festung Friedrichsort und dem Falckensteiner Strand große Potenziale, welche durch eine Ver

bindung der Stadtteile Pries/Friedrichsort und Holtenau weiter ausgebaut werden können.

Darüber hinaus können vorhandene Freiflächenpotenziale weiterentwickelt und qualifiziert

werden.

Folgende Nutzungen sind vorgesehen:

Redoute

Die brachliegenden Fläche sowie Teile der Kleingartenflächen der ehemaligen Redoute werden

zu einer öffentlichen zentrumsnahen Grünfläche (z.B. Spielplatz etc.) gestaltet oder können

alternativ als „wilder Garten“ Kindern einen naturbelassenen Spielplatz bieten.

54


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Scheidekoppel

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Nördlich des Gewerbegebiets „Redderkoppel“ und somit in unmittelbarer Nähe zum Falckens

teiner Strand entstehen Flächen für eine zentrums und strandnahe Freizeit und Tourismus

nutzung.

Industriegebiet Falckensteiner Straße

Die Flächen des ehem. Harder und am Braunen Berg werden mit Kleingewerbe (Tourismus)

entwickelt und so auch für andere Nutzungen zugänglich gemacht. Über eine Querung des

Gebietes wird das Stadtteilzentrum an den Falckensteiner Strand angeschlossen. Am Palisa

denweg werden neue, für die Bevölkerung und für den Tourismus nutzbare Freiflächenange

bote geschaffen. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung von den

Eigentümern abhängig.

Werftenstandort Friedrichsort

Entlang der Wasserlagen entstehen neue gewerblich und touristisch genutzte Flächen mit

maritimem Kleingewerbe (z.B. Reparaturwerft, Bootsverleih, Segelzentrum etc.). Die Werften

ermöglichen als „gläserne Werften“ Besichtigungen der Standorte und der Arbeitsprozesse für

Touristen. Das Thema der „Industriekultur“ wird für den Stadtteil genutzt. Neuansiedlungen

von Betrieben müssen dabei verträglich zur angrenzenden Bebauung erfolgen. Da es sich um

private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung von den Eigentümern abhängig.

MFG 5 Gelände

Touristische und gewerbliche Entwicklung

Das MFG 5 Gelände wird gewerblich und touristisch entwickelt. Angesiedelt werden soll mari

times Kleingewerbe, z.B. ein Segelzentrum oder eine Reparaturwerft sowie Winterlagerhallen

und verschiedene touristische und Freizeitnutzungen (z.B. Hotel, Fortbildungsinstitute,

Wohnmobilstellplatz, Feriendorf, Jugendherberge, etc.) ergänzt durch Freiflächenangebote,

wie Sportanlagen im Park.

55


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Abb. 18: Szenario 3 3 Schwerpunkt Grün/ Freizeit/ Tourismus/ Maritim

5.2 Qualitative Bewertung der Szenarien

Im Folgenden werden die drei Flächenszenarien bewertet. Die qualitative Bewertung erfolgt

anhand der Entwicklungsziele (siehe Kap. 3). Ein Teil der Ziele mit den dazugehörigen Hand

lungsbedarfen, wie „Erhalt und Sanierung schützenswerter Gebäude und historisch gewach

sener Strukturen“ oder „Reduzierung von Gefahrenpotenzialen“ und weitere gelten für alle

drei Flächenszenarien und sind auf dieser Ebene nicht qualitativ zu bewerten bzw. werden in

allen drei Szenarien gleichermaßen als erfüllt unterstellt.

Daher werden nur die für die Betrachtungsebene der Szenarien wesentlichen Ziele hinsichtlich

der Zielerfüllung bewertet. Die zusammenfassende Bewertung erfolgt anhand der Leitziele, die

zur Entwicklung eines Profils für die Stadtteile Pries/ Friedrichsort definiert wurden.

Seitens der Gutachter wird noch keine Aussage vorgenommen, welches Szenario oder welche

Nutzungsüberlegungen präferiert werden. Dies soll im weiteren Prozess unter Beteiligung der

Öffentlichkeit erfolgen (vgl. Kap. 1). Es soll aus den Flächenszenarien ein Flächenkonzept mit

Festlegung von Nutzungen für die einzelnen Flächenpotenziale als Vorzugsszenario erarbeitet

werden. Die Bewertung der Szenarien stellt hierfür eine Grundlage dar.

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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Szenario I

Schwerpunkt „Wohnen“

Szenario II

Schwerpunkt „Gewerbe“

Szenario III

Schwerpunkt „Grün/ Freizeit/

Tourismus/ Maritim“

Leitziel: Nutzung der maritimen Lagegunst

Durch den Erhalt der Werften

und die Ausnutzung der Wasser

lagen durch gemischte Nutzun

gen wird die maritime Lage

gunst gut genutzt.

Die Verbesserung der Zugäng

lichkeit der Wasserflächen durch

die Schaffung neuer Wegever

bindungen insb. am Prieser

Strand, Skagerrakufer und

durch das Industriegebiet „Falc

kensteiner Straße“ erfolgt.

Das Skagerrakufer wird in Wert

gesetzt und zu einem attrakti

ven Aufenthaltsort für die Be

wohner.

Die Verbindung der Stadtteile

Holtenau und Pries/Friedrichsort

kann in Wasserlage über das

MFG5 Gelände erfolgen und die

öffentliche Nutzbarkeit der

Uferzone weitgehend herge

stellt werden.

Es erfolgt die Vernetzung der

touristischen Angebote über den

Stadtteil hinaus insbesondere

mit Holtenau

Die Wasserlagen werden durch

die Entwicklung neuer gewerbli

che Nutzungen (Werften) am

Prieser Strand vermarktbar

genutzt.

Die Verbesserung der Zugäng

lichkeit der Wasserflächen durch

die Schaffung neuer Wegever

bindungen insb. am Prieser

Strand, Skagerrakufer und

durch das Industriegebiet „Falc

kensteiner Straße“ erfolgt.

Die Verbindung der Stadtteile

Holtenau und Pries/ Friedrichs

ort erfolgt nicht in Wasserlage.

Durch die industrielle Nutzung

wird die Verbindung auf die

reine Erschließungsfunktion im

Unterland reduziert. Eine Quali

tät bietet eine Wegeverbindung

am Waldhang mit Fördeblick.

Die Wasserlagen werden durch

die Entwicklung neuer gewerbli

che und touristischer Nutzun

gen (maritimes Kleingewerbe,

„gläserne Werft“) am Prieser

Strand vermarktbar genutzt und

das Thema „Industriekultur“

gefördert..

Die Verbesserung der Zugäng

lichkeit der Wasserflächen durch

die Schaffung neuer Wegever

bindungen insb. am Prieser

Strand, Skagerrakufer und

durch das Industriegebiet „Falc

kensteiner Straße“ erfolgt.

Auch das Skagerrakufer wird

touristisch genutzt.

Die Verbindung der Stadtteile

Holtenau und Pries/ Friedrichs

ort kann in Wasserlage über das

MFG 5 Gelände erfolgen und die

öffentliche Nutzbarkeit der

Uferzone sowie weiter Teile des

Areals hergestellt werden.

Durch die wassernahe Errich

tung eines Campingplatzes an

der Scheidekoppel, der Rekon

struktion der Seefestung und

der Schaffung neuer und für den

Tourismus nutzbare wasserna

her Freiflächenangebote am

Palisadenweg kann sich Pries/

Friedrichsort als Tourismus

standort positionieren.

57


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Leitziel: Stärkung als Wohn2, Arbeits2 und Freizeitstandort

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Es werden kaum zusätzliche

Wohnbauflächen geschaffen.

Das Ziel der Stabilisierung der

Bevölkerungszahl wird inner

halb des Stadtteils nicht erfüllt.

Unter Einbeziehung der zusätzli

chen geschaffenen Wohnbau

flächen auf dem angrenzendem

ehem. MFG 5 Gelände und südl.

Flughafengelände kann das Ziel

der Stabilisierung der Bevölke

rungszahl erfüllt werden.

Die Redoute sowie die Nachver

dichtungspotenziale im Stadtteil

werden genutzt, um Wohnbe

bauung zu realisieren.

Durch die Schaffung von zusätz

lichen Gewerbeflächen an der

Boelckestraße sowie dem Erhalt

der Werften und der gemischten

Entwicklung am Wasser sowie

der gewerblichen und industriel

len Weiterentwicklung des In

dustriegebiets „Falckensteiner

Straße“ werden Entwicklungs

impulse für die stagnierende

Arbeitsmarktentwicklung inner

halb des Stadtteils gesetzt.

Durch die Rekonstruktion der

Seefestung, der Einbindung des

Sportboothafens und der ver

besserten Zugänglichkeit zum

und Wasser bis zum Falckens

teiner Strand kann der Stadtteil

sich zum Freizeitstandort entwi

ckeln.

Es werden kaum zusätzliche

Wohnbauflächen geschaffen.

Das Ziel der Stabilisierung der

Bevölkerungszahl wird nicht

erfüllt. Die Stärkung als Wohn

standort ist auf Umbau wie Er

höhung von Qualitäten im Be

stand beschränkt.

Durch die Schaffung von zusätz

lichen Gewerbeflächen an der

Scheidekoppel, Boelckestraße

sowie die Entwicklung neuer

Gewerbenutzungen am Wasser

und dem Industriebiet Falckens

teiner Straße werden Entwick

lungsimpulse für die stagnie

rende Arbeitsmarktentwicklung

innerhalb des Stadtteils und

darüber hinaus für die Gesamt

stadt Kiel gesetzt.

Durch die Rekonstruktion der

Seefestung, der Einbindung des

Sportboothafens und der ver

besserten Zugänglichkeit zum

und Wasser bis zum Falckens

teiner Strand kann der Stadtteil

sich zum Freizeitstandort entwi

ckeln.

Es werden keine zusätzlichen

Wohnbauflächen geschaffen.

Das Ziel der Stabilisierung der

Bevölkerungszahl wird nicht

erfüllt. Die neu geschaffenen

Freiraumangebote und die ver

besserte öffentliche Zugänglich

keit von Wasserflächen erhöhen

die Wohn und Lebensqualität

des gesamten Stadtteils.

Durch die Entwicklung von ge

werblichen und touristischen

Nutzungen (maritimen Klein

gewerbe) am Wasser werden

Entwicklungsimpulse für die

stagnierende Arbeitsmarktent

wicklung innerhalb des Stadt

teils gesetzt.

Durch die Rekonstruktion der

Seefestung, der Einbindung des

Sportboothafens und der ver

besserten Zugänglichkeit zum

und Wasser bis zum Falckens

teiner Strand, der Schaffung von

Freizeitflächen an der Scheide

koppel und der Entwicklung

gewerblicher und touristischer

Nutzungen in Wassernähe wird

der Stadtteil sich zu einem her

ausgehobenen Freizeitstandort

Kiels entwickeln.

Leitziel: Kooperation mit den umliegenden Stadtteilen; "Mitte im Norden"

Durch die Ansiedlung neuer

Bewohner und Schaffung von

Arbeitsplätzen auf dem MFG 5

Gelände werden das Stadtteil

Durch eine gewerb

lich/industrielle Entwicklung

des MFG 5 Geländes werden

gesamtstädtische Flächenbedar

Es erfolgt die Vernetzung der

touristischen Angebote (auch

durch den Ausbau der überregi

onalen Veloroute am Wasser)

58


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

zentrum wie auch die vorhan

dene Infrastruktur in

Pries/Friedrichsort gestärkt.

fe abgedeckt. Die Barrierewir

kung bleibt aber erhalten.

über den Stadtteil hinaus, insbe

sondere mit Holtenau.

Die Stadtteile Pries/Friedrichsort

und Holtenau wachsen zusam

men, ohne ihre Eigenständigkeit

zu verlieren.

Es erfolgt die Vernetzung der

touristischen Angebote (auch

durch den Ausbau der überregi

onalen Veloroute am Wasser)

über den Stadtteil hinaus, vor

wiegend mit Holtenau.

Tab. 1:

Qualitative Bewertung der Szenarien

59


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

5.3 Quantitative Bewertung der Szenarien

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

In der nachfolgenden Übersicht ist der stadtteilbezogene Flächenbedarf den, sich im Rahmen

der Szenarien ergebenden, Flächenanteilen für die verschiedenen Nutzungen gegenüber ge

stellt.

Tab. 2: Flächenbedarfe Szenario 133

60


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Quellenverzeichnis

Literatur

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

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Abteilung Statistik: Sozial und Strukturdaten aus den Kieler Stadtteilen 2009, 2010

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nung der Landeshauptstadt Kiel, Entwurf Stand: November 2011

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Fotos

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2012

62


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Plakat Planungswerkstatt ............................................................................................................. 6

Abb. 2: Fotos Planungswerkstatt .............................................................................................................. 7

Abb. 3: Route Stadtteilrundgang .............................................................................................................. 9

Abb. 4: Ergebnisse des Rundgangs 1 ........................................................................................................ 9

Abb. 5: Ergebnisse des Rundgangs 2 ...................................................................................................... 12

Abb. 6: Skizze des Planungstisches 3 ..................................................................................................... 19

Abb. 7: Flächenpotenzial an Planungstisch 4 ...................................................................................... 20

Abb. 8: Skizzen des Planungstisches 5 ................................................................................................... 21

Abb. 9: Spielplatz Kollagen der Grund und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b ..................... 23

Abb. 10: Strandkollage Fritz Reuter Grundschule Pries/Friedrichsort, Klasse 3cKinder ............. 24

Abb. 11: Spielplatz Kollagen der Grund und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b ..................... 25

Abb. 12 und 13: Spielplatz Kollagen der Grund und Regionalschule Holtenau, Klasse 4b ......... 26

Abb. 14: Ziele und Handlungsbedarf (ppp, konsalt, CIMA 2013) ...................................................... 29

Abb. 15: Räumliche Entwicklungspotenziale in Pries/ Friedrichsort (ppp 2012) .......................... 49

Abb. 16: Szenario 1 Schwerpunkt Wohnen……………….………………………………………………………..……….52

Abb. 17: Szenario 2 Schwerpunkt Gewerbe………………………….……………………………………………….…….54

Abb. 18: Szenario 3 Schwerpunkt Grün/ Freizeit/ Tourismus/ Maritim ...................................... 56

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Qualitative Bewertung der Szenarien ..................................................................................... 59

Tab. 2: Flächenbedarfe Szenario 1 3 ..................................................................................................... 60

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