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Fortsetzung: Abbildung 19

Steuereinnahmen

Planungsrisiko

Realisierungsrisiko

Betriebsrisiko

Imageeffekte

ökologische Auswirkungen

sozio-kulturelle

Effekte

Große Teile der Gewerbesteuern können

durch erhöhte Abschreibungen

kompensiert werden, nur Teile der

Grunderwerbssteuern und der Grundsteuern

verbleiben im Kreis; lediglich

Fremdenverkehrsabgaben (z.B. 1

DM/pro Übernachtung) verbleiben

vollständig bei der Gemeinde (bei

1 Mio. Übernachtungen ergibt dies DM

1 Mio/a)

Anteile an der Einkommenssteuer hängen

von der Art der Arbeitsplätze ab,

Teilzeit- und sozialversicherungsfreie

Beschäftigungsverhältnisse erbringen

nur geringe Einkommenssteueranteile

hoch, vielfältige Prüfaufgaben durch

Verwaltung, Genehmigungsaufwand

sehr hoch

in Abhängigkeit vom Betreiberkonzept;

ist die Finanzierung nicht gesichert,

kann es dazu kommen, daß die Arbeiten

noch in der Erstellungsphase abgebrochen

wenden - Investitionsruinen

können entstehen

hohe Anfangsinvestitionen erfordern

kontinuierlich hohe Auslastung; kann

dieses nicht gewährleistet werden,

besteht die Gefahr des Entstehens von

Investitionsruinen, mit denen die Gemeinde

alleine gelassen wird

nicht eindeutig abschätzbar, da unterschiedliche

Zielgruppen angesprochen

werden, können sowohl positiv sein

(das Angebot schafft sich seine Nachfrage),

als auch negativ sein

(vorhandene Stammgäste fühlen sich

durch Zusatzbelastung [beispielsweise

Verkehr] gestört)

Störwirkungen abhängig von der

Standortwahl, auf jeden Fall:

- hohe Wasserverbrauchsintensität

- hohes Abwasseraufkommen

- hohe Energieintensität

- hohe Verkehrsintensität

- hohe Abfallintensität

jedoch technische Maßnahmen des

Umweltschutzes leichter zu realisieren,

da auflagenorientierte Steuerung bei

nur wenigen Akteuren zu realisieren ist.

Veränderung des traditionellen Ortsund

Landschaftsbildes durch urbane

Überformung; an den jeweiligen Standorten

von Großprojekten aufgrund der

damit einhergehenden Verkehrsbelastungen

Minderung der Wohnqualität;

in der Planungsphase häufig Spaltung

der Bevölkerung in Gegner/Befürworter

die Steuermehreinnahmen dürften

auf Dauer angelegt höher sein, die

Erhebung von Fremdenverkehrsabgaben

auf lokale Widerstände

stoßen. Im Hinblick auf die Art der

Arbeitsplätze, gelten ähnliche Einschränkungen

wie bei Großprojekten

eher abschätzbar, geringerer Genehmigungsaufwand

für eher "kleinteilige" Vorhaben ist

das Realisierungsrisiko geringer

einzuschätzen, da es eher möglich

ist, ggfs. Nachfolger zu finden

Besitzerwechsel wird bei wirtschaftlichen

Schwierigkeiten des bisherigen

Betreibers leichter zu realisieren

sein, für die Gemeinde ist das Risiko

geringer

nicht abschätzbar, nicht zuletzt auch

abhängig vom Zielgruppenkonzept

und der Art der gewählen Vermarktung

der Region

Störwirkungen abhängig von der

Standortwahl, vergleichsweise geringere

Mengeneffekte in bezug auf

die Umweltbelastungen

technische Maßnahmen des Umweltschutzes

eher schwierig umzusetzen,

da eine Vielzahl von Akteuren

zu berücksichtigen ist

landschaftsangepaßte Architektur

eher möglich, positive Ausstrahlung

auf Dorferneuerungsmaßnahmen,

vegleichsweise geringere, mit Tourismus

einhergehende, Verkehrsbelastungen,

Auseinandersetzungen

auf der kommunalen Ebene dürften

weniger spannungsreich ausfallen

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