Infoblatt Rote Liste - N° 1 - Info Flora

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Infoblatt Rote Liste - N° 1 - Info Flora

Infoblatt Rote Liste März 2011 / Nr.1

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Infoblatt Rote Liste März 2011 / Nr.1

1. Informationen ZDSF/CRSF

Das ZDSF (Zentrum des Datenverbundnetzes der

Schweizer Flora) erneuert im Auftrag des

Bundesamts für Umwelt (BAFU) die Rote Liste

der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen.

Daneben sammelt das ZDSF im Rahmen seines

Grundauftrages seit 1994 Fundmeldungen und

alle Arten von verfügbaren Verbreitungsdaten

zur Schweizer Flora und stellt diese der

Forschung und dem Naturschutz zur Verfügung.

Weitere Informationen finden sich unter

www.zdsf.ch

Das Team des ZDSF/CRSF hat ab 2011 eine neue

Zusammensetzung. Beat Bäumler und Daniel

Moser verlassen das ZDSF, Stefan Eggenberg

wird neuer Direktor. Ab März wird Jasmin

Redling als Sekretärin das Team unterstützen.

Am 17. Dezember 2010 fand ein Treffen aller

Rote Liste-Koordinator/innen mit dem Team

des ZDSF statt. Es wurde eine Bilanz über die

Saison 2010 gezogen. Besprochen wurden die

positiven Aspekte der Saison, aber ebenso die

angetroffenen Probleme sowohl methodischer

als auch organisatorischer Natur, wobei

mögliche Änderungen für die kommende Saison

angeregt wurden.

2. Informationen BAFU/OFEV

Als neuste Rote Liste ist im Dezember 2010 die

Rote Liste der Brutvögel erschienen. Sie kann

über die BAFU-Homepage bestellt oder

heruntergeladen werden:

www.bafu.admin.ch

>Dokumentation >Publikationen

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

Min Median Max

Im BAFU wird zur Zeit eine Synthese aller

bisherigen Roten Listen zusammengestellt.

Bisher sind in der Schweiz über 10‘000 Tier-,

Pflanzen- und Pilzarten eingestuft worden.

Diese Synthese wird voraussichtlich Juni 2011

publiziert. Interessant ist u.a. die Verteilung der

Anzahl aktiv Funde meldenden Personen über

die verschiedenen Organismengruppen (Abb.1).

Abb.1: Anzahl aktive Fundmelder pro Jahr und Organismengruppe in den Jahren 1998 bis 2008 (© BAFU und Datenzentren).

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3. Rote Liste-Netzwerk

Wir blicken auf eine intensive Saison 2010 zurück. Sie gehörte die wie auch die Saison 2011 zur Pilotphase im Rote Liste-Projekt. Sie startete mit vielen Kontakten

zu und zwischen unzähligen Schweizer Botanikern aller Regionen. Im Verlauf des Jahres kamen dank dem grossen ehrenamtlichen Engagement von beinahe 200

mitarbeitenden Botanikern entsprechend viele wertvolle Daten an das ZDSF zurück. Wir möchten uns diesbezüglich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken!

Das Rote Liste Netzwerk ist organisatorisch so aufgebaut, dass das ZDSF-Team von 14 regionalen Koordinatoren/innen unterstützt wird, die in ihrer jeweiligen

Region die administrativen Aufgaben und die Betreuung der ehrenamtlichen Feldbotaniker übernehmen und den Kontakt mit dem ZDSF sicherstellen.

Feldbotaniker

345 Ehrenamtliche Mitarbeiter

Koordinatoren Franco Ciardo Koord Jura (VD) JU1a

Laurent Juillerat Koord Jura (JU/NE/BE) JU1b

Michael Ryf (ab Mitte 2010) Koord Jura und Basel JU1c

Michael Zemp (bis MItte 2010) Koord Jura und Basel JU1c

Raymond Delarze Koord Westl. Mittelland MP1a

Christoph Käsermann Koord Bern ohne Jura MP1b + NA1b

Verena Doppler-Amrein Koord Zentrales Mittelland MP2a

Urs Landergott Koord Östl. Mittelland, SH MP2b

Christophe Bornand Koord Nordalpen West NA1a

Thomas Weber Koord Zentralschweiz NA2a

Peter Zimmermann Koord Östl. Nordalpen NA2b

Jacqueline Détraz-Méroz Koord Mittelwallis WAa

Ralph Imstepf Koord Oberwallis WAb

Markus Bichsel Koord Graubünden EA

Nicola Schoenenberger Koord Tessin und Misox SA1

RL-Team ZDSF Stefan Eggenberg ZDSF Bern

Andreas Gygax

ZDSF Bern

Philippe Juillerat

CRSF Genève

Michael Jutzi

CRSF Genève

Lionel Sager

CRSF Genève

Monique Vilpert

CRSF Genève

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70

60

keine Daten

Daten erhalten

Abb.2: Das Monitoring-Netzwerk umfasst aktuell 345 an einer Mitarbeit interessierte

Personen – allerdings mit einer ziemlich ungleichen geografischen Verteilung

(Wohnorte). Viele Interessierte Personen wohnen in den grösseren Städten, während

in anderen Regionen nur wenige Personen für das Projekt gewonnen werden

konnten.

50

40

30

20

10

0

T_EA

T_JU1a

T_JU1b

T_JU1c

T_MP1a

T_MP1b

T_MP2a

T_MP2b

T_NA1a

T_NA1b

T_NA2a

T_NA2b

T_SA1

T_WAa

T_WAb

Abb.3: Anzahl interessierter Personen und Anteil der RL-Mitarbeiter von welchen wir bis Ende

2010 Daten erhalten haben. In der Saison 2010 haben 199 Personen aktiv mitgemacht d.h.

Daten im Feld erhoben.

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Wir bedanken uns für die aktive Mitarbeit in der Saison 2010 bei:

Abderhalden Angelika

Althaus Hans

Amrein Silke

Amstutz René

Arnoux Robin

Barrelet Céline

Bauert Gisela

Baumgartner Francine

Berner-Schläpfer Barbara

Bertiller René

Bichsel Markus

Biéri Pauline

Bistolas Babis

Blumer Max

Bolliger Martin

Bornand Christophe

Bornand Jean-Michel

Borner Armin

Borsari Antonella

Brahier Arnaud

Braig Peter

Bregy-Tscherry Rafaela

Brodtbeck Thomas

Brose Hiltrud

Brücker Walter

Brülisauer Tobias

Brüngger Hans

Bryner Fränzi

Büttner Michèle

Buholzer Serge

Burkhart Karin

Burri Renée

Carraro Gabriele

Caspari Thea

Ceppi Henri

Chavanne Etienne

Chevalier Matthieu

Ciardo Franco

Claahsen Helgard

Clot François

Cornali Philippe

de Marchi Romano

de Montmollin Bertrand

Delarze Raymond

Derron Jacques

Derron Monique

Desfayes Michel

Détraz-Méroz Jacqueline

Doppler-Amrein Verena

Duret Sylvie

Dussex Armand

Dutoit Weidmann Annelise

Dyttrich Walter

Eberhardt Samuel

Elmer Daniela

Epple Stephan

Ettlinger Peter

Favre Isabelle

Feldmeyer-Christe Elisabeth

Ferrario Laura

Fischer Beat

Frehner Monika

Galeuchet David J.

Gallati Annamarie

Gasser Max

Gegenschatz Hans Rudolf

Geissbühler Susanna

Geisser Rolf

Gerber Dominik

Gerber Jean-Claude

Gerber Rita

Giambérini Roger

Gigon Michel

Gmünder Marianne

Gobat Jean-Michel

Godat Saskia

Grädel René

Graf Roman

Gränicher Fritz

Gränicher Hanni

Greco Giuliano

Gremaud Jérôme

Gsponer Maurus

Gubler Ernst

Gubler Martha

Guyer Regula

Gygax Andreas

Häberli Ernst

Hadorn Philippe

Hafner Andi

Hafner Martin

Hanus Emilie

Hartmann Josef

Heger Thierry

Hepenstrick Daniel

Hoffer-Massard Françoise

Holderegger Rolf

Holzer Anne-Marie

Holzer Philippe

Huber Andreas

Hüni Ilse

Hunkeler Pierre

Illien Rita

Imstepf Ralph

Jakob Fritz

Jakob Willy

Jeannin Paschoud Suzanne

Jegge Christoph

Jotterand Alain

Juillerat Laurent

Juillerat Philippe

Jurietti Michele

Jutzeler Sandrine

Jutzi Michael

Kalbermatten Elisabeth

Kalbermatten Hilda

Käser Urs

Käsermann Christoph

Kaufmann Lisa

Kaufmann Yvonne

Kipfer Tabea

Klauser Anne

Knutti Julie

Koch Georg

Köhler Christoph

Krucker Thomas

Küttel Meinrad

Landergott Urs

Landis Daniel

Landolt Elias

Lees Rosemary

Lenzin Heiner

Loher Hans

Lütolf Hans-Urs

Magnin-Gonze Joëlle

Matthey Yvan

Meier Markus K.

Mermod Murielle

Metzger Alexandra

Metzler Hauser Brigitte

Millius Tony

Mingard Pierre

Moll Janine

Monnerat Christian

Moor-Köppel Kurt

Mühlebach Kilian

Nagel Robert

Nyffeler Reto

Paganetti Leandro

Paschoud Jean-Pierre

Perrenoud Alain

Plumettaz Clot Anne-Claude

Polt Heidi

Prim André

Purro Christian

Rey Charly

Richner Nina

Rixen Christian

Röthlisberger Jürg

Rüegger Florence

Ryf Michael

Salzmann Irene

Schläpfer Theophil

Schmidlin Alfons

Schneeberger Rudolf

Schoenenberger Nicola

Sigl Berta

Sigl Franz

Somalvico Urs

Sommer Heinz

Sonnay Caroline

Spillmann John H.

Studer Barbara

Stutz Michael

Suter Susanne

Tanner René

Tinner Ursula

Tognini Rita

Toni Marie-Madeleine

Turin Frédéric

Ungricht Stefan

Urmi Edwin

van der Knaap W. O.

Vittoz Pascal

Vonmoos-Schaub Roni

Vorburger Josef

Wagner Stefan

Wanner Richard

Weber Thomas

Weber-Lüthy Ruth

Wenzinger Bruno

Werner Philippe

Wiesmann Carole

Winkler Laurenz

Wipf Sonja

Zemp Michael

Zimmermann Peter

Zoller Josef

Zollinger Daniel

Zweifel Hans-Martin

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4. Ergebnisse Pilotjahr 2010

Stand der Erfassung der Felddaten (Abb. 4)

Von den 2’300 verteilten Feldblätter haben wir bis Ende

Januar 2011 knapp 1’000 zurückerhalten und zusätzlich fast

ebenso viele Meldungen von Rote Liste-Zielarten aus

Quadratkilometern, für welche keine Feldblätter gedruckt

wurden.

400

300

200

Nb erfasst Km2

Nb verteilt Km2

100

Abb.4: Anzahl km2-Quadrate mit in 2010 erhobenen Felddaten im Verhältnis

zu den verteilten Feldblättern

0

T_EA

T_JU1a

T_JU1b

T_JU1c

T_MP1a

T_MP1b

T_MP2a

T_MP2b

T_NA1a

T_NA1b

T_NA2a

T_NA2b

T_SA1

T_WAa

T_WAb

Abb.5 Stand der Bearbeitung am Beispiel der Nordwestschweiz

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Wiedergefundene Arten

Anhand der bisher erfassten Daten konnten bereits

erste Analysen durchgeführt werden. Interessant ist

beispielsweise der Anteil der während den Rote Liste-

Feldarbeiten bestätigten Vorkommen verteilt auf die

aktuellen Gefährdungsklassen der gesuchten Arten

(Abb. 6). Daraus ist ersichtlich, dass weniger

gefährdete Arten verhältnismässig häufiger wiedergefunden

werden konnten. Für die Kategorien RE, LC

und DD liegen nur wenige Daten vor, diese Resultate

sind entsprechend vorsichtig zu betrachten.

Abb.6: Anzahl und Anteil der bestätigten und nicht bestätigten

Vorkommen pro Gefährdungsklasse der Roten Liste 2002.

100%

80%

60%

40%

20%

0%

RE (n=9) CR (n=122) EN (n=754) VU (n=1351) NT (n=444) LC (n=4) DD (n=13)

Erloschen/zerstört 0 9 26 14 2 0 0

Nicht festgestellt/gesehen 3 50 255 273 68 3 11

Nicht festgestellt, Vorhandensein unsicher/unwahrscheinlich 1 2 7 27 5 0 1

Nicht festgestellt, Vorhandensein wahrscheinlich 0 1 7 7 4 0 1

Gefunden 5 60 459 1030 365 1 0

Die in der Roten Liste von 2002 als RE (regional erloschen) eingestuften Arten und im Rahmen der Rote Liste-Feldarbeiten (2010) wiedergefundenen Arten

Botrychium matricariifolium, Arenaria gothica und Isoëtes echinospora sind ebenso bemerkenswert wie die folgenden wiedergefundenen, als CR (vom

Aussterben bedroht) eingestufte Arten: Allium rotundum, Androsace maxima, Anemone sylvestris, Asplenium billotii, Asplenium foreziense, Betula humilis,

Bidens radiata, Carex bohemica, Carex praecox, Carpesium cernuum, Dactylorhiza maculata s.str., Draba incana, Filago vulgaris, Lathyrus aphaca, Legousia

hybrida, Lythrum hyssopifolia, Notholaena marantae, Polycnemum arvense, Salix myrtilloides, Schoenoplectus triqueter, Sisymbrium supinum, Trisetum

cavanillesii, Veronica acinifolia, Veronica anagalloides, Xeranthemum annuum und Xeranthemum inapertum.

Ohne alle anderen gefundenen Vorkommen von fast ebenso seltenen bis hin zu häufigen (Begleit-)Arten hier zu erwähnen, sei hier ausdrücklich darauf

hingewiesen, dass Funde aller in der Zielartenliste erwähnten Pflanzenarten (inklusive der im Anhang aufgelisteten Arten mit schwacher Datenlage) für die

Revision der Roten Liste von grossem Nutzen sind. Gerade für „mittelseltene“ bis „mittelhäufige“ Arten liegen dem ZDSF sehr wenige Daten vor, mit denen wir

die aktuelle Verbreitung und Gefährdung verlässlich abschätzen können.

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In der Saison 2010 nicht bestätigte Fundorte

Die bisher am häufigsten nicht wiedergefunden Arten sind (in absteigender

Reihenfolge): Diphasiastrum complanatum (20x), Gladiolus palustris (14x),

Serapias vomeracea (14x), Falcaria vulgaris (13x), Typha minima (13x),

Inula britannica (11x), Melampyrum nemorosum (11x), Eriophorum gracile

(10x), Sorbus domestica (10x), Lythrum portula (8x), Thymelaea passerina

(8x), Anagallis minima (7x), Cicuta virosa (6x), Epipactis rhodanensis (6x),

Viola persicifolia (6x), Bromus racemosus (5x), Calepina irregularis (5x),

Sparganium erectum subsp. neglectum (5x), Utricularia bremii (5x), etc…

Es ist hierbei anzunehmen, dass Arten, von denen verhältnismässig mehr

ältere Fundorte bekannt sind als für andere, in dieser Rangliste tendenziell

weiter oben landen, da im Rote Liste-Monitoring nur nach dem ZDSF

bekannten Fundorten gesucht wird.

Die Gründe fürs nicht wiederfinden können vielgestaltig sein:

- Tatsächlicher Rückgang in den letzten Jahrzehnten (Lebensraum

zerstört).

- Annuelle Arten sind nicht jedes Jahr und nicht immer an genau der

gleichen Stelle vorhanden.

- Versteckte Lebensweise bedingt durch Kleinheit der Pflanze oder

Unzugänglichkeit des Lebensraums.

- Zu ungenaue Fundortangaben

- Frühere Fehlbestimmung der Art

- …

Um uns die Entscheidung zu erleichtern, ob ein nicht wiedergefundenes

Vorkommen nochmals gesucht werden soll oder ob das Vorkommen als

erloschen betrachtet werden muss, möchten wir alle Mitarbeiter dazu

aufrufen, die oben genannten möglichen Gründe fürs Nichtfinden im Feld zu

beurteilen und eine persönliche Einschätzung der Situation vor Ort

festzuhalten.

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5. Methode Felderhebungen

Anpassungen für die Saison 2011

- Populationszählungen: wegen in vielen Fällen unverhältnismässig grossem

Aufwand, hat das ZDSF in Absprache mit den Regional-Koordinatoren

beschlossen, dass Populationen in einem km2 nicht mehr komplett

ausgezählt werden müssen (entsprach der Methode „Komplett-Inventar“).

Neu sind demnach für alle Arten obligatorisch nur noch: mindestens 1

bestätigter Fundort pro km2 mit genauen Koordinaten (GPS). Eine Schätzung

der Häufigkeit an den entdeckten Fundstellen ist weiterhin erwünscht, es

muss allerdings keine genaue Zählung sein. Alles Weitergehende ist

fakultativ, Es ist also nicht notwendig, sämtliche bekannte Fundstellen in

einem Quadratkilometer zu bestätigen. Die dadurch eingesparte Zeit kann je

nach Motivation und Kenntnisstand z.B. zum notieren von Begleitarten und

weiteren interessanten Arten in der Umgebung sowie zum aufsuchen

weiterer möglicher Fundstellen der gesuchten Art in zusätzlichen

Quadratkilometern genutzt werden.

Wünsche an alle Rote Liste-Mitarbeiter/innen

- Kritische Arten (schwierig zu bestimmende Arten): Jeder Botaniker hat

schon einmal verschiedene Arten miteinander verwechselt. Gerade in einem

Projekt, das auf eine korrekte Ansprache der Arten absolut angewiesen ist,

begrüssen wir es sehr, wenn Sie auch bei kleineren Unsicherheiten Foto- und

wenn nötig Herbar-Belege sammeln. Bei kleinen Populationen von seltenen

Arten soll allerdings kein Herbar-Beleg gesammelt werden, der Artenschutz

hat hier immer erste Priorität. Zum Überprüfen der Ergebnisse am Ende der

Saison, oder auch viele Jahre später, sind Belege meist der einzige Weg zum

klären von Fragen bezüglich Artzugehörigkeit.

- Begleitarten, „Beifänge“: Die im Rote Liste-Projekt gesuchten Arten

befinden sich oft in seltenen und/oder artenreichen Lebensräumen, so dass

man auch weitere interessante Arten beobachten kann. Daten von Arten die

Sie kennen und von solchen die Sie dabei kennenlernen, sind für uns

ebenfalls sehr wertvoll. Im Sinne der Verbesserung der Datenlage aller

Arten, möchten wir Sie deshalb einladen, nicht nur die gesuchte Art zu

notieren, sondern am Fundort deren Begleitarten und in der Umgebung

weitere Zielarten zu notieren.

- Excel-Tabelle für Felddaten: Viele Mitarbeiter haben uns ihre Daten bereits

2010 in digitaler Form zukommen lassen, wofür wir uns bedanken möchten.

Erfahrungsgemäss kann durch eigenhändige digitale Eingabe das Risiko von

Erfassungsfehlern verringert werden und vielleicht fällt Ihnen beim

Eintippen Ihrer Daten noch etwas auf, was Sie im Feld nicht ganz korrekt

oder unvollständig notiert haben. Im Idealfall erfolgt die Eingabe bereits am

selben Tag oder in den folgenden Tagen, die Erinnerung ist dann noch am

stärksten. Falls Ihnen das Übertragen der Feld-Notizen in eine Excel-Tabelle

leicht fällt oder sogar Freude bereitet, möchten wir Sie bitten dies 2011 zu

tun. Eine hierzu vorbereitete Exceltabelle mit integrierter Liste der

Pflanzennamen werden Ihnen die Koordinator/-innen zur Verfügung stellen.

Bitte übergeben Sie den Koordinator/innen am Ende der Saison trotzdem

Ihre bearbeiteten Papier-Feldformulare mit den Originalnotizen. Nebst den

erwähnten Vorteilen bringt die eigenhändige Eingabe durch den Beobachter

natürlich auch eine ansehliche Zeitersparnis für die Koordinator/innen bzw.

das ZDSF mit sich. Wie bei der Feldarbeit selber, soll sich niemand

gezwungen oder gedrängt fühlen. Wer keine zusätzliche Zeit aufwenden

kann oder wem das Übertragen in eine Excel-Tabelle Mühe bereitet, kann

den Koordinator/innen seine Daten weiterhin auf Papier zuschicken.

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6. Planung Saison 2011

ZDSF Feldbotaniker und Koordinatoren

Jan Auswertungen Saison 2010 Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Produktion Feldformulare

für 2011

Koord.-Treffen 11.3.

Einholen von Bewilligungen

Naturschutzgebiete

Verteilung der Feldformulare

an die

Feldbotaniker

Gruppen-Treffen in

den Regionen.

Einladung durch Koordinator/in.

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Feldarbeit

Permanente

Kontakte bei Fragen

zu Methode,

Artbestimmung und

Administration

Daten erfassen

Erste Daten an Koordinator/-in

Daten erfassen

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Daten erfassen

Restliche Daten und Spesen-

Abrechnungen an Koordinator/-in

Okt

Nov

Dez

Auswertungen, Berichte

Saison 2011

Dez

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Verteiler alle RL-Mitarbeiter, ZDSF, BAFU (F. Cordillot) © ZDSF/CRSF, 22.3.2011

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