IOEW SR 075 Ökonomische Alternativen zum Ausbau E..., Seiten 1 ...

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Empfehlungen für die Umsetzung eines regionalen

Entwicklungskonzeptes

Die Ausgangsbasis und die politischen Möglichkeiten für ökologisch orientierte regionale

Entwicklungskonzepte sind in den beiden untersuchten Teilregionen sehr

unterschiedlich. Bei der Region 'Elbtalaue' handelt es sich um einen ländlich geprägten,

strukturschwachen Raum mit geringer wirtschaftlicher Dynamik mit Schwerpunkten

auf der Landwirtschaft und dem Tourismus. Dagegen entwickelt sich die Region

'Dresden' zu einer dynamischen Stadtregion mit vielfältigen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Vor diesem Hintergrund haben die Naturkapitalausstattung und darauf aufbauende

naturschutzfachliche Planungen unterschiedlichen Stellenwert für die ökonomische

Entwicklung. Während in der Untersuchungsregion I. Elbtalaue dieses zu

einem wichtigende und tragenden Faktor der Regionalentwicklung werden kann,

kann dies für die Unersuchungsregion II. Dresden nur für einen Teil der ökonomischen

Aktivitäten gelten. Vor diesem Hintergrund empfehlen wir, die Anstrengungen

zur Umsetzung eines ökologisch-ökonomischen Entwicklungskonzeptes

auf die Region Elbtalaue zu konzentrieren. Von daher befaßt sich die nachfolgende

Ausgestaltung von Handlungsfeldern und -instrumenten mit den Bedingungen

und Möglichkeiten in dieser Region.

Die folgenden Empfehlungen werden auf Basis der Ergebnisse des vorliegenden

Gutachtens unterbreitet. In diese Empfehlungen sind aber auch die zahlreichen Anregungen,

Impulse und Denkanstöße eingeflossen, die wir von unseren Interviewpartnern

und den anregenden Diskussionen auf dem Elbe-Symposium der Michael

Otto Stiftung in Dessau erhalten haben (Michael Otto Stiftung 1994). Ebenso fließen

Erfahrungen und Kenntnisse ein, die das IÖW insbesondere im Rahmen der regionalisierten

Strukturpolitik Nordrhein-Westfalens gewinnen konnte (vgl. MWMT 1992,

Lucas 1993). Der Katalog von empfehlenden Maßnahmen bezieht sich ausdrücklich

nur auf mögliche Instrumente des regionalen Entwicklungsprozesses. Dabei stehen

stehen folgende Handlungsfelder im Mittelpunkt:

• Grundorientierung eines regionalen Entwicklungskonzeptes

• Öffentlichkeitsarbeit

• ökologisch orientierte Wirtschaftsförderung

1. Grundorientierungen für ein regionales Entwicklungskonzeptes

Die wichtigsten endogenen Potentiale (regionale Stärken) für die wirtschaftliche

Entwicklung der Region sind die dort lebenden Menschen mit ihren Qualifikationen

und ihrer Einsatzbereitschaft, die Unternehmen mit ihrem technischen, kaufmännischen

und organisatorischen Know-How und die Einrichtungen des Naturschutzes,

mit ihren konkreten Kenntnissen in Pflege und Erhalt des natürlichen Potentials.

Positive regionalwirtschaftliche Impulse können von einer engeren Vernetzung des

Tourismus, der Landwirtschaft und des Handwerks sowohl untereinander als auch

innerhalb der Sektoren ausgehen.

In diesen Wirtschaftsbereichen wird derzeit mit unterschiedlichen Zielvorstellungen

gearbeitet und gehandelt. Der regionale Bezug ist sowohl in ökonomischer als auch

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