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Einleitung 11

1.2 Der Hoden

1.2.1 Anatomie und Physiologie des Testis

Der Hoden (Testis) ist ein paarig angelegtes, parenchymatöses Organ und liegt außerhalb

der Leibeshöhle im Scrotum, wo eine um etwa 2-3 °C niedrigere Temperatur als

die Körpertemperatur herrscht. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung für eine normale

Spermatogenese dar. Er ist durchschnittlich 4-5cm lang und 3cm breit. Sein Gewicht

beträgt zusammen mit dem Nebenhoden (Epididymis), der dem Testis von dorsal anliegt,

zwischen 20-30g. In der Regel ist der linke Hoden etwas kleiner und hängt tiefer

als der rechte Hoden.

Lateral vom Nebenhoden ist der Testis mit dem Samenstrang (Funiculus spermaticus)

verbunden, der aus dem Samenleiter (Ductus deferens), der A. ductus deferentis, den

Aa. testiculares, dem Venengeflecht Plexus pampiniformes sowie Lymphgefäßen und

Nerven besteht.

Der Testis ist von der Tunica albuginea, einer derben kollagenfasrigen Kapsel umgeben,

der sich von außen das viscerale Blatt der Tunica vaginalis anschließt. Die innere

Schicht dieser Kapsel ist besonders reich an Blutgefäßen und wird als Tunica vasculosa

bezeichnet. Das Hodenparenchym innerhalb der Kapsel wird durch zarte bindegewebige

Septen (Septula testis) in 300-400 Hodenläppchen (Lobuli testis) geteilt, die jeweils 1-4

Samenkanälchen (Tubuli seminiferi) enthalten. Ein Tubulus seminiferus hat einen

Durchmesser von ca. 180µm und wird vom Keimepithel ausgekleidet. Das Keimepithel

ist 60-80µm hoch und besteht zum einen aus den Sertolizellen, die der Basalmembran

aufliegen und ins Lumen reichen. Sie werden auch als Stütz- und Ammenzellen bezeichnet

und bilden ein Stützgerüst des Keimepithels. Dieses wird durch tight-junctions

zwischen den benachbarten Sertolizellen, die sogenannten Blut-Hodenschranke, in zwei

Bereiche unterteilt. Weiter üben sie eine Vielzahl sekretorischer und regulatorischer

Funktionen aus. So produzieren sie unter anderem Zytokine, Prostaglandine, Steroide,

Wachstumsfaktoren und verschiedene Proteine und sind so durch Erschaffung und

Pharmakologie, Signaltransduktion und physiologische Bedeutung von Kininrezeptoren in Peritubulärzellen

des Rattenhodens

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