Bericht 2 - Landeshauptstadt Kiel

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Bericht 2 - Landeshauptstadt Kiel

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort Bericht 2

Bürgerbeteiligung, Ziele und Flächenszenarien

erschlossen und angebunden wird, dient dieses Areal auch als zentrale Entwicklungsfläche für

Pries/Friedrichsort.

Eine Entwicklung von Außenbereichsflächen am Rande des Dorfes Pries und im Bereich Hohen

leuchte wird aufgrund der Besonderheit, Eigenart und Vielfältigkeit der umgebenden Land

schaft nicht empfohlen. Die Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet "Zwischen Heischer Tal

und Schilkseer Steilküste". Es handelt sich gemäß Landschaftsplan um ein Gebiet mit Erho

lungseignung. Teilflächen des Gebietes sind als Vorrangflächen für den Naturschutz gem. § 15

(1) LNatSchG sowie zum Schutz hoch anstehenden Grundwassers dargestellt. Die Flächen sind

auf Grund erhöhter Produktivität besonders gut für die Landwirtschaft geeignet. Die histori

schen Knicks sind zu erhalten. Der Bereich um "Hohenleuchte" hat darüber hinaus eine hohe

Bedeutung für das Landschaftsbild, das durch ein Zusammenwachsen der Siedlungsbereiche

gestört würde. Es wird daher empfohlen, die Eigenständigkeit und Qualität der vorhandenen

Siedlung Hohenleuchte und des Dorfes Pries zu erhalten (siehe Bericht 1, S. 75).

Der Bereich Grüffkamp wird in allen drei Szenarien als Grünfläche dargestellt. Die seitens der

Verwaltung dargestellten Gründe, die zu einer Ablehnung der Bebauung entlang der Straße

Grüffkamp führen (vgl. Drs. Nr. 0875/2012) können gutachterlich bestätigt werden.

Folgende Nutzungen sind für die übrigen Flächen vorgesehen:

Redoute

Auf der brachliegenden Fläche sowie auf einem Teil der Kleingartenflächen der ehemaligen

Redoute werden Wohnbauflächen für ein zentrumsnahes Wohngebiet entwickelt.

Boelckestraße

Nördlich des Flughafens entstehen Erweiterungsflächen für eine gewerbliche Nutzung. Die

Flächen können als Entwicklungs und Verlagerungsflächen für mittelständige Kieler Wirt

schaftsunternehmen nördlich des Kanals dienen, oder für eventuelle Großansiedlungen be

reitgehalten werden. Eine Umnutzung in Wohnbauflächen ist aufgrund der nicht integrierten

Lagen keine Option.

Industriegebiet Falckensteiner Straße

Frei und Brachflächen innerhalb des Industrieparks „Falckensteiner Straße“ werden neu bzw.

umstrukturiert. Über eine Querung des Gebietes wird das Stadtteilzentrum an den Falckens

teiner Strand angeschlossen. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung

und Optimierung von den Eigentümern abhängig.

Werftenstandort Prieser Strand

Der Werftenstandort wird gesichert und bleibt erhalten. Es entstehen außerdem neue ge

mischt genutzte Flächen. Der Standort positioniert sich so als zukunftsfähiger technisch

maritimer Gewerbestandort. Da es sich um private Flächen handelt, ist eine Umstrukturierung

von den Eigentümern abhängig. Die angrenzende Bebauung ist dabei zu berücksichtigen

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