02 FD Jahresbericht - Immobilien Basel-Stadt

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02 FD Jahresbericht - Immobilien Basel-Stadt

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt

Medienmitteilung vom 27. März 2012

Jahresbericht 2011 zu den Immobilien des Finanzvermögens

Der Regierungsrat hat den Jahresbericht 2011 zu den Immobilien des

Finanzvermögens zur Kenntnis genommen. In wichtigen Projekten der

Stadtentwicklung konnten Meilensteine erreicht werden.

Nachhaltigkeit

Für jedes Bauprojekt wird ein ganzheitliches Energiekonzept erarbeitet. Dabei spielen auch

gesellschaftliche und ökonomische Aspekte eine wichtige Rolle. Immobilien Basel-Stadt geht

davon aus, dass grosse Teile des Immobilienportfolios bis 2025 markant energetisch

verbessert werden können. Dabei werden bei der Planung der Sanierungen der

Lebenszyklus der Liegenschaften, die graue Energie, die Recyclierbarkeit der verwendeten

Materialien, der CO2-Ausstoss und weitere Aspekte berücksichtigt. Die Heterogenität des

Portfolios bewirkt, dass die Strategien der einzelnen Liegenschaften unterschiedlich sind.

Auch soll die Möglichkeit bestehen, auf eine mögliche energetische Sanierung zu verzichten

oder diese zu Gunsten von günstigem Wohnraum aufzuschieben.

Sanierungen

Mehrere Sanierungsprojekte konnten im 2011 abgeschlossen werden. Viele davon liegen in

der Altstadt und/oder Schutzzone. Bei allen Sanierungen wurden Massnahmen zur

Energiereduktion durchgeführt. Zudem wurde beim Itelpfad 1-8 eine 1’100m2 grosse

Fotovoltaikanlage erstellt.

Projektentwicklungen

Einige für die Stadtentwicklungen wichtige Projektentwicklungen konnten im 2011

entscheidend vorangebracht werden.

Das Areal des alten Kinderspitals wurde im Januar 2011 vom UKBB verlassen;

anschliessend folgten die Ausräum- und Rückbauarbeiten, die im 2011 abgeschlossen

wurden. Nach der Bewilligung des Bebauungsplans durch den Grossen Rat erfolgte im Juni

2011 die Investorenausschreibung, welche mit der Vergabe des Grundstücks im Baurecht

an die Sarasin Anlagestiftung im Februar 2012 abgeschlossen werden konnte.

Im 2006 wurde die S-Bahn-Station Dreispitz in Betrieb genommen und im 2009 hat der

Kanton Basel-Stadt zusammen mit der Christoph Merian-Stiftung (CMS) und den SBB einen

Wettbewerb mit Projekt- und Ideenteil durchgeführt. Das Siegerprojekt wurde mittlerweile

weiter bearbeitet. Im 2011 hat der Kanton den Gleisbogen zur Arrondierung seines

Grundstücks von der CMS erworben.

Der Kanton hat im Jahr 2008 das Areal der ehemaligen Frigosuisse Immobilien AG gekauft.

Zur besseren Nutzung des Areals wurde im 2010 ein weiteres Grundstück der SBB zur

Arrondierung erworben. Auf dem arrondierten Areal soll ein Neubau im Baurecht für die

BVB-Werkstätten entstehen. Die Planungsarbeiten der BVB wurden vorangetrieben. Der

Staatskanzlei Basel-Stadt, Abteilung Kommunikation Telefon +41 61 267 86 54

Rathaus, Marktplatz 9, CH-4001 Basel Telefax +41 61 267 86 29

Internet www.bs.ch www.medienmitteilungen.bs.ch

E-Mail info@bs.ch


Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt

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Ratschlag für die Zonenänderung wurde im Juni 2011 vom Grossen Rat genehmigt, die BVB

wird das Areal im 2012 im Baurecht übernehmen.

Für ein Grundstück an der Aescherstrasse 12 wurden in Zusammenarbeit mit der

Fachhochschule Nordwestschweiz die Grundlagen für die Entwicklung eines energetischen

Pilotprojekts erarbeitet. Im 2011 wurde hierzu ein Studienauftrag mit Präqualifikation

durchgeführt. Das Siegerteam erarbeitet nun die entsprechenden Planungsgrundlagen.

Volta-Ost ist das letzte zusammenhängende Areal, das im Entwicklungsgebiet ProVolta liegt.

Die Arealentwicklung beinhaltet im Verwaltungsvermögen die notwendige Erweiterung der

Primarschule Volta mit Platzgestaltung. Im Finanzvermögen ist im Bereich

Elsässerstrasse/Voltastrasse ein Neubau für Wohnen vorgesehen. Hier sollen auch

Studentenwohnungen durch Eigeninvestition des Kantons entstehen. Für den Erhalt von

günstigem Wohnraum wurde mit der Wohngenossenschaft Gnischter eine

Absichtserklärung über die Übernahme der Gebäude an der Wasserstrasse 21ff. im

Baurecht abgeschlossen.

Kennzahlen

Die Einnahmen Brutto-Soll liegen um ca. CHF 4 Mio. höher als budgetiert. Der Grund dafür

liegt in neuen und angepassten Baurechten und Neuzugängen von Liegenschaften. Der

Immobilienerfolg liegt vor allem aufgrund der zum Budget höheren Einnahmen Brutto-Soll

und tieferen Leerständen, Betriebskosten und werterhaltenden Investitionen deutlich über

Budget. Die Netto-Cashflowrendite liegt bei 4.8% während die Wertänderungsrendite 1.6 %

beträgt. Aufgrund von Verkäufen und Abgaben im Baurecht ist die Netto-Cashflowrendite im

2011 höher als in den Vorjahren. Die Wertänderungsrendite berechnet sich aus den

veränderten Marktbewertungen und wird insbesondere durch operative Verbesserungen bei

Kosten und Erträgen sowie durch getätigte Investitionen ermöglicht. Somit beträgt der Total

Return als wichtige Kennzahl für Immobilienanlagen 6.4 %. Der Gesamtportfoliowert der

Immobilien im Finanzvermögen beträgt per Ende 2011 CHF 1’486.2 Mio. und ist damit

gegenüber dem Vorjahr um CHF 10.2 Mio. gestiegen. Der Zuwachs erfolgte vor allem durch

Investitionen in den Bestand sowie durch neue und angepasste Baurechte.

Weitere Auskünfte

Andreas Kressler , Telefon +41 (0)61 267 99 15

Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt

Finanzdepartement

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