IOEW SR 075 Ökonomische Alternativen zum Ausbau E..., Seiten 1 ...

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MÖGLICHE SYNERGIEEFFEKTE

• Vermarktung des vorhandenen Wissens für neue Anwendungen

• ("zweites Bein")

• Kooperation mit Wissenschaft und/oder anderen Unternehmen

• ("Verbundprojekte")

• Erfahrungsaustausch bei Existenzgründungen

• Umsetzung des "Umweltwissens" in neue Projekte und

benachbarte Märkte

Im Rahmen dieser Aufgabenstellungen empfehlen wir den Aufbau einer regionalen

Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Transfer- Beratungs- und Förderleistungen

müssen auf der Ebene der Region koordiniert und zielgruppenspezifisch gebündelt

werden. Das Nebeneinander von unterschiedlichen Strategien der Kreise, welches

eher von gegenseitiger Konkurrenz geprägt ist, sollte überwunden werden.

Wichtig erscheint uns in diesem Zusammenhang auch die Aufhebung des traditionellen

Nebeneinanders von landwirtschaftlicher Beratung und allgemeiner

Wirtschaftsförderungsberatung. Die Wirtschaftsförderung sollte insgesamt als

Transferstelle fungieren, die die Leistungen anderer Einrichtungen vermittelt. Hierzu

ist eine gute Verankerung in den regionalen und überegionalen Institutionen wichtig.

Die Wirtschaftsförderung sollte regelmäßig die unternehmensseitigen Partner der

Regionalentwicklung für die Konsensbildung in wichtigen Fragen an einen Tisch

bringen.

Mit dem folgenden Maßnahmenpaket sind sowohl die Wirtschaftsförderung der Kreise

aber auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Länder angesprochen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt einer ökologisch orientierten Wirtschaftsförderung in

der Untersuchungsregion muß künftig die Beratung über öffentliche Finanzierungshilfen

sein, die für Ausgleichsmaßnahmen, Umstellung auf ökologische Betriebsführung

und Verbundprojekte zur Verfügung gestellt werden. Dabei muß die Wirtschaftsförderung

gezielt und regelmäßig auf das Angebot öffentlicher Finanzierungshilfen

hinweisen. In den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus sollte dies in

enger Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer und den Fremdenverkehrsvereinen

geschehen. Besonders hilfreich wäre ein jährlich erstellter Finanzierungsratgeber,

der in übersichtlicher und verständlicher Form die verschiedenen Förderprogramme

enthält, den Antragsweg und die Stellen benennt, die bei der Antragstellung

behilflich sein können. Die Erstellung einer solchen Broschüre ist aber nur vertretbar,

wenn gleichzeitig sichergestellt ist, daß eine gezielte und effiziente Streuung

erfolgt.

Die neuen unternehmerischen Aufgaben im Rahmen einer ökologischen Regionalentwicklung

sind vielfältig und nicht ohne Risiko. Es sollte von daher überlegt wer-

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