2014-2018 100 Jahre Erster Weltkrieg. - Hypotheses

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Friedlich radeln

durch flämische Felder

Belgien ist das Land der Radrennfahrer. Hier wurde

Eddy Merckx groß, und der Höhepunkt des jährlichen

Veranstaltungsprogramms ist das Radrennen „Flandern-Runde“.

Aber auch Freizeitradler kommen in

Flandern zu ihrem Recht. Für sie gibt es ein umfangreiches

Netz von „Knotenpunkt-Routen“, die es ihnen

erlauben, eine Radtour ganz nach eigenem Belieben

zusammenzustellen. Natürlich gibt es entlang dieser

Routen jede Menge von radfahrerfreundlichen – und

typisch flämischen – Kneipen und Lokalen.

Radfahrer können zusammen mit einem Gästeführer

die alten Schlachtfelder entdecken. Man kann

aber auch ein Rad mieten und auf eigene Faust auf

Erkundungstour gehen. Und es gibt auch eine Reihe

von ausgearbeiteten Radtouren durch die „Flanders

Fields“. Bei einer entdeckt man den berüchtigten

Frontabschnitt Ypern-Bogen, an dem der deutsche

Vormarsch zum Erliegen kam. Die Landschaft hat

sich schon lange erholt, aber überall entdeckt man

Monumente, die die historischen Ereignisse in Erinnerung

rufen. Unterwegs kann man sich anhand von

Luftaufnahmen über die Entwicklung der Landschaft

informieren. Die Routenbeschreibungen gibt es auf

Niederländisch und Englisch.

Weitere Informationen über diese und andere Fahrradrouten

im Zusammenhang mit dem Gedenken des

Ersten Weltkriegs erhalten Sie auf der Website

www.flandersfields.be oder bei den örtlichen Tourismusämtern.

Aber wer durch die Westhoek radelt, kann auch eine

Menge über die Geschichte lernen. Denn die Erinnerungen

an den Ersten Weltkrieg sind allgegenwärtig.

Radler passieren malerische Dörfer, die vor hundert

Jahren Kriegsschauplätze waren, sowie Festungen,

Lauf- und Schützengräben, Soldatenfriedhöfe, Museen

und Denkmäler. Kurzum: Sie entdecken eine Landschaft,

in der einst Armeen im Schlamm versanken,

die heute jedoch ausgesprochen idyllisch anmutet.

Deutscher Soldatenfriedhof Vladslo

Im Ortsteil Vladslo befindet sich einer der größten deutschen Soldatenfriedhöfe in Flandern. Dort ruhen

25 638 Gefallene. Anlässlich des Todes ihres 18-jährigen Sohnes Peter, eines Kriegsfreiwilligen, schuf die

expressionistische Künstlerin Käthe Kollwitz die weltberühmten Skulpturen „Trauerndes Elternpaar‘.

Adresse

Houtlandstraat 3

8600 Vladslo-Diksmuide

Öffnungszeiten

Von Sonnenaufgang

bis Sonnenuntergang

Preise

freier Eintritt

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