Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt - Investitionsbank ...

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Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt - Investitionsbank ...

Allgemeine Informationen

Wenn Sie mehr zum Thema „Handlungskonzept Schule &

Arbeitswelt“ wissen möchten, dann können Sie folgende Seiten im

Internet besuchen:

www.zukunftsprogramm-arbeit.schleswig-holstein.de

www.mjae.schleswig-holstein.de

www.mbf.schleswig-holstein.de

www.ib-sh.de/zukunftsprogramm

Nähere Auskünfte:

Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein

Brunswiker Straße 16 - 22, 24105 Kiel

Ansprechpartner:

Christine Pluhar, Tel.: 0431 988-2415

Anneke Schröder-Dijkstra, Tel.: 0431 988-2512

Ulrich Krause, Tel.: 0179 399 33 05

Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa

des Landes Schleswig-Holstein

Lorentzendamm 35, 24103 Kiel

Ansprechpartner:

Volker Kruse, Tel.: 0431 988-4522

Maren Staeps, Tel.: 0431 988-5633

E-Mail-Anfragen richten Sie bitte an:

Maren.Staeps@jumi.landsh.de

Ihre Ansprechpartner vor Ort

Hier erhalten Sie auf Ihre Fragen Antworten zum Handlungskonzept

Schule & Arbeitswelt

Kreisfachberater/innen für Berufsorientierung

Zuständigkeit in Ihrer Region zu erfragen über

Brigitte Döring, Ministerium für Bildung und Frauen,

Tel. 0431 988-2459

Schulämter nach Kreisen

Stadt Flensburg → Tel.: 0461 85-2560

Landeshauptstadt Kiel → Tel.: 0431 901-2941

Hansestadt Lübeck → Tel.: 0451 122-4088

Stadt Neumünster → Tel.: 04321 942-3398

Kreis Dithmarschen → Tel.: 0481 97-1323

Kreis Herzogtum-Lauenburg → Tel.: 04541 888-320

Kreis Nordfriesland → Tel.: 04841 67-148

Kreis Ostholstein → Tel.: 04521 788-538

Kreis Pinneberg → Tel.: 04101 212-409

Kreis Plön → Tel.: 04522 743-216

Kreis Rendsburg-Eckernförde → Tel.: 04331 202-539

Kreis Schleswig-Flensburg → Tel.: 04642 98 46 00

Kreis Segeberg → Tel.: 04551 951-258

Kreis Steinburg → Tel.: 04821 69265

Kreis Stormarn → Tel.: 04531 160-446

Koordinierende Träger nach Regionen

Stadt Flensburg

JAW Flensburg → Ines Neumann, Tel.: 0461 852784 oder 851231

Landeshauptstadt Kiel

JAW Kiel → Marx Harder, Tel.: 0431 65923-0

Hansestadt Lübeck

BALI/JAW → Andreas Stachowske, Tel.: 0451 79904-11

Stadt Neumünster

AVN → Thomas Börner, Tel.: 04321 6028730

Kreis Dithmarschen

JAW Dithmarschen → Anja Wulf, Tel.: 04882 6508122

Kreis Herzogtum-Lauenburg

JAW Geesthacht → Oliver Homann, Tel.: 04152 8451-0

Kreis Nordfriesland

BAW Südtondern gGmbH → Hauke Brückner, Tel.: 04661 9695-31

→ Susan Lesener, Tel.: 04661 9695-11

Kreis Ostholstein

JobB GmbH → Hans Osbahr, Tel.: 04361 6278-42

Kreis Pinneberg

WAK SH GmbH → Elvira Kirchner, Tel.: 04121 795154

Kreis Plön

JAW Plön Koppelsberg → Christian Lange, Tel.: 04522 507161

Kreis Rendsburg-Eckernförde

aves → Anja von Keller, Tel.: 04351 7288-30

Kreis Schleswig-Flensburg

JAW Süderbrarup → Andrea Tölcke, Tel.: 04641 9878-112

Kreis Segeberg

JoBA GmbH → Annette Nißen, Tel.: 04551 889313

Kreis Steinburg

JAW Kellinghusen → Lothar Schramm, Tel.: 04822 3790-0

Kreis Stormarn

JAW Bad Oldesloe → Reinhard Balzer, Tel.: 04531 87372

Titelbild: IQSH

Herausgeber: Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig-

Holstein, Lorentzendamm 35, 24103 Kiel und Ministerium für Bildung und Frauen

des Landes Schleswig-Holstein, Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel I Druck:

Pirwitz Druck & Design I ISSN 0935-4638 I Die Landesregierung im Internet:

www.landesregierung.schleswig-holstein.de I Diese Druckschrift wird im Rahmen

der Öffentlichkeitsarbeit der schleswig-holsteinischen Landesregierung herausgegeben.

Sie darf weder von Parteien noch von Personen, die Wahlwerbung

oder Wahlhilfe betreiben, im Wahlkampf zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet

werden. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf diese

Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der

Landesregierung zugunsten einzelner Gruppen verstanden werden könnte. Den

Parteien ist es gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder

zu verwenden.

Ministerium für Justiz,

Arbeit und Europa

des Landes Schleswig-Holstein

Ministerium für

Bildung und Frauen

des Landes Schleswig-Holstein

Handlungskonzept

Schule & Arbeitswelt


Sehr geehrte Damen und Herren,

etwa zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler haben nach dem Verlassen

der allgemein bildenden Schule schlechte Aussicht auf einen

Ausbildungsplatz, weil sie keinen Abschluss haben. Hinzu kommt die

mangelnde Ausbildungs- und Berufsreife als Kernthema bei der Bekämpfung

der Jugendarbeitslosigkeit.

Das Arbeits- und das Bildungsministerium des Landes Schleswig-Holstein

haben daher beschlossen, einen in dieser Form völlig neuen präventiven

arbeitsmarktpolitischen Ansatz einzuführen. Im „Handlungskonzept

Schule & Arbeitswelt“ werden berufsorientierende Elemente

an Haupt- und Förderschulen und in den Berufseingangsklassen der

Beruflichen Schulen verstärkt eingesetzt, damit junge Menschen eine

wirklich realistische Berufswahl treffen können.

Das Land Schleswig-Holstein wird für das Handlungskonzept

Schule & Arbeitswelt“ rund 25 Millionen Euro aus dem Europäischen

Sozialfonds und Landesmittel in etwa gleicher Höhe einsetzen. Bis

zum Jahr 2013 werden somit mit Unterstützung weiterer Partner 68

Millionen Euro für eine präventive Arbeitsmarktpolitik eingesetzt. Dank

des finanziellen Engagements der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden

in der Startphase noch weitere Hauptschülerinnen und Hauptschüler

vom Handlungskonzept profitieren. Die Regionaldirektion Nord der

BA ermöglicht dies aus zusätzlichen Mitteln für Berufsorientierung in

den Jahren 2007 und 2008.

Wir sind überzeugt, dass wir mit dem HandlungskonzeptSchule & Arbeitswelt

auf dem richtigen Weg sind.

Mit dem Schulterschluss von Arbeitsmarktpolitik und Bildungspolitik

setzen wir ein deutliches Zeichen. Die Jugendarbeitslosigkeit in

Schleswig-Holstein soll in den nächsten Jahren drastisch reduziert und

die Ausbildungsreife der Schulabgänger deutlich verbessert werden.

Dafür müssen Institutionen und Akteure in den Regionen noch enger

zusammen arbeiten und ihre Netzwerke ausbauen und festigen. Das

Handlungskonzept wird sie dabei unterstützen.

An die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern richten wir den Appell:

Nutzen Sie die Angebote im Rahmen des Handlungskonzeptes

Schule & Arbeitswelt“, indem Sie dem Rat von Schulleitung und Lehrkräften

folgen, an FlexPhasen oder Berufseingangsklassen teilzunehmen.

Handlungsorte

Flexible Übergangsphase

Flexible Übergangsphasen können ab der 8. Jahrgangsstufe an Hauptschulen,

Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen gebildet werden.

Sie nehmen Schülerinnen und Schüler mit einem guten Leistungsstand

aus Förderzentren auf sowie Hauptschülerinnen und Hauptschüler, deren

erfolgreicher Schulabschluss gefährdet ist. Schülerinnen und Schüler

der Flexiblen Übergangsphase können die Jahrgangsstufen 8 und 9

in zwei oder drei Jahren durchlaufen. Die Lerninhalte können auf drei

Jahre gestreckt werden mit dem Ziel, den Hauptschulabschluss zu erreichen.

Der Unterricht wird ergänzt durch einen hohen Praxisanteil

und eine intensive Berufsorientierung auf der Grundlage des schulinternen

Curriculums. Potenzialanalyse/Assessment, Berufsfelderprobung

und Coaching sind fester Bestandteil der Flexphasen.

Förderzentren mit Förderschwerpunkt Lernen

Am Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt können auch Förderzentren

mit dem Schwerpunkt Lernen teilnehmen. Schülerinnen und

Schüler dieser Förderzentren können ab Jahrgangsstufe 8 Potenzialanalyse/

Assessment, Berufsfelderprobung und Coaching erhalten.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Förderzentren ihr Konzept der Berufsorientierung

darstellen und über Kooperationspartner im regionalen

Netzwerk für Berufsorientierung verfügen. Mit dieser Maßnahme soll

erreicht werden, dass die Jugendlichen den Übergang in die berufliche

Bildung erfolgreich bewältigen und auf eine Berufsausbildung besser

vorbereitet werden.

Berufseingangsklassen der Berufsschule (BEK)

Die Berufseingangsklassen nehmen berufsschulpflichtige Jugendliche

auf, die sich nach Verlassen der allgemein bildenden Schule oder Förderschule

in keinem anderen (Aus-)Bildungsgang oder in keiner Bildungsmaßnahme

befinden. In der Berufseingangsklasse erhalten die

Jugendlichen einen, beim nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses

zwei Tage in der Woche Berufsschulunterricht. Darüber

hinaus werden sie im Rahmen eines auf Berufsreife und Berufsorientierung

ausgerichteten Coaching individuell betreut und beraten und

auf den Übergang in Ausbildung oder in andere Bildungsmaßnamen

auch durch die Teilnahme an Qualifizierungsbausteinen vorbereitet.

Handlungsfelder

Potenzialanalyse / Assessment

Potenzialanalysen/Assessments helfen im Rahmen der Berufsorientierung,

die Potenziale von Schülerinnen und Schülern zu ermitteln,

die für eine individuelle Förderung und für eine spätere Ausbildung

relevant sind. In Praxissimulationen in unterschiedlichen berufsrelevanten

Bereichen erfahren die Schülerinnen und Schüler, in welchen

Arbeitssituationen sie zu den besten Ergebnissen gelangen. Darauf

basierend und mit weiteren Förderangeboten werden die Jugendlichen

befähigt, ein realistisches Bild ihrer beruflichen Möglichkeiten

zu entwickeln.

Berufsfelderprobung

Berufsfelderprobung ist integraler Bestandteil der durchgeführten

Potenzialanalysen oder Assessments. In ausgewählten Berufsfeldern

werden komplexe fachliche und methodische Anforderungen

erfahrbar gemacht. Berufspraktische Fähigkeiten werden ermittelt

und berufsfeldbezogene Erfahrungen der Teilnehmenden werden dadurch

sichtbar. Die Ergebnisse fließen in den individuellen Förderoder

Lernplan sowie in den Berufswahlpass der Jugendlichen ein.

Coaching

Jugendliche benötigen in der Phase der Berufsorientierung und des

Wechsels in die berufsbildenden Schulen Rat und Unterstützung,

um für ihre berufliche Zukunft Entscheidungen zu treffen. Externe

sachkompetente Personen (Coaches) überlegen gemeinsam mit den

Jugendlichen, wie deren berufliche Zukunft aussehen kann, und planen

die notwendigen Schritte. Solche fachlichen Interventionen bilden

für viele Jugendliche wichtige Bausteine, um zu einer realistischen

Einschätzung der eigenen Möglichkeiten zu kommen und die

individuell richtigen Entscheidungen zu treffen.

Qualifizierungsbausteine (nur BEK)

Die Teilnahme an zertifizierten, ausbildungsbezogenen Qualifizierungsbausteinen

erhöht die Lern- und Leistungsmotivation der Jugendlichen,

steigert die Chancen auf betriebliche Ausbildungs- und

Arbeitsplätze und reduziert die Zahl der Ausbildungsabbrüche. In einem

Qualifizierungsbaustein werden durch die Schülerinnen und

Schüler praktische Ausbildungsinhalte gelernt und erprobt. Qualifizierungsbausteine

haben einen zeitlichen Umfang von 140 Stunden bis

maximal 420 Stunden.

Uwe Döring

Minister für Justiz, Arbeit und Europa

Ute Erdsiek-Rave

Ministerin für Bildung und Frauen

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