Das Magazin für Professionals - Canon Deutschland

canon

Das Magazin für Professionals - Canon Deutschland

D a s M a g a z i n f ü r P r o f e s s i o n a l s

Foto Werner Bartsch

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EF-Objektive

Vier Neue für Vorne und zwei für Dazwischen

EF 70-300mm 1:4-5.6L IS USM in der Praxis

Flexibilität bei hoher Bildqualität

Desert Birds. Fotografien von Werner Bartsch

Gestrandet in der Einsamkeit

High Definition Camcorder

Die kleinen schwarzen Starken

Canon Profifoto Förderpreis

Vom Fördern und Fordern

Canon PowerShot G12

Einsatz in Manhattan


42 +

Vier Neue für

Vorne und zwei

für Dazwischen

Seit einiger Zeit bereits

angekündigt,

kommen jetzt vier

neue EF-Objektive

und zwei Extender

in den Handel.

Was sie bringen,

für wen sich welches

Objektiv lohnt

und was Canon

sonst noch in der

Pipeline hat, klärt

eine detaillierte

Analyse.

Ein Fisheye, ein Telezoom und zwei „lange Tüten“, dazu zwei

Konverter – klingt das nach Sensation? Nicht unbedingt. Ist es

aber: Zu den aktuellen Neukonstruktionen EF 70-300mm 1:4-

5,6L IS USM und EF 8-15mm 1:4L Fisheye USM kommen mit

dem EF 300mm 1:2,8L IS II USM und dem EF 400mm 1:2,8L

IS II USM zwei Neuauflagen etablierter Standardbrennweiten

auf den Markt, deren Vorgänger vor allem in der Sport- und Reportagefotografie

einen legendären Ruf genießen. Allerdings

haben diese Vorgänger mit den Neuen kaum mehr gemeinsam

als den Anschluss, die Brennweite und die Lichtstärke.

Praktisch alles andere ist anders – und vor allem besser.

Feste Größen

Die Bezeichnung „II“ macht deutlich, dass es sich bei dem

„Dreihunderter zwoacht“ sowie dem „Vierhunderter zwoacht“

um Weiterentwicklungen der Vorgänger-Superteleobjektive

handelt. Neu ist beispielsweise die Gehäuse-Konstruktion aus

einer Magnesiumlegierung und Titanelementen, die höchste

Stabilität und ein geringes Gewicht vereint. Das ist wörtlich zu

nehmen und signifikant: Das EF 400mm 1:2,8L IS II USM ist

gegenüber seinem Vorgänger ganze 1,5 Kilogramm beziehungsweise

28 Prozent leichter, beim neuen 300er Geschwistermodell

beträgt die Gewichtseinsparung immer noch 200

Gramm beziehungsweise acht Prozent. Aber auch in der Praxis

zeigen sich nochmals verbesserte Stärken: Dank der Neugestaltung

des Gehäuses kann nun die Position der AF-Tasten,

die sich auf dem vorderen Objektivtubus befinden, durch

Drehen des Tubus‘ verändert werden. Je nach fotografischem

Einsatzgebiet sorgen verschiedene Stativsockel für zusätzliche

Flexibilität bei der Auswahl von Einbein- oder Dreibeinstativen

unterschiedlicher Länge. Ein neuer Drehmechanismus für

den Stativsockel ermöglicht einen unkomplizierten, schnellen

Wechsel der Objektivposition vom Hoch- zum Querformat. Mit

ihrem robusten Design und den Abdichtungen zum Schutz vor

Umwelteinflüssen sind das EF 300mm 1:2,8L IS II USM und

das EF 400mm 1:2,8L IS II USM in Kombination mit einer

entsprechenden wetterfesten EOS-Kamera für den Einsatz in

Extremsituationen gerüstet. Und im wahrsten Sinne des Wortes

„sicher“: Die neuen Objektive sind mit einem Kensington-

Sicherheitsschloss ausgestattet.

Im Innern bieten die beiden Neuen ein komplett neu gestaltetes

optisches System mit jeweils 16 Linsen in zwölf Gruppen,

zwei Fluoritlinsen, Super-Spectra-Vergütung und Fluor-Beschichtung

auf Front- und Hinterlinse. Beide Modelle verwenden

Canons neues Bildstabilisierungssystem für gute Resultate

bei dynamischen Motiven und in Situationen, in denen der

Fotograf während der Aufnahmen selbst in Bewegung ist. Der

optische Bildstabilisator ermöglicht bis zu vier Stufen längere

Verschlusszeiten für Aufnahmen aus freier Hand mit deutlich

reduzierter Verwacklungsunschärfe. Der IS-Modus 2 arbeitet

bei Kameraschwenks noch effektiver. Zusätzlich gibt es einen

neuen, dritten Modus, der den Bildstabilisator nur während der

Aufnahme aktiviert. Dies ist vor allem für das Fotografieren von

Sportarten geeignet, die schnell, aber ungleichmäßig in der

Bewegung sind.

Die Kombination aus bewährtem Ring-USM, neuen speziellen

AF-Algorithmen und einem neuen Highspeed-Prozessor sorgt

für eine schnelle und leise automatische Scharfstellung. Wer

will, kann jederzeit auf manuelle Scharfstellung umstellen.

Der so genannte Power Focus ist ein neuer Modus der manuellen

Scharfstellung speziell für die Movie-Aufzeichnung.

Hierbei wird die Fokussierung manuell über den Fokusring in

Gang gesetzt und elektronisch unterstützt. Dies gewährleistet

Foto Jörg Kyas

5

EF-Objektive


gleichmäßiges Fokussieren ganz ohne Ruckeln. Die Naheinstellgrenze

des 300ers hat sich auf zwei Meter verkürzt (400er:

2,7 Meter), und eine kreisrunde Blende mit neun Lamellen

lässt die Schärfe auf gestalterischen Wunsch hin wunderbar in

den Hintergrund treten.

Robuster, leichter, noch bessere optische Leistungen und

Vergütungen, noch perfekteres Fokussieren, weiter entwickeltes

Bildstabilisator-System und so weiter: Die neuen Telefestbrennweiten

sind eigentlich mehr als Weiterentwicklungen der

bewährten Klassiker, sie sind Neu-Interpretationen der professionellen

Teleobjektiv-Fotografie. Wer ganz vorne mitmischt in

der Riege der Profi-Sport- und -Modefotografen, der erhält mit

den beiden Neuen ein in allen Belangen deutlich verbessertes

Gesamtpaket – inklusive neuer, videospezifischer Features.

In Planung befinden sich außerdem ein EF 500mm 1:4L IS II

USM und EF 600mm 1:4L IS II USM. Wie die Vorgänger sind

die neuen lichtstarken Supertele-Objektive der L-Serie für hohe

professionelle Ansprüche konzipiert. Zum Einsatz kommen dieselben

hochwertigen optischen Komponenten und Materialien

wie bei den neuen 300er und 400er-Festbrennweiten.

Speziell auf die neuen, festbrennweitigen Teleobjektive

zugeschnitten sind die ebenfalls neuen Extender EF 1,4x

III und EF 2x III. Der Extender EF 1,4x III hat einen Aufbau

mit sieben Linsen in drei Gruppen, beim Extender EF 2x III

sind es neun Linsen in drei Gliedern. Der gegenüber den

Vorgängern deutlich höhere konstruktive Aufwand steigert bei

beiden die optische Leistung. Alle Linsen sind mit der Super-

Spectra-Vergütung versehen, und die Fluor-Beschichtung auf

dem vorderen und hinteren Glas macht die Beseitigung von

Wasserflecken oder Fingerabdrücken deutlich einfacher als

bei einer Standardvergütung. Ein integrierter Prozessor gewährleistet,

dass die Steuerungsinformationen zwischen den

neuen Supertele-Objektiven, Extender und Kamera auf diese

Kombination optimiert kommuniziert werden. Der Prozessor

stellt sicher, dass alle Schärfe-, Mess- und Erkennungsinformationen

sofort weitergegeben werden. In Kombination mit den

neuesten Canon-Objektiven der professionellen L-Serie bieten

diese Extender gegenüber früheren Ausführungen eine noch

höhere Bildqualität mit gesteigerter AF-Präzision. Der integrierte

Mechanismus zur Objektiventriegelung vereinfacht und

beschleunigt das Anbringen der Extender und minimiert damit

schädliche Umwelteinflüsse an Kamera und Objektiv.

Das Runde und das Eckige

Eine echte Sensation stellt das EF 8-15mm 1:4L Fisheye USM

dar. Es demonstriert eindrucksvoll Canons Know-how aus

mehr als 70 Jahren auf dem Gebiet der Präzisionsoptik. Das

optische System des Fischaugen-Zooms besteht aus 14 Linsen

in elf Gruppen, darunter je eine asphärische und eine UD-Linse

(ultra-low Dispersion). Diese und eine Super-Spectra-Vergütung

sind probate und leistungsstarke Mittel, um auftretenden

Abbildungsfehlern entgegenzuwirken. Die Innenfläche der

Frontlinse wurde zusätzlich mit einer SWC-Vergütung behandelt.

Die Front- und Hinterlinsen sind mit der wasser-, staub-

und schmutzabweisenden Fluor-Beschichtung versehen,

was die Säuberung sowie das Trockenreiben bei Nässe stark

erleichtert. Der Ring-USM sorgt für schnelle, präzise Scharfstellung

und gestattet selbst bei aktiviertem AF-Modus jederzeit die

manuelle Fokussierung. Damit zeigt sich das jüngste Mitglied

der EF-Riege auf dem neuesten Stand der Technik.

Doch das ist nur der Rahmen für das eigentlich Sensationelle

– und das ist seine spektakuläre Perspektive. In Kombination

mit einer Canon-Vollformatkamera wie der EOS 5D Mark II oder

der EOS-1Ds Mark III kann man zwischen einer kreisrunden

180-Grad-Abbildung oder einer Abbildung über das gesamte

Vollformatbild wählen. Das lässt dem Fotografen noch mehr

Flexibilität für kreative Aufnahmen: Dank des horizontalen und

vertikalen 180-Grad-Bildwinkels werden alle Details gestochen

scharf in einem einzigen Bild erfasst. An einer EOS-Kamera

mit APS-C- oder APS-H-Sensor bildet das EF 8-15mm 1:4L

Fisheye USM eine eher traditionelle Vollbild-Perspektive ab.

Die Markierungen ‚C‘ und ‚H‘ neben dem Zoomring zeigen

die Weitwinkelposition an, bis zu der eine vignettierungsfreie

Abbildung mit jedem der beiden APS-Sensoren möglich ist. Für

Kameras mit APS-C-Sensor besitzt das Objektiv außerdem eine

Zoomsperre – dann sind ausschließlich Aufnahmen möglich,

die das gesamte Bildfeld ohne störende Vignettierung in den

Randbereichen abbilden.

Ein Fischaugen-Objektiv ist wohl für die wenigsten Fotografen

etwas für den täglichen Einsatz – ein Fischaugen-Zoom dagegen

schon. Ausgestattet mit allen Innovationen canon‘scher

Expertise in Sachen L-Objektivbau, zieht das einzigartige EF-

Objektiv seine Faszination vor allem aus seiner sensationellen

Perspektive und seiner Formatanpassung an die jeweiligen

Sensorgrößen der verwendeten EOS-Kameras.

Kurz und gut

Das Allround-Zoom EF 70-

300mm 1:4-5,6L IS USM verbindet

kurze Bauweise mit großem

Brennweitenbereich bei durchgehend

exzellenter Bildqualität.

Es ist robust konstruiert sowie

gegen Schmutz und Feuchtigkeit

abgedichtet. Die Baulänge von

nur 14,3 Zentimetern zeugt von

echter Kompaktheit, was in der

Aufnahmepraxis nicht nur im

dichten Fotografen-Getümmel

echte Vorteile bringt. Trotz der

Kürze fehlt die Würze nicht: Das

neue Zoomobjektiv ist aus 19

Linsen in 14 Gruppen aufgebaut,

darunter zwei UD-Linsen. Fester

Bestandteil sind – wie bei allen

Canon-Objektiven neuester Provenienz

– die Super-Spectra-Vergütung

sowie die Fluor-Beschichtung

auf Front- und Hinterlinse.

Der Autofokus arbeitet schnell

und geräuschlos dank Ring-USM,

einem neuen Objektiv-Prozessor

und optimierten AF-Algorithmen.

Wie bei allen Canon-Objektiven

der L-Serie ist auch hier manuelle

Scharfstellung ohne Ausschalten

des Autofokus möglich. Die Naheinstellgrenze

beträgt über den

gesamten Brennweitenbereich

1,2 Meter. Der IS-Bildstabilisator

ermöglicht eine bis zu vier Stufen

längere Verschlusszeit für schärfere

Aufnahmen. Die aus acht

Lamellen bestehende Blende ist

ideal für das Arbeiten mit gezielter

Hintergrundunschärfe – perfekt

nicht nur bei Porträts.

Die wohl beliebteste Tele-Zoombrennweite

in so kompakter und

leistungsstarker Form – da muss

man wohl kein Prophet sein, um

dem neuen EF 70-300mm 1:4-

5,6L IS USM eine steile Karriere

als Lieblingsobjektiv zahlreicher

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Professionals vorherzusagen. Mit

allem ausgestattet, was an und

in Objektiven gut und sinnvoll ist,

liegt es bei allen Gelegenheiten

satt in der Hand, ist blitzschnell

zu bedienen – und liefert über alle

Brennweiten hinweg ausgezeichnete

Bildergebnisse.

2 +

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EF-Objektive

Professionelle L-Serie

Die Modelle der professionellen L-Serie sind die leistungsstärksten Objektive

von Canon und stehen für präzisionsgefertigte EF-Optik der Spitzenklasse.

Sie bieten exzellente Abbildungsleistung, erstklassiges Handling und

sind außerdem hervorragend vor Staub und Spritzwasser geschützt.

Optischer 4-Stufen-Bildstabilisator

Der optische Bildstabilisator für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten

minimiert Verwacklungsunschärfen, die zum Beispiel beim Einsatz ohne

Stativ bzw. beim Fotografieren mit einer langen Verschlusszeit auftreten.

Die automatische Erkennung von Kameraschwenks sorgt dafür, dass

gezielte Schwenks bei der Motivnachführung nicht versehentlich als

Verwacklungen interpretiert werden. Da der Bildstabilisator in das Objektiv

integriert ist, kann der Fotograf die finale Bildqualität beim Blick durch den

Sucher sehen und prüfen.

Optischer Bildstabilisator mit drei Modi

Der neue Modus 3 des optischen Bildstabilisators ist ideal für Action-

Fotografie, vor allem bei der Arbeit mit Kameraschwenks. Dieser Modus

aktiviert den Bildstabilisator ausschließlich erst während der Belichtung.

SubWavelength-Vergütung (SWC)

SWC ist die patentierte Vergütung von Canon, die speziell für die Digitalfotografie

entwickelt wurde. Sie minimiert Streulicht und Blendenreflexe,

die durch Reflexionen im Objektiv entstehen. Durch die SWC-Vergütung

werden die Ursachen von Reflexionen minimiert. Das Ergebnis: klare und

gestochen scharfe Bilder.

Ring-Ultraschallmotor (USM)

Der ringförmige USM ermöglicht eine ungemein schnelle und geräuscharme

automatische Scharfstellung. Eine schnelle CPU und optimierte

AF-Algorithmen tragen ebenfalls zur hohen AF-Geschwindigkeit bei. Auf

Wunsch lässt sich die Scharfstellung jederzeit auch manuell vornehmen –

ohne dass man hierzu den AF-Modus verlassen muss.

Fluor-Beschichtung

Diese neue, Schmutz und Wasser abweisende Beschichtung auf Front-

und Hinterlinse schützt das Objektiv und wirkt antistatisch. So lassen sich

Fett (Fingerabdrücke) und andere Verunreinigungen spielend leicht abwischen.

Dieses Feature wird bei allen neuen Objektiven angewandt.


Flexibilität bei hoher

Bildqualität

Alle Fotos Jörg Kyas

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EF 70-300mm 1:4-5.6L IS USM in der Praxis

Jörg Kyas, frei-

beruflicher Fotograf

und Diplom-

Designer aus

Hannover, hat als

einer der ersten

ein Vorserienmodell

des Canon

EF 70-300mm

1:4-5.6L IS USM

bei der CPS Roadshow

getestet. Hier

seine Eindrücke.

Herr Kyas, wodurch zeichnet sich das Objektiv aus?

Jörg Kyas: Wir hatten für die Roadshow einige

knifflige Sets ausgesucht, bei denen es besonders

auf Geschwindigkeit ankam. Für diese Aufnahmen

habe ich sehr gerne die 70mm-Brennweite

an der EOS 1D Mark IV eingesetzt, weil

das Objektiv an dieser Kamera eine gelungene

Mischung aus Dreidimensionalität und leichter

Telebrennweite bietet. Oft war innerhalb desselben

Sets noch ein Close-up vorgesehen, das

eine starke Telewirkung haben sollte, um das

Gesicht des Models eindrucksvoller darzustellen.

Mit dem neuen EF 70-300mm L spare ich mir in

solchen Situationen einen Objektivwechsel.

„Exzellente Bildqualität‚ immer dabei“, so wird das

neue Objektiv beschrieben: Was heißt das konkret?

Jörg Kyas: Seitdem ich die ersten Ergebnisse

mit dem neuen EF 70-300mm L gesehen habe,

nehme ich ein Objektiv weniger zu Shooting-

Locations oder auf Fotoreisen mit. Denn die

Abbildungsqualität hat mich sehr beeindruckt.

Diese habe ich bei einem Vierfachzoom so nicht

für möglich gehalten.

Von welchen Eigenschaften profitieren Sie

am meisten?

Jörg Kyas: In erster Linie von der eben angesprochenen

Flexibilität bei hoher Bildqualität.

Das, was mich bei unseren Shootings zusätzlich

überrascht hat, war der Bildstabilisator.

Es kommen zunehmend Crossmedia-Sets bei

unseren Jobs zum Einsatz, die deswegen auch

auf der Roadshow gezeigt wurden. In diesen Situationen

waren Zeit-/Blenden-Kombinationen

möglich, die ich vorher nicht so fotografieren

konnte.


Gangway. Foto Werner Bartsch

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Desert Birds. Fotografien von Werner Bartsch

Gestrandet in der Einsamkeit


„Ein Cockpit weist

in eine endlose

Wüstenlandschaft;

eine Gangway

steht inmitten

einer verlassenen

Weite, zeigt

gen Himmel und

scheint auf Flugzeuge

zu warten,

die nicht mehr

fliegen, auf Passagiere,

die nicht

mehr kommen.

In den kilometerweiten

Wüsten

im Südwesten

der USA stehen

hunderte von

stillgelegten und

ausrangierten

Flugmaschinen

auf Halde und

blicken ihrem

Schicksal entgegen.“

So beginnt

Sophia Greiffs Vorwort

für „Desert

Birds“, der neue

Bildband von

Werner Bartsch.

Sein Projekt führte

den freischaffenden

Fotografen

aus Hamburg mit

seiner Canon EOS-

1Ds Mark III auf

US-amerikanische

Flugzeuglagerplätze,

die normalerweise

von

der Außenwelt

abgeschottet sind.

Die Ergebnisse

sind sensationelle

Fotografien.

African Queen Alle Fotos Werner Bartsch

Boneyard 3

Grounded 4

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Herr Bartsch, wie und wann hatten Sie die Idee zu Ihrem Buch

„Desert Birds“?

Werner Bartsch: Die eigentliche Idee entstand vor etwa drei

Jahren. Ich war damals mit dem Auto von Las Vegas nach

Los Angeles unterwegs und machte einen Abstecher nach

Victorville, eine jener Flugzeuglagerflächen in der Wüste. In

weiter Distanz, eingezäunt von hohem Stacheldraht, standen

schweigend die alten Passagierflugzeuge meiner Kindheit

in der Sonne. Mit einem Schlag hatte mich die Begeisterung

wieder erfasst, die ich schon als Kind verspürte, als ich mit

meinem Bruder viele Stunden in Einflugschneisen diverser

Flughäfen verbrachte und mit selbstgebastelten Teleobjektiven

alles fotografierte, was flog.

Was hat Sie an diesem Projekt besonders gereizt?

Werner Bartsch: Der besondere Reiz liegt in dem Neuen, das

entsteht, wenn gewohnte Beziehungen aufgelöst werden.

Normalerweise findet man Flugzeuge in der Betriebsamkeit

Desert Birds. Fotografien von Werner Bartsch

der Flughäfen, umgeben von künstlichen Materialien wie

Beton, Teer, Stahl und Glas. In der Serie „Desert Birds“ begegnet

man den Flugzeugen in der absoluten Einsamkeit der

Wüste – kein Mensch, keine Infrastruktur, nur Materialien wie

Sand, Steine und vereinzelte Gräser. Diese Widersprüchlichkeit

zwischen dem Objekt Flugzeug und dem Kontext der Wüste

war es, die mich am meisten gereizt hat – diese herauszuarbeiten

und gleichzeitig die Schönheit einzufangen, die von diesen

Orten ausgeht. Im Mittelpunkt steht das ganz spezifische Zusammenspiel

von Form, Struktur und Licht.

Welches Canon-Equipment hatten Sie für „Desert Birds“ dabei, und

welche Funktionen und Features haben sich besonders bewährt?

Werner Bartsch: Für „Desert Birds“ kamen die Canon EOS

1Ds Mark III zum Einsatz und zum Filmen die 5D Mark II. An

Objektiven hatte ich das Canon TS-E 24mm 1:3,5L II, EF 50mm

1:1,2L USM, EF 35mm 1:1,4L USM, EF 85mm 1:1,8 USM, EF

24-70mm 1:2,8L USM sowie das Canon EF 70-200mm 1:2,8L

IS II USM dabei. Was ich an der Ausrüstung besonders schätze,


Full Moon #1

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Desert Birds. Fotografien von Werner Bartsch


ist ihre Verlässlichkeit und Robustheit auch bei manchmal

widrigen Bedingungen wie Staub und Hitze.

Könnten Sie bitte die Besonderheiten Ihrer Bildsprache erläutern

– gerne exemplarisch an einigen Bildern aus Ihrem Buch.

Werner Bartsch: Die Bildsprache im Buch gliedert sich

im Prinzip in zwei Sichtweisen: zum einen in eine klare

reduzierte Bildsprache, die fast dokumentarischen Charakter

hat. Wie etwa im Bild „Gangway“ oder aber in „Air

Force One“. Wichtig war mir immer die Betonung des

Himmels, der sich wie eine Kulisse über alles setzt und

den Bildern Ruhe gibt. Dazu kommt eine von vorne bis

hinten durchwirkende Schärfe. Zum anderen gibt es Bilder,

die durch vertikal verlaufende Schärfenebenen Strukturen

und Details bewusst nach vorne stellen. Gegenläufig

befinden sich darin Unschärfen, die den Aufnahmen

wieder Ruhe geben wie etwa bei „Skymaster #1“. Hier

wird die morbide Schnauze einer betagten Vierpropellermaschine

in den Fokus gerückt.

Wie kommen Sie zu Ihrer Farbästhetik?

Werner Bartsch: Der Look der Bilder ist ganz entscheidend

für die Bildwirkung. Als Grundton wollte ich den

Look des alten Diafilms Agfa CT18 erzeugen – aus den

Zeiten, aus denen auch die meisten Airliner stammen –,

aber bis auf das Cyan weitgehend in den Farben reduziert.

Softwaretechnisch habe ich hierfür mit Lightroom und

Photoshop gearbeitet.

Wo hat Sie Ihre Arbeit bereits überall hingeführt?

Werner Bartsch: Wenn man die Frage ortsspezifisch

nimmt, dann habe ich schon im Kanzlerbüro nach Steckdosen

gesucht, auf dem Börsenparkett an der Wallstreet

die Schnipsel zur Seite geschoben und bei Günter Grass

im Atelier gesessen. Die immerwährende Auseinandersetzung

mit Orten und das Einlassen auf neue Gegebenheiten

ist das Großartige an meinem Job.

Vielen Dank für das Gespräch!

Werner Bartsch: Desert Birds

Hardcover mit Schutzumschlag, 112 Seiten,

50 Farbfotografien, Deutsch / Englisch,

ISBN 978-3-86828-179-8, 36,00 Euro

Die Ausstellung zum Buch findet ab 01. Februar 2011

in der Flo Peters Gallery in Hamburg statt. Weitere

Informationen unter www.wernerbartsch.de

Cockpit

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Desert Birds. Fotografien von Werner Bartsch


So klein kann Profi-Full-HD sein:

Mit den neuen Modellen XF105

und XF100 präsentiert Canon seine

bislang kleinsten Camcorder für

dieses Format. Vor allem für die

mobile Full-HD-Aufzeichnung sind

die kompakten Neuzugänge ausgelegt

und punkten mit ihrer umfangreichen

Funktionsvielfalt.

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Variabel, leistungsstark und handlich: Die neuen Modelle

XF105 und XF100 bieten jede Menge Leistung in einem

kompakten Gehäuse, das nur etwas mehr als ein Kilogramm

wiegt. Dank einer durchdachten ergonomischen Gestaltung

sind die Video-Geschwister ideal für den mobilen Dreh – auch

bei längeren Einsatzzeiten. In Kombination von Kompaktheit

mit hoher Bildqualität sind sie ideal für Filmer mit häufig

wechselnden, unterschiedlichen Projekten, wie Hochzeiten,

Unternehmensvideos oder Dokumentationen. Denn gerade

beim Handling unterschiedlicher Projekte mit einem einzigen

Camcorder sind Funktionsvielfalt, Vielseitigkeit und Flexibilität

von ausschlaggebender Bedeutung. Der XF105 kann dank

HD-SDI-Ausgang und gemeinsamem Anschluss für Timecode

(Ein- und Ausgang) und Genlock (Eingang) sogar im Studio

für ein Multi-Camera-Shooting in Kombination mit anderen

Camcordern eingesetzt werden.

Aufzeichnung auf CF-Karten

XF105 und XF100 zeichnen Full-HD-Videos auf Compact-

Flash-Speicherkarten im offenen MXF-Format (MaterialeXchange-Format)

gemäß MPEG-2-Standard auf. Eine

Datenrate von bis zu 50 Mbps sowie die 4:2:2-Farbabtastung

sind die Grundlage für exzellente Bildqualität und sichern

ein hohes Maß an Farbinformationen – wichtig vor allem für

die Nachbearbeitung. Die CF-Karten bieten gleich mehrere

Vorteile: Sie sind schnell und robust, praktisch und preiswert

sowie weit verbreitet. Beide XF-Modelle unterstützen mit

Relay Recording die unterbrechungsfreie Aufzeichnung, auch

wenn eine Speicherkarte voll ist und auf die zweite weiter

aufgezeichnet wird. Während der Aufzeichnung

ist jederzeit ein Austausch oder eine

Initialisierung der nicht verwendeten Karte

möglich. Neu ist die Funktion Double Slot

Recording für die synchrone Aufzeichnung

der Videodaten auf zwei Speicherkarten.

Starke Ausstattung

Die XF100-Serie nutzt ein besonders fortschrittliches

Kamerasystem für Full-HD-Videos

in Top-Qualität. Beide Modelle sind mit dem

neuen Canon-HD-Weitwinkel-Videozoomobjektiv

mit einem 10fach-Brennweitenbereich

von 30,4 -304 Millimetern (äquiv. Kleinbild), einer

hohen Lichtstärke von 1:1,8-2,8 hervorragend für den vielseitigen

Einsatz ausgestattet. Die kreisrunde Blende mit acht

Metall-Lamellen ermöglicht das Arbeiten mit angenehmer

Hintergrundunschärfe, während die Neukonstruktion des

Objektivaufbaus zur Reduzierung chromatischer Abbildungsfehler

beiträgt und außerdem eine kürzere Objektivbauform

ermöglicht. Ein dreistufiger digitaler Telekonverter verlängert

auf Wunsch die Brennweite des Objektivs um den Faktor

1,5, 3 oder 6. Der optische Bildstabilisator wurde für die

XF-Camcorder optimiert und bietet die drei bekannten Modi

– Standard, Dynamik IS und Powered IS. Im Standard-Modus

werden Verwacklungen der Kamera ausgeglichen, meistens

ausgelöst durch die unruhige Hand des Bedieners. Der

optische Dynamik-Bildstabilisator kompensiert Vibrationen,

die durch Aufnahmen beim Gehen entstehen, der Powered IS

High Definition Camcorder

Die kleinen schwarzen Starken

verringert Verwacklungsunschärfen bei Teleaufnahmen. Ein

neuer Canon 1/3-Typ-CMOS-Sensor mit 2,07 Megapixeln ermöglicht

die Videoaufzeichnung in Full-HD mit einer nativen

Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Der Sensor arbeitet mit

einem Primärfarbenfilter, der eine hohe Empfindlichkeit und

einen großen Dynamikbereich ermöglicht.

Kreativoptionen und 3D-Aufnahmeassistent

XF105 und XF100 bieten zahlreiche kreative Aufnahmeoptionen.

Die Aufzeichnungsmodi 1080/50i, 1080/25p,

720/50p und 720/25p können mit unterschiedlichen

Bit-Raten kombiniert werden – ideal zur Einbindung in einen

bereits bestehenden Workflow. Zeitraffer und Zeitlupe,

Intervallaufnahmen und Einzelbildaufnahmen (für Stop-

Motion-Animationen) sind ebenso möglich wie die PreRec-

Aufzeichnung mit Speicherung der letzten drei Sekunden

vor dem eigentlichen Aufnahmestart. Mit Infrarotaufnahme

und 3D-Aufnahmeassistent bereichern neue Funktionen die

XF100-Serie. Die eingebaute Infrarotleuchte und die Optionen

Grünlicht- beziehungsweise Weißlicht-Wiedergabe sorgen

für Nachtszenen in eindrucksvollen Bildern – beispielsweise

für Tieraufnahmen oder Dokumentationen. Vielleicht

in 3D? Ein XF100/XF105 Camcorder kann mit einem weiteren,

gleichen Modell über einen 3D-Aufnahmeassistenten zu

einem 3D-Aufnahmesystem kombiniert werden.

Anwenderorientierte Konstruktion

Zur visuellen Kontrolle haben beide Camcorder ein hochauflösendes

3,5 Zoll-LCD mit 920.000 Bildpunkten, ebenso

einen elektronischen Sucher mit 260.000 Bildpunkten und

einem 100-Prozent-Bildfeld. Über einen Objektivring erfolgt

die manuelle Einstellung von Schärfe, Zoom und Blende. Ein

seitlich platzierter 3-Wege-Schalter ermöglicht schnell das

Umschalten in den gewünschten Modus. Per Spezialtaste

wird zwischen manueller und automatischer Scharfstellung

gewechselt. Neben den Modi Autofokus mit Gesichtserkennung

und Instant AF gibt es einen neuen AF-Modus nur für

Gesichter: Die automatische Scharfstellung erfolgt hierbei nur

für die Gesichter im Motiv – ideal zum Beispiel für Pressefotografen

beim Einsatz vor Ort.

Mehr als 90 einzelne, bildbezogene Variablen können über

die Custom-Picture-Funktion konfiguriert werden, darunter

sechs Voreinstellungen für die Gammakurve. Wie die exzellente

Bildqualität der neuen XF-Camcorder so ist auch

die Audioaufzeichnung vom Feinsten: Alternativ zum vorne

eingebauten Stereomikrofon gibt es zum Anschluss externer

Mikrofone zusätzlich zwei XLR-Buchsen. Beide Camcorder

zeichnen Audio im linearen PCM-Format mit 16 Bit und 48

kHz auf – das ist Studioqualität.

Inklusive ist auch die CPS-Welt: Besitzer des XF105 oder

XF100 können auf Wunsch Mitglied im Canon Professional

Services (CPS) Video werden. Der CPS-Video-Service bietet

allen Profifilmern, die Canon-Produkte nutzen, die exklusive,

kostenlose Nutzung diverser Vorteile wie einen individuellen

Reparaturservice oder den direkten Support durch die entsprechenden

Canon CPS-Vertreter in Europa.


Fotos Tim Hölscher

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Der achte Canon

Profifoto Förderpreis

(CPFP)

brachte wieder

starke junge Fotografie

ans Licht.

Der zweimal jährlichausgeschriebene

Wettbewerb

hilft jungen Fotografinnen

und

Fotografen, ihre

Foto-Projekte zu

realisieren.

Canon Profifoto Förderpreis

Vom Fördern und Fordern

Die Gewinner des Canon Profifoto Förderpreises 10/2 sind Inessa

Dolinskaia, Christian Frumolt, David Kretschmer, Tim Hölscher

und Andreas Vormayr. Sie erhalten Canon Equipment im

Gesamtwert von 10.000 Euro. Insgesamt bewarben sich 210

Nachwuchs-Fotografinnen und -Fotografen um den Förderpreis.

Zu den Siegern: Inessa Dolinskaia, Absolventin der Neuen

Schule für Fotografie Berlin, wird mithilfe des Canon Profifoto

Förderpreises ihre Diplomarbeit zum Thema „Wunderland“

ergänzen: ein fiktiver Spazierflug durch die Stadt, fotografiert

in sehr persönlichen Schwarz-Weiß-Bildern. Christian Frumolt,

Student der Freien Fotoschule Stuttgart, will seine Reportage

über Menschen der indischen Städte Darjeeling, Varanasi und

Jodhpur vollenden. David Kretschmer, Fotograf aus Pforzheim

und fester Assistent von Erwin Olaf, wird mithilfe des Förderpreises

seine freie Arbeit „Mirrors“ realisieren: Menschen beim Blick

in den Spiegel, gezeigt aus der Perspektive der in den Spiegel

schauenden Personen. Tim Hölscher, der sein Design-Diplom

an der FH Bielefeld gemacht hat, überzeugte die Jury mit seiner

Serie historischer Tankstellen, die er digital in ihren ursprünglichen

Bauzustand zurückversetzt und zusätzlich aus ihrem städtischen

Kontext löst. Erstmals bei diesem Wettbewerb wurde

außerdem ein Berufsschüler ausgezeichnet: Andreas Vormayr

aus Österreich überzeugte mit seinen „Müllografien“, in denen

er Abfällen eine besondere grafische Wirkung verleiht.

Ab sofort steht bei iTunes ein kostenloses iPhone App zur Verfügung,

das alle Siegerbild-Exponate der Canon Profifoto Förderpreis

Ausstellungen der photokina 2008 und 2010 enthält.

Alle weiteren Informationen zu den Teilnahmebedingungen

sowie weitere Bilder des Wettbewerbs gibt es unter www.

canon-profifoto-foerderpreis.de.


Fotos Christian Frumolt

Foto rechts Andreas Vormayr

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Canon Profifoto Förderpreis


Fotos Inessa Dolinskaia

Foto David Kretschmer

25

Canon Profifoto Förderpreis


© Sanifoto - Fotolia.com

Damit das bleibt, was ist und war

Zerkratzte CDs,

nicht zu öffnende

DVDs, undurchschaubaresDatenchaos:

Digitale

Fotografien werden

schneller alt, als

man denkt. Aber in

Sachen Sicherung

und Überblick kann

man einiges tun.

Neulich, im Schlitz eines modernen Mac. Eine goldene, glänzende

Scheibe findet den Weg ins Innere des Computers.

Das Auge schaut auf den Desktop. Und wartet auf das kleine

runde Symbol, das in der Regel anzeigt, dass das Gerät die

Scheibe erkannt hat. Als auch nach Minuten kein Laufwerkgeräusch

zu hören, geschweige denn das erwartete Symbol zu

sehen ist, wird schnell klar: Das runde Ding aus Foto-CD-Zeiten

ist unlesbar geworden. Zumindest für den aktuellen Mac.

Und damit heißt es: Handlungsbedarf in Sachen Datensicherung

und Archivierung ist angesagt. Sofort.

Die Archivierung und Sicherung digitaler Bilddaten soll die

Lesbarkeit von Fotografien über viele Jahrzehnte sicherstellen.

Aber: Es gibt keine Speichermedien, die in fünf Jahrzehnten

mit Sicherheit noch lesbar sein werden. Und es fehlen

Standards für die Strukturierung von Bildbeständen durch

Metadaten: Neue Dateiformate kommen auf den Markt,

andere verschwinden. Diese Mischung aus Format- und

Hardware-Inkompatibilitäten macht die digitale Archivierung

unwägbar – und um so wichtiger.

Scheiben und Externes

Ein einmal gebrannter DVD-Rohling kann nicht mehr versehentlich

überschrieben werden, um den wichtigsten Vorteil

zu nennen. Im Gegensatz zu Festplatten: Eine Unachtsamkeit

reicht, um die Terabyte große Archivplatte komplett zu

löschen. Deshalb sind wirklich wichtige Daten tendenziell

sicherer auf DVDs untergebracht. Zumindest auf den ersten

Blick. Aber schnell stellt das Datenaufkommen der Fotos den

sinnvollen Einsatz dieses Mediums infrage. Darum greift

man lieber zur externen Festplatte als Archivierungsmedium.

Diese sollte aber möglichst nur dann an den Rechner angeschlossen

werden, wenn es etwas zu archivieren gibt und

ansonsten abgekoppelt sicher im Archivschrank liegt.

RAID – eine Technik, um die Datensicherheit durch redundante

Speicherung auf mehreren Festplatten zu erhöhen – ist

eine weitere Möglichkeit der Langzeitarchivierung. Allerdings

sollte man darauf achten, dass man ein System benutzt,

das speziell für Bilddateien designt ist (siehe Kasten). Das

Betriebssystem des Computers sollte man auch nicht mal so

auf die Schnelle wechseln: Bevor man seinen alten PC verschrottet,

sollte man prüfen, ob das neue Gerät noch auf alle

„alten“ Daten zugreifen kann. Hat es passende Laufwerke

und Schnittstellen? Kann neue Software noch die alten Dateiformate

lesen, oder läuft wenigstens die alte Software noch

auf dem neuen Betriebssystem? Wenn nicht, ist Umkopieren

oder Konvertieren angesagt, bevor das Altgerät entsorgt wird.

Vom Allgemeinen zum Speziellen

Dreh- und Angelpunkt für ein ordnungsgemäßes Handling

der eigenen Bilddaten ist eine sinnvolle Speicherstruktur

auf Ordner- und Dateiebene. Das ist dann gewährleistet,

wenn man das Ordnungsprinzip „vom Allgemeinen zum

Speziellen“ beherzigt und die Ordner chronologisch ordnet.

Die Einteilung nach Themengebieten mag zwar für einige

Fotografen sinnvoll sein, aber das kann man besser über eine

Verschlagwortung mit Metadaten lösen, da es sonst schnell

unübersichtlich wird. Bei der Benennung der Ordner sollte

man generell Folgendes beachten: Nur Punkte, Unterstriche,

Buchstaben und Zahlen sind sinnvoll. Insbesondere Sonderzeichen,

Leerzeichen oder landesspezifische Besonderheiten

wie Umlaute (Ä, Ö, Ü) sind tunlichst nicht zu verwenden.

Dateinamen sollten immer eine Endung haben, auch für

den Fall, dass ein Mac sie liest. Einem Mac schadet eine

Datei-Endung wie .tif nicht, ein Windows-Rechner braucht sie

zwingend, um die Datei überhaupt zu erkennen. Datei- und

Ordnernamen wählt man generell so kurz wie möglich. Es

gibt nämlich Bilddatenbanken, die nur 26 Zeichen bei Dateinamen

unterstützen – alles darüber hinaus wird gekappt.

Auch unnötig tiefe, verschachtelte Ordnerstrukturen bereiten

je nach Dateisystem Probleme.

Es empfiehlt sich, zumindest in den Ordnernamen das Datum

der Aufnahmen anzugeben sowie eine Kurzbeschreibung,

die das Zuordnen erleichtert. So erübrigt sich das Umbenennen

jeder einzelnen Datei, zudem sind die Ordner dann

automatisch chronologisch angeordnet. Neben den digitalen

Negativen, die bei DSLRs in der Regel im Rohdatenformat

vorliegen, wird man zusätzlich JPEG-Kopien oder bearbeitete

Versionen – beispielsweise für den Versand in ein Labor –

speichern wollen. Am einfachsten ist es, diese im selben Ordner

in einen Unterordner zu verschieben, dann findet man

sie bei Bedarf am einfachsten wieder. Um die Konsistenz des

Bildarchivs sicherzustellen, sollte jede Datei nur einmal im

Bildarchiv abgespeichert sein. Tools wie Duplicate Cleaner,

AllDup und Anti-Twin prüfen selbst große Archive in wenigen

Minuten auf Redundanzen (Doppelungen) und beseitigen

diese. Bewährt hat sich aus naheliegenden Gründen auch

Folgendes: Einmal für eine Archivierungssoftware wie Adobe

Lightroom entscheiden und dieser über Jahre treu bleiben.

Zum Schluss

Der große Vorteil von digitalen Daten liegt in ihrer Reproduzierbarkeit

und der Abkoppelung von Information und

Datenträger. Doch anders als beim Fotoalbum aus Papier

erfordert das digitale Album regelmäßige Pflege, damit es die

Jahrzehnte übersteht. Unabhängig vom Medium empfiehlt

sich die Kontrolle der Daten jedes Jahr einmal – das ist ein

gängiger Kompromiss aus größtmöglicher Datensicherheit

und möglichst geringem Pflegeaufwand. In diesem Zeitfenster

ist man relativ sicher, nicht vom technischen Fortschritt

zum Analphabeten der eigenen Bilder zu werden.

27

Datensicherung

Datensicherung für Professional-Fotografen

Neben der hohen Sicherheit, die das studioRAID Blueline von Certon

aufgrund seiner RAID 6-Architektur bietet, die den gleichzeitigen Ausfall

von bis zu zwei Festplatten ohne Datenverlust erlaubt, überzeugen alle

Modelle durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die mit Kapazitäten

von 8 TB, 12 TB und 16 TB zur Verfügung stehenden studioRAID Blueline

NAS-Systeme bieten professionelle Sicherheit und Leistung.

Plug and save

Die Installation beschränkt sich auf das Anschließen und Einrichten der

Benutzer, laufende Wartungs- und Pflegearbeiten sind in der Regel nicht

erforderlich. Ein wesentlicher Kostenreduzierungsfaktor ist übrigens, dass

auch nach dem Ersetzen einer defekten Festplatte und der dann automatisch

ablaufenden Integration einer neuen Festplatte keinerlei Verlust an

Arbeitsgeschwindigkeit festzustellen ist. Ein studioRAID Blueline ist auch

während dieser automatischen Servicearbeit 100 Prozent produktiv.

Damit werden die zwei wichtigsten Hürden für den erfolgreichen Einsatz

von NAS-Systemen für kleine und mittlere Unternehmen beseitigt: die

technische Komplexität, die hohen Anschaffungs- und vor allem Betriebskosten.

Die studioRAID Blueline NAS-Systeme können problemlos von

einem Computerlaien binnen Minuten in Betrieb genommen werden.

Komfortable Ausstattung

Unterhalb des LCD-Displays ist ein Kartenlesegerät für übliche Speicherkarten

integriert. Darüber können Daten von Digitalkameras, Videokameras

oder Audio-Rekordern direkt auf das studioRAID Blueline gesichert werden.

Auch portable Festplatten oder etwa ein Apple MacBook (Pro) können im

Firewire-Target-Modus komplett und ohne zwischengeschalteten Mac oder

PC auf ein studioRAID Blueline gesichert werden. Ob der Anwender mit

einem Apple Macintosh Computer, einem PC unter den verschiedenen MS

Windows Versionen oder auf einer Linux- oder UNIX-Workstation arbeitet,

ist dem studioRAID übrigens egal: Es werden praktisch alle Plattformen

unterstützt – und das ohne jeglichen zusätzlichen Installationsaufwand.

Die studioRAID Blueline NAS-Systeme sind ab sofort über alle certon

systems Handelspartner verfügbar. Eine Liste der Handelspartner findet

sich im Internet unter www.certon.de.


Alle Fotos Lina Tesch

29

Lina Tesch aus

Wuppertal, 19

Jahre alt, arbeitet

hart für ihren

Traum: von der

Fotografie, die ihr

so viel bedeutet,

leben zu können.

Erst vor einem

Jahr hat sich die

kreative junge

Frau ihre erste

digitale Spiegelreflexkamerazugelegt,

eine Canon

EOS 450D. Seitdem

ist sie viel

für ihre Projekte

in Deutschland

unterwegs und

immer auf der

Suche nach Locations,

Models und

Visagisten.

Newcomer

Melancholie,

Liebe und

Rock’n’Roll

Noch ist die idyllische Schneelandschaft unberührt.

An einer Lichtung im Wald schüttet die dick

eingemummte Fotografin Lina Tesch blutrote

Farbe in den Schnee, während Model Maria Astor

ihre Jacke auszieht. Darunter trägt sie bloß eine

weiße Korsage, Strapse, ihren Nieten-Schmuck

und abgenutzte Chucks. Der an der Korsage

befestigte Tüllrock, den Lina Tesch gebastelt hat,

bekommt auch eine Ladung Rot ab. Dann heißt

es für das Model mit den rot gefärbten Haaren

bei Minusgraden im Schnee zu posieren. „Bei mir

müssen die Models manchmal leiden“, sagt Lina

Tesch augenzwinkernd.

„Träume, die niemals wahr werden, können

einen Menschen erdrücken. Und es sind die

einfachen Träume, die am meisten schmerzen,

weil sie so erreichbar scheinen. Man ist immer

dicht dran, man kann sie fast berühren – aber

kommt doch nie nahe genug heran, um sie zu

fassen zu kriegen. Und das bricht einem das

Herz.“ In ihrem Internetblog notiert die Fotografin

ihre Gedanken, die ihr zur blutig-märchenhaften

Bildstrecke einfallen – unterlegt mit trauriger

Musik. „Mir ist es wichtig, dass eine Geschichte

hinter den Bildern steckt, die Emotionen beim

Betrachter weckt“, erklärt sie.

Mit Mut sein Ding durchziehen

Mit ihren Fotografien kann die junge Frau ihre

Gefühle und Kreativität ausdrücken. Deshalb ist

für Lina Tesch, kurz nachdem sie sich ihre erste

digitale Spiegelreflexkamera gekauft hat, klar

geworden, dass sie Fotografin werden will. „Das

Model, mit dem ich mein erstes Shooting hatte,

war begeistert von dem Ergebnis und hat mir

damit Mut gemacht.“ So fing Lina Tesch an, mit

den Einstellungen an ihrer Kamera zu experimentieren,

um herauszufinden, wie weit sie mit dem

vorhandenen Licht kommt. Ihre Models kontaktiert

sie über soziale Netzwerke und Online-

Modelkarteien. „Oder ich spreche Mädels einfach

auf der Straße an.“

Inzwischen kooperiert die junge Fotografin auch

mit Modelagenturen und arbeitet mit Visagistinnen

zusammen, wenn sie nicht gerade selbst die

Models stylt und schminkt. Statt ihrer 450D verwendet

sie heute für Shootings am liebsten die


Newcomer

Alle Fotos Lina Tesch

Canon EOS 5D Mark II. „Damit kann ich auch Videos drehen und

Emotionen noch stärker herüberbringen als alleine mit Bildern“,

erklärt Tesch.

Meistens kommt das EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM zum Einsatz.

Die Tiefenschärfe begeistere sie. Dass das Model mit seiner blassen

Haut, den rot geschminkten Lippen und den schwarz umrandeten

Augen im Vordergrund scharf gestellt ist, während der

verschneite Wald-Hintergrund nur angedeutet wird, sei „genau ihr

Ding“. Davon profitiert sie auch bei anderen Projekten wie einem

Gothic-Fashion-Shooting in der Hamburger Speicherstadt.

Eigener Stil

In puncto Bildbearbeitung „dreht“ die Fotografin gerne an Farben

und Kontrasten, sodass eine zuweilen romantische oder düstere

Stimmung erzeugt wird. Sie hält hingegen wenig von Montagen

oder übertriebener Retusche. „Ich entferne lediglich Unreinheiten

im Gesicht oder im Winter die rote Nase beim Model.“ Ansonsten

mag Lina Tesch Struktur auf der Haut wie beispielsweise Sommersprossen.

Für ihre blutige Schnee-Serie hat sie in der Nachbearbeitung

bereits vorhandene „Blutflecken“ auf dem Tüllrock

vervielfältigt, verrät sie. Derzeit ist Lina Tesch auf der Suche nach

einer Assistenzstelle bei einem Mode-Fotografen, um aus ihrer

Leidenschaft ihren Beruf zu machen. Der Lieblingsbereich der

19-Jährigen ist die Fashion-Fotografie.

Einblicke in ihr Portfolio zeigt Lina Tesch auf ihrer Homepage

sowie in ihrem Blog.

http://www.lina-tesch.com/

http://linateschphotography.blogspot.com/

31


Einsatz in Manhattan

33

Canon PowerShot G12


Mit der Canon

PowerShot G12

in Big Apple. Die

Kleine auch fürs

Große. Aber auch

anderswo macht

die Hightech-

Kompakte mit

ihren Leistungen

– vergleichbar mit

denen einer DSLR-

Kamera – eine

ausgesprochen

gute Figur.

Man ist es ja gewohnt, in Sachen Foto einiges an Gewicht

mit sich herumzuschleppen: Zwei EOS-Gehäuse, vier

Objektive und die bekannten Zubehörteile. Das ist in der

Regel auch gut so. Aber wenn man einfach mal befreit von

allem – und vor allem von konkreten Aufträgen – losgehen

und fotografieren möchte, dann wünscht man sich einfach

eine Alternative, die auf der einen Seite so leicht und unkompliziert

wie eine Kompaktkamera und dennoch in etwa

so leistungsstark wie eine EOS-Kamera sein soll. Mit diesem

Anspruch im Kopf fiel die Entscheidung auf die neue

Canon PowerShot G12, die, ebenfalls wie ihre Vorgängerin

G11, besonders in Sachen Bildqualität von den wichtigsten

Testern weltweit nur Bestnoten einheimsen konnte.

Das Auge isst ja bekanntlich mit – und da sieht die G12

nun nicht gerade wie eine Diva aus: relativ groß, ein

wenig grob geschnitzt – elegant ist anders. Aber erstens

ist das Geschmacksache und zweitens spätestens beim

ersten Griff zur G12 wird klar: Die sitzt an der Hand wie

angegossen. Alle Funktionen sind perfekt erreichbar und

35

einstellbar. Einstellrad auf Tv, die Allround-Belichtungszeit

250stel Sekunde vorgewählt, die ISO-Einstellung auf

Automatik, um notfalls auch mit höherer Empfindlichkeit

richtig belichtet fotografieren zu können, wenn die Blende

am „Öffnungs-Anschlag“ angekommen ist. Das kleine An-/

Aus-Knöpfchen ist leicht vertieft auf dem Gehäuse-Oberteil

angebracht, hinter dem Auslöser. Die Belichtung kann in

Drittelstufen einfach ebenfalls über ein Rad links vom Blitzschuh

jederzeit verändert werden, wenn man belichtungsmäßig

je nach Motiv gegensteuern möchte. Alles startklar.

Die Canon G12 gehört zu der immer seltener werdenden

Spezies an Kompaktkameras, die sich noch einen

optischen Sucher leisten. Ehrlich, das war neben der zu

erwartenden Bildqualität der wichtigste Faktor, sich für

dieses Modell zu entscheiden. Sich bei der Bildgestaltung

ausschließlich auf den – zugegebenermaßen sehr hellen

und schwenkbaren – Kameramonitor zu verlassen, sorgt

später am 27“-Bildschirm öfters für einige Überraschungen,

weil auf dem Bild viele Dinge zu sehen sind, die man

eigentlich gar nicht aufnehmen wollte. Canon möge den

optischen Sucher bei seinen Top-Kompaktmodellen auch

in Zukunft unbedingt erhalten. Natürlich ohne auf den

Kameramonitor zu verzichten, denn der hat bei der G12

seine ganz eigenen Qualitäten: Das dreh- und schwenkbare

7cm-PureColor II VA LC-Display bietet eine hervorragende

Farb- und Kontrastwiedergabe und ermöglicht auch

Aufnahmen aus schwierigen Winkeln. Eine elektronische

Wasserwaage auf dem Bildschirm zeigt an, ob die Kamera

sich in der Waagerechten befindet – sehr hilfreich nicht nur

in den Straßenschluchten New Yorks. Aber nochmal: Der

optische Sucher ist ideal für die Bildkomposition und die

Verwirklichung eines ganz eigenen Aufnahmestils.

Kommen wir zur Bildqualität. Und das ist ein Zusammenspiel

zahlreicher Komponenten. Erster Verantwortlicher für

die Abbildungsleistung ist das Objektiv: Ein hochwertiges

original Canon Weitwinkel-Zoomobjektiv deckt einen fünffachen

Brennweitenbereich von 28-140mm (äquivalent zu

KB) mit einer Anfangslichtstärke 2.8 (bis 4.5) ab. Zweiter

Faktor: Der optische Bildstabilisator kompensiert Kameraverwacklungen

für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten,

mit Hybrid IS auch im Makrobereich. Ab hier übernimmt

das innovative HS-System die Verantwortung für die

Bildqualität. Das HS-System ist eine leistungsstarke Kombination

aus hoch empfindlichem 10 Megapixel-Sensor

und dem DIGIC-4-Bildprozessor für exzellente Bildqualität

Canon PowerShot G12


Alle New York Fotos Wolfgang Heinen

Einfach schöne Bilder – eine Profimeinung

Fotograf Kay Nietfeld, der seit 15 Jahren für die Deutsche Presse-Agentur (dpa)

arbeitet, muss sich in seinem Beruf permanent auf neue Situationen einstellen:

Olympische Spiele auf der einen Seite, Papsttrauerfeier auf der anderen. Seine

Hauptkameras, die Canon EOS 5D Mark II und EOS-1D Mark IV lässt er hin und

wieder in seiner Tasche zugunsten der kompakten PowerShot G11 oder G12.

Herr Nietfeld, worin liegen die Stärken der Kompakten gegenüber DSLRs?

Bei den Modellen der PowerShot G-Serie handelt es sich um Immer-dabei-Kameras. Diese

haben gegenüber den EOS-Boliden einen klaren Vorteil: Sie sind unauffälliger und flexibler

einsetzbar. Am spannendsten an den Kompakten ist für mich der Schwenkmonitor:

Er sorgt für besondere Blickwinkel – von oben oder vom Boden. Mit der G11 und G12

entstehen starke Bilder.

Wo sehen Sie Verbesserungen der G12 gegenüber ihrem Vorgängermodell?

Die G12 ist vom Handling noch einmal verbessert worden. Auch ist die Auslösesequenz

schneller als die beim Vorgängermodell. Des Weiteren ist der optimierte höhere ISO-Wert

zu nennen. Bei schwierigen Lichtsituationen wie abends am Brandenburger Tor überzeugt

mich die G12. Als weitere Neuerung lassen sich mit der G12 nicht nur Magazinfotos

machen, sondern auch HD-Filme drehen, die im Internet veröffentlicht werden.

selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Höhere ISO-

Empfindlichkeiten minimieren den Blitzlichteinsatz und

ermöglichen das Fotografieren mit kürzeren Verschlusszeiten

– ideal, wenn das Motiv in Bewegung ist. Apropos

Bewegung: Mit der PowerShot G12 entstehen aber nicht

nur exzellente Fotos, sondern auch 720p HD-Movieclips

mit Stereo-Sound. Die Ergebnisse können ohne Qualitätsverlust

über den HDMI-Anschluss wiedergegeben werden.

In Sachen Kreativpotenzial bietet die G12 einige Besonderheiten.

So nimmt die Kamera im HDR (High Dynamic

Range) Modus dieselbe Szene mehrfach mit jeweils

unterschiedlichen Belichtungseinstellungen auf (Stativ

verwenden), die dann in der Kamera zu einem Bild mit

der typischen HDR-Ästhetik zusammengestellt werden.

Witzig auch der Fischaugen- und Miniatureffekt-Modus.

Ungewöhnlich, aber kreativ sehr hilfreich ist die Wahl

unter insgesamt fünf Seitenverhältnissen: 4:3, 3:2, 16:9,

1:1 und 4:5. Dies zeugt ebenso von Profi-Tauglichkeit wie

die auf Wunsch komplett manuelle Steuerung der G12,

die Aufzeichnung im RAW-Format, die intelligente Blitzbelichtung,

das umfangreiche Zubehör und nicht zuletzt die

mitgelieferte Canon DPP Software, mit der die G12-Bilder

nahtlos in den EOS-Workflow eingebunden werden.

Und spätestens hier schließt sich der Kreis: Die PowerShot

G12 ist leistungsmäßig eine Große, deren Bildqualität mit

derjenigen von DSLR-Kameras mit gleich großem Sensor

ohne Kompromisse vergleichbar ist. Canon hat so viele

Bildpunkte wie nötig und so wenige (und damit große)

wie möglich auf einen relativ großen Sensor gelegt – der

Königsweg für rauschfreie, exzellente Bilddaten. Da freuen

sich das Auge und der Verstand. Das Herz sagt ja, weil das

Fotografieren mit dieser multifunktionalen, professionellen

Kreativkamera einfach viel Spaß macht.

Foto Kay Nietfeld

37

Canon PowerShot G12


Guido Krebs. Foto Jörg Kyas

Herausgeber:

Canon Deutschland GmbH

V.i.S.d.P Guido Krebs,

Irrtümer und Änderungen

vorbehalten

Liebe CPS-Mitglieder,

der Canon Professional Service kann auf ein ausgesprochen erfolgreiches vergangenes Jahr zurückblicken

– und viel spricht dafür, dass auch das Jahr 2011 für uns alle viele Höhepunkte bietet.

Auch wenn die Mega-Sportereignisse wie Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaft

in diesem Jahr fehlen: Die CPS-Mitglieder werden von der Frauen Fußball-WM im eigenen Land,

den Formel 1 Rennen im Vettel-Fieber und vielen anderen Sportveranstaltungen erstklassige

Bilder liefern, die um die Welt gehen werden. Dazu gibt es ungewöhnlich viele Landtagswahlen

und unzählige weitere Veranstaltungen, die durch Ihre emotionalen Bilder visuell auf den Punkt

gebracht werden. Selbstverständlich wird Ihr Canon Professional Service Sie in allen Bereichen

unterstützen – vor Ort und durch unsere Serviceabteilung bei Canon Deutschland.

Neben Foto gewinnt Video auch und gerade im Profibereich einen immer wichtigeren Stellenwert.

Die britische Rundfunkanstalt BBC hat jetzt die neuen Canon-Full-HD-Camcorder XF305

und XF300 in die Liste der von ihr akzeptierten HD-Camcorder aufgenommen. Damit dürfen

beide Modelle für die Produktion eines gesamten HD-Programms zur Ausstrahlung auf den HD-

Kanälen des Senders eingesetzt werden. Das kommt nicht von ungefähr: Die XF300-Serie wurde

konsequent auf außergewöhnliche Bildqualität und besondere Workflow-Kompatibilität für alle

Arten von professionellen Einsätzen ausgelegt. Für die Entwicklung dieser Camcorder tauschte

sich Canon im Vorfeld mit vielen Rundfunkanstalten aus – und diese Integration der Kundenbedürfnisse

in die Produktentwicklung trägt Früchte.

In letzter Zeit mal auf der CPS-Seite im Internet gewesen? Auf der Seite www.canon.de/cps

finden Sie nicht nur alle Informationen rund um die Neustrukturierung der CPS-Mitgliedschaft,

sondern auch nützliche Tipps rund um die professionellen Canon Produkte. Außerdem gibt es

wertvolle praktische Anregungen beispielsweise zum Einrichten eines Wireless File Transmitters.

Und die anstehenden Termine erfahren Sie dort ebenfalls. Schauen Sie einfach mal vorbei.

Beste Grüße

Guido Krebs

Leiter CPS

Canon Deutschland

Deutschland

Canon Deutschland GmbH

Europark Fichtenhain A10

D-47807 Krefeld

www.canon.de

Österreich

Canon Ges.m.b.H.

Zetschgasse 11

A-1230 Wien

www.canon.at

Schweiz

Canon (Schweiz) AG

Industriestrasse 12

CH-8305 Dietlikon

www.canon.ch

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