Bezirk Lüneburg - NFV

nfv.de

Bezirk Lüneburg - NFV

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 10/2013

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

FUSSBALL

96 gegen Eintracht:

Eines der großen

Derbys dieser Welt


Der NFVN

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Für die zahlreichen Glückwünsche zu meinem 70. Geburtstag möchte ich mich auch an dieser Stelle noch

einmal sehr herzlich bedanken. Ich muss gestehen: Es hat gut getan und mich sehr beeindruckt, wie viel Aufmerksamkeit,

Zuspruch und gute Wünsche ich an meinem Ehrentag erhalten habe. Dem Deutschen Fußball-

Bund, dem Norddeutschen Fußball-Verband und dem Niedersächsischen Fußballverband bin ich sehr dankbar

für einen wunderschönen Empfang, der mir zu Ehren im Sporthotel Fuchsbachtal gegeben wurde. Ich werde

diesen Tag stets in bester Erinnerung behalten.

Der Oktober ist für mich ein Monat der Zäsur. Nach sechs Jahren endet beim 41. Bundestag am 24./25. Oktober

in Nürnberg aus Altersgründen mein Amt als Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. Die Statuten

schreiben es so vor. Ich bin sehr wohl ein Verfechter dieser Regelung. Es kann nämlich nicht sein, dass die Positionen

beim Verband blockiert werden. Das würde eine Kontinuität der Generationen verhindern. Jüngere

Personen, die noch im Berufsleben stehen, haben andere Sichtweisen. Und das ist gut so. Darüber hinaus ist

es sicherlich auch nachvollziehbar, dass ich mit nunmehr 70 Jahren doch etwas kürzer treten und mich nur

noch auf meine Pflichten als NFV-Präsident und Mitglied verschiedener Aufsichtsräte konzentrieren möchte.

Rückblickend kann ich sagen: Die sechs Jahre beim DFB waren die Krönung meines beruflichen Lebens und

Wirkens als Sportfunktionär. Es endet eine Zeit voll großer Herausforderungen, die ich stets gerne angenommen

habe.

Mit Reinhard Grindel wird der Niedersächsische Fußballverband beim DFB-Bundestag einen seiner fähigsten

Mitstreiter verlieren. In den zwei Jahren seiner Amtszeit als 1. Vizepräsident des NFV hat er sehr viel für den Fußball

in Niedersachsen, aber auch darüber hinaus bewegt. Ich lasse Reinhard Grindel nur ungern ziehen, hätte ich

ihn mir doch nur allzu gut als meinen Nachfolger auf der Kommandobrücke des NFV vorstellen können. Aber

nun bietet sich ihm die einmalige Chance, im größten Sportfachverband der Welt das Schatzmeisteramt übernehmen

zu können. Der DFB darf sich glücklich schätzen, einen exzellenten Fachmann für seine Reihen gewonnen

zu haben.

Eugen Gehlenborg soll mein Nachfolger als DFB-Vizepräsident für Nachhaltigkeit und sozial- und gesellschaftspolitische

Aufgaben werden. Er hat sowohl als ehemaliger 1. Vizepräsident unseres Verbandes als auch

als amtierender Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes seine Kompetenz unter Beweis gestellt, und er

wird auch sein neues Amt beim DFB mit der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit und mit großem Verantwortungsbewusstsein

ausführen.

Ich wünsche Reinhard Grindel und Eugen Gehlenborg, aber auch allen übrigen Niedersachsen, die beim

DFB in Ausschüssen und Kommissionen Verantwortung übernehmen, stets glückliche Entscheidungen zum

Wohle des deutschen Fußballs.

Karl Rothmund

(Präsident)

Oktober 2013 3


Inhalt

Editorial

Für Karl Rothmund ist der Oktober ein Monat der Zäsur 3

70. Geburtstag

Ein unermüdlicher Macher wird gefeiert 6

DFB-Bundestag

Niersbach und Grindel einstimmig zur Wahl vorgeschlagen 12

Derbyfieber

Die Geschichte des Klassikers Hannover 96 - Eintracht Braunschweig 14

Autogrammjäger

Auwi Winsmann überrascht Horst Wolter mit Meisterbild von 1967 16

Ortstermin

Hat der Fußball ein Gewaltproblem? Experten diskutieren in Springe 18

IdeenExpo

NFV-Referees im größten Klassenzimmer der Welt 21

Zu Gast in Barsinghausen

Junger Russe absolviert Trainerausbildung beim NFV 22

EUROGREEN

Rasensportplätze: Mehr Nutzung durch Nachsaat 23

Firmenporträt

Vom Pflasterbetrieb zum Experten für Kunstrasensysteme 24

Erwartungsdruck im Fußball

Schauspielhaus Hannover zeigt Theaterstück „Aus der Traum“ 28

DFB-Ü 40/Ü 50-Cup

Hannover 96 scheitert knapp am NSF Gropiusstadt 30

Auswahlarbeit

U 18-Junioren des NFV gut gerüstet für Duisburg-Wedau 31

Empfang

Wölfinnen und Löwen zu Gast bei Stephan Weil 32

Bonussystem

Schaumburger Vereine freuen sich über Schecks vom DFB 33

Neue Webseite

In der großen Fußballfamilie gemeinsame Stärken nutzen 34

Club 100

DFB zeichnet in München neun Niedersachsen aus 36

NFV-Sportschule

Schulungen für Mentoren, Referenten und angehende C-Trainer 38

Titel

Der „kicker“ zählt das

Spiel zwischen Hannover

96 und Eintracht

Braunschweig zu den 50

wichtigsten Derbys der

Welt. 113 Jahre nach

dem ersten Aufeinandertreffen

kommt es am

8. November zur lang

ersehnten Wiederauflage

des niedersächsischen

Klassikers.

Ein Duell, auf das die

Fans lange warten

mussten. Das letzte

Pflichtspiel war vor zehn

Jahren, das letzte Punktspiel

vor 15 Jahren und

das letzte Erstligaduell

sogar vor 37 Jahren. Da sich die Anhänger beider Vereine in

inniger Abneigung gegenüber stehen, finden Freundschaftsspiele

nicht statt. Eine Ausnahme ereignete sich im Jahr 2007, als

sich Blau-Gelb und Rot im Rahmen des Sparkassen-Supercup

Niedersachsen begegneten. Dabei kam es zu dem auf dem Titel

abgebildeten Zweikampf zwischen Hanno Balitsch (links) und

Braunschweigs Deniz Dogan.

Foto: imago

Norddeutscher Länderpokal

U 17-Juniorinnen siegen, aber vorn noch ohne Effizienz 40

VGH-Fairness-Cup

Leeraner Teams in Ostfriesland auf vorderen Plätzen 41

Suchtprävention

Alkoholfrei Sport genießen – Interview mit Nia Künzer 42

Historie

Vor 30 Jahren: Länderpokal-Triumph für B-Junioren des NFV 43

Bezirk Hannover

Rudelbildung beim Tag der U 7- und U 8-Junioren in Nienburg 44

Bezirk Braunschweig

Winnetou und der Geist von Malente – Bezirksbeirat auf Tour 50

Bezirk Lüneburg

Neues Trainergesicht im Stützpunkt Munster 52

Bezirk Weser-Ems

Trauer um den „König von Ostfriesland“ 61

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 66

Seite 31

In Barsinghausen

haben sie soeben den

Norddeutschen

Länderpokal

gewonnen. Jetzt

wollen sie auch beim

Bundesvergleich in

Duisburg-Wedau

eine gute Rolle

spielen. NFV-Trainer

Kiriakos Aslanidis

traut es den U 18-

Junioren des NFV auf

jeden Fall zu. Beim

Nordturnier setzte

die NFV-Auswahl vor

allem die Abwehr der

Schleswig-Holsteiner

gehörig unter Druck.

In dieser Szene prüft

der zweifache

Torschütze Onur

Capin (r.) den

Schlussmann der

Gäste. Foto: Borchers

4

Oktober 2013


70. Geburtstag

Mit einer Bildcollage gratulierte der Deutsche Fußball-Bund seinem Vizepräsidenten zum 70. Geburtstag. Von links: Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball,

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, DFB-Direktor Stefan Hans, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Karl Rothmund, Hermann Korfmacher

(Vizepräsident Amateure), DFB-Schatzmeister Horst. R. Schmidt, DFB-Vize Dr. Rainer Koch.

Fotos: Ulrich zur Nieden, Burghard Neumann

Der „einmalige Rothmund“

ist „ein feiner, echter Kerl“

Bei der Geburtstagsfeier in Barsinghausen zeichnen alle Gastredner

von Karl Rothmund das Bild eines unermüdlichen Machers

Von PETER BORCHERS

„Du bist ein feiner, echter Kerl.“ Mit

diesen Worten hat DFB-Präsident

Wolfgang Niersbach kurz und knapp

gegenüber einem Mann seine Wertschätzung

zum Ausdruck gebracht,

der am 31. August im Sporthotel

Fuchsbachtal in Barsinghausen seinen

70. Geburtstag feierte. Zu seinem Jubiläumsfest,

zu dem der Deutsche

Fußball-Bund (DFB), der Norddeutsche

Fußball-Verband und der Niedersächsische

Fußballverband geladen hatten,

konnte Jubilar Karl Rothmund zahlreiche

hochrangige Vertreter aus Sport

und Politik empfangen.

Karl Rothmund ist seit 2005 Präsident

des Niedersächsischen Fußballverbandes,

den er zuvor seit 1990 hauptamtlich

als Verwaltungsdirektor führte.

Dem DFB-Präsidium gehört der 70-Jährige

seit Oktober 2007 an und beim Norddeutschen

Fußball-Verband bekleidet er

seit 2006 das Amt des Schatzmeisters.

„Karl hat Macht, aber er spielt sie nicht

aus. Eher abzuleiten ist: er ist am machen.

Das zeichnet ihn aus“, lobte Laudator

Wolfgang Niersbach das Wirken

Rothmunds, mit dem ihn eine „persönliche

Freundschaft“ verbinde.

Grüße von Obama

Geburtstagskind: Am 31. August wurde Karl

Rothmund 70.

Ob Wolfgang Niersbach, Reinhard

Grindel als 1. Vizepräsident des

NFV, Eugen Gehlenborg als Präsident

des Norddeutschen Fußball-Verbandes,

NFV-Direktor Walter Burkhard, Stefan

Antkowiak, der Präsident des großpolnischen

Fußballverbandes, oder Barsinghausens

Bürgermeister Marc Lahmann:

Alle Festredner zeichneten von

Karl Rothmund das Bild eines energiegeladenen,

unermüdlichen und mitunter

ungeduldigen und unbequemen Machers.

„Herzliche Grüße von Barack

Obama.“ – Wolfgang Niersbach nahm

die Vorlage vom gewohnt gut vorbereiteten

Moderator Manfred Finger beim Einstieg

in seine Laudatio dankend an, hatte

der doch den Laudator als einen der erlauchten

Gäste angekündigt, die erst im

Juni beim Staatsbesuch des US-Präsidenten

die Ehre hatten, am Gala-Dinner im

Schloss Charlottenburg teilzunehmen.

Der DFB-Präsident empfand es „als schier

unmöglich, über diesen Karl etwas Neues

zu sagen“, habe doch im pünktlich zum

Ehrentag erschienenen NFV-Journal


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Oktober 2013


70. Geburtstag

schon alles gestanden. Bei der Vorbereitung

seiner Rede sei er beim Googeln

auf 700.000 Einträge zum Namen Rothmund

gestoßen, darunter waren ein Sägewerksbesitzer,

ein Autohändler und ein

Design-Fotograf. „Aber wir sprechen

über den einmaligen Rothmund“, so

Niersbach, der – nicht ohne Witz und

Ironie - zunächst die sportliche Vergangenheit

des Jubilars beleuchtete.

Aufgrund seiner technischen Fähigkeiten

habe Rothmund in den 60er Jahren

„für den TSV Langreder hoch in der

2. Kreisklasse gespielt“, solle als Mittelläufer

bei einem Spiel in Gümmer sogar

einmal die eigene Hälfte verlassen und

ein Tor zum 3:0 erzielt haben. Rothmund

sei damals Träger des Trikots mit der

Nummer 5 gewesen. „Die 5 war immer

Beckenbauer, aber Karl war eher der

Schwarzenbeck“, so der DFB-Präsident,

der auch berichtete, dass Rothmund bald

ins Funktionärslager wechselte, sich dort

schnell etablieren konnte, dabei aber nie

den Kontakt zur Basis verlor. Aktiv –

wusste Niersbach – hat Karl Rothmund in

der Spielzeit 1993/94 noch einmal ins

Fußball-Geschehen eingegriffen. Bei einem

Spiel zwischen Langreder und TSV

Pattensen II sei der Schiedsrichter nicht

erschienen. Kurz entschlossen sprang der

damalige NFV-Direktor ein und pfiff die

Partie. Sein TSV gewann mit 4:3. „Das

hat der Karl schon so gelenkt“, vermutete

Wolfgang Niersbach augenzwinkernd.

Und Niersbach gewährte Einblicke

hinter die verschlossenen Türen des DFB-

Zirkels der Fußball-Mächtigen. Sein Präsidiumskollege

Rothmund sei zu Sitzungen

in Frankfurt häufig auf den letzten Drücker

gekommen und habe auch schon

mal „die Äuglein geschlossen bei The-


1 2

1 Laudator: Wolfgang Niersbach würdigte

das Wirken Rothmunds und überreichte

ihm den Gutschein für eine Trainerstunde

mit Nicolas Kiefer.

2 Reinhard Grindel, 1. Vizepräsident des

NFV, begrüßte die 150 geladenen Geburtstagsgäste

im Saal Niedersachsen

des Sporthotel Fuchsbachtal.

3 Austausch: Die NFV-Ehrenmitglieder

Heinz Hermann Ehlers, Winfried

Hanschke und Edmund Timm (von

links).

3

Oktober 2013 7


70. Geburtstag

men, die ihn nicht so interessierten.

Wenn sein Thema kommt, dann ist er

allerdings hellwach“, verriet der DFB-

Boss. Die Ungeduld, die zum Wesen des

NFV-Präsidenten gehört, hat er auch in

Frankfurt nicht ablegen können. „Ab 17

Uhr hat der Calenberger Bauer Durst“,

soll Karl Rothmund gedrängelt haben,

wenn Sitzungen längere Zeit in Anspruch

nahmen als geplant.

Geradlinig und hartnäckig

Karl Rothmund freute sich über das Wiedersehen mit NFV-Ehrenmitglied Maria Klewe.

„Er sagt einem seine Meinung immer

direkt ins Gesicht. Wer die direkte

Ansprache nicht so mag, der kann damit

so seine Schwierigkeiten haben“, schätzt

Niersbach aber sehr wohl die Geradlinigkeit

und Hartnäckigkeit des Jubilars. So

habe es anlässlich der WM 2006 einen

Empfang für FIFA-Sponsoren gegeben, zu

dem Rothmund, der damalige Leiter der

WM-OK-Außenstelle Hannover, auch lokale

Sponsoren bitten wollte. „Wenn die

nicht eingeladen werden, komme ich

auch nicht“, soll er beharrt haben und

nur schwerlich umzustimmen gewesen

sein.

Herausragende Verdienste hat sich

Karl Rothmund laut Wolfgang Niersbach

als Pionier des Sportinformationssystems

erworben. „Daran haben wir heute alle

unsere Freude. Die Keimzelle all dessen

liegt hier in Niedersachsen, auch wenn

man hier damals graue Haare bekam,

weil die Kosten davon galoppierten. Gemeinsam

haben der DFB und der NFV

das dann aber gut hinbekommen, und

Karl war dabei der unermüdliche Motor.“

Training mit Kiefer

Gratulant: Wolfsburgs NFV-Kreisvorsitzender Werner Bachmann.

Erst im Juli 2013 hat Hermann Korfmacher

seinen 60. Geburtstag gefeiert.

Für den 1. Vizepräsident Amateure des

DFB gab es damals als Geschenk vom

DFB Eintrittskarten für ein Konzert der

Wiener Philharmoniker. „Für dich wäre

das nichts, das wäre viel zu viel Kultur“,

frotzelte Niersbach und überraschte den

leidenschaftlichen Tennisspieler Rothmund

mit einem Gutschein, der absoluten

Seltenheitswert haben dürfte. Nicht

weil eine Fotomontage den NFV-Präsidenten

beim berühmten Becker-Hecht

zeigt, sondern vielmehr, weil Tennis-Ass

Nicolas Kiefer einmal die absolute Ausnahme

machen will und Rothmund im

hannoverschen Tenniscenter eine Tennistrainingsstunde

geben wird.

Alte Weggefährten: NFV-Ehrenmitglied Hennig Hofmann (links) und Eugen Gehlenborg.

Ecken und Kanten

Reinhard Grindel blieb es vorbehalten,

die Schar der Ehrengäste im Barsinghäuser

Sporthotel zu begrüßen. Der 1.

Vizepräsident des NFV nutzte die Gelegenheit

aber auch, am Bild von Karl

Rothmund mit zu zeichnen, das wohl alle

Gastredner vor Augen hatten: „Du bist

der personifizierte Gegenentwurf zur


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Oktober 2013


70. Geburtstag

Präsidentenrunde: Martin Kind (Hannover 96), Karl Rothmund (NFV) und Wolfgang Niersbach (DFB).

Stromlinienförmigkeit. Du hast Dir Ecken

und Kanten bewahrt. Daran kann man

Anstoß nehmen. Aber man wird nie enttäuscht.“

„Sich selbst treu zu bleiben, authentisch,

unverwechselbar zu sein, Verlässlichkeit

und Berechenbarkeit, das macht

Dich aus und das ist es, was wir an Dir

so schätzen“, überreichte der Rotenburger

den verbalen Blumenstrauß und

sprach einen herzlichen Dank aus „für

Deine großartige Arbeit im NFV.“ Unter

der Führung Rothmunds sei der NFV „zu

einem modernen, sehr leistungsfähigen

und finanziell grundsoliden Verband“ gewachsen.

Karlsberger Land

NFV-Direktor Walter

Burkhard überreichte

Karl Rothmund symbolisch

Ziegel und

Kelle für den Umbau

des Sportheims in

Langreder, dem Geburtsort

des NFV-Präsidenten.

Unterhaltung: Die

„Schreyhälse“ intonierten

Schlager und

Evergreens.

Angesichts derartiger fußballerischer

Fähigkeiten dürften wohl selbst ein Messi

oder Ribéry vor Neid erblassen: „Er gibt

die Vorlagen und verwandelt sie auch

selbst.“ – Eugen Gehlenborg bemühte

die Fußballsprache, um die Effizienz des

Geburtstagskindes zu unterstreichen.

„Die Calenberger – und Karl Rothmund

ist ein ausgewiesenes Exemplar dieses

Menschenschlages – kündigen an und

führen aus“, weiß der Präsident des

Norddeutschen Fußball-Verbandes. In der

„Mannschaft“ des Regionalverbandes sei

Rothmund auch in diesem Sinn unentbehrlich

und sehr erfolgreich. „Der Fußball

– nicht nur im Norden – kann sich

glücklich schätzen, eine solch starke Persönlichkeit

in verantwortungsvollen Positionen

zu haben“, bekannte Gehlenborg

und schlug angesichts der Verdienste des

NFV-Präsidenten um die Bekanntheit des

Landstriches am Fuße des Deisters eine


Oktober 2013 9


70. Geburtstag

Stefan Antkowiak überreichte Karl Rothmund

ein polnisches Nationaltrikot mit seinem

Namen.

Die Spieler des 1. FC Germania Egestorf/Langreder überreichten dem Jubilar ein handsigniertes

Mannschaftsfoto. Bei beiden Vorgängervereinen des Fusionsklubs war Karl Rothmund aktiv.

Karl Rothmund im Kreis seiner NFV-Präsidiumskollegen, von links: Hans-Günther Kuers, Egon

Trepke, August-Wilhelm Winsmann, Reinhard Grindel, Ferdinand Dunker, Günter Distelrath.

Gäste: LSB-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach

(links) und der bayerische Fußball-Chef Dr.

Rainer Koch.

Umbenennung vor: „Statt Calenberger

Land sollte es künftig Karlsberger Land

heißen.“

Stolz auf den Präsidenten

vergessen und werden es auch nicht vergessen.“

Burkhard bekannte freimütig:

„Wir sind sehr stolz auf diesen Präsidenten

und betrachten es als eine Ehre, hier

arbeiten zu dürfen.“

ausbildung in Großpolen dank des Partners

aus Barsinghausen enorme Fortschritte

gemacht.

Sehr impulsiv

Als Karl Rothmund 1990 seinen

Dienst als Verwaltungsdirektor beim NFV

antrat, war Walter Burkhard bereits Justiziar

des Verbandes. Der heutige Direktor

war also prädestiniert, als langjähriger

Wegbegleiter die Höhen und Tiefen in

Erinnerung zu rufen, die Rothmund in

den vergangenen 23 Jahren bei seinem

Wirken für den NFV durchleben musste.

Burkhard sprach seinem Präsidenten insbesondere

auch im Namen der NFV-Belegschaft

allerhöchsten Respekt aus: „Die

uneingeschränkte Loyalität konnten wir

dir in den vielen Jahren deshalb entgegenbringen,

weil auf den Chef stets

Verlass war. Das gesprochene Wort galt

immer. Insbesondere in schwierigen Zeiten

hast du dich mit breitem Kreuz vor

die Mitarbeiter gestellt, sie – wenn erforderlich

– geschützt und vor allem fair behandelt.

Das haben die Kollegen nicht

Eine Legende in Großpolen

Der Großpolnische Fußballverband

feiert am 5. November seinen 100. Geburtstag.

Der Präsident des zweitgrößten

polnischen Regionalverbandes, Stefan

Antkowiak, kündigte beim Empfang in

Barsinghausen an, dass auf Ehrengast

Karl Rothmund dann eine ganz besondere

Überraschung warte. „Karl ist eine Legende

bei uns“, unterstrich Antkowiak

das hohe Ansehen, das Rothmund im

Nachbarland genießt und übermittelte

auch die Grüße von Zbigniew Boniek,

dem Präsidenten des Polnischen Fußballverbandes.

„Wir haben in Barsinghausen

Freunde gefunden. Danke für alles, was

du für Großpolen getan hast“, so Antkowiak.

Nach nunmehr neunjähriger Zusammenarbeit

mit dem NFV habe insbesondere

die Schiedsrichter- und Trainer-

Als „einen der verdientesten und

bekanntesten“ Bürger Barsinghausens

bezeichnete Bürgermeister Marc Lahmann

den NFV-Präsidenten, der für die

Deisterstadt als eine der Führungspersönlichkeiten

im größten Sportverband

der Welt „Stadtmarketing im besten

Sinne“ betrieben habe. Lahmann erinnerte

an das vielseitige ehrenamtliche

Engagement, das Karl Rothmund in seiner

Heimatstadt unter Beweis gestellt

habe, sei es auf politischer Ebene, in

den Vereinen, der Feuerwehr oder beim

Aufbau des Besucherbergwerks. Und

Lahmann verriet amüsiert, dass Rothmund

mit der Übernahme des DFB-

Schiedsrichterwesens nicht nur in Langreder

für eine dicke Überraschung gesorgt

habe, erlebe man ihn doch „am

Spielfeldrand als sehr impulsiv“ gegenüber

den Unparteiischen.


10

Oktober 2013


70. Geburtstag

Bürgermeister Marc Lahmann gratulierte für

die Stadt Barsinghausen.

Gute Laune herrschte am Tisch von NFV-Vizepräsident Egon Trepke (links) und dem Vorsitzenden

des NFV-Verbandsspielausschusses, Jürgen Stebani.

Germanen-Gruß

„Du fühlst dich auf dem Sportplatz

um die Ecke, beim 1. FC Germania

Egestorf/Langreder, wohler als in

den Logen der Bundesliga“, hat Reinhard

Grindel erkannt. Und so verwundert

es nicht, dass auch „seine“ Oberligamannschaft

Karl Rothmund die

Aufwartung machte. Neben einem gerahmten

und von allen Spielern unterschriebenen

Mannschaftsbild hatten die

Germanen-Kicker eine besondere Überraschung

für ihren Mentor parat. „Karl

Rothmund wird 70 – Ein besonderer

Geburtstag eines besonderen Menschen“

lautete der Titel eines Filmbeitrages,

in dem Trainer, Betreuer und

Spieler der „grauen Eminenz“ des Vereins

mit persönlichen Grußworten gratulierten.

Beeindruckt

Das letzte Wort hat er kraft seines

Amtes beim NFV immer. So natürlich erst

recht auch an seinem Ehrentag. Im Kreise

seiner Familie hatte Karl Rothmund den

Lobesreigen verfolgt und gestand beeindruckt:

„Es war schön, das alles zu hören.

Doch“, so schränkte er ein, „so gut bin ich

nun auch wieder nicht.“


Wertschätzung: Karl Rothmund und NFV-Ehrenmitglied

Hermann Lüken.

Gratulant: Lüneburgs NFV-Bezirksvorsitzender

Hans-Günther Kuers.

Familienmensch: Karl Rothmund mit Gattin Edeltraut sowie (hinten von links) Tochter Michaela,

Sabine und Marcello Elstrod, Sohn Jens.

Oktober 2013 11


Neues vom DFB

Klares Votum für

Niersbach und Grindel

Verbände unterbreiten einstimmig Wahlvorschläge

Die 21 Präsidenten der Regional- und Landesverbände

haben wenige Wochen vor dem

DFB-Bundestag am 24./25. Oktober in

Nürnberg ein klares Votum abgegeben. Auf ihrer

turnusmäßigen Sitzung in Frankfurt am Main entschieden

sie einstimmig, Wolfgang Niersbach zur

Wiederwahl als DFB-Präsident und Reinhard Grindel

zur Wahl als Schatzmeister vorzuschlagen.

Niersbach (62) hatte am 2. März 2012 beim

Außerordentlichen Bundestag in Frankfurt das

Amt als DFB-Präsident angetreten. Er soll nun in

Nürnberg bis 2016 wiedergewählt werden.

„Wolfgang Niersbach hat in seiner Arbeit deutlich

gezeigt, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit

zwischen Basis und Spitze, zwischen Amateuren

und Profis ist“, sagt Hermann Korfmacher, der

1. DFB-Vizepräsident Amateure und Präsident

des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen.

„Er steht für die Einheit des deutschen Fußballs.“

Ebenso einstimmig beschlossen die Präsidenten

der Regional- und Landesverbände, Reinhard

Grindel als Nachfolger für den ausscheidenden

Horst R. Schmidt als DFB-Schatzmeister vorzuschlagen.

Grindel ist 1. Vizepräsident des Niedersächsischen

Fußballverbandes und beim DFB Mitglied

in den Ausschüssen Nachhaltigkeit (Bereich

Anti-Korruption) sowie Steuern und Abgaben.

Darüber hinaus wirkte der 51-jährige Rotenburger

entscheidend daran mit, die drohende Verdoppelung

der Beiträge für Vereine an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

abzuwenden.

Quelle: dfb.de

Bald Kollegen im Präsidium des DFB? Wolfgang Niersbach und Reinhard Grindel (r.).

Foto: Neumann

DFB belohnt Kooperation

mit Bällen und Trikots

Die Mitmachaktion „Schule und Verein: gemeinsam am Ball!“ geht in ihr zweites Jahr

Die Mitmachaktion

„Schule und Verein:

gemeinsam am

Ball!“ des Deutschen

Fußball-Bundes, die

das Zusammenspiel

von Schule und Verein

unterstützt,

geht in ihr zweites

Jahr. Jede dem DFB

gemeldete Kooperation

wird dabei

belohnt!

Schulen und

Vereine, die eine Kooperation

haben oder

neu beginnen, können

dies dem DFB melden.

Dazu muss lediglich die DFB-

Mustervereinbarung von beiden

Institutionen gemeinsam ausgefüllt

und bis zum 31. Oktober an das

Serviceteam geschickt werden.

Die Mustervereinbarung

steht online unter doppelpass2020.dfb.de

zum

Download bereit. Nach

Überprüfung der Angaben

durch den DFB

und den zuständigen

Fußball-Landesverband

erhält die

Schule ein „AG-Starter-Paket“,

das u.a.

adidas-Bälle und Leibchen

beinhaltet.

Ein/e Vereinsvertreter/in,

der/die im Besitz

einer gültigen Übungsleiter-Lizenz

ist, leitet dann im

Rahmen der Kooperation über

ein Schuljahr eine Fußball-AG für

die Kinder in der Schule. Nach Ablauf des

Jahres füllen die Schule und der Verein

gemeinsam das Bestätigungsformular aus

und senden es an das Serviceteam. Nun

erhält der Verein ein „Dankeschön-Paket“

mit adidas-Bällen zugeschickt.

Unter allen Schulen und Vereinen, die

eine oder mehrere Kooperationen haben

und diese bis zum 31.10.2013 mit der Kooperationsvereinbarung

melden, werden

zudem 200 Kindertrikotsätze verlost!

Detaillierte Informationen zu „Gemeinsam

am Ball!“ sowie zu zahlreichen

weiteren attraktiven Mitmachangeboten

des DFB und der Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für

Schulen und Vereine finden Sie unter

doppelpass2020.dfb.de.

Kontakt und Beratung:

Serviceteam DFB-DOPPELPASS 2020

Infotelefon: 06173 – 99 52 315

(Mo. – Fr. 10 – 17 Uhr)

info@dfb-doppelpass2020.de

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Oktober 2013


Derby

Ein Klassiker wie Barca gegen Real

Am 8. November spielen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig

erstmals nach 15 Jahren wieder um Punkte

Von MANFRED FINGER und

PETER BORCHERS

Hannover 96 – Eintracht Braunschweig

Gesamtbilanz: 147 Spiele.

53 Siege für Hannover, 28 Remis, 66 Siege für

Braunschweig, 252:292 Tore

Punktspiel-Bilanz seit 1963: 36 Spiele.

15 Siege 96, 11 Remis, 10 Siege BTSV

Erstes Duell:

17.6.1900: Braunschweig – Hannover 11:1

Letztes Punktspiel-Duell:

7. Mai 1998: Braunschweig – Hannover 0:1

Letztes Pflichtspiel-Duell (DFB-Pokal):

29.10.2003: Braunschweig – Hannover 2:0

Höchster Hannover-Sieg: 7:0 (1913)

Höchster Braunschweig-Sieg: 11:1 (1900)

Quelle: kicker-sportmagazin, eigene Recherche

Die Rivalität ist heiß und innig. Wenn

Hannover 96 und Eintracht Braunschweig

aufeinander treffen ist viel

Herzblut, aber leider auch gnadenlose

Antipathie im Spiel. Es ist ein Duell, von

denen es nicht viele gibt. Weder in

Deutschland noch auf dem gesamten

Globus. Als das kicker-sportmagazin

2011 in einem Sonderheft die 50 wichtigsten

Derbys der Welt aufzählte, gehörte

der niedersächsische Klassiker dazu.

Wurde nominiert für eine Liste mit dem

„Clasico“ Real Madrid gegen Barcelona,

mit dem Glasgower Old-Firm-Duell Celtic

gegen Rangers, mit dem Manchester-

Derby City gegen United oder den großen

Lokalduellen in Buenos Aires (Boca

Juniors – River Plate) und Rio de Janeiro

(Flamengo – Fluminense).

Doch während diese Derbys, sieht

man momentan einmal von Glasgow ab,

mindestens zwei Mal pro Saison auf dem

Spielplan stehen, mussten die Fans eine

Ewigkeit auf den Nachbarschaftskampf

Rot gegen Blau-Gelb verzichten. Wenn

Hannover 96 am Freitag, den 8. November,

um 20.30 Uhr Eintracht Braunschweig

empfängt, dann ist es zehn Jahre

her, dass beide zuletzt in einem

Pflichtspiel aufeinander trafen, 15 Jahre,

dass sich beide um Punkte stritten und

sogar 37 Jahre, dass sich ihre Wege in

der 1. Bundesliga kreuzten. Dementsprechend

hoch ist das Derbyfieber bereits

jetzt in Niedersachsens größter und

zweitgrößter Stadt.

Begonnen hat die Geschichte dieses

Duells im Jahr 1900. Am 17. Juni,

der Deutsche Fußball-Bund ist gerade

mal vier Monate alt, fertigt die Eintracht

den Gast aus Hannover mit 11:1 ab. Der

Ursprung des heutigen Konkurrenzdenkens

wird diese Schlappe der „Roten“

aber nicht gewesen sein. Sehr viel mehr

wurmt an der Leine ein Ereignis, das

über 60 Jahre später stattfindet. 1963

wird die Bundesliga ins Leben gerufen.

Schon früh zeichnet sich ab, dass nur einer

der beiden niedersächsischen Klubs

die Zulassung bekommen wird. Hannover

als Landeshauptstadt hat das größere

Stadion, mehr Zuschauer und auch

der Zehn- und Zwölfjahresschlüssel, bei

dem die sportlichen Leistungen bewertet

werden, sieht 96 vorn. Für Braunschweig

spricht allein, dass die Eintracht

die letzte Oberliga-Saison vor Einführung

der Bundesliga auf Platz drei abschließt,

während Hannover über Rang

neun nicht hinaus kommt. Doch dieses

Kriterium gibt den Ausschlag für Blau-

Gelb. Rot fühlt sich benachteiligt und mutmaßt,

einzig die besseren Beziehungen

zum DFB hätten dem Rivalen geholfen.


Auch der heutige NFV-Direktor Bastian Hellberg (links) ist Teil der Derbygeschichte. Am 12. September 1986 empfing er mit Hannover in der 2. Bundesliga

die Eintracht um ihren Kapitän Bernd Gorski. Im Rückspiel an der Hamburger Straße sah Hellberg die einzige rote Karte seiner Karriere. Foto: imago

14

Oktober 2013


Derby

Auf die Bundesliga müssen die Hannoveraner

dennoch nicht mehr lange warten,

bereits ein Jahr später, 1964, folgen

sie der Eintracht ins Fußball-Oberhaus. Im

Vergleich der beiden niedersächsischen Rivalen

hat Braunschweig klar die Nase vorn.

1967 wird an der Hamburger Straße die

Deutsche Meisterschaft bejubelt. Einziger

Wermutstropfen für die Eintracht-Anhänger:

Ausgerechnet in der Meistersaison

entscheidet 96 beide Derbys für sich (4:2,

1:0).

Neun Jahre spielen die beiden

niedersächsischen Traditionsklubs gemeinsam

in der Beletage des deutschen

Fußballs, meist liegt die Eintracht in der

Tabelle vorn. So auch am 9. Juni 1973,

als um 15.30 Uhr der letzte Spieltag der

Saison 72/73 angepfiffen wird. Beiden

Vereinen sitzt die Abstiegsangst im Nacken.

Braunschweig ist Drittletzter und

empfängt Fortuna Düsseldorf. 96 liegt

mit einem Punkt weniger auf einem Abstiegsplatz

und muss den schweren Gang

zum damaligen Dritten Wuppertaler SV

antreten. Zwei Stunden später wird nur

in Hannovers Kneipen gefeiert. Bejubelt

wird ein 4:0-Erfolg im Stadion am Zoo,

das legendäre „Wunder von Wuppertal“.

Gleichzeitig macht sich an der Hamburger

Straße in Braunschweig nach der

1:2-Niederlage gegen die Fortuna Katzenjammer

breit. Der kaum für möglich

gehaltene Super-Gau – der Abstieg – ist

eingetreten. Erstmals seit Einführung der

Bundesliga ist die Elf aus der Landeshauptstadt

damit die Nummer eins in

Niedersachsen.

Ein Status, der allerdings nur eine Saison

anhält. 1974 muss 96 den bitteren

Gang in die Zweitklassigkeit antreten,

während den „Löwen“ der sofortige

Wiederaufstieg gelingt. Die folgenden

Jahre gehören zu den erfolgreichsten der

Vereinsgeschichte. Unter Trainer Branko

Zebec belegt der BTSV die Plätze fünf

(1975/76) und drei (1976/77). 60 Kilometer

westlich herrscht dagegen Tristesse.

1976 steigt Hannover erneut ab und bleibt

bis 1985 zweitklassig.

Das bisher letzte Punktspiel der beiden

Rivalen datiert vom 7. Mai 1998. Beide

sind inzwischen in die 3. Liga abgerutscht.

„Braunschweig gegen Hannover –

das war selbst in der Regionalliga gefühlt

Bundesliga“, erinnerte sich Bastian Reinhardt,

damals Verteidiger bei 96, gegenüber

dem kicker-sportmagazin. Am vorletzten

Spieltag kommt es an der Hamburger

Straße zum großen „Showdown“ um

den Staffelsieg, der zum Aufstiegsspiel gegen

den Nordost-Meister berechtigt. Mit

einem Punkt Vorsprung reist Hannover zur

Eintracht und macht durch einen 1:0-Erfolg

alles klar.

Gerald Asamoah, damals 19 Jahre

jung, sorgt mit seinem Treffer dafür, dass

beide Vereine von diesem Tag an völlig verschiedene

Richtungen einschlagen. Erst 15

Jahre später sind sie wieder in einer Liga

vereint. Am 8. November 2013 wird der

Vorhang aufgehen für ein weiteres Kapital

in dem ewig jungen niedersächsischen

Klassiker.


Ausgerechnet in der Braunschweiger Meistersaison 1966/67 gewann Hannover 96 beide Duelle.

Diese Szene zeigt Eintracht-Verteidiger Jürgen Moll bei der 0:1-Heimniederlage am 29. April

1967. Foto: imago

Am 7. Mai 1998 spielten die beiden Rivalen im „Endspiel“ um die Meisterschaft in der Regionalliga

Nord zum letzten Mal um Punkte. Gerald Asamoah (links) entschied das Duell, das zu den legendärsten

in der Derbygeschichte zählt.

Foto: imago

Oktober 2013 15


Namen & Nachrichten

Horst Wolter (rechts) staunte nicht

schlecht, als ihm beim Pokalspiel zwischen

dem Goslarer 08 und dem VfB Oldenburg

(2:3) ein Zuschauer ein Bild zeigte, dass den

ehemaligen Nationaltorwart im Alter von 26

Jahren im Kreise seiner Mannschaftskollegen

von Eintracht Braunschweig zeigt. Die Aufnahme

entstand im Sommer 1968, als sich die

„Löwen“ in Barsinghausen auf die neue Saison

vorbereiteten. Zeitgleich fand ein Auswahllehrgang

des NFV unter der Regie von

Verbandssportlehrer Benno Hartmann statt.

Zu Hartmanns Spielern zählte auch ein junger

Stürmer von Tuspo Heinsen: August-Wilhelm

Winsmann. Der damals 13-Jährige nutzte den

Aufenthalt des Deutschen Meisters von 1967,

um fleißig Autogramme zu sammeln. Das

handsignierte Bild der Braunschweiger Eintracht

ließ Winsmann später laminieren und

führt es bis heute bei sich. „Ich benutze es

zum Beispiel als Lesezeichen für meinen Terminkalender.

In Goslar hatte ich den Kalender

im Auto dabei, so dass ich schnell zu meinem

Wagen gegangen bin, als ich Horst Wolter bei

dem Spiel gesehen habe“, sagt Auwi Winsmann,

der seit dem Jahr 2008 Vizepräsident

des NFV ist.

„Das ist ja unglaublich“, kommentierte Wolter

die unverhoffte Begegnung mit der eigenen

Vergangenheit. Für die Eintracht und

Hertha BSC absolvierte der heute 71-Jährige

243 Bundesligaspiele (1963 bis 1977).

Foto: privat

Artur Sobiech, Stürmerstar von Hannover 96, übergab auf der Kinderkrebsstation der Medizinischen Hochschule Hannover einen Scheck in

Höhe von 3.200 Euro an Bärbel Dütemeyer, Vorsitzende des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V. Bei dem Betrag handelt es um den Erlös aus

dem SUPER CUP, einem Fußballturnier für Freizeit- und Firmenmannschaften in der Region Hannover, das in diesem Jahr bereits zum 27. Mal von

Heinz Mittag (links) und Klaus Rokitta (rechts) organisiert wurde. Die Einnahmen aus dem Eintagesturnier kommen traditionell dem Verein für krebskranke

Kinder zugute. Zudem gelingt es Rokitta und Mittag jedes Jahr, für die Scheckübergabe einen prominenten Fußballer zu gewinnen. Diesmal

war es Artur Sobiech, der sich bei seinem Besuch viel Zeit für persönliche Gespräche mit den fußballbegeisterten Kindern nahm und ihnen für zahlreiche

Autogramme und persönliche Fotos zur Verfügung stand. Stationsschwester Sarah Macke und Bärbel Dütemeyer freuten sich gemeinsam, dass

nun mit der Spende ein Sportwissenschaftler finanziert werden kann, der für die jungen Patienten auf der Kinderkrebsstation Sportangebote im

Rahmen des Krankenhaus-Aufenthaltes anbieten wird.

Foto: Kaiser MHH

16

Oktober 2013


Ortstermin

Das schöne Gesicht der Ultras: Mit ihren Choreografien sorgen sie in den Stadien für stimmungsvolle Bilder.

Foto: imago

„Die Pyrotechniker ‘rausbrüllen“

Hat der deutsche Fußball ein Gewaltproblem? – Ausstellung im Springer Fußballmuseum

Von MANFRED FINGER

Dresden. Wohl kaum ein anderes Ereignis

hat Martin Kind in der vergangenen

Saison so verärgert wie das

Pokalspiel am 31. Oktober 2012 gegen die

Sportgemeinschaft Dynamo. Zum einen

unterlagen seine „Roten“ dem Zweitligisten

vor heimischem Publikum mit 3:4 im

Elfmeterschießen, zum anderen benahmen

sich Teile des 96-Anhangs ziemlich

daneben. Zwar nicht in dem Maße wie die

Gästefans, doch das Abfackeln von Feuerwerkskörpern

oder das Überlaufen der

Kontrollen kamen dem niedersächsischen

Bundesligisten teuer zu stehen. Denn der

DFB brummte dem Verein wegen „unsportlichen

Verhaltens“ eine Strafe von

70.000 Euro auf.

Dabei hatte sich Kind noch am Abend

zuvor mit Vertretern aus der hannoverschen

Fanszene getroffen. „Ich habe sie

gefragt: Was passiert morgen? Was habt

ihr vor? Es gab keinerlei Anzeichen für das,

was sich dann abgespielt hat“, erklärte der

Präsident von Hannover 96 bei einer Podiumsdiskussion

in Springe. Die Vorkommnisse

rund um das Dresden-Spiel brachten

das Fass zum Überlaufen. „In dem Gespräch

hätten sie mit offenen Karten spielen

sollen. Das habe ich denen schon übel

genommen“, begründete Kind, der zuvor

immer auf den Dialog gesetzt hatte, die

daraufhin verhängten Sanktionen. Diese

waren gleichbedeutend mit dem Verlust

von Privilegien wie dem Container auf

dem Stadiongelände, in denen die Fans

Fahnen und sonstiges Material unterbringen

konnten. Die von Kind verhängten

Maßnahmen führten zu Monaten der

Konfrontation, in denen der 96-Chef zum

Feindbild einer kleinen Gruppe wurde, deren

Aktionen das Publikum spaltete. Als

bei einem Spiel ein Transparent mit dem

Satz „Martin, halt die Fr...“ ausgerollt wurde,

buhte der Rest des Stadions.

„Es war schön zu registrieren, dass 96

mehr ist als die Ultraszene. Von 50.000 Zuschauern

machen 300 bis 500 Probleme“,

sagte Kind hierzu in Springe. Anlass der

Podiumsdiskussion war die Eröffnung der

Ausstellung „FanKult – GewaltFrei“ im

dortigen Fußballmuseum. Im Mittelpunkt

steht die Frage: „Hat der deutsche Fußball

ein Gewaltproblem?“

Eine Frage, die, so die Macher der

Ausstellung, „jeder durch seinen Besuch

für sich verschieden beantworten kann.“

Die Exponate sollen zum Dialog anregen.

„Wenn Menschen mit unterschiedlichen

Ansichten vor einer Texttafel stehen und in

die Diskussion kommen – dann ist die Ausstellung

ein Erfolg“, sagt Dirk Schröder

vom Institut für Sportwissenschaft an der

Leibniz Universität Hannover. Zusammen

mit seinen Studenten hat er das Konzept

entwickelt, das den Anspruch verfolgt,

„die Fankultur in all ihren Facetten, aber

auch Widersprüchen abzubilden.“ Hierzu

werden die verschiedenen Positionen beleuchtet

– die von DFB und DFL, Polizei

und Politik sowie von Vereinen und Fans.

Bei den Anhängern liegt ein Augenmerk

auf den Ultras. In der öffentlichen

Wahrnehmung wecken sie ganz unterschiedliche

Assoziationen: Nämlich Bilder

von bengalischen Feuern, Fanprotesten

und Randale auf der einen Seite, aber

auch beeindruckende Bilder von Choreografien

und engagierter Unterstützung auf

der anderen Seite. Was sind Ultras? Auf alle

Fälle keine Hooligans, wie Deutschlands

renommiertester Fanforscher Professor Dr.

Gunter A. Pilz in Springe betonte. „Man

macht einen großen Fehler, wenn man

beim Thema Ultras immer gleich von Gewalt

redet. Ultras sind in der Regel Menschen,

die sich ganz stark mit dem Verein

identifizieren. Im Gegensatz zu Hooligans,

die einfach nur gewaltfasziniert sind“,

sagte Pilz vor mehr als 100 Gästen in der

Aula der Grundschule Hinter der Burg.

Seine Aussage unterlegte der Sportsoziologe

mit einem Beispiel. „Wenn Hannover

gegen Hamburg spielt und gleichzeitig

Bremen auf Braunschweig trifft,

dann werden die 96-Hooligans einen Teufel

tun und in Hannover ins Stadion zu gehen.

Die fahren natürlich nach Bremen

und damit dorthin, wo die beste Action

abgeht.“ Ein Verhalten, das für einen Ultra

undenkbar wäre. Pilz: „Ultras haben eine

Verpflichtung: Alle Heimspiele und nach

Möglichkeit auch alle Auswärtsspiele ihres

Vereins zu besuchen. Das gehört zu ihrer


18

Oktober 2013


Ortstermin

Das hässliche Gesicht der Ultras: Vermummte 96-„Anhänger“ zünden beim Pokalspiel gegen Dynamo Dresden Pyrotechnik.

Foto: imago

Kultur und zu ihrem eigenen Selbstwertgefühl.“

Ihren Anfang nahm die Ultrabewegung

im Italien der 60er Jahre. Mitte der

90er Jahre schwappte sie nach Deutschland

über als Antwort auf die zunehmende

Modernisierung der Stadien. „Die Fanszene

hat sich Sorgen um die Stimmung

gemacht. Deshalb war ihr Antrieb, eine

möglichst große und starke Kurve zu

schaffen“, sagte Pilz. Die Positionen der

Ultras sind klar: Sie sind gegen die Kommerzialisierung

des Fußballs, prangern zu

viel Vermarktung und zu wenig Bewahrung

des Fußballsports an. In Deutschland

gibt es etwa 25.000 Fußballfans, die als

Ultras kategorisiert werden. Wer über sie

spricht, kommt an einem Thema nicht vorbei:

„Wir lieben die Pyrotechnik, so wie

wir unsere Zaunfahnen, Choreografien

und Gesänge lieben. Und: wir werden sie

uns nicht nehmen lassen. Bengalische Feuer

und die bunten Farben des Rauches sind

feste Bestandteile der Fankultur“, heißt es

in einer gemeinsamen Erklärung deutscher

Ultragruppen.

„Das Abbrennen von Pyrotechnik ist

auch für mich per se keine Gewalt. Aber

es ist vor dem Gesetz eine Straftat, so

dass es unser gesetzlicher Auftrag ist,

diese Straftat zu verfolgen“, erklärte in

Springe Polizeidirektor Guido von Cyrson.

Deshalb könnten sich die Deutsche Fußball-Liga

(DFL) und ihre Vereine auch

nicht kompromissbereit zeigen. Vor diesem

Hintergrund sieht Gunter A. Pilz nur

eine Lösung: „Die Solidarität in den Fankurven

muss dahin gehen, dass die

Mehrheit sagt: Die Pyrotechniker, die

wollen wir nicht. So wie die Rassisten

‘rausgebrüllt wurden, so wünsche ich

mir, dass die Pyrotechniker ‘rausgebrüllt

werden.“

Ein Szenario, das Robin Koppelmann

gleich aus mehreren Gründen für unwahrscheinlich

hält. „Die Ultra-Gruppen sind

sehr hierarchisch organisiert. Wenn ein 30-

Jähriger sagt, wir müssen jetzt Pyro zünden

um gegen den Kommerz zu demonstrieren,

dann wird ein 14-Jähriger dies

nicht kritisch hinterfragen“, erklärte der

Pressesprecher des Fanrates von Eintracht

Braunschweig. Zudem habe er den Eindruck,

dass „es viele Leute gibt, die das

Abbrennen von Feuerwerkskörpern gar

nicht mal so schlimm finden. Die holen ihre

Handys raus, machen Fotos und sagen

dann: Kuck mal, was gestern wieder los

war im Stadion.“

Doch wie gelingt es den Ultras immer

wieder, die verbotene Pyrotechnik ins Stadion

zu schmuggeln? Hierzu stand in

Springe Dietmar Götze Rede und Antwort.

Götze ist Geschäftsführer der Firma „primetec“,

die für die Sicherheit in der hannoverschen

HDI-Arena zuständig ist. „Das

Material wird in Tetra-Pak-Getränketüten

oder in einem kleinen Nokia-Handy hineingeschmuggelt.

Vor einem Spiel haben unsere

Mitarbeiter nicht die Zeit, so ein Handy

fein säuberlich auseinander zu nehmen.

Gängige Praxis bei Frauen ist auch das Verstecken

im Genitalbereich. Da können wir

nichts machen, da hilft auch kein Nacktscanner.“

Auch im Amateurfußball werden Feuerwerkskörper

gezündet, sind dort aber ➤

Diskutierten in Springe über Gewalt im Fußball. Von links: August-Wilhelm Winsmann, Martin

Kind, Guido von Cyrson, Robin Koppelmann, Gunter A. Pilz, Dietmar Götze.

Foto: Finger

Oktober 2013 19


Ortstermin

(noch) kein allzu großes Thema. „Hierbei

spielen die Massenverhältnisse die entscheidende

Rolle. In den unteren Ligen ist

es aufgrund der geringen Zuschauerzahlen

deutlich schwieriger, sich in der Anonymität

zu verstecken. Wir stellen zwar Pyrotechnikverstöße

fest, bei weitem aber

nicht in dem Maße wie im Profifußball“,

erklärte der Sicherheitsbeauftragte des

Niedersächsischen und Norddeutschen

Fußballverbandes, August-Wilhelm Winsmann,

von Beruf 1. Polizeihauptkommissar

in Holzminden.

Hinsichtlich der Frage, ob der deutsche

Fußball ein Gewaltproblem hat oder

nicht, ging Gunter A. Pilz auf die Vermischung

von unterschiedlichen Fan- und

Gewaltkulturen ein, die die Arbeit der Polizei

erschwere. Dies bestätigte Guido von

Cyrson. „Wir hatten eine klassische Kategorisierung.

A stand für normale Fans, B

für gewaltgeneigte, Ich-hau-mal-mit-Fans

und C für den gewaltsuchenden Fan. Diese

Kategorisierung passt auf einmal nicht

mehr.“

Als Leiter der Polizeiinspektion Hannover-West

ist von Cyrson zuständig für den

Bereich zwischen Maschsee und dem

Stadtteil Stöcken und damit für sämtliche

Fußballspiele im Stadion. Dabei stellte er

fest, dass die Brutalität gegenüber den Einsatzkräften

zugenommen hat. „Am letzten

Spieltag der vergangenen Saison mussten

wir nach dem Spiel gegen Düsseldorf

innerhalb von 20 Minuten 31 Straftäter

festnehmen. Dabei wurden zehn Polizisten

einer Göttinger Einheit verletzt, zwei davon

schwer. Am Tag darauf waren die Göttinger

Kollegen bei der Aufstiegsfeier in

Braunschweig im Einsatz und mussten 20

Neuverletzte davontragen. Das heißt, von

fast 40 Mitarbeitern sind an einem Wochenende

30 Verletzte zu beklagen gewesen“,

berichtete Guido von Cyrson.

Für ihn besteht das Gewaltproblem im

Fußball durch die Auswärtsreisen. „Da

spielen Alkohol, die Anonymität und gruppendynamische

Prozesse eine Rolle. Man

ist vernetzt über Facebook und andere soziale

Netzwerk, man kennt Kontaktadressen

und wenn es sich dann ergibt, dass die

verhasste Mannschaft aus Bremen, Wolfsburg

oder Braunschweig ebenfalls in der

Nähe unterwegs ist, dann kann man sich

Dirk Schröder (Uni Hannover) konzipierte mit

seinen Studenten die Ausstellung. Foto: Finger

auf irgendeinem Regionalbahnhof verabreden.“

Dabei sind dann, so Gunter A. Pilz,

„plötzlich auch Leute, die mit Fußball

überhaupt nichts am Hut haben. Von Hannover

weiß man, das bei Auswärtsspielen

bis zu 150 Jugendliche mitfahren, die nie

bei einem Heimspiel zu sehen sind. Und

das sind keine Ultras.“

Zur Bekämpfung des Bengalo-Terrors

setzt Hannovers sogenannter „Fußball-

Staatsanwalt“, Dirk Schneidewind, auf

härtere Strafen. Gegenüber der BILD-Zeitung

kündigte er im Februar an, Verstöße

gegen das Sprengstoffgesetz, und hierbei

handelt es sich beim Abbrennen illegaler

Pyrotechnik, künftig nicht mehr als Bagatelle,

sondern mit Geldstrafen bis zu 40 Tagessätzen

zu ahnden. Durchschnittsverdiener

könne das mehr als 1.000 Euro kosten.

Auf eine generalpräventive Wirkung

durch drastische Strafen setzen beim Fußball

auch die ansonsten so liberalen

Niederländer. Dies erlebte Guido von Cyrson

im September 2012 anlässlich des Europa

League-Auswärtsspiel von Hannover

96 in Enschede. „Wer dort im Kontext eines

Fußballspiels einen Stuhl über den

Marktplatz schmeißt, der geht auch mal

bis zu 30 Tage in Haft. Das muss er seinem

Arbeitgeber erst einmal erklären, warum er

am Montag nicht zur Arbeit kommt.“ In

Deutschland gebe die Rechtslage ein solches

Vorgehen nicht her.

Über eine Stunde stellten sich die

sechs Teilnehmer den Fragen von NFV-Mitarbeiter

Manfred Finger. Für Martin Kind

standen dabei die „Pseudo-Fans“ viel zu

sehr im Vordergrund. „Heimspiele von

Hannover 96 sind ein tolles Event mit

49.500 Menschen, die diesen Sport lieben

und die Mannschaft unterstützen. Das sind

die wirklichen Fans. Diese 49.500 haben

es verdient, dass wir uns um sie kümmern.

Stattdessen beschäftigen wir uns permanent

mit 300 bis 500 Personen, die es

nicht verdient haben. Das ist doch verrückt.“

In der Welt von Grundschülern spielen

Ultras, Hooligans oder gewaltbereite Menschen

übrigens keine Rolle. Im Rahmen der

Ausstellung wurden Drittklässler gebeten,

Bilder über Fußballfans zu malen. Dirk

Schröder: „Es sind Bilder voller Freude.

Gewalt kommt darin nicht vor.“ ■

Ausstellung auf

Wanderschaft?

G

leich zur Eröffnung erhielten die

Ausstellungsmacher einen Ritterschlag.

„Wenn diese Ausstellung in

allen 52 Städten, in denen es

Bundesliga-Fanprojekte gibt, gezeigt

und diskutiert wird, dann hätten wir

einen Schritt nach vorn gemacht bei

der Präventionsarbeit“, sagte Gunter

A. Pilz. Der Fanforscher besichtigte

die Exponate vor der Podiumsdiskussion

und nahm gleich einen ganzen

Stapel der vorbereiteten Unterrichtsmaterialien

für Schüler und Lehrer

mit. Das Projekt will er nun beim

Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorstellen.

„Wir fühlen uns geehrt“,

sagte Wilfried Liebhold, der Vorsitzende

des vor zehn Jahren gegründeten

Museum-Trägervereins.

Die Ausstellung kann jeden Freitag

von 15 bis 19 Uhr im Springer

Fußballmuseum in der Roten Schule,

Hinter der Burg, besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Auch NFV-Ehrenmitglied Herbert Lange (vordere Reihe, 2. von rechts), Vorstandsmitglied der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, zählte zu den

Gästen in der Aula der Springer Grundschule Hinter der Burg. Im selben Gebäude sind auch die Räume des Fußballmuseums.

Foto: Finger

20

Oktober 2013


NFV-Referees im größten

Klassenzimmer der Welt

Große Schiedsrichterwerbeaktion auf dem Messegelände in Hannover

IdeenExpo

Beim Eröffnungstag der IdeenExpo 2013 trafen sich die NFV-Schiedsrichter aus dem Kreis

Hannover Stadt mit Antje Genz und Thomas Pfannkuch von der United Kids Foundation

am Schiedsrichterzelt. Auf dem Foto von links: Günther Thielking (Mitglied im VSA), Antje

Genz, Malte Quoos, Karoline Melchers, Thomas Pfannkuch, Patrick Herbach, Tom Kathmann

und Alexander Wigbers.

Auf dem Messegelände in der Expo-Stadt Hannover vertraten die Schiedsrichter

in diesem Jahr die Farben des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Im Rahmen der Aktion zur Werbung neuer Unparteiischer gab der Verbandsschiedsrichter-Ausschuss

(VSA) zusammen mit mehreren jungen Referees

aus dem NFV-Kreis Hannover Stadt Hinweise zum Erwerb der Schiedsrichterlizenz

und zur Tätigkeit als Unparteiischer.

In seinem Grußwort zur Eröffnung dieses Events machte Ministerpräsident

Stephan Weil deutlich, dass die Veranstaltung auf dem Messegelände eine Erfolgsgeschichte

für Niedersachsen sei. Einen eindeutigen Zuspruch fand die

IdeenExpo zudem bei der Arbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen: „Die Themenvielfalt

der Messe ist wirklich einzigartig. Die IdeenExpo setzt bundesweit

Maßstäbe.“

Neben der Lösung von kniffligen Spielszenen ging es in Hannover auch darum,

junge Menschen aus den Schulen für die Tätigkeit als Schiedsrichter zu

motivieren. Dieses war gleichzeitig der Start der Schiedsrichterwerbekampagne.

Mit dem Flyer „Dein Ticket zum Junior-Schiri“ soll insbesondere in den

Schulen Niedersachsens für diese verantwortungsvolle Tätigkeit geworben werden.

Gleichzeitig werden in verschiedenen Schulen Niedersachsens Lehrgänge

zur Schiedsrichterausbildung mit Unterstützung im DFBnet beginnen.

Im Vorfeld hatte Wolfgang Mierswa, der Schiedsrichterobmann des NFV, in

gemeinsamen Gesprächen mit dem ehemaligen Nationalspieler Bernd Gersdorff

und Antje Gentz die Basis für diese Zusammenarbeit auf der IdeenExpo gelegt.

Die beiden Vertreter der United Kids Foundation zeigten sich angetan von der

Idee, dass auch die Schiedsrichter bei dieser Veranstaltung Flagge zeigen würden.

Bei den vielfältigen Informationen zur beruflichen Ausbildung, zum Studium

und zur Karriere in den unterschiedlichsten Bereichen, die auf dem Messegelände

in Hannover geboten werden, durften die Referees nicht fehlen. Schließlich

trägt auch eine solche Tätigkeit wesentlich zur Persönlichkeitsbildung gerade

junger Menschen bei.

Oktober 2013 21


Zu Gast in Barsinghausen

Do swidanja

im November

Junger Russe absolviert

Trainer C Breitenfußballlehrgang beim NFV

Von PETER BORCHERS

„Do swidanja“ – „Auf Wiedersehen“

verabschiedete sich Maxim Alekberov Ende

August von den Teilnehmern des Trainer

C Breitenfußballlehrgangs in der NFV-

Sportschule. Die kommen aus Munster, Oldenburg,

Wolfsburg oder Hamburg, während

Maxim stolze rund 1.900 Kilometer

Luftlinie hinter sich gelegt hat, um wie

schon im November 2012 und im April

dieses Jahres bereits zum dritten Mal an

der Trainerausbildung in Barsinghausen

teilzunehmen.

Maxim ist Russe und in Moskau beheimatet.

Und Anfang November wird es

tatsächlich ein erneutes Wiedersehen mit

den angehenden Trainerkollegen geben,

denn dann steht der Prüfungslehrgang an.

Der 22-jährige Maxim ist zuversichtlich,

die Prüfung erfolgreich zu absolvieren, obwohl

er kein Wort von dem versteht, was

die Ausbilder in Theorie und Praxis vermitteln.

Aber dafür hat er schließlich auch

Anastasia Nikaeva als Dolmetscherin an

seiner Seite, die simultan übersetzt, wenn

die Trainer Jana Kieras, Marek Wanik, Ulf

Drewes oder Marcus Olm referieren.

Maxim und Anastasia sind befreundet.

Als Maxim im vergangenen Jahr im

Internet auf die Trainerausbildung beim

NFV stieß, war er sogleich Feuer und Flamme

für eine Teilnahme. Er sah jedoch auch

die sprachliche Barriere, doch die 29-Jährige,

die ebenfalls in Moskau lebt, sagte

spontan ihre Unterstützung zu. Neben ihrer

russischen Muttersprache spricht sie

Englisch, Italienisch, Hebräisch und – nach

einem zweijährigen Studium – eben auch

Deutsch. Und nun hat sie Maxim bereits

zum dritten Mal nach Deutschland begleitet,

mit ihm die Schulbank gedrückt und

im Flüsterton übersetzt, was den angehenden

Trainern beigebracht wurde.

Maxim ist begeisterter Fußballer, kickt

in Moskau für den Magma FC. Zusätzlich

trainiert er aber auch Mädchen- und Jungenteams

und möchte diesen natürlich ein

optimales Training bieten. Aus diesem

Grunde hat er sich zur Trainerausbildung

in Deutschland entschieden. „Deutschland

ist eine große Fußballnation“, übersetzt

Anastasia gegenüber dem Fußball-Journal

Maxims große Wertschätzung für sein vorübergehendes

Gastgeberland. Und deshalb

hat er beschlossen, seine Trainerausbildung

nicht etwa bei „Rossijski Futbolny

Sojus“, also der russischen Fußballunion,

zu absolvieren, sondern beim NFV in Barsinghausen.

Diese, aufgrund der Reisekosten sicherlich

kostspielige Entscheidung, hat er

Schussstark: Maxim Alekberov.

Fotos: Finger

Anastasia Nikaeva übersetzt für Maxim ins Russische, was Marcus Olm (l.) und die übrigen NFV-

Trainer in Theorie und Praxis vermitteln.

nicht bereut, zumal seine Eltern Maxim

finanziell unterstützen. „Das System in

Deutschland gefällt mir viel besser als in

Russland. Hier ist alles viel moderner, während

bei uns noch wie vor 20 Jahren gespielt

und trainiert wird“, schwärmt der

junge Russe vom deutschen Fußball. Und

hat seine Begleiterin Anastasia längst angesteckt.

Während ihres Deutschlandaufenthaltes

im April haben beide in der hannoverschen

– damals noch – AWD-Arena

das Bundesligaspiel zwischen Hannover 96

und Bayern München gesehen. „Bayern

hat 6:1 gewonnen“, erinnert sich Anastasia

begeistert, ballt die Faust, schnalzt mit

der Zunge und outet sich als Fan des amtierenden

Champions League-Siegers.

Am 4. und 5. November wird’s nun

ernst. Dann steht die Prüfung der Trainerausbildung

beim NFV an. „Njet“ – nein,

Angst durchzufallen, hat Maxim nicht.

Schließlich hat er dank Anastasias Hilfe

alles förmlich in sich aufgesogen und verinnerlicht,

was die Ausbilder des NFV zu

bieten hatten. Und das will er in wenigen

Wochen nun auch mit Erfolg abrufen.

22

Oktober 2013


Sportplatzpflege mit System

Lolium perenne

SOS

Saisonbeginn

Saisonende

Deutlich höhere Narbendichte im Winter durch Nachsaat im Spätherbst

mit SOS.

Rasensportplätze: Mehr

Nutzung durch Nachsaat

Mit fortschreitender Fußballsaison zeigen die meisten Rasensportplätze

Schäden an der Grasnarbe. Nun gilt es, diese Lücken

noch vor Winter wieder zu schließen. Hierfür ideal ist

die Kombination aus Perforationssaat und spezieller Nachsaatmischung.

Mischungen mit schnellster Keimfähigkeit und höchster

Strapazierfähigkeit bieten die Rasenmacher von EUROGREEN. Der

absolute Renner ist dabei die SOS-Nachsaatmischung, die bereits seit

einigen Jahren auf vielen Rasensportplätzen bei Vereinen, Kommunen

und auch in der Bundesliga erfolgreich eingesetzt wurde.

Mit der SOS-Nachsaatmischung von EUROGREEN ist eine Nachsaat

bis 3 °C Bodentemperatur möglich. Dies bietet gegenüber den

bisher üblichen Nachsaatmischungen die Möglichkeit, noch bis kurz

vor Vegetationsschluss nachsäen zu können. Möglich wird dieser

Vorteil durch die Verwendung speziell ausgesuchter Gräserartenund

sorten. Mit dieser Neuentwicklung ist somit eine deutlich spätere

Einsaat im Herbst, aber auch eine frühere Aussaat im Frühjahr möglich.

Hierdurch verbessern sich die Rasenqualität und die Narbendichte

und es sind bis zu 100 Stunden mehr Nutzung pro Jahr möglich.

Für Nachsaaten in der Spielpause bieten die WM-Rasen ® Regenerations-

und Sportasenmischung von EUROGREEN einen exklusiven

Vorteil: Beide Mischungen sind komplett mit Headstart ® und mit

Proradix ® Turf behandelt. Mit dieser Behandlung wird die Keimzeit,

insbesondere die der Wiesenrispe, um einige Tage verkürzt und das

Saatgut optimal vor Pilzkrankheiten während der Keim- und Etablierungsphase

geschützt. Der Rasen wird schneller dicht und früher belastbar.

Vertrauen Sie also zu jeder Jahreszeit den praxiserprobten

Saatgutmischungen der Rasenmacher.

Tag nach der Saat

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

10 20 30 40 50 60

Dichte der Grasnarbe (%)

Deutsches Weidelgras

Bis zu 100 Stunden mehr Nutzung durch Nachsaat mit SOS.

Bei Fragen zur Nachsaattechnik und Auswahl der Saatgutmischung

steht Ihnen Ihr EUROGREEN Fachberater vor Ort gerne

zur Verfügung: Andreas Liske, Mobil: 0170-6318797 oder andreas.liske@eurogreen.de

Oktober 2013 23


Der NFV und seine Partner

Kunstrasenexperten: Karsten Nolte (links) und Johann Tebben.

Fotos (2): Finger

Alles aus einer Hand

Ob in Kopenhagen, Hamburg oder auf dem „platten Land“: Die Firma Tell Bau realisiert im Bereich des

Sportstättenbaus einzigartige Projekte.Von einem regionalen Pflasterbetrieb haben sich die Nordener zu

einem international tätigen Bauunternehmen entwickelt und sind ein Musterbeispiel dafür, was sich mit

ostfriesischer Beharrlichkeit und Tatkraft sowie Innovationsfreude erreichen lässt.

Von MANFRED FINGER

Dort, wo der Himmel weit ist, es

nach Seeluft riecht und immer eine

leichte Brise weht, dort lässt es sich

Johann Tebben schmecken. Für seinen

Besuch hat der Diplom-Ingenieur, der in

Norden ein Bauunternehmen führt, an

diesem Tag einen Tisch im Stadtteil Norddeich

reserviert. Wer im Restaurant des

Wellness-Hotels „Fährhaus“ sitzt, dem

bietet sich eine traumhafte Aussicht auf

Kutter, Segelschiffe, kleine Fähren und

das Meer.

An diesem Tag genießt Karsten Nolte,

Sportstättenexperte aus Barsinghausen,

das unverwechselbare Flair der friesischen

Nordseeküste. Bei einem Fischgericht

tauschen sich Nolte und Tebben

über Kunstrasenplätze aus. Seit Jahrzehnten

sind beide Männer in dieser

Branche zu Hause. Nolte berät die Vereine

beim Bau der Anlagen, Tebben setzt

die Projekte um. Mit seiner Firma Tell

Bau, die sich seit ihrer Gründung im Jahre

1946 von einem regionalen Pflasterbetrieb

zu einem international tätigen Bauunternehmen

entwickelt hat und ein

Musterbeispiel dafür ist, was sich mit ostfriesischer

Beharrlichkeit und Tatkraft sowie

Innovationsfreude erreichen lässt.

Der Sitz ist in Norden, weitere Niederlassungen

gibt es in Berlin, auf Rügen

und auf Norderney.

Neben Hoch- und Tiefbau gehört

der Sportstättenbau zu den Geschäftszweigen.

In diesem Segment gehört Tell

Bau zu den Pionieren und genießt den

Ruf, einzigartige Vorhaben realisieren zu

können. Wie die 400-Meter-Laufbahn in

der Leichtathletik-Halle der dänischen

i Sportstättenbau

Karsten Nolte

Jägerstraße 9

30 890 Barsinghausen

Tel. 05105 – 3047

Tell Bau GmbH

Gewerbestraße 23

26506 Norden

Tel. 04931 – 93840

Fax. 04931 – 168568

info@tellbau.de

www.tellbau.de

Hauptstadt Kopenhagen (Tebben: „Das

ist eine echte Rarität“) oder die Rundlaufbahn

auf dem Dach von Karstadt

Sport Hamburg, die unter anderem von

Joggern und Inline-Skatern genutzt wird.

In Lizenz des Hauses „Porplastic Sportbau

von Cramm“ hat Tell Bau bis heute

mehr als drei Millionen Quadratmeter

Sportbeläge als Laufbahnen in Stadien,

Mehrzweckspielfeldern, Tennis- und

Sporthallen installiert.

„Wir legen großen Wert darauf,

dass unsere Kunden es nur mit einem

Ansprechpartner zu tun haben“, sagt Johann

Tebben über die Geschäftsphilosophie.

Getreu dem Motto „Alles aus einer

Hand“ führt Tell Bau beim Bau einer Anlage

jeden Schritt aus – von der Planung

über den Unterbau bis zur Linierung.

„Darin liegt unsere große Stärke. Nicht

viele Firmen können diese Leistung anbieten“,

sagt Tebben und überreicht seinem

Besuch aus Barsinghausen eine Präsentation,

in der auf 30 Seiten festgehalten

ist, wie sich das Kunstrasen-Projekt

eines Vereins in Aurich umsetzen lässt.

Neben einer ausführlichen Bestandsaufnahme

über die „Ist-Situation vor

Baubeginn“ ist detailliert aufgelistet, wie


24

Oktober 2013


Der NFV und seine Partner

hoch die Fördermittel des Landessportbundes

ausfallen werden, welche Eigenleistungen

erbracht werden müssen oder

welche Einnahmen sich aus der Verpachtung

generieren lassen. Erstellt hat dieses

„Exposé“ Reiner Hollwege, der im Hause

Tell Bau die Abteilung Sportstättenbau

leitet.

„Etwa 30 unserer insgesamt 250

Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig“,

berichtet Hollwege. Mit seinem Team

realisiert er jährlich bis zu 80 Projekte,

darunter sechs bis acht Großspielfelder.

Wie zum Beispiel in Hemmingen (Region

Hannover), wo 2012 innerhalb von drei

Monaten ein Tenne-Fußballplatz in einen

Kunstrasenplatz umgewandelt wurde

(siehe Seite 26). Die Netto-Kosten beliefen

sich auf rund 325.000 Euro.

Auch in Jever erstellte Tell Bau im

vergangenen Jahr einen Kunstrasenplatz.

Aus eigener Erfahrung weiß Johann Tebben,

wie bedeutend eine moderne Spielfläche

für den Trainings- und Spielbetrieb

ist. Seit fünf Jahren ist er 1. Vorsitzender

des Jugend-Fußball-Vereins Norden (JFV),

in dem sich der FC Norden, der PSV Norden,

der Süderneulander SV und der SuS

Frisia Norddeich ab dem C-Juniorenbereich

zusammen geschlossen haben. Bei

den Auswärtsfahrten stellt er dabei immer

wieder fest: „Viele haben noch

Schotterplätze. Die stehen demnächst alle

zur Sanierung an“, ist dem Geschäftsführer

ob einer guten Auftragslage nicht

bange.


Der Kunstrasenplatz auf der Anlage des FC Norden wurde natürlich auch von Johann Tebben

(rechts) und seinem Unternehmen realisiert. Schließlich ist er zugleich 1. Vorsitzender des Jugend-

Fußball-Vereins Norden. Links Karsten Nolte, in der Mitte Reiner Hollwege, der bei Tell Bau Abteilungsleiter

Sportstättenbau ist.

Als Pionier sind wir aus dem Sportanlagenbau mit

jahrzehntelanger Erfahrung unserer Spitzenkräfte

nicht mehr wegzudenken.

Wir stehen Ihnen als Partner für alle Fragen des

Sportstättenbaus zu Verfügung.

Darüber hinaus bauen und liefern wir als

Gesamtanlagen Kunst- und Naturrasenplätze

sowie Kleinspielfelder und

Laufbahnen in Kunststoffausführungen.

„Qualität ist

das Anständige“

Oktober 2013 25


Der NFV und seine Partner

Im August 2012 begannen die Arbeiten zum Bau eines Kunstrasenplatzes

auf der Anlage des SC Hemmingen-Westerfeld. Nachdem die Rote

Asche abgetragen und die Dränage gelegt wurde, erhielt der Platz eine

Schottertragschicht aus Kalkstein.

Fotos (8): Finger

In einer Mischanlage wird das Gummigranulat für die elastische Tragschicht

hergestellt. Hierbei werden geschredderte Autoreifen mit einem

Harz-Bindemittel vermischt.

Ein Radlader bringt das frisch hergestellte Gummigranulat auf den Platz.

Mit einem Fertiger für Grummigranulat wird die Tragschicht verlegt.

Insgesamt wurden 21 Bahnen aufgetragen. Eine Bahn ist 105 Meter lang

und 96 Meter breit. Der Radlader bringt den Fertiger wieder an den Ausgangspunkt,

damit mit der nächsten Bahn begonnen werden kann.

Das Auftragen der elastischen Tragschicht aus Gummigranulat dauerte

drei Tage. Anschließend trocknete der Platz, so dass nach gut einer

Woche mit der Verlegung des Kunstrasens begonnen werden konnte.

Beim Verlegen des Kunstrasens ist Maßarbeit gefragt.

Am 11. November 2012 wurde der Platz offiziell eingeweiht.

26

Oktober 2013


Kultur

Dargeboten wird das Stück von Mitgliedern des Theaters der Jungen Welt Leipzig.

„Aus der Traum!“

24. Oktober:Theaterstück zum Erwartungsdruck im Fußball am Schauspielhaus Hannover

– Geschichte des „Jahrhunderttalents“ Sebastian Deisler steht Pate

Erwartungen an ihn doch zu hoch? Als er

für ein Benefizspiel nach Hause zurückkehrt,

trifft er seine große Liebe wieder.

Doch die ist jetzt mit seinem besten Freund

zusammen. Zwischen Karrierebruch und

Liebesschmerz droht Maltes Traum zu zerplatzen.

„Ein Stück über schal gewordene

Träume und Sehnsüchte. Über die große

Leere nach der großen Illusion. Über die

Angst, sich nicht mehr selbst zu kennen.

Und über die Möglichkeit, sich vielleicht

doch wiederzufinden“, urteilte die Leipziger

Volkszeitung. Nach der Vorstellung am

Er wurde einst als „Jahrhunderttalent“

tituliert und galt zu einer Zeit, als der

deutsche Fußball nur mit wenigen

herausragenden Kickern gesegnet war,

als der Heilsbringer schlechthin: Sebastian

Deisler. Mit 15 Jahren ging der gebürtige

Lörracher, einer Stadt im Dreiländereck

zwischen Frankreich, Deutschland

und der Schweiz, zu Borussia Mönchengladbach.

Als er vier Jahre später, 1999,

den Schritt zu Hertha BSC wagte, verlor

er in Berlin sein Privatleben. Die Öffentlichkeit

vereinnahmte ihn, der Boulevard

prägte den – von ihm verhassten – Beinamen

„Basti fantasti“. Beim FC Bayern,

wohin er 2002 wechselte, machte der

sensible und oft schwer verletzte Ausnahmefußballer

seine Depression öffentlich

und beendete schließlich mit nur 27

Jahren seine Karriere.

Die Geschichte des Sebastian Deisler

diente dem Autor Holger Schober als Inspiration

für sein Theaterstück „Aus der

Traum!“, das am 24. Oktober im Schauspielhaus

Hannover aufgeführt wird. Die

Story: Malte Kreuzfeld ist jung, berühmt

und erfolgreich. Der Traum von der großen

Karriere scheint sich zu erfüllen: Er ist ein

Fußballstar und gilt als Hoffnungsträger

der Nation. Doch eines Tages bekommt die

schöne Fassade Risse – Torflaute, Zweikampfschwäche,

Übergewicht. Waren die

Zwischen 2000 und 2006 bestritt Sebastian

Deisler 36 Länderspiele (3 Tore) für Deutschland.

Foto: imago

24. Oktober (19.30 – 21.15 Uhr) findet im

Foyer ein Publikumsgespräch mit Regisseur

Jürgen Zielinski, Darstellern sowie

Vertretern von Hannover 96 und der Robert-Enke-Stiftung

statt. Das Gastspiel des

Leipziger Theaters der Jungen Welt entstand

in Koproduktion mit Bayer Kultur

und wird gefördert durch die DFB-Kulturstiftung

Theo Zwanziger und die Robert-

Enke-Stiftung.

KARTEN-HOTLINE:

0511- 9999 1111

28

Oktober 2013


Abi-Überschuss fließt

an Robert-Enke-Stiftung

Jahrgang 13 des Gymnasiums Bad Nenndorf spendet 3.000 Euro

„Wo kommt das Geld her, das man

für die Abikasse benötigt?“ Diese Frage

stellen sich jährlich Hunderttausende von

Abiturienten in Deutschland. Schließlich

soll das erfolgreiche Ende der langen

Schulzeit zünftig gefeiert werden. Möglichkeiten,

den Abiball zu finanzieren, gibt

es viele. Auch die diesjährigen Absolventen

des Gymnasiums Bad Nenndorf fanden

hierauf reichlich Antworten. Dabei

waren sie so kreativ, dass der eingesammelte

Betrag deutlich höher ausfiel als jener

Posten, den der Abiball verschlang. Insofern

stellte sich jetzt eine weitere, wichtige

Frage: Was tun mit dem Geld?

Auch bei dieser Antwort bewiesen

die Bad Nenndorfer Einfallsreichtum und

entschieden sich für eine Spende an die

Robert-Enke-Stiftung (RES). „Sympathisch,

natürlich und nicht abgehoben:

Robert Enke war für viele Jugendliche und

Erwachsene ein Vorbild. Besonders für

mich als Keeper war und ist er das Idol im

Tor“, sagt Maxi Schmidbauer, der den entscheidenden

Anstoß gab. Der 18-Jährige

Nachwuchstorwart arbeitet in der Sparkassen-Fußballschule

des NFV als Betreuer

und kennt dadurch die Arbeit des Teams

um RES-Geschäftsführer Robert Enke.

„Das Schicksal und der Mensch Robert Enke

dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Durch unsere Spende wollen wir einen

Beitrag zur Enttabuisierung der Krankheit

Depression leisten. Nicht zuletzt möchten

wir andere Jahrgänge oder Gemeinschaften

dazu motivieren, ebenfalls für die Stiftung

zu spenden“, erklärt Schmidbauer.

Vermischtes

Johanna Regenthal, Stephan Ferenz, Maxi Schmidbauer und Philipp Wessels (von links) überreichten

Geschäftsführer Jan Basler (Mitte) den Scheck über 3.000 Euro.

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender

der AOK Niedersachsen, führte die

Betriebsmannschaft der Gesundheitskasse

an, die in Barsinghausen ein Freundschaftsspiel

gegen Mitglieder der NFV-Verwaltung

bestritt. In der Szene auf dem linken Bild

kämpft er mit Sportschulleiter Thorsten Westenberger

um den Ball. Über das Ergebnis der

Partie vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

In der Spielzeit über zwei mal 45 Minuten

agierte NFV-Referatsleiter Reiner Kramer

(Kommunikation und Marketing) als umsichtiger

Schiedsrichter. Zur Seitenwahl durfte

Kramer den stellvertretenden NFV-Direktor

Jan Baßler und den Vorsitzenden der AOK-

Betriebssportgemeinschaft, Antimos Tsoleridis,

begrüßen. Die AOK und der NFV sind sich

seit Jahren partnerschaftlich verbunden. So

unterstützt die Gesundheitskasse den Verband

bei der Ausrichtung der Wahl zum

„Fußballer des Jahres“ und beim Fair-Play-

Cup-Niedersachsen.

Fotos (3): Finger

Für ihn und seine Kollegen aus

dem Abi-Festausschuss ist Depression

„eine Krankheit, die man behandeln

muss und vor der man keine Angst

haben sollte, sie preiszugeben.“ Auf

das Wort „outen“ verzichtet er bewusst.

„Outen ist für mich nicht so

positiv belegt. Es hört sich irgendwie

an, als wenn man sich schämen

müsste.“

Oktober 2013 29


DFB-Ü 40 / Ü 50-Cup

Nur ein Tor fehlte dem Ü 50-Team von Hannover 96, um mit dem erfolgreichen Titelverteidiger NSF Gropiusstadt gleichzuziehen.

96 scheitert knapp

Ein Tor weniger als Titelverteidiger NSF Gropiusstadt

Im Norden wieder die Nummer 1. Die

Ü 35-Frauenmannschaft des VfL Wingst konnte auf dem

heimischen Dobrock-Sportplatz ihren Vorjahreserfolg

wiederholen und sicherte sich erneut den Titel des Norddeutschen

Meisters. Nach Erfolgen gegen den Niendorfer

TSV (2:1, Tore: 2 x Swantje Reuter), BSV Hamburg

(2:1, Tore: Swantje Reuter und Sandra Schütte) und UT

Kiel (4:0, Tore: Frauke Wichmann, 3 x Swantje Reuter) in

den Gruppenspielen gelangte das Team von Trainer Johann

Schult ins Halbfinale. Dort traf es auf den TSV „Eiche“

Neu St. Jürgen und siegte deutlich mit 3:0 (Tore: 2 x

Sandra Schütte, Swantje Reuter). Im Finale war dann erneut

der Niendorfer TSV Gegner der Wingsterinnen.

Durch die zweifache Torschützin Sandra Schütte gelang

ein ungefährdeter 2:0-Sieg und damit der erneute Titelgewinn.

Damit qualifizierten sich die Wingster Frauen

für die Deutsche Meisterschaft in Leipzig, wo es zu einem

vierten Platz reichte. Das Meisterfoto zeigt Trainer

Johann Schult, Swantje Reuter, Sabine Schäfer, Imke

Dick, Sonja Schütte, Claudia Sahlke, Sandra Löffler (hinten

von links) sowie Sandra Schütte, Sabine Hartmann,

Gerlinde Hasselbusch, Frauke Wichmann, Marita Schulz

(vorn von links).

Die Titelverteidiger haben beim DFB-

Ü 40 / Ü 50-Cup 2013 in Berlin erfolgreich

die Krone der besten deutschen

Altherrenmannschaften verteidigt.

Bei der Ü 40 bestätigte Hansa Rostock um

Ex-Nationalspieler Stefan Beinlich seinen

Triumph aus dem Vorjahr, bei der Ü 50 siegte

NSF Gropiusstadt.

Ein Tor trennte Hannover 96 vor dem

ganz großen Erfolg beim DFB-Ü 50-Cup im

Amateurstadion im Olympiapark in Berlin. In

den Spielen Jeder gegen Jeden kam es in der

letzten Begegnung zum entscheidenden Spiel

zwischen NSF Gropiusstadt und Hannover 96.

Jeweils drei Siege und ein Unentschieden

konnten die beiden Kontrahenten bis zu diesem

Zeitpunkt auf der Habenseite verbuchen.

Lediglich die Tordifferenz sprach für Gropiusstadt.

Auch hier gleichzuziehen verpassten

die Hannoveraner in dem Gruppenspiel zuvor

gegen SV Stadelhofen. So musste ein Sieg für

die Hannoveraner her, um als Sieger aus dem

Turnier zu gehen.

Das Spiel lief gut für die „Roten“, und

das seit fast 20 Jahren zusammenspielende

Team aus Gropiusstadt geriet ein ums andere

Mal in Bedrängnis. In der 11. Spielminute

brachte Georgi Tutundijev sein Team

nach einer schönen Einzelleistung mit 1:0

in Führung. Eine Unachtsamkeit in der Hannoveraner

Abwehr führte allerdings zum

Ausgleich. Viele hochkarätige Chancen

wurden in der Folgezeit von den „Roten“

nicht verwertet. So musste Hannover den

Sportfreunden aus Berlin glücklich, aber

nicht unverdient, den Titel überlassen. Fünf

der zehn Treffer von Hannover 96 erzielte

Roman Wojcicki und wurde damit Torschützenkönig

im DFB-Ü 50-Cup.

Die Spiele von Hannover 96: 3:0 –

VfB Marlow, 1:1 – SG Worms, 3:1 – Spfr.

Hamborn, 2:0 – SV Stadelhofen, 1:1 – NSF

Gropiusstadt

Das Aufgebot von Hannover 96:

Christian Giesecke, Dieter Hebestreit, Michael

Werk, Ihsan Nisana, Jörg Oltmanns,

Michael Ciemienja, Frank Hartmann, Stefan

Mitschke, Roman Wojcicki, Frank Seidschek,

Georgi-Hristov Tutundjiev, Oswald

Herwy, Frank Malisius, Janni Christodouloupoulos.

Das Team der TSG Mörse belegte beim

DFB-Ü 40-Cup den 5. Platz der Gruppe B

und wurde deutlich unter Wert geschlagen.

Die Mannschaft hatte sich für den Cup viel

vorgenommen – konnte jedoch nicht an die

beim Qualifikationsturnier um die Norddeutsche

Meisterschaft gezeigten guten

Leistungen anknüpfen. Unglücklich startete

das Team aus Mörse in das Turnier. Obwohl

das Spiel gegen den SSV Troisdorf überlegen

geführt wurde, reichte es nur zu einem

1:1. Anschließend erteilte der spätere Turniersieger

FC Hans Rostock dem Team aus

dem Vorort von Wolfsburg eine Lehrstunde.

Gleich mit 4:0 musste sich die TSG geschlagen

geben. Auch die beiden Spiele gegen

Hermersberg und Dingden wurden mit

jeweils 0:1 verloren. „Es fehlte in den entscheidenden

Momenten das Glück“, resümierte

Trainer Peter Ament. Die Mannschaft

aus Mörse war im Altersschnitt deutlich

das älteste Team im Ü 40-Cup.

Das Aufgebot der TSG Mörse: Jens

Stelling, Guido Steinkamp, Delef Borhani,

Uwe Otto, Uwe Bees, Sven Heuer, Stefan

Mais, Michael Pannier, Siegfried Reich,

Imad Ibrahim, Uwe Pennewitz, Rubin Perez

Flores, Sven Kroschewski, Dirk Seeger, Jens

Meyer, Peter Dziwis, Wolfgang Mertins,

Mario Luetke.

fm/dfb

30

Oktober 2013


Auswahlarbeit

Valmir Sylejmani (r.) erzielte für die NFV-Auswahl im Spiel gegen Schleswig-Holstein drei Tore.

Fotos: Borchers

Gut gerüstet für Duisburg

U 18-Junioren des NFV gewinnen in Barsinghausen das Nordturnier

Die U 18-Juniorenauswahl des NFV

hat das norddeutsche A2-Junioren-

Länderturnier gewonnen. Die von

Kiriakos Aslanidis trainierte NFV-Auswahl

setzte sich im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

verdient vor Hamburg, Bremen

und Schleswig-Holstein durch.

„Die Jungs haben sich in ihren Vereinen

noch einmal weiterentwickelt. Wenn

sie verletzungsfrei bleiben, dann können

wir in Duisburg erneut eine gute Rolle

spielen.“ Kiriakos Aslanidis blickt nach den

in Barsinghausen gezeigten Leistungen

der nächsten großen Aufgabe zuversichtlich

entgegen. Vom 12. bis 17. Oktober

wird in Duisburg-Wedau das A2-Junioren-

Sichtungsturnier des DFB ausgetragen.

Dabei geht der 96er-Jahrgang des NFV als

Titelverteidiger an den Start.

Zwar haben Leistungsträger wie Pascal

Stenzel (wechselte vom VfL Osnabrück

zu Borussia Dortmund) und Pascal Richter

(wechselte vom VfL Osnabrück zu Bayer

04 Leverkusen) Niedersachsen inzwischen

verlassen. Dafür aber kann Aslanidis in

Duisburg auf die beiden Junioren-Nationalspieler

von Hannover 96, Tim Dierßen

und Niklas Teichgräber, setzen, die beim

U 16-Sichtungsturnier im vergangenen

Jahr nicht spielberechtigt waren.

Die Ergebnisse der NFV-Auswahl

beim Nordturnier:

Niedersachsen – Bremen 1:1 (1:1),

Tore: 1:0 (17.) Niemann, 1:1 (32.)

Die niedersächsische Auswahl zeigte

Anlaufschwierigkeiten und kam nach

mäßiger Partie über ein Remis nicht hinaus.

Niedersachsen – Hamburg 2:1

(0:0), Tore: 0:1 (40.), 1:1 (44.) Dacaj, 2:1

(52.) Anton

In einer sehenswerten Begegnung

zeigte die NFV-Auswahl, was in ihr steckt.

Sie agierte präzise und druckvoll gegen die

individuell starken Hamburger und setzte

sich aufgrund der besseren Mannschaftsleistung

verdient durch.

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

5:0 (3:0), Tore: 1:0 (7.) Capin, 2:0

(16.) Sylejmani, 3:0 (32.) Sylejmani, 4:0

(48.) Capin, 5:0 (65.) Sylejmani

Der souveräne und aggressive Auftritt

der NFV-Auswahl wurde mit einem auch in

dieser Höhe verdienten Kantersieg belohnt.

Die weiteren Ergebnisse:

Schleswig-Holstein – Hamburg 0:2,

Bremen – Schleswig-Holstein 3:2, Bremen

– Hamburg 0:3

Die Tabelle

1. Niedersachsen (8:2 Tore, 7 Punkte),

2. Hamburg (6:2 Tore, 6 Punkte), 3. Bremen

(4:6 Tore, 4 Punkte), 4. Schleswig-

Holstein (2:10 Tore, 0 Punkte)

Das NFV-Aufgebot des Jahrgangs

1996: Waldemar Anton, Onur Capin, Tim

Dierßen, Timo Hübers, Darius Marotzke,

Alexander Rehberg, Valmir Sylejmani, Kevin

Wolf (alle Hannover 96), Mohammad

Baghdadi, Eros Dacaj, Gunnar Niemann

(alle Eintracht Braunschweig), Nils Bremer,

Thore Dengler, Kevin Kuhfeld (alle VfL

Wolfsburg), Sotirios Kaissis (VfB Oldenburg),

Niko Kijewski (VfL Osnabrück).

Trainer: Kiriakos Aslanidis; Co-Trainer:

Michael Schwarze.

bo

Halbzeitanalyse. Aufmerksam verfolgen die

NFV-Spieler, was Trainer Kiriakos Aslanidis zu

sagen hat.

Oktober 2013 31


Namen

Stephan Weil empfängt. Sie haben in der vergangenen Saison mit dem Gewinn des Triples bzw. dem Aufstieg in die Bundesliga für

Furore gesorgt: Die Frauen des VfL Wolfsburg und die Männer von Eintracht Braunschweig. Das honorierte jetzt auch Niedersachsens Ministerpräsident

Stephan Weil, der beide Mannschaften zu einem Empfang ins Gästehaus der Landesregierung in Hannover bat. Der Landesvater lobte eine

„irrsinnige Leistung“ beider Teams und bekannte „Darauf ist ganz Niedersachsen stolz.“ So auch der Niedersächsische Fußballverband, der beim

Empfang des Ministerpräsidenten durch den 1. Vizepräsidenten Reinhard Grindel und Direktor Bastian Hellberg vertreten war. Das Foto zeigt (v.l.)

Reinhard Grindel, Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht, Stephan Weil, VfL-Trainer Ralf Kellermann und Bastian Hellberg.

Foto: Herzog

Martina Müller vom VfL Wolfsburg

ist jüngst als Fußballerin des Jahres 2013 geehrt

worden. Vor Anpfiff des Eröffnungsspiels

der Frauen-Bundesligasaison ihrer „Wölfinnen“

gegen den FC Bayern München erhielt

die 33-Jährige die Auszeichnung von den Gratulanten

Michael Richter, dem Leiter der

kicker-Nordredaktion, Thomas Röttgermann,

dem Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, und

der FBL-Spielleiterin Margit Stoppa. Mit herausragenden

Leistungen in allen drei Wettbewerben

und dem Gewinn des Triples hatte

Müller bis zum Juli erfolgreich um die Gunst

der stimmberechtigten Sportjournalisten geworben

und 117 von insgesamt 418 Stimmen

gesammelt. Damit hatte sie Nationalspielerin

Celia Sasic (70 Stimmen) und ihre Vereinskollegin

Lena Goeßling (44) auf die Plätze zwei

und drei verwiesen. Foto: Getty Images

Dr. Riem Hussein (r.) hat im Rahmen des Eröffnungsspiels der Frauen-Bundesliga zwischen

Triplesieger VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München die Auszeichnung Schiedsrichterin

des Jahres erhalten. In der Halbzeitpause nahm DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg die Verleihung

auf dem Rasen des VfL-Stadions vor. Hussein ist seit 2005 Schiedsrichterin auf DFB-Ebene,

in der Frauen-Bundesliga pfeift die 32-Jährige seit 2006. 2010 leitete die Bad Harzburgerin das

DFB-Pokalfinale der Frauen. Seit 2009 ist Riem Hussein als FIFA-Schiedsrichterin im Einsatz, bei der

U 19-WM der Frauen im vergangenen Jahr in der Türkei leitete sie drei Begegnungen. „Riem Hussein

gehört in der Frauen-Bundesliga seit Jahren zu den besten Schiedsrichterinnen, das hat sie

auch vergangene Saison eindrucksvoll bestätigt“, sagte Herbert Fandel, Vorsitzender der Schiedsrichterkommission,

zum Wahlergebnis: „Darüber hinaus beeindruckt sie mit Konstanz auf hohem

Niveau bei ihren Spielleitungen in den internationalen Frauen-Wettbewerben.“ Foto: Getty Images

32

Oktober 2013


Bonussystem für Vereine

Scheckübergabe am Schaumburger DFB-Stützpunkt Apelern: Das Foto zeigt (v.r.) Birgit Polz-Eckhardt mit den Vereinsvertretern Wilhelm Keese, Dietmar

Meier-Brahm und Jörg Schumacher, die freudig die Schecks präsentieren, Stützpunkttrainer Detlef Kuckuck, Jugendobmann Peter Krebs und die

U 13-Junioren des Stützpunktes.

Foto: Arning

Schecks vom DFB

Schaumburger Vereine an der Ausbildung von Junioren-Nationalspielern beteiligt

Drei Schaumburger Vereine sind in

den Genuss einer Zahlung aus dem

„Bonussystem für Vereine“ des

Deutschen Fußball-Bundes gekommen.

Der DSC Feggendorf, SV Victoria Lauenau

und FC Stadthagen erfüllten die Bedingung:

sie waren an der Ausbildung späterer

Junioren-Nationalspieler beteiligt.

Birgit Polz-Eckhardt, Beauftragte

Schulfußball im Jugendausschuss des

Niedersächsischen Fußballverbandes,

überreichte symbolische Schecks an die

Vereinsvertreter. In Anwesenheit von Peter

Krebs, Vorsitzender des Jugendausschusses

im Fußballkreis Schaumburg, erhielt

Wilhelm Keese (DSC Feggendorf) einen

Scheck über 2.200 Euro. Jörg Schumacher

(SV Victoria Lauenau) nahm einen Scheck

über 1.700 Euro entgegen. Beide Vereine

waren an der fußballerischen Ausbildung

von Tim Dierßen beteiligt.

Dietmar Meier-Brahm (FC Stadthagen)

freute sich über einen Zahlung in Höhe

von 4.700 Euro. Der FC war beteiligt an

der Ausbildung von Jan Gyamerah. Beide

Spieler wechselten zu Bundesligaklubs

und sind im Kader der U 17- (Dierßen) sowie

U 18-(Gyamerah)-Junioren-Nationalmannschaften.

Dierßens Weg führte in die Landeshauptstadt

zum Bundesligisten Hannover

96. Dort steht er in der Stammelf der

Bundesliga-A-Junioren. Gyamerah gehört

unter Trainer Peter Neururer zum Zweitliga-Kader

des VfL Bochum. Eine Verletzung

verhinderte bislang ein Pflichtspiel für Bochum.

Ende September soll Gyamerah zur

Verfügung stehen und für die Bochumer

spielen. Nach seinem ersten Pflichtspiel

wird der FC Stadthagen zudem eine Prämie

vom VfL Bochum erhalten.

Die Bonuszahlungen des DFB sind ein

Teil der Talentförderung. Jährlich beträgt

die ausgeschüttete Gesamtsumme rund

500.000 Euro. Die Junioren müssen mindestens

ein Länderspiel für den DFB bestritten

haben. In 2013 sind insgesamt

53.000 Euro an niedersächsische Vereine

geflossen, 12.300 davon in den Fußballbezirk

Hannover. Mit gleich drei ausgezeichneten

Vereinen stellt der Fußballkreis

Schaumburg im hannoverschen Bezirk den

in diesem Jahr erfolgreichsten Kreis. Die

Tim Dierßen. Fotos: Getty Images Jan Gyamerah.

ausgezahlten Gelder sind zweckgebunden

für die jeweiligen Jugendabteilungen zu

verwenden.

Heinz-Gerd Arning

Oktober 2013 33


Neue Webseite

Die Homepage des NFV-Bezirks Braunschweig wird bereits im neuen Erscheinungsbild präsentiert.

In der großen Fußballfamilie

die gemeinsamen Stärken nutzen

NFV plant eine einheitliche Webseite für alle Bezirke und Kreise

– Positive Signale aus der Arbeitstagung in Barsinghausen

Der Niedersächsische Fußballverband

ist eine große Familie. Darum ist

es wichtig, diese Gemeinsamkeit

ständig zu dokumentieren. Wo geht

das besser als im Internet. Genau deshalb

plant der NFV, für seine 43 Kreise

ein einheitliches Erscheinungsbild anzubieten.

Das heißt im Klartext: Die Startseite

der Homepage sollte von der Grafik

und der Navigation durchgängig

vom Verband bis zum Kreis gleich sein.

Zu diesem Thema fand jetzt in Barsinghausen

eine Arbeitstagung mit den

Internetexperten des Verbandes und der

Bezirke und Kreise statt.


Der Verband und seine Gliederungen wollen

sich einheitlich im Internet präsentieren.

Aber: „Bei den Inhalten sind Sie völlig

frei“, verspricht Steffen Heyerhorst (l.)

den Internetexperten aus Bezirken und Kreisen.

34

Oktober 2013


Neue Webseite

Der allgemeine Tenor dieser zukunftsweisenden

Veranstaltung war,

dass sich der Verband und seine Gliederungen

einheitlich im Internet präsentieren

sollten. Was aber nicht heißen soll,

dass die Bezirke und Kreise dadurch

ihre Selbstständigkeit in der virtuellen

Welt des Internets verlieren. Im Gegenteil:

Über die Inhalte entscheiden selbstverständlich

nach wie vor die Beteiligten

vor Ort. Ein Beispiel: Welche Meldung

aus der NFV-Pressestelle ist auch für die

Bezirke und Kreise interessant? Sie kann

bei Interesse selbstverständlich übernommen

oder auch ignoriert werden.

Die Geschäftsstelle des NFV bietet mit

ihrem Know How eine Zusammenarbeit

an, damit alle Bezirke und Kreise davon

profitieren können. Steffen Heyerhorst

aus der Rechtsabteilung bringt es auf

den Punkt: „Bei den Inhalten sind Sie

völlig frei.“

Das grundsätzliche Interesse haben

alle Teilnehmer der Arbeitstagung signalisiert.

Spannend wird es jetzt, wann

Die Teilnehmer der Arbeitstagung signalisierten

grundsätzliches Interesse, ...

... das Corporate Identity-Konzept des NFV mitzutragen.

das ehrgeizige Ziel des NFV, alle Bezirke

und Kreise mit der einheitlichen Webseite

zu präsentieren, erreicht wird?

IT-Experte Heyerhorst glaubt an eine

Realisierung des ehrgeizigen Projektes

in den nächsten zwei Jahren.

Ganz nach dem Motto: „Der Weg

ist das Ziel“, das so viel heißt wie: Das

Ziel ist erst dann erreicht, wenn alle

NFV-Bezirke und Kreise in voller Überzeugung

das Corporate Identity-Konzept

des NFV mittragen. Denn dahinter

steckt die Charakteristik des Niedersächsischen

Fußballverbandes, in der Öffentlichkeit

als soziales und gemeinschaftliches

System wahrgenommen zu werden.

Anders ausgedrückt: Der Niedersächsische

Fußballverband ist tatsächlich

eine große Familie, die gemeinsam ihre

Stärken zeigen wird.

Reiner Kramer ■

Wollen gemeinsam ihre Stärken zeigen: Die IT-Experten aus Kreisen und Bezirken des NFV.

Oktober 2013 35


Club 100

Die niedersächsischen Mitglieder des Club 100 bei der Ehrung in München. Das Foto zeigt (v.l.) Maik Sucowierz, Christian Vortmann, Andreas Stahlbock,

Harald Engelhardt, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Inken Wittich, Christopher Bruns, Gerald Wiedenroth, Martin Elgert, Dietmar Larusch,

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und den Ehrenamtsbeauftragten des NFV, Hermann Wilkens.

Foto: Getty Images

Foto mit Jupp Heynckes

DFB zeichnet beim Länderspiel in München

neun Niedersachsen als Mitglieder des „Club 100“ aus

Anlässlich des WM-Qualifikationsspiels

Deutschland – Österreich (2:0)

am 6. September in München wurden

die Mitglieder des Club 100, allesamt

ehrenamtliche Mitarbeiter des Fußballs,

durch den DFB ausgezeichnet. Zu den Geehrten

gehörten auch neun Niedersachsen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach

unterstrich bei der Ehrung noch einmal

deutlich, dass diese Mitarbeit essenziell für

den Fußball ist. „Man muss sich die Zahlen

immer wieder vergegenwärtigen: Der DFB

hat 6,8 Millionen Mitglieder, jedes Wochenende

werden 80.000 Spiele ausgetragen.

Ohne ehrenamtliches Engagement

würde der Ball nicht rollen“, sagte er. Jupp

Heynckes, dem in München die große Fair-

Play-Medaille des Deutschen Fußball-Bundes

verliehen wurde, pflichtete dem DFB-

Präsidenten bei: „Alle großen Spieler kommen

aus kleinen Vereinen. Günter Netzer

wechselte erst mit 18 Jahren von solch einem

kleinen Verein zu Borussia Mönchengladbach.

Die Basis ist unheimlich wichtig“.

Hermann Wilkens, Ehrenamtsbeauftragter

des Niedersächsischen Fußballverbandes,

sprach von einer gelungenen Ehrungsveranstaltung,

der auch NFV-Ehrenpräsident

Dr. h.c. Engelbert Nelle und der

1. Vizepräsident des NFV, Reinhard Grindel,

beiwohnten. Dem pflichteten auch die

niedersächsischen Vertreter im Club 100

bei. Besonders gefreut haben dürfte sich

Dietmar Larusch, Trainer der Frauenmannschaft

vom FC 08 Boffzen. Er verriet, dass

er bereits 1972 als damals sechsjähriger

Knirps großer Fan von Borussia Mönchengladbach

gewesen sei und Jupp

Heynckes sein sportliches Idol war. Und

nun ließ sich der Triple-Trainer in München

nicht lumpen und stellte sich für ein Erinnerungsfoto

zu seinem Fan aus Niedersachsen,

der seit 1993 auch Mitglied bei

den Borussen ist.

Die niedersächsischen Mitglieder im

Club 100: Maik Sucowierz (SG Borussia

Ringe), Inken Wittich (TSV Germania

Lamme), Christopher Bruns (TuS Dangastermoor),

Dietmar Larusch (FC 08

Boffzen), Andreas Stahlbock (VfL Breese/Langendorf),

Harald Engelhardt (FC

Lindau von 1921), Martin Elgert (Osnabrücker

SC), Gerald Wiedenroth (SSV

Plockhorst) und Christian Vortmann (SV

Hönisch).

Das Idol und sein großer Fan: Triple-Trainer Jupp Heynckes bei der Ehrung in München mit Dietmar

Larusch.

Foto: Wilkens

36

Oktober 2013


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„sehr empfehlenswert“


NFV-Sportschule

Mentorenschulung. Um im Nachgang von Junior-Coach-Ausbildungen eine systematische Nachbetreuung des neuen Trainernachwuchses

sicherzustellen, hat der NFV jetzt zu zwei Mentorenschulungen eingeladen. Insgesamt 22 Mentoren wurden hierbei durch die beiden Referenten

Marko Kresic und Manuel Weber insbesondere im Umgang mit dem virtuellen Trainernetzwerk „Junior-Coach-Club“ geschult. Der Startschuss für das

Mentoring ist somit offiziell erfolgt.

Foto: Justynowicz

„Methodenkompetenz“

lautete das Schwerpunktthema der

vierten Referentenschulung des NFV,

die jetzt in der NFV-Sportschule stattfand.

Der Weiterbildungsexperte und

Lernberater aus Stuttgart, Dr. Klaus-

Dieter Ziep, zeigte 30 Teilnehmern,

darunter auch 24 Junior-Coach-Referenten,

Methoden auf, mit denen Problemstellungen

bei der Junior-Coach-

Ausbildung angegangen und strukturiert

gelöst werden können. Im Übrigen

nutzten die Referenten die Schulung

zum Erfahrungsaustausch, um

das Junior-Coach-Projekt gemeinsam

zu optimieren. bo/Foto: Justynowicz

Julia Riese (Neu Wulmstorf)

und 34 männliche Fußballerkollegen

haben in der Sportschule Barsinghausen

erfolgreich ihre Trainer-C-Lizenz-Leistungsfußball

erworben.

Zur Prüfungskommission,

die von NFV-Verbandssportlehrer

Wulf-Rüdiger Müller geleitet

wurde, gehörten auch Jana

Menzel, Martin Mohs, Bernhard

Augustin und Jürgen Betzold. Die

erfolgreichen Absolventen: Marc

Aspro (Köln), Georges Didier Bakondon

(BSC Acosta), Hans-Wilhelm

Balssen (FTC Hollen), Attilla

Boyraz (VfL Bückeburg), Thore

Brodersen (SC BG Wilhelmshaven),

Ridha el Kitar (BSV Ölper

2000), Arne Ellenberg (TSV Pattensen),

Dario Fossi (SV Wilhelmshaven),

Jens Gebler (SV

Nienhagen), Sascha Gerritzen,

Michael Kühnast (beide TuS Lingen

1910), Sami Gharbi (Türkischer

SC Vahdet Braunschweig),

Lars Henk (MTV Ramelsloh), Marcel

Hesse (Spvgg Adler Hämelerwald),

Andreas Hülsmann (VfL Emslage), Jens-Uwe Joneleit (MTV Soltau), Nils Klaassen (SC Dünsen), Martin Kunst (Buchholzer FC), Rafael Lang

(Spvgg Sperber Veerssen), Bernhard Lübbers (SC BW 94 Papenburg), Holger Marx (TSV Geversdorf), Christoph Meyhoff (VfL Frotheim), Toni Pagano

Scorcio (TSV Kolenfeld), Aljoscha Podleska (TuS Holle-Grasdorf), Julia Riese (TVV Neu Wulmstorf), Felix Daniel Sager (SC Victoria Hamburg), Hendrik

Sandkuhl (Harpstedter TB), Patrick Schippan (TSV Havelse), Jan Schmidt (SC Vierhöfen), Benjamin Sobotta (FC Stadtoldendorf), Dennis von Ahlen (TSV

Seulingen), Ralf Wilhelmy (VfL Frotheim), Artur Wilms (TuS Kleefeld), Mark Winkelmann (SV Gifhorn), Sajmir Zaimi (SSV Didderse). bo/Foto: Finger

38

Oktober 2013


Sparkassen-Finanzgruppe

Wann ist ein Geldinstitut

gut für Deutschland?

Wenn es nicht nur in Geld -

an lagen investiert. Sondern

auch in junge Talente.


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Deutschlands. Sport fördert ein gutes gesellschaftliches Miteinander

durch Teamgeist, Toleranz und fairen Wettbewerb.

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sich die Sparkassen-Finanzgruppe im Breiten- und Spitzensport

besonders für die Nachwuchsförderung. Das ist gut für den

Sport und gut für Deutschland.

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Norddeutscher Länderpokal

Strahlender Nordmeister. Die U 17-Juniorinnen des NFV wollen in Duisburg-Wedau einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Vorn fehlt noch die Effizienz

U 17-Juniorinnen des NFV gewinnen in Barsinghausen das Nordturnier

Von PETER BORCHERS

Die U 17-Juniorinnen des NFV reisen als

norddeutscher Länderpokalsieger

zum Sichtungsturnier des DFB. Dieses

wird vom 2. bis 6. Oktober in Duisburg-Wedau

ausgetragen. Der Auswahl des NFV-

Trainergespanns Martin Mohs/Jana Menzel

genügte beim Nordturnier im Barsinghäuser

August-Wenzel-Stadion bei zwei Unentschieden

gegen Bremen und Schleswig-

Holstein ein Sieg gegen Hamburg, um die

norddeutsche Konkurrenz hinter sich zu

lassen.

Beim U 15-Vergleich des DFB war der

97er Jahrgang des NFV vor zwei Jahren

nicht über Rang 18 hinausgekommen. Das

Mareike Kregel auf dem Weg zum 1:0 gegen Bremen.

soll in diesem Jahr besser werden. „Ziel ist

ein einstelliger Tabellenplatz“, gibt Martin

Mohs vor. „Wenn wir vorne effektiver sind,

ist das möglich“, ergänzt Jana Menzel.

Noch unklar ist, ob Mohs und Menzel

in Duisburg auf die Nationalspielerinnen

Michaela Brandenburg, Jasmin Sehan und

Leonie Stenzel (alle VfL Wolfsburg) zurückgreifen

können. Am Nordturnier nahm dieses

Trio nicht teil, weil es für ein Länderspiel

gegen die Schweiz nominiert worden war.

Im Oktober stehen für die Deutsche U 17-

Juniorinnen-Nationalmannschaft EM-Qualifikationsspiele

auf dem Programm, und es

ist zu befürchten, dass die Wolfsburgerinnen

für diese Aufgaben geschont werden

müssen und vom DFB für Duisburg gesperrt

werden. Verletzungsbedingt

fehlte in Barsinghausen

auch Stammund

Nationalspielerin

Stefanie

Sanders (SV

Neuenkirchen),

die bis zum

Bundesvergleich

allerdings wieder

fit werden

könnte.

Die Begegnungen

der NFV-

Auswahl beim

Nordturnier:

Niedersachsen

– Hamburg 4:0

(3:0), Tore: 1:0

(1.) Weiss, 2:0

(24.) Gieseke,

3:0 (28.) Gieseke,

4:0 (53.)

Kregel

Auch in der

Höhe verdient

gelang der NFV-

Auswahl zum

Turnierauftakt

ein souveräner

Fotos: Finger

Sieg, der bei besserer Chancenverwertung

höher hätte ausfallen können.

Niedersachsen – Bremen 1:1 (1:0), Tore:

1:0 (10.) Kregel, 1:1 (60.)

Die zunächst überlegene NFV-Auswahl

versäumte es, die durch Mareike Kregel erzielte

Führung auszubauen, denn Franziska

Gieseke und Franka Kohl vergaben weitere

hochkarätige Möglichkeiten. In der Schlussphase

verloren die Spielerinnen von Martin

Mohs und Jana Menzel dann aber zunehmend

die Ordnung, ließen sich zu sehr in

die Defensive drücken und hatten keinen

Zugriff mehr auf ihre Gegenspielerinnen.

Folgerichtig fiel unmittelbar vor dem

Schlusspfiff der nicht unverdiente Ausgleichstreffer

für die Bremerinnen.

Niedersachsen – Schleswig-Holstein 0:0

Die drückend überlegene NFV-Auswahl

diktierte das Geschehen und zeigte

bis zum gegnerischen Strafraum einen gefälligen

Spielaufbau, konnte vielversprechende

Angriffe aber nicht zu Ende spielen.

Die Schleswig-Holsteinerinnen, die sich

kaum einmal aus der eigenen Hälfte befreien

konnten, hatten fünf Minuten vor

dem Abpfiff die wohl beste Torchance des

Spiels und hätten fast den Spielverlauf auf

den Kopf gestellt.

Die weiteren Ergebnisse:

Schleswig-Holstein – Bremen 2:1,

Hamburg – Schleswig-Holstein 3:1, Bremen

– Hamburg 4:0

Die Tabelle

1. Niedersachsen (5:1 Tore, 5 Punkte),

2. Bremen (6:3 Tore, 4 Punkte), 3. Schleswig-Holstein

(3:4 Tore, 4 Punkte), 4. Hamburg

(3:9 Tore, 3 Punkte)

Das NFV-Aufgebot: Janna Härtel,

Mareike Kregel, Franka Kohl, Elisa Senß,

Lisa-Marie Weiss, Maike Berentzen, Franziska

Gieseke (alle SV Meppen), Emma Louise

Chluba, Isabell Fischer, Katharina Runge,

Kira Reuter (alle VfL Wolfsburg), Alina

Botzum, Marie-Sophie Reeder (beide JFV

A/O/Heeslingen), Inga Buchholz (TSV Havelse),

Friederike Lau (Freie Turner Braunschweig),

Joanna Briese (FC Osterholz-

Scharmbeck).

40

Oktober 2013


Gewinnen und fair Fußballspielen

schließen sich nicht aus. Daran erinnert

der VGH-Fairness-Cup, der vom

Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV)

zusammen mit der VGH verliehen wird. Jetzt

erhielten die drei fairsten Mannschaften aus

Ostfriesland ihre Ehrungen und Preise.

„Faires Spielen bedeutet nicht nur, sich

an Spielregeln zu halten“, sagte Lothar Streblau,

Leiter der VGH-Landesdirektion in Ostfriesland.

Gerade bei Niederlagen gehe es

auch darum, Haltung zu bewahren. „Wir

unterstützen den Cup immer wieder gern,

nicht zuletzt, weil wir uns als Versicherung

selbst Fairness auf die Fahne geschrieben

haben“, erklärte Streblau.

Besonders fair zeigten sich in dieser

Saison drei Mannschaften aus dem Kreis

Leer. Im ostfriesischen Fairness-Vergleich

setzte sich der TV Bunde II als Sieger durch.

Im niedersachsenweiten Ranking konnte

die Mannschaft Platz 13 erreichen. Das gute

Ergebnis sei kein Zufall, erklärte Trainer

Andre Willems. „Wir legen großen Wert

auf die Spielregeln und den Respekt vor

unseren Gegnern und Schiedsrichtern.“

Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft

des Sportvereins Grün-Weiß Firrel,

gefolgt vom Holter SV. Alle Teams blieben

in der vergangenen Saison frei von gelbroten

und roten Karten und mussten sich

keinem Urteil eines Sportgerichtes unterziehen.

Als Belohnung für ihr faires Spiel erhielten

die Mannschaften neben Pokalen und

Medaillen Gutscheine im Wert von bis zu

Leeraner Teams auf

den vorderen Plätzen

VGH und NFV loben Preis für Fairness aus

Vermischtes

Stellvertretend für die fairsten Teams aus Ostfriesland (v.l.): Johannes Poppen (1. Vorsitzender

GW Firrel), André Willems (Trainer TV Bunde), Dieter Gelder (Abteilungsleiter Fußball TV Bunde),

Jan Heiko Hilbrands (stellvertr. Fußballobmann Holter SV), Wilfried Lüken (Vorsitzender Holter

SV), Lothar Streblau (Leiter der VGH-Landesdirektion in Ostfriesland) und vorn Siegfried August

(ebenfalls Trainer TV Bunde).

1.200 Euro. Damit sollen auf Wunsch der

VGH vor allem die Jugendmannschaften in

den Vereinen unterstützt und betreut werden.

Weiterhin gab es für jeden Verein 500

Euro Zuschuss für eine Mannschaftsfeier.

Die Fairness einer Mannschaft wird mit

Hilfe eines Quotienten ermittelt. Für unsportliches

Verhalten, rote und gelbe Karten,

Sportgerichtsurteile sowie die Nichtteilnahme

an einem Spiel erhalten die Mannschaften

Strafpunkte in unterschiedlicher Höhe.

Insgesamt gingen in Niedersachsen 1045

Mannschaften von Bundes- bis Kreisliga in

die Wertung ein.

Platz 8 beim Turnier der Werkstätten. Der neue Deutsche Meister der Werkstätten für behinderte Menschen heißt Berliner

Werkstätten für Behinderte. Nach Platz 2 im Vorjahr gelang 2013 endlich der große Wurf. Zum ersten Mal konnte das Team aus der Hauptstadt den

Titel gewinnen. Der niedersächsische Landesmeister, die Mannschaft vom Haus der Lebenshilfe Dannenberg (Archivfoto), belegte beim Turnier in

Kamen-Kaiserau Rang 8. In ihren Gruppenspielen hatten die Dannenberger die Lebenshilfe Ostfalen mit 3:1 bezwungen und sich jeweils unentschieden

vom Behinderten-Werk Main-Kinzig (3:3) und den Integrationswerkstätten Niederlausitz (3:3) getrennt und Rang 1 in der Gruppe belegt. In den

Platzierungsspielen gab es schließlich Niederlagen gegen die ZOAR-Werkstätten aus Rheinland-Pfalz (0:1), die Peene Werkstätten (2:3) und im Spiel

um Platz 7 gegen die Integrationswerkstätten Niederlausitz (0:2).

Archivfoto: Borchers

Oktober 2013 41


Suchtprävention

„Alkoholfrei Sport genießen!“ –

Sport und soziale Verantwortung

Fünf Fragen an Nia Künzer zur Gemeinschaftsaktion des Deutschen Olympischen Sportbundes

(DOSB) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Nia, du unterstützt die Aktion von

DOSB und BZgA „Alkoholfrei Sport genießen“.

Wie läuft die Aktion?

Die Aktion läuft sehr gut! Mittlerweile

beteiligen sich bereits mehr als 3.600 Vereine

daran. Sie haben die Aktionsbox angefordert,

sprechen den Umgang mit Alkohol

im Sportverein aktiv an und organisieren

Aktionen mit ihren Mannschaften.

Bisher sind die Rückmeldungen von

den Vereinen und den Verbänden ausschließlich

positiv. Auch verschiedene

Fachverbände, wie

beispielsweise der Deutsche

Fußball-Bund (DFB), unterstützen

die Aktion.

Wenn es um Fußball

und Alkohol geht,

scheiden sich oft die

Geister. Da heißt es

dann, Fußball, Bier

und Bratwurst

gehören untrennbar

zusammen.

Du

hast lange im

Verein Fußball

gespielt. Ist

das so?

Im Fußballverein

wird

vermutlich

nicht mehr

und nicht

weniger

getrunken

als in anderen

Vereinen

auch.

Alkoholmissbrauch

ist ein gesamtgesellschaftliches

Problem. Aber

ich finde es

wichtig, dass der

DFB die Aktion

aktiv unterstützt

und seine Vereine

auffordert, sich an

der Aktion zu beteiligen.

Heißt das

auch, dass im

Verein z.B.

kein Bier

mehr getrunken

Botschafterin

der BZgA-

Kampagne

„Kinder stark

machen“:

Nia Künzer.

werden

darf

und das

Thema

Werbeverbot

für Alkohol

wieder auf der Tagesordnung

steht?

Unsere Botschaft ist nicht die Alkohol-

Abstinenz im Verein und auch nicht das

Werbeverbot. Wichtig erscheint es uns, auf

die besondere Gefährdung von Kindern

und Jugendlichen hinzuweisen, weil sie in

einem Umfeld aufwachsen, in der der Alkohol

selbstverständlich und allgegenwärtig

ist. Mit dem Projekt „Alkoholfrei Sport genießen“

wollen wir für das Thema sensibilisieren

und Erwachsene zugleich motivieren,

ihre Vorbildfunktion bewusster

wahrzunehmen.

Sind deiner Meinung nach

die Sponsorengelder

von Brauereien

nötig,

um u.a. Kinderund

Jugendarbeit

in

den

Sportvereinen

zu ermöglichen?

Diese Frage

kann ich nicht so einfach

beantworten. Vereine

erhalten neben den Mitgliedsbeiträgen

für ihre Arbeit auch finanzielle

Unterstützung aus öffentlicher

Hand sowie Gelder, die sie

selbst bei Veranstaltungen erwirtschaften.

Erstrebenswert sollte es sein, dass die Arbeit

mit Kindern und Jugendlichen in den

Vereinen unabhängig von den Geldern

für Alkoholwerbung durchgeführt werden

kann. Brauereien sollten davon

überzeugt werden, dass im Interesse

der Eigenverantwortung Sportveranstaltungen

noch stärker als bisher

genutzt werden, um für alkoholfreie

Getränke zu werben – das

wäre ein starkes Signal und würde

auch viel besser zum Sport passen.

Ein verantwortungsvoller

Umgang mit Alkohol im Verein –

wie könnte der aussehen?

Die erwachsenen Vereinsmitglieder

haben eine große Verantwortung

für den Nachwuchs, der ihnen

im Verein anvertraut ist. Kinder

und Jugendliche zwischen 12 und 18

Jahren sind in Bezug auf Alkoholkonsum

besonders gefährdet,

weil sie gerade in dieser

Lebensphase häufig Dinge wie

z.B. Alkohol oder die erste Zigarette ausprobieren.

Deswegen ist es sehr hilfreich,

i Zur Person

Nia Künzer (33), geboren in Botswana,

aufgewachsen in Wetzlar, schoss

2003 im Finale der Frauenfußball-WM

das entscheidende Tor und sicherte ihrer

Mannschaft dadurch den Weltmeistertitel.

Mit ihrem Stammverein 1. FFC

Frankfurt gewann sie sieben deutsche

Meistertitel, sieben Pokalsiege und drei

Mal den UEFA Women’s Cup (heute

UEFA Women’s Champions League). In

Folge ihrer vier Kreuzbandrisse beendete

Künzer 2008 ihre aktive Karriere, aus

der Nationalmannschaft war sie bereits

2006 zurückgetreten. Heute nutzt die

Diplompädagogin ihre Popularität, um

sich für Kinder zu engagieren. Sie arbeitet

im hessischen Innenministerium,

ist u.a. Botschafterin der BZgA-Kampagne

„Kinder stark machen“ und

unterstützt die Aktion „Alkoholfrei

Sport genießen“ von DOSB und BZgA.

wenn die Verantwortlichen im Verein die

Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes

kennen und sich für deren Einhaltung im

Verein einsetzen. Im Einklang damit sollten

sie sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

Hier kann unsere Aktionsbox einen

wichtigen Anstoß geben: Sie enthält beispielsweise

ein leicht verständliches Poster

zum Jugendschutzgesetz und Tipps zum

Umgang mit Alkohol im Sportverein.

Aus zahlreichen Praxisbeispielen wissen

wir, dass Vereine, die das Thema in

ihre Vereinsphilosophie integrieren, langfristig

davon profitieren. Nicht zuletzt deshalb,

weil ihr Ansehen vor allem bei den

Eltern steigt, die ihre Kinder dort anmelden

und in guten Händen wissen. Über

solche Ergebnisse kann ich mich dann

wirklich freuen.

Mitmachen –

so gehts

Einfach die kostenlose Aktionsbox

bestellen und einen Tag, ein Wochenende

oder eine ganze Woche in

Ihrem Verein unter das Motto „Alkoholfrei

Sport genießen“ stellen. Nach

der Veranstaltung den ausgefüllten

Fragebogen an das Service-Team senden

und mit etwas Glück einen Ausrüstungsgutschein

gewinnen.

Mehr Infos unter:

www.alkoholfrei-sport-geniessen.de

42

Oktober 2013


Vor 30 Jahren: NFV holt

Länderpokal gegen Bayern

Gehrmann und Gorges lassen die B-Jugendauswahl von Trainer „Max“ Hartwig jubeln

Die B-Jugend-Länderpokalsieger des NFV von 1983. Das Foto zeigt (stehend von links) Betreuer

Karl-Heinz Drinkuth, Trainer Hans-Werner Hartwig, Andreas Klinkmann, Eckhard Vorholt, Andreas

Wolff, Guido Gehrmann, Jens Heimann, Jens Appelt, Carsten Pielke, Michael Schiprowski

und Jugendobmann Engelbert Nelle sowie (unten von links) Guido Bertram, Detlev Dammeier,

Stefan Gorges, Holger Fiebich, Christof Rekers, Thomas Kellert, Winfried Budde, Olaf Hadeler und

Frank Schlarmann.

Wenn vom 12. bis 17. Oktober

das A2-Junioren-Sichtungsturnier

des DFB ausgetragen wird,

stehen die von Kiriakos Aslanidis trainierten

U 18-Spieler des NFV als Sieger

des letztjährigen DFB-U 16-Turniers vor

einer besonderen Herausforderung. 13

Länderpokalsiege haben Auswahlteams

des NFV seit 1951 gesammelt. Damals

wurde erstmals nach dem 2. Weltkrieg

zunächst der Amateur-Länderpokal als

Nachfolgewettbewerb des Reichsbundpokals

wieder ausgetragen, und im Laufe

der Jahre wurden Ländervergleichsturniere

auch für Junioren, Frauen und

Juniorinnen eingeführt. Einen Turniersieg

bei den A-Junioren aber hat es für den

NFV bisher noch nicht gegeben. Das

wollen die jungen Niedersachsen in diesem

Jahr ändern.

Sie wissen, wie es geht, haben im Vorjahr

ohne Gegentor das U 16-Sichtungsturnier

gewonnen und dabei nur beim torlosen

Unentschieden gegen Südwest

Punkte liegen gelassen. Es war bereits der

vierte Titel, den ein Auswahlteam des NFV

in dieser Altersklasse gewinnen konnte.

Ein Turniersieg gelang vor exakt 30 Jahren.

Rückblende:

Zum zweiten Mal nach 1981 gewinnt

eine B-Jugendauswahl des NFV den Länderpokal.

Wieder ist am 8. Oktober 1983

Barsinghausen Endspielort, erneut heißt

der Gegner Bayern und wie schon 1981

siegt Niedersachsen mit einem Tor Vorsprung.

Die NFV-Tore beim 2:1-Erfolg erzielen

Guido Gehrmann und Stefan Gorges, der

Anschlusstreffer fällt erst in der Schlussminute.

Damit verteidigen die Schützlinge von

NFV-Coach „Max” Hartwig eine beispiellose

Erfolgsserie: Seit 34 Spielen sind die

jungen Niedersachsen, die wenige Wochen

zuvor auch den norddeutschen Länderpokalwettbewerb

in Bremen souverän

mit 6:0 Punkten und 8:0 Toren gewonnen

haben, nun schon ungeschlagen.

Auf ihrem Weg ins DFB-Finale müssen

die „NFVer” der Jahrgänge 1967 und

1968 zunächst in Kaiserau eine schwere

Vorrundengruppe überstehen. Und dies

Historie

gelingt mit Bravour. Vier Spiele, vier Siege

lautet die beeindruckende Bilanz.

Gehrmann, Schlarmann und Fiebich

heißen die NFV-Torschützen beim 3:1-Erfolg

über Niederrhein. 3:0 werden auch

die Berliner bezwungen, wobei Heimann,

Bertram und Budde per Foulelfmeter erfolgreich

sind.

Gegen Westfalen erzielt Fiebich das

Tor des Tages für die Niedersachsen, ehe

mit einem 3:1-Sieg über Mittelrhein der

Finaleinzug perfekt gemacht wird. Hadeler,

Pielke und Budde mit Strafstoß treffen

beim letzten Spiel in Kaiserau.

Das niedersächsische Länderpokalaufgebot

von 1983: Stefan Gorges, Thomas

Kellert (beide Eintracht Braunschweig,

Guido Bertram, Olaf Hadeler (beide SV

Wilhelmshaven), Holger Fiebich, Guido

Gehrmann (beide VfL Wolfsburg), Detlev

Dammeier, Jens Heimann (beide Hannover

96), Christof Rekers (SC Spelle-Venhaus),

Andreas Klinkmann (Rotenburger SV),

Winfried Budde (VfL Osnabrück), Andreas

Wolff (Göttingen 05), Michael Schiprowski

(VfV Hildesheim), Frank Schlarmann (TV

Dinklage), Carsten Pielke (ASC Nienburg),

Eckhard Vorholt (SV Meppen), Jens Appelt

(Lüneburger SK).

Länderpokalsiege des NFV

Herren: 1957, 1976,1987

B-Junioren: 1981, 1983, 1997, 2012

Schüler: 1986, 2006

U 19-Frauen: 1996, 1997

U 18-Frauen: 2001

Mädchen: 1994

Detlev Dammeier (r.), 1983 mit der NFV-Auswahl Länderpokalsieger, schaffte den Sprung in den

Profifußball. Er spielte für Hannover 96, den HSV, VfL Wolfsburg und Arminia Bielefeld. Das Foto

zeigt einen Zweikampf mit Alexander Zickler in der Begegnung Arminia Bielefeld – Bayern München,

die am 1. Februar 2003 torlos endete.

Foto: Getty Images

Oktober 2013 43


Bezirk Hannover

Faszination bei den jüngsten Kickern

Im Rudel auf Torejagd beim Tag der U 7- und U 8-Junioren in Nienburg

Rudelbildung in der Begegnung zwischen SV Aue Liebenau und SC Haßbergen.

Fotos: Lucenz

Das Wetter meinte es mit den Dass der Ball nicht immer im bei sein ist alles“. Ihre einfühlsamen

Betreuer werden sie in den

220 Nachwuchskickern beim Mittelpunkt stehen musste, demonstrierte

Tag der U 7- und U 8-Junioren

sehr gut. Im Nienburger Stadion

an der Mindener Landstraße betrieben

die Jüngsten Werbung für

eine der jüngsten

Teilnehmerinnen: die vierjährige

Marja Krause vom SV Kreuzkrug-

Huddestorf. Sie war mit ihren Gedanken

nächsten Wochen fördern und

begeistern.

Die Nachwuchstorhüter ließen

sich von einem Phänomen im

den Fußball im NFV-Kreis Nienburg.

überall, nur nicht auf Jugendfußball nicht verunsi-

Mit viel Spaß und Freude

gingen die bis zu sieben Jahre

dem Fußballfeld. Erst seit einer

Woche spielte sie Fußball. „Ich

chern. Die sogenannte „Rudelbildung“

beeindruckte sie nicht.

jungen Talente ihrem Hobby bin ganz müde“, verkündete die Aus dem Nichts heraus bildete

nach.

Kleine. Noch hieß es für sie „da-

sich im Mittelfeld eine Spielertraube,

die dann auf den Schlussmann

zustürmte.

Während bei den Kids das

Vergnügen am Spiel im Vordergrund

stand, legten die Eltern

und Betreuer ihren Fokus auf

eine andere Sache. Im Rahmen

der Fair-Play-Liga wurde ohne

Schiedsrichter gespielt. Der Tenor

war eindeutig: Dass die Eltern bis

zur Tartanbahn weichen mussten,

wurde einstimmig begrüßt; ebenso

der Fairnessgedanke. Die fehlenden

Referees sorgten aber

weiterhin für Unverständnis. Auffällig

war hierbei, wie oft der Anstoß

nicht klappte. Oft mussten

die Trainer unterstützend eingreifen.

Dabei verkündete NFV-Staffelleiter

Rob Baker gleich zur Begrüßung:

„Die eingesetzten

Spielbeobachter haben nur eine

Aufgabe. Sie sollen das Endergebnis

notieren.“ Diese Thematik

wird auch weiterhin im Jugendbereich

des NFV-Kreises Nienburg

für Diskussionen sorgen.

Der FC Nienburg richtete

nach dem Sparkassen-Cup die

nächsten Turniere hervorragend

aus. Das NFV-Organisationsteam

um Rob Baker mit Petra Fricke

und Jörg Lemme sorgte ebenfalls

für einen reibungslosen Ablauf.

Dass die Spielpläne wegen Abmeldungen

kurzfristig umgestellt

werden mussten, ist bereits Routine.

Die Spieler erhielten nach

dem erfolgreichen Turnier eine

Erinnerungsmedaille und jede

Mannschaft eine Urkunde mit

Teamfoto.

Jens Lucenz

Die vierjährige Marja Krause war mit ihren Gedanken überall, nur nicht beim Spiel (SV Kreuzkrug-Huddestorf).

44

Oktober 2013


Bezirk Hannover

Die geehrten Schiedsrichter des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont.

Rieke bleibt im Amt

Schiri-Hauptversammlung in Hameln-Pyrmont

In der Kleingartenkolonie am See

führten die Unparteiischen des

NFV-Kreises Hameln-Pyrmont ihre

Jahreshauptversammlung durch.

Schiedsrichterobmann Michael

Rieke freute sich über ein volles

Haus und darüber, den Kreisvorsitzenden

Andreas Wittrock, seinen

Stellvertreter Norbert Handelsmann,

den Vorsitzenden des

Juniorenausschusses Werner

Jorns und Bezirkslehrwart Tino

Wenkel begrüßen zu können.

Bei den Wahlen wurde Rieke

in seinem Amt bestätigt. Als Lehrwartin

wurde Susanne Dombeck-

Schröder gewählt. Zum Lehrausschuss

gehören auch Fabian König

und Taner Yalcin. Ansetzer

wurden Jürgen Schulze für die Junioren

und Dieter Schröder für

die Senioren.

Auch die Ehrungen durften

nicht fehlen. Alles übertroffen

wurde dabei von Günter Engelking.

Wittrock ehrte Engelking

für seinen 60-jährigen Schiedsrichtereinsatz

mit einem Präsent

und der Kreisurkunde. Für 40 Jahre

erhielten Heinz Bergmann, Rolf

Pennartz und Helmut Schürmann

die Goldene Verdienstnadel des

NFV. Andreas Kriks und Harald

Philipp bekamen für 30 Jahre die

Goldene Nadel des Kreises, für

ein Vierteljahrhundert an der Pfeife

gab es für Torsten Schreiber

und Roland Mizera die Silberne

Verdienstnadel des NFV. Zudem

standen Manfred Picke und Bernhard

Pohl (20 Jahre), Helmut

Kirstein (15 Jahre) sowie Fabian

König und Ömer Akin (10 Jahre)

auf der Ehrungsliste.

Jungschiedsrichter des Jahres

wurde Tobias Beinhold, bei

den Senioren lag Ingo Schürmann

vorne.

Handelsmann

Fotos: Nobert Handelsmann

60 Jahre als Schiedsrichter im Einsatz: Andreas Wittrock (l.) ehrte Günter

Engelking.

Heinrich Sasse (l.) hat am 6. September in seiner Anwaltskanzlei

Besuch vom Vorsitzenden des NFV-Kreises Schaumburg, Marco Vankann,

erhalten. Anlass war der 60. Geburtstag, den der Rintelner an

diesem Tage feierte. Mit einem Weinpräsentkorb bedankte sich Vankann

bei Sasse für seine bisher im Fußball geleisteten ehrenamtlichen

Tätigkeiten. „Heinrich ist aus dem Schaumburger Fußball gar nicht

mehr wegzudenken“, so Marco Vankann. Neben seinem Beruf als

Rechtsanwalt und Notar und seinen politischen Ämtern im Stadtrat der

Stadt Rinteln sowie im Kreistag in Schaumburg widmet Sasse seine

freie Zeit dem Fußball. Er besitzt die DFB-Trainerlizenz C Breitenfußball

mit dem Profil „Kinder und Jugendliche“ seit 2008, mit dem Profil „Senioren“

seit 2012. Die Schiedsrichterprüfung hat er 2004 abgelegt und

wird laufend für Spieleinsätze fest eingeplant. Darüber hinaus war

Heinrich Sasse in der Zeit von 2003 bis 2008 als Beisitzer im Sportgericht

des Kreises Schaumburg tätig. Durch seine beruflichen Qualifikationen

sowie aufgrund seines Interesses und seiner Nähe zum Fußball

empfahl er sich recht schnell für höhere Aufgaben und wurde 2008

stellvertretender Vorsitzender des Verbandssportgerichts. Diese Position

hat er bis heute inne. Der Kreis Schaumburg bedankt sich für das

bisherige Wirken von Heinrich Sasse und freut sich auf die weitere

konstruktive Zusammenarbeit mit ihm.

Marco Vankann

Oktober 2013 45


Bezirk Hannover

Mit drei Mannschaften angereist – mit vier Teams gespielt: Die Mädchen der JSG Elze/Mehle. In der vorderen Reihe (v.l.) Luisa Brand, Salwa Dindar, Zoe-

Hope Reineke, Eileen Siegmund, Chirine Farid, Mari-Liis Schöpp, Ida-Maria Warnecke, Patricia Schapansky, Chiara Malkus, Talia Reineke, Katharina

Lüdtke. Hintere Reihe: Marie Brockmann, Maj-Britt Ilsemann, Lena Flörke, Hjördis Witt, Tana Meyer, Sarah Hammoud, Amanda Dogui, Fabiana Hoti,

Vanessa Hoti, Laura Skowronski, Darlin Strohschein und Anabell Ziß.

Foto: Bettina Reese

„Es geht nicht um sportliche Erfolge“

Teilnehmerinnen sollen beim Tag des Mädchenfußballs einfach nur Spaß haben

Einfach nur Spaß haben – unter

diesem Motto stand der

Tag des Mädchenfußballs im

NFV-Kreis Hildesheim. Die Vereine

hatten auf dem Platz des SV

Teutonia Sorsum die Möglichkeit,

um für ihre Mädchen-

Teams zu werben, neue Spielerinnen

zu integrieren oder sie zu

finden.

„Es läuft so schön unkompliziert.

Besser kann man den

Mädchenfußball nicht präsentieren“,

sagte Trainer Heinrich Bettels

von der JSG Kaspel 09. Er

geriet richtig ins Schwärmen:

Seine U 17-Mädchen durften

sich hier ausprobieren und ihre

Begeisterung für den Fußball

zeigen. Am Tag des Mädchenfußballs

war für Bettels nur eins

wichtig: Bloß nichts zu verbissen

sehen!

Genau das ist auch das

Konzept dieses Turniers. „Es

geht nicht um große sportliche

Erfolge. Alle Spielerinnen sollen

an diesem Tag zum Einsatz kommen“,

sagte Staffelleiterin Sabine

Kühl. Spielfreude war auf jeden

Fall bei den sieben U 13-,

sieben U 15- und drei U 17-

Mannschaften zu spüren. Besonders

fair war das Verhalten der

U 17-Spielerinnen der JSG Elze/Mehle:

Nachdem ein Team

kurzfristig ausgefallen war, teilten

sie ihre Mannschaft und retteten

somit das Turnier in ihrer

Altersklasse. Dafür mussten sie

ihre gute Kondition unter Beweis

stellen – denn beide Teams

hatten keine Auswechselspielerinnen.

Gespielt wurde auf drei verkleinerten

Feldern auf Jugendtore.

In allen Mannschaften durften

fünf Feldspielerinnen und

ein Torwart auf den Platz. Es

gab nur eine Ausnahme: Zwischendurch

und außerhalb des

Turnierbetriebs traten die U 11-

Mädchen des PSV GW Hildesheim

gegen die U 12-Mannschaft

des JFC Kaspel 09 an. Sie

durften mit sechs Feldspielern

und einem Torwart antreten und

spielten sich in die Herzen der

Zuschauer.

Da es nicht ums Siegen

ging, gab es am Ende des Tages

keine Platzierungen. Zwei Bälle

waren die Auszeichnung für den

schnellsten Schuss und die meisten

Treffer an der Torwand. Beide

Bälle räumte die U 13-Spielerin

Gizem Usta vom SV Türk

Gücü ab: Sie hatte mit 72 km/h

den strammsten Schuss und erzielte

die meisten Treffer an der

Torwand.

Bedauerlich an diesem Tag

war nur eins: Nicht alle

Mädchen-Teams des Kreises

konnten ihn nutzen. Ihre Trainer

haben sich nicht gerührt und ihre

Teams zum Tag des Mädchenfußballs

einfach nicht angemeldet.

Dabei hätten sie wie rund

180 Spielerinnen einen tollen

Fußballtag erleben können.

Bettina Reese

Alle Anwärter bestehen

Der NFV-Kreis Hildesheim

kann sich über 22 neue

Schiedsrichter freuen. Alle Anwärter

haben die Prüfung mit

Bravour bestanden. Die maximale

Anzahl an Fehlern lag bei

fünf – selbst mit sieben hätte

es zur bestandenen Prüfung

gereicht. „Eine ordentliche Leistung“,

fanden Marcin Kuczera,

Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses,

und Bezirksschiedsrichterobmann

Thomas

Rüdiger.

Besonders stolz waren sie

auf jene Prüflinge, die mit null

Fehlern abgeschnitten haben.

Dazu gehören Uwe Kudobe,

Björn Rose, Maximilian Doetsch,

Theresa Etzold, Julian Wolff,

Wolfgang Müllmer und Stephan

Sandau.

Die neuen Schiedsrichter:

Wolfgang Müllmer, Martin Lehne,

Florian Glenewinkel (alle SV

Rot-Weiß Wohldenberg), Björn

Rose, Uwe Kudobe, Meik Sonnemeier

(alle SSV Limmer), Stephan

Sandau, Nils Schmidt

(beide PSV Grün-Weiß Hildesheim),

Julian Wolff, Theresa Etzold

(beide Niedersachsen

Döhren), Pascal Müller, Dennis

Martin (beide SV Hildesia Diekholzen),

Maximilian Doetsch

(VfL Adensen-Hallerburg), Daniel

Gnebner (VSV Rössing), Maxim

Inozemtsev (TSV Warzen),

Jens Serreli (TSV Eitzum), Felix

Metze (TSV Coppengrave), Pedram

Shiri (Postsportverein

Hannover), Mathis Wolpers (SV

Eintracht Ottbergen), Jasmin

Bormann (SV Blau-Weiß Neuhof),

Lea-Sophie Bey (SV

Bockenem 2007) und Timo

Kösler (SV Alfeld).

Dominic Reimann

46

Oktober 2013


Bezirk Hannover

Andreas Wittrock im Amt bestätigt

Fußballtag im NFV-Kreis Hameln-Pyrmont

Keine Veränderung an der Spitze

des NFV-Kreises Hameln-

Pyrmont: Beim Kreisfußballtag in

Lauenstein wurde Andreas Wittrock

als Vorsitzender in seinem

Amt bestätigt. Seine Stellvertreter

sind künftig Norbert Handelsmann

und Bernhard Kruppki.

Neuer Schatzmeister wurde Marcel

Handelsmann, der Spielausschuss

wird weiter von Hans-Jürgen

Hartmann geleitet. Bei den

Junioren hat auch weiterhin Werner

Jorns das Sagen, den Schiedsrichterausschuss

leitet Michael

Rieke, Reinhard Feyer das Sportgericht.

Vorsitzender des Lehrausschusses

bleibt Siegfried Motzner.

Bestätigt wurden die beim

Kreisjugendtag zur Wahl vorgeschlagenen

Mitglieder des Jugendausschusses,

Friedel Husmann,

Thomas Bertram, Harry

Hellmuth, Henner E. Kerl und

Dietmar Wente. Rüdiger Grupe

bleibt der Referent für den Schulfußball.

Da Olaf Brostedt als Kassenprüfer

ausgeschieden ist, wurde

Wolfram Wittkopp zu seinem

Nachfolger gewählt.

Beim Kreisfußballtag erhielt

Karsten Bednarek die Silberne Ehrennadel

des Kreises. Die Verdienstnadel

des NFV wird zu einem

späteren Zeitpunkt an Karsten

Hoppe verliehen. Bereits beim

voran gegangenen Kreisjugendtag

waren Werner Jorns und Rüdiger

Grupe mit der Silbernen Ehrennadel

des NFV ausgezeichnet

worden.

Verabschiedet aus ihren Ämtern

wurden Thomas Kratsch,

Günter Dohme, Britta Brede, Thomas

Legler und Durmus Dogan.

Die Ausschüsse wurden

wie folgt besetzt: Spielausschuss:

Friedrich-Wilhelm Meyer,

Hendrik Wusstrack und Karl-

Heinz Winkelkämper. Schiedsrichterausschuss:

Dieter Schröder,

Jürgen Schulze, Susanne

Domback-Schröder, Fabian König

und Taner Yalcin. Sportgericht:

Wilhelm Grupe, Günter

Neumann, Fritz Marter, Bernd

Kollmann, Manfred Kühne,

Bernd Mengerßen, Jörg Willmer

und Thomas Köster.

Norbert Handelsmann

Junge Schiris fit

für neue Aufgaben

Coachingkader trifft sich in Bredenbeck

Der Wochenendlehrgang des

Schiedsrichter-Coachingkaders

im NFV-Kreis Hannover-Land

ist wieder ein Erfolg gewesen.

Am ersten Abend stand im Landschulheim

der Lutherschule in

Bredenbeck eine kurze Einführungs-

und Vorstellungsrunde

an. Am nächsten Morgen folgte

nach einem Waldlauf der Regeltest.

In Gruppenarbeit wurden

dann die Abläufe von der Spielansetzung

bis zur Abreise vom Spielort

erarbeitet und strukturiert

wiedergegeben.

Die folgenden Referate

mündeten in praxisnahen Übungen,

bei denen jeweils ein Teilnehmer

als Schiedsrichter fungierte

und Spielsituationen den

Regeln entsprechend aufzulösen

hatte. Bei diesen simulierten

Rollenspielen zu verschiedenen

Spielsituationen wurde die Handlungsweise

der Teilnehmer per Video

festgehalten, analysiert und

mit Verbesserungsvorschlägen

versehen.

Auch die Vorbereitung auf

die körperlichen Anforderungen

an Schiedsrichter kam durch viele

Praxistipps nicht zu kurz. „Es war

ein super Wochenende und trotz

der Anstrengung hat mir der

Lehrgang gut gefallen“, resümierte

Philipp Moritz vom VSV

Hohenbostel. Wie seine Kollegen

hofft er nun, die gewonnenen Erkenntnisse

in den kommenden

Mit der Silbernen Ehrennadel des

NFV geehrt: Das Foto zeigt (v.l.)

Rüdiger Grupe und Werner Jorns

mit dem Kreisvorsitzenden Andreas

Wittrock und dessen Stellvertreter

Norbert Handelsmann.

Spielleitungen umsetzen und sich

als Schiedsrichter weiter entwickeln

zu können.

Neben Moritz gehören dem

Coachingkader aktuell Lars-Hendrik

Köpsel, Nils Lange (beide SC

Hemmingen), Hauke-Hinrich Linnemeyer,

Wiebke Fischer (beide

SV Hertha Otze), Berkhan Altunöz

(SV 06 Lehrte), Justus Bertram

(SV Eintracht Suttorf), Marian

Busse (SV Germania Helstorf),

Lutz Giesecke (Mellendorfer

TV), Alexander Jahn (TSV Haimar-

Dolgen), Lorenz Müller (VSV

Benthe), Ihsan Mun (1. FC

Wunstorf), Janick Pohle (TSV

Wennigsen), Benedikt Renz (SV

Ramlingen-Ehlershausen), Alexander

Roj (TSV Barsinghausen),

Timon-Oliver Schulz (TSV Germania

Arpke), Yannik Stützer (TSV

Burgdorf) und Yannik Winterberg

(Heesseler SV) an. Heinz Jäkel

Der Coachingkader des NFV-Kreises Hannover-Land traf sich zu einem Wochenendlehrgang in Bredenbeck.

Foto: Anika Hotzel

Oktober 2013 47


Bezirk Hannover

von 43 gestarteten Teil-

haben in Pat-

27nehmern

tensen einen Schiedsrichteranwärterlehrgang

des NFV-Kreises

Hannover-Land erfolgreich

abgeschlossen. Der Heesseler

SV profitiert mit Dorothee Trapke,

Karolin Kullina, Lukas Novotny

und Julian Kramkowski

gleich von vier neuen Unparteiischen.

27 neue Schiedsrichter

Ebenfalls erfolgreich waren:

Eva Reimann, Leon Holly

und Nursin Bayrac (alle FC

Mecklenhorst), Michael und

Domenik Schafft (beide TuS

Seelze), Thobias Kraft, Kai

Hecker (beide MTV Rethmar),

Melanie Rösner, Marco Börsting

(beide TSV Stelingen), Uwe

Henschkel, Niklas Kunze (beide

TSV Pattensen), Karsten und

Berlinfahrt. Wie schon seit

vielen Jahren zur Tradition geworden,

führte der Vorstand des NFV-

Bezirks Hannover auch in diesem

Jahr wieder eine Arbeitstagung

außerhalb des Bezirksgebietes

durch. Nach Hamburg im Vorjahr

war dieses Mal Berlin das Ziel. Neben

der Arbeitstagung verblieb für

die Vorstandsmitglieder und Ehepartner

noch Zeit für ein Kulturprogramm.

So wurde neben einer

umfangreichen Stadtrundfahrt

auch das Theaterstück „Krimidinner“

auf einem Ausflugsschiff auf

der Spree besucht, bei dem die

Gäste mit in das Theaterstück eingebunden

waren. Die Aufnahme

zeigt den Bezirksvorstand mit Ehepartnern

vor dem Brandenburger

Tor.

Auwi Winsmann

Jonas Maack (beide FSC Bolzum),

Michael Waszkiewicz (SV

Fuhrberg), Armin Brandes (SF

Aligse), Bastian Tschirch (Spvg

Hüpede-Oerrie), Eikegert Harter

(SV Weetzen), Hendrik Gerlach

(SV Degersen), Thomas Kurbjeweit

(SV Koldingen), Niklas von

Domarus (TSV Ingeln-Oesselse),

Luca Koechert (TSV Wennigsen),

Tim-Ihbe Visser (SC Hemmingen)

und Maxime Petersen

(SV Völksen).

Die Prüfung wurde von der

Vorsitzenden des Bezirks-Mädchenreferats,

Corinna Hedt, abgenommen,

die insbesondere

den hohen Frauen- und Mädchenanteil

hervorhob und den

Neu-Referees viel Glück und Erfolg

bei ihren künftigen Einsätzen

wünschte. Heinz Jäkel

Spielend Mittendrin. Mit einem bunten Programm feierte die Gebrüder-Körting-Schule, die gemeinsam mit dem Badenstedter SC einer von

zwölf Standorten des Integrationsprojektes des NFV für Mädchen, „Spielend Mittendrin“, ist, ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde in

Zusammenarbeit mit dem NFV auch ein Mädchenfußballturnier auf dem Soccer-Court des Badenstedter Sportclubs ausgetragen, an dem zudem die

„Spielend Mittendrin“-AG’s der Standorte Uetze (GS Uetze/SC Uetze) und Peine (Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule/VfB Peine) teilnahmen. Neben dem

Gastgeber stellte der Standort Uetze zwei Mannschaften, Peine war mit einer Mannschaft vertreten. Das Turnier wurde geplant und durchgeführt unter

der Leitung der BBS 6 in Hannover, federführend waren Lehrer Carsten Schierholz und Trainer Jens Kamm. Sieben Schüler der BBS 6 wurden im

Wechsel als Schiedsrichter und Turnierleitung eingesetzt. Gespielt wurde nach dem Modus „Jede gegen Jede/4 plus 1“ und die Mädchen und die jugendlichen

Helfer waren mit sehr viel Spaß, Engagement und Freude dabei. Als Erinnerung gab es für alle Teilnehmerinnen eine Medaille und einen

Ball für jede Mannschaft.

48

Oktober 2013


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Bezirk Braunschweig

Der Bezirksbeirat des Bezirkes Braunschweig unternahm eine dreitägige Informationstour durch die Holsteinische Schweiz.

Höhepunkte stellten dabei die Vorführung Winnetou I bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg, die Besichtigung des Gut Panker, der geführte

Stadtrundgang durch Kiel, eine Fünf-Seen-Fahrt mit der MS Dieksee und die Besichtigung des Uwe-Seeler-Sportpark in Bad Malente dar. Der Umbau

der Sportschule des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes in den Uwe-Seeler-Sportpark und die Geschichte um den historischen Geist von

Malente faszinierten die Teilnehmer ungemein. Viel Lob von den Teilnehmern erhielt der Bezirksvorsitzende Egon Trepke für die gelungene Organisation

der Fahrt. Unser Bild zeigt die Delegation beim Stadtrundgang in Kiel.

gs/Foto: Günter Schacht

Der SV Lengede hat zum dritten

Mal den Härke-Pokal bei einem der lukrativsten

Wettbewerbe im NFV-Kreis Peine

gewonnen. Nach einem ungefährdeten

4:0-Sieg gegen Pfeil Broistedt freuten sich

die Kicker über den Pokal und einen

Scheck über 1.000 Euro. Zuvor waren 16

Mannschaften von der Kreisklasse bis zur

Bezirksliga angetreten, um den Platz als

Sieger zu verlassen. Freuen konnten sich

die Teams, die eine Besichtung der Brauerei

gewonnen hatten. Die gute Nachricht,

die Brauerei-Vertriebsleiter Matthias Härke

zum Abschluss verkündete: Auch im

nächsten Jahr wird der begehrte Härke-

Pokal wieder ausgespielt. Peter Baumeister

Der Helmstedter SV feiert in diesem Jahr das 100-jährige Vereinsjubiläum. Die Gründungsmitglieder verschrieben sich dem Fußball und

auch heute noch spielt der Volkssport Nummer eins eine herausragende Rolle im heutigen Vielspartenverein mit mehr als 2.000 Mitgliedern. Dies war

der Grund für den Auftritt des LOTTO/TOTO-Promiteams auf Einladung von Jürgen Nitsche, Vorsitzender der NFV-Medienkommission und selbst Mitglied

beim Helmstedter SV. Gegner war eine Helmstedter Ü 40-Stadtauswahl, die von Piet Noeske zusammen gestellt wurde. In der Helmstedter Mannschaft,

die sich als spielstarker Kontrahent erwies, standen diverse Akteure des TSV Helmstedt (amtierender Niedersachsenmeister) und des Helmstedter

SV. Letzlich dominierten aber die Ex-Profis doch deutlich mit 6:2 (3:0). Die Tore für die Promis fielen durch Wolfgang Grobe (2), Rainer Schumann

(2) und Marco Dehne sowie durch ein Eigentor von Engin Cicek. Die umjubelten Treffer für die Gastgeber schossen Michael Herberg und Frank Rudert.

Alle Beteiligten freuten sich über einen gelungenen Fußballabend und eine Summe in Höhe von 800 Euro aus Eintrittsgeldern und Spenden, die in die

Jugendförderung des Jubilars und des Kreissportbundes fließen. Foto: regios 24

50

Oktober 2013


Zahlreiche Schiedsrichtertalente

aus den Kreisen des NFV-Bezirks

Braunschweig konnte Bezirksschiedsrichterobmann

(BSO)

Stefan Voth bei sonnigem Wetter

und besten Temperaturen anlässlich

eines Jungschiedsrichterlehrgangs

auf der Bezirkssportanlage

in Rüningen begrüßen.

Gleichzeitig dankte er in seiner

Begrüßungsrede Roland Gutekunst

als Verantwortlichem und

Lehrgangsleiter dieser Veranstaltung.

Nach der Begrüßung und

dem „Warmmachen“ stand für

die Jungschiedsrichter zunächst

der sogenannte „Cooper-Test“

an, bei dem von den Aktiven

innerhalb von 12 Minuten

eine Strecke von mindestens

Talente begeistern

BSO Stefan Voth

Jungschiedsrichterlehrgang in Rüningen

2.700 Metern bewältigt werden

musste.

Bei der Zeitnahme und dem

Rundenzählen konnten sich Gutekunst

und Voth auf die Unterstützung

und Mithilfe der Offiziellen

Klaus-Peter Otto und Nebojsa

Jovanovic bestens verlassen.

Anschließend standen die

Kurzstrecken auf dem Programm.

Neben dem 50-Meter-Sprint in

höchstens 8,0 Sekunden war der

200-Meter-Lauf in höchstens

32,0 Sekunden zu bewältigen.

Im Anschluss an den praktischen

Teil fand der theoretische

Teil mit 20 Regelfragen

statt. Während der Regeltest

ausgewertet wurde, nutzte Voth

die Gelegenheit, um den Teilnehmern

wichtige Mitteilungen

bekannt zu geben. Durch ein

kurzweiliges Referat von Klaus-

Bezirk Braunschweig

Peter Otto wurde die Wartezeit

bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse

anschließend sinnvoll

überbrückt.

Mit Spannung erwarteten alle

Beteiligten die Veröffentlichung

der Ergebnisse. Dabei zeigte

sich Stefan Voth schließlich

überglücklich, dass es alle Talente

geschafft hatten, ihre Fehler weit

unter der zulässigen Quote zu

halten. „Ich kann mich nicht daran

erinnern, einen derart erfolgreichen

Lehrgang betreut zu haben“,

fügte der sehr zufriedene

BSO an. „Das große Interesse der

Jungschiedsrichter und die Lehrarbeit

in den einzelnen Fußballkreisen

scheinen hier ihre Spuren

zu hinterlassen“, so Voth weiter.

Hans-Heinrich Brandes

Die Teilnehmer des Jungschiedsrichterlehrgangs und ihre Ausbilder.

Foto: Hans-Heinrich Brandes

Kreisehrungstag.

Einmal

im Jahr stehen beim NFV-

Kreis Braunschweig die Ehrenamtlichen

im Mittelpunkt. „Es

sind die Ehrenamtlichen, die den

Sport am Leben halten“, sagte

Dieter Große, Vizepräsident des

Stadtsportbundes, bei der Begrüßung

der Anwesenden anlässlich

des Kreisehrungstages

des NFV-Kreises Braunschweig.

Und er nahm die Worte des ehemaligen

Bundeskanzlers Konrad

Adenauer als Ausdruck für die

Bedeutung dieser Veranstaltung:

„Ehrungen sind Momente, an denen

die Gerechtigkeit ihren besonderen

Tag hat.“ Im Anschluss

an die herzliche Begrüßung nahmen

Volker Baumgärtel, Vorsitzender

des NFV-Kreises Braunschweig,

und sein Stellvertreter

Thomas Klöppelt die Ehrungen

vor. Wilhelm Werner und Dieter

Gein wurden mit der Verdienstnadel

in Gold ausgezeichnet.

Detlef Gerth, Silvio Heym, Ulrich

Lüddecke und Horst-Dieter Steinert

erhielten für ihre langjährigen Verdienste um den Amateursport die Nadel des Kreises in Silber. Die DFB-Ehrenamtsbeauftragte Maria Klewe hatte

noch eine besondere Überraschung parat. Im Rahmen der DFB-Aktion Ehrenamt wurden Jennifer Loba, Melanie Zipps, Joachim Lühr und Peter Bonneberg

mit der Urkunde des DFB-Ehrenamtes ausgezeichnet.

Frank Vollmer

Oktober 2013 51


Bezirk Braunschweig

NFV-Kreis Helmstedt übergibt

14 C-Lizenzen Breitenfußball

Nach der Prüfungsabnahme

durch Ralph Nurenberg, Heinz

Rosenbaum (beide Lehrausschuss

des NFV-Kreises Helmstedt) und

Henry Menzel (Vorsitzender des

Lehrausschusses) erhielten 14

Prüflinge die begehrte C-Lizenz

als erste Trainerlizenzstufe des

DFB. Der Vorsitzende des Fußballkreises

Helmstedt, Werner Denneberg,

und Lehrwart Henry

Menzel gratulierten und übergaben

die Urkunden.

Werner Denneberg wünschte

allen Absolventen für ihr Engagement

im Fußballsport Erfolg.

Henry Menzel warb für

Fairness gegenüber Gegnern

und vor allem gegenüber

Schiedsrichtern: „Wer sich am

Spielfeldrand nicht benimmt,

gibt ein schlechtes Vorbild.“ Er

lobte das hohe Engagement und

die fußballerische Klasse, die die

Teilnehmer mitbrachten. „Mir

hat der Lehrgang deswegen sehr

viel Spaß gemacht.“

Die einzige Frau unter den

Teilnehmern, Iris Geisler vom TSV

Grasleben, spielt seit ihrer Kindheit

Fußball. Beim TSV Barmke

war sie über 20 Jahre lang aktiv,

bevor sie für einige Jahre Schiedsrichterin

wurde. „Jetzt habe ich

mich für den Trainerschein entschieden,

da ich sehr gern im Jugendbereich

tätig bin und dort

mit Kindern arbeiten kann.“

Karsten Bock

Das sind die neuen C-Lizenz-Inhaber im NFV-Kreis Helmstedt: Mark Ranwig (TSV Bahrdorf), Marc Berner (STV Holzland),

Ralph Nurenberg (Lehrausschuss), Andreas Kohl (Helmstedter SV), Iris Geisler (TSV Grasleben), Recep Ay (SV

Rottorf/Gr. Steinum), Salomon Antonio-Job (FSV Schöningen), Stefan Bäthge (STV Holzland), Kaya Sener (TSV Grasleben),

Bastian Pusch (Viktoria Königslutter), Nico Wendhausen (Helmstedter SV) und Henry Menzel (Vorsitzender

Lehrausschuss). Es fehlen: Michael Penovav (TSV Helmstedt), Ralf Sprang, Olaf Krawczyk (beide SV Brunsrode/

Flechtorf) und André Hobohm (FC Nordkreis).

Foto: Hans-Jürgen Trommler

Bezirk Lüneburg

Hellfritz übernimmt

Nachfolge von Otte

Neues Trainergesicht im Stützpunkt Munster

Ein neues Trainergesicht gibt es

im DFB-Stützpunkt Munster

(Heidekreis). Hans-Jürgen Hellfritz

hat die Nachfolge von

Achim Otte angetreten, der aus

persönlichen Gründen sein Amt

zur Verfügung stellte. „Mit

Achim Otte verlieren wir einen

Fachmann und geschätzten Kollegen“,

bedauerte Stützpunktkoordinator

Bernhard Augustin

den Weggang des Uelzeners,

der zwei Jahre lang für den

Stützpunkt aktiv war.

Gleichzeitig freute sich Augustin,

mit Hans-Jürgen Hellfritz

einen kompetenten Nachfolger

gefunden zu haben. Der 65-

Jährige wechselt vom Stützpunkt

Winsen, wo er seit Oktober

2012 den Kader des Jahrgangs

2001 betreut hatte, in

die Örtzestadt. „Für mich ein

Glückfall, denn ich wohne ja in

Oerrel und damit fast in Munster“,

freut sich Hellfritz neben

der Arbeit mit den Jugendlichen,

die „viel Spaß macht“,

nun auch über deutlich kürzere

Fahrzeiten. Der ehemalige Bundesliga-Fußballer

des Hamburger

SV und von Eintracht

Braunschweig, der weiterhin

noch mit dem DFB-Mobil unterwegs

sein wird, betreut in

Munster die zusammengefassten

Jahrgänge 1999/2000.

Neben dem A-Lizenz-Inhaber,

der im Herrenbereich zuletzt

vor rund zwei Jahren den

Kreisligisten SVE Bad Fallingbostel

betreut hat, fungieren weiterhin

Jörg Scholz (Munster)

und Daniel Wächtler (Schneverdingen)

für den Jahrgang 2001

bzw. 2002 als Trainer beim

Stützpunkt Munster. Insgesamt

werden in den drei Kadern

rund 45 Nachwuchskicker gefördert.

„Jedes Talent hat eine

Chance teilzunehmen“, betonte

Bernhard Augustin, der im Bereich

Nord-Ost für zwölf Stützpunkte

zuständig ist. Munster

zählt seit 2005 dazu und bietet

„ein ganz hervorragendes Umfeld

mit dem Kunstrasenplatz“.

Thomas Riese

Stützpunktkoordinator Bernhard Augustin (von links) verabschiedete beim Training des DFB-Stützpunkts Munster Achim Otte und begrüßte den neuen

Coach Hans-Jürgen Hellfritz, hier mit den anderen beiden Stützpunkttrainern Jörg Scholz und Daniel Wächtler sowie den Talenten der Jahrgänge

2001 und 2002.

52

Oktober 2013


Der

Kreisschiedsrichterausschuss

Cuxhaven unter seinem

Vorsitzenden Lüder Menke

(Wremen) empfing seine

Schiedsrichter zur diesjährigen

Großbelehrung in Flögeln. So

viel geballtes Fußballfachwissen

ist selten. Mehr als 150 Schiedsrichterinnen

und Schiedsrichter

aus dem NFV-Kreis Cuxhaven

kamen in Flögeln zusammen. Einen

solchen Andrang hat es zuvor

noch nicht gegeben.

Ferner konnte Menke den

Vorsitzenden des NFV-Kreises

Cuxhaven, Walter Kopf (Otterndorf),

den stellvertretenen Vorsitzenden,

Heiko Wiehn (Loxstedt)

sowie den Ehrenkreisvorsitzenden

Hans-Dieter Hoffmeister

(Ihlienworth) und weitere Vorstandskollegen

als Gäste des

Lehrabends begrüßen. Als Vertreter

des Bezirksschiedsrichterausschusses

Lüneburg nahm Bezirksschiedsrichterlehrwart

Matthias

Kopf (Cadenberge) als Ehrengast

an dem Lehrabend teil.

In seinem Grußwort dankte

Walter Kopf den Schiedsrichtern

für ihre geleistete Arbeit, denn

es sei „nicht selbstverständlich,

dass ihr Sonntag für Sonntag einen

Beitrag dazu leistet, dass im

Kreis Cuxhaven Fußballspiele

stattfinden können.“ Aber auch

dem Kreisschiedsrichterausschuss

sprach Kopf für die geleistete

Arbeit in der vergangenen Saison

seine Anerkennung aus.

Den Dank für die gute und offene

sowie vor allem erfolgreiche

Neuer Besucherrekord

Schiedsrichter des NFV-Kreises Cuxhaven treffen sich zur Großbelehrung in Flögeln

Zusammenarbeit zwischen dem

Cuxhavener Schiedsrichterausschuss

und dem Bezirksschiedsrichterausschuss

überbrachte Bezirksschiedsrichterlehrwart

Matthias

Kopf.

In seinem kurzen Saisonrückblick

kam Menke auf die unterschiedlichen

Aktivitäten und

die durch den Kreisschiedsrichterausschuss

Cuxhaven durchgeführten

Lehrgänge zu sprechen.

In diesem Zusammenhang machte

Menke deutlich, dass der eingeschlagene

Weg der Transparenz

auch in der neuen Saison

beibehalten wird. So wird u.a. der

in diesem Jahr erstmals stattgefundene

runde Tisch mit den Vereinsverantwortlichen

auch im

kommenden Jahr wiederholt.

„Ich möchte diesen runden Tisch

zur Tradition werden lassen und

den Vereinen somit auch im kommenden

Jahr die Gelegenheit geben,

mit uns ohne Umwege ins

Gespräch zu kommen“, sagte

Menke. Zudem wird auch der in

der vergangenen Saison ins Leben

gerufene Kreistalentkader in

der nun beginnenden Saison beibehalten.

Schließlich entstammen

alle vier Aufsteiger dieses Jahr aus

diesem Talentkader.

Seit Beginn der Saisonvorbereitung

werden die Vereinsverantwortlichen

auf dem elektronischen

Wege mit Informationen

um das Cuxhavener Schiedsrichterwesen

versorgt. „Mir ist es

sehr wichtig, dass die Vereine

neben der Presse auch direkt

von uns über alle Neuerungen

und Änderungen zeitnah informiert

werden“, erklärte Menke.

Zudem gab Menke gegenüber

seinen Kolleginnen und Kollegen

sowie den Vereinsverantwortlichen

eine sogenannte 72-Stunden-Garantie

ab. „Ich verspreche

allen Kollegen und Kolleginnen

sowie vor allem den Vereinen,

dass sie auf eine an mich

gerichtete Anfrage binnen 72

Stunden eine Reaktion von mir

erwarten können“, so der Kreisschiedsrichterobmann.

Die letzten drei Anwärterlehrgänge

ließ Kreisschiedsrichterlehrwart

Henrik Bürgerhoff

(Schiffdorf-Wehden) noch einmal

Revue passieren. Aufgrund

dieser Lehrgänge gewann die

Schiedsrichtervereinigung in der

abgelaufenen Saison 58 neue

Schiedsrichter. „Insgesamt bestanden

89 Prozent aller Teilnehmer

die Abschlussprüfung. Diese

Quote liegt deutlich über dem

Niveau der vergangenen Jahre

und belegt, dass wir mit der Art

der Durchführung der Lehrgänge

auf dem richtigen Weg

sind“, so der Lehrwart. Anschließend

informierte Bürgerhoff

über die Neuerungen zur kommenden

Saison. Einige kritische,

aber vor allem lobende Worte

fanden die Ansetzer Lüder Menke,

Ralf von Oehsen (Spieka) sowie

Andreas Rackow (Hemmoor)

über die Zusammenarbeit mit

den Kollegen in der abgelaufenen

Saison. Insgesamt waren

Bezirk Lüneburg

statistisch gesehen 96,5 Prozent

aller Spiele im NFV-Kreis Cuxhaven

mit neutralen Schiedsrichtern

besetzt. Diese Quote liegt

somit auf dem gleich hohen Niveau

der vergangenen Serien.

Im Anschluss an die Berichte

konnte Menke dann auch

noch die Aufstiege der Schiedsrichterkollegen

bekannt geben,

die sich durch ihre Leistungen

für höhere Ligen empfohlen haben.

Folgende Unparteiische dürfen

in der kommenden Saison

auf Spiele in der Bezirksliga hoffen:

Yannick Leinfels (FC Hagen/Uthlede),

Jonas Behrens,

Frauke Wichmann (beide TSV

Lamstedt) und Melanie Zitt (SG

BW Stubben). Alle vier Schiedsrichter

haben nach dem erfolgreichen

Abschluss des Kreistalentkaders

den Sprung in den

Bezirk Lüneburg geschafft. Marco

Scharf (TSV Altenwalde) und

Jonas Behrens nehmen zudem

auch am Verbandstalentkader

bzw. an der Verbandstalentsichtung

teil. Sören Steeg (TSG

Nordholz) kann zukünftig neben

Einsätzen in der Oberliga Niedersachsen

auch auf Einsätze in der

A-Junioren-Bundesliga hoffen.

„Der NFV-Kreis Cuxhaven stand

noch nie so gut da wie nach

dieser Saison. Euer Erfolg erfüllt

mich mit großem Stolz und zeigt

mir, dass der eingeschlagene

neue Weg von Erfolg gekrönt

ist“, so Menke abschließend.

Fritz Schlichting

Walter Kopf (l.) und Lüder Menke (r.) ehrten zahlreiche Unparteiische für ihre langjährige Treue zur Schiedsrichtervereinigung Cuxhaven.

Oktober 2013 53


Bezirk Lüneburg

Volle Ränge im Schlossparkstadion: 4.000 Zuschauer sahen das Spiel des TSV Etelsen gegen den Bundesliga-Dino aus Hamburg.

Das „Wunder“ von Etelsen

Landesligist bietet dem HSV die Stirn und unterliegt nur mit 0:2

Es war schon ein sehr beeindruckendes

Bild, welches der

TSV Etelsen im Schlossparkstadion

bot. Denn vor rund 4.000

Zuschauern empfing der Landesligist

den Bundesligisten Hamburger

SV zu einem Freundschaftsspiel,

in dem sich am Ende die

Hanseaten nur mit einem 2:0

durchsetzten. Die Tore erzielten

Artjoms Rudnevs (26. Minute)

und Dennis Aogo (81.).

Das Ereignis, einen Bundesligisten

zu empfangen, die gesamte

Atmosphäre zu erleben und als

Krönung das Erzielen eines überraschenden

Endergebnisses waren

schon phänomenal. Es wurde

mal wieder ein Fußballwunder im

Kreis Verden geboten. Doch das

wirkliche Wunder vollbrachte das

Orga-Team mit seinen zahlreichen

Leistete ganze Arbeit: Das Orga-Team mit (v.l.) Sebastian Börm, Nils Goerdel,

Gordon Ruhnau, Daniel Ballin, Alexander Coels, Stefan Danylyszyn,

Timo Poetukat, Wolfgang Goerdel und der Koordinator für Arbeitsdienste,

Rolf Eggers.

Foto: Rose

Helfern, die bewiesen, dass ein

Amateurverein ein solches Fußballevent

auf die Beine stellen

kann.

Fast zwei Jahre hat der TSV

Etelsen über verschiedene Kontakte

versucht, mit dem HSV ins

Gespräch zu kommen. Umso

größer war natürlich die Freude,

als der Bundesligist seine Zusage

gab. Schließlich war es für die

Blau-Weißen vom Schlosspark

nicht selbstverständlich, einen solchen

Gegner zu begrüßen. Bei

Trainer Bernd Oberbörsch war die

Begeisterung riesig, dass ihm, den

Spielern und letztlich auch seinem

Trainerteam Nils Goerdel und

Alexander Coels ein solches Ereignis

geboten wurde. Alle waren sofort

Feuer und Flamme, auch die

Spieler, denn welcher Freizeitkicker

würde sich nicht freuen,

gegen den Hamburger SV spielen

zu dürfen?

Mit Daniel Ballin, Sebastian

Börm, Alexander Coels, Stefan

Danylyszyn, Nils Goerdel, Wolfgang

Goerdel, Timo Poetukat und

Gordon Ruhnau hatten die Verantwortlichen

bald das richtige

Orga-Team für diesen Kraftakt zusammengestellt.

Das erste Treffen

fand schnell statt, denn den Organisatoren

war klar, dass sie von

nun an „Vollgas geben“ mussten

und so stellten sie ein Mammutprogramm

auf.

Allein die Investitionen für

diese Partie hatten schon beträchtliche

Ausmaße angenommen.

Diese lagen im hohen fünfstelligen

Bereich. Der größte

Brocken war selbstverständlich

das Antrittshonorar für den HSV.

Hinzu kamen die Kosten für die

Zusatztribünen und auch Renovierungskosten

für das Vereinsheim.

Nun lag es daran, den

Sportplatz in ein taugliches „Stadion“

für den Empfang eines

Bundesligisten umzugestalten:

die Erweiterung der Bühne, die

Platzumrandung mit Banden (die

als Auflage vom Hamburger Verein

gestellt wurden), die Klärung

der Parksituation, die einzelnen

Gespräche mit dem Landkreis und

der Gemeinde, die notwendigen

Genehmigungen, die Sicherheitsverordnung,

der Druck der Tickets

und Plakate, die Säuberung der

Anlage und Gehwege. Dazu noch

die Werbung in der Zeitung, im

Radio und im Fernsehen. Alles

musste top durchdacht, umgesetzt

und ausgeführt werden. Somit

gab es wirklich allerhand für

den Etelser Verein zu tun. Große

tatkräftige Unterstützung erhielt

das Orga-Team durch viele ehrenamtliche

Helfer, die überragend

dazu beitrugen, die gesamte

Sportanlage in einen perfekten

Zustand zu versetzen.

Fünf Tage vor dem Bundesligaauftakt

fand dann endlich das

Fußballspektakel statt, und erstmals

stand Nationalhüter René

Adler nach langer Verletzungspause

wieder im Tor. Allerdings

verzichtete HSV-Trainer Thorsten

Fink auf neun Profis aus seiner

Stamm-Elf, was so manchen Zuschauer

ein wenig enttäuschte.

Die zahlreichen Fans hätten es sicherlich

gerne gesehen, wenn ein

Rafael van der Vaart, ein Heiko

Westermann oder auch ein aus

Achim stammender Dennis Diekmeier

zumindest am Spielfeldrand

gestanden hätte.

Aber die Kulisse und die Besucher

sorgten dennoch für eine

einmalige Stimmung und machten

das Testspiel zwischen dem

TSV Etelsen und dem Hamburger

SV zu einem besonderen Highlight

im Fußballkreis Verden. Für

den „kleinen“ Amateurverein TSV

Etelsen darf das 0:2-Endergebnis

dieser Partie gegen den „großen“

Profiverein als Triumph gewertet

werden. Leider wurde eine richtig

„fette“ Torchance seitens des TSV

Etelsen vergeben.

Trotz des hohen Aufwandes

im Vorfeld und während des

Spiels zogen die Organisatoren

ein positives Fazit. Für alle war die

Veranstaltung insgesamt einfach

nur „super“. Dazu kommt ein

umwerfendes Feedback der Zuschauer.

Der TSV Etelsen würde

auf jeden Fall ein solches Event

noch einmal aufziehen, wenn er

die Möglichkeit erhielte. Es war

ein tolles Fußball-Erlebnis für ganz

Etelsen. Alexandra Rose

54

Oktober 2013


„Der Kreisfußballverband

Harburg-Land ist stolz auf seine

15.428 Mitglieder. Das bedeutet,

dass jeder 16. Bürger des Kreises

Mitglied unseres Verbandes ist.

Dennoch ist die demographische

Entwicklung auch im vergangenen

Jahr nicht an uns vorbei gegangen.

Trotz der hohen Mitgliederzahl

haben wir insgesamt 32

Mannschaften verschiedener Altersklassen

verloren.“ Dieses Fazit

zog der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt,

im Verlauf der stark besuchten

Arbeitstagung im Gasthaus

Kruse in Scharmbeck.

Die im Jahr 2011 übernommene

Position als zweitstärkster

Kreis im Bezirksverband Lüneburg

hinsichtlich der am Spielbetrieb

teilnehmenden Mannschaften

musste Harburg-Land mit insgesamt

512 Mannschaften dem

Kreis Stade überlassen. In der Saison

2007/08 registrierte man in

Harburg-Land noch 597 Mannschaften.

Das ist in fünf Jahren

ein Rückgang von rund 15 Prozent.

Als Werbung für den Fußballsport

im Landkreis Harburg

bezeichnete Kreisvorsitzender

Manfred Marquardt die Kreispokal-Endspiele

der Frauen sowie

der 1. und 2. Herrenmannschaften.

Rund 800 Zuschauer sahen

auf der Sportanlage Bassental in

Neu Wulmstorf drei spannende

Spiele. Die jeweiligen Sieger durften

sich über die großen, von der

Sparkasse Harburg-Buxtehude

gestifteten Wanderpokale freuen.

Der Vorsitzende des Kreisspielausschusses,

Helge Schreiber,

stellte erfreut fest, dass die Saison

2012/13 äußerst friedlich verlaufen

sei. Er lobte, dass auch in dieser

Saison die 2. Herrenmannschaft

des MTV Rottorf als Fairness-Sieger

hervorgegangen ist.

Durchweg positiv war der

Bericht des Vorsitzenden des

Kreisjugend- und des Kreisfrauenausschusses,

Frank Dohnke. Er

betonte, dass der Kreis Harburg

im Spitzenbereich der Frauen sehr

gut aufgestellt ist. Die SG Jesteburg/Bendestorf

behauptet sich

weiter in der Oberliga. Die Mannschaft

des Buchholzer FC schaffte

mit dem Aufstieg in die Landesliga

sowie mit dem Bezirkspokalsieg

das begehrte Double. Als Erfolg

bezeichnete Dohnke, dass

die vier Mannschaften aus dem

Landkreis Harburg den Klassenerhalt

in der Bezirksliga geschafft

haben. Die gute Zusammenarbeit

mit dem Kreisfachverband Stade

ist positiv und soll auch in der

kommenden Saison aufrecht erhalten

bleiben.

Auf Kreisebene konnte von

den A- bis zu den G-Junioren in

allen Altersstufen ein Spielbetrieb

angeboten werden. Bei einem

Minus von 14 Teams gingen im

Landkreis Harburg insgesamt 312

Mannschaften an den Start. „Da-

Bezirk Lüneburg

Harburg-Land gehören 15.428 Mitglieder an

Demographische Entwicklung hinterließ Spuren – Insgesamt 32 Teams weniger als im Vorjahr

Verdienstnadeln verlieh der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt, vom DFB in Gold an Hans Weber vom TSV Elstorf

(links) und vom NFV in Silber an Adolf Indorf vom SV Wistedt (rechts).

Foto: Balzer

mit sind wir im Vergleich zu den

anderen Kreisen immer noch gut

aufgestellt“, betonte Dohnke.

Anerkennend erwähnte er die

U 19-Junioren des JFV Ashausen/

Scharmbeck-Pattensen, die zum

Abschluss der Jugendzeit das

Double mit Bezirksmeisterschaft

und -pokalsieg errungen haben.

Sven Weber übermittelte

den Bericht der Unparteiischen.

Die 260 Schiedsrichter waren in

der Saison 2012/13 mit der

Durchführung von rund 3.500

Begegnungen auf dem Feld sowie

in der Halle beauftragt. Diese

stolze Bilanz lobte der Kreisvorsitzende.

Manfred Marquardt: „Ihr

habt vorbildliche Arbeit geleistet.

Diese wird nicht nur auf Kreisund

Bezirksebene, sondern auch

von oberster Stelle des Niedersächsischen

Fußballverbandes gewürdigt.”

Anhaltenden Beifall gab es

für die Auszeichnungen der

langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiter

in den Vereinen. Hans

Weber vom TSV Elstorf nahm die

DFB-Verdienstnadel entgegen.

Die NFV-Verdienstnadel erhielten

Adolf Indorf (SV Wistedt) und

Mario Leder (TVV Neu Wulmstorf).

Ulrich Balzer

Das Harald-Wellmann-Gedächtnis-Frauenturnier

auf Kleinfeld war zum Start der diesjährigen Hönischer Sportwoche ein

besonderes Highlight: Der DFB-Ehrenamtskreissieger 2012 des NFV-Kreises

Verden, Christian Vortmann, hatte eingeladen und 26 Frauenmannschaften

fanden sich auf der Hönischer Sportanlage ein. Seit nunmehr

sechs Jahren treffen sich in Hönisch viele Frauenmannschaften von der

Regionalliga bis zur Kreisklasse aus den benachbarten Fußballkreisen sowie

Bremen zum sportlichen Wettstreit um die Siegprämie und den neuen

Wanderpokal. Im Finale war schließlich TSV Eintracht Immenbeck (Foto)

erfolgreich und gewann gegen TSV Bassen mit 2:0. Das kleine Finale

gewann TV Jahn Delmenhorst II mit 2:0 nach Neunmeterschießen gegen

den SV Holtebüttel. „Die Tatsache, dass wir jedes Jahr neue Mannschaften

begrüßen dürfen, die vorher noch nicht bei uns gewesen sind, spricht

für die Qualität unseres Turnieres. In diesem Jahr kam mit Immenbeck sogar

ein weiterer Vertreter aus der Regionalliga Nord hinzu. Und auch den

Mannschaften, die nicht über die Gruppenphase hinauskommen, macht

es bei uns auch immer Spaß, da man sich hier mit Gegnern aller Klassen

messen kann“, freute sich Turnierorganisator Christian Vortmann.

Oktober 2013 55


Bezirk Lüneburg

Profis in der Schule: Organisatorin Ines Peuker umstellt von den St. Pauli Profis Sebastian Maier (von links) und Marcel Halstenberg sowie Team-Manager

Christian Bönig und Schiedsrichter André Schönheit.

Foto: Paul

Das war ein Erlebnis für ungefähr

600 Schüler, die in der

Adendorfer Sporthalle gebannt

die Fragen von ffn-Moderator

Christoph Recker und Antworten

von den St. Pauli-Profis Sebastian

Maier und Marcel Halstenberg

verfolgten. Mit dabei waren auch

noch St. Paulis Team-Manager

Christian Bönig und Regionalliga-

Schiedsrichter André Schönheit

vom MTV Treubund Lüneburg.

Möglich gemacht haben den prominenten

Besuch die Sparkassen-

Finanzgruppe, der NFV und ffn,

die gemeinsam die Profis in die

Schulen holen.

Die Oberschule Katzenberg

hatte im Rahmen der Aktion

„Profis in der Schule“ den Hamburger

Kiez-Klub zu Gast. Sportlehrerin

und Projektleiterin Ines

Peucker hatte vor rund sechs Jahren

ihre Bewerbung abgegeben.

Immer wieder fragte die Projektleiterin

beim NFV nach, doch immer

wieder hieß es, Adendorf sei

für die Kurzveranstaltung zu weit

weg für die Profis. Als sich dann

„Zu Bayern nur mit

Stammplatzgarantie“

Pauli-Profis besuchen Schule in Adendorf

St. Pauli unter die Kooperationsvereine

gesellte, gab es eine Zusage.

Die Planungen und Organisation,

an denen auch die Grundschule

Adendorf beteiligt war,

fingen schon vor den Sommerferien

an und gingen bis zum Vorabend

der Veranstaltung. Schulleiter

Six bedankte sich dafür ausdrücklich

bei Ines Peucker.

Gemäß Stadioneinlauf wurden

schließlich die Profis vom ffn-

Moderator in Adendorf angekündigt.

Der 25-jährige André Schönheit

ist schon seit seinem 14. Lebensjahr

Schiedsrichter und fiebert

auch bei Spielen mit, wo er

nicht mit der Pfeife auf dem Platz

steht. Bei der ein oder anderen

Entscheidung seiner Kollegen

fragt er sich schon mal: „Na, ob er

Krombacher lud

zum „Dreiklang“

Der Sponsor des Uelzener

Kreispokals, die Krombacher

Brauerei, veranstaltete im

Clubheim des SV Teutonia Uelzen

einen Abend für alle an der

vergangenen Pokalsaison beteiligten

Mannschaften. Es gab

Urkunden für die Kreispokalsieger

und die Brauerei aus Krombach

stellte sich mit einem Unternehmensfilm

vor. Beim

Krombacher „Dreiklang“ wurden

an diesem Abend natürlich

Krombacher Getränke aller Art

serviert und zum Essen gab es

Brot mit reichlich Schinken sowie

Gurken als Beilage. In

gemütlicher Runde wurden jede

Menge Geschichten der vergangenen

Saison unter den

Mannschaften ausgetauscht

und der Veranstalter bedankte

sich bei den Anwesenden mit

einem kleinen Handtuch mit

dem Kreispokallogo als Erinnerung.

Patrick Ristow

da richtig lag?“ Chip im Ball, Kamera

am Tor oder nichts von beidem

war die Frage: „Wenn es

dem Schiedsrichter hilft, ist es eine

gute Sache, aber dann muss auch

Schluss mit der Technik sein“, so

die Antwort des Lüneburgers, der

mittlerweile sein zweites Regionalligaspiel

ausgerechnet gegen St.

Pauli gepfiffen hat. Ok, es war die

U 23 von St. Pauli.

Der gebürtige Lüchower

Christian Böning (St. Paulis Team-

Manager) ist seit 2005 bei Pauli.

Der 35-Jährige, der vor der Saison

noch das Amt als Presse-Direktor

bekleidete, stellte fest, dass er

keine 40-Stunden-Woche hat,

sondern 60 bis 70 Stunden Arbeit

für den Verein der Satz sind.

Überstunden gibt es in dem Geschäft

nicht und Urlaub muss

auch mal dran glauben.

Die seit Beginn der Saison

für Pauli spielenden Sebastian

und Marcel haben ihren Traumberuf

ergriffen, sind begeisterte

Spaghetti-Liebhaber, zocken

FIFA-Playstation und haben beide

eine feste Beziehung, was die

Mädels unter den Schülern sicherlich

nicht gut fanden.

Auf die Frage, ob sie zum FC

Bayern gehen würden, kam vom

21-jährigen Verteidiger Marcel die

Antwort „Nur unter Stammplatzgarantie“.

Ansonsten ist der Lieblingsverein

des gebürtigen Laatzeners

der BVB aus Dortmund, von

wo er auch zum FC St. Pauli kam.

Sebastian Meyer würde lieber

zu „Poldi“, „Merte“ und

Özil gehen. Arsenal ist immer

schon sein Lieblingsverein und

David Beckham sein Lieblingsspieler

gewesen. Der in Landshut

geborene offensive Mittelfeldspieler

kam von 1860 München

und begann schon mit 16

bei den Profis zu trainieren. Mit

17 hatte der 19-Jährige seinen

Profivertrag und in der 88. Minute

nach 20 Sekunden Einsatz

für Pauli sein erstes Zweitligator

gegen Dresden geschossen.

„Ich habe an nichts gedacht

nach dem Tor, aber ich kann

das schöne Gefühl immer noch

nicht fassen“, so die Antwort

auf die oft gestellte Frage, an

was er nach seinem Tor gedacht

hat.

Anschließend ging es zum

Autogrammschreiben und auf

dem vom TSV Adendorf bereitgestellten

Sportplatz weiter. „Da

haben sich die Schulen unter Leitung

von Frau Peucker ja richtig

ins Zeug gelegt“, fand ffn-Moderator

Christoph Recker. Auf drei

Sportplätzen wurden Stationen

und Parcours aufgebaut. „Ich

hatte den Eindruck, dass gestern

Abend das ganze Dorf beim Soccer-Court-Aufbau

dabei war“, so

Recker weiter.

Die Kids konnten das DFB-

Fußballabzeichen machen, ihre

Schussgeschwindigkeit messen

lassen, am Schiedsrichter-Regel-

Quiz teilnehmen oder sich mit

den Profis zusammen als Fotomontage

ablichten lassen. Zusätzlich

gab es noch Tanz mit

Claudia Daniels, Tennis mit Jan-

Philip Maaß-Emden, Zumba,

Faustball, Football mit den Wendland

Bulls und vieles mehr. Projektleiterin

Ines Peucker war nicht

umsonst nach dieser Mammut-

Organisation geschafft.

Michael Paul

56

Oktober 2013


Fußballer vergnügen

sich an „Heißer Ecke“

Musical-Besuch auf Hamburger Reeperbahn

Die „Spielkleidung“ mit flotter

Abendgarderobe wechselten

die Mitarbeiter des Kreisfußballverbandes

Harburg-Land

im Rahmen eines Dankeschön-

Abends für ehrenamtlich geleistete

Arbeit. Treffpunkt war das

Schmidts Tivoli auf der Hamburger

Reeperbahn. Kreisvorsitzender

Manfred Marquardt hieß

zu diesem gemütlichen Abend

rund 25 Ehrenamtliche zusammen

mit ihren Lebensgefährten

willkommen. Der Fußball-Boss

bedankte sich bei einem gemeinsamen

Essen im Restaurant

„Herzblut“ für die vorbildlich

geleistete Arbeit von Vorstands-,

aber auch von allen Ausschussmitgliedern.

Stimmungsvoll und turbulent

ging es beim Musical „Heiße

Ecke“ in Schmidts Tivoli zu. Die

gesamte Szenerie spielte sich an

einem Imbiss ab, an dem sich

nicht nur Liebespaare, Besucher

der Hamburger Reeperbahn,

„leichte“ Mädchen, aber auch

das Pinneberger Jung-Männer-

Trio Mikie, Frankie und Pitter zu

einem Stelldichein mit witzigen

Dialogen trafen. So herrschte an

der „Heißen Ecke“ täglich 24

Stunden lang pulsierendes Leben.

Seit der Uraufführung im

September 2003 begeisterte das

Musical schon rund 1,5 Millionen

Bezirk Lüneburg

Besucher. Jeden Abend stehen

neun Darstellerinnen und Darsteller

in über 50 Rollen und Kostümen

auf der geschmackvoll gestalteten

Bühne. Die Künstler präsentieren

22 großartige Songs in

Ohrwürmer-Qualität und eine

mitreißende, temporeiche Bühnenshow.

Voll des Lobes für eine sehenswerte

Show, die perfekt von

den Künstlern präsentiert wurde,

waren die Ehrenamtlichen des

Kreisfußballverbandes Harburg-

Land. Die Show wird bei ihnen

und den Begleitungen in bester

Erinnerung bleiben. Ulrich Balzer

Hellauf begeistert waren die Mitarbeiter des Kreisfußballverbandes von dem Musical „Heiße Ecke“ in Schmidts Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn. –

Unser Bild zeigt die Delegation aus dem Landkreis Harburg vor der geschmackvoll gestalteten Bühne.

Foto: Balzer

Goldene Kreisnadel

für Uwe Ebeling

Langjährig als Platzwart engagiert

Anhaltenden Beifall erntete auf

der Neu Wulmstorfer Sportanlage

Bassental Platzwart Uwe

Ebeling. Mit der Verleihung der

Goldenen Kreisnadel würdigte

der Vorsitzende des Harburger

Kreisfußballverbandes, Manfred

Marquardt, das langjährige ehrenamtliche

Engagement des 63-

Jährigen für den Fußballsport.

Uwe Ebeling sorgt als Angestellter

der Gemeinde Neu

Wulmstorf zusammen mit Ehefrau

Doris seit dem 1. April

1995 dafür, dass sich die Sportanlage

Bassental stets in einem

Bestzustand präsentiert. Dazu

gehören die drei Sportplätze (einer

davon ist ein Kunstrasenplatz),

das große Vereinshaus

mit Club- und Umkleideräumen

sowie die sanitären Anlagen.

Nicht zuletzt gehört die Parkplatzpflege

zum Aufgabenbereich

von Uwe Ebeling.

Doch nicht nur bei der Instandhaltung

der Neu Wulmstorfer

Sportanlage ist Uwe Ebeling

engagiert. Als Mitglied des TVV

Neu Wulmstorf und des TSV Elstorf

leitet der Inhaber der Trainer-

B-Lizenz auch das Training für Jugendmannschaften.

Mit berechtigtem

Stolz weist er darauf hin,

dass einige von ihm betreute

Nachwuchstalente auch den

Sprung in die Kreisauswahlmannschaften

geschafft haben.

Für Doris und Uwe Ebeling

heißt es jetzt Abschied nehmen

vom TVV Neu Wulmstorf. Das

Ehepaar verwirklicht sich einen

langjährigen Traum mit einem Altersruhesitz

auf einem Bauernhof

in Schweden. Ihr Domizil liegt

knapp 400 Kilometer nördlich

von Stockholm an der Ostküste.

Trotz der relativ weiten Entfernung

von Neu Wulmstorf nehmen

die Ebelings viele unvergessene

Erlebnisse mit nach Schweden.

Ulrich Balzer

Uwe Ebeling (Zweiter von rechts) erhielt für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im TVV Neu Wulmstorf

die Goldene Ehrennadel des Kreisfußballverbandes. Sie wurde vom Vorsitzenden der Organisation, Manfred

Marquardt (Zweiter von links), überreicht. Zu den ersten Gratulanten für diese Auszeichnung gehörten der

stellvertretende Kreisvorsitzende Jürgen Miltzlaff (links) sowie Schriftführer Harald Meyer.

Foto: Balzer

Oktober 2013 57


Bezirk Lüneburg

Das traditionelle Fußball-Seniorentreffen führte die Teilnehmer im Nordkreis des Heidekreises bei der SG Wintermoor zusammen.

77 Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 86 Jahren wurden vom Sozialwart Fritz Niebergall und dem stellvertretenden Vorsitzenden des NFV-Heidekreises,

Peter Jantschik, begrüßt. Nach Kaffee und Kuchen, der von den Frauen der Teilnehmer aus Wintermoor gestiftet worden war, ging es auf einen

Parcours, der Wettbewerbe wie Torwandschießen, Golf-Zielschießen, Nagelwettbewerb und Elfmeterschießen auf ein sechsfach geteiltes Tor vorsah.

Besonderes Highlight war das Schießen mit dem Lichtpunktgewehr. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang die gelungene Veranstaltung aus,

die im kommenden Jahr aller Voraussicht nach beim TV Jahn Schneverdingen stattfinden wird.

Thomas Riese

Talentkader der Schiedsrichter

geht in die zweite Runde

Sieben junge und talentierte Unparteiische für Neuauflage nominiert

Aufgrund des erfolgreichen

Verlaufs des im vergangenen

Jahr durch Kreisschiedsrichterobmann

Lüder Menke (Wremen)

und Kreisschiedsrichterlehrwart

Henrik Bürgerhoff (Wehden) initiierten

Schiedsrichtertalentkaders

hat man sich im NFV-Kreis Cuxhaven

zu einer Neuauflage in dieser

Saison entschlossen. „Alle unsere

diesjährigen Aufsteiger in den Bezirk

entstammen dem letzten Talentkader

und zeigten im Rahmen

des Aufstiegslehrgangs gute bis

sehr gute Ergebnisse, was uns in

unserer Annahme bestätigte,

dass wir in dieser Saison eine

Neuauflage des Talentkaders starten

sollten“, so Lüder Menke.

Aus dem gesamten Kreisgebiet

sind insgesamt wieder sieben junge

Kollegen für diesen Talentkader

nominiert worden.

Eine Änderung gegenüber

dem Talentkader der vergangenen

Saison gibt es jedoch in Bezug

auf die Nominierung der

Teilnehmer. Denn beim aktuellen

Talentkader wurden zwei der

Startplätze an Neulinge vergeben,

die im Rahmen des Anwärterlehrgangs

in Flögeln und

in Loxstedt–Stinstedt durch ihre

Leistungen und Mitarbeit sehr

positiv aufgefallen sind.

Nach Aussage von Menke

soll der Talentkader den jungen

und talentierten Schiedsrichterkollegen

Perspektiven, aber auch

die Anforderungen, die an einen

guten Schiedsrichter gestellt

werden, aufzeigen und die Unparteiischen

zugleich motivieren,

an sich zu arbeiten. Aus diesem

Grunde werde dem Talentkader

auch wieder eine Mischung aus

Praxisbezug und Theorie geboten.

„Die Anforderungen, die

wir an die Teilnehmer stellen,

sind hoch, aber wir werden die

Teilnehmer nicht überfordern.

Auch wenn jeder Teilnehmer

sich bewusst sein muss, dass er

bei jedem Lehrgang gute Leistungen

zu bringen hat, wenn er

nicht vorzeitig aus dem Talentkader

ausscheiden möchte“, so

Menke.

Eine weitere wesentliche Änderung

gegenüber dem letztjährigen

Talentkader gibt es auch bei

der Anwendung des Erlernten.

Denn in dieser Saison werden die

Teilnehmer mehrmals bei ihren jeweiligen

Spielleitungen von erfahrenen

und höherklassigen

Schiedsrichterkollegen beobachtet.

„Der Schwerpunkt bei der

Beobachtung liegt jedoch beim

Die Schiedsrichtertalente des NFV-Kreises Cuxhaven mit Kreisschiedsrichterobmann Lüder Menke (l.), Kreislehrwart

Henrik Bürgerhoff (hintere Reihe ganz rechts), daneben der stellvertretende Kreisvorsitzende Ernst-Wilhelm

Hoffmann und davor kniend der Schiedsrichterlehrwart des NFV, Günter Thielking.

Coaching der jungen Schiedsrichter

und weniger bei der strengen

Beurteilung ihrer gezeigten Leistung“,

erklärt Menke, der im

Ausschuss für das Beobachtungswesen

zuständig ist.

Als Referenten bei der kürzlich

stattgefundenen Auftaktveranstaltung,

die wieder auf der

Sportanlage der TSG Nordholz

durchgeführt wurde, konnten

Menke und Bürgerhoff den Verbandsschiedsrichterlehrwart

und

Mitglied im DFB-Kompetenzausschuss,

Günter Thielking (Hagen),

gewinnen. Thielking sprach die

vielschichtigen Anforderungen,

die an die Schiedsrichter gestellt

werden, an. Dabei beschrieb

Thielking auch die unabdingbaren

Charaktereigenschaften, die

jeder gute Schiedsrichter selbst in

die Waagschale zu werfen habe.

Dazu zählte er unter anderem Zuverlässigkeit,

Eigenverantwortung,

die Fähigkeit zur Kritik und

die Bereitschaft, Verantwortung

zu übernehmen. Anschließend

durften die Talente ihre Meinungen

und Ansichten zum Thema

„Die Big Six zur Persönlichkeit des

Schiedsrichters“ äußern und im

Plenum zur Diskussion stellen.

Der Theorieteil wurde beendet

mit der Vorführung unterschiedlicher

Videosequenzen zu

den zur neuen Saison geänderten

Regeln. Dabei gab es für die Talente

für ihre Sicherheit in Bezug

auf die richtige Regelanwendung

großes Lob von Thielking.

Den Abschluss der Auftaktveranstaltung

bildete dann die

Leistungsprüfung. Bei dieser Leistungsprüfung

mussten sich die

Teilnehmer einem Cooper-Test sowie

einem Regeltest stellen.

Zu den Teilnehmern des Talentkaders

gehören in dieser Saison:

Alexander Radtke (SF Sahlenburg),

Joshua Fink (Grodener

SV), Bennet Studte (TSV Lamstedt),

Kilian Hollen (SG Frelsdorf/Appeln/Wollingst),

Henning

Otten (TSV Stotel), Adem Günay

(FC Eintracht Cuxhaven) und

Marcel Görlitz (TSG Nordholz).

58

Oktober 2013


Bezirk Lüneburg

Der Jahrgang 2002 des DFB-Stützpunktes Stade.

187 Spieler im Fokus

Jahrgang 2002 wird im Kreis Stade gesichtet

Die einjährige Sichtungsmaßnahme

des Stader Kreislehrausschusses

für den Jahrgang

2002 ist beendet. Nachdem sich

die im letzten Jahr von Udo

Rathjens eingeführte einjährige

Fördermaßnahme der U 11 auf

Kreisebene bewährte, wurde

2013 der Jahrgang 2002 gesichtet

und gefördert. Seit Anfang

September letzten Jahres liefen

die Sichtungen und das Training

mit den Talenten. Insgesamt wurden

an 29 Sichtungs- und Trainingsterminen

187 Spieler des

Jahrganges 2002 gesichtet, benotet

und im Kreisauswahlkader

trainiert.

Dem Kreisauswahlkader

gehörten über den Förderzeitraum

an: Maximilian Fürstenberg

(VfL Stade), Finn-Jonas Suhr (TSV

Wiepenkathen), Patrick von Bargen,

Lion Obgartel (beide SV

Drochtersen/Assel), Tjarden Eickstädt,

Melvin Boie, Matti Böhning

(alle TuS Harsefeld), Fabian

Blanck, Jimmy Heinsohn (beide

VSV Hedendorf/Neukloster), Alejandro

Garcia-Mehrens, Dylan

Biawa, Nicklas Lund, Louis Rieper,

Jasper Rump, Jakob Schuback,

Tristan Adler, Kim-Maximilian

Rogge (alle TSV Eintracht

Immenbeck), Timon Ewert (TSV

Apensen), Luca Oest (JSG Nord)

und Henrik Kuhlcke (JSG Altes

Land).

„Es war ein gutes Jahr, in

dem die Spieler super mitgezogen

haben“, so Udo Rathjens.

Nach Abschluss aller Trainingsund

Sichtungsmaßnahmen sind

31 Spieler noch einmal zu einer

Abschlusssichtung in den Stützpunkt

eingeladen worden. „Wir

können nur 15 Spieler auswählen,

die in den Stützpunkt

eingeladen werden. Auch nach

einer einjährigen intensiven Sichtung

und Förderung wird die

endgültige Auswahl des Kaders

nicht leichter, aber wir können

die Spieler jetzt wesentlich besser

und gerechter beurteilen. Gleichzeitig

haben die Spieler sicherlich

in dem Förderjahr auch einiges

für ihren persönlichen Werdegang

mitgenommen“, bilanziert

DFB-Trainer Udo Rathjens.

Auch die Talente, die den

Einzug in den Stützpunktkader

nicht im ersten Anlauf geschafft

haben, bleiben weiter

im Fokus der Trainer und werden

eventuell als Gastspieler

eingeladen. Die Förderung der

Nachwuchskicker auf Kreisebene

wird natürlich weiter fortgesetzt.

Rathjens: „Ich freue

mich schon auf den Jahrgang

2003, der jetzt gesichtet und

dann gefördert wird.“

Wolfgang Diekmann

Auszeichnung für VfL Suderburg

Dritte Mannschaft aus Uelzen beim Fairness-Cup geehrt

Der Zweitplatzierte beim VGH-Fairness-Cup der Saison 2012/13 in der Lüneburger Regionaldirektion, VfL Suderburg,

wurde für seine Leistungen im Rahmen einer kleinen Feier geehrt. Nachdem bereits der SV Emmendorf

und der FC Oldenstadt (Erster und Dritter) ihren Pokal in die Luft strecken konnten, war es nun auch in Suderburg

so weit. Bei niedersachsenweit 1.045 Mannschaften fuhr der VfL den insgesamt tollen neunten Platz ein.

Der NFV-Kreis Uelzen ist somit zum ersten Mal in der Geschichte des VGH-Fairness-Cups der fairste Kreis überhaupt.

Medaillen, ein Pokal sowie ein Scheck in Höhe von 200 Euro für die B-Juniorinnen-Mannschaft des Vereins

wurden den Suderburgern überreicht. Anschließend gab es für alle Anwesenden zur Feier des Tages und

zum gemütlichen Abschluss jede Menge Schnittchen.

Patrick Ristow

Oktober 2013 59


Bezirk Lüneburg

Nach einem Unterrichtsmarathon

von insgesamt 120 Stunden

in Theorie und Praxis sowie

einer mehrstündigen Prüfung war

es amtlich: 21 von insgesamt 27

Teilnehmern haben im NFV-Kreis

Harburg die Bedingungen zum

Erwerb der DFB-Trainer-Lizenz

(C Breitensport – Profil Kinderund

Jugendtrainer) erfüllt. Sechs

Akteure müssen zu einer Nachprüfung

antreten. Lehrgangsbeste

wurden Tim Färber und Dr.

Peter Mestmacher (beide TuS

Fleestedt).

Der Lehrgang fand unter

idealen Bedingungen auf der

Marschachter Sportanlage am

Hagenweg statt. „Alle Teilnehmer

haben bei den praktischen Übungen

gut mitgemacht”, lobte

Kreislehrwart Michael Kühling die

neuen Fußballtrainer mit Lizenz.

Eine besondere Anerkennung

zollte er den Kreistrainern, die mit

interessanten Vorträgen die Traineranwärter

in ihren Bann zogen.

Unterrichtsmarathon

Diplome für 21 neue Trainer C Breitensport

Aber auch die Informationen

durch den Dezentralen Sportlehrer

des NFV, Ulf Drewes, stießen

bei allen Teilnehmern auf sehr

großes Interesse. Zu den Themen

gehörten unter anderem die zeitgemäße

Vereinsarbeit, das Ausarbeiten

von Trainingseinheiten für

F-, E- und D-Junioren, die Philosophie

des Kinder- und Juniorenfußballs

sowie Wettspiele im Jugendfußball.

Die Ausarbeitung des

Lehrgangs wurde von Peter Heinrich

durchgeführt. Der A-Lizenz-

Trainer war auch als Hauptreferent

beim Lehrgang tätig.

Sichtlich Spaß, mit den angehenden

Trainern im Verlauf ihrer

praktischen Prüfung Übungseinheiten

abzulegen, hatten die talentierten

Nachwuchsspieler der

Kreisauswahlmannschaften der

Jahrgänge 1999, 2001 und 2002.

Das Prüferteam bestand aus Ulf

Drewes, Fritz Rechten (Lehrbeauftragter

des Bezirksverbandes Lüneburg),

Frank Dunkler sowie den

Kreistrainern Petra Schneemann,

Christopher Hehl, Jürgen Miltzlaff

und Bahittin Saclik sowie Michael

Kühling.

Die Teilnehmer des Trainerlehrgangs

aus 15 Vereinen auf einen

Blick: Juliane Drees (TVV Neu

Wulmstorf), Jörn Rathje (JFV Ashausen/Scharmbeck-Pattensen),

Peter Ehrhorn (MTV Hanstedt),

Jens Feldhusen (TSV Hittfeld), Kevin

Struwe (TV Meckelfeld), Tim

Färber und Dr. Peter Mestmacher

(beide TuS Fleestedt), Bertram

Drope, Nils Möller und Karsten

Bünz (alle TSV Stelle), Aniko Schöder

(Eintracht Elbmarsch), Markus

Niefert, David Bork, Andreas und

Alec Felder (alle VfL Maschen),

Kevin Moh (FSV Tostedt), Florian

Norbisrath und Jürgen Salewski

(beide TSV Adendorf), Aline

Schönsee und Sven Kampf (beide

SV Eintracht Lüneburg), Jörn Kruber

(MTV Ramelsloh), Tim Vogt,

Stefan Frehse und Jerome Clasen

(alle MTV Treubund Lüneburg),

Lukas Lindemann (SV Scharnebeck)

sowie Yvonne Klug und

Dietmar May (beide SV Ilmenau).

Zum Erhalt ihrer Lizenzen müssen

die neuen Trainer nach drei Jahren

eine Fortbildung von 20 Stunden

absolvieren.

Ein ganz besonderes Lob und

Dankeschön von Kreislehrwart

Michael Kühling ging abschließend

an die Verantwortlichen von

Eintracht Elbmarsch für eine reibungslose

Organisation des Lehrgangs.

Der nächste Trainerlehrgang

findet Anfang 2014 wieder

auf der Sportanlage Bassental in

Neu Wulmstorf statt. Ulrich Balzer

Ihre Freude hatten die Spieler der Kreisauswahl zusammen mit den neuen Trainer-Lizenz-Inhabern.

Foto: Balzer

Der FC Hesedorf hat ein bewegtes 50-jähriges Vereinsleben

mit vielen sportlichen Höhen und Tiefen hinter

sich. Nach der Fertigstellung der Turnhalle erlebte der Verein

durch das Erweitern des sportlichen Angebots einen großen

Mitgliederaufschwung. Die Mitgliederzahl stieg von 205 auf

370 an. So ist das jüngste Mitglied gerade mal drei Monate

und das älteste 90 Jahre alt. Im FC Hesedorf ist jederman willkommen,

so haben sich hier schon Brasilianer, Kolumbier,

Türken, Albaner und Kroaten wohlgefühlt. Der FC Hesedorf

sieht sich im Jubiläumsjahr dank der hervorragend präparierten

Sportanlagen sowie nach dem Zusammenschluss mit der

Fußballabteilung des TuS Nartum für die nächsten Jahre gut

gerüstet. Daran wollen alle Verantwortlichen gemeinsam

weiterarbeiten. Der Vorsitzende des NFV-Kreises Rotenburg,

Uwe Schradick, überbrachte dem FC Hesedorf die Glückwünsche

des DFB, des Verbandes sowie vom Fußballkreis, zudem

ehrte er Wilfried Winter, Joachim Riegel und Bernd Bruns mit

der Silbernen Ehrennadel des Kreises. Jürgen Holsten konnte

an dieser Ehrung nicht teilnehmen, diese soll zu einem späteren

Zeitpunkt nachgeholt werden. Für seine 40-jährige Tätigkeit

als Schiedsrichter wurde Günter Baden vom Kreisvorsitzenden

ebenfalls geehrt.

60

Oktober 2013


Nachruf

„Der König von Ostfriesland“

Heinrich „Bubi“ Flügge stirbt mit 93 Jahren

Seine Eltern tauften ihn Heinrich,

doch die Welt kannte ihn nur unter

seinem Spitznamen „Bubi“. Nahezu

fünf Jahrzehnte prägte der selbstständige

Kaufmann den Fußball in

seinem Heimatkreis Leer. Am 27. August

ist Heinrich „Bubi“ Flügge im

Alter von 93 Jahren in seinem Haus

in Leer verstorben. Ein Nachruf.

Von HERMANN WEILAND

Um die Ära von „Bubi“ Flügge ranken

sich viele Anekdoten. Eine der

schönsten erhob ihn in den Adelsstand.

Anlass war ein Telefonat mit einem

Mitarbeiter der NFV-Verwaltung in

Barsinghausen, das sehr kontrovers und

emotional geführt wurde. Als der NFV-

Mitarbeiter seine Position hervorhob

(„Ich bin der Sekretär des Fußballverbandes“)

konterte Flügge: „Und ich bin der

König von Ostfriesland!“ Diesen Wortwechsel

gab er, stets geschickter Öffentlichkeitsarbeiter

in eigener Sache, der

heimischen Presse weiter – fortan hatte

er seinen Titel weg.

Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau

heiratete Flügge 1965 seine Gerlinde.

Die Hochzeit legte er auf einen Mittwoch,

damit er am Wochenende Zeit für

den Fußball hatte. Als er einmal für die

Versendung der Bezirksspielpläne keine

Briefmarken zur Hand hatte und der

Hoffnung war, dass alle Vereine das

Nachporto zahlen würden, gab er die

Briefe ohne Frankierung auf. Als sich

darüber ein Verein am Telefon beschwerte,

antwortete „Bubi“: „Vielen Dank für

deinen Anruf, nun weiß ich, dass der

Brief angekommen ist.“

So war er eben, schlagfertig und immer

humorvoll. Wenn er seinen Willen

durchsetzten wollte, konnte er aber

auch kräftig austeilen, zeigte sich jedoch

im Nachhinein stets versöhnlich. Die moderne

Technik war ihm nicht geheuer,

die Einführung des Sportinformationssystems

(SIS) erfolgte im NFV-Kreis Leer

dadurch erst nach seiner Zeit. Flügge

hielt mehr von dem Gespräch mit den

Leuten und davon, Probleme auch mal

hemdsärmelig zu lösen. Er war ein guter

Kenner der Satzungen und Ordnungen

und legte Wert auf deren Einhaltung.

Allerdings fand er auch immer wieder

Lücken, die er zum Wohle seiner Vereine

zu nutzen wusste.

Geboren wurde Heinrich Flügge am

1. Juni 1920 in Leer. In der nach Emden

und Aurich drittgrößten ostfriesischen

Stadt wuchs er mit vier Schwestern und

vier Brüdern auf. Im Alter von 14 Jahren

begann er bei der Heringsfischerei Leer

eine Lehre als Maschinenschlosser. Diesen

Beruf übte er bis zum Oktober 1938

aus, ehe er zum Arbeitsdienst nach

Esens einberufen wurde. Im April 1939

erfolgte der Einzug zur Kriegsmarine

nach Wilhelmshaven. Er diente auf

Schnell- und Minensuchbooten, erhielt

eine hohe Auszeichnung, wurde aber

auch schwer verwundet. Die Verwundung

verhinderte die Rückkehr in den

alten Beruf, und so begann er ab dem

1. August 1945 die Tätigkeit als Angestellter

der Stadt Leer. 1948 entschloss

sich Heinrich Flügge, eigenständiger

Kaufmann zu werden und blieb es bis

zum Ende seines Arbeitslebens. Nach der

Entstehung seines Rufnamens „Bubi“

gefragt, antwortete Flügge stets: „Nach

dem Krieg haben mich alle so genannt,

warum weiß ich nicht.“

Seine sportliche Heimat war ab

1933 der VfL Germania Leer. Dort spielte

Heinrich „Bubi“ Flügge.

er in Jugend- und Herrenmannschaften,

war im Jugendausschuss tätig und blieb

bis zuletzt Mitglied des Vereins. 1945

wechselte er zum Nachbarverein VfR

Heisfelde. Das Team mit „Bubi“ als Verteidiger

kickte erfolgreich und schaffte

den Sprung bis in die Amateurliga. Mit

38 Jahren beendete Flügge seine Laufbahn

in der 1. Mannschaft und begründete

mit seinen Mitspielern die „Alten

Herren“ des Vereins. In Ermangelung

von gleichaltrigen Gegnern spielten sie

in der untersten Herrenklasse mit und

gewannen dort alle Spiele. Auch Heisfelde,

wo er zeitweise 1. Vorsitzender war,

hielt „Bubi“ bis zuletzt die Treue.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit im

Verband begann Flügge 1956 als Mitglied

des Spielausschusses im damaligen

Bezirk Oldenburg-Ostfriesland. Schon

ein Jahr später wurde er dort Obmann

und blieb es bis zur Gründung des NFV-

Bezirks Weser-Ems im Jahr 1976. Auch

hier etablierte sich „Bubi“ als stellvertretender

Spielausschussobmann und

2. Vorsitzender. Diese Ämter übte er bis

1989 aus, ehe ihn gesundheitliche Probleme

veranlassten, kürzer zu treten.

Das Wirken Heinrich Flügges ist natürlich

auch untrennbar mit dem Fußballkreis

Leer verbunden. Dort begann er

1957 im Spielausschuss. 1960 wählten

ihn die Mitglieder zu ihrem Obmann und

1962 darüber hinaus zum 2. Kreisvorsitzenden.

Als er 1984 mit einem Herzinfarkt

im Krankenhaus lag, orderte er

über seine Frau Gerlinde seinen Vorstandskollegen

Willi de Vries dorthin und

erklärte seinem verdutzten Mitstreiter, er

möge dafür sorgen, dass seine Kandidatur

für den 1. Kreisvorsitzenden Bestand

habe. Kurze Zeit später übernahm er von

Ait Aits den Kreisvorsitz, den er bis 2004

inne hatte. Zum Dank für sein Wirken

wählte ihn der Kreistag im gleichen Jahr

zum Ehrenvorsitzenden.

Als Schiedsrichter war „Bubi“ von

1960 bis 1975 bis zur Amateurliga aktiv.

Früh erkannte er das Potenzial des Frauenfußballs,

den er von Beginn an förderte.

In den 50er Jahren kümmerte er sich

um die Betreuung von Sportwaisenkindern.

Als sich die Lebenshilfe gründete,

organisierte Flügge Fußballspiele zu deren

Gunsten.

Seine vielfältigen Tätigkeiten blieben

der Öffentlichkeit nicht verborgen.

Als Wertschätzung erhielt „Bubi“ neben

den Silber-, Gold- und Ehrennadeln des

Fußballs auch 1992 das Bundesverdienstkreuz

oder den Jümme-Taler, mit

dem die gleichnamige Samtgemeinde

Personen ehrt, die sich im besonderen

Maße ehrenamtlich engagieren. Gleich

14 Vereine trugen ihm die Ehrenmitgliedschaft

an. Heinrich Flügge war stolz

auf diese Auszeichnungen, die in seinem

Haus hingen und die er Besuchern gerne

zeigte.

Als der Fußballkreis Leer 1995 sein

50-jähriges Jubiläum feierte, hatte „Bubi“

die Idee, alle F-Junioren des Kreises

zu einem Turnier zusammen zu holen.

Mittlerweile gibt es die Veranstaltung

seit 18 Jahren und trägt seinen Namen.

„Bubi“ hat alle Turniere persönlich besucht

und finanziell großzügig unterstützt.

Er liebte es, die Endspiele zu leiten

und in die glänzenden Augen der kleinen

Fußballer zu schauen, wenn er ihnen

die Erinnerungsmedaillen umhängte.

Zum 10. Turnier 2005 in Loga

schenkte er jedem der 700 teilnehmenden

Kinder einen Fußball.

Das „Bubi-Flügge-Turnier“ ist für

den Fußballkreis Leer ein Vermächtnis

geworden. Zur Erinnerung an einen

wahrhaft außergewöhnlichen Sportkameraden

und Menschen wird es auch in

Zukunft fortgeführt. Heinrich „Bubi“

Flügge pflegte stets zu sagen:

„Wenn es dir einmal nicht gut geht,

schaue dir Fußball spielende Kinder an,

dann geht es dir wieder besser!“

Oktober 2013 61


Bezirk Weser-Ems

Seniorentreffen im Fußballkreis Aurich: Einmal im Jahr treffen sich die Senioren, um Geselligkeit zu pflegen und Neuigkeiten vom Fußball zu erfahren.

Unser Bild zeigt die Gruppe vor der Gaststätte „Zum großen Krug“ in Wirdum; rechts im Bild Organisator Ubbo Voss, Ehrenmitglied des Fußballkreises.

Foto: Janssen

Auf den Spuren von

Klaus Störtebeker

Seniorentreffen im NFV-Kreis Aurich

Zu ihrem Jahrestreffen kamen

die Senioren des Fußballkreises

Aurich kürzlich im Brookmerland

zusammen. Zu den Senioren

zählen ehemalige Mitarbeiter

des Fußballkreises sowie verdiente

Funktionäre der Vereine,

die mit der Goldenen Ehrennadel

des Kreises ausgezeichnet

wurden. Einmal jährlich wird

dieses Treffen, zu dem auch die

Partner eingeladen werden,

durchgeführt.

Bei Tee und Friesentorte

informierte sie der Heimathistoriker

Harm Bents in der Teestube

in Marienhafe über das Leben

und Treiben des Piraten

Klaus Störtebeker, der mit seinen

„Vitalienbrüdern“ in Marienhafe

in der St. Marienkirche

vor den Kaufleuten der

Hanse Unterschlupf erhalten

haben soll.

Anschließend konnten die

Senioren die St. Marienkirche mit

der von Gerhard Holy gebauten

Orgel (gebaut von 1710 bis 1713)

und die im ersten Stock des Turmes

befindliche Störtebekerkammer

unter der fachkundigen Leitung

des „Türmers“ Rolf Janssen

besichtigen. Wer es sich zutraute,

hatte die Möglichkeit, auch noch

den 37 Meter hohen Störtebekerturm

zu besteigen und einen Blick

über das schöne Brookmerland

zu werfen.

Den Abschluss des Treffens

bildete ein Abendessen im „Zum

großen Krug“ in Wirdum. Ubbo

Voss, der die Veranstaltung mit

Eilert Janssen organisiert hatte,

zeigte den Senioren vor dem

Abendessen einen Film, den er

anlässlich der letzten Seniorenveranstaltung

in Wiesmoor gefertigt

hatte.

Der Kreisvorsitzende Winfried

Neumann informierte zudem

über die Arbeit im Kreisvorstand.

Insbesondere die Entwicklungen

im ostfriesischen Spielbetrieb

waren Thema seiner Ausführungen.

Vom geschäftsführenden

Vorstand nahmen außerdem der

stellvertretende Vorsitzende Eilert

Janssen und Schatzmeister Georg

Freesemann am Seniorentreffen

teil. Hinrich Trauernicht

Das Schulteam der IGS Wilhelmshaven (Foto) gewann in Wilhelmshaven das Vorrundenturnier um den BARMER GEK-Cup nach

einem packenden Finale gegen die Cäcilienschule und hat sich damit für die Zwischenrunde in Oldenburg qualifiziert. Titelverteidiger ist das Schulteam

aus Friesoythe. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.barmer-gek-cup.de.

Foto: Ilona Reese

62

Oktober 2013


Wertvolle Tipps

Bernd Domurat referiert in der Grafschaft

V erbandsschiedsrichterlehrwart

Bernd Domurat gestaltete Anfang

September den monatlichen

Belehrungsabend der Grafschafter

Fußballschiedsrichter. Der

ehemalige Zweitligareferee aus

Wilhelmshaven gab den rund

100 anwesenden Unparteiischen

wertvolle Tipps für ihre zukünftigen

Spielleitungen.

Die ersten Worte Domurats

galten jedoch denjenigen

Schiedsrichtern, die außerhalb

des Rampenlichtes Woche für

Woche ihre Spielleitungen in den

unteren Klassen übernähmen.

„Ohne euch geht es nicht“, betonte

der Verbandsschiedsrichterlehrwart

und bedankte sich bei

den Unparteiischen für ihren Einsatz.

Anschließend fasste Domurat

zudem die bemerkenswerten

Erfolge der Grafschafter Schiedsrichtervereinigung

in den vergangenen

Monaten und Jahren zusammen.

Mittlerweile sind gleich

fünf Grafschafter Unparteiische

auf Verbandsebene und darüber

hinaus tätig.

Aushängeschild ist dabei sicherlich

Guido Kleve (Vorwärts

Nordhorn), der es als Assistent

auf die FIFA-Liste geschafft hat.

Domurat betonte, dass dabei Kleves

Entscheidung, sich auf die Position

als Assistent zu spezialisieren,

goldrichtig gewesen sei. In

diesem Jahr kam Kleve im Gespann

mit Schiedsrichter Manuel

Gräfe bereits zum zweiten Mal in

seiner Karriere beim DFB-Pokalfinale

zum Einsatz und hatte zudem

zahlreiche internationale

Auftritte, unter anderem in der

Champions League und der Europa

League.

Einen guten Saisonstart habe

Arne Aarnink (VfL Weiße Elf),

Schiedsrichter in der dritten Liga

und Assistent in der zweiten Bundesliga,

erlebt, berichtet Domurat,

der Aarnink auch noch weitere

Schritte nach oben auf der Karriereleiter

zutraut. Zur neuen Saison

in die Oberliga Niedersachsen

aufgestiegen ist Lukas Benen

(Vorwärts Nordhorn), der außerdem

als Assistent in der A-Junioren-

und B-Junioren-Bundesliga

auflaufen wird. Dort wird auch

Benens Vereinskamerad Jost

Steenken, der als Schiedsrichter

auf Bezirksebene tätig ist und

dem Talentkader des Verbandes

angehört, künftig eingesetzt.

Der FSV Westerstede hat erfolgreich an der Aktion „Verein mit Herz“ der Edeka Handelskette teilgenommen.

Gleich zwei neue Trikotsätze konnten der Leiter des Edeka-Marktes Westerstede, Reiner Tiemann

(3. Reihe links), sowie die Marktleiterin Anika Galster (2. Reihe links) an die FSV-Jugendlichen übergeben. Einen

Trikotsatz erhielt die neu aufgestellte C-Juniorinnen-Mannschaft um ihren Übungsleiter Peter Berghahn. Zusammen

mit den B- und E-Juniorinnen sind die Westersteder nun wieder in allen Altersklassen vertreten. Jetzt heißt

es erst einmal intensiv zu trainieren. Die Mannschaft startet mit Teams aus Oldenburg in einer Liga. Auch die

E3-Junioren durften sich über einen neuen Satz Trikots freuen. Die Jungenmannschaft, die in der vergangenen

Spielzeit ohne Niederlage Staffelsieger im NFV-Kreis Ammerland wurde, will mit ihrem Trainerteam Sarah Sühling

und Andrea Engelmann in der neuen Saison an diese Erfolge anknüpfen. „Das Training beim FSV Westerstede

soll den Kindern vor allem viel Spaß machen“, betonte der Vorsitzende des Vereins, Clemens Blase (hintere

Reihe links).

Text und Foto: Jürgen Hinrichs

Bezirk Weser-Ems

Verbandsschiedsrichterlehrwart Bernd Domurat (Mitte) mit dem Obmann

der Grafschafter Unparteiischen (l.) sowie dessem Stellvertreter Horst

Deters.

Foto: Andreas Huisjes

Komplettiert wird das Grafschafter

Spitzenquintett von Daniel

Fleddermann (VfL Weiße Elf). Der

Schiedsrichter auf Bezirksebene,

ebenfalls im Talentkader des Verbandes,

wird ab dieser Saison als

Assistent in der vierthöchsten

deutschen Spielklasse, der Regionalliga

fungieren.

In seinem anschließenden

Vortrag, den er mit zahlreichen

Videosequenzen aus dem Profifußball

auflockerte, beschäftigte

sich Domurat vorrangig mit der

Außenwirkung des Schiedsrichters.

Der Lehrwart dokumentierte

dabei, dass auch den erfahrensten

Referees auf höchster

Ebene einfache Fehler passieren

können. So hatte Bayerns Franck

Ribery in der vergangenen Saison

in einem Bundesligaspiel statt des

Unparteiischen selbst einen

Schiedsrichterball ausgeführt.

„Macht euch das Leben

nicht unnötig selbst schwer“, riet

Domurat den Unparteiischen. Sofern

es einen Ermessensspielraum

gebe, sollten die Schiedsrichter

„spieldienliche Entscheidungen“

treffen, wie der Verbandslehrwart

es nannte. Zudem forderte Domurat

von den Schiedsrichtern

ein „vernünftiges Auftreten, auch

um das Spiel herum“. Man müsse

auch beim dritten Mal, wenn

man bei einem Verein pfeife,

noch gerne dort gesehen werden.

„Sonst wird eine Spielleitung

von Anfang an deutlich

schwieriger“, sagte Domurat.

Grundsätzlich müsse ein Unparteiischer

authentisch sein. „Jeder

Schiedsrichter pfeift ein Spiel

nach seiner Art, nach seinem Wesen“,

betonte Domurat. Wichtig

sei, dass am Ende ein ruhiger Unparteiischer

ein Spiel genauso im

Griff haben könne wie ein eher

extrovertierter Schiedsrichter.

Andreas Huisjes

Oktober 2013 63


Bezirk Weser-Ems

Kai-Uwe Cohrs glänzt

mit fairem Verhalten

Heinz Lange zeichnet den Obenstroher aus

Unter dem Motto „Fair ist

mehr“ belohnen der DFB und

dessen Landesverbände beispielhaft

faires Verhalten auf und neben

dem Fußballplatz. Diese besondere

Ehrung wurde nun auch

Altliga-Spieler Kai-Uwe Cohrs

vom TuS Obenstrohe zuteil. Heinz

Lange, Vorsitzender des Fußballkreises

Friesland, zeichnete Cohrs

kürzlich für sein besonders faires

Verhalten in einem Meisterschaftsspiel

der vergangenen Saison

aus.

„Der Vorgang ist zwar mit

nur wenigen Worten geschildert,

beinhaltet jedoch genau das, was

wir, und damit möchte ich euch

alle mit ins Boot nehmen, unter

Fair Play verstehen“, sagte Lange

in seiner Laudatio. In der Partie

gegen den Heidmühler FC ließ

Kai-Uwe Cohrs im Trikot des TuS

Obenstrohe in der 44. Minute ein

vom Schiedsrichter zunächst gegebenes

Tor, noch bevor das Spiel

mit dem Anstoß fortgesetzt wurde,

annullieren. „Der Obenstroher

gab ohne Nachfrage zu, das

Tor mit der Hand erzielt zu haben

– und dies beim Spielstand von

1:0 für die gegnerische Mannschaft.

Es wäre der Ausgleich gewesen,

den er so nicht erzielt haben

wollte“, vermerkte Schiedsrichter

Hartmut „Pico“ Abrahams

in seinem Bericht an Staffelleiter

Ludger Petroll.

„Vom rein sportlichen Ergebnis

her ging dieses Spiel am Ende

mit 0:2 für Obenstrohe verloren –

ich denke aber, dass diese Begegnung

nur Gewinner zu verzeichnen

hatte“, meinte Lange. Nicht

nur als Kreisvorsitzender, sondern

auch als Mitglied im Vorstand des

NFV überreichte er im Auftrag des

NFV-Präsidenten und DFB-Vizepräsidenten

Karl Rothmund Kai-Uwe

Cohrs neben der entsprechenden

Urkunde als Präsent die aktuelle

NFV-Kappe und das T-Shirt „Hart

zum Ball – FAIR zum Gegner“.

„Auch der Fußballkreis ist stolz darauf,

einen solchen Sportsmann in

seinen Reihen zu wissen“, sagte

Lange. „Als Anerkennung ist den

Präsenten ein Gutschein für einen

kleinen Umtrunk mit der Mannschaft

beigefügt.“ Dieter Engel

Kai-Uwe Cohrs (r.) erhält aus den Händen von Heinz Lange die Urkunde

für sein faires Verhalten.

Foto: Ingo Böger

Janis Deeken (l.) und Tammo Neubauer (r.) mit den Stützpunktspielern der NFV-Kreise Wittmund-Friesland-Wilhelmshaven.

Geräuschlos ist der Umzug des

DFB-Stützpunktes der NFV-

Kreise Wittmund-Friesland-Wilhelmshaven

von Schortens nach

Jever durchgeführt worden. Hintergrund

Umzug nach Jever

Optimale Bedingungen für DFB-Stützpunkt

ist der neue Kunstrasen-

platz, der erst in diesem Frühjahr

für den Spielbetrieb aufgenommen

wurde. Der erste Vorsitzende

des FSV Jever, Guido Jaskulska,

sah den Umzug mit einem lachenden

und einem weinenden

Auge. „Wir mussten Trainingszeiten

für unsere Mannschaften opfern,

aber haben dafür den DFB-

Stützpunkt gewonnen“, so Jaskulska.

In Absprache mit dem Landkreis

Friesland als Eigentümer

des Platzes wurden für die jungen

Nachwuchskicker optimale

Voraussetzungen geschaffen. Die

Stützpunkttrainer Tammo Neubauer

und Janis Deeken, die die

D-Juniorenjahrgänge 2001 und

2002 ausbilden werden, finden in

Jever optimale Rahmenbedingungen

vor. „Wir sind in Jever gut

aufgenommen worden und haben

mit dem FSV einen guten

Partner gefunden. Das soll aber

nicht heißen, dass in Schortens al-

Foto: Dieter Engel

les schlecht war. Die Anforderungen

an die Spieler sind gewachsen

und somit müssen auch beste

Voraussetzungen in puncto Spielfläche

geschaffen werden. Dieses

ist in Jever gegeben“, so Neubauer

und Deeken.

Wünschenswert wäre jetzt

noch die Nutzung der angrenzenden

Sporthalle für die Wintermonate.

Hier werden wohl in naher

Zukunft noch Gespräche zwischen

dem NFV und dem Landkreis Friesland

geführt. Dieter Engel

64

Oktober 2013


Einen informativen Austausch

gab es auf der Arbeitstagung

des Schiedsrichterausschusses mit

den Vereinsschiedsrichterobleuten

des NFV-Kreises Friesland.

Kreisschiedsrichterobmann Günter

Neumann bedankte sich bei

dem scheidenden Schiedsrichterlehrwart

Gerd Rüst für seine geleistete

Arbeit und stellte mit

Dennis Hohmann (TuS Obenstrohe)

den vom Kreisvorstand bestätigten

neuen Lehrwart vor.

In seinen weiteren Ausführungen

deckte Neumann einen

Mangel bei der Meldung der

Schiedsrichter auf. Diese seien

nicht zeitgemäß erfolgt. Es wurde

nochmals darauf hingewiesen,

dass das NFV-Postfach für den offiziellen

Briefverkehr genutzt werden

muss. Schiedsrichter, die

dann für den Spielbetrieb von

den Vereinen gemeldet werden,

müssen auch für die Spiele zur

Verfügung stehen.

Der Online-Spielbericht bereitet

in einigen Vereinen noch

Probleme. Sollte es zu Zwischenfällen

kommen, so sind die Staffelleiter

zu verständigen. In diesen

Fällen wird dann auf den manuellen

Spielberichtsbogen zurückgegriffen.

Ab der Rückrunde

wird auch in der 2. Kreisklasse der

Spielbericht-Online eingeführt.

Hierüber wird es noch eine gesonderte

Schulung für die

Schiedsrichter geben.

Der stellvertretende Kreis-

Axel Brendel †

Axel Brendel, der seit 1991 als Juniorenstaffelleiter

für unseren NFV-Kreis Wesermarsch

tätig war, verstarb am 29. August im Alter von

nur 61 Jahren.

Als Staffelleiter hatte er insbesondere großen

Anteil daran, dass unsere Hallenpunktrunden so

erfolgreich verlaufen sind. Er setzte sich immer für

die Jugend ein. Im Jahr 2008 wurde ihm die Silberne

Ehrennadel des NFV verliehen und im Jahr

2012 erhielt er die Silberne Ehrennadel des Landessportbundes.

Der NFV-Kreis Wesermarsch verliert einen

geschätzten Mitarbeiter. Die Vorstandsmitglieder

trauern um einen treuen Sportkameraden und

guten Freund. Alle Fußballerinnen und Fußballer

werden Axel in guter Erinnerung behalten.

Thorsten Böning (Kreisvorsitzender)

Axel Brendel.

schiedsrichterobmann Andreas

Kreye verdeutlichte, dass die Gewinnung

und das Halten der

Schiedsrichter mit dem Engagement

der Vereinsobleute stehe

und falle. Sie seien das Bindeglied

zum Kreisausschuss, so Kreye.

Mit ihrer Unterstützung sollen

insbesondere die jungen Schiedsrichter

im unteren Juniorenbereich

eingesetzt und auch unterstützt

werden. Nur durch eine

gute Sichtung und Weitermeldung

an den Kreisausschuss können

die Schiedsrichter gemeldet

und an höhere Aufgaben herangeführt

werden.

Obwohl der Bestand an

Schiedsrichtern gestiegen ist,

mahnte Kreye die Vereinsvertreter,

ihre Tätigkeiten nicht

einzustellen. Internet, Aushänge,

Flyer oder

der direkte

Weg in die

Schulen, um

dort den Kontakt

zu den

Sportlehrern zu

suchen, sollten

nicht außer

Acht gelassen

werden.

Bezirk Weser-Ems

Neue Abseitsregelung war ein Hauptthema

Friesische Vereinsschiedsrichterobleute wurden auf den neuesten Stand gebracht

Der Schiedsrichterobmann des Kreises Friesland, Günter Neumann (l.), mit

dem neuen Lehrwart Dennis Hohmann vom TuS Obenstrohe.

Foto: Dieter Engel

Der neue Schiedsrichterlehrwart

Dennis Hohmann informierte

über Neuerungen in der Regelkunde.

Insbesondere die Änderung

der Abseitsregelung war ein

Hauptthema seiner Ausführungen.

Eine ausführliche Umsetzung

der neuen Abseitsregel ist

auf der Homepage des NFV abzurufen.

Bei den zukünftigen Lehrabenden

möchte Hohmann im

Unterricht immer wieder einige

Videoschulungen mit einfließen

lassen.

Auch die geselligen Aktivitäten

kamen im letzten Jahr

nicht zu kurz. Höhepunkt war

das Schiedsrichtersommerfest in

Obenstrohe. „Es war eine gemeinsame

Veranstaltung mit

dem Fußballkreis Wilhelmshaven.

Doch die Resonanz des Nachbarkreises

war äußerst gering“, sagte

Günter Neumann. In Vorbereitung

ist bereits das Weihnachtsfest

und für das nächste Sommerfest

werden die Wünsche der

Schiedsrichter abgefragt.

Zum Abschluss der Veranstaltung

ließ der Kreisvorsitzende

Heinz Lange noch ein wenig Statistik

einfließen. So hatte er zum

Ende auch gute Nachrichten zu

vermelden. „Ein Drittel der Vereine

haben ihr Schiedsrichtersoll erfüllt

oder liegen darüber. Dieses

wird mit einer Prämie vom NFV-

Kreis Friesland belohnt“, freute

sich nicht nur Lange. Dieter Engel

Oktober 2013 65


Amtliche Bekanntmachungen

Geburtstage

15. Oktober bis

15. November

Theo Christians, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Emden, feiert am 16. Oktober

seinen 67. Geburtstag.


Dieter Neubauer, Vorsitzender

des Verbandslehrausschusses,

feiert am 20.

Oktober seinen 63. Geburtstag.


Hans-Günther Kuers,

NFV-Vizepräsident und

Vorsitzender des NFV-Bezirks

Lüneburg, feiert am

27. Oktober seinen 62. Geburtstag.


Eckehard Schütt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Osterholz, wird am 29. Oktober

63 Jahre alt.


Karl Frewert, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am 30.

Oktober seinen 77. Geburtstag.


Wolfgang Mierswa, Vorsitzender

des Verbandsschiedsrichterausschusses,

wird am 1. November 66

Jahre alt.


Michael Brede, Vorsitzender

des NFV-Kreises Nienburg,

feiert am 1. November

seinen 52. Geburtstag.


Herbert Lange, NFV-Ehrenmitglied,

wird am 4.

November 74 Jahre alt.


Johannes Budde, Vorsitzender

des Verbandssportgerichtes,

feiert am 5. November

seinen 63. Geburtstag.


Hermann Lührs, Ehrenmitglied

des NFV, wird am

7. November 74 Jahre alt.


Wolfgang Fisch, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Nordharz, feiert am 8. November

seinen 59. Geburtstag.


Winfried Neumann, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Aurich, feiert am 14. November

seinen 56. Geburtstag.

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der

Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 14. Oktober 2013.

Sportschul-Termine

30. September bis 1. November 2013

Trainerausbildung

Mo. 30.9. bis Mi. 2. Fortbildung für C-Trainer (Breitenfußball)

Fortbildung für C-Trainer (Leistungsfußball)

Mo. 30.9. bis Fr. 4. C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen,

Teil 1 für FSJler im Sport

Mo. 7. bis Fr. 11. Junior-Coach, Teil 3 inklusive Prüfung

Fr. 11. bis Sa. 12. Junior-Coach-Speziallehrgang „Spielend Mittendrin“

Mo. 14. bis Mi. 16. Lehrgang für Lehrkräfte und pädagogische

Mitarbeiter/-innen im Grundschulbereich, Teil 2

Mo. 14. bis Fr. 18. Junior-Coach, Teil 3 inklusive Prüfung

Mo. 21. bis Fr. 25. C-Lizenz Breitenfußball, Profil Kinder, Teil 2

C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen,

Teil 2 für FSJler im Sport

C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 1

Sa. 26.

Fortbildung für Honorar-/Teilbereichstrainer/-innen

Mo. 28. bis Fr. 1.11. C-Lizenz Breitenfußball, Profil Jugend, Teil 3

C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 2

Ferienangebote

Fr. 4. bis Mo. 7. Sparkassen-Fußballschule

Mo. 7. bis Fr. 11. Sparkassen-Fußballschule

Fr. 11. bis Di. 15. Sparkassen-Fußballschule

Di. 15. bis Fr. 18. Sparkassen-Fußballschule

Di. 15. bis Sa. 19. Sparkassen-Fußballschule

Talentförderung

Mo. 7. bis Mi. 9. U 17-Junioren-Auswahllehrgang

U 13-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 25. bis So. 27. U 15-Juniorinnen-Auswahllehrgang

Schiedsrichter

Mo. 7. bis Do. 10. Jungschiedsrichter-Lehrgang

Fr. 25. bis So. 27. Leistungslehrgang für Schiedsrichter der Landesligen

Verbandsmitarbeiter

Fr. 11. bis Sa. 12. DFBnet-Schulung für Einsteiger

Fr. 18. bis Sa. 19. Verbandsjugendbeirat-Tagung

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschlüsse des Verbandspräsidiums sind die Aufnahmen der

folgenden Vereine als Mitglieder im Niedersächsischen Fußballverband

bestätigt worden:

• Tennis-Club Blau-Weiß Delmenhorst e.V., Freizeitverein, vertreten

durch Manfred Theilen, Lethestraße 17, 27755 Delmenhorst,

NFV-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst

• 1. FC Wennigser Mark e.V., vertreten durch Tilman Zychlinski,

Bütersworthstraße 7, 30161 Hannover, NFV-Kreis Hannover-Land

• FC Unterlüß 1994 e.V., vertreten durch Andreas Rahlfs, Starlohsstraße

1, 29345 Unterlüß, NFV-Kreis Celle

• JFV Haselünne e.V., vertreten durch Hubert Litzen, Im Dünensand

2, 49740 Haselünne, NFV-Kreis Emsland

• Krökel Gemeinschaft Badenstedt e.V., Freizeitsportverein, vertreten

durch Frank Dörrie, Podbielskistraße 133, 30177 Hannover,

NFV-Kreis Hannover-Stadt

• SG Rhume e.V., vertreten durch Karl-Heinz Diedrich, Hellbergstraße

9, 37434 Rüdershausen, Kreis Göttingen-Osterode.

• Blexer TB e.V., vertreten durch Edlef Jessen, Wurpweg 24, 26954

Nordenham/Blexen, NFV-Kreis Wesermarsch

• JFV Nordwest e.V., vertreten durch Stefan Könner, Maastrichter

Straße 35, 26123 Oldenburg, NFV-Kreis Oldenburg-Stadt

Karl Rothmund

Präsident

Aufnahmegesuch

Der Verein Soltauer Sportclub 02 e.V., vertreten durch Monika

Pitschmann, Fasanenweg 1, 29614 Soltau, NFV-Kreis Heidekreis

bittet um Aufnahme in den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung innerhalb von

vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt werden.

Karl Rothmund, Präsident

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

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Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Andreas Huisjes (Weser-Ems)

Hagelskamp 21, 48455 Bad Bentheim

E-Mail: a-huisjes@gmx.net

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Kuhtrift 31, 31249 Hohenhameln

Tel. (0 51 28) 4 09 52 95

E-Mail: kornelia.schick@live.de

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Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

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Verwaltungs-GmbH des NFV

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Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

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für ein Jahr können bei der NFV-

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Einzelpreis beträgt 3 Euro. Für Vereine

und Verbandsmitarbeiter des NFV

ist er im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

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übernommen. Rücksendung

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Artikel, die mit dem Namen des Verfassers

gekennzeichnet sind, stellen

nicht unbedingt die Meinung des

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oder der Journal-Redaktion dar.

66

Oktober 2013


Nach dem Spiel ist vor

dem Genuss.

Wir wünschen allen Mannschaften

viel Erfolg im Krombacher Pokal.

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