Mensch. Medizin. Miteinander. - Klinikum Region Hannover GmbH

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Mensch. Medizin. Miteinander. - Klinikum Region Hannover GmbH

Mensch.

Medizin.

Miteinander.

Geschäftsbericht 2012

Mensch. Medizin. Miteinander.


Mensch. Medizin. Miteinander.

MIT ist Ausdruck der Gemeinsamkeit, des Zusammenwirkens von 8.500 KRH-Mitarbeitern

zum Wohle von mehr als 300.000 Patienten, die wir jährlich stationär und

ambulant in der Region und Stadt Hannover versorgen.

EINANDER beschreibt die Gegenseitigkeit, den Austausch, den Dialog im KRH-Netzwerk.

Darunter verstehen wir die fach- und standortübergreifende medizinische

Zusammenarbeit der zwölf KRH-Kliniken für die Bürgerinnen und Bürger in der Region

Hannover.

MITEINANDER ist der Kern des Denkens und Handels im KRH Klinikum Region Hannover.

Jeder Einzelne übernimmt Verantwortung und ist Teil des gemeinsamen Behandlungserfolgs

zum Wohle unserer Patienten und ihrer Angehörigen.

Im Fokus dieses Geschäftsberichts stehen die „stillen Helden“ unseres Klinikalltags.

Menschen, die hinter den Kulissen agieren und durch ihr Wirken, ihr Wissen und ihr

Engagement Großartiges leisten. Mitarbeiter, die eines gemeinsam haben: Sie sind

unverzichtbar für unser gelebtes Miteinander.

Erleben Sie auf den folgenden Seiten interessante und informative Einblicke in unser

tägliches Miteinander.

Als Arbeitgeber geben wir im Sinne eines echten Miteinanders viel an unsere

Mitarbeiter zurück ...

Inhalt

4 Grußwort des Regionspräsidenten

6 Grußwort der Aufsichtsratsvorsitzenden

8 Bericht der Geschäftsführung

…>

14 MEDIZINISCHE ZENTREN IM KRH KLINIKUM REGION HANNOVER

14 Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

16 Zentrum für Anästhesie

16 Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

17 Zentrum für Innere Medizin

17 Zentrum für Kardiologie

18 Kopfzentrum

18 Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

19 Zentrum für Urologie

20 VIRTUELLE KLINIKEN

22 Virtuelles KRH Klinikum Mitte

24 Virtuelles KRH Klinikum West

26 Virtuelles KRH Klinikum Ost

28 KRH Fachkliniken

30 ZENTRALE BEREICHE, INSTITUTE, TOCHTERGESELLSCHAFTEN

…>

34 „BESTER ARBEITGEBER“

36 KRH in Zahlen

42 Geprüfte Qualität: Zertifizierte Zentren gewährleisten bestmögliche Versorgung

…>

46 KONZERNLAGEBERICHT

46 Darstellung des Geschäftsverlaufs

56 Darstellung der wirtschaftlichen Lage

58 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

60 Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

63 Betriebsstätten

…>

66 KONZERNABSCHLUSS

66 Bilanz zum 31. Dezember 2012

68 Gewinn- und Verlustrechnung

70 Konzernanhang

80 Anlagengitter

82 Konzernkapitalflussrechnung

83 Konzerneigenkapitalspiegel

84 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

…>

…>

…>

…>

85 Impressum

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


Kennzahlen im Überblick

Med. Leistungsdaten 2012 Veränd. in % 2011

Planbetten 3.336 – 1,53 3.388

davon Reha & Forensik 159 – 6,47 170

Stationäre Fälle 134.949 – 0,45 135.553

Ambulante Fälle 163.517 – 1,21 165.525

Nutzungsgrad 84,2 % – 0,32 84,4 %

Verweildauer 1 7,6 – 1,17 7,7

Kennzahlen in Mio. € 2012 Veränd. in % 2011

Umsatz 480,3 1,45 473,4

Personalaufwand 375,5 3,13 364,1

Materialaufwand 98,5 – 2,09 100,6

EBITDA 2 – 6,2 > 100 0,3

Jahresüberschuss – 15,5 > – 100 0,2

Investitionen 91,2 42,06 64,2

davon aus Eigenmitteln 56,1 54,55 36,3

Personal

Mitarbeiter 3 7.121 0,44 7.090

Auszubildende 643 5,41 610

¹ Durchschnitt in Tagen

² unter Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen und Erträge

³ Vollkräfte, Ermittlung gemäß § 267 Abs. 5 HGB

Inhalt

4 Grußwort des Regionspräsidenten

6 Grußwort der Aufsichtsratsvorsitzenden

8 Bericht der Geschäftsführung

…>

14 MEDIZINISCHE ZENTREN IM KRH KLINIKUM REGION HANNOVER

14 Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

16 Zentrum für Anästhesie

16 Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

17 Zentrum für Innere Medizin

17 Zentrum für Kardiologie

18 Kopfzentrum

18 Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

19 Zentrum für Urologie

20 VIRTUELLE KLINIKEN

22 Virtuelles KRH Klinikum Mitte

24 Virtuelles KRH Klinikum West

26 Virtuelles KRH Klinikum Ost

28 KRH Fachkliniken

30 ZENTRALE BEREICHE, INSTITUTE, TOCHTERGESELLSCHAFTEN

…>

34 „BESTER ARBEITGEBER“

36 KRH in Zahlen

42 Geprüfte Qualität: Zertifizierte Zentren gewährleisten bestmögliche Versorgung

Norbert Ohnesorg, KRH-Geschäftsführer Unternehmensentwicklung,

Personal und Kommunikation

„Mit unseren zwölf Einrichtungen und 77

Fachabteilungen bieten wir den Bürgerinnen

und Bürgern der Region Hannover eine

umfassende und hochwertige medizinische

Versorgung in Wohnortnähe.“

…>

46 KONZERNLAGEBERICHT

46 Darstellung des Geschäftsverlaufs

56 Darstellung der wirtschaftlichen Lage

58 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

60 Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

63 Betriebsstätten

…>

66 KONZERNABSCHLUSS

66 Bilanz zum 31. Dezember 2012

68 Gewinn- und Verlustrechnung

70 Konzernanhang

80 Anlagengitter

82 Konzernkapitalflussrechnung

83 Konzerneigenkapitalspiegel

84 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

…>

…>

…>

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85 Impressum

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


02 Geschäftsbericht 2012

03

mite i

n a n d e r

IM KRH KLINIKUM REGION HANNOVER ÜBERNEHMEN WIR VERANTWORTUNG. FÜR UNSERE PATIENTEN,

FÜR UNSERE MITARBEITER, FÜR DIE REGION HANNOVER, FÜR DIE UMWELT, FÜR DIE ZUKUNFT UNSERES

UNTERNEHMENS.

UNSER ZIEL IST ES, AUF ALLEN EBENEN VERTRAUEN ZU SCHAFFEN, DIE GUTE QUALITÄT UNSERER LEISTUN-

GEN STETIG ZU VERBESSERN UND ÖKONOMISCH SINNVOLL ZU HANDELN. AUS UNSERER SICHT DIE BESTE

BASIS, UM MITEINANDER ZU WACHSEN.

… neue Wege gehen

Insgesamt 700 Ausbildungsplätze für den optimalen Start junger Menschen ins Berufsleben,

ein umfangreiches, vielfältiges Fort- und Weiterbildungsangebot, ein eigenes KRH

Bildungszentrum: Als einer der großen Arbeitgeber in der Region Hannover und Niedersachsen

fördern wir im Sinne eines vertrauensvollen Miteinanders unsere Mitarbeiter und

eröffnen ihnen neue berufliche Wege. Weitere Details auf den Seiten 12 – 13.

… Qualität sichern

Das systematische Qualitätsmanagement im KRH Klinikum Region Hannover gewährleistet

abgestimmte Prozesse und höchste Patientensicherheit im Hinblick auf Diagnostik

und Therapie. Ein konkretes Beispiel: unser zukunftsweisendes Pilotprojekt „Stationsapotheker“.

Mehr dazu auf den Seiten 44 – 45.

… Vertrauen schaffen

Im Fokus steht die erstklassige Behandlung unserer Patienten – auf hohem medizinischem

Niveau und mit viel Nähe und Menschlichkeit. Jedem Einzelnen begegnen wir

mit Einfühlungsvermögen, Fürsorge und Verständnis und schaffen dadurch Vertrauen.

Mehr zu dem Thema „Bestmögliche Patientenversorgung“ auf den Seiten 64 – 65.

… nachhaltig handeln

Nachhaltig wirtschaften und verantwortungsbewusst mit den Ressourcen – auch unser

Umwelt – umgehen: Beides hat eine lange, verpflichtende Tradition im KRH Klinikum

Region Hannover und findet Ausdruck in unterschiedlichen Projekten. Dazu zählt unsere

Teilnahme am „ÖKOPROFIT“ (Ökologisches Projekt für Integrierte UmweltTechnik) Hannover.

Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 32 – 33.

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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04 Geschäftsbericht 2012

Grußwort des Regionspräsidenten 05

Grußwort des Regionspräsidenten

IM JAHR 2012 KONNTE DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER KEIN POSITIVES WIRTSCHAFTLICHES ERGEBNIS ERZIELEN.

HIERFÜR GIBT ES MEHRERE URSACHEN: EIN GRUND HIERFÜR IST DIE NICHT AUSKÖMMLICHE FINANZIERUNG VON KRAN-

KENHAUSLEISTUNGEN, DIE VIELEN KLINIKEN – INSBESONDERE IN NIEDERSACHSEN – ZUNEHMEND ZU SCHAFFEN MACHT.

Die 21 Krankenhäuser verschiedener Träger in der Region

Hannover haben deshalb im vergangenen Jahr im Rahmen

einer Allianz der Krankenhäuser auf die akute Finanznot aufmerksam

gemacht und Politik und Krankenkassen aufgefordert,

die finanziellen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser

zu verbessern. Die Geschäftsführungen der Kliniken

sowie die Personal- und Betriebsräte und die Mitarbeitervertretungen

der Krankenhäuser betonten übereinstimmend,

dass die unzureichende Refinanzierung ihrer Leistungen die

Krankenhausversorgung in ihrer jetzigen Qualität bedrohe.

Unterstützt wurden die Krankenhäuser von der Niedersächsischen

Krankenhausgesellschaft (NKG), dem Sozialverband

Deutschland, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie

dem Marburger Bund.

Die Region Hannover als Eigentümerin des KRH Klinikums

Region Hannover steht gerade in einem wirtschaftlich

schwierigen Umfeld zu ihrem Tochterunternehmen. Wir

unterstützen das Unternehmen nach Kräften, um eine flächendeckende

Versorgung auf hohem Qualitätsniveau für

die Bevölkerung in der gesamten Region Hannover sicherzustellen.

Mit einer kräftigen Erhöhung des Eigenkapitals und

dem Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2012 hat die Regionsversammlung

mit breiter Mehrheit Soforthilfe für „unser

Klinikum“ geleistet. Dies ist ein deutliches Zeichen und ein

Bekenntnis zum kommunalen Verbund, der für bestmögliche

Medizin und Pflege steht.

Wir wissen aber auch, dass die beschlossenen Kapitalmaßnahmen

allein nicht ausreichen werden, um das Unternehmen

zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Der jetzt mit dem Konsolidierungs-

und Zukunftsprogramm eingeschlagene Weg ist

unabdingbar und ich wünsche mir, dass er von allen Beteiligten

– der Geschäftsführung, aber auch von den engagierten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – nach Kräften unterstützt

wird. Die Region Hannover hat nicht die Absicht, mit dem

Klinikum Gewinne zu erzielen, will aber auch keine dauerhaft

defizitären Jahresergebnisse.

Hauke Jagau

Regionspräsident

Hauke Jagau

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


06 Geschäftsbericht 2012

Grußwort des Aufsichtsrats 07

Grußwort der Aufsichtsratsvorsitzenden

SCHLAGZEILEN ÜBER FINANZIELL ANGESCHLAGENE KRANKENHÄUSER HÄUFEN SICH DEUTSCHLANDWEIT. UNABHÄNGIG

VON DER TRÄGERSCHAFT GELINGT ES IMMER WENIGER KLINIKUNTERNEHMEN, SCHWARZE ZAHLEN ZU ERWIRTSCHAFTEN.

AUCH DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER HAT DAS GESCHÄFTSJAHR 2012 MIT EINEM NEGATIVEN ERGEBNIS ABGE-

SCHLOSSEN. DER AUFSICHTSRAT NIMMT DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS SEHR ERNST UND BERÄT IN

ENGER ABSTIMMUNG MIT DER KRH-GESCHÄFTSFÜHRUNG KONZEPTE UND STRATEGIEN ZUR FINANZIELLEN GESUNDUNG.

MIT DEM „ZUKUNFTS- UND KONSOLIDIERUNGSPROGRAMM II“ SOLL DER WEG ZU SCHWARZEN ZAHLEN GELINGEN. DIE

REGION UNTERSTÜTZT DIESEN PROZESS MIT NACHDRUCK UND HAT SICH ALS EIGENTÜMER FINANZIELL STARK ENGAGIERT,

UM DIE WENDE ZU SCHAFFEN.

Warum setzten wir uns für den kommunalen Klinikverbund

nach Kräften ein?

Das KRH Klinikum Region Hannover sichert wohnortnahe

Medizin und Pflege und steht für bestmögliche Behandlungsqualität

und umfassende Diagnostik und Therapie aus

einer Hand. In der Landeshauptstadt Hannover und dem

Umland betreibt das Unternehmen zwölf Krankenhäuser.

Mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent an der Krankenhausversorgung

in der Region Hannover ist es das leistungsstärkste

Krankenhausunternehmen der Region, in der rund

1,1 Millionen Menschen leben. Die Klinikgruppe mit rund

3.350 Betten und 8.500 Mitarbeitern versorgt jährlich rund

135.000 Patienten stationär und zudem 180.000 ambulant.

Damit gehört die KRH-Gruppe zu den größten kommunalen

Klinikunternehmen Deutschlands. Neben der Grund- und

Regelversorgung sichern die KRH-Krankenhäuser in vielen

medizinischen Fachgebieten eine spezialisierte Maximalversorgung

von überregionaler Bedeutung. Die KRH-Häuser

kooperieren in Medizinischen Zentren und Netzwerken eng

miteinander, damit sich die Patienten in allen KRH-Häusern

Andrea Fischer

Vorsitzende des Aufsichtsrats

auf verbindliche Behandlungsstandards nach dem aktuellen

Stand der medizinischen und pflegerischen Fachgesellschaften

verlassen können.

Das KRH Klinikum Region Hannover bietet medizinische Highlights

auf dem Niveau von Unikliniken. Nur ein Beispiel: Zur

Versorgung von Patienten mit schweren Lungenschäden

in der überregional anerkannten Fachklinik für Pneumologie

und internistische Intensivmedizin (Chefarzt Prof. Bernd

Schönhofer) im KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus steht jetzt

auch ein sogenanntes ECMO-Gerät zur Verfügung, das vorübergehend

die Funktion der Lunge übernehmen kann. Diese

„künstliche Lunge“ kommt bei Patienten mit schweren Lungenentzündungen

oder Lungenversagen zum Einsatz. Auch

in Wissenschaft und ärztlicher Fortbildung sind KRH-Ärzte

in vielen Fachgebieten führend engagiert. Auch hier ein Beispiel:

Seit Jahren hat der Leiter der Zentralen Sonografie im

KRH Klinikum Siloah, Dr. Hans-Peter Weskott, die internationale

Fachelite aus mehreren Kontinenten zu seinem jährlichen

Sonografie-Fortbildungsseminar zum Einsatz von Ultraschall-

Kontrastmitteln zu Gast.

Großes Engagement zeigt das KRH Klinikum Region Hannover

auch beim wichtigen Thema Patientensicherheit. Im KRH Klinikum

Nordstadt wurde ein KRH-weites Simulationszentrum

einschließlich eines Simulationskreißsaals aufgebaut, wo Mitarbeiter

verschiedener Berufsgruppen sicheres Operieren und

den Umgang mit Notfällen trainieren. Das Simulationszentrum

kooperiert mit Experten aus der Luftfahrt, wo der Einsatz

von Checklisten und unmissverständliche Kommunikationsformen

elementare Bedeutung für sicheres Fliegen hat. Der

NDR hat im Frühjahr eine TV-Reportage über die vorbildliche

präventive Arbeit im KRH-Simulationszentrum gesendet.

Innovatives leistet das KRH Klinikum Region Hannover als

überregional bedeutender Ausbildungsbetrieb mit rund 700

Ausbildungsplätzen vor allem in der Krankenpflege: Als erstes

Klinikunternehmen in der Region Hannover bietet das KRH

Klinikum Region Hannover Pflegeausbildung auch in Teilzeit

an, um Bewerbern eine Chance zu geben, die keine Vollzeitausbildung

machen können, weil sie Kinder versorgen oder

Angehörige pflegen müssen.

Die wenigen genannten Beispiele belegen die Leistungskraft

des KRH Klinikums Region Hannover. Dafür gilt den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern aller Berufsgruppen in den zwölf

KRH-Krankenhäusern mein Dank. Die Region Hannover steht

zu seinen kommunalen Krankenhäusern und wird sie weiterhin

konstruktiv und unterstützend begleiten.

Andrea Fischer

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


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Geschäftsbericht 2012

Bericht der Geschäftsführung

09

Bericht der Geschäftsführung

DER SEIT UNTERNEHMENSGRÜNDUNG IM JAHR 2005 KONTINUIERLICH WACHSENDE PATIENTENZUSPRUCH SETZTE SICH

AUCH IM JAHR 2012 FORT. MIT EINEM MARTKTANTEIL VON NUNMEHR RUND 47 PROZENT IN DER REGION HANNOVER

LIEGT DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER SEHR WEIT VORN IM WETTBEWERB DER GESUNDHEITSVERSORGER. DIE GE-

GEBENE VERBUNDSTRUKTUR MIT UNSEREN ZWÖLF EINRICHTUNGEN UND INSGESAMT 77 FACHABTEILUNGEN ERMÖG-

LICHT ES UNS, DEN BÜRGERINNEN UND BÜRGERN EINE UMFASSENDE UND HOCHWERTIGE MEDIZINISCHE VERSORGUNG

WOHNORTNAH ANZUBIETEN.

Angesichts erneut steigender Personal- und Sachkosten

war es dem KRH Klinikum Region Hannover bei gleichzeitig

unterdurchschnittlichem Landesbasisfallwert in Niedersachsen

und administrativer Erlössteuerung nicht möglich, an die

guten wirtschaftlichen Ergebnisse der Vorjahre anzuknüpfen.

2012 gelang es nach erfolgreichen Jahren nicht, die genannten

Effekte durch Effizienzverbesserungen und Leistungswachstum

zu kompensieren und ein ausgeglichenes Ergebnis

zu erzielen. Damit bewegen wir uns im Trend einer bundesweit

negativen Entwicklung, die nach Ansicht der wesentlichen

Meinungsbildner durch eine unzureichende Krankenhausfinanzierung

geprägt ist und zunehmend einen Großteil

der Krankenhausbranche in die roten Zahlen führt. Zusätzlich

wird die Bilanz des KRH Klinikums Region Hannover in

verstärktem Maße durch Investitions- und Refinanzierungskosten

belastet, die zunehmend anfallen, um notwendige

bauliche Modernisierungsvorhaben voranzutreiben.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wurde in Abstimmung

mit dem Aufsichtsrat ein Konsolidierungs- und

Zu kunfts programm II erarbeitet, um mittelfristig ein ausgeglichenes

Ergebnis aufweisen zu können. Kern des „KuZ

II“ sind deutliche Verbesserungen auf der Kostenseite sowie

eine Steigerung der Erlöse. Die interne Optimierung wird

beschleunigt fortgesetzt. Zudem werden wir uns noch

stärker dem Wettbewerb stellen: Das KRH Klinikum Region

Hannover strebt ein weiteres qualitatives und quantitatives

Wachstum an.

„Die in den vergangenen Jahren entwickelte Führungs- und Organisationsstruktur

bietet die Voraussetzung, um die notwendigen Veränderungen mit

der Entschiedenheit und Geschwindigkeit zu erreichen, die die geplante

wirtschaftliche Gesundung erfordert.“

V. l.: Dr. Friedrich von Kries, Norbert Ohnesorg, Karsten Honsel*

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

* Karsten Honsel hat das KRH Klinikum Region Hannover im Mai 2013 verlassen

Dr. Friedrich von Kries verlässt das Unternehmen Ende September 2013


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Geschäftsbericht 2012

Bericht der Geschäftsführung

11

Bericht der Geschäftsführung

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

KRH Klinikum Großburgwedel

KRH Psychiatrie Langenhagen

KRH Geriatrie Langenhagen

KRH Psychiatrie Wunstorf

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Lehrte

KRH Klinikum Siloah

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen

KRH Klinikum Springe

Die anstehenden Schritte unterteilen sich in kurz- und mittelfristig

wirksame Maßnahmen, längerfristig wirkende Restrukturierungsmaßnahmen

sowie weitere strategische Optionen.

Das Rüstzeug zur Umsetzung ist vorhanden: Die in den vergangenen

Jahren entwickelte Führungs- und Organisationsstruktur

mit schlanken hausübergreifenden Zuständigkeiten

innerhalb Virtueller Kliniken sowie horizontal vernetztem

Know-how innerhalb Medizinischer Zentren bietet die Voraussetzung,

um die notwendigen Veränderungen mit der

Entschiedenheit und Geschwindigkeit zu erreichen, die die

geplante wirtschaftliche Gesundung erfordert.

Die im KRH Klinikum Region Hannover realisierte Gestaltung

des Medizinportfolios in Form von hausübergreifenden Medizinischen

Zentren wird von Experten als zukunftsweisendes

Konzept für den Betrieb eines regionalen Klinikverbundes

gesehen. Die horizontale Vernetzung in derzeit acht Medizinischen

Zentren macht das medizinische Expertenwissen innerhalb

des KRH Klinikums Region Hannover nicht nur individuell

in einzelnen Fachabteilungen oder Häusern verfügbar, sondern

gesamt gebündelt und handhabbar für alle Kliniken des

KRH Klinikums Region Hannover.

Den Virtuellen Kliniken liegt der Grundgedanken EINES

Versorgers an MEHREREN Standorten zugrunde. Bestehende

Redundanzen im Leistungsangebot der einzelnen Kliniken

werden innerhalb der Virtuellen Klinikstruktur aufgefangen

und ausreichend hohe Fallzahlen zur Aufrechterhaltung des

breiten fachlichen Spektrums an allen Standorten sichergestellt.

Durch die interne Steuerung entstehen betriebswirtschaftlich

tragfähigere Kliniken der Regel-, Schwerpunkt- bis

Maximalversorgung, nach außen bleiben jedoch einzelne

Häuser als Marke bestehen, die exzellente medizinische Versorgung

wohnortnah gewährleisten.

Diese Matrixstruktur aus operativer Führung innerhalb der

Virtuellen Kliniken einerseits und inhaltlicher Abstimmung

im Rahmen der Medizinischen Zentren andererseits ist das

ge eignete Instrument, um die stringente Umsetzung der

anstehenden Veränderungsprozesse zu realisieren.

Dr. Friedrich von Kries

Norbert Ohnesorg

Karsten Honsel

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

* Herr Karsten Honsel ausgeschieden im Mai 2013, Herr Dr. Friedrich von Kries ausscheidend im September 2013


12 Geschäftsbericht 2012

13

MITEINANDER

NEUE WEGE GEHEN

Die Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin im KRH Klinikum Robert Koch

Gehrden, Jolante Streletzki, hat sich im Bereich Schmerztherapie weitergebildet und betreut auch

Patienten im Akutschmerzdienst der Klinik. Fort- und Weiterbildung für alle Berufsgruppen spielt im

KRH Klinikum Region Hannover eine herausragende Rolle. Ein umfangreiches Angebot sichert die berufliche

Qualifizierung unserer Beschäftigten zum Wohle der Patienten. In Kooperation mit Hochschulen und

Fachgesellschaften entwickelt das KRH Bildungszentrum neue Ausbildungsgänge wie zum Beispiel die

Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA). Zudem gibt es innovative Weiterbildungsangebote

wie „Geriatrie Care im Krankenhaus“. Erstmals im Großraum Hannover gibt es im KRH Klinikum

Region Hannover seit 2013 auch das Angebot, die Pflegeausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Die große

Nachfrage nach der Teilzeitausbildung bestätigt unseren Weg, bereits bei der Ausbildung Zeichen für familienbewusste

Personalpolitik zu setzen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


14

Geschäftsbericht 2012

Medizinische Zentren

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Die Medizinischen Zentren im KRH

Wir sichern Qualität und steuern die Entwicklung

der Fachdisziplinen

ACHT UNTERNEHMENSWEITE MEDIZINISCHE ZENTREN SICHERN DEN FACHLICHEN AUSTAUSCH UND DIE STRATEGISCHE

WEITERENTWICKLUNG DER FACHKLINIKEN DES KRH KLINIKUMS REGION HANNOVER. ZU DEN AUFGABEN DER ZENTREN

ZÄHLEN NEBEN DEM WISSENSAUSTAUSCH DIE ETABLIERUNG NEUER OPERATIONSVERFAHREN, DIE STANDARDISIERUNG

DER OPERATIVEN MASSNAHMEN, DIE QUALITÄTSSICHERUNG, DIE ORGANISATION DER ÄRZTLICHEN WEITERBILDUNG SO-

WIE DIE INTENSIVIERUNG DER FACHÜBERGREIFENDEN BEHANDLUNG. MEDIZINISCHE ZENTREN SIND FÜR DIE FACHGE-

BIETE ALLGEMEIN-, VISZERAL- UND GEFÄSSCHIRURGIE, ANÄSTHESIE, GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE, INNERE MEDI-

ZIN, KARDIOLOGIE, AUGENHEILKUNDE/HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE/NEUROLOGIE/NEUROCHIRURGIE (KOPFZENT-

RUM), ORTHOPÄDIE UND UNFALLCHIRURGIE SOWIE UROLOGIE GEGRÜNDET UND DECKEN DAMIT DAS KOMPLETTE MEDI-

ZINISCHE SPEKTRUM INNERHALB DES KRH KLINIKUMS REGION HANNOVER AB.

V. l.: Dr. med. Jürgen Kaukemüller, Prof. Dr. med. Andreas Schwartz, Dr. med. Hans-Georg Güse, Dr. med Helmut Kirchner, Dr. med. Martin Memming, Prof. Dr. med. Thomas Moesta,

Norbert Ohnesorg, Dr. med. Ulrich Possin, Dr. med. Joachim Stein, Prof. Dr. med. Claus Bossaller, PD Dr. med. Jörg Isenberg, Prof. Dr. med. Ahmed Madisch

Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Das Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

fasst die allgemein-, viszeral- und gefäßchirurgischen Kliniken

des KRH Klinikums Region Hannover zusammen. In Anlehnung

an die räumliche Struktur der Virtuellen Kliniken vernetzen

sich in der Region West das KRH Klinikum Neustadt

am Rübenberge (Chefarzt Dr. Stephan Kaaden) sowie das KRH

Klinikum Robert Koch Gehrden und das KRH Klinikum Springe

(Chefarzt jeweils Dr. Martin Memming).

In der Region Mitte sind zusammengefasst das KRH Klinikum

Siloah (Chefarzt Prof. Dr. Thomas Moesta), das KRH Klinikum

Oststadt Heidehaus (Chefarzt PD Dr. Julian Mall sowie

Chefarzt Prof. Dr. Hans-Georg Fieguth) und das KRH Klinikum

Nordstadt (Chefarzt PD Dr. Julian Mall). Im Virtuellen Klinikum

Region Ost bilden das KRH Klinikum Großburgwedel

(Chefärztin Dr. Andrea Beuleke), das KRH Klinikum Lehrte

(Chefarzt Dr. Thomas Menzel) sowie das KRH Klinikum Agnes

Karll Laatzen (Chefarzt Dr. Ulrich Possin) ein Netzwerk.

Zentrumsgeschäftsführer in der Region Ost ist Dr. Possin, in

der Region Mitte Prof. Dr. Moesta und in der Region West

Dr. Memming, der auch Sprecher der Zentrumsgeschäftsführer

ist.

Im Blick auf die Leistungszahlen ist das Zentrum für Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie mit jährlich mehr als

17.000 Patienten das zweitstärkste Zentrum im KRH Klinikum

Region Hannover. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt

im Bereich der Abdominalchirurgie.

Sprecher der Zentrumsgeschäftsführer

Dr. med. Martin Memming

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


16 Geschäftsbericht 2012

Medizinische Zentren 17

Zentrum für Anästhesie

Im Zentrum für Anästhesie werden die Abteilungen/ Kliniken

für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin von insgesamt

neun Kliniken des KRH Klinikums Region Hannover

koordiniert:

In 52 OP-Sälen der neun Standorte werden mehr als 55.000

anästhesiologische Prozeduren jeder Art zuzüglich der Notfalleingriffe

in den Ambulanzen durchgeführt, neun Intensivstationen

betreut sowie die vorhandenen Notarztsysteme

besetzt. Außerdem ist eine eigenständige Abteilung für

ambulante und stationäre Schmerztherapie angeschlossen.

Im Zentrum arbeiten mehr als 170 Ärzte. Damit gehören wir

zu den größten Einrichtungen für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin in der Bundesrepublik.

Zu den Schwerpunktaufgaben des Zentrums zählen: Weiterbildung

der Ärzte im Sinne der Verbundweiterbildung, Abstimmung

der Weiterbildungscurricula, Personalentwicklung und

Karriereplanung, Personalakquise, Austausch von Mitarbeitern

im Rahmen der Weiterbildung und der Koordination, interprofessionelle

Teamentwicklung, Aktivitäten der Lehrkrankenhäuser,

Leistungsentwicklung der Standorte, Implementierung

neuer Leistungsbereiche und Technologien, Prozessoptimierung,

Qualitätssicherung und -entwicklung, Standardisierung

von Geräten, Materialien und Verfahren.

Zentrumsgeschäftsführer

Dr. med. Hans-Georg Güse

Dr. med. Jürgen Kaukemüller

Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

Das Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe gewährleistet

eine intensive Kooperation der vier Frauenkliniken des

KRH Klinikums Region Hannover und der Klinik für Kinderheilkunde

und Jugendmedizin mit einer flächendeckenden Versorgung

auf qualitativ hohem Niveau.

In den Frauenkliniken des KRH Klinikums Region Hannover

wird das gesamte Behandlungsspektrum gynäkologischer

Erkrankungen, insbesondere aller bösartigen Genitalerkrankungen

und des Mammakarzinoms, sowie eine umfassende

Geburtshilfe angeboten. Im zertifizierten Kooperativen

Brustzentrum des KRH Klinikums Region Hannover ( Leitung:

Dr. A. Moser) werden in den Frauenkliniken der KRH Kliniken

Nordstadt, Robert Koch Gehrden und Großburgwedel jährlich

mehr als 550 Patientinnen mit primärem Mammakarzinom

behandelt. Klinikübergreifende Standorte dieser Größenordnung

mit drei Zentren stellen in Deutschland ein besonderes

Qualitätsmerkmal dar.

Spezielle Expertisen bestehen auch im Bereich der Inkontinenz-

und Beckenbodenchirurgie mit zertifizierten Interdisziplinären

Kontinenz- und Beckenbodenzentren am KRH

Klinikum Robert Koch Gehrden (Leitung: Dr. W. Seifert) und

am KRH Klinikum Nordstadt/KRH Klinikum Siloah (Leitung:

Dr. K.-H. Noeding/Dr. S. Trenk), bei minimal-invasiven Verfahren

und vielem mehr.

In den Kreißsälen des Unternehmens erblicken jedes Jahr

circa 3.000 Kinder das Licht der Welt. Mit dem Perinatalzentrum

im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge sowie der

Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus Auf der Bult und der

Partnerschaft der Frauenklinik im KRH Klinikum Nordstadt mit

dem Perinatalzentrum der MHH wird eine umfassende und

den medizinischen Anforderungen angemessene Versorgung

der Frühgeborenen in den Frauenkliniken des KRH Klinikums

Region Hannover gewährleistet.

Zentrumsgeschäftsführer

Dr. med. Helmut Kirchner

Zentrum für Innere Medizin

Das Zentrum für Innere Medizin umfasst alle allgemeininternistischen

und spezialisiert-internistischen Kliniken des KRH

Klinikums Region Hannover, mit Ausnahme der kardiologischen

Kliniken. Neben dem Schwerpunkt Gastroenterologie

sind außerdem die spezialisierten Abteilungen Nephrologie,

Onkologie, Pneumologie und Geriatrie in das Zentrum für

Innere Medizin integriert.

Die Netzwerkarbeit des Zentrums für Innere Medizin verfolgt

folgende Ziele:

übergreifende und abgestimmte Personalentwicklung

einschließlich Weiterbildung

abgestimmte Investitionen

medizinische Leistungsplanung (Grundversorgung versus

Spezialdiagnostik)

gemeinsame Standards für Material und Ausstattung

standardisiertes Vorgehen (Pfade) für häufige internistische

Krankheitsbilder

Der kontinuierliche Austausch des internen Netzwerkes stellt

eine qualitativ hochwertige wohnortnahe Versorgung der

Patienten in allen Krankenhäuser sicher – ohne regionale

Unterschiede.

Zentrumsgeschäftsführer

Prof. Dr. med. Ahmed Madisch

Zentrum für Kardiologie

Das Ziel des Zentrums für Kardiologie ist es, jederzeit

modernste Diagnostik- und Therapieverfahren für alle akuten

und chronischen Herzerkrankungen an allen Standorten des

KRH Klinikums Region Hannover zur Verfügung zu stellen.

Hier werden allen herzkranken Patienten hochqualifizierte

Leistungen wie beispielsweise eine 24-stündige Herzkatheterbereitschaft

mit interventioneller Koronartherapie für

akute Herzinfarkte, Implantationen von Schrittmachern und

Defibrillatoren oder elektrophysiologische Untersuchungen

und Therapieverfahren angeboten.

Um diese Leistungen sicherzustellen und die Qualität der

Versorgung unserer Patienten stets auf dem aktuellen Stand

der Wissenschaft unter höchster fachlicher Kompetenz zu

gewährleisten, arbeiten im Zentrum für Kardiologie die

vier Chefärzte der kardiologisch spezialisierten Fachabteilungen

(Dr. B. Vieregge, KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge;

Prof. Dr. A. Franke, KRH Klinikum Siloah; PD. Dr. A.

Riphaus, KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen und als Zentrumsgeschäftsführer

Prof. Dr. C. Bossaller, KRH Kliniken Robert

Koch Gehrden und Springe) kontinuierlich mit ärztlichen Mitar

beitern aus allen Standorten des KRH Klinikums Region

Hannover zusammen.

Die Vernetzung der mit internistischen Fachabteilungen,

Intensivstationen und Notaufnahmen ausgestatteten neun

Kliniken und ihrer Mitarbeiter, die Standardisierung der organisatorischen

und medizinisch fachlichen Leistungen unter

den Bedingungen einer ökonomischen Arbeitsweise sowie

die hohe fachkardiologische Kompetenz der Mitarbeiter wird

durch die im Zentrum für Kardiologie und seinen Arbeitsgruppen

gebündelten Aktivitäten in einem stetigen Prozess weiter

entwickelt und verbessert.

Zentrumsgeschäftsführer

Prof. Dr. med. Claus Bossaller

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013


18 Geschäftsbericht 2012

Medizinische Zentren 19

Kopfzentrum

Das Kopfzentrum des KRH Klinikums Region Hannover

be schäftigt sich mit der ganzheitlichen Behandlung von

Erkrankungen rund um den Kopf. Verschiedene Fachdisziplinen

arbeiten im Kopfzentrum zusammen. Hierzu gehören

die Augenheilkunde, die HNO-Heilkunde, die Neurologie

und die Neurochirurgie im KRH Klinikum Nordstadt sowie

die Neurologie im KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen. Unter

gemeinsamer Nutzung bestehender Infrastruktur und durch

den interdisziplinären Austausch zwischen den einzelnen

Fachkliniken erfährt der Patient ein vollständiges Angebot

für Erkrankungen in der Kopfregion. Somit bieten wir unseren

Patienten von der medizinischen Behandlung bis hin

zum Hörgerät rund um den Kopf die höchste medizinische

sowie technische Kompetenz.

Durch das Kopfzentrum ist gewährleistet, dass Diagnostik

und Therapie von Erkrankungen des Kopfbereichs auf höchstem

Niveau durchgeführt werden und der medizinische Fortschritt

in Bezug auf die Behandlung gemeinsam umgesetzt

wird. Die Grundlage hierfür ist die kompetente und interdisziplinäre

Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen.

Zentrumsgeschäftsführer

Prof. Dr. med. Andreas Schwartz

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

Im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie arbeiten alle

sieben orthopädisch-unfallchirurgischen Fachkliniken sowie

die Fachabteilung für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie

(KRH Klinikum Nordstadt) des KRH Klinikums Region

Hannover eng zusammen. Durch den Verbund der Experten

in den einzelnen Krankenhäusern mit ihren unterschiedlichen

Schwerpunkten wird gewährleistet, dass innerhalb des KRH

Klinikums Region Hannover orthopädische und unfallchirurgische

Erkrankungen und Verletzungen auf hohem Qualitätsniveau

behandelt werden.

Die Chefärzte und Leiter der Fachkliniken für Orthopädie und

Unfallchirurgie sind im KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen Prof.

Oliver Rühmann und Dr. Thomas Berndt, im KRH Klinikum

Großburgwedel Dr. Achim Elsen, im KRH Klinikum Lehrte Prof.

Dr. Reinhard Fremerey, im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

Dr. Jürgen Schweitzer sowie im KRH Klinikum Robert

Koch Gehrden und im KRH Klinikum Springe Dr. Jens Uffmann.

Die ebenfalls zum Zentrum gehörende Fachabteilung für Plastische,

Ästhetische und Handchirurgie im KRH Klinikum Nordstadt

leitet Dr. Lutz Müller. Geschäftsführer des Zentrums für

Orthopädie und Unfallchirurgie ist PD Dr. Jörg Isenberg, Chefarzt

der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im KRH Klinikum

Nordstadt.

In den zusammengeschlossenen Kliniken werden jährlich rund

83.000 ambulante Behandlungen und 15.500 Operationen am

Stütz- und Bewegungsapparat durchgeführt. Gemessen an den

Fallzahlen repräsentiert der Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie

den drittgrößten Fachbereich in der KRH-Gruppe.

Neben der Unfallchirurgie gehören die Endoprothetik (Gelenkersatz

an Hüfte, Knie und Schulter), arthroskopische und

offene rekonstruktive Gelenkeingriffe (Hüfte, Knie, Schulter,

Sprung-, Ellenbogen-, Handgelenk, Finger, Zehen), die Behandlung

von Wirbelsäulenverletzungen und -erkrankungen sowie

von Sportverletzungen und Überlastungsschäden zu den

Schwerpunkten der in dem Netzwerk zusammengeschlossenen

Kliniken. Auch Eingriffe an Hand und Fuß, aber auch plastisch-rekonstruktive

Eingriffe gehören zum Repertoire. An der

Schwerverletztenversorgung im Traumanetzwerk nehmen die

KRH Kliniken Agnes Karll Laatzen, Neustadt am Rübenberge

und Nordstadt (überregionales Traumazentrum) teil.

Fällen geht es um Krankheiten und Störungen der männlichen

Geschlechtsorgane. Insgesamt entfallen rund 30 Prozent aller

Behandlungsfälle auf die Urologien in Großburgwedel und

Gehrden, 40 Prozent auf die Urologie im KRH Klinikum Siloah.

Angeschlossen an das Zentrum für Urologie sind zwei durch

die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte Prostatakarzinomzentren

an den Standorten Großburgwedel und Siloah.

Gemäß den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft können

in diesem ganzheitlich ausgerichteten Netzwerk den

Betroffenen psychoonkologische Betreuung, Physiotherapie,

sozialmedizinische Beratung, die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen,

Schmerztherapie sowie die enge Anbindung

an Selbsthilfegruppen und palliativmedizinische Dienste

angeboten werden.

Von der Gründung des Zentrums für Urologie profitieren nicht

nur die Patienten, sondern auch die Mitarbeiter der drei partizipierenden

Fachkliniken. Die enge Zusammenarbeit der Kliniken

ermöglicht in Zukunft einen standortübergreifenden

Personaleinsatz. Durch eine Rotation während der Facharztausbildung

werden die Weiterbildungskapazitäten optimal

genutzt.

Zentrumsgeschäftsführer

Dr. med. Joachim Stein

Zentrumsgeschäftsführer

PD Dr. med. Jörg Isenberg

Zentrum für Urologie

Die drei KRH-Fachabteilungen für Urologie (KRH Klinikum

Siloah, KRH Klinikum Großburgwedel, KRH Klinikum Robert

Koch Gehrden) arbeiten im Zentrum für Urologie eng zusammen.

In den drei urologischen Fachabteilungen lassen sich jährlich

rund 6.000 Patienten behandeln. Rund 4.000 Fälle betreffen

Krankheiten und Störungen der Harnorgane, bei rund 1.500

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20 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 21

Virtuelle Kliniken

DER BEGRIFF „VIRTUELLE KLINIKEN“ BEZEICHNET DEN BETRIEBSORGANISATORISCHEN ZUSAMMENSCHLUSS VON MEHRE-

REN KRH-KLINIKEN. DIESE ZUSAMMENFÜHRUNG BEZIEHT SICH IN ERSTER LINIE AUF ORGANISATORISCHE AUFGABEN.

DARÜBER HINAUS KOOPERIEREN DIE JEWEILIGEN STANDORTE IM MEDIZINISCHEN BEREICH, WOBEI DIE EINZELNEN KRH-

HÄUSER AUS DER PERSPEKTIVE VON PATIENTEN UND ÖFFENTLICHKEIT BETRACHTET ALS EIGENSTÄNDIGE KRANKENHÄU-

SER UNVERÄNDERT BESTEHEN BLEIBEN. NEBEN DEN SOMATISCHEN VIRTUELLEN KRH KLINIKEN OST, WEST UND MITTE

GIBT ES AUCH IM BEREICH DER FACHKLINIKEN EINE ENGE ORGANISATORISCHE VERZAHNUNG ZWISCHEN DEN KRH PSYCH-

IATRIEN LANGEN HAGEN UND WUNSTORF, DIE SICH ZUR KRH PSYCHIATRIE GMBH ZUSAMMENGESCHLOSSEN HABEN.

Die Virtuellen Kliniken sind aufgeteilt nach den jeweiligen Regionen, in denen die KRH-Kliniken etabliert sind:

FACHKLINIKEN

KRH Psychiatrie Wunstorf

KRH Psychiatrie Langenhagen

KRH Geriatrie Langenhagen

WEST

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

KRH Klinikum Springe

MITTE

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus

KRH Klinikum Siloah

OST

KRH Klinikum Großburgwedel

KRH Klinikum Lehrte

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen

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22 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 23

Virtuelles KRH Klinikum Mitte

V. l.: Prof. Dr. med. Andreas Schwartz (Ärztlicher Direktor KRH Klinikum Nordstadt),

Hauke Heißmeyer (Kaufmännischer Direktor Virtuelles KRH Klinikum Mitte), Annelie

Kadler (Pflegedirektorin Virtuelles KRH Klinikum Mitte), Prof. Dr. med. Thomas Moesta

(Ärztlicher Direktor KRH Kliniken Oststadt-Heidehaus und Siloah)

KRH Klinikum Nordstadt

Mit seinem vielfältigen, in vielen Bereichen in der Region

Hannover einzigartigen Leistungsspektrum gehört das traditionsreiche

KRH Klinikum Nordstadt zu den modernsten Kliniken

der niedersächsischen Landeshauptstadt. Neben dem

Brust- und dem Kontinenz- und Beckenbodenzentrum hat

sich jüngst ein zertifiziertes Kopf-Hals-Tumor-Zentrum unter

der Leitung von Prof. Dr. Dr. Hans-Jürgen Welkoborsky etabliert.

Es ist das bundesweit 13. seiner Art und eines der wenigen

im nicht-universitären Bereich. Die Klinik für Anaesthesiologie,

Intensivmedizin und Schmerztherapie feierte 2012 ihr

zwanzigjähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum konnte

sich die Klinik über eine besondere Auszeichnung freuen:

PJ-Studenten wählten sie in einem Ranking zur beliebtesten

Ausbildungsstätte ihrer Fachrichtung.

Das KRH Klinikum Nordstadt gliedert sich in folgende

Fachabteilungen und Zentren:

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Anaesthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Augenheilkunde

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Innere Medizin

Neurochirurgie

Neurologie

Plastische, Ästhetische und Handchirurgie

Unfallchirurgie und Orthopädie

Radiologie / Neuroradiologie

Pathologie

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Kopf-Hals-Tumor-Zentrum

Kooperatives Brustzentrum

Seit über 50 Jahren ist das KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus ein fester Bestandteil

der Krankenhauslandschaft Hannovers. 2014 wird es in den Klinikneubau am KRH

Klinikum Siloah umziehen.

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus

Das KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus wurde 1959 als Keimzelle

der neu gegründeten Medizinischen Hochschule Hannover

(MHH) erbaut. Die einzelnen Kliniken werden bis heute von

universitätsgeschulten Chefärzten geleitet, die weiterhin Lehraufträge

an bedeutenden Medizinischen Fakultäten innehaben.

Ende 2011 wurde das Weaningzentrum, in dem schwer

kranke langzeitbeatmete Patienten vom Beatmungsgerät „entwöhnt“

werden, mit einem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft

für Pneumologie und Beatmungsmedizin ausgezeichnet.

In ganz Niedersachsen gibt es neben dem zertifizierten

Weaningzentrum im KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus bislang

nur ein weiteres geprüftes Weaningzentrum in Göttingen.

Im KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus befinden sich folgende

Fachabteilungen und Zentren:

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nieren-, Hochdruck- und Gefäßkrankheiten

Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin

Thorax- und Gefäßchirurgie

Radiologie

Gefäßzentrum

Lungenkrebszentrum

Weaningzentrum

Interdisziplinäre Notaufnahme

Interdisziplinäre Intensivstation

KRH Klinikum Siloah

Das KRH Klinikum Siloah befindet sich innenstadtnah am Ufer

der Ihme, gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zur HDI-

Arena und zum Naherholungsgebiet Maschsee. Seit 2012 hat

sich am KRH Klinikum Siloah ein Hernienzentrum etabliert,

das als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland ein

Qualitätssiegel für die operative Therapie von sogenannten

Eingeweidebrüchen (Hernien) verliehen bekommen hat. Auf

dem Gelände des KRH Klinikums Siloah entsteht zurzeit einer

der modernsten Krankenhausneubauten Niedersachsens. Das

Richtfest wurde am 22. März 2012 gefeiert. Inzwischen schreiten

die Arbeiten im Rohbau zügig voran. Die Eröffnung ist für

2014 geplant.

Im KRH Klinikum Siloah befinden sich folgende Fachabteilungen

und Zentren:

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Viszeralchirurgie und minimal-invasive Chirurgie

Gastroenterologie und Hepatologie

Hämatologie und Onkologie

Kardiologie und Angiologie

Palliativmedizin

Urologie

Radiologie

Sonografie

Onkologisches Zentrum

Prostatakarzinomzentrum

Darmkrebszentrum

Hernienzentrum

Noch stehen die Zimmer leer und ein Baukran schwebt über dem Gebäude: Am 2. Oktober 2013 wird der Neubau mit Pflegestationen, OPs und Funktionsbereichen auf dem

Gelände des KRH Klinikums Nordstadt eröffnet.

Eröffnung 2014: Der Klinikneubau des KRH Klinikums Siloah mit der Notaufnahme im

Erdgeschoss, den darüberliegenden Etagen mit Pflegestationen und dem Hubschrauberlandeplatz

auf dem Dach

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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24 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 25

Virtuelles KRH Klinikum West

V. l.: Stephan Schröer (Kaufmännischer Direktor KRH Klinikum Neustadt am

Rübenberge), Wolfgang Grotstück (Kaufmännischer Direktor KRH Kliniken Robert Koch

Gehrden und Springe), Sabine Brase (Pflegedirektorin Virtuelles KRH Klinikum West),

Dr. med. Martin Memming (Ärztlicher Direktor Virtuelles KRH Klinikum West)

Der Eingangsbereich des KRH Klinikums Neustadt am Rübenberge mit der 2012 neu

entstandenen Zentralen Patientenaufnahme links im Bild

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

Das KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge erfüllt als Familienkrankenhaus

eine wichtige Funktion in der medizinischpflegerischen

Versorgung der Bevölkerung im nordwestlichen

Teil der Region Hannover. Als einziger KRH-Standort verfügt

das Haus über eine Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin,

die im Februar 2012 als eine der ersten 20 Kinderkliniken

in Deutschland das Qualitätssiegel „Ausgezeichnet.

FÜR KINDER“ verliehen bekam. Die zum KRH Klinikum Region

Hannover gehörende Schule für Physiotherapie, eine der

wenigen zertifizierten Schulen dieser Art, feierte im Mai 2013

ihr 25-jähriges Bestehen. Zukunftssicherung zum Wohle der

Patienten erfolgt auch im baulichen Bereich. So entstand im

vergangenen Jahr eine neue interdisziplinäre Patientenaufnahme,

gleichzeitig wurde die Intensivstation ausgebaut und

erweitert.

Folgende Abteilungen und Zentren finden sich im

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge:

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Gastroenterologie

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Kardiologie und Angiologie

Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Orthopädie und Unfallchirurgie

Radiologie

Zentrale Notaufnahme und Interdisziplinäre

Intensivmedizin

Interdisziplinäre Intensivstation

Gefäßzentrum

Viszeralzentrum

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Das KRH Klinikum Robert Koch Gehrden verfügt über neun

hochspezialisierte medizinische Fachabteilungen. Die qualitativ

hochwertige fachübergreifende Versorgung der Patientinnen

und Patienten gewährleisten darüber hinaus mehrere

interdisziplinäre Behandlungszentren. Im März 2013 wurde

das Bauchzentrum um ein Pankreaszentrum erweitert, im

November 2012 erhielt das Kompetenzzentrum für Schilddrüsen-

und Nebenschilddrüsenchirurgie als eines der wenigen

Krankenhäuser in Deutschland ein Zertifikat von der Deutschen

Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Das

gesamte Krankenhaus ist nach Qualitätsmanagementnorm

DIN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Das KRH Klinikum Robert Koch Gehrden vereint folgende

Fachabteilungen und Zentren unter seinem Dach:

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Herz- und Gefäßkrankheiten, Internistische Intensivmedizin

Innere Medizin

Orthopädie und Unfallchirurgie

Urologie

Radiologie

Pathologie

Bauchzentrum

Darmkrebszentrum

Pankreaszentrum

Gefäßzentrum

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Kooperatives Brustzentrum

Zentrum für Schilddrüsenchirurgie

KRH Klinikum Springe

Das KRH Klinikum Springe versorgt Patientinnen und Patienten

aus der südlichen Deisterregion, dem Calenberger Land

und Teilen des Weserberglands. Es besteht eine enge Zusammenarbeit

mit den Fachkliniken innerhalb der KRH-Gruppe,

insbesondere mit dem benachbarten KRH Klinikum Robert

Koch Gehrden. Das KRH Klinikum Springe ist seit 2010 nach

der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Ende 2011 wurde die im Erdgeschoss neu entstandene Zentrale

Notaufnahme eröffnet, im Juni 2012 feierte das Krankenhaus

mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür sein

50-jähriges Bestehen.

Das KRH Klinikum Springe vereint folgende Fachabteilungen

unter seinem Dach:

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Anästhesie und operative Intensivmedizin

Gynäkologie

Innere Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie

und Hepatologie sowie Herz- und Gefäßkrankheiten, internistische

Intensivmedizin

Orthopädie und Unfallchirurgie

Radiologie

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden: Von den Zimmern aus haben Patienten einen

schönen Blick über das weitläufige Parkgelände

Das KRH Klinikum Springe feierte im Jahr 2012 sein 50-jähriges Jubiläum

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26 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 27

Virtuelles KRH Klinikum Ost

V. l.: Prof. Dr. med. Jekabs Leititis (Ärztlicher Direktor KRH Kliniken Großburgwedel

und Lehrte), Dr. med. Jürgen Kaukemüller (Ärztlicher Direktor KRH Klinikum Agnes

Karll Laatzen), Marcus Kirchmann (Kaufmännischer Direktor Virtuelles KRH Klinikum

Ost), Jürgen Lehnert (Pflegedirektor Virtuelles KRH Klinikum Ost)

Das KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen bietet seinen Patienten neben einer kompetenten Akut- und Regelversorgung hoch spezialisierte Therapieangebote von

überregionaler Bedeutung

KRH Klinikum Großburgwedel

Das KRH Klinikum Großburgwedel ist zuständig für die Krankenversorgung

der Bürgerinnen und Bürger im Nordosten der

Region Hannover. In der bundesweiten Umfrage einer großen

Krankenkasse wurde das Haus zu einem der beliebtesten

Krankenhäuser der Region und Deutschlands gewählt. Überregionale

Bedeutung hat die spezielle Schmerztherapie des

Hauses erlangt, die sowohl ambulant als auch stationär angeboten

wird. Zurzeit wird das KRH Klinikum Großburgwedel

grundlegend modernisiert. Seit Juli 2012 entsteht ein viergeschossiger

Neubau auf dem südlichen Klinikgelände, der mit

dem bestehenden Gebäude verbunden ist. Zum Jahreswechsel

2014/2015 ist die Inbetriebnahme des Neubaus geplant.

Fachabteilungen und Zentren zum KRH Klinikum

Großburgwedel:

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin

Gynäkologie / Geburtshilfe

Innere Medizin

Orthopädie und Unfallchirurgie

Schmerztherapie

Urologie

Radiologie

Prostatakarzinomzentrum

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

KRH Klinikum Lehrte

Das KRH Klinikum Lehrte versorgt Patienten aus der gesamten

östlichen Region Hannovers und darüber hinaus. Über die

Fachkliniken hinaus befindet sich im Haus ein medizinisches

Netzwerk, zu dem HNO-Belegärzte, niedergelassene Ärzte

sowie am Haus ansässige Arztpraxen gehören. Angeschlossen

an das KRH Klinikum Lehrte ist eine eigene Dialyseabteilung,

in der Dialysepatienten ambulant, stationär oder auf

der Intensivstation versorgt werden. Die Belegärzte der Hals-

Nasen-Ohren-Abteilung bieten ein breites Spektrum ambulanter

Operationen an, speziell auch für Kleinkinder. Das KRH

Klinikum Lehrte wird seit 2003 kontinuierlich nach DIN EN ISO

9001 in der jeweils aktuellen Version zertifiziert, zuletzt im

Jahr 2012.

Im KRH Klinikum Lehrte befinden sich folgende Abteilungen

und Zentren:

Anästhesie und Intensivmedizin

Dialyse

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Innere Medizin

Orthopädie und Unfallchirurgie

Radiologie

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Klinikum Großburgwedel und Lehrte

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen

Das KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen liegt direkt im Naturschutzgebiet

„Leinemasch“. Es trägt den Namen von Agnes

Karll, einer Frau, die sich in Deutschland sehr für die Anerkennung

des Pflegeberufs eingesetzt hat und maßgeblich an der

Gründung des International Council of Nurses (ICN) beteiligt

war. Patienten erhalten hier eine kompetente Akut- und

Regelversorgung sowie hoch spezialisierte Therapieangebote

von überregionaler Bedeutung. So wurden zum Beispiel

in der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

deutschlandweit die meisten Hüftgelenk-Arthoskopien

durchgeführt.

Unter dem Dach des KRH Klinikums Agnes Karll Laatzen

finden sich folgende Fachabteilungen und Zentren:

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Anästhesie und operative Intensivmedizin

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Innere Medizin: Gastroenterologie, Kardiologie und

Angiologie

Neurologie

Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

Radiologie

Darmkrebszentrum

Sportmedizinisches Zentrum (An-Institut der MHH)

Auf dem Gelände des KRH Klinikums Großburgwedel entsteht seit Juli 2012 ein viergeschossiger

Neubau, dessen Eröffnung für Anfang 2015 geplant ist

Das KRH Klinikum Lehrte ist seit 2003 kontinuierlich nach DIN EN ISO zertifiziert,

zuletzt im Jahr 2012

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28 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 29

V. l.: Dr. med. Cornelia Schnittger (Ärztliche Direktorin KRH Geriatrie Langen hagen),

Matthias Nowack (Kaufmännischer Direktor KRH Geriatrie Langenhagen), Birgit

Krukemeier (Pflegedirektorin KRH Geriatrie Langenhagen)

Fachkliniken

V. l.: Dr. med. Cornelia Oestereich (Ärztliche Direktorin KRH Psychiatrie Wunstorf),

Matthias Nowack (Kaufmännischer Direktor KRH Psychiatrien Wunstorf und Langenhagen),

Birgit Krukemeier (Pflegedirektorin KRH Psychiatrie Langenhagen),

Dr. med. Stefan Mohr (komm. Ärztlicher Direktor KRH Psychiatrie Langenhagen),

Dieter Salewski (Pflegedirektor KRH Psychiatrie Wunstorf)

KRH Geriatrie Langenhagen

Die KRH Geriatrie Langenhagen ist von einem schönen Parkgelände

umgeben. Sie arbeitet seit über 25 Jahren erfolgreich

auf dem Spezialgebiet der Altersheilkunde. Die Fachklinik

ermöglicht älteren Patienten den Erhalt und - soweit wie

möglich - die Verbesserung ihrer funktionellen Kapazitäten,

um sie zur Rückkehr in ihre häusliche Umgebung zu befähigen.

Besonderes Kennzeichen der geriatrischen Behandlung

ist die Betreuung durch ein therapeutisches Team aus verschiedenen

Berufsgruppen, zu denen Ärzte unterschiedlicher

KRH Geriatrie Langenhagen: Gemütliche Sitzecken im Grünen laden Patienten und

Besucher zum Verweilen ein

Das „Haus am Park“ mit seiner frisch renovierten Fassade liegt in einem weitläufigen

Parkgelände

KRH Psychiatrie Langenhagen

Die KRH Psychiatrie Langenhagen ist eine moderne Fachklinik

zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. Die sozialpsychiatrisch

ausgerichtete Einrichtung besteht aus insgesamt

zehn Stationen, zwei Institutsambulanzen sowie

ambulanter und stationärer Ergotherapie. Das Einzugsgebiet

umfasst den gesamten nördlichen Bereich der Landeshauptstadt

Hannover sowie das nördliche Umland. Die Behandlungen

dauern dank zielgerichteter und individueller Therapien

selten länger als drei Wochen.

KRH Psychiatrie Wunstorf

Das 1880 gegründete Krankenhaus ist ein modernes Fachklinikum,

das mit außergewöhnlichen Parkanlagen, einem

Gesundheitsgarten mit Heilkräuterspirale, Skulpturengärten

und Kunstobjekten mitten in der Stadt liegt. Es gibt ein vielfältiges

kulturelles Angebot mit Konzerten, mobilem Kino,

Kabarett und Lesungen. Die Klinik verfolgt ein integratives

und integrierendes Psychotherapiekonzept. Angewandt werden

Gesprächspsychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte

Psychotherapieverfahren, Systemische Therapie und Verhaltenstherapie.

Zusätzlich zu den stationären Behandlungen

werden Patienten teilstationär oder in den Institutsambulanzen

behandelt. Viele Pflegekräfte haben eine fachpsychiatrische,

sozialpsychiatrische oder systemische Zusatzqualifikation.

Kulturelle und sprachliche Hintergründe der Patienten

und ihrer Angehörigen werden besonders berücksichtigt,

wofür auch Dolmetscher als Übersetzer sowie Kulturmittler

eingesetzt werden. Im März 2012 wurde die KRH Psychiatrie

Wunstorf als erstes Krankenhaus in Niedersachsen mit

dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet.

Die KRH Psychiatrie Wunstorf vereint unter ihrem Dach

folgende Fachabteilungen:

Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Gerontopsychiatrie und Psychotherapie

Suchtmedizin und Psychotherapie

Forensische Psychiatrie und Psychotherapie

Fachrichtungen (unter anderem Innere Medizin, Neurologie,

Physikalische und Rehabilitative Medizin mit der Zusatzbezeichnung

Klinische Geriatrie) sowie in der geriatrischen Fachpflege

zusätzlich ausgebildete Pflegekräfte, Physiotherapeuten,

Ergotherapeuten, Logopäden, (Neuro-) Psychologen und

Sozialarbeiter gehören. Seit 2011 ist die KRH Geriatrie Langenhagen

zweifach zertifiziert: Zum einen wurde das Qualitätsmanagement

durch das DIN ISO 9001-Zertifikat ausgezeichnet,

darüber hinaus erhielt die Fachklinik das „Qualitätssiegel

Geriatrie“ des Bundesverbandes Geriatrie.

Patienten profitieren von der 150-jährigen Erfahrung im

Bereich der psychiatrischen Medizin: 2012 wurde der 150. Jahrestag

der Gründung gefeiert. Um das dunkle Kapitel der Psychiatriegeschichte

während der NS-Zeit nicht in Vergessenheit

geraten zu lassen, wurde im November 2012 das von den

hannoverschen Künstlern Hans-Jürgen und Almut Breuste

geschaffene Denkmal „Anhalten alle Uhren“ der Öffentlichkeit

übergeben, das an die Verbrechen in der NS-Zeit erinnert.

2013 neu entstanden: Die Tagesklinik der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie bietet Patienten ab 58 Jahren ein ansprechendes Ambiente zum Wohlfühlen

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30 Geschäftsbericht 2012

Virtuelle Kliniken 31

Zentrale Bereiche, Institute, Tochtergesellschaften

DIE ZENTRALEN BEREICHE IM KRH KLINIKUM REGION HANNOVER VERSTEHEN SICH MIT IHRER JEWEILIGEN FACHLICHEN

EXPERTISE UND ERFAHRUNG ALS PROFESSIONELLE DIENSTLEISTER FÜR DAS GESAMTUNTERNEHMEN. NEBEN DEN BEREI-

CHEN EINKAUF, FINANZ- UND RECHNUNGSWESEN, INFORMATIONSTECHNOLOGIE, PERSONALMANAGEMENT SOWIE UN-

TERNEHMENSCONTROLLING VERFÜGT DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER ÜBER DIENSTLEISTUNGSANGEBOTE IM BE-

REICH DES FACILITY MANAGEMENTS, DER MEDIZINTECHNIK SOWIE FÜR DEN BEREICH UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION,

MARKETING UND VERTRIEB SOWIE FÜR DIE INTERNE REVISION.

Weitere zentrale Dienstleistungsbereiche unterstützen insbesondere

das medizinische Kerngeschäft. Zu dieser Gruppe

zählt die KRH Zentralapotheke, die alle KRH-Krankenhäuser

und weitere Kliniken in der Region mit Arzneimitteln versorgt.

Im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

werden alle bakteriologischen, mykologischen, parasitologischen

und infektionsserologischen Untersuchungen

für die KRH-Kliniken durchgeführt. Das ebenfalls unternehmensweit

tätige Institut für Pathologie hat Schwerpunkte für

Zytologie, Histologie und moderne molekularpathologische

Verfahren.

Das Institut für Sterilgutversorgung reinigt und sterilisiert

nach hohen medizinisch-technischen Standards sämtliche

Instrumente für die KRH-Kliniken und leistet einen wesentlichen

Beitrag zur Patientensicherheit.

Darüber hinaus verfügt das KRH Klinikum Region Hannover

über ein Institut für Labormedizin, welches aus den Kliniken

übersandte Proben zentral und dezentral als Krankenhauslabor

untersucht. Um künftigen Anforderungen an die

Labormedizin beziehungsweise an ein modernes Krankenhauslabor

gerecht zu werden, hat das KRH Klinikum Region

Hannover eine strategische Kooperation mit der Firma Synlab

vereinbart. Als Tochtergesellschaft KRH Labor GmbH wird das

Labor ihr hoch qualifiziertes Leistungsspektrum künftig auch

anderen Dienstleistungspartnern innerhalb der Region Hannover

anbieten können.

Eine weitere Tochtergesellschaft ist die KRH Servicegesellschaft

mbH, die unternehmensweit für Reinigung, Hauswirtschaft

und Speisenversorgung verantwortlich ist.

Die KRH ambulant GmbH kümmert sich um die engere Verzahnung

ambulanter und stationärer Leistungserbringung. Es

wurden zahlreiche Kooperationen zwischen ambulanten Leistungserbringern

der Region Hannover und dem KRH Klinikum

Region Hannover initiiert und umgesetzt. Zudem wurde

im April 2013 erstmals ein Medizinisches Versorgungszentrum

(MVZ) als ambulantes Institut für Radiologie mit den KRH-

Kliniken Robert Koch Gehrden und Lehrte gegründet.

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32 Geschäftsbericht 2012

33

MITEINANDER

NACHHALTIG HANDELN

In den verschiedenen Neubauten des KRH Klinikums Region Hannover wird konsequent auf nachhaltige

und wirtschaftliche Technik gesetzt. Zum Beispiel durch den Einsatz einer Wärmerückgewinnungsanlage im

Krankenhausneubau am KRH Klinikum Siloah, durch das konzernweit eingeführte Energieeinsparcontracting sowie

durch Stromerzeugung aus Sonnenenergie im KRH Klinikum Nordstadt. Um deren technische Funktionsfähigkeit

kümmert sich der Techniker Andreas Bremer. Nur so kann sichergestellt werden, dass die gewünschte Energieeffizienz

erzielt wird.

Nachhaltiges Wirtschaften und ein sensibler Umgang mit unserer Umwelt haben im KRH Klinikum Region Hannover

eine lange Tradition. Bereits seit zehn Jahren beteiligen sich die KRH Psychiatrie und die KRH Geriatrie Langenhagen

erfolgreich am Projekt „Ökoprofit“ der Region Hannover, auch die KRH Psychiatrie

Wunstorf ist seit einigen Jahren als Ökoprofitbetrieb ausgezeichnet. Als erste

Einrichtung in der Region Hannover und nach dem Klinikum Oldenburg in Niedersachsen

hat die KRH Geriatrie Langenhagen zudem die EMAS-Validierung

(Environmental Management and Audit Scheme) für ihr vorbildliches Umweltmanagement

im Juni 2006 bestanden und damit hohe Maßstäbe in Sachen

Gesundheit und Umwelt gesetzt. 2012 wurden die KRH Geriatrie Langenhagen

und die KRH Psychiatrie Langenhagen erneut rezertifiziert.

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34 Geschäftsbericht 2012

35

„Bester Arbeitgeber“

DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER GEHÖRT ZU „DEUTSCHLANDS BESTEN ARBEITGEBERN“:

DIES IST DAS ERGEBNIS EINER ERHEBUNG DES MAGAZINS „FOCUS“, DAS BUNDESWEIT 820 UNTERNEHMEN MIT MEHR ALS

1000 BESCHÄFTIGTEN AUF GRUNDLAGE VON ERFAHRUNGSBERICHTEN AUF DEM INTERNET-KARRIEREPORTAL XING SOWIE

ONLINE-BEFRAGUNGEN UNTER 6300 MITARBEITERN ALLER HIERARCHIE-EBENEN UNTERSUCHTE. IM FOCUS-RANKING

(„ FOCUS-SPEZIAL“, AUSGABE APRIL/MAI 2013) BELEGT DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER INSGESAMT PLATZ 120. IM

BRANCHENRANKING „GESUNDHEIT, SOZIALES“ HAT DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER DEN FÜNFTEN PLATZ ER-

REICHT – UND IST DAMIT DAS AM BESTEN BEURTEILTE DEUTSCHE KRANKENHAUSUNTERNEHMEN.

Bewertet wurden Faktoren wie Arbeitsumfeld, Karriereperspektiven,

Gehalt, Führungskultur, Betriebsklima, Weiterbildungsangebote

oder Antworten auf die Frage „Würden Sie

das Unternehmen als Arbeitgeber Freunden oder Familienmitgliedern

empfehlen?“. Ausgewertet wurden Meinungen

von eigenen Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens und

weiteren Mitarbeitern der jeweiligen Branche. Zudem sind

Erfahrungen von Berufseinsteigern in die Bewertung eingeflossen,

und es wurde das Engagement der Unternehmen im

Personal-Marketing überprüft.

top

NatioNaler

arbeitgeber

2013

gesuNdheit

Gütesiegel für familienbewusste Personalpolitik

Gutachter der gemeinnützigen Hertie-Stiftung haben das

KRH Klinikum Region Hannover 2010 mit dem „audit berufundfamilie“

zertifiziert. Das Gütesiegel bekommen Unternehmen,

die familienfreundliche Personalpolitik nachweisen

können, zum Beispiel durch betriebsnahe Angebote

zur Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeitmodelle. Das

Gütesiegel bestätigt die Anstrengungen des Unternehmens,

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Klinikbetrieb

zu fördern.

Familienbewusste Personalpolitik ist eine entscheidende

Herausforderung, um neues Personal zu gewinnen und die

eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen

zu binden. Neben einer flächendeckenden Kinderbetreuung

sowie flexibler, teamorientierter Arbeitszeitgestaltung

erproben wir zum Beispiel lebensphasenorientierte

Arbeitszeitmodelle, die der individuellen Interessenlage

entgegenkommen.

DeutschlanDs

Beste

arBeitgeBer

im Vergleich

Marie-Luise Jahns, 24 Jahre, Gesundheitsund

Krankenpflegerin im KRH Klinikum

Robert Koch Gehrden

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36 Geschäftsbericht 2012

37

KRH in Zahlen

MITARBEITER

ALLE ANGABEN BEZIEHEN SICH AUF DAS JAHR 2012

41,92 JAHRE IST DAS DURCHSCHNITTSALTER ALLER BESCHÄFTIGTEN

7.121

Beschäftigte

INTERNATIONAL

Menschen aus 57 Nationen

sind im KRH beschäftigt

27 %

73 %

643

Auszubildende

32 %

ärztliche und

med.-technische Dienste

52 %

Pflege und

Funktikonsdienste

16 %

technische Dienste, Verwaltung,

Hauspersonal etc.

52

Praktikanten

24

Personen, die das Freiwillige

Soziale Jahr absolvieren

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38 Geschäftsbericht 2012

39

KRH in Zahlen

PATIENTENVERSORGUNG

ALLE ANGABEN BEZIEHEN SICH AUF DAS JAHR 2012

FRISCHES GEMÜSE

171 t

Gemüse und Salat

WAS IST EIN MORGEN OHNE KAFFEE!?

5,2 Mio.

Tassen Kaffee

772.400

Brötchen zum Frühstück (38,2 t)

AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG GARANTIERT

104 t

Nudeln, Reis und Kartoffeln

4939,5 kg

Gewürze

132,5 t

Fleisch und Fisch

35 t

Butter und Magarine

52 t

Brot

62,5 t

Aufschnitt und Käse

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40

Geschäftsbericht 2012 41

KRH in Zahlen

FACILITY

ALLE ANGABEN BEZIEHEN SICH AUF DAS JAHR 2012

SPECIALS

DREIFACHE GRÜNFLÄCHE ZU BEFESTIGTER FLÄCHE

393.989 m 2

Grünflächen: Bäume, Wiesen, Beete, Teiche

SAUBERE LEISTUNG: …

55,3 Mio. m 2

gereinigte Bodenfläche (Zimmer, Flure etc.)

… DIE GEREINIGTE FLÄCHE IM JAHR 2012 ENTSPRICHT DER

1,16-FACHEN FLÄCHE VON NIEDERSACHSEN. DAMIT WÄRE

HAMBURG QUASI INKLUSIVE.

22.728 Räume 3.647 m 2

mit einer Raumfläche von

Operationsräume

394.735 m 2

133.455 m 2

befestigte Flächen: Wege,

Parkplätze, Straßen

WIEDER JÜNGER GEWORDEN: GLÜCKWUNSCH!

9,5 Jahre

beträgt das Durchschnittsalter

der med. Geräte im KRH

DAS DURCHSCHNITTSALTER DER MED. GERÄTE DES KRH HAT SICH

VON 2008 ZU 2012 UM 2 JAHRE VERJÜNGT UND LIEGT JETZT BEI

4 JAHREN UNTER DEM BUNDESDURCHSCHNITT

133.000

Sterilisationseinheiten

177.519

Bettenreinigungen

mehr als 100.000

Arzneimittel stellte die

KRH-Apotheke 2012 her

28 Mio.

kWh Strom

46 Mio.

kWh Gas

32,8 Mio.

kWh Fernwärme

362.700 m 3

Wasser


42 Geschäftsbericht 2012

Zertifizierungen 43

Geprüfte Qualität: Zertifizierte Zentren

gewährleisten bestmögliche Versorgung

Übersicht der Zertifizierungen

STAND: SEPTEMBER 2013

DAS KRH KLINIKUM REGION HANNOVER STEHT FÜR OPTIMALE QUALITÄT IN MEDIZIN UND PFLEGE. FACHKLINIKEN

UND UNTER NEHMENSWEITE INSTITUTE ARBEITEN NACH DEN LEITLINIEN DER NATIONALEN UND INTERNATIONA-

LEN FACHGESELLSCHAFTEN UND LASSEN SICH IN ZERTI FI ZIE RUNGS VERFAHREN REGELMÄSSIG VON UNABHÄNGI-

GEN GUTACHTERN ÜBERPRÜFEN. DABEI GEHT ES NEBEN DER QUALITÄT DER ARBEITSPROZESSE UND ORGANISATI-

ONSSTRUKTUREN UM DIE INTERDISZIPLINÄRE KOOPE RATION AUCH MIT AMBULANTEN PARTNERN SOWIE DIE

ZUSAMMENARBEIT ZUM BEISPIEL MIT SELBSTHILFEGRUPPEN. EINE AUSWAHL ZERTIFI ZIERTER ZENTREN IM KRH

KLINIKUM REGION HANNOVER:

Zertifiziertes Onkologisches

Zentrum

KRH Klinikum Siloah

Zertifiziertes Darmkrebszentrum

KRH Klinikum Siloah

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Zertifiziertes Prostata karzinomzentrum

KRH Klinikum Siloah

KRH Klinikum Großburgwedel

Zertifiziertes Lungenkrebszentrum

KRH Klinikum Oststadt- Heidehaus

Zertifiziertes Institut für Medizin ische

Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

KRH-unternehmensweit

Zertifiziertes Institut für

Labormedizin

KRH-unternehmensweit

Zertifizierte KRH Zentralapotheke

KRH-unternehmensweit

Zertifiziertes Hernienzentrum

KRH Klinikum Siloah

Zertifiziertes interdisziplinäres

Gefäßzentrum

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Zertifiziertes interdisziplinäres

Bauchzentrum

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Zertifiziertes Weaningzentrum

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus

Qualitätssiegel

„Ausgezeichnet. FÜR KINDER“

KRH Klinikum Neustadt am

Rübenberge

Zertifiziertes Kooperatives

Brustzentrum

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

KRH Klinikum Großburgwedel

Zertifizierte Stroke Unit

(Schlaganfall-Spezialstation)

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen

Zertifiziertes Umweltmanagement

KRH Geriatrie Langenhagen

KRH Psychiatrie Langenhagen

Zertifiziertes Ausbildungszentrum

KRH Klinikum Lehrte

Zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem

in einer Fachklinik

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

(KRH Klinikum Großburgwedel)

Zertifiziertes Traumazentrum

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

Zertifiziertes Qualitätsmanagement system

im gesamten Krankenhaus

KRH Klinikum Lehrte

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

KRH Klinikum Springe

KRH Geriatrie Langenhagen

Zertifiziertes

Kopf-Hals-Tumorzentrum

KRH Klinikum Nordstadt

Zertifiziertes Zentrum für Schilddrüsenund

Nebenschilddrüsenchirurgie

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Zertifizierte zentrale Bereiche

KRH Facility Management

KRH Unternehmenskommunikation, Marketing

und Vertrieb

Akkreditiertes Institut für

Pathologie

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Zertifiziertes Interdisziplinäres Kontinenz- und

Beckenbodenzentrum

KRH Klinikum Nordstadt

KRH Klinikum Siloah

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

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44 Geschäftsbericht 2012

Zertifizierungen 45

MITEINANDER

QUALITÄT SICHERN

Diagnostik und Therapie auf hohem Qualitätsniveau gewährleisten und Patienten bestmögliche Sicherheit

bieten: Diese Ziele erreichen wir im KRH Klinikum Region Hannover durch systematisches Qualitätsmanagement

in allen Arbeitsbereichen und verbindliche Standards nach den Richtlinien der nationalen und internationalen

Fachgesellschaften. Ein Beispiel für zukunftsweisende Qualitätssicherung ist das Pilotprojekt

„Stationsapotheker“ im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge, für das sich Fachapothekerin

Nadine Frerk einsetzt.

Sie und ihr Kollege Dr. Michael Willenborg aus der KRH Zentralapotheke sind dort seit Anfang 2013 tätig

und befragen neu aufgenommene Patienten nach ihren Hausmedikamenten, prüfen mögliche problematische

Wechselwirkungen, halten bei Bedarf Rücksprache mit dem Hausarzt und erstellen unter anderem eine

pharmazeutisch geprüfte Medikamentenübersicht für den behandelnden Klinikarzt. Weiterhin kümmert

sich Nadine Frerk um die Arzneimitteltherapie der Intensivpatienten. Sie legt fest, welche Medikamente

per Infusion gleichzeitig verabreicht werden können und gibt Hinweise zur Dosierung. Das hervorragende

Feedback von Patienten, Pflegekräften und Ärzten bestätigt den innovativen Weg.

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46 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 47

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

1.1.1. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2012 weiter

gewachsen: Um 0,7 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt

(BIP) höher als im Vorjahr. Dies ergaben Berechnungen

des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die Anfang 2013

veröffentlicht wurden. In den beiden vorangegangenen Jahren

war das BIP viel kräftiger gestiegen (2010 um 4,2 % und

2011 um 3,0 %). Dabei handelte es sich aber um Aufholprozesse

nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2009. „Im Jahr 2012

erwies sich die deutsche Wirtschaft dagegen in einem schwierigen

wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig und trotzte

der europäischen Rezession“, so Roderich Egeler, Präsident des

Statistischen Bundesamtes. Allerdings habe sich die deutsche

Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgekühlt.

Kalenderbereinigt errechnet sich eine höhere BIP-Wachstumsrate

von 0,9 %, da 2012 – unter anderem aufgrund der arbeitnehmerfreundlichen

Lage der Weihnachtsfeiertage – drei

Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als 2011.

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts erwies

sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Außenhandel

angesichts eines schwierigen außenwirtschaftlichen

Umfelds als sehr robust: Deutschland exportierte im Jahr 2012

preisbereinigt insgesamt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen

als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe lediglich

um 2,3 %. Die Differenz zwischen Exporten und Importen – der

Außenbeitrag – steuerte 1,1 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum

2012 bei und war damit einmal mehr wichtigster Wachstumsmotor

der deutschen Wirtschaft.

Die Binnennachfrage entwickelte sich unterschiedlich: Zwar

wurde im Inland mehr konsumiert (+ 0,8 % bei den privaten

und + 1,0 % bei den staatlichen Konsumausgaben). Die Investitionen

konnten aber erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009

keinen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum liefern. Sie gingen

zum Teil deutlich zurück: Die Bauinvestitionen um 1,1 % und die

Ausrüstungsinvestitionen sogar um 4,4 %.

Charakteristisch für die Entstehung des Bruttoinlandsprodukts

im Jahr 2012 ist eine Zweiteilung der Wirtschaft: In den

Dienstleistungsbereichen legte die preisbereinigte Bruttowertschöpfung

gegenüber 2011 zum Teil kräftig zu. Dagegen

rutschten sowohl das produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe

(– 0,8 %) als auch das Baugewerbe (– 1,7 %) ins Minus.

Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller

Wirtschaftsbereiche genau wie das BIP um 0,7 %.

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2012 mit 41,6 Mio. das

sechste Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Die Arbeitsproduktivität,

gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt

je Erwerbstätigen, ging 2012 um 0,3 % zurück. Je

Erwerbstätigenstunde gerechnet nahm die Arbeitsproduktivität

dagegen um 0,4 % zu, weil das Arbeitsvolumen der

Erwerbstätigen weniger stark gestiegen ist als das Bruttoinlandsprodukt.

Die Staatshaushalte waren im Jahr 2012 weiter auf Konsolidierungskurs:

Der Staatssektor – dazu gehören Bund, Länder,

Gemeinden und Sozialversicherungen – beendete das Jahr

nach noch vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsüberschuss

in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Dabei reduzierte

der Bund sein Defizit im Vergleich zum Vorjahr noch

einmal deutlich, während die Gemeinden und vor allem die

Sozialversicherungen wie schon im Jahr 2011 einen kräftigen

Überschuss erwirtschafteten.

1.1.2. Entwicklung des Branchenmarktes Krankenhäuser

Krankenhaus Barometer: 2011 schrieb bereits jede dritte

Klinik rote Zahlen

Die wirtschaftliche Lage in den deutschen Krankenhäusern

hat sich nach dem im Januar 2013 veröffentlichten Ergebnis

des aktuellen Krankenhaus Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts

(DKI) in den letzten beiden Jahren spürbar

verschlechtert. Danach schrieb 2011 fast jede dritte Klinik rote

Zahlen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung

um rund ein Drittel. In fast 60 Prozent der Kliniken ist das

Geschäftsergebnis zudem rückläufig gewesen.

Ihre wirtschaftliche Lage schätzte 2012 nur noch gut ein Viertel

der Kliniken als gut ein, heißt es im Krankenhaus Barometer.

Noch pessimistischer fallen danach die Zukunftserwartungen

der Krankenhäuser für 2013 aus: Nur 22 Prozent erwarten

eine Verbesserung, jedoch fast 40 Prozent der Krankenhäuser

eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation.

Ursächlich dafür, so das Krankenhaus Barometer, seien einerseits

die vom Gesetzgeber verfügten milliardenschweren Kürzungen

zu Lasten der Kliniken, andererseits die fortgesetzt

hohen Personal-, Energie- und Sachkostensteigerungen, die

die Kliniken wegen der ebenfalls vom Gesetzgeber gedeckelten

und staatlich administrierten Preise nicht decken könnten.

Zwei Drittel aller Krankenhäuser in Deutschland seien zusätzlich

regelmäßig von Zahlungsverzögerungen und Zahlungsverweigerungen

der Krankenkassen betroffen, betonte die

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) anlässlich der Veröffentlichung

des Krankenhaus Barometers. Die aktuellen

Außenstä nde aus Zahlungsverzögerungen und Zahlungsverweigerungen

hätten sich inzwischen bundesweit auf 1,1 Milliarden

Euro aufsummiert. Die Liquidität der Krankenhäuser sei

dadurch empfindlich beeinträchtigt.

Die Ergebnisse des Krankenhaus Barometers 2012 beruhen

auf der schriftlichen Befragung einer repräsentativen Stichprobe

von zugelassenen Allgemeinkrankenhäusern ab 50

Betten in Deutschland, welche von Februar bis Juni 2012

durchgeführt worden ist. Beteiligt haben sich insgesamt 245

Krankenhäuser.

Kampagne „Für eine faire Krankenhausfinanzierung!“

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und ihre Mitgliedsverbände

starteten Anfang 2013 die Kampagne „Wir

alle sind das Krankenhaus“ mit großflächigen Plakaten in Berlin

und weiteren Landeshauptstädten. Damit sollen Politik

und Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden, dass

im Interesse aller die Zukunft der international anerkannten,

hochwertigen Krankenhausmedizin mit einer fairen Finanzierung

gesichert werden muss. „Fortgesetzte Kürzungen durch

die Politik, Preisbegrenzungen, Energie- und Sachkostensteigerungen

und massive Tariferhöhungen bringen immer

mehr Krankenhäuser in wirtschaftlich bedrohliche Lagen

und gefährden die Patientenversorgung. Wenn es immer

mehr Krankenhäusern schlecht geht, ist das ein Problem von

nationaler Tragweite. „Die Krankenhäuser brauchen Hilfe“,

erklärte DKG-Präsident Alfred Dänzer bei der Vorstellung

eines Kampagnengroßplakats am Berliner Hauptbahnhof. Die

Gesellschaft brauche gesunde Kliniken, die Patienten hätten

hohes Vertrauen in die 2.045 Krankenhäuser in Deutschland.

Es könne deshalb nicht sein, dass die Kliniken – trotz Milliardenüberschüssen

bei den Krankenkassen – dauerhaft unterfinanziert

blieben und sich fast täglich gegen mit unredlichen

Totschlagargumenten geführte Angriffe zur Wehr setzen

müssten. Die Kampagne „Wir alle sind das Krankenhaus – faire

Krankenhausfinanzierung“ sei ein Aufruf zur öffentlichen Diskussion.

„Wir müssen dringend einen Denkprozess in Gang

setzen, damit die Fakten und Realitäten in unseren Kliniken

von der Politik sachgerecht wahrgenommen werden“, so der

DKG-Präsident.

Dänzer bezeichnete die aktuelle Situation vieler Kliniken als

dramatisch. Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen

Krankenhausinstituts schrieb bereits 2011 jede dritte Klinik

rote Zahlen. Gehe das so weiter, sei bald jede zweite Klinik

betroffen. Die Zukunftserwartungen der Krankenhäuser für

2013 fielen pessimistisch aus. Dänzer: „40 Prozent der Krankenhäuser

erwarten eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen

Situation.“ Gleichzeitig lege die Politik den Kliniken über

neue Gesetze immer höhere Anforderungen auf, ohne ihre

Finanzierung zu sichern. „Investitionen in Sicherheit, verbesserte

Hygiene, Qualität und Personal erfordern aber ausreichende

finanzielle Mittel“, so Dänzer. Das Hauptproblem für

die Kliniken ist die Refinanzierung der Kosten bei gleichzeitig

weiter stattfindenden Kürzungen in Milliardenhöhe. Die Kosten

der Krankenhäuser stiegen seit Jahren schneller als die

Vergütungen.

Für 2013 gebe die Koalition den Kliniken einen Zuwachs

der Vergütungen per Gesetz von unter 2 Prozent vor – bei

Gesamtkosten der Häuser von 4 Prozent und mehr. Diese

immer weiter auseinanderklaffende Kosten-Erlös-Schere

bringe die Kliniken in sich über die Jahre verstärkende finanzielle

Bedrängnis, betont Dänzer. Gesetzliche Kürzungen

verschärfen das Problem zusätzlich: „Der stationäre Sektor

könnte besser dastehen, wenn die Koalition den Kliniken nicht

für die Jahre 2011 bis 2014 rund 2,1 Milliarden Euro entziehen

würde“, sagte der DKG-Präsident.

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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48 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 49

In Niedersachsen ist die Lage besonders dramatisch. Hier

haben in 2012 bereits eine Vielzahl der Kliniken rote Zahlen

geschrieben. Für 2013 erwarten 70 % der Kliniken eine defizitäre

Situation, so das Ergebnis einer Unterlage der Niedersächsischen

Krankenhausgesellschaft.

1.1.3. Entwicklung des Facility Managements im

Gesundheitswesen

Die Facility-Management-Branche bewegt sich wie schon

2011 auch in 2012 in einem dynamischen, personenabhängigen

Dienstleistungsmarkt, in dem weiterhin ein harter Verdrängungswettbewerb

stattfindet. Große Marktbegleiter der

KRH Servicegesellschaft mbH drängen durch Ausweitung

ihrer Angebotspalette auf andere Dienstleistungen tiefer in

den Markt vor.

Der Gesundheitsbereich ist weiterhin als wesentlicher Wachstumsmarkt

zu sehen. Hier ist mit einem durchschnittlichen

jährlichen Wachstum von 6 % bis 10 % in den nächsten Jahren

zu rechnen. Insgesamt entfallen knapp 10 % der Gesamtkosten

in Kliniken auf Sekundär prozesse wie Verpflegung und

Reinigung.

1.2. UMSATZVERTEILUNG

Die Erlöse des Geschäftsjahres 2012 stellen sich wie

folgt dar:

Bezeichnung

in Tsd. EUR

Erlöse aus Krankenhausleistungen 440.094

Erlöse aus Wahlleistungen 12.087

Erlöse aus ambulanten Leistungen des

Krankenhauses

22.832

Nutzungsentgelte der Ärzte 5.256

Erh./Verminderung des Bestandes an

unfertigen Leistungen

1.558

Andere aktivierte Eigenleistungen 1.226

Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen

Hand

276

Sonstige betriebliche Erträge 40.175

Gesamt 523.504

Medizinische Zentren

Durch die im KRH geschaffenen Organisationsstrukturen der Virtuellen Kliniken und Medizinischen Zentren kann auch in Randgebieten

der Region ein exzellentes medizinisches Angebot vorgehalten werden, und die Patienten werden bestmöglich versorgt.

Beginnend im Jahr 2010 wurden im KRH als innovative Weiterentwicklung der Organisationsstruktur neben den Virtuellen Kliniken

acht Medizinische Zentren wie folgt gegründet (weitere Konstituierungen sind in Planung):

Zentren Zentren Geschäftsführer Konstituierung

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie Herr Dr. Memming (Sprecher), Herr Dr. Possin, Herr PD Dr. Mall 29.11. 2010

Anästhesie Herr Dr. Kaukemüller, Herr Dr. Güse 30.05. 2011

Gynäkologie und Geburtshilfe Herr Dr. Kirchner 02.05. 2011

Innere Medizin Herr Prof. Madisch 24.02. 2011

Kardiologie Herr Prof. Bossaller 24.02. 2011

Kopf Herr Prof. Schwartz 07.09. 2011

Orthopädie/ Unfallchirugie Herr PD Dr. Isenberg, Herr Prof. Rühmann 08.02. 2011

Urologie Herr Dr. Stein 08.02. 2011

Die KRH Servicegesellschaft mbH präsentiert sich als kompetenter

Lösungsanbieter mit geschultem Fachpersonal für qualifizierte

Dienstleistungen. Hierbei stehen die Geschäftsfelder

Speisenversorgung, Hauswirtschaft (Unterhaltsreinigung,

Betten aufbe reitung) und Textilversorgung im Vordergrund.

Die KRH Servicegesellschaft wird ihr Dienstleistungsspektrum

strategisch breiter entwickeln. Dabei stehen bedarfsgerechte

Angebote für weitere hauswirtschaftliche Dienstleistungen,

Empfangs- und Pfortendienste sowie Logistikdienstleistungen

im Vordergrund.

1.3. VERLAUF DER UNTERNEHMUNG

1.3.1. Medizinische Leistungen

Im Konzern ist die Anzahl der stationär behandelten Patienten

im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 604 Fälle zurückgegangen

(ohne den Abgang der Hautklinik in 2011 wäre die

Fallzahl um 179 Fälle angestiegen) und hat den Nutzungsgrad

um – 0,27 % beeinflusst. Die durchschnittliche Verweildauer

konnte auf 7,61 verbessert werden.

Im Bereich der psychiatrischen Versorgung hat sich das tagesklinische

Angebot in Hannover-Linden („Tagesklinik und Institutsambulanz

(PIA) Deisterstraße“) etabliert, im Landkreis

Nienburg wurde für die genehmigte Tagesklinik (16 Plätze)

und PIA eine geeignete Immobilie gefunden (Umsetzung ist

für Anfang 2014 geplant). Im August 2012 wurde eine Tagesklinik

für Jugendliche eröffnet. Ferner wird derzeit eine bauliche

Planung für eine Krisen(intensiv)station mit besonderen

Sicherheits- und Schutzvorkehrungen in der Kinder- und

Jugendpsychiatrie (8 Betten) erarbeitet.

In einem Medizinischen Zentrum sind alle Fachabteilungen

einer medizinischen Fachrichtung im KRH vertreten und

durch die jeweiligen Chefärzte zusammengefasst. In diesem

Gremium findet der medizinisch-fachliche Austausch statt,

darüber hinaus wird die grundsätzliche Strategie des Fachbereichs

mit vielschichtigen Fragestellungen zu Kosten und Leistungen

diskutiert. Die Medizinischen Zentren bilden damit

ein Wissens-Forum, um durch klinikübergreifende horizontale

Kooperation innerhalb und zwischen den Zentren diesen

fachlichen Austausch im gesamten KRH zu organisieren. Hier

wird zwischen den Experten Fachwissen ausgetauscht, generiert

und für die Geschäftsführung in konkrete Arbeitsschritte

verarbeitet. Entscheidungen zu medizinischen Fachthemen,

zur Strategieentwicklung inklusive der Leistungsplanung und

-differenzierung oder Personalentscheidungen etc. werden

hier vorbereitet und als Empfehlung für die Geschäftsführung

formuliert. Das exzellente medizinische Know-how der KRH-

Chefärzte wirkt somit nicht nur individuell in den einzelnen

Fachabteilungen oder Häusern, sondern wird durch die Struktur

der Medizinischen Zentren für das gesamte Unternehmen

gebündelt und handhabbar.

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50 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 51

Neben der so generierten Möglichkeit, das Expertenwissen

des KRH zu strukturieren und in die Entscheidungen

der Geschäftsführung einfließen lassen zu können, führt die

Struktur der Medizinischen Zentren zu neuen Rollen der Chefärzte:

Zusätzlich zu ihrer operativen Linienverantwortung

nehmen sie im Medizinischen Zentrum eine strategische Rolle

auf Gesamtunternehmensebene ein (Konzept „split egg“). So

wird die Qualität der strategischen Entscheidungen optimiert

und gleichzeitig die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht.

Mit diesen neuen Organisationsstrukturen können die Herausforderungen

des Krankenhausmarktes zukunftsgerichtet

bearbeitet und gesteuert werden.

Im Bereich Qualitätsmanagement konnte zusätzlich zu den

bereits zertifizierten KRH-Kliniken (Gehrden, Springe, Lehrte)

die KRH Geriatrie Langenhagen erfolgreich zertifiziert werden.

Zudem hat im Rahmen des geplanten Aufbaus einer

HOW TO WORK IN „SPLIT EGG“ WAYS

FOKUS AUF FÜHRUNG DER

ABTEILUNG

Quelle: In Anlehnung an

Evans et al.2011: The Global

Challenge

flächendeckenden onkologischen Versorgung der Bevölkerung

der Region Hannover das Onkologische Zentrum

(„ Cancer-Center“) am KRH Klinikum Siloah die Prüfung durch

externe Fachleute entsprechend den Zertifizierungsrichtlinien

der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich bestanden;

es ist das erste Onkologische Zentrum in der Region

Hannover.

Im Bereich der sekundären medizinischen Dienstleistungen

konnten die Institute für Pathologie sowie medizinische

Mikrobiologie und Krankenhaushygiene (IMMK) Umsatz und

Ertrag im Bereich Drittkunden weiter steigern. Die Verhandlungen

mit dem Bewerber „synlab“ als strategischer Partner

für die geplante KRH Labor GmbH konnten weitgehend

abgeschlossen werden. Die Betriebsaufnahme der KRH Labor

GmbH wird nach Erfüllen der aufschiebenden Bedingungen

voraussichtlich Mitte des Jahres 2013 erfolgen. Die Beteiligungsquote

an der KRH Labor GmbH wird 51 % betragen.

EXTERNER FOKUS:

Markt, Wettbewerber, Globalstrategie

INTERNER FOKUS:

Operative Effektivität und Effzient im KRH

HORIZONTALER FOKUS:

Wissensaustausch innerhalb des Zentrums

mit Blick auf das Fach

Im Bereich Medizintechnik konnte dank der Neubauvorhaben

an den Standorten Siloah und Nordstadt die Standardisierung

und Modernisierung der Gerätschaften in den einzelnen Kliniken

fortgeführt werden. Mit der Zielsetzung, die Patientenversorgung

zu verbessern, die Attraktivität unseres Unternehmens

für die Mitarbeiter zu steigern sowie die zur Verfügung

stehenden Ressourcen effizient zu nutzen, sind für das Jahr

2012 folgende medizinische Projekte zu nennen:

Zur weiteren Verbesserung der Sicherheit der Patienten in

den KRH-Kliniken wurden die Teilprojekte Patientensicherheit

im OP, Screening multiresistenter Keime, Vermeidung nosokomialer

Infektionen, Aufbau eines Berichtswesen zur zeitnahen

Darstellung der Ergebnisqualität sowie die Entwicklung

eines Meldewesens für Beinahe-Zwischenfälle (critical incident

reporting system, CIRS) weiter verfolgt.

Das Projekt PACS (Picture Archiving and Communication System

= digitale Archivierung von bildgebenden Diagnostik-

Verfahren) mit einem Volumen von über 2 Mio. Euro konnte

weitgehend abgeschlossen werden: Ab Dezember 2012 werden

in den KRH-Kliniken alle Röntgenuntersuchungen digital

erstellt, am Monitor befundet und digital gespeichert. In 2013

folgt als nächster Schritt zu einer umfassenden telemedizinischen

Vernetzung aller Kliniken die digitale Archivierung aller

Ultraschall- und Linksherzkatheter-Untersuchungen.

Die Digitale Archivierung von Patientenakten (Digitales Patientenaktenarchiv,

DPAA) wurde 2012 in allen somatischen Kliniken

eingeführt. Es wurden in 2012 bereits 104.000 Patientenakten

mit über neun Millionen Seiten digitalisiert. Diese

stehen spätestens 48 Stunden nach Abgabe an das Digitale

Patientenaktenarchiv zur Verfügung und können von

den jeweils befugten Personen rund um die Uhr an den PC-

Arbeitsplätzen der Kliniken eingesehen werden.

Die Online-Bibliothek wurde weiter ausgebaut: Von seinem

PC-Arbeitsplatz kann jeder Mitarbeiter des KRH auf die gängige

Fachliteratur, auf die wichtigsten Datenbanken und die

geeigneten Suchmaschinen zugreifen.

Im Rahmen der ärztlichen Nachwuchssicherung konnte mit

der Medizinischen Hochschule Hannover 2012 ein Rahmenvertrag

für alle somatischen Kliniken bezüglich des „Blockpraktikums

Innere“ abgeschlossen werden, welcher bis zu

180 Medizinstudenten pro Jahrgang die Möglichkeit gibt, die

internistischen Fachabteilungen in den KRH Kliniken kennenzulernen.

1.3.2. Beschaffung

Versorgung mit Apothekengütern

Die KRH Zentralapotheke der KRH GmbH versorgt die

11 unternehmenseigenen Krankenhäuser, das Klinikum

Wunstorf sowie weitere 7 Krankenhäuser anderer Träger

( insgesamt 4.318 Planbetten) mit Arzneimitteln, apothekenpflichtigen

Medizinprodukten und klinischer Ernährung.

Die Beschaffung der Arzneimittel und der klinischen Ernährung

erfolgte im Jahr 2012 über eine „Einkaufsgemeinschaft“.

Apothekenpflichtige Medizinprodukte werden in enger

Absprache mit dem Bereich Einkauf und Logistik verhandelt.

Die vergaberechtlichen Besonderheiten werden dabei

berücksichtigt.

Um die KRH Zentralapotheke mit ihren 3 Abteilungen Arzneimittelversorgung,

Arzneimittelherstellung/Qualitätskontrolle

sowie Arzneimittelinformation/Klinische Pharmazie für

die Zukunft sicher aufzustellen, ist ein Neubau mit moderner

Logistik (Kommissioniertechnik) und einem GMP-Herstellzentrum

in Planung. Synergien in der Beschaffung entstehen

dadurch, dass in diesen Neubau auch der Bereich Einkauf und

Logistik integriert wird.

Zentraler Einkauf

Durch ein systematisches Warengruppenmanagement konnten

im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erhebliche Einsparungen

generiert werden, im Wesentlichen durch weitere

signifikante Standardisierungen im Medicalbereich und Preisreduzierungen.

Ausgewählte Handlungsfelder wurden mit

Unterstützung eines externen erfahrenen Beraterteams operativ

begleitet.

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52 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 53

Die bisher erfolgreiche zentrale Organisation des Einkaufs

besteht unverändert seit 2007. Seit diesem Zeitpunkt haben

sich die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen rasant

verändert. Die Anforderungen sind, vor allem im strategischen

Bereich, stark angestiegen, weshalb 2012 mit einem

externen erfahrenen Beraterteam eine Ist-Organisationsanalyse

durchgeführt und ein neues Soll-Organisationskonzept

erarbeitet wurde. Die Umsetzung ist für 2013 vorgesehen.

Fragen der Logistik, der Versorgung und des Warentransportes

gewinnen in einem modernen Krankenhausunternehmen

immer mehr an Bedeutung und werden seit der Unternehmensgründung

an die veränderten Anforderungen stets

angepasst. Im Rahmen eines Managementvertrages wurde

die Leitung des Krankentransportdienstes sowie des Güterverkehrs

der Leitung der klinikumseigenen Servicegesellschaft

übertragen.

Zur Optimierung und Steuerung des Materialflusses des medizinischen

Verbrauchsmaterials wird ein unternehmenseinheitliches

System der Modulversorgung, gemeinsam mit der Zentralapotheke,

eingeführt. Das Pilotprojekt wurde erfolgreich

gestartet. Die Umsetzung erfolgt in allen Kliniken bis Ende 2014.

Investitionen

Im Jahr 2012 betrugen die Zugänge der immateriellen

Vermögensgegenstände und Sachanlagen insgesamt

T€ 91.233. Wesentliche Anteile entfielen auf den Krankenhausneubau

(T€ 36.044) am Standort KRH Klinikum Siloah, ein

Energieeinsparcontacting (T€ 10.932), den Neubau der Chirurgie

am Standort KRH Klinikum Nordstadt (T€ 14.807), die OP-

Neustruktuierung am Standort KRH Klinikum Lehrte (T€ 1.917),

den Neubau Bettenhaus am Standort KRH Klinikum Großburgwedel

(T€ 2.390), den Teilneubau am Standort KRH Klinikum

Robert Koch Gehrden (T€ 1.298), die Zentrale Patientenaufnahme

am Standort KRH Klinikum Neustadt (T€ 4.680), den

Ersatzbau für die Gerontopsychiatrie am Standort KRH Psychiatrie

Wunstorf (T€ 1.736) und die Interimsküche am Standort

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden (T€ 776).

1.3.3. Finanzierungsmaßnahmen

Einzelförderung

Der Krankenhausneubau am Standort KRH Klinikum Siloah

einschließlich der Erstausstattung mit den für den Krankenhausbetrieb

notwendigen Anlagegütern und der Wiederbeschaffung

mittel- und langfristiger Anlagegüter wird mit einer

Festbetragsfinanzierung durch das Land Niedersachsen mit

insgesamt T€ 96.000 gefördert. In 2012 wurden Fördermittelabrufe

in Höhe von T€ 40.300 getätigt.

Pauschale Fördermittel

Die Klinikum Region Hannover GmbH und die Klinikum

Region Hannover Wunstorf GmbH erhielten im Jahr 2012

pauschale Fördermittel in Höhe von T€ 8.519.

Darlehensfinanzierung

Ein im Februar 2003 aufgenommenes und im August 2010

erstmals endfälliges Darlehen in Höhe von T€ 17.400, welches

in Bewertungseinheit mit einem Zinssatz-Swap stand, wurde

auf den 30. Juni 2012 prolongiert. Mit Wirkung 1. Juli 2012

erfolgte eine Anschlussfinanzierung mit einer Laufzeit von

20 Jahren. Es besteht eine Zinsfestschreibung nominal bis

30. Juni 2032.

Zur Finanzierung eines Energieeinsparcontractings wurde

in 2011 ein Forward-Darlehen mit einem Volumen von rund

T€ 23.766 und einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen,

das durch eine Ausfallbürgschaft der Region Hannover abgesichert

wird. Die erste Teilzahlung in Höhe von T€ 12.000

erfolgte im März 2013.

Zur weiteren Finanzierung umfangreicher Investitionen in

die bauliche Erneuerung des KRH Klinikums Region Hannover

hat das Unternehmen in 2012 weitere konkrete Kapitalmarktdarlehen

in Höhe von T€ 78.100 für die Bauinvestitionen KRH

Klinikum Nordstadt (Bauabschnitt 2a (NKN2A)), KRH Klinikum

Neustadt am Rübenberge (Aufnahme- und Untersuchungszentrum),

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden und KRH Klinikum

Großburgwedel abgeschlossen. Diese sind weitestgehend

durch kommunale Ausfallbürgschaften der Region

Hannover abgesichert.

Bereits 2010 wurden zur Finanzierung der Neubauaktivitäten

am Standort des KRH Klinikums Siloah Darlehensverträge mit

einem Volumen von insgesamt T€ 46.500 abgeschlossen, die

mit T€ 34.600 über eine entsprechende Bürgschaft der Region

Hannover sowie mit T€ 11.900 über Grundschulden abgesichert

werden konnten. Die bestehenden Darlehen, die jeweils

zur Absicherung der Zinsentwicklungen mit einer Swap-Vereinbarung

hinterlegt sind, stehen in mehreren Tranchen ab

Januar 2013 zur Auszahlung zur Verfügung.

Die Gesamtsumme der Darlehensverbindlichkeiten beläuft

sich zum Bilanzstichtag auf T€ 69.093. Davon sind T€ 2.910

kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten unter 1 Jahr Laufzeit,

T€ 15.562 haben eine Laufzeit von 1 – 5 Jahre und über 5 Jahres

sind es T€ 50.621.

Die Fremdkapitalaufnahmen des Jahres 2012 wurden durch

kommunale Ausfallbürgschaften der Region Hannover in

Höhe von T€ 98.000 insgesamt abgesichert.

Liquidität

Wie auch in den Vorjahren war die Zahlungsfähigkeit des KRH

Klinikums Region Hannover in 2012 uneingeschränkt vorhanden.

Betriebsmittelkreditlinien sind nicht vorhanden, waren

bisher auch nicht erforderlich.

1.3.4. Personal- und Sozialbereich

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen macht es erforderlich,

dass Krankenhäuser zur Personalgewinnung neue Wege

gehen müssen, um durch gezielte Maßnahmen neue Mitarbeiter

gewinnen und die vorhandenen Mitarbeiter/-innen an das

Unternehmen binden zu können. Das KRH Klinikum Region Hannover

pflegt intensive Kontakte zu Hochschulen und fördert

aktiv die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (u. a. durch flexible

und vielseitige Dienstplangestaltung, Kita-Plätze mit Sonderöffnungszeiten

für Mitarbeiter/-innen im Schichtdienst, Organisation

von kurzfristiger Kinderbetreuung, z. B. durch Tagesmütter

sowie frühzeitige Kontaktaufnahme zum Wiedereinstieg nach

einer familiär bedingten Pause) und legt großen Wert auf die

Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens

der Beschäftigten.

Um im Bereich der Ausbildung von Assistenzärztinnen und

Assistenzärzten eine strukturierte und optimale krankenhausübergreifende

Verbundweiterbildung zu ermöglichen und

damit als attraktiver Arbeitgeber den Problemen des Fachkräftemangels

entgegenzuwirken, wurden in hausübergreifenden

Medizinischen Zentren die Fachkompetenzen unserer

angesehenen Chefärztinnen und Chefärzte gebündelt.

Im Pflege- und Funktionsdienst bietet das KRH seinen

Mitarbeiter/-innen spezielle (Fach-) Weiterbildungen (z. B. in

der Intensiv- und Anästhesiepflege) oder Einarbeitungsprogramme

für hochspezialisierte Bereiche an, um das vorhandene

Personal zu fördern und weiterzuentwickeln. In 2012

wurde in diesem Rahmen erstmalig ein Ausbildungsgang

zum/zur Operationstechnischen Assistenten/-in (OTA) angeboten.

So werden Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb

des Verbundes vorgehalten und die Pflege und Behandlung

der Patienten optimiert.

Im KRH Ausbildungszentrum mit rund 700 Ausbildungsplätzen

im Gesundheitswesen bilden wir den Nachwuchs für morgen

aus. Nachwuchsgewinnung beginnt bei uns bereits vor

Ausbildungsbeginn durch intensive Kooperationen mit allgemeinbildenden

Schulen in der Region Hannover.

Mit einer vierjährigen Teilzeitausbildung in der Gesundheitsund

Krankenpflege bieten wir speziell für Menschen mit familiären

Hintergrund, wie zum Beispiel zu betreuender Kinder

oder zu versorgender Familienangehöriger, die Möglichkeit

Ausbildung und Familie zu vereinbaren.

1.3.5. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Zum Jahresbeginn 2012 wurde die Aufbauorganisation des

Unternehmens mit der Etablierung der sogenannten „Virtuellen

Kliniken“ an die geänderten Anforderungen angepasst. Im

Virtuellen KRH Klinikum West sind die Krankenhäuser in Gehrden/Springe

sowie in Neustadt am Rübenberge unter einer

Leitung zusammengefasst. Das Virtuelle KRH Klinikum Mitte

besteht aus den Krankenhäusern Nordstadt, Oststadt und

Siloah. Im Virtuellen KRH Klinikum Ost sind die Krankenhäuser

Großburgwedel, Laatzen und Lehrte zusammengefasst.

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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54 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 55

Die neue Aufbauorganisation bietet eine gute Möglichkeit

der Ressourcen-Steuerung über einen Standort hinweg und

wurde im Rahmen der Vernetzung der Kliniken in Gehrden

und Springe in den letzten Jahren erfolgreich erprobt.

Der Aufsichtsrat hat auf Vorschlag der Geschäftsführung

beschlossen, die Psychiatrien in Langenhagen und Wunstorf

in der KRH Psychiatrie GmbH (vormals KRH Wunstorf GmbH

– Eintragungsdatum im Handelsregister vom 07. Januar 2013)

zusammenzufassen. Eine Umsetzung ist in 2013 rückwirkend

zum 1. Januar 2013 vorgesehen.

Am Standort des KRH Klinikums Siloah entsteht das modernste

Krankenhaus Niedersachsens. Die Bauaktivitäten schritten in

2012 ohne nennenswerte Verzögerungen voran. Das neue Krankenhaus

soll Patienten bestmögliche medizinische Versorgung

und Pflege, ein anspruchsvolles Ambiente und Hotelkomfort

auf hohem Niveau bieten. Die KRH GmbH schafft ein patientenfreundliches

Krankenhaus mit optimierten Wegen, betriebswirtschaftlichen

Abläufen und effizienter Energienutzung.

Das citynahe Neubauprojekt setzt Maßstäbe für die Entwicklung

der Krankenhäuser des KRH-Konzerns insgesamt.

Das neue Krankenhaus mit 535 Betten bietet den Patienten

modernste Medizin und erstklassige Pflege in freundlicher

räumlicher Umgebung und seinen Mitarbeitern hervorragende

Arbeitsbedingungen. Mit dem Neubau will die

KRH GmbH Ansprüche erfüllen, die Patienten von einem

modernen Krankenhaus erwarten: eine Klinik der kurzen

Wege mit bestmöglicher medizinischer Versorgung unter

einem Dach, die sich zudem durch angenehmes Ambiente

und Komfort auszeichnet. Die Eröffnung der neuen Klinik ist

für den Beginn des Jahres 2014 geplant.

Am Standort des KRH Klinikums Nordstadt konnten in 2012 die

Bauaktivitäten des sog. 2. Bauabschnitts plangemäß fortgeführt

werden. Das KRH Klinikum Nordstadt ist ein Krankenhaus

der Maximalversorgung und wurde Ende des 19. Jahrhunderts

in der damals typischen Pavillonbauweise gegründet.

Das Ziel des heutigen Bauabschnitts 2a (NKN2a) ist es, in einer

begrenzten Baumaßnahme eine möglichst weitgehende Verdichtung

der Fachabteilungen am KRH Klinikum Nordstadt zu

erreichen. Durch die Verlagerung mehrerer Teilbereiche unterschiedlicher

Abteilungen in den Bauabschnitt NKN2a werden

hohe Synergieeffekte im medizinischen Kerngeschäft und den

Supportbereichen erzielt werden.

Für den Standort des KRH Klinikums Großburgwedel wurden

die Planungen zur Errichtung eines Bettenhauses und zur

Umgestaltung der Notaufnahme und Funktionsbereiche weiter

konkretisiert. Im Jahr 2012 wurde beschlossen, die geriatrische

Fachklinik in Langenhagen nach Burgwedel zu verlegen

und den Neubau entsprechend zu erweitern. Der Landeskrankenhausausschuss

hat im Dezember 2012 zugestimmt.

Eine weitgehende Förderung durch das Land Niedersachsen

wurde in diesem Zusammenhang in Aussicht gestellt. Das

Antragsverfahren ist inzwischen fortgeschritten. Die Integration

in die Baumaßnahme Großburgwedel hat eine Überarbeitung

des Terminplans notwendig gemacht. Die Fertigstellung

der Maßnahme wird im Jahr 2015 erwartet.

Am KRH Klinikum Robert Koch Gehrden wurden die in 2011

eingeleiteten umfangreichen baulichen Veränderungsmaßnahmen

mit einer Verbesserung der Intensivkapazitäten

sowie der Patientenzimmer in Form eines Teilneubaus weiter

vorangetrieben. Eine Fertigstellung steht im Jahr 2014 bevor.

Die Baumaßnahmen zur Modernisierung der Patientenaufnahme

und eines Untersuchungszentrums am KRH Klinikum

Neustadt am Rübenberge wurden in 2012 weitestgehend

abgeschlossen. Die neuen Funktionsbereiche konnten plangemäß

ihren Betrieb aufnehmen.

Die Aktivitäten im Bereich der Apothekenversorgung, mit

dem Ziel eines Apothekenneubaus mit moderner Logistik

(Kommissioniertechnik) und einem GMP-Herstellzentrum

(EG-GMP-Leitfaden: „Good Manufacturing Practice“) wurden

insoweit konkretisiert, dass die Aufnahme der Bauaktivitäten

noch in 2013 erfolgen kann. Die Fertigstellung ist gleichfalls

2014 vorgesehen.

Das im Januar 2010 aufgenommene staatsanwaltschaftliche

Ermittlungsverfahren zum Verdacht der Beschäftigung von

Scheinselbstständigen wurde bereits 2011 aus Sicht des Sozialversicherungsträgers

abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft

hat das Verfahren am Landgericht Hildesheim zur Anklage

gebracht. Die Eröffnung des Verfahrens wurde jedoch auf

der Basis der eingebrachten Unterlagen vom Landgericht Hildesheim

im Januar 2013 abschließend abgelehnt, die Nichtzulassung

wurde inhaltlich begründet. Gegen den Beschluss

hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Sollte der

Beschwerde nicht stattgegeben werden, ist das Verfahren

rechtskräftig eingestellt.

Neben der Erbringung der geplanten medizinischen Leistungen

der KRH Psychiatrie GmbH wurden im Tertiärbereich weitere

Eingliederungen in die KRH-Struktur umgesetzt. Entsprechend

wurde die Umstellung des DV-Systems auf SAP weiter

fortgesetzt; im Besonderen wurde für den Personalbereich

die Einführung eines Dienstplanprogramms vorgenommen.

Die KRH Psychiatrie GmbH wurde weiterhin in bestehende

Rahmenverträge der KRH GmbH aufgenommen und die

Organisation der Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltschutz,

Gesundheitsförderung sowie der Betriebsärztlichen Betreuung

durch die KRH GmbH wurde weiter vorangetrieben.

Das Geschäftsjahr 2012 stand – neben der Erbringung der

geplanten medizinischen Leistungen – überwiegend noch im

Fokus der Schaffung eines neuen medizinischen Leistungsangebotes,

wie bereits erwähnt, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

sowie der Fertigstellung eines Ersatzbaus einer

gerontopsychiatrischen Station, der Identifizierung von

brandschutztechnischen und trinkwasserhygienischen Risiken

und deren Behebung sowie in den weiteren Vorbereitungen

für das neue pauschalierende Entgeltsystem in der Psychiatrie.

Die für das Jahr 2012 aufgenommenen Budgetverhandlungen

mit den Krankenkassen konnten nach einem sehr schwierigen

Schiedsverfahren Ende November abgeschlossen werden.

Die Kostenträger hatten ungewöhnlich umfangreiche Nachweise

zur PsychPV eingefordert, nach Rechtsauffassung des

KRH Klinikums Region Hannover über den rechtlich bindenden

Umfang hinaus. In dem Schiedsverfahren (von den Kassen

betrieben) konnte ein Verhandlungskompromiss auf Basis

der Leistungszahlen des Jahres 2012 gefunden werden.

Für zusätzliche krankenhausplanrelevante Leistungsangebote

(TK Nienburg, TK Jugendliche, geschützte Station KJPP) wurden

Budgets im Vorwege der geplanten Umsetzung bereits

ausgehandelt.

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56 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 57

2. Darstellung der wirtschaftlichen Lage

2.1. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich nach Verrechnung der Sonderposten aus Zuwendungen zur

Finanzierung des Sachanlagevermögens in tabellarischer Form wie folgt dar:

AKTIVA

31.12. 2012 31.12. 2011 Veränderung

in Tsd. EUR in % in Tsd. EUR in % in Tsd. EUR in %

Langfristiges Vermögen 156.310 55,1 116.698 41,7 39.612 33,9

Umlaufvermögen/RAP 127.440 44,9 163.145 58,3 – 35.705 – 21,9

Aktive latente Steuern 123 0,0 132 0,0 – 9 – 6,8

SUMME AKTIVA 283.873 100,0 279.975 100,0 3.898 1,4

PASSIVA

Gezeichnetes Kapital 10.000 3,5 10.000 3,6 0 0,0

Kapitalrücklage 23.554 8,3 23.554 8,4 0 0,0

Gewinnrücklage 75 0,0 75 0,0 0 0,0

Ergebnisvortrag 6.836 2,4 6.659 2,4 177 2,7

Jahresüberschuss – 15.494 – 5,5 177 0,1 – 15.671 > – 100,0

Summe Eigenkapital 24.971 8,7 40.465 14,5 – 15.494 – 38,3

Rückstellungen 38.821 13,7 36.797 13,1 2.024 5,5

Verbindlichkeiten/RAP 220.081 77,6 202.713 72,4 17.368 8,6

Summe Passiva 283.873 100,0 279.975 100,0 3.898 – 24,2

2.2. ERTRAGSLAGE

Trotz eines Anstieges der Betriebserträge um 0,7 % schließt

das Geschäftsjahr 2012 im Vorjahresvergleich mit einem höheren

negativen Betriebsergebnis ab. Grund hierfür ist die Kostensteigerung

um insgesamt 2,2 % sowie der Rückgang des

CMI im gleichen Zeitraum. Der Anstieg der Betriebsaufwendungen

wurde vor allem durch einen Anstieg der Personalaufwendungen

verursacht.

Das Finanzergebnis hat sich zum Vorjahr um T€ 107 verbessert.

Im Wesentlichen kommt das durch die Ergebnisabführung

aus der KRH Psychiatrie GmbH des Vorjahres zustande.

Das neutrale Ergebnis wurde im Vorjahr durch den außerordentlichen

Ertrag aus dem Verkauf der Hautklinik (T€ 6.620)

geprägt.

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich in tabellarischer

Form wie folgt dar:

in Tsd. EUR

2012 2011

in Tsd. EUR

Betriebserträge 515.182 511.553

Betriebsaufwand – 529.962 – 518.579

Betriebsergebnis – 14.780 – 7.026

Ergebnis Investitionsförderung 0 84

Finanzergebnis – 957 – 1.064

Neutrales Ergebnis 451 8.351

2.3. ENTWICKLUNG UND LAGE DES UNTERNEHMENS

IM PERIODENVERGLEICH

Einen Überblick zur allgemeinen Leistungsentwicklung liefert

folgende Tabelle:

2012 2011

Planbetten (ohne Reha) 3.177 3.218

Planbetten (inkl. Reha) 3.336 3.388

Berechnungstage/Belegungstage 1.027.558 1.044.037

Fälle 134.949 135.553

Nutzungsgrad 84,16 % 84,43 %

Durchschnittliche Verweildauer 7,61 7,70

Steuern – 208 – 168

JAHRESERGEBNIS – 15.494 177

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58 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 59

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Steuerung der Chancen und Risiken ist ein wesentlicher

Bestandteil der geschäftlichen Aktivitäten innerhalb des

Unternehmens zur Erzielung von Wertsteigerungen.

Chancen sehen wir in weiteren Schritten zur Konsolidierung

des Unternehmens bei gleichzeitiger Ausweitung und Optimierung

des Leistungsspektrums und Vernetzung der medizinischen

Fachabteilungen durch die Arbeit der medizinischen

Zentren. Ziel ist es, wie in der Zeit seit der Unternehmensgründung

erfolgreich umgesetzt, auch weiterhin Marktanteile

zu gewinnen. Dies geschieht in einem Umfeld, bei dem Leistungssteigerungen

voraussichtlich nicht mehr in der Höhe der

Vorjahre anfallen in einem zunehmenden Wettbewerb um die

Versorgung der Patienten.

Neben der Weiterentwicklung im medizinischen Kerngeschäft

und der prozessorientierten Ausrichtung der Ablauforganisation

in den Kliniken tritt die bauliche Erneuerung der Krankenhausstandorte

jedoch immer weiter in den Fokus. In der baulichen

Infrastruktur der KRH-Standorte sehen wir wesentliche

Chancen, die Leistungsfähigkeit der KRH-Gruppe weiter auszubauen.

Wesentliche Einzelrisiken sehen wir in Umsatzrückgängen, im

Bereich der Personal beschaffung sowohl im ärztlichen und

pflegerischen Dienst sowie bei spezialisierten Mitarbeitern im

Funktions- und Verwaltungsdienst. Darüber hinaus gelten im

Bereich der Leistungsabrechnung gegenüber Selbstzahlern

die allgemeinen Ausfallrisiken.

Das wesentliche strukturelle Risiko sehen wir in einer dauerhaften

Fortsetzung der Unterfinanzierung von Kostensteigerungen

aufgrund der Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung.

Um die Unternehmensrisiken zu bewältigen, setzen wir ein

mehrstufiges Risikomanagement um. Dieses basiert auf folgenden

Elementen:

Eigenverantwortung

Jeder Mitarbeiter der KRH GmbH ist in die Prozesse und die

Entwicklung des Unternehmens eingebunden. Durch aktive

Teilhabe und Übernahme der stellenbezogenen Verantwortung

ist es die Pflicht jedes Mitarbeiters, Schaden von unseren

Patienten und vom Unternehmen abzuwenden.

Zur regelhaften Berichterstattung von Ereignissen und Risiken

sind alle Mitarbeiter aufgerufen und Kommunikationsstrukturen

etabliert.

Risikoerkennung und -erfassung

Die Arbeitsprozesse im Unternehmen folgen in weiten Teilen

denen eines klassischen Krankenhausbetriebs. Durch Arbeitsteilung

und abteilungs-/bereichsübergreifende Arbeitsweise

sind Kontrollstrukturen systematisch vorgegeben.

In wesentlichen Unternehmensbereichen ist ein internes Kontrollsystem

mit entsprechenden Richtlinien eingeführt. Es

wird konsequent weiter ausgebaut.

Zur Meldung besonderer Vorgänge besteht ein unternehmensweit

standardisiertes Meldewesen.

Einheitliche systematische Risikobewertung

Die Risikobewertung erfolgt innerhalb des Konzernkreises

nach einheitlichen finanzwirtschaftlichen und qualitativen

Maßstäben. Das Bewertungsverfahren berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit

und die Schadenshöhe eines Risikos.

Risikosteuerung und Kommunikation

Nicht alle Risiken lassen sich vermeiden. Bei erkannten Risiken

handeln wir präventiv und so weit wie möglich schadensvermeidend.

Darüber hinaus werden Risiken im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems

(RFS) des KRH-Konzerns erfasst. Das RFS

hat zum Ziel, Risiken der Geschäftstätigkeit und Konsequenzen

aus der Übernahme von Risiken frühzeitig zu erkennen,

potenziell erfolgsgefährdende Risiken zu steuern und existenzgefährdende

Risiken zu vermeiden. Das Früherkennungssystem

soll zur Erhöhung der Patientensicherheit, zur Minimierung

von Fehlerkosten und zur Erhöhung der Transparenz

für unternehmerische Entscheidungen beitragen.

Durch die erfolgte Verabschiedung eines Regelwerks sollen

die von der Geschäftsführung und anderen Leitungsinstanzen

eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen,

die darauf gerichtet sind, die organisatorische Umsetzung von

Entscheidungen zu gewährleisten sicher gestellt werden.

Dabei werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit von

Unternehmensabläufen

Einhaltung der für das KRH Klinikum Region Hannover

maßgeblichen Gesetze, Normen und Vorschriften

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit

Schutz des Vermögens und Information/Verhinderung von

Vermögensschädigungen

Genauigkeit/Zuverlässigkeit der finanziellen und

operativen Berichterstattung

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60 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 61

4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

4.1. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Seit Jahren ist die Branche als Folge der strukturellen Unterfinanzierung

und der daraus resultierenden Schere zwischen

Kosten- und Erlösentwicklung geprägt. Belastend wirkt die

Entwicklung der Vergütung für die Krankenhausleistungen

auf Basis des Landesbasisfallwerts. Dieser kompensiert auch

in 2013 die Kostensteigerungen nicht vollständig. Insbesondere

kommt es nicht zu einer Kompensation der in den Vorjahren

nicht ausfinanzierten Kostensteigerungen. Hierbei ist die

besonders ungünstige Situation in Niedersachsen als große

Belastung zu benennen. In Bremen, Hamburg oder gar in

Rheinland-Pfalz ansässig, hätte das KRH auch das Geschäftsjahr

2012 mindestens mit einem ausgeglichenen Ergebnis

abgeschlossen. Es ist derzeit nicht absehbar, ob die Vergütung

in Niedersachsen in den Folgejahren an die Vergütung anderer

Bundesländer mit vergleichbaren Rahmenbedingungen (beispielsweise

das Land Bremen) herangeführt wird. Derzeit ist

eine grundsätzliche Veränderung der Finanzierungsbedingungen

nicht zu erwarten.

Erhebliche wirtschaftliche Belastungen bestehen für das KRH

auch aus der Unterfinanzierung im investiven Bereich. Die

öffentliche Hand kommt seit vielen Jahren ihrer Verpflichtung,

die Krankenhäuser mit investiven Mitteln zu versorgen (Fördermittel)

nicht nach. Das KRH investiert daher in erheblichem

Umfang mit Eigenmitteln, insbesondere in große bauliche

Maßnahmen. Hieraus resultieren bereits in der Bauphase wirtschaftliche

Belastungen, die noch nicht durch Einsparungen

aus dem Betrieb refinanziert werden können.

Im Jahr 2013 sowie in Folgejahren wird das Ergebnis der

Gesellschaft wesentlich durch die Auswirkungen der jeweils

geltenden Tarifverträge sowie der grundsätzlichen Entwicklung

des Entgeltsystems im Gesundheitswesen beeinflusst

werden. Eine freie strategische Ausrichtung des Unternehmens

im Gesundheitsmarkt ist nur eingeschränkt möglich.

Die Rahmenbedingungen des KRH werden dabei auch durch

marktferne Sonderbedingungen bestimmt. Beschäftigungssicherung,

eine Verankerung im öffentlichen Tarifrecht und

hohe Kosten der betrieblichen Altersvorsorge sind einerseits

wichtiger institutioneller Bestandteil des KRH als Unternehmen

in öffentlicher Trägerschaft, finden anderseits bei der

Ermittlung der Vergütungen für die Patientenbehandlung keinen

Niederschlag.

Vor diesem Hintergrund wurden im KRH im Rahmen einer Aufgabenkritik

Handlungsfelder definiert, die zu einem Konsolidierungs-

und Zukunftsprogramm II (KuZ II) weiterentwickelt

werden. Ziel dieses Programms ist es, sowohl durch Maßnahmen

der Effizienz- und Produktivitätsverbesserung, die alle

Bereiche des Unternehmens erfassen, als auch durch eine

erfolgreiche Positionierung der Kliniken des KRH im Wettbewerb

und eines weiteren Ausbaus des Marktanteils die

Zukunftsfähigkeit dauerhaft abzusichern. Die Voraussetzung

für eine erfolgreiche Umsetzung ist durch die Etablierung der

Virtuellen Kliniken und der Medizinischen Zentren geschaffen.

Insgesamt gehen wir aber von einer Verlangsamung des

Wachstums aus.

Einen weiteren Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung des

Unternehmens werden die laufenden Bauprojekte leisten. Alle

Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Kapitaldienst der

Maßnahmen selbst zu erwirtschaften und darüber hinaus in

der Regel einen Deckungsbeitrag in das Unternehmen zu leisten.

Der auf dem Gelände des KRH Klinikums Siloah begonnene

Krankenhaus-Neubau mit 535 Betten, in dem die beiden

derzeitigen KRH Kliniken Siloah und Oststadt-Heidehaus

vereinigt werden, liegt im Wesentlichen im Zeitplan. Durch

moderne Strukturen soll eine hohe medizinische Versorgungsqualität

bei guter Wirtschaftlichkeit erreicht werden.

Die Baumaßnahme NKN2a wird im Jahr 2013 weitgehend

abgeschlossen werden und in zwei Stufen in Betrieb gehen.

Weitere strategische Baumaßnahmen in den Standorten der

KRH Kliniken Robert Koch Gehrden und Großburgwedel sowie

der Neubau der Apotheke stehen an.

Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt mit deutlichen Risiken

behaftet. Zu dem allgemeinen Finanzierungsrisiko kommen

Umsetzungsrisiken, insbesondere das Risiko einer erfolgreichen

Realisierung der Maßnahmen aus dem KuZ II, hinzu.

Auf der Basis der beschriebenen wirtschaftlichen Belastungen

und des derzeit negativen Betriebsergebnisses sowie einer

erfolgreichen Umsetzung der dargestellten Baumaßnahmen

und der Realisierung von diversen Maßnahmen des KuZ II geht

die Geschäftsführung erst wieder im Geschäftsjahr 2017 von

positiven Jahresergebnissen aus. Die Mittelfristplanung sieht

im Rahmen der sukzessiven Umsetzung sämtlicher Maßnahmen

eine stetige Verbesserung des Betriebsergebnisses vor,

die durch höhere Abschreibungen und Zinsbelastungen teilweise

kompensiert werden, sodass in den nächsten beiden

Geschäftsjahren noch von weiter negativen Jahresergebnissen

ausgegangen wird.

Die Liquidität der KRH-Gruppe ist auf der Basis der Mittelfristplanung

insbesondere durch die Verlustübernahme in Höhe

von EUR 14,9 Mio. und weitere Kapitalmaßnahmen mit einem

Volumen von EUR 60,0 Mio. durch den Gesellschafter gesichert,

um den Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft

und den Bauprojekten nachzukommen. Die Geschäftsführung

geht davon aus, dass der Gesellschafter auf der Basis noch zu

treffender Gesellschafterversammlungsbeschlüsse die Eigenkapitalmittel

in wesentlichen Teilen noch in 2013 an die KRH-

Gruppe auszahlen wird.

Der Fortbestand der KRH-Gruppe ist weiterhin davon abhängig,

dass die geplanten Maßnahmen des Zukunfts- und Konsolidierungsprogramms

II als auch die Baumaßnahmen wie

geplant bis Ende 2017 umgesetzt werden können. Sollten sich

diese Maßnahmen nicht realisieren lassen, müssen weitere

Eigenkapitalmaßnahmen des Gesellschafters vereinbart werden,

um den Fortbestand der KRH GmbH und damit auch der

KRH-Gruppe zu sichern.

Wir sind zuversichtlich, dass das KRH den angelegten Weg

konsequent beschreiten und, wie bereits in der Zeit nach der

Unternehmensgründung, erfolgreich gestalten wird. Wir weisen

darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich

von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung

abweichen können, wenn eine der genannten oder andere

Unsicherheiten eintreten oder sich die zugrunde liegenden

Annahmen als unzutreffend erweisen.

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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62 Geschäftsbericht 2012

Konzernlagebericht 63

5. Betriebsstätten

4.2. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im somatischen Bereich erfolgen Forschungstätigkeiten in

untergeordnetem Maße im Rahmen von Doktorarbeiten und

vereinzelter Auftragsforschung.

Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Aktivitäten im psychiatrischen

Bereich. Die Kooperation des Krankenhauses mit

dem Niedersächsischen Institut für Systemische Therapie und

Beratung e. V. (NIS) wurde fortgesetzt. Das NIS führte ein weiteres

multiprofessionelles Training in „Systemische Methoden

in der Akutpsychiatrie“ in neun zweitägigen Kursen durch, in

2012 schwerpunktmäßig mit der Klinik für Gerontopsychiatrie

und Psychotherapie gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, nachdem die Klinik für

Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie sowie die suchtmedizinische

Klinik bereits in den Vorjahren geschult wurden. Die

Klinik für Gerontopsychiatrie und die Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Psychotherapie werden folgen.

Im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung kooperiert

die Klinik mit dem Institut für Therapie und Beratung der Fachhochschule

Hildesheim, mit der MHH im Bereich der Durchführung

von Weiterbildungslehrgängen zur Fachkraft für sozialpsychiatrische

Betreuung, mit dem Institut für Qualifizierung

und Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

QuQuK Bremen.

Die Gesellschaft ist Kooperationspartner im Netzwerk „Pflegeund

Versorgungs forschung der Fachhochschule Hannover

und wirkt an der Pilotstudie „Simulation und Reduktion von

Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie“ in der Medizinischen

Hochschule Hannover mit.

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des CFB-Deeskalationssystems

im Bereich der Klinik für Forensische Psychiatrie

und Psychotherapie und des ADEKO-Deeskalationssystems im

Bereich der anderen Fachkliniken erfolgt.

Die Klinik ist Mitglied des Netzwerkes „Traumatisierte Flüchtlinge

Niedersachsen e. V.“ (ntfn-ev). Sie kooperiert seit mehr als

zwanzig Jahren mit dem Ethnomedizinischen Zentrum e. V.,

speziell mit dessen Dolmetscherdienst, um die Qualität der

psychiatrischen Versorgung von Menschen aus anderen Kulturen

(15 – 20 % der Patienten) kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ein weiteres multiprofessionales Training wurde in einer

Kooperation mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Dialektisch

Behaviorale Therapie (DAGDBT) angeboten. Hier wurden

drei zweitägige Seminare durchgeführt für Mitarbeiter/-innen

der Pflege, Psychologen und Ärzten der Erwachsenenpsychiatrie,

um die Behandlungsangebote im stationären und ambulanten

Bereich zu verbessern und erweitern.

Der Konzern betreibt folgende Kliniken und andere Einrichtungen:

KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen, Laatzen

KRH Klinikum Großburgwedel, Großburgwedel

KRH Klinikum Lehrte, Lehrte

KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge,

Neustadt am Rübenberge

KRH Klinikum Nordstadt, Hannover

KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus, Hannover

KRH Klinikum Siloah, Hannover

Hannover, den 8. Mai 2013

KRH Klinikum Springe, Springe

KRH Psychiatrie Langenhagen, Langenhagen

KRH Klinikum Robert Koch Gehrden, Gehrden

KRH Geriatrie Langenhagen, Langenhagen

KRH Psychiatrie Wunstorf, Wunstorf

KRH Servicegesellschaft mbH, Hannover

KRH ambulant GmbH, Hannover

Honsel Ohnesorg Dr. von Kries

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64 Geschäftsbericht 2012

65

MITEINANDER

FÜR DIE SEELE SORGEN

Unsere Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt des engagagierten Handelns aller KRH-

Beschäftigten. Ihre schnelle und möglichst vollständige Genesung sind Dreh- und Angelpunkt der Arbeit

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen. Denn für uns steht nicht nur das körperliche

Wohl des erkrankten Menschen im Vordergrund, sondern auch sein seelisches Befinden ist

uns wichtig. Neben Ärzten und Pflegekräften betreuen auch Seelsorger wie Matthias Gottschlich

stationäre Patienten und deren Angehörige bei der Bewältigung neuer Lebenssituationen. Zusätzlich

sind Sozialarbeiter, Techniker, Verwaltungsangestellte, Gärtner und viele weitere Berufsgruppen Tag

für Tag im Einsatz, um unseren Patienten den Krankenhausaufenthalt in unseren Kliniken so angenehm

wie nur möglich zu gestalten.

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66 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 67

Konzernabschluss Klinikum Region Hannover GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

31.12. 2012

in EUR

31.12. 2011

in EUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.441.920,05 3.180.555,13

2. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 288.417,60 317.622,55

3.730.337,65 3.498.177,68

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 196.905.399,72 193.898.059,19

2. technische Anlagen und Maschinen 7.446.215,26 8.104.079,22

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.176.349,93 37.549.281,43

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.712.761,78 68.540.436,37

372.240.726,69 308.091.856,21

375.971.064,34 311.590.033,89

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.380.642,39 9.918.356,01

2. unfertige Leistungen 6.019.449,01 4.460.937,94

16.400.091,40 14.379.293,95

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.971.423,71 56.045.362,03

2. Forderungen an die Gesellschafterin 0,00 41.656,08

3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 23.098.426,77 70.842.802,79

4. sonstige Vermögensgegenstände 7.543.742,22 9.221.571,09

90.613.592,70 136.151.391,99

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.038.898,78 12.425.624,47

C. Rechnungsabgrenzungsposten 349.301,59 153.405,33

D. Aktive latente Steuern 122.800,00 132.059,00

E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 38.029,47 35.437,54

503.533.778,28 474.867.246,17

PASSIVA

31.12. 2012

in EUR

31.12. 2011

in EUR

A. Eigenkapital

1. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00

2. Kapitalrücklage 23.553.817,20 23.553.817,20

3. Gewinnrücklage 74.722,00 74.722,00

4. Gewinnvortrag 6.836.196,69 6.658.797,62

5. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss – 15.493.537,06 177.399,07

24.971.198,83 40.464.735,89

B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

1. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG 168.764.759,58 148.160.836,01

2. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand 50.259.091,48 46.090.961,19

3. Sonderposten aus Zuwendungen Dritter 637.231,19 639.753,92

219.661.082,25 194.891.551,12

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.136.565,00 1.152.743,00

2. Steuerrückstellungen 23.983,60 77.997,00

3. sonstige Rückstellungen 37.660.069,92 35.566.466,66

38.820.618,52 36.797.206,66

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.093.143,74 33.829.975,00

2. erhaltene Anzahlungen 62.526,30 35.664,20

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.677.643,00 19.691.800,11

4. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 28.104,75 0,00

5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 94.798.679,37 113.863.678,06

6. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des

Anlagevermögens

12.922.672,58 20.176.765,55

7. sonstige Verbindlichkeiten 11.888.096,23 11.763.426,60

217.470.865,97 199.361.309,52

E. Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 2.596.800,60 3.341.930,87

F. Rechnungsabgrenzungsposten 13.212,11 10.512,11

503.533.778,28 474.867.246,17

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68 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 69

Gewinn- und Verlust rechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

31.12. 2012

in EUR

31.12. 2011

in EUR

1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 440.094.244,27 435.246.245,56

2. Erlöse aus Wahlleistungen 12.087.077,01 11.402.041,39

3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 22.831.732,05 19.727.618,48

4. Nutzungsentgelte der Ärzte 5.255.691,27 6.819.323,49

5. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 1.558.511,07 164.786,21

6. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.226.070,95 1.072.430,93

7. Zuweisungen und Zuschüsse, soweit nicht unter Nr. 11

a) Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand 275.759,79 510.291,34

8. sonstige betriebliche Erträge 40.175.245,90 44.820.063,33

523.504.332,31 519.762.800,73

9. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 297.913.357,09 288.211.439,94

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für

Unterstützung

77.606.596,58 75.908.743,02

10. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 84.510.579,26 85.627.397,84

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.944.265,76 14.960.198,45

473.974.798,69 464.707.779,25

11. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 17.033.519,19 12.360.199,94

12. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach

dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des

17.343.897,85 18.094.440,42

Anlagevermögens

13. Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens für

Darlehensförderung

745.130,27 968.683,64

14. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten

nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung

17.017.331,04 11.304.139,33

des Anlagevermögens

15. Aufwendungen für die nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen

geförderte Nutzung von Anlagengegenständen

66.385,34 47.977,13

16. Aufwendungen für nach dem KHG geförderte, nicht

aktivierungsfähige Maßnahmen

78.172,56 1.773.167,02

17. Aufwendungen aus der Auflösung der Ausgleichsposten aus

Darlehensförderung

0,00 1.048.132,45

17.960.658,37 17.249.908,07

18. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

26.100.399,40 24.476.098,06

19. sonstige betriebliche Aufwendungen 55.638.352,72 52.938.476,56

81.738.752,12 77.414.574,62

ZWISCHENERGEBNIS – 14.248.560,13 – 5.109.645,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

31.12. 2012

in EUR

31.12. 2011

in EUR

ÜBERTRAG ZWISCHENERGEBNIS – 14.248.560,13 – 5.109.645,07

20. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153.669,81 227.886,61

21. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.111.013,42 1.335.699,66

– 957.343,61 – 1.107.813,05

22. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit – 15.205.903,74 – 6.217.458,12

23. außerordentliche Erträge 0,00 6.619.859,20

24. außerordentliches Ergebnis 0,00 6.619.859,20

25. Steuern von Einkommen und vom Ertrag 207.042,45 168.450,71

26. Sonstige Steuern 80.590,87 56.551,30

287.633,32 225.002,01

KONZERNJAHRESFEHLBETRAG/-ÜBERSCHUSS – 15.493.537,06 177.399,07

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70 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 71

Konzernanhang

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Klinikum Region Hannover GmbH stellt gemäß § 290 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf.

Der nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 297 ff. HGB aufgestellte Konzernabschluss ist aufgrund der gegebenen Größenverhältnisse

maßgeblich durch die Muttergesellschaft geprägt.

Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Soweit es für die

Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses erforderlich war, wurden die Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und

Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 5 HGB hinzugefügt bzw. die Gliederung und Bezeichnung von Posten entsprechend

§ 265 Abs. 6 HGB geändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Ab dem Jahr 2012 gilt für alle Konzerngesellschaften eine einheitliche Tages- und Stundensatzberechnung auf Basis von Entgeltgruppen.

Die sich hieraus ergebenden Durchschnittswerte werden für die Ermittlung der Urlaubsrückstellung sowie auch für

die Überstundenrückstellung herangezogen. Darüber hinaus wurden die Gliederung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 sind neben der Klinikum Region Hannover GmbH, Hannover, als Mutterunternehmen

folgende 100-%ige Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Unternehmen Sitz Nominalkapital

in EUR

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, deren Abschlussstichtag einheitlich der

31. Dezember ist, werden nach einheitlichen Bilanzierungsund

Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2

Nr. 1 HGB a. F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung

der Beteiligungsbuchwerte mit dem Eigenkapital der einbezogenen

Unternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt

durchgeführt.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der Klinikum

Region Hannover Wunstorf GmbH vom 05. Oktober 2012

wurde die Firmierung der Gesellschaft geändert. Der Wechsel

des Gesellschaftsnamens wurde am 07. Januar 2013 mit

Jahresergebnis 2012

in EUR

KRH Servicegesellschaft mbH Hannover 250.000,00 137.860,88

KRH Psychiatrie GmbH Wunstorf 100.000,00 3.305.813,49

KRH ambulant GmbH Hannover 25.000,00 993,71

Eintragung in das Handelsregister wirksam. Die Klinikum

Region Hannover Wunstorf GmbH firmiert seitdem als KRH

Psychiatrie GmbH.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss

einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander

aufgerechnet.

Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden ebenfalls

gegeneinander verrechnet.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,

vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens

mit Anschaffungskosten von über netto € 150,00 bis zu

netto € 1.000,00 werden in einem Pool zusammengefasst und

ab Zugang zu 1/5 p. a. abgeschrieben.

Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten

bis netto € 150,00 sind unabhängig von ihrer Nutzungsdauer

und sowohl im Falle der Wieder- wie auch der Erstanschaffung

als Verbrauchsgüter unmittelbar als Aufwand des medizinischen

oder sonstigen Wirtschaftsbedarfs zu behandeln.

Die Vorräte wurden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit

fortgeschriebenen Durchschnittspreisen bzw. letzten Anschaffungspreisen

unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Der Wertansatz der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten,

die aus der DRG-Kalkulation ermittelt wurden.

Die Forderungen sind zum Nennwert ausgewiesen; für

erkennbare Risiken bei den Forderungen wurden in ausreichendem

Umfang Wertberichtigungen gebildet.

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten

werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des

Anlagevermögens entsprechen den Restbuchwerten der mit

den Zuwendungen finanzierten Anlagengegenstände.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die

Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem

Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages

gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr

als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden

durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben

Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz ergibt

sich aus der entsprechenden Restverordnung und wird durch

die Deutschen Bundesbank vorgegeben.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

werden nach versicherungs mathematischen Grundsätzen

auf Basis der „Projected Unit Credit Method“ (Anwartschaftsbarwertverfahren)

mit einem Zinsfuß von 5,04 % (durchschnittlicher

Marktzins bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren)

sowie erwarteten Einkommens- und Renten steigerungen von

2,00 % p. a. unter Beachtung der Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck

ermittelt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit (abgeschlossene Verträge

sowie potenzielle Anwärter) werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen unter Beachtung der

Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ermittelt. Den Verpflichtungen

aus Altersteilzeit liegen erwartete Einkommenssteigerungen

zwischen 2,00 % und 3,21 % zugrunde und werden mit

3,69 % bis 4,08 % abgezinst.

Die Jubiläumsrückstellung ist nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen unter Beachtung der Richttafeln 2005 G

von Dr. Heubeck ermittelt worden. Den Verpflichtungen liegt

eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,60 % zugrunde,

sie werden mit 5,04 % (durchschnittlicher Marktzins bei einer

restlichen Laufzeit von 15 Jahren) abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag

angesetzt.

Der passive Ausgleichsposten aus Darlehensförderung ist in

Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Tilgungen der

geförderten Darlehen und den niedrigeren Abschreibungen

auf die mit diesen Darlehen finanzierten Anlagengegenstände

angesetzt.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden,

kommt folgender Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatz

zur Anwendung: ökonomische Sicherungsbeziehungen

werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen.

Demnach werden sich ausgleichende positive und

negative Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko ohne

Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Einfrierungsmethode).

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72 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 73

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäfte/

Sicherungsgeschäfte

Forward-Darlehen

gegenüber

Kreditinstituten/

Zinsderivate

Risiko/Art der

Bewertungseinheit

Zinsänderungsrisiko/

Mikrohedge

Einbezogener

Betrag

Höhe des abgesicherten

Risikos

73,1 Mio. € 73,1 Mio. €

Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft

gleichen sich fast in vollem Umfang im Sicherungszeitraum

voraussichtlich aus, weil die Risikopositionen

(Grundgeschäft) unverzüglich nach dessen Abschluss in

betraglich gleicher Höhe in derselben Laufzeit durch Zinssicherungsgeschäfte

abgesichert werden. Zur Messung der

Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde die „Critical-

Terms-Match-Methode“ verwendet.

3. GESONDERT AUSZUWEISENDE ANGABEN DER BILANZ UND GUV

Für die Bilanz sowie für die Gewinn- und Verlustrechnung werden in der nachstehenden Tabelle gesondert zu nennende

Angaben ausgewiesen.

GUV

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für

Unterstützung

2012

in EUR

2011

in EUR

77.606.596,58 75.908.743,02

davon für Altersversorgung 25.194.124,53 24.692.889,90

Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 17.033.519,19 12.360.199,94

davon Fördermittel nach dem KHG 15.727.879,72 12.237.759,03

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153.669,81 227.886,31

davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 21.170,16 46.975,63

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.111.013,42 1.335.699,66

davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 626.613,00 610.886,00

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 207.042,45 168.450,71

davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern 9.259,00 2.263,00

BILANZ

31.12. 2012

in EUR

31.12. 2011

in EUR

Zu den Positionen der Aktiva:

Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 23.098.426,77 € 70.842.802,79

davon nach der BPflV/dem KHEntgG 5.834.867,69 € 4.590.480,68

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € 0,00

sonstige Vermögensgegenstände 7.543.742,22 9.221.571,09

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 379.317,70 324.999,36

davon aus Steuern 377.639,14 260.984,63

Zu den Positionen der Passiva:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.093.143,74 33.829.975,00

davon gefördert nach dem KHG 0,00 0,00

Verbindlichkeiten nach Krankenhausfinanzierungsrecht 94.798.679,37 113.863.678,06

davon nach der BPflV/ dem KHEntG 9.994.812,99 11.242.801,73

Sonstige Verbindlichkeiten 11.888.096,23 11.763.426,60

davon aus Steuern 4.596.847,02 4.261.978,72

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 651.871,74 630.659,97

4. ANGABEN ZUR BILANZ

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist im

Wesentlichen EDV-Software bilanziert.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens

zu Bruttoanschaffungskosten sowie die Entwicklung der

Abschreibungen gehen aus dem beigefügten Anlagenspiegel

hervor.

In die Herstellungskosten des Anlagevermögens wurden

Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 563 einbezogen.

Als unfertige Leistungen werden die DRG-Fallpauschalen

ausgewiesen, soweit sie am Bilanzstichtag noch nicht abrechnungsfähig

waren (sogenannte Überlieger).

Für die gesetzlich vorgeschriebene Sicherung der Wertguthaben

aus Altersteilzeit im Blockmodell besteht ein Vertrag

zur Sicherung der Guthaben der Mitarbeiter bei der Commerzbank

AG, Frankfurt. Die Wertguthaben werden durch ein

Treuhandmodell abgesichert. Am 31. Dezember 2012 beträgt

der Zeitwert der Sicherung für den KRH-Konzern insgesamt

T€ 3.546. Die Anschaffungskosten der Sicherung betragen

T€ 6.036.

Die Pensionsverpflichtungen enthalten lediglich

Anwartschaften.

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74 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 75

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

RÜCKSTELLUNGEN

31.12. 2012

in Tsd. EUR

Urlaub/Überstunden 13.579

Altersteilzeit 9.715

MDK Risiko 4.748

Brandschutzmaßnahmen/behördliche Maßnahmen 2.342

unstete Bezüge/AT-Vergütungsanteile 1.964

Leistungsentgelt 1.616

Jubiläumsrückstellung 1.611

Sanierung Wassernetz KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus 1.201

Pensionsrückstellungen 1.137

Pauschalhonorar Ärzte 440

Wiederherstellungsverpflichtung KRH Klinikum Oststadt-Heidehaus 396

Archivierungerückstellung 324

Prozessrisiken 300

Unterlassene Instandhaltung 298

Personalkosten Rückerstattungsanspruch 272

Risiken Belegungsausgleiche 233

Steuerrückstellungen 24

sonstige personalbezogene Rückstellungen 1.059

Übrige sonstige Rückstellungen 1.108

Summe Rückstellungen 42.367

Als Berechnungsbasis für die Zuschläge dienen immer die

Werte des Vorjahres.

Bis einschließlich 2011 wurden Urlaubs- und Überstundenrückstellungen

mittels eines Stundensatzes mit

individuellem Zuschlag ermittelt. Zur Berechnung des Stundensatzes

wurde das individuelle Jahresgrundgehalt des

Mitarbeiters zuzüglich eines individuellen Zuschlagsatzes

(15 %/30 %) gem. § 8 Abs. 1a) TVöD herangezogen.

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

< 1 Jahr

in Tsd. EUR

Restlaufzeit

1 – 5 Jahre

in Tsd. EUR

> 5 Jahre

in Tsd. EUR

Gesamt 2012

in Tsd. EUR

Gesamt 2011

in Tsd. EUR

2.910 15.562 50.621 69.093 33.830

Erhaltene Anzahlungen 63 0 0 63 36

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber der

Gesellschafterin

Verbindlichkeiten nach dem

Krankenhaus finanzierungsrecht

Verbindlichkeiten aus sonstigen

Zuwendungen zur Finanzierung des

Anlagevermögens

28.677 0 0 28.677 19.692

28 0 0 28 0

94.799 0 0 94.799 113.863

12.923 0 0 12.923 20.177

Sonstige Verbindlichkeiten 11.739 29 120 11.888 11.763

Summe Verbindlichkeiten 151.139 15.591 50.741 217.471 199.361

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen vor

Verrechnung beträgt T€ 9.715.

Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurde der Erfüllungsrückstand

Altersteilzeit (T€ 3.999) mit dem beizulegenden Zeitwert des

Sicherungsguthabens (T€ 3.546) saldiert.

Neubewertung Urlaubs-/Überstundenrückstellung:

Ab dem Jahr 2012 werden für die Bewertung der kon zern einheit

lichen Ermittlung der Tages- bzw. Stundendurchschnittswerte

das durchschnittliche Jahresbruttogehalt der jeweiligen

Entgeltgruppe des aktuellen Jahres zuzüglich der Zuschläge für

Jahressonderzahlung, Samstags-, Sonntags- und Feiertagszuschläge,

Wechselschicht, Schichtzulage, Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienst

sowie Nachtzuschläge herangezogen.

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76 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 77

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in Höhe von T€ 2.910 sind durch Globalzessionen auf

sämtliche Forderungen der KRH und die restlichen Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten durch eine Ausfallbürgschaft

der Region Hannover und Grundschulden besichert.

Der Sachverhalt ist im nachstehenden Steuerlatenzenspiegel dargestellt.

STEUERLATENZENSPIEGEL 31. DEZEMBER 2012

Sachverhalt

Buchwert HB

in EUR

Steuerlatenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen liegen nicht

vor. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz

von 30,9 % zugrunde gelegt. Aktive und passive latente

Steuern werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen.

Steuerwert

in EUR

Differenz

in EUR

Steuersatz

in %

Latente

Steuer

in EUR

Aktive Steuerlatenzen

Sonstige Rückstellungen Altersteilzeit 368.336,00 42.619,00 325.717,00 30,9 100.790,00

Sonstige Rückstellungen Urlaub, Überstunden 549.376,00 479.692,00 69.684,00 30,9 21.563,00

Sonstige Rückstellungen Personal allgemein

- Rentenanspruch Arbeitnehmer/-in 92.365,00 89.378,00 2.987,00 30,9 924,00

- Sterbegeld 8.001,00 6.974,00 1.027,00 30,9 318,00

- Archivierungskosten 5.000,00 3.769,00 1.231,00 30,9 381,00

Zwischensumme 1.023.078,00 622.432,00 400.646,00 – 123.976,00

Passive Steuerlatenzen

Sonstige Rückstellungen Personal allgemein

- Jubiläum 128.101,00 131.901,00 – 3.800,00 30,9 – 1.176,00

Zwischensumme 128.101,00 131.901,00 – 3.800,00 – – 1.176,00

Verlustvorträge 0,00 0,00 0,00 – 0,00

Nettosteuerbelastung (–) bzw. -entlastung (+) – – – – 122.800,00

6. SONSTIGE ANGABEN

6.1. Nicht bilanzierte Geschäfte

Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2012 beträgt T€ 14.374.

Zur Finanzierung eines Energie-Einspar-Contractings wurde in 2011 ein Forward- Darlehen mit einem Volumen von rund

T€ 23.766 und einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen, das durch eine modifizierte Ausfallbürgschaft der Region Hannover

abgesichert wird. Es handelt sich somit um ein variabel verzinsliches Darlehen. Die erste Teilzahlung erfolgte im März 2013. Der

Abruf des restlichen Darlehens ist für Juni 2013 und März 2014 geplant.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die der KRH-Konzern

für medizinische Geräte, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge in Höhe von € 3,2 Mio. abgeschlossen hat,

sowie aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von € 26 Mio. Die Beträge ergeben sich in Summe aus den am Bilanzstichtag bestehenden

nicht kündbaren Verträgen. Die Gesellschaft ist weiterhin Wartungsverträge im Wesentlichen für die IT-Infrastruktur

und medizinische Geräte mit einem jährlichen Volumen in Höhe von T€ 690 eingegangen. Die Kündigungstermine der Miet-,

Leasing-, und Dienstleistungsverträge liegen im Wesentlichen zwischen 2013 und 2015. Darüber hinaus besteht ein Vertragsvolumen

von € 3,5 Mio., das nach 2016 kündbar ist.

Die operating Leasingverträge dienen der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs mit dem Vorteil, dass investive Maßnahmen

und entsprechende Liquiditätsabflüsse nicht notwendig werden. Risiken sind nur aus der Belastung der künftigen

Liquiditätslage erkennbar.

Mit dem Erwerb des Landeskrankenhausbetriebes Wunstorf im Geschäftsjahr 2008 hat die Gesellschaft die Verpflichtung übernommen,

bauliche Investitionen in Höhe von € 4 Mio. zu tätigen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

Betrag

€ Mio.

Laufzeit

Beizulegender

Zeitwert in € Mio

Forward Swap 34,6 02.01. 2013 – 30.03. 2035 – 8,2 0

Buchwert

€ Mio

Forward Swap 11,9 01.10. 2013 – 30.06. 2035 – 2,6 0

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Erlöse aus Krankenhausleistungen bestehen fast ausschließlich

aus DRG-Erlösen (T€ 440.114).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen

im Wesentlichen den medizinischen Bedarf.

Forward Swap 25,3 30.09. 2013 – 30.09. 2033 – 1,6 0

Forward Swap 1,3 30.09. 2013 – 30.09. 2033 – 0,1 0

SUMME 73,1 – 12,5 0

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen

Erlöse aus Hilfs- und Neben betrieben, sonstige ordentliche

Erträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Insgesamt sind hier T€ 4.475 periodenfremde Beträge

enthalten (Vorjahr T€ 9.143).

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen

sonstigen betrieblichen Auf wendungen enthalten periodenfremde

Aufwendungen von T€ 7.220 (Vorjahr T€ 6.178).

Die Zinsderivate dienen der Zinsabsicherung noch aufzunehmender Kredite. Sie werden mit der Markt-to-Market-Methode

bewertet. Den Forward Swaps mit negativem Marktwert wurden Grundgeschäfte zugeordnet, sodass Bewertungseinheiten

gebildet werden konnten.

Für die Arbeitnehmer der KRH GmbH bestehen Verträge mit den Zusatzversorgungskassen ZVK und VBL. Hierfür wurden in

2012 T€ 23.858 aufgewendet.

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78 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 79

6.2. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und

den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die Berechnung

ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

6.3. Honorare an Abschlussprüfer

Das für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr

2012 zurückgestellte Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 145.

6.4. Personalzahlen

Der Konzern hatte im Jahr 2012 gem. § 267 Abs. 5 HGB 7.121

Beschäftigte (ohne Auszubildende); außerdem befanden sich

631 Beschäftigte in passiven Beschäftigungsverhältnissen.

643 Auszubildende wurden in Gesundheits- und Pflegeberufen

(Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und

Krankenpflegehilfe, Physiotherapie, Hebammen / Entbindungspflege)

sowie in kaufmännischen, technischen und

hauswirtschaftlichen Berufen ausgebildet.

28 Freiwillige waren im Rahmen des freiwilligen sozialen

Jahres tätig.

6.5. Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren:

Herr Karsten Honsel, Hannover

Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur

Herr Norbert Ohnesorg, Hannover

Geschäftsführer Unternehmensentwicklung,

Personal und Kommunikation

Herr Dr. Friedrich von Kries, Duisburg

Geschäftsführer Medizin

Auf die Nennung der Bezüge des Geschäftsführerorgans

wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines

Mitglieds des Organs feststellen lassen.

6.6. Mitglieder des Aufsichtsrats

Als Anteilseignervertreter waren bestellt:

Erwin Jordan, Vorsitzender

(bis 05.03. 2013),

Regionsrat,

Region Hannover

Prof. Dr. Wolfgang Greiner

(bis 18.12. 2012),

Universitätsprofessor,

Universität Bielefeld

Dr. Manfred Benkler

(ab 18.12. 2012),

selbständiger Berater

Mechthild Greive,

Hauptgeschäftsführerin,

Klinikum Dortmund GmbH

Doris Klawunde,

selbständig

Auf der Arbeitnehmerseite sind im Aufsichtsrat vertreten:

Hendrik Alex,

Krankenpfleger, Klinikum

Region Hannover GmbH

Michael Aschenbach,

Gewerkschaftssekretär, ver.di

Hermann Deutschmann,

Arzt, Klinikum Region

Hannover GmbH

Elke Nobel,

Gewerkschaftssekretärin,

stellv. Vorsitzende, ver.di

Sven De Noni,

Rechtsanwalt, Marburger

Bund

Stephan Schröer,

Kfm. Direktor, Klinikum

Region Hannover GmbH

Gabriela Kohlenberg,

Krankenschwester,

Land Niedersachsen

Walter Richter,

Geschäftsführer,

union-boden GmbH

Bernward Schlossarek,

Oberstudienrat,

Land Niedersachsen

Dr. Jürgen Tempel,

Arzt, Klinikum Region

Hannover GmbH

Regina Wagener,

Krankenschwester,

Klinikum Region Hannover

GmbH

Silke Stokar von Neuform,

selbständig

Angelika Walther,

Verwaltungsangestellte,

Ev. Luth. Landeskirche

Elke Zach,

Med. Fachangestellte,

Dr. Schmidt-Pich & Kollegen

Friedo Weh,

Krankenpfleger,

Klinikum Region Hannover

GmbH

Christine Wortmann,

Med. Fachangestellte,

Klinikum Region Hannover

GmbH

An die Aufsichtsratsmitglieder wurden als Aufwandsentschädigung und Auslagenersatz T€ 48 ausgezahlt.

Hannover, 08. Mai 2013

Honsel Ohnesorg Dr. von Kries

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80 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 81

Anlagengitter zum 31. Dezember 2012

Anlagevermögen Anschaffungs-, Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

01.01. 2012

in EUR

Zugänge

in EUR

Umbuchungen

in EUR

I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND DAFÜR GELEISTETE ANZAHLUNGEN

1. Immaterielle

Vermögensgegenstände

2. Anzahlungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände

Abgänge

in EUR

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

31.12. 2012

in EUR

Kumulierte

Abschreibung

in EUR

Abschreibungen

Geschäftsjahr

in EUR

Abgänge

in EUR

Umbuchungen

in EUR

Kumulierte

Abschreibung

17.577.285,25 1.651.372,85 609.596,92 0,00 19.838.255,02 – 14.396.730,12 – 1.999.604,85 0,00 0,00 – 16.396.334,97 3.441.920,05 3.180.555,13

317.622,55 102.343,80 – 77.789,62 – 53.759,13 288.417,60 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 288.417,60 317.622,55

Summe der Postiton I 17.894.907,80 1.753.716,65 531.807,30 – 53.759,13 20.126.672,62 – 14.396.730,12 – 1.999.604,85 0,00 0,00 – 16.396.334,97 3.730.337,65 3.498.177,68

II. SACHANLAGEN

1. Grundstücke mit

Betriebsbauten

2. Grundstücke mit

Wohnbauten

350.976.803,29 8.933.923,05 5.691.517,84 – 483.144,24 365.119.099,94 – 161.205.919,93 – 11.646.463,81 54.971,27 555.386,08 – 172.242.026,39 192.877.073,55 189.770.883,36

12.721.320,07 0,00 771.393,73 0,00 13.492.713,80 – 8.594.144,24 – 314.857,31 0,00 – 555.386,08 – 9.464.387,63 4.028.326,17 4.127.175,83

3. Technische Anlagen 61.961.065,40 719.171,65 55.436,33 – 7.242,10 62.728.431,28 – 53.856.986,18 – 1.432.471,94 7.242,10 0,00 – 55.282.216,02 7.446.215,26 8.104.079,22

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

239.010.117,83 11.412.991,93 1.163.130,09 – 6.157.122,23 245.429.117,62 – 201.460.836,40 – 10.707.001,49 5.915.070,20 0,00 – 206.252.767,69 39.176.349,93 37.549.281,43

5. Anlagen im Bau 68.540.436,37 68.413.073,88 – 8.213.285,29 – 27.463,18 128.712.761,78 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 128.712.761,78 68.540.436,37

Summe der Postiton II 733.209.742,96 89.479.160,51 – 531.807,30 – 6.674.971,75 815.482.124,42 – 425.117.886,75 – 24.100.794,55 5.977.283,57 0,00 – 443.241.397,73 372.240.726,69 308.091.856,21

ENDSUMME 751.104.650,76 91.232.877,16 0,00 – 6.728.730,88 835.608.797,04 – 439.514.616,87 – 26.100.399,40 5.977.283,57 0,00 – 459.637.732,70 375.971.064,34 311.590.033,89

in EUR

Buchwert

31.12. 2012

in EUR

Buchwert

31.12. 2011

in EUR

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82 Geschäftsbericht 2012

Konzernabschluss 83

Konzernkapitalflussrechnung

Konzerneigenkapitalspiegel

2012

in Tsd. EUR

2011

in Tsd. EUR

1. CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Periodenergebnis – 15.494 177

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (soweit nicht gefördert) 9.178 7.581

Zunahme (+) / Abnahme (–) der Rückstellungen 2.023 540

Gewinn (–) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen 606 – 2.389

Zunahme (–) / Abnahme (+) der aktiven latenten Steuern 9 2

Zunahme (–) / Abnahme (+) des aktiven Unterschiedsbetrages aus der

Vermögensverrechnung

– 3 268

Zunahme (–) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Aktiva

Zunahme (+) / Abnahme (–) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

sowie anderer Passiva

– 5.588 3.584

7.920 – 8.581

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit – 1.349 1.182

2. CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Abschreibungen auf geförderte Gegenstände des Anlagevermögens 17.341 16.896

Einzahungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 145 339

Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen – 89.479 – 56.712

Fördermittelzuflüsse, soweit für Investitionen benutzt 48.492 36.922

Veränderung der Verbindlichkeiten nach dem KHG und sonstige Fördermittel – 25.071 – 18.869

Einstellung (+) / Auflösung (–) Sonderposten 24.770 11.431

Einstellung (+) / Auflösung (–) Ausgleichsposten Darlehensförderung – 745 272

Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen – 1.754 – 1.029

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 30

Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 26.301 – 10.720

3. CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 68.900 15.000

Auszahlungen aus der Tilung von Krediten – 33.637 – 1.461

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 35.263 13.539

4. FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 – 3) 7.613 4.001

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.426 8.425

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.039 12.426

5. ZUSAMMENSETZUNG DES FINANZMITTELFONDS

Liquide Mittel 20.039 12.426

FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 20.039 12.426

Stammkapital

in EUR

Kapitalrücklage

in EUR

Gewinn rücklage

in EUR

Konzernbilanzergebnis

in EUR

Konzerneigenkapital

in EUR

STAND: 31.12. 2010 10.000.000,00 23.553.817,20 74.722,00 6.658.797,62 40.287.336,82

Konzernjahresergebnis 177.399,07 177.399,07

STAND: 31.12. 2011 10.000.000,00 23.553.817,20 74.722,00 6.836.196,69 40.464.735,89

Konzernjahresergebnis – 15.493.537,06 – 15.493.537,06

STAND: 31.12. 2012 10.000.000,00 23.553.817,20 74.722,00 – 8.657.340,37 24.971.198,83

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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84 Geschäftsbericht 2012 Konzernabschluss 85

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Impressum

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den von der Klinikum Region Hannover GmbH, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz,

Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang – und den Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und

Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu

planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei

der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung

werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in

Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die

Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen

der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den

gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes BiId der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht

steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und

stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Berlin, 8. Mai 2013

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herausgeber

KRH Klinikum Region Hannover GmbH

Constantinstraße 40

30177 Hannover

Fon 0511 906-6000

Fax 0511 906-6008

E-Mail presse@krh.eu

Web www.krh.eu

Redaktion

KRH Bereich Unternehmenskommunikation,

Marketing & Vertrieb

Petra Kesten-Kühne

Bernhard Koch

verantwortlich: Thomas Melosch

Fotografie

Stefan Gallwitz, Hannover

Gestaltung

BJS Werbeagentur GmbH, Essen

Textlektorat

Dr. Karsten Bredemeier, Neunkirchen

Druck und Verarbeitung

Druckpartner, Essen

Papier: PhöniXmotion

FSC-Recycling-Mix zertifiziert

(Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

und Recyclingpapier)

Stand: September 2013

Id-Nr. 1112407

www.bvdm-online.de

Lennartz

Wirtschaftsprüfer

Krüger

Wirtschaftsprüfer

Version: KRH-03-3005 GB2012 Innenseiten RZLY71 | Stand: 10. September 2013

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Constantinstraße 40

30177 Hannover

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Fax 0511 906-6008

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