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Ergebnisse 73

3.3 Pharmakologische Charakterisierung des B2 Rezeptors in Peritubulärzellen

Die Affinität der Bindung von Bradykinin an den B 2 R der Peritubulärzellen sowie die

Dichte dieser Rezeptoren an der Zelloberfläche wurde durch Einsatz des radioaktiv

markierten [ 3 H] Bradykinin untersucht. Die gebundene Radioaktivität wurde im Szintillationszähler

in der Einheit Zerfälle pro Minute (dpm) gemessen. Um daraus die gebundene

Stoffmenge (in fmol) an [ 3 H] Bradykinin zu bestimmen, wurde ein µl der Tracer -

Stammlösung in Doppelbestimmung im Szintillationszähler gemessen. Aus den gemessenen

Counts konnte mit der vom Hersteller gelieferten spezifischen Aktivität

(67Ci/mmol) eine Umrechnungskonstante bestimmt werden:

dpm x 0,0537 = gebundenes [ 3 H] Bradykinin in fmol

3.3.1 Vorversuche zur Pharmakologie

Vor der eigentlichen pharmakologischen Charakterisierung des B 2 R in Peritubulärzellen

war es zum einen notwendig, die nötige Inkubationszeit bis zum Erreichen des Bindungsgleichgewichts

zwischen Bradykinin und dem B 2 - Rezeptor zu ermitteln. Zum

anderen musste die optimale Anzahl an Waschschritten bestimmt werden, um ein möglichst

gutes Verhältnis von spezifischer zu unspezifischer Bindung bei ausreichender

Gesamtbindung zu gewährleisten. Dabei zeigte es sich, dass nach 60 Minuten Inkubationszeit

ein ausreichendes Gleichgewicht erreicht werden konnte (s. Abbildung 25a).

Des Weiteren erwies es sich am günstigsten, nach der Inkubation 3 Waschschritte

durchzuführen, da nach 2 Waschschritten eine noch sehr hohe unspezifische Bindung zu

verzeichnen war (45,5% der Gesamtbindung), nach viermaligem Waschen hingegen die

Gesamtbindung stark abnahm, ohne dabei den Anteil der unspezifischen Bindung nennenswert

zu senken (3 x Waschen: 33,1% der Gesamtbindung; 4 x Waschen: 31,4% der

Gesamtbindung; s. Abbildung 25b).

Pharmakologie, Signaltransduktion und physiologische Bedeutung von Kininrezeptoren in Peritubulärzellen

des Rattenhodens

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