IOEW SR 075 Ökonomische Alternativen zum Ausbau E..., Seiten 1 ...

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Ein ökologisches Standortprofil der Region Elbtalaue kann sich nur in dem Maße

entwickeln, wie Unternehmen und öffentliche Hand bereit sind, den Aspekten eines

integrierten und vorsorgenden Umweltschutzes einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Die Marktfähigkeit ökologischer Produkte und Dienstleistungen ist in hohem

Maße an die 'ökologische Glaubwürdigkeit' der Anbieter gebunden. Von daher verbietet

sich ein oberflächliches Marketing, welches lediglich versucht, auf der „Öko-

Welle" mitzuschwimmen. Auch aus wettbewerbstheoretischen Überlegungen ist es

für die Wirtschaftsförderung angebracht, sich intensiver mit der Entwicklung in den

ökologischen Marktsegmenten zu befassen. Allgemein besteht die Aufgabe der

Wirtschaftsförderung darin , neue umwelttechnische Entwicklungen zu fördern oder

neue Ideen zu vermitteln (z.B. durch Förderung von Demonstrationsvorhaben). Derartige

Prozesse basieren auf guten Informationen, einer unkomplizierten Verständigung

mit den wichtigsten Partnern des regionalen Entwicklungsprozesses (s. nachstehende

Übersicht) und regionalen Fühlungsvorteilen zu den Unternehmen.

PARTNER DES REGIONALEN UND ÖRTLICHEN KONSENSES

• Industrie und Handelskammern, Handwerkskammern, Landwirtschaftskammer,

Fremdenverkehrsverbände, Kreishandwerkerschaft

• Stadt- und Kreisverwaltungen, kommunale Eigenbetriebe

• Arbeitsämter

• Arbeitgeberverbände, einzelne Unternehmen

• DGB/DAG

• Umweltverbände, Bürgerinitiativen

• regionale Medien

PARTNER DES ÜBERREGIONALEN KONSENSES

• diverse Fachministerien der Elbanrainerländer

• Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Länder

• ökologisch-orientierte Unternehmensverbände und Banken

• Verbraucherverbände

Ein gutes Wirtschaftsklima auf der Basis gegenseitigem Vertrauens und die differenzierten

Kenntnisse der Probleme vor Ort sind entscheidende Faktoren, auf denen

letzlich Wettbewerbsvorteile gründen. Die Bedingungen hierfür können durch den

zusätzlichen Aufbau regionaler, themenzentrierter Netzwerke, die von Fall zu Fall

projektbezogen, problembezogen oder produktbezogen eingerichtet werden können,

noch verbessert werden. Durch derartige Netzwerke können wiederum Synergieeffekte

entstehen, die die weitere Entwicklung der Region befruchten.

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