Gernot Bubenik, Preussenschlag, 1982 - Institut für Bildung, Medien ...

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Gernot Bubenik, Preussenschlag, 1982 - Institut für Bildung, Medien ...

80 Jahre Machtübernahme durch DEN Faschismus

Veranstaltungen Gegen Das Vergessen

Gernot Bubenik, Preussenschlag, 1982

er.di

Institut

für Bildung,

Medien und Kunst

vom Preussenschlag zum Reichstagsbrand/Ermächtigungsgesetz

7. Mai bis 10. August 2013 LH 19 130507 11

Ausstellungseröffnung am 7. Mai 2013, 19.00 Uhr, auf der »Brücke«

Es sprechen:

Eckart Spoo Herausgeber der

Zweiwochenschrift »Ossietzky«

Wilfried Kugel

Mitverfasser des Buches: »Der

Reichstagsbrand – Wie Geschichte

gemacht wird«

Lorenz Müller-Morenius Vorsitzender der Bundesfachgruppe

Bildende Kunst in ver.di

Moderation

Josef Peitz

AUSSTELLUNG

Gernot Bubenik, Reichstagsbrand, 1983

In Kooperation mit

mit freundlicher Unterstützung der Bundesfachgruppe Bildende Kunst in ver.di und der Freien Galerie e.V.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »80 Jahre Machtübernahme durch den Faschismus – Gegen das Vergessen«

laden wir zur Ausstellungseröffnung herzlich ein:

am 7. Mai 2013, 19:00 Uhr

ver.di Institut für Bildung Medien und Kunst

Teutoburger-Wald-Straße 105, 32791 Lage-Hörste

Zeittafel (Kurzfassung)

20. Juli 1932 Preussenschlag, Putsch der Reichsregierung Papen gegen die

sozialdemokr. Regierung Preussens. Beginn der Umwandlung

der preuss. Polizei. Bracht und später Göring erhalten Zugang

zu den Dateien.

30. Jan. 1933 Hindenburg überträgt Hitler die Macht (Machtübertragung).

Hitler ist Reichskanzler

1. Febr. 1933 Auflösung des Reichstags; Neuwahlen am 5. März 1933

2. Febr. 1933 Demonstrationsverbot für ganz Deutschland

4. Febr. 1933 Verordnung zum »Schutze des Deutschen Volkes« Verhaftungen

ohne Gerichtsbeschluss werden möglich. Drastische

Einschränkungen der Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit

7. Febr. 1933 Auflösung des Preussichen Landtages

17. Febr. 1933 Schießerlass Görings

24. Febr. 1933 SA, SS und Stahlhelm werden Hilfspolizei

27. Febr. 1933 Reichstagsbrand. Göring und Hitler beschuldigen die Kommunisten

der Brandstiftung. In derselben Nacht zahlreiche

(mindestens 1500 in Berlin) Verhaftungen nach u.a. von Diels

vorbereiteten Listen, Folterungen, wilde KZ‘s, van der Lubbe

wird verhaftet.

28. Febr. 1933 »Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk

und Staat« hebt die Grundrechte der Weimarer Republik auf.

Staatlicher Ausnahmezustand, Todesstrafe für antifaschistische

Aktivitäten, Schutzhaft, Einweisung in wilde KZ‘s. Haftbefehle

für führende Funktionäre der KPD. Der KPD-Fraktionsvors.

Torgler stellt sich und wird in Haft genommen, wenige Tage

später Verhaftung von Dimitroff, Popoff und Taneff

5. März 1933 Reichstagswahl, für NSDAP (43,9 %) und DNVP (8,0 %) existiert

nur eine Mehrheit von 51,9 %

8. März 1933 Die 81 Reichstagsmandate der KPD werden nach der Reichstagsbrandverordnung

für ungültig erklärt und Haftbefehl

gegen die Reichstagsabgeordneten der KPD erlassen.

Das ist ein Schritt zum Aufbau einer verfassungsändernden

Zwei-Drittel Mehrheit, ohne sie schon zu erreichen. Auf die

Unterstützung der bürgerlichen Parteien kann man daher nicht

verzichten. Hitler macht ihnen deshalb Versprechungen.

21. März 1933 Tag von Potsdam. Hindenburg und Hitler

23. März 1933 Ermächtigungsgesetz, lediglich die SPD stimmt dagegen.

Die NSDAP, die DNVP., das Zentrum, die Bayerische Volkspartei,

die Staatspartei, stimmen für das Ermächtigungsgesetz.

Die Kommunisten waren bereits ausgeschaltet. Damit

Zwei-Drittel-Mehrheit für den Übergang der Gesetzgebung

vom Parlament auf die Regierung.

29. März 1933 Gesetz über die Verhängung und den Vollzug der Todesstrafe

1. April 1933 Judenboykott

7. April 1933 Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums;

politisch missliebige sowie nicht-arische Beamte müssen

ausscheiden

20. April 1933 Gesetz über die Errichtung eines Geheimen Staatspolizei -

amtes (Gestapa). Rudolf Diels wird von Göring als dessen

Chef eingesetzt

1. Mai 1933 1. Mai-Feier von NSDAP und ADGB auf dem Tempelhofer Feld

2. Mai 1933 Besetzung der Gewerkschaftshäuser durch die SA. Ende der

freien Gewerkschaften

10. Mai 1933 Bücherverbrennungen in Berlin und im Reich

22. Juni 1933 Verbot der SPD

27. Juni 1933 Selbstauflösung der übrigen demokratischen

– 5. Juli 1933 Parteien

14. Juli 1933 Gesetz gegen die Neubildung von Parteien.

23. Dez. 1933 Ende des Reichstagsbrandprozesses. Freispruch für Torgler,

Dimitroff, Popoff und Taneff; van der Lubbe wird aufgrund

eines rückwirkenden Gesetzes zum Tode verurteilt und

umgebracht.

R.H. u. D.R. Sept. 2012

er.di

Institut

für Bildung,

Medien und Kunst

Innerhalb weniger Monate, war es reaktionären Kräften, mit tatkräftiger Unterstützung des Kapitals gelungen, gewählte Regierungen abzusetzen und Hitler an die

Macht zu bringen. Abschaffung von Grundrechten, Zerschlagung von Gewerkschaften, Parteienverbot, Terror und Verfolgung waren an der Tagesordnung. Die Exponate

in Form von Gemälden, Fotografien und Dokumenten stellen dies eindrucksvoll dar. Eine ausführliche Zeittafel führt den Besucher durch die Ausstellung.

Zeittafel Einladung

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