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Fortsetzung Abbi dung 19

Zeitfaktor/

Realisierungszeitra

um

Quelle: Darstellung des IÖW1994

lange Genehmigungsverfahren, jedoch

dann schnelle Realisierung, kurzfristig

sichtbare Erfolge der Wirtschaftsförderungspolitik

Die Realisierung der positiven regionalwirtschaftlichen

Effekte dieser

Art von Erschließung erfordert einen

"langen Atem"; benötigt längere

Zeiträume , ist in starkem Maße auf

die Investitions- und Risikobereitschaft

der lokalen Akteure angewiesen

3.3 Zur Ausgangssituation für den Tourismus im geplanten Großschutzgebiet

Elbtalaue

3.3.1 Entwicklung und Struktur der touristischen Nachfrage

Die Entwicklung und Struktur der touristischen Nachfrage läßt sich quantitativ nur für

den niedersächsischen Teil des Gebietes der Elbtalaue darstellen, da für die Gebiete

in den neuen Bundesländern eine diesbezügliche Erhebung erst für den Sommer

1994 geplant ist. Es ist jedoch von der Annahme auszugehen, daß sich die Struktur

der (künftigen) Nachfrage in dem Teil der Elbtalaue, der den neuen Bundesländern

zuzuordnen ist, nicht grundsätzlich von der im niedersächsischen Teilgebiet unterscheidet.

Entsprechend lassen sich folgende Aussagen zur Entwicklung und Struktur

der Nachfrage nach touristischen Leistungen im Gebiet des geplanten Großschutzgebiets

Elbtalaue treffen:

• Die Anzahl der Übernachtungen stieg zwischen 1985 und 1989 beständig an und

hat infolge der Grenzöffnung 1990-92 noch einmal einen Schub erfahren, ging jedoch

1992 um 5 % gegenüber dem Vorjahr zurück; nach offiziellen Angaben

(ohne "Schwarzvermietungen") belief sich die Anzahl der Übernachtungen 1992

auf ca. 600.000 für das niedersächsische Teilgebiet (BTE/ Futour 1994, 15 f) Andere

Angaben sprechen von einer Verdoppelung der Übernachtungen im Zeitraum

1975-1990 (Droß/ Drüche 1993).

• Räumlich konzentriert sich der Tourismus auf die Orte Gartow (30 %) und Hitzakker

(40 %), die zusammen annähernd 70 % der Übernachtungen bei einem Bettenanteil

von knapp 61 % zu verzeichnen haben.

• Überdurchschnittlich gut (gemessen an der Kapazitätsauslastung) war 1992 die

Entwicklung in Lüchow (143,9 Tage), während sie in Dannenberg am schlechtesten

war (vgl. Tabelle)

• Die durchschnittliche Verbleibdauer liegt bei 3,5 Tagen; dies spricht dafür, daß

die Region bevorzugt von Kurzurlaubern aufgesucht wird.

In Bezug auf die Nachfragestruktur werden folgende Aussagen getroffen:

• ein großer Teil der Gäste reist aus Hamburg und Berlin an,

• das Ruhrgebiet ist nach Hamburg und Berlin das drittwichtigste Herkunftsgebiet

der Gäste,

• der Anteil an Gästen aus Süddeutschland ist dagegen bisher sehr gering,

• die Region wird v.a. für Wochenend-, Kurz- und Langzeiturlaube aufgesucht,

weniger für Tagesausflüge,

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