Fischschutz Aktuell 1/14

FSVSiegburg

1/14

Fischschutz Aktuell

Offizielles Organ des Fischschutzvereins Siegburg 1910 e.V.

Wildlachszentrum

Rhein-Sieg eingeweiht

Das Bruthaus

nimmt den

Betrieb auf

75 Jahre dabei

Ehrenmitglied

Hans Günter Hardt

ist seit 75 Jahren

Vereinsmitglied

Aquakulturen

Das As im Ärmel

der Nahrungsmittelproduktion?

21. Jahrgang


eport


Inhalt

Aquakulturen – Das Ass im Ärmel der Nahrungsmittelproduktion............................................... 2 u. 6 – 8

Einladung zur Mitgliederversammlung 2014 .................................................................................... 3

Einladung zur Uferreinigung 2014................................................................................................ 4 – 5

Vereinshaustermine .............................................................................................................. 10 – 11

Termine der Jugendgruppe .......................................................................................................... 12

Gute Angler - große Fische ....................................................................................................... 14 – 15

Wildlachszentrum Rhein-Sieg eingeweiht............................................................................... 17 – 20

Herzlichen Glückwunsch ........................................................................................................ 21 – 23

Verdiente Mitglieder sollen geehrt werden ................................................................................ 24 – 25

Ehrenmitglied Hans Günter Hardt seit 75 Jahren im Fischschutzverein....................................... 26 – 29

Mitglieder pflegen ihr Vereinshaus ........................................................................................... 31 – 32

Buchtipp ................................................................................................................................ 33 – 34

Geschäftsführerin Mariette Höck beendet ihr Dienstverhältnis........................................................ 35

Impressum.................................................................................................................................. 35

Aquakulturen

Das Ass im Ärmel der

Nahrungsmittelproduktion?

von Klaus Weisser

In Deutschland werden zzt.

etwa 89% aller Fische und

Meeresfrüchte, die auf unseren

Tellern landen, aus

dem Ausland importiert. Aus

umweltpolitischer Sicht nicht

gerade sinnvoll, und so besteht

auch bei der fischereilichen

Nahrungsmittelproduktion

seit langem der Wunsch,

den Anteil der regionalen und

heimischen Produktion zu

steigern. Zusätzlich sorgen

Die Nachfrage nach Fisch steigt, doch die traditionellen Fanggründe sind

bereits weitgehend überfischt. Ist die Aquakultur ein Ausweg?

die Skandale in der Fleischproduktion

und die modernen

Ernährungs- wie auch Gesundheitstrends

dafür (weniger

Fleisch mehr Fisch), dass

der Fischkonsum angeschürt

wird.

Diese Entwicklung läuft leider

aber diametral zu den

möglichen Erträgen aus

klassischem Wildfang, denn

die Weltmeere sind bereits

überfischt. Abhilfe soll die

Aquakultur schaffen, also die

menschliche Kultivierung von

Fischen, Weichtieren wie Muscheln

und Schnecken, Krebstieren

und Wasserpflanzen.

Die Europäische Union hat

sich bereits 2013 zur Aqua-

(Fortsetzung auf Seite 6)

Fischschutz Aktuell


Einladung zur

Mitgliederversammlung 2014

unter uns

Achtung: geänderter Tagungsort

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet statt am Sonntag, dem 23. März 2014, um

15.00 Uhr im Vereinshaus Wahnbachtalstr. 13, Siegburg, Tel. 02241 / 958831 oder 65188


Ich lade hiermit alle Mitglieder herzlich zur Mitgliederversammlung ein und bitte um zahlreiches

Erscheinen. Gemäß § 9 Abs. 3 der Satzung ist die Mitgliederversammlung ohne Rücksicht auf die

Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Während der Mitgliederversammlung ist den

Mitgliedern gemäß § 2 Abs. 5 der Gewässerordnung das Angeln in den Vereinsgewässern nicht

gestattet.

Tagesordnung

1. Begrüßung

2. Genehmigung der Tagesordnung und Wahl einer Mandatsprüfungskommission

3. Ehrungen

4. Vorstandsberichte

• Rückblick auf die Veranstaltungen des Jahres 2013

• Bericht des Redakteurs „Fischschutz Aktuell“ / Bericht über die Öffentlichkeitsarbeit

• Bericht über den Internetauftritt des Vereins

• Bericht des Gewässerwartes

• Bericht der Fischereiaufseher

• Bericht des Jugendwartes

• Bericht des Vorsitzenden

• Kassenbericht

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstandes

7. Fischbesatzplan 2015 – 2017

8. Haushaltsplan 2014

9. Erweiterung der Jugendgruppe

10. Verschiedenes und Anträge

Bitte vormerken!

Das Vereinsfischen 2014

findet am Sonntag, 22. Juni 2014 statt.

Das Welsangeln 2014

findet am Samstag, 23. August 2014 statt.

- Einladungen im nächsten Heft -

Anträge an die Mitgliederversammlung sind bis 10. März 2014 an den Vorsitzenden zu richten.

Mit kräftigem Petri Heil und der Bitte um rege Teilnahme

Hubert Linden

Hubert Linden, Vorsitzender

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unter uns


Einladung zur 32. Uferreinigung

mit Nist- und Fledermauskastenaktion

und Pflege des Vereinshauses am Samstag, 15. März 2014

unterstützt durch ehrenamtliche Taucher für die Arbeit unter Wasser

mit anschließender Verlosung von Gratis-Angelkarten

Der Vorstand lädt alle Mitglieder zur Uferreinigung 2014 an den Vereinsgewässern herzlich ein

und bittet um rege Beteiligung. Diese Aktion findet in diesem Jahr zum 32. Mal statt. Niemandem

weit und breit ist es früher als uns eingefallen, auf diese Art und Weise Pflege und Schutz von

Natur und Umwelt zu betreiben und der Öffentlichkeit ein Beispiel zu geben. Darüber können wir

zu Recht stolz sein.

Ersatzgeld für die Nichtteilnahme wird auch diesmal nicht erhoben. Es wird aber darauf hingewiesen,

dass die Mitwirkung bei der jährlichen Uferreinigung gem. § 1 Abs.(5) der Gewässerordnung

vom 13. März 1994 (Stand 01. April 2010) Pflicht eines jeden Mitglieds ist.

Ehrenamtliche Taucher für die Arbeit unter Wasser haben bereits zugesagt.

Die Jugendgruppe wird wieder die von ihr seit Jahren betreuten Vogelnistkästen auf der Halbinsel

am Altarm Wolsdorf reinigen und neue Kästen für Vögel und Fledermäuse aufhängen.

Außerdem wollen wir auch wieder erforderliche Unterhaltungs- und Pflegearbeiten am Vereinshaus

vornehmen.

Termin: Samstag, 15. März 2014

Treffpunkt der Gruppe Hennef: 8.00 Uhr an der Hängebrücke Hennef – Weingartsgasse, Hennefer

Siegseite

Leitung: Vorstandsmitglied und Fischereiaufseher Achim Zank (Mobiltelefon 0173 / 2759937)

Einsatzgebiet: Sieg ab Einmündung Wahnbach siegaufwärts bis Fischereigrenze bei Lauthausen,

Altarm Allner und Allner See.

Treffpunkt der Gruppe Siegburg / Sankt Augustin: 8.00 Uhr Parkplatz am Vereinshaus, Wahnbachtalstraße

13 in Siegburg.

Leitung: Vorstandsmitglied Jochen Quabeck (Mobiltelefon 0172 / 8003359)

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unter uns


Einsatzgebiet: Sieg ab Einmündung Wahnbach siegabwärts bis Fischereigrenze an der Aggermündung,

Altarm Wolsdorf, Altarm Mülldorf, Siegburger Mühlengraben.

Achtung, auch in diesem Jahr wieder:

Treffpunkt der Gruppe Herchen: 8.00 Uhr am Restaurant Löwenburg, Herchen

Leitung: Fischereiaufseher José Cambier (Mobiltelefon 0170 / 3433426)

Einsatzgebiet: unser Siegabschnitt in Herchen

Pressebetreuung: Stellv. Vors. Klaus Weisser (Mobiltelefon 0163 / 9056623)

Bitte wieder PKW-Anhänger, Kleinlaster und ähnliche Fahrzeuge mitbringen und dafür sorgen,

dass nur die morgens bekanntgegebenen Sammelplätze beschickt werden und kein Sack Müll

liegen bleibt. Die Örtlichkeit wurde erkundet und die Einteilung des Arbeitseinsatzes danach festgelegt.

Diese Einteilungen sollten wir alle beachten, damit keine Uferbereiche und Flußabschnitte

„unbearbeitet“ liegen bleiben, während an anderen Stellen zu viele Mitglieder tätig sind.

Um 12.00 Uhr treffen wir uns dann alle in unserem Vereinshaus, Wahnbachtalstr. 13 in Siegburg

(wie morgendlicher Treff der Gruppe Siegburg / Sankt Augustin). Dort gibt es Hämmchen mit

Sauerkraut und ein paar Bierchen / Limo, Cola für die Jugend auf die Vereinskasse. Außerdem

verlosen wir unter allen morgendlichen Teilnehmern, soweit sie Mitglieder unseres Vereins sind,

Gratis-Angelkarten.

Auch in diesem Jahr fällt unsere Uferreinigung wieder (wie fast immer) mit dem Stadt-Putztag

der Stadt Siegburg zusammen und unsere Aktion ist ein Teil davon. Der Vorstand bittet

alle Mitglieder besonders herzlich und eindringlich, sich an der wichtigen Umweltmaßnahme

zu beteiligen.

Mit herzlichem Willkommen

Hubert Linden

Vorsitzender

Die Vereinshausleitung bittet, schmutzige Gummistiefel und

Schuhe nach Möglichkeit vor Betreten des Vereinshauses

durch saubere Schuhe zu ersetzten oder

vor Betreten des Hauses zu reinigen

.

Fischschutz Aktuell


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Fortsetzung von Seite 2

kultur positioniert – ihr wird

zukünftig ein höherer Stellenwert

als bisher beigemessen.

Die Mitgliedsstaaten, also

auch Deutschland wurden

beauftragt „Nationale Strategiepläne“

für die Entwicklung

der Aquakultur zu erstellen.

Finanzielle Förderungen der

Aquakultur durch die EU werden

ebenfalls zzt. diskutiert.

Die EU scheint alles auf eine

Karte setzen zu wollen. Aber

ist die Aquakultur wirklich das

fischereiwirtschaftliche Ass

im Ärmel, das sie zu sein vorgibt?

Das sind die derzeitigen

Fakten: Mehr als 7 Milliarden

Menschen werden zzt.

jedes Jahr mit 152 Mio. Tonnen

Fischereiprodukten (d.h.

152.000.000.000 kg) versorgt.

Davon stammen heute schon

60 Mio. Tonnen aus Aquakulturen

– Tendenz steigend.

Der Hunger der Welt nach

Fisch hat mittlerweile ein ökologisch

bedrohliches Ausmaß

angenommen. Der Ertrag der

Weltmeere ist erschöpft und

viele Fischarten stehen bereits

kurz vor dem Aussterben.

Es wird Zeit, sich über

Alternativen zum klassischen

Wildfang Gedanken zu machen.

Ist Aquakultur eine solche

Alternative und was ist

das eigentlich genau Aquakultur?

Ursprünglich kommt sie aus

Ägypten und China und wird

mittlerweile weltweit betrieben.

Rund 600 Tierarten, darunter

Forelle, Lachs, Karp-

fen, Pangasius, Buntbarsch,

Muscheln, Garnelen, aber

auch Algen werden heute

in Aquakulturen produziert.

Die jährlichen Produktionszuwächse

der Aquakultur liegen

zwischen fünf und acht

Prozent. Sie ist damit die am

schnellsten wachsende Lebensmittelbranche

der Welt.

In Deutschland findet ein

Großteil der heimischen

Aquakultur in Binnengewässern

statt. Hier sind es vor

allem die traditionellen Karpfen-

und Forellenzuchten.

Vereinzelt werden auch

Schleie, Zander und Wels

in Aquakulturen eingesetzt.

Die deutsche Produktion von

Fisch, Muscheln, Krebstieren,

Rogen und Kaviar in Aquakulturen

(Stand: 2012) liegt bei

rund 27.000 Tonnen jährlich.

Grundsätzlich unterscheidet

man bei der Aquakultur

geschlossene und offene

Systeme. Während die geschlossenen

Aquakulturen,

die sich meist in Hallen befinden,

ihr Wasser im Kreislauf

immer wieder aufbereiten,

stehen die offenen Systeme

im direkten Kontakt mit der

Umwelt. Sie finden sich häufig

in Flüssen und Seen oder in

Meeresbuchten und Fjorden,

wo ein ständiger und notwendiger

Wasseraustausch

garantiert ist. Besonders die

Forellenteichwirtschaft für

die Aufzucht von Forellen

und Saiblingen benötigt hohe

Durchflussraten. Da Forellen

keine Vegetarier sind, müssen

sie mit tierischen Fetten

und Proteinen ernährt werden.

Nur etwa ein Drittel des

Stickstoffgehaltes im Futter

aber kann von den Fischen

aufgenommen werden, der

Rest geht als Nährstofffracht

in unsere Fließgewässer und

führt zur Eutrophierung. Das

jedoch steht den Forderungen

der Wasserrahmenrichtlinie

entgegen. Und auch im Falle

der Meere, in die letztendlich

alle Nährstofffrachten der Binnengewässer

zusammenlaufen,

haben sich die Mitgliedsstaaten

verpflichtet, bis 2020

einen guten ökologischen Zustand

zu erreichen.

Es gibt aber auch sog. integrierte

multitrophische

Aquakulturen, bei denen versucht

wird, durch Zucht unterschiedlicher

Organismen

die Nährstoffgesamtbilanz

bei null zu halten. So können

beispielsweise Nährstoffeinträge

von Fischzuchten durch

Kultivierung von Muscheln

und Algen, die dem Wasser

Nährstoffe entziehen, ausgeglichen

werden. Die Schwierigkeit

bei diesen Kulturen

liegt darin, dass die Produktion

von einer Tonne Fisch

etwa die Aufzucht von zehn

Tonnen Muscheln erfordert,

um die Stickstoffbilanz auszugleichen.

Das ist zum einen

ein Platzproblem und zum

anderen aufgrund der Marktverhältnisse

(geringe Absatzpotenziale

für Muscheln)

unwirtschaftlich. Und würde

man aus den anfallenden

Muscheln erneut Fischfutter

erzeugen, so stiegen die Produktionskosten

auf das Zweieinhalbfache.

Grundsätzlich verursacht die

Intensivtierhaltung von Land-

Fischschutz Aktuell


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wie auch Wassertieren erhebliche

Umweltprobleme. Zum

einen schädigen die Nährstoffe

aus den Futtermitteln

und Exkrementen die natürlichen

Lebensräume, zum anderen

belasten Medikamente

(Antibiotika) und Giftstoffe

(Antifouling-Mittel) die aquatischen

Wildtiere. Die Eutrophierung

der Meere durch die

enormen Nährstofffrachten

aus den Aquakulturen schafft

dort beste Bedingungen für

das Wachstum von Algen und

Bakterien. Die dadurch bereits

entstandenen Algenteppiche

der Weltmeere sind so groß,

dass sie sich bereits problemlos

aus dem All erkennen lassen.

Während das mikroskopisch

kleine Phytoplankton

von dem Nährstoffangebot

zehrt und das Wasser zunehmend

trübt, fehlt den größeren

Pflanzen wie z.B. dem

Seegras das lebensnotwendige

Licht. Diese Pflanzen

sterben ab und werden unter

Sauerstoffzehrung am Gewässergrund

von Bakterien

zersetzt. So entstehen immer

größere Gebiete von sauerstoffarmen

oder gänzlich sauerstofffreien

Wassermassen.

Außerdem produzieren Bakterien

Schwefelwasserstoff,

der den Gewässergrund für

die dort lebenden Tierarten

zu Todeszonen werden lässt.

Anfang 2013 gab es in der

Ostsee bereits 75.000 Quadratkilometer

sauerstoffarmer

bzw. –freier Zonen – sog. „tote

Zonen“.

Besonders problematisch

ist auch die Futtermittelproduktion

für die räuberischen

Fischarten wie Lachs, Stör

und Forelle. Im Gegensatz

zu Friedfischen muss in ihrem

Futter ein Mindestanteil

an tierischen Proteinen und

Fetten enthalten sein. Und

diese stammen in der Regel

aus dem Meer. Denn für die

Produktion von Fischmehl

und –öl werden im großen

Stil die Wildbestände im

Meer befischt. Vorwiegend

sind dies kleine und für den

menschlichen Verzehr wenig

geeignete Fische wie Anchovis,

Sandaale und Sardellen.

Dennoch sind gerade diese

Schwarmfische wichtige Bestandteile

der Nahrungskette.

So ernähren sich insbesondere

Seevögel, Haie, Robben,

größere Speisefische und

Wale genau von diesen Fischen.

Der Anteil der Proteine

aus Fischmehl im Futter für

Aquakulturen beträgt etwa 30

bis 40%. Für jedes Kilogramm

gezüchteten Fisch müssen so

insgesamt zwischen einem

und drei Kilogramm Wildfisch

bzw. Schlachtabfälle eingesetzt

werden.

Während die Fischerei ausschließlich

wildlebende Arten

nutzt, beschränkt sich die

Aquakultur auf die Zucht ausgewählter

Arten. Könnte daher

die Aquakultur nicht auch

zum Bestandsschutz der

Wildtiere beitragen? Sog. Managementpläne

regeln nicht

nur das Maß der erlaubten

Fischerei, sondern sie regeln

auch die Aufzucht von Jungtieren

in Aquakulturen. Diese

Tiere können dann ausgesetzt

werden und den natürlichen

Bestand stärken. Das

ist grundsätzlich eine positive

Geschichte. Es gibt aber einige

seltene Speisefische wie

den Aal und den Thunfisch,

die sich nicht in Gefangenschaft

reproduzieren lassen.

Werden diese Tiere in Aquakulturen

aufgezogen, handelt

es sich um reine Mast und

nicht um Zucht. Hier werden

den bedrohten Wildbeständen

also nur Jungtiere entnommen,

so dass kaum noch

Wildfische nachwachsen können.

Die Aquakulturen lösen dennoch

zunehmend den Wildfang

der Fischereiflotten ab,

der aufgrund der weltweiten

Überfischung zum Erliegen

kommt. Man könnte meinen,

dass Aquakulturen demnach

dazu beitragen, dass

die Wildbestände geschont

werden. Das trifft aber schon

aufgrund der Futtermittelbeschaffung

nicht zu, weil

den Wildfischen dadurch die

Nahrung entzogen wird. Zum

anderen handelt es sich bei

den kultivierten Arten nicht

um heimische Stämme. Oft

entkommen diese Fische aus

den Aquakulturen und werden

als sog. Neobiota zur Bedrohung

für die Wildbestände.

Ein weiteres Risiko besteht

in der Krankheits- und Parasitenübertragung

auf die

wildlebenden Arten. Diese

werden durch Satzfische

eingeschleppt, die zumeist

im Ausland gezüchtet wurden.

In Europa werden die

Aalbestände beispielsweise

vom Schwimmblasenwurm

bedroht, der durch den Import

japanischer Aale nach

Fischschutz Aktuell


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Europa eingeschleppt wurde.

Bei Lachsen norwegischer

Kulturen ist es der ansteckende

Erreger der Blutarmut

(ISA), der durch die Fischlaus

übertragen wird. In Nordeuropa

und –amerika hat sich

diese Krankheit bereits in den

Aquakulturanlagen verbreitet.

Um intensiv geführte Aquakulturen

mit unnatürlichen hohen

Bestandsdichten zu bewerkstelligen

bleibt auch der

Einsatz von Medikamenten

und Giftstoffen nicht aus. Aus

offenen Systemen gelangen

diese in die Umwelt. Dadurch

kann es z.B. zu Resistenzbildungen

bei Bakterienstämmen

kommen, die schließlich

auch dem Menschen gefährlich

werden können. Um

den Bewuchs von Algen und

die Anhaftung von Tieren an

den Netzkäfigen zu verhindern,

kommen sog. Antifouling-Mittel

zum Einsatz. Diese

bestehen oft aus giftigen

Kupferkomplexen, die sich im

Umgebungswasser auflösen

und so die Umwelt belasten.

Wirtschaftliche Produktion

von Fisch verlangt nach

schnellem Wachstum der

Tiere, besserer Futterverwertung

und möglichst krankheitsresistenten

Arten. Dies

wird teilweise durch besondere

Zuchtprogramme ermöglicht.

So stammen rund 100%

der Lachse in Aquakulturen

aus selektiven Züchtungen.

Sie erreichen das Wunschgewicht

in der halben Zeit eines

normalen Wildfisches. Dennoch

reicht das in der Regel

nicht aus. Durch Manipulation

des Erbgutes wurden in mehreren

Ländern bereits genetisch

veränderte Organismen

zur Markreife gebracht. Darunter

auch Riesenlachse

sowie Karpfen und Forellen,

die vermehrt Wachstumshormone

produzieren. Insgesamt

35 Arten wurden so bereits

durch Genmanipulation erzeugt,

weitere werden folgen.

Auch die hohe Bestandsdichte

der Fische in Aquakulturen

ist problematisch.

Die schlechten Bedingungen

führen üblicherweise zu Mortalitäten

von rund 20%. Selbst

für Schwarmfische liegen die

Besatzdichten weit über dem

erträglichen Maß.

Insgesamt sieht es daher

nicht so aus, als ob Aquakulturen

ein sinnvoller Weg aus

der fischereilichen Sackgasse

wären. Vielmehr bleibt der

Eindruck zurück, dass man

hier gerade versucht Feuer

mit Öl zu löschen. Dabei sind

Aquakulturen vom Grundsatz

her gar nichts Schlechtes, es

kommt alleine darauf an, wie

sie betrieben werden. Karpfen

lassen sich beispielsweise in

Teichen so züchten, dass

sie ohne zusätzliches Futter

auskommen und die produzierten

Nährstoffe wieder von

den Pflanzen im Teich aufgenommen

werden. Ein in sich

stimmiges und nachhaltiges

Konzept, dass bereits im Mittelalter

gut funktioniert hat.

Übrigens:

Die Angelfischerei ist mit ihrem

Hegegrundsatz ebenso

nachhaltig und hat ihre Umweltverträglichkeit

bereits

über tausende von Jahren

unter Beweis gestellt. Sie

wäre es, ebenso auch das

Konzept der mittelalterlichen

Karpfenteiche, das von der

EU gefördert und geschützt

werden müsste. Alle anderen

scheinbaren Trümpfe werden

weitere und vermutlich noch

verheerendere Folgen mit

sich bringen.

(Quelle: BUND,

Aquakultur – Fisch für alle?)

Bei integrierten multitrophischen Aquakulturen bleibt durch Zucht unterschiedlicher

Organismen die Nährstoffgesamtbilanz insgesamt bei etwa Null.

Fischschutz Aktuell


termine

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Im und um das Vereinshaus

ist auch 2014 immer etwas los

von Michael Nagel

Der Winter kehrt bald aus und

der Frühling wird uns schon

bald mit den zarten Lockrufen

der Vögel begrüßen. Auch

wir kehren bald sinngemäß

wieder, wenn wir im März zu

unserer ersten Außenveranstaltung

einladen.

Die Uferreinigung am 15.

März steht an und wir würden

uns über zahlreiche Unterstützung

der Mitgliederinnen

und Mitglieder freuen. Mittlerweile

zum 32. Mal findet diese

Veranstaltung nun statt. Gut

eine Woche später am 23.

März wagen wir uns die Mitgliederversammlung

erstmalig

in unserem Vereinshaus

abzuhalten.

Am 25. April dürfen wir erneut

zum Filmabend „Der

Fischschutzverein zu alten

Zeiten“ einladen. Die Technikprobleme

vom letzten Mal

sind behoben und diese Veranstaltung

ist nicht nur für die

älteren Vereinsmitglieder ein

Muß.

Jeden Freitag ist unser Vereinshaus

ab 19 Uhr für alle

Mitgliederinnen/Mitglieder

und deren Freunde geöffnet.

Unsere Ökonomie bietet kühle

Getränke und kleine Speisen

zu günstigen Preisen an.

Am 22. Juni treffen wir uns

nach dem gemeinsamen

Fischen mit Freunden und

Angelkollegen zum gemeinsamen

Erbsensuppenessen

im Vereinshaus. Ferner wollen

wir zur Weltmeisterschaft das

ein oder andere Gruppenspiel

gemeinsam anschauen. Alle

weiteren möglichen Spiele mit

deutscher Beteiligung werden

spontan angekündigt.

Ein weiterer Höhepunkt wird

am 23. August dann das dritte

Hegefischen auf Wels sein.

Alle Vereinsmitglieder, auch

diejenigen die nur fischen

wollen, sind herzlich eingeladen.

Es ist also wieder mal

viel los um und im Vereinshaus.

Wir freuen uns auf Dein

und Eurer kommen.

Fischschutz Aktuell


termine

11

Fischschutz Aktuell


termine

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Termine der Jugendgruppe 2014

von Martin Schumacher

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Barsche bis 50 cm

Hechte bis 110 cm

Ka

Waller

Fischschutz Aktuell


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15

Gute Angler - große Fische

Beeindruckende Fänge aus unseren

ergiebigen Vereinsgewässern

rpfen bis 40 Pfund

bis über 150 cm

Fischschutz Aktuell


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Wildlachszentrum Rhein-Sieg

eingeweiht - "unser Bruthaus"

nimmt den Betrieb auf

von Hubert Linden

Das Gebäude des neuen Wildlachszentrums Rhein-Sieg auf dem Gelände des

Wahnbachtalsperrenverbandes (WTV) in Siegburg am Siegelsknippen

Die Wendung „unser Bruthaus“

habe ich bewusst gewählt

und ich stehe auch

dazu, dass es unser Bruthaus

ist.

Der Erfolg hat bekanntlich

viele Väter und in diesem Fall

sind es auch in der Tat viele,

die den Titel „Vater“ verdienen.

Wir – und jetzt meine ich den

Fischschutzverein Siegburg

1910 e. V. ganz speziell - sind

einer von zahlreichen Fischereivereinen

von Sieg, Agger,

Bröl und auch vom Hanfbach,

die sich mit erheblichen Mitteln

zum Betrieb des Bruthauses

einbringen. Und zwar

bringen wir den Löwenanteil

ein, so wie wir bereits seit

dem Jahr 1993 den größten

Beitrag zum „Lachsgeldtopf“

dem sogenannten hiesigen

„Zusatzlachsprogramm“ eingebracht

haben.

Zur Erinnerung: Damals wurde

aus unserem Verein im

Bezirk Sieg der Vorschlag

eingebracht, jährlich DM 5,-

(inzwischen EUR 2,50) je Mitglied

der beteiligten Fischereivereine

an den genannten

Fischschutz Aktuell


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18

Im Wildlachszentrum Rhein-Sieg werden zukünftig 200.000 Wildlachse aus Eiern von Siegrückkehrern erbrütet und

herangestreckt, um später diese dann in der Sieg und ihren Nebenflüssen in ihre neue Heimat zu entlassen

Gewässern in den Lachsgeldtopf

einzuzahlen. Es lässt

sich leicht ausrechnen, wie

viel unser Verein bei unserer

Mitgliederstärke jährlich und

bis heute dazu geleistet hat.

Überschlagsweise komme

ich nah an EUR 50.000,-, was

allein wir in den vergangenen

Jahren an Finanzmittel dazu

geleistet haben. Da sind die

rund DM 40.000,-, die wir

zum Bau der Fischaufstiege

zuvor schon gezahlt hatten,

gar nicht eingerechnet.

Immerhin sind bis heute von

den beteiligten Vereinen rund

EUR 300.000,- zusammengetragen

worden. In der ersten

Phase finanzierten wir daraus

den Ankauf und die Erbrütung

von Lachseiern aus Skandinavien

und Irland, Personalkosten

an der KFS und bei der

Kartierung von Lachslaichplätzen,

Elektrobefischungen

und dem Bau der damaligen

Aggerreuse, um nur einige

Beispiele zu nennen. Später

sparten wir ganz bewusst

weitere Mittel an, weil wir den

Bau des eigenen Bruthauses

ins Auge genommen hatten.

Dabei gab es auch große

Widerstände bis zu persönlichen

Anfeindungen und Verunglimpfungen.

Aber das ist

Schnee von gestern. Heute

steht unser Wildlachszentrum

und alle sind froh, dass wir

angesparte EUR 108.000,-

als Zustiftung in die Stiftung

Wasserlauf, die das operative

Geschäft betreibt, einbringen

konnten und damit ein gutes

Fischschutz Aktuell


18

report

19

Fundament für den Betrieb

des Bruthauses schufen. Erfreulicher

Weise gelang es

auch, die Sieg Fischerei –

Genossenschaft zu einer Beteiligung

von EUR 30.000,- zu

bewegen. Den Großteil aber

bringen wiederum die Angler

ein, denn bei der gegenwärtigen

Mitgliederzahl sollten

die beteiligten Vereine rund

EUR 9.000,- jährlich zusammentragen.

Und das wird mindestens

bis zum Jahr 2020

fortgesetzt. Damit wären die

Angler mit vielleicht weiteren

Mitteln nahe EUR 100.000,-

dabei.

Auf diese Weise gelang es,

das Wildlachszentrum aus

Mitteln des Landes NRW und

aus europäischen Fischereifördermitteln

zu errichten.

Dort werden von jetzt an

jährlich rund 200.000 Lachsbrütlinge

aus den Eiern unserer

Siegrückkehrer, die in

der Kontroll- und Fangstation

am Buisdorfer Wehr entnommen

werden, produziert. Die

herangestreckten Brütlinge

werden nun Jahr für Jahr im

Siegsystem eingesetzt.

Nicht vergessen werden darf,

dass auch unser Verband, der

Rheinische Fischereiverband

von 1880 e. V. mit erheblichen

Mitteln, zuletzt noch mit EUR

100.000,- zur Finanzierung

erheblich beiträgt, wobei es

sich wiederum um das Geld

von Anglern handelt. Ein

großer Motor war immer der

Verbandsvorsitzende Walter

Sollbach, der unsere hier vor

Durch das Ausbrüten und Heranstrecken von Lachsbrütlingen können die Mortalitäten durch Defizite

in den Jungfischhabitaten des Siegsystems teilweise kompensiert werden

Fischschutz Aktuell


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20 17

Ort geborene Idee vom eigenen

Bruthaus von Anfang

an mitgetragen und letztlich

durchgesetzt hat.

Und so waren alle glücklich,

als am 15. November 2013

das Wildlachszentrum auf

dem Gelände des Wahnbachtalsperrenverbandes

(WTV) in Siegburg Siegelsknippen

eingeweiht werden

konnte. Der Verband stellt

uns das hervorragende

Wasser, das aus der Wahnbachtalsperre

kommt und

aus dem Sieguferfiltrat gewonnen

wird, zur Verfügung

und wir sind namentlich dem

Landrat des Rhein-Sieg-

Kreises Frithjof Kühn und der

aufgeschlossenen Haltung

des WTV-Geschäftsführers

Norbert Eckschlag für die

hervorragende Kooperation

besonders dankbar. Auch der

Stadt Siegburg gebührt Dank,

die als Mitglied des WTV, vor

allem in der Person des langjährigen

Stadtverordneten

und ehemaligen Vize-Bürgermeisters

Erich Nießen, unser

Projekt immer unterstützt hat.

Das Wildlachszentrum besteht

aus einer rund 400 qm

großen Halle mit Brutrinnen

und Rundstrombecken sowie

modernster Bruthaustechnik

im Kreislaufverfahren. Hier

wird vor allem auch Forschung

bei der Erbrütung

und dem Heranstrecken der

Großsalmoniden betrieben.

Ziel ist es, auf diese Weise zu

mehr möglichst naturnahen

Verfahren zu finden, die den

Brütlingen in unseren Gewässern

besonders gute Startchancen

vermitteln, wenn sie

dann in die Freiheit entlassen

werden, später in Richtung

Grönland wandern, um eines

Tages heimzukehren und sich

dann möglichst bald natürlich

zu vermehren.

Zum Start des Bruthausbetriebs

wünschen wir dem

Kernteam des Wanderfischprogramms

NRW, namentlich

Armin Nemitz und Sven Wohlgemuth,

sowie Daniel Fey vom

Landesumweltamt und allen

Helfern und den Mitarbeitern

der Stiftung Wasserlauf, Dr.

Frank Molls und seinen weiteren

Mitarbeitern vom Rheinischen

Fischereiverband

und sonstigen Mitwirkenden,

die sicher in der Zukunft auch

wieder aus unseren Reihen

kommen werden, Glück und

Erfolg zum Wohl und Gedeih

einer Idee, die uns einst dauerhaft

den Lachs wieder in

unsere Sieg bringen soll, die

seit Jahrhunderten seine Heimat

ist.

Fischschutz Aktuell


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unter uns

21

Herzlichen Glückwunsch!

Allen unseren Mitgliedern,

die in der Zeit von Januar bis

April ihren Geburtstag feiern,

wünschen der Vereinsvorstand

und die Redaktion von

FISCHSCHUTZ AKTUELL

alles Gute im neuen Lebensjahr,

gute Gesundheit und viel

Petri Heil. Besonders gratulieren

wir unseren Senioren und

den Mitgliedern mit „runden“

Geburtstagen:

Hans Günter Hardt wird 91 Günter Berger wird 85

91 Jahre

Hans Günter Hardt

53773 Hennef

04. Februar

84 Jahre

Johannes Wirth

53797 Lohmar

23. März

80 Jahre

Siegfried Sauer

51570 Windeck

20. Februar

89 Jahre

Ingo Wruck

53773 Hennef

12. April

87 Jahre

Hugo Henseler

53757 Sankt Augustin

01. April

85 Jahre

Günter Berger

53773 Hennef

13. April

82 Jahre

Karl Josef Barion

53332 Bornheim

21. Februar

Heinrich Kroll

53757 Sankt Augustin

05. März

Fritz Zeidler

53721 Siegburg

05. April

Herbert Schmitz

53773 Hennef

20. März

79 Jahre

Cornelius Trimborn

53859 Niederkassel

02. März

Willi-Artur Krieger

53757 Sankt Augustin

03. April

Fischschutz Aktuell


unter uns

22 15

76 Jahre

Manfred Böhm

53757 Sankt Augustin

20. Januar

Werner Sterzenbach

53797 Lohmar

21. Januar

75 Jahre

Wilhelm Umschlag

53721 Siegburg

21. Januar

Willi-Artur Krieger feiert den

79. Geburtstag

78 Jahre

Christfried Petzold

53721 Siegburg

16. Februar

Werner Roczek

53773 Hennef

26. Februar

Friedrich Zacharias

53757 Sankt Augustin

04. März

Günther Claes

50733 Köln

28. Februar

Heinrich Gerards

53721 Siegburg

04. März

Gerhard Bielski

53773 Hennef

26. April

Ehrenmitglied Christfried Petzold

feiert 78. Geburtstag

70 Jahre

Erich Schwan

53773 Hennef

24. Januar

Michael Brinckman

53757 Sankt Augustin

22. Februar

Peter Herkenhöner

53773 Hennef

16. Februar

Alfred Witte

53721 Siegburg

17. März

Nikolai Kruglow

53840 Troisdorf

10. Februar

77 Jahre

Richard Ellinghoven

53721 Siegburg

17. März

Alfred Witte wird 78

Manfred Winterscheid

53773 Hennef

27. Februar

Emil Bierhals

51570 Windeck/Stromberg

25. März

Fischschutz Aktuell


16

unter uns

23

Bernd Lang

53773 Hennef-Heisterschoss

20. April

Günter Müller

53721 Siegburg

16. April

50 Jahre

Gregor Girew

53773 Hennef

02. Januar

Friedrich Zacharias feiert

78. Geburtstag

Peter Borowski

53123 Bonn

06. März

60 Jahre

Wolf Enger

53757 Sankt Augustin

08. Januar

Eike Wedell

53721 Siegburg

14. März

Wolfgang Hartung

53229 Bonn

10. April

Ehrenmitglied Manfred Böhm

wird 76 Jahre alt

Paul Peter Potempa

53783 Eitorf

24. Januar

Viktor Deobald

51570 Windeck

24. Februar

Klaus Adams

53721 Siegburg

14. März

Klaus Braukmann

53721 Siegburg

31. März

Heinrich Gerards wird 75

Fischschutz Aktuell


unter uns

24 15

Verdiente Vereinsmitglieder

sollen geehrt werden

Auch in diesem Jahr feiert wieder eine ganze Reihe verdienter Mitglieder Jubiläum. Sie gehören

dem Fischschutzverein fünfundsiebzig, fünfzig, vierzig, dreißig oder zwanzig Jahre an. Diese Angelfreunde

sollen zur Mitgliederversammlung am 23. März 2014 besonders geehrt werden. Anlässlich

ihrer langen Vereinszugehörigkeit sollen sie mit der Ehrennadel des Fischschutzvereins

in Gold oder Silber ausgezeichnet werden, oder es soll ihnen eine wertvolle Erinnerungsgabe

überreicht werden. Der Vorstand bittet daher die nachfolgend aufgeführten Mitglieder besonders

herzlich, mitzuteilen, ob sie an der diesjährigen Mitgliederversammlung teilnehmen und die Ehrung

entgegen nehmen werden, ob sie ggf. verhindert sind oder keine Ehrung wünschen.

Heinz Geyer

53721 Siegburg

Alfred Siebertz

53773 Hennef

40 Jahre

Michael Höck

53773 Hennef

Martin Matyssek

11020 Berlin

Ehrenmitglied Hans Günter Hardt

ist seit 75 Jahren Mitglied im

Fischschutzverein Siegburg

Hans-Georg Neudert

53119 Bonn

40 Jahre Mitgliedschaft

feiert Michael Höck

75 Jahre

Hans Günter Hardt

53773 Hennef

50 Jahre

Ernst Franke

53773 Hennef

Ferdinand

Schmitz-Roggendorf

53773 Hennef

Robert Strumila

53773 Hennef

30 Jahre

Uwe Greulich

51702 Bergneustadt

Albert Heinrichs

53721 Siegburg-Seligenthal

Ursula Herrmann

53721 Siegburg

Peter Maatz

53773 Hennef

Fischschutz Aktuell


16

unter uns

25

Guido Rossbach

53757 Sankt Augustin

Werner Sterzenbach

53797 Lohmar

20 Jahre

Jörg Aberfeld

51570 Windeck

Bereits 30 Jahre Vereinsmitglied

ist Ursula Herrmann

Manfred Matthäus

53721 Siegburg

Helmut Mehren

53721 Siegburg

Markus Pütz

53359 Rheinbach

Hans-Erich Rogalla

53757 Sankt Augustin

Bernd Balke

53489 Sinzig

Ralph Gossow

53773 Hennef

Markus Klein

53567 Asbach-Limbach

Klaus Kliesch

53721 Siegburg

Ingo Marmann

53757 Sankt Augustin

Alexander Matz

53721 Siegburg

Auch Manfred Mathäus blickt auf 30

Jahre Vereinsmitgliedschaft zurück

Tino Schönherr

53819 Neunkirchen-S.

Alexander Schüller

53721 Siegburg

Sandro Trevisany

53773 Hennef

Roman Wenrich

51491 Overath

Adolf Prediger

53773 Hennef

Torben Reiske

53757 Sankt Augustin

Peter Schmidt

53757 Sankt Augustin

Markus Pütz ist bereits

30 Jahre Vereinsmitglied

Ronnie Schönherr

53773 Hennef

Dr. Bernd Balke ist seit 20 Jahren

Mitglied im Fischschutzverein

Fischschutz Aktuell


unter uns

26 15

Ehrenmitglied Hans Günter Hardt seit

75 Jahren im Fischschutzverein

von Hubert Linden

Das hat es im Fischschutzverein

Siegburg noch nicht

gegeben. Ein Mitglied feiert

das 75-jährige Jubiläum. Und

das Mitglied ist kein geringerer

als Hans Günter Hardt,

vielleicht der bekannteste

Angelfunktionär Nord-Rhein-

Westfalens, Ehrenmitglied

unseres Vereins, Ehrenvorsitzender

des Rheinischen

Fischereiverbandes von 1880

e. V. und der Sieg Fischerei-

Genossenschaft, erster Präsident

des Fischereiverbandes

NRW nach dessen Gründung

im Jahr 1978.

Hans Günter Hardt hat mir

erzählt, dass er seine ersten

anglerischen Schritte am

Hanfbach in seinem Heimatort

Hennef getan hat. Dass

er damals erst rund 15 Jahre

alt gewesen ist, mag gut sein.

Wie legal seine ersten Angeltouren

am Hanfbach damals

waren, will ich heute nicht

untersuchen, aber wir Angler,

die wir in ähnlich zartem Alter

von der Angelleidenschaft gepackt

wurden, wissen nur zu

gut, dass für uns alle zuerst

der Fisch und erst später der

Angelschein wichtig war.

Hans Günter Hardt, 75 Jahre Vereinsmitglied im Fischschutzverein Siegburg

1910 e.V. und der vielleicht bekannteste Angelfunktionär Nordrhein-Westfalens,

Ehrenmitglied unseres Vereins, Ehrenvorsitzender des Rheinischen

Fischereiverbandes von 1880 e. V. und der Sieg Fischerei-Genossenschaft,

erster Präsident des Fischereiverbandes NRW.

Fischschutz Aktuell


16

unter uns

27

So mag es auch beim jungen

Hans Günter damals gewesen

sein. Der Hanfbach aber

ist seine große Angelliebe

geblieben, denn dort fischt

er noch heute im Kreise des

kleinen Vereins „Forelle Hanfbach“

dessen Vorsitzender er

lange war und dessen Ehrenvorsitzender

er heute ebenfalls

ist.

Seine anglerische Heimat

als organisierter Angler aber

ist unser Verein, der Fischschutzverein

Siegburg 1910

e. V. Ihm trat Hans Günter

schon 1939 bei und so kann

er in diesem Jahr auf eine

75-jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Er ist seit vielen

Jahren „dienstältestes“ Mitglied

unseres inzwischen 104

Jahre alten Vereins und hat

sage und schreibe fast drei

Viertel der Vereinsgeschichte

miterlebt.

Hans Günter Hardt liebte

und liebt die Natur und seine

Heimat, und deshalb war es

für ihn eine Selbstverständlichkeit,

dass er sich schon

bald für beides besonders

einsetzte. Das tat er in der

Kommunalpolitik der Gemeinde,

später Stadt Hennef

an vorderster Stelle und

das tat er als Abgeordneter

im Landtag von Nordrhein-

Westfalen und er hat sich

zeitlebens als Funktionär, wie

kein Zweiter, für die Belange

der Angelfischerei eingesetzt.

Ab dem Jahr 1952 vertrat er

in der Sieg Fischerei-Genossenschaft

(SFG) als Vermögensverwalter

von Schloss

Allner die Fischereirechte in

der Sieg. 1960 wurde er bereits

stellv. Vorsitzender der

SFG. Auch im Vorstand des

Fischschutzvereins Siegburg

wirkte er viele Jahre an vorderster

Stelle mit, von 1973

bis 1976 als stellvertretender

Vorsitzender.

Hans Günter Hardt war immer

ein weitblickender Mann und

es war seine Überzeugung,

dass auch die Angelfischerei

eine starke Interessenvertretung

benötigt. So war er

es, der 1971 die Gründung

unseres Bezirks Sieg in unserem

Verband betrieb und er

war auch der erste Bezirksvorsitzende.

Schon damals

vertrat er mit Nachdruck die

Auffassung, dass die gleichzeitige

Arbeit in einer Fischereigenossenschaft

und

im Verband sich keinesfalls

ausschließen, wie manche

Fischereirechtsinhaber auch

heute noch postulieren, sondern

in Wirklichkeit die Bündelung

identischer Interessen

darstellt. Er lehrte uns alle,

dass Fischartenschutz nicht

allein eine staatliche Aufgabe

ist, sondern neben dem vielerorts

großen Engagement der

Angler für den Fischlebensraum,

was gerade hier bei uns

an der Sieg seit Jahrzehnten

demonstriert wird, auch die

Fischereiberechtigten gut

beraten sind, hierbei in jeder

Hinsicht aktiv mitzuwirken

und dass das Eigentumsrecht

Fischerei gleichzeitig große

Verantwortung für die Natur

bedeutet.

Hans Günter Hardt und Wilhelm

Fettweiß, der fünfzig

Jahre lang Geschäftsführer

der SFG war und ebenfalls

seit Jahren unser Ehrenmitglied

ist, brachten sich enorm

in die Gestaltung des neuen

Landesfischereigesetzes

ein, dass 1972 vom Landtag

verabschiedet wurde. Im

gleichen Jahr wurde Hans

Günter Hardt Vorsitzender

unseres Verbandes, der damals

noch Landes-Fischereiverband

Nordrhein e.V. Bonn

hieß. Der neue Vorsitzende

übernahm sein Amt in einer

äußerst schwierigen Zeit. Es

war die Zeit katastrophaler

Fischsterben im Rhein und

seinen Nebenflüssen und

die vier Fischereiverbände in

NRW fanden keinen Weg zum

Zusammenschluss, so sehr

sich Hans Günter Hardt auch

dafür einsetzte, der längst erkannt

hatte, dass nur eine auf

Landesebene geschlossene

Interessenvertretung der Angelfischerei

glaubhaft und

wirkungsvoll gegenüber dem

Fischschutz Aktuell


unter uns

28

Land NRW und den Behörden

würde auftreten können.

Zum Glück schaffte er es,

dass 1978 der Sportfischerverband

NRW, der heutige

Fischereiverband NRW als

nordrheinwestfälischer Dachverband

gegründet wurde.

Gründungspräsident wurde

kein anderer als Hans Günter

Hardt.

1977 hatte er auch den Vorsitz

in der SFG übernommen.

Diese setzte sich in höchst

konsequenter Weise gegen

die verheerende Gewässerverschmutzung

der Sieg,

verursacht durch industrielle

und kommunale Abwasser,

zur Wehr und in gemeinsamer

Arbeit mit dem bereits

erwähnten Geschäftsführer

Wilhelm Fettweiß, der wegen

seines großartigen Wirkens,

ebenso bis heute hoch geschätzt

ist, wurde die Schadstoffe

einleitende Industrie

an Sieg, Agger und Bröl mit

einer Welle von Entschädigungsprozessen

überzogen

und kein einziger davon ging

verloren. So gelten beide

heute als große Vorkämpfer

für die wiedererlangte gute

Wasserqualität der Sieg. Diese

Arbeit war sozusagen

die Basis unseres heutigen

Bemühens, den atlantischen

Lachs in seinem Heimatfluss

seit Jahrhunderten, wieder

anzusiedeln. Wenn auch noch

Schon mit 15 Jahren unternahm Hans Günter Hardt seine ersten

anglerischen Schritte am Hanfbach in seinem Heimatort Hennef

viel dazu zu unternehmen ist,

können wir jedoch vermelden,

das seit 1990 wieder mehr als

6.700 Lachse den Weg zurück

zur Sieg gefunden haben.

Die Schaffung des Wildlachszentrums,

das Ende des vergangenen

Jahres eingeweiht

werden konnte, markiert ein

großes Zwischenziel, an dessen

Zustandekommen Hans

Günter Hardt, bereits hoch

betagt, noch maßgeblich

beteiligt war. Erste Verhandlungen,

die Trinkwasseraufbereitungsanlage

des Wahnbachtalsperrenverbandes

in

Siegburg-Siegelsknippen als

Standort zu gewinnen, durfte

ich vor Jahren noch gemeinsam

mit ihm führen.

Das Wirken unseres Jubilars

in 75 Jahren war für unsere

Arbeit und auch persönlich für

mich immer Vorbild. Wir, die

Angler und Angelfunktionäre

von heute, sind aufgerufen,

sein Lebenswerk fortzusetzen.

Zeitlebens war er auch ein

höchst aktiver und erfolgreicher

Angler. Den US-Ame-

Fischschutz Aktuell


unter uns

29

rikanern hat er gezeigt, wie

man mit Kartoffel erfolgreich

Karpfen überlistet. In der

Provinz British Columbia in

Kanada hat er Cohos und

Königslachse gefangen und

unzählige Male war er mit

der Fliegenrute erfolgreich in

den allseits bekannten Salmonidengewässern

Österreichs

unterwegs. Aber dem

Hanfbach und der Sieg, den

Gewässern seiner Jugend,

ist er immer und ohne Unterbrechung

treu geblieben.

Noch mit über achtzig Jahren

fing er in der Sieg bei Hennef

an einer seiner bevorzugten

Angelstellen einen zwanzigpfündigen

Schuppenkarpfen.

Hans Günter Hardt, der letztes

Jahr 90 Jahre alt geworden

ist, begleitet bis auf den heutigen

Tag auch die Arbeit des

Fischschutzvereins Siegburg

und ist immer noch und jederzeit

hochinteressiert an allem

was geschieht.

Wir Angler im Fischschutzverein

Siegburg, ebenso wie alle

Angler in Nordrhein-Westfalen

haben Hans Günter Hardt

unendlich viel zu verdanken.

Wir gratulieren ihm herzlich

zu seinem fürwahr seltenen

Jubiläum und sagen ihm eine

kräftiges Petri Heil und wünschen

ihm, dass noch viele

Jahre in guter Gesundheit

hinzuzukommen.

Und auch im hohen Alter blieb Hans Günter Hardt seiner Leidenschaft treu

und ging erfolgreich der Fischwaid nach. Hier mit einem zwanzigpfündigen

Schuppenkarpfen, den er an einer seiner bevorzugten Angelstellen in der

Sieg bei Hennef fing

Fischschutz Aktuell


eport

31

Mitglieder pflegen ihr Vereinshaus

- am Tag der Vereinshausinstandhaltung

und im ganzen Jahrvon

Hubert Linden

Jeder Eigenheimbesitzer

weiß, dass man ein Haus

nicht nur bauen muss, sondern

dass man es auch „in

Schuss“ halten muss um

dauerhaft Freude daran zu

haben.

Vorstandsmitglied Waldemar

Harms hat von Manfred

Böhm (heute Ehrenmitglied)

die Aufgabe übernommen,

das Vereinshaus ständig im

Auge zu behalten und wo immer

es erforderlich ist, Pflege

und Instandhaltungsarbeiten

zu übernehmen und größere

Vorhaben zu koordinieren

und zu leiten.

Seit dem Bauabschluss im

Jahr 2005 pflegt und wartet

Heinz Reuter (Elektromeister

im Ruhestand) die gesamte

elektrische Anlage und Siegfried

Lehmann, seines Zeichens

Landschaftsgärtner,

betreut den Außenbereich,

die Gartenanlage und alles

was dazu gehört. Horst Bein

(inzwischen auch Ehrenmitglied),

seit der Bauphase

guter Geist an allen Ecken

Fischschutz Aktuell


eport

32

und Kanten, ist inzwischen

wie Manfred Böhm im Ruhestand.

Er wurde von Manfred

Völzmann abgelöst.

Arbeit gibt es immer. Im

Sommer erneuerten Waldemar

Harms, Jochen Quabeck,

Martin Schumacher

und Ralph Borowitzki den

Terrassenboden der Ökonomiewohnung

und ersparten

dem Verein damit hohe Kosten.

Ralph Borowitzki mähte

das städtische Gelände am

Parkplatz des Vereinshauses.

Waldemar Harms und Manfred

Völzmann brachten im

Dezember auf dem Dach des

Vereinshauses, zwei von der

Dachdeckerfirma vergessene

Sanitärlüfter an. Vorher hatten

Waldemar und Jochen Quabeck

auf dem Dach über dem

Eingang einen Schutz gegen

Dachlawinen montiert.

Manfred Völzmann hat unseren

Aktenvernichter aufgerüstet

und säckeweise längst

veraltete Akten geschreddert.

Hein Gerards hat zum x-ten

Mal seinen PKW-Anhänger

zur Verfügung gestellt und

einen kürzlich preiswert erworbenen

Aktenschrank zum

Vereinshaus transportiert.

Waldemar Harms hat das gut

gebrauchte Stück lackiert und

nun sieht es wie neu aus und

verbessert unsere Geschäftsstellenorganisation

erheblich.

Am Samstag, 30. November

fanden sich schließlich rund

drei Handvoll Mitglieder ein

um die jährlich groß angelegte

Vereinshausinstandhaltung

anzugehen. Waldemar

Harms, Walter Hauser, Johann

Klein, Gerhard Michling,

Klaus Kohls, Manfred

Völzmann, Horst Bein, Heinz

Beule und Agostino Castellaneta

reinigten die Dachrinnen,

fegten Unmengen

Laub auf und Siegfried Lehmann

beschnitt Bäume und

Sträucher. Manfred Völzmann

brachte den gesamten Grünschnitt

mit eigenem Anhänger

zur Gründeponie. Siegfried

Lehmann hatte bereits

vorher die Sommerpflanzen

aus den Kübeln entfernt um

diese, wie immer, zuhause

im Keller zu überwintern und

die Winterbepflanzung vorgenommen.

Heinz Reuter hatte

auch schon im Vorfeld, da

am Samstag verhindert, den

Eingangsbereich gereinigt,

die Elektrolüfter gewartet und

einen neuen Halogenstrahler

am Giebel des Vereinshauses

angebracht – fürwahr echter

Vereinsgeist. Wilfried Bergmann

erledigte dringend erforderliche

Aufräumarbeiten

im Innern des Hauses.

Martin Schumacher und Marcus

Otto pflegten draußen

an unseren Gewässern zahlreiche

Angelplätze, sorgten

für deren Erhalt und weiterhin

gute Angelaussichten für alle

unsere Mitglieder.

Christiane Linden besorgte

derweil für alle Brötchen und

Fleischwurst. Diese wurde

nach getaner Arbeit zur Mittagszeit

im Vereinshaus von

Ökonomin Bärbel Krüger heiß

serviert und mundete vorzüglich.

Außerdem gab es zur

Stärkung ein paar Bierchen

auf die Vereinskasse.

Nur so „geht Verein“ und der

Vorstand dankt allen Freiwilligen

für ihren Einsatz zum

Wohle Aller. Zur Nachahmung

empfohlen!

Fischschutz Aktuell


uchtipp

33

Buchbesprechung

von Klaus Weisser

Martin Wehrle

Die Fangformel -

Erfolgreich angeln

mit System

Fangformel – da bekommt

jeder Angler glänzende Augen!

Wer würde nicht gern

Methoden und Tricks kennen,

die ihm beim Fangen einen

Vorsprung sichern? Die gute

Nachricht: Solche »Formeln«

gibt es tatsächlich. In diesem

Buch verrät ein Angelprofi,

welche originellen Wege sogar

in stark befischten Gewässern

zum Fangerfolg führen.

Wie geht das – dort große

Fische zu fangen, wo andere

über einen schlechten Fischbestand

jammern? Wie bringt

man verblinkerte Hechte

dazu, doch noch zu beißen?

Wie reizt man schlaue

Schleien, nicht nur am Köder

zu lutschen, sondern ihn

tatsächlich zu nehmen? Und

wie lassen sich lichtscheue

Zander, die seit dem Besatz

nicht mehr gesehen wurden,

elegant ans Licht fördern?

Autor Martin Wehrle fängt seit

Jahren an höchst gewöhnlichen

Vereinsgewässern

höchst ungewöhnliche Fische.

In diesem Buch legt er seine

besten Fangformeln offen. Er

zeigt, dass es oft nur ein paar

Handgriffe mehr braucht, um

besser als andere zu montieren;

nur ein paar Schritte

mehr, um bessere Angelplätze

zu erreichen; und nur ein

paar Gedanken mehr, um kapitale

Fische zu überlisten.

»Die Fangformel« ist wie eine

Schatzkiste, voll mit Tricks

und Kniffen – ein Angelbuch

mit Fanggarantie!

ISBN: 978-3-275-01740-9

Seitenzahl: 128,

Abbildungen: 95 Farbbilder

Format: 140 mm x 205 mm

Fischschutz Aktuell


uchtipp

34

Paul Torday

Lachsfischen

im Jemen

Ein englischer Wissenschaftler soll den größten

Wunsch eines arabischen Scheichs erfüllen:

eines Tages wilde Lachse im Hochland des

Jemen schwimmen zu sehen. Geistreich und

charmant verbindet Paul Torday in seinem Debüt

britische Eleganz mit feiner Exzentrik, und ohne

Anstrengung gelingt es ihm, das Fliegenfischen

endlich zu dem zu machen, was es ist, ein exzellenter

Romanstoff.

Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama, ein

passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen,

hat einen Plan: Zum Wohle seines Heimatlandes

sollen nordeuropäische Lachse in den Wadis des

Wüstenstaates angesiedelt werden — koste es,

was es wolle. Er beauftragt den britischen Wissenschaftler

Dr. Alfred Jones mit dem Projekt. Jones

gilt als internationale Größe in Sachen Lachs und

Forellen. Gerade hat seine Publikation „Auswirkungen

erhöhten Säuregehalts im Wasser auf

die Larve der Köcherfliege“ unter den Lesern von

Trout & Salmon, der größten Zeitschrift für Profifischer

in England, eine hitzige Debatte ausgelöst,

und auch sonst verbucht er beruflich nur Erfolge.

Zuerst verwirft er die Idee als komplett absurd.

Aber ein paar gewiefte Politiker erfahren von dem

Vorhaben und erkennen in ihm eine Möglichkeit,

die Medien von den unerfreulichen Nachrichten

aus dem Nahen Osten abzulenken. Schon bald

mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister

ein, und Dr. Jones muss sich darüber den

Kopf zerbrechen, wie er es schafft, zehntausend

schottische Lachse in die Wüste zu fliegen und

sie zu überzeugen, das sich in der sengenden

Hitze genauso gut laichen lässt wie in den nebligen

Highlands … Entgegen allen Vorzeichen gelingt

es dem Scheich allmählich, Jones’ rationale

Einwände zu Fall zu bringen, und dessen Frau

Mary in Rage. Denn inzwischen hat der

englische Fischereiexperte auch Harriet

Chetwode-Talbot, die Immobilienberaterin

des Scheichs, kennengelernt. Mit ihr begibt

er sich auf eine abenteuerliche Reise in den

Jemen, und der schüchterne Wissenschaftler

entwickelt eine Fähigkeit zur Liebe und

zum Heldentum, die ihn selbst überrascht.

Lachsfischen im Jemen

Paul Torday

320 Seiten

ISBN-13: 9783827006998

Fischschutz Aktuell


unter uns/impressum

35

Geschäftsführerin Mariette Höck

beendet ihr Dienstverhältnis

von Klaus Weisser

Nach langjähriger Geschäftsführerschaft

von Bert Frielingsdorf,

der im vorletzten

Jahr in den wohlverdienten

Ruhestand gewechselt war,

trat im Oktober 2012 Mariette

Höck seine Nachfolge an.

Sie konnte ebenfalls mit großer

Erfahrung in buchhalterischen

Tätigkeiten aufwarten

und hatte sich schon rasch

in ihrem neuen Aufgabenfeld

beim Fischschutzverein Siegburg

1910 e.V. eingearbeitet.

Im Verein war Mariette kein

unbeschriebenes Blatt gewesen,

denn bereits vor ihrem

Amtsantritt als Geschäftsführerin

hatte sie sich schon viele

Jahre rege im Vereinshaus

und bei den verschiedenen

Vereinsveranstaltungen eingebracht.

Umso mehr bedauert es der

Vorstand des Fischschutzvereins

Siegburg 1910 e.V., dass

Mariette Höck ihr Dienstverhältnis

aus persönlichen

Gründen zum 30.11.2013 beendet

hat.

Für ihre hervoragende Arbeit

in unserem Verein bedanken

wir uns bei Mariette Höck und

wünschen ihr für ihren weiteren

beruflichen Werdegang

alles erdenklich Gute.

Unsere Geschäftsführerin Mariette

Höck ist aus ihrem Dienstverhältnis

beim Fischschutzverein Siegburg

1910 e.V. ausgeschieden

Impressum:

Herausgeber: Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V., Wahnbachtalstraße 13, 53721 Siegburg,

Tel.: 02241 / 65188, Fax: 02241 / 590646,

Bürostunden der Geschäftsstelle: Mittwochs 15.00 bis 18.00 Uhr.

Bankverbindung: VR-Bank Rhein Sieg, BLZ: 370 695 20, Konto-Nr.: 410 330 3015

E-Mail: fsv.siegburg@t-online.de, Internet: http://www.fischschutzverein-siegburg.de

Redaktion: Klaus Weisser, Burgstraße 62, 53757 Sankt Augustin, Tel. 02241 / 315019,

E-Mail: redaktion-fa@web.de

Druck: Kössinger AG , Fruehaufstraße 21 , 84069 Schierling

Anzeigenverwaltung: Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V.

Fischschutz Aktuell erscheint dreimal jährlich auf 100% chlorfrei gebleichtem Papier.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Auflage: 950

Fischschutz Aktuell

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