Dokument 1.pdf - Gießener Elektronische Bibliothek - Justus-Liebig ...

geb.uni.giessen.de

Dokument 1.pdf - Gießener Elektronische Bibliothek - Justus-Liebig ...

Zusammenfassung 88

5 Zusammenfassung

In der Literatur konnten alle Komponenten eines funktionierenden Kallikrein-Kinin-

Systems im männlichen Reproduktionstrakt nachgewiesen werden. Die Expression der

einzelnen Komponenten hängt dabei vom Alter des Tieres und vom Stadium der Spermatogenese

ab. Dies lässt eine Beteiligung des Kallikrein-Kininsystem an der Regulation

der Spermatogenese vermuten.

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den bereits in Peritubulärzellen aus dem Testis

praepubertärer Ratten nachgewiesenen B 2 Rezeptor pharmakologisch zu charakterisieren

und auf nachgeschaltete Signaltransduktionswege zu untersuchen.

Alle Versuche wurden an Peritubulärzellen durchgeführt, die in Primärkultur aus den

Testis praepubertärer Ratten isoliert wurden. Bei den Versuchen zur Signaltransduktion

wurden die Zellen mit Bradykinin und geeigneten Kontrollen stimuliert und anschließend

lysiert. Das Lysat wurde dann per ELISA, RIA bzw. Westernblot untersucht, um

Rückschlüsse auf die Signaltransduktionsmechanismen ziehen zu können.

Die pharmakologische Charakterisierung erfolgte durch Einsatz von [ 3 H] Bradykinin.

Adhärente Peritubulärzellen wurden mit ansteigenden Tracerkonzentrationen inkubiert,

um die Sättigbarkeit zu demonstrieren und die Rezeptorbindung zu charakterisieren. Die

pharmakologische Spezifität wurde durch Verdrängungsexperimente mit den spezifischen

Antagonisten HOE140 bzw. Des-Arg-HOE140 nachgewiesen.

Nach Stimulation des B 2 R mit Bradykinin konnte eine dosisabhängige signifikant erhöhte

IP 3 Konzentration gemessen werden. Der Gehalt der Peritubulärzellen an cAMP

und cGMP blieb hingegen unverändert.

Mit Westernblotuntersuchungen wurden durch Bradykinin induzierte Tyrosinphosphorylierungen

im Bereich 100, 60, 40, 24, 22 und unter 10kDa nachgewiesen. Das Serinund

Threoninphosphorylierungsmuster zeigte dagegen keine Änderung nach Stimulation

mit Bradykinin.

An pharmakologischen Parametern konnte eine Dissoziationskonstante K d von 1,13nM

und eine maximale Rezeptorendichte B max von 22,34fmol / mg Protein bestimmt werden.

Der ermittelte Hill Koeffizient war 0,97. Die Werte für die mittlere

Pharmakologie, Signaltransduktion und physiologische Bedeutung von Kininrezeptoren in Peritubulärzellen

des Rattenhodens

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine