02FD Baurechtsvertrag - Immobilien Basel-Stadt - Kanton Basel-Stadt

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02FD Baurechtsvertrag - Immobilien Basel-Stadt - Kanton Basel-Stadt

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt

Medienmitteilung vom 1. März 2011

Erstmaliger Abschluss eines partnerschaftlichen Baurechtsvertrags Plus für

Genossenschaften

Erstmals hat der Regierungsrat einen partnerschaftlichen Baurechtsvertrag Plus

genehmigt. Die Wohngenossenschaft Hegenheimerstrasse Basel realisiert auf dem

Areal an der Hegenheimerstrasse 137 einen Neubau.

Der Kanton gibt das Areal Hegenheimerstrasse 137 an die Wohngenossenschaft

Hegenheimerstrasse Basel im Baurecht ab. Erstmals kommt der neue partnerschaftliche

Baurechtsvertrag Plus für Genossenschaften zur Anwendung. Die Wohngenossenschaft

Hegenheimerstrasse Basel ist seit den 1950er Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft an der

Hegenheimerstrasse und an der Rämelstrasse ansässig. Durch einen Neubau auf dem im

Baurecht übernommenen Areal kann sie nun ihr mehrheitlich aus 3- und 4-

Zimmerwohnungen bestehendes Angebot erweitern und einen attraktiven Neubau

realisieren. Der Neubau an der Hegenheimerstrasse 137 wurde bereits begonnen, das

Gebäude ist zum jetzigen Zeitpunkt im Rohbau erstellt.

Der neue partnerschaftliche Baurechtsvertrag Plus wurde vom Kanton zur Unterstützung der

Genossenschaften im Kanton Basel-Stadt erarbeitet und vom Regionalverband

Nordwestschweiz des Schweizerischen Verbands für Wohnungswesen (SVW) genehmigt.

Er basiert auf dem Modell des partnerschaftlichen Baurechtszinses, der den Nettoertrag des

Baurechtsnehmers und damit die konkrete Nutzung berücksichtigt. Dies führt zu einer fairen

Aufteilung der Rendite zwischen der Baurechtsgeberin und dem Baurechtsnehmer.

Zusätzlich enthält der partnerschaftliche Baurechtsvertrag Plus einerseits Elemente, die den

Genossenschaften entgegenkommen und andererseits Elemente, die ihnen zusätzliche

Leistungen abverlangen:

Erneuerungsfonds: Die Genossenschaften äufnen einen Erneuerungsfonds. Dank dieses

Fonds werden künftig die notwendigen Sanierungen und Erneuerungen für die

Genossenschaften finanzierbar sein, ohne dass sie die Mieten hierfür erhöhen müssen.

Staffelung des anfänglichen Baurechtszinses: Der partnerschaftliche Baurechtsvertrag

Plus sieht einen anfänglich reduzierten und gestaffelten Baurechtszins vor, der den

Genossenschaften in der mit dem höchsten finanziellen Risiko behafteten Anfangsphase

entgegenkommt.

Wohnpolitische Auflagen: Das dritte Element des partnerschaftlichen Baurechtsvertrags

Plus sind wohnpolitische Auflagen. Durch sie stellt der Kanton sicher, dass auf den an

Genossenschaften vergebenen Baurechtsparzellen Wohnungen realisiert werden, welche

den wohnpolitischen Zielen des Kantons entsprechen – etwa bezüglich Nachhaltigkeit,

Architektur und Städtebau, soziale Durchmischung und Ausbaustandards, etc.

Mit diesem Modell werden die Wohngenossenschaften verstärkt unterstützt, einen Beitrag

zur Förderung des Stadtwohnens zu leisten und die Erneuerung ihres teilweise nicht mehr

zeitgemässen Wohnungsbestandes voranzutreiben. Die Genossenschaften haben ihrerseits

Staatskanzlei Basel-Stadt, Abteilung Kommunikation Telefon +41 61 267 86 54

Rathaus, Marktplatz 9, CH-4001 Basel Telefax +41 61 267 86 29

Internet www.bs.ch www.medienmitteilungen.bs.ch

E-Mail info@bs.ch


Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt

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zugesichert, neue Strukturen zu prüfen, um bei anstehenden Projekten als kompetente

Partner des Kantons mitwirken zu können.

Weitere Auskünfte

Dr. Barbara Neidhart, Telefon +41 (0)61 267 46 27

Immobilien Basel-Stadt

Leiterin Kommunikation & Marketing

Finanzdepartement

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