Erstsemester-bits 2012 1 - Fachbereich Informatik - Universität ...

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Erstsemester-bits 2012 85

nicht das theoretisch Mögliche oder auch nur der angenommene Durchschnittsmensch

sein. Ziele sind an den bisherigen eigenen Erfolgen festzusetzen. Wer die

Verzehnfachung seines Lernaufwands plant, um die Zeit aufzuholen, die verloren

ging, weil schon der Plan mit der Verfünffachung nicht geklappt hat, wird wohl

wieder scheitern. Eine realistische Planung setzt natürlich voraus, dass man sich

selber Grenzen auch eingestehen kann.

Sich motivieren (Phantasiereisen), Motivation von außen

Wenn dir Sinn und Zweck des Lernens nicht klar sind, solltest du versuchen, das

zu erreichende Fernziel positiv zu besetzen. Wie krumm die Begründung letztlich

ist, spielt keine große Rolle, wesentlich ist das persönliche Ziel. Es hilft nicht unbedingt,

sich vorzustellen, dass man mit neu erworbene Fremdsprachkenntnissen

rund um die Welt reisen kann, wenn man das nie wollte. Dann besser die Vorstellung,

dass das nächste Buch der Lieblingsautorin, dass man unbedingt lesen will,

halt nur in Kisuaheli erscheint und die Sprache deshalb zu lernen ist, auch wenn

eine solche Aussage vollkommen abwegig ist.

Sich selber überlisten

Oftmals sind es keine störenden Außenfaktoren, sondern Aufschieben, Anfangspanik

oder ähnliches, die das Vorankommen verhindern. In solchen Fällen musst du

dich manchmal selber an der Nase herumführen, um irgendwie voranzukommen.

Wer vor dem großen zu erledigenden Pensum verzweifelt, sollte es ignorieren und

so tun, als ob es nur um 15 Minuten Sitzen am Schreibtisch geht. Wer erstmal sitzt,

kann ja nebenbei mal in ein Buch schauen. Wer nichts versteht, kann ja einfach

mal weiterlesen, als ob das vollkommen egal wäre. Wichtig ist in erster Linie, dass

keine unüberwindlich scheinenden Probleme den Stress nach oben treiben. Führt

das eigene Nichtverstehen und der unüberschaubar große Berg an Aufgaben vor

einem zu einer inneren Panik, die deinen Kopf anschwellen lässt und dich in einen

Blackout versetzt, hilft es den Zustand zunächst als diesen zu identifizieren, eine

kurze Ruhepause einzulegen und sich schließlich dessen bewusst zu werden, dass

das alles nicht das Ende der Welt ist. Ist der Druck ersteinmal weg, steht dem behandelten

Stoff sehr viel weniger im Weg.

Gruppenarbeit

Dies trifft sicher nicht für alle zu, aber viele können in Zusammenarbeit mit anderen

besser lernen. Das kann verschiedenste Gründe haben:

• Da man die anderen nicht lange warten lassen kann, können so beliebte Ablenkungsmanöver

wie „kurz noch aufräumen“, „kurz noch die eine Folge

schauen“ etc. nicht mehr so leicht zuschlagen.

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